Gründer und Urgestein des Online-Magazins Fraktur. Andreas leitet nicht nur das Magazin, sondern verfasst auch viele der dort veröffentlichten Berichte. Darüber hinaus fungiert er mit seiner langjährigen Erfahrung als Testfahrer.
Der Startpunkt in Duisburg bestätigt viele Gerüchte und Vorurteile, die sich um diese Stadt ranken. Mit über einer halben Millionen Einwohner darf sich Duisburg zu Recht als Großstadt betiteln – mit allen Vor- und Nachteilen. Ein Vorteil ist die sehr gute Erreichbarkeit mit der Bahn. Egal ob von München, Hannover, Dortmund oder Düsseldorf kommend, Duisburg ist ohne Probleme und zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar. Der Nachteil Duisburgs ist natürlich der Großstadtverkehr, den wir am Anfang dieser Tour kurz ertragen müssen.
Winterliche Idylle: Der zugefrorene Waldsee im Baerler Busch / Moers
Duisburg ist eine Industriestadt, aber ganz so dramatisch und grau wie in den Tatort Krimis mit Schimanski ist es zum Glück nicht mehr. Duisburg mausert sich immer mehr zu einer ansehnlichen Stadt – nicht nur die Restaurant- und Kneipenmeile Innenhafen trägt ihren Teil dazu bei. Duisburg liegt aber nicht nur am Rhein, sondern auch an der Ruhr und kennzeichnet sogar das Ende des Ruhrtal-Radweges. Von Duisburg aus lassen sich viele Radtouren starten und auch unser Haldencross startet in dieser Stadt. Da wir den Stadtteil Ruhrort passieren werden, kann auch eine Anreise mit der Bahn bis zur Bahnhaltestelle Duisburg-Ruhrort erfolgen. Dieser Zug verkehrt allerdings nur von Oberhausen aus kommend.
Vom Bahnhof aus orientieren wir uns in Richtung der Duisburger City. Wir folgen dem ausgewiesenen Fahrradweg in Richtung Moers durch die Fußgängerzone. Wir bleiben auf dem Fahrradweg bis zum Schwanentor. Der Fahrradweg nach Moers biegt im weiteren Verlauf nach links ab, wir fahren allerdings auf dem Fahrradweg geradeaus weiter und folgen somit der Ruhrorter Straße bis zum Kreisverkehr. Wir verlassen den Kreisverkehr geradeaus und überqueren in Folge die Oberbürgermeister-Lehr-Brücke und die Brücke über den Vincke-Kanal. Nach dem Vincke-Kanal biegen wir links in die Krausstraße ab und fahren durch das Hafengebiet des Ruhrgebietes. Wir folgen der Dammstraße, unterqueren die Rheindeichstraße und fahren rechts die Brücke hoch, um zur Rheindeichstraße zu gelangen. Mit der Friedrich-Ebert-Brücke überqueren wir den Rhein. Beeindruckend sind die Brückentürme der Friedrich-Ebert-Brücke, wo in der Vergangenheit ein Brückenzoll erhoben wurde. Diese Abgabe bleibt den Reisenden heutzutage zum Glück erspart und wir können mit vollem Geldbeutel weiterfahren. Hinter der Brücke führt ein schmaler Weg rechts bergab, dem wir folgen. Wir gelangen zum Fuße der Brücke und folgen jetzt dem Wanderweg mit der Kennzeichnung <.
Stromabwärts folgen wir dem Rhein. Die Fahrt über den Deich führt uns in Richtung Duisburg-Baerl. Auf der anderen Seite des Rheins erstreckt sich Thyssen-Krupp-Stahl. Vor uns erkennen wir die alte mächtige Eisenbahnbrücke, die sich über den Rhein spannt. Hinter der Eisenbahnbrücke sehen wir die moderne Autobahnbrücke der A42, welche uns nach dem Besuch der Halde Rheinpreußen wieder über den Rhein führen wird. Der Weg auf dem Deich ist sehr gut befestigt und wird am Wochenende von vielen Fußgängern und Radfahrern genutzt. Der Weg bleibt allerdings nicht auf dem Damm, sondern führt im weiteren Verlauf rechts den Damm hinunter und begleitet den Rhein in unmittelbarer Nähe – immer noch der Kennzeichnung < folgend. Auf den Rheinwiesen tummeln sich bei schönem Wetter unzählige Erholungssuchende. Der Weg bleibt gut befestigt, nur bei Überschwemmung kann der Weg unpassierbar sein – kommt nicht oft vor, aber hin und wieder muss man dem Rhein weichen. Dann bleibt leider nur der Weg an der Rheindeichstraße entlang. Noch bevor wir die alte Eisenbahnbrücke erreichen, gelangen wir von dem Wanderweg auf die kleine asphaltierte Rheinstraße, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Wir biegen links ab und fahren einige wenige Meter hoch zur Rheindeichstraße. Gegenüber liegt die Kohlenstraße, die für kurze Zeit unser Begleiter sein wird. Wir folgen der Kohlenstraße und biegen vor den Bahnschienen rechts ab. Der Sackgasse wird bis zum Ende gefolgt.
Wir überqueren die Bahnschienen und folgen dem Weg in Richtung der Eisenbahnbrücke. Rechts orientierend folgen wir den Schienen bis zum Ende des Weges. Wir treffen auf einen asphaltieren Rad- und Fußgängerweg und biegen links ab. Wir überqueren nach wenigen hundert Metern die Grafschafter Straße, die Verbindungsstraße zwischen Moers-Meerbeck und Duisburg-Baerl. Wir tauchen, den Radweg nutzend, in das gegenüberliegende kleine Gewerbegebiet ein. Vor uns eröffnet sich langsam der Blick auf die Halde Rheinpreußen. Kurz vor der Halde biegen wir rechts in die kleine Anliegerstraße „Im Rehwinkel“ ab. Die kleine Straße biegt im weiteren Verlauf rechts ab, wir fahren aber weiter in den Wald hinein, genauer gesagt in den Baerler Busch Richtung Waldsee. Die Halde Rheinpreußen liegt direkt links neben uns und so langsam müssen wir uns seelisch auf die Auffahrt vorbereiten.
Das Ruhrgebiet wäre ohne Halden ebenso undenkbar wie das Ruhrgebiet ohne Industrie und Fördertürme. Die Halden bzw. Bergehalden und die Deponien bilden das markante Gesicht des Ruhrgebietes. Eine faszinierende Region, die wir mit dem MTB Haldencross auf unsere Art und Weise huldigen wollen. Auf unserer Reise durch den Ruhrpott werden wir knapp 200 Kilometer und über 2.000 Höhenmeter zurücklegen. Dabei werden wir nicht weniger als 19 Halden erklimmen – mit der Niederrhein Haldenrunde sogar 21 Halden!
Der Pott kocht – Das Ruhrgebiet bei Nacht
Früher nur als Anhäufung des Abraums gedacht, dienen viele Bergehalden im Ruhrgebiet und am Niederrhein mittlerweile als beliebte Naherholungsgebiete. Die Halden und Deponien des Ruhrgebietes erscheinen dem Betrachter fast als „natürliche“ Berge und werden auch genau so genutzt. Die Halde Norddeutschland bietet für Nordic Walker angelegte Touren und die Halde Hoppenbruch begeistert durch die MTB Strecken.
Doch nicht alle Halden und Deponien werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So finden sich hin und wieder abgesperrte Halden und das meistens nicht ohne Grund! Sehr oft handelt es sich hierbei um brennende Halden, was nicht heißen soll, dass die Halde in Flammen steht! Durch den Anteil der Restkohle ist eine Selbstentzündung und dadurch ein Schwelbrand im Innern der Halde möglich. Erstaunlich ist, dass diese Brände über 100 Jahre andauern können. Nicht jede brennende Halde wird allerdings gesperrt. Ein Beispiel für eine brennende und dennoch nicht gesperrte Halde ist die Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen.
Neben den Bergehalden, die aus dem Abraum des Bergbaus entstanden sind, existieren noch Deponien. Diese Deponien bestehen oftmals aus Bauschutt oder aus Müll. Hier unterscheidet sich für uns Biker vor allem der Untergrund, auf dem sich unsere Stollen in den Boden beißen. Natürlich werden auch die Deponien renaturiert und über Müll muss man (meistens) nicht rollen – zumindest nicht offensichtlich. Besonders bei Nässe zeigt sich der Untergrund aus dem Abraum sehr unberechenbar. Während bei Trockenheit der Untergrund der Halden meist hart wie Beton ist, zeigt sich der Untergrund bei längerem Regen sehr glitschig. Das gilt besonders auf Wegen, die nicht befestigt sind. Hier also besonders aufpassen!
Die Halden – Das markante Gesicht des Ruhrpotts
Eine Halde oder eine Deponie ist allerdings nicht einfach nur eine simple Aufschüttung. Der Blick auf die verschiedenen Halden zeigt, dass die künstlichen Berge sich optisch meist sehr stark unterscheiden. So wird bei den Halden zwischen Spitzkegelhalden, Landschaftsbauwerken, Tafelbergen und Großhalden unterschieden. Die älteste Form der Halden stellt die Spitzkegelhalde dar, die modernste und natürlichste Form ist das Landschaftsbauwerk.
Die Halden werden meist aber nicht einfach nur der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, sondern auch touristisch stark in Szene gesetzt. So trifft man auf der Route Industriekultur Halden wie die Halde Rheinelbe und den Tippelsberg. Viele Halden werden auch zu sogenannten Landmarken ausgebaut. Kunstobjekte werden zum Wahrzeichen der Halde wie zum Beispiel die Bramme der Schurenbachhalde oder das Geleucht der Halde Rheinpreußen. Eine sehr bekannte und weithin sichtbare Landmarke ist natürlich auch das Tetraeder der Halde Beckstraße in Bottrop.
Eine Besonderheit für die Nutzung einer Deponie ist der Deusenberg in Dortmund. Die ehemalige Müllhalde wurde gekonnt zur Mountainbike Arena umgewandelt. Der Deusenberg ist für uns natürlich das beste Beispiel für eine äußerst sinnvolle Nutzung einer Deponie. Doch auch andere Halden locken immer mehr Besucher von nah und fern an. So werden die Halden und das Umland immer öfter in Veranstaltungen einbezogen.
Auf der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn findet jährlich das Dong-Open-Air Festival statt und lockt unzählige Metal Fans an den idyllischen Niederrhein. In früheren Jahren fand auf dem Pattberg in Kamp-Linfort das Drachenfest statt und die Halde Rheinpreußen in Moers lockt, neben dem Geleucht, durch diverse Party Veranstaltungen. Ein Blick in den Veranstaltungskalender lohnt also immer. Zu beachten für uns Biker ist, dass die Halden an diesen Tagen für Biker meist gesperrt sind.
Das Geleucht in Moers
Der MTB Haldencross – Unser HaldenX
Wir bewegen uns bei unserem Haldencross, mit dem Startpunkt in Duisburg, vom westlichen Rand des Ruhrgebietes ostwärts Richtung Dortmund. Das Ziel unserer Reise ist Dortmund mit der unter Mountainbikern sehr beliebten EDG-Halde bzw. dem Deusenberg. Duisburg als auch Dortmund sind sehr gut mit der Bahn erreichbar, weshalb wir auch auf die Fahrt vom Duisburger Hauptbahnhof zur Halde Rheinpreußen in Moers und vom Deusenberg zum Dortmunder Hauptbahnhof kurz eingehen werden. Der Haldencross verläuft fast komplett rechtsrheinisch, nur die erste Etappe ist linksrheinisch und integriert somit die Moerser Rheinpreußen Halde. Als Alternative bzw. Erweiterung bietet sich von Moers aus die Niederrhein Haldenrunde an, auf die natürlich auch detailliert eingegangen wird.
Die einzelnen Etappen unseres Haldencrosses sind absichtlich kurz gehalten. Jeder Biker kann so nach seinen eigenen Bedürfnissen die Tour bzw. den Haldencross gestalten. Somit ist von der Eintagestour bis zur Mehrtagestour alles möglich. Gute und detaillierte Wanderkarten zeigen für einen Quereinstieg oder auch Ausstieg die verschiedenen Bahnhöfe auf. Die Verkehrsanbindung ist während der gesamten Tour relativ gut, immerhin bewegen wir uns ja in einer Metropole! Wir kreuzen auf unserer Reise mehrere Autobahnen und Bundesstraßen. Daneben bietet nahezu jede Stadt einen größeren Bahnhof. Dennoch kann es in einzelnen Bereichen zu spärlichen Bahnverbindungen kommen. Hier sollte man sich vorab informieren, wann und wo welcher Zug fährt. Nähere Informationen hierzu findet man auf der Webseite des VRR. Unsere Niederrhein Haldenrunde verläuft im Bereich der VGN. Sofern man auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen möchte, sind bei der VGN einige Besonderheiten zu berücksichtigen.
Für wen ist der Haldencross geeignet?
Im Gegensatz zum Alpencross kann man hier auch Fahranfänger auf die Reise schicken, da die Wegbeschaffenheit meistens sehr gut ist. Wir bewegen uns auf unserer Tour größtenteils auf den offiziellen Wanderwegen. Diese sind meist sehr gut ausgebaut und befestigt. Etwas kniffeliger wird es zum Beispiel auf der Halde Hoppenbruch – hier kann man aber auch den Weg für die Abfahrt wählen, den wir für die Auffahrt genutzt haben. In den entsprechenden Kapiteln gehen wir aber noch auf die Besonderheiten ein. Ein großes Problem stellte sich uns bei der Beschreibung der Halden. Der Haldencrosser wird auf seiner Tour verblüfft sein, wie oft er Downhiller und Freerider zu Gesicht bekommt. Bis auf Ausnahmen sind diese speziellen Wege aber illegal angelegt. Wir wollen natürlich nicht diese Wege bzw. Trails aufdecken! Bei der Frage, wo etwas auf den Halden geht, kann man pauschal antworten: Fast auf jeder Halde! Da stellt sich manchmal wirklich die Frage des richtigen Bikes!
Auf unserer Tour treffen wir gelegentlich auch auf Wanderwege, die als Gehwege gekennzeichnet sind – ein Beispiel hierfür wäre der Tippelsberg in Bochum. Die rechtliche Lage ist eindeutig: Gehwege dürfen, wenn nicht explizit das Fahrrad erlaubt wird, nicht mit dem Fahrrad befahren werden. Auf den Wanderkarten ist das nicht ersichtlich, weshalb wir diese Gehwege auch in unsere Tour integriert haben und auch nennen werden – sofern diese Gegebenheit für uns während der Tour ersichtlich war. Der Leser kann somit entspannt beim Planen seiner eigenen Tour auf diese Gegebenheiten vorab reagieren. Man sollte sich vor Augen halten, dass eine Zuwiderhandlung nicht nur eine Strafe, sondern auch im Falle eines Unfalls höchst unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen kann. Also besser das Bike schieben oder diesen Bereich umfahren! Alternativen zum Umfahren finden sich in Form von ausgewiesenen Radwegen zur Genüge. Der Blick auf unsere Tour und der Abgleich mit der Karte eures Vertrauens (bei uns war es das KOMPASS umfangreiche Wander- und Bike-Kartenset Ruhrgebiet Nr. 821) zeigen diesbezüglich direkt Alternativen auf.
Der MTB Haldencross startet im Westen……und führt östlich bis nach Dortmund
Die Frage des richtigen Bikes…
…können wir an dieser Stelle natürlich nicht eindeutig beantworten, da einige Faktoren eine große Rolle spielen. Das Wichtigste ist, dass man sich auf seinem Bike wohl fühlt und man sich auf sein Bike zu hundert Prozent verlassen kann. Unsere Tour ist so vielseitig gestaltet, dass wir einen guten Allrounder brauchen. Da wir den überwiegenden Teil der Tour auf befestigten Wegen zurücklegen, wäre ein leichtes und gut rollendes Bike empfehlenswert. Einige Trails, wie zum Beispiel auf der Halde Hoppenbruch, stellen höhere Anforderungen an den Fahrer als auch das Bike.
Nicht unerwähnt darf natürlich bleiben, dass viele Halden auch abseits der offiziellen Wege schöne Trails bieten. Diese Trails sind oftmals allerdings am Rande der Legalität entstanden und finden in diesem Werk natürlich keine Beachtung. Wer auf unserem Haldencross für diese „Eventualitäten“ allerdings gewappnet sein will, sollte zu einem guten Enduro greifen. Viele dieser Trails sind sogar im Bereich DH/Freeride anzusiedeln! So sollte man sich also nicht wundern, mit Protektoren und MX-Helm bekleidete Biker und Big Bikes zu sehen.
Die Frage der einzelnen Etappen…
…können wir ebenfalls nicht pauschal beantworten. Hier spielen natürlich die körperlichen Voraussetzungen eine ganz große Rolle. Wir haben die einzelnen Etappen absichtlich klein und übersichtlich gehalten, damit jeder für seine Planung einen guten Ansatzpunkt findet. Oft bietet sich auch ein Quereinstieg bzw. Querausstieg an, schließlich radeln wir hier quer durch eine Metropole! Man ist also nicht gezwungen, den MTB Haldencross in einem Rutsch durchzufahren.
Anmerkung zum MTB Haldencross
Die Angaben in den einzelnen Artikeln erfolgen ohne Garantie, ohne Anrecht auf Vollständigkeit und Aktualität sowie ohne jegliche Verpflichtungen seitens des Autors. Der Autor weist darauf hin, dass das Befahren der Wege nach der Beschreibung eigenverantwortlich geschieht! Die Qualität der Wege und die Fahrbarkeit, auch in Bezug auf die Gesetzeslage, ist vom Reisenden selbst zu prüfen und seinem persönlichen Können anzupassen!
Das Recht der Nutzung von Wegen und Passagen kann sich jederzeit ändern! Straßen und insbesondere Wanderwege unterliegen oftmals Änderungen in Bezug auf Streckenführung, Kennzeichnung, Beschaffenheit und Verkehrsauflagen. Die Beschreibungen der Touren befreien nicht von gesetzlichen Auflagen! Den gesetzlichen Auflagen ist unbedingt Folge zu leisten! Gesperrte Wege und Privatwege, die offensichtlich der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, dürfen nicht befahren/betreten werden! Sollte dieses Werk in einer Beschreibung einen dieser Punkte verletzt haben, bittet der Autor um sofortige Mitteilung, um die entsprechende Passage im Artikel zu aktualisieren.
MTB Haldencross – Die Tour über die Halden des Ruhrpotts von Andreas Waldera erschien als gedruckte Buch-Version im Jahr 2011 bei der Books on Demand GmbH, Norderstedt (ISBN 978-3-8423-5960-4).
MTB Haldencross: Die Etappen
Auf unserer Reise durch den Ruhrpott werden wir knapp 200 Kilometer und über 2.000 Höhenmeter zurücklegen. Dabei werden wir nicht weniger als 19 Halden erklimmen – mit der Niederrhein Haldenrunde sogar 21 Halden!
Ihr werdet euch sicherlich erinnern… Im November letzten Jahres hatten wir euch die O’Neal Hardwear Pants in einem Test vorgestellt. Die Hose musste eine Menge über sich ergehen lassen und wusste zu begeistern. Zu der sehr stylischen Hose gibt es natürlich auch das passende Jersey! Da das Jersey zum Zeitpunkt des Tests der Hose nicht verfügbar war, mussten wir ein wenig warten… und dann kam der Winter…
Kurze Rede, langer Sinn… als wir das Jersey vorliegen hatten, war es bitterkalt. Wir wollen jetzt nicht zu Miezekätzchen mutieren, aber für den Test eines luftigen Jerseys war es uns einfach zu frisch! Da wir in der Praxis testen und nicht im wohl temperierten Labor, reichen wir jetzt den Test nach! Man möge es uns verzeihen. Optisch ist das Jersey natürlich einfach Porno! Wir wissen zwar nicht, wer bei O’Neal verantwortlich für das Design ist, aber dieser Mensch versteht definitiv sein Handwerk. Das Jersey kann natürlich sehr gut zu der passenden Hose getragen werden, lässt sich aber auch mit anderen Pants hervorragend in Szene setzen. In Szene setzen ist wohl der richtige Ausdruck: Wer so am Spot auftaucht oder durch die Gegend düst, sollte sich den neidischen Blicken der anderen Biker, egal ob MTB oder Moped, bewusst sein!
Speziell die uns vorliegende Ausführung BLENDER electric blue/gold ist der Hammer! Das Jersey ist sehr luftig und lässt gut den Fahrtwind passieren, was besonders bei schweißtreibenden Aktionen sehr willkommen ist. Allerdings weiß nicht nur die Optik zu begeistern, sondern auch der Tragekomfort. Das Jersey ist schweißabsorbierend und antibakteriell. Durch den langen Schnitt kann das Jersey bequem in die MX-Hose gesteckt werden. Die Verarbeitung des Jerseys gibt keinen Grund zur Kritik und auch den Preis von 50 Euro halten wir für sehr fair. Wir haben das Jersey neben dem Einsatz beim Biken auch mehrmals durch die Waschmaschine gejagt, was weder der Passform noch den Prints etwas anhaben konnte. Erhältlich ist das Jersey in den Größen S bis XXL. Wie besang es damals schon IDEAL: Haben, Haben, Haben….
Mit dem Talent FR Knee/Shin Guard hat O’Neal einen komplett neuen Schienbeinschoner entwickelt, wobei unsere Bezeichnung Schienbeinschoner nur zu einem Teil der Wirklichkeit entspricht. Genau genommen handelt es sich beim Talent um einen kombinierten Knieschoner und Schienbeinprotektor. Der Knieschoner ist ein Neopren-Kniestrumpf, der die Grundlage zur Fixierung des Schienbeinschoners bildet und auch alleine getragen werden kann – Dirter und BMXer wird es freuen.
Der Schienbeinschoner ist wie gewohnt mit einem stoßabsorbierenden gelochten Schaumstoff, mit je einem weit reichenden Kunststoffaufsatz für das Schienbein als auch für das Knie, versehen. Die Verbindung des Schienbeinschoners mit dem Kniestrumpf geschieht durch Klettverschlüsse – ein System, welches bombenfest hält! Der untere Bereich des O’Neal Talent FR Knee/Shin Guard wird durch zwei Halteriemen fixiert.
Beim O’Neal Talent FR Knee/Shin Guard überzeugt nicht nur die Idee, sondern auch die Umsetzung. Weder im Bereich der Kniekehle noch im Bereich der Wade stören oder kratzen die Halteriemen. O’Neal hat sich bei dem Schienbeinschoner offensichtlich sehr viel Gedanken gemacht und vor allem der Wohlfühlfaktor kann beim Talent voll und ganz überzeugen. Der Talent sitzt sehr gut und verrutscht auch beim Sturz nicht – ein sehr wichtiger Faktor! Das System kann voll überzeugen, auch wenn die Knie immer recht warm sind.
Die Schoner lassen sich bequem den ganzen Tag tragen, sie stören und behindern nicht. Die Bewegungsfreiheit ist ebenfalls voll gegeben. In den Kniestrumpf muss man natürlich hinein schlüpfen, aber angesichts des Tragekomforts für uns nicht wirklich ein Grund zur Kritik. Ebenfalls überzeugend ist die Qualität des Schoners, Auffälligkeiten konnten wir nicht verbuchen. Ein durchdachter und gut umgesetzter Knie-/Scheinbeinschoner für den harten Einsatz!
Größen: S/M, M/L
Erhältliche Farben: Schwarz, weiß
Preis: 59,90 Euro
Für den Test des Sigma BC 2209 Targa braucht man vor allem eines: Viel Zeit! Das kleine Dingen ist voll gepumpt mit Funktionen und lässt, von der technischen Seite gesehen, jeden Steinzeithobel zu einem Space-Shuttle werden. Wir hatten den Minicomputer über mehrere Monate im Einsatz, haben etliche Kilometer runtergespult und einige Höhenmeter gemacht. Auch die Eckdaten unseres neuesten Werkes, welches wir Euch in diesem Monat noch vorstellen werden, entstammen dem kleinen faszinierenden Kasten.
Unsere größte Befürchtung war, dass die Batterien nicht lange genug durchhalten würden. Besonders der harte Winter war eine große Belastung für die Energiezellen – in Form einer CR 2450 für den Computer selber und einer CR 2032 für den Sender. So viel kann jetzt schon gesagt werden, auch just in diesem Moment erfreut sich der Sigma BC 2209 immer noch bester Gesundheit und strotzt vor Kraft – mit den Originalbatterien! Der Sigma bietet eigentlich alles, was man auf einer Tour im Allgemeinen an Fahrinformationen benötigt. Mit Informationen geizt der kleine Computer wirklich nicht.
Neben den selbstverständlichen Funktionen wie zum Beispiel die Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit, der Durchschnittsgeschwindigkeit oder der Tageskilometer, begeistert natürlich vor allem der erweiterte Funktionsumfang, der den Targa von einem herkömmlichen Bikecomputer weit abheben lässt. Wer hat bei einem „normalen“ Bikecomputer nicht schon die Anzeige der hart erkämpften Höhenmeter vermisst? Nicht nur hierzu gibt der Sigma BC 2209 Auskunft. Die Höhenmess-Funktionen vermögen ebenso zu begeistern wie die Anzeige der aktuellen Temperatur oder die Herz-Frequenz-Funktionen.
Wer hat im Dunkeln nicht schon seinen Compi verflucht, weil auf dem Display nichts mehr zu erkennen war? Voila, der BC 2209 bietet eine gut zu bedienende Hintergrundbeleuchtung – selbst mit Handschuhen. Doch nicht nur die vielen Funktionen begeistern, sondern auch die Umsetzung. Ausgeliefert wird der Sigma BC 2209 Targa mit allem, was man für den Betrieb benötigt, einschließlich des Brustgurts. Nicht mitgeliefert werden beim Targa die Module für die Trittfrequenz. Der kabellose Computer ist ohne große Friemelei und langwierige Abgleicharbeiten in Kürze einsatzbereit.
Die Bedienung des Sigma BC 2209 Targa ist selbst für Anti-Nerds kinderleicht. Die Ablesbarkeit ist hervorragend und verdient ein großes Lob. Witzig und sinnig ist die seitliche Erhöhung des Gehäuses, um das Display zu schonen und zu schützen. Beim Verlassen des Bikes kann der Compi schnell von der Halterung gelöst werden. Wer zusätzlich Infos zur Trittfrequenz braucht, kann optional den Targa nachrüsten oder zum funktionsgleichen BC 2209 MHR greifen. Während des Tests überzeugte uns der kleine silber-grau-schwarze Kasten durch seine Zuverlässigkeit und die unkomplizierte Bedienbarkeit – auch mit Handschuhen.
Wir konnten weder Störeinflüsse noch Ausfälle verbuchen, selbst die Ablesbarkeit des Displays gibt uns auch keinen Grund zum Meckern. Wer den Compi zum Wandern mitnehmen möchte, wird sich am mitgelieferten Armband erfreuen. Sigma Sport legt mit dem BC 2209 die Messlatte ganz hoch – und das zu einem sehr fairen Preis! Nur zu einer Sache können wir an dieser Stelle nichts sagen: Die Auswertung der Daten mittels des Sigma Data Centers. Wie war das noch mal mit dem Anti-Nerd?
Das Ruhrgebiet – wer denkt da nicht direkt an Hütten, Bergwerke, Großstädte und überfüllte Autobahnen?! Kein Vorurteil, denn leider trifft dieses Bild wirklich auf das Ruhrgebiet zu. Ein Bild, welches wahrlich kaum zum Biken einlädt! Doch das ist nur die eine Seite des Ruhrgebietes, denn die andere Seite dieses unterschätzten Lebensraumes vieler Millionen Menschen bietet Stauseen, Wälder und Hügel mit erstaunlich vielen Höhenmetern.
Nur unweit der Ruhrgebiets-Metropolen eröffnet sich dem Betrachter ein Landschaftsbild, welches durch Schönheit und Naturbelassenheit verzaubert. Ein Landschaftsbild, welches es wirklich wert ist, entdeckt zu werden. Unsere Burgen und Schlösser Tour widmet sich dem Ruhrgebiet von seiner schönen Seite und zeigt, dass auch das Ruhrgebiet, neben einem schönem Landschaftsbild, Geschichte zu bieten hat. Eine Geschichte, die weit vor der Industrialisierung begann. Unser Streifzug durch das Ruhrgebiet führt uns an mittelalterlichen Burgen und Schlössern vorbei, vergisst aber auch nie, auf die industriellen Wurzeln hinzuweisen, wie zum Beispiel den Bergbau und die Stahlindustrie.
Unsere Burgen und Schlösser Tour soll Spaß bereiten. Spaß an der Geschichte, Spaß am Ruhrgebiet und Spaß am Biken. Die Tour führt uns über Radwege, Wald- und Forstwege, schöne Trails und zum Teil auch sehr anspruchsvolle Singletrails, die ein großes Können erfordern. Der Anteil an Straßenkilometer ist bewusst klein gehalten, kann aber natürlich in diesem Großraum nie ganz vermieden werden. Vielmehr versuchen wir, die verschiedenen Gegebenheiten in ein stimmiges und ansprechendes Gesamtgefüge zusammenzuführen.
Kurz nach dem Start in Duisburg
Unsere Burgen und Schlösser Tour soll Anreiz für den Leser sein, selbst diese herrliche Gegend kennenzulernen und zu erkunden. Die von uns beschriebene Tour sollte also mehr als Reisebericht und nicht als Reiseführer angesehen werden. Auf unserer Tour treffen wir auch auf Wanderwege, die als Gehwege gekennzeichnet sind. Die rechtliche Lage ist eindeutig: Gehwege dürfen, wenn nicht explizit das Fahrrad erlaubt wird, nicht mit dem Fahrrad befahren werden. Auf den Wanderkarten ist das nicht ersichtlich, weshalb wir diese Gehwege auch in unsere Tour integriert haben und auch nennen werden – sofern diese Gegebenheit für uns während der Tour ersichtlich waren. Der Leser kann somit entspannt beim Planen seiner eigenen Tour auf diese Gegebenheiten vorab reagieren. Man sollte sich vor Augen halten, dass eine Zuwiderhandlung nicht nur eine Strafe, sondern auch im Falle eines Unfalls höchst unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen kann. Also besser das Bike schieben oder diesen Bereich umfahren!
Alternativen zum Umfahren finden sich in Form von ausgewiesenen Radwegen zur Genüge. Der Blick auf unsere Tour und der Abgleich mit der Karte eures Vertrauens (bei uns die KOMPASS Wander- und Bikekarte 754 und 756) zeigen diesbezüglich direkt Alternativen auf.
Die Hörder Burg in Dortmund-Hörde – fast das Ziel unserer Tour
Taucht ein in das Ruhrgebiet, wie es viele noch nicht kennen! Taucht ein in tiefe Wälder, lasst euch vom Plätschern der Bäche verwöhnen, genießt den Ausblick über weite Felder und stöbert mit uns in der Geschichte. Das Ruhrgebiet hat sehr viel zu bieten – man muss diesem Landstrich nur die Chance geben, sich von seiner besten Seite zeigen zu dürfen. Unser Einstiegspunkt für unsere Burgen und Schlösser Tour ist Duisburg, das Ziel unserer Tour bildet Dortmund. Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten finden sich genügend und einige Ausflugsziele lassen sich bequem mit der Bahn erreichen. Wir bewegen uns bei unserer Tour ausschließlich im Bereich der VRR, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.
Skizze Tourenverlauf
Gesamtübersicht über die Tour
Duisburger Hauptbahnhof
↓
Schloss Broich
↓
Schloss Landsberg
↓
Haus Oefte
↓
Ruine Neu-Isenburg
↓
Vryburg
↓
Burg Altendorf
↓
Ruine Isenburg
↓
Burg Blankenstein
↓
Burgruine Hardenstein
↓
Burgruine Volmarstein
↓
Wasserschloss Werdringen
↓
Hohensyburg
↓
Freischütz
↓
Wasserschloss Haus Rodenberg
↓
Hörder Burg
↓
Dortmunder Hauptbahnhof
Gesamte Tour (Duisburg Hbf – Dortmund Hbf):
Etwa 186 Kilometer und 3945 Höhenmeter
Die Frage des richtigen Bikes…
…können wir an dieser Stelle natürlich nicht eindeutig beantworten, da einige Faktoren eine große Rolle spielen. Das Wichtigste ist, dass man sich auf seinem Bike wohl fühlt und man sich auf sein Bike zu hundert Prozent verlassen kann. Unsere Tour ist so vielseitig gestaltet, dass wir einen guten Allrounder brauchen. Von den breiten und befestigten Radwegen an der Ruhr, von den Verbindungsstücken auf Asphalt bis zu den technisch sehr anspruchsvollen Trails weit oberhalb der Ruhr – das Bike als auch der Fahrer müssen bei allen Gegebenheiten Herr der Lage bleiben. Wir empfehlen ein gutes und zuverlässiges All Mountainbike oder ein leichtes Enduro. Wir sind die komplette Tour mit einem Rose Granite Chief 8 von 2011 gefahren. Das Bike hat sich auf dieser Tour sehr bewährt und wir können an dieser Stelle das Bike nur empfehlen. Die Reifen sollten ebenfalls den unterschiedlichsten Untergründen gerecht werden. Schlammige Abschnitte kommen ebenso vor wie Wurzelpassagen und einige Kilometer auf Asphalt.
Die Frage der einzelnen Etappen…
…können wir ebenfalls nicht pauschal beantworten. Hier spielen natürlich die körperlichen Voraussetzungen eine ganz große Rolle. Die von uns vorgestellten drei Etappen sind lediglich als Vorschlag gedacht und können beliebig angepasst werden. Oft bietet sich auch ein Quereinstieg bzw. Querausstieg an, weshalb wir die Anschlussstellen der Bahn benannt haben. Schließlich sind wir am Rande einer Metropole! Ebenfalls nicht unbeachtet sollte die Tatsache sein, dass diese Tour auch Teile von „nur“ Fußgängerwegen beinhaltet – wir sind bereits auf die Problematik eingegangen. Nicht alle Tourenabschnitte können von allen Fahrern vom „Können“ her befahren werden. Zum Beispiel ist der Abschnitt um die Hohensyburg nicht ganz unproblematisch. Fahranfänger sollten diesen Teil bewusst nicht befahren!
Anmerkung
Die Angaben in den einzelnen Artikeln erfolgen ohne Garantie, ohne Anrecht auf Vollständigkeit und Aktualität sowie ohne jegliche Verpflichtungen seitens des Autors. Der Autor weist darauf hin, dass das Befahren der Wege nach der Beschreibung eigenverantwortlich geschieht! Die Qualität der Wege und die Fahrbarkeit, auch in Bezug auf die Gesetzeslage, ist vom Reisenden selbst zu prüfen und seinem persönlichen Können anzupassen!
Das Recht der Nutzung von Wegen und Passagen kann sich jederzeit ändern! Straßen und insbesondere Wanderwege unterliegen oftmals Änderungen in Bezug auf Streckenführung, Kennzeichnung, Beschaffenheit und Verkehrsauflagen. Die Beschreibungen der Touren befreien nicht von gesetzlichen Auflagen! Den gesetzlichen Auflagen ist unbedingt Folge zu leisten! Gesperrte Wege und Privatwege, die offensichtlich der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, dürfen nicht befahren/betreten werden! Sollte dieses Werk in einer Beschreibung einen dieser Punkte verletzt haben, bittet der Autor um sofortige Mitteilung, um die entsprechende Passage im Artikel zu aktualisieren.
Burgen und Schlösser Tour – Mit dem MTB durch das Ruhrgebiet von Andreas Waldera erschien als gedruckte Buch-Version im Jahr 2011 bei der Books on Demand GmbH, Norderstedt (ISBN 978-3-8423-5701-3).
Von der Burgruine Volmarstein zum Wasserschloss Werdringen – Vom Wasserschloss Werdringen zur Burgruine Hohensyburg – Von der Hohensyburg zum „Forsthaus“ Freischütz – Vom Freischütz zum Wasserschloss Haus Rodenberg – Vom Wasserschloss Haus Rodenberg zur Hörder Burg – Von der Hörder Burg zum Dortmunder Hauptbahnhof / Gesamt Etappe 3: Etwa 53,5 Kilometer und 918 Höhenmeter
Von der Burgruine Volmarstein zum Wasserschloss Werdringen
Etwa 8,5 Kilometer und 190 Höhenmeter
Vom Wasserschloss Werdringen zur Burgruine Hohensyburg
Etwa 12 Kilometer und 360 Höhenmeter
Von der Hohensyburg zum „Forsthaus“ Freischütz
Etwa 13 Kilometer und 300 Höhenmeter
Vom Freischütz zum Wasserschloss Haus Rodenberg
Etwa 5 Kilometer und 13 Höhenmeter
Vom Wasserschloss Haus Rodenberg zur Hörder Burg
Etwa 11 Kilometer und 55 Höhenmetern
Von der Hörder Burg zum Dortmunder Hauptbahnhof
Etwa 4 Kilometer
Von der Burgruine Volmarstein zum Wasserschloss Werdringen
Eckdaten: Etwa 8,5 Kilometer und 190 Höhenmeter
Wir setzen unsere Fahrt auf der „Hauptstraße“ fort, die uns an der Kirche vorbei durch den Ort führt. Die Von-der-Recke-Straße rechts abbiegend fahren wir direkt am Volmarsteiner Dorfplatz vorbei. Wir kurbeln die Einbahnstraße leicht bergan. Erst mit dem Erreichen der Osthausstraße verlassen wir die Von-der-Recke-Straße und begeben uns jetzt auf ausgewiesenen Wanderweg mit der Kennzeichnung Raute. Immerhin haben wir alleine in Volmarstein, nach dem Verlassen der Burgruine, etwa 70 Höhenmeter gemacht.
Erst mal werden wir uns auf Asphalt fortbewegen, dafür aber abseits der größeren Straßen. Möglichkeiten zur Einkehr und zum Stillen des Durstes gibt es in Volmarstein zur Genüge. Von der Burg über den Dorfplatz bis zur Margarethen Höhe – wer hier durstig und hungrig bleibt ist selber Schuld! Wie sollte es anders sein, mal wieder erwartet uns ein kurzes Stück Gehweg. Die Wanderroute führt uns über die Autobahn A1 und hier sollte man einen Blick nach rechts werfen. Wir erkennen das hier ansässige Unternehmen ABUS, dem Hersteller von Schlössern, Helmen und diversen anderen Dingen, die wir als Biker so brauchen! Nach der Autobahnüberfahrt überqueren wir die sehr stark befahrene Straße und biegen mit der Raute nach links ab. Auch wenn wir dem „Heiler Weg“ auf Asphalt folgen, es wird wieder ländlicher und angenehmer. Die Autobahn ist nur noch als Rauschen wahrnehmbar und wir tauchen in eine andere Welt ein. Der Blick nach links gleitet über das Ruhrtal, während der Blick nach rechts nicht mehr die Frage offen lässt, weshalb Hagen das Tor zum Sauerland darstellt. Die bewaldeten Hänge mit verheißungsvollen Höhenmeter locken, sind aber nicht Bestandteil unserer Tour. Mit dem Wanderweg A8 verlassen wir den Hauptteil des „Heiler Weg“ und folgen dem Wanderweg nach links. Wir passieren einige Häuser und fahren auf einem kleinen schmalen Weg in den Wald hinein. Der erste Teil des Weges ist wild und ungepflegt – und macht daher doppelt Spaß. Wir erreichen einen breiten Forstweg, der uns direkt zur Autobahn führt. Den Tunnel lassen wir allerdings unbeachtet und setzen unseren Weg auf dem Wanderweg A8 fort. Wir gelangen im weiteren Verlauf auf einen asphaltierten Waldweg und orientieren uns an der Gabelung links dem Kennzeichen X entsprechend, während der Wanderweg A8 nach rechts abzweigt. Der Wanderweg X führt uns durch den Tunnel und wir lassen somit die Autobahn hinter uns. Wir folgen brav dem Wanderweg X20 und lassen die Straße als auch die Bahnschienen hinter uns. Wir folgen dem kombinierten Geh- und Radweg, einem leicht ruppigen Feldweg. Wir dürfen hier sogar mal offiziell fahren! Am Ende des Feldweges gelangen wir wieder auf Asphalt. Während der Wanderweg X nach links führt, halten wir uns jetzt rechts.
Wir visieren bereits unser nächstes sehenswertes Etappenziel an: Das Wasserschloss Werdringen. Wir erreichen die Bundesstraße B226, halten uns kurz rechts und biegen direkt wieder links ab in die Westpreußenstraße. Die spätere Beschilderung weist uns in die Richtung Harkortsee und Hafen Baukey. Ein weiteres Mal unterqueren wir Bahnschienen und endlich wird es wieder ruhiger und ländlicher. Auf der Brockhauser Straße ist das Wasserschloss Werdringen bereits ausgeschildert. Wir statten dem romantischen Wasserschloss natürlich einen Besuch ab.
Das Wasserschloss Werdringen
In unmittelbarer Nähe zum Freiherr-vom-Stein-Turm und dem Harkortsee findet sich in Hagen-Vorhalle das idyllische Wasserschloss Werdringen. Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr das Wasserschloss bereits im 13. Jahrhundert. Heute findet sich hier neben einem Museum für Ur- und Frühgeschichte ein Schloss-Café, welches zum Verweilen einlädt.
Tipp! Das Wasserschloss Werdringen bietet sich als guter Quereinstieg bzw. Querausstieg an, da der Stadtteil Hagen-Vorhalle eine S-Bahn Anbindung bietet.
Vom Wasserschloss Werdringen zur Burgruine Hohensyburg
Eckdaten: Etwa 12 Kilometer und 360 Höhenmeter
Weiter geht’s auf dem ausgeschilderten Radweg Richtung Freiherr-vom-Stein-Turm und im weiteren Verlauf auf dem Wanderweg = nach rechts in den Wald hinein. Der Weg schraubt sich leicht bergan und gut fahrbar nach oben. Wir passieren den Freiherr-vom-Stein-Turm zu unserer Linken und folgen weiterhin dem Wanderweg mit der Kennzeichnung = bzw. dem ausgefüllten Rechteck.
Der Weg führt wieder bergab und nach einer Schussfahrt biegt der Wanderweg scharf rechts ab und führt über eine wilde Treppe – ein Traum, der nicht nur die Ärmchen durchschüttelt, sondern auch alle Plomben auf Wanderschaft schickt. Wir gelangen ein kurzes Stück auf eine Anliegerstraße und überqueren zusammen mit der Hauptstraße die Ruhr. Wir befinden uns immer noch auf dem ausgewiesenen Wanderweg, der uns direkt zum gegenüberliegenden Ufer der Ruhr nach Herdecke führt. Ein letztes Mal auf unserer Tour haben wir die Ruhr überquert. Jetzt folgen wir dem Radweg Richtung Schwerte. Einige hundert Meter radeln wir am Ufer der Ruhr entlang, passieren Freizeiteinrichtungen und Biergärten. Das leichte Surren der Reifen verrät, wie leicht wir auf dem Asphaltweg dahin rollen. Weitgehendst bleiben wir von Autos verschont.
Kurz vor der Schleuse biegen wir links in den Gerhart-Hauptmann-Weg ab und halten uns immer rechts, auf der Straße bleibend, den Berg hoch. Hoch heißt in diesem Fall wirklich hoch! Meter für Meter kurbeln wir in der Siedlung bergan. Wir bleiben auf dem Gerhart-Hauptmann-Weg bis dieser in die Straße „Auf den Brennen“ übergeht. Hier biegen wir nach rechts in die für Autos und Mopeds gesperrte kleine Anliegerstraße ab und gelangen wieder in den Wald. Wir fahren jetzt auf dem Wanderweg O – durch den Wald und auf Asphalt, dafür aber ohne Autos! Ein kurzes Stück verlassen wir, dem Wanderweg O folgend, zwar den Asphaltweg, gelangen aber letztendlich wieder auf den asphaltierten Waldweg.
Wir sind jetzt weit oberhalb der Ruhr. Das Gelände fällt steil rechts ab und die markanten Felsen verleihen dem Szenario ein leicht alpines Flair. Was für ein fantastischer Ausblick! Wir passieren einen Friedhof und ein auf der rechten Seite befindliches eingezäuntes Gelände. Hinter dem Gelände führt der Wanderweg O rechts nach oben ab, dem wir aber an dieser Stelle nicht folgen werden! Wir bleiben also auf dem Asphaltband und gelangen auf eine kleine Straße. Auch hier fahren wir geradeaus weiter und gelangen somit auf den Wanderweg X, der uns jetzt erst mal den Weg weisen wird.
„Im Kleff“ biegen wir dem X folgend rechts ab. Die kleine Asphaltstraße führt uns im Wald am Speicherbecken vorbei. Wir befinden uns hier im Herzen eines unglaublich schönen Terrain zum Biken. Im weiteren Verlauf orientieren wir uns jetzt am Wanderweg D, um nicht zur großen Straße zu gelangen. Wir gelangen auf dem Wanderweg X zum „Am Klusenberg“ und folgen jetzt dem Wanderweg X/A3/A4, eine Schotterpiste, durch den Wald. Wir bleiben auf dem Weg „Am Klusenberg“ und folgen weiterhin dem Wanderweg D. Der Wanderweg führt uns auf einen sehr schönen schmalen Trail, der leicht bergan führt. Der Blick nach rechts lässt Menschen mit Höhenangst erschrecken – es ist fast schon unglaublich, wie steil der Hang zur Ruhr abfällt. Ein mulmiges Gefühl! Der Wanderweg spuckt uns direkt auf die Hauptstraße aus. Auf der linken Seite befindet sich das Road Stop – unmenschlich! Mannomann, riecht das lecker nach Essen! Wer also Hunger oder Durst verspürt, ist hier bestens aufgehoben! Wir überqueren die Hauptstraße und lassen das Road Stop hinter uns.
Die restlichen Meter zur Burgruine folgen wir einfach den Hinweisschildern Richtung Hohensyburg. Auf Asphalt kurbeln wir die letzten Meter zur Burgruine Hohensyburg hoch. Eine unglaubliche Kulisse: Die Burgruine, das nahe Kaiser-Wilhelm-Denkmal und der Blick auf das beginnende Sauerland – und das Ganze hoch über der Ruhr! Ein Highlight dieser Tour, aber noch nicht das letzte Highlight! Wir haben noch etwas vor uns!
Die Burgruine Hohensyburg
Hoch über dem Zusammenfluss von der Ruhr und der Lenne in den Hengsteysee thront die Hohensyburg. Vor über 800 Jahren wurde die steinerne Burg gebaut, doch schon um 700 nach Christi befand sich hier eine Verteidigungsanlage. Die Burgruine, in unmittelbarer Nähe zum Casino, ist frei zugänglich und lohnt sich auf jeden Fall zu erkunden, da viele Teile der Burg noch erhalten sind.
Die Burgruine Hohensyburg
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Der Vincketurm, der bereits von weitem sichtbar ist, ist wesentlich neueren Datums. Der 26 Meter hohe Aussichtsturm wurde 1857 errichtet. Neben der Burgruine und dem Vincketurm findet sich ein weitere Sehenswürdigkeit: Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal.
Von der Hohensyburg zum „Forsthaus“ Freischütz
Eckdaten: Etwa 13 Kilometer und 300 Höhenmeter
Am Kaiser-Wilhelm-Denkmal wählen wir den Wanderweg =, der mit dem Kaiser in unserem Rücken nach rechts abzweigt und uns auf den Wanderweg D/X9 führt. Der Wanderweg führt unterhalb des Kaisers entlang, quasi zu seinen Füßen. Diesen sehr spaßigen Trail fahren wir bis zur Ruhr runter. Es ist ein unglaublich schöner Trail, der sich teilweise in engen Serpentinen am Hang herunter schlängelt. Der Weg zeigt sich zum Teil sehr anspruchsvoll, technisch, ruppig und ist für Anfänger ungeeignet! Das verstehen wir unter einer genialen Abfahrt! Der Wanderweg beschert uns einen Kilometer Abfahrtsspaß mit mächtig viel Höhenmeter. Wir wollen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich um einen Wanderweg handelt und dieser natürlich auch von Wanderern und Fußgängern genutzt wird! Besonders am Wochenende ist die Burgruine und das Denkmal ein beliebtes Ausflugsziel. Dementsprechend hat man hier Vorsicht walten zu lassen und den Fußgängern den Vorrang zu gewähren! Rüpelhaftes Verhalten schadet uns allen!
Unten angelangt schauen wir direkt auf die Ruhr. Grob visieren wir jetzt den Ebberg an und fahren links der Ruhr entgegen. Der Rad- und Gehweg ist breit und asphaltiert, kein Wunder also, dass der Weg von vielen Radlern, Nordic Walkern und Fußgängern genutzt wird. Wir folgen dem Asphaltstreifen am Haus Husen vorbei, einem Jugendferienheim der Pfadfinder. Da wir in diesem Bereich autofrei radeln, können wir die Tour am Rande des Ruhrtals mit den angrenzenden bewaldeten Hängen doppelt genießen.
Wir folgen weiterhin der Kennzeichnung des Wanderweges XR und das Rauschen der Autobahn drängt sich uns immer mehr auf. Ein winziges Stück müssen wir auf den Verkehr achten, da wir am Ortsausgangsschild Dortmund-Syburg auf die Westhofener Straße treffen. Allerdings legen wir nur wenige Meter, der Kennzeichnung S links folgend, auf der Straße zurück. Der Wanderweg S knickt sofort stark rechts von der Westhofener Straße ab. Der raue Forstweg des Ebbergs steigt bergan und addiert einige Höhenmeter auf unsere Gesamtbilanz. Der Forstweg, zeitweise ein richtig schöner Singletrail, kostet mächtig Körner – es geht sehr steil bergauf! Der Wanderweg, der auch als Wanderweg D/X gekennzeichnet ist, führt direkt zum Naturfreundehaus Ebberg. Hier kann man die Körner, die man gerade beim Uphill verbrannt hat, wieder zu sich führen. Das Naturfreundehaus bietet eine sehr schöne Möglichkeit zur Einkehr und einen schönen Biergarten.
Auf dem Wanderweg S geht es weiter durch den Wald. Es erwartet uns ein schöner und mit Wurzeln bespickter Trail, der leicht bergan führt. Für die Freunde des Downhills und des Freeridens lohnt sich definitiv der Blick zur Seite. Wir gelangen auf eine Lichtung mit Blick über das Feld zur linken Seite und dem Wald zur rechten Seite. Wir stoßen auf eine kleine asphaltierte Straße, während wir linker Hand ein großes Gestüt erblicken. Der Wanderweg S folgt an dieser Stelle der kleinen Straße nach links, wir halten wir uns allerdings geradeaus und befahren den Wanderweg mit der Kennzeichnung XW. Bis zur Autobahnüberquerung erwartet uns ein netter Abfahrtsspaß – nicht sonderlich technisch, aber spaßig.
Nach der Überquerung der Autobahn folgen wir weiterhin der Kennzeichnung X und D – also links abbiegen! Wir bewegen uns jetzt erst mal auf Asphalt fort, meist aber ohne nennenswerten Kontakt zu Autos – abgesehen von der Hauptstraße, die wir überqueren müssen. Wir erreichen den Dortmunder Stadtteil Holzen. Die Kennzeichnung des Wanderweges XW/D führt uns durch den Ort. Über den Heideweg gelangen wir zur Straße „Feldmark“.
Auch wenn wir uns, langsam aber sicher, Dortmund nähern, haben wir noch Highlights parat – wie zum Beispiel den Schwerter Wald, den wir als nächstes anvisieren. Wir folgen der Kennzeichnung des Wanderweges D/X und fahren somit auch ein Stück der Radtour Hörde. In unmittelbarer Nähe zur Autobahn A1 führt uns die Radtour Hörde über eine weitgehendst autofreie Asphaltstraße. Wir orientieren uns weiter an der Kennzeichnung D und fahren an der Ecke Klusenweg / Bergerhof, direkt vor dem Ortseingangsschild Schwerte, in den Krinkelweg. Der Wanderweg D führt uns kurze Zeit später vom Asphalt weg – wir verlassen also die Straße rechts abzweigend und überqueren einen kleinen Bach. Keine Sorge, wir bleiben trockenen Fußes, da wir hier eine Brücke vorfinden. Hinter der Brücke führt uns der Wanderweg A2 nach links. Endlich sind wir wieder im Wald unterwegs. Vogelgezwitscher umgibt uns und die Stollen der Reifen krallen sich freudig in den Waldboden. Bis zur Überquerung der Straße bleiben wir auf dem Wanderweg mit der Kennzeichnung A2. Wir visieren grob unser Etappenziel an, das Freischütz, bleiben aber weiterhin auf dem Wanderweg A2 – der uns letztendlich zu unserem Etappenziel führen wird. Wir fahren durch ein schönes und hügeliges Waldgebiet. Man muss ein wenig Obacht auf die Kennzeichnung A2 geben, da diese nicht immer sonderlich offensichtlich ist. Der Wanderweg A2 führt uns direkt zum Freischütz, einem Freizeitparadies für jung und alt.
Das „Forsthaus“ Freischütz
Das Freischütz sticht als Etappenziel etwas aus unserer Burgen und Schlösser Tour heraus. Das Freischütz, einst als Forsthaus gebaut um den Wilderern das Handwerk zu legen, dient heute als Freizeitzentrum. Am Rande des Schwerter Waldes direkt an der Hörder Straße gelegen, ist die Eventlocation sehr gut mit dem Auto, dem Motorrad, dem Fahrrad und sogar mit dem Bus erreichbar. Die Gastronomie, der Biergarten und das Kinder Spielparadies sorgen dafür, dass im Freischütz immer etwas los ist.
Vom Freischütz zum Wasserschloss Haus Rodenberg
Eckdaten: Etwa 5 Kilometer und 13 Höhenmeter
Nach der Rast im Freischütz folgen wir dem Wanderweg A1 und nutzen die Brücke über die stark befahrene Hörder Straße. Der Wanderweg führt uns über einen mit Wurzeln bespickten schmalen Weg auf einen breiten, aber leicht ruppigen Forstweg, der mit Steinen durchsetzt ist. Wir bleiben auf dem Wanderweg A1, bis wir nur noch die Wahl nach links oder rechts haben. Während der Wanderweg A1 leicht bergan nach rechts führt, wählen wir den Wanderweg O nach links. Dem Wanderweg mit der Kennzeichnung O folgend passieren wir eine Schutzhütte zu unserer rechten Seite und orientieren uns immer geradeaus, dem ausgefüllten Rechteck entsprechend. Dieser breite Weg bringt uns direkt nach Aplerbeck. Wir gelangen auf die Schwerter Straße und werden jetzt dem ausgewiesenen Radweg R10 bis zum Haus Rodenberg folgen. Relativ stressfrei gelangen wir so zum Ortskern, da der Radweg auch durch einen großen Sport- und Freizeitpark mit einem Skatepark führt! Wir erreichen das Wasserschloss Haus Rodenberg mit einem herrlichen Biergarten vor einer herrlichen Kulisse.
Das Wasserschloss Haus Rodenberg
Das Wasserschloss Haus Rodenberg liegt mitten im Dortmunder Ortsteil Aplerbeck. Die erste urkundliche Erwähnung des Wasserschlosses fand vor über 700 Jahren statt. So schön das Schloss auch ist, leider handelt es sich nur noch um die Vorburg mit dem Wirtschaftsteil. Der angrenzende See und die schöne Kulisse sorgen natürlich dafür, dass das Wasserschloss immer gut besucht wird. Die Gastronomie und der Biergarten sind sehr zu empfehlen.
Tipp! Der Dortmunder Stadtteil Aplerbeck bietet neben einem Bahnhof eine sehr zentrale U-Bahn-Haltestelle.
Skizze Tourenverlauf Freischütz / Wasserschloss Haus Rodenberg
Das Wasserschloss Haus Rodenberg in Dortmund-Aplerbeck
Vom Wasserschloss Haus Rodenberg zur Hörder Burg
Eckdaten: Etwa 11 Kilometer und 55 Höhenmeter
Unser letztes Ziel, abgesehen vom Dortmunder Hauptbahnhof, ist die Hörder Burg. Die Burg liegt im Dortmunder Stadtteil Hörde und die Fahrt dahin ist, trotz der Fahrt in der Nähe der Großstadt Dortmund, anfänglich weitgehendst überraschend angenehm. Wir folgen also weiter dem Radweg R10 und fahren eine Weile parallel zur Emscher über breite ausgebaute Radwege. Wir gelangen nachfolgend in eine Siedlung und in die Straße „Nagelpötchen“, die uns auf die stark befahrene Schüruferstraße ausspuckt, auf die wir nach rechts abbiegen. Unser Wegweiser bleibt weiterhin der Radweg R10. Vor dem Blausielweg, wo der Radweg R10 weiterhin entlang führt, biegen wir allerdings nach rechts in die neu geschaffene Grün- und Erholungsanlage ab.
Wir erhaschen hier einen ersten Blick auf den Phoenix-See. Unter uns huschen die Autos über die B236. Von der Sulpkestraße, der wir nach links folgen, kommen wir auf die Berghofener Straße. Wir sind bereits seit einiger Zeit nur noch auf Asphalt unterwegs – ein Tribut den man zahlen muss, wenn man in einer Großstadt unterwegs ist. Weiter geht es wieder auf dem Radweg R10 und wir gelangen im weiteren Verlauf auf die Landstraße L661. Entlang der stark befahrenen Landstraße radeln wir Richtung Witten und Hombruch. Dortmund-Hombruch dürfte übrigens vielen Bikern wegen des dort befindlichen Bikeparks und Skateparks ein Begriff sein. Ein Besuch der lohnt, aber nicht zu unserer Tour gehört. Irgendwann geht alles zu Ende und auch wir bereiten uns langsam auf die letzten Kilometer vor. Kurz vor dem Dortmunder Ortsteil Benninghofen, Ecke „Am Marksbach“ / „An der Goymark“, folgen wir dem Radweg nach rechts und verlassen somit den Radweg R10. Wir orientieren uns immer geradeaus und schöne Trails sind jetzt nicht mehr zu erwarten. Über die Benninghofer Straße und die Straße „Stiftskamp“ gelangen wir zur Faßstraße, die uns direkt zur Hörder Burg bringt.
Skizze Tourenverlauf Wasserschloss Haus Rodenberg / Hörder Burg
Die Hörder Burg
Das letzte Ziel unserer Reise ist die aus dem 12. Jahrhundert stammende Hörder Burg. Einst als Wasserburg gebaut, befindet sich die Burg jetzt wieder in der Nähe eines Gewässers. Ausschlaggebend hierfür war die Demontage des Stahlwerks auf Phoenix-Ost, Folge des Niedergangs der heimischen Stahlindustrie. Im Oktober 2010 fand die Flutung des Phoenix-Sees statt, dort wo früher die Hermannshütte stand. Die Arbeiten am Phoenix-See sind noch nicht abgeschlossen, weshalb der Blick auf den künstlichen See zur Zeit noch einer Baustelle gleicht – noch…. Dortmund ist mit dem Phoenix-See definitiv um eine Attraktion reicher. Wir sind gespannt, wie sehr sich das Hörder Stadtbild durch den attraktiven See verändern wird.
Von der Hörder Burg zum Dortmunder Hauptbahnhof
Von Hörde aus ist die Fahrt zur Dortmunder Innenstadt und dem Hauptbahnhof bereits ausgeschildert. Die Fahrt ist jetzt nur noch zweckmäßig zu betrachten, obwohl die Dortmunder Innenstadt sehr viel zu bieten hat. Viele Cafés, Kneipen und Biergärten sorgen für ein munteres Treiben in der recht großzügig geschnittenen Innenstadt. Dortmund wirkt im Vergleich zu vielen anderen Städten des Ruhrgebietes nicht so gequetscht und erscheint dadurch sehr freundlich und sympathisch. Bei einem Heimspiel des BVB versinkt die Stadt in gelb-schwarz und trotz der vielen Fans bleibt es hier ruhig – zumindest haben wir bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht.
Von Hörde aus sind es bis zum Bahnhof, über den ausgewiesenen Fahrradweg, etwas über vier Kilometer. Alternativ kann man sich natürlich auch der Bahn oder der U-Bahn bedienen, schließlich befinden wir uns hier in einer Großstadt mit einer sehr guten Anbindung.
Von der Burg Altendorf zur Ruine Isenburg – Von der Ruine Isenburg zur Burg Blankenstein – Von der Burg Blankenstein zur Burgruine Hardenstein – Von der Burgruine Hardenstein zur Burgruine Volmarstein / Gesamt Etappe 2: Etwa 64,5 Kilometer und 1950 Höhenmeter
Von der Burg Altendorf zur Ruine Isenburg
Etwa 13 Kilometer und 350 Höhenmeter
Von der Ruine Isenburg zur Burg Blankenstein
Etwa 15,5 Kilometer und 405 Höhenmeter
Von der Burg Blankenstein zur Burgruine Hardenstein
Etwa 13 Kilometer und 385 Höhenmeter
Von der Burgruine Hardenstein zur Burgruine Volmarstein
Etwa 23 Kilometer und 810 Höhenmeter
Von der Burg Altendorf zur Ruine Isenburg
Eckdaten: Etwa 13 Kilometer und 350 Höhenmeter
Weiter geht’s, der Kennzeichnung A1 folgend, auf der Burgstraße durch die Stadt. Wir biegen nach links ab in die Kohlenstraße und orientieren uns jetzt am Wanderweg A3. Kurz vor dem Erreichen des Ortsausgangsschildes führt uns die A3 nach rechts weg über einen asphaltierten Feldweg. Von der „Am Fröhlinge“ gelangen wir auf den Wanderweg Raute, dem wir jetzt folgen werden. Wir fahren auf dem Wanderweg Raute weiter in Richtung Hattingen-Niederwenigern und streifen dabei den Weg „Deipenbecke“, bleiben aber auf jeden Fall geradeaus auf dem Wanderweg Raute. Am Reiterhof Grossheimann teilt sich der Wanderweg in die Raute 7 und die Raute 8. Wir wählen links den Wanderweg Raute 7, ein sehr schmaler Trampelpfad an einer Hecke, der auch von Reitern genutzt wird – was man auch merkt – es ist morastig und sehr anstrengend.
Skizze Tourenverlauf Burg Altendorf / Ruine Isenburg
Die Burg Altendorf
Der Kennzeichnung des Wanderweges Raute wird in die Turmstraße gefolgt, eine kleine asphaltierte Straße ohne nennenswerten Kontakt zu Autos. Vorbei an Feldern und Pferdewiesen gelangen wir so direkt nach Niederwenigern. Weiterhin auf dem Wanderweg Raute fahrend erreichen wir die markante Kirche des Ortes und folgen dem Wanderweg weiter nach rechts. Am Siepenweg erwartet uns eine kleine Herausforderung: Eine Treppe, die nach unten führt. Es wartet ein kleiner Singletrail und dann eine weitere Herausforderung. Der Weg gabelt sich und wir wählen den Weg rechts! Wir bleiben somit auf dem Wanderweg Raute und dieser führt anspruchsvoll nach oben. Der Uphill ist zwar kurz, lässt uns aber gut pumpen! Wir kommen an einem Bauernhof vorbei und gelangen zur kleinen Straße „Am Bahrenberg“, auf die wir nach rechts abbiegen. Unser neuer Begleiter ist der Wanderweg H, der uns auf einen Waldweg lotst. Der Forstweg bringt uns nach Niederbonsfeld. Der kurze knackige Uphill, es handelt sich immer noch um den Wanderweg H, lässt die Waden brennen. Wir erreichen die Anliegerstraße Kressenberg, folgen dem Wanderweg Raute 7 nach rechts und passieren dabei den Wasserturm. Auf dem Bergkamm dahin gleitend bietet sich zu unserer Rechten ein fantastischer Blick über das Tal hinweg. Links neben uns lockt der Wald, in den wir gleich eintauchen werden.
Der Wanderweg Raute 7 offenbart sich als ein echt spaßiges Highlight dieser Etappe. Anfänglich ein breiter und ruppiger Forstweg, wird der Wanderweg Raute 7 nach dem Abbiegen nach links – weg vom Hauptweg – zu einem Singletrail allerhöchster Güte! Immer leicht bergab führend werden wir von einer Kurve in die nächste Kurve katapultiert. Der Trail ist schmal, eng, ruppig und zum Teil leicht verblockt. Genau das ist es doch, was unser Herz erfreut! Natürlich sollte und muss immer auf Wanderer geachtet und die Geschwindigkeit diesbezüglich angepasst werden. Auf jeden Fall Abfahrtsspaß pur, bevor uns der Trail wieder auf Asphalt ausspuckt, wo wir die Kirche passieren. Wir folgen dem Wanderweg und gelangen zum Ortskern von Nierenhof. Hier bietet sich auch ein idealer Quereinstieg bzw. Querausstieg durch den S-Bahnhof.
Im Ort orientieren wir uns an dem Radweg in Richtung Hattingen und dann an dem Wanderweg X28, der von der Hattinger Straße weg auf der anderen Straßenseite um 180 Grad versetzt an der Mauer hoch führt. Der Wanderweg X führt im weiteren Verlauf rechts von der Anliegerstraße weg in Richtung Isenburg. Hier könnte man dem Wanderweg folgen, wir fahren aber weiter auf der Straße, um die Isenburg am Ende des Bergkammes von unten zu bezwingen. Definitiv werden wir diesen Wanderweg für die Abfahrt nutzen! Wir fahren also weiter geradeaus, halten uns im weiteren Verlauf rechts und kommen am Reitzentrum Hattingen/Velbert vorbei. Direkt am Rande des Berges radelnd gelangen wir über den Balkhauser Weg zum Fuße der Isenburg. Wir müssen uns zwar die Straße mit Autos und Motorrädern teilen, der Verkehr hält sich aber in Grenzen.
Wir biegen an der Tippelstraße rechts ab und folgen dem Wanderweg X zur Isenburg hoch. Der Weg wird immer schmaler und anspruchsvoller und letztendlich zu einem sehr feinen Singletrail, bleibt aber fast bis oben fahrbar. Auf den letzten Metern, zur Isenburg hoch, ist das Schultern des Bikes angesagt, da wir Treppen emporsteigen müssen. Fast 95 Höhenmeter haben wir für die Auffahrt zur Isenburg absolviert, die weit oberhalb der Ruhr auf das Ruhrtal herab blickt.
Die Ruine Isenburg
Westlich von Hattingen findet sich weit oberhalb der Ruhr die Ruine Isenburg. Die etwa 800 Jahre alte Isenburg, welche in frühen Urkunden Burg Isenberg genannt wurde, wird vom „Verein zur Erhaltung der Isenburg“ betrieben. Die Ruine ist frei zugänglich und die ausgegrabenen Grundmauern und Teile des Bergfrieds lassen erahnen, welche Dimensionen diese Burg einst gehabt haben muss. Wir bitten darum, dass im Bereich der Burg bitte nicht gefahren wird! Ein schönes und imposantes Stück Geschichte, welches zu Erhalten lohnt!
Die Isenburg
Blick von der Isenburg auf die Ruhr
Tipp! Die Ruine Isenburg bietet sich als guter Quereinstieg bzw. Querausstieg an, da die S-Bahn S9 in Velbert-Nierenhof hält. Die S9 verkehrt zwischen Haltern, Essen und Wuppertal.
Von der Ruine Isenburg zur Burg Blankenstein
Eckdaten: Etwa 15,5 Kilometer und 405 Höhenmeter
Nun folgen wir dem Wanderweg X28 auf dem Bergkamm in Richtung Nierenhof. Nach einem kurzen Stück bergan eröffnet sich uns ein flowiger und spaßiger Singletrail. Es läuft rund, da es meistens leicht bergab geht. Zur Belohnung gibt es eine kleine technische Passage. Letztendlich erreichen wir nach dem Spaß im Wald wieder die uns bereits bekannte Hattinger Straße und die davon nach links abzweigende „Alte Poststraße“. Nach wenigen Metern zweigt der Wanderweg X nach rechts ab – eine Treppe führt nach oben. Da wir mal wieder wenig Lust haben das Bike zu schultern, ziehen wir eine Umfahrung der Treppe vor. Wir folgen daher der Straße und biegen nach rechts in die Sackgasse ein, die einen Teil dieser Straße bildet. So gelangen wir ans obere Ende der Treppe und können frohen Mutes unseren Weg auf dem gekennzeichneten Wanderweg fortsetzen. Nach einer Tordurchfahrt und mit dem Bach rechts unter uns gelangen wir wieder auf artgerechten Untergrund für unsere Stollen. Der Weg führt in den Wald – bergan natürlich! Wir bleiben jetzt einige Zeit dem Wanderweg X28 erhalten und ergötzen uns an der Schönheit dieses Landstrichs – mit einigen Schweißperlen auf der Stirn. Der Wanderweg X28 trifft im weiteren Verlauf auf den Wanderweg H. Wir sagen unserem liebgewonnenen Wanderweg X28 Lebe wohl und befahren den Wanderweg H nach links bergan. Kurze Zeit später treffen wir auf den Wanderweg Raute und folgen der Kennzeichnung Raute als auch dem H nach rechts. Nach wenigen Metern beschreibt der Wanderweg H eine fast 180 Grad Kehre, wir bleiben aber auf dem Wanderweg mit der Raute und fahren somit geradeaus weiter.
Skizze Tourenverlauf Ruine Isenburg / Burg Blankenstein
Da wir mittlerweile genug Höhenmeter gemacht haben, geht es jetzt mal mit Pfeffer bergab über eine große Lichtung. Hier teilen sich einige Wanderwege auf, wir fahren aber weiter geradeaus – wieder in den Wald hinein. Also nicht nach links in den Wanderweg XR bzw. Raute 4 abbiegen – auch wenn dieser frohlockt! Wir gelangen an eine Schutzhütte und folgen rechts abbiegend dem Wanderweg Raute 8 bzw. X. Nach etwa 100 Metern überqueren wir einen Wanderweg und halten uns weiter geradeaus – wir sind jetzt auf dem Wanderweg A2 unterwegs. Diesem folgen wir bis zu einer weiteren Schutzhütte. Da unser nächstes Zwischenziel die Schulenburg in Hattingen sein wird, fahren wir nach links auf den Wanderweg X/A1, der im späteren Verlauf als Wanderweg XR ausgewiesen ist. Munter flockig führt uns der breite Wanderweg direkt zur Schulenburg – Restaurant und Biergarten. Wir befinden uns jetzt oberhalb von Hattingen und folgen dem Wanderweg X17 am Parkplatz vorbei zur Straße runter. Hier biegen wir nach rechts in die Friedrichstraße ein. Da wir uns wieder auf der Straße bewegen heißt es bitte auf Autos aufzupassen! Noch mehr Autos erwarten uns dann mit der Bredenscheider Straße, die wir überqueren müssen. Der Wanderweg X17/XR führt auf der anderen Seite der Straße weiter und lässt die stark befahrene Straße hinter sich. Wir überqueren einen kleinen Bach und folgen dem Asphaltband nach links. Der Lärm der Straße verstummt. Es ist fast unglaublich, wie sehr sich diese unscheinbare Straße ihren Weg über Felder und durch Wälder nach oben bahnt – nicht umsonst der Ruhrhöhenweg. Auch wenn wir uns auf Asphalt bewegen, den landschaftlichen Reiz kann das nicht trüben. An der Kennzeichnung des X orientierend, fahren wir ein kurzes Stück auf einer kleinen Landstraße und biegen nach links auf den Wanderweg XR/X17 ab.
Wir gelangen zur Holthauser Straße, die nicht mit Autos geizt. Diese verlassen wir schnell mit der nächsten Anliegerstraße nach links – vor dem Kreisverkehr! Wenige Meter waren wir jetzt ohne Wanderwegkennzeichnung unterwegs – alternativ hätte man vor der kleinen Anliegerstraße die Treppen links nach oben nehmen können. Mit unserer kleinen Umfahrung konnten wir im Sattel sitzen bleiben.
Wir treffen mit der Umfahrung aber wieder auf den Wanderweg und vor uns offenbart sich ein wunderbarer Ausblick auf eine fantastische hügelige Landschaft mit Feldern und Städten. Als optisches Schmankerl sehen wir jetzt zum ersten Mal die Burg Blankenstein.
Wir orientieren uns weiter an der Kennzeichnung des Wanderweges. Der Wanderweg entpuppt sich im oberen Bereich als spaßiger Trail. Der leider nur kurze, aber dafür ruppige Singletrail lässt des Bikers Herz höher schlagen. Der weitere Verlauf über asphaltierte Feldwege beinhaltet zwar keine technischen Highlights mehr, schmeichelt aber durch die Landschaft dem Auge. Es geht leicht bergab und wir rollen schnell und kraftschonend unserem Etappenziel entgegen. Der Wanderweg X bringt uns bis zu einer größeren Straße. An der Straße biegen wir nach links ab und orientieren uns jetzt an dem Wanderweg A2, der uns zur Wittener Straße und dann weiter bis zum Fuße der historischen Altstadt führt. Die Altstadt und die Burg befinden sich direkt über uns und wir haben mindestens zwei Möglichkeiten, dorthin zu gelangen. Der Aufstieg kann über die vor uns liegende Treppe geschehen oder über den links steil nach oben führenden Gehweg. Wie auch immer man sich entscheidet, man gelangt zur Burgstraße, die uns durch den historischen Ortskern zur Burg Blankenstein führt.
Die Burg Blankenstein
Der Anblick der Burg Blankenstein ist überwältigend. Auch wenn es sich bei der Burg Blankenstein um eine Ruine handelt, ist man doch von dem sehr guten Zustand verblüfft. Der etwa 30 Meter hohe Bergfried kann bestiegen werden und bietet eine fantastische Aussicht – anzumerken ist, dass die Burg bereits 70 Meter über der Ruhr thront! Im Innern des Hofes findet sich ein Burgrestaurant – festlicher kann man wohl kaum speisen! Veranstaltungen wie das Ritteressen runden den guten Eindruck von der Burg Blankenstein ab. Ein absolutes Muss für unsere Burgen und Schlösser Tour!
Die Burg Blankenstein
Von der Burg Blankenstein zur Burgruine Hardenstein
Eckdaten: Etwa 13 Kilometer und 385 Höhenmeter
Nicht unerwähnt darf das Haus Kemnade bleiben. Das Wasserschloss scheint nahezu dem Märchen Dornröschen zu entstammen. Nicht ohne Grund finden hier viele Feierlichkeiten wie zum Beispiel Hochzeiten statt. Als nächstes Zwischenziel werden wir das Wasserschloss Haus Kemnade ansteuern. Diese Etappe ist nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch von den Gegebenheiten sehr vielfältig. Man muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass auch als Gehweg gekennzeichnete Wanderwege Verwendung finden – hier ist natürlich dem Gesetz entsprechend zu handeln.
Das Haus Kemnade
Der Start dieser Etappe erfolgt natürlich von der Burg Blankenstein aus. Einen Teil des Weges kennen wir bereits – wir sind ihn bis zur Burg gefahren und müssen diesen Weg bis zu dem Punkt zurück fahren, an dem wir vom Wanderweg X auf den Wanderweg A2 abgebogen sind. Wir überqueren also von der Burg kommend wieder die Wittener Straße und befahren zunächst den Wanderweg A2. An der besagten Abzweigung folgen wir jetzt aber wieder dem Wanderweg mit der Kennzeichnung X. Unser Intermezzo auf dieser Straße ist aber nur von kurzer Dauer, da uns die Kennzeichnung X nach links von der Straße wegführt. Das Restaurant „Das Krans“ rückt immer näher und im späteren Verlauf dieser Etappe werden wir dieses Restaurant mit Biergarten sogar noch passieren – aber noch nicht jetzt! 500 Meter vor dem Restaurant verlassen wir die asphaltierte Straße und begeben uns auf einen Forstweg. Im späteren Verlauf gelangen wir auf einen Waldweg mit einem schönen Streckenverlauf und teilweise am Hang entlang. Dazu verlassen wir den Wanderweg X und folgen dem Wanderweg A1 bzw. dem Wanderweg Raute nach links. Am Ende des Forstweges gelangen wir auf einen als Gehweg gekennzeichneten Waldweg – hier ist natürlich dem Gesetz folge zu leisten. Der Wanderweg A1 bleibt unser Begleiter und führt uns nach rechts – ein munteres auf und ab folgt.
Skizze Tourenverlauf Burg Blankenstein / Burgruine Hardenstein
Wir erreichen eine Schutzhütte zu unserer Linken und gleichzeitig eine kleine Straße, auf die wir nach links abbiegen. Am Ende der Straße namens „Im Katzenstein“ gelangen wir auf eine Hauptstraße, die uns links direkt zum Haus Kemnade führt. Auf dem kurzen Weg zum Haus Kemnade müssen wir eine ziemlich nervige Ampel mit einer noch nervigeren Rotphase passieren. Am Haus Kemnade heißt es erst mal den Anblick des Wasserschlosses und der umliegenden Hügellandschaft zu genießen. Von hier ist auch die Burg Blankenstein weit oberhalb der Ruhr zu sehen.
Einem Tourenfahrer würden wir jetzt die Weiterfahrt über den RuhrtalRadweg Richtung Witten empfehlen – wir wollen allerdings ein wenig Vibrations im Lenker spüren! Somit müssen wir wieder ein kurzes Stück zurück. Also passieren wir mal wieder die nervige Ampel und fahren die Straße „Im Katzenstein“ hoch. Wir erreichen die Schutzhütte und bleiben auf dem Asphaltband. Autos muss man hier nicht fürchten, hier sind Fahrzeuge aller Art verboten. Nach etlichen Höhenmetern erreichen wir das Restaurant „Das Krans“. Der Biergarten lädt zum Verweilen ein. Ein kleiner Trail, als Wanderweg A2 gekennzeichnet, führt runter zur Straße – den wir natürlich nutzen. Mit dem Wanderweg W/A2/X17 verlassen wir diese kleine Straße recht schnell wieder und folgen den Kennzeichnungen nach rechts auf einen Trail. Wir orientieren uns im weiteren Verlauf an der Kennzeichnung X/W. Ein herrlicher Trail, bei dem einen die Äste ins Gesicht peitschen. Bis zur Straße heißt es einfach nur Spaß haben! Nach dem Überqueren der Straße soll der Spaß aber nicht zu Ende sein – im Gegenteil. Der Singletrail zeigt sich zum Teil schon recht ruppig – wenn da mal keine Freude aufkommt! Kurz vor Witten-Buchholz spuckt uns der Waldweg auf eine Straße. Während die Kennzeichnung für den Wanderweg nach rechts zeigt, wählen wir die Fahrt nach links und gelangen so am Ortseingang wieder auf den Wanderweg X. Die Straße mit dem schönen Namen „Waldweg“ führt uns direkt zur Hauptstraße „Im Hammertal“. Wir überqueren die Hauptstraße und folgen dem gegenüberliegenden Wanderweg X.
Wir folgen der Straße „Rehnocken“ und bleiben dieser Straße durch eine Wohnsiedlung treu, also nicht in den Blankenburger Weg abbiegen! Munter kurbeln wir in der Siedlung bergan und machen hier etwa 50 Höhenmeter, bis wir die Brücke erreichen, die über die Autobahn führt. Wir nutzen die Brücke um auf die andere Autobahnseite zu gelangen. Der Kennzeichnung X folgend gelangen wir auf einen schmalen Singletrail, der auf einem Bergkamm entlang führt. Eine witzige, anspruchsvolle und nicht ganz unstrapaziöse Angelegenheit. Nach dem Überqueren einer kleinen Anliegerstraße bleibt es spaßig und es geht leicht bergab. Wir müssen an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich hier um einen als Gehweg gekennzeichneten Wanderweg handelt!
Um dem Wanderweg XW weiterhin folgen zu können, müssen wir die kommende Landstraße überqueren. Da es sich in diesem Bereich anscheinend bei den Wanderwegen fast nur noch um als Gehweg gekennzeichnete Wege handelt, ist natürlich dementsprechend zu handeln, um dem Gesetz zu entsprechen. Der Wanderweg X führt uns auf einem breiten Wanderweg quer durch den Wald und im späteren Verlauf über eine praktisch verkehrsfreie Anliegerstraße „Zum Wiesengrund“. Wir treffen auf eine weitere Straße und folgen weiterhin dem Wanderweg X. Wir gelangen wieder in den Wald und orientieren uns direkt links.
Wieder erblicken wir das so liebgewonnene Zeichen des Gehweges – was das heißt wissen wir ja! Wir folgen jetzt dem Wanderweg A1/2 und nicht mehr dem Wanderweg X! Bergab gelangen wir an eine Gabelung, an der wir uns links auf dem Wanderweg XR/W halten. Dem X folgend kommen wir zu einer kleinen asphaltierten Straße und befahren die Straße nach links bergan – ein anstrengendes Stück Arbeit, bevor uns die „Am Masling“ auf die Hauptstraße ausspuckt. Wir orientieren uns an dem Wanderweg A1 und überqueren die Rauendahlstraße. Der Kennzeichnung bleiben wir eine ganze Weile treu. Kurz vor dem Erreichen einer Siedlung und dem Ende des Hohlweges gilt es Obacht geben wegen des weiteren Verlaufs.
Der Wanderweg A1 führt offensichtlich leicht links ab, allerdings biegt stark rechts ab auch ein Wanderweg! Hierbei handelt es sich ebenfalls um den Wanderweg A1 und genau diesen nehmen wir auch. Die Kennzeichnung des Wanderweges ist relativ schlecht zu erkennen, weshalb man gut aufpassen sollte. Als erstes zeigt sich sich der Wanderweg als breiter Waldweg schnurstracks geradeaus. Plötzlich wird es richtig spaßig! Der Wanderweg wird schmal, ausgewaschen, zeigt sich wurzelig und ruppig! Ein Heidenspaß! Unten angekommen folgt ein Paradies mit vielen Trails. Wir folgen dem Wanderweg O/A1 und somit einem Singletrail mit allem, was das Herz erfreut! Der Wanderweg A1 führt uns durch das Muttental direkt zur Ruine Hardenstein.
Das Muttental gehört zu Witten, genauer gesagt zum Wittener Ortsteil Bommern. Unter Mountainbikern ist das Muttental nicht ganz unbekannt. Lange bevor die ersten Biker allerdings hier unterwegs waren, wurde im Muttental bereits Steinkohle abgebaut. Schon im Jahre 1510 soll hier Tagebau betrieben worden sein. Seit dem Jahre 1972 gibt es den Bergbauwanderweg Muttental. Die Zeichen des Bergbaus sind im Muttental allgegenwärtig. Im weiteren Verlauf der Tour werden wir einige Sehenswürdigkeiten passieren.
Die Burgruine Hardenstein
Die Burgruine Hardenstein liegt nordwestlich von Witten-Herbede direkt am Südufer der Ruhr. Die Burg wurde etwa um 1350 durch die Herren von Hardenstein errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg immer weniger genutzt und verfiel. An Charme hat die Burg nichts verloren, im Gegenteil, die Burgruine zeigt sich geradezu malerisch. Aus Sicherheitsgründen ist die Burgruine zur Zeit abgesperrt, weil sich jederzeit Steine lösen und herab fallen können. Die Ruine ist umgeben von den Resten einer Ringmauer, in deren Innenraum sich Sitzgelegenheiten finden. Hier lohnt sich auf jeden Fall eine Rast, um die sehenswerte Burg auf sich wirken zu lassen.
Tipp! Die Ruhrtal-Fähre
Etwa 400 Meter von der Burgruine Hardenstein entfernt bietet der Fährbetrieb Ruhrtal-Fähre das Umsetzen auf die andere Seite der Ruhr. Der Transport ist frei, aber über ein freiwillig entrichtetes Fährentgelt freut sich nicht nur der Fährbetrieb, sondern man sorgt auch dafür, dass solche Attraktionen auf Dauer erhalten bleiben. Auf der gegenüberliegenden Seite der Ruhr kann man im Sommer ausgiebig dem Sonnenbaden frönen – eine fantastische Kulisse gibt es gratis dazu.
Von der Burgruine Hardenstein zur Burgruine Volmarstein
Eckdaten: Etwa 23 Kilometer und 810 Höhenmeter
Die Wanderwege O, A1 und A3 streifen bzw. passieren die Burgruine Hardenstein. Für welchen Weg man sich entscheidet, innerhalb oder außerhalb der Ringmauer, ist eigentlich egal, da sich beide Wege wieder treffen. Wir lassen die Ruine hinter uns. Auf dem Waldweg leicht bergan kurbelnd fahren wir an einem Nachkriegsstollen vorbei. Der Weg führt uns zur Straße „Auf der Marta“, wo sich die Wanderwege teilen.
Vor unseren Augen offenbart sich ein unglaublicher Blick auf eine Felsabrisskante. Genauer gesagt handelt es sich hier um den Steinbruch Dünkelberg, eine von über 30 Sehenswürdigkeiten, die der etwa 9 Kilometer lange Bergbaurundwanderweg Muttental zu bieten hat. Unglaublich, dass zeitweise über 60 Zechen in diesem Bereich gleichzeitig in Betrieb waren.
Für uns geht es allerdings weiter. Der Straße rechts folgend bewegen wir uns weiter auf dem Wanderweg mit der Kennzeichnung A1 bzw. O. Mit dem Wanderweg verlassen wir nach kurzer Zeit die Straße und kurbeln links leicht bergan.
Geradeaus, nicht nach rechts abbiegend, gelangt man über einen asphaltierten Feldweg zum Schloss Steinhausen. Das Schloss kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Erbaut wurde das Schloss Steinhausen bereits im 13. Jahrhundert und diente zur Sicherung eines Ruhrüberganges. Bis auf den Schlosspark ist das Schloss nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Viele Biker werden das Schloss bereits kennen, da hier die Mountainbikeschule bikeride von Manfred Stromberg beheimatet ist. Allerdings bietet sich hier auch die Möglichkeit zur Einkehr im Restaurant oder im Biergarten.
Wir folgen dem Wanderweg A2 nach rechts und im weiteren Verlauf geradeaus, bevor man nach wenigen hundert Metern mit dem Wanderweg A2 nach rechts fahrend die Straße verlässt. Endlich bekommen wir wieder Dreck unter die Stollen! Uns erwartet ein flowiger abschüssiger Singletrail, bevor wir wieder auf eine kleine asphaltierte Straße gelangen. Links abbiegend mit dem Wanderweg A2 passieren wir die Bergbau-Ausstellung Herberholz. Das Zechenhaus Herberholz erinnert an die ehemalige Zeche und bietet eine kleine sehenswerte Ausstellung. Der Eintritt ist übrigens frei! Wir folgen der kleinen Straße und gelangen auf einen breiten Waldweg in Richtung Zeche Maximus. Überall am Wegesrand finden sich Hinweise auf den früheren, sehr regen Bergbau in dieser Gegend – anschaulich bebildert und beschrieben. Das Verlassen der Wanderwege ist wegen der Einsturzgefahr aus Sicherheitsgründen übrigens nicht zu empfehlen! Wir befinden uns auf dem Wanderweg X, A3 und H. Wir überqueren den Bach zu unserer rechten Seite und nehmen den Wanderweg A1 in Richtung Göpel. Der Waldweg steigt an und lässt die Beine kurz brennen. Wir passieren den Göpelschacht Moses und gelangen auf eine kleine Anliegerstraße und orientieren uns am Wanderweg O, um nicht wieder zur Ruine Hardenstein zu gelangen. Wer nicht genug bekommen kann, darf diese Runde gerne nochmal wiederholen. Durch eine kleine Siedlung gelangen wir zur Durchgangsstraße Rauendahlstraße, die wir überqueren müssen. Es folgt ein kurzes, wirklich übles Stück Weg – es ist ein Reit- und Wanderweg und nach Regenfällen eine regelrechte Schlammbrühe.
Nur wenige Meter, aber die Mama hat Spaß an der Wäsche am Ende des Tages. Es geht im weiteren Verlauf spaßig bergab, besonders nach dem Abbiegen des Wanderweges O nach links, dem wir natürlich folgen in Richtung der jetzt sichtbaren Angelseen. Ein schmaler ausgewaschener Trail – kurz aber knackig fein.
Die kleine Straße „Am Masing“ beendet unseren Ausritt im Dreck. Wir müssen jetzt erst mal wieder mit Asphalt vorlieb nehmen. Munter kurbeln wir bergauf – gar nicht unanstrengend! Wir folgen dem Wanderweg O und gelangen auf die Schlagbaumstraße, die an Wiesen und Wald vorbei stetig bergan führt. Ein sehr idyllisches Bild und die Gedanken an Ferien auf dem Bauernhof drängen sich einem immer mehr auf. Wir fahren die kleine Straße bis zur Landstraße Bommerholzer Straße, die L525. Rechts neben uns erblicken wir die Feuerwehr „Löscheinheit-Bommerholz“, mehr oder weniger eine Garage. Weiter geht’s auf dem Wanderweg O kurz nach rechts und überqueren geschwind die Landstraße. Wir folgen der kleinen Straße am Parkplatz vorbei in Richtung des Hauses Bommerholz. In der Kurve verlassen wir die kleine asphaltierte Waldstraße und setzen unseren Weg über den Wanderweg W fort, der geradeaus am Haus Bommerholz vorbeiführt. Wir tauchen wieder in den Wald hinein und unsere Stollen bekommen endlich wieder das zu fressen, was sie am meisten mögen: Dreck! Der kurze ruppige Trail trifft auf einen breiten Wanderweg, auf den wir nach links abbiegen. Wir bleiben somit auf dem als W gekennzeichneten Wanderweg, bis wir wieder auf Asphalt gelangen. „Am Pastoratbusch“ biegt der Wanderweg W nach links ab, wir bleiben jedoch geradeaus auf der kleinen Anliegerstraße mit der Kennzeichnung A6. Wir folgen dem schmalen Asphaltband und halten uns im weiteren Verlauf rechts, um unten zur Straße zu gelangen. Wir orientieren uns am Wanderweg A6, der uns erst über den Bach und dann durch einen Tunnel lotst. Am Rande einer Wohnsiedlung visieren wir das nächste Zwischenziel an: Die Egge-Klause. Nach der Tunneldurchfahrt folgen wir somit rechts dem Wanderweg A6 bzw. dem N. Der breite und gut befestigte Forstweg führt ohne Gnade nach oben.
Unglaublich, wie viele Höhenmeter man hier schon machen kann! Der Blick ins Tal entlohnt für die Strapazen! Wir erreichen die Egge-Klause mit einem sehr schönen Biergarten. Leider sind die Öffnungszeiten sehr eng abgesteckt. Hinter der Egge-Klause entdecken wir den Wanderweg A7, ein kleiner schmaler Weg, der versteckt rechts abzweigt und am Ende viele Wurzeln zu bieten hat. In diesem Bereich sind neben uns natürlich viele Wanderer unterwegs! Wir verbleiben auf dem Wanderweg A7 bis zur Straße. Das letzte Stück vor der Straße sollte man seinen Kommunionsanzug verstauen und sich seelisch auf mächtig viel Dreck und Matsch vorbereiten! Kurz gesagt: Eine herrliche Sauerei! Wir folgen der Straße nach links – erst bergab um die Reifen frei zu fahren, dann stetig bergauf. Am Ende der „Im Flachsteich“ folgen wir nach rechts dem Fahrradwegzeichen „Von Ruhr zur Ruhr“. An der Ecke „Im Loh“ und „Am Böllberg“ biegen wir rechts ab auf die „Am Böllberg“. Wir befahren jetzt den Radweg EN4. Durch eine kleine Siedlung und ansässigen Bauernhöfen gelangen wir zum Böllberg. Mit dem Wanderweg X verlassen wir die Straße nach links und es geht auf ruppigem Untergrund abwärts – was nicht unwesentlich Freude bereitet! Das verfallene Bauernhaus „Im Korten“ und die Hauptstraße beenden unseren Abwärtsdrang. Wir überqueren die Straße und folgen dem Wanderweg X, der hier mal wieder als Gehweg gekennzeichnet ist und dementsprechendes Verhalten fordert. Bergauf führt der kleine Weg direkt nach Voßhöfen.
In Voßhöfen angelangt machen wir eine geschmeidige 180 Grad Kehre nach links um die Bushaltestelle herum und biegen damit in die Straße „Am Storch“ ein. Netterweise ist diese Straße für Fahrradfahrer freigegeben – unglaublich! In dieser landschaftlich sehr ansprechenden Gegend ist das leider anscheinend keine Selbstverständlichkeit. Wir folgen der Kennzeichnung X über einen Forstweg, der für Autos und Reiter gesperrt ist. Der Forstweg wird zu einem Waldweg, der über den Höstreichberg führt. Der Waldweg führt wieder auf die Straße und unser Wegweiser ist weiterhin die Kennzeichnung X, die uns jetzt über Asphalt radeln lässt.
Nach wenigen hundert Metern haben wir freien Blick über die Felder auf die Stadt Wetter und unserem Etappenziel: Volmarstein. Wir befahren jetzt wieder den Ruhrhöhenweg, der auf die Voßhöfener Straße trifft. Wir visieren den kleinen schmalen abschüssigen Wanderweg direkt auf der anderen Seite der Straße an. Wir gelangen auf die kleine Straße „Im Blumental“ und folgen somit den Wanderweg X4 bis zur Gabelung „Horstbecke“. Wir nehmen die „Horstbecke“ nach links und somit auch den Wanderweg A2. Wir bleiben auf der „Horstbecke“ bis zum Ortseingangsschild Volmarstein-Grundschöttel. Wir biegen rechts auf die Karl-Siepmann-Straße ab und umrunden somit den Ortskern. Wir sind auf dem Wanderweg X4 unterwegs, der uns durch die Siedlung führt. Über die „Am Brummstein“ – die natürlich mal wieder als Gehweg gekennzeichnet ist – gelangen wir zu der sehr stark frequentierten Grundschötteler Straße. Diese überqueren wir und folgen ab jetzt den Wegweisern zur Burgruine Volmarstein. Die Straße führt mächtig bergab – und wenn einem nicht die Gehwegschilder den Fahrspaß vermiesen, dann wie in diesem Fall die Tempo 30 Schilder! Also besser mal ab und zu in die Bremse langen! Zur Belohnung dürfen wir am Ende dieser Etappe nochmal richtig keulen! Zur Burg Volmarstein geht es mächtig den Berg hoch – jeder Meter will erkämpft sein. Das Ende einer Etappe mit vielen Höhenmetern!
Diese Etappe ist für uns etwas grenzwertig gewesen: Nicht wegen der relativ vielen Höhenmeter, im Gegenteil! Was uns verblüfft sind diese vielen, als Gehweg ausgewiesenen Wanderwege. Ein Teil davon macht sicherlich Sinn, aber große Teile durch den Wald als Gehwege auszuweisen und dem Biker dadurch den Eintritt in diese schöne Natur zu verwehren, halten wir für etwas fragwürdig. Wie dem auch sei, das Gesetz lässt da keinen Raum für Interpretationen: Biken ist auf Gehwegen für Menschen unseres Alters verboten! Wir haben diese Wege dennoch mit in die Beschreibung aufgenommen, damit ihr eure eigenen Touren dementsprechend besser planen könnt oder zumindest wisst, wann und wo ihr dem Gesetz entsprechend zu handeln habt!
Die Burgruine Volmarstein
Die Burgruine Volmarstein mit Blick auf Wetter (Ruhr)
Die Burgruine Volmarstein
Die vollständig begehbare Burgruine ist jederzeit frei zugänglich und bietet einen herrlichen Ausblick über die Stadt Wetter, die Stadt Volmarstein und die Ruhr. Die etwa 900 Jahre alte Burg schützte einst die „Erzbischöfliche Schutzgeleitstraße“ von Ennepetal nach Soest. Im Mittelalter verfiel die Burg und der Brand von 1754 zerstörte nicht nur Volmarstein, sondern besiegelte endgültig das Ende der Burg. Die Bürger der Stadt nutzten die Steine der Burg für den Wiederaufbau der Stadt. Die Burgruine ist sehr gut gesichert und lädt, dank des begrünten Innenhofs und der Sitzmöglichkeiten, zum Verweilen ein. Der Blick von der Burg zeigt Volmarstein und die auf der anderen Seite der Ruhr gelegene Stadt Wetter. Die Burgruine Volmarstein wird auch für Veranstaltungen genutzt – ein herrliches Vergnügen in einer atemberaubenden Umgebung!
Tipp! Die Burgruine Volmarstein bietet sich als guter Quereinstieg bzw. Querausstieg an, da die auf der anderen Ruhrseite gelegene Stadt Wetter schnell und einfach erreichbar ist. Wetter bietet einen Bahnhof, der von den S-Bahnen Richtung Witten, Dortmund und Hagen angesteuert wird.