Rose Red Bull Stiffee FR-400 im Test – MTBsche Formeln: XC + DH = FR?

In den frühen neunziger Jahren erfreute sich eine Fernsehsendung mit dem Titel „Zwei Stühle, zwei Meinungen“ größter Beliebtheit. Hier fetzten sich vor Millionen von Fernsehzuschauern zwei Parteien um mehr oder weniger brisante Themen. Das Lager war gespalten, die Fronten klar. So wie in den achtziger Jahren noch alles klar getrennt wurde. Ost gegen West, Amiga gegen Atari, Tom gegen Jerry. Doch die Zeiten ändern sich. „Wieso trennen was zusammengehört?!“ fragten sich viele Menschen zu dieser Zeit. Auch am Mountainbike ging diese Bewegung nicht spurlos vorbei. Das gespaltene Lager der Crosscountryfahrer und Downhiller sollte um das Lager der Freerider erweitert werden, quasi als Schlichter der bestehenden Fronten, ein Bike für jedermann, leichtfüßig bergauf, schnell und sicher bergab. Ein schweres und nicht unproblematisches Unterfangen.

Nichts ist gegensätzlicher als die Grundgedanken der Downhill orientierten Fahrer gegenüber den der Crosscountryfahrer. Und nichts ist höher als die Erwartungen beider Fraktionen an einen Freerider. Das Red Bull Stiffee FR-400 vom Rose Versand bietet rein theoretisch die besten Voraussetzungen, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Mit einem Federweg von 80mm bis zu 130 mm am Heck und einer Marzocchi Drop Off Comp Federgabel mit 130mm Federweg, kombiniert mit einem Gewicht von etwa 15 Kilogramm, sollte der Weg zum ultimativen Freerider geebnet sein. Fahrwerkstechnisch kommt das FR-400 als Viergelenker daher. Das ganze Paket ist komplett zu einem Preis für unter 1400 Euro erhältlich. Zweifelsohne ein Seitenhieb gegen die Konkurrenz.

Das Gewicht des FR-400 ist für einen Freerider, aus der Sicht eines Downhillers relativ niedrig, aus der Sicht eines XC-Fahrers relativ hoch. Ohne Pedalen bringt das Stiffee etwa 15,2 Kilogramm auf die Waage und ist damit immer noch leicht genug für Uphills, ohne nach den ersten Metern berghoch das Bike an der nächsten Ecke gefrustet wieder verkaufen zu wollen. Doch nicht nur das Gewicht, sondern auch das Fahrwerk spielt eine enorme Rolle für ein gutes Klettern. Die Erwartungen an den Viergelenker sind daher besonders hoch. Das Stiffee FR-400 enttäuscht nicht, zumindest nicht, solange man auf dem Sattel sitzen bleibt. Dank des gut arbeitenden Hinterbaus und der präzise schaltenden Shimano Kombination aus XT und LX, schraubt sich das Stiffee unaufhaltsam die Berge hoch. Die Traktion des Hinterrades ist bergauf ein Genuß, sicherlich auch ein Verdienst der Michelin Hot S Reifen.

Das Vorderrad, welches beim Klettern eine leichte Neigung zum Steigen hat, läßt sich mit etwas Druck auf die Frontpartie des Bikes beschwichtigen. Beim Wiegetritt enttäuscht uns allerdings das leicht schwammige Fahrverhalten. Wer allerdings erst mal auf dem WTB Power DH Race Platz genommen hat, wird so schnell freiwillig nicht mehr aus dem an ein Sofa erinnernden Sattel steigen wollen. Der Schnellspanner der Sattelklemme als auch die voll versenkbare Sattelstütze läßt die Sitzposition in Sekundenschnelle an das jeweilige Terrain anpassen. Ein feiner, aber nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber so manch anderem Bike der Konkurrenz, wo sich die Sattelstütze konstruktionsbedingt nicht komplett versenken läßt. Für ein Optimum an Verzögerung sorgen die hydraulischen Magura Luise FR Bremsen. Vorne beißen sich die Bremsklötze in eine 210mm große Scheibe und am Heck in eine 190er Scheibe. Selbst ein Anker würde das Bike nicht so brutal verzögern wie diese Bremsen.

Als Felgen werden Xtreme Funride Disc FR verbaut, die uns keinerlei Grund zur Beanstandung gaben. Bei der Federgabel handelt es sich um eine Marzocchi Drop-Off Comp mit 130mm Federweg mit SSV. SSV bedeutet, daß es sich um ein System handelt mit geschwindigkeitsabhängigen Ventil mit 5 Ventilkreisen, welches die Dämpfung aufgrund von der Zug- und Druckstufengeschwindigkeit und der Gabelposition im Federweg kontrolliert. Hört sich kompliziert an, soll aber heißen, die Gabel funzt! Eine Einstellung der Zugstufe ist leider nicht möglich, lediglich die Luftvorspannung mittels Pumpe. Ein Lockout-Funktion sucht man bei der Marzocchi vergeblich. Auch beim für den Hinterbau verantwortlichen gut funktionierden Fox Vanilla R Dämpfer vermißt man eine Einstellmöglichkeit der Zugstufe.

Negativ fällt der hohe Aufbau des Bikes auf. Der Fahrer thront hoch oben auf dem FR-400, dadurch stellt sich ein leicht „stelziges“ Fahrgefühl ein. Das fällt besonders bei steilen Downhillpassagen ins Gewicht, wodurch sich etwas Unsicherheit beim Fahrer einstellt. Ein tieferer Schwerpunkt in Verbindung mit einem flacheren Lenkwinkel würde zwar die Fraktion der Downhill orientierten Biker beglücken, aber andererseits Zornesfalten auf die Stirn der XC-Fahrer zaubern. Das Stiffee ist in den Größen 17, 19 und 21 Zoll erhältlich. Gut beraten ist, wer dem Größenberechner vom Rose Versand Beachtung schenkt. Unser Tip wäre, von der Größe eher nach unten zu tendieren als nach oben.

Die Verarbeitung des Red Bull gibt keinen Grund zum Nörgeln. Die Lackierung verträgt einiges und die Kombination der am Viergelenker verbauten Lager von Industrie- und Gleitlagern funktioniert einwandfrei. Die Industrielager wiesen nach dem Test weder Spiel noch Gebrauchsspuren auf. Lediglich die zwischen Ausfallende und Kettenstrebe verbauten Gleitlager benötigten etwas Pflege. Klug ist, wer sich über die von Rose angebotenen Serviceleistungen informiert und diese nutzt. Darunter fällt vor allem der Pro Service. Kostenfreier Abholservice und Rücktransport inbegriffen.

Fazit:

Es ist wie in einer Ehe. Ein Zusammenfügen unterschiedlicher Charaktere setzt Kompromißbereitschaft voraus. Das FR-400 ist ein guter Allrounder mit dem Schwerpunkt Tour und Crosscountry, trotz des etwas höheren Gewichts. Das Stiffee bietet viel Bike für sein Geld. Durch den gut funktionierenden Hinterbau, Viergelenker sei Dank, läßt sich die Kraft gut auf den Untergrund übertragen. Das etwas „stelzige“ Fahrgefühl trübt leider den ansonsten guten Eindruck vom Stiffee FR-400.

Preis: 1390 Euro

Mehr Infos unter: www.roseversand.de

Ghost Dual Racing Pro im Test – Golden Ghost

Kaum ein anderes Dualbike spaltet die Massen so sehr wie das Ghost Dual Racing Pro. Mit seiner sehr auffallend goldenen Lackierung (offizielle Bezeichnung der Farbe: camo sand) hebt das Ghost geradezu provozierend den Zeigefinger unter dem Motto „schaut her, hier bin ich“.

Der Name des Ghost Dual Racing Pro ist Programm. Auf schnellen BikerX Pisten und auf Dualkursen mit schnellen weiten Sprüngen ist das Ghost in seinem Element. Spurtstark und wendig lässt es sich über die Kurse bewegen. Der ziemlich breite Lenker mit 72 cm und die Manitou Sherman Flick in der Einstellung mit 130mm Federweg verleihen dem Biker über das Ghost die nötige Kontrolle, um sich mit dem Ghost am Limit zu bewegen. Genauso verhält es sich auf ruppigen Downhillpassagen. Schneller Antritt, Spurtreue, die hervorragend ansprechende Federgabel und ein agiles Handling zaubern schnell ein breites Grinsen auf das Gesicht des Fahrers.

Nur die etwas spärliche Traktion des Schwalbe Fat Albert Light Tire im Downhill auf nassem Waldboden und Wurzeln zeigen dem Biker die Grenzen auf. Ebenso lässt die Pannensicherheit des Schwalbe etwas zu wünschen übrig. Nachteile die auf BikerX Pisten und Dualslalom Kursen aber nicht ins Gewicht fallen. Die verbauten Komponenten sind von A bis Z erste Wahl. Die im Ghost Dual Racing Pro verbauten Mavic XM321 Felgen sind ebenso für den harten Einsatz konzipiert wie die von Truvativ stammenden Kurbeln und das Innenlager. Die Magura Louise Freeride brechen einem beim Verzögern des leichtgewichtigen Bikes fast die Hände. Da toleriert man auch gerne mal die „glucksenden“ Geräusche der Magura. Ein Bestücken der Bremse mit anderen Bremsklötzen könnte hier akkustisch Abhilfe schaffen. Die Truvativ Kettenführung funktioniert genauso hervorragend wie die Shimano XT Schaltung. Ein insgesamt hervorragend geschnürtes Paket um Spaß zu haben.

Die Vorteile des Ghost Dual Racing Pro für den Einsatz auf schnellen Pisten, dank des breiten Lenkers und dem relativ langen Oberrohr von 572mm, verpuffen allerdings etwas beim Dirten. Hier dürfte bei vielen Bikern eine gewisse Eingewöhnungszeit von Nöten sein, um auch hier das Potential des Bikes voll auszunutzen. Ein Herabsetzen der Manitou auf 90mm Federweg kommt dem Biker beim Dirten sehr entgegen. Das sonst softe Ansprechverhalten der Sherman wird straffer und der Lenkwinkel steiler. Der breite Lenker, der auf schnellen Passagen viel Sicherheit bietet, stört beim Dirten defentiv. Hier wäre ein schmalerer Lenker zum Zaubern in der Luft die bessere Wahl.

Das neutrale und gutmütige Fahrverhalten, auch im Grenzbereich, lassen den Besuch eines Skateparks zum Genuss werden. Aber auch hier wünscht man sich einen etwas schmaleren Lenker oder dementsprechend längere Arme. Funboxen, Miniramps und Treppen animieren zum Ausprobieren. Das Ghost verleitet dazu, durch seine gute Beherrschbarkeit, neue Tricks anzutesten. Nicht umsonst besteht das Ghost Dual Team mit Sascha Meyenborg und Marcus Staudacker aus zwei BMXern.

Die vieler Orts kritisierte Qualität der Lackierung können wir nicht bemängeln. Lediglich an der Bremssattelaufnahme des Hinterbaus löste sich im Bereich der Verschraubung der Lack etwas. Das Ghost ist allgemein sehr gut verarbeitet und mit einigen Feinheiten einen genauen Hingucker wert. Das lange Oberrohr verleiht nicht nur Fahrstabilität auf schnellen Trails, es ermöglicht auch größeren Bikern mit längeren Beinen ein entspanntes Fahren mit dem Ghost, welches nur in einer Größe mit einer Rahmenhöhe von 40cm angeboten wird. Für Individualisten gibt es den Rahmen auch einzeln.

Für das Jahr 2005 bietet die aus aus dem oberpfälzischen Waldsassen stammende Firma Ghost zwei verschiedene Ausführungen des Ghost Dual mit leicht veränderten Komponenten an: das Dual Pro und das Dual Team.

Preis des Komplettbikes: 1499 Euro
Gewicht: etwa 15 kg

Mehr Infos unter: www.ghost-bikes.de

Univega RAM DS942 – ride it your way – Test

Mit dem Ziel Bikes zu fertigen, die jedem das geben, was er sich wünscht, hat sich Univega eine schwer lösbare Aufgabe gestellt. 1970 hat der Amerikaner Ben Lawee, Gründer von Univega, mit Auslagerung der Bikeproduktion nach Asien eine neue Ära eingeläutet. Seit dieser Zeit hat sich einiges getan. Produktentwicklung und Management ist mittlerweile „made in Switzerland“ mit Distributoren in 12 Ländern. Seit 1990 wird der Vertrieb in Deutschland aufgebaut. Das Ziel ist aber in diesen Jahren immer das gleiche geblieben: Bikes zu bauen die innovativ und ästhetisch sind, die Fahrvergnügen garantieren, die Abenteuerlust stillen, die Nerven kitzeln, die Sicherheit und Komfort bieten.

Das Theorie und Praxis bisweilen weit voneinander entfernt sein können, mußten wir in unserem Leben schon oft erfahren. Milli Vanilli sang nicht selber und ob die Mondlandung wirklich stattgefunden hat, darüber streiten sich ja mittlerweile die Gelehrten. Auch wenn wir von der FRAKTUR nicht in der Lage sind, den aktuellen Status der Mondlandung zu belegen oder zu widersprechen, so können wir aber das, was uns am Herzen liegt, nämlich das Biken, umso exzessiver auskosten und ausleben. Und so mußte das Univega RAM DS942 zeigen, ob Univega getreu nach dem Motto „ride it your way“ des Firmengründers Ben Lawee handelt.

Das RAM DS942 ist das Flagschiff in der Staffel der Dualbikes bei Univega. Und optisch weiß das DS942 bereits im Stand zu überzeugen. Der Blick über das Univega bereitet großes Vergnügen. Der sauber geschweißte schwarz-silberne Rahmen mit den Gussets und den vertikalen Ausfallenden gefällt sehr gut, die Rahmengeometrie ist eindeutig auf Dual und Dirt ausgelegt. Das wuchtige OnePointFive Steuerrohr mit der Manitou Sherman Breakout sprechen eindeutig eine Sprache…dieses Bike ist für den Hardcoreeinsatz ausgelegt. Auch die Saint-Gruppe, sprich Bremsen, Schaltung und Kurbeln sprechen diese Sprache. Und dann der Blick auf die Pedalen…kreisch…was ist das? Mit der Bezeichnung VP-585 „ziert“ eine Kunststoffpedale dieses Bike. Etwas skeptisch wandert der Blick auf die Felgen. Hier wurden Mavic X-223 verbaut, die eigentlich eher an einem CC-Bike Verwendung finden. Aber wir werden sehen…

Haupteinsatzgebiet ist, wie schon an der Bezeichnung des RAM DS942 erkennbar, das shreddern auf BMX-Tracks und Dualstrecken. So sind wir direkt nach Dortmund zur EDG-Halde um das DS942 auf dem BikerX zu testen. Das Bike liegt sehr geil auf dem Kurs, das Fahrverhalten ist sehr ausgeglichen. Das Bike driftet kontrolliert über beide Räder und die Tioga Factory DH verrichten gut und unauffällig ihre Arbeit. Das Bike lässt sich blitzschnell über den Kurs bewegen, und die Sprünge sind je nach belieben und Fahrweise gut zu schlucken, oder aber auch phatt abzujumpen. Das Bike macht einfach Spaß. Nur das Knacken und Knarzen, welches von den Pedalen kommt, sowie das Quitschen der oberen Truvativ Hussefelt Kettenführung nerven etwas. Ein bisschen Öl auf die Rolle der oberen Kettenführung und das Quitschen ist weg. Die Kettenführung funktioniert ansonsten einwandfrei.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die inverse Schaltung der Saint und der etwas schmale Lenker, wenn man sonst mit einem Downhill-Lenker unterwegs ist. Beim Dirten und Abjumpen merkt man das spielerische Verhalten des Univegas. Es fliegt super kontrolliert durch die Luft und macht einfach Spaß. Abgesehen von der Beschleunigungsphase. Die Pedalen knarzen vor sich hin und trüben somit den Beschleunigungsspaß. Sehr zufriedenstellend ist auch die Funktion der Manitou Sherman Breakout. Mit der Standardeinstellung von 112mm besitzt das RAM942DS ein optimales Handling. Auf schnellen ruppigen Passagen haben wir den Federweg der Sherman von 112mm auf 152mm eingestellt. Das bringt Laufruhe. Auch hier macht das Bike richtig Spaß.

Als wir uns dann bei den Pedalen auch noch ein paar Stifte rausgebrochen haben, und aufgrund nasser Witterungsverhältnisse darüber hinaus auch noch ein paar mal von den Pedalen abgerutscht sind, haben wir diese direkt verbannt und gegen DMR ausgetauscht…und siehe da…Silenzio…und als positiven Nebeneffekt hat man auch bei Nässe wieder Grip auf den Pedalen. Die hintere Felge hat uns aber den Ausritt auf dem Downhill etwas übelgenommen. Sie musste nachzentriert werden. Sehr genial funktionierten auch die Teile der Shimano Saint Gruppe. Die Bremsen haben den richtigen Biss kombiniert mit einer sehr guten Dosierbarkeit und der Schaltung konnten auch Schlammfahrten nichts anhaben. Der Gang sitzt, dank Saint.

Bis auf die Felgen und die Pedalen ist dieses Bike der absolute Hammer. Mit einem Preis von 2499 Euro nicht ganz billig, aber mit einem sehr geilen Rahmen und sehr geilen Parts lässt es das Herz eines jeden Bikers höher schlagen. Wir würden uns wünschen, das andere Felgen und andere Pedalen zum Einsatz kommen. Im verbauten Steuersatz verrichten herkömmlich Kugellager ihren Dienst. Hier bedarf es etwas Pflege. Auch sollte unbedingt abundzu der Hinterradbremssattel auf festen Sitz geprüft werden. Aber ansonsten bleibt zum RAM DS942 nur zu sagen: …erste Sahne…

Fazit:

Es stimmt also doch: … Bikes, die jedem das geben, was er sich wünscht – oder mit den Worten von Ben Lawee ausgedrückt: „Ride it your way“

Mehr Infos unter: www.univega.com

VANS Shoes – Rowley & TNT im Test – An American Dream

Was geschah nicht alles in den sechziger Jahren. Da wurden die ersten Menschen auf den Mond geschossen, die Menschen tanzten des Friedens und der Liebe wegen mit Blumen in den Haaren, großartige Musikbands wie die Beatles und die Stones malträtierten Millionen Gehörgänge mit ihrer Musik, und inmitten dieser Zeit, genau am 15. März 1966, eröffnete der erste VANS Shoe Store in Anaheim, Kalifornien. Es gab genau drei verschiedene Paar Schuhe!

Die Preise bewegten sich von 2,49 USD bis 4,99 USD. Die ausgestellten Schuhe waren aber lediglich Muster. Die Regale waren nur mit leeren Schuhkartons aufgefüllt, damit der Shoe Store auch wirklich nach einem Shoe Store aussah. Am Morgen der Eröffnung bestellten zwölf Kunden ihre Schuhe. Bereits am Nachmittag waren die georderten Schuhe der Kunden fertig. Angesichts der Aufregung wegen der Eröffnung hatte niemand im Shoe Store an Wechselgeld gedacht. Die Schuhe wurden den Kunden ohne Bezahlung ausgehändigt, mit der Bitte, diese am nächsten Tag zu bezahlen. Und Tatsache bezahlten alle zwölf Kunden ihre Schuhe am nächsten Tag!

1976 begann der Einzug von VANS in den illustren Kreis der Skateboarder. Der von den Skateboardern eingesetzte Schuh wurde von den zwei Profiskatern Tony Alva und Stacy Peralta designt. Die anfängliche Farbpalette von rot und blau wurde in den folgenden Jahren stak erweitert. Ab 1980 fanden VANS ihren Weg in alle erdenklichen Sportarten. Besonders aber im BMX setzten Vans Schuhe neue Maßstäbe. Jeder, der etwas auf sich hielt und irgendwie in der Lage war, leistete sich diese Schuhe. Damals nicht ganz so einfach wie heute. So imitierten viele Privatleute VANS Schuhe, indem sie die Turnschuhe der Marken mit den drei Streifen oder der Raubkatze liebevoll mit dem berühmt-berüchtigten Schachbrettmuster angemalt haben. Sehr zur Freude der Eltern, auch meiner… Heutzutage ist das nicht mehr nötig. Jeder gutsortierte Schuhladen führt VANS oder man bedient sich der vielen Online Shops im Internet. Ach, hätten wir das damals so leicht gehabt 😉 Ob VANS ihren guten Ruf immer noch verdient haben, wollten wir in einem Test feststellen.

Der erste Schuh in unserem Test war der TNT, das neue Modell von Tony Trujillo, der nicht nur Pro-Skater ist, sondern auch noch in einer Punk Rock Band spielt. Als Pedalen setzten wir die DMR V12 ein, die wir bereits ausführlich in einem früheren Test auf Herz und Nieren getestet hatten. Die Sohle des TNT ist wie gewohnt bei VANS als Schachbrettmuster angeordnet. Ideale Voraussetzungen für den Einsatz auf Plattformpedalen. Der Schuh fühlt sich gut an, haftet unglaublich auf den Pedalen und vermittelt immer einen guten Kontakt zur Pedale. Die Optik des Schuhs ist sehr ansprechend und nicht respektlos aggresiv. Zumindest nicht in der von uns gewählten Farbkombination. Der TNT ist allerdings auch in extremeren Farbkombinationen erhältlich, die den Bezug zu Tony Trujillos Punk Rock wiederspiegeln. Mit Sicherheit ein Schuh, der nicht nur beim Biken gut ankommt, sondern auch beim Gang durch die Stadt.
Material: Synthetic/Nubuk/Mesh
Fazit: Absolut empfehlenswert!

Der zweite Schuh im Test war der Rowley. Seinen Namen verdankt der Schuh Geoff Rowley, Skater of the Year 2000! Auch die Sohle des Rowley ist wie gewohnt als Schachbrettmuster angeordnet. Somit verwundert es nicht, das auch hier auf den Plattformpedalen ein Grip erreicht wird, der Maßstäbe setzt. Der Schuh sitzt, passt und vermittelt ein sehr gutes Gefühl, der aber für meinen Geschmack und meiner Empfindung nach von den TNT sogar noch etwas überboten werden kann. Der Rowley wird in verschiedenen Ausführungen angeboten. Auch hier sind unglaublich viele Farbkombinationen erhältlich. Ein Schuh den man sein Eigen nennen muss!
Material: Synthetic/Nubuk/Mesh
Fazit: Absolut empfehlenswert!

Die Produktpalette von VANS ist mittlerweile so gross, das man für jeden Einsatzzweck und in jeder gewünschten Farbe etwas findet. Die beiden getesten VANS sind mehr als nur empfehlenswert, und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt bei diesen Schuhen auch. Kein unnützes Geschnörkel, keine Sohlen die man nur für einen Mondbesuch braucht. Was überzeugt ist der geniale Grip auf den Pedalen gepaart mit einer geilen Optik. Wie schon in der Überschrift zu lesen war: Einfach ein Traum!

Weitere Infos bekommt ihr direkt bei VANS unter www.vansshoes.de

KHE Identiti Pro 24″ Cruiser im Test

Wer kennt es nicht, das Gefühl, etwas zu sehen und einfach haben zu müssen. Ähnlich erging es mir beim neuen KHE Cruiser Identiti. Es war irgendwie so anders. Die sauber verschweißten CroMo Rohre, wie sie sonst üblicherweise im BMX-Rahmenbau verwendet werden, die 24 Zoll Felgen und die 1.95 Bereifung, die es irgendwie süß aussehen lassen. Doch der Schein trügt. Das Identiti ist hart im nehmen und leidenschaftlich zugleich. Ob aus dem Flirt aber auch eine große Liebe entstehen kann? Wir wollten es nicht nur wissen, wir mussten es wissen!

Zugegebener Weise verliefen die ersten Meter auf dem KHE Cruiser Identiti ziemlich unsicher. War es Nervosität, Anspannung oder Vorfreude? So lässt man es sich nicht nehmen direkt mit dem Identiti loszusprinten. Singlespeed und die dadurch fehlende Schaltung und das Einsparen einer kräfteraubenden Kettenführung lassen das Bike beeindruckend die Kraft in Beschleunigung umsetzen. An den kurzen Abstand zwischen Knie und Lenker gewöhnt man sich schnell. Die fehlende Federung vorne lässt die Arme schneller als gewohnt schlapp werden.

Die Lenkung ist viel direkter und aggressiver als beim herkömmlichen Mountainbike. Doch je länger man auf dem KHE unterwegs ist, umso wohler fühlt man sich. Geradezu spielerisch lässt sich das KHE zum Jumpen animieren. Das Identiti fühlt sich in der Luft pudelwohl und lässt sich genial in der Luft dirigieren. Doch Vorsicht ist geboten. Unsaubere Landungen verzeiht das KHE nicht. Allerdings verzeiht der superphatte Sattel einige Fehler. Gewöhnungsbedürftig ist auch der kleine Abstand von den Pedalen zum Vorderrad, wodurch man abundzu sein Vorderrad unfreiwillig mit dem Schuh reinigt.

Wir empfehlen auf jeden Fall die Standardfelgen mit 48 Speichen gegen die als Zubehör bei KHE erhältlichen HALO Felgen, ebenfalls mit 48 Speichen, auszutauschen. Richtig gelesen: 48 Speichen! Die Standardfelgen sind für das gemütliche cruisen in der Stadt okay, aber für eine ambitionierte Fahrweise absolut unterdimensioniert. Eine Mehrausgabe die sich auf jeden Fall lohnt. Die HALO Felgen sehen nicht nur superphatt aus, sondern stecken auch einiges weg. Auch Achsentechnisch geht man hier auf Nummer sicher. Mit einem Durchmesser von 14 mm kann man sich ohne Bedenken auf den Pegs austoben. Richtig gelesen: 14 mm! Was natürlich auch heißt das man hier zu Recht auf Schnellspanner verzichtet hat.

Etwas unglücklich dürfte der gemeine Mountainbiker über die Hinterradbremse sein. Dafür wird man allerdings mit einem Rotor entschädigt, wodurch man wiederum sehr geil Flat fahren kann. Dadurch sind zum Beispiel Barspins und Tailwhips möglich. Die Vorderradbremse ist im Gegensatz zur Hinterradbremse sehr giftig. Pegs sind beim Identiti Standard, sowie der halbe Rockring, um das Kettenblatt zu schonen. Da man zum Dirten und zum Street fahren, aber auch auf der BMX-Bahn, keine Schaltung benötigt, wurde sie kurzerhand einfach weggelassen. Was nicht da ist kann auch nicht kaputtgehen.

 

Die Parallelen zum BMX sind unverkennbar. Dafür spricht auch das BMX-Tretlager mitsamt der 3 teiligen Kurbel von Prowheel. Das Tretlager sitzt sehr tief und verlangt etwas feingefühl beim Beschleunigen in Kurven. Die Pedalen sind, wie nicht anders zu erwarten, Plattformpedalen. Sie sind zwar einfacher Ausführung, aber vermitteln immer einen guten Grip. Vorbau und Lenker haben mir auch auf Anhieb gut gefallen. Mit einer Lenkerbreite von 69cm lässt sich das Identiti sehr gut bewegen und folgt prompt einer Lenkbewegung.

Sehr gut für Street und Rampe ist die Bereifung. Allerdings war auf unseren heimischen Jumps im Wald unter schlüpfrigen Bedingungen mit den IRC 24×1.95 mit Straßenprofil keine Traktion aufzubauen und die Bezeichnung Dirt gewann neue Dimensionen. So erinnerte mich das Beschleunigen auf nassen Waldtrails mit dem durchdrehenden Hinterrad mehr an die Beschleunigungsorgien beim Motocross. Aber eigentlich geht ja auch bei Regen nicht wirklich jemand gerne jumpen.

Das KHE Cruiser Identiti schließt die Lücke vom Mountainbike zum BMX. Viele Mountainbiker würden gerne BMX fahren, scheuen aber die kleinen 20 Zoll Räder. Tricks die auf dem MTB nicht oder nur schwer realisierbar sind, lassen sich auf dem Identiti in die Tat umsetzen. Und die direkte Fahrweise schult das weiche und vorausschauende fahren. Es ist wie bei einer heißen Liebe. Sie verzeiht keine Fehler, aber wer möchte die schon machen.

Wer das KHE einmal besitzt und sich an dessen Charakter gewöhnt hat, möchte es nicht mehr hergeben. Ein zu diesem Preis nur schwer zu toppendes Bike, welches ungemein viel Spaß bereitet. Gewichtstechnisch liegt das Identiti auf normalem Level. Mit den HALO Felgen und ohne Pegs bringt es knapp 16 kg auf die Waage. Wer die Pegs anschraubt muss noch mal knapp 1,3 kg zurechnen. Der Preis für das KHE beträgt mit den Originalfelgen etwa 350 Euro, sollen die HALO Felgen zum Einsatz kommen, welche wir auf jeden Fall empfehlen, ergibt sich ein Preis von etwa 600 Euro. Ein immer noch schwer zu toppender Preis für ein Bike dieser Klasse.

Fazit:
Das KHE Identiti ist nicht nur für einen heißen Flirt zu haben, sondern hat auch das Potential für eine leidenschaftliche Liebe. Und wer einfach nur einen Seitensprung sucht, der wird mit dem Identiti sicherlich auch auf seine Kosten kommen.

Mehr Infos unter: www.khe-bmx.de

Alpina Gladiator – Immer einen kühlen Kopf bewahren: Helm im Härtetest!

Soweit ich mich erinnern kann, war der Alpina mein erster Downhill-Helm. Zu einem unschlagbar günstigen Preis bekam man damals einen aus zwei relativ weichen Kunststoffteilen zusammengepressten Helm. Sah zwar spektakulär aus, konnte aber in keinster Weise, bis auf die Optik, an die weitaus teureren Helme ranreichen. Seitdem sind einige Jahre ins Land gezogen. Getreu nach dem Motto „die Zeiten ändern sich“ wurde aus dem damaligen „Downhill-Helmchen“ ein solider, hochfester Fiberglas-Helm. Der momentane Preis befindet sich immer noch weit unter der Preisregion anderer Downhill-Helme. Ob der Käufer hier nicht am falschen Ende spart, galt rauszufinden.

Da wir nicht nur über das Material schreiben, sondern als ärmste Mountainbikeseite der Welt uns wirklich selber maulen müssen, bin ich beim Test unsanft auf dem Boden aufgeschlagen … worden. Nicht absichtlich, aber im Rahmen des Tests ganz nützlich und aussagekräftig. Ursache war ein gecrashtes Vorderrad, welches mich dann unkontrolliert über den Lenker absteigen ließ und mich ebenso unkontrolliert mit voller Wucht ungespitzt in den Boden gerammt hat. Mit dem Face voran. Ohne Fullface-Helm nicht auszudenken was hätte passieren können. Der Gladiator leistete volle Arbeit. Ich hatte im Stirnbereich ein kleines Hörnchen durch den Aufprall, leichte Rötung des Stirn- und Nasenbreichs.

Weder Nase noch Kiefer hatten irgendwelche schwerwiegenden Blessuren erlitten. Das Einzige was blieb waren zwei Tage Kopfschmerzen und ein Snakebite auf der Nase. Lobenswert finde ich die Beschaffenheit des Visiers aus biegbarem Kunststoff. Ich kenne Helme zu sündhaft teuren Preisen mit Visieren aus Hartkunststoff, die in so einer Situation weggebrochen wären. Da lobe ich mir den Alpina Gladiator. Allerdings sollte man bedenken, das dieser sich bei einem Sturz in den Gesichtsbereich verschieben kann. In meinem Fall erlitt ich dadurch diesen leichten Snakebite auf dem Nasenrücken. Aber das ist immer noch besser als ein abgebrochenes Stück Hartplastik im Auge oder sonst wo.

Manchmal dauert es wirklich lange bis so ein Plastikteil aus dem Auge rausgeeitert ist. Der Gladiator sitzt gut, könnte aber im Wangenknochenbereich noch etwas mehr Führung gebrauchen. Die riesigen Lüftungsschlitze sorgen für genug Frischluftzufuhr, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Das Verschlußsystem funktioniert auch tadellos. Der Helm ist durch die integrierte Höröffnungen sehr hellhörig. Etwas mehr Dämpfung durch etwas mehr Polsterung im Falle eines Sturzes wäre fein, aber zu diesem Preis, vermute ich, nicht machbar. Leider ist eine Entnahme des Polsters zu Reinigungszwecken nicht möglich. Lange (Ab-) Fahrten sind mit dem Gladiator kein Problem, ein Ermüden der Nackenmuskeln ist aufgrund des geringen Gewichts nicht zu befürchten.

Sehr nützlich ist auch die auf der Helmrückseite angebrachte Befestigungsmöglichkeit für Motocrossbrillen. Somit gehört das Ärgern über verlorengegangene Brillen der Vergangenheit an. Der Helm wird in vier Größen ausgeliefert, somit sollte für jeden Schädel was dabei sein. Der Helm hat den Sturz übrigens gut weggesteckt. Lediglich ein paar Macken am Kinnschutz zeugen von meinem unsanften Abstieg. Bekannt dürfte sein, das nach einem heftigen Sturz der Helm ausgetauscht werden muss!

Preis: 179 Euro

Mehr Infos: http://www.alpina-eyewear.de

Brave Killah Plattformpedale im Test: Vorsicht bissig!

Man nehme edles 4130 CroMo, fertige daraus eine Achse, ferner nehme man feinstes Aluminium, fräse es CNC gesteuert zu einem Alublock mit 33 zornigen Zähnen je Seite, und baue daraus unter Verwendung von hochwertigen Industrielagern eine Plattformpedale, die den Namen trägt, den sie auch verdient: KILLAH.

Alleine das blosse Handauflegen auf die Pedale dürfte jeden Fakir entzücken. Da wir nicht nur über die Produkte schreiben, sondern diese auch testen, haben wir die Killah flux ans Bike geschraubt. Mit der DMR Plattformpedale aus dem letzten Test wurde die Messlatte sehr hoch gesteckt. Kann die Killah der DMR Paroli bieten? Wir werden sehen…

Unter die Sohle genommen machen die Pedalen eine sehr gute Figur. Auch hier haben wir wieder unter Verwendung von abgewetzten VANS den Biss der Pedale getestet. Der Grip ist sehr gut, aber nicht ganz so brutal wie die Optik vermuten lässt. Im Gegensatz zu anderen Plattformpedalen lassen sich die Pins nicht austauschen, da keine Pins die Pedale zieren, sondern die etwas mehr an die Bärentatzen angelehnten gefrästen Zähne. Da derer aber 33 je Seite vorhanden sind, ist dieser Punkt absolut kein Manko.

Bei Nässe haben die Killah bauartbedingt das Nachsehen gegenüber der DMR. Durch die grosse Auflagefläche ohne Zwischenräume setzen sich die Killah relativ schnell zu, besonders bei pappigem Boden. Die Pedale eignet sich somit besonders gut für Dirt und Slalom, wird aber auch von einigen Fahrern beim Downhill eingesetzt. Somit gilt die DMR nachwievor als das Nonplusultra was Plattformpedalen angeht, als Pedale, die es zu schlagen gilt.

Und wer nach einem anstrengenden Tag ausspannen möchte, für den hält die KILLAH noch eine Überraschung bereit: den integrierten Flaschenöffner. Nicht nur Werbegag, es funktioniert tatsächlich 🙂 Und da man ja bekanntlich immer zwei Pedalen am Bike hat, braucht man auch nicht alleine zu trinken.

Die BRAVE KILLAH Pedale ist erhältlich für MTB, als auch für BMX. Der Preis liegt so um die 129 Euro.

Auch hier gilt wie immer: Tragt Protection, Eure Schienbeine werden es Euch danken.

Vertrieb: Cosmic Sports GmbH, Ipsheimer Str. 15-17, D-90431 Nürnberg

Mehr Informationen unter www.cosmicsports.de

DMR V8 und DMR V12 Plattformpedale im Test

Die Geschichte der Plattformpedalen reicht weit zurück. Der Urvater aller Plattformpedalen sind die mittlerweile legendären Shimano DX. Bereits in den achtziger Jahren waren die meisten BMX-Bikes mit den Pedalen von Shimano ausgestattet. Zu dieser Zeit gab es aber auch eine weitere Entwicklung im Pedalenbereich, die den furchteinflössenden Namen „Bärentatze“ trug. Der grösste Unterschied zwischen den Bärentatzen und Plattformpedalen liegt im Aufbau der Pedale selbst und ist keine Erfindung der Werbeindustrie.

Die Bärentatzen bestehen aus einem Innenkörper, der von einem Zahnkranz umfasst wird. Diesem Zahnkranz mit den zum Teil sehr mächtigen Zähnen verdankt diese Pedale ihren Namen. Auch heute noch werden die Plattformpedalen fälschlicherweise oft als Bärentatzen tituliert. Letztendlich haben sich die Plattformpedalen durchgesetzt und die klassische Shimano DX aus den frühen achtziger Jahren dient immer noch als Vorlage für die heutige Generation der Plattformpedalen. Auch wenn sich die Optik in den letzten 20 Jahren kaum verändert hat, ist die Entwicklung der Pedalen weit vorangeschritten. Aus diesem Grund haben wir für Euch die DMR V8 und die DMR V12 unter die Sohle genommen.

Da durch die mittlerweile recht hohen Preise für Pedalen kaum noch ein Biker sich neue Pedalen und gleichzeitig neue Schuhe leisten kann, mussten ein Paar ausrangierte Vans herhalten. Kurzum könnte man sowieso behaupten, daß man mit neuen Schuhen auf jeder Pedale Grip hat. Ob die Pedalen auch mit einer abgewetzten Sohle klar kommen würden war hier die grosse Frage.

Auf den Spuren Franck Romans bei Oppede wurden die Pedalen bei schönstem Sonnenschein auf einer trockenen und steinigen Strecke im Downhilleinsatz getestet. Grosse Steine, schnelle Passagen, die Füsse halten…sogar ziemlich eindrucksvoll. Die grossen und langen Madenschrauben bohren sich regelrecht in die Sohle der Vans. Es ist beeindruckend wieviel Halt man auf so einem ruppigen Untergrund haben kann. Anbremsen, das Rad stellt sich quer, rausbeschleunigen aus den Kurven mittels Wheelie. Es macht höllisch Spass, man könnte meinen die Füsse wären an den Pedalen festgeschraubt.

Da es einige Tage vorher geregnet hatte bot sich Colorado bei Rustrel als hervorragender Nass- und Matschtest an. Konstruktionsbedingt setzen sich die Pedalen, wie für Plattformpedalen üblich, nicht zu, was auch hier wieder für genug Grip auf den Pedalen sorgt. Allerdings empfehlen wir für den Einsatz der DMR Pedalen Schuhe mit nicht allzuengem Sohlenmuster.

Trotz des relativ hohen Preises ist die DMR V12 ein absoluter Tip. Man bekommt für sein Geld eine extrem gute Pedale mit extremen Grip. Der Einsatz von Industrielager, Gleitlager und einer aufwendigen Dichtung versprechen eine lange Lebensdauer, ebenso der Käfig mit der Mittelstrebe und CroMo-Achse. Ein weiterer extremer Vorteil ist die Austauschbarkeit aller(!) Pins mittels Innensechskantschlüssel. Sollte dennoch etwas als Ersatzteil benötigt werden, bekommt man im Fachhandel für die DMR V12 alle Ersatzteile, angefangen von den Lagern bis hin zu den Achsen.

Für Gewichtsfanatiker gibt es die DMR V12 auch in einer superleichten Magnesium Version. Wer nicht soviel Geld ausgeben möchte, hat mit der DMR V8 einen identischen Pedalkörper wie die V12, nur das nicht alle Pins austauschbar sind. Die in dieser Preisklasse im allgemeinen verwendeten Konuslager finden auch in der DMR V8 Verwendung. Ein grosser Vorteil gegenüber anderen Pedalen in dieser Preisklasse: das Fetten des Lagers geschieht hier über einen Abschmiernippel mittels der mitgelieferten Fettspritze. Selbst der Innensechskantschlüssel wird mitgeliefert.

Noch ein kleiner Tip am Rande: Der Aufdruck auf der Verpackung der DMR-Pedalen weist darauf hin. Tragt die erforderliche Protection! Besser ist 😉

Vertrieb: Cosmic Sports GmbH, Ipsheimer Str. 15-17, D-90431 Nürnberg

Mehr Informationen unter www.cosmicsports.de