BikeBuch Europa – Herbert Lindenberg – Buch Vorstellung

„Per aspera ad astra – Auf rauhen Wegen zu den Sternen“. Ob der Weg rauh, glatt wie ein Kinderpopo, steinig oder sandig ist, eines ist klar: Europa ist schön wie auch vielseitig zugleich. Egal, ob es sich um die schroffen Pässe der Alpen handelt, die mit Lavendelfelder überzogene Provence oder die mit Flüssen und Kanälen durchzogene Niederlande. Europa ist ein Paradies für alle Arten von Biker. Der Tourenfahrer, der mit Rucksack ausgestattet Tage oder Wochen unterwegs ist, kommt genauso auf seine Kosten wie der ambitionierte Downhiller, der seinen Thrill in der Abfahrt sucht.

Jeder findet in Europa seinen Spot und seine Region zum Austoben und Verwirklichen seiner Träume. Und das meist zuhauf. Man sollte nur wissen, wo man sein El Dorado findet. Herbert Lindenberg hat in dem beim Reise Know-How Verlag erschienenen „BikeBuch Europa“ alle wichtigen Informationen zu allen europäischen Ländern zusammengefaßt. Ergebnis ist ein knapp 600 Seiten umfassendes Nachschlagewerk von A wie Albanien bis Z wie Zypern. Selbst auf nicht alltägliche Reiseziele wie die Inselgruppen der Färöer und das der GUS zugehörende Moldawien wird in diesem Buch eingegangen. So finden sich neben allgemeinen Informationen, wie zum Beipiel der Landesgröße und Einwohnerzahl, unter anderem auch wichtige Informationen bezüglich Währung, Sprache, Einreisebestimmungen, Reisezeit und Transportmöglichkeiten. Übersichtlich und gut lesbar sind auch die Beschreibungen der einzelnen Länder und deren Regionen. Wir lernen etwas über Land und Leute, und selbst Geschichtliches wird teilweise aufgegriffen.

Dabei spricht uns der Autor bei den Beschreibungen geradezu aus der Seele. Sei es bei der Beschreibung der Provence des Hinterlandes, dem Land der Aussteiger, die dem wahren Leben nachspüren oder der Beschreibung der Wicklow Mountains, die sich unweit von „dear dirty Dublin“ mit langgezogenen Steigungen und wunderschönen Panoramen gen Himmel erheben. Viele Abbildungen, Karten und Fotos gewähren einen weiteren Einblick in die Länder und deren Regionen. Die aufgeführten Internetadressen unterstützen bei Recherchen für die nächste Tour. Natürlich fällt das Kapitel über Deutschland dementsprechend groß aus. Selbst in Deutschland gibt es noch viel zu entdecken. Aufgelockert wird das umfangreiche Nachschlagewerk durch kurze Geschichten von anderen Bikern. Das BikeBuch spricht nicht speziell den Mountainbiker an, sondern den Fahrradfahrer allgemein. Dennoch finden sich wertvolle Informationen für uns Mountainbiker. SpezielleTips für Mountainbiker sind am Seitenrand mit einem Logo markiert. Detailierte Radtourenbeschreibungen finden sich nicht, würden aber auch den Rahmen des Werkes sprengen.

Fazit:

Viele wichtige Informationen zu Land und Leute machen dieses Buch nicht nur für Tourenfahrer zu einem wertvollen Nachschlagewerk.

Erschienen im Reise Know-How Verlag, Bielefeld

Preis: 22,50 Europa
ISBN 3-89662-306-0

Mehr Infos unter www.reise-know-how.de

Point Alien Pedalen auf den Zahn gefühlt – Test

Mit dem Headliner „Gutes muss nicht teuer sein“ trifft Point den Nerv vieler Biker. Viele preisgünstige Parts werben um die Gunst der Käufer. Die umfangreiche Palette deckt den größten Teil der Bedürfnisse eines Bikers ab. Unter dem Label „Point Racing“ wird dem Trend zu einer extremeren Gangart beim Mountainbiken Rechnung getragen. „High End for Low Budget“ soll jedem Biker, der sich der extremeren Fahrweise oder zumindest derer Komponenten verschrieben hat, auch die extremeren Parts ermöglichen. Doch was taugen die Komponenten für den Hardcorebereich, die oft billiger sind als die Produkte für Otto Normalverbraucher der mächtigen Bikekonzerne? Anhand zwei verschiedener Modelle fühlen wir Point regelrecht auf den „Zahn“…

Point Alien 2 (LU 953)

Die Point Alien 2 sind ein typischer Vertreter der sogenannten Bärentatzen. Ein um die Achse gezogener Ring mit scharfkantigen Zähnen verleiht nicht nur einen enormen Grip auf den Pedalen, er ziert auch mit seinem Abdruck so manches Schien- und Wadenbein. Die Alien 2 überzeugen durch bombastischen Grip. Egal bei welchem Wetter und welcher Bodenbeschaffenheit, auf den Point Alien 2 steht man wie festgewachsen. Ein Abrutschen von den Pedalen ist fast unmöglich. Sollte dies dennoch einmal geschehen, versteht man die Bedeutung des Wortes Bärentatze. Gleich einem Hieb eines Bären schlägt die Alien 2 eine tiefe Wunde in das ungeschützte Bein. Wer in diesem Moment einen Schienbeinschutz trägt, darf sich glücklich schätzen.

Nicht ganz so wie der Grip auf den Pedalen überzeugt uns die Stabilität der Pedale. Bereits nach kurzer Zeit verbog der zur Kurbel zeigende offene Ring des Außenkreises. Die in Fahrtrichtung zeigenden Zähnen verbogen bei Bodenkontakt. Aber selbst bei verbogenen Zähnen und Käfig überzeugen die Point Alien 2 immer noch durch Grip. Nachteil sind die starren Zähne, welche nicht ausgewechselt werden können. Sind diese abgenutzt und umgebogen, hilft nur noch der Griff zu Feile und Zange. Die Konuslager, welche nach einiger Zeit den Käfig „klackern“ lassen, können nicht mit den in anderen Pedalen verbauten Industrielagern mithalten. Der Preis von 25 Euro ist allerdings ein Hammer und läßt über diese Schwächen etwas hinwegsehen.

Preis: 25 Euro
Gewicht: etwa 540 Gramm

Fazit: Bissig, aber mit Schwächen, dafür ein Hammer beim Preis- /Leistungsverhältnis

Point Alien 1 (B57)

Die Point Alien 1 sind ein Bilderbuchvertreter der Plattformpedalen. Groß dimensionierte auswechselbare Pins und eine große Standfläche sorgen für perfekten Grip und Halt auf den Alien 1. Selbst bei Nässe kann der Grip der Pedale überzeugen. Der Einsatz von Industrie- und Gleitlagern ist für Pedalen in dieser Preisklasse üblich. Die Pedalen „laufen“ gut und selbst nach vielen harten Einsätzen konnten wir kein Gerappel des Pedalkäfigs feststellen.

Die Pins der 560 Gramm schweren Pedalen sollte allerdings öfters auf festen Sitz kontrolliert werden, da diese sich sonst schon mal verabschieden. Wer dennoch den einen oder anderen Pin verlieren sollte, kann diese auch bei Point separat nachbestellen. Der Preis von 79 Euro ist im Vergleich zu den Alien 2 recht hoch, aber gerechtfertigt. Mit der Alien 1 hat man definitiv die bessere Pedale, auch wenn der Grip der Bärentatze extremer ist.

Preis: 79 Euro
Gewicht: etwa 560 Gramm

Fazit: Plattformpedale nach Maß. Guter Grip, stabil, laufen gut, und im Falle eines Falles lassen sich die Pins auswechseln.

Mehr Infos unter www.pointbike.de

Progrip MX-Brille 3400 Leopard Schwarz – Weck die Raubkatze in Dir! Test

Der Trend beim Mountainbiken geht immer mehr ins Extreme. Keine Frage. Immer extremer werdende Mountainbikevideos heizen dem Zuschauer zusätzlich ein. Doch nicht nur vom fahrtechnischen Anspruch, sondern auch in Bezug auf Kleidung geht der Trend zu dem, was extremer ist. Was bietet sich da mehr an, als sich beim MotoX-Shop um die Ecke mit Klamotten einzudecken?! Einer der ganz großen Hersteller im Bereich MotoX-Kleidung ist die italienische Firma Plastiche Cassano, bekannt durch das Markenzeichen Progrip. Die Palette reicht von Hosen und Jerseys bis zur kompletten Schutzausrüstung.

Besonders die MotoX-Brille 3400 in Leopard Schwarz fiel uns im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge. Neben der phatten Optik wirbt die Brille mit beschlagfreiem und lichtempfindlichem Glas. Der Vorteil eines „Light Sensitive“ Glases liegt auf der Hand. Durch Verwendung eines solchen, sich an das vorhandene Licht selbstständig anpassenden Glases, könnte man sich die Sammlung mehrerer Brillen mit verschieden getönten Gläsern ersparen. Auch das Horten mehrerer Ersatzgläser verschiedenster Tönungen könnte der Vergangenheit angehören. Das würde nicht nur Zeit und Nerven sparen, sondern auch Geld. Realität oder Wunschgedanke? Eine Antifogbeschichtung, also eine Beschichtung zur Vermeidung des Beschlagens der Brille, sollte zumindest für Downhiller selbstverständlich sein. Die FRAKTUR wollte wissen, ob man mit der Progrip 3400 nicht nur auf dem Trail gut aussieht, sondern auch jederzeit den Durchblick behält.

Die Progrip 3400 zeigt bereits beim Überstreifen über den Helm die Liebe zum Detail. Drei auf das Helmband aufgebrachte Silikonstreifen verhindern ein Verrutschen bzw. Abrutschen der Brille vom Helm. Die auf das Gesicht drückenden Schaumstoffeinlagen sind bequem und die Brille gefällt durch den guten Sitz. Das Sichtfeld ist gut und selbst Brillenträger können in den Genuß der Progrip 3400 kommen. Die Antifogbeschichtung funktioniert, aber nicht ganz so gut, wie wir es uns gewünscht hätten. Einmal beschlagen, dauert es zudem etwas zu lange, bis die Progrip wieder freie Sicht bietet. Grund dafür ist die schwache Belüftung der Brille, welche sicherlich aber auch auf die etwas geringeren Geschwindigkeiten gegenüber den motorangetriebenen Zweirädern zurückzuführen ist.

Die Tönung des Glases funktioniert par excellence. Innerhalb weniger Sekunden paßt sich die Tönung der Brille übergehend von dunkles in helles Terrain den veränderten Lichtverhältnissen an. Die Farbtreue kann man als recht gut bezeichnen. Auch die Stärke der Tönung für die jeweiligen Lichtverhältnisse kann überzeugen. Allerdings läßt die Enttönung der 3400 etwas auf sich warten. Ein Abtauchen von hell nach dunkel kann schon mal kurzzeitig für einen Blindflug sorgen. Allerdings war das hauptsächlich beim Downhill mit den vielen wechselnden Lichtverhältnissen der Fall. Auf BMX-Bahnen und BikerX-/Dualpisten gab es keinerlei Probleme diesbezüglich. Die Fertigungsqualität der Progrip 3400 kann voll punkten. Nach vielen Einsätzen ist der Leoparden Look auch dann noch ein Augenschmaus, wenn bei vielen Brillen anderer Hersteller schon der blanke Kunststoff zum Vorschein kommt. Auch die Unempfindlichkeit gegenüber Kratzer macht diese Brille zu einem Tip! Wem dies nicht reicht, kann die Progrip auch noch mit einem Roll Off System, ebenfalls von Progrip, nachrüsten.

Gibt es unter anderem auch in Leopard Blau, Leopard Gelb, Leopard Orange und Leopard Rot.

Fazit:

Bei nicht wechselnden Lichtverhältnissen allererste Wahl, und das bei einer Optik, welche sprichwörtlich die Raubkatze in einem weckt. Für den Einsatz bei oft wechselnden Lichtverhältnisse ist die Progrip 3400 mit dem Light Sensitive Glas aber weniger empfehlenswert.

Preis: etwa 44,90 Euro (mit Aufbewahrungsbeutel)

Generalimporteur für Deutschland:
Mefo-Sport GmbH
Mühläckerstraße 1
97520 Röthlein

Mehr Infos unter:
www.mefo.de
www.progrip.com

Norco Fluid 1.0 im Test – Die kanadische Umsetzung eines Freeriders

Der Schweiß rinnt von der Stirn. Langsam, aber unaufhaltsam, kurbelt sich der Fahrer des strahlend blauen Gefährts den La Grande Montagne. Ein blau, welches perfekt zum strahlend blauen südfranzösischen Himmel paßt. Jenseits der Straße sprießen aus der kargen Felslandschaft Gebüsche und Bäume hervor. Noch immer kurbelt sich der Biker diesen herrlichen Berg hoch, überglücklich solch eine Landschaft bei schönstem Wetter genießen zu dürfen. Der Blick gleitet nach links über das unter ihm liegende Tal hinweg und läßt in greifbarer Nähe den Grand Luberon erkennen. Bereits jetzt hat das blaue Gefährt, ein Norco Fluid 1.0, bewiesen, wie perfekt die Kanadier die Kriterien an einen Freerider in die Praxis umgesetzt haben.

Das Team der FRAKTUR auf dem Weg zum letzten großen Test des Norco Fluid. Die über den Rucksack gestülpte Protektorenjacke und der Fullfacehelm lassen erahnen, welch schwere Disziplin das Norco an diesem Tage zu bewältigen hat. Abgesehen von den Tests in heimischen Gefilden, absolvierte das Norco Fluid alleine in den letzten drei Tagen Aufenthalt in Südfrankreich über 5000 Höhenmeter. 5000 Höhenmeter harter Uphill, sowohl über Straße als auch über höchst technisch Trails mit Wurzeln und Steinen. Das Norco ist trotz des relativ hohen Gewichts von etwa 15,8 Kilogramm erstaunlich flink beim Uphill, benötigt aber auch schon mal, bei sehr technischen Passagen, harten Körpereinsatz. Die Fahrten bergab sind ein Genuß. Unbeirrt gleitet das extrem wendige Norco über Kanten und Wurzeln. Sprungeinlagen nimmt das Fluid gelassen entgegen.

Der Hinterbau, der von Specialized entwickelte und patentierte Horstlink, arbeitet perfekt. Anders kann man es nicht sagen. Der Viergelenker spricht sensibel auf alle Unebenheiten an. Die Verwendung von Industrielagern zahlt sich nicht nur beim Ansprechverhalten des Viergelenkers aus, sondern auch in Bezug auf Langlebigkeit. Der Luftdämpfer, ein Float RP3 von Fox, steckt auch heftige Schläge weg und erwies sich im Test als überrraschend hart im Nehmen. Die etwa 141mm Federweg, oder bei Bedarf einstellbaren etwa 115mm Federweg, erwiesen sich für den Freerider meist als ausreichend.

Das Konzept des Fluid erweist sich als sehr ausgeklügelt. Der Hinterbau nimmt Reifen von einer Breite bis zu 2.3 ohne Probleme auf. Probleme gibt es nur, wenn sich der Reifen bei Schlammfahrten enorm zusetzt. Wer meint, durch das Schleifen von Steinen in solch einem Fall dem Rahmen Schaden zuzufügen, wird eines besseren belehrt. Klever haben die Kanadier ein Extrablech im unteren Bereich der Schwinge für solche Fälle aufgebracht. Ein kleiner Nachteil des Norco ist das konstruktionsbedingt superkurze Sitzrohr. Aber auch hier dachten die Kanadier weiter. Eine Teleskopsattelstütze läßt den Biker die Sattelhöhe an den jeweiligen Trail anpassen. Nur bei Tragepassagen muß der Besitzer des Norco passen. Ein Schultern des Bikes ist nicht möglich. Aber wer mag schon sein Bike tragen?!

Vor dem Einsatz in Südfrankreich mußte das Bike bereits sein Können auf heimischen Trails beweisen. Die erste positive Überraschung war das gute Handling beim Jumpen. Der Fahrer eines Fluid ist sicherlich nicht in der Kategorie Dirtjumper einzuordnen, es geht ihm viel mehr um die gute Kontrolle bei Sprüngen auf Trails. Das Fluid läßt sich hervorragend in der Luft manovrieren und in die Landung dirigieren. Das Fluid liebt Singletrails, sei es bergauf oder bergab. Wer hohe Kanten oder mächtige Gaps springen möchte, sollte sich aber nicht für ein Fluid entscheiden. Der Luftdämper und der Federweg lassen Bigairs nicht zu. Norco gibt an, daß 90% aller Trails mit dem Fluid machbar oder fahrbar sind. Wir können dies nach dem Test bestätigen. Bigairs und phatte Dirts zählen definitiv zu den anderen 10%.

Der stolze Besitzer eines Fluid kann sich an einem hervorragend funktionierenden Freerider erfreuen, der recht hart im Nehmen ist. Der harte Test in Südfrankreich untermauert nochmal dieses Fazit. Das gut durchdachte Konzept des Norco zeigt sich auch in der Wahl der verwendeten Anbauteile. Die Hayes HFX-9 Bremse konnte auch bei Dauerbelastung überzeugen. Ein knackiger dauerhafter Druckpunkt sprechen für diese perfekt funktionierende Bremse. Die Manitou Nixon, ebenfalls in einer strahlend blauen Lackierung, paßt sich hervorragend in das Gesamtgefüge des Fluid ein.

Auch hier erwiesen sich die 145 mm Federweg meist als ausreichend, auch wenn das eine oder andere mal die Gabel bis zum Anschlag eintauchte. Die Verstellmöglichkeiten der Nixon sind immens, nur eine Lockout-Funktion fehlt. So läßt sich der Federweg unkompliziert per Drehschalter von 115 bis 145 mm einstellen. Genauso hervorragend ist der für den Hinterbau verantwortliche Luftdämpfer mit Propedal-Hebel. Dieser bewirkt bei Wunsch eine Versteifung des Hinterbaus beim Uphill, und ein sanfteres Ansprechen beim Downhill. Auch bei den Felgen wurde nicht gespart. Nicht weniger als die CrossLand von Mavic finden an dem Fluid Verwendung.

Einziges Makel sind unserer Meinung nach die Hutchinson Scorpion Reifen. Diese rollen zwar relativ gut und lassen das Fluid beim Uphill gut klettern, enttäuschen aber durch fehlenden Grip. Besonders auf nassen Wurzeln und Steinen können diese Reifen dem guten Fahrwerk des Fluid nicht gerecht werden. Ansonsten ist Sicherheit ist für die Kanadier ein wichtiger Faktor. So spendierten die Kanadier den Mavic CrossLand, die in Verbindung mit dem Hutchinson Scorpion tubeless, also schlauchlos gefahren werden können, dennoch zusätzlich einen Schlauch. Sicher ist sicher!

Auch bei der Wahl der Schaltung gehen die Kanadier ihren eigenen Weg. Als Schalthebel dienen an dem Norco Fluid die Sram X-9 Trigger. Diese sind einzig mit dem Daumen zu bedienen und konnten absolut überzeugen. Das für die hintere Schaltung verantwortliche Sram X-9 Schaltwerk erfreut durch präzise Gangwechsel. Der Gang sitzt, egal bei welchem Wetter. Doch ganz haben sich die Kanadier nicht dem japanischen Großkonzern entzogen. Zumindest der Umwerfer ist noch von Shimano. Einige der Anbauteile stammen von Truvativ, wie zum Beispiel die Kurbeln, der Vorbau und der Lenker. Ebenfalls eine gute Wahl der Kanadier. Dies zeichnet sich auch bei der Verwendung von schraubbaren Lenkergriffen aus.

Das Team der FRAKTUR war von dem Fluid so angetan, daß wir es diesem letzten und extrem harten Test unterwarfen. Eine Abfahrt, die selbst einem schweren Downhillboliden einiges abverlangt. Ein extrem technischer, mit losem Geröll und dicken Steinen durchsetzter Trail. Im unteren Verlauf wird diese Abfahrt zunehmend schneller und verlangt ein ausgewogenes Fahrwerk. Eine Abfahrt, die das Fluid an den Rand des Machbaren brachte. Der relativ steile Lenkwinkel von 69 Grad forderte seinen Tribut. Die losen dicken Brocken dieses Downhills brachten Unruhe und Nervosität in das bis dahin absolut überzeugende Fahrwerk des Fluid. Aber auch diese Abfahrt zählt mit Sicherheit zu den übrigen 10%. Nicht nur eine Höchstanforderung an den Biker und das Fahrwerk. Auch die Lackierung mußte zeigen, welche Nehmerqualität in ihr steckt. Die wild umherfliegenden Steine ließen nicht nur einmal ein lautes „Plöng“ erklingen, wenn diese auf den Rahmen aufschlugen. Die Lackierung sieht nicht nur gut aus, sie ist es auch.

Fazit:
So macht Freeride Spaß! Gut und leichtfüßig bergauf, schnell und sicher bergab. Extrem wendig und handlich läßt sich das Norco flink über die Trails bewegen. Die gute Verarbeitung und die gut gewählten Komponenten gibt es natürlich nicht zum Nulltarif. Das Norco Fluid scheint uns besonders für die Biker interessant, die ihr Leben nicht im Sessellift fristen oder ihre Körner für die Suche nach einem Shuttleservice verbrauchen wollen, „nur“ um den Abfahrtsspaß zu genießen. Für das Team der FRAKTUR die perfekte Umsetzung eines Freeriders ohne spezielle Vorlieben.

Farbe: Candy Blue
Preis: 2990,00 Euro
Gewicht: etwa 15,8 kg
Größen: S, M, L

Vertrieb: Fritz Wittich GmbH, Hallenstrasse 10-14, 33609 Bielefeld

Mehr Infos unter www.norco-bikes.de

AXO Basic Protectoren Weste im Test

Es ist nicht von der Hand zu weisen. Der Frühling ist da. Gerne erinnert man sich an die letzte Saison zurück. Vor dem geistigen Auge spiegeln sich rasante Abfahrten und unendlich schöne Trails wieder. Aber wer erinnert sich nicht auch an die Stürze. Stürze, die oft nicht zu verhindern sind. Stürze gehören zum Mountainbiken wie das Salz in die Suppe. Umso wichtiger ist daher ein guter Schutz vor Verletzungen. Der Helm gehört zum Glück mittlerweile zur Standardausrüstung, genauso wie Handschuhe. Aber dennoch reichen diese Schützer manchmal nicht aus. Besonders übel sind Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule.

Jeder Biker sollte, den Gegebenheiten und dem Risiko entsprechend, die für ihn sinnvolle Schutzkleidung tragen. Downhiller haben es da relativ einfach. Eine Protektorenjacke ist ein unverzichtbares Muss! Aber wie verhält es sich zum Beispiel auf einer Freeridetour? Nicht jeder Biker hat die Muße, ein komplettes Downhillprotektorenset mit sich rumzuschleppen, die spätestens beim Bergauffahren, nicht nur bei sommerlichen Temperaturen, zur Qual werden. Es muss ein Schutz her, der wenig wiegt und dennoch weitreichend Schutz bietet. Er sollte gut und bequem zu tragen sein, auch unter normalen Shirts jenseits der Größe XXL. AXO hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet in seinem Sortiment eine Protektorenweste an. Genau rechtzeitig zum Beginn des Frühlings und den Start in die neue Saison 🙂

Die Protektorenweste AXO Basic Protector Weste dürfte besonders für Freerider in Frage kommen, oder alle, die einfach ihren Rücken und ihren Brustkorb schützen wollen. Die Hartschalen an Rücken und Brustkorb schützen vor stumpfen und spitzen Aufschlägen. Die ineinander geschachtelten Kunststofflamellen des Rückenprotektors passen sich perfekt der Krümmung des Rückens an, egal ob man sich aufrecht stehend im Wiegetritt den Berg raufquält, oder aber geduckt wie eine Raubkatze eine Abfahrt runtershreddert. Fixiert wird die Weste durch einen Nierengurt. Die Weste könnte unseres Erachtens etwas enger und straffer am Körper anliegen. Somit könnte noch besser ein Verrutschen der Protektoren, bei leicht seitlichen Aufschägen, verhindert werden.

Das direkt auf dem Körper liegende Innenteil des Rückenschutzes kann durch Klettverschluss vom Rückenprotektor entfernt werden, und lässt sich somit hervorragend reinigen. Zimperlich, wie wir nicht sind, haben wir die komplette Weste, und nicht nur das Innenteil, einer Waschmaschinenattacke unterworfen. Auch wenn man dies im Normalfall nicht tun sollte, überstand die Weste unseren Waschmaschinentest ohne Probleme. Sollten sich die Nieten der Kunststoffkappen des Rückenprotektors lösen, liefert AXO, im Gegensatz zu anderen Herstellern von Protektorenjacken, Ersatznieten mit.

Primär wird durch die Weste die Brustwirbelsäule, die Lendenwirbelsäule und der Brustkorb geschützt. Die meisten Stürze sollten so mit der AXO Basic Protector Weste glimpflich verlaufen. Zu einem Preis von unter 110 Euro bekommt man einen guten Kompromiss aus Tragekomfort und Sicherheit. Für radikale Abfahrten und Hardcoreeinsätze empfehlen wir allerdings eine radikalere Jacke mit Ellbogen- und Schulterprotektoren.

Fazit:

Die Weste lässt sich sehr unauffällig tragen und schränkt den Fahrer in keinster Weise ein. Durch die Verwendung von Lycra als Trägermaterial passt sich die Weste allen nur erdenklichen Körperstellungen an. Empfehlenswert vor allem für leichte Downhillabfahrten und Freeridetouren.

Preis: 109,90 Euro
Größen : S, M, L, XL

Mehr Infos unter: www.axosport.de

Kaufberatung MTB Helme

Schon die alten Römer waren sich der positiven Eigenschaft bewußt, die das Tragen eines Helmes mit sich brachte. Den einst gefürchteten Gegner, den gemeinen Gallier, müssen die Römer heutzutage nicht mehr fürchten. Aber in weiser Voraussicht, welche Gefahren in der Zukunft auf die Menschen lauern werden, trugen die damals geprägten Menschen ihr Wissen von Generation zu Generation weiter. Die Helme wurden verfeinert, und so kommen wir heute beim Biken in den Genuss eines guten Kopfschutzes. Worauf sollte der Mountainbiker beim Kauf eines Nußschälchens, der liebevollen Bezeichnung für einen Crosscountryhelm, allerdings achten? Die Fraktur führt euch durch den Helmdschungel.

Selbstverständlich sollte beim Kauf eines Helms sein, daß dieser Helm gewisse Normen erfüllt, die dementsprechend ausgewiesen sind. Allen voran ist natürlich die Norm CE EN 1078 zu nennen, der DIN von Helmen für Radfahrer und Benutzer von Skateboards und Rollschuhen, welche sich unter anderem mit der Konstruktion des Helmes, dem Kinnriemen und der stoßdämpfenden Eigenschaft befaßt. Ein Helm, der nicht diese Mindestanforderung erfüllt, darf zwar getrost als Blumentopf verwendet werden, nur auf dem Kopf hat solch ein Helm nichts verloren! Also Finger weg von Helmen ohne Prüfzeichen! Dieses Prüfzeichen und ein korrekter Sitz des Helmes sind schon das A und O für den Kauf eines Helmes!

Ein guter Helm nützt natürlich nichts, wenn er im Falle eines Sturzes verrutscht. Prinzipiell ist nichts gegen preiswerte Helme einzuwenden, sofern diese das CE Prüfzeichen vorweisen und perfekt auf dem Haupt sitzen. Doch was heißt perfekter Sitz? Damit ist sicherlich nicht die oft zu beobachtende Trageweise des Helms am Lenker zu verstehen. Ein Mitführen des Helms jenseits des Kopfes ist sicherlich nett, aber wenig sinnvoll. Der Helm sollte schon auf dem Kopf Platz finden, auch wenn man sich dabei die Frisur ruiniert. Auch die weit in den Nacken gezogene Trageweise des Helms mit der daraus resultierenden freien Stirn, oft bei Kids zu beobachten, ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders. Es ist zwar lobenswert, daß die Eltern dieser Kinder darauf achten, daß die Schützlinge einen Helm auf dem Schädel haben, aber so nützt der Helm nicht wirklich viel! Ferner sollte die Längenverstellung des Kinnriemens einfach an den jeweiligen Kopf anzupassen sein, und es sollte darauf geachtet werden, daß die Kinnriemen weder die Ohren abschneiden, abquetschen, verdecken, noch andere Dinge mit den Ohren machen, die uns nicht gefallen. Sollte dies alles gegeben sein, ist man helmtechnisch schon auf der sicheren Seite.

Dennoch sind einige Feinheiten nicht zu unterschätzen. Frei nach dem Motto „alles kann, nichts muß“ sollte man diese Punkte abwägen. Ein Schlagwort der Industrie ist In-Molding. In-Molding bezeichnet das Verfahren, bei dem die Schale und der Hartschaum miteinander verpresst werden. Im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ Helmen, wo der Hartschaum mit der Helmschale nur punktweise verklebt wird, ist das Resultat des In-Molding Verfahrens eine vollständige(!) Verbindung und bietet daher eine superstabile Helmkonstruktion bei einem geringen Gewicht. Ein wichtiges Kriterium, welches ein Mehrgewinnn an Sicherheit gegenüber den Billighelmen bietet. Eine Sekundenschnelle und vor allem unkomplizierte Anpassung an die Kopfgröße ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Wie komfortabel dies geschieht, ist von den Firmen und deren jeweiligen Philosophie abhängig. Uvex zum Beispiel nennt sein System IAS, „individual adapting system“, bei Alpina kommt das „Run System“ zum Einsatz, ein leicht und schnell zu bedienendes System.

Die Kühlung des Kopfes ist gerade im Sommer ein wichtiger Aspekt. Großvolumige Belüftungslöcher sorgen für frischen Wind und ausreichend Kühlung. Wer im Sommer durch Mückenschwärme gleitet, wird die Insektengitter in den Belüftungslöchern zu schätzen lernen. Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit der Entfernung der Pads zum Reinigen. Dies erreichen die Hersteller durch Klettsysteme. Relativ wichtig sind auch unkomplizierte Verschlüsse. Wer erst stundenlang an seinem Helm rumhantieren muß, bis dieser auf dem Kopf fixiert ist, dem kann schon mal die Lust auf das Tragen eines Helmes vergehen. Dies trifft besonders auf Kids zu. Firmen wie zum Beispiel Specialized setzen, ähnlich wie beim Sicherheitsgurt im Auto, auf einen Schnappverschluß. Alpina setzt dagegen auf ein Ratschensystem mit dem schönen Namen „CHIN STRAP RATCHET“. Beide Verschlußsysteme funktionieren einwandfrei und können uneingeschränkt empfohlen werden.

Das Gewicht des Helms spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Lange Touren werden zur Tortour, wenn der Nacken anfängt zu schmerzen. Ein Helm sollte deshalb im Idealfall ein Gewicht von 300 Gramm nicht überschreiten. Dies gilt natürlich nur für die sogenannten Nußschälchen. Fullfacehelme oder Helme mit Kinnschutz wiegen produktionstechnisch mehr. Wenn einem die Sonne den Blick raubt, und man geblendet einen 300 Meter Absatz runterfällt, wird einem wahrscheinlich noch nicht einmal das Tragen eines MTB Helms vor Kopfschmerzen bewahren können. Hier könnte ein Helmschild Abhilfe schaffen. Am Besten eignet sich ein Helmschild, der per Klick angebracht werden kann. Im Falle eines Falles läßt sich dieser bequem gegen einen neuen austauschen. In Punkto passive Sicherheit wären reflektierende Aufkleber ein nicht zu unterschätzender Punkt. Nachträglich aufgebrachte reflektierende Aufkleber wären eine Alternative zu den Werksaufklebern. Es ist aber in diesem Fall Vorsicht geboten! Viele Helme vertragen nicht die Lösungsmittel von Aufklebern! Last but not least: Hersteller, die etwas auf sich halten, bieten eine oder sogar mehrere Produktlinien speziell für Kids an.

AXO G-Force Helmtest

Die stark im Mountainbikebereich tätige Firma AXO gibt auch im Jahr 2005 wieder mächtig Gas. Rechtzeitig zur Saison präsentiert sich AXO nicht nur als Hauptsponsor des AXO-Dual Cup 2005, sondern hat für all diejenigen, die ihr Leben und ihre Gesundheit auf dem Bike riskieren, einen Fullfacehelm zu einem unglaublichen Preis im Sortiment. Grund genug für das Team der FRAKTUR, sich den Kopfschützer mal genauer anzuschauen.

Fernab des allgemeinen Trends der Fiberglashelme handelt es sich bei dem AXO G-Force um einen Helm aus Thermoplast. Der G-Force hat im Gegensatz zu Fiberglashelmen den Nachteil, daß der Helm weder beklebt noch lackiert werden darf. Lösungsmittel sind für das bei dem AXO verwendete Thermoplast Gift. Allerdings würden wir das Design ohnehin als recht gelungen bewerten. Somit wäre eine Neulackierung auch nicht wirklich zwingend nötig. Optisch abgerundet wird der G-Force durch ein Chrome-Helmschild. Für den Fall der Fälle bietet sich hier immer noch Platz für Sponsoraufkleber. Ein Kompromiß, den man guten Gewissens eingehen kann.

Nicht nur optisch, sondern auch funktionell gefällt der G-Force. Der Helm sitzt hervorragend. Selbst nach einigen Stunden tragen auf dem Haupte zwickt und beißt der etwa 1100 Gramm schwere Helm nicht. Die Polsterung empfinden wir als sehr angenehm und die Ohren erfreuen sich über den ihnen zugedachten Freiraum. Das Gewicht des AXO Helms würden wir als akzeptabel bewerten, bewegt es sich gerade noch im Rahmen der für Downhiller angebotenen Helme der Konkurrenz. Sehr gut ist die Verwendung von Insektenschutzgittern bei den gut funktionierenden Belüftungslöchern, um lästiges Viehzeugs fernzuhalten.

Nicht nur der Blick auf den Helm, sondern auch der Blick aus dem Helm überzeugt. Das Gesichtsfeld ist sehr gut ausgeschnitten und läßt somit auch genug Platz für das Tragen einer Motocrossbrille. Nur die akustische Wahrnehmung ist durch das Fehlen von Hörschlitzen leider etwas gedämpft. Wer vorher einen Helm mit Schnappverschluß hatte, muß sich bei dem Doppel D-Verschluß etwas umgewöhnen. Die wenigen Handgriffe sitzen aber nach einer kurzen Zeit wie aus dem „effeff“. Nachteil des G-Force ist, daß sich das Polster zur Reinigung leider nicht entfernen läßt.

Vor dem Kauf des AXO sollte man sich Gedanken über seine Schädelgröße machen. Anders als bei so manch Konkurrenzprodukt wird der Helm nicht in einer Standardgröße, sondern in vier verschiedenen Größen angeboten. Laut AXO erfüllt der G-Force die Europäische Norm 89/686/EEC und DIN EN1078, der DIN von Helmen für Radfahrer und Benutzer von Skateboards und Rollschuhen, welche sich unter anderem mit der Konstruktion des Helmes, dem Kinnriemen und der stoßdämpfenden Eigenschaft befaßt. Somit steht auch dem sicherheitsspezifischen Aspekt nichts mehr im Wege.

Preis: 109,90 Euro
Größen : S, M, L, XL

Mehr Infos unter: www.axosport.de

Fahrradflickzeug – Mehr als nur Flickwerk? Test

Jede noch so schöne Tour oder Abfahrt wird dem Biker vermiest durch den Verlust des Luftdrucks der Reifen. Nicht selten bedeutet es das Aus für diese Unternehmung. Nicht jeder Biker möchte direkt zu einem Ersatzschlauch greifen, sei es aus ökonomischen oder aus ökologischen Gründen. Der Handel überschüttet den Hilfesuchenden mit Produkten aller Art zum Flicken des in Mitleidenschaft gezogenen Schlauchs. Wir haben einige dieser Vertreter unter die Lupe genommen, um zu testen, ob es sich bei der Reparatur letztendlich nur um ein Provisorium handelt oder um eine dauerhafte Lösung.

Dabei haben wir auf die verschiedensten Vertreter von Flickzeug zurückgegriffen. Darunter befinden sich nicht nur die herkömmlichen Flickenpflaster, sondern auch selbstklebende Flicken und ein Reifenpannenspray. Um die Alltagstauglichkeit zu überprüfen, haben wir diesen Versuch nicht in einem sterilen Labor, sondern direkt bei Tour und Training durchgeführt. Also immer dann, wenn nicht uns, sondern dem Reifen wirklich die Luft ausging.

Im Test:

Selbstklebende Flicken:

  • Prophete 5101

Pannenspray:

  • Prophete 5210

Flickmatten:

  • Prophete 5106

Fahrradflickzeug Kombiboxen/Reparaturboxen:

  • Prophete 5043
  • Victoria Flickzeug
  • Victoria Flickzeug super + air
  • TIP TOP TT 05 / TIP TOP TT 05 Profi
  • TIP TOP TT 06

Selbstklebende Flicken:

Prophete 5101

Wenn es besonders schnell gehen soll, bietet der Handel unter dem Begriff „selbstklebende Flicken“, wie der Name schon besagt, selbstklebende Flicken an. Der Einsatz dieser Flicken soll dabei besonders einfach von statten gehen. Das Aufbringen geschieht völlig ohne Einsatz externer Vulkanisierlösung, die sonst ein wesentlicher Bestandteil zur Flickenmontage ist. Einfach das Loch im Schlauch lokalisieren, den selbstklebenden Flicken aufkleben und gut ist. Keine Wartezeiten, kein Geschmiere mit der Vulkanisierlösung. Prophete bietet unter der Artikelnummer 5101 solch einen Wunderflicken an. Dieser Flicken ist 5-schichtig aufgebaut und verspricht somit ein langes Flickenleben. Selbst ein Aufrauhen soll laut Anleitung nicht nötig sein. Leider bestätigte sich dies im Test nicht. Ohne ein Aufrauhen des Schlauches konnten wir keine befriedigende Verbindung des Flickens mit dem Schlauch feststellen. Nach einem Aufrauhen des Schlauches saß der Flicken aber erstaunlich fest. Im Laufe der Zeit, das bezieht sich hier auf mehrere Tage, unterwandert aber die zurückgehaltene Luft den Flicken nach und nach, bis dieser die Luft wieder freigibt. Letztendlich kann man festhalten, das die selbstklebenden Reifenflicken als Notreparatur bestens geeignet sind, wenn man den Schlauch vor der Flickenmontage ein bißchen aufrauht. Allerdings sollte der Schlauch nach dem Einsatz gewechselt, oder der Flicken entfernt werden und durch einen „normalen“ Flicken ausgetauscht werden.

Fazit: Für die schnelle und unkomplizierte Notreparatur für Unterwegs, jedoch keine dauerhafte Lösung

Inhalt: 4 Flicken
Preis: 3,49 Euro
Mehr Infos unter www.prophete.de

Pannenspray

Prophete 5210

Noch einfacher als der Einsatz von selbstklebenden Flicken versprechen Pannensprays. Hierzu muß noch nicht einmal das Laufrad ausgebaut werden oder der Mantel von der Felge gezogen werden, vorausgesetzt, die Pannenursache steckt nicht noch im Schlauch oder Mantel. Prophete bietet in seinem Sortiment ein Pannenspray dieser Art an. Hierbei muß man nur das Ventil der Dose auf das Schlauchventil setzen, egal ob es sich um ein Auto- oder französisches Ventil handelt. Die anschließend frei werdende „Flickmasse“ strömt in den Schlauch und muß nur durch das Drehen des Rades im Schlauch verteilt werden. Dabei entfällt sogar ein späteres Aufpumpen. Soweit die Theorie. Klappt auch ganz gut, wenn ein kleines Loch im Schlauch ist. Bei einem phatten Snakebite ist das Projekt zum Scheitern verurteilt, und die entstehende Sauerei bedeutet mehr Frust als alles andere. Auf jeden Fall klebt das Zeug wie Teufel. Auch dort, wo es nicht kleben soll.

Fazit: Für uns stellt Pannenspray keine Alternative dar

Inhalt: 50ml
Preis: 4,95 Euro
Mehr Infos unter www.prophete.de

Flickmatten

Prophete 5106

Eine preiswerte Möglichkeit bieten Flickmatten zum selber Schneiden. Der Vorteil liegt darin, daß neben des günstigen Preises, eine individuelle Größe der Flicken möglich ist. Nachteil ist, daß man natürlich unterwegs nicht immer eine Schere oder Messer mit sich führt, um die Flicken zu schneiden. Dementsprechend muß man Schneidzeug mit sich führen, die Flicken vor der Tour schneiden oder die Flicken für die Reparatur zu Hause verwenden. Ein weiterer Nachteil dieser Flicken besteht darin, daß die Flicken zum Rand hin nicht flacher werden. Dadurch bildet sich eine Angriffsstelle für Reibung. Auch dem Ausdehnungsdrang des Schlauches können die selfmade Flicken aufgrund ihres Aufbaus nicht ganz folgen. Die Verbindung des Flickens zum Schlauch konnte uns aber überzeugen. Nur das Lösen des Flickens von der Trägerfolie zauberte uns manchmal die Zornesfalte auf die Stirn. Das Set 5106 von Prophete beinhaltet neben den Flickmatten auch Vulkanisierlösung.

Fazit: Gute und preiswerte Alternative

Inhalt: 2 Flickgummis 80x65mm, Vulkanisierlösung 10g
Preis: 1,49 Euro
Mehr Infos unter www.prophete.de

Fahrradflickzeug Kombiboxen / Reparaturboxen

Prophete 5043

Prophete bietet unter der Artikelnummer 5043 eine Box mit Fahrradflickzeug an. Diese beinhaltet neben der Vulkanisierlösung und verschiedenen Flicken auch zwei Reifenheber aus Kunststoff. Die Qualität der Flicken als auch der Reifenheber sind sehr gut. Die aus Kunststoff bestehenden Reifenheber helfen Kratzer in der Felge zu vermeiden. Die Flicken verflachen zum Flickenrand und gehen eine hartnäckige Verbindung mit dem Schlauch ein. Das Dehnungsverhalten der Flicken konnte uns ebenfalls überzeugen. Da die Flicken in schwarz gehalten sind, sieht ein Schlauch auch nach mehreren Reparaturen nicht nach einem Flickwerk aus.

Fazit: Diese Box gefiel uns sehr gut und kann ohne Einschränkung empfohlen werden.

Inhalt: 4 Flicken in 3 Größen, Vulkanisierlösung 5g, 2 Reifenheber, u.a.
Preis: 2,79 Euro
Mehr Infos unter www.prophete.de

Victoria Flickzeug

Die Albert Kienzle GmbH & Co. KG bietet unter dem schlichten Namen „Victoria Flickzeug“ eine Box mit Flicken und Vulkanisierlösung an. Die Flicken überzeugen. Eine sehr gute Verbindung mit dem Schlauch und die Verflachung zum Flickenrand bedeuten ein langes Flickenleben. Die Flicken sind in schwarz gehalten und lassen den Schlauch auch nach der Reparatur nicht als Flickwerk erscheinen. Die Flicken lassen sich sehr gut vom Trägermaterial lösen und verhindern somit unnötige Knibbelarbeit. Auch bei den Victoria Flicken kann uns das Dehnungsverhalten überzeugen.

Fazit: Das Flickzeug von Victoria weiß zu überzeugen

Inhalt: 6 Flicken in 3 Größen, Vulkanisierlösung 5g , u.a.
Mehr Infos bei A. Kienzle GmbH & Co. KG, Industriestraße 2, 74321 Bietigheim-Bissingen

Victoria Flickzeug super + air

Passend zum kleinen Bruder „Victoria Flickzeug“ bietet die Albert Kienzle GmbH & C. KG die Reparaturbox „Victoria Flickzeug super + air“ an. Bei der großen Box handelt es sich um ein komplettes Reparaturkit für die Tour. Komplett heißt in diesem Fall wirklich komplett. Angefangen von den Flicken und der Vulkanisierlösung bis hin zu den beiden Füllpatronen. Auch hier überzeugen die Flicken und die Verbindung, welche die Flicken mit dem Schlauch eingehen. Kein Wunder, denn es handelt sich um die gleichen Flicken wie beim kleinen Bruder, allerdings in etwas anderen Maßen und Mengen. Lediglich die im großen Set beigelegten Reifenheber kosten Minuspunkte. Diese sind zwar superstabil, aber leider vermackt man sich mit den Hebern aus Metall schnell die Felge.

Fazit: Komplett, kompakt, gut

Inhalt: 7 Flicken in 3 Größen,Vulkanisierlösung 5g, 2 Füllpatronen nebst Zubehör, Ventilaufsätze, 2 Reifenheber aus Metall, u.a.
Mehr Infos bei A. Kienzle GmbH & Co. KG, Industriestraße 2, 74321 Bietigheim-Bissingen

TIP TOP TT 05 / TT 05 Profi

Die Palette der vom Unternehmensbereich TIP TOP angebotenen Produkte der STAHLGRUBER Otto Gruber GmbH & Co KG ist so umfangreich, daß wir Jahre bräuchten, die komplette Palette der Reparaturmittel sowie des Zubehörs vorzustellen. Wir beschränken uns somit auf eine kleine Auswahl von TIP TOP Produkten. Das Schlauch-Reparatur-Set TT 05 beinhaltet neben den gebräuchlichsten Flickengrößen zwei Reifenheber aus Kunststoff. In der praktischen Plastikdose findet man somit das Notwendigste für die Reparatur eines Schlauches. Nur für Luft muß man bei diesem Set selber sorgen, oder man greift auf die größere Ausführung TT 05 Profi zurück, welche zusätzlich eine Füllpatrone enthält. Die Flicken sind, wie schon zu Großvaters Zeiten gewohnt, möchte man sagen, erstklassig. Die Flicken mit dem flachen und gezahnten Flickenrand gehen eine hartnäckige Verbindung mit dem Schlauch ein, bei einem sehr guten Dehnungsverhalten. Die Reifenheber aus Kunststoff schonen Schlauch und Felge. Lobenswert ist die Beigabe eines Mantelflickens für den Fall aller Fälle.

Fazit: Die Flicken von TIP TOP stellen für uns nach wie vor die Referenz unter den Flicken dar.

Inhalt: 4 Flicken in 3 Größen, 1 Mantelflicken, Vulkanisierlösung 5g , 2 Reifenheber aus Kunststoff, u.a. , 1 Füllpatrone nebst Zubehör (nur TT05 Profi)
Preis: 3,99 Euro (TT 05), 9,99 Euro (TT 05 Profi)
Mehr Infos unter www.rema-tiptop.de

TIP TOP TT 06

Die große Reparaturbox TT 06 weiß zu überzeugen. Zu den für eine Reparatur eines Schlauches notwendigen Flicken, Reifenhebern aus Kunststoff und der Vulkanisierlösung findet man noch einen Mantelflicken. Somit kann man der nächsten Tour ohne Angst entgegentreten. Die Luft geht einem dabei auch nicht aus, weil zum Lieferumfang noch zwei Füllpatronen gehören. Das ganze ist in einer praktischen Reparaturbox verstaut. Die Qualität der Flicken ist wie bereits erwähnt erstklassig und läßt in Puncto Verbindung zum Schlauch und Dehnverhalten keine Wünsche offen.

Fazit: Die Referenz der Fraktur praktisch verpackt

Inhalt: 6 Flicken in 3 Größen, 1 Mantelflicken, Vulkanisierlösung 5g, 2 Füllpatronen nebst Zubehör, Ventilaufsätze, 2 Reifenheber aus Kunststoff, u.a.
Preis: 15,99 Euro
Mehr Infos unter www.rema-tiptop.de

Fazit des Tests:

Das wichtigste bei einer Reparatur ist eine gute und saubere Vorbereitung. Jeder noch so gute Flicken hat keine Chance mit dem Schlauch eine dauerhafte Verbindung einzugehen, wenn die Vorbereitung schlecht ist. Ein sauber aufgebrachter Flicken kann bis zum Lebensende des Schlauches halten. Auf jeden Fall lohnt sich ein Preisvergleich. Die Firma Prophete zum Beispiel vertreibt neben ihrem eigenen Flickzeug auch Reparaturmaterial von Tip-Top und Victoria.