Busch & Müller BRIXXI und Trelock Lighthammer Rear: Fahrrad-Rücklichter mit Sensor-Bremslicht im Vergleich

In der dunklen Jahreszeit steigt für Radfahrer das Risiko im Straßenverkehr deutlich an. Neben einer starken Frontausleuchtung ist vor allem auch eine sehr gute Sichtbarkeit für den nachfolgenden Verkehr extrem wichtig. Moderne Akku-Rücklichter beschränken sich daher längst nicht mehr nur auf die reine StVZO-Dauerbeleuchtung. Integrierte Beschleunigungssensoren erkennen Bremsmanöver vollautomatisch – ganz ohne Kabelverbindung zum Bremshebel. Wir haben mit Busch & Müller BRIXXI und Trelock Lighthammer Rear zwei moderne Fahrrad-Rücklichter mit Sensor-Bremslicht verglichen.

Zwei der spannendsten aktuellen Vertreter im Bereich Fahrrad-Rücklichter mit Sensor-Bremslicht sind das Trelock Lighthammer Rear (bekannt aus dem Lighthammer 100 USB Set) und die Busch & Müller BRIXXI. Beide richten sich mit ihren werkzeuglosen Halterungen nicht nur an Pendler, sondern auch an Mountainbiker und Gravelbiker, die eine flexible Montage an der Sattelstütze voraussetzen. Beim Thema Sicherheit setzen die Hersteller auf ein zwei-stufiges Sicherheitssystem mit Bremslicht und Notbremslicht. Beide Modelle verfügen zudem über einen integrierten Kapazitätsindikator.

Fahrrad-Rücklichter mit Sensor-Bremslicht im Vergleich
Bei modernen Fahrrad-Rücklichtern mit Sensor-Bremslicht erkennen integrierte Beschleunigungssensoren Bremsmanöver vollautomatisch – ganz ohne Kabelverbindung zum Bremshebel (Foto: Busch & Müller)

Fahrrad-Rücklichter: Unterschied zwischen Bremslicht und Notbremslicht

Das reguläre Bremslicht wird ausgelöst, wenn die integrierte Sensorik eine Tempoverzögerung während der Fahrt registriert. In diesem Fall leuchtet das Rücklicht automatisch deutlich heller auf, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu warnen. Bei einer abrupten Gefahrenbremsung erkennt die Elektronik die starke Verzögerung und schaltet in ein hochfrequentes Warnblinken um – das Notbremslicht. Dieser optische Impuls sorgt im dichten Stadtverkehr, bei Regen oder schlechten Sichtverhältnissen für eine Verkürzung der Reaktionszeit des nachfolgenden Verkehrs.

Während beide Hersteller bei der Sicherheit auf das gleiche sensorbasierte Prinzip vertrauen, zeigen sich bei der Bauform und den Halterungssystemen deutliche Unterschiede. Das Rücklicht Busch & Müller BRIXXI setzt auf eine stark gewölbte Lichtscheibe mit markanter Rillenstruktur an den Flanken. Diese Bauweise sorgt dafür, dass das Licht flächig gebrochen und weit zur Seite verteilt wird, was die Sichtbarkeit beim Abbiegen oder im Kreuzungsbereich deutlich erhöht (340° Abstrahlwinkel). Befestigt wird der Sockel des Rücklichts per Spannband, während der Drehknopfhalter ein einfaches Abnehmen des Gehäusekörpers ermöglicht.

Das Busch & Müller BRIXXI Fahrrad-Rücklicht bietet eine 340°-Ausleuchtung und die Fixierung an Sattelstützen per Spannband mit innovativem Drehknopfhalter (Fotos: Busch & Müller)

Das Trelock Lighthammer Rear präsentiert sich hingegen mit einem klar konturierten, hochkantigen Gehäuse. Die Optik ist auf eine präzise Führung der LED-Lichtquelle ausgelegt, was dem Brems- und Notbremssignal eine besonders scharfe, aufmerksamkeitsstarke Präsenz nach hinten verleiht – und das bis zu 300 Metern. Auch seitlich bleibt das Signal gut erkennbar. Bei der Montage setzt Trelock auf ein Gummiband mit Loch-Rasterung. Wie bei der BRIXXI Bremsleuchte wird auch hier kein Werkzeug benötigt.

Busch & Müller BRIXXI und Trelock Lighthammer Rear: Komfort vs. Leichtgewicht

Beide Kandidaten vertrauen auf fest verbaute Lithium-Ionen-Akkus, die bequem über die integrierte USB-C-Buchse geladen werden. Bei den Laufzeiten zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede. Während es sich bei dem Modell Busch & Müller BRIXXI mit bis zu 24 Stunden Leuchtdauer um ein echtes Ausdauerwunder für lange Tagestouren handelt, ist das Trelock Lighthammer Rear mit bis zu 7 Stunden Ausdauer primär auf den täglichen Pendel- und Feierabendbetrieb ausgelegt.

Das Trelock Lighthammer Rear besticht durch das hochkantige Design, die präzise Signalführung nach hinten und das verstellbare Lochraster-Gummiband (Fotos: Trelock)

Obwohl beide Rücklichter mit dem zwei-stufigen Brems- und Notbremslicht für hohe Sicherheit sorgen, zeigen sich im Alltag unterschiedliche Schwerpunkte. Das Busch & Müller BRIXXI Sensor-Bremslicht punktet mit einer hohen Alltagskomfort-Ausstattung. Die integrierte Einschaltautomatik (Dämmerungssensor) nimmt dem Fahrer das manuelle Schalten ab. Mit bis zu 24 Stunden Leuchtdauer liefert BRIXXI mehr als die dreifache Ausdauer des Trelock-Pendants und empfiehlt sich damit besonders für Vielfahrer und Mehrtagestouren.

Das Trelock Lighthammer Rear ist konzeptionell auf das Wesentliche reduziert. Das Modell verzichtet auf einen Lichtsensor und wird manuell bedient. Dafür besticht es durch ein extrem geringes Gewicht (ca. 30 g) und ein bombenfest sitzendes Lochraster-Gummiband, das auch auf holprigen Strecken verdrehsicher hält. Mit den angegebenen 7 Stunden Akkulaufzeit reicht das Rücklicht für den regulären Pendeleinsatz völlig aus. Besonders attraktiv ist das Lighthammer 100 USB Set mit 100-Lux-Frontscheinwerfer als Sorglos-Komplettpaket.

Fahrrad-Rücklichter mit Sensor-Bremslicht im Vergleich

Busch & Müller BRIXXI Trelock Lighthammer Rear
Produktart / Set-Einbindung Einzel-Rücklicht Einzel-Rücklicht / Lighthammer 100 USB Set
Unverbindliche Preisempfehlung (UVP) 49,90 € 19,99 € / 74,99 € (Set mit 100-Lux-Frontscheinwerfer)
Sichtbarkeit / Reichweite 340° Abstrahlwinkel (sehr breit) Bis zu 300 m Sichtweite
Max. Leuchtdauer Bis zu 24 Std. Bis zu 7 Std.
Einschaltautomatik (Helligkeitssensor) Ja (schaltet bei Dunkelheit automatisch ein) Nein (nur manuelles Ein-/Ausschalten)
Akkutyp & Ladeanschluss Li-Ion, USB-C Li-Ion, USB-C
Kapazitätsindikator Ja Ja
Befestigungssystem Spannband mit Drehknopfhalter Verstellbares Gummiband mit Lochraster
Sicherheits-Funktion 2-stufig (Brems- & Notbremslicht) 2-stufig (Brems- & Notbremslicht)
Gewicht (Rücklicht) ca. 50 g ca. 30 g

Links zu den Herstellern:

Busch & Müller

Trelock

Wie funktioniert das Sensor-basierte Bremslicht ohne Kabelverbindung?

In beiden Rücklichtern ist ein präziser Beschleunigungssensor integriert. Dieser erkennt die Tempoverzögerung beim Bremsen automatisch und lässt die Haupt-LED deutlich heller aufleuchten. Bei einer abrupten Gefahrenbremsung schaltet das System automatisch in ein hochfrequentes Warnblinken (Notbremslicht) um.

Passen die Halterungen der Rücklichter an jede beliebige Sattelstütze?

Ja. Sowohl das Spannband mit Drehknopfhalter der BRIXXI als auch das verstellbare Gummiband mit Lochraster von Trelock sind flexibel dehnbar. Sie lassen sich werkzeuglos an allen runden sowie aerodynamisch geformten Sattelstützen (z. B. bei Rennrädern oder Gravelbikes) befestigen.

Wie werden die integrierten Akkus der Fahrrad-Rückleuchten aufgeladen?

Beide Rücklichter verfügen über einen modernen USB-C-Ladeanschluss. Zum Aufladen nimmt man das Rücklicht einfach samt Halterungsband mit wenigen Handgriffen von der Sattelstütze ab und schließt es an ein Standard-USB-C-Ladekabel (z. B. vom Smartphone oder Netzteil) an.

Sind beide Sensor-Bremslichter nach StVZO für den Straßenverkehr in Deutschland zugelassen?

Ja, sowohl die Busch & Müller BRIXXI als auch das Trelock Lighthammer Rear verfügen über ein offizielles Prüfzeichen des Kraftfahrt-Bundesamtes (K-Nummer) und sind uneingeschränkt nach StVZO für alle Fahrräder im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Die sensorbasierten Brems- und Notbremslichtfunktionen entsprechen den rechtlichen Vorgaben für deutsche Fahrradbeleuchtung.

Preiswerte Regenbekleidung für Radfahrer: Fünf Preishits für unter 50 Euro

Die nasskalte Jahreszeit fordert auch von uns Radfahrern ihren Tribut. Um sich vor Regen, Nässe und Kälte zu schützen, müssen allerdings nicht unbedingt hunderte Euro für teure Regenbekleidung ausgegeben werden. Wir stellen dir fünf preiswerte Produkte vor, die Regenschutz für jeweils unter 50 Euro versprechen.

Wer im Herbst und Winter mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird ohne Gnade mit den Elementen konfrontiert. Nässe und Kälte kriechen durch jede Ritze und lassen jede Tour zu einer Tortur werden. Um dem zu entgehen greifen viele Biker zu teurer Profi-Bekleidung. Auf dem Markt finden sich aber auch Hersteller, die funktionalen Allwetter-Schutz für den Alltag zu vergleichsweise kleinen Preisen bieten. So lässt sich die eigene Garderobe auch ohne dreistelliges Budget für den Herbst und Winter punktuell aufrüsten.

Wo liegt der Unterschied zu teuren Premium-Produkten?

Wer sich in diversen Shops umschaut, fragt sich zu Recht, warum der Preis mancher Regenprodukte weit im dreistelligen Bereich liegt. Viele vermuten dahinter reine Markenaufschläge, doch hier sollte man genauer hinschauen. Bei etablierten High-End-Herstellern fließt ein großer Teil des Preises in jahrelange Entwicklungsarbeit, aufwendige Testverfahren und spezielle Fertigungstechniken. Für den höheren Preis erhält man vor allem aufwendige Detaillösungen.

Preiswerte Regenbekleidung für Radfahrer: Fünf Preishits für unter 50 Euro

Während günstige Jacken an den Nähten oft nur einfach verarbeitet sind, werden teure Textilien Naht für Naht mit speziellen Tapes druckwasserdicht thermisch versiegelt. Zudem spielt die Atmungsaktivität bei Höchstleistung eine entscheidende Rolle. High-End-Laminate lassen Schweiß auch unter starker körperlicher Belastung entweichen. Hinzu kommt eine Biker-spezifische Ergonomie mit vorgeformten Ärmeln, verlängerten Rückenpartien sowie abriebfesten Verstärkungen an den Schultern für den Rucksack.

Preiswerte Regenbekleidung für Radfahrer: Abwägen, was wirklich benötigt wird

Wer zu einer günstigeren Lösung greift, sollte daher genau hinschauen. Es gilt zu prüfen, ob die Wassersäule für die eigene Fahrtdauer ausreicht, ob die kritischen Nähte an Schultern und Brust ausreichend geschützt sind und ob die Bekleidung auch in der gebeugten Haltung auf dem Bike optimal sitzt. Die Wassersäule gibt an, wie viel Wasserdruck ein Stoff aushält, bevor Nässe durchdringt. Für kurze Fahrten im leichten Regen reichen 3.000 bis 5.000 mm meist aus – bei Dauerregen sollten Materialien ab 10.000 mm zum Einsatz kommen.

Fünf Preishits für unter 50 Euro

Kriterium Pro-X Elements
PACKable Jacke
Rainlegs
Beinschützer Original
Rockbros
Fahrrad Überschuhe Winter
Hock
Super Praktiko Poncho
Hock
Rain Pants-Basic
Kategorie Leicht-Regenjacke Oberschenkel-Regenschutz Fahrrad-Überschuhe Rad-Regenponcho Fahrrad-Regenhose
Zielgruppe / Passform Damen & Herren (getrennt) Unisex (nach Größe) Unisex (für Radschuhe) Unisex (Fahrradschnitt) Unisex (Fahrradschnitt)
Wassersäule 10.000 mm 10.000 mm Wasserdicht (beschichtet) 5.000 mm 5.000 mm
UVP (Hersteller) 49,95 € 34,95 € 28,99 € 49,90 € 44,95 €

Durchdachter Regenschutz muss kein Vermögen kosten

Wer gezielt nach seinen individuellen Bedürfnissen auswählt, muss für zuverlässigen Regenschutz nicht tief in die Tasche greifen. Die teuren Finessen der Profiliga sind zwar faszinierend, aber für tägliche Pendlerstrecken, Feierabendrunden im Schmuddelwetter oder als Notfall-Schutz in der Trikottasche nicht immer notwendig. Unsere fünf Preishits für Radfahrer halten mit mindestens 5.000 bis 10.000 mm Wassersäule dicht und bleiben dabei streng unter der magischen 50-Euro-Grenze.

Ein kleiner Tipp noch am Rande: Ein Preisvergleich im Web kann sich durchaus lohnen, da einige Shops die angegebenen Preise teils noch deutlich unterbieten.

Trocken ankommen ist keine Glückssache: Die besten Schutzbleche für dein Bike

Sobald der Herbst einzieht, ändern sich die Bedingungen auf den Straßen und Trails schlagartig. Nasskaltes Wetter, nasse Fahrbahnen und aufgeweichter Waldboden gehören ab sofort zur Tagesordnung. Wer jetzt weiter draußen unterwegs ist, dem fliegen zwangsläufig im wahrsten Sinne des Wortes Spritzwasser und Matsch um die Ohren. Hilfe versprechen Schutzbleche, die in unterschiedlichen Ausführungen und mit verschiedensten Montagemöglichkeiten angeboten werden. Wir werfen einen Blick auf aktuelle Modelle und zeigen dir, worauf du beim Kauf achten musst.

Schutzblech ist längst nicht mehr gleich Schutzblech. Während fest verschraubte Bleche für Pendler nach wie vor die erste Wahl sind, verlangen moderne Gravelbikes, Mountainbikes und minimalistische Urban-Bikes nach extrem flexiblen, leichten und werkzeuglosen Lösungen. Bei der Wahl des passenden Spritzschutzes entscheiden daher vor allem drei zentrale Faktoren: die am Rahmen vorhandenen Montageösen, die verfügbare Reifenfreiheit und der persönliche Einsatzzweck.

Trocken ankommen ist keine Glückssache: Die besten Schutzbleche für dein Bike

Schutzbleche für Fahrräder: Welches Modell passt an dein Bike?

Wer auf dem Mountainbike unterwegs ist, greift am besten zu ultraleichten Mudguards. Diese Mini-Fender lassen sich blitzschnell mit Kabelbindern oder Klettstreifen montieren und schützen in erster Linie das Gesicht und den Oberkörper vor direkt aufgewirbeltem Dreck. Einen guten Schutz für Rücken und Beine bei sportlichen Fahrrädern ohne feste Gewindeösen bieten flexible Quick-Release- bzw. Clip-On-Sets. Sie werden über gummierte Riemen oder Klettverbindungen fixiert und lassen sich bei Bedarf schnell anbringen und wieder abnehmen.

Ein besonders ausgeklügeltes System bietet SKS Germany mit der Konus-Befestigung im Schaftrohr der Gabel. Auch hier lässt sich der Front-Spritzschutz in Sekundenschnelle befestigen. Pendler und Vielfahrer kommen an fest montierten Blechen aus Aluminium oder robustem Kunststoff kaum vorbei, da sie die höchste Stabilität und Abdeckung bieten. Als zusätzlicher Geheimtipp für eiskalte Regentage erweist sich hierbei ein flexibler Spritzschutz-Lappen am unteren Ende des Vorderradblechs, der die Schutzwirkung deutlich erhöht.

Der deutsche Markt zeichnet sich durch eine besonders hohe Dichte an spezialisierten Marken aus, die für jeden Einsatzzweck durchdachte Detaillösungen entwickelt haben: vom minimalistischen Steck-Fender über flexible Klettsysteme bis hin zum Spritzschutz für Vielfahrer. Die Modelle unterscheiden sich jedoch spürbar in Handhabung, Befestigung und Gewicht. Die folgende Übersicht zeigt die spannendsten Schutzblech-Lösungen im direkten Detail-Vergleich – stützend auf den technischen Angaben der jeweiligen Hersteller.

Produkt-Vergleich: Lösungen deutscher Hersteller im Überblick

Hersteller & Modell Befestigungssystem Für Radgröße & Reifenbreite Gewicht (ca.) Einsatzbereich & Besonderheit
SKS Germany
Speedrocker
Klettbänder & gummierte Riemen (inkl. Aussparungen für Bremsleitungen) 27,5″ / 28″ (bis 42 mm Reifenbreite) 408 g Gravel & Rennrad: Speziell für Scheibenbremsen entwickelt, sehr stabil auf rauem Untergrund.
SKS Germany
Shockboard (XL) / X-Tra-Dry
Expandersystem für die Gabelkrone (Front) & Quick-Release an der Sattelstütze (Heck) 26″ – 29″ (bis ~2.5″ MTB-Reifen) ~250 g (Set) MTB & Trail: Der Klassiker mit der bekannten Konus-Befestigung im Schaftrohr; schnell de-/montierbar.
Rie:sel Design
Schlamm:PE
Kabelbinder oder wiederverwendbare Klett-Kabelbinder an Gabelbrücke & Tauchrohren 20″ – 29″ (nahezu alle Breiten) 33 g MTB & Gravel: Extrem leichtes, flexibles Kunststoff-Fender; schützt Gesicht und Gabeldichtungen.
Fahrer Berlin
Latz (Spritzschutz)
Edelstahl-Kabelbinder / Klett-Fixierung direkt am unteren Ende des Schutzblechs Universal (für alle gängigen Blechbreiten) ~70 g Pendler & E-Bike: Vergrößert die Schutzfläche nach unten; hält Schuhe, Hosenbeine und Tretlager trocken.
Hebie
Viper T
Festmontage an Rahmenösen / Gabelbohrung oder Clip-On-Halterung 28″ (für City/Trekking bis 45 mm) ~370 g Alltag & Touren: Verstärkter Kunststoff; formstabil und klapperfrei auf Asphalttouren.

Worauf du vor und während der Montage achten solltest

Entscheidend für die optimale Schutzwirkung ist das Zusammenspiel zwischen Reifen- und Schutzblechbreite. Als bewährte Faustregel gilt: Das Blech sollte stets etwa 10 bis 12 Millimeter breiter gewählt werden als der aufgezogene Reifen. Wer beispielsweise auf einem moderaten Gravel-Reifen mit 35 Millimetern Breite unterwegs ist, greift idealerweise zu einer Schutzblechbreite von mindestens 45 Millimetern, da das aufgewirbelte Spritzwasser andernfalls seitlich einfach vorbeifliegt.

Achte zudem auf die Durchlaufhöhe zwischen Reifen und Montageposition des Spritzschutzes, damit das Schutzblech später schleif- und klapperfrei zum Einsatz kommen kann. Schutzbleche für die Festmontage benötigen zwingend entsprechende Rahmen- oder Gabelösen – prüfe daher vor dem Kauf, ob dein Bike diese Voraussetzungen erfüllt. Bei Systemen mit Konus-Befestigung im Gabelschaft muss zudem der Innendurchmesser des Schaftrohrs passen (optional finden sich im Zubehörhandel passende Adapter-Sets für abweichende Durchmesser).

Mit dem richtigen Spritzschutz bist du für die kommenden Dauerregentagen bestens gerüstet

Wer sein Fahrrad vor den ersten Dauerregentagen passend ausrüstet, spart sich nicht nur das aufwendige Putzen nach jeder Fahrt, sondern schützt auch Lager, Kette und Bekleidung vor vorzeitigem Verschleiß. Damit der Spritzschutz nicht schleift oder unangenehm klappert, sollte zwischen Reifen und Rahmen bzw. Gabelbrücke nach der Montage immer ein Mindestabstand von etwa einem bis anderthalb Zentimetern frei bleiben. Das verhindert wirksam, dass sich im Herbst mitgedrehter Matsch oder feuchtes Laub festsetzen.

Herbst-Lichtduell: StVZO-Frontscheinwerfer und das Smart Light System im Check

Die Tage werden zusehends kürzer und die Feierabend-Runden führen unweigerlich immer öfter in die Dämmerung. Spätestens jetzt wird eine leistungsstarke Frontleuchte zum wichtigsten Zubehör am Fahrrad. Neben der reinen Leuchtkraft entscheiden aber auch Lichtfeld, Akkulaufzeit und smarte Dimm-Funktionen über eine sichere Ausleuchtung der Straße oder des Trails. Wir nehmen die modernsten Scheinwerferkonzepte unter die Lupe und beleuchten, welche handfesten Vorteile das erweiterte Smart Light System von Sigma im täglichen Praxiseinsatz bringt.

Herbst-Lichtduell: StVZO-Frontscheinwerfer und das Smart Light System im Daten-Check
Foto: Jan Kopřiva / Unsplash

Wer Datenblätter von Fahrradbeleuchtungen vergleicht, stößt rasch auf zwei zentrale physikalische Kennzahlen: Lumen und Lux. Während der Wert in Lumen die gesamte, von der LED in alle Richtungen abgestrahlte Lichtmenge angibt, benennt die Angabe in Lux die Beleuchtungsstärke an einem ganz spezifischen Punkt auf der Fahrbahn in zehn Metern Entfernung. Für einen StVZO-konformen Frontscheinwerfer auf öffentlichen Straßen ist die reine Lumen-Zahl also nur die halbe Wahrheit.

So kann ein Scheinwerfer mit beispielsweise nur 100 Lux, aber einer ausgeklügelten optischen Linse, die Fahrbahn wesentlich homogener und blendfreier ausleuchten als ein ungebündelter Lumen-Riese, der zwar die Baumkronen erhellt, den Nahbereich direkt vor dem Vorderrad aber im Dunkeln lässt. Hochwertige Frontscheinwerfer für das Fahrrad zeichnen sich daher durch eine breite Nahfeld-Ausleuchtung und eine klare Fernlichtbündelung aus.

Sigmas Smart Light System: Intelligente Lichtsteuerung am Lenker

Ein technisches Highlight bei den aktuellen Frontleuchten von Sigma ist die konsequente Einbindung smarter Sensorik und Vernetzung. Über einen integrierten Umgebungslichtsensor passt der Scheinwerfer seine Leuchtstärke vollautomatisch an die Lichtverhältnisse an. In der Praxis heißt das: wird beispielsweise aus einem dunklen Waldstück auf eine beleuchtete Ortsdurchfahrt abgebogen, regelt die Leuchte selbstständig runter, um wertvolle Akkukapazität zu sparen.

Über die Sigma Ride App lassen sich zudem individuelle Leuchtprofile konfigurieren. Biker können festlegen, wie viele Dimm-Stufen per Knopfdruck ansteuerbar sind, um auf dem Trail schnell zwischen maximaler Power und einer stromsparenden Auffahrts-Stufe zu wechseln. Hochwertige Einheiten informieren den Fahrer zudem über eine minutengenaue Restlaufzeit-Anzeige auf dem Display, wodurch unliebsame Überraschungen bei Dunkelheit ausgeschlossen werden.

Aktuelle Frontscheinwerfer im herstellerbezogenen Daten-Vergleich

Die folgende Übersicht fasst die exakten technischen Spezifikationen aktueller Frontscheinwerfer namhafter Hersteller zusammen. Sämtliche Angaben entsprechen den offiziellen Herstellerdaten.

Hersteller & Modell Lichtstärke / Lichtstrom Leuchtweite Lademöglichkeit Halterungssystem Besondere Merkmale
Sigma Buster 1700 Link 1.750 Lumen bis zu 210 m USB-C 360° 3D-Schraubhalterung App-Anbindung (Sigma Ride), Remote One Lenkerbedienung, Akkuanzeige
Sigma Aura 100 Link 100 Lux ca. 110 m USB-C Silikon-Halterung (werkzeugfrei) StVZO-zulässig, automatischer Helligkeitssensor, Direkt-Kopplung mit Rücklicht
Busch + Müller Ixon Space 150 Lux ca. 120 m Micro-USB Universal-Lenkerhalter StVZO-zulässig, Touch-Sensor-Bedienung, Powerbank-Funktion
Trelock LS 760 I-GO Vision 100 Lux ca. 100 m USB-C ZL 760 Halter (werkzeugfrei) StVZO-zulässig, LCD-Display mit minutengenauer Restlaufzeit, Level-Sensor
Lezyne Hecto Drive 500XL 500 Lumen ca. 85 m Integrated USB Stick (kabellos) Flexibles Silikon-Band Kompaktes Aluminium-Gehäuse, Schnellmontage, mehrere Flash- und Dauer-Modi
Was unterscheidet einen StVZO-Frontscheinwerfer von einer Offroad-Helmlampe?

Ein StVZO-zertifizierter Frontscheinwerfer verfügt über eine scharf abgeschnittene Hell-Dunkel-Grenze (Cut-Off-Linie). Dadurch wird das Licht gezielt auf die Fahrbahn gelenkt, ohne den entgegenkommenden Verkehr zu blenden.

Welche Vorteile bietet eine intelligente Lichtsteuerung (Smartlight) am Fahrrad?

Smartlight-Systeme passen die Leuchtstärke (Lux- und Lumenwerte) automatisch an das Umgebungslicht, die Fahrgeschwindigkeit oder die Akkukapazität an. Das sorgt in dunklen Waldpassagen oder bei hohem Tempo für maximale Sichtweite, spart auf beleuchteten Stadtstraßen Energie und verlängert die effektive Akkulaufzeit im Alltagsbetrieb deutlich.

Wie viel Lux oder Lumen benötigt ein Fahrrad-Frontscheinwerfer im Herbst?

Für gut beleuchtete Stadtfahrten reichen StVZO-Scheinwerfer ab ca. 30 bis 50 Lux völlig aus. Wer im Herbst und Winter regelmäßig auf unbeleuchteten Überlandwegen, Wirtschaftswegen oder Waldstrecken pendelt, sollte zu Modellen mit mindestens 80 bis 100 Lux (oder integrierter Fernlicht-Funktion) greifen.

Ultra-Carbs und Proteine: Die Verpflegungs-Strategie der Bikepacking-Profis im Check

Egal ob Ultra-Distance-Races, tagelange Bikepacking-Trips oder spontane Gravel-Abenteuer im Stile bekannter YouTube-Formate: Wer stundenlang im Sattel sitzt, merkt schnell, dass die Beine nur so gut sind wie die Energieversorgung im Magen. Warum reicht das klassische Müsliriegel-Setup irgendwann nicht mehr aus, welche Rolle spielen Kohlenhydrate und Proteine wirklich – und welche Marken liefern mit ihren Ultra-Carbs Produkten auf der Langstrecke ab?

Wer auf den Spuren der bekannten YouTube-Abenteurer wie Fritz Meinecke oder Danny von Radreise Unlimited unterwegs ist, lernt schnell die unerbittlichste Regel des Ausdauersports kennen: Wenn erst einmal der Durst oder das typische Loch im Magen spürbar wird, liegt der Körper bereits im tiefen Energiedefizit. Der gefürchtete Hungerast ist auf extremen Distanzen der größte Feind. Modernes Endurance-Cycling setzt deshalb auf eine kontinuierliche, exakt abgestimmte Zufuhr von Kohlenhydraten während der Belastung sowie eine gezielte Regeneration direkt im Anschluss.

Ultra-Carbs und Proteine: Die Verpflegungs-Strategie der Bikepacking-Profis im Check

Das Bananen-Dilemma auf der Langstrecke

Für die entspannte Feierabendrunde ist die Banane oder der Müsliriegel aus dem Supermarkt sicherlich völlig ausreichend. Sobald das Abenteuer jedoch mehrere Stunden oder Tage dauert, stößt feste Nahrung an klare physiologische Grenzen. Um Riegel oder Früchte zu verdauen, benötigt der Körper Fett und Ballaststoffe, was wiederum erhebliche Energie bindet. Das Gehirn leitet in der Folge vermehrt Blut in den Magen-Darm-Trakt – genau das Blut, das in den Muskeln für den Vortrieb fehlt. Bei hoher Belastung führt das rasch zu Magenkrämpfen, Völlegefühl oder Sodbrennen.

Zudem verläuft die Umwandlung fester Nahrung schlicht zu langsam. Um die auf Langstrecken benötigten 60 bis 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde aufzunehmen, müssten rechnerisch drei bis vier Bananen verdrückt werden – pro Stunde! Kein Magen schafft das auf Dauer beschwerdefrei. Flüssige Kohlenhydrate in Form von Isodrinks oder Hydrogelen sind dagegen quasi vorverdaut und gelangen ohne Umwege über den Darm in die Blutbahn. Ebenso fehlt es herkömmlicher Nahrung an Natrium, um den massiven Salzverlust durch den Schweiß auszugleichen und schmerzhaften Muskelkrämpfen vorzubeugen.

Ultra-Carbs: Der biochemische Trick mit den zwei Spuren

Dass moderne Sportgetränke und Gels extrem hohe Energiemengen ohne Magenprobleme liefern können, liegt an einer gezielten Ausnutzung des menschlichen Darms. Der Körper nutzt für die Aufnahme von Kohlenhydraten zwei unterschiedliche Transportproteine: Den SGLT1-Transporter für Glukose und den GLUT5-Transporter für Fruktose.

Reine Glukose stößt schnell an die natürliche Sättigungsgrenze von etwa 60 Gramm pro Stunde. Um diesen Engpass zu umgehen, mischen die Hersteller Fruktose als zweite Spur hinzu. Das klassische Mischungsverhältnis von 2:1 (Glukose zu Fruktose) ermöglicht so die Aufnahme von bis zu 90 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde. Neuere Entwicklungen wie das Verhältnis 1:0,8 schöpfen das Fruktose-Potenzial noch weiter aus, um selbst bei extremen Ultra-Belastungen maximale Energie direkt in die Muskelzellen zu ballern.

Die gängigen Verpflegungs-Systeme im Überblick

Auf dem Markt haben sich verschiedene Hersteller etabliert, die unterschiedliche Schwerpunkte bei Rezeptur und Verträglichkeit setzen:

Marke / ProduktEinsatzphaseDarreichungBesondere Inhaltsstoffe & VerhältnisseGeschmacksrichtungenFraktur-Einschätzung
Powerbar

(IsoActive / Recovery Max)
Vor, während & nach dem SportPulverC2MAX Dual Source Carb Mix (2:1 Glukose/Fruktose), Natrium, MolkenproteinLemon, Red Fruit Punch, ChocolateDer verlässliche Klassiker: Bewährtes Mischungsverhältnis für lange Einheiten mit sehr guter Magenverträglichkeit.
Maurten

(Drink Mix 160 / 320)
Vor & während der FahrtPulverPatentierte Hydrogel-Technologie, Maltodextrin, FruktoseNeutral (sehr dezent)High-End für Sensible: Die Gel-Matrix schont den Magen selbst bei extrem hoher Carb-Dichte unter hoher Belastung.
SiS (Science in Sport)

(Beta Fuel)
Während der FahrtGel / PulverUltra-High-Carb (1:0,8 Glukose-Fruktose-Verhältnis), bis zu 80 g Carbs pro PortionOrange, Strawberry & LimeProfi-Treibstoff: Entwickelt für maximale Energieaufnahme auf langen Distanzen ohne Völlegefühl.
Dextro Energy

(Carbo Mineral Drink)
Vor & während der FahrtPulverMix aus kurz- und langkettigen Kohlenhydraten, Magnesium, KaliumFruit Mix, CitrusSolider Einsteiger-Tipp: Preis-Leistungs-Favorit mit klassisch-frischem Geschmack für die Feierabendrunde.
Hammer Nutrition

(Heed / Recoverite)
Während & nach der FahrtPulverKomplexe Kohlenhydrate (Maltodextrin), WPI-Protein für die RegenerationLemon-Lime, Orange, ChocolateDer Magen-Schoner: Verzichtet bewusst auf einfachen Zucker; ideal bei Neigung zu Sodbrennen oder Übersäuerung.


Abschließender Tipp: Probiere neue Gels oder Pulver niemals erst am Tag des großen Events aus, sondern immer im Training auf deinen gewohnten Routen.

Ambitionierter Plan: 1.900 Kilometer Radnetz für den Eifelkreis

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll. Damit soll das Fahrrad auch abseits des rein touristischen Verkehrs endlich im Alltag etabliert werden. Ein Blick auf die Strecken vor der Haustür zeigt, vor welchen massiven Herausforderungen der Eifelkreis steht.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll.
Das bestehende Radwegenetz in der Eifel lädt nicht nur Touristen zum Radfahren ein

Bislang galt das Radwegenetz in der Eifel vor allem dem Tourismus. Klassiker wie der Prümtal- oder Kyllradweg zeigen, wie gut das Radeln – und auch die Akzeptanz – auf ausgebauten Trassen funktioniert. Mit dem neuen Konzept des Eifelkreises Bitburg-Prümsoll das Fahrrad nun auch für Pendler, Schüler und tägliche Erledigungen attraktiv werden. Ein wichtiger und leider längst überfälliger Schritt. Wer die Topografie und die Straßenverhältnisse der Region kennt, weiß allerdings um die Hürden.

Das Dilemma zwischen Abkürzung und Sicherheit

Das Grundproblem im ländlichen Raum ist bekannt. Wer das Rad für den Weg zur Arbeit oder zum Einkauf nutzen möchte, sucht die kürzeste und im Idealfall flachste Verbindung. Die Alternativen abseits des Autoverkehrs führen jedoch oft über unbefestigte Wald- und Wirtschaftswege, die für eine echte Alltagsnutzung – erst recht im Herbst und Winter – nicht geeignet sind. Sie müssten zumindest eine feste, wassergebundene Decke oder eine Asphaltierung aufweisen. Viele Wirtschaftswege befinden sich zudem in Privatbesitz oder liegen im Verantwortungsbereich der Ortsgemeinden. Hier lückenlose Durchgangsrechte und Ausbaustandards zu schaffen, ist rechtlich wie finanziell ein Mammutprojekt.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll.
Die Radwege auf den alten Bahntrassen versprühen in der Eifel einen besonderen Charme

Wenn die Landstraße zur einzigen Option wird

Wo geeignete Parallelwege fehlen, führt das Zielnetz daher zwangsläufig über bestehende Kreis- und Landesstraßen. Wenn hier jedoch lediglich Beschilderungen angebracht werden, ohne dass gleichzeitig eine bauliche Trennung oder ein breiter Seitenstreifen realisiert wird, entsteht kein Sicherheitsgewinn. Auf den kurvigen, unübersichtlichen und zügig befahrenen Straßen der Eifel bleibt das Mitrollen im schnellen Mischverkehr für Radfahrer somit weiterhin eine Mutprobe. Solange Autos und Lkw mit hoher Geschwindigkeit eng überholen, wird das Fahrrad für viele Bürger im Alltag keine (angstfreie) Alternative zum Auto werden.

Der Wille ist da – jetzt entscheidet die Umsetzung

Dass der Eifelkreis Bitburg-Prüm das Thema Alltagsradverkehr mit einem systematischen Konzept angeht, ist ein längst überfälliges Signal. Es offenbart aber auch schonungslos die infrastrukturellen Versäumnisse der letzten Jahrzehnte. Dass es mit bunten Strichen auf der Landkarte nicht getan ist, zeigt der Blick ins Detail: Über 2.800 Einzelmaßnahmen – davon rund 1.600 bauliche Eingriffe – sind im Konzept dokumentiert. Da das Papier zunächst nur ein Planungsinstrument ohne automatische Baurechts- und Budgetgarantie ist, müssen die Kommunen jetzt liefern: Es braucht mutige bauliche Lösungen, echte räumliche Trennungen und einen langen Atem beim Ausbau der Wirtschaftswege.

Tatze Sport Grip Lenkergriffe im Test: Die besten MTB Griffe überhaupt?

Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe im Test

Die besten MTB Griffe überhaupt: das behauptet zumindest der in Tirol ansässige Komponentenhersteller Tatze über seine Sport Grip MTB Griffe. Der in drei Griff-Zonen aufgeteilte Lenkergriff soll dem Rider maximale Dämpfung mit minimalem Kraftaufwand gewährleisten. Wir sind mit dem Design & Innovation Award 2024 prämierten MTB Lenkergriff auf Tuchfühlung gegangen.

Trotz der vielen emotionalen Berührungspunkte hält sich die Anzahl der physischen Verbindungen zu unserem Bike tatsächlich stark in Grenzen. Pedale, Sattel und Lenker bzw. Lenkergriffe – das war es auch schon. Umso wichtiger ist es natürlich, diese wenigen Kontaktpunkte für ein optimales Fahrerlebnis ideal abzustimmen. Wieso aber lange nach dem perfekten Lenkergriff suchen, wenn der Komponentenhersteller Tatze mit dem Sport Grip Lenkergriffen nach eigenen Angaben die besten MTB Griffe überhaupt anbietet? Selbstbewusst sind die Tiroler jedenfalls.

Aufbau der Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe

Aufgeteilt ist der Tatze Sport Grip Lenkergriff in drei unterschiedliche Zonen. Die abgeflachte, mit Lamellen besetzte obere Druckzone soll Kraftspitzen und Vibrationen abbauen. Der nach außen hin zunehmende Flügel vergrößert die Druckzone, wodurch der Effekt weiter verstärkt werden soll. Die vorne befindliche Henkelzone ist ebenfalls leicht ergonomisch geformt und verfügt über spezielle Einkerbungen für die mittleren Fingerglieder. Die Klemmzone an der Unterseite des Griffes soll den Fingerspitzen einen sehr guten Halt sowie eine effektive Umschließung des Griffs gewährleisten.

Die Kontaktfläche des Griffs weist eine Breite von etwa 133 Millimetern auf, der Durchmesser liegt im Bereich zwischen 32 und 34 Millimetern. Für eine sichere Fixierung der Griffe sorgt die vom Lenkerende abgewandte Klemmung. Das Gewicht des Pärchens beziffert unsere Waage mit 110 Gramm. Angeboten werden die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe zum Preis von 29,50 Euro als Pärchen in den Farben Schwarz, Blau, Rot oder Orange sowie als Bi-Color-Set mit unterschiedlichen Farben für den rechten und linken Griff.

Getestet haben wir die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe in den Bereichen Trail und Tour. Da es sich um eine sehr individuelle Komponente handelt, darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Lenkergriffe mit relativ großen Händen (Handschuhgröße 9) getestet wurden. Bei kleineren Händen kann sich eventuell ein anderes Fahrgefühl einstellen. Letztendlich kann mit den Tatze Lenkergriffen kein Fehler gemacht werden: sollte der Griff nicht überzeugen, kann dieser im Rahmen der erweiterten Garantie selbst mit geringen Gebrauchsspuren zurückgeschickt werden.

Die Lenkergriffe von Tatze im Test

Die Montage der Griffe ist dank der Klemmung mit wenigen Handgriffen erledigt. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Griffe seitenspezifisch sind. Aufgrund des ergonomischen Designs müssen die Griffe zudem individuell ausgerichtet werden. Das war es dann aber schon. Eine Lenkerendkappe wird nicht benötigt, da der Griff an der Außenseite des Lenkers geschlossen ist. Die Klemmung mit 3 Nm gewährleistet einen sicheren Sitz der Griffe – unabhängig von der Krafteinwirkung und den Witterungsverhältnissen

Der Griff liegt gut in der Hand und die Finger finden sich sofort in den Fingermulden ein. Aufgrund der Lamellen ist das Griffvolumen etwas höher als bei herkömmlichen Lenkergriffen, was wir aber weder auf dem Trail noch auf Touren als negativ empfanden. Im Gegenteil: die Dämpfung sorgt für ein sehr angenehmes Fahren, ohne dass sich hierbei ein schwammiges Gefühl bemerkbar macht. Das Lenkfeeling ist also immer noch on point, aber mit etwas mehr Komfort als bei herkömmlichen Griffen.

Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe im Test

Unterstützend wirkt hier besonders auf Touren der Flügel zur Abstützung der Handfläche und Entlastung des Handgelenks. Rider mit Handgelenksproblemen könnten hier eine Lösung für ihr Problem finden. Wichtig ist auf jeden Fall die optimale Ausrichtung der Griffe. Das angenehme Griffgefühl setzt sich auch mit Blick auf die Gummimischung fort. Die Griffe bieten enormen Grip egal ob mit oder ohne Handschuhen. In Kombination mit der Belüftung des Griffs wird selbst bei schwitzigen Händen optimaler Halt gewährleistet.

Fazit

Wer die Vorteile eines ergonomischen Griffs sucht, aber gleichzeitig auf eine dezente Formgebung wert legt, sollte die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe genauer ins Visier nehmen. Das Griffgefühl ist trotz des etwas dickeren Umfangs sehr gut. Wer auf dünne Griffe steht, könnte mit den Tatze Lenkergriffen allerdings Probleme bekommen – gleiches gilt für Rider mit kleineren Händen. Leider wird der Griff nur in einer Größe angeboten. Da Tatze allerdings eine erweiterte Garantie auf das Produkt gibt, kann beim Kauf eigentlich nichts falsch gemacht werden.  

Details Tatze Sport Grip Lenkergriffe

  • Verfügbare Farben: Vier Farboptionen sowie sechs Bi-Color-Varianten
  • Durchmesser: 32 – 34 mm
  • Kontaktflächenbreite: 133 mm
  • Gewicht: 110 Gramm
  • Preis: 29,50 Euro (30 Tage erweitertes Rückgaberecht)

Web: www.tatze-bike.com

Werkstatt: CO2-Kartuschen Reifenluftdruck-Tabelle

Sie sind klein, leicht und stecken voller „Power“: CO2-Kartuschen. In Kombination mit einem entsprechenden Adapter lassen sich Reifen mit wenigen Handgriffen in kürzester Zeit aufpumpen. Die Zeitersparnis gegenüber einer Minipumpe ist enorm, weshalb besonders bei Radrennen eigentlich kein Weg an der CO2-Kartusche vorbeiführt.

Werkstatt: CO2-Kartuschen Reifenluftdruck-Tabelle

Die CO2-Kartusche bietet viele Vorteile, aber auch Nachteile. Zu den Vorteilen zählen das geringe Gewicht und die kompakte Größe, wodurch die Kartusche überall Platz findet – in der Mini-Satteltasche ebenso wie in der Trikottasche. Während das Aufpumpen eines Fahrradreifens mit einer Minipumpe eine durchaus schweißtreibende Angelegenheit ist, geschieht dies mit der kleinen Patrone nicht nur extrem schnell, sondern zugleich ohne Kraftaufwand. Wichtige Voraussetzung: der zum Ventil passende Adapter muss natürlich an Bord sein.

Die Frage, ob eine CO2-Patrone bei der Montage eines Tubeless-Reifens einen Kompressor ersetzen kann, würden wir eher mit nein beantworten. Mit Hilfe einiger Tricks kann es unter Umständen möglich sein, aber prinzipiell reicht das Volumen nicht aus. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kommt daher nicht an einem Kompressor oder einem speziellen Booster vorbei. Daher bietet die CO2-Kartusche bei der Montage eines TL-Reifens gegenüber einer Mini-Handpumpe keine Vorteile und ist in diesem Fall eher ein Schuss in den Ofen.

CO2-Kartusche: Viele Vorteile, aber auch Nachteile

Die CO2-Kartusche hat auch Nachteile gegenüber einer Mini-Handpumpe. So begrenzt die Anzahl der mitgeführten Patronen die maximal möglichen Reifenpannen. Eine angestochene Patrone kann zwar weiterverwendet werden, sollte diese aber leer sein, ist natürlich Ende im Gelände. Es macht also durchaus Sinn, mehr als nur eine Kartusche mitzuführen. Das geht wiederum zu Lasten des Gewichts. Bei Verwendung von Dichtmilch sollte zudem eine Freigabe des Herstellers für die Nutzung von CO2-Patronen vorliegen.

Der größte Nachteil ist allerdings der entstehende Müll. Die leeren Kartuschen können zwar als Altmetall entsorgt und hierdurch recycelt werden, aber letztendlich kann dies durch Nutzung einer Handpumpe komplett vermieden werden. Wer sich für CO2-Patronen entscheidet, sollte darauf achten, ob es sich um Ausführungen mit oder ohne Gewinde handelt. Im Fahrradbereich kommen üblicherweise Gewinde-Kartuschen zum Einsatz. Neulinge sollten zudem den Umgang vorher üben. Eine Patronen-Umhüllung und Handschuhe schützen die Finger vor der beim Gebrauch der Kartusche entstehenden Kälte.

CO2-Kartuschen Tabelle: möglicher Reifenluftdruck mit 16 g / 25 g Patrone

Wie hoch der mögliche Reifenluftdruck mit einer CO2-Kartusche ist, hängt natürlich vom Inhalt ab. Im Radbereich kommen meist 16 oder 25 Gramm Kartuschen mit Gewinde zum Einsatz. Bei den in der Tabelle angegebenen Werten handelt es sich nur um ungefähre Angaben. Der mögliche Reifenluftdruck ist auch vom Hersteller, Adapter, der Dichtigkeit der Verbindung, dem Ventil und nicht zuletzt vom Reifen selbst abhängig. Viele Faktoren also, die eine genaue Bestimmung unmöglich machen. Daher sollte bei der Berechnung der benötigten Kartusche(n) immer eine Abweichung berücksichtigt werden.

Reifengröße16 g Kartusche25 g Kartusche
700x23c~ 8,5 bar 
700x25c~ 7,5 bar 
700x28c~ 6,0 bar~ 8,5 bar
700x35c~ 4,1bar~ 5,7 bar
700x38c~ 3,8 bar~ 5,2 bar
700x40c~ 3,5 bar~ 4,7 bar
26×2.2~ 2,5 bar~ 3,0 bar
26×2.4~ 1,9 bar~ 2,8 bar
27.5×2.4~ 1,6 bar~ 2,7 bar
27.5×2.8~ 1,0 bar~ 2,1 bar
27.5×3.0~ 0,7 bar~ 1,8 bar
29×2.25~ 1,6 bar~ 2,8 bar
29×2.4~ 1,5 bar~ 1,9 bar