Chiba Cooler Handschuh – Cooler geht es nicht! Test

Der Sommer zeigt sich von der besten Seite. Lange haben wir auf dieses Traumwetter warten müssen, welches nun für die harten Monate des Winters entschädigt. Die Schweißdrüsen haben Hochsaison. Während Hunde einfach ihre Zunge raushängen lassen, sorgen beim Menschen vor allem die Extremitäten für den Hitzeabbau des Körpers. Ähnlich wie bei einem Kühler eines Autos muss die Wärme abgeleitet werden. Bei Außentemperaturen über 30 Grad im Schatten sollte der Chiba Cooler zeigen, was er wirklich drauf hat.

Wir kennen es alle, sich nach oder während einer Tour mit kaltem Nass wieder auf Touren zu bringen. Nichts ist in diesem Moment schöner. Problem bei uns Bikern ist auf Touren das Tragen von Handschuhen. Chiba hat einen Handschuh entwickelt, der neben dem erforderlichen Schutz sogar eine Leistungssteigerung bringen soll. Misstrauisch wie wir sind, haben wir uns den Chiba Cooler genauer angeschaut. Die Vorbereitungen für die bevorstehende Tour sind denkbar einfach. Kein Gefrierfach muss herhalten, sondern lediglich ein Glas Leitungswasser reicht, um den Chiba Cooler Leben einzuhauchen. Das Kältepack ist einfach zu entnehmen und muss nur 1 bis 2 Minuten in ein Glas Wasser gelegt werden. Das Kältepack nimmt um die dreichfache Dicke während des Wasserbades zu. Erstaunlich ist, dass dennoch keine Sauerei mit dem Wasser zu erwarten ist. Das Kältepack mit dem „Rapid Thermal Cooler Gel“ bindet das Wasser erstklassig.

Die Testbedingungen herzustellen, war denkbar einfach. Bei Außentemperaturen über 30 Grad im Schatten sollte der Chiba Cooler zeigen, was er wirklich drauf hat. Das Tragen des Chiba Cooler mit frischem Kältepack erwies sich als besonders angenehm. Das Cooler-System befindet sich am Puls der Innenhand und auf dem Handrücken. Die Kälte und die damit empfundene Erfrischung war sehr gut spürbar, dennoch blieb bei uns der große Aha-Effekt bezüglich der Leistungssteigerung aus. In diesem Punkt müssen wir den Ausführungen der Universitäten Münster und Dortmund Glauben schenken, die bestätigen, dass mit dem Chiba Cooler bei Ausbelastungstests höhere Leistungswerte erreicht werden. Lange Touren übersteht das Kältepack allerdings nicht ohne Auffrischung, obwohl laut Hersteller die Kühlung, je nach Temperatur, 8-20 Stunden halten soll. Aber auf jeder Tour sollte sich ein kleines Rinnsal finden, um die angenehme Frische wieder erfahren zu dürfen, da das Cooler-System immer wieder in kürzester Zeit aufladbar ist.

Der sehr durchdachte Handschuh beweist auch in anderen Punkten seine Klasse. Neben einem Quick-Pull-Off, welches das Ausziehen des Handschuhs enorm erleichtert, ist der Handschuh bis 30 Grad waschbar. Die Qualität des Handschuhs konnnte uns voll überzeugen. Der Handschuh sitzt sehr gut und auch die Nähte bereiteten keinerlei Schwierigkeiten.

Fazit:

Auch wenn bei uns der Aha-Effekt ausblieb, bleibt festzustellen, dass der Chiba Cooler nicht nur cool aussieht und gut verarbeitet ist, sondern auch perfekt sitzt und dank Kühlpad angenehm kühlt. Auf jeden Fall eine lohnenswerte Anschaffung.

Größen: XS – XXL
Farben: royal-schwarz, schwarz
Preis: 32,90 Euro

Mehr Infos unter: www.chiba.de

iXS Freeride-Downhill Short – Des Freeriders / Downhillers Beinkleid

Bereits seit dem Jahre 2003 sorgt die iXS sports division als Hauptsponsor des iXS Downhill Cups für eine starke schweizer Rennserie. Gestartet wurde damals im Berner Oberland und mittlerweile präsentiert sich iXS auch als Hauptsponsor des deutschen Downhill Cups. Bei Unternehmen, die so stark in der Rennszene involviert sind, ist die Erwartungshaltung an deren Produkte natürlich besonders hoch. Speziell für Freerider und Downhiller findet sich bei iXS die iXS Freeride-Downhill Short. Wir haben uns für euch in Schale geschmissen.

Sehr chic. Geschmack ist bekanntlich Geschmackssache, aber die iXS Freeride-Downhill Short sieht definitiv gut aus. Von vorne, von hinten oder von der Seite, die Hose weiß optisch zu überzeugen. Die überwiegend in weiß gehaltene Short wird durch die schwarzen Stretchbereiche aufgewertet. Doch nicht nur die Optik sollte über den Kauf oder Nichtkauf eines Produktes entscheiden. Die iXS Short kann auch von der Verarbeitung voll überzeugen. Die vielen dreifach Nähte sorgen für ein langes Leben der Short. Das Innenfutter sorgte während des Tests, selbst bei heißen Temperaturen, für einen angenehmen Tragekomfort. Auch das Tragen von Schienbeinprotektoren bereitete keinerlei Probleme.

Die Hose erwies sich als äußerst hart im Nehmen und auch die vielen Waschmaschinenwäschen hinterließen keine Spuren. Neben der guten Verarbeitung und der Optik glänzt die iXS Freeride-Downhill Short mit einigen durchdachten Detaillösungen. Das Einstellen des Hüftumfangs ist doppelseitig möglich und sorgt so für einen angenehmen Sitz der Short. Das Manko vieler Shorts anderer Hersteller, wo es an einer Tasche mangelt, entgeht iXS gekonnt mit zwei verschließbaren Einschubtaschen. Natürlich wird die iXS Freeride-Downhill Short mit zwei entfernbaren Seitenpolstern ausgeliefert.

Fazit:

Überzeugend! Die iXS Freeride-Downhill Short glänzt neben der Optik und der Verarbeitung mit den durchdachten Detaillösungen.

Größen: S – XXL
Farbe: Weiss
Material: 100% Polyester
Preis: 99,95 Euro

Mehr Infos unter: www.ixs-sportsdivision.com

Burton Zoom Pack und Holst Model M – Fotorucksäcke im Test

Der Weihnachtsmann hat es gar nicht so schlecht. In seinem Sack, den er sich alljährlich geschwind über die Schulter wirft, transportiert er so Allerlei zu den Kindern dieser Welt. Ein großer Vorteil ist die Fahrt am Nachthimmel. Kein Gepolter und keine Wegunebenheiten bringen ihn und die Güter, die er transportieren muss, in Gefahr. So vermuten wir wenigstens, weil wer weiß schon wirklich, was dem guten Mann alles so widerfährt. Was einem hier auf Erden alles widerfahren kann, dass wissen wir dafür umso besser. Wie man seine Kamera auch an die entlegendsten Spots sicher transportieren kann, zeigen wir euch hier.

Mit Sack und Pack auf dem Bike muss eine gute Lösung her, damit die wertvolle Ausrüstung nicht zu Schaden kommt. Zu finden sind im Handel einige gute Lösungen, zwei davon stellen wir euch hier vor. Wir haben uns den Burton Zoom Pack von Burton Snowboards und das Model M von Holst genauer angeschaut und umgeschnallt. Beide Rucksäcke sind keine speziellen Fotorucksäcke für Mountainbiker. Wie der Test aber zeigte, eignen sich dennoch beide Rucksäcke für uns Biker. Der Burton richtet sich vor allem an die Belange von Snowboardern und Skifahrern, der Holst spricht den allgemeinen Fotografen an, der seine Ausrüstung auf dem Rücken tragen möchte. So unterscheiden sich beide Fotorucksäcke enorm voreinander. Wir erläutern euch hier die Unterschiede und für wen welcher Rucksack geeignet ist.

Burton Snowboards – Burton Zoom Pack

Beim Burton Zoom Pack handelt es sich um einen professionellen Rucksack für Fotografen. Das ist bereits beim Aufbau des Burton erkennbar. Viele kleine und größere integrierte Taschen bieten Platz für Utensilien wie zum Beispiel Ersatzakkus oder Speicherkarten. Zudem kann am Rucksack bequem ein Stativ angebracht werden. Die wertvolle Ausrüstung findet im Innern des Burton Zoom Pack Platz. Dort gelangt man nur über das Rückenteil des Rucksacks hin. Auf der Rückseite des aufklappbaren Rückenteils finden sich Klarsichttaschen. Der innere Aufbau des Rucksackes ist durch Verwendung von Klettband variabel und bietet zudem durch das Kammernsystem einen guten Aufprallschutz. Im Falle eines Falles. Für die schnelle Handhabe ist der Burton allerdings weniger praktisch. Um die Kamera zu entnehmen, muss immer der Rucksack vom Rücken genommen werden. Vorteil hierbei ist allerdings der Diebstahlschutz.

Die Verarbeitung des Burton ist erstklassig. Lediglich eine Regenhülle vermissen wir bei diesem sehr durchdachten Rucksack. Die Schultergurte des Burton sind sehr breit und gut gepolstert, so dass diese nicht nur bei dicken Winterjacken, sondern auch bei dünnen Trikots keine Spuren hinterlassen Der Hüftgurt und der Brustgurt fixieren den Rucksack fest am Biker, ohne am Tragekomfort einzubüßen. So fixiert steht selbst harten Geländeeinsätzen nichts mehr im Weg. Durch das aufliegende Rückenteil auf dem Rücken, ohne Luftzirkulation, wird es auf dem Rücken allerdings mollig warm 😉

Fazit: Der perfekte Rucksack für den Transport der geliebten Kamera. Auch im wilden Gelände bleibt der Rucksack dort, wo er hingehört und schränkt in keinster Weise die Bewegungsfreiheit ein. Für die schnellen Shots zwischendurch finden wir den Burton Zoom Pack von der Handhabung etwas umständlich.

Volumen: 36 Liter
Preis: 159,95 Euro
Mehr Infos unter www.burton.com

holst-direct – holst Fotorucksack Modell M

Der holst-direct Fotorucksack Modell M definiert die Fotorucksäcke neu. Bei diesem Rucksack wurde vor allem auf den schnellen Zugriff zur Kamera Wert gelegt. Im Gegensatz zu anderen Rucksäcken muss der holst-direct nicht komplett vom Rücken abgestreift werden, um die Kamera zu entnehmen. Vor allem bei schnell wechselnden Einsatzorten, wie zum Beispiel bei einem Rennen, ist dies ein sehr großer Vorteil. Der Vorteil kann sich natürlich auch zum Nachteil wandeln, wenn im dichten Gedränge fremde Finger anfangen, am Rucksack rumzuhantieren. Hier muss man etwas aufpassen. Erreicht wird dieses geniale System durch eine spezielle Öffnung an der Rucksackseite. Ein sehr pfiffiges Konzept. Natürlich kann die Kamera auch weiterhin von oben entnommen werden. Selbst große Kameras mit montiertem Objektiv passen in den holst-direct Fotorucksack. Der Schutz der Kamera kann nach unserem Ermessen im Falle eines Falles nicht ganz an den Burton ranreichen. Durch den Einsatz von Klettbändern ist auch das Innenleben des Fotorucksacks weitgehend variabel. Hier findet aber kein Kammernsystem Verwendung. Schutz findet das Equipment durch die bei holst-direct als Zubehör zahlreich angebotenen Zusatz- und Objektivtaschen. Zwei Zusatztaschen gehören beim Modell M zum Lieferumfang dazu.

Auch beim holst-direct sind die Schultergurte sehr gut gepolstert. Da beim Modell M lediglich ein Brustgurst, aber kein Hüftgurt Verwendung findet, ist ein Geländeeinsatz nur bedingt möglich. Allerdings bietet das nächstgrößere Modell L die Möglichkeit, einen Hüftgurt als Zubehör zu erwerben. Leider weist der holst-direct nur sehr wenige Möglichkeiten auf, Kleinteile schnell und sicher zu verstauen. Hier sollte der Hersteller dem Rucksack noch die eine oder andere angenähte verschließbare Tasche spendieren. Die Verarbeitung des Rucksacks ist gut und auch die verwendeten Reißverschlüsse machen einen guten und soliden Eindruck. Lobenswert ist auch die Mitlieferung einer Regenhülle, damit bei sintflutartigen Regenfällen die geliebte Kamera trocken bleibt.

Fazit: Der perfekte Rucksack für den schnell wechselnden Einsatz vor Ort. Besonders der Einsatz bei Rennen und Veranstaltungen wird den Fotografen begeistern. Wo andere noch ihre Kamera auspacken, kann durch den schnellen Zugriff vielleicht schon der entscheidende Shot gemacht werden. Nur beim Biken im wilden Gelände und wegen der mangelnden angebrachten Taschen sammelt der holst-direct Modell M Minuspunkte.

Volumen: etwa 19 Liter
Preis: 69,50 Euro
Mehr Infos unter www.holst-direct.de

Continental Digga – Digga dir einen! – Reifentest

Zugegeben…die Reifen von Continental hatten bei uns in der Vergangenheit einen recht schlechten Stand. So wirklich überzeugen konnten uns die Gummis von Continental nicht. Umso skeptischer standen wir dem Digga gegenüber, der neuen Walze von Continental speziell für Downhiller. Nicht nur die Werbetrommeln wurden von Continental dementsprechend laut gerührt, sondern der Digga ist zudem Bestandteil des Komplettpaketes zum neuen Conti-Ranking, dem Markenpokal im Rahmen des IXS German Downhill Cups. Fakten, die uns zugegebenermaßen erfreuen, aber dennoch unbeeindruckt lassen. Wir wollten wissen, ob der Digga hält, was Continental verspricht.

Um optimale Testumgebungen und Wettbewerbsbedingungen zu garantieren, haben wir neben den heimischen Trails diverse Abfahrten im Bergischen Land heimgesucht. Da es sich bei dem Digga um einen Downhillreifen handelt, liegt der Schwerpunkt des Tests natürlich in und auf der Abfahrt. Die ersten Tests fanden auf trockenem Waldboden mit Wurzeln und Steinen statt. Der griffige Boden verlieh dem Continental unglaublichen Grip. Die Wurzelteppiche und Steinpassagen konnten den Digga in keinster Weise beeindrucken. Neben dem sehr guten Grip überzeugte, vor allem bei den Steinpassagen, das Dämpfungsverhalten und die Pannensicherheit des Reifens. Platten Fehlanzeige. Wir fanden für uns den optimalen Luftdruck bei etwa 1,5 bis 1,6 bar. In Grenzsituationen, wenn der Reifen langsam aber sicher die Traktion verliert, bleibt der Digga gut kontrollierbar. Auch die Beschleunigungswerte und das Bremsverhalten der Walze, der nur in der Größe 26×2.5 erhältlich ist, können sich sehen lassen.

Erschwerte Testbedingungen erwartete den Digga bei den weiteren Tests. Der Winter forderte Tribut und erwartete uns mit teilweise gefrorenen Strecken. Auf unserem Lieblingstrail musste der Digga sich zusätzlich gegen die Konkurrenz aus anderem Hause behaupten. Die Gesichter nach den Runs sprachen Bände. Der lapidare Kommentar „der Digga liegt perfekt auf der Strecke…echt geil“ wurde mit einem zähneknirschenden „wir merken das schon!“ quittiert. Der im Laufe des Tages auftauende Boden sorgte zudem für Höchstarbeit bei den Testern. Und den Reifen. Doch auch hier zeigte sich der Digga von seiner besten Seite. Auf schnellen Matschpassagen fängt der Digga leicht an zu schwimmen, bleibt aber dennoch gut kontrollierbar.

Der Digga sorgt mit seinem Grip für enorme Fahrsicherheit und somit für schnelle Zeiten. Die gute Beherrschbarkeit in Grenzsituationen und die gute Selbstreinigung sorgen für volle Punktzahl. Die Continentaler haben mit dem Digga definitiv sehr gute Arbeit geleistet. Den Digga gibt es übrigens auch in einer faltbaren Version mit dem Namen Digga UST.

Fazit:

Unglaublicher Grip! Auf Waldboden kann der Conti genauso überzeugen wie auf Stein- und Wurzelpassagen. Doch damit ist noch lange nicht Ende im Gelände. Zusätzlich überzeugt der Digga mit einem guten Rollverhalten und der Pannensicherheit. Digga dir einen!

Preis: 37,95 Euro
Dimension: 26×2.5
Gewicht: etwa 1200 Gramm

Mehr Infos unter: www.continental.de

Adidas burna – Der Trendsetter unter den Goggles – Test

Trendsetter fallen auf und setzen Maßstäbe! Als in den siebziger Jahren ein kleiner Mann, namens Elton John, mit einer Vielzahl von bunten Brillen Musikgeschichte schrieb, gab es kurze Zeit später viele Nachahmer. Etwa ein Jahrzehnt später erfand die niederländische Firma Philips die CD. Weitere zwei Jahrzehnte später erfand wiederum Philips die genialen Kaffeepads, die mittlerweile in jedem Haushalt zu finden sind. Auch in diesem Marktsegment tummeln sich inzwischen eine Vielzahl von verschiedensten Anbietern. Die Produkte von Adidas werden schon seit vielen Jahren kopiert.

Mit der neuen Burna legt Adidas Eyewear nicht nur optisch mächtig Kohlen ins Feuer. Die nicht als reine Bikegoggle deklarierte Brille erfreut sich bereits jetzt größter Beliebtheit bei Skifahrern und Snowboardern, die für neue und auffallende Trends immer sehr offen sind. Biker fallen allerdings nicht in das typische Raster der Wintersportler und somit blieb nur ein Test der neuen Burna unter biketypischen Bedingungen. Getestet haben wir die Burna bei winterlichen Bedingungen beim Downhill im Bergischen Land. Das feuchtnasse Wetter deckt schnell Schwächen bei Brillen auf. Bedingungen, die der Besitzer einer Adidas Burna nicht fürchten muss. Bei den Testfahrten konnte die Burna mit einem optimalen Durchblick, im wahrsten Sinne des Wortes, überzeugen.

Durch die Climacool-Technologie wird die Luft so gelenkt, dass ein Beschlagen der Brille so gut wie ausgeschlossen ist. Selbst bei Tretpassagen kann die ausgefeilte Technik, in Verbindung mit der Beschichtung des Glases, ein Beschlagen weitgehendst verhindern. Wo die anderen Testfahrer mit den Brillen der Konkurrenz schon fluchten, überzeugte die Adidas, samt Fahrer, mit einem perfekten Durchblick. Bei starkem Seitenwind verspürt man einen leichten Zug auf die Augen, was aber keinen Grund zur Kritik darstellt. Aha, so funktioniert die Technik der Burna also. Da während der Fahrt der Wind immer von vorne kommt, zumindest es so sein sollte, verspürt der Fahrer keinerlei Beeinträchtigung oder gar Zug auf den Augen.

Luftzirklulation, die begeistert und funktioniert! Die Gesichtsauflage der Burna ist sehr gut, aber hier weisen auch die meisten Produkte der Konkurrenz keinen Grund zum Nörgeln auf. Ein gummiertes Band ist in dieser Preisklasse ebenso selbstverständlich wie das komfortable und einfache Auswechseln der Gläser. Auch diese können absolut überzeugen. Nichts verzerrt hier den Ausblick. Ferner bietet Adidas verschiedene Tönungen an, damit jeder für sich das optimale Glas findet.

Doch wir fanden auch bei der Adidas Burna einen Punkt zur Kritik. Bis jetzt hatten wir noch keine Brillen im Test, die wirklich kratzfest waren. Damit meinen wir kratzfest bei einem normalen Gebrauch. Bei einem Downhiller heisst das, dass die Brille in den Helm gesteckt wird oder am Lenker baumelt. Ein ordnungsgemäßes Verstauen im mitgelieferten Mikrofaserbeutel wäre zwar besser, ist allerdings in der Praxis kaum umsetzbar. Adidas bildet hierbei leider keine Ausnahme.

Fazit:

Die Adidas Burna kann absolut überzeugen. Das gute Gesichtsfeld und das beschlagfreie Verhalten selbst in extremen Situationen, dank der Climacool-Technlogie, lassen die Konkurrenz alt aussehen. Ein sehr durchdachtes System, welches sich Adidas natürlich auch bezahlen lässt.

Preis: 115,00 Euro

Verfügbare Farben (Frame): black matt, blue yellow, black red, silver, dark green neon, white/black

Mehr Infos unter www.adidas.com/eyewear

VAUDE Hyper Vent 14+3 Rucksack – Hightech im Packformat – Test

Wenn ein Wandersmann früher in die weite Welt hinauszog, verstaute er seine Habseligkeiten in einem gebündelten Stofftuch. An einen Stock gebunden und geschultert, stellte dies in der damaligen Zeit die perfekte Lösung für den Transport von Reisegepäck dar. Da diese Lösung natürlich auf Dauer keinen Bestand haben konnte, wurden im Laufe der Evolution Träger an den Beutel angenäht, um einen komfortableren Transport des Gepäcks auf dem Rücken zu ermöglichen. Auf eine körpergerechte Haltung oder eine Luftzirkulation im Rückenbereich wurde damals noch nicht geachtet. Was man heutzutage von VAUDE, dem Spezialisten für Outdoorartikel, an Rucksäcken bekommt, wäre den Menschen damals vorgekommen wie der Warp-Antrieb der Enterprise den heutigen Menschen.

Der Hyper Vent 14+3 deckt mit seinen raffinierten Detaillösungen die Bedürfnisse des modernen Bikers ab. Alleine schon die Produktbezeichnung lässt aufhorchen. Der Hyper Vent 14+3 bietet neben den eigentlichen 14 Liter Stauraum zusätzlich drei Liter Stauraum. Durch einen raffinierten Reißverschluss, gibt eine verborgene Stofffalte bei Bedarf zusätzlich diese drei Liter Stauraum frei. Der Vaude Hyper Vent besteht aus wasserabweisendem Material. Sollte es unterwegs arg nass werden, bietet der Hyper Vent für Regenfahrten eine im Rucksack integrierte Regenhülle. Zur Unterbringung von Kleinmaterial, wie zum Beispiel Handy oder sonstigem, weist der Hyper Vent 14+3 zwei mit Reißverschluss verschließbare Taschen auf.

Der Hyper Vent lässt sich, mit wenigen Handgriffen, schnell und unkompliziert auf den Biker einstellen. Der Clou sind hierbei die längenverstellbaren Schulterträger. Für sehr große Biker können diese Träger zusätzlich im Innenbereich des Rucksackes angepasst werden. Kaum erwähnenswert ist die Tatsache, dass der Hyper Vent einen vom übrigen Gepäck getrennten Stauraum für den Trinkbeutel und einen Trinkschlauchausgang vorweist. Der Vaude Rucksack bietet, durch die breiten Schulterträger und das durchdachte Rückensystem, einen außergewöhnlichen Tragekomfort und schränkt die Bewegungsfreiheit in keinster Weise ein. Auch die Luftzirkulation im Rückenbereich kann überzeugen. Wir hatten den Hyper Vent mehrere Monate im täglichen Einsatz, sei es auf Touren oder auch nur auf dem Weg zur Arbeit. Selbst nach dieser Zeit zeigt der Hyper Vent keine Ermüdungserscheinungen. Qualität, die das Team der Fraktur überzeugt!

Preis: 54,95 Euro
Farben: d’grey/l’grey, iceblue/anthracite, red/anthracite, royal/grey

Mehr Infos unter: www.vaude.de

Race Face Rally Freeride Armor Protektoren im Test

Kanada, das zweitgrößte Land der Erde, ist mehr als nur ein Land voller Menschen vom Schlage eines „Grizzly Adams“. Auch wenn die Fernsehserie „der Mann in den Bergen“ in den USA spielte, assoziiert man diese Serie, mit den gezeigten weiten Wäldern und der unberührten Natur, gerne mit Kanada. Fast die Hälfte der kanadischen Landmasse ist mit Wäldern bedeckt. Das sind immerhin 417 Millionen Hektar. Kanada ist aber weit mehr als nur ein Land mit riesigen Wäldern. Kanada bietet modernste Städte und ist zudem ein starker Industriestandort. Die kanadische Autoindustrie, zum Beispiel, ist die viertgrößte der Welt! Diese Bündelung der vermeintlichen Gegensätze, der Industrie und der Natur, macht Kanada zu dem, was wir als Biker lieben: Zu einem Freerideparadies.

Nicht nur feinste Bikes und Zubehör, sondern auch Spitzenfahrer, wie zum Beispiel Wade Simmons oder Richie Schley, kommen aus Kanada. Die Erfahrungen, die solche Fahrer sammeln, sind unbezahlbar. So verwundert es nicht, dass die Traditionsmarke Race Face, zusammen mit Profi-Freerider Wade Simmons, die Protektorenserie Rally Freeride Armor entwickelt hat. Den Rally Freeride Armor gibt es als Ellbogenschoner und als Knie-/Schienbeinschoner. Letzteren haben wir uns umgeschnallt und für euch getestet.

Auffallend ist der extrem tiefgezogene Schienbeinschutz. Den bei vielen anderen Schienbeinschonern zu bemängelnden unzureichenden Schutz des unteren Schienbeinbereichs hat Race Face meisterlich gelöst. Die harte Plastikschale reicht seitlich weit um das Schienbein rum und lässt nur den hinteren Bereich der Wade ungeschützt. Das Knie findet in einer separaten Plastikschale ebenfalls einen sehr guten Schutz. Auch hier reicht die Plastikschale seitlich weit um das Knie rum. Befestigt werden die Protektoren über Riemen mit Klettverschluss. Ein Überstreifen über den Fuß entfällt. Der Rally Freeride Armor lässt sich somit schnell und unkompliziert anziehen.

Kleine Probleme bereiteten die unteren Riemen des Schienbeinschoners. Da diese viel zu kurz waren oder unsere Beine zu dick, fanden die Riemen bei uns im Test keine Verwendung. Aber auch ohne die unteren Riemen hatten wir mit dem Sitz und dem Halt der Protektoren keinerlei Probleme. Die Knieschale wird durch zwei gekreuzte Riemen gehalten. Ein kleiner Kritikpunkt an den Protektoren, da diese gerne mal in der Kniekehle kneifen. Die Protektoren sitzen ansonsten perfekt und lassen dem Biker völlige Bewegungsfreiheit.

Selbst bei einem Sturz verrutschen die Race Face Protektoren nicht. Eine feine Sache, die man zu schätzen weiss, wenn man schon mal Schienbeinprotektoren getragen hat, die nach einem Sturz über dem Schuh hingen. Der spürbar dicke Schaumstoff sorgt für eine optimale Stoßabsorption. Natürlich schwitzt man auch in den Rally Freeride Armor, trotz durchlöchertem Schaumstoff und Luftschlitzen in den Plastikschalen. Dank der guten Qualität der Schoner ist aber auch das kein Problem. Selbst mehrmaliges Waschen in der Waschmaschine konnte den Rally Freeride Armor nichts anhaben.

Fazit:

Absolut empfehlenswert! Die Race Face Rally Freeride Armor Protektoren sitzen und passen perfekt, bieten einen sehr guten Schutz und lassen sich schnell und unkompliziert anziehen.

Farbe: light grey / black
Größen: S, M, L, XL
Preis: 99,90 Euro

Vertrieb:
bike action
Breitefeld 4
64839 Münster

Mehr Infos unter www.bikeaction.de

Marzocchi 66 RC – Freeridegabel im Langzeittest

Hohoho…es ist schon wieder soweit. Wem die Bude nicht durch den Gebrauch eines Adventskranzes abgefackelt ist, wird sich sicherlich auf Weihnachten freuen. Vielen wird der Weihnachtsstress durch allerlei Geschenke, welche liebevoll unter dem Weihnachtsbaum gestapelt werden, versüßt. Im Einklang mit dem Klang friedvoller Weihnachtsmusik, wie zum Beispiel Motörhead, schwelgt man in Erinnerungen und freut sich auf das neue kommende Jahr. Ja, es ist soweit. 2006 steht vor der Türe. Natürlich hat Marzocchi auch für 2006 feine neue Federgabeln im Sortiment. Darunter auch den Nachfolger der Marzocchi 66 RC. Wir hatten die 2005er Gabel in der vergangenen Saison im Einsatz. Zeit für ein Resümee und einen Blick auf die Neuerungen des 2006er Modells. Wo sind die Unterschiede und für wen lohnt sich die Marzocchi 66 RC?

Die Marzocchi 66 RC wendet sich vor allem an Freunde des harten Freeridens. Selbst Kritiker von Einbrückengabeln müssen einsehen, dass diese Gabeln auch Vorteile gegenüber Doppelbrückengabel bieten, wie zum Beispiel der nicht eingeschränkte Lenkradius. Die Einbrückengabel Marzocchi 66 RC mit 170mm Federweg besticht vor allem mit einer Eigenschaft: Dem typischen butterweichen Ansprechverhalten einer Marzocchi. Dieses ist in unseren Augen perfekt. Verantwortlich hierfür ist bei der 66 RC der Aufbau und das Innenleben der 888 Triple, quasi dem großen Bruder. Die Einstellung von Zugstufe und Druckstufe wird durch edel wirkende, jedoch sehr hohen Alueinstellköpfen oberhalb der Gabelkrone ermöglicht. Der Einstellbereich lässt sich perfekt an das jeweilige Fahrverhalten des Bikers und des Geländes anpassen.

Wir sind die Gabel sowohl bei sommerlichsten Temperaturen in Südfrankreich als auch bei winterlichen Temperaturen gefahren. Die Gabel funzt! Die 66 RC hinterließ auf den schnellen, mit phatten losen Steinen gespickten Abfahrten in der Provence einen ebenso souveränen Eindruck wie auch auf heimischen Wurzelpassagen. Phatte Drops steckt die Gabel mit einem soften „Schmatzer“ weg. Die 20mm Steckachse sorgt für ein verwindungsteifes Ansprechen selbst bei harten Bremsmanövern. Leichtgewichte sind sie allerdings nicht, die Gabeln von Marzocchi. Etwa 2,8 Kilogramm bringt die 66 RC auf die Waage. Die mit Aluschaft ausgestattetete 66 VF2 des 2006er Sortiments wiegt etwa 2,4 Kilogramm.

Dem Kritikpunkt der hohen Einbauhöhe von 592mm haben sich die Ingeneure von Marzocchi gestellt und offerieren die 2006er, dank einer neuen Gabelkrone und neuen Tauchrohren, mit einer Einbauhöhe von 555 mm. Auch die Aufnahme des Bremssattels wurde für 2006 geändert. Das 2005er Modell bietet noch den IS2000, die neue Gabel kommt mit dem „Post Mount“ Standard daher. Ebenfalls geändert hat sich das Innenleben. Die etwas teureren HSCV-Kartuschen werden in den 2006er Modellen nicht mehr verbaut. Wem die 170mm Federweg der 66 RC zu viel sind, kann diese auf 150mm umbauen.

Fazit:

Perfekte Funktion, zuverlässig und robust. Die 2005er Marzocchi 66 RC ist ein Juwel für den ambitionierten Freerider. Es ist eigentlich gar nicht vorstellbar, solch eine Gabel noch zu verbessern. Die Neuerungen werden aber sicherlich der Gabel gut zu Gesicht stehen.

Preis: etwa 749 Euro
Gewicht: etwa 2800 Gramm

Mehr Infos unter: www.cosmicsports.de