Cyclewolf Venom Disc – Test

Wer sich viele Testberichte in den Medien anschaut, wird sich schnell fragen, wo viele Tester die Grenze für den Begriff preisgünstig ansetzen. Bei Bikes um die 3000 Euro von preisgünstig zu reden, stößt bei vielen Bikern auf Unverständnis, obwohl dieser Begriff bei den jeweiligen Tests sicherlich formal richtig gewählt wurde. Eine magische Grenze bei der Anschaffung eines Bikes liegt für viele Biker bei 500 Euro. In dieser Preisklasse trumpft das Cyclewolf Venom Disc auf. Ein Geheimtipp oder doch mehr Schein als Sein?

Die markante Optik des voluminösen Rahmens mit dem dicken Ober- und Unterrohr verspricht viel Gutes. Vorne dominiert am Venom eine mechanische Scheibenbremse von Tektro mit einer eindrucksvollen 180mm Bremsscheibe, während hinten eine klassische V-Brake, ebenfalls von Tektro, ihren Dienst versieht. Als Federgabel wurde dem Cyclewolf Venom Disc eine RST CAPA T-6 Federgabel mit 76 mm Federweg spendiert. Das Gesamtpaket sieht auf den ersten Blick auch recht fesch aus. Umso gespannter waren wir auf den Fahrtest.

Die Sitzposition auf dem Cyclewolf ist leicht gestreckt, aber für lange Touren immer noch akzeptabel. Ernüchternd waren dann allerdings die ersten Ausfahrten mit dem Cyclewolf. Das Fahrverhalten des Venom ist sehr nervös. Auf ruppigen Singletrails kommen selbst versierte Biker schnell an ihr Limit. Rauhe Abfahrten werden mit dem Cyclewolf zu einer echten Herausforderung für den Fahrer. Die Front des Venom bricht ohne Vorankündigung aus und zwang uns im weiteren Verlauf des Tests zu einer etwas besonnereren Fahrweise.

Ein Grund für das sehr nervöse Fahrverhalten dürfte bei der verbauten RST CAPA T-6 Federgabel zu suchen sein. Die CAPA T-6 hat in unseren Augen die Bezeichnung Federgabel nicht wirklich verdient. Nicht nur die Technik der RST CAPA T-6 mit Feder und MCU erinnert an graue Steinzeit des Mountainbikens, sondern auch das schlechte Ansprechverhalten. Die Gabel reagiert, wenn überhaupt, absolut unsensibel. Auch die Minimierung der Federvorspannung brachte kein akzeptables Ergebnis.

Ein Verkaufsargument in dieser Preisklasse sind sicherlich Scheibenbremsen. Auch das Cyclewolf Venom Disc ist, wie es bereits der Name besagt, mit einer Scheibenbremse ausgestattet. Zumindest vorne bietet das Venom eine optisch beeindruckende Scheibe mit 180mm Durchmesser. Am Heck wirkt eine klassische V-Brake. Die Bremsleistung der Scheibenbremse kann zwar den teureren Hydraulikbremsen kein Paroli bieten, ist aber noch akzeptabel. Ein bisschen Fingerkraft ist aber schon notwendig, um eine akzeptable Bremsleistung zu erzielen. Die V-Brake von Tektro kann uns dagegen nicht begeistern.

Schaltungstechnisch ist an dem Cyclewolf Venom Disc ein Shimano-Mix mit 24 Gängen, statt der mittlerweile üblichen 27 Gängen, montiert. Die integrierten Brems- und Schaltgriffe sind funktionell, wenn auch nicht gerade schön und leise. Jeder Gangwechsel wird mit einem lauten „Klack“ begleitet. Nach einigen Regen- und Schlammfahrten litt etwas die Schaltpräzision. Die verbauten Felgen von Rigida, als auch die Reifen von Kenda, sind für die Preisklasse, in der sich das Cyclewolf Venom Disc bewegt, eine durchaus gute Wahl.

Der gekröpfte Lenker sorgt in Verbindung mit einem kürzeren Vorbau für entspanntes Fahren und Touren. Hier ist sicherlich auch das Einsatzgebiet des Cyclewolf Venom Disc zu sehen. Das Cyclewolf lässt sich gut pedalieren, die Kletterfähigkeit ist akzeptabel und leichte Trails im Gelände lassen sich mit dem Bike gut meistern. Die Verarbeitung des Rahmens und die Lackierung konnten uns überzeugen. Daneben glänzt der Rahmen mit sinnvollen Gussets, einem integrierten Steuersatz und einem tauschbaren Schaltauge.

Bei einem Komplettpreis von unter 500 Euro muss man Kompromisse eingehen. Ein reinrassiges XC-Racebike wird man für dieses Geld ebensowenig bekommen wie einen phatten Downhiller. Die meisten verbauten Komponenten des Venom Disc sind zwar nicht edel, aber funktionell. Der große Minuspunkt ist unseren Augen die RST Federgabel. Ein Leichtgewicht ist das Venom Disc nicht. Etwas über 14 Kilogramm bringt das Bike auf die Waage. Als sportlicher Tourer steht dem Kauf dieses unter 500 Euro Bikes nichts im Wege.

Fazit:

Das Herzstück des Cyclewolf Venom Disc ist ohne Zweifel der Rahmen. Die markante Optik macht Lust auf mehr. Die große Schwäche des Venom Disc ist vor allem die verbaute RST CAPA T-6 Federgabel.

Gewicht: etwa 14,2 kg (ohne Pedalen)
Preis: 499 Euro

Mehr Infos unter www.cyclewolf.de

Takachi TK70 – Helmtest – Kopfschutz ist Chefsache!

Da besonders im Bereich des Kopfes viel kaputt gehen kann, muss dieser natürlich besonders geschützt werden. Einen sehr guten Schutz bieten Motorradhelme aus dem Motocross- und Offroadbereich. Ein großes Manko dieser Helme ist meist das sehr hohe Gewicht. Wir haben für euch mit dem Takachi TK70 einen leichten und preiswerten Offroad-Helm gefunden, den wir euch nicht vorenthalten wollen. Denn eine Sache ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Der nächste Sturz kommt bestimmt!

Mit etwa 1350 Gramm Gewicht ist der Takachi unter den MotoX-Helmen ein Leichtgewicht. Selbst bei einem Vergleich mit speziellen MTB-Downhillhelmen steht der Takachi vom Gewicht nicht schlecht da. Der Helm aus Thermoplast ist entweder einfarbig für knapp 100 Euro zu erwerben oder aber, mit einem sehr ansprechenden Dekor, für knapp 110 Euro. Nicht nur das Dekor gefällt, sondern auch die markante Helmform. Neben der Optik bietet der Takachi TK70 aber noch einige Schmankerl mehr. So lässt sich dem TK70 bequem das Innenpolster entnehmen und die Belüftungskanäle weisen Insektengitter auf.

Die Belüftung kann natürlich den herkömmlichen MTB-Fullfacehelmen kein Paroli bieten. Ein kleiner Nachteil, den man aber als Abfahrtsfahrer angesichts des sehr hohen Schutzes gerne in Kauf nimmt. Fixiert wird der sehr gut sitzende Helm mittels Doppel-D Verschluss. Ein weiterer Vorteil dieses Helms ist die enorme Bandbreite der verfügbaren Größen. Von XS bis XXL sollte für jeden Kopf der passende Helm zu finden sein. Natürlich erfüllt der Takachi TK 70 als Motorradhelm die ECE-Norm, eine Verordnung, nach deren Richtlinien Schutzhelme für motorisierte Zweiräder hergestellt werden müssen! Für ein Maximum an Sicherheit!

Fazit:

Optisch sehr ansprechender Rundumschutz für den Kopf mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis!

Farben: Unifarben bzw. verschiedenfarbige Dekore erhältlich
Größen: XS – XXL
Gewicht: etwa 1350 Gramm
Preis: 99,95 Euro (uni), 109,95 Euro (Dekor)

Vertrieb: CYPACC GmbH – Mausgeatt 8-12 – 44866 Bochum

Mehr Infos unter www.takachi.de

Solid Mission 9 – Test – Mission Possible?!

Ethan Hunt lehnt sich bequem zurück. Das Unwetter beunruhigt ihn in keinster Weise. Hier im Flieger fühlt er sich wohl und sicher. Er klappt sein Laptop auf und vernimmt seinen neusten Auftrag: Nicht zu Wasser, aber zu Land und in die Luft wird ihn sein nächstes Abenteuer bringen. Er muss geheime Dokumente sicher von einem Berg zu Tal bringen. Über verblockte Trails mit Geschwindigkeiten jenseits von Gut und Böse, bespickt mit wilden Jumps und Gaps, wird er vor dem Feind flüchten müssen. Ethan schließt das Laptop und schaut entspannt aus dem Fenster des Fliegers, denn er weiß, dass er das passende Gefährt haben wird: Ein Solid Mission 9. Mission possible?

Ganz so spektakulär spielte sich unser Test im Vorfeld natürlich nicht ab. Dennoch erwartete das Mission 9 auch bei uns die wilde Hatz über Trails. Bereits der erste Einsatz im belgischen Chaudfontaine konnte von den Stärken des Solid überzeugen. Der schnelle und steinige Trail, der über Bunkeranlagen des Krieges führt, verlangt ein gut ansprechendes Fahrwerk. Viele kurze Schläge zeigen schnell Schwächen im Fahrwerk auf. Die 235 mm Federweg am Heck sprechen unglaublich sensibel an. Dicke Steine und Kanten steckt das Solid mit einem Schmatzer weg.

Das Solid saugt sich regelrecht auf dem Trail fest. Die Umsetzung des abgestützen Eingelenkers, des patentierten Monolink Systems, ist Solid Bikes definitiv gelungen. Ein Leichtgewicht ist das verwindungssteife Mission 9 allerdings nicht. In der BPS-Ausführung (Bike Park Serie) mit einer Marzocchi 888 RC2, Truvativ Hussefelt Kurbeln, MRP Kettenführung sowie Sun S-Type Felgen aufgebaut, bringt das Solid etwas über 21 Kilogramm Lebendgewicht auf die Waage. Umso erstaunlicher ist, dass sich das Solid dennoch recht gut beschleunigen lässt.

Auch das Handling des Mission 9 kann überzeugen. Auf engen Trails lässt sich das Solid trotz des Gewichts gut um die Ecken zirkeln. Die Fahrposition mit dem sehr zentralen Schwerpunkt finden wir äußerst gelungen. Die gute Beherrschbarkeit des Bikes zeigt sich auch in der Luft. Wunderbar lässt sich das Bike kontrollieren und in die Landung pressen. Die anfängliche Befürchtung, das Bike würde mit uns fliegen und nicht andersherum, bestätigte sich zum Glück nicht. Das Fahrverhalten des Mission 9 ist sehr gutmütig und bietet genügend Sicherheitsreserven.

Das Solid liegt gut in der Hand. Fast übermütig schießt man mit dem Bike in die Kurven. Sollte es dann eng werden, driftet das Solid sauber und gut kontrollierbar. Drifts machen somit genausoviel Spaß wie Powerdrifts beim Beschleunigen in der Kurve. Die Verarbeitung des Solid ist solide, aber nichts für Freunde der filigranen und verspielten Baukunst. Das Mission 9 ist ein Arbeitsgerät, und so will es auch benutzt werden. Umso heftiger der Einsatz, umso besser. Das einzige Limit beim Solid scheint der Fahrer selbst zu sein.

Ein Mission 9 in der Bike Park Serie ist für 3599 Euro erhältlich. Mit der sehr gut arbeitenden Marzocchi 888 und den sinnvollen Komponenten ein sehr fairer Preis. Auch die hauseigenen Reverse Components konnten während des Tests überzeugen. Sollte es mit dem Solid auf der Abfahrt dann doch mal zu schnell werden, lässt sich das Mission 9 mit der Hayes Nine gut verzögern. Wer sein Bike lieber selber aufbauen möchte, kann den Rahmen bei Solid auch einzeln, mit oder ohne Dämpfer, erwerben.

Ethan Hunt kann wirklich gefasst sein. Mit dem Solid Mission 9 steht ihm ein erstklassiges Abfahrtsbike zur Verfügung. Schlimm wäre es nur, wenn seine Feinde auch dieses Bike haben würden. Dann könnte es eng werden 😉 Natürlich ist das Ziel eines jeden Bikers anders. Sei es die die Flucht vor Spionen, die Anhebung der eigenen persönlichen Limits oder der Gewinn des iXS Downhill Cups. Mit dem Solid Mission 9 ist die Mission auf jeden Fall possible 🙂

Fazit:

Die erstklassige Funktion des abgestützten Eingelenkers kann voll überzeugen. Das Solid Mission 9 bügelt die Trails geradezu platt, ohne jedoch an Handlichkeit und Spritzigkeit einzubüßen.

Größen: S und M
Gewicht: ca. 21,2 kg (Komplettbike BPS ohne Pedalen)

Preise:
Komplettbike BPS 3599,00 Euro
Rahmen ohne Dämpfer 1699,00 Euro
Rahmen mit MetelRP 1849,00 Euro
Rahmen mit FOX DHX 5.0 2099,00 Euro

Mehr Infos unter www.solidbikes.de

Spot-Check Willingen – Zwischen Himmel und Hölle

Willingen engagiert sich schon seit langer Zeit für die Mountainbiker. Bereits vor vielen Jahren lockte die damalige Freeridestrecke, welche früher sehr schöne Wurzelpassagen aufwies, die Biker in die Nähe des Sauerlandsterns. Der Sessellift befördert seit je her die Biker zuverlässig auf den Ettelsberg, und im Gegenzug die fußlahmen Partypeople runter zur Talstation. Die blöden Sprüche, der zum Teil leicht aggressiven Artgenossen, haben sich übrigens in den letzten Jahren nicht geändert. Diese darf man denn auf der etwas längeren Auffahrt, der Lift benögt etwa 15 Minuten, in aller Ruhe genießen.

Ende 2007 wird alles anders. Dann soll eine Gondel die Menschen in nur fünf Minuten nach oben schaffen. Netter Nebeneffekt: Das Gegröle würde man sich zumindest während der Auffahrt ersparen. Die Preise für den Sessellift halten wir für fair. Eine Zehnerkarte kostet zur Zeit 25 Euro, eine Tageskarte 19,50 Euro. Da man allerdings recht lange mit dem Sessellift unterwegs ist, lohnt sich unseres Erachtens eher die Zehnerkarte. Der Sessellift hat während der Bikesaison täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Doch kommen wir zum eigentlichen Punkt, den Strecken. Hier bieten sich ein Freeride, der Übungsparcours an der Eishalle, der Worldcup-BikerX und der Worldcup-Downhill an. Der Übungsparcours lockt mit kleineren Sprüngen und Anliegern. Der Parcours ist durch den Brechsand recht rutschig und kostet jede Menge Körner. Phatte Sprünge gibt es dagegen auf dem BikerX. Hier finden sich sogar drei Linien: Männer, Damen und Downhill. Die Worldcupfahrer zeigten, wie man schnell und spektakulär diesen Kurs rockt. Leider sah die Strecke, als wir da waren, sehr mitgenommen aus.

Der „neue“ Freeride besteht seit wenigen Jahren und hat die damalige Freeridestrecke abgelöst. Mit Anliegern und weichen Sprüngen kann man sich hier in BikerX-Manier den Berg runterschießen. Gut gefallen uns die Northshores, die man mit der Strecke kombinieren kann. Es sind zwar nicht besonders viele Northshores vorhanden und diese weisen zudem nicht sonderlich einfallsreiche Bauformen auf, aber immerhin. Wir würden uns hier mehr Hühnerleitern wünschen. Dass die Northshores älteren Baujahres sind, sieht man am zum Teil schlechten Zustand. Hier sollte vom Verantwortlichen Abhilfe geschaffen werden!

Der Zustand des Freerides, der sich ausschließlich durch den Wald schlängelt, ist im oberen Bereich akzeptabel, im unteren Bereich durch Bodenerosion und Bremslöcher ziemlich ruppig. Hardtailfahrer werden hier mächtig durchgeschüttelt. Als Downhiller gefällt uns natürlich, entgegen der Ansicht der meisten Besucher des Freerides, der untere Teil deshalb besonders gut. Die Wurzelpassagen längst vergangener Tage sind auf dem Freeride leider Geschichte. Das Ziel des Freerides ist recht weit von der Talsstation des Sesselliftes entfernt. Schön wäre es, die letzten Höhenmeter sinnvoller zu Tal zu bringen als über Straße.

Die zweite Strecke ist nicht EIN Downhill, sondern DER Downhill. Bereits der Startberg zeigt, dass es auf der folgenden Strecke richtig abgehen wird. Es folgt ein höllenschneller Kurs, zumindest für die Cracks. Diese haben beim Worldcup gezeigt, wie man in Willingen den Downhill abrocken muss. Besonders im oberen Teil befinden sich phatte und weite Sprünge über dicke Steine und Kanten. Wer hier fahren will, sollte sich unbedingt die Strecke vorher anschauen! Zu oft erwarten einen nach den Sprüngen und Kanten Überraschungen.

Im unteren Bereich des Waldes folgt ein Gap, bevor es dann letztendlich über bzw. neben dem BikerX des Worldcups geht. Der Downhill in Willingen ist nicht sonderlich lang, aber ziemlich heftig! Vor allem die dicken Steine und die phatten Jumps dominieren auf dieser Abfahrt. Wer hier schnell runterkommt, dem gebührt definitiv einiges an Respekt! Nicht umsonst ein Worldcup-Kurs vom Streckenbauer Didi Schneider himself. Die Abfahrt ist übrigens fahrbar und nicht abgesperrt. Leider ist auch hier das Ziel der Abfahrt recht weit vom Sessellift entfernt.

Da lediglich an den Samstagen und wenigen Feiertagen auf dem Ettelsberg Volksfest herrscht, ist es ratsamer, an anderen Tagen die Strecken in Willingen zu besuchen. An den anderen Tagen fallen die hier mitunter langen Wartezeiten und „Begegnungen der anderen Art“ weg und jeder Biker hat mehr von seinem Tag und seinem Ticket. Übrigens: Zur Zeit wird ein Konzept zur effektiven Streckenpflege und kontinuierlichen Streckenverbesserung erarbeitet. Wenn alles gut läuft, kann auch Willingen bald mit einem dauerhaft besseren Streckenniveau aufwarten!

Fazit:

Leider lässt der Zustand der einen oder anderen Strecke zu wünschen übrig. Fun ist allerdings garantiert und eine Herausforderung ist mit dem Worldcup-Downhill auch gegeben! Sollte das geplante Konzept aufgehen, dann darf man sicherlich sehr gespannt sein.

Mehr Infos unter www.ettelsberg-seilbahn.de

Chiba Cooler Handschuh – Cooler geht es nicht! Test

Der Sommer zeigt sich von der besten Seite. Lange haben wir auf dieses Traumwetter warten müssen, welches nun für die harten Monate des Winters entschädigt. Die Schweißdrüsen haben Hochsaison. Während Hunde einfach ihre Zunge raushängen lassen, sorgen beim Menschen vor allem die Extremitäten für den Hitzeabbau des Körpers. Ähnlich wie bei einem Kühler eines Autos muss die Wärme abgeleitet werden. Bei Außentemperaturen über 30 Grad im Schatten sollte der Chiba Cooler zeigen, was er wirklich drauf hat.

Wir kennen es alle, sich nach oder während einer Tour mit kaltem Nass wieder auf Touren zu bringen. Nichts ist in diesem Moment schöner. Problem bei uns Bikern ist auf Touren das Tragen von Handschuhen. Chiba hat einen Handschuh entwickelt, der neben dem erforderlichen Schutz sogar eine Leistungssteigerung bringen soll. Misstrauisch wie wir sind, haben wir uns den Chiba Cooler genauer angeschaut. Die Vorbereitungen für die bevorstehende Tour sind denkbar einfach. Kein Gefrierfach muss herhalten, sondern lediglich ein Glas Leitungswasser reicht, um den Chiba Cooler Leben einzuhauchen. Das Kältepack ist einfach zu entnehmen und muss nur 1 bis 2 Minuten in ein Glas Wasser gelegt werden. Das Kältepack nimmt um die dreichfache Dicke während des Wasserbades zu. Erstaunlich ist, dass dennoch keine Sauerei mit dem Wasser zu erwarten ist. Das Kältepack mit dem „Rapid Thermal Cooler Gel“ bindet das Wasser erstklassig.

Die Testbedingungen herzustellen, war denkbar einfach. Bei Außentemperaturen über 30 Grad im Schatten sollte der Chiba Cooler zeigen, was er wirklich drauf hat. Das Tragen des Chiba Cooler mit frischem Kältepack erwies sich als besonders angenehm. Das Cooler-System befindet sich am Puls der Innenhand und auf dem Handrücken. Die Kälte und die damit empfundene Erfrischung war sehr gut spürbar, dennoch blieb bei uns der große Aha-Effekt bezüglich der Leistungssteigerung aus. In diesem Punkt müssen wir den Ausführungen der Universitäten Münster und Dortmund Glauben schenken, die bestätigen, dass mit dem Chiba Cooler bei Ausbelastungstests höhere Leistungswerte erreicht werden. Lange Touren übersteht das Kältepack allerdings nicht ohne Auffrischung, obwohl laut Hersteller die Kühlung, je nach Temperatur, 8-20 Stunden halten soll. Aber auf jeder Tour sollte sich ein kleines Rinnsal finden, um die angenehme Frische wieder erfahren zu dürfen, da das Cooler-System immer wieder in kürzester Zeit aufladbar ist.

Der sehr durchdachte Handschuh beweist auch in anderen Punkten seine Klasse. Neben einem Quick-Pull-Off, welches das Ausziehen des Handschuhs enorm erleichtert, ist der Handschuh bis 30 Grad waschbar. Die Qualität des Handschuhs konnnte uns voll überzeugen. Der Handschuh sitzt sehr gut und auch die Nähte bereiteten keinerlei Schwierigkeiten.

Fazit:

Auch wenn bei uns der Aha-Effekt ausblieb, bleibt festzustellen, dass der Chiba Cooler nicht nur cool aussieht und gut verarbeitet ist, sondern auch perfekt sitzt und dank Kühlpad angenehm kühlt. Auf jeden Fall eine lohnenswerte Anschaffung.

Größen: XS – XXL
Farben: royal-schwarz, schwarz
Preis: 32,90 Euro

Mehr Infos unter: www.chiba.de

iXS Freeride-Downhill Short – Des Freeriders / Downhillers Beinkleid

Bereits seit dem Jahre 2003 sorgt die iXS sports division als Hauptsponsor des iXS Downhill Cups für eine starke schweizer Rennserie. Gestartet wurde damals im Berner Oberland und mittlerweile präsentiert sich iXS auch als Hauptsponsor des deutschen Downhill Cups. Bei Unternehmen, die so stark in der Rennszene involviert sind, ist die Erwartungshaltung an deren Produkte natürlich besonders hoch. Speziell für Freerider und Downhiller findet sich bei iXS die iXS Freeride-Downhill Short. Wir haben uns für euch in Schale geschmissen.

Sehr chic. Geschmack ist bekanntlich Geschmackssache, aber die iXS Freeride-Downhill Short sieht definitiv gut aus. Von vorne, von hinten oder von der Seite, die Hose weiß optisch zu überzeugen. Die überwiegend in weiß gehaltene Short wird durch die schwarzen Stretchbereiche aufgewertet. Doch nicht nur die Optik sollte über den Kauf oder Nichtkauf eines Produktes entscheiden. Die iXS Short kann auch von der Verarbeitung voll überzeugen. Die vielen dreifach Nähte sorgen für ein langes Leben der Short. Das Innenfutter sorgte während des Tests, selbst bei heißen Temperaturen, für einen angenehmen Tragekomfort. Auch das Tragen von Schienbeinprotektoren bereitete keinerlei Probleme.

Die Hose erwies sich als äußerst hart im Nehmen und auch die vielen Waschmaschinenwäschen hinterließen keine Spuren. Neben der guten Verarbeitung und der Optik glänzt die iXS Freeride-Downhill Short mit einigen durchdachten Detaillösungen. Das Einstellen des Hüftumfangs ist doppelseitig möglich und sorgt so für einen angenehmen Sitz der Short. Das Manko vieler Shorts anderer Hersteller, wo es an einer Tasche mangelt, entgeht iXS gekonnt mit zwei verschließbaren Einschubtaschen. Natürlich wird die iXS Freeride-Downhill Short mit zwei entfernbaren Seitenpolstern ausgeliefert.

Fazit:

Überzeugend! Die iXS Freeride-Downhill Short glänzt neben der Optik und der Verarbeitung mit den durchdachten Detaillösungen.

Größen: S – XXL
Farbe: Weiss
Material: 100% Polyester
Preis: 99,95 Euro

Mehr Infos unter: www.ixs-sportsdivision.com

Burton Zoom Pack und Holst Model M – Fotorucksäcke im Test

Der Weihnachtsmann hat es gar nicht so schlecht. In seinem Sack, den er sich alljährlich geschwind über die Schulter wirft, transportiert er so Allerlei zu den Kindern dieser Welt. Ein großer Vorteil ist die Fahrt am Nachthimmel. Kein Gepolter und keine Wegunebenheiten bringen ihn und die Güter, die er transportieren muss, in Gefahr. So vermuten wir wenigstens, weil wer weiß schon wirklich, was dem guten Mann alles so widerfährt. Was einem hier auf Erden alles widerfahren kann, dass wissen wir dafür umso besser. Wie man seine Kamera auch an die entlegendsten Spots sicher transportieren kann, zeigen wir euch hier.

Mit Sack und Pack auf dem Bike muss eine gute Lösung her, damit die wertvolle Ausrüstung nicht zu Schaden kommt. Zu finden sind im Handel einige gute Lösungen, zwei davon stellen wir euch hier vor. Wir haben uns den Burton Zoom Pack von Burton Snowboards und das Model M von Holst genauer angeschaut und umgeschnallt. Beide Rucksäcke sind keine speziellen Fotorucksäcke für Mountainbiker. Wie der Test aber zeigte, eignen sich dennoch beide Rucksäcke für uns Biker. Der Burton richtet sich vor allem an die Belange von Snowboardern und Skifahrern, der Holst spricht den allgemeinen Fotografen an, der seine Ausrüstung auf dem Rücken tragen möchte. So unterscheiden sich beide Fotorucksäcke enorm voreinander. Wir erläutern euch hier die Unterschiede und für wen welcher Rucksack geeignet ist.

Burton Snowboards – Burton Zoom Pack

Beim Burton Zoom Pack handelt es sich um einen professionellen Rucksack für Fotografen. Das ist bereits beim Aufbau des Burton erkennbar. Viele kleine und größere integrierte Taschen bieten Platz für Utensilien wie zum Beispiel Ersatzakkus oder Speicherkarten. Zudem kann am Rucksack bequem ein Stativ angebracht werden. Die wertvolle Ausrüstung findet im Innern des Burton Zoom Pack Platz. Dort gelangt man nur über das Rückenteil des Rucksacks hin. Auf der Rückseite des aufklappbaren Rückenteils finden sich Klarsichttaschen. Der innere Aufbau des Rucksackes ist durch Verwendung von Klettband variabel und bietet zudem durch das Kammernsystem einen guten Aufprallschutz. Im Falle eines Falles. Für die schnelle Handhabe ist der Burton allerdings weniger praktisch. Um die Kamera zu entnehmen, muss immer der Rucksack vom Rücken genommen werden. Vorteil hierbei ist allerdings der Diebstahlschutz.

Die Verarbeitung des Burton ist erstklassig. Lediglich eine Regenhülle vermissen wir bei diesem sehr durchdachten Rucksack. Die Schultergurte des Burton sind sehr breit und gut gepolstert, so dass diese nicht nur bei dicken Winterjacken, sondern auch bei dünnen Trikots keine Spuren hinterlassen Der Hüftgurt und der Brustgurt fixieren den Rucksack fest am Biker, ohne am Tragekomfort einzubüßen. So fixiert steht selbst harten Geländeeinsätzen nichts mehr im Weg. Durch das aufliegende Rückenteil auf dem Rücken, ohne Luftzirkulation, wird es auf dem Rücken allerdings mollig warm 😉

Fazit: Der perfekte Rucksack für den Transport der geliebten Kamera. Auch im wilden Gelände bleibt der Rucksack dort, wo er hingehört und schränkt in keinster Weise die Bewegungsfreiheit ein. Für die schnellen Shots zwischendurch finden wir den Burton Zoom Pack von der Handhabung etwas umständlich.

Volumen: 36 Liter
Preis: 159,95 Euro
Mehr Infos unter www.burton.com

holst-direct – holst Fotorucksack Modell M

Der holst-direct Fotorucksack Modell M definiert die Fotorucksäcke neu. Bei diesem Rucksack wurde vor allem auf den schnellen Zugriff zur Kamera Wert gelegt. Im Gegensatz zu anderen Rucksäcken muss der holst-direct nicht komplett vom Rücken abgestreift werden, um die Kamera zu entnehmen. Vor allem bei schnell wechselnden Einsatzorten, wie zum Beispiel bei einem Rennen, ist dies ein sehr großer Vorteil. Der Vorteil kann sich natürlich auch zum Nachteil wandeln, wenn im dichten Gedränge fremde Finger anfangen, am Rucksack rumzuhantieren. Hier muss man etwas aufpassen. Erreicht wird dieses geniale System durch eine spezielle Öffnung an der Rucksackseite. Ein sehr pfiffiges Konzept. Natürlich kann die Kamera auch weiterhin von oben entnommen werden. Selbst große Kameras mit montiertem Objektiv passen in den holst-direct Fotorucksack. Der Schutz der Kamera kann nach unserem Ermessen im Falle eines Falles nicht ganz an den Burton ranreichen. Durch den Einsatz von Klettbändern ist auch das Innenleben des Fotorucksacks weitgehend variabel. Hier findet aber kein Kammernsystem Verwendung. Schutz findet das Equipment durch die bei holst-direct als Zubehör zahlreich angebotenen Zusatz- und Objektivtaschen. Zwei Zusatztaschen gehören beim Modell M zum Lieferumfang dazu.

Auch beim holst-direct sind die Schultergurte sehr gut gepolstert. Da beim Modell M lediglich ein Brustgurst, aber kein Hüftgurt Verwendung findet, ist ein Geländeeinsatz nur bedingt möglich. Allerdings bietet das nächstgrößere Modell L die Möglichkeit, einen Hüftgurt als Zubehör zu erwerben. Leider weist der holst-direct nur sehr wenige Möglichkeiten auf, Kleinteile schnell und sicher zu verstauen. Hier sollte der Hersteller dem Rucksack noch die eine oder andere angenähte verschließbare Tasche spendieren. Die Verarbeitung des Rucksacks ist gut und auch die verwendeten Reißverschlüsse machen einen guten und soliden Eindruck. Lobenswert ist auch die Mitlieferung einer Regenhülle, damit bei sintflutartigen Regenfällen die geliebte Kamera trocken bleibt.

Fazit: Der perfekte Rucksack für den schnell wechselnden Einsatz vor Ort. Besonders der Einsatz bei Rennen und Veranstaltungen wird den Fotografen begeistern. Wo andere noch ihre Kamera auspacken, kann durch den schnellen Zugriff vielleicht schon der entscheidende Shot gemacht werden. Nur beim Biken im wilden Gelände und wegen der mangelnden angebrachten Taschen sammelt der holst-direct Modell M Minuspunkte.

Volumen: etwa 19 Liter
Preis: 69,50 Euro
Mehr Infos unter www.holst-direct.de

Continental Digga – Digga dir einen! – Reifentest

Zugegeben…die Reifen von Continental hatten bei uns in der Vergangenheit einen recht schlechten Stand. So wirklich überzeugen konnten uns die Gummis von Continental nicht. Umso skeptischer standen wir dem Digga gegenüber, der neuen Walze von Continental speziell für Downhiller. Nicht nur die Werbetrommeln wurden von Continental dementsprechend laut gerührt, sondern der Digga ist zudem Bestandteil des Komplettpaketes zum neuen Conti-Ranking, dem Markenpokal im Rahmen des IXS German Downhill Cups. Fakten, die uns zugegebenermaßen erfreuen, aber dennoch unbeeindruckt lassen. Wir wollten wissen, ob der Digga hält, was Continental verspricht.

Um optimale Testumgebungen und Wettbewerbsbedingungen zu garantieren, haben wir neben den heimischen Trails diverse Abfahrten im Bergischen Land heimgesucht. Da es sich bei dem Digga um einen Downhillreifen handelt, liegt der Schwerpunkt des Tests natürlich in und auf der Abfahrt. Die ersten Tests fanden auf trockenem Waldboden mit Wurzeln und Steinen statt. Der griffige Boden verlieh dem Continental unglaublichen Grip. Die Wurzelteppiche und Steinpassagen konnten den Digga in keinster Weise beeindrucken. Neben dem sehr guten Grip überzeugte, vor allem bei den Steinpassagen, das Dämpfungsverhalten und die Pannensicherheit des Reifens. Platten Fehlanzeige. Wir fanden für uns den optimalen Luftdruck bei etwa 1,5 bis 1,6 bar. In Grenzsituationen, wenn der Reifen langsam aber sicher die Traktion verliert, bleibt der Digga gut kontrollierbar. Auch die Beschleunigungswerte und das Bremsverhalten der Walze, der nur in der Größe 26×2.5 erhältlich ist, können sich sehen lassen.

Erschwerte Testbedingungen erwartete den Digga bei den weiteren Tests. Der Winter forderte Tribut und erwartete uns mit teilweise gefrorenen Strecken. Auf unserem Lieblingstrail musste der Digga sich zusätzlich gegen die Konkurrenz aus anderem Hause behaupten. Die Gesichter nach den Runs sprachen Bände. Der lapidare Kommentar „der Digga liegt perfekt auf der Strecke…echt geil“ wurde mit einem zähneknirschenden „wir merken das schon!“ quittiert. Der im Laufe des Tages auftauende Boden sorgte zudem für Höchstarbeit bei den Testern. Und den Reifen. Doch auch hier zeigte sich der Digga von seiner besten Seite. Auf schnellen Matschpassagen fängt der Digga leicht an zu schwimmen, bleibt aber dennoch gut kontrollierbar.

Der Digga sorgt mit seinem Grip für enorme Fahrsicherheit und somit für schnelle Zeiten. Die gute Beherrschbarkeit in Grenzsituationen und die gute Selbstreinigung sorgen für volle Punktzahl. Die Continentaler haben mit dem Digga definitiv sehr gute Arbeit geleistet. Den Digga gibt es übrigens auch in einer faltbaren Version mit dem Namen Digga UST.

Fazit:

Unglaublicher Grip! Auf Waldboden kann der Conti genauso überzeugen wie auf Stein- und Wurzelpassagen. Doch damit ist noch lange nicht Ende im Gelände. Zusätzlich überzeugt der Digga mit einem guten Rollverhalten und der Pannensicherheit. Digga dir einen!

Preis: 37,95 Euro
Dimension: 26×2.5
Gewicht: etwa 1200 Gramm

Mehr Infos unter: www.continental.de