iXS Hammer-Series knee guard – Der „schlanke“ Knie-/Schienbeinschoner

Speziell für Freeride, 4X und BMX bietet die iXS Sport-Division mit dem „Hammer-Series knee guard“ einen sehr schlanken Knie-/Schienbeinschoner an. Der super leichte Schoner macht vor allem beim BMX Sinn, wo klobige Downhillschoner mehr stören und beengen als nutzen. Auch die Freunde des Freeridens und von anspruchsvollen technischen Touren bekommen mit dem „Hammer-Series knee guard“ einen sehr gut sitzenden Schoner, der durch sein kleines Packmaß in allen Rucksäcken Platz finden dürfte. Ohne Schoner rauf, mit Schoner runter! Damit steht dem Abfahrtsspaß nichts mehr im Wege!

Fixiert wird der „Hammer-Series knee guard“ mit drei Klettstreifen. Vorteilhaft ist, dass der Schoner nicht mit einem „Strumpf“ ausgestattet ist und somit schnell und einfach angelegt werden kann. Der Schoner sitzt wie angegossen! Selbst nach langem Tragen scheuern, zwicken und stören die Schoner nicht. Lediglich der mittlere Klettstreifen ist für normal trainierte Waden ein bisschen zu lang ausgefallen und könnte etwas kürzer sein. Die zusätzlich auf dem stoßabsorbierenden Schaumstoff aufgebrachten Kunststoffschalen halten zuverlässig die „bösen“ Zähne und Pins der Pedalen vom Schienbein fern. Der „Hammer-Series knee guard“ bietet für seine „zarten“ Dimensionen einen sehr guten Schutz und passt hervorragend unter lange Race-Hosen. Beim Freeriden ist man für das kleine Packmaß ebenfalls sehr dankbar. Fanden die klobigen Downhillschoner im Rucksack kaum oder oft gar keinen Platz, dürfte sich dieses Problem des Platzmangels auch erledigt haben. Die Verarbeitung gibt keinen Grund zur Kritik und auch das Waschen in der Waschmaschine konnte den Schonern nichts anhaben.

Fazit:

Die super leichten „Hammer-Series knee guard“ sitzen wie angegossen und sind angenehm zu tragen. Durch das kleine Packmaß finden die Schoner zudem in fast jedem Rucksack Platz!

Farbe: schwarz
Größen: XS, S, M, L, XL
Preis: 39,95 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-sportsdivision.com

Craft Rain Jacket und Pant – Regenbekleidung im Test

Bedingt durch die klimatischen und landschaftlichen Gegebenheiten setzten die Skandinavier schon oft Maßstäbe. Schwedische Autos galten bereits sehr früh als sehr sicher, ein finnisches Unternehmen ist der weltgrößte Mobiltelefonhersteller und beim Eishockey sind die Skandinavier sowieso Weltspitze. Doch auch Bekleidungstechnisch spielen die Skandinavier großes Kino, wie der Test der Regenbekleidung der schwedischen Firma Craft zeigt. Wir testeten für euch das „Bike Rain Jacket“ und die „Bike Rain Pant“.

Wer kennt es nicht? Spätestens beim Abrutschen von der Bärentatze ist es um viele Regenhosen geschehen. Schnell klafft ein großer Riss dort, wo eigentlich die Hose das Regen- und Spritzwasser vom Körper fernhalten sollte. Funktion ist eine Sache, Stabilität leider oft eine andere. Dass es auch anders geht, bewies uns der Test der „Bike Rain Jacket“ und der „Bike Rain Pant“ von Craft. Die Skandinavier legen hier weniger Wert auf Filigranität, sondern viel mehr auf gute Funktion bei einer sehr hohen Stabilität. Das merkt man bereits beim ersten Befühlen des Bekleidungsstoffes. Dieser fühlt sich relativ fest und dick an und vermittelt das Gefühl eines normalen Stoffes. Doch weit gefehlt! Bei dem Material handelt es sich um „vent air“, welches atmungsaktiv, wassendicht und winddicht ist. Der Schnitt der Hose und der Jacke sind sehr leger und stehen selbst Gegnern von Spandexklamotten gut zu Gesicht. Die Bündchen von Hose und Jacke sind eng anliegend. Ein Reißverschluss im Wadenbereich lässt ein schnelles und unkompliziertes Überstreifen der Hose zu und die angebrachten Klettverschlüsse sorgen für eine flatterfreie Fahrt. Die Verstärkung am Gesäß sorgt für ein langes Leben der „Bike Rain Pant“.

Die Jacke bietet für Achselschwitzer, ebenfalls durch einen Reißverschluss, spezielle Belüftungsschlitze an. Hose als auch Jacke weisen hinten eine kleine Extratasche auf und durch das Innenfutter ist die Craft Regenbekleidung angenehm zu tragen. Dass Trotz der Robustheit des Materials die Funktion nicht darunter leiden muss, zeigte der harte Test bei winterlichen als auch frühlingshaften Wetterbedingungen. Selbst bei Sturmwarnung waren wir mit der Jacke und der Hose unterwegs. Kein Vergnügen, aber die Craft Produkte zeigten sich von ihrer besten Seite und hielten den Unmengen von Regenwasser stand. Vorteil des legeren Schnittes ist, dass bei kühleren Temperaturen ohne Probleme etwas darunter getragen werden kann. Neben der Funktion begeistert vor allem die Stabilität. Trotz mehrfachen Hängenbleibens an den Pedalen und an unsinnigen Dornenbüschen zeigten sich Hose als auch Jacke nach dem Test in einem immer noch sehr guten Zustand.

Fazit:

Perfekt für alle, die einen hohen Anspruch an Funktion und Stabilität haben.

Bike Rain Jacket

  • Größen: S bis XXL
  • Farben: neongelb, rot, schwarz, silber
  • Preis: 99,95 Euro

Bike Rain Pant

  • Größen: S bis XXL
  • Farben: schwarz
  • Preis: 99,95 Euro

Mehr Infos unter www.craft.se

Princeton Tec Switchback 3 – 3×3 Watt Frontlampe im Test

Erwartungsvoll haben wir auf die neue Beleuchtungsserie „Switchback“ des Lampenspezialisten Princeton Tec aus den USA gewartet. Die aus Spritzgußaluminium bestehenden Lampenkorpusse und die verbauten 3-Watt Maxbright LED, je nach Modell in ein- bis dreifacher Ausführung, ließen uns vor dem Test ungeduldig mit den Hufen scharren. Umso freudiger war die Nachricht, die Switchback ist beim deutschen Vertrieb Fulmatech in Neubrunn verfügbar. Kann die Switchback 3 die hohen Erwartungen an eine knapp 500 Euro teure Beleuchtung erfüllen?

Die Switchback wird in drei Versionen angeboten. Diese reicht von der Switchback 1 mit einer 3-Watt Maxbright LED über die Switchback 2 mit zwei verbauten LED bis zur Switchback 3 mit drei LED. Die Preisspanne bewegt sich dabei zwischen 249 Euro und 489 Euro. Stolze Preise, die natürlich die Erwartungen nach oben schrauben. Wir haben uns für den Test direkt das Königsmodell, die Switchback 3, gekrallt. Was darf der Käufer für etwa 500 Euro erwarten? Ganz klar viel! Und dies kann die Switchback 3 bereits beim Auspacken erfüllen. Optisch ansprechend wird das Produkt nicht in einer billigen Plastikverpackung dargeboten, sondern ordentlich verpackt in einem Karton. Bereits das Auspacken des sehr sicher verpackten Produktes zeigt, dass es sich bei der Switchback 3 um etwas Besonderes handeln muss. Dieser Eindruck wird noch durch den Lieferumfang verstärkt. Der Lieferumfang besteht neben dem Lamperkorpus aus einem Lithium-Ionen-Akku, einem Ladegerät für 220 Volt, ein weiteres Ladegerät für einen 12 Volt Zigarettenanzünder, einer Lenkerbefestigung, einer Helmbefestigung, einem Verlängerungskabel, Klettbefestigungsbändern und einer deutschen Gebrauchsanleitung als PDF-Datei auf CD. Lediglich eine gedruckte Gebrauchsanleitung vermissen wir.

Der Ladezustand des Akkus wird über drei verschiedene LED angezeigt: Grün steht für vollständig geladen, gelb für einen mittleren Akkuzustand und rot signalisiert Lowlevel. Der Akku kann mittels Klettband am Rahmen befestigt werden. Dünne CroMo-Rahmen haben etwas das Nachsehen, da die Auflagefläge des Akkus für „normale“ MTB-Rahmen ausgelegt ist. Durch das Klettband und die Gummierung am Akku bleibt dieser selbst bei wüsten Fahrmanövern an seinem Platz. Natürlich kann der Akku auch im Rucksack transportiert werden, durch das beigelegte Verängerungskabel ist die Länge des Kabels ausreichend. Die Verbindungsstecker sind sehr solide, stabil und wasserdicht. Den Lampenkorpus hatten wir im Test auf dem Helm als auch am Lenker im Einsatz. Die Helmbefestigung lässt sich gut fixieren, an das Gewicht des Korpusses auf dem Kopf muss man sich allerdings etwas gewöhnen. Leicht ist der Lampenkorpus nicht. Belohnt wird man mit einer sehr guten Lichtausbeute und wüsten Beschimpfungen von entgegenkommenden Wanderern und Joggern. Sollte jemand erblindet sein, bitten wir um Entschuldigung 😉 Das trifft die Sache schon ziemlich auf den Punkt. Die Lichtausbeute kann begeistern. Durch die beeindruckende Lichtstärke können selbst schmale Trails im Winter befahren werden. Der Lichtkegel ist leicht fokussiert und die Übergange von dunkel nach hell sind fließend. Lediglich die Randausleuchtung könnte etwas besser sein.

Die Switchback 3 bietet per Knopfdruck drei verschiedene Lichtstärken an und kann so den Gegebenheiten angepasst werden. Ein weiterer Modi versetzt die Switchback 3 in ein Blinklicht. Ein permanenter Druck auf den Schalter schaltet die Lampe komplett aus. Durch eine spezielle Technologie bleibt das Licht über die gesamte Leuchtdauer gleich. Der Hersteller gibt bei der Switchback 3 eine Leuchtdauer von 6 Stunden im höchsten Modus an. Der Wechsel in den Lowbereich des Akkus wird durch ein kurzes Blinken des Frontlichts signalisiert und durch eine rote Kontroll-LED angezeigt. Bei uns im Test war dieser Zustand im höchsten Modus nach etwa 4 Stunden erreicht. Sollte während der Ausfahrt der Akkuzustand auf Lowlevel fallen, braucht trotzdem niemand in Panik zu verfallen. Sogar mit der höchsten Lichtstärke bietet die Switchback 3 dann noch etwa etwa 2 1/2 Stunden Licht für den sicheren Heimweg. Die vom Hersteller angegebenen 6 Stunden erreichten wir im Test somit allerdings nicht ganz. Sehr positiv bewerten wir das Schnell-Ladesystem des Akkus, welches ein Laden des Akkus in etwa 2 1/2 Stunden ermöglicht. Ebenfalls praktisch und gut ist der Schutz vor Überladung des Akkus. Übrigens: Die markanten Kühlrippen des Lampenkorpusses machen tatsächlich Sinn…bei kühlen Außentemperaturen fällt die Hitzeentwicklung der drei Power-LED nicht weiter auf, bei warmen Außentemperaturen wird das Lampengehäuse aber ziemlich hot.

Fazit:

Zugegeben, 489 Euro sind für eine Fahrradbeleuchtung nicht gerade ein Pappenstiel, aber dafür bekommt man ein sehr gute Beleuchtung in einer sehr guten Qualität. Absolut empfehlenswert!

Preis: 489 Euro

Vertrieb:
FULMATECH OHG
Mainzer Str. 3
97277 Neubrunn

Mehr Infos unter www.fulmatech.com

Vaude Race Gloves Long – Neu für 2008 – Handschuh – Vorstellung

Einer der führenden Hersteller im Bereich von Outdoor-Bekleidung ist das Unternehmen Vaude aus Tettnang. Neben einer sehr umfangreichen Produktpalette für Mountain- und Outdoorsportler bietet der Outdoor-Spezialist mit seinem zweitgrößten Segment Mountainbikesport ein sehr großes Sortiment für uns Biker an, darunter natürlich auch Handschuhe. Für das Jahr 2008 hat Vaude die Race Gloves Long im Programm. Wir hatten die Chance, bereits vorab ein Vorserienmuster des brandheißen Handschuhs für euch abzuchecken.

Das erste, was auffällt, ist der hervorragende Sitz des Handschuhs. Wie eine zweite Haut schmiegen sich die Vaude Race Gloves Long den Händen an, ohne jedoch zu eng zu wirken. Im Handflächenbereich weist der Handschuh zur Entlastung beeindruckende Dämpfungselemente auf. Unsere Befürchtung, diese würden beim Fahren vielleicht störend wirken, war völlig unbegründet. Der Handschuh vermittelt beim Fahren ein sehr gutes Feeling, weder das Gefühl zum Bike noch zu den Bremsen wird gestört.

Auf den Brems- und Schaltungsfingern (einschließlich Daumen) sind für eine erhöhte Griffigkeit Silikonprints aufgebracht. Die Verarbeitung des Handschuhs gibt ebenfalls keinen Grund zum Nörgeln. Die Race Gloves Long sind sehr gut belüftet, weshalb wir den Handschuh für die Saison von Frühjahr bis Herbst empfehlen. Natürlich fehlt bei den Vaude Race Gloves Long weder der Fleecebesatz am Daumen noch ein Klettverschluss. Einzig die Farbauswahl ist ein bisschen mager, den Handschuh gibt es leider nur in schwarz und anthrazit.

Fazit:

Mit den Vaude Race Gloves Long vertraut man seine Hände einem durchdachten und guten Handschuh an. Der leichte Handschuh sitzt perfekt und verdient auf jeden Fall das Prädikat empfehlenswert!

Preis: 35 Euro
Größen: 7 bis 11

Mehr Infos unter www.vaude.com

Vaude Suami Gloves – Winterhandschuhe im Test

Kinders, Kinders…kalt war es mal wieder! Auch wenn der Winter derzeit Achterbahn fährt, können wir doch sicher sein, dass es nochmal richtig kalt werden wird. Da wir selbst im tiefsten Winter nicht auf unsere Lieblingsbeschäftigung, dem Biken, verzichten wollen, ist gute Winterbekleidung absolut notwendig. Besonders bei den Händen setzt die eisige Kälte dem Biker stark zu. Bekleidungsspezialist Vaude bietet in seinem Sortiment das passende Kleidungsstück gegen steifgefrorene Finger. Wir haben uns mit dem Winterhandschuh Suami für euch in die Tiefen des Winters gestürzt.

Das erste Anprobieren und die erste Ausfahrt mit dem Handschuh ist gewöhnungsbedürftig. Durch die Dicke des Materials, der Handschuh soll schließlich wärmen, ist die Sensibilität natürlich nicht mit dünnen Sommerhandschuhen vergleichbar. Allerdings gewöhnt man sich schnell an die Handschuhe. Bei Temperaturen über 0 Grad wird es in den Suami Gloves mollig warm, die besten Tragebedingungen finden sich unter dem Gefrierpunkt bei etwa -5 Grad. Kälter geht, aber da macht sich nach einiger Zeit der Daumen bemerkbar. Die Ärmelbündchen reichen weit hoch und wärmen zusätzlich. Leider vermissen wir einen zusätzlichen Frotteebesatz am Daumen, welcher direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen würde: Reinigungsfunktion und zusätzlicher Kälteschutz. Die Verarbeitung der Handschuhe ist sehr gut, die Suami Gloves lassen sich zudem bei 30 Grad problemlos waschen. Nur das Vaude-Logo verabschiedete sich bei uns nach einigen Wäschen.

Als sehr nützlich haben sich auch die Armlinge III und Beinlinge III von Vaude erwiesen. Diese auf kleinstes Packmaß verstaubaren Helferlein sollten auf keiner größeren Tour fehlen. Für die Übergangszeit eignen sie sich als Erweiterung für kurze Pants, im Winter bieten die Arm- und Beinlinge in Kombination mit langer Wäsche einen zusätzlichen Kälteschutz. Der Preis für die Armlinge III beträgt 29 Euro und für die Beinlinge III 39 Euro.

Fazit:

Gute Passform, guter Kälteschutz und gute Qualität zu einem fairen Preis! Absolut empfehlenswert!

Preis: 34,95 Euro

Infos unter www.vaude.com

Univega RAM XF-932 – Der X-Fighter im Test

Zeitgemäß zeigt sich Univega mit den Bikes der X-Fighter Serie. Ohne viel Schnickschnack und unnötigen Ballast verspricht Univega mit der XF-Serie den Käufern ein Bike, welches jeder Offroad- und Stadt-Szene gewachsen sein soll. Optisch flößt das XF-932 schon mächtig Respekt ein. Der Preis unterhalb der 1000 Euro Grenze könnte ebenfalls für viele Anhänger sorgen. Wir haben den Kämpfer in den verschiedensten Disziplinen zum Duell aufgefordert.

 

Wie es sich für einen Kämpfer gehört, darf ein imposantes Auftreten nicht fehlen. Das vierkantige Unterrohr und die wuchtige Front des X-Fighter verfehlen beim Betrachter nicht ihre Wirkung. Mit fetten Lettern verewigt sich der Markenname Univega auf dem Unterrohr. Ein wahres Highlight sind die Ausfallenden des XF-932. Diese bestehen aus je einer Platte, welche über Langlöcher eine Änderung der Kettenstrebenlänge um etwa 14 mm erlauben.

Der Lenkwinkel des Univegas ist recht steil. Das Fahrverhalten ist zwar etwas nervös, dafür reagiert das X-Fighter ohne Verzögerung auf jede Lenkbewegung. An das leicht nervöse Fahrverhalten gewöhnt man sich allerdings sehr schnell und genau so schnell lernt man die Vorzüge dieses Bikes zu lieben. Das Univega lässt sich absolut genial beschleunigen und sorgt besonders auf BMX-Bahnen für Beschleunigungsorgien. Somit kann auch vor langgezogenen Jumps genug Geschwindigkeit aufgebaut werden.

Geradezu leichtfüßig lässt sich das Bike bewegen. Das Univega rollt richtig gut und lädt dazu ein, den Weg zum nächsten Spot auch mal mit dem Bike zurück zu legen und nicht unbedingt nur mit dem Auto. Bei soviel Sprintpotential und gutem Rollverhalten schockte der Blick auf die Waage. Das Gewicht des XF-932 beträgt stattliche 16,1 Kilogramm. Ein erstaunlich hoher Wert der verblüfft, wenn man die Leichtfüßigkeit des Univegas betrachtet.

Das XF-932 zeigt seine Stärken aber nicht nur erdgebunden, sondern auch, oder gerade, in der Luft. Das Univega lässt sich beim Jumpen hervorragend dirigieren und zeigt keinerlei Anzeichen von Nervosität. Doch nicht nur auf BMX-Tracks ist das XF zu Hause, sondern auch auf allen Straßen und Skateparks der Welt. Durch das gute Handling verführt das Univega zum Spielen. Auch beim Drift verhält sich das Univega souverän. Das Vorderrad fängt leicht an zu radieren, bevor sich sanft das Hinterrad anschließt. Das Bike bleibt dabei sehr gut kontrollierbar.

Das Einsatzgebiet des XF-932 ist in den Bereichen Street, Dirt und Dual zu suchen. Entsprechend zum Einsatzgebiet sind die verbauten Komponenten. Die Marzocchi Dirt Jumper 3 bietet mit 100mm Federweg ausreichend Reserven. Auch bei der Schaltung lässt Univega nichts „anbrennen“ und spendierte dem XF-932 Schaltwerk und Schalthebel der XT-Gruppe von Shimano. Für gute Dosierbarkeit und Bremspower sorgt Maguras Julie mit einer 160er Bremsscheibe hinten und einer 180er Bremsscheibe vorne.

Das Univega RAM XF-932 lässt kaum Wünsche offen. Ein Kämpfer der sympatischen Natur. Der breite Spielraum lässt viel Platz für Kreativität. Schwächen zeigt das Bike nur zweckentfremdet auf ruppigen schnellen Abfahrten. Hier macht sich das nervöse Fahrverhalten negativ bemerkbar. Bei Schlamm sind die Geax Lobo Loco Reifen etwas überfordert. Der unteren Rolle der Truvativ Kettenführung sollte man hin und wieder etwas Schmierstoff gönnen, da diese den ansonsten lautlosen Kämpfer in einen schreienden Krieger verwandelt.

Fazit:

Optisch und fahrtechnisch ein sehr geiles Bike mit einer gelungenen Ausstattung. Der Preis unterhalb der 1000 Euro Preisklasse dürfte für viele Anhänger sorgen. Da wünscht man sich nur noch eine BMX Bahn vor der Tür!

Preis: 999 Euro

Gewicht: etwa 16,1 Kilogramm

Mehr Infos unter www.univega.com

Kona Stinky 2007 im Test – Einstieg in die „Out of Bounds“ Klasse

1988 gründeten Jacob Heilbron, „Jake the Snake“ genannt, Dan Gerhard und Joe Murray die Bikeschmiede Kona. Besonders im Bereich Freeride und Northshore engagierte sich Kona sehr früh, eine Entwicklung, die im Laufe der Jahre weiter vorangetrieben wurde. Bereits zu früher Zeit erfreuten Kona Bikes die Biker durch massig, aber bezahlbaren Federweg und Robustheit. Mit der „Out of Bounds“ Serie stellt Kona den Freeridern in aller Welt die Umsetzung eines soliden und ausgereiften Arbeitsgerätes zur Verfügung. Das preisgünstigste Stinky ermöglicht mit knapp 2200 Euro den Einstieg in diese Klasse.

Für das Modelljahr 2007 wurde das Stinky komplett überarbeitet. Neben der Lackierung fällt vor allem die neu entwickelte Wippe auf. Im Gegensatz zu 2006 weist die CNC-gefräste Wippe des neuen Stinky nicht mehr die vielen Ausfräsungen auf. Am Heck bietet der abgestützte Eingelenker 7 Zoll (knapp 18 cm) Federweg und vorne arbeitet eine Marzocchi Drop-Off Triple mit 17 cm Federweg. Mit dem auf die Waage gebrachten Gewicht von etwa 19,5 Kilogramm ist das Stinky kein Fliegengewicht, für einen Freerider in dieser Kampfklasse ist das Gewicht aber noch akzeptabel.

Die erste Ausfahrt offenbart auch direkt die Stärken des Stinky. Das Bike wirkt nicht nur optisch sehr kompakt, sondern besticht durch ein sehr gutes Handling. Fast spielerisch lässt sich das Bike über Singletrails peitschen, Vorraussetzung ist allerdings, dass es bergab gehen sollte. Durch die Verwendung von zwei Kettenblättern und dem relativ steilen Sitzwinkel ist das Stinky bedingt tourentauglich. Touren gehört sicherlich nicht zu den Stärken des Stinky und sollte eher als Mittel zum Zweck angesehen werden, nämlich dorthin zu kommen, wo man mit dem Stinky richtig Spaß bekommt. Und der beginnt, sobald das Stinky rollt!

Das Manko des preisgünstigsten Stinky sind die relativ begrenzten Abstimmungsmöglichkeiten. Eine Änderung der Dämpferanlenkung, wie beim Stab, ist leider nicht möglich. Der FOX Vanilla R Dämpfer lässt zwar lediglich die Einstellung der Zugstufe zu, überzeugt aber durch Robustheit und harmoniert hervorragend mit dem Hinterbau. Dieses Zusammenspiel verhilft dem Stinky zu einem guten Ansprechverhalten, auch bei verblockten Trails, und schluckt souverän auch harte Landungen. Passend zum Hinterbau spricht auch die verbaute Marzocchi Drop-Off Triple gut an. Die durchgehende Achse mit 20mm Durchmesser verleiht der Drop-Off zudem genügend Steifheit. Leider sind die Einstellmöglichkeiten der Drop-Off sehr begrenzt. Extern lässt sich lediglich die Federvorspannung mit Luft anpassen, die Zugstufe lässt sich leider nur intern einstellen.

Sehr gut gefallen uns beim 2007er Modell die austauschbaren Ausfallenden. Der Rahmen des sehr verwindungssteifen Stinky ist zudem bereits für die Aufnahme einer Bremsmomentabstützung vorbereitet, um die Bremskräfte von der Schwinge zu entkoppeln. Der Hinterbau ist großzügig dimensioniert und lässt auch die Verwendung von sehr breiten Reifen zu. Der phatte Rockring sorgt für einen guten Schutz des Kettenblattes und sieht zudem auch noch verschärft aus. Die Kette blieb meistens dort, wo sie hingehört. Lediglich ab und zu, wenn es ziemlich ruppig wurde, fiel die Kette runter.

Trickser werden die verbaute Doppelbrückengabel kritisieren, weil diese bauartbedingt natürlich den Spielraum etwas einschränkt. Die verbauten Komponenten wie die Kona Jackshit Pedalen, die Sun MTX-S Felgen, die Hayes HFX-9 Bremsen mit 8 Zoll Bremsscheiben vorne und hinten, sowie die FSA Komponenten, wie zum Beispiel die Gravity MOTO-X MegaExo Kurbeln, können rundum überzeugen. Die Sattelstütze lässt sich, wenn diese etwas gekürzt wird, wunderbar versenken. Als Schaltwerk wurde das altbewährte und ausgereifte Mittelklasseschaltwerk Shimano LX verbaut.

Filigrane Handwerkskunst ist bei Kona nicht gefragt, das merkt man auch am Gewicht. Hier zählt einzig die Tatsache, den wachsenden Ansprüchen der Fahrern gerecht zu werden und die Fahrer, bei ihrem Drang weiter zu wachsen, mit zuverlässigen und erschwinglichen Bikes zu unterstützen. Kona geht hier den richtigen Weg, das zeigt sich auch am Engagement für Bikeparks wie zum Beispiel Whistler und Leogang. Und genau dort ist auch das Einsatzgebiet des Stinky zu suchen. Egal ob Slopestyle, Northshore oder Downhill, sobald das Stinky rollt, geht die Post ab. Das Fahrwerk spricht sensibel an und verhält sich auch in Grenzsituationen, egal ob auf dem Trail oder in der Luft, sehr neutral. Fahrspaß garantiert!

Fazit:

Das Stinky ist ein Allround-Talent und somit das perfekte Bike für den nächsten Besuch im Bikepark. Das Stinky überzeugt durch ein sehr gutes Handling, Zuverlässigkeit und einem gut ansprechenden Fahrwerk.

Größen: S (15 Zoll) bis XXL (17 Zoll)
Gewicht: ca. 19,5 Kilogramm
Farben: Dark Blue Matt / Black
Preis: 2199 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com

MountainBikeGuide – Bike Arena Sauerland – Vorstellung

Mit 38 ausgewiesenen Strecken von leicht bis schwer bietet die Bike Arena Sauerland 1700 Kilometer Bikespaß pur! Vom Einsteiger bis zum Profi findet hier jeder sein Bike El Dorado. Einen sehr guten Überblick über diese schönen Touren bietet der neue „MountainBikeGuide – Bike Arena Sauerland“ des Esterbauer Verlages. Neben der Beschreibung von ausgewählten Touren bietet das Werk einige Schmankerl, welche den „MountainBikeGuide – Bike Arena Sauerland“ von anderen Werken dieser Art abgrenzen. Wir haben uns für Euch den Guide genauer angeschaut.

Auffallend ist bereits die Machart des Guides. Bei dem Werk handelt es sich nicht um ein herkömmliches Buch, sondern um ein in einem Ringbuch zusammengefassten Kartenwerk im Maßstab 1:35000. Die Karten und Touren im Format 21×12 cm lassen sich einzeln dem kompakten Ringbuch entnehmen und können so bequem auf die Tour mitgenommen werden. Insgesamt stehen somit 34 Touren und 5 Tourenvorschläge aus der Sauerländer-Tälertour zur Verfügung. Neben den detailierten Karten findet sich eine Beschreibung der jeweiligen Tour, ein ausführlicher Streckenverlauf und das Höhenprofil. Eine Einstufung der Tour in Fahrtechnik und Kondition lässt zudem eine sehr gute Planung zu. Damit die Karten auf der Tour nicht zu Schaden kommen, sind diese reiß- und wasserfest. Eine zusätzlich Falz in der Blattmitte lässt die Karte auf ein Maß von 10,5 x 12 cm schrumpfen und sollte somit selbst in der kleinsten Tasche Platz finden.

Neben dem Kartenwerk bietet der „MountainBikeGuide – Bike Arena Sauerland“ zusätzlich eine Übersichtskarte mit den eingezeichneten Touren und ein Übernachtungsverzeichnis, die das sehr gute Gesamtbild des Guides abrunden.

Fazit:

Für jeden Tourer in der Bike Arena Sauerland ein absolutes must have! Der sehr faire Preis macht das Werk auch für Gelegenheitsbiker in der Bike Arena Sauerland empfehlenswert.

Maßstab: 1:35.000
Preis: 19,90 Euro

Mehr Infos unter www.bike-arena.de