Continental MountainKing Supersonic mit Black Chili Compound im Test

Mit der King-Serie läutet Continental eine neue Ära bei den Reifen ein. Nach dem SpeedKing ist jetzt der MountainKing erhältlich, der im Bereich CrossCountry mit Allroundeigenschaften angesiedelt ist. Erwartungsvoll haben wir den MountainKing in der Supersonic-Version mit Black Chili Technologie für den Test ausgewählt. Erhältlich ist der MountainKing in der Ausführung 26×2.2 und 26×2.4, wobei der 2.4er ganz klar für einen Einsatz im Bereich All-Mountain spricht. Für uns ein Grund mehr, den MountainKing einem harten Test zu unterziehen.

Neben der Supersonic-Version mit Black Chili Technologie, den wir im Test hatten, ist der MountainKing auch in einer ProTection-Version erhältlich. Bei der Black Chili Technologie handelt es sich um eine neuartige Gummimischung, die einen höheren Haftreibungswert bei gleichzeitig niedrigerem Rollwiderstand bieten soll. Beim Supersonic werden die Bestandteile des Reifens auf ein Minimum reduziert. Dadurch ergibt sich ein relativ geringes Gewicht des Reifens. Das Gummi fühlt sich ziemlich soft an, die Karkasse ist aber fühlbar sehr dünn. Bereits die erste Fahrt mit dem MountainKing Supersonic, ausgerechnet bei Matsche, verblüfft. Der Reifen hat einen unglaublich guten Grip und verhält sich im Grenzbereich sehr berechnend und gutmütig. Selbst auf nassen Wurzeln weiß der MountainKing, mit etwas verringertem Luftdruck, zu begeistern.

Bestnoten können wir dem Reifen, der übrigens in Korbach hergestellt wird, ebenfalls bei der Traktion und der Bremsleistung geben. Steile Rampen, selbst auf schlüpfrigem Untergrund mit Wurzel- und Steinpassagen, meistert der Reifen mit unglaublicher Souveränität. Die Reifen saugt sich regelrecht fest und sorgt nicht nur für ein gutes Klettern, sondern auch auf schnellen Trails für ein gutes Gefühl der Sicherheit. Auf schnellen Schotterpisten mit Kehren driftet der Conti kontrolliert und verleiht auch hier dem Fahrer ein gutes Feeling. Der auf Asphalt recht laut surrende Reifen rollt gut, dennoch würden wir den MountainKing nicht unbedingt als Rollwunder bezeichnen. Minuspunkte sammelt der Reifen leider in Bezug auf die Pannensicherheit. Hier muss man für den Leichtbau des Reifens Tribut zahlen. Wer lieber die robustere Fahrweise vorzieht, sollte eventuell die ProTection-Version des MountainKing in Betracht ziehen.

Fazit

Der unglaublich gute Grip, die sehr gute Traktion und die guten Bremswerte verdienen höchstes Lob. Einzig die Pannensicherheit trübt etwas den durchweg sehr guten Eindruck des Reifens. Mit mehr Pannensicherheit wäre der MountainKing Supersonic mit der Black Chili Technologie der perfekte All-Mountain Reifen!

Gewicht: 26×2.2 knapp 500 Gramm, 26×2.4 etwa 540 Gramm

Preis: 39,95 Euro

Mehr Infos unter www.conti.de

Schwalbe Muddy Mary – Der Intermediate-Reifen im Test

Wenn der deutsche Meister im Downhill, Markus Klausmann, mit einem der größten Reifenhersteller einen Reifen entwickelt, der nach eigenen Angaben 90% aller Downhill-Trails abdecken soll, darf man richtig gespannt sein. Rausgekommen ist dabei der Schwalbe Muddy Mary, ein Intermediate-Reifen, der auf harten Pisten ebenso sicher greifen soll wie in tiefen Böden. Wir haben abgecheckt, was an den Behauptungen dran ist!

Zierlich ist die Mary nicht. Der Reifen baut sehr breit. Auffallend sind auch die markanten Stollen und der großzügig bemessene Platz zwischen den Stollen. Ein Leichtgewicht ist die Mary ebenfalls nicht. Etwa 1270 Gramm bringt der Reifen auf die Waage. Erhältlich ist der Reifen in der weichen „Gooey Gluey Compound“-Mischung und in der von uns getesteten normalen „Triple Compound“-Mischung. Beide Ausführungen gibt es derzeit nur in 26×2.5. Die ersten Testfahrten absolvierten wir, mangels Regen, ausschließlich auf trockenem Terrain. Der Rollwiderstand des Reifens ist akzeptabel, die Mary ist also nicht unbedingt leichtfüßig. Dafür lässt es sich mit der Mary richtig rocken. Der Reifen packt unglaublich gut, egal ob auf weichem Waldboden, auf harten Haldenpisten oder auf Wurzeln. Die Karkasse des Reifens ist ziemlich dickwandig und obwohl wir zum Teil mit sehr geringem Luftdrucks unterwegs waren, erwies sich der Reifen als absolut pannensicher. Der Reifen konnte bis zu diesem Zeitpunkt absolut überzeugen, und dann warteten wir…auf den Regen!

Irgendwann war es endlich soweit. Selten warteten wir so sehnsüchtig auf eine längere Regenperiode. Der Reifen zeigte sich bis zu diesem Zeitpunkt so souverän, dass die Spannung geradezu ins Unermessliche wuchs. Kann der Muddy Mary auch bei sehr widrigen Verhältnissen noch so überzeugen? Wir waren gespannt. Petrus war anscheinend ebenso neugierig…der Regen kam, und das, wie meistens in Deutschland, nicht zu knapp…

Haaresträubend…so dürfte jeder Reifenhersteller die Gegebenheiten nach lang anhaltendem Regen auf den heimischen Kohlehalden bezeichen. Der Untergrund aus Kohleschlacke ist nicht rutschig, sondern einfach nur noch glitschig. Dazu kommt ein Pappverhalten der Mocke am Reifen, das ein Reifen der Breite 2.5 schnell zu einem 3.0er Reifen mutieren lässt. Kurz gesagt, katastrophale Bedingungen und somit perfekt für den Test. Bedingungen, die den Schwalbe Muddy Mary aber nicht wirklich beeindrucken konnten. Mit Minimalstluftdruck verlor der Haldenmatsch seinen Schrecken. Die Beschleunigung auf den schlüpfrigen Trails als auch das Bremsverhalten des Muddy Mary sind erstaunlich gut. Ebenso begeisternd ist der Grip in den Kurven. Das markante Profil mit den Außenstollen beisst sich geradezu fest. Auf nassen Wurzelstücken kommt man mit der „Triple Compound“-Mischung etwas an die Grenzen des Reifens – vielleicht sollte man hier auf den „Gooey Gluey Compound“ zurückgreifen. Das Verhalten des Reifens im Grenzbereich ist unglaublich gutmütig. Ebenfalls überzeugend ist auch die Selbstreinigung des Reifens, weshalb wir letztendlich dem Muddy Mary geradezu Bestnoten geben müssen! Die Zusammenarbeit von Markus Klausmann mit Schwalbe hat sich definitiv gelohnt…und wir ernten die Früchte 🙂

Fazit:

Beeindruckend! In unseren Auge das Beste, was Schwalbe jemals auf dem Markt geworfen hat…selbst die normale „Triple Compound“-Mischung weiß schon zu überzeugen…in der Tat ein idealer Allroundreifen!

Preis: etwa 50 Euro

Mehr Infos unter www.schwalbe.de

Kona Stinky Elbow und Knee Pads – Ellbogen-/Schienbeinschoner im Test

Stinky…wer denkt da nicht direkt an das Spaßbike von Kona? Kona sorgt mit dem Stinky nicht nur für den fahrbaren Untersatz im Bikepark, sondern bietet mit den Ellbogen- und Schienbeinschonern gleichen Namens direkt den passenden Schutz an. Kann Kona aber mit den Schonern ebenso überzeugen wie mit den Bikes? Wir haben uns die „Kona Stinky Elbow und Knee Pads“ umgeschnallt und es getestet!

Optisch machen die Schoner einen sehr vielversprechenden Eindruck. Sowohl die Schienbeinschoner als auch die Ellbogenschoner weisen phatte Plastikschalen auf, die auf perforiertem Schaumstoff aufgenäht sind. Durch die Perforation des Schaumstoffs hält sich der „Schwitzfaktor“ in Grenzen. Die Schoner werden durch einen Strumpf im Bereich des Gelenks (Knie bzw. Ellbogen) gehalten und durch Klettstreifen fixiert. Ein bisschen enttäuscht sind wir von der Verarbeitungsqualität der Schoner. Hier hätten wir von Kona etwas mehr Liebe zum Detail erwartet.

Die Kona Stinky Elbow Pads sind für unter 40 Euro im Handel erhältlich. Geliefert werden die Schoner in einer praktischen Netztasche. Am Körper fixiert wird der Schoner durch einen Strumpf im Bereich des Ellbogens und durch zwei Klettverschlüsse. Den oberen Klettverschluss in der Ellbogenkehle empfinden wir als leicht störend. Sehr positiv bewerten wir den guten und rutschfreien Sitz der Pads. Die Schoner sind zudem sehr großflächig und bieten einen sehr guten Schutz. Wie die Schienbeinschoner haben wir auch die Ellbogenschoner nach den Einsätzen in die Waschmaschine verfrachtet. Das „Martyrium“ Waschmaschine konnte den Schonern aber ebenso wenig anhaben wie das Tragen selbst.

Die Kona Knee Pads werden ebenfalls in einer praktischen Netztasche ausgeliefert. Für unter 70 Euro kann jeder diesen Schoner sein Eigen nennen. Wie schon der Ellbogenschoner begeistert auch der Knie-/Schienbeinschoner durch seinen großflächigen Schutz. Die Schoner reichen nicht nur weit zum Fuß runter, sondern auch seitlich sehr weit rum. Da der Schoner im Bereich des Knies einen Strumpf aufweist, muss dieser über den Fuß gestülpt werden. Neben den drei Klettstreifen an der Wade wird der Schoner durch einen zwickenden Klettstreifen in der Kniekehle gehalten. Die Passform und der rutschfreie Sitz des Schoners sind einwandfrei. Selbst beim Pedalieren verrutschen die Knee Pads nicht. Ein bisschen unschlüssig waren wir uns über das Rechts und Links der Schoner. Wir denken aber, am sinnvollsten ist es, die Schoner mit der schwarzen Seite nach innen und der blauen Seite nach außen zu tragen, da sonst die Knieschale am Oberrohr schrabben kann. Nachteil ist das offene Ende der Wadenklettverschlüsse zum Bike hin.

Fazit:

Mit den Stinky Elbow und Knee Pads bietet Kona einen sehr guten Schutz zu einem fairen Preis an. Aufgrund der guten Passform und des rutschfreien Sitzes der Schoner, egal ob Ellbogen oder Knie-/Schienbein, sind die kleinen Schwächen der Schoner gut zu verschmerzen.

Größen: S, M, L, XL
Preise: Stinky Elbow Pads 39,99 Euro, Stinky Knee Pads 69,99 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com

Ortovox Free Rider 26+ – Rucksack mit Rückenprotektor – Test

Wirbelsäulenverletzungen sind eine üble Sache! Derartige Verletzungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern können vor allem auch bedeutend die Lebensqualität einschränken. Besonders beim Freeriden, wo auf verblockten und zum Teil rutschigen Trails hart am Limit gefahren wird, sind Stürze an der Tagesordnung. Da beim Freeriden ohnehin meistens ein Rucksack getragen wird, bieten sich hier vor allem spezielle Rucksäcke mit integriertem Wirbelsäulenschutz an. Der Ortovox Free Rider 26+ bietet neben einer feschen Optik vor allem eines: Das Spine Protection Rückensystem!

Eigentlich handelt es sich bei dem Ortovox Free Rider 26+ um einen speziellen Rucksack für Wintersportler. Dies wird auch beim Blick in den Rucksack bestätigt. Das Symbol für Biker ist durchgestrichen! Wieso, können wir uns nach dem Test allerdings nicht ganz erklären. Der Rucksack war unser täglicher Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, beim Touren und im Bikepark…egal ob im Regen oder bei Sonnenschein. Viel musste der Ortovox über sich ergehen lassen und ertragen, und nicht selten diente er auch noch als Lastenesel für unseren Klappspaten. Was wären Freerider in unseren Breitengraden ohne selbstgebaute Trails?!

Eine weitere selbst auferlegte Einschränkung des Ortovox Free Rider 26+ besteht bei der Körpergröße. Ortovox gibt eine Körpergröße von 175 cm bis 195 cm für den optimalen Sitz des Rucksacks an. Dieser Einschränkung können wir zustimmen. Da der Rucksack relativ lang ist, sollte auf jeden Fall auf die Körpergröße geachtet werden! Dafür bietet der Ortovox mit einem Volumen von etwa 26 Litern genug Stauraum für die Schutzausrüstung bei ausgedehnten Freeridetouren. Die Schien- und Ellbogenprotektoren lassen sich natürlich nicht nur bequem im Rucksack verstauen, sondern auch, zum Beispiel zusammen mit einem Fullfacehelm, außen mit einem Riemen befestigen. Nicht selten baumelte bei uns, neben dem Helm, auch noch ein Klappspaten am Rucksack.

Der Ortovox Free Rider 26+ sitzt sehr gut und bequem. Mit dem breiten Hüftgurt und einem Brustgurt lässt sich der Rucksack hervorragend fixieren. Die Kopffreiheit, auch mit Helm, ist sehr gut und der Rucksack stört in keinster Weise beim Fahren. Der SPS-Rückenprotektor weist das CE-Prüfzeichen auf und vermittelt ein gutes und sicheres Gefühl. Nicht ganz überzeugen konnte uns dagegen die Belüftung des Rückens. Obwohl der Rückenprotektor mittels Schaumstoffpolster nur punktuell auf dem Rücken aufliegt und somit einen Luftkanal bildet, ist der Schwitzfaktor recht hoch. Zwei sinnvolle Gimmicks bietet der Ortovox mit der in den Hüftgurt integrierten kleinen Tasche, zum Beispiel für ein Handy, und der Signalpfeife am Brustgurt. Selbstverständlich und nicht weiter erwähnenswert ist für uns dagegen die Vorbereitung für die Aufnahme einer Trinkblase.

Die Verarbeitung des Free Rider 26+ gibt keinen Anlass zur Kritik. Lediglich die Beschriftung des Rucksacks macht sich mit der Zeit selbstständig. Das Material wie auch die Reißverschlüsse sind wasserabweisend, nach heftigen Platzregen und längeren Regenfahrten war der Rucksack von innen jedoch etwas klamm. Hier wäre eine separate Regenhülle erforderlich. Im Innern des Rucksacks befinden sich noch zwei kleinere mit Reißverschluss versehene Fächer. Der Rucksack ist in zwei Farben (grau und blau) für 129,95 Euro erhältlich. Eine sinnvolle Investition in die Gesundheit und viele weitere Freeridetouren!

Fazit:

Ein sehr guter Rucksack nicht nur für Wintersportler. Mit kleinen Änderungen und der Zugabe einer Regenhülle wäre der Rucksack perfekt für Freerider- auf dem Bike!

Preis: 129,95 Euro

Mehr Infos unter www.ortovox.de

SKS – Tools und Pumpen im Praxistest

Ohne Werkzeug geht heutzutage überhaupt nichts mehr! Schon direkt nach dem Kauf eines Bikes muss sich der stolze Käufer mit luftunterstützten Federgabeln und Dämpfern beschäftigen. Wenn das Bike erstmal vernünftig rollt, sollte man sich bereits für unterwegs Gedanken machen. Pannen passieren meist schneller und unerwarteter als man denkt. Wir haben für euch von SKS das Minitool CT-WORX, die Suspensioneer Dämpferpumpe und die Handluftpumpe X-Alpin auf mehreren Touren abgecheckt.

Minitool: SKS CT-WORX

Wer eine Tour plant, egal ob es sich um eine anspruchsvolle Freeridetour oder einen Alpencross dreht, kommt an der Wahl von gutem und sinnvollen Werkzeug für unterwegs nicht vorbei. Das Werkzeug, welches benötigt werden könnte(!), füllt dann gerne schon mal eine kleine Werkzeugkiste. Aber wer schleppt auf einer Tour schon gerne eine Werkzeugkiste mit sich rum?! Findige Tüftler haben schon vor vielen Jahren Multifuntionswerkzeuge entwickelt, darunter auch Opas berühmter Knochenschlüssel. Dieser konnte zwar viel, aber eben auch nicht alles. Viele Jahre Entwicklung brachten die modernen Minitools hervor, darunter das CT-WORX von SKS. 20 Funktionen kompakt verstaut auf ein Maß von 94x40x35mm bei etwas über 220 Gramm sind schon bemerkenswert. Das CT-WORX bietet neben den herkömmlichen Werkzeugen aus Chrom-Vanadium-Stahl wie Innensechskant, Maul-/Ringschlüssel und Schraubendreher zusätzlich zwei Kunststoffreifenheber und einen Kettennieter. Im Neuzustand sind die Werkzeuge recht schwergängig, diese lockern sich aber bei öfterem Gebrauch. Ein Tool für alle Fälle und absolut empfehlenswert. Lediglich der Kettennieter aus Edelstahlguss glänzt nicht gerade durch Langlebigkeit. Preis: 19,99 Euro

Dämpferpumpe: SKS Suspensioneer

Immer mehr Bikes kommen mit luftunterstützten Federgabeln und Dämpfern daher. Neben dem geringen Gewicht dieser Komponenten, spricht eine schnelle und unkomplizierte Anpassung an die eigenen Bedürfnisse für die luftunterstützen Dämpfer und Gabeln. Allerdings benötigt man dazu eine spezielle Dämpferpumpe. Die mit einem Präzisionsmanometer ausgestattete „Suspensioneer“ von SKS ist ein gutes Beispiel für diese Pumpengattung. Da die luftunterstützen Elemente zum Teil mit einem sehr hohen Luftdruck arbeiten, ist bei der Dämpferpumpe auf einen hohen Maximaldruck zu achten. Mit einem maximalen Druck von 25 bar ist die „Suspensioneer“ in diesem Segment ein Vorzeigemodell. Ein flexibler drehbarer Schlauchanschluss ist für die Dämpferpumpe ebenso wichtig wie ein gut ablesbares und sehr präzises Manometer. Ein Druckablassventil in der Pumpe sorgt zudem für eine optimale Feinabstimmung bei der Luftreduzierung. Auch hier punktet die SKS mit voller Punktzahl. Probleme hatten wir allerdings bei der SKS mit einem älteren Manitou SPV Dämpfer. Hier ließ sich der Aufsatz der SKS, bauartbedingt durch den Dämpfer, nicht weit genug auf das Ventil aufschrauben. Ein Adapter kann hier allerdings Abhilfe schaffen. Wichtig! Die maximal zulässigen Luftdruckwerte sind bei den Herstellern einzuholen und unbedingt zu beachten!
Preis: 29,99 Euro

Handluftpumpe: SKS X-Alpin

Unglaublich viele Pumpen tummeln sich auf dem Markt der Handluftpumpen. Gut die Hälfte dieser Pumpen haben den Namen Luftpumpe noch nicht einmal verdient. Wichtig ist neben den guten Pumpeigenschaften ein geringes Gewicht und die Montagemöglichkeit in Kombination mit dem Flaschenhalter. So stört die Pumpe nicht und ist immer parat. Zuverlässigkeit und gute Pumpeigenschaften kann man nicht genug betonen. Der Einsatz der Pumpen geschieht meist in Notsituationen. Wer sich in dieser Situation mit einer billigen Pumpe die Arme „weichpumpt“ oder gar den nötigen Luftdruck nicht aufbauen kann, wird sicherlich mehr als nur fluchen. Mit einem maximalen Druck von 6 bar und einem Gesamtgewicht von knapp 130 Gramm ist die SKS X-Alpin der perfekte Begleiter für Tour und Marathon. Die Bedienung von Auto-, Sclaverand- und Dunlopventil ist durch Umstecken des Ventilkopfes möglich, erfordert jedoch etwas Fingerspitzengefühl. Ein Nachteil der „kleinen“ Vertreter dieser Pumpenart. Ein Adapter kann aber die Friemelarbeit vermeiden und somit Abhilfe schaffen. Preis: 12,99 Euro

Mehr Infos unter www.sks-germany.de

UMF Freddy 1 Team – United Merida Freeriders – Test

Seien es Abfahrten vom knapp 3000 Meter hohen Gipfel des Dachsteinmassivs oder vom Tennengebirge in Österreich, Auftritte beim Vienna Air King oder beim Adidas Slopestyle, die „United Merida Freeriders“ lassen keine Gelegenheit aus, mächtig Kette zu geben. Unterstützt werden sie dabei mit UMF-Bikes. Merida will natürlich nicht nur das eigene Team mit Bikes versorgen, sondern auch auf dem Freeride-Markt ein ernstes Wörtchen mitreden. Mit dem UMF Freddy 1 hat Merida ein heißes Eisen im Feuer, welches auf dem stark umkämpften Markt der Freerider mitmischen soll.

Der erste flüchtige Blick auf das UMF Freddy zeigt eigentlich nichts sensationell Neues. Ein mit einer Wippe abgestützter Eingelenker stellt sicherlich zwar keine innovative Neuentwicklung dar, allerdings hat sich dieses Prinzip über viele Jahre bei anderen Firmen bestens bewährt. Aufsehenerregend ist dagegen der Bereich der unteren Dämpferaufnahme, ein Käfig zwischen Unterrohr, Sattelrohr und Tretlager. Auch die verbauten Rohre sind ein genaues Auge wert! Fast keines der verbauten Rohre ist rund! Das Bike wirkt auf den ersten Blick sehr kompakt und robust.

Bereits auf den ersten Metern auf der heimischen Abfahrtspiste bereitete das Freddy mächtig Spaß. Das UMF liegt sehr gut in der Hand und das Fahrwerk kann begeistern. Der Eingelenker spricht, trotz einer gewissen Straffheit, sensibel genug an und sorgt für ein sicheres Feeling auf dem Trail. Egal ob Wurzelpassagen oder verblockte Steinpassagen, das Zusammenspiel von Gabel und Hinterbau klappt beim UMF sehr gut. Lediglich bei schnellem Lastwechsel auf schnellen Kursen benötigt das Freddy etwas Körpereinsatz, weil sich hier eine leichte Trägheit bemerkbar macht.

Gaps und Kanten „schmatzt“ das Freddy geradezu weg. Selbst beim Jumpen und Dirten zeigte sich das Freddy erstaunlich spielfreudig und vermittelte in der Luft ein sehr gutes und sicheres Gefühl. Das UMF zeigt sich erstaunlich vorhersehbar und gutmütig. Eine Charakteristik, die zum Ausprobieren und Spielen einlädt. Trotz des Federwegs und des Gesamtgewichts von immerhin knapp 20 Kilogramm lässt sich das Freddy immer noch gut beschleunigen. Durch eine andere Dämpferanlenkung lässt sich der Federweg hinten von 17 cm auf 14 cm reduzieren.

Die Sitzposition auf dem Freddy ist sehr zentral. Das Sattelrohr ist relativ steil und ermöglicht trrotz des Federwegs und des auf der Abfahrt gut ansprechenden Hinterbaus ein gutes Pedalieren, sicherlich auch ein Verdienst des Fox DHX 4.0 Dämpfers mit Pro Pedal. Lobenswert ist die Verwendung von zwei Kettenblättern. Selbst Uphills und längere Touren sind mit dem UMF Freddy 1 Team erstaunlich gut zu bewältigen. Durch das durchgehende Sattelrohr ist das Fahren mit einer langen Sattelstütze möglich, allerdings vermissen wir schmerzlich einen Sattelrohrschnellspanner.

Imposant ist die verbaute Manitou Travis. Das 1point5 Steurerohr und die 180mm Federweg für eine Singlecrowngabel sind schon sehr beeindruckend. Die Manitou zeigt sich recht steif, arbeitet sehr unauffällig und bietet genug Reserven. Das Ansprechverhalten der Travis könnte unserer Meinung nach allerdings etwas softer sein. Zur Hayes HFX-9 Bremse muss man nicht viele Worte verlieren. Zuverlässig und gut dosierbar versieht sie klaglos ihren Dienst. Durch die horizontalen Ausfallenden ist der Radwechsel etwas umständlich und macht in unseren Augen am Freddy, zumindest in der derzeitigen Version, nicht wirklich Sinn.

Nicht gekleckert wurde auch bei den anderen Parts. Bei der Schaltung setzt UMF ganz auf SRAM und als Schaltwerk wurde sogar ein SRAM X.0 verbaut. Die Schaltvorgänge sind sehr präzise und gehen gut von der Hand. Die Alex Supra D Felgen und die Truvativ Kurbeln, Vorbau und Lenker geben keinen Grund zum Nörgeln. Lediglich die Plattformpedalen von Truvativ zeigen sich bei Nässe etwas rutschig. Alles in allem ein Ausstattungspaket, welches sehr sinnvoll zusammengestellt ist und den Preis von knapp 2500 Euro für das UMF Freddy 1 Team absolut rechtfertigt.

Das Einsatzgebiet des Freddy ist überall dort anzusiedeln, wo es kernig zur Sache geht. Der Bikeparkbesuch macht mit dem Freddy ebenso viel Spaß wie die abendliche Freeridetour. Die Verarbeitung als auch die Qualität des Lacks geben uns keinen Grund zur Kritik. Hier zeigt sich die Erfahrung von Merida. Der typische Nachteil eines Eingelenkers, das Bremsstottern auf ruppigen Bremspassagen, lässt sich aufgrund des sonst überzeugenden Fahrwerks gut verschmerzen. Nicht ganz so glücklich ist dagegen die Zug- und Bremsleitungsverlegung.

Fazit:

Mit dem UMF Freddy 1 Team hat Merida einen sehr guten Freerider auf den Markt geworfen, der den Vergleich zu den etablierten Bikes der Konkurrenz nicht zu scheuen braucht. Durch die Alltaugstauglichkeit kommt das UMF Freddy 1 Team dem Ziel, ein Bike für jeden Einsatzzweck, gefährlich nahe!

Größen: 15 und 17 Zoll
Gewicht: etwa 19,9 Kilogramm
Preis: 2479 Euro

Mehr Infos unter www.umf-bikes.de

Nachtrag: Schnelle Reaktion von Merida auf Kritikpunkte (21.05.2007)

Sehr schnell reagierte Merida auf die Kritikpunkte des Tests. Für die Modellreihe 2008 wird der Rahmen überarbeitet. Der derzeitige Rahmen in 15 Zoll ist für einen Sattelrohrschnellspanner in diesem Bereich etwas eng. Der 17 Zoll Rahmen wird bereits mit einem Schnellspanner ausgeliefert. Die kritisierte Manitou Travis wird durch eine Marzocchi 66, ebenfalls mit 1point5, ersetzt werden.

KED Creeper – Oberstylische MX-Brille für den richtigen Durchblick! Test

Seit über 10 Jahren entwickelt KED in Freiberg am Neckar Helme und eine dazu passende Produktpalette. Teams wie das McDonald’s Racing Team oder das UMF-Team vertrauen den Produkten der württembergischen Firma. Neu im Sortiment von KED ist die Brille „Creeper“, eine MotoX-Goggle, die nicht nur den Fahrer gut aussehen lässt, sondern auch für gute Sicht und guten Schutz sorgen soll. Wir haben durch die KED Creeper mal ein genaueres Auge geworfen.

Zugegeben… die KED Creeper sieht schon ziemlich zornig aus! Besonders giftig wirkt die Creeper in der grünen Ausführung 🙂 Ein absoluter Hin- und Durchgucker! Doch die Optik alleine ist natürlich nur die halbe Miete. Nach dem Überstreifen der Brille über den Helm zeigt sich die Creeper weiterhin von ihrer besten Seite. Die Brille sitzt sehr gut, das Gesichtsfeld ist ebenfalls sehr gut, nichts drückt unangenehm im Gesicht und die Gläser weisen keinerlei Verzerrungen auf. Eine Silikonbeschichtung auf der Innenseite des Kopfbandes sorgt dafür, dass die Brille nicht vom Helm abrutscht.

Die kratzfesten Gläser erwiesen sich im Test als widerstandsfähig, wobei natürlich auch diese Gläser nicht unverwüstlich sind. Die Anti-Fog Beschichtung, die ein Beschlagen des Glases verhindern soll, konnte uns dagegen allerdings nicht zu 100 Prozent überzeugen. Ausgeliefert wird die KED Creeper mit einer klaren und einer getönten Scheibe mit 100% UV-Schutz. Der Wechsel der Gläser geht sehr einfach und schnell von der Hand. Optional ist der Einsatz mit Tear-off Abreißfolien. Vorteil: Mit einem schnellen Griff hat man wieder freie Sicht und ausserdem werden die Gläser zusätzlich geschützt.

Fazit:

Oberstylische MotoX-Goggle! Die sehr gute Passform und die phatte Optik gefallen auf Anhieb!

Erhältliche Farben: Grün und Schwarz

Preis: etwa 45 Euro

Mehr Infos unter:
www.ked-helmsysteme.com

iXS Assault Jacket – Schutz aus einem „Guss“

Das Anziehen einer Protektorenjacke gleicht oft dem Anlegen einer Ritterrüstung. Bei einigen Herstellern entsteht der Eindruck, die Protektorenjacke wäre ein Sammelsurium von Schälchen und Polstern, mühevoll zusammengehalten durch diverse Riemchen und Reißverschlüsse. Viele Biker wünschen sich eine Protektorenjacke, die schnell und einfach wie eine herkömmliche Jacke angezogen werden kann und nicht erst großartig „konfiguriert“ werden muss. Für all diese „stressgeplagten“ Menschen gibt es von iXS das Assault Jacket.

Das iXS Assault Jacket bietet alles, damit der Schutz nicht auf der Strecke bleibt – im wahrsten Sinne des Wortes. Der gut sitzende Rückenprotektor zeichnet die Jacke ebenso aus wie die Schulter- und Ellbogenschoner. Im direkten Vergleich zum „Battle Jacket“ von iXS weist das Assault Jacket weniger Plastikbesatz auf (besonders im Bereich des Brustkorbs), die Schulterblätter sind nicht so großflächig geschützt und der Rückenprotektor ist im unteren Bereich nicht schwenkbar. Auf guten Schutz muss man dennoch nicht verzichten! Die Polsterung ist wohl dimensioniert und macht einen sehr guten Eindruck. Natürlich besitzt auch das Assault Jacket diverse verstellbare Riemen zum optimalen Anpassen der Jacke an den Körper.

Alle Schoner einschließlich des Rückenprotektors sind fest auf dem Trägermaterial vernäht. Die Jacke sitzt perfekt, nichts engt ein oder stört in der Bewegungsfreiheit. Der Nierengurt fixiert das recht atmungsaktive Assault Jacket fest am Körper. Selbst nach langem Tragen der Jacke stellte sich kein Unbehagen ein. Lobenswerte sind neben der guten Verarbeitung auch die verfügbaren Größen des Assault Jacket, welche von XS/S bis XL/XXL reichen. Das Haupteinsatzgebiet des Assault Jacket sehen wir besonders beim 4X, Dual und natürlich beim BMX. Aber auch für Freerider ist diese Jacke sehr gut geeignet, während wir für den Einsatz beim Downhill doch das iXS Battle Jacket, wegen des erhöhten Schutzes, vorziehen.

Fazit:

Das iXS Assault Jacket überzeugt durch die sehr gute Passform, die Verarbeitung und die wohl dimensionierten Polster. Auf guten Schutz muss also niemand mehr verzichten, zumal die Jacke von der Größe XS/S bis XL/XXL erhältlich ist. Top!

Farbe: schwarz
Größen: XS/S bis XL/XXL
Preis: 159,90 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-sportsdivision.com