Kona Wah Wah Pedale – Test – Das Leben einer Plattformpedale

Pedalen führen wahrlich kein beneidenswertes Leben! Aufopferungsvoll versehen sie ihren Dienst, werden getreten, mit Steinen und Wurzeln malträtiert und dennoch finden sie kaum Beachtung! Wenn sie dann ins Alter kommen und ihre Zähne verlieren, ist für die meisten Vertreter die Zeit des Abschieds gekommen! Viele Pedalen trifft bereits sehr früh dieses Schicksal, die neue Kona Wah Wah Plattformpedale steht dem gelassen gegenüber.

Die Wah Wah macht bereits optisch einen sehr schlanken Fuß. Gerade mal 17mm dick bei einem Gewicht von etwa 480 Gramm für das Paar und die große Standfläche lassen die Pedale sehr schlank wirken. Der Pedalkörper aus 6061 Aluminium dreht sich laufruhig und leise um eine Cromolyachse. Wer einmal in die Wah Wah Pedale reingetreten hat, wird diese Pedale direkt zu schätzen wissen. Der Grip auf der Kona Wah Wah ist exzellent. Dass dies nicht nur bei trockenem, sondern auch bei widrigen Umständen so ist, dafür sorgen zehn zornige Pins pro Seite.

Selbst bei Matschwetter verliert man nicht den Grip auf den Plattformpedalen. Im Gegensatz zu vielen anderen Pedalen, bei denen die Montage der Pins von oben nur mit einem „winzigen“ Innensechskant-Schlüssel möglich ist, bietet die Wah Wah die entspannte Montage der Pins von der geschützten Unterseite aus an. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Pedalen hervorragend an die persönlichen Bedürfnisse anpassen lassen. Noch ein „kleiner“ Unterschied zu vielen anderen Pedalen: Montiert wird die Wah Wah Pedale nicht mit einem herkömmlichen Maulschlüssel, sondern ausschließlich mit einem Innensechskant-Schlüssel.

Fazit:
Hart im Nehmen, coole Optik, gute Verarbeitung und Grip ohne Ende!

Farben: Grau und weiß
Preis: 90 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com

Sigma Powerled Black und Karma Pro im Test

Biken im Dunkeln übt auf viele Biker einen besonderen Reiz aus! Aus der Notlage heraus, dass man im Winter sonst überhaupt nicht auf dem Bike sitzen würde, entwickelt sich bei vielen Bikern eine Begeisterung für die Fahrt ins Schwarze. Grundvorausstzung für den Spaß im Dunkeln ist allerdings eine gute Beleuchtung, damit der Spaß nicht ein abruptes und schmerzhaftes Ende findet. Wir haben die Powerled Black und die Karma Pro aus Sigma’s Power Light Serie für euch abgecheckt. Eine wahre Erleuchtung?

Sigma Karma Pro

Bereits die Evo Pro zeigt, dass gute Beleuchtung am Bike zu einem erschwinglichen Preis kein Wunschdenken bleiben muss. Bei der Evo Pro setzte Sigma das Augenmerk allerdings nicht nur auf die Lichtausbeute, sondern auch auf das Gewicht und die Maße. Mit der neuen Karma Pro, erhältlich für knapp 130 Euro, setzt Sigma die Messlatte noch ein Stück höher, allerdings ist die Karma nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen.

Der Akku und das Lampengehäuse der Karma wirken geradezu winzig. Der Gehäusekörper der Leuchte besteht nicht aus billigem Kunststoff, sondern aus Aluminium. Sehr fein! Die Montage der Karma am Lenker geschieht mittels Klickhalter und absolut werkzeugfrei. Für die Energieversorgung ist der superleichte IION-Lithium-Ionen-Akku verantwortlich, der bei der Karma Pro natürlich mitgeliefert wird. Die Verwendung eines vielleicht schon im Besitz befindlichen Sigma Nipack-Akkus ist allerdings nicht möglich. Die Karma lässt sich mit dem Klickschalter in drei verschiedenen Modi betreiben.

Eine schöne Lösung ist der in den Schalter integrierte Batterieindikator. Trotz des sehr kleinen Maßes des Akkus stehen dem Fahrer mit der stärksten Beleuchtung immer noch etwas über drei Stunden Fahrspaß bevor. Im Energiemodus verdreifacht sich dieser Wert sogar. Im Test überzeugte uns vor allem die gute Ausleuchtung der Karma. Der Lichtkegel ist nicht nur sehr breit, sondern auch fließend, wodurch man nicht durch Lichtirritationen abgelenkt wird. Optional ist für die Karma eine Helmhalterung erhältlich. Durch das geringe Maß und das niedrige Gewicht eignet sich die Karma übrigens auch als perfekte Helmlampe!

Sigma Powerled Black

Ebenfalls in der Power Series findet sich die Powerled Black, die für knapp 90 Euro erhältlich ist. Wie die Karma besitzt auch die Powerled Black ein Gehäuse aus Aluminium und ist ebenfalls nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen. Das Gehäusemaß lässt sich nicht mit der Karma vergleichen, da diese Lampe zwei Gesichter aufweisen kann.

Standardmäßig wird die Powerled Black mit vier handelsüblichen AA-Batterien betrieben, dementsprechend größer fällt natürlich das Gehäuse aus. Die Powerled Black kann somit auch als „normale“ Taschenlampe benutzt werden. Eine sehr praktische Angelegenheit! Allerdings lässt sich die Lampe auch mit dem optional erhältlichen Sigma IION-Akku betreiben. Das Batteriefach kann zu diesem Zweck abgeschraubt werden, womit die Gesamtlänge des Gehäuses von 14 cm auf etwa 8,2 cm schrumpft. Die Verringerung des Gehäuses und somit der Masse hat natürlich den Vorteil, dass die Lampe mit dem Klickhalter besser am Lenker fixiert bleibt.

Bei Verwendung der Powerled Black mit den mitgelieferten Batterien empfehlen wir, bei der Montag am Lenker die mitgelieferte Schraubhalterung zu verwenden. Wie schon bei der Karma kann auch hier ein vielleicht schon im Besitz befindlicher Sigma Nipack-Akku nicht verwendet werden! Das Umschalten zwischen den drei verschiedenen Lichtmodi geschieht per Klickschalter. Das Licht der Powerled ist für diese Preisklasse unglaublich hell! Durch die Bündelung des Lichts leidet allerdings etwas die Ausleuchtung im Randbereich. Sigma bietet für etwa 160 Euro die Powerled Black auch als Pro-Set mit IION-Akku und Ladegerät an.

Vergleich der Beleuchtungsstärke in Lux (Werksangaben):
Sigma Evo Pro: Mehr als 20 Lux
Karma Pro: 35 – 40 Lux
Powerled Black: 90 Lux

Im Gegensatz zur Mirage Evo Pro sind die Karma Pro als auch die Powerled Black nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen!

Fazit:

Sicherlich gibt es hellere und noch breiter ausleuchtende Beleuchtung fürs Bike, aber für solch eine High-End-Beleuchtung muss man mit mehreren hundert Euro allerdings auch sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Sigma’s Powerled Black und Karma Pro bieten ein unglaublich gutes und fast nicht schlagbares Preis-/Leistungsverhältnis und ermöglichen den Trail-Nacht-Fahrspaß zum erschwinglichen Preis!

Infos unter www.sigmasport.com

Vaude Syberia Gloves – Extreme Winterhandschuhe im Test

Jedes Kind kennt sie: Fäustlinge. Im Gegensatz zu den „normalen“ Handschuhen, wo jeder Finger sein eigenes Futeral besitzt, bieten die Fäustlinge im Allgemeinen einen weit höheren Schutz vor Kälte. Eine geringere Oberfläche und die Tatsache, dass sich die Finger gegenseitig wärmen, sprechen ganz klar für den Einsatz von Fäustlingen bei extremer Kälte. Aus Sicherheitsgründen muss man von Fäustlingen beim Biken jedoch abraten! Vaude hat den Vorteil der wärmenden Fäustlinge mit dem Vorteil der Beweglichkeit von „normalen“ Handschuhen kombiniert und bietet mit den Syberia Gloves eine geniale Lösung für die kalte Jahreszeit an!

Vaude hat die Fäustlinge quasi geteilt und fasst nicht vier, sondern jeweils zwei Finger in einem gut isolierten Futeral zusammen. Die beiden zusammengefassten Finger wärmen sich gegenseitig und dennoch bleibt genug Spielraum, um bremsen oder schalten zu können. Was sich in der Theorie gut anhört, funktioniert in der Praxis tadellos. Zwar waren wir nicht bei sibirischen Temperaturen unterwegs, aber bei Temperaturen im einstelligen Minusbereich verspürten wir auch auf langen Touren keinerlei Kälte an den Fingern. Bei Temperaturen über null Grad werden die Handschuhe auf jeden Fall zu warm! Trotz der Dicke des Materials vermitteln die Handschuhe noch ein gutes Lenkgefühl. Die Syberia Gloves sind gut verarbeitet, bieten ein hoch abschließendes Ärmelbündchen und lassen sich bequem in der Waschmaschine bei 30 Grad waschen. Definitiv die wärmsten Bike-Handschuhe, die wir bis jetzt erfahren durften! Einen Nachteil haben die Handschuhe dennoch: Die Vaude Syberia Gloves eignen sich „eigentlich“ nur für Zweifinger-Bremser.

Fazit:

Vaude hat den Vorteil der wärmenden Fäustlinge mit dem Vorteil der Beweglichkeit von „normalen“ Handschuhen kombiniert und bietet mit den Syberia Gloves eine geniale Lösung für die kalte Jahreszeit an! Ein tadellos funktionierendes System!

Größen: 7, 8, 9, 10, 11
Farbe: Schwarz
Preis: 35,00 Euro

Infos unter www.vaude.com

Continental MountainKing Protection – Der All Mountain Reifen von Conti im Test

Oft locken uns, fernab der Zivilisation und von Menschenmassen, verblockte Wanderwege und herrliche Trails in verwunschenen Gegenden. Diese mit dem Bike zu erreichen sind oft schon ein Abenteuer für sich. Doch man muss nicht immer so weit in die Ferne schweifen! Auch die schnelle Runde nach Feierabend auf dem heimischen Trail mit einem Enduro-Bike ist immer wieder ein Genuss! Die Anforderung an das Material ist schnell gestellt: Locker und möglichst kraftsparend bergauf, allerdings auch schnell und sicher bergab. Doch schon bei der Wahl der Reifen stellen sich die ersten Probleme ein!

Das Problem der meisten auf dem Markt erhältlichen Reifen ist, dass sie meist nur auf einem Gebiet richtig gute Werte erzielen, auf der anderen Seite aber oft eine hohe Kompromissbereitschaft seitens des Bikers erfordern. Mit dem MountainKing aus der King-Serie bietet Continental einen Reifen mit Allroundeigenschaften an, der beide Bereiche abdecken soll. Erhältlich ist der MountainKing in der Ausführung 26×2.2 und 26×2.4, wobei das Gewicht etwa 750 bzw. 620 Gramm beträgt. Den Reifen gibt es mittlerweile in vier verschiedenen Versionen, wobei wir in diesem Test die Protection Version unter die Lupe genommen haben. Wir haben den Reifen bei Freeride-Touren in den Vogesen, in den Ardennen und in Südfrankreich getestet. Die Anforderungen an den Reifen bergab als auch bergauf waren so unterschiedlich wie die Landschaften selbst.

Waldboden mit Wurzeln malträtierten den MountainKing ebenso wie die dicken kindskopfgroßen Steinbrocken bei den Abfahrten in Südfrankreich. Das Ergebnis des Reifens kann sich zweifelsohne sehen lassen! Der MountainKing Protection bietet unglaublich guten Grip und verhält sich im Grenzbereich sehr berechnend und gutmütig. Nasse Wurzeln meistert der Reifen ebenso überzeugend wie staubige Böden. Ebenfalls überzeugend sind die Bremseigenschaften als auch der Vortrieb bergauf auf losem Untergrund. Durch das verhältnismäßig geringe Gewicht lässt sich der Reifen gut pedalieren und sorgt für ein gutes Vorankommen, auch wenn der Reifen recht rauh und laut rollt. Die Pannensicherheit ist relativ gut, lediglich auf den ruppigen Abfahrten in Südfrankreich kam der MountainKing Protection an seine Grenzen und sorgte dann doch für die eine oder andere Zwangspause.

Fazit:
Der sehr gute Grip des MountainKing Protection gepaart mit den guten Toureneigenschaften verdienen unser Lob! Ein Top-Reifen für ausgedehnte Touren im Bereich Enduro und All Mountain!

Preis: etwa 36 Euro

Mehr Infos unter www.conti.de

Solid Liberator – Test – Freiheitskämpfer ohne Grenzen

„Grenzenlose Möglichkeiten – Tag für Tag“. Wenn Peter Schmid, Chef und Entwickler von Solid Bikes, solch ein Statement abgibt, sollten das nicht nur leere Worte sein. So lässt er es sich nicht nehmen, neben einem hochkarätig besetzten Rennteam unter anderem bestehend aus Andreas Sieber, Johannes Sütter und Mathieu Troquier, selbst die Bikes ausgiebig zu testen. Mit dem Solid Liberator bietet die Firma aus Freudenstadt einen Freerider an, welcher sich in jedem Gelände wohlfühlen soll. Eine Aussage, die natürlich uns auf den Plan ruft!

Als Komplettbike stehen drei verschiedene Ausführungen zur Verfügung: Das Pro, das Comp und das von uns getestete BPS-Modell (Bike Park Serie). Auffallend ist beim Solid Liberator nebem dem kurzen Radstand, dem hohen Schwerpunkt und dem relativ steilen Lenkwinkel von etwa 68 Grad, vor allem das ziemlich straff erscheinende Setup des Bikes. Wie beim Solid Mission 9 ist auch beim Liberator das patentierte Motolink verbaut, welches uns bereits bei dem Downhiller überzeugen konnte.

In der BPS-Ausführung bringt das Liberator ohne Pedalen etwa 19 Kilogramm auf die Waage, ein Wert, der sich im normalen Bereich der etwas „kräftigeren“ Freerider bewegt. Da da Fahrtrichtung mit dem Liberator BPS vorzugsweise bergab geht, wurde dem Bike die gut funktionierende Truvativ Kettenführung mit einem Kettenblatt spendiert. Allerdings ist eine Umwerfermontage und der Einsatz von drei Kettenblättern möglich. Die verbaute SRAM X.7 Schaltung kann begeistern…knackig und direkt gehen die Schaltvorgänge von der Hand.

Die Sitzposition ist nicht, wie von Downhillbikes gewohnt, im Bike, sondern zentral über dem Bike. Mit der durchgehenden Sattelstütze sollte so sogar ein gutes Pedalieren möglich sein, wenn denn jemand auf diese Fahreigenschaft Wert legen sollte. Doch in der BPS-Ausführung legen wir natürlich weniger Wert auf die Touren- oder Uphillqualitäten, sondern mehr auf die Abfahrtsqualitäten und Spielmöglichkeiten des Bikes. Unter anderem haben wir uns für den Test zum Bikepark Lac Blanc in Frankreich begeben, um dem Solid Liberator richtig auf den Zahn zu fühlen.

Auffallend ist direkt das sehr gute Handling und die Wendigkeit des Bikes. Spielerisch lässt sich das Bike über Trails bewegen und dirigieren. Obwohl das Bike mit dem Manitou Metel RPA Plattformdämpfer und der 500×2.5 Feder recht straff abgestimmt ist, spricht das Fahrwerk ziemlich gut an. Das Bike agiert zwar nicht butterweich, gibt aber den nötigen Federweg bei Bedarf frei. Die verbaute Rock Shox Domain 318 Coil mit 180 mm Federweg passt sich adäquat dem Hinterbau an, der 190mm Federweg bietet.

Eine andere Anlenkung des Dämpfers ist leider nicht möglich. Allerdings nur ein kleiner Minuspunkt, da das Liberator sehr gut funktioniert. Die Charakteristik des Solid Liberator lässt sich kurz mit „handlich, wendig und direkt“ sehr gut darstellen. Das Bike lädt zum Spielen ein. Kanten und Gaps steckt das Bike ohne Murren weg und auch in der Luft bleibt das Solid sehr gut beherrschbar. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten auf ruppigem Untergrund bleibt das Solid souverän und der Fahrer Herrscher des Trails.

Das Bike entpuppt sich als Spaßrakete für den Einsatz im Bikepark. Spitzkehren, Anlieger, Sprünge, Northshores…das Solid lässt sich sehr agil über die Trails bewegen und auch das Beschleunigungsverhalten kann überzeugen. Enttäuscht waren wir etwas von der verbauten Magura Louise Carbon anstatt der sonst üblicherweise verbauten Hayes HFX-9 des BPS-Modells. Die Magura konnte uns, zwar formschön mit den Bremshebeln aus Carbon, vom Bremsverhalten und vom Druckpunkt nicht ganz überzeugen. Die verbauten hauseigenen Reverse Komponenten geben keinerlei Grund zur Kritik.

Das Solid Liberator ist in den drei Größen S (15,5″), M (18″) und L (19,5″) erhältlich. Für 2008 erhält das Solid eine stärkere Schwinge für erhöhte Steifigkeit. Mit der Aufwärtskompatibilität für Federgabeln bis 200mm Federweg bleibt genug Spielraum für eigene Ideen beim Aufbau des Bikes. Das Bike ist in den Farben schwarz und weiß erhältlich und die Qualität der Pulverbeschichtung kann ebenfalls absolut überzeugen. Sehr gerne hätten wir das Liberator allerdings auch mit dem FOX DHX 4.0 Dämpfer getestet, den Solid Bikes beim Einzelrahmen als Alternative zum Manitou Metel anbietet 😉

Fazit:

Handlich, wendig und direkt. Das Solid Liberator (BPS) weiß, trotz des recht straffen Fahrwerks, zu begeistern und entpuppt sich als Spaßrakete für den Einsatz im Bikepark. Grenzenlose Möglichkeiten – Tag für Tag!

Farbe: schwarz und weiß
Größen: S (15,5″), M (18″) und L (19,5″)
Gewicht des Komplettbikes (BPS): etwa 19 Kilogramm (ohne Pedalen)
Preis: etwa 2549 Euro

Mehr Infos unter www.solidbikes.de

Freeriden in Freiburg – Der Rosskopf-Trail – Spotcheck

Biken in Baden-Württemberg kann so schön sein…man denke da besonders an die Bikeparks in Todtnau und Bad Wildbad. Angesichts der etwas „bescheidenen“ 2 Meter Regel ist der DH- und Freeridespaß aber leider auch nur auf die Bikeparks und wenige Ausnahmen wie dem Schauinsland-Rollertrail beschränkt, wenn man denn nicht mit erhobenem Zeigefinger auf öffentlichen Wanderwegen erwischt werden will. Freiburg bietet seit kurzem mit dem Rosskopf-Trail einen legalen Freeride ungeachtet der 2 Meter Regel! Wir haben für euch den Rosskopf-Trail abgecheckt!

So mancher Wanderer wird sicherlich „schmal“ schauen, wenn, für ihn völlig ungewohnt, Mountainbiker aus dem Freiburger Unterholz auftauchen. Durch die 2 Meter Regelung war bis jetzt der Fahrspaß auf schmaleren Wegen untersagt. Diese Regelung bleibt zu unserem Bedauern natürlich weiterhin bestehen, aber die Stadt Freiburg und das Forstamt hat mit den Locals eine bemerkenswerte Aktion gestartet. Mit dem Rosskopf-Trail bietet Freiburg den Mountainbikern endlich einen Trail, der sich nicht an die 2 Meter Regel hält und es deshalb besonders verdient hat, hier vorgestellt zu werden. Der Trail beginnt am Rosskopf, zweigt vom Hauptweg links ab durch den Wald, führt an der St.-Wendelinskapelle vorbei und endet an der Jugendherberge an dem Fluss Dreisam. Somit bietet der Trail über 3 Kilometer Abfahrtsspaß mit über 300 Höhenmetern. Gekennzeichnet ist der Trail durch kleine gelbe Schilder. Muskelkraft ist gefragt, wenn man den Start des Trails erreichen will. Von da an geht es, abgesehen von einem kurzen Tretstück in der Mitte der Strecke, mächtig bergab. Dabei zeigt sich der Trail ziemlich vielseitig.

Das erste Stück des Rosskopf-Trails ist relativ steil und bietet auf Geröll genug Adrenalin. Der weitere Verlauf der Strecke führt über Lichtungen und durch den Wald. Ab und zu quert man einen Hauptwanderweg, wobei hier natürlich besondere Vorsicht geboten ist! Der mittlere Teil führt über einen wunderbaren schmalen Singletrail, der einen schon fast an so manches Freeride-Video erinnert. Große Sprünge, Kanten oder gar Gaps dürfen auf dem Rosskopf-Trail nicht erwartet werden, da diese nicht nicht erlaubt sind. Der Bau des Trails beschränkte sich auf das Freischneiden des Weges und dem Bau von Anliegern, welche besonders im unteren Bereich für mächtig Speed und Spaß sorgen. Alles in allem eine spaßige Angelegenheit, die auch von nicht so versierten Fahrern zu bewältigen ist. Da die Jungs vor Ort immer noch am Bauen sind, darf man natürlich weiterhin gespannt sein 🙂

Wir bitten im Interesse aller(!) Biker, sich an die Wegmarkierungen zu halten, nicht selber Hand an die Trails zu legen und Wanderern gegenüber immer freundlich zu sein und diesen, falls nötig, den Vortritt zu lassen. Fair fährt besser und diese Aktion darf Hoffnung machen auf mehr legale Trails in Deutschland!

Fazit:

Bemerkenswerte Aktion der Stadt Freiburg, des Forstamtes und der Locals, die Hoffnung macht auf mehr legale Trails in Deutschland! Alles in allem zeigt sich der Rosskopf-Trail als spaßige Angelegenheit, die auch von nicht so versierten Fahrern zu bewältigen ist.

Anmerkung zur 2 Meter Regel in Baden-Württemberg:

Die 2 Meter Regel gilt für das Betreten des Waldes. Genau definiert wird diese Regel im Waldgesetz (LWaldG) für Baden-Württemberg Paragraph 37. Dort heißt es unter anderem „Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr“ und „Nicht gestattet sind das Reiten auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3 Meter Breite und auf Fußwegen, das Radfahren auf Wegen unter 2 Meter Breite sowie das Reiten und Radfahren auf Sport- und Lehrpfaden; die Forstbehörde kann Ausnahmen zulassen“.

Pogo Kardung-La – Kampfansage an den Klassenprimus – Reifentest

CenturionMerida bietet mit dem Pogo Kardung-La einen günstigen Reifen für den Bereich Crosscountry an, dessen Profil sehr an das Profil des Klassenprimus Racing Ralph von der Firma Schwalbe erinnert. Ähnlichkeiten zufällig? Wohl eher nicht! Die Eckdaten des Reifens hören sich sehr gut an und der Anschaffungspreis dürfte schnell für viele Anhänger sorgen. Unabhängig vom Preis musste der Kardung-La bei uns im Praxistest seine Qualitäten beweisen. Wir haben für euch die Stärken und die Schwächen des Pogo Kardung-La herausgefunden.

Erhältlich ist der Pogo Kardung-La in einer Draht- und einer Kevlarversion, wobei wir letztere im Test hatten. Das Gewicht des Reifens mit der Kevlarkarkasse bewegt sich von etwa 490 Gramm für den 2.1 Reifen und etwa 560 Gramm für den 2.25 Reifen. Beide Reifen sind für einen Preis von unter 25 Euro erhältlich. Bereits auf den ersten Metern auf den heimischen Trails kann der Reifen Punkte sammeln. Der Pogo ist zwar kein Leichtlaufwunder, rollt aber dennoch recht gut. Überraschend war der gute Grip des Reifens. Auf hartem trockenem Untergrund spielt der Pogo seine Stärken voll aus. Egal ob auf Asphalt oder harten Waldpassagen. Der Reifen bietet für einen XC-Reifen einen unglaublich guten Grip. Auch die Beschleunigungs- und Verzögerungsqualitäten des Reifens können voll überzeugen und geben keinen Grund zur Kritik.

Schwächen zeigt der Reifen allerdings auf losem Untergrund und bei matschigen Verhältnissen. Hier büßt der Reifen stark an Grip und Traktion ein. Querkräfte quittiert der Reifen mit Wegrutschen. Durch die geringe Profilhöhe allerdings eine Schwäche, die uns nicht sonderlich verwundert. Überraschend war für uns die Pannensicherheit des Reifens. Selbst bei geringerem Luftdruck gab uns der Pogo Kardung-La in diesem Punkt keinen Grund zum Nörgeln. Wir sehen den Pogo Kardung-La weniger als Allrounder, sondern eher als guten XC-Reifen für bestimmte Streckenverhältnisse: Diese sollten hart und trocken sein. Hier kann der Pogo Kardung-La seine Stärken voll ausspielen und weiß zu begeistern!

Fazit:

Wer den Schwerpunkt auf trockene Verhältnisse und harten Untergrund setzt, trifft mit dem Pogo Kardung-La eine sehr gute Wahl. Ungeachtet des sehr guten und fairen Preises.

Preise:

Kardung-La 26×2.10 Kevlar (127 TPI) 23,90 Euro
Kardung-La 26×2.25 Kevlar (127 TPI) 24,90 Euro

Vertrieb: MCG – Blumenstraße 51 – 71106 Magstadt

Mehr Infos unter www.centurion.de

iXS Cesar MTB-Elite Shorts – Man(n) zeigt Bein!

Früher war alles einfacher! Auf der einen Seite gab es die Downhiller mit ihren coolen, aber schweren MX-Pants – auf der anderen Seite gab es die XC-Fahrer mit ihren figurbetonten Spandex-Höschen. Mittlerweile fährt man mit Bikes, die mit ihren massigen Federwegen früher nur Downhillern vorbehalten waren, ausgiebige und anspruchsvolle Touren. Doch was zieht man dabei an? Seien wir ehrlich, neben der Funktion und dem Tragekomfort zählt natürlich auch der Style-Faktor!

Ganz klar…beim Downhill kommt nichts an eine gute MX-Hose ran – mit all ihren Stärken und Schwächen! Die äußerst robusten Hosen bieten einen sehr guten Schutz und sind aus dem Bereich des Downhills einfach nicht mehr wegzudenken! Wenn die Hosen nur nicht so verdammt warm wären! Etwas Abhilfe bringen die kurzbeinigen Vertreter dieser Gattung, die durch das robuste Material allerdings immer noch recht warm sind. Wer eine schöne Freeridetour mit vielen Kilometern zurücklegen will, wird meist nicht daran vorbeikommen, eine Spandexhose mit Sitzpolster anzuziehen. Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel! Wer früher stylisch nicht komplett baden gehen wollte, kombinierte die zwei Hosen – sicherlich kein Optimum! Um genau dieses zu optimieren, stürzen sich die Hersteller auf die Entwicklung von Hosen, die von Haus aus beide Hosentypen miteinander kombinieren. iXS bietet mit der Cesar MTB-Elite Shorts eben eine solche Kombi-Hose mit einer extrem coolen Optik an.

Die iXS Cesar MTB-Elite Shorts ist nicht nur lässig geschnitten, sondern zeigt auf dem linken Hosenbein, genauer gesagt auf der Cargo-Tasche, einen Aufdruck. Der Style-Faktor ist damit schon mal gesichert. Die Hose besteht aus einer weichen Überhose und einer Innenhose mit Sitzpolster, welche mittels Druckknöpfe in der Überhose gehalten wird. Die Innenhose ist sehr weich und anschmiegsam. Ein Silikonband am Beinabschluss der Innenhose verhindert ein Hochrutschen der inneren Hosenbeine. Das Sitzpolster sorgt auch bei weiten Touren für ein angenehmes und entspanntes Fahren. Die robuste Überhose kann ebenfalls überzeugen. Unter den Reißverschlüssen auf der Vorderseite befinden sich zwei, mit einem Netz versehene Belüftungslöcher. Die zwei aufgenähten Cargo-Taschen auf den Seiten sehen lässig aus und bieten Stauplatz für ein Handy oder ähnliches. Damit nichts „flöten geht“ sind die Taschen mit Klettverschluss verschließbar. Die verwendeten pflegeleichten atmungsaktiven Materialien sorgen für einen sehr hohen Tragekomfort bei guter Belüftung. Ein Stretcheinsatz im hinteren Bereich der Überhose und die seitliche Straffung durch das eingearbeitete Gummiband sorgen für einen guten Sitz der Shorts. Eine direkte Anpassung des Hosenbundes bietet die iXS Cesar MTB-Elite Shorts, die recht groß ausfällt, leider nicht.

Fazit:

Sehr ansprechende Hose zum Freeriden! Die iXS Cesar MTB-Elite Shorts bietet nebem einem sehr guten Tragekomfort eine sehr lässige Optik!

Größen: S, M, L, XL, XXL, XXXL
Farbe: Schwarz, Khaki, Braun
Preis: 99,95 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-sportsdivision.com