Solid Liberator – Test – Freiheitskämpfer ohne Grenzen

„Grenzenlose Möglichkeiten – Tag für Tag“. Wenn Peter Schmid, Chef und Entwickler von Solid Bikes, solch ein Statement abgibt, sollten das nicht nur leere Worte sein. So lässt er es sich nicht nehmen, neben einem hochkarätig besetzten Rennteam unter anderem bestehend aus Andreas Sieber, Johannes Sütter und Mathieu Troquier, selbst die Bikes ausgiebig zu testen. Mit dem Solid Liberator bietet die Firma aus Freudenstadt einen Freerider an, welcher sich in jedem Gelände wohlfühlen soll. Eine Aussage, die natürlich uns auf den Plan ruft!

Als Komplettbike stehen drei verschiedene Ausführungen zur Verfügung: Das Pro, das Comp und das von uns getestete BPS-Modell (Bike Park Serie). Auffallend ist beim Solid Liberator nebem dem kurzen Radstand, dem hohen Schwerpunkt und dem relativ steilen Lenkwinkel von etwa 68 Grad, vor allem das ziemlich straff erscheinende Setup des Bikes. Wie beim Solid Mission 9 ist auch beim Liberator das patentierte Motolink verbaut, welches uns bereits bei dem Downhiller überzeugen konnte.

In der BPS-Ausführung bringt das Liberator ohne Pedalen etwa 19 Kilogramm auf die Waage, ein Wert, der sich im normalen Bereich der etwas „kräftigeren“ Freerider bewegt. Da da Fahrtrichtung mit dem Liberator BPS vorzugsweise bergab geht, wurde dem Bike die gut funktionierende Truvativ Kettenführung mit einem Kettenblatt spendiert. Allerdings ist eine Umwerfermontage und der Einsatz von drei Kettenblättern möglich. Die verbaute SRAM X.7 Schaltung kann begeistern…knackig und direkt gehen die Schaltvorgänge von der Hand.

Die Sitzposition ist nicht, wie von Downhillbikes gewohnt, im Bike, sondern zentral über dem Bike. Mit der durchgehenden Sattelstütze sollte so sogar ein gutes Pedalieren möglich sein, wenn denn jemand auf diese Fahreigenschaft Wert legen sollte. Doch in der BPS-Ausführung legen wir natürlich weniger Wert auf die Touren- oder Uphillqualitäten, sondern mehr auf die Abfahrtsqualitäten und Spielmöglichkeiten des Bikes. Unter anderem haben wir uns für den Test zum Bikepark Lac Blanc in Frankreich begeben, um dem Solid Liberator richtig auf den Zahn zu fühlen.

Auffallend ist direkt das sehr gute Handling und die Wendigkeit des Bikes. Spielerisch lässt sich das Bike über Trails bewegen und dirigieren. Obwohl das Bike mit dem Manitou Metel RPA Plattformdämpfer und der 500×2.5 Feder recht straff abgestimmt ist, spricht das Fahrwerk ziemlich gut an. Das Bike agiert zwar nicht butterweich, gibt aber den nötigen Federweg bei Bedarf frei. Die verbaute Rock Shox Domain 318 Coil mit 180 mm Federweg passt sich adäquat dem Hinterbau an, der 190mm Federweg bietet.

Eine andere Anlenkung des Dämpfers ist leider nicht möglich. Allerdings nur ein kleiner Minuspunkt, da das Liberator sehr gut funktioniert. Die Charakteristik des Solid Liberator lässt sich kurz mit „handlich, wendig und direkt“ sehr gut darstellen. Das Bike lädt zum Spielen ein. Kanten und Gaps steckt das Bike ohne Murren weg und auch in der Luft bleibt das Solid sehr gut beherrschbar. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten auf ruppigem Untergrund bleibt das Solid souverän und der Fahrer Herrscher des Trails.

Das Bike entpuppt sich als Spaßrakete für den Einsatz im Bikepark. Spitzkehren, Anlieger, Sprünge, Northshores…das Solid lässt sich sehr agil über die Trails bewegen und auch das Beschleunigungsverhalten kann überzeugen. Enttäuscht waren wir etwas von der verbauten Magura Louise Carbon anstatt der sonst üblicherweise verbauten Hayes HFX-9 des BPS-Modells. Die Magura konnte uns, zwar formschön mit den Bremshebeln aus Carbon, vom Bremsverhalten und vom Druckpunkt nicht ganz überzeugen. Die verbauten hauseigenen Reverse Komponenten geben keinerlei Grund zur Kritik.

Das Solid Liberator ist in den drei Größen S (15,5″), M (18″) und L (19,5″) erhältlich. Für 2008 erhält das Solid eine stärkere Schwinge für erhöhte Steifigkeit. Mit der Aufwärtskompatibilität für Federgabeln bis 200mm Federweg bleibt genug Spielraum für eigene Ideen beim Aufbau des Bikes. Das Bike ist in den Farben schwarz und weiß erhältlich und die Qualität der Pulverbeschichtung kann ebenfalls absolut überzeugen. Sehr gerne hätten wir das Liberator allerdings auch mit dem FOX DHX 4.0 Dämpfer getestet, den Solid Bikes beim Einzelrahmen als Alternative zum Manitou Metel anbietet 😉

Fazit:

Handlich, wendig und direkt. Das Solid Liberator (BPS) weiß, trotz des recht straffen Fahrwerks, zu begeistern und entpuppt sich als Spaßrakete für den Einsatz im Bikepark. Grenzenlose Möglichkeiten – Tag für Tag!

Farbe: schwarz und weiß
Größen: S (15,5″), M (18″) und L (19,5″)
Gewicht des Komplettbikes (BPS): etwa 19 Kilogramm (ohne Pedalen)
Preis: etwa 2549 Euro

Mehr Infos unter www.solidbikes.de

Freeriden in Freiburg – Der Rosskopf-Trail – Spotcheck

Biken in Baden-Württemberg kann so schön sein…man denke da besonders an die Bikeparks in Todtnau und Bad Wildbad. Angesichts der etwas „bescheidenen“ 2 Meter Regel ist der DH- und Freeridespaß aber leider auch nur auf die Bikeparks und wenige Ausnahmen wie dem Schauinsland-Rollertrail beschränkt, wenn man denn nicht mit erhobenem Zeigefinger auf öffentlichen Wanderwegen erwischt werden will. Freiburg bietet seit kurzem mit dem Rosskopf-Trail einen legalen Freeride ungeachtet der 2 Meter Regel! Wir haben für euch den Rosskopf-Trail abgecheckt!

So mancher Wanderer wird sicherlich „schmal“ schauen, wenn, für ihn völlig ungewohnt, Mountainbiker aus dem Freiburger Unterholz auftauchen. Durch die 2 Meter Regelung war bis jetzt der Fahrspaß auf schmaleren Wegen untersagt. Diese Regelung bleibt zu unserem Bedauern natürlich weiterhin bestehen, aber die Stadt Freiburg und das Forstamt hat mit den Locals eine bemerkenswerte Aktion gestartet. Mit dem Rosskopf-Trail bietet Freiburg den Mountainbikern endlich einen Trail, der sich nicht an die 2 Meter Regel hält und es deshalb besonders verdient hat, hier vorgestellt zu werden. Der Trail beginnt am Rosskopf, zweigt vom Hauptweg links ab durch den Wald, führt an der St.-Wendelinskapelle vorbei und endet an der Jugendherberge an dem Fluss Dreisam. Somit bietet der Trail über 3 Kilometer Abfahrtsspaß mit über 300 Höhenmetern. Gekennzeichnet ist der Trail durch kleine gelbe Schilder. Muskelkraft ist gefragt, wenn man den Start des Trails erreichen will. Von da an geht es, abgesehen von einem kurzen Tretstück in der Mitte der Strecke, mächtig bergab. Dabei zeigt sich der Trail ziemlich vielseitig.

Das erste Stück des Rosskopf-Trails ist relativ steil und bietet auf Geröll genug Adrenalin. Der weitere Verlauf der Strecke führt über Lichtungen und durch den Wald. Ab und zu quert man einen Hauptwanderweg, wobei hier natürlich besondere Vorsicht geboten ist! Der mittlere Teil führt über einen wunderbaren schmalen Singletrail, der einen schon fast an so manches Freeride-Video erinnert. Große Sprünge, Kanten oder gar Gaps dürfen auf dem Rosskopf-Trail nicht erwartet werden, da diese nicht nicht erlaubt sind. Der Bau des Trails beschränkte sich auf das Freischneiden des Weges und dem Bau von Anliegern, welche besonders im unteren Bereich für mächtig Speed und Spaß sorgen. Alles in allem eine spaßige Angelegenheit, die auch von nicht so versierten Fahrern zu bewältigen ist. Da die Jungs vor Ort immer noch am Bauen sind, darf man natürlich weiterhin gespannt sein 🙂

Wir bitten im Interesse aller(!) Biker, sich an die Wegmarkierungen zu halten, nicht selber Hand an die Trails zu legen und Wanderern gegenüber immer freundlich zu sein und diesen, falls nötig, den Vortritt zu lassen. Fair fährt besser und diese Aktion darf Hoffnung machen auf mehr legale Trails in Deutschland!

Fazit:

Bemerkenswerte Aktion der Stadt Freiburg, des Forstamtes und der Locals, die Hoffnung macht auf mehr legale Trails in Deutschland! Alles in allem zeigt sich der Rosskopf-Trail als spaßige Angelegenheit, die auch von nicht so versierten Fahrern zu bewältigen ist.

Anmerkung zur 2 Meter Regel in Baden-Württemberg:

Die 2 Meter Regel gilt für das Betreten des Waldes. Genau definiert wird diese Regel im Waldgesetz (LWaldG) für Baden-Württemberg Paragraph 37. Dort heißt es unter anderem „Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr“ und „Nicht gestattet sind das Reiten auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3 Meter Breite und auf Fußwegen, das Radfahren auf Wegen unter 2 Meter Breite sowie das Reiten und Radfahren auf Sport- und Lehrpfaden; die Forstbehörde kann Ausnahmen zulassen“.

Pogo Kardung-La – Kampfansage an den Klassenprimus – Reifentest

CenturionMerida bietet mit dem Pogo Kardung-La einen günstigen Reifen für den Bereich Crosscountry an, dessen Profil sehr an das Profil des Klassenprimus Racing Ralph von der Firma Schwalbe erinnert. Ähnlichkeiten zufällig? Wohl eher nicht! Die Eckdaten des Reifens hören sich sehr gut an und der Anschaffungspreis dürfte schnell für viele Anhänger sorgen. Unabhängig vom Preis musste der Kardung-La bei uns im Praxistest seine Qualitäten beweisen. Wir haben für euch die Stärken und die Schwächen des Pogo Kardung-La herausgefunden.

Erhältlich ist der Pogo Kardung-La in einer Draht- und einer Kevlarversion, wobei wir letztere im Test hatten. Das Gewicht des Reifens mit der Kevlarkarkasse bewegt sich von etwa 490 Gramm für den 2.1 Reifen und etwa 560 Gramm für den 2.25 Reifen. Beide Reifen sind für einen Preis von unter 25 Euro erhältlich. Bereits auf den ersten Metern auf den heimischen Trails kann der Reifen Punkte sammeln. Der Pogo ist zwar kein Leichtlaufwunder, rollt aber dennoch recht gut. Überraschend war der gute Grip des Reifens. Auf hartem trockenem Untergrund spielt der Pogo seine Stärken voll aus. Egal ob auf Asphalt oder harten Waldpassagen. Der Reifen bietet für einen XC-Reifen einen unglaublich guten Grip. Auch die Beschleunigungs- und Verzögerungsqualitäten des Reifens können voll überzeugen und geben keinen Grund zur Kritik.

Schwächen zeigt der Reifen allerdings auf losem Untergrund und bei matschigen Verhältnissen. Hier büßt der Reifen stark an Grip und Traktion ein. Querkräfte quittiert der Reifen mit Wegrutschen. Durch die geringe Profilhöhe allerdings eine Schwäche, die uns nicht sonderlich verwundert. Überraschend war für uns die Pannensicherheit des Reifens. Selbst bei geringerem Luftdruck gab uns der Pogo Kardung-La in diesem Punkt keinen Grund zum Nörgeln. Wir sehen den Pogo Kardung-La weniger als Allrounder, sondern eher als guten XC-Reifen für bestimmte Streckenverhältnisse: Diese sollten hart und trocken sein. Hier kann der Pogo Kardung-La seine Stärken voll ausspielen und weiß zu begeistern!

Fazit:

Wer den Schwerpunkt auf trockene Verhältnisse und harten Untergrund setzt, trifft mit dem Pogo Kardung-La eine sehr gute Wahl. Ungeachtet des sehr guten und fairen Preises.

Preise:

Kardung-La 26×2.10 Kevlar (127 TPI) 23,90 Euro
Kardung-La 26×2.25 Kevlar (127 TPI) 24,90 Euro

Vertrieb: MCG – Blumenstraße 51 – 71106 Magstadt

Mehr Infos unter www.centurion.de

iXS Cesar MTB-Elite Shorts – Man(n) zeigt Bein!

Früher war alles einfacher! Auf der einen Seite gab es die Downhiller mit ihren coolen, aber schweren MX-Pants – auf der anderen Seite gab es die XC-Fahrer mit ihren figurbetonten Spandex-Höschen. Mittlerweile fährt man mit Bikes, die mit ihren massigen Federwegen früher nur Downhillern vorbehalten waren, ausgiebige und anspruchsvolle Touren. Doch was zieht man dabei an? Seien wir ehrlich, neben der Funktion und dem Tragekomfort zählt natürlich auch der Style-Faktor!

Ganz klar…beim Downhill kommt nichts an eine gute MX-Hose ran – mit all ihren Stärken und Schwächen! Die äußerst robusten Hosen bieten einen sehr guten Schutz und sind aus dem Bereich des Downhills einfach nicht mehr wegzudenken! Wenn die Hosen nur nicht so verdammt warm wären! Etwas Abhilfe bringen die kurzbeinigen Vertreter dieser Gattung, die durch das robuste Material allerdings immer noch recht warm sind. Wer eine schöne Freeridetour mit vielen Kilometern zurücklegen will, wird meist nicht daran vorbeikommen, eine Spandexhose mit Sitzpolster anzuziehen. Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel! Wer früher stylisch nicht komplett baden gehen wollte, kombinierte die zwei Hosen – sicherlich kein Optimum! Um genau dieses zu optimieren, stürzen sich die Hersteller auf die Entwicklung von Hosen, die von Haus aus beide Hosentypen miteinander kombinieren. iXS bietet mit der Cesar MTB-Elite Shorts eben eine solche Kombi-Hose mit einer extrem coolen Optik an.

Die iXS Cesar MTB-Elite Shorts ist nicht nur lässig geschnitten, sondern zeigt auf dem linken Hosenbein, genauer gesagt auf der Cargo-Tasche, einen Aufdruck. Der Style-Faktor ist damit schon mal gesichert. Die Hose besteht aus einer weichen Überhose und einer Innenhose mit Sitzpolster, welche mittels Druckknöpfe in der Überhose gehalten wird. Die Innenhose ist sehr weich und anschmiegsam. Ein Silikonband am Beinabschluss der Innenhose verhindert ein Hochrutschen der inneren Hosenbeine. Das Sitzpolster sorgt auch bei weiten Touren für ein angenehmes und entspanntes Fahren. Die robuste Überhose kann ebenfalls überzeugen. Unter den Reißverschlüssen auf der Vorderseite befinden sich zwei, mit einem Netz versehene Belüftungslöcher. Die zwei aufgenähten Cargo-Taschen auf den Seiten sehen lässig aus und bieten Stauplatz für ein Handy oder ähnliches. Damit nichts „flöten geht“ sind die Taschen mit Klettverschluss verschließbar. Die verwendeten pflegeleichten atmungsaktiven Materialien sorgen für einen sehr hohen Tragekomfort bei guter Belüftung. Ein Stretcheinsatz im hinteren Bereich der Überhose und die seitliche Straffung durch das eingearbeitete Gummiband sorgen für einen guten Sitz der Shorts. Eine direkte Anpassung des Hosenbundes bietet die iXS Cesar MTB-Elite Shorts, die recht groß ausfällt, leider nicht.

Fazit:

Sehr ansprechende Hose zum Freeriden! Die iXS Cesar MTB-Elite Shorts bietet nebem einem sehr guten Tragekomfort eine sehr lässige Optik!

Größen: S, M, L, XL, XXL, XXXL
Farbe: Schwarz, Khaki, Braun
Preis: 99,95 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-sportsdivision.com

Continental MountainKing Supersonic mit Black Chili Compound im Test

Mit der King-Serie läutet Continental eine neue Ära bei den Reifen ein. Nach dem SpeedKing ist jetzt der MountainKing erhältlich, der im Bereich CrossCountry mit Allroundeigenschaften angesiedelt ist. Erwartungsvoll haben wir den MountainKing in der Supersonic-Version mit Black Chili Technologie für den Test ausgewählt. Erhältlich ist der MountainKing in der Ausführung 26×2.2 und 26×2.4, wobei der 2.4er ganz klar für einen Einsatz im Bereich All-Mountain spricht. Für uns ein Grund mehr, den MountainKing einem harten Test zu unterziehen.

Neben der Supersonic-Version mit Black Chili Technologie, den wir im Test hatten, ist der MountainKing auch in einer ProTection-Version erhältlich. Bei der Black Chili Technologie handelt es sich um eine neuartige Gummimischung, die einen höheren Haftreibungswert bei gleichzeitig niedrigerem Rollwiderstand bieten soll. Beim Supersonic werden die Bestandteile des Reifens auf ein Minimum reduziert. Dadurch ergibt sich ein relativ geringes Gewicht des Reifens. Das Gummi fühlt sich ziemlich soft an, die Karkasse ist aber fühlbar sehr dünn. Bereits die erste Fahrt mit dem MountainKing Supersonic, ausgerechnet bei Matsche, verblüfft. Der Reifen hat einen unglaublich guten Grip und verhält sich im Grenzbereich sehr berechnend und gutmütig. Selbst auf nassen Wurzeln weiß der MountainKing, mit etwas verringertem Luftdruck, zu begeistern.

Bestnoten können wir dem Reifen, der übrigens in Korbach hergestellt wird, ebenfalls bei der Traktion und der Bremsleistung geben. Steile Rampen, selbst auf schlüpfrigem Untergrund mit Wurzel- und Steinpassagen, meistert der Reifen mit unglaublicher Souveränität. Die Reifen saugt sich regelrecht fest und sorgt nicht nur für ein gutes Klettern, sondern auch auf schnellen Trails für ein gutes Gefühl der Sicherheit. Auf schnellen Schotterpisten mit Kehren driftet der Conti kontrolliert und verleiht auch hier dem Fahrer ein gutes Feeling. Der auf Asphalt recht laut surrende Reifen rollt gut, dennoch würden wir den MountainKing nicht unbedingt als Rollwunder bezeichnen. Minuspunkte sammelt der Reifen leider in Bezug auf die Pannensicherheit. Hier muss man für den Leichtbau des Reifens Tribut zahlen. Wer lieber die robustere Fahrweise vorzieht, sollte eventuell die ProTection-Version des MountainKing in Betracht ziehen.

Fazit

Der unglaublich gute Grip, die sehr gute Traktion und die guten Bremswerte verdienen höchstes Lob. Einzig die Pannensicherheit trübt etwas den durchweg sehr guten Eindruck des Reifens. Mit mehr Pannensicherheit wäre der MountainKing Supersonic mit der Black Chili Technologie der perfekte All-Mountain Reifen!

Gewicht: 26×2.2 knapp 500 Gramm, 26×2.4 etwa 540 Gramm

Preis: 39,95 Euro

Mehr Infos unter www.conti.de

Schwalbe Muddy Mary – Der Intermediate-Reifen im Test

Wenn der deutsche Meister im Downhill, Markus Klausmann, mit einem der größten Reifenhersteller einen Reifen entwickelt, der nach eigenen Angaben 90% aller Downhill-Trails abdecken soll, darf man richtig gespannt sein. Rausgekommen ist dabei der Schwalbe Muddy Mary, ein Intermediate-Reifen, der auf harten Pisten ebenso sicher greifen soll wie in tiefen Böden. Wir haben abgecheckt, was an den Behauptungen dran ist!

Zierlich ist die Mary nicht. Der Reifen baut sehr breit. Auffallend sind auch die markanten Stollen und der großzügig bemessene Platz zwischen den Stollen. Ein Leichtgewicht ist die Mary ebenfalls nicht. Etwa 1270 Gramm bringt der Reifen auf die Waage. Erhältlich ist der Reifen in der weichen „Gooey Gluey Compound“-Mischung und in der von uns getesteten normalen „Triple Compound“-Mischung. Beide Ausführungen gibt es derzeit nur in 26×2.5. Die ersten Testfahrten absolvierten wir, mangels Regen, ausschließlich auf trockenem Terrain. Der Rollwiderstand des Reifens ist akzeptabel, die Mary ist also nicht unbedingt leichtfüßig. Dafür lässt es sich mit der Mary richtig rocken. Der Reifen packt unglaublich gut, egal ob auf weichem Waldboden, auf harten Haldenpisten oder auf Wurzeln. Die Karkasse des Reifens ist ziemlich dickwandig und obwohl wir zum Teil mit sehr geringem Luftdrucks unterwegs waren, erwies sich der Reifen als absolut pannensicher. Der Reifen konnte bis zu diesem Zeitpunkt absolut überzeugen, und dann warteten wir…auf den Regen!

Irgendwann war es endlich soweit. Selten warteten wir so sehnsüchtig auf eine längere Regenperiode. Der Reifen zeigte sich bis zu diesem Zeitpunkt so souverän, dass die Spannung geradezu ins Unermessliche wuchs. Kann der Muddy Mary auch bei sehr widrigen Verhältnissen noch so überzeugen? Wir waren gespannt. Petrus war anscheinend ebenso neugierig…der Regen kam, und das, wie meistens in Deutschland, nicht zu knapp…

Haaresträubend…so dürfte jeder Reifenhersteller die Gegebenheiten nach lang anhaltendem Regen auf den heimischen Kohlehalden bezeichen. Der Untergrund aus Kohleschlacke ist nicht rutschig, sondern einfach nur noch glitschig. Dazu kommt ein Pappverhalten der Mocke am Reifen, das ein Reifen der Breite 2.5 schnell zu einem 3.0er Reifen mutieren lässt. Kurz gesagt, katastrophale Bedingungen und somit perfekt für den Test. Bedingungen, die den Schwalbe Muddy Mary aber nicht wirklich beeindrucken konnten. Mit Minimalstluftdruck verlor der Haldenmatsch seinen Schrecken. Die Beschleunigung auf den schlüpfrigen Trails als auch das Bremsverhalten des Muddy Mary sind erstaunlich gut. Ebenso begeisternd ist der Grip in den Kurven. Das markante Profil mit den Außenstollen beisst sich geradezu fest. Auf nassen Wurzelstücken kommt man mit der „Triple Compound“-Mischung etwas an die Grenzen des Reifens – vielleicht sollte man hier auf den „Gooey Gluey Compound“ zurückgreifen. Das Verhalten des Reifens im Grenzbereich ist unglaublich gutmütig. Ebenfalls überzeugend ist auch die Selbstreinigung des Reifens, weshalb wir letztendlich dem Muddy Mary geradezu Bestnoten geben müssen! Die Zusammenarbeit von Markus Klausmann mit Schwalbe hat sich definitiv gelohnt…und wir ernten die Früchte 🙂

Fazit:

Beeindruckend! In unseren Auge das Beste, was Schwalbe jemals auf dem Markt geworfen hat…selbst die normale „Triple Compound“-Mischung weiß schon zu überzeugen…in der Tat ein idealer Allroundreifen!

Preis: etwa 50 Euro

Mehr Infos unter www.schwalbe.de

Kona Stinky Elbow und Knee Pads – Ellbogen-/Schienbeinschoner im Test

Stinky…wer denkt da nicht direkt an das Spaßbike von Kona? Kona sorgt mit dem Stinky nicht nur für den fahrbaren Untersatz im Bikepark, sondern bietet mit den Ellbogen- und Schienbeinschonern gleichen Namens direkt den passenden Schutz an. Kann Kona aber mit den Schonern ebenso überzeugen wie mit den Bikes? Wir haben uns die „Kona Stinky Elbow und Knee Pads“ umgeschnallt und es getestet!

Optisch machen die Schoner einen sehr vielversprechenden Eindruck. Sowohl die Schienbeinschoner als auch die Ellbogenschoner weisen phatte Plastikschalen auf, die auf perforiertem Schaumstoff aufgenäht sind. Durch die Perforation des Schaumstoffs hält sich der „Schwitzfaktor“ in Grenzen. Die Schoner werden durch einen Strumpf im Bereich des Gelenks (Knie bzw. Ellbogen) gehalten und durch Klettstreifen fixiert. Ein bisschen enttäuscht sind wir von der Verarbeitungsqualität der Schoner. Hier hätten wir von Kona etwas mehr Liebe zum Detail erwartet.

Die Kona Stinky Elbow Pads sind für unter 40 Euro im Handel erhältlich. Geliefert werden die Schoner in einer praktischen Netztasche. Am Körper fixiert wird der Schoner durch einen Strumpf im Bereich des Ellbogens und durch zwei Klettverschlüsse. Den oberen Klettverschluss in der Ellbogenkehle empfinden wir als leicht störend. Sehr positiv bewerten wir den guten und rutschfreien Sitz der Pads. Die Schoner sind zudem sehr großflächig und bieten einen sehr guten Schutz. Wie die Schienbeinschoner haben wir auch die Ellbogenschoner nach den Einsätzen in die Waschmaschine verfrachtet. Das „Martyrium“ Waschmaschine konnte den Schonern aber ebenso wenig anhaben wie das Tragen selbst.

Die Kona Knee Pads werden ebenfalls in einer praktischen Netztasche ausgeliefert. Für unter 70 Euro kann jeder diesen Schoner sein Eigen nennen. Wie schon der Ellbogenschoner begeistert auch der Knie-/Schienbeinschoner durch seinen großflächigen Schutz. Die Schoner reichen nicht nur weit zum Fuß runter, sondern auch seitlich sehr weit rum. Da der Schoner im Bereich des Knies einen Strumpf aufweist, muss dieser über den Fuß gestülpt werden. Neben den drei Klettstreifen an der Wade wird der Schoner durch einen zwickenden Klettstreifen in der Kniekehle gehalten. Die Passform und der rutschfreie Sitz des Schoners sind einwandfrei. Selbst beim Pedalieren verrutschen die Knee Pads nicht. Ein bisschen unschlüssig waren wir uns über das Rechts und Links der Schoner. Wir denken aber, am sinnvollsten ist es, die Schoner mit der schwarzen Seite nach innen und der blauen Seite nach außen zu tragen, da sonst die Knieschale am Oberrohr schrabben kann. Nachteil ist das offene Ende der Wadenklettverschlüsse zum Bike hin.

Fazit:

Mit den Stinky Elbow und Knee Pads bietet Kona einen sehr guten Schutz zu einem fairen Preis an. Aufgrund der guten Passform und des rutschfreien Sitzes der Schoner, egal ob Ellbogen oder Knie-/Schienbein, sind die kleinen Schwächen der Schoner gut zu verschmerzen.

Größen: S, M, L, XL
Preise: Stinky Elbow Pads 39,99 Euro, Stinky Knee Pads 69,99 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com

Ortovox Free Rider 26+ – Rucksack mit Rückenprotektor – Test

Wirbelsäulenverletzungen sind eine üble Sache! Derartige Verletzungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern können vor allem auch bedeutend die Lebensqualität einschränken. Besonders beim Freeriden, wo auf verblockten und zum Teil rutschigen Trails hart am Limit gefahren wird, sind Stürze an der Tagesordnung. Da beim Freeriden ohnehin meistens ein Rucksack getragen wird, bieten sich hier vor allem spezielle Rucksäcke mit integriertem Wirbelsäulenschutz an. Der Ortovox Free Rider 26+ bietet neben einer feschen Optik vor allem eines: Das Spine Protection Rückensystem!

Eigentlich handelt es sich bei dem Ortovox Free Rider 26+ um einen speziellen Rucksack für Wintersportler. Dies wird auch beim Blick in den Rucksack bestätigt. Das Symbol für Biker ist durchgestrichen! Wieso, können wir uns nach dem Test allerdings nicht ganz erklären. Der Rucksack war unser täglicher Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, beim Touren und im Bikepark…egal ob im Regen oder bei Sonnenschein. Viel musste der Ortovox über sich ergehen lassen und ertragen, und nicht selten diente er auch noch als Lastenesel für unseren Klappspaten. Was wären Freerider in unseren Breitengraden ohne selbstgebaute Trails?!

Eine weitere selbst auferlegte Einschränkung des Ortovox Free Rider 26+ besteht bei der Körpergröße. Ortovox gibt eine Körpergröße von 175 cm bis 195 cm für den optimalen Sitz des Rucksacks an. Dieser Einschränkung können wir zustimmen. Da der Rucksack relativ lang ist, sollte auf jeden Fall auf die Körpergröße geachtet werden! Dafür bietet der Ortovox mit einem Volumen von etwa 26 Litern genug Stauraum für die Schutzausrüstung bei ausgedehnten Freeridetouren. Die Schien- und Ellbogenprotektoren lassen sich natürlich nicht nur bequem im Rucksack verstauen, sondern auch, zum Beispiel zusammen mit einem Fullfacehelm, außen mit einem Riemen befestigen. Nicht selten baumelte bei uns, neben dem Helm, auch noch ein Klappspaten am Rucksack.

Der Ortovox Free Rider 26+ sitzt sehr gut und bequem. Mit dem breiten Hüftgurt und einem Brustgurt lässt sich der Rucksack hervorragend fixieren. Die Kopffreiheit, auch mit Helm, ist sehr gut und der Rucksack stört in keinster Weise beim Fahren. Der SPS-Rückenprotektor weist das CE-Prüfzeichen auf und vermittelt ein gutes und sicheres Gefühl. Nicht ganz überzeugen konnte uns dagegen die Belüftung des Rückens. Obwohl der Rückenprotektor mittels Schaumstoffpolster nur punktuell auf dem Rücken aufliegt und somit einen Luftkanal bildet, ist der Schwitzfaktor recht hoch. Zwei sinnvolle Gimmicks bietet der Ortovox mit der in den Hüftgurt integrierten kleinen Tasche, zum Beispiel für ein Handy, und der Signalpfeife am Brustgurt. Selbstverständlich und nicht weiter erwähnenswert ist für uns dagegen die Vorbereitung für die Aufnahme einer Trinkblase.

Die Verarbeitung des Free Rider 26+ gibt keinen Anlass zur Kritik. Lediglich die Beschriftung des Rucksacks macht sich mit der Zeit selbstständig. Das Material wie auch die Reißverschlüsse sind wasserabweisend, nach heftigen Platzregen und längeren Regenfahrten war der Rucksack von innen jedoch etwas klamm. Hier wäre eine separate Regenhülle erforderlich. Im Innern des Rucksacks befinden sich noch zwei kleinere mit Reißverschluss versehene Fächer. Der Rucksack ist in zwei Farben (grau und blau) für 129,95 Euro erhältlich. Eine sinnvolle Investition in die Gesundheit und viele weitere Freeridetouren!

Fazit:

Ein sehr guter Rucksack nicht nur für Wintersportler. Mit kleinen Änderungen und der Zugabe einer Regenhülle wäre der Rucksack perfekt für Freerider- auf dem Bike!

Preis: 129,95 Euro

Mehr Infos unter www.ortovox.de