Tatonka Patience 12+ Rucksack im Test

Ein guter Rucksack ist unerlässlich – selbst bei einer Tagestour müssen einige Dinge mitgeführt werden. Der Rucksack sollte nicht zu groß, allerdings auch nicht zu klein ausfallen! Das Volumen des Tatonka Patience 12+ beträgt 12 Liter, genug Stauraum für das Gepäck einer Tagestour. Getränke, Futter, Werkzeug und Regenbekleidung finden ebenso Platz wie ein kleines Erste-Hilfe-Set. Sollte der Platz im Innern des Tatonka nicht ausreichen, kann das Volumen bequem per Reißverschluss um drei weitere Liter erweitert werden.

Ausgestattet ist der Tatonka Patience 12+ mit dem „Padded Back-System“, einer speziellen Polsterung, die ein bequemes und softes Tragen des Rucksacks ermöglicht. Der Nachteil des Rückensystems ist allerdings, dass der Rucksack keine Belüftung des Rückens zulässt. Der Patience 12+ sitzt hervorragend und lässt sich gut am Körper fixieren. Die Halteriemen lassen sich unkompliziert und schnell anpassen. Als Clou ist eine Signalpfeife im Verschluss des Brustgurts integriert – für den Fall der Fälle.

Das Trägersystem ist sehr durchdacht. Der Rucksack schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein und stört daher auch nicht. Eine Trinkblase gehört zwar nicht zum Lieferumfang des Tatonka Patience 12+, für den Einsatz einer Trinkblase ist der Rucksack allerdings vorbereitet. Im Frontbereich des Rucksacks bietet der Patience 12+ ein Fach, welches durch einen Reißverschluss gesichert ist. Die Reißverschlüsse des Patience 12+ sind gut zu greifen und zu betätigen, auch mit Handschuhen.

Ebenfalls lobenswert sind die im Hüftgurt intgrierten Taschen. Schön wäre es allerdings, wenn sich wenigstens eine der beiden Taschen mit einem Reißverschluss verschließen lassen würde. Natürlich bietet der Patience 12+ auch die üblichen Netztaschen an den Seiten des Rucksacks – selbstverständlich! Die Verarbeitung des Tatonka Patience 12+ ist top! Die Nähte des Rucksacks halten, selbst unter extremen Belastungen.

Auch wenn das verwendete Material des Tatonka Patience 12+ wasserabweisend ist, wäre die Erweiterung des Lieferumfangs um einen Regenüberzug wünschenswert – bei den Regenergüssen der letzten Monate kann kein Rucksack auf Dauer den Wassermassen standhalten. Der Rucksack ist in zwei Ausführungen, d.grey/red und d.grey/black, zum Preis von 70 Euro erhältlich.

Mehr Infos unter www.tatonka.com

Alpina Kosmic – Test – Die Sportbrille mit hohem Stylefaktor!

Im Moment kann man sie scharenweise sehen. Unaufhaltsam kommen sie dir entgegegen, um dir im letzten Moment auszuweichen…oder auch nicht. Nein, hier ist nicht von Mücken oder Fliegen die Rede, sondern von Bikern. Biker, die mit zusammengekniffenen Augen, sei es wegen der Sonne oder den gerade erwähnten Mücken oder Fliegen, fast blind ihren Weg suchen. Das muss nicht sein, eine Brille wirkt hier Wunder…so wie die Alpina Kosmic!

Guter Schutz und perfekte Sicht kann so einfach sein…und das auch noch gepaart mit einem hohen Stylefaktor – nicht dass wir Biker nicht eitel wären! Doch das alleine macht natürlich noch keine gute Brille aus. Wichtig ist natürlich eine gute Passform, die Brille muss gut sitzen und sollte nicht drücken oder stören. Auch hier kann die Alpina Kosmic voll punkten. Bei Fahrten im ruppigen Gelände bleiben Brille und Biker ebenso souverän und cool wie beim anschließenden Besuch im Biergarten.

Da die Geschmäcker natürlich verschieden sind, ist die Kosmic in verschiedenen Rahmenfarben und Linsenausführungen erhältlich. Bei der abgebildeten Brille handelt es sich um die Rahmenfarbe black-silver und der Linsenausführung „Ceramic“ in black gradient. Absolut nicht vergessen sollte man den Sicherheitsfaktor! Neben dem UV-Schutz zu 100% sind die hartbeschichteten Gläser bruchfest. Linsen mit der Varioflex-Technologie sind zudem automatisch tönend. Der Preis der Alpina Kosmic beträgt je nach Ausführung zwischen 35 und 60 Euro (mit den Varioflex-Linsen).

Und wehe, jetzt kommt uns noch mal einer mit zusammengekniffenen Augen entgegen 😉

Mehr Infos unter www.alpina-eyewear.de

BMW Mountainbike Cross Country – Keine Verschnaufpause! – Test

Nein, das BMW Cross Country hatte bei uns wahrlich kein schönes Leben! Wochenlang wurde es in heimischen Gefilden durch Regen und Matsche gescheucht, um anschließend in der Provence mit Steinen übersäte Trails über sich ergehen zu lassen. Eine Verschnaufpause gab es für das BMW Cross Country nicht, dafür sollte unser Test sorgen! Konnte das BMW Mountainbike Cross Country, mit einem Kaufpreis jenseits der 4000 Euro Grenze, die sehr hohen Erwartungen erfüllen?

Ästhetik…eine Eigenschaft, die man den Entwicklern und Designern der Firma BMW definitiv nicht absprechen kann. Ein Beweis dafür ist nicht nur das BMW MTB Enduro, welches wir bereits vor einiger Zeit im Test hatten, sondern auch das BMW MTB Cross Country. Das BMW Enduro konnte uns nicht nur optisch, sondern auch von den fahrtechnischen Eigenschaften absolut begeistern. Die Erwartungshaltung an das BMW MTB Cross Country zu Beginn des Tests war natürlich dementsprechend hoch.

Doch zurück zur Optik! Es ist schon eine Augenweide, die dem Betrachter mit dem BMW MTB Cross Country kredenzt wird: Die schön geschwungenen Rahmenrohre, die sauberen Schweißnähte, der edel in silber lackierte Rahmen und die farblich abgesetzte Wippe in Kupfer. Ebenfalls sehr edel präsentiert sich die Firmenpräsentation auf dem Bike. Lediglich ein kleines BMW-Zeichen auf der Wippe rechts und links und ein BMW Zeichen als AHead-Kappe. Der Beweis, dass manchmal weniger mehr ist. Man sieht es dem Bike an: Es ist edel…und teuer.

Aufgebaut ist das BMW MTB Cross Country mit allem, was gut, leicht…und teuer ist. Die FSA Carbon Team Issue Kurbel, die Mavic Crossmax ST Laufräder, der Fi’Zi:k Gobi Titan Sattel, die Magura Marta Bremsen mit den zart anmutenden Scheiben und die Manitou Luftfedergabel R-7 Super Click It Remote Lockout. Bei der Schaltung vertraut das BMW MTB Cross Country fast komplett auf die High-End-Gruppe X.0 von SRAM. Fast. Nur der Umwerfer ist von der Konkurrenz, von Shimano, natürlich aus der Top-Gruppe XTR. Natürlich…

Nach so viel Beweihräucherung wollten wir natürlich wissen, ob das Bike auf dem Trail das halten kann, was es dem Auge verspricht. Die Sitzposition auf dem BMW MTB Cross Country ist sehr sportlich. Fahrtechnisch präsentieren sich die Automobile des Konzerns auf höchstem Niveau, das kann man auch dem Bike bescheinigen. Der Hinterbau mit dem Manitou S-Type SPV Dämpfer und den 100 mm Federweg arbeitet hervorragend. Bei Unebenheiten spricht das Fahrwerk sensibel an, im Wiegetritt und beim Uphill stört kein unnötiges Wippen den Vorwärtsdrang.

Es zeigt sich, dass die Wahl der Manitou Luftfedergabel R-7 Super Click It Remote Lockout äußerst geglückt ist. Die sehr gut ansprechende Gabel, die ebenfalls 100 mm Federweg bietet, lässt sich nicht nur hervorragend an den Fahrer anpassen, sondern harmoniert auch sehr gut mit dem Hinterbau. Das BMW MTB Cross Country liegt satt auf dem Trail, büßt aber dennoch nichts von seiner Leichtfüßigkeit ein. Steile Rampen meistert das BMW gut, nur wenn es sehr steil wird muss man etwas auf die Front des Bikes drücken, um nicht den Bodenkontakt zu verlieren.

Das sehr gut durchdachte Gesamtkonzept zeigt sich auch bei den Magura Marta Scheibenbremsen, die von der Bremspower absolut überzeugen können. Viele der Anbauteile wie Lenker, Vorbau oder Sattelstütze stammen von Ritchey, da gibt es wie bei den Mavic Crossmax ST Laufrädern nichts zu makeln. Die Continental Explorer Reifen in der Größe 26 x 2.1 rollen sehr leichtfüßig über die Trails, allerdings lässt auf Schotter und rutschigem Untergrund der Grip etwas zu wünschen übrig.

Das BMW zeigt sich recht hart im Nehmen, das belegt unser Einsatz auf den rauen Pisten in Südfrankreich. Die Komponenten passen hervorragend und der Rahmen ist ein absolutes Spitzenerzeugnis. Ein Bike, das von vorne bis hinten durchdacht ist und einfach passt! Das BMW MTB Cross Country stellt also nicht nur ein optisches Highlight dar, sondern kann auch von der Funktion voll überzeugen. Der Preis des BMW mit knapp 4200 Euro ist sicherlich kein Pappenstiel, aber durchaus gerechtfertigt.

Fazit:
Das BMX XC wird sicherlich trotz der hervorragenden Funktion, Verarbeitung und Optik durch den Preis von knapp 4200 Euro leider nur eine Randerscheinung bleiben. Liebhaber werden dies zu schätzen wissen. Exklusivität ist also gesichert und das BMW wird auch in Zukunft bewundernde Blicke auf sich ziehen.

Größen: M, L, XL
Farbe: Silber
Gewicht: 12,3 Kilogramm
Preis: 4199 Euro

Mehr Infos unter shop.bmwgroup.com

Poison Curare T im Test – Das leichte Enduro aus der Giftküche

In der „Giftküche“ der Firma Poison kocht und zischt es wieder! Wer sich mit den Bikes und insbesondere mit der Namensgebung der Bikes von Poison beschäftigt, wird automatisch zum Kenner aller erdenklichen Drogen- und Giftstoffe…Strychnin, Taxin, Zyankali…da darf natürlich Curare nicht fehlen! Von den Indios als Pfeilgift zur Jagd eingesetzt, so ist auch das Curare von Poison für die Jagd oder aber, je nach Betrachtungsweise, für den Genuss bestimmt! Das etwas andere „Waidmannsheil“ hier auf der Fraktur!

Im Gegensatz zu den „normalen“ Giftstoffen ist der Erwerb des Poison Curare natürlich ohne Probleme möglich…und das völlig legal. Das Curare gibt es in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten, wir hatten das preislich „mittlere“ Modell „Curare T“ im Test. Es ist schon erstaunlich, was man für knapp 1300 Euro alles bekommen kann! Der vielversprechende Viergelenker mit seinem achteckigen Unterrohr und dem zum Steuerrohr gezogenen Oberrohr ist mit Parts aufgebaut, die man in dieser Preisklasse nicht vermuten würde.

Für die Front zeigt sich eine Rock Shox Domain 318 UT mit 160 mm Federweg verantwortlich, die in Kooperation mit dem für den Hinterbau verantwortlichen Manitou Radium RL PlatformPlus Dämpfer für Fahrwerksruhe sorgen soll. Für die Verzögerung wurde die Hayes Stroker Trail verbaut. Viele der verbauten Parts stammen von der hauseigenen Marke Amoeba, die Hone Kurbel und das XT Schaltwerk stammen von Shimano. Die Mavic EX-325 Disc Felgen und die Michelin Mountain AT runden den guten theoretischen und optischen Eindruck ab.

Der optisch gute Eindruck vom Viergelenker bestätigt sich auch beim Fahren. Der Hinterbau mit 150mm Federweg arbeitet sehr gut und unauffällig, effektiv werden Bodenwellen und Unebenheiten weggebügelt. Trotz des gut ansprechenden Fahrwerks macht sich bergauf kein Wippen bemerkbar, der Manitou Dämpfer erweist sich beim Curare als sehr gute Wahl. Auch auf der Jagd nach einer schnellen Linie bergab lässt sich der Hinterbau des Curare kaum aus der Ruhe bringen. Kritik muss sich hier etwas die Rock Shox gefallen lassen.

Die Domain arbeitet zwar gut, allerdings zeigt sich die Gabel bei einem Fahrergewicht bis zu 75 Kilogramm etwas zu straff abgestimmt und harmoniert somit nicht ganz mit dem sehr gut ansprechenden Hinterbau. Die Domain bietet zwar einen Drehknopf zum Minimieren der Vorspannung an, aber das gewünschte Ergebnis erreichten wir dennoch leider nicht. Hier vermissen wir jetzt die Luftunterstützung, die diesen Umstand beseitigen würde. Dafür lässt sich der Federweg einstellen, was bei steilen Rampen bergauf Vorteile bringen kann.

Die montierten zwei Kettenblätter mit dem LX Shifter machen sich beim Curare voll bezahlt. Die Kletterfähigkeit des Bikes, selbst bei vollem Federweg der Gabel, ist beeindruckend. Selbst Kehren beim Uphill meistert das Curare vorbildlich, ohne dass es bockig die Nase hebt. Das Curare erweist sich als wahre Kletterziege und stellt nicht nur bergab, sondern auch bergauf sein ausgewogenes Fahrverhalten unter Beweis. Die Sitzposition ist zentral und entspannt und ermuntert so auch zu Touren. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist hier die voll versenkbare Sattelstütze.

Ebenfalls als sehr gute Wahl erweist sich die Hayes Stroker Trail. Obwohl die Bremscheiben vorne und hinten mit 180 mm Durchmesser relativ klein ausfallen, kann die Hayes voll überzeugen. Der gute Druckpunkt, die gute Dosierbarkeit und die gute Bremsleistung geben keinerlei Anlass zur Kritik. Ebenfalls überzeugend sind die Michelin Mountain AT, die mit einem sehr breiten Einsatzbereich für helle Freude sorgen und somit hervorragend zum Curare passen.

Das Einsatzgebiet des Curare ist von Tour bis Enduro sehr breit gefächert. Das Poison zeigt sich nicht als schlechter Kompromiss, sondern kann hier in allen Disziplinen überzeugen. Ärgerlich ist eine Kleinigkeit…auf der ersten Abfahrt mit diversen Kanten und Sprüngen hatten wir ungewollte Schaltvorgänge…Grund war der Schaltzug, der beim Einfedern an der Sattelklemme hängen blieb. Nach dem Drehen der Sattelklemme mit der Öffnung nach vorne waren die geisterhaften Schaltvorgänge allerdings Geschichte.

Fazit:

Für einen Preis von 1299 Euro ist es erstaunlich, was man für einen Gegenwert bekommt. Auf dem Bike fühlt man sich von Anfang an wohl und auch die Fahreigenschaften können überzeugen. Die Komponenten erweisen sich als sehr gute Wahl, lediglich die Rock Shox Domain 318 erweist sich als zu straff abgestimmt.

Größen: 40, 45, 50 cm
Farbe: Mehrere Farben und Oberflächen zur Auswahl
Gewicht: etwa 15,4 Kilogramm (ohne Pedalen)
Preis: 1299 Euro

Mehr Infos unter www.poison-bikes.de

Kona Wah Wah Pedale – Test – Das Leben einer Plattformpedale

Pedalen führen wahrlich kein beneidenswertes Leben! Aufopferungsvoll versehen sie ihren Dienst, werden getreten, mit Steinen und Wurzeln malträtiert und dennoch finden sie kaum Beachtung! Wenn sie dann ins Alter kommen und ihre Zähne verlieren, ist für die meisten Vertreter die Zeit des Abschieds gekommen! Viele Pedalen trifft bereits sehr früh dieses Schicksal, die neue Kona Wah Wah Plattformpedale steht dem gelassen gegenüber.

Die Wah Wah macht bereits optisch einen sehr schlanken Fuß. Gerade mal 17mm dick bei einem Gewicht von etwa 480 Gramm für das Paar und die große Standfläche lassen die Pedale sehr schlank wirken. Der Pedalkörper aus 6061 Aluminium dreht sich laufruhig und leise um eine Cromolyachse. Wer einmal in die Wah Wah Pedale reingetreten hat, wird diese Pedale direkt zu schätzen wissen. Der Grip auf der Kona Wah Wah ist exzellent. Dass dies nicht nur bei trockenem, sondern auch bei widrigen Umständen so ist, dafür sorgen zehn zornige Pins pro Seite.

Selbst bei Matschwetter verliert man nicht den Grip auf den Plattformpedalen. Im Gegensatz zu vielen anderen Pedalen, bei denen die Montage der Pins von oben nur mit einem „winzigen“ Innensechskant-Schlüssel möglich ist, bietet die Wah Wah die entspannte Montage der Pins von der geschützten Unterseite aus an. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Pedalen hervorragend an die persönlichen Bedürfnisse anpassen lassen. Noch ein „kleiner“ Unterschied zu vielen anderen Pedalen: Montiert wird die Wah Wah Pedale nicht mit einem herkömmlichen Maulschlüssel, sondern ausschließlich mit einem Innensechskant-Schlüssel.

Fazit:
Hart im Nehmen, coole Optik, gute Verarbeitung und Grip ohne Ende!

Farben: Grau und weiß
Preis: 90 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com

Sigma Powerled Black und Karma Pro im Test

Biken im Dunkeln übt auf viele Biker einen besonderen Reiz aus! Aus der Notlage heraus, dass man im Winter sonst überhaupt nicht auf dem Bike sitzen würde, entwickelt sich bei vielen Bikern eine Begeisterung für die Fahrt ins Schwarze. Grundvorausstzung für den Spaß im Dunkeln ist allerdings eine gute Beleuchtung, damit der Spaß nicht ein abruptes und schmerzhaftes Ende findet. Wir haben die Powerled Black und die Karma Pro aus Sigma’s Power Light Serie für euch abgecheckt. Eine wahre Erleuchtung?

Sigma Karma Pro

Bereits die Evo Pro zeigt, dass gute Beleuchtung am Bike zu einem erschwinglichen Preis kein Wunschdenken bleiben muss. Bei der Evo Pro setzte Sigma das Augenmerk allerdings nicht nur auf die Lichtausbeute, sondern auch auf das Gewicht und die Maße. Mit der neuen Karma Pro, erhältlich für knapp 130 Euro, setzt Sigma die Messlatte noch ein Stück höher, allerdings ist die Karma nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen.

Der Akku und das Lampengehäuse der Karma wirken geradezu winzig. Der Gehäusekörper der Leuchte besteht nicht aus billigem Kunststoff, sondern aus Aluminium. Sehr fein! Die Montage der Karma am Lenker geschieht mittels Klickhalter und absolut werkzeugfrei. Für die Energieversorgung ist der superleichte IION-Lithium-Ionen-Akku verantwortlich, der bei der Karma Pro natürlich mitgeliefert wird. Die Verwendung eines vielleicht schon im Besitz befindlichen Sigma Nipack-Akkus ist allerdings nicht möglich. Die Karma lässt sich mit dem Klickschalter in drei verschiedenen Modi betreiben.

Eine schöne Lösung ist der in den Schalter integrierte Batterieindikator. Trotz des sehr kleinen Maßes des Akkus stehen dem Fahrer mit der stärksten Beleuchtung immer noch etwas über drei Stunden Fahrspaß bevor. Im Energiemodus verdreifacht sich dieser Wert sogar. Im Test überzeugte uns vor allem die gute Ausleuchtung der Karma. Der Lichtkegel ist nicht nur sehr breit, sondern auch fließend, wodurch man nicht durch Lichtirritationen abgelenkt wird. Optional ist für die Karma eine Helmhalterung erhältlich. Durch das geringe Maß und das niedrige Gewicht eignet sich die Karma übrigens auch als perfekte Helmlampe!

Sigma Powerled Black

Ebenfalls in der Power Series findet sich die Powerled Black, die für knapp 90 Euro erhältlich ist. Wie die Karma besitzt auch die Powerled Black ein Gehäuse aus Aluminium und ist ebenfalls nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen. Das Gehäusemaß lässt sich nicht mit der Karma vergleichen, da diese Lampe zwei Gesichter aufweisen kann.

Standardmäßig wird die Powerled Black mit vier handelsüblichen AA-Batterien betrieben, dementsprechend größer fällt natürlich das Gehäuse aus. Die Powerled Black kann somit auch als „normale“ Taschenlampe benutzt werden. Eine sehr praktische Angelegenheit! Allerdings lässt sich die Lampe auch mit dem optional erhältlichen Sigma IION-Akku betreiben. Das Batteriefach kann zu diesem Zweck abgeschraubt werden, womit die Gesamtlänge des Gehäuses von 14 cm auf etwa 8,2 cm schrumpft. Die Verringerung des Gehäuses und somit der Masse hat natürlich den Vorteil, dass die Lampe mit dem Klickhalter besser am Lenker fixiert bleibt.

Bei Verwendung der Powerled Black mit den mitgelieferten Batterien empfehlen wir, bei der Montag am Lenker die mitgelieferte Schraubhalterung zu verwenden. Wie schon bei der Karma kann auch hier ein vielleicht schon im Besitz befindlicher Sigma Nipack-Akku nicht verwendet werden! Das Umschalten zwischen den drei verschiedenen Lichtmodi geschieht per Klickschalter. Das Licht der Powerled ist für diese Preisklasse unglaublich hell! Durch die Bündelung des Lichts leidet allerdings etwas die Ausleuchtung im Randbereich. Sigma bietet für etwa 160 Euro die Powerled Black auch als Pro-Set mit IION-Akku und Ladegerät an.

Vergleich der Beleuchtungsstärke in Lux (Werksangaben):
Sigma Evo Pro: Mehr als 20 Lux
Karma Pro: 35 – 40 Lux
Powerled Black: 90 Lux

Im Gegensatz zur Mirage Evo Pro sind die Karma Pro als auch die Powerled Black nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen!

Fazit:

Sicherlich gibt es hellere und noch breiter ausleuchtende Beleuchtung fürs Bike, aber für solch eine High-End-Beleuchtung muss man mit mehreren hundert Euro allerdings auch sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Sigma’s Powerled Black und Karma Pro bieten ein unglaublich gutes und fast nicht schlagbares Preis-/Leistungsverhältnis und ermöglichen den Trail-Nacht-Fahrspaß zum erschwinglichen Preis!

Infos unter www.sigmasport.com

Vaude Syberia Gloves – Extreme Winterhandschuhe im Test

Jedes Kind kennt sie: Fäustlinge. Im Gegensatz zu den „normalen“ Handschuhen, wo jeder Finger sein eigenes Futeral besitzt, bieten die Fäustlinge im Allgemeinen einen weit höheren Schutz vor Kälte. Eine geringere Oberfläche und die Tatsache, dass sich die Finger gegenseitig wärmen, sprechen ganz klar für den Einsatz von Fäustlingen bei extremer Kälte. Aus Sicherheitsgründen muss man von Fäustlingen beim Biken jedoch abraten! Vaude hat den Vorteil der wärmenden Fäustlinge mit dem Vorteil der Beweglichkeit von „normalen“ Handschuhen kombiniert und bietet mit den Syberia Gloves eine geniale Lösung für die kalte Jahreszeit an!

Vaude hat die Fäustlinge quasi geteilt und fasst nicht vier, sondern jeweils zwei Finger in einem gut isolierten Futeral zusammen. Die beiden zusammengefassten Finger wärmen sich gegenseitig und dennoch bleibt genug Spielraum, um bremsen oder schalten zu können. Was sich in der Theorie gut anhört, funktioniert in der Praxis tadellos. Zwar waren wir nicht bei sibirischen Temperaturen unterwegs, aber bei Temperaturen im einstelligen Minusbereich verspürten wir auch auf langen Touren keinerlei Kälte an den Fingern. Bei Temperaturen über null Grad werden die Handschuhe auf jeden Fall zu warm! Trotz der Dicke des Materials vermitteln die Handschuhe noch ein gutes Lenkgefühl. Die Syberia Gloves sind gut verarbeitet, bieten ein hoch abschließendes Ärmelbündchen und lassen sich bequem in der Waschmaschine bei 30 Grad waschen. Definitiv die wärmsten Bike-Handschuhe, die wir bis jetzt erfahren durften! Einen Nachteil haben die Handschuhe dennoch: Die Vaude Syberia Gloves eignen sich „eigentlich“ nur für Zweifinger-Bremser.

Fazit:

Vaude hat den Vorteil der wärmenden Fäustlinge mit dem Vorteil der Beweglichkeit von „normalen“ Handschuhen kombiniert und bietet mit den Syberia Gloves eine geniale Lösung für die kalte Jahreszeit an! Ein tadellos funktionierendes System!

Größen: 7, 8, 9, 10, 11
Farbe: Schwarz
Preis: 35,00 Euro

Infos unter www.vaude.com

Continental MountainKing Protection – Der All Mountain Reifen von Conti im Test

Oft locken uns, fernab der Zivilisation und von Menschenmassen, verblockte Wanderwege und herrliche Trails in verwunschenen Gegenden. Diese mit dem Bike zu erreichen sind oft schon ein Abenteuer für sich. Doch man muss nicht immer so weit in die Ferne schweifen! Auch die schnelle Runde nach Feierabend auf dem heimischen Trail mit einem Enduro-Bike ist immer wieder ein Genuss! Die Anforderung an das Material ist schnell gestellt: Locker und möglichst kraftsparend bergauf, allerdings auch schnell und sicher bergab. Doch schon bei der Wahl der Reifen stellen sich die ersten Probleme ein!

Das Problem der meisten auf dem Markt erhältlichen Reifen ist, dass sie meist nur auf einem Gebiet richtig gute Werte erzielen, auf der anderen Seite aber oft eine hohe Kompromissbereitschaft seitens des Bikers erfordern. Mit dem MountainKing aus der King-Serie bietet Continental einen Reifen mit Allroundeigenschaften an, der beide Bereiche abdecken soll. Erhältlich ist der MountainKing in der Ausführung 26×2.2 und 26×2.4, wobei das Gewicht etwa 750 bzw. 620 Gramm beträgt. Den Reifen gibt es mittlerweile in vier verschiedenen Versionen, wobei wir in diesem Test die Protection Version unter die Lupe genommen haben. Wir haben den Reifen bei Freeride-Touren in den Vogesen, in den Ardennen und in Südfrankreich getestet. Die Anforderungen an den Reifen bergab als auch bergauf waren so unterschiedlich wie die Landschaften selbst.

Waldboden mit Wurzeln malträtierten den MountainKing ebenso wie die dicken kindskopfgroßen Steinbrocken bei den Abfahrten in Südfrankreich. Das Ergebnis des Reifens kann sich zweifelsohne sehen lassen! Der MountainKing Protection bietet unglaublich guten Grip und verhält sich im Grenzbereich sehr berechnend und gutmütig. Nasse Wurzeln meistert der Reifen ebenso überzeugend wie staubige Böden. Ebenfalls überzeugend sind die Bremseigenschaften als auch der Vortrieb bergauf auf losem Untergrund. Durch das verhältnismäßig geringe Gewicht lässt sich der Reifen gut pedalieren und sorgt für ein gutes Vorankommen, auch wenn der Reifen recht rauh und laut rollt. Die Pannensicherheit ist relativ gut, lediglich auf den ruppigen Abfahrten in Südfrankreich kam der MountainKing Protection an seine Grenzen und sorgte dann doch für die eine oder andere Zwangspause.

Fazit:
Der sehr gute Grip des MountainKing Protection gepaart mit den guten Toureneigenschaften verdienen unser Lob! Ein Top-Reifen für ausgedehnte Touren im Bereich Enduro und All Mountain!

Preis: etwa 36 Euro

Mehr Infos unter www.conti.de