Vaude Bikepark 16 – Ein Rucksack im Trend der Zeit – Test

Woran erkennt man einen treuen Begleiter? Er steckt viel weg, hält einem den Rücken frei und lässt einen noch gut aussehen! Besonders in unserem Wirkungsbereich benötigen wir einen Rucksack, der etwas mehr als der gewöhnliche Rucksack wegstecken können muss. Touren ja, aber meist nur als Mittel zum Zweck – Schienbeinprotektoren und Fullfacehelm sind also sehr oft unsere Begleiter. Dinge, die der Vaude Bikepark 16 locker wegsteckt!

Der Vaude Bikepark wird in zwei verschiedenen Größen angeboten. Somit kann sich der Biker zwischen einem Volumen von 16 Litern oder 24 Litern entscheiden – wir hatten uns den Bikepark 16 umgeschnallt. Beide Ausführungen sind in der Farbe Schwarz und in der Farbe Bronze erhältlich. Der Bikepark 16 schlägt mit 70 Euro zu Buche, für den größeren Bikepark 24 muss man 10 Euro mehr investieren. Optisch macht der Rucksack bereits einiges her. Ebenfalls begeistern kann der Rucksack durch den guten Tragekomfort. Nachdem der Rucksack eingestellt ist, was schnell und einfach von der Hand geht, sitzt der Vaude Bikepark bombenfest und dennoch bequem – den gepolsterten Gurten und dem seitlich gepolsterten Hüftgurt sei Dank.

Der Vaude Bikepark passt sich sehr gut dem Rücken an, das Vent-Tex Tragesystem sollte man in Bezug auf die Rückenbelüftung allerdings nicht überbewerten. Der Rucksack bietet übrigens, trotz der Bezeichnung Bikepark, keinen integrierten Rückenprotektor. Doch darum geht es hier auch nicht, sondern um einen kompakten und sehr gut sitzenden Rucksack, der durch sinnvoll angebrachte Riemen und voluminösen Netz-Seitentaschen das Verstauen unserer Schutzausrüstung ermöglicht. Das gelingt dem Vaude auch sehr gut, allerdings würden wir uns im oberen Bereich des Vaude Bikepark einen zusätzlichen Halteriemen wünschen, um das Potenzial auch komplett ausnutzen zu können. Oftmals wird bei Freeride-Rucksäcken eine Signalpfeife für den Fall der Fälle integriert, hier vermissen wir leider eine.

Die Verarbeitung des Vaude Bikepark ist sehr gut und der Rucksack zeigte sich im Test sehr robust. Im Trend der Zeit zeigt sich der Vaude Bikepark allerdings nicht nur bei der Optik, sondern auch mit der Verstaumöglichkeit für einen MP3-Player. Der Hüftgurt bietet zusätzliche verschließbare Taschen, ein Punkt, den wir hier auf jeden Fall lobend erwähnen wollen. Reflektierende Elemente und die verstaute Regenhülle runden das gute Gesamtbild des Vaude Bikepark ab.

Mehr Infos findet ihr unter www.vaude.de

Cateye Single Shot – Ein (fast) gesetzeskonformes Lampen-Duo im Test

Cateye dürfte wohl so ziemlich jedem Biker bekannt sein! Bei Cateye handelt es sich allerdings nicht um eine US-amerikanische Firma (wie viele meinen), sondern um ein japanisches Unternehmen mit dem Sitz in Osaka. Der Vertrieb von Cateye Produkten erfolgt in Deutschland über das Unternehmen Paul Lange & Co, welches unter anderem auch Shimano vertreibt. Unser Augenmerk galt einer alltagstauglichen Beleuchtung für das Bike, die auf dem Weg zur Arbeit und zur Schule, als auch danach auf Umwegen nach Hause über Trails benutzt werden kann. Schwerpunkt war für uns diesmal die Gesetzestreue (ähmmm) und dennoch die Möglichkeit, halbwegs sicher über Trails zu fahren. Wie gesagt, hier handelt es sich um einen Kompromiss – wer Trails taghell beleuchten will, sollte direkt zu speziellen Funzeln greifen!

Wir haben uns bewusst für die Kombination einer Lenkerlampe mit einer Helmlampe entschieden. Gesetzeskonform deshalb, weil die Cateye Single Shot 20 (HL-EL 610G RC) eine Lampe mit StVZO-Zulassung ist. Diese wanderte dann natürlich auch direkt an den Lenker. Im Gegensatz dazu ist die Single Shot (HL-EL 600 RC) ohne StVZO-Zulassung und kann, dank der mitgelieferten Helmhalterung, direkt am Helm befestigt werden. Man achte hier auf die Nuancen in der Artikelbezeichnung! Der Einsatzbereich ist somit schnell geklärt: Die Single Shot 20 wurde von uns als Stand-Alone-Lampe im Straßenverkehr benutzt, auf Trails wurde diese dann von der als Helmlampe montierten Single Shot unterstützt. Katzen sind für ihre Nachtsicht bekannt, kann das Cateye-Duo katzengleich überzeugen oder mutiert dieses Duo eher zur Blindschleiche?

Wollen wir ein wenig auf die Lampen eingehen. Beide Lampen besitzen einen internen NiMH-Akku, das Ladegerät ist jeweils im Lieferumfang enthalten. Die Single Shot 20 bietet laut Werk eine Beleuchtungsstärke von 20 LUX und ist mit einer speziellen Linse (ROL – Reverse Offset Lens) ausgestattet. Die Größe des Gehäuses entspricht in etwa einer Zigarettenschachtel, nicht unbedingt klein, dafür bietet der Akku aber genug Power – erst nach über 6 Stunden machte der Batterie-Indikator auf sich aufmerksam. Auffallend bei der Single Shot 20 ist die hohe Lichtausbeute ohne jegliche Störeinflüsse. Der Lichtkegel ist leider etwas begrenzt, wir würden uns mehr Seitenausleuchtung wünschen. Wenig überzeugt sind wir von der Lenkerbefestigung. Auf den ersten Blick macht die „Flex-Tight“-Befestigung, die eine Montage ohne Werkzeug ermöglicht, zwar einen guten Eindruck, aber dann… bei öfterem Gebrauch und vor allem, wenn die Finger steifgefroren sind, ist die De-/Montage der kompletten Lampe einschließlich Halter fast nicht mehr möglich. In einem späteren Stadium des Tests ließ sich die Lampenhalterung dann gar nicht mehr lösen – da half nur noch der Seitenschneider…schnipp. Ein schnelles Lösen des Lampenkörpers von dem Halter zeigt sich dagegen zum Glück weitaus unproblematischer.

Die Cateye Single Shot fällt deutlich kleiner aus als die Single Shot 20, ist aber auch mit der speziellen „ROL“ ausgestattet. Das Gewicht geht für eine Helmlampe noch in Ordnung, bewegt sich aber schon an der Obergrenze – der Lampenkörper beinhaltet auch bei der Single Shot den NiMH-Akku. Die Montage am Helm erfolgt dank des mitgelieferten Klettbandes sehr schnell und unkompliziert. Die Lampe ist aber nicht nur kleiner als ihre große Schwester, sondern leider auch bedeutend schwächer. Die Single Shot bietet zwei verschiedene Modi, abgesehen von dem Blinkmodus. Auch in der stärksten Stufe eignet sich diese Lampe nicht für den Stand-Alone Betrieb und wurde von uns deshalb nur in Verbindung mit der Single Shot 20 betrieben. Nach etwa zwei Stunden Brenndauer in der hellsten Brennstufe macht der Batterie-Indikator auf sich aufmerksam, das Licht bleibt einem allerdings etwas länger erhalten. Die Brenndauer erscheint uns für eine Helmlampe mit diesen Kriterien ausreichend, da die Single Shot nur als Unterstützung zur Single Shot 20 auf Trails eingesetzt wurde und wegen der fehlenden StVZO-Zulassung im Straßenverkehr nicht benutzt werden darf. Die Kombination beider Lampen zeigte sich für Trailfahrten durchaus brauchbar, eine taghelle Ausleuchtung darf man allerdings nicht erwarten.

Die Stärke dieser Cateye-Kombination aus Lenker- und Helmbeleuchtung ist die unkomplizierte Handhabe und die Robustheit beider Lampen. Die Bedienung der Single Shot als auch der Single Shot 20 ist sehr simpel. Beide Lampen besitzen im hinteren Bereich einen Schalter, der sich auch gut mit gefrorenen Händen und Handschuhen bedienen lässt. Am einfachsten gestaltet sich die Bedienung der Single Shot 20 – An und Aus! Die Lampenkörper können schnell und einfach montiert werden und finden schnell Platz in der Arbeitstasche. Die Beleuchtungsdauer der Hauptlampe Single Shot 20 ist mehr als ausreichend, die Ladezeiten sind kurz genug um über Nacht den Akku wieder zu Kraft kommen zu lassen.

Preise:
Cateye Single Shot 20 um die 129 Euro
Cateye Single Shot um die 99 Euro

Mehr Infos unter www.cateye.de

iXS MX-Helm HX 167 im Test

Nein, keine Sorge…wir fangen nicht wieder davon an, wie sinnvoll es ist, manchmal doch einen Fullfacehelm zu tragen! Nein, es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er „obercool“ sein Gesicht mit einem Spachtel von einem Steinfeld oder der Rampe kratzen will oder ob er die nächsten Wochen seine Nahrung per Strohhalm schlürfen möchte – lecker Grillteller aus dem Mixer! Für alle anderen haben wir hier einen echt heißen Tipp: Den iXS HX 167!

Der iXS HX 167 verspricht schon mal eines ganz sicher: Safety First! Kein Wunder, bei dem Helm handelt es sich nicht „nur“ um einen Fahrradhelm, sondern um einen MX-Helm, der natürlich die ECE-R 22/05 Norm erfüllt. Der Crosshelm aus Carbon/Kevlar Fiberglas Verbund, der etwa um die 1280 Gramm auf die Waage bringt, schützt die Murmel aber nicht nur extrem vor Verletzungen, sondern sieht zudem echt zornig aus! Das Design ist richtig phatt und durch die verschiedenen erhältlichen Farben kann man den Helm entsprechend seinem Outfit auswählen.

Auffallend ist neben dem markant wirkenden Kinn und dem großen Helmschild auch der Nasenschutz. Sollte irgendjemand dieser Nasenschutz stören, kein Problem, der kann natürlich auch problemlos entfernt werden. Verschlossen wird der HX 167 mit dem üblichen Doppel-D-Ring Verschluss, ein Garant dafür, dass der Helm dort bleibt, wo er hingehört – auf dem Kopf! Der Helm sitzt ausgezeichnet – Voraussetzung ist natürlich, dass man den Helm auch in der richtigen Größe erwirbt, was bei den verfügbaren Größen von XS bis 2XL kein Problem darstellen sollte.

Die Belüftung ist dank der Stirn- und Kinnbelüftung für einen MotoX Helm vorbildlich, auch wenn die wahrzunehmende Geräuschkulisse und die Belüftung in der geschlossenen Helmschale des HX 167 natürlich weniger ausgeprägt ist als bei den leichteren „reinen“ Fahrradhelmen mit den Lüftungslöchern. Angesichts des enormen Sicherheitsaspektes nehmen wir das aber gerne in Kauf! Das Innenfutter aus Coolmax ist angenehm zu tragen und lässt sich zu Reinigungszwecken entnehmen und per Klick schnell und einfach wieder einsetzen.

Fazit

Sicherheit kann so schön sein! Super Optik, hervorragende Verarbeitung und perfekter Tragekomfort – das nennen wir cool!!!

Größen: XS bis 2XL
Preis: 249 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-fashion.com

Tatonka Power Jacket und Northway Pants 2 – Test Regenbekleidung

Endlich ist er da – der von den Meteorologen viel versprochene „Jahrhundertsommer“. Noch viel besser, noch viel heißer und noch viel trockener als die vorangegangenen Jahrhundertsommer! So wird es uns zumindest von Jahr zu Jahr versprochen :-/ Klug ist der, der den Weisheiten der Meteorologen nicht zu sehr vertraut und sein Geld nicht in diverse Badebekleidung investiert, sondern in vernünftiger Regenbekleidung! Der nächste Regen lässt nämlich nicht lange auf sich warten! Wir haben uns mit dem Tatonka Power Jacket und den Tatonka Northway Pants 2 den Wassermassen gestellt!

Tatonka bietet dem naturliebenden Outdoorsportler eine umfangreiche Bekleidungspalette an. Mit dem Power Jacket findet sich hier eine robuste multifunktionale Regenjacke, die wir ausgiebig testen konnten – dem Wetter der letzten Wochen sei Dank! Die atmungsaktive Regenjacke bietet versiegelte Nähte und erwies uns auch bei den Regenmassen der letzten Wochen exzellente Dienste. Selbst bei ausgiebigen Touren im Regen konnte das Power Jacket zuverlässig das Regenwasser vom Körper fernhalten. Die Jacke bietet zwei mit einem Reißverschluss versehene Eingriffstaschen und eine Kapuze. Im Innern der Jacke finden sich zusätzlich zwei Taschen für schnellen Zugriff auf Dinge wie zum Beispiel Kartenmaterial. Für Belüftung sorgen Reißverschlüsse im Bereich der Achseln, die für Frischluft sorgen können, aber natürlich nicht müssen. Bemerkenswert finden wir vor allem die Robustheit der Jacke. Durch die Atmungsaktivität kann man die Jacke auch gut mal als Windbreaker verwenden. Nachteil des Power Jacket ist das recht große Packmaß im zusammengefalteten Zustand. Das Power Jacket ist in den Größen S bis XXL und in den Farben schwarz, rot und blau erhältlich und kostet 100 Euro.

Natürlich sollten auch die Beine zuverlässig vor der Nässe geschützt werden. Zeitgleich mit dem Power Jacket haben wir die Northway Pants 2, ebenfalls von Tatonka, getestet. Bei der Northway Pants 2 handelt es sich um eine atmungsaktive Regenhose mit lässigem Schnitt. Wie bei der Regenjacke sind auch bei der Regenhose die Nähte versiegelt. Zuverlässig hält die Hose den Regen und das Spritzwasser vom Körper fern, das atmungsaktive Material sorgt dafür, dass man in der Hose nicht durch den eigenen Schweiß „wegschwimmt“. Die Hose bietet im Innern ein kleines mit Klett verschließbares Fach für Kleingeld oder ähnliches. Der Clou bei den Northway Pants 2 sind die durchgehenden seitlichen Reißverschlüsse, die ein schnelles und unkompliziertes Aus- und Anziehen der Hose ermöglichen. Die Northway Pants 2 hat ein sehr kleines Packmaß und wird mit einem kleinen Beutel, zum Verstauen der Hose, ausgeliefert. Die Northway Pants 2 ist in den Größen 48 bis 56 in schwarz erhältlich und kostet 95 Euro.

Fazit:

Eine gute und sinnige Investition! Die Qualität der Tatonka Regenbekleidung spricht für sich! Der nächste Regen kommt bestimmt und der Herbst lässt sowieso nicht mehr lange auf sich warten!

Mehr Infos unter www.tatonka.com

Tatonka Patience 12+ Rucksack im Test

Ein guter Rucksack ist unerlässlich – selbst bei einer Tagestour müssen einige Dinge mitgeführt werden. Der Rucksack sollte nicht zu groß, allerdings auch nicht zu klein ausfallen! Das Volumen des Tatonka Patience 12+ beträgt 12 Liter, genug Stauraum für das Gepäck einer Tagestour. Getränke, Futter, Werkzeug und Regenbekleidung finden ebenso Platz wie ein kleines Erste-Hilfe-Set. Sollte der Platz im Innern des Tatonka nicht ausreichen, kann das Volumen bequem per Reißverschluss um drei weitere Liter erweitert werden.

Ausgestattet ist der Tatonka Patience 12+ mit dem „Padded Back-System“, einer speziellen Polsterung, die ein bequemes und softes Tragen des Rucksacks ermöglicht. Der Nachteil des Rückensystems ist allerdings, dass der Rucksack keine Belüftung des Rückens zulässt. Der Patience 12+ sitzt hervorragend und lässt sich gut am Körper fixieren. Die Halteriemen lassen sich unkompliziert und schnell anpassen. Als Clou ist eine Signalpfeife im Verschluss des Brustgurts integriert – für den Fall der Fälle.

Das Trägersystem ist sehr durchdacht. Der Rucksack schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein und stört daher auch nicht. Eine Trinkblase gehört zwar nicht zum Lieferumfang des Tatonka Patience 12+, für den Einsatz einer Trinkblase ist der Rucksack allerdings vorbereitet. Im Frontbereich des Rucksacks bietet der Patience 12+ ein Fach, welches durch einen Reißverschluss gesichert ist. Die Reißverschlüsse des Patience 12+ sind gut zu greifen und zu betätigen, auch mit Handschuhen.

Ebenfalls lobenswert sind die im Hüftgurt intgrierten Taschen. Schön wäre es allerdings, wenn sich wenigstens eine der beiden Taschen mit einem Reißverschluss verschließen lassen würde. Natürlich bietet der Patience 12+ auch die üblichen Netztaschen an den Seiten des Rucksacks – selbstverständlich! Die Verarbeitung des Tatonka Patience 12+ ist top! Die Nähte des Rucksacks halten, selbst unter extremen Belastungen.

Auch wenn das verwendete Material des Tatonka Patience 12+ wasserabweisend ist, wäre die Erweiterung des Lieferumfangs um einen Regenüberzug wünschenswert – bei den Regenergüssen der letzten Monate kann kein Rucksack auf Dauer den Wassermassen standhalten. Der Rucksack ist in zwei Ausführungen, d.grey/red und d.grey/black, zum Preis von 70 Euro erhältlich.

Mehr Infos unter www.tatonka.com

Alpina Kosmic – Test – Die Sportbrille mit hohem Stylefaktor!

Im Moment kann man sie scharenweise sehen. Unaufhaltsam kommen sie dir entgegegen, um dir im letzten Moment auszuweichen…oder auch nicht. Nein, hier ist nicht von Mücken oder Fliegen die Rede, sondern von Bikern. Biker, die mit zusammengekniffenen Augen, sei es wegen der Sonne oder den gerade erwähnten Mücken oder Fliegen, fast blind ihren Weg suchen. Das muss nicht sein, eine Brille wirkt hier Wunder…so wie die Alpina Kosmic!

Guter Schutz und perfekte Sicht kann so einfach sein…und das auch noch gepaart mit einem hohen Stylefaktor – nicht dass wir Biker nicht eitel wären! Doch das alleine macht natürlich noch keine gute Brille aus. Wichtig ist natürlich eine gute Passform, die Brille muss gut sitzen und sollte nicht drücken oder stören. Auch hier kann die Alpina Kosmic voll punkten. Bei Fahrten im ruppigen Gelände bleiben Brille und Biker ebenso souverän und cool wie beim anschließenden Besuch im Biergarten.

Da die Geschmäcker natürlich verschieden sind, ist die Kosmic in verschiedenen Rahmenfarben und Linsenausführungen erhältlich. Bei der abgebildeten Brille handelt es sich um die Rahmenfarbe black-silver und der Linsenausführung „Ceramic“ in black gradient. Absolut nicht vergessen sollte man den Sicherheitsfaktor! Neben dem UV-Schutz zu 100% sind die hartbeschichteten Gläser bruchfest. Linsen mit der Varioflex-Technologie sind zudem automatisch tönend. Der Preis der Alpina Kosmic beträgt je nach Ausführung zwischen 35 und 60 Euro (mit den Varioflex-Linsen).

Und wehe, jetzt kommt uns noch mal einer mit zusammengekniffenen Augen entgegen 😉

Mehr Infos unter www.alpina-eyewear.de

BMW Mountainbike Cross Country – Keine Verschnaufpause! – Test

Nein, das BMW Cross Country hatte bei uns wahrlich kein schönes Leben! Wochenlang wurde es in heimischen Gefilden durch Regen und Matsche gescheucht, um anschließend in der Provence mit Steinen übersäte Trails über sich ergehen zu lassen. Eine Verschnaufpause gab es für das BMW Cross Country nicht, dafür sollte unser Test sorgen! Konnte das BMW Mountainbike Cross Country, mit einem Kaufpreis jenseits der 4000 Euro Grenze, die sehr hohen Erwartungen erfüllen?

Ästhetik…eine Eigenschaft, die man den Entwicklern und Designern der Firma BMW definitiv nicht absprechen kann. Ein Beweis dafür ist nicht nur das BMW MTB Enduro, welches wir bereits vor einiger Zeit im Test hatten, sondern auch das BMW MTB Cross Country. Das BMW Enduro konnte uns nicht nur optisch, sondern auch von den fahrtechnischen Eigenschaften absolut begeistern. Die Erwartungshaltung an das BMW MTB Cross Country zu Beginn des Tests war natürlich dementsprechend hoch.

Doch zurück zur Optik! Es ist schon eine Augenweide, die dem Betrachter mit dem BMW MTB Cross Country kredenzt wird: Die schön geschwungenen Rahmenrohre, die sauberen Schweißnähte, der edel in silber lackierte Rahmen und die farblich abgesetzte Wippe in Kupfer. Ebenfalls sehr edel präsentiert sich die Firmenpräsentation auf dem Bike. Lediglich ein kleines BMW-Zeichen auf der Wippe rechts und links und ein BMW Zeichen als AHead-Kappe. Der Beweis, dass manchmal weniger mehr ist. Man sieht es dem Bike an: Es ist edel…und teuer.

Aufgebaut ist das BMW MTB Cross Country mit allem, was gut, leicht…und teuer ist. Die FSA Carbon Team Issue Kurbel, die Mavic Crossmax ST Laufräder, der Fi’Zi:k Gobi Titan Sattel, die Magura Marta Bremsen mit den zart anmutenden Scheiben und die Manitou Luftfedergabel R-7 Super Click It Remote Lockout. Bei der Schaltung vertraut das BMW MTB Cross Country fast komplett auf die High-End-Gruppe X.0 von SRAM. Fast. Nur der Umwerfer ist von der Konkurrenz, von Shimano, natürlich aus der Top-Gruppe XTR. Natürlich…

Nach so viel Beweihräucherung wollten wir natürlich wissen, ob das Bike auf dem Trail das halten kann, was es dem Auge verspricht. Die Sitzposition auf dem BMW MTB Cross Country ist sehr sportlich. Fahrtechnisch präsentieren sich die Automobile des Konzerns auf höchstem Niveau, das kann man auch dem Bike bescheinigen. Der Hinterbau mit dem Manitou S-Type SPV Dämpfer und den 100 mm Federweg arbeitet hervorragend. Bei Unebenheiten spricht das Fahrwerk sensibel an, im Wiegetritt und beim Uphill stört kein unnötiges Wippen den Vorwärtsdrang.

Es zeigt sich, dass die Wahl der Manitou Luftfedergabel R-7 Super Click It Remote Lockout äußerst geglückt ist. Die sehr gut ansprechende Gabel, die ebenfalls 100 mm Federweg bietet, lässt sich nicht nur hervorragend an den Fahrer anpassen, sondern harmoniert auch sehr gut mit dem Hinterbau. Das BMW MTB Cross Country liegt satt auf dem Trail, büßt aber dennoch nichts von seiner Leichtfüßigkeit ein. Steile Rampen meistert das BMW gut, nur wenn es sehr steil wird muss man etwas auf die Front des Bikes drücken, um nicht den Bodenkontakt zu verlieren.

Das sehr gut durchdachte Gesamtkonzept zeigt sich auch bei den Magura Marta Scheibenbremsen, die von der Bremspower absolut überzeugen können. Viele der Anbauteile wie Lenker, Vorbau oder Sattelstütze stammen von Ritchey, da gibt es wie bei den Mavic Crossmax ST Laufrädern nichts zu makeln. Die Continental Explorer Reifen in der Größe 26 x 2.1 rollen sehr leichtfüßig über die Trails, allerdings lässt auf Schotter und rutschigem Untergrund der Grip etwas zu wünschen übrig.

Das BMW zeigt sich recht hart im Nehmen, das belegt unser Einsatz auf den rauen Pisten in Südfrankreich. Die Komponenten passen hervorragend und der Rahmen ist ein absolutes Spitzenerzeugnis. Ein Bike, das von vorne bis hinten durchdacht ist und einfach passt! Das BMW MTB Cross Country stellt also nicht nur ein optisches Highlight dar, sondern kann auch von der Funktion voll überzeugen. Der Preis des BMW mit knapp 4200 Euro ist sicherlich kein Pappenstiel, aber durchaus gerechtfertigt.

Fazit:
Das BMX XC wird sicherlich trotz der hervorragenden Funktion, Verarbeitung und Optik durch den Preis von knapp 4200 Euro leider nur eine Randerscheinung bleiben. Liebhaber werden dies zu schätzen wissen. Exklusivität ist also gesichert und das BMW wird auch in Zukunft bewundernde Blicke auf sich ziehen.

Größen: M, L, XL
Farbe: Silber
Gewicht: 12,3 Kilogramm
Preis: 4199 Euro

Mehr Infos unter shop.bmwgroup.com

Poison Curare T im Test – Das leichte Enduro aus der Giftküche

In der „Giftküche“ der Firma Poison kocht und zischt es wieder! Wer sich mit den Bikes und insbesondere mit der Namensgebung der Bikes von Poison beschäftigt, wird automatisch zum Kenner aller erdenklichen Drogen- und Giftstoffe…Strychnin, Taxin, Zyankali…da darf natürlich Curare nicht fehlen! Von den Indios als Pfeilgift zur Jagd eingesetzt, so ist auch das Curare von Poison für die Jagd oder aber, je nach Betrachtungsweise, für den Genuss bestimmt! Das etwas andere „Waidmannsheil“ hier auf der Fraktur!

Im Gegensatz zu den „normalen“ Giftstoffen ist der Erwerb des Poison Curare natürlich ohne Probleme möglich…und das völlig legal. Das Curare gibt es in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten, wir hatten das preislich „mittlere“ Modell „Curare T“ im Test. Es ist schon erstaunlich, was man für knapp 1300 Euro alles bekommen kann! Der vielversprechende Viergelenker mit seinem achteckigen Unterrohr und dem zum Steuerrohr gezogenen Oberrohr ist mit Parts aufgebaut, die man in dieser Preisklasse nicht vermuten würde.

Für die Front zeigt sich eine Rock Shox Domain 318 UT mit 160 mm Federweg verantwortlich, die in Kooperation mit dem für den Hinterbau verantwortlichen Manitou Radium RL PlatformPlus Dämpfer für Fahrwerksruhe sorgen soll. Für die Verzögerung wurde die Hayes Stroker Trail verbaut. Viele der verbauten Parts stammen von der hauseigenen Marke Amoeba, die Hone Kurbel und das XT Schaltwerk stammen von Shimano. Die Mavic EX-325 Disc Felgen und die Michelin Mountain AT runden den guten theoretischen und optischen Eindruck ab.

Der optisch gute Eindruck vom Viergelenker bestätigt sich auch beim Fahren. Der Hinterbau mit 150mm Federweg arbeitet sehr gut und unauffällig, effektiv werden Bodenwellen und Unebenheiten weggebügelt. Trotz des gut ansprechenden Fahrwerks macht sich bergauf kein Wippen bemerkbar, der Manitou Dämpfer erweist sich beim Curare als sehr gute Wahl. Auch auf der Jagd nach einer schnellen Linie bergab lässt sich der Hinterbau des Curare kaum aus der Ruhe bringen. Kritik muss sich hier etwas die Rock Shox gefallen lassen.

Die Domain arbeitet zwar gut, allerdings zeigt sich die Gabel bei einem Fahrergewicht bis zu 75 Kilogramm etwas zu straff abgestimmt und harmoniert somit nicht ganz mit dem sehr gut ansprechenden Hinterbau. Die Domain bietet zwar einen Drehknopf zum Minimieren der Vorspannung an, aber das gewünschte Ergebnis erreichten wir dennoch leider nicht. Hier vermissen wir jetzt die Luftunterstützung, die diesen Umstand beseitigen würde. Dafür lässt sich der Federweg einstellen, was bei steilen Rampen bergauf Vorteile bringen kann.

Die montierten zwei Kettenblätter mit dem LX Shifter machen sich beim Curare voll bezahlt. Die Kletterfähigkeit des Bikes, selbst bei vollem Federweg der Gabel, ist beeindruckend. Selbst Kehren beim Uphill meistert das Curare vorbildlich, ohne dass es bockig die Nase hebt. Das Curare erweist sich als wahre Kletterziege und stellt nicht nur bergab, sondern auch bergauf sein ausgewogenes Fahrverhalten unter Beweis. Die Sitzposition ist zentral und entspannt und ermuntert so auch zu Touren. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist hier die voll versenkbare Sattelstütze.

Ebenfalls als sehr gute Wahl erweist sich die Hayes Stroker Trail. Obwohl die Bremscheiben vorne und hinten mit 180 mm Durchmesser relativ klein ausfallen, kann die Hayes voll überzeugen. Der gute Druckpunkt, die gute Dosierbarkeit und die gute Bremsleistung geben keinerlei Anlass zur Kritik. Ebenfalls überzeugend sind die Michelin Mountain AT, die mit einem sehr breiten Einsatzbereich für helle Freude sorgen und somit hervorragend zum Curare passen.

Das Einsatzgebiet des Curare ist von Tour bis Enduro sehr breit gefächert. Das Poison zeigt sich nicht als schlechter Kompromiss, sondern kann hier in allen Disziplinen überzeugen. Ärgerlich ist eine Kleinigkeit…auf der ersten Abfahrt mit diversen Kanten und Sprüngen hatten wir ungewollte Schaltvorgänge…Grund war der Schaltzug, der beim Einfedern an der Sattelklemme hängen blieb. Nach dem Drehen der Sattelklemme mit der Öffnung nach vorne waren die geisterhaften Schaltvorgänge allerdings Geschichte.

Fazit:

Für einen Preis von 1299 Euro ist es erstaunlich, was man für einen Gegenwert bekommt. Auf dem Bike fühlt man sich von Anfang an wohl und auch die Fahreigenschaften können überzeugen. Die Komponenten erweisen sich als sehr gute Wahl, lediglich die Rock Shox Domain 318 erweist sich als zu straff abgestimmt.

Größen: 40, 45, 50 cm
Farbe: Mehrere Farben und Oberflächen zur Auswahl
Gewicht: etwa 15,4 Kilogramm (ohne Pedalen)
Preis: 1299 Euro

Mehr Infos unter www.poison-bikes.de