UMF Pedal FR Pro Plattformpedale im Test

Messer, Gabel, Schere, Licht – sind für kleine Kinder nicht! Diesem bekannten Spruch, der Kinder vor Gefahren warnen soll, können wir noch eines hinzufügen: Die UMF Pedale FR Pro! Schon in der Anleitung der Pedalen wird vor den scharfen Kanten und den Schraubpins gewarnt. Das hört sich ja ganz hervorragend an! Scharfkantig und daher verletzungsgefährlich – was bei anderen Parts für hochstehende Nackenhaare sorgt, lässt bei Pedalen hoffen. Wir haben uns für euch die UMF Pedal FR Pro ans Bike geschraubt!

Wer sich ein wenig mit der Marke UMF auseinandersetzt, wird schnell merken, dass hier nicht nur feine Bikes vom Band rollen – wir hatten ja bereits einige Bikes im Test. Wir waren natürlich sehr gespannt auf die Pedalen, die in den Farben schwarz und weiß erhältlich sind. Optisch machen die Pedale, die für einen Preis von knapp 70 Euro erhältlich sind, einen guten Eindruck. Lediglich der eine oder andere bei der Herstellung entstandene Grat trübt leider ein wenig das Bild. Der CNC gefräste Pedalkörper besteht aus 6061er Alu und besticht durch seine sehr schlanke Bauform mit einer Höhe von etwa 18 mm. Verbaut sind Industrielager, bewährt und zuverlässig. Den Nachteil von Nadellagern mit dem bauartbedingten axialen Spiel ist UMF damit geschickt umgangen und bietet trotzdem diese flache Bauform.

Die Auflagefläche ist groß genug dimensioniert und die großzügigen Aussparungen sorgen, neben einem guten Matschdurchlass, für ein sehr geringes Gewicht. Das Pedalpaar bringt nur knappe 420 Gramm auf die Waage, ein sehr guter Wert für Plattformpedale. Pro Pedal und Seite sorgen zehn auswechselbare Pins für Standfestigkeit. Die Pins der Pedale verbeißen sich regelrecht in der Schuhsohle, egal ob es draußen pulvertrocken oder klatschnass war, der Grip auf den Pedalen war bombastisch. So soll es natürlich auch sein und weniger haben wir auch gar nicht erwartet! Für knappe 70 Euro bekommt man gute Pedale, die sich durch ihre flache Bauform auszeichnen und mächtig Grip bieten.

Preis: 69,90 Euro

Mehr Infos unter www.umf-bikes.com

Giant Reign X1 – Maestro, darf ich bitten? – Test

Das ist es doch! Die Sonne lacht, das Herz und die Seele schreien geradezu danach, endgültig dem Winter Adieu zu sagen. Das heißt rauf auf’s Bike, Spots abchecken und über Trails hinweggleiten…vielleicht ist es auch die ausgedehnte anspruchsvolle Freeridetour in verblocktem Gelände?! Das alles mit einem Bike bewerkstelligen zu können, stellt natürlich hohe Anforderungen an das Rädchen. Das Bike sollte hart im Nehmen sein und dennoch einigermaßen tourentauglich sein, ohne dass man sich direkt eine Lähmung tritt! Für diesen Bereich bietet Giant die Bikes der Reign X Serie an. Die Giant Reign X Serie beinhaltet drei Bikes, bei der das Reign X 1 die goldene Mitte darstellt.

Während das Topmodell Reign X 0 mit der Fox 36 Float RLC und einem Fox DHX Air 4.0 Dämpfer arbeitet, verrichten beim Reign X 1 eine Fox 36 Van R sowie ein Fox DHX 3.0 coil Dämpfer ihren Dienst. Keinesfalls ein schlechter Kompromiss, das sehr sensibel arbeitende Fahrwerk entschädigt für das Mehrgewicht. 160mm Federweg an der Front, 170mm Federweg am Heck, das Maestro Federungssystem und 20mm Steckachse bieten alle Bikes der Serie. Wir hatten das Vergnügen, das Giant Reign X 1 ausgiebig testen zu dürfen…und waren entzückt! Optisch macht das Reign X 1 bereits einen sehr durchdachten Eindruck. Der Rahmen wirkt filigran und wuchtig zugleich, ohne jedoch unharmonisch zu wirken.

Auffallend ist der sehr tief angebrachte Dämpfer, der wohl- und schmutzgeschützt in einem Käfig sein Leben fristet. Das Einstellen des Fox DHX 3.0 coil Dämpfers ist zwar etwas beengt, stellt aber ansonsten kein Problem dar. Die Fox 36 Van R Gabel bietet extern das Einstellen der Vorspannung und der Zugstufe. Mit einem Fahrergewicht um die 75 Kilogramm funktioniert die Gabel hervorragend. Eine 20mm Steckachse gehört mittlerweile bei solchen Gabeln zum guten Ton. Verzögert wird das Bike mit der Hayes Stroker Trail, geschaltet wird mittels SRAM X.7 Triggern und einem SRAM X.9 Schaltwerk. Viele der verbauten Parts wie Kurbel oder Lenker stammen von Race Face. Knapp 2500 Euronen muss man für das Reign X 1 auf den Tisch blättern, was angesichts der Komponenten sicherlich fair ist.

Jetzt war es endlich an der Zeit, diverse Spots und Trails aufzusuchen, die immer eines gemeinsam hatten – den Spaßfaktor! Spaß! Und genau das bekommt man auch mit dem Giant Reign X 1! Das Fahrwerk des Giant spricht unglaublich sensibel an! An Wurzelteppiche kann man sich nach der Abfahrt kaum noch erinnern, so souverän bügelt das Fahrwerk die Unebenheiten platt. Der Schwerpunkt des Bikes ist sehr tief – das vermittelt ein gutes und sicheres Fahrgefühl. Das Zusammenspiel der Fox 36 Van R mit dem Maestro-Hinterbau, unterstützt von dem DHX 3.0 coil, funktioniert erstklassig. Da haben die Entwickler mächtig in die Trickkiste gegriffen, um so ein ausgewogenes Fahrwerk zu zaubern.

Fast schon unglaublich, wie man sich mit dem Bike die Trails runterstürzen kann. Das Bike lässt sich spielerisch handeln, in die Anlieger drücken, manövrieren und auch im Grenzbereich verliert man nicht die Kontrolle über das sehr gutmütige Fahrwerk. Das Reign X 1 ist sehr handlich und wendig, kniffelige enge Serpentinen werden souverän gemeistert. Der Maestro-Hinterbau arbeitet angenehm linear. Größere Kanten und harte Landungen stellen für den Maestro-Hinterbau kein Problem dar. Nur in unserem Fall, wo wir den Sattel in der tiefsten Position geparkt hatten, küsste der Reifen schon mal den Sattel. Zum Thema Sattelhöhe…wir haben im Test eine Teleskopsattelstütze montiert, da das Sattelrohr nur begrenzt nutzbar ist.

Ebenfalls sehr souverän und sicher verhält sich das Bike beim Jumpen. Gewöhnungsbedürftig ist das Hochziehen des Bikes, hier bedarf es etwas mehr Kraft und Zug als bei anderen Bikes dieser Klasse, was wir aber nicht als negativ ansehen, sondern als Gewöhnungssache. Das Giant Reign X 1 lässt sich perfekt handeln, mit Bodenkontakt oder auch ohne, wie zum Beispiel bei Corner-Jumps. Obwohl der Hinterbau „nur“ 170mm Federweg bietet, fühlt es sich nach mehr an – positiv gemeint. Vor Touren muss der Besitzer des Giant Reign X 1 allerdings auch nicht zurückschrecken. Natürlich bietet das Reign nicht die Leichtfüßigkeit einer XC-Rennfeile – wer das erwartet, sollte sich eine XC-Schüssel zulegen!

Zwei Kettenblätter, Rockring, die untere Kettenrolle…das macht schon richtig Laune und auch Sinn! Bergauf geht das Giant ebenfalls gut zur Sache, der Hinterbau wippt kaum – vorausgesetzt, man bleibt auf dem Sattel sitzen. Hand aufs Herz, wer sich für ein Giant Reign X 1 entscheidet, wird sicherlich nicht zur Kategorie „Spandextragende Bergauf-Wadenbeißer“ gehören 😉 Pedalrückschlag ist für den Maestro-Hinterbau, auch auf dem kleinen Kettenblatt, ein Fremdwort. Erstaunlich ist, dass man die fehlende Federwegsminimierung der Fox Gabel beim Uphill nicht vermisst. Die Sitzposition überzeugt ebenfalls. Bergauf kann das Giant Reign X 1 also ebenfalls überzeugen, die Stärken des Bikes liegen aber ganz klar auf der Abfahrt.

Die Wahl der Komponenten ist durchdacht, wobei auch das Giant Reign X1 für uns nicht ganz perfekt ist, was sich zum Beispiel bei der Wahl der Bremsscheibengrößen (180mm/160mm), der Bereifung von WTB, dem etwas schmalen Lenker und den Griffen zeigt – Schraubgriffe wären schön gewesen. Es ist natürlich alles eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Vorzüge, das gilt natürlich besonders für die Bereifung und die Lenkerbreite – der Griff zu den größeren Bremsscheiben hätte allerdings wirklich Sinn gemacht! Unser Bike liegt bei einem Gewicht von etwa 17 Kilogramm, montiert haben wir einen breiteren Lenker, eine NC-17 Teleskopsattelstütze, Pedalen von Point und 2.4er Conti Rubber Queen. Geht und passt auch noch, wenn auch knapp: Zeitweise hatten wir einen 2.5er Conti Rain King aufgezogen. Ein kleines Dislike sind die schnell erscheinenden Scheuerspuren am Rahmen, verursacht vom Schaltzug hinten – hier empfehlen wir einen Schutzaufkleber oder einen kleinen Eingriff am Schaltzug selber.

Da bleibt nur zu sagen: Ein verdammt geiles Bike mit einem Höchstgrad an Fun, welches immer noch gut die Brücke zum Bereich All-Mountain schlägt!

Mehr Infos unter www.giant-bicycles.com

Sigma Mirage Evo + Evo X Pro – Der Klassiker im Test

Auch wenn die Sigma Mirage Evo bereits zum älteren Semester der Fahrradbeleuchtung gehört, wollen wir heute auf die „Grand Madame“ der Fahrradbeleuchtung eingehen. Der Grund hierfür ist, dass die Evo Mirage mittlerweile für kleines Geld zu erwerben ist – schlau ist der, der Preise vergleicht! Eine Fehlinvestition, wo die Konkurrenz sogar schon aus eigenem Hause, mit der Black LED beispielsweise, der Mirage Evo im Nacken sitzt?! Wir haben uns natürlich die Frage gestellt, ob wir die Sigma Mirage Evo im Test berücksichtigen sollten. Da sich diese Lampe aber nach wie vor großer Beliebtheit erfreut und weiterhin in jedem gutsortierten Fahrradgeschäft erhältlich ist, wollten wir die Sigma Mirage Evo im Test dann doch nicht außen vor lassen.

Die Basis unseres Tests war das Komplettset mit der Mirage Evo, dem Zusatzscheinwerfer Evo X und dem Nipack Powerakku. Beim Kauf eines Komplettsets sollte unbedingt auf den Umfang des Sets geachtet werden, damit man zum Beispiel nicht den Bleiakku statt des Nipack-Akkus sein eigen nennen darf. Spätestens bei der Montage weiß man die Vorteile des kleinen und handlichen Nipack Powerakkus zu schätzen. Die Montage des Akkus geschieht schnell und unkmopliziert mit einem Haltegummi an Lenker, Vorbau oder Rahmen. Ebenso unproblematisch gestaltet sich die Montage der beiden Frontlampen, hier aber nicht mit einem Haltegummi, sondern mit einem Klickhalter. Auch hier ist wieder kein Werkzeug nötig! Das kann schon mal von der Sigma überzeugen. Versteckt unter dem Gummi des Halters befindet sich eine kleine Schraube, nach deren Lösen sich die Lampe horizontal einstellen lässt. Der mitgelieferte T-Bone-Halter bietet eine Alternative zur direkten Montage der Lampen am Lenker – so müssen im Normalfall die Lampen hiermit nicht horizontal ausgerichtet werden. Optisch machen die beiden Scheinwerfer am Lenker bereits einiges her. Beim Lieferumfang zeigt Sigma ebenfalls keine Schwächen, so gehört neben den erforderlichen Kabeln auch das Ladegerät und eine Helmhalterung zum Set. Schon vor der Ausfahrt nerven die Steckkontakte etwas, da diese sehr fest zusammengepresst werden müssen, weil sonst ein Wackler entsteht. Eine kleine Hürde, die aber schnell zu meistern ist.

Wichtig zu erwähnen ist, dass nur die Mirage Evo mit ihren 5 Watt im Straßenverkehr zugelassen ist. Das Zuschalten des 10 Watt starken Zusatzscheinwerfers Evo X darf also nur abseits der Straßen geschehen! Die Mirage Evo bietet einen breiten Lichtkegel, der den Seitenbereich ausreichend ausleuchtet – ein Leuchtwunder darf man allerdings nicht erwarten. Störend sind für uns die Lichtirritationen, die man von der LED-Generation gar nicht mehr kennt. Allerdings bietet die Evo dafür ein „weiches“ Licht, nicht das „kalte“ Licht der LED, welches nicht jedem gefällt. Spätestens auf dem Trail muss die Mirage Evo X zugeschaltet werden, damit die Fahrt nicht ins „Schwarze“ geht. Das Licht der Evo X ist punktueller und heller und daher die perfekte Erweiterung des Lichts der Mirage Evo. Optimal ist daher der Einsatz der Mirage Evo für den Nahbereich und der Evo X für die Fernausleuchtung. Allerdings darf auch in dieser Kombination kein Lichtwunder erwartet werden. Wir sehen das Einsatzgebiet der Sigma Mirage Evo und Evo X im Bereich der Radtouren auf breiteren Wegen, für die Hatz über schmale Singletrails halten wir dieses Set allerdings für grenzwertig. Die Brenndauer beider Lampen zusammen reicht nur knapp eineinhalb Stunden, was schon arg wenig ist – die Evo alleine kann dagegen mit über vier Stunden betrieben werden. Auffällig war die Kälteempfindlichkeit des Akkus, bei Temperaturen im Minusbereich endete eine Ausfahrt bereits nach etwas über einer Stunde im Vollbetrieb. Abhilfe könnte das Verstauen des Akkus im Rucksack schaffen. Die Ladedauer des Akkus ist mit über fünf Stunden etwas lang, sollte beim Laden in der Nacht aber vertretbar sein.

By the way…natürlich sollte man dafür sorgen, auch von hinten gesehen zu werden! Zu der neuesten Generation der Rückleuchten bei Sigma gehört die Sigma Hiro. Auch hier ist die Montage mittels des Haltegummis unkompliziert, werkzeugfrei und schnell. So schlank das Gehäuse auch ist, die Leuchtkraft ist beeindruckend. Als Batterien finden zwei Size N Verwendung. Natürlich ist die Hiro StVZO zugelassen und mit einem Batterieindikator ausgestattet. Schön ist auch der Klickschalter, für den Batteriewechsel benötigt man als Werkzeug nur eine Münze oder ähnliches. Sigma Hiro?! Klein, aber fein!

Fazit:

Überzeugend ist die unkomplizierte Montage der Lampe und des Akkus. Die Lichtausbeute halten wir für unzureichend, wenn es um die Hatz über Singletrails geht. Für preisbewusste Tourer, die neben öffentlichen Straßen auch den Weg durch den Wald auf Forstwegen anstreben, ist dieses Beleuchtungsset immer noch eine sehr gute Wahl!

Mehr Infos unter www.sigmasport.com

Vaude Men’s Lake Jacket – Gelassen dem Wetter trotzen!

Ehrlich! Wir sind für das Wetter nicht verantwortlich! Zugegeben, das Wetter der letzten Wochen war für den Test des Vaude Men’s Lake Jacket natürlich wie geschaffen: Regen, eiskalter Wind, meistens direkt beides zusammen! Dass wir trotzdem noch gesund sind und über diese Jacke berichten können, spricht wohl eindeutig für das Lake Jacket. Weshalb, wieso und warum genau erfahrt ihr jetzt!

Selbst den hartgesottensten harten unverwüstlichsten Hardcorebiker rafft dieses Wetter irgendwann dahin – wenn er denn nicht vernünftige und den Umständen entsprechende passende Kleidung trägt. Die Umstände sind klar definiert: Nässe, Kälte, Wind! Für diese harte Zeit hatten wir das Vaude Men’s Lake Jacket im Einsatz, welches bei uns wochenlang Regen, Sturm, Matsche und diversen Baumberührungen standhalten musste. Die Jacke wurde in der Waschmaschine gewaschen, gefalten, gerollt und gequetscht – eigentlich alles, was so eine Jacke im Laufe ihre Lebens ertragen muss.

Das erste große Plus dieser Jacke ist der lockere Schnitt mit dem leicht tiefer geschnittenen Rücken. Hochspritzendes Wasser stellt somit kein Problem dar und auch die Nieren bleiben geschützt. Ein weiteres Plus ist der mit Klett verstellbare Armabschluss und die Möglichkeit, das Lake Jacke mit einer Kapuze zu versehen – diese befindet sich geschützt im Innenteil der Jacke und kann bei Bedarf per Druckknöpfen am Kragen befestigt werden – Top! Der hochstehende Kragen schützt den Hals vor Kälte und Nässe. Das Hauptaugenmerk des Lake Jacket ist aber sicherlich das atmunsgaktive Ceplex, welches für einen sehr angenehmen Tragekomfort sorgt.

Die Jacke vereint alle Vorzüge, die man an eine Regenjacke als auch einen Windbreaker stellt, ohne dass man das Gefühl hat in einem Plastiksack zu stecken – das fühlt man nicht nur, das sieht man auch, da die Jacke sehr „textil“ wirkt! Natürlich fehlt es dem Lake Jacket weder an Reflektor-Streifen noch an verschließbaren Belüftungsschlitzen im Achselbereich. Das Einzige was wir vermissen ist eine Innentasche (abgesehen von der Kapuzentasche). Eine hochwertige Top-Jacke, die mit einem Anschaffungspreis von 140 Euro den Geldbeutel allerdings nicht unbedingt schont. Die Gesundheit sollte es einem aber wert sein! Für die Damen der Schöpfung gibt es übrigens das Women’s Lake Jacket.

Größen: Von S bis XXL
Farben: red, black, steelblue und blue

Mehr Infos findet ihr unter www.vaude.de

Vaude Bikepark 16 – Ein Rucksack im Trend der Zeit – Test

Woran erkennt man einen treuen Begleiter? Er steckt viel weg, hält einem den Rücken frei und lässt einen noch gut aussehen! Besonders in unserem Wirkungsbereich benötigen wir einen Rucksack, der etwas mehr als der gewöhnliche Rucksack wegstecken können muss. Touren ja, aber meist nur als Mittel zum Zweck – Schienbeinprotektoren und Fullfacehelm sind also sehr oft unsere Begleiter. Dinge, die der Vaude Bikepark 16 locker wegsteckt!

Der Vaude Bikepark wird in zwei verschiedenen Größen angeboten. Somit kann sich der Biker zwischen einem Volumen von 16 Litern oder 24 Litern entscheiden – wir hatten uns den Bikepark 16 umgeschnallt. Beide Ausführungen sind in der Farbe Schwarz und in der Farbe Bronze erhältlich. Der Bikepark 16 schlägt mit 70 Euro zu Buche, für den größeren Bikepark 24 muss man 10 Euro mehr investieren. Optisch macht der Rucksack bereits einiges her. Ebenfalls begeistern kann der Rucksack durch den guten Tragekomfort. Nachdem der Rucksack eingestellt ist, was schnell und einfach von der Hand geht, sitzt der Vaude Bikepark bombenfest und dennoch bequem – den gepolsterten Gurten und dem seitlich gepolsterten Hüftgurt sei Dank.

Der Vaude Bikepark passt sich sehr gut dem Rücken an, das Vent-Tex Tragesystem sollte man in Bezug auf die Rückenbelüftung allerdings nicht überbewerten. Der Rucksack bietet übrigens, trotz der Bezeichnung Bikepark, keinen integrierten Rückenprotektor. Doch darum geht es hier auch nicht, sondern um einen kompakten und sehr gut sitzenden Rucksack, der durch sinnvoll angebrachte Riemen und voluminösen Netz-Seitentaschen das Verstauen unserer Schutzausrüstung ermöglicht. Das gelingt dem Vaude auch sehr gut, allerdings würden wir uns im oberen Bereich des Vaude Bikepark einen zusätzlichen Halteriemen wünschen, um das Potenzial auch komplett ausnutzen zu können. Oftmals wird bei Freeride-Rucksäcken eine Signalpfeife für den Fall der Fälle integriert, hier vermissen wir leider eine.

Die Verarbeitung des Vaude Bikepark ist sehr gut und der Rucksack zeigte sich im Test sehr robust. Im Trend der Zeit zeigt sich der Vaude Bikepark allerdings nicht nur bei der Optik, sondern auch mit der Verstaumöglichkeit für einen MP3-Player. Der Hüftgurt bietet zusätzliche verschließbare Taschen, ein Punkt, den wir hier auf jeden Fall lobend erwähnen wollen. Reflektierende Elemente und die verstaute Regenhülle runden das gute Gesamtbild des Vaude Bikepark ab.

Mehr Infos findet ihr unter www.vaude.de

Cateye Single Shot – Ein (fast) gesetzeskonformes Lampen-Duo im Test

Cateye dürfte wohl so ziemlich jedem Biker bekannt sein! Bei Cateye handelt es sich allerdings nicht um eine US-amerikanische Firma (wie viele meinen), sondern um ein japanisches Unternehmen mit dem Sitz in Osaka. Der Vertrieb von Cateye Produkten erfolgt in Deutschland über das Unternehmen Paul Lange & Co, welches unter anderem auch Shimano vertreibt. Unser Augenmerk galt einer alltagstauglichen Beleuchtung für das Bike, die auf dem Weg zur Arbeit und zur Schule, als auch danach auf Umwegen nach Hause über Trails benutzt werden kann. Schwerpunkt war für uns diesmal die Gesetzestreue (ähmmm) und dennoch die Möglichkeit, halbwegs sicher über Trails zu fahren. Wie gesagt, hier handelt es sich um einen Kompromiss – wer Trails taghell beleuchten will, sollte direkt zu speziellen Funzeln greifen!

Wir haben uns bewusst für die Kombination einer Lenkerlampe mit einer Helmlampe entschieden. Gesetzeskonform deshalb, weil die Cateye Single Shot 20 (HL-EL 610G RC) eine Lampe mit StVZO-Zulassung ist. Diese wanderte dann natürlich auch direkt an den Lenker. Im Gegensatz dazu ist die Single Shot (HL-EL 600 RC) ohne StVZO-Zulassung und kann, dank der mitgelieferten Helmhalterung, direkt am Helm befestigt werden. Man achte hier auf die Nuancen in der Artikelbezeichnung! Der Einsatzbereich ist somit schnell geklärt: Die Single Shot 20 wurde von uns als Stand-Alone-Lampe im Straßenverkehr benutzt, auf Trails wurde diese dann von der als Helmlampe montierten Single Shot unterstützt. Katzen sind für ihre Nachtsicht bekannt, kann das Cateye-Duo katzengleich überzeugen oder mutiert dieses Duo eher zur Blindschleiche?

Wollen wir ein wenig auf die Lampen eingehen. Beide Lampen besitzen einen internen NiMH-Akku, das Ladegerät ist jeweils im Lieferumfang enthalten. Die Single Shot 20 bietet laut Werk eine Beleuchtungsstärke von 20 LUX und ist mit einer speziellen Linse (ROL – Reverse Offset Lens) ausgestattet. Die Größe des Gehäuses entspricht in etwa einer Zigarettenschachtel, nicht unbedingt klein, dafür bietet der Akku aber genug Power – erst nach über 6 Stunden machte der Batterie-Indikator auf sich aufmerksam. Auffallend bei der Single Shot 20 ist die hohe Lichtausbeute ohne jegliche Störeinflüsse. Der Lichtkegel ist leider etwas begrenzt, wir würden uns mehr Seitenausleuchtung wünschen. Wenig überzeugt sind wir von der Lenkerbefestigung. Auf den ersten Blick macht die „Flex-Tight“-Befestigung, die eine Montage ohne Werkzeug ermöglicht, zwar einen guten Eindruck, aber dann… bei öfterem Gebrauch und vor allem, wenn die Finger steifgefroren sind, ist die De-/Montage der kompletten Lampe einschließlich Halter fast nicht mehr möglich. In einem späteren Stadium des Tests ließ sich die Lampenhalterung dann gar nicht mehr lösen – da half nur noch der Seitenschneider…schnipp. Ein schnelles Lösen des Lampenkörpers von dem Halter zeigt sich dagegen zum Glück weitaus unproblematischer.

Die Cateye Single Shot fällt deutlich kleiner aus als die Single Shot 20, ist aber auch mit der speziellen „ROL“ ausgestattet. Das Gewicht geht für eine Helmlampe noch in Ordnung, bewegt sich aber schon an der Obergrenze – der Lampenkörper beinhaltet auch bei der Single Shot den NiMH-Akku. Die Montage am Helm erfolgt dank des mitgelieferten Klettbandes sehr schnell und unkompliziert. Die Lampe ist aber nicht nur kleiner als ihre große Schwester, sondern leider auch bedeutend schwächer. Die Single Shot bietet zwei verschiedene Modi, abgesehen von dem Blinkmodus. Auch in der stärksten Stufe eignet sich diese Lampe nicht für den Stand-Alone Betrieb und wurde von uns deshalb nur in Verbindung mit der Single Shot 20 betrieben. Nach etwa zwei Stunden Brenndauer in der hellsten Brennstufe macht der Batterie-Indikator auf sich aufmerksam, das Licht bleibt einem allerdings etwas länger erhalten. Die Brenndauer erscheint uns für eine Helmlampe mit diesen Kriterien ausreichend, da die Single Shot nur als Unterstützung zur Single Shot 20 auf Trails eingesetzt wurde und wegen der fehlenden StVZO-Zulassung im Straßenverkehr nicht benutzt werden darf. Die Kombination beider Lampen zeigte sich für Trailfahrten durchaus brauchbar, eine taghelle Ausleuchtung darf man allerdings nicht erwarten.

Die Stärke dieser Cateye-Kombination aus Lenker- und Helmbeleuchtung ist die unkomplizierte Handhabe und die Robustheit beider Lampen. Die Bedienung der Single Shot als auch der Single Shot 20 ist sehr simpel. Beide Lampen besitzen im hinteren Bereich einen Schalter, der sich auch gut mit gefrorenen Händen und Handschuhen bedienen lässt. Am einfachsten gestaltet sich die Bedienung der Single Shot 20 – An und Aus! Die Lampenkörper können schnell und einfach montiert werden und finden schnell Platz in der Arbeitstasche. Die Beleuchtungsdauer der Hauptlampe Single Shot 20 ist mehr als ausreichend, die Ladezeiten sind kurz genug um über Nacht den Akku wieder zu Kraft kommen zu lassen.

Preise:
Cateye Single Shot 20 um die 129 Euro
Cateye Single Shot um die 99 Euro

Mehr Infos unter www.cateye.de

iXS MX-Helm HX 167 im Test

Nein, keine Sorge…wir fangen nicht wieder davon an, wie sinnvoll es ist, manchmal doch einen Fullfacehelm zu tragen! Nein, es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er „obercool“ sein Gesicht mit einem Spachtel von einem Steinfeld oder der Rampe kratzen will oder ob er die nächsten Wochen seine Nahrung per Strohhalm schlürfen möchte – lecker Grillteller aus dem Mixer! Für alle anderen haben wir hier einen echt heißen Tipp: Den iXS HX 167!

Der iXS HX 167 verspricht schon mal eines ganz sicher: Safety First! Kein Wunder, bei dem Helm handelt es sich nicht „nur“ um einen Fahrradhelm, sondern um einen MX-Helm, der natürlich die ECE-R 22/05 Norm erfüllt. Der Crosshelm aus Carbon/Kevlar Fiberglas Verbund, der etwa um die 1280 Gramm auf die Waage bringt, schützt die Murmel aber nicht nur extrem vor Verletzungen, sondern sieht zudem echt zornig aus! Das Design ist richtig phatt und durch die verschiedenen erhältlichen Farben kann man den Helm entsprechend seinem Outfit auswählen.

Auffallend ist neben dem markant wirkenden Kinn und dem großen Helmschild auch der Nasenschutz. Sollte irgendjemand dieser Nasenschutz stören, kein Problem, der kann natürlich auch problemlos entfernt werden. Verschlossen wird der HX 167 mit dem üblichen Doppel-D-Ring Verschluss, ein Garant dafür, dass der Helm dort bleibt, wo er hingehört – auf dem Kopf! Der Helm sitzt ausgezeichnet – Voraussetzung ist natürlich, dass man den Helm auch in der richtigen Größe erwirbt, was bei den verfügbaren Größen von XS bis 2XL kein Problem darstellen sollte.

Die Belüftung ist dank der Stirn- und Kinnbelüftung für einen MotoX Helm vorbildlich, auch wenn die wahrzunehmende Geräuschkulisse und die Belüftung in der geschlossenen Helmschale des HX 167 natürlich weniger ausgeprägt ist als bei den leichteren „reinen“ Fahrradhelmen mit den Lüftungslöchern. Angesichts des enormen Sicherheitsaspektes nehmen wir das aber gerne in Kauf! Das Innenfutter aus Coolmax ist angenehm zu tragen und lässt sich zu Reinigungszwecken entnehmen und per Klick schnell und einfach wieder einsetzen.

Fazit

Sicherheit kann so schön sein! Super Optik, hervorragende Verarbeitung und perfekter Tragekomfort – das nennen wir cool!!!

Größen: XS bis 2XL
Preis: 249 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-fashion.com

Tatonka Power Jacket und Northway Pants 2 – Test Regenbekleidung

Endlich ist er da – der von den Meteorologen viel versprochene „Jahrhundertsommer“. Noch viel besser, noch viel heißer und noch viel trockener als die vorangegangenen Jahrhundertsommer! So wird es uns zumindest von Jahr zu Jahr versprochen :-/ Klug ist der, der den Weisheiten der Meteorologen nicht zu sehr vertraut und sein Geld nicht in diverse Badebekleidung investiert, sondern in vernünftiger Regenbekleidung! Der nächste Regen lässt nämlich nicht lange auf sich warten! Wir haben uns mit dem Tatonka Power Jacket und den Tatonka Northway Pants 2 den Wassermassen gestellt!

Tatonka bietet dem naturliebenden Outdoorsportler eine umfangreiche Bekleidungspalette an. Mit dem Power Jacket findet sich hier eine robuste multifunktionale Regenjacke, die wir ausgiebig testen konnten – dem Wetter der letzten Wochen sei Dank! Die atmungsaktive Regenjacke bietet versiegelte Nähte und erwies uns auch bei den Regenmassen der letzten Wochen exzellente Dienste. Selbst bei ausgiebigen Touren im Regen konnte das Power Jacket zuverlässig das Regenwasser vom Körper fernhalten. Die Jacke bietet zwei mit einem Reißverschluss versehene Eingriffstaschen und eine Kapuze. Im Innern der Jacke finden sich zusätzlich zwei Taschen für schnellen Zugriff auf Dinge wie zum Beispiel Kartenmaterial. Für Belüftung sorgen Reißverschlüsse im Bereich der Achseln, die für Frischluft sorgen können, aber natürlich nicht müssen. Bemerkenswert finden wir vor allem die Robustheit der Jacke. Durch die Atmungsaktivität kann man die Jacke auch gut mal als Windbreaker verwenden. Nachteil des Power Jacket ist das recht große Packmaß im zusammengefalteten Zustand. Das Power Jacket ist in den Größen S bis XXL und in den Farben schwarz, rot und blau erhältlich und kostet 100 Euro.

Natürlich sollten auch die Beine zuverlässig vor der Nässe geschützt werden. Zeitgleich mit dem Power Jacket haben wir die Northway Pants 2, ebenfalls von Tatonka, getestet. Bei der Northway Pants 2 handelt es sich um eine atmungsaktive Regenhose mit lässigem Schnitt. Wie bei der Regenjacke sind auch bei der Regenhose die Nähte versiegelt. Zuverlässig hält die Hose den Regen und das Spritzwasser vom Körper fern, das atmungsaktive Material sorgt dafür, dass man in der Hose nicht durch den eigenen Schweiß „wegschwimmt“. Die Hose bietet im Innern ein kleines mit Klett verschließbares Fach für Kleingeld oder ähnliches. Der Clou bei den Northway Pants 2 sind die durchgehenden seitlichen Reißverschlüsse, die ein schnelles und unkompliziertes Aus- und Anziehen der Hose ermöglichen. Die Northway Pants 2 hat ein sehr kleines Packmaß und wird mit einem kleinen Beutel, zum Verstauen der Hose, ausgeliefert. Die Northway Pants 2 ist in den Größen 48 bis 56 in schwarz erhältlich und kostet 95 Euro.

Fazit:

Eine gute und sinnige Investition! Die Qualität der Tatonka Regenbekleidung spricht für sich! Der nächste Regen kommt bestimmt und der Herbst lässt sowieso nicht mehr lange auf sich warten!

Mehr Infos unter www.tatonka.com