ABUS Satteltasche – Wenn einer eine Reise tut – Test

Ein Outsourcen des Gepäcks wäre, neben einer Lenkertasche, durch den Einsatz einer Satteltasche möglich. Doch nicht nur auf einer Tour macht eine Satteltasche Sinn, sondern auch für den täglichen Weg zur Arbeit. Wenn man die Luftpumpe am Rahmen befestigt, kann man so das Werkzeug und das Flickzeug bequem ohne Rucksack transportieren. Mit der ABUS Satteltasche ST 3085 KF Canson haben wir uns einen vielversprechenden Vertreter seiner Art unter den Sattel geschnallt!

1 Dose Bier, eine handelsübliche Menge Buttermilch oder eine kleine Flasche Öl – Die ABUS Satteltasche ST 3085 KF Canson bietet immerhin 0,5 Liter Stauraum. Natürlich sollte man nach Möglichkeit diese Flüssigkeiten nicht in die Satteltasche einfüllen, aber rein theoretisch könnte man es! Der Stauraum reicht, um das Werkzeug, das Flickzeug sowie einen dünnen Reserveschlauch zu verstauen! Damit das ganze Gedöns in der Satteltasche nicht nass wird, liefert ABUS direkt die passende Regenhülle mit – separat in einem kleinen Innenfach. Auch bei der Satteltasche findet sich zur Befestigung ein KLICKfix System. Die Trägerplatte wird direkt an die Sitzstreben des Sattels festgeschraubt. Eine Tätigkeit, die selbst unerfahrene Schrauber meistern können.

Die Satteltasche wird dann wie ein Schlitten auf die montierte Trägerplatte geschoben – klick. Das wackelt nicht, verrutscht nicht und sitzt bombenfest. Viele Satteltaschen anderer Hersteller werden nur durch Klemmung am Sattel gehalten und machen sich so, früher oder später, oft selbständig. Egal ob in der Stadt, Treppen runter oder auf dem ruppigen Trail – keine Frisur sitzt so gut und fest wie diese Satteltasche. Das KLICKfix System kann begeistern, zumal die Tasche ohne Aufwand wieder von der Trägerplatte gelöst werden kann – sekundenschnell und ohne Werkzeug. Wer einen Rückstrahler verwenden will, dem hat ABUS eine kleine Befestigungsschlaufe am Deckel spendiert. Der angebrachte Reflektorstreifen sorgt für ein Plus an Verkehrssicherheit. Knappe 18 Euro, die gut angelegt sind.

Mehr Infos unter www.abus.de

O’Neal Rampage Shoe Volt – Test Dirt-Schuh

O’Neal Rampage Shoe Volt – Dirt-Shoe im Skate Look: Das ist die Ansage auf der Webseite von 2Wheel-Distribution. Eigentlich sind wir ja schon wieder ein bisschen knatschig – wieso dürfen sich Dirter mit diesem Schuh schmücken und wir Downhiller und Freerider gehen mal wieder leer aus? Mal abgesehen von den BMXern, die nicht nur auf Dirt sind! Doch schieben wir das Schubladendenken einfach zur Seite und widmen uns diesem doch sehr stylischen Schuh.

Was schon mal sehr sympatisch ist: Der Schuh ist nicht für eine Aufnahme von Cleats vorgesehen. Als überzeugter Plattformpedalenfahrer kann ich den ganzen Hype um Klickpedalen sowieso kaum nachvollziehen, und zugegeben, viele Freerider, Downhiller und BMX-Racer sind mit Klickpedalen unterwegs. Dirter sind hier komplett außen vor, was die Kennzeichnung des Schuhs als Dirt Schuh an dieser Stelle erstmal rechtfertigt. Egal ob Dirt, DH oder sonstige Aktivitäten mit dem Bike, egal ob 20″, 24″ oder 26″ – wir brauchen Grip auf den Pedalen! Die Sohle des O’Neal Rampage Shoe Volt ist nicht nur genoppt, sondern die Noppenreihen sind von der Höhe auch noch unterschiedlich angeordnet.

In Verbindung mit dem weichen Material ergibt sich ein super Grip auf den Pedalen bei gleichzeitig gutem Feeling zum Bike. Das bringt nicht nur Fun, sondern auch Sicherheit! Wenn man für sich die richtige Schuhgröße ermittelt hat, sitzt der Schuh wie angegossen. Bequem ist die Devise, nichts drückt und scheuert. Das Auge fährt bekanntlich mit, und so spendierte O’Neal dem Schuh auch noch eine phatte Optik. Das seitliche Logo, die gepolsterte Zunge und der Print des Schuhs – hier passt neben der Funktionalität des Schuhs auch die Optik. Wer also keinen Bock auf Biken hat (gibt’s so etwas überhaupt?), kann den Schuh auch so tragen! Da wäre noch die Kennzeichnung auf der Webseite von 2Wheel-Distribution – wir drücken ein Auge zu, wir fliegen ja auch gerne durch die Lüfte 😉

Fazit O’Neal Rampage Shoe Volt

Super Grip, bequem, trendig, cool!

O’Neal Rampage Shoe Volt Produkt-Details

Obermaterial: 100 % Leder
Sohle: 100 % Gummi
Preis: 59,90 Euro

Acerbis Wave Cross Handschuh – Test

Hände haben es gut – im Gegensatz zu Nasen! Nasen werden konfrontiert und bombardiert mit Pollen aller Art und sind diesen erbarmunglos ausgesetzt. Jede heuschnupfentriefende Nase würde sich jetzt wünschen, mit Händen tauschen zu können, die ihrerseits wohlbehütet in schönen Gloves stecken. Zumindest manchmal. Die Acerbis Wave Cross Handschuhe machten im Vorfeld einen sehr guten Eindruck, doch manchmal täuscht sogar uns der erste Eindruck!

Mit dem Test des Wave Cross Handschuhs hatte bei uns ein Produkt der italienischen Firma Acerbis Premiere. Beim Motocross gehört Acerbis nicht nur zu den großen Marken im Bekleidungsbereich, sondern stellt auch viele Anbauteile aus Kunststoff für Motorräder her. Der Umfang der Produktpalette auf der Acerbis-Internetseite ist schon beeindruckend. Ebenso beeindruckend war für uns der erste Blick auf die Acerbis Wave Cross Handschuhe. Der Materialmix als auch die Verarbeitung gehen konform mit der guten Optik des Handschuhs. Der Handschuh sitzt wie angegossen und bietet einen hohen Tragekomfort – nicht zuletzt wegen des vorgeformten Schnittes. Der Bund ist kurz und lässt sich mittels eines Klettverschlusses anpassen als auch verschließen. Ebenfalls positiv ist die Belüftung des Handschuhs. Die verwendeten Materialen sind pflegeleicht und der Beanspruchung entsprechend sinnvoll eingesetzt. Auf dem Handrücken fügen sich die aufgesetzten Protektoren gut in das Gesamtbild des Handschuhs ein.

Die Bremsfinger als auch die Handinnenseite weisen Silikonapplikationen auf, die für einen besseren Grip sorgen. Oft verabschieden sich diese relativ schnell, bei dem Acerbis zeigen sich diese aber enorm abriebfest – das gefällt natürlich. Erst bei BMX-Oldschool-Tricks wie dem Cowbow in Verbindung mit dem Greifen des hartkantigen Kashimax Sattels verabschieden sich die Silikonapplikationen langsam aber sicher – aber welcher Mountainbiker macht schon solche Tricks? Die Nähte der Acerbis Wave Cross trotzten ebenfalls der Beanspruchung, auch im Zwischenbereich der Finger. Eine weitere Sache in Punkto Haltbarkeit macht sich bei dem Acerbis Wave Cross sehr bezahlt: Der aufgesetzte und verstärkte Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger. Hier gibt es bei dem Handschuh ebenfalls null Probleme. Eine Schonung gab es für den Handschuh nicht! Er wurde beim BMX getragen, auf Touren, beim DH und auch beim Schaufeln – und wusste zu überzeugen. Eine Premiere, wie sie bei uns wohl kaum besser laufen konnte! Für knapp 50 Euro bekommt man einen sehr guten Handschuh, der sein Geld wirklich wert ist! Ach… ginge es mit dem Schutz der Nase mal so gut wie mit den Händen…

Fazit:

Der erste Eindruck täuschte also nicht! Der Acerbis Wave Cross Handschuh sitzt perfekt, bietet einen sehr hohen Tragekomfort und überzeugt in Punkto Stabilität!

Erhältliche Farben: Black, Orange, Blue, Yellow, Black Red
Preis: Etwa 50 Euro

Vertrieb: Mefo Sport – www.mefo.de

Uvex FP 501 Supercross Goggle – Die MX-Brille im Test

Welcher Brillenträger nutzt zum Putzen der Brille nicht bewusst die Kondensation? Die Brille wird angehaucht und dann mit einem feinen Tuch nachgeputzt. Genau dieser „erwünschte“ Effekt des Kondensierens sorgt bei unserem Sport für die größten Probleme – bis hin zur Gefahr eines Sturzes. Eine beschlagene Scheibe, ein absoluter Graus! Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir euch schon vor einer langen Zeit ein wirksames Mittel gegen diese Gefahr vorgestellt, in diesem Winter hatten wir das Vergnügen mit der Uvex FP 501 Supercross.

Werbewirksam werden Schokoriegel umbenannt, Packungsinhalte werden bei gleicher Verpackungsgröße minimiert und auch sonst unternehmen die Werbestrategen alles, um die Kunden zu locken, manchmal auch ein klitzekleines bisschen zu täuschen und letztendlich das Geld aus den Taschen zu ziehen. Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir vor einer langen Zeit eine MX-Brille im Test, die sehr überzeugen konnte – vom Tragegefühl über die Optik bis zur Funktion. Eigentlich sollte man vermuten, die neue FP 501 Supercross müsste eine furiose Namensänderung genießen, aber dem ist nicht so. Schnell merkt man, dass dieses auch gar nicht nötig ist! Die neue Goggle kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen – auch ohne werbewirksame Wortklaubereien! Die Firma Uvex entwickelt schon seit Ewigkeiten Brillen im Bereich Ski und MX und hat somit Erfahrungen gesammelt, von denen wir als Endverbraucher letztendlich profitieren. Vorweg sei schon angemerkt, dass es bei der FP 501 Supercross nichts zu meckern gibt. Vielleicht nur die Tatsache, dass die gewünschte oben beschriebene Putzaktion nicht durchführbar ist – die Brille will einfach nicht beschlagen!

Damit ist für uns einer der wichtigsten Kriterien bereits vollstens erfüllt. In ungünstigen Situationen bei Eiseskälte, nach einem Run schwer atmend, zeigt auch die Uvex FP 501 Supercross den Anflug eines Beschlagens, welcher aber sofort wieder verfliegt. Wir wissen nicht mit was die Scheiben bei der Produktion benetzt wurden, aber es funktioniert ganz hervorragend. Der Aufdruck „super antifog“ ist also nicht übertrieben. Die Scheibe ist natürlich ein ganz elementarer Bestandteil einer MX-Goggle, neben dem Rahmen natürlich. Und genau dieser Scheibe hat sich Uvex sehr angenommen. Die bereits beschriebene Antifog Beschichtung ist excellent, aber auch die anderen Eigenschaften der Scheibe sind überzeugend. Die Sicht ist erstklassig, über das gesamte Sichtfeld sind keine Verzerrungen sichtbar. Auffallend ist auch, dass die Brille nur sehr wenig Licht schluckt. Gerade bei widrigsten Bedingungen, wie zum Beispiel bei wolkenverhangenem Himmel in Waldpassagen, ist das sehr wichtig. Uvex hat dem Kind bzw. der Scheibe dementsprechend auch einen Namen gegeben: uvex supravision triflex.

Das Sichtfeld der Uvex FP 501 ist sehr gut, die Brille passt hervorragend zu herkömmlichen Fullfacehelmen, womit wir schon beim Thema Rahmen wären. Der Rahmen unterstützt mit seiner guten Belüftung die Antifog Funktion der Scheibe. Die Belüftung ist natürlich immer eine Gratwanderung zwischen dem Hitzetod in der Brille, dem Anlaufen der Scheibe und entgegengesetzt der Zugluft. Ein schmaler Grat, auf dem die Uvex gekonnt langtänzelt, daneben hat man der FP 501 Supercross eine schöne, aber nicht zu schrille Optik verpasst! Die Goggle sitzt sehr angenehm, der für die Gesichtsauflage verwendete profilierte Schaumstoff bietet einen hohen Komfort. Das Brillenband besitzt drei Silikonstreifen, die ein Abrutschen der Brille vom Helm verhindern. Das Brillenband lässt sich natürlich an den Umfang des Helmes anpassen, aber das sollte nicht weiter erwähnenswert sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Das „Grundmodell“ der Uvex FP 501 gibt es in zig verschiedenen Ausführungen, die Supercross gibt es alleine schon in mehreren Varianten. Eine Sache noch, die man nicht unerwähnt lassen sollte: Die Brille ist „Made in Germany“. Auch dafür den Daumen nach oben!

Fazit:

Ein Qualitätsprodukt „Made in Germany“! Sehr empfehlenswert!

Preis: 49,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de

Swiss Eye Gardosa – Ein vermeintlicher Schweizer im Test

Dieses Jahr steht bei uns ganz im Zeichen des Auges! Das Team der Fraktur wird dieses Jahr mächtig ein Auge werfen – und zwar auf Rad- und Sportbrillen! Doch nicht ist immer alles so, wie es auf dem ersten Blick scheint. Das trifft auch auf die Firma Swiss Eye zu. Swiss Eye ist entgegen aller Vermutungen kein Unternehmen aus der Schweiz, sondern aus Deutschland. Die erste Brille des Unternehmens wurde in der Schweiz produziert und aufgrund dessen wurde der Firmenname gewählt. Swiss Eye bietet mittlerweile eine Unmenge von Brillen an, wir haben uns für das Modell Gardosa entschieden. Ein vermeintlicher Schweizer im Test!

Ja, die Schweiz und die Schweizer! Bekannt für ihre Klappmesser, als Paradies für Steuerflüchtlinge, für leckere Schoki und natürlich für ihre Liebe zur Präzision. Natürlich lässt jede Firma gerne ihre Produkte mit dem letzten Punkt assoziieren. Bei Swiss Eye trägt der Name sicherlich nicht unerheblich dazu bei, auch wenn die Brillen nicht mehr in der Schweiz produziert werden. Kann die Gardosa wirklich halten, was man sich von der Brille, dem Namen und dem Preis von knapp 90 Euro verspricht? Sicherlich keine leichte Aufgabe! Die Gardosa hat eigentlich die schlechtesten Vorraussetzungen vorgefunden, die eine Brille nur haben kann. Schnee, Kälte und Salz vom Streudienst können einer Brille schon mächtig zu schaffen machen, das haben wir bei einer anderen Brille im Rahmen unserer kleinen Testreihe selber erlebt. Ein sehr wichtiges Kriterium war die Antifog Eigenschaft der Brille. Ausgangsposition war, dass wir bei langsamen Fahrten mit erhöhter Atmung durch starke Belastung oft genug blind durch die Gegend geirrt sind – wenig prickelnd, wenn dies kurz vor Kurven oder Hindernissen passiert. Bei der Gardosa erhofften wir uns Besserung. Doch erstmal durchatmen und ganz langsam der Reihe nach!

Bei der Gardosa erhält man die Brille nicht nur in einem Säckchen, sondern zudem in einem schönen Etui, welches neben der Brille noch die Wechselgläser enthält, welche allesamt wieder einzeln in kleinen Täschchen verpackt sind, um diese zu schonen. Das gefällt natürlich schon sehr gut. So kann man seine Brille auch mal in einer viel zu vollgestopften Reistasche oder in einem überquellenden Koffer verstauen, ohne die Brille ungewollt direkt in alle Einzelteile zu zerlegen. Zum Lieferumfang gehören neben dem Brillenrahmen die Gläser in klar, gelb und getönt. Die Gläser sind Antifog beschichtet und erwiesen sich im Test als recht unempfindlich. Auch hier ein Plus von unserer Seite. Bei den Gläsern handelt es sich um Einzelgläser, also nicht um ein durchgehendes Brillenglas. Die Montage und Demontage der Brillengläser ist unkompliziert, allerdings darf man auch nicht zu zimperlich sein. Die entstehenden Fettfinger auf den Gläsern sind zwar ärgerlich, aber lassen sich durch das mitgelieferte Brillensäckchen aus Mikrofaser schnell entfernen. Die Antifog Beschichtung kann begeistern, im normalen Betrieb funktioniert das System sehr gut. Lediglich bei Unterbrechung oder Einschränkung der Luftzirkulation, wie zum Beispiel beim Tragen der Brille in Verbindung mit einem Fullface Helm oder, noch schlimmer, beim Tragen einer Goretex Maske, beschlägt auch die Gardosa unter widrigen Umständen.

Die Passform der Gardosa ist sehr gut. Die aerodynamische Form, das geringe Gewicht und die gummierten Bügel verleihen der Brille ein angenehmes Tragegefühl, nichts drückt, auch nicht beim Tragen eines Fullface Helmes. Wichtig ist, dass diese Brille von Anfang an sitzt, da es keinerlei Verstellmöglichkeiten und auch keine weiteren Größen gibt. Das Sichtfeld ist ausgezeichnet, keine Verzerrungen stören den Blick. Die Augen werden nicht nur gut vorm Fahrtwind geschützt, sondern dank des 100% igen UVA- UVB- und UVC-Schutzes auch langfristig geschützt. Besonders angetan hat es uns die Ausführung der Gardosa in white/red, es gibt aber auch noch die Brille in black, in grey und in blue sky/white…auch sehr fein 🙂 Trotz aller Strapazen hat sich die Gardosa im Test sehr gut geschlagen. Lediglich die Schräubchen der Brillenbügel haben sich gelöst und mussten nachgezogen werden. Natürlich könnte man jetzt noch anführen, dass ein Klicksystem zur Bügelhalterung, ein austauschbarer Nasenbügel und eine Vorrichtung für Korrekturgläser schön wären, aber für Brillen, welche diese Kriterien erfüllen, muss man deutlich mehr auf die Ladentheke legen als die knappen 90 Euro für die Gardosa.

Die gute Passform, das phatte Erscheinungsbild, die gute Verarbeitung, die sehr guten Gläser und nicht zuletzt unsere positiven Erfahrungen lassen nur ein Fazit zu: Empfehlenswert!

Preis: 89,90 Euro

Mehr Infos unter www.swisseye.com

Geax Datura – High Performance Reifen für kleines Geld? Test

Produkttests sind ja immer so eine Sache! Besonders wenn das Wetter und die Trails hohe Ansprüche stellen, greift man gerne auf altbewährtes Material zurück. Wer will schon gerne einen sicheren Run gegen Ungewissheit eintauschen? Wir haben keine große Wahl gehabt, der GEAX Datura wartete auf seinen Einsatz – und so zogen wir aus, um bei Regen, Schnee und Matsche dem Datura auf den Zahn zu fühlen!

Der Datura besticht durch eine sehr markante Optik! Optisch unterstreicht der Datura nachdrücklich das vom Hersteller gedachte Einsatzgebiet: Nasser, feuchter, matschiger und loser Untergrund. Der erste optische Eindruck: Die groben und mittelhohen Stollen könnten in der Tat das halten, was der Hersteller verspricht. Auf einen Mittelstollen hat GEAX beim Datura verzichtet, dafür sind die Stollen versetzt angeordnet und nicht wie beispielsweise beim Schwalbe Dirty Dan als Pärchen nebeneinander. Allerdings machte sich bei uns direkt die Sorge breit, wie sehr der Vortrieb bei dem Profil zu leiden hätte. Angeboten wird der Reifen in der Breite 2.0 und 2.2 in mehreren Ausführungen, wir hatten im Test die breitere Version mit der Sticky Soft Gummimischung. Das Gewicht des Datura in dieser Ausführung liegt bei etwa 1050 Gramm. Wie gesagt, in diesem Winter boten sich alle Wetterbedingungen, die wir auch gnadenlos ausgenutzt haben. Wir hatten zwischenzeitlich dann auch noch mehr als genug Schnee, pausieren gab und gibt es nicht für uns! Richtige Biker zieht es bei jedem Wetter aufs Bike, schließlich sind wir keine Miezekätzchen! Eines haben wir bei diesem Test gelernt: Den GEAX Datura zu lieben! Das Profil sieht nicht nur zornig aus, sondern zeigt sich ebenso griffig. Alleine schon die Fahrten bei Schnee, wo viele Reifen einfach nur noch unkontrolliert hin und her glitschen, waren die reinste Freude. Mit dem Datura konnte man unbeirrt seine Bahnen ziehen, Grip und Traktion waren, den Umständen entsprechend, beeindruckend. Auf weichen feuchten Böden geht der Datura fantastisch, allerdings war hier etwas weniger Luft in den Reifen angesagt, um den maximalen Grip zu erreichen. Der Datura gräbt sich förmlich in die Strecke und vermittelt ein sehr gutes und kontrollierbares Gefühl, auch beim leicht einsetzenden Drift. Selbst in „seifigen“ vollständig durchgefrorenen Anliegern, wo bei kurzem Tauwetter nur die oberste Schicht aufweicht und diese dadurch extrem rutschig werden, überzeugt der Datura durch seinen Biss. Diese Pluspunkte gelten auch beim Beschleunigen aus dem Anlieger oder Kurven heraus. Hartes Anbremsen, auch hier keine Probleme!

Sollte der Boden abtrocknen braucht man sich weiterhin keine Sorgen zu machen, solange sich die Stollen irgendwo und irgendwie reingraben oder verkeilen können, so wie es bei Steinen und Wurzeln der Fall ist. Die Anpassung des Luftdrucks an die verschiedenen Anforderungen macht sich beim Datura bezahlt und man sollte sich auch die Zeit dafür nehmen – der Reifen dankt es mit einer super Performance. Weicher Waldboden ist ebenfalls ein willkommener Untergrund für den Datura, auch wenn die Strecke nach mehreren Runs aussieht, als wenn da ein MX-Hobel sein Unwesen getrieben hätte. Das würde alles natürlich nur schlecht funktionieren, wenn GEAX beim Thema Selbstreinigung geschluddert hätte…aber auch hier, ein großes Lob von unserer Seite! Erstaunt darf man über den Vortrieb sein, der Reifen schluckt weniger Energie als befürchtet. Das Einsatzgebiet des Datura liegt auf der schnellen Abfahrt als auch der Hatz über Trails, findet also am Downhillbike ebenso seinen Platz wie am Enduro. Der Verschleiß hält sich in Grenzen, wenn man die Gummimischung und den Einsatzbereich bedenkt, gibt es auch da nichts zu meckern. Der GEAX Datura – wir sind (zugegeben) mit viel Skepsis in diesen Test eingestiegen, aber vom Reifen mehr als positiv überrascht worden! Kauftipp!

Preis: etwa 25 Euro

O’Neal Blur B1 Goggle – Von wegen Unschärfe!

Blur – Das heißt eigentlich Unschärfe! Nach dem Test der Blur B1 dürfen wir behaupten, dass weder die Sicht durch die Brille noch das Erscheinungsbild diesem Namen gerecht werden. Neben den unifarbenen Rahmen gesellen sich so geil designte Rahmen, dass man nur zu einem Schluss kommen kann: Extrem scharf! Und fast zu Schade für den Einsatz bei Matsch und Modder. Doch es hilft ja alles nichts! Wir haben uns mit dem Modell „Hurricane“ dann doch ins matschige Elend gestürzt.

Eigentlich schade, dass man, sobald man sich die Brille überstreift, die geile Optik der B1 den Außenstehenden überlässt. Damit man selber dennoch auch in vollen Zügen von dieser Brille profitiert, bietet die Blur B1 Goggle dem Träger so einige nette Dinge. Darunter zählt erstmal die gute Passform und das angenehme Tragegefühl. Der Rahmen der B1 ist ergonomisch geformt, sehr leicht und natürlich belüftet. Der Schaum ist angenehm auf der Haut zu tragen und saugt den Schweiß auf. Die Sicht durch die Brille zeigt weder Verzerrungen noch Unschärfe.

Das Brillenglas ist Antibeschlag beschichtet, was auch sehr gut funktioniert. Lediglich in langsamen Passagen kann bei erhöhter Anstrengung das Brillenglas leicht beschlagen, wenn es draußen nasskalt ist. Durch die Beschichtung des Glases wird die Sicht allerdings sehr schnell wieder freigegeben. Das Brillenglas außen ist kratzfest, auch da gibt es nichts zu meckern, nur auf der Innenseite ist etwas mehr Vorsicht geboten. Für uns allerdings kein Kritikpunkt, da einem der Dreck ja immer von außen auf das Glas geworfen wird. Nach dem Abstreifen der Brille sollte zur Aufbewahrung sowieso der mitgelieferte Mikrofaserbeutel verwendet werden, welcher auch gleichzeitig als Putztuch fungiert. Wer gerne mit Abreißfolie fährt, kein Problem, die Pins für Abreißfolien sind vorhanden.

Das Brillenband ist innen mit einem breitem Silikonstreifen beschichtet, welches ein Abrutschen des Bandes vom Helm zuverlässig verhindert. Die Blur B1 ist neben den Standardfarben auch noch in den Modellen Hustler, Kariert und Klar erhältlich. Der Preis für die unifarbene B1 beträgt 39,90 Euro, der Preis für die designte B1 beträgt 49,90 Euro. Die Gläser sind in weiteren Tönungsfarben verfügbar, der Preis liegt so um die 8 Euro.

Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

O’Neal Revolution Glove 2010 – It’s time for a revolution!

Wir haben mal wieder etwas sehr feines bei O’Neal entdeckt: Die Revolution Glove 2010. Erhältlich ist der Revolution in den Farben rot, schwarz und weiß. Dabei bezieht sich die Farbe auf das Material des Handrückens, der Bereich der Handfläche ist stylesicher in braun gehalten, was summasumarum einen geilen Kontrast ergibt. Wir hatten das rote Exemplar des Revolution Glove im Test, und holla die Waldfee, das rot nennen wir mal richtig rot. Die Handschuhe leuchten geradezu, aber konnte das postive Erscheinungsbild bis zum Testende anhalten?

Wie testet man einen Handschuh? Da wir nicht eines der sündhaft teuren Printmagazine sind und uns somit Labortests nicht zur Verfügung stehen, bleibt uns nur eines: Der Test in der Praxis, der sich über viele Wochen hinwegstreckt. Nur so kann man die Handschuhe genug belasten, sei es bei der eigentlichen Aufgabe selbst, dem Biken, als auch beim Stürzen…autsch…was tun wir nicht alles für euch! Dazu kommen noch einige Einsätze beim Schaufeln, bei der notdürftigen Reparatur des Bikes unterwegs und den vielen Wäschen in der Waschmaschine. Kurz gesagt, alles was die Handschuhe auch bei Euch ertragen müssen.

Doch kommen wir zuerst zum Tragekomfort und hier weiß der Revolution bereits gekonnt Pluspunkte zu sammeln. Der Handschuh sitzt wie angegossen, durch die verfügbaren Größen von S bis XXL sollte auch für jeden die passende Größe vorhanden sein. Der Handschuh bietet ein sehr gutes Griffgefühl beim Anpacken des Lenkers und die schicke Gummierung an den Fingerspitzen sorgt für ein sicheres Betätigen der Bremse – schön, dass nicht einfach nur aufgesetzte gummierte Punkte zum Einsatz kommen!

Obwohl optisch sehr gelungen, ist der Handschuh eigentlich erstaunlich schlicht gehalten. Die aufgesetzten Protektoren wurden weitgehendst in der Farbe des Handrückens gehalten. Die Belüftung entspricht dem normalen Standard eines Handschuhs in dieser Klasse, erreicht wird das auch durch die verwendetete Textilie in den Fingerzwischenräumen. Der Revolution lässt sich dank des verlängerten Handflächeninnenbereichs hervorragend anziehen. Da diese aus „einem Guss“ besteht, also nicht extra eine Zunge angenäht wurde, bleibt der Revolution auch nach x-maligen Anziehen ohne Schaden.

Hier hat man bei anderen Handschuhen oft das Problem, dass sich eine angenähte Zunge mit der Zeit allmählich verabschiedet. Ebenfalls überzeugend ist die Stabilität des Handschuhs, keine Nähte lösten sich und die aufgesetzten Protektoren als auch die Gummierungen an den Fingerspitzen hielten. Ein Handschuh, der nicht nur durch die Passform, die Optik und die Verarbeitung überzeugen kann, sondern auch mit dem Preis: 26,90 Euro halten wir für sehr fair! Top!