SKS Blade Set bringt Farbe ins Spiel: MTB Schutzbleche im Test

Bei Schutzblechen am MTB scheiden sich die Geister. Für die eine Gruppe sind Fenders ein Must-have für Rides bei Regen, für die andere Gruppe hingegen ein optisches No-Go. Doch müssen Schutzbleche wirklich langweilig sein? Diese Frage kann zumindest beim SKS Blade Set verneint werden. Ausgestattet mit optisch abgesetzten Elementen in blau oder grün bringt das Set ordentlich Farbe ins Spiel.

Wir müssen zugeben, dass wir nicht die größten Fans von MTB Schutzblechen sind. Die meist in grau oder schwarz gehaltenen Fenders wirken auf uns am Bike wie Fremdkörper. Allerdings macht ein komplettes Einsauen auf Touren inklusive Beeinträchtigung der Sicht nicht wirklich Sinn, zumal die Witterung in den kommenden Monaten ja doch eher feuchter als trockener wird. Mit dem Blade Set in grün oder blau bietet SKS eine Lösung an, die nur wenig Kompromisse erfordert. Die farblich abgesetzten Spoiler der bewährten Mudguards Shockblade und X-Blade sollen nicht nur den Spritzschutz verbessern, sondern aufgrund des weicheren Kunststoffmaterials gleichzeitig als Kantenschoner beim Auf- und Absteigen dienen.

Flexibel und bruchsicher: SKS Blade Set aus 2-Komponenten Kunststoff

Gefertigt sind die Schutzbleche aus einem 2-Komponenten Kunststoff. Auffallend ist die hohe Flexibilität des Materials. Obwohl die Schutzbleche sehr formbeständig sind, geben diese bei einwirkenden Kräften von außen nach und nehmen danach sofort wieder ihre ursprüngliche Form an. Das Ganze geschieht ohne bleibende Schäden. Für den MTB Bereich natürlich optimal, da ein Sturz nie ausgeschlossen werden kann. Ausgelegt ist das Set für 29″ Laufräder, passt aber auch hervorragend für 27,5″ Bikes. Die empfohlene Reifenbreite beträgt zwischen 2.0″ und 3.0″, das von uns nachgemessene Gewicht liegt bei 108 Gramm (vorne) bzw. 228 Gramm (hinten). Werte, die selbst Leichtbau-Fanatiker überzeugen dürften.

Quick-Release-Adapter gewährleistet eine einfache und schnelle Befestigung

Überzeugend ist auch die Montage der Schutzbleche am Bike oder E-Bike. Für die Befestigung des Shockblades muss vor der ersten Fahrt ein Quick-Release-Adapter von unten im Gabelschaft montiert werden. Für unterschiedliche Durchmesser liegen verschiedene Konus-Adapter bei – sogar an den dafür benötigten Innensechskantschlüssel wurde gedacht. Danach wird das Shockblade einfach nur noch aufgeschoben oder – für die Demontage – runtergezogen. Eine geniale Lösung! Weitere Einstellungen sind nicht erforderlich, wodurch wir uns jetzt direkt dem hinteren Schutzblech zuwenden können.

Mit wenigen Handgriffen am Bike oder E-Bike montiert: Das hintere X-Blade Schutzblech

Das hintere X-Blade wird lediglich mittels eines Spanngurts und Spannbügels an der Sattelstütze befestigt. Der Spanngurt lässt sich mit wenigen Handgriffen den Anforderungen entsprechend anpassen, danach muss nur noch der Spannbügel ein- und umgelegt werden. Das geht echt schnell von der Hand und ermöglicht so eine unglaublich schnelle Montage bzw. Demontage des hinteren Schutzblechs. Abschließend kann im letzten Schritt noch der Winkel und Abstand zum Hinterrad eingestellt werden. Hierfür wird ein 4 mm Innensechskantschlüssel benötigt, der in diesem Fall allerdings nicht zum Lieferumfang gehört.

SKS Blade Set im Test: Der Regen kann kommen

Das Set begeistert durch einen sehr guten Schutz. Besonders das äußerst unangenehme Durchnässen der Hose im Po-Bereich gehört mit dem X-Blade der Vergangenheit an. Gleiches gilt für den Rückenbereich, wodurch ein schnelles Auskühlen verhindert wird. Der auf der Innenseite gummierte Spanngurt gewährleistet selbst auf schlechteren Wegstrecken einen sicheren Halt. Da verrutscht nichts. Einen ebenso souveränen Eindruck hinterlässt das vordere Shockblade. Der Fender sitzt perfekt und bietet einen guten Schutz vor hochspritzendem Wasser und Dreck. Lediglich bei den Schuhen muss für zusätzlichen Schutz in Form von wasserdichten Socken etc. gesorgt werden. Ein Traum: Das Gesicht und die Brille werden nicht mehr eingesaut, das alleine ist die Sache schon wert!

Fazit SKS Blade Set

Das SKS Blade Set lässt sich mit wenigen Handgriffen schnell am Bike oder E-Bike montieren und bietet einen sehr guten Schutz. Ebenfalls auf hohem Level präsentieren sich die Verarbeitungsqualität sowie das coole Design.

Produktdetails SKS Blade Set 29 Zoll

  • Erhältlich in zwei Farboptionen: Schwarz/grün oder schwarz/blau (im Test)
  • Gewicht: 108 Gramm (vorne) / 228 Gramm (hinten)
  • Material: 2-Komponenten Kunststoff
  • Montage: Quick-Release-Adapter (vorne) / Spanngurt-Spannhebel (hinten)
  • Preis: 44,99 Euro

Web: www.sks-germany.com

Sigma iD.FREE: Die Multisportuhr mit Navigation, Crash Alert und Herzfrequenzmessung im Test

Sigma iD.FREE: Die Multisportuhr mit Navigation, Crash-Alert und Herzfrequenzmessung im Test

Die Sigma iD.FREE Multisportuhr besticht durch eine Vielzahl an Funktionen. Auf dem smarten Alleskönner sind nicht weniger als sechs Sportprofile wie Radfahren und Laufen installiert. Sinnvolle Features wie Höhenmessung, Wettertrend und Kompass sollen Outdoor-Enthusiasten bei ihren Aktivitäten unterstützen. Selbst ein Crash Alert ist mit an Bord. Und das Ganze gibt es für knapp 170 Euro. Kann die Multisportuhr allerdings wirklich überzeugen?

Mit Blick auf die vielen Funktionen der Sigma iD.FREE Multisportuhr ist der Preis von knapp 170 Euro schon sehr klein. Sportuhren anderer Hersteller mit vergleichbaren Funktionen kosten deutlich mehr und machen dieses Modell nicht nur für Sparfüchse interessant. Wir konzentrieren uns in diesem Test auf die für das Biken wichtigen Ausstattungsmerkmale. Dazu gehören unter anderem GPS Empfang, Navigation, Bedienbarkeit und Ablesbarkeit. Zum Lieferumfang gehört eine SnapOn Bike Mount Befestigung, die eine schnelle und einfache Platzierung der Multisportuhr am Lenker ermöglicht. Natürlich kann die Uhr alternativ auch am Handgelenk getragen werden, aber wie gesagt: Bei uns dreht sich alles ums Biken.

Bis ins kleinste Detail nachvollziehbare Touren

Gesteuert wird die Multisportuhr über vier Tasten. Nach kurzer Eingewöhnung lässt sich schnell durch die Menüs blättern und Einfluss auf individuelle Daten nehmen. Mit einem Anzeigefeld von 24 x 21 mm ist die 42 Gramm leichte Smartwatch wirklich smart. Die Ablesbarkeit ist dank der hochauflösenden und kontrastreichen Darstellung dennoch sehr gut. Besonders bei der Navigation ein Muss, da die am Lenker befestigte Uhr recht weit von den Augen entfernt ist. Lediglich die etwas kleiner und nicht fett abgebildeten Ziffern lassen sich schlecht ablesen. Im Dunkeln lässt sich mittels der beiden unteren Tasten die Hintergrundbeleuchtung anschalten. Diese erlischt nach wenigen Sekunden automatisch. Für die Navigation im Dunkeln eher suboptimal.

Sigma iD.FREE: Die Multisportuhr mit Navigation, Crash-Alert und Herzfrequenzmessung im Test

Um die Sigma iD.FREE Multisportuhr optimal nutzen zu können, empfiehlt sich auf jeden Fall die Anbindung an das Smartphone und/oder den heimischen PC. Sigma stellt diesbezüglich zwei kostenfreie Anwendungen zur Verfügung: Das Sigma Data Center für den PC und die Sigma Link App. Die App zeigt eine Übersicht aller Daten, das Data Center bietet viele zusätzliche Funktionen. So ist hier nicht nur eine detaillierte Analyse der Daten möglich, sondern auch der Datenaustausch. Geplante und gefahrene Touren lassen sich bis ins Detail nachvollziehen und die Kartenansicht lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Wer die Sigma iD.FREE Multisportuhr nutzt, sollte sich also unbedingt die PC Software installieren. Die Anbindung an die Sigma Cloud ist möglich, aber kein Muss.

Doch zurück zur Uhr. Ein zuverlässiger GPS-Empfang ist für uns unabdingbar. Nicht nur für die Navigation durch fremde Gefilde, sondern auch im Falle eines Crashs. Diesbezüglich können wir bei der Sigma iD.FREE grünes Licht geben. Die Verbindung ist stabil und selbst in den tiefsten Wäldern der Eifel konnten wir zu keiner Zeit ein Problem mit dem Empfang feststellen. Lediglich der erstmalige Aufruf zu Beginn einer Tour lässt dann das eine oder andere Mal etwas auf sich warten. Das geht bei den Sigma Bike-Computern der ROX Modellreihe wesentlich schneller. Sobald die Verbindung steht, überzeugt diese allerdings durch Zuverlässigkeit. Ein sicheres Navigieren ist mit der Uhr also kein Problem.

Sigma iD.FREE Multisportuhr mit Navigation und barometrischer Höhenmessung

Da es sich um ein Monochrome-Display handelt, geschieht die Navigation lediglich per Richtungsanzeige. Für eine bessere Orientierung zeigt eine feine Linie den weiteren Verlauf der Strecke an. Beim Verlassen des Tracks wird eine Warnmeldung eingeblendet. Übertragen wird die geplante Tour vorab über das Sigma Data Center oder die Sigma Link App. Eine weitere Möglichkeit bietet die Anbindung des Smartphones in Verbindung mit der Komoot App. Die Abbiegehinweise werden dann direkt auf der Sigma iD.FREE angezeigt und optisch durch das Smart Light unterstützt. Ein weiteres Feature bei der Navigation ist die Möglichkeit des Setzens individueller POIs auf dem Track. Bei Erreichen der jeweiligen Position erscheint auf dem Display eine Notiz.

Die genaue Angabe erkämpfter Höhenmeter steht und fällt bei vielen Apps durch die Messung per GPS. Wer genaue Angaben möchte, sollte auf eine barometrische Höhenmessung zurückgreifen. Auch in diesem Punkt weiß die Sigma iD.FREE Multisportuhr durch die integrierte Funktion zu überzeugen. Ebenfalls positiv fallen die konfigurierbaren Sportprofile auf. Fünf Datenseiten mit bis zu drei Datenfeldern ermöglichen einen schnellen Blick auf die gewünschten Anzeigedaten. Mehr als drei Datenfelder machen angesichts des recht kleinen Displays auch keinen Sinn. Die Auswahl der möglichen Datenfelder ist sehr umfangreich und beinhaltet unter anderem ein Höhenprofil und einen Wettertrend.

An feinen Detaillösungen spart die Uhr trotz des überschaubaren Preises nicht. So reduziert der leicht erhöhte Rand die Gefahr von Kratzern im Display. Auch optisch lässt sich mit wenig Aufwand ein großer Effekt erzielen. Dank der Schnellverschlüsse lassen sich die Silikonarmbänder schnell austauschen. Sigma bietet diesbezüglich optional passende Armbänder in weiteren Farben an. Ein zusätzliches Feature ist der Crash Alert, den wir glücklicherweise nicht in der Praxis testen konnten bzw. mussten. Funktionieren soll das Ganze so: Sobald die iD.FREE einen Sturz erkannt hat, kann der Nutzer innerhalb von 30 Sekunden dem System eine Rückmeldung geben. Geschieht dies nicht, werden die als Notfallkontakte hinterlegten Nummern per SMS benachrichtigt.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten

Als Multisportuhr geizt die bis 50 Meter wasserdichte Sigma iD.FREE nicht mit einem vielfältigen Funktionsumfang. Die Herzfrequenzmessung per PPG-Sensor am Handgelenk ermöglicht ein effizientes Training und mit Hilfe ausgewählter Trainingsprogramme können bestimmte Ziele leichter erreicht werden. Im Alltag bietet das Activity Tracking einen Blick auf die zurückgelegten Schritte und die dabei verbrauchten Kalorien. Sogar eine Überwachung der Schlafphasen ist möglich. Der Einsatzbereich der Uhr ist so immens breit, dass eine komplette Beschreibung den Umfang dieses Tests weit überschreiten würde. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten.

So gefällt uns nicht, dass sich die Sigma iD.FREE nicht ausschalten lässt. Da die Akkulaufzeit ziemlich knapp bemessen ist, muss die Uhr selbst bei Nichtgebrauch vor der nächsten Tour unbedingt geladen werden. Mit GPS und Pulsmessung lässt sich die Uhr knapp 8 Stunden im Dauerbetrieb nutzen. Smart Notifications sind natürlich eine tolle Sache, doch die dem smarten Display geschuldeten kleinen Schriftzeichen erschweren das Lesen der eingehenden Nachrichten. Verbesserungswürdig ist auch die Synchronisation mit dem Smartphone, die klappt leider nicht immer auf Anhieb und muss dann wiederholt werden.

Fazit

Trotz des niedrigen Preises kann die Sigma iD.FREE in vielen Belangen mit teureren Modellen mithalten. Positiv hervorzuheben sind das schlanke Erscheinungsbild, die gute Verarbeitung und die vielen Funktionen. Besonders die Navigation und der Crash Alert bieten beim Biken einen absoluten Mehrwert. Der SnapOn Bike Mount Sockel ermöglicht zudem eine schnelle und unkomplizierte Befestigung am Lenker. Die Akkulaufzeit geht angesichts des Preises in Ordnung, etwas mehr würde der Multisportuhr aber gut zu Gesicht stehen.

Produktdetails Sigma iD.FREE

  • Gewicht: 42 Gramm
  • Größe: Etwa 52 x 35 x 13 mm (inklusive Bedienknöpfe und Befestigungssockel Armband)
  • Anzeigefeld: 24 x 21 mm
  • Material Display: Mineralglas
  • Material Arband: Silikon
  • Wasserdicht: Bis 5 ATM (50 Meter)
  • Verfügbare Farben: Plum (im Test), Gray, Green, Blue
  • Lieferumfang: SnapOn Bike Mount, Ladekabel
  • Preis: 169,95 Euro

Web: https://www.sigmasport.com

SIGMA Buster 2000 HL im Test – Bring on the night!

Endlich ist es soweit – die Bike Saison 2022 hat begonnen, und auch in diesem Jahr stehen spannende Night Rides und 24h Rennen auf dem Programm. Da darf gutes Equipment nicht fehlen! Die Helmleuchte SIGMA Buster 2000 HL verspricht mit satten 2000 Lumen und einer Brenndauer von bis zu 20 Stunden ein guter Begleiter für jeden Night Ride zu sein. Wir haben das gute Stück getestet.

Technik, die begeistert.

Im Lieferumfang der SIGMA Buster 2000 HL sind neben der Helmleuchte selbst viele gutdurchdachte Einzelteile enthalten. So findet sich in der schicken Umverpackung unter anderem ein leistungsstarkes Battery Pack, das mittels vierstufigem Indikator seinen Ladezustand anzeigt. Mit Hilfe zweier Silikon Straps lässt sich die ca. 330 Gramm leichte Batterie sicher und kratzfrei am Rahmen befestigen. Bei Verwendung als Helmlampe, dafür ist die SIGMA Buster 2000 HL ja gedacht, ziehen wir aus Sicherheitsgründen jedoch die Verwahrung des Battery Packs mittels des mitgelieferten Verlängerungskabel im Rucksack vor.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist eine kleine, kabellose Remote Control, die sich mit einem O-Ring einfach am Lenker anbringen lässt und die Bedienung der SIGMA Buster 2000 HL durch fluoreszierender Tasten auch im Dunkeln ermöglicht. Zur Fixierung der Helmleuchte finden sich drei verschiedene Halterungen: Ein universeller Silikon-Strap, ein Helmhalter mit Klettverschluss sowie ein GoPro Adapter. Eine Lenkerhalterung gehört leider nicht zum Lieferumfang. Doch das nicht ohne Grund, wie wir von SIGMA erfuhren.

„Die Lenkerhalterungen werden in Deutschland nicht mitgeliefert, da die BUSTER-Leuchten Serie wegen der StVZO vom Gesetzgeber her nicht am Lenker angebracht werden dürfen. Im Ausland sind die Busters als Helm- und Lenkerleuchten erhältlich.“ – SIGMA-ELEKTRO GmbH

Die SIGMA Buster 2000 HL selbst wirkt durch ihr schlichtes Design und die eloxierte Aluminiumoberfläche mega edel! Sie drückt mit nur 112 Gramm auf unsere Waage und verfügt über insgesamt 7 Leuchtmodi, mit 2000 Lumen im High Power Modus. Leuchtmittel ist das sogenannte Cree LED, das sich durch geringen Stromverbrauch und eine lange Lebensdauer auszeichnet.

Einfache Montage.

Auch wenn die Vielzahl des Zubehör anfangs fast etwas unübersichtlich wirkt, ist die Montage der SIGMA Buster 2000 HL dann doch denkbar einfach und unkompliziert. Die Lampe wird auf der Führungsschiene der Helmhalterung fixiert und diese mittels Klettband an den Belüftungslöchern des Helms befestigt. Das klappt einwandfrei und hält erstaunlich zuverlässig. Die Kabel der Helmleuchte und des Battery Packs werden per praktischem Stecksystem verbunden. Sowohl Batterie als auch Lampe sind übrigens spritzschutzgeschützt nach IP44.

Ja, das zusätzliche Gewicht auf dem Kopf wirkt anfangs etwas ungewohnt, vergisst man aber doch recht schnell.

Starke Leistung.

SIGMA verspricht nach einer Ladezeit des Battery Packs von 5h eine maximale Leuchtdauer von unglaublichen 20h im Eco Modus und 2,5h im High Power Modus. Weitere 5 Leuchtmodi stehen dem Rider zur Verfügung, die mittels Klick auf der Fernbedienung oder an der Lampe selbst gewechselt werden können. Die vom Hersteller angegeben Zeiten konnten wir im Versuch (bei Raumtemperatur) nachvollziehen. Die Lampe erhitzte sich dabei zwar recht stark, die Wärmeentwicklung war im „echten“ Einsatz dank Kühlrippen und Fahrtwind allerdings kein Thema mehr.

Fazit

Robustes und kompaktes Powerpaket, tolle Ausstattung, praktische und durchdachte Features wie USB Port am Battery Pack und Fernbedienung. Dazu eine satte, homogene Ausleuchtung und ein leistungsstarker 6400 mAh Akku mit langem Atem. Hoher Tragekomfort. Perfekt für die abendliche Gravel Runde, und in Kombination mit der SIGMA Buster 700 HL am Lenker überzeugend für anspruchsvolle, trail-lastige Rides! Einziges klitzekleines Manko: die Schaltlogik. Man muss nacheinander sich durch alle 7 Leuchtmodi durchklicken, was mitunter etwas nervt. Weniger wäre hier vielleicht tatsächlich mehr. Tolles Feature des Battery Packs: ein USB Port ermöglicht das Laden anderer Geräte.

Korrektes Preis Leistungsverhältnis. Daumen hoch – night rides, wir kommen!

Produktdetails SIGMA Buster 2000 HL:

  • 7 Lichtmodi
    • High Power (2000 Lumen, 2,5h)
    • Power (1300 Lumen, 5h)
    • Standard (600 Lumen, 10h)
    • Eco (300 Lumen, 20h)
    • Blinkmodi: Flash (9h), Pulse (11h), SOS (10h)
  • Leuchtweite: 200 Meter
  • Gewicht: 105 Gramm
  • Spritzwassergeschützt IP44
  • Ladezeit 5h
  • Akku Kapazität: 6400 mAh
  • Lieferumfang
    • Lampe
    • Battery Pack
    • Ladegerät
    • Remote Control
    • Verlängerungskabel
    • Helmhalterung
    • Actioncam-Halterung

https://www.sigmasport.com/de/startseite

MTB 24-Stunden-Rennen: Die Termine 2022

24h Mountainbike-Rennen am Alfsee

  • Austragungsort: Rieste / Alfsee
  • Termin: 20.05. – 22.05.2022
  • Web: 24h-alfsee.de

24h MTB Race München

Bulls Night on Bike

  • Austragungsort: Radevormwald / Bergisches Land
  • Termin: 17.06. – 19.06.2022
  • Web: www.night-on-bike.de

Heavy24

Stöffel Race

2much4you

Driedorfer 24 Stunden Mountainbike Rennen

Rose 24 Stunden von Duisburg

SIGMA Buster 700 HL Helmleuchte im Test- wenn die Nacht zum Tag werden muss

Sigma Buster 700 HL

Als Frischluftfanatikerin hat man‘s im Winter nicht gerade leicht. Nass- bis eisigkaltes Wetter, in der Eifel gern von Oktober bis März, ist an sich schon schlimm genug. Das kurze Zeitfenster, an dem so etwas ähnliches wie Tageslich durch das Fenster dämmert, gibt dem inneren Schweinehund den Rest. Rolle fahren oder Indoor Cycling sind maximal second best, eigentlich aber keine Option. Was also tun, um nach Feierabend doch noch eine Runde drehen zu können? Licht muss her – und um mir meine Angst vor Schatten und Dunkelheit zu nehmen sogar eine ganze Menge. Die Sigma Buster 700 HL verspricht viel Licht für wenig Geld – also ab auf den Helm oder an den Lenker und los gehts!

Die Sigma Buster 700 HL ist ein kleines, 145 Gramm leichtes  Powerpaket, das bis zu 700 Lumen und 100 Meter Leuchtweite schafft. Der integrierte Li-Ionen Akku ist nach 4,5 Stunden mit Standard-Micro-USB Kabel aufgeladen, die Brenndauer langt je nach Leuchtmodus von 2 Stunden (Power – 700 Lumen) über 8 Stunden (Eco – 170 Lumen) bis hin zu 18 Stunden (Flashmodus – wofür braucht man den eigentlich?). Der Einschaltknopf dient gleichzeitig auch als Ladeindikator – das integrierte LED leuchtet unterhalb von 71% Akku-Kapazität grün, bei weniger als 30% rot. Im Lieferumfang enthalten ist eine Universal-Helmhalterung, die eine horizontale Verstellung am Helm ermöglicht.

Hochwertig verarbeitet, einfache Montage!

Die Sigma Buster 700 HL wirkt sehr hochwertig und gut verarbeitet. Die Helm- oder auch Lenker-Montage ist schnell erledigt – sie lässt sich ohne große Friemelei denkbar einfach und ohne zusätzliches Werkzeug bewerkstelligen; dank des Klettbandes hält die Lampe sicher und bombenfest – sogar stundenlang (wir waren hier zunächst etwas skeptisch). Die Bedienung überzeugt, das Ein- und Ausschalten sowie der Lichtmodus-Wechsel ist simpel und intuitiv über einen einzigen Knopf möglich und funktioniert auch einwandfrei mit Handschuhen. Soweit, so gut.

Sigma Buster 700 HL

Und wie sieht es mit der Leuchtkraft aus?

700 Lumen sind schon eine ganze Menge Licht, und speziell für meine Bedürfnisse bei der dunklen Feierabendrunde über den Fahrradweg mehr als ausreichend. Der Lichtkegel genügt, um entfernte Hindernisse rechtzeitig gut wahrnehmen können, seien es größere Beschilderungen oder auch Zweige auf dem Schotterboden. An das zusätzliche Gewicht auf dem Kopf gewöhne ich mich schnell, und ich fühle mich ausreichend sicher auf meiner Hausrunde. Die vom Hersteller angegebene Brenndauer passt und reicht gut aus. Auf Waldwege und Trails traue ich mich damit allerdings noch nicht. Hier müsste vielleicht noch eine zweite Lichtquelle für mehr Ausleuchtung sorgen.

Fazit Sigma Buster 700 HL

Man kann mit dem handlichen Powerpaket einfach nichts falsch machen. Für die geringe Größe und das kleine Gewicht leistet die Sigma Buster 700 HL erstaunlich viel Licht, und das zum kleinen Preis. Die Helmlampe ist für den nächtlichen Einsatz auf Straßen oder Feldwegen völlig ausreichend. Geht‘s beim Nightride eher traillastig zu, braucht es aber doch ein paar mehr Lumen am Helm. Die Sigma Buster 700 ist dann eine top Ergänzung für den Lenker. Klare Kaufempfehlung!

Produktdetails Sigma Buster 700 HL

  • 4 Lichtmodi: Power (700 Lumen), Standard (350 Lumen), Eco (170 Lumen), Flash (700 Lumen)
  • Leuchtweite 100 Meter
  • Gewicht 145 Gramm
  • Spitzwassergeschützt IPX4
  • Ladezeit 4,5h
  • Max. Brenndauer: 2h (Powermodus) – 18h (Flashmodus)
  • https://www.sigmasport.com

Baiki – hält dein Zeug an deinem Fahrrad – oder? Test

Keine Feierabendrunde ohne Gretchenfrage: Riskier‘ ich’s ohne, oder muss der Rucksack mit? Aus der Not entstand die Idee des Start-Up Gründers Mathias Kimmling: Baiki, ein universelles Silikonband in Bikeform, praktisch, stylisch und erschwinglich, das Ersatzschlauch und Regenjacke sicher am Bike befestigen soll.

baiki

Baiki ist ein elastisches Silikonband, das dank seiner besonderen Form unzählige Befestigungsmöglichkeiten am Fahrrad bieten soll – seien es Teile der Ausrüstung wie Luftpumpe, Schlauch oder Handy, seien es Fixierungen von Lampe oder Helm als provisorische Reparatur unterwegs. Mit gerade mal 10 Gramm Eigengewicht soll das Allroundtalent bis 800 Gramm belastbar und bis zu 250% seiner Größe dehnbar sein.

baiki

Baiki ist definitiv ein echter Hingucker. Im Test hatten wir das Baiki Farbset zum Preis von 22,99 Euro mit vier Baikis, umweltschonend verpackt und mit kurzer Anleitung, in den Farben pink, blau, weiß und schwarz. Die Montage scheint denkbar einfach: Teile des flexiblen Materials werden am Rahmen des Bikes befestigt, zusätzliches Werkzeug wird dazu nicht benötigt; aus den Rädern entstehen so Schlaufen von ca. 5 cm Durchmesser, die Gegenstände sicher fixieren sollen.

baiki

In der Praxis mussten wir zunächst schon ein bisschen friemeln, und die Montage am Rahmen unseres Mountainbikes funktionierte aufgrund des größeren Durchmessers nicht auf Anhieb. Mit ein bisschen Übung ließen sich Regenjacke und Fahrradschlauch aber schließlich problemlos fixieren – und blieben auch bei längeren Singletrails über Stock und Stein an Ort und Stelle. Baiki hielt auch der Belastungsprobe durch die Wasserflasche stand, überzeugte uns hier aber nicht zu 100%: Zum einen mussten wir auf einen schnellen Zugriff während der Fahrt verzichten, den ein Flaschenhalter ermöglicht. Zum anderen schaukelte die Flasche bei stärkeren Unebenheiten und klapperte am Rahmen.

Nach jedem Einsatz zog sich Baiki übrigens wieder einwandfrei zu seiner Ausgangsgröße und -form zurück.

Fazit Baiki

Mega Idee – stylisch, praktisch, strapazierfähig und vielfältig einsetzbar. Sehen wir in erster Linie für den urbanen (Rennrad-) Einsatz und zum Transport leichter Gegenstände wie Regenjacke oder Schlauch. Bei ruppigeren MTB-Touren oder schweren Gegenständen greifen wir zwar immer noch lieber zum Rucksack, haben Baiki für ‚Notfälle‘ aber von nun an immer dabei. Faires Preis-Leistungsverhältnis!

Produktdetails Baiki

  • Erhältlich in pink, blau, weiß und schwarz
  • Gewicht: etwa 10 Gramm
  • Einzelpreis: 7,49 Euro bzw. 7,99 Euro im Geschenkumschlag
  • www.baiki.eu

Werkstatt: Ergonomie von Gravel- und CX-Bikes verbessern

Plagende Rückenschmerzen, ein steifer Nacken oder ein schmerzendes Gesäß können selbst bei epischsten Ausfahrten das Fahrvergnügen ordentlich ausbremsen. Um langfristig mit dem Gravel- oder CX-Bike Spaß zu haben, sollte daher der Komfort nicht zu kurz kommen. Mit dem Lenker, dem Sattel und den Pedalen hat der Biker lediglich drei Kontaktpunkte zum Fahrrad. Wir wollen uns die „Problemstellen“ genauer anschauen und zeigen, wie Ihr an Eurem Gravel- und CX-Bike die Ergonomie für ein Plus an Fahrkomfort verbessern könnt.

Unterschiedliche Lenkermodelle: Vorne Gravel Lenker, hinten herkömmlicher Rennradlenker

Der Fahrradsattel

Viele Radfahrer plagt das Problem, dass auf längeren Touren irgendwann das Gesäß bzw. der Genitalbereich taub wird oder gar schmerzt. Abhilfe schafft hier oftmals ein ergonomisch angepasster Sattel. Wichtig sind grundsätzlich – und das gilt für alle Fahrrad-Sättel – der angedachte Einsatzbereich und die optimale Größe. Die benötigte Sattelbreite ist wiederum abhängig von den Sitzknochen. Anhand der Körperstatur lässt sich die ideale Breite des Sattels allerdings nicht festlegen. Für Online-Shopper besteht bei den Versendern meist die Möglichkeit, Sattelbreite und Modell aufgrund der Körpermaße und des Fahrstils unkompliziert berechnen zu lassen. Eine noch komfortablere Bestimmung des Sitzknochenabstandes bietet der Sattelspezialist Ergon an: Im Laden können Kunden hierfür auf die Messung mit einem digitalen Messgerät zurückgreifen. Fachhändler vor Ort sind ebenfalls eine sehr gute Anlaufstelle für den Kauf eines Sattels – inklusive einer ordentlichen Beratung. Ist der Abstand bekannt, kann basierend darauf schnell der individuell passende Sattel ermittelt werden. Bei der nachfolgenden Montage des neuen Sattels ist unbedingt auf die richtige Einstellung zu achten.

Ergonomischer Rennradsattel der Marke Ergon

Faustregel: Je aufrechter die Sitzhaltung, desto stärker liegen die Probleme im Sitzbereich. Je geneigter die Sitzposition, desto mehr verlagern sich die Schmerzen nach vorne in Richtung Genitalbereich. Rennradsättel sind aufgrund der geneigteren Sitzhaltung schmaler ausgeführt, der Sattel am Touren-MTB muss wegen der aufrechteren Sitzposition mehr Körpergewicht tragen und deshalb mehr Fläche bieten.

Der Lenker

Einschlafende Hände oder kribbelnde Finger sind ebenfalls häufig beklagte Probleme. Der Lenker und sogar das Lenkerband haben einen entscheidenden Einfluss auf den Fahrkomfort. Bei körperlichen Problemen gilt es daher, die Handgelenke und Karpaltunnel zu entlasten. Wenn das Handgelenk abknickt, steigt das Risiko für einschlafende Hände. Die richtige Sitz- und Griffposition entlastet Arme, Nacken und Schulterbereich gleichermaßen. Die meisten Gravel-Bikes kommen bereits serienmäßig mit einem sogenannten Gravel Lenker. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Rennradlenker verfügen Gravel Lenker über einen ausgestellten Unterlenker. Diese Ausstellung wird im Fachjargon „Flare“ genannt und fällt je nach Modell und Hersteller mehr oder weniger ausgeprägt aus. Lenker mit Flare bieten eine weitaus angenehmere Griffhaltung und entlasten die Handgelenke. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Lenker neben dem Plus an Komfort auch wesentlich mehr Kontrolle auf ruppigeren Wegstrecken bieten.

Gravel Lenker von Rose
Der „nackte“ Rose Race Attack Gravel-R Lenker mit großer Auflagefläche am Oberlenker (noch) ohne Lenkerband

Wie unterschiedlich die Gravel Lenker ausfallen können, zeigt ein Blick auf drei Modelle – im Handel sind natürlich viele weitere Modelle und Ausführungen verfügbar. Einen besonders preiswerten Gravel Lenker bietet die Decathlon Eigenmarke B’Twin an. Der Flare des 440 mm breiten Lenkers beträgt 16°, weitere Ausstattungsmerkmale sind 70 mm Reach und 130 mm Drop. Der kurze Reach sorgt für eine aufrechtere Sitzposition, Drop gibt den Abstand zwischen Oberlenker und Unterlenker an. Extrem breit aufgestellt ist der Acros Gravel Lenker mit 25° Flare. Am Oberlenker misst der Lenker ebenfalls 440 mm, der Reach fällt mit 55 mm noch kürzer aus. Der Abstand zwischen Ober- und Unterlenker beträgt 129 mm. Die goldene Mitte zwischen den beiden genannten Modellen – auch preislich – trifft der Rose Race Attack Gravel-R Lenker. Die technischen Daten des Lenkers lassen sich wie folgt zusammenfassen: 440 mm Breite, 21° Flare, 138 mm Drop und 87 mm Reach. Der Lenker verfügt zudem über eine große Auflagefläche am Oberlenker, eine 10° Kröpfung nach vorne (Frontsweep) sowie eine 5° Kröpfung nach unten (Downsweep) – wertvolle Eigenschaften, die den Griffkomfort zusätzlich steigern.

Gravel Lenker mit ergonomischer Handauflage
Lenker mit ergonomischer Handauflage, das Gel-Komfort-Lenkerband minimiert Vibrationen

Faustregel: Je kürzer der Reach, desto aufrechter die Sitzposition.

Der Vorbau

Zu den elementaren Bestandteilen der Lenkzentrale gehört natürlich auch der Vorbau. Bedarf der Umbau eines Lenkers noch ein wenig Zeit und Hingabe, kann der Austausch des Vorbaus mit nur wenigen Handgriffen erfolgen. Im Handel finden sich eine Vielzahl an unterschiedlichsten Modellen und Ausführungen. Wer lediglich die Höhe des Lenkers ändern möchte, kann dies eventuell sogar mit dem am Fahrrad verbauten Spacern (die „Platzhalter“ unter und/oder über dem Vorbau). Sollte dies nicht möglich sein oder weiterreichende Eingriffe bezüglich der Sitzposition gewünscht werden, kommt nur ein anderer Vorbau in Frage. Doch auch hier kann eventuell die bereits verbaute Komponente verwendet werden. Sollte es sich nicht um eine 0° Ausführung handeln und der Vorbau zudem negativ montiert sein (also nach unten zeigen), kann dieser natürlich umgedreht montiert werden. Beachtet werden sollte unbedingt, dass jegliche Änderungen an der Lenkzentrale auch Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben.

Kürzerer und steilerer Vorbau mit unten liegenden Spacern

Faustregel: Ein kürzerer und/oder höherer Vorbau sorgt für eine aufrechtere Sitzhaltung.

Lenkerband und Reifen

Es hört sich fast marginal an, doch auch mit dem Lenkerband könnt Ihr Einfluss auf den Fahrkomfort nehmen. Gel-Komfort-Lenkerbänder reduzieren die auf Finger und Handgelenk wirkenden Vibrationen und dämpfen leichte Stöße. Nebenbei bieten Lenkerbänder aufgrund der vielen erhältlichen Farbvariationen und Designs eine preisgünstige Möglichkeit der optischen Individualisierung des Bikes. Ein Blick lohnt auch auf die Reifen. Die am Gravel-Bike verbauten breiteren Reifen gewährleisten nicht nur mehr Grip und Traktion, sondern auch eine verbesserte Dämpfung gegenüber herkömmlichen Rennrad- und CX-Reifen. Wer auf einen breiteren Reifen umsteigen möchte, sollte natürlich nicht die Reifenfreiheit des Rahmens aus den Augen verlieren. Während Gravel-Bikes von Haus aus bereits für breitere Reifen ausgelegt sind, kommen CX-Bikes oftmals noch mit schmalem Hinterbau. Bei den Gabeln gibt es meist weniger Probleme.

Gravel Reifen
Breitere Gravel Reifen wie hier der Maxxis Ravager (700x40c) sorgen für ein Plus an Dämpfung

Faustregel: Eine voluminöse Bereifung bietet mehr Komfort, allerdings müssen die Gabel bzw. der Rahmen für die Verwendung eines breiteren Reifens vorgesehen sein.

Alle Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!

Triban RC 520 Gravel: Das erste Gravel-Bike von Decathlon im Test

Vor etwa einem Jahr launchte das französische Unternehmen Decathlon die neue Rennradmarke Triban. Im Sortiment für komfort-orientierte Fahrer findet sich auch das Triban RC 520 Gravel, das erste Gravel-Bike der Marke. Mit einem Preis von 999,99 Euro setzt Decathlon den Preis erneut sensationell niedrig an. Kann das Triban RC 520 Gravel aber in der Praxis überzeugen?

Triban RC 520 Gravel

Mit der Schaffung vieler kleiner Eigenmarken hat Decathlon die ideale Basis geschaffen, noch individueller auf die unterschiedlichen Anforderungen verschiedenster Sportarten einzugehen. Vor etwa einem Jahr holte das französische Unternehmen erneut zum Schlag aus und launchte direkt zwei neue Rennradmarken. Unter dem Markennamen Triban finden sich Rennräder, bei denen Komfort auch auf längeren Strecken im Vordergrund steht. Ambitionierte Sportlerbedürfnisse bis hin zum Wettkampf deckt hingegen die Marke Van|Rysel ab.

Die neuen Triban RC Road-Cycling Modelle sollen sowohl Einsteiger als auch Allrounder ansprechen. Mit Preisen ab 259,99 Euro setzt die französische Marke die Mitbewerber natürlich mächtig unter Druck. Auch beim Triban RC 520 Gravel, dem einzigen Gravel-Bike im Sortiment, setzt Decathlon mit 999,99 Euro den Preis sensationell niedrig an. Für das Geld bekommt der Käufer ein optisch sehr ansprechendes und durchdacht designtes Rennrad, selbst der Blick auf die verbauten Parts weiß zu begeistern.

Triban RC 520 Gravel

Herzstück des Triban RC 520 Gravel ist der Triban-Evo-Rahmen aus 6061 T6 Aluminium. Hierbei handelt es sich um den gleichen Rahmen wie bei den Rennrädern RC 500/520. Das Gravel-Bike profitiert somit von einer dem gewünschten Einsatzbereich nicht unbedingt abträglichen Touren-freundlichen Geometrie mit vergleichsweise kurzem Oberrohr und höherem Stack. Die verbaute Triban-Evo-Gabel verfügt über Carbon-Holme und einen Alu-Schaft. Komplettiert wird der positive Eindruck durch die Möglichkeit des Anbringens von Schutzblechen und Gepäckträgern.

Ausgelegt ist der Triban-Evo-Rahmen für Reifen bis 36 Millimeter, das ist schon recht knapp bemessen und schränkt letztendlich die Auswahl an möglichen Gravel-Reifen enorm ein. Von Werk aus rollt das Decathlon Gravel-Bike auf Hutchinson Override 35 Reifen. Obwohl die Pneus samt den Triban Laufrädern Tubeless Ready sind, kommt das RC 520 Gravel serienmäßig mit Schläuchen. Ein Umbausatz mit Tubeless-Ventilen, Felgenbändern und Pannenschutzflüssigkeit ist auf Wunsch allerdings optional erhältlich.

Beim Schalten kann sich der Fahrer auf die Zuverlässigkeit der bewährten Shimano 105 R7000 Gruppe verlassen. Aus dieser stammen Schalthebel, Umwerfer und Schaltwerk. Ausgestattet mit zwei Kettenblättern (50/34) und 11/32 Kassette stehen 22 Gänge mit einem recht breiten Übersetzungsbereich zur Verfügung. Selbst steilere Anstiege im Mittelgebirge lassen sich so noch bewältigen. Über die präzisen Schaltvorgänge müssen angesichts der verbauten Komponenten keine Worte verloren werden – die Schaltung funktioniert einfach!

Triban RC 520 Gravel

Ebenso souverän wie die Schaltung präsentieren sich auch die Bremsen. Im Gegensatz zu den rein mechanischen Scheibenbremsen, die normalerweise in dieser Preisklasse (mit Tendenz nach oben) verbaut werden, setzt Decathlon hier auf die TRP HY/RD mit hydraulischen Kolben. Die Ansteuerung der semi-hydraulischen Bremse erfolgt wie gewohnt per mechanischem Bremszug. Bremsverhalten, Dosierbarkeit und Biss wissen zu überzeugen, selbst bei längeren Abfahrten konnten wir keine nachlassende Bremsleistung oder ein Fading feststellen.

Ausgerüstet mit diesem soliden Ausstattungspaket können mit dem RC 520 Gravel jegliche Ziele anvisiert werden – und bekanntlich ist der Weg das Ziel! Angesichts der Tatsache, dass der Rahmen von den Rennrad-Modellen RC 500/520 stammt, verwundern auch nicht die Fahreigenschaften. Das Fahrverhalten erinnert tatsächlich sehr an das von Endurance-Rennrädern. Das Triban liegt stabil in der Spur und lässt auch bei höheren Geschwindigkeiten keine Nervosität aufkommen. Die vom Fahrer eingesetzte Energie wird bemerkenswert energisch in Vorwärtsdrang umgewandelt.

Der steile Lenkwinkel und die kurzen Kettenstreben sorgen indes für Agilität: Das Triban RC 520 Gravel lässt sich recht geschmeidig um Ecken lenken. Der Triban-Gravel-Lenker gewährleistet mit 16° Flare eine gute Haptik, ausreichend Griffkontrolle und hohen Komfort. Selbst längere Strecken ließen sich dank der Komfort-Geometrie des Rahmens und der verbauten Lenkzentrale entspannt zurücklegen. Sowohl auf Asphalt als auch auf Schotterpisten begeistern die Laufruhe und die gute Beherrschbarkeit des Gravel-Bikes.

Triban RC 520 Gravel

Wer einen Abstecher durch den Wald machen möchte, sollte dies nicht unbedingt nach ausgedehnten Regenphasen einplanen. Auf schlüpfrigem Untergrund kommen die Hutchinson Override 35 Reifen leider sehr schnell an ihre Grenzen, bei der Traktion ebenso wie beim Grip. Mehr Volumen, ein Plus an Breite und eine stärkere Profilierung würde ambitionierten Gravel-Bikern entgegenkommen. Stark sind die Pneus allerdings auf Asphalt, von der Haftung als auch vom Rollverhalten.

Fazit Triban RC 520 Gravel

Das Triban RC 520 Gravel ist ein absoluter Preisknaller! Das erste Gravel-Bike von Decathlon bereitet mächtig Fahrspaß und stellt dank der sehr soliden Ausstattung auch auf längere Sicht eine gute Investition dar. Wir würden uns im Bereich Gravel allerdings etwas mehr Reifenfreiheit für voluminösere Reifen wünschen. Steckachsen wären zwar zeitgemäß und sinnvoll, sind aber angesichts des Preises sicherlich nicht zwingend erforderlich. Vorbildlich: Decathlon gewährt auf Rahmen, Vorbau und Lenker eine lebenslange Garantie.

Produktdetails Triban RC 520 Gravel

  • Verfügbare Größen: XS bis XL
  • Gewicht: Etwa 10,5 Kilogramm (Größe M ohne Pedale)
  • Preis: 999,99 Euro
  • Web: www.decathlon.de

Datenblatt / Geometrie Triban RC 520 Gravel*

GrößeXSSMLXL
Sitzrohr (mm)450480500520530
Oberrohr (mm)515530548564580
Steuerrohr (mm)115130155185215
Lenkwinkel69,8°70,8°71,5°73,0°73,0°
Sitzwinkel75,0°74,5°73,5°73,5°73,0°
Kettenstreben (mm)425425425425425
Radstand (mm)101010121014,510161026
Stack (mm)524542569603633
Reach (mm)375380379385386
Vorbau (mm)8080100110120
Kurbellänge (mm)170170172,5175175

*Herstellerangaben

Goodyear Newton ST EN Ultimate: Test Enduro Reifen

Test: Einem Paukenschlag gleich kündigte der US-amerikanische Reifengigant Goodyear vor einem Jahr den Wiedereinstieg in den Fahrrad-Sektor an. Nach vier Jahrzehnten Abstinenz wurde direkt ein komplettes Lineup von Road bis Mountain auf die Räder gestellt: Darunter auch der Goodyear Newton ST EN Ultimate, ein Enduro Reifen für aggressives Heizen über Trails. Wir hatten die neue Pelle über mehrere Wochen im Test.

Der für Rennen entwickelte Goodyear Newton ST EN Ultimate Reifen weist Mehrfachlamellen, gedämpfte Stollen in der Mitte der Lauffläche sowie gewölbte Seitenstollen auf. Im Test hatten wir die Ausführung 27.5×2.6, die mit 1154 Gramm pro Reifen sicherlich nicht zu den Leichtgewichten zählt. Der Reifen ist außerdem in den Ausführungen 27.5×2.4 sowie 29×2.4/ 29×2.6 erhältlich. Für Downhill-Racer gibt es den Goodyear Newton ST zudem in einer speziellen DH Version. Unterschieden werden muss zusätzlich zwischen den angebotenen Karkassen.

Die Ultimate Variante weist gegenüber der Premium Ausführung eine leichtere Karkasse auf. Realisiert wurde dies durch Verwendung eines feineren Garns und weniger Gummis. Natürlich spielt auch die Gummimischung eine entscheidende Rolle. Goodyear vertraut beim Newton ST EN Ultimate auf die speziell entwickelte Dynamic:R/T Mischung. Diese soll sowohl Grip als auch Effizienz gewährleisten, und das mit einem geringen Verschleiß. Das gekreuzte Nylongewebe der M-Wall Seitenwand soll ihrerseits für Pannensicherheit sorgen.

Obwohl der Reifen über eine Tubeless-Complete Konstruktion verfügt, sind wir den Reifen konventionell mit Schlauch gefahren. Das Aufziehen des Goodyear Newton ST EN Ultimate auf die Felge bedarf allerdings vorab eines kräftigen Frühstücks: Wir brauchten einiges an Körner, um den Reifen mit Schmackes ins Felgenbett zu befördern. Vorne als auch hinten kommt der gleiche Reifen zum Einsatz, lediglich auf die Laufrichtung muss geachtet werden. Getestet haben wir den Reifen über mehrere Wochen auf den abwechslungsreichen Trails der Eifel.

Vor der Abfahrt kommt bekanntlich immer der Aufstieg, und somit auch die erste Bewährungsprobe für den Goodyear Newton ST EN Ultimate. Überraschend geschmeidig lässt sich das Bike zum Startpunkt des Trails pedalieren. Trotz der aggressiven Optik rollt der Reifen recht leichtfüßig, was unter anderem sicherlich auch an den „nur“ mittelgroßen Mittelstollen liegt. Ein geringeres Gewicht wäre sicherlich ein weiterer Pluspunkt, aber die Performance bergauf oder im Flachland weiß auch so zu begeistern.

Auf den Abfahrten kommt richtig Spaß auf. Auffallend war hierbei die Steigerung des Grips nach einigen Einsätzen, soll heißen der Reifen muss scheinbar erst eingefahren werden. Das Design des Profils und die Gummimischung sind den Ingenieuren definitiv gelungen. Der Newton ST EN Ultimate vermittelt auf allen Untergründen ein sehr berechenbares Verhalten, auf grobem Schotter ebenso wie auf Waldboden oder bei Nässe. Das Bremsverhalten weiß ebenfalls zu überzeugen, kontrolliertes Anbremsen auf der letzten Rille bedeutet am Ende bei Wettbewerben ja auch immer ein Plus gegenüber der Konkurrenz.

Fazit Goodyear Newton ST EN Ultimate

Mit dem Newton ST EN Ultimate ist Goodyear ein sehr erfolgreiches Debüt gelungen. Der Reifen für ambitionierte Enduro Biker vermittelt ein sehr kontrolliertes Fahrgefühl, ohne dass dies zu Lasten des Rollwiderstandes oder der Langlebigkeit geht. Zweifelsohne ein Reifen, der bei der Konkurrenz für nervöses Augenzucken sorgen dürfte.

Produktdetails Newton ST EN Ultimate

  • Gewicht: Etwa 1154 Gramm
  • Preis: 67,90 Euro
  • Vertrieb: MERIDA & CENTURION Germany GmbH
  • www.goodyearbike.com