Poison Mescalin – Two in One – Test

Bereits in grauer Vorzeit war bekannt, daß eine Verbindung zweier oder mehrerer unterschiedlicher Stoffe ein Ergebnis besonderer Güte hervorbringen kann. So entstand aus den Metallen Kupfer und Zinn die Legierung Bronze, nach der prompt eine ganze Zeitepoche benannt wurde. Auch der Druide Miraculix, stellvertretend für eine ganze Berufssparte, zeigte, wie man durch gekonntes Mischen von sonst recht harmlosen Einzelstoffen ein Ergebnis zauberte, welches die Römer buchstäblich aus den Socken haute. Verbinden mehrerer Einzelstoffe zum Maximieren des Zieles. Diesen Weg beschreitet auch das Poison Mescalin.

Das Poison Mescalin wartet durch einen sauber verarbeiteten Alurahmen auf, an dessen Heck ein Carbonhinterbau mit CNC Ausfallenden klebt. Ein Schnippen des Fingers vor die Rohre des Alurahmens mit dem daraus resultierenden blechernen Klang, welcher stark an die Akkustik einer Coladose erinnert, der Blick auf die gelochte Gabelkrone der Marzocchi MX Comp ETA und die filigranen CNC Ausfallenden trieben uns vor Beginn des Tests etwas Angstschweiß auf die Stirn. Ob das hält? Das geht doch bestimmt kaputt, oder…? Werden die verklebten Verbindungen zwischen Alu und Carbon halten oder sich gar lösen? Fragen, die das Team der Fraktur zu beantworten hatte. Die Schonfrist für das Mescalin war abgelaufen…

Schon nach den ersten Metern zaubert das Mescalin ein Leuchten in die Augen des Bikers. Leichtfüßig gleitet das Mescalin über die Straße. Ein Gang runter, antreten, Lenker ziehen und mit einem Wheelie zieht man von dannen. Die Continental Explorer Pro in der Breite 2.1 überzeugen durch guten Grip, nicht nur auf der Straße, wie sich später herausstellen sollte. Auch auf Waldwegen und unebenem Terrain kann man mit dem Poison unglaubliche Geschwindigkeiten vorlegen. Die Verbindung der gut rollenden Contis mit dem nicht unbedingt ganz leichten, aber agilen Rahmen erweist sich als weiser Griff der Macher von Poison.

Das gute und ausgewogene Fahrverhalten des Mescalin verdrängt nach und nach die am Anfang geäußerten Bedenken. Das Gelände wird härter und manchmal vergißt man, auf welch filigranem Bike man die eine oder andere mit Wurzeln gespickte Abfahrt gerade hinter sich gelassen hat. Durch den Carbonhinterbau sind selbst Rüttelpisten angenehm im Sitzen zu absolvieren. Auch die Traktion profitiert von dem leicht nachgebenden Carbonhinterbau. Bergauf kommt das Mescalin in Hochform. Das Motto heißt sitzenbleiben, Gang runter und sich die Berge hochschrauben. Selbst bei kürzester Übersetzung bleibt das Vorderrad kontrolliert am Boden, ohne zusätzlich Gewicht auf die Frontpartie des Mescalin legen zu müssen.

Schwächen zeigt das Mescalin dafür im Wiegetritt. Wie heißt es so schön, ohne Licht kein Schatten. Der fürs Sitzen so angenehme Carbonhinterbau verleiht dem Mescalin beim Wiegetritt ein schwammiges Fahrverhalten. Ein Reduzieren des Federwegs der Gabel durch die ETA Lockout-Funktion mit der daraus resultierenden Versteifung bringt etwas Besserung. Negativ aufgefallen ist uns kurioserweise die Shimano HG Kette, die trotz guter Kettenlinie nach kurzem Einsatz im Bereich der Vernietung auseinanderging. Im Gegensatz zu Miraculix Zaubertrank sind die Bestandteile des Mescalin bekannt. Alles in allem ein feiner und gut abgestimmter Mix. Die Magura Luise funktioniert wie gewohnt perfekt.

Auch hier erwies sich der Griff der Poison Leute zur Magura als gute Entscheidung, so wie die Wahl der Federgabel, einer Marzocchi MX Comp ETA. Zugegebenermaßen deuchten die Bohrungen in der Gabelkrone nichts Gutes, aber sie hielt. Die Gabel flext beim harten Bremsen durch die bissige Magura zwar etwas, aber das liegt im Rahmen des Akzeptablen. Das Ansprechverhalten der MX Comp ETA ist typisch für Marzocchi sehr gut, und auch die Dämpfung läßt keine Wünsche offen. Stahlfeder und offenes Ölbad sei Dank. Als Felgen wurden der Klassiker Mavix X 223 Disc verbaut, gespickt mit den Cerit Naben von DT Swiss. 2004er Shimano XT Schaltung, Umwerfer und Hollowtech2 Kurbeln runden das sehr gute Gesamtbild ab.

Miraculix hätte es nicht besser machen können, abgesehen von den Lenkergriffen. Wie von uns schon am Poison Taxin bemerkt, haben die Amoeba Lenkergriffe einen unglaublichen Drang zum Wandern. Unsere Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet. Was wir dem Mescalin auch antaten, es hielt…bis auf…den Amoeba Vorbau. Ein Riss an der Lenkerklemme bedeutete das Aus für diese Komponente. Sollte nicht passieren, kann aber passieren. Hier ist vielmehr ausschlaggebend, was der Hersteller oder Vertrieb, in diesem Fall Poison, daraus macht. Wir müssen Poison die Note 1 für Kundenservice verleihen. Nur wenige Tage nach Reklamation lag ein nagelneuer Vorbau vor. Ohne Murren, ohne Knurren. Wir haben bei so manch „großen namhaften alteingesessenen“ Firmen auch schon das Gegenteil erlebt. Das es auch anders geht zeigt die Firma Poison.

Das Poison Mescalin hat eindeutig Racecharacter. Die Seitensteifigkeit kann allerdings nicht so recht überzeugen. Kein Bike für den Artisten auf dem Zweirad, sondern für Leute mit Ambitionen schnell beim CC unterwegs zu sein und sich die Berge hochzuschrauben. Ohne wenn und aber…und das zu einem sehr fairen Preis.

Preis: in der Ausstattung des Mescalin mit XT-Ausstattung 1499 Euro (ohne Pedalen)
Gewicht: etwa 11,2 Kilogramm (ohne Pedalen)

Mehr Infos: www.poison-bikes.de

Ghost Dual Racing Pro im Test – Golden Ghost

Kaum ein anderes Dualbike spaltet die Massen so sehr wie das Ghost Dual Racing Pro. Mit seiner sehr auffallend goldenen Lackierung (offizielle Bezeichnung der Farbe: camo sand) hebt das Ghost geradezu provozierend den Zeigefinger unter dem Motto „schaut her, hier bin ich“.

Der Name des Ghost Dual Racing Pro ist Programm. Auf schnellen BikerX Pisten und auf Dualkursen mit schnellen weiten Sprüngen ist das Ghost in seinem Element. Spurtstark und wendig lässt es sich über die Kurse bewegen. Der ziemlich breite Lenker mit 72 cm und die Manitou Sherman Flick in der Einstellung mit 130mm Federweg verleihen dem Biker über das Ghost die nötige Kontrolle, um sich mit dem Ghost am Limit zu bewegen. Genauso verhält es sich auf ruppigen Downhillpassagen. Schneller Antritt, Spurtreue, die hervorragend ansprechende Federgabel und ein agiles Handling zaubern schnell ein breites Grinsen auf das Gesicht des Fahrers.

Nur die etwas spärliche Traktion des Schwalbe Fat Albert Light Tire im Downhill auf nassem Waldboden und Wurzeln zeigen dem Biker die Grenzen auf. Ebenso lässt die Pannensicherheit des Schwalbe etwas zu wünschen übrig. Nachteile die auf BikerX Pisten und Dualslalom Kursen aber nicht ins Gewicht fallen. Die verbauten Komponenten sind von A bis Z erste Wahl. Die im Ghost Dual Racing Pro verbauten Mavic XM321 Felgen sind ebenso für den harten Einsatz konzipiert wie die von Truvativ stammenden Kurbeln und das Innenlager. Die Magura Louise Freeride brechen einem beim Verzögern des leichtgewichtigen Bikes fast die Hände. Da toleriert man auch gerne mal die „glucksenden“ Geräusche der Magura. Ein Bestücken der Bremse mit anderen Bremsklötzen könnte hier akkustisch Abhilfe schaffen. Die Truvativ Kettenführung funktioniert genauso hervorragend wie die Shimano XT Schaltung. Ein insgesamt hervorragend geschnürtes Paket um Spaß zu haben.

Die Vorteile des Ghost Dual Racing Pro für den Einsatz auf schnellen Pisten, dank des breiten Lenkers und dem relativ langen Oberrohr von 572mm, verpuffen allerdings etwas beim Dirten. Hier dürfte bei vielen Bikern eine gewisse Eingewöhnungszeit von Nöten sein, um auch hier das Potential des Bikes voll auszunutzen. Ein Herabsetzen der Manitou auf 90mm Federweg kommt dem Biker beim Dirten sehr entgegen. Das sonst softe Ansprechverhalten der Sherman wird straffer und der Lenkwinkel steiler. Der breite Lenker, der auf schnellen Passagen viel Sicherheit bietet, stört beim Dirten defentiv. Hier wäre ein schmalerer Lenker zum Zaubern in der Luft die bessere Wahl.

Das neutrale und gutmütige Fahrverhalten, auch im Grenzbereich, lassen den Besuch eines Skateparks zum Genuss werden. Aber auch hier wünscht man sich einen etwas schmaleren Lenker oder dementsprechend längere Arme. Funboxen, Miniramps und Treppen animieren zum Ausprobieren. Das Ghost verleitet dazu, durch seine gute Beherrschbarkeit, neue Tricks anzutesten. Nicht umsonst besteht das Ghost Dual Team mit Sascha Meyenborg und Marcus Staudacker aus zwei BMXern.

Die vieler Orts kritisierte Qualität der Lackierung können wir nicht bemängeln. Lediglich an der Bremssattelaufnahme des Hinterbaus löste sich im Bereich der Verschraubung der Lack etwas. Das Ghost ist allgemein sehr gut verarbeitet und mit einigen Feinheiten einen genauen Hingucker wert. Das lange Oberrohr verleiht nicht nur Fahrstabilität auf schnellen Trails, es ermöglicht auch größeren Bikern mit längeren Beinen ein entspanntes Fahren mit dem Ghost, welches nur in einer Größe mit einer Rahmenhöhe von 40cm angeboten wird. Für Individualisten gibt es den Rahmen auch einzeln.

Für das Jahr 2005 bietet die aus aus dem oberpfälzischen Waldsassen stammende Firma Ghost zwei verschiedene Ausführungen des Ghost Dual mit leicht veränderten Komponenten an: das Dual Pro und das Dual Team.

Preis des Komplettbikes: 1499 Euro
Gewicht: etwa 15 kg

Mehr Infos unter: www.ghost-bikes.de

Focus Black Forest – German Lightweight Technology – Fahrtest

Nur allzu oft schaut man über den großen Teich, wo Träume zur Realität werden. Hört man sich in Deutschland um, könnte wirklich der Eindruck entstehen, nur in den USA wäre das Verwirklichen von Träumen möglich. Die Präsenz der großen Marken aus Übersee und der Einfluss der US-amerikanischen Fahrer auf bestimmte Produktlinien, und damit deren Erfolg, unterstützen diese Meinung. Doch so weit muss man gar nicht schauen. Auch Deutschland bietet erstklassige Sportler und Bikeschmieden, sowie den Willen des Individuums, bereits bestehendes mit eigenen Ideen und Erfahrungen zu verfeinern und zu verbessern oder gar neue Wege zu beschreiten.

Einer der herausragendsten Sportler, die Deutschland zu bieten hat, ist Mike Kluge. Die gewonnenen Titel lassen sich an einer Hand nicht mehr abzählen: Mehrfacher Weltmeister und deutscher Meister im Querfeldein sowie mehrere Titel beim Mountainbiken einschließlich Sieg in Kaprun beim Worldcup im Downhill. Es kam wie es kommen musste. Anfang der neunziger Jahre gründete „Mike the bike“ eine eigene Fahrradmarke mit dem Namen Focus. Die Erfahrung von Mike Kluge und deutsche Ingenieurskunst bescherten der Marke Focus schnell große Beliebtheit und Ansehen. Letztendlich profitieren aber nicht nur die gefertigten Bikes von diesem Know-How, sondern speziell die Biker, die diese Geräte bewegen.

Ein Bike, welches dies besonders gut wiederspiegelt, ist das Black Forest aus der Sport Series. Zugegebenermaßen war die Erwartungshaltung der mtb-extreme an das Black Forest sehr hoch. Ein langer Praxistest sollte zeigen, ob sich das Focus behaupten können wird. Bevor man mit dem „Black Forest“ zu Land und Tal zieht, sollte bei der verbauten Gabel, einer Suntour Axon (SF-AXO-E LO), auf den richtigen Luftdruck geachtet werden. Ein zu geringer Luftdruck lässt die Gabel schnell in die Knie gehen und ein Durchschlagen ist vorprogrammiert. Die Gabel mit den schwarzen Standrohren lässt sich mit der Lockout-Funktion zum Uphillen oder Straßenfahren blockieren.

Somit reduziert sich der Federweg von 100mm auf quasi 0. Ein minimaler Restfederweg bleibt als Reserve bestehen. Die Funktion und das Flexverhalten der Suntour kann man als akzeptabel bewerten. Die schmalen Little Albert von Schwalbe in der Breite 2.1 bieten wenig Rollwiderstand bei weitgehendst guter Haftung. Schwächen leistet sich der Reifen im nassen Terrain, hier schmiert er schon mal gerne weg. Das Herzstück des Black Forest, der superleichte und steife Rahmen, überzeugt durch gute Verarbeitung und einer erstklassigen Lackierung. Die Schlagworte heissen „German Lightweight Technology“ und „Superlight Double-Butted 7005 Alloy bioval tubing“.

Die Liebe steckt im Detail. Kabelbindersockel zur Befestigung der Bremsleitung, der integrierte Steuersatz und die edel wirkende matte Lackierung. In Verbindung mit den eingesetzten Komponenten wird die auf die Pedalen gebrachte Energie prompt in Vorwärtsbewegung umgesetzt. Beim steilen Klettern ist allerdings ein leichter Druck des Fahrers auf die Front des Black Forest nötig, weil es sonst die Nase hebt. Etwas Nervosität tritt auf ruppigem Untergrund auf. Das Bike fährt sich ansonsten sehr kontrolliert und die Magura Julie lassen das leichtgewichtige Bike schnell und gut dosierbar verzögern. Die Sitzposition ist sportlich entspannt und auch bei längeren Fahrten verkrampft sich der Biker nicht.

Das Black Forest passt einfach. Rahmengeometrie, Sitzposition, Lenker und Vorbau bilden ein hervorragendes Gesamtkonzept. Eine sechs Stunden andauernde Fahrt quer durch das Ruhrgebiet hinterließ bei mir, abgesehen von meinem Allerwertesten, keinerlei Spuren. Das beim Black Forest eine erstklassige Schaltung wie die Shimano XT verbaut wird, bedarf keiner weiteren Ausführung. Auch die Verwendung von Shimano LX Komponenten wie Umwerfer und Hollowtech Kurbeln bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Das Bike fährt und fährt und fährt. Keines der angebauten Teile bereitete während des Tests irgendwelche Probleme, mit Ausnahme der Pedalen.

Aber eingefleischte XC-Biker werden sich wahrscheinlich sowieso Klickpedalen montieren. Auch eine ruppige Fahrweise und kleinere Jumps toleriert das Leichtgewicht, aber hier bitte in Maßen. Das Black Forest will dem Namen gerecht eingesetzt werden. Ein Bike mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis, welches XC- und Tourenfahrten zum Spaß werden lässt. Wald, Felder und Straße sind die Domänen, wo sich das Bike und der darauf befindliche Biker pudelwohl fühlen. Auf beiden Rädern oder auch mal auf einem Rad im Wheelie fahrend 🙂

Preis: 999,00 Euro
Gewicht: etwa 12,6 kg

Mehr Infos unter www.focus-bikes.de

HAI Dirt – Vorsicht Bissig! Test

Nicht erst seit Disneys „Findet Nemo“ oder Steven Spielbergs „Der weisse Hai“ ist das leicht bissige Verhalten dieser possierlichen Raubfische bekannt. Wie jeder weiss, besitzt der Hai mehrere, hintereinanderliegende Zahnreihen, um bei Bedarf, wenn ein Zahn abgebrochen ist, einfach den Zahn der hinteren Reihe nach vorne zu schieben…somit hat der Hai immer, in jeder Situation, den richtigen Biss…der Natur sei Dank.

Doch soll diese kleine Exkursion ins Tierreich nicht die Leser zum kleinen Tierfreund ausbilden, sondern über höchst bemerkenswerte Gemeinsamkeiten zwischen Natur und Technik zeigen. Schon alleine vom Namen her bietet sich hier das HAI Dirt an. Sogar die Farbe des HAI Dirt weist enorme Ähnlichkeiten mit dem gefürchteten Fisch auf. Schauen wir uns die Kettenblätter des HAI Dirt an, so erspähen wir auch dort mehrere Zahnreihen, genauer gesagt drei. Diese sorgen in Verbindung mit der XT-Schaltung für genialen und immer passenden Vortrieb, sei es bergauf oder bergab. Die Gänge sitzen, wie von XT gewohnt, perfekt. Durch das breite Schaltungsspektrum von 27 Gängen wird das Einsatzgebiet sehr weit gestreut.

Auch wenn die Bezeichnung auf den Spaß in der Luft hinweist, macht das HAI Dirt als Kletterziege eine ganz ordentliche Figur. So lässt man sich mit dem Bike auch schon mal zu einer CrossCountry-Tour hinreissen. Hier scheint auch das ideale Einsatzgebiet der Suntour XC Pro-D (SF-XC-PRO-NS-TD) mit 10 cm Federweg zu liegen. Zu Beginn des Tests konnte die Federgabel in keinster Weise überzeugen. Sie federte nicht wirklich soverän und sensibel Schläge weg. Die Federung war defentiv zu hart und die Zugstufe überdämpft. Downhillpassagen wurden mit der Suntour zur Mutprobe. Allerdings verbesserte die Suntour ihre Fahreigenschaften im Laufe des Tests. Durch das offene Ölbad könnte ein Befüllen der Gabel mit einem Öl niedrigerer Viskosität der Suntour von Anfang an ein besseres Ansprechverhalten geben. Die bordeigenen Mittel zum Einstellen der Gabel beschränken sich ausschliesslich auf die Federvorspannung mittels Plastikdrehknopf. Die Stabilität der Gabel mit den CroMo-Standrohren konnte uns voll überzeugen.

Enttäuscht haben uns in Punkto Stabilität die Rodi Excalibur Freeride Felgen. In Zeiten, wo die Anforderung an das Material der Freerider immer höher wird, enttäuscht uns hier das Label Freeride. Nachdem wir uns dreimal hintereinander eine ergonomisch gestylte Acht in das Hinterrad gefahren haben, können wir bei den Rodi Excalibur Freeride Felgen nur achselzuckend resignieren. Dafür enttäuschte das auf der Felge angebrachte Label „Antisnakebite“ nicht. Die Kurbeln und Lager von Truvativ überzeugten auf der ganzen Linie, ebenso die XLC Freeride Pedalen, welche wir Anfangs zugegebenerweise sehr argwöhnisch betrachtet haben. Selbst nach zahllosen Schlamm- und Regenschlachten liefen die Pedalen wie geschmiert. Kein Knacken, kein Knarzen. Von der Firma XLC stammen auch der Lenker und der Vorbau. Witzig ist hier, das auf dem Vorbau vor Downhilleinsätzen, Stunts und extremen Offroadeinsätzen gewarnt wird. Die Klemmung mit drei Schrauben erscheint wirklich nicht sehr vertrauenserweckend, hielt im Test aber ohne Probleme.

Auch wenn Downhillpassagen in der hier getesteten Version des Komplettbikes nicht zur Stärke des HAI Dirt gehören, überzeugt das HAI Dirt durch agiles Handling, vorausgesetzt, der Vorbau wird so tief wie möglich montiert. Ein Vorbau mit weniger Steigung würde dem Bike sehr gut stehen. Durch das gute Handling macht das Bike auf Dualpisten richtig Spaß. Die Michelin Hot Wildgripper haften genial und lassen eine gute Verzögerung der beschleunigten Masse zu. Die Magura Julie sind für den Einsatz im Dual und beim Dirten mehr als ausreichend.

Das Herz des Bikes, der Rahmen, ist vom Feinsten. Nicht nur optisch ansprechend, sondern auch sehr gut verarbeitet. Der von Hand geschweißte Rahmen aus 7005er Aluminium verleiht dem Bike Exklusivität. Im Steuerrohrbereich sorgt neben einem Gusset mit dem HAI-Schriftzug ein Tiger Teeth Gusset für extreme Verstärkung. Der Hinterbau ist nach BMX Vorbild gebaut. Die Lackierung des HAI Dirt sieht nicht nur gut aus, sie ist es auch. Die Lackierung ist ziemlich schlag- und scheuerfest. Das der Rahmen Disc als auch V-Brake kompatibel ist und ein austauschbares Schaltauge besitzt, muss wohl kaum erwähnt werden.

Fazit:

Das HAI Dirt trägt den Namen zurecht, wenngleich in der angebotenen Version des Komplettbikes leichte Abstriche gemacht werden müssen. Stabilere Felgen und ein ansprechenderes Verhalten der Gabel würden dem wirklich guten Rahmen sehr gut stehen. Für 999,00 Euro ist das HAI Dirt absolut empfehlenswert. Da das HAI allerdings auch als Rahmenkit erhältlich ist, hat jeder die Möglichkeit, sein Traumbike selber zusammenzustellen. So gewappnet kann man mit dem HAI Dirt unbesorgt auf den heimischen Dirts und Dualpisten erscheinen und mächtig abrocken. Somit wäre auch das Verhalten zum gleichnamigen Raubfisch geklärt 🙂

Preis: 999 Euro

Mehr Infos unter: www.haibike.de

oder direkt bei:
Winora-Staiger GmbH
Postfach 1422
97404 Schweinfurt

Univega RAM DS942 – ride it your way – Test

Mit dem Ziel Bikes zu fertigen, die jedem das geben, was er sich wünscht, hat sich Univega eine schwer lösbare Aufgabe gestellt. 1970 hat der Amerikaner Ben Lawee, Gründer von Univega, mit Auslagerung der Bikeproduktion nach Asien eine neue Ära eingeläutet. Seit dieser Zeit hat sich einiges getan. Produktentwicklung und Management ist mittlerweile „made in Switzerland“ mit Distributoren in 12 Ländern. Seit 1990 wird der Vertrieb in Deutschland aufgebaut. Das Ziel ist aber in diesen Jahren immer das gleiche geblieben: Bikes zu bauen die innovativ und ästhetisch sind, die Fahrvergnügen garantieren, die Abenteuerlust stillen, die Nerven kitzeln, die Sicherheit und Komfort bieten.

Das Theorie und Praxis bisweilen weit voneinander entfernt sein können, mußten wir in unserem Leben schon oft erfahren. Milli Vanilli sang nicht selber und ob die Mondlandung wirklich stattgefunden hat, darüber streiten sich ja mittlerweile die Gelehrten. Auch wenn wir von der FRAKTUR nicht in der Lage sind, den aktuellen Status der Mondlandung zu belegen oder zu widersprechen, so können wir aber das, was uns am Herzen liegt, nämlich das Biken, umso exzessiver auskosten und ausleben. Und so mußte das Univega RAM DS942 zeigen, ob Univega getreu nach dem Motto „ride it your way“ des Firmengründers Ben Lawee handelt.

Das RAM DS942 ist das Flagschiff in der Staffel der Dualbikes bei Univega. Und optisch weiß das DS942 bereits im Stand zu überzeugen. Der Blick über das Univega bereitet großes Vergnügen. Der sauber geschweißte schwarz-silberne Rahmen mit den Gussets und den vertikalen Ausfallenden gefällt sehr gut, die Rahmengeometrie ist eindeutig auf Dual und Dirt ausgelegt. Das wuchtige OnePointFive Steuerrohr mit der Manitou Sherman Breakout sprechen eindeutig eine Sprache…dieses Bike ist für den Hardcoreeinsatz ausgelegt. Auch die Saint-Gruppe, sprich Bremsen, Schaltung und Kurbeln sprechen diese Sprache. Und dann der Blick auf die Pedalen…kreisch…was ist das? Mit der Bezeichnung VP-585 „ziert“ eine Kunststoffpedale dieses Bike. Etwas skeptisch wandert der Blick auf die Felgen. Hier wurden Mavic X-223 verbaut, die eigentlich eher an einem CC-Bike Verwendung finden. Aber wir werden sehen…

Haupteinsatzgebiet ist, wie schon an der Bezeichnung des RAM DS942 erkennbar, das shreddern auf BMX-Tracks und Dualstrecken. So sind wir direkt nach Dortmund zur EDG-Halde um das DS942 auf dem BikerX zu testen. Das Bike liegt sehr geil auf dem Kurs, das Fahrverhalten ist sehr ausgeglichen. Das Bike driftet kontrolliert über beide Räder und die Tioga Factory DH verrichten gut und unauffällig ihre Arbeit. Das Bike lässt sich blitzschnell über den Kurs bewegen, und die Sprünge sind je nach belieben und Fahrweise gut zu schlucken, oder aber auch phatt abzujumpen. Das Bike macht einfach Spaß. Nur das Knacken und Knarzen, welches von den Pedalen kommt, sowie das Quitschen der oberen Truvativ Hussefelt Kettenführung nerven etwas. Ein bisschen Öl auf die Rolle der oberen Kettenführung und das Quitschen ist weg. Die Kettenführung funktioniert ansonsten einwandfrei.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die inverse Schaltung der Saint und der etwas schmale Lenker, wenn man sonst mit einem Downhill-Lenker unterwegs ist. Beim Dirten und Abjumpen merkt man das spielerische Verhalten des Univegas. Es fliegt super kontrolliert durch die Luft und macht einfach Spaß. Abgesehen von der Beschleunigungsphase. Die Pedalen knarzen vor sich hin und trüben somit den Beschleunigungsspaß. Sehr zufriedenstellend ist auch die Funktion der Manitou Sherman Breakout. Mit der Standardeinstellung von 112mm besitzt das RAM942DS ein optimales Handling. Auf schnellen ruppigen Passagen haben wir den Federweg der Sherman von 112mm auf 152mm eingestellt. Das bringt Laufruhe. Auch hier macht das Bike richtig Spaß.

Als wir uns dann bei den Pedalen auch noch ein paar Stifte rausgebrochen haben, und aufgrund nasser Witterungsverhältnisse darüber hinaus auch noch ein paar mal von den Pedalen abgerutscht sind, haben wir diese direkt verbannt und gegen DMR ausgetauscht…und siehe da…Silenzio…und als positiven Nebeneffekt hat man auch bei Nässe wieder Grip auf den Pedalen. Die hintere Felge hat uns aber den Ausritt auf dem Downhill etwas übelgenommen. Sie musste nachzentriert werden. Sehr genial funktionierten auch die Teile der Shimano Saint Gruppe. Die Bremsen haben den richtigen Biss kombiniert mit einer sehr guten Dosierbarkeit und der Schaltung konnten auch Schlammfahrten nichts anhaben. Der Gang sitzt, dank Saint.

Bis auf die Felgen und die Pedalen ist dieses Bike der absolute Hammer. Mit einem Preis von 2499 Euro nicht ganz billig, aber mit einem sehr geilen Rahmen und sehr geilen Parts lässt es das Herz eines jeden Bikers höher schlagen. Wir würden uns wünschen, das andere Felgen und andere Pedalen zum Einsatz kommen. Im verbauten Steuersatz verrichten herkömmlich Kugellager ihren Dienst. Hier bedarf es etwas Pflege. Auch sollte unbedingt abundzu der Hinterradbremssattel auf festen Sitz geprüft werden. Aber ansonsten bleibt zum RAM DS942 nur zu sagen: …erste Sahne…

Fazit:

Es stimmt also doch: … Bikes, die jedem das geben, was er sich wünscht – oder mit den Worten von Ben Lawee ausgedrückt: „Ride it your way“

Mehr Infos unter: www.univega.com

Poison Taxin im Test – Schwer verdaulich oder süchtig machend?

Was haben die Eibe und Poison gemeinsam? Um die Frage noch etwas schwieriger zu gestalten, sollte bedacht werden, daß es sich bei der Eibe um einen in Europa vorkommenden Baum und bei Poison um die Firma Poison Bikes handelt. Das Zauberwort heißt Taxin. Taxin ist ein Alkaloid-Gemisch, und den meisten Alkaloiden wird ja bekanntlich Drogencharakter zugesprochen. Ob das Taxin der Firma Poison abhängig machen kann oder doch eher schwer im Magen liegt oder gar unverdaulich ist, galt rauszufinden.

Das Poison Taxin ist eine Mixtur aus allerlei Leckereien und liest sich wie ein Gourmet-Rezept aus einem Schlemmeratlas. Als Basis für dieses Mahl dient ein Double Butted Rahmen aus 7005er Alu mit verstärkten Steuerrohrbereich und Vierkanthinterbau. Als Prise Salz kommen Canti-Sockel für 24″ und 26″ Zoll Felgen zum Einsatz, so das sich eine spätere Geschmacksänderung nicht auf die Mixtur auswirken muss. Als Geschmacksverstärker dient eine Marzocchi DirtJumper3. Für den runden Geschmack sorgen Sun Double Track Felgen in 26″ Zoll. Damit das Taxin nicht schwer im Magen liegt, wird als Aperitif eine Magura Julie gereicht.

Die weiteren Zutaten sind allesamt sehr lecker und verführerisch. Und das ganze Menü ist für den unglaublichen Preis von 849 Euro erhältlich. Wir wiesen den Gaston an, uns ein Menü zu reichen, um vom Taxin zu kosten. Das Besteck müssen wir allerdings selber wählen, soll heißen, das Taxin wird ohne Pedalen ausgeliefert. Wir besannen uns der DMR und montierten die V8. Nach Anschrauben der Pedalen konnte es dann auch direkt losgehen. Das Poison Taxin ist sofort einsatzbereit. Sogar eine Kettenführung ist beim Taxin Standard. Auch wenn das Einsatzgebiet des Taxin für BikerX, Dual und Dirt angegeben wird, musste es bei uns dann doch noch einiges mehr ertragen.

Und wir waren erstaunt, wie gutmütig sich das Taxin bewegen lässt. Das Bike liegt supergut in der Luft, lässt sich hervorragend beschleunigen und driftet im Grenzbereich kontrolliert über beide Laufräder. Ein bisschen ärgerlich sind die Griffe von Amoeba. Diese sind nur für kleine Hände geeignet, ausserdem flutschen sie schon beim Erwähnen eines Wortes wie „Nässe“, „Feuchtigkeit“ oder „Regen“ vom Lenker. Ärgerlich, wenn man gerade kurz vor einer Action steht. Also haben wir andere Griffe montiert. So machte sich unter dem Helm wieder ein Grinsen breit. Die Continental Vertical 26 x 2.3 Reifen sind aufgrund ihres geringen Gewichts gut zu beschleunigen und bieten für den spezifizierten Einsatzbereich des Taxin genügend Reserven.

Wer allerdings das Taxin missbrauchen möchte, sollte Reifen und Schläuche mit mehr Pannensicherheit wählen. Es lohnt sich, weil das Taxin auch auf ruppigen Downhillpassagen und beim Freeriden eine sehr gute Figur macht. Dank des geringen Gewichts von etwa 14 kg und der ausgewogenen Rahmengeometrie lassen sich sogar Touren mit dem Taxin bewältigen. Das Taxin vermittelt dem Fahrer ein gutes und sicheres Handling. Die Magura Julie verzögert zwar nicht bissig, aber kontrolliert. Auch die Marzocchi DirtJumper3 ließ, wie nicht anders von einer Marzocchi Gabel erwartet, keine Wünsche übrig.

Egal ob Dirt, Freeride oder Downhill, die Marzocchi lässt sich so schnell nicht aus der Reserve locken. Fast alle am Taxin verbauten Anbauteile machten während des Tests eine gute bis sehr gute Figur. Wer es auf der Abfahrt sehr ruppig mag, wird sich früher oder später mit Sicherheit aber für eine andere Kettenführung entscheiden. Die Shimano Deore Schaltung reagiert leider etwas schmutz- oder, genauer gesagt, schlammempfindlich. Aber man darf natürlich auch nie den Preis aus den Augen verlieren und es ist unglaublich, wie viel Bike man für so wenig Euros bekommt. Wer meint, er wäre selber Küchenchef genug um sich selber ein leckeres Mahl zuzubereiten, der kann als Rohstoff den Taxin Rahmen für 199 Euro auch einzeln erwerben.

Rahmengrößen: 35cm, 40cm, 45cm, 50cm
Rahmenfarbe: schwarz-matt, moosgrün matt, grau matt, kaminrot matt, weiß matt, beige-matt, Tarnfarbe matt 50,- € Aufpreis
Preis: Komplettbike ohne Pedalen 849 Euro (Rahmen einzeln 199 Euro)

Mehr Infos unter: www.poison-bikes.de

Specialized P3 im Langzeittest

Nach zwei Jahren Einsatz des Specialized P3 ist es Zeit für ein Resümee. Grund für die damalige Anschaffung des P3 war neben der sehr markanten Optik der sehr interessante Anschaffungspreis für das Komplettbike. Weit unter 3000 DM waren für ein Dual-Dirtjumpbike kaum noch zu toppen. Aber was bekommt man für eine Qualität für dieses Geld? Zwei Jahre Einsatz zeigen Schwächen und Stärken dieses Bikes.

Noch vor dem ersten Einsatz meines P3 habe ich damals den für ein Dualrad viel zu langen Vorbau durch einen kurzen Vorbau von 3T ersetzt. Auch die Avid-Bremsen erlebten ihren Einsatz nicht am P3. Ich montierte direkt eine Magura HS33 Tomac in schickem rot, was bei dem schwarz-roten Bike einfach verstärkt aussieht. Der Originalsattel wurde durch einen Kashimax Sattel ausgetauscht. Und so ging es direkt los zum ersten abchecken des Bikes. Was mir sofort negativ auffiel war das nervöse Handling und das starke Driften über das Vorderrad. An das nervöse Handling kann man sich gewöhnen, aber die starken Drifts über das Vorderrad störten doch sehr. Ich tauschte die Originalbereifung gegen den Maxxis Highroller aus. Vorne in der Breite 2.5 in einer 50er Mischung, hinten die Breite 2.3 in einer 60er Mischung. Hört sich komisch an funktioniert in der Praxis aber genial. Alter BMX Trick. Das Handling bleibt aufgrund des steilen Lenkwinkels natürlich nervös, aber das P3 driftet jetzt über beide Räder gleichzeitig und bleibt dabei superbeherrschbar. So macht das shreddern wieder voll Laune. Nach wenigen Wochen musste die Truvativ Kettenführung herhalten. Das sehr instabile Trägermaterial für die Rollen verbog und die Rollen selber kündigten schon von weitem durch lautes quitschen mein Antreffen an den Spot an. So wurde Chaincat und Chainanimal von Roox montiert, die bis jetzt hervorragend und Beanstandungslos ihren Dienst verrichten. Bei diesem Austausch konnte ich auch direkt die damals verbauten Truvativkurbeln austauschen da sich die eine Kurbel arg verbogen hatte. Die Reklamation und der Umtausch der Kurbeln funktionierte durch meinen Händler reibungslos. Ich montierte aber direkt XT-Kurbeln von Shimano.

Das war es dann aber auch an Material. Mehr nicht. Auch nicht nach zwei Jahren bis auf die obligatorischen Verschleissteile wie Innenlager, Ketten, Bremsbeläge und dergleichen. Das Bike funktioniert genial. Das geile Handling in der Luft verzeiht das hohe Gewicht des Bike. Die Alex-Felgen bestechen nicht nur durch ihre phatte Optik, sie halten auch. Die HS33 von Magura wurde montiert und seitdem noch nicht gewartet. Die Marzocchi Z3.5 verrichtet unauffällig ihre Arbeit. So wie es sich für eine gute Federgabel gehört. Kein siffen, kein sicken…sehr lobenswert nach dieser langen Zeit. Die Plattformpedalen von Specialized erfreuen nicht nur durch guten Halt auf den Pedalen sondern auch durch Langlebigkeit. Und das Herzstück des Bikes? Der Rahmen? Das P3 ist nicht umsonst Centerfold. Die extravagante Optik und der interne Aufbau des Rahmens lassen keine Wünsche aufkommen. Das Teil scheint mir unkaputtbar. Das Bike favorisiert ganz klar den Dirt, lässt sich aber mit der oben beschriebenen Reifenwahl auch sehr gut im Dual bewegen. Die Tourenfreundlichkeit die andere namhafte Zeitschriften dem P3 geben kann ich nur bedingt bestätigen. Auch mit herausgezogener Sattelstange ist es nicht wirklich mit einem dafür ausgelegten CC-Rad zu vergleichen. Es ist dafür zu schwer und man sitzt zu weit über dem Rad. Aber wie gesagt…das dürfte auch nicht die Zielgruppe dieses Bikes sein.

Mittlerweile hat Specialized das P3 stark modifiziert. Der Lenkwinkel wurde auf 69,5 Grad abgeflacht was dem nervösen Handling deutlich entgegentreten dürfte. Es gibt auch zwei Komplettmodelle. Das Basismodell und das Modell mit der Hayes Scheibenbremse. Es wird auch nicht mehr die Marzocchi Z3.5 sondern die Marzocchi Z5 verbaut und als Kurbeln dienen jetzt Truvativ Hussefelt ISIS Cranks. Die Kettenführung fiel einem Deore Umwerfer und Kettenblätter (32/22) zum Opfer. Der Rahmen ist aber auch einzeln erhältlich.

Mehr Informationen unter www.specialized.com