Procraft H-Lifter – Die höhenverstellbare Sattelstütze im Test

Sie gehört an ein Enduro und Allmountain Bike wie das Salz in die Suppe. Die Rede ist natürlich von einer Vario-Sattelstütze, die ein Plus an Fahrsicherheit (optimale Sattelhöhe bei verschiedenen Gegebenheiten) und Komfort (Anpassung der Sattelhöhe während der Fahrt) bedeutet. Der zum Teil immer noch sehr hohe Anschaffungspreis schreckt viele Biker allerdings vor einem Kauf ab. Nicht nur bei den Freunden des überschaubaren Preises haben sich die Komponenten von Procraft einen Namen gemacht. Procraft bietet mit der H-Lifter eine höhenverstellbare Sattelstütze an, die eine Höhenverstellung von bis zu 95 Millimeter verspricht.

Procraft hält es mit der H-Lifter ähnlich wie damals Henry Ford bei der Tin Lizzie – die Auswahl beschränkt sich genau auf eine Ausführung! Bei der Procraft H-Lifter Sattelstütze bedeutet das genau: Der Durchmesser beträgt 31,6 mm und die lieferbare Farbe beschränkt sich natürlich auf schwarz. Ohne wenn und aber! Wer bzw. welches Bike mit diesen Parametern kompatibel ist, darf sich an einer Sattelstütze erfreuen, die einen Verstellbereich von 95 mm bietet – und das bei einem Preis von 139,90 Euro. Vor dem Einbau gilt der erste prüfende Blick selbstverständlich der Waage: 670 Gramm! Kein Leichtgewicht, aber noch okay!

Optisch kann die Verarbeitung überzeugen, obwohl uns die Machart und Optik der Sattelstütze sehr an andere auf dem Markt erhältliche konkurrierende Sattelstützen erinnert. Der maximale Einschub der Sattelstütze in das Sattelrohr liegt bei 230 mm und die maximale Sattelstützenlänge beträgt 400 mm. Die Bedienung ist denkbar einfach. Mit einem Griff unter den Sattel lässt sich die Sattelhöhe bequem und unkompliziert einstellen. Sicherlich verspricht eine Fernbedienung am Lenker mehr Komfort und Sicherheit, da man nicht die Hand vom Lenker nehmen muss um die Sattelstütze zu bedienen, allerdings kann auch die Handhabe der Procraft H-Lifter überzeugen.

Die Montage des Sattels ist schnell erledigt, da die Sattelklemmung nur eine Schraube aufweist. Die Kreisbahn der Sattelklemme ermöglicht eine stufenlose Einstellung des Sattel-Neigungswinkels. Durch die fehlende Verzahnung kann der Sattel allerdings auch leichter verrutschen. Bauartbedingt lässt sich die Sattelstütze natürlich nicht kürzen. Durch die pneumatische Federung lässt sich der Sattel ohne großen Druck absenken. Das Ausfahren des Sattels ist gedämpft, womit einem schmerzhafte Erfahrungen im Bereich des Unterleibs erspart bleiben. Fixiert wird die Sattelstütze übrigens hydraulisch – in jeder gewünschten Höhe.

In der Praxis weiß die Procraft H-Lifter absolut zu überzeugen. Die Absenkung von 95 mm reicht für den Bereich Allmountain und Enduro zum größten Teil aus, wobei persönliche Vorlieben natürlich auch eine große Rolle spielen. Die Verarbeitung zeigt sich nicht nur optisch gut – wir konnten keine Auffälligkeiten feststellen. Auch nach dem Test konnten wir kein Spiel an der Procraft H-Lifter ausmachen. Die unkomplizierte Handhabe weiß ebenso zu überzeugen wie die Funktion. Der Griff unter dem Sattel wird schnell zur Routine. Der Nachteil der Procraft H-Lifter ist die alleinige Verfügbarkeit des Durchmessers von 31,6 mm. Damit ist der Kreis der Interessenten natürlich leider schon eingeschränkt.

Preis: 139,90 Euro

Sigma ROX 8.1 Bikecomputer Test – Kleines Hochleistungspaket im Dauerstress

Speziell an ambitionierte Radsportler richtet sich der Bikecomputer Sigma ROX 8.1. Der kleine Bruder des ROX 9.1 besticht durch allerlei Funktionen, die ein effizienteres Training ermöglichen sollen. Verpackt ist das kleine Hochleistungspaket in ein sehr ansprechendes weißes Gehäuse. Über mehrere Wochen hinweg begleitete uns der ROX 8.1 auf unseren Touren. Was kann das kleine Funktionswunder und wo liegen seine Schwächen?

Zum Lieferumfang des Sigma ROX 8.1 Multifunktionsbikecomputers gehört neben dem eigentlichen Bikecomputer (dem Computerkopf) natürlich die passende Halterung, der Geschwindigkeitssensor und das Befestigungsmaterial. Zusätzlich finden wir einen Trittfrequenzsender, einen Brustgurt sowie den dazu gehörenden R1 Sender. Zum Befestigungsmaterial gehören neben Gummiringen auch Kabelbinder. Selbstverständlich ist, dass die Magnete für die Sender ebenfalls mitgeliefert werden – ohne würde das Ganze ja nicht funktionieren! Die Funktionstasten des ROX 8.1 Bikecomputers sind gut angeordnet, machen einen hochwertigen Eindruck und sind einfach zu bedienen. Lobenswert ist, dass die Funktionstasten eine etwas rauere Oberfläche aufweisen. Die Menüsteuerung ist logisch aufgebaut, aufgrund der vielfältigen Einstellmöglichkeiten und Funktionen sollte man aber nicht den Blick ins Handbuch scheuen.

In dem Manual ist die Funktionsweise und die Einstellung des ROX 8.1 sehr gut beschrieben. Neben einer deutschen Beschreibung findet sich hier auch die Ausführung in englischer, französischer, italienischer und spanischer Sprache. Die Montage des Sigma ROX 8.1 ist denkbar einfach und geht schnell von der Hand – großartige handwerkliche Geschicklichkeit wird nicht verlangt. Die Synchronisierung des/der Sender mit dem Bikecomputer geschieht automatisch und muss nicht extra angestoßen werden. Nach nur wenigen Augenblicken ist der Computer bereits betriebsbereit. Das Display lässt sich sehr gut ablesen, selbst mit der vom Werk aus aufgebrachten Schutzfolie – diese lässt sich natürlich ohne Rückstände entfernen. Die erstmalige Einstellung und Anpassung des Bikecomputers bereitet ebenfalls keine Probleme, wobei ein Blick ins Handbuch sicherlich sehr zu empfehlen ist.

Das Display ist in drei Bereiche unterteilt, die je nach Anforderung die gewünschten Informationen bereit halten. An Informationen fehlt es dem ambitionierten Biker beim Einsatz des Sigma ROX 8.1 sicherlich nicht. So gibt der Bikecomputer Auskunft über die Strecke, Fahrzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, max. Höhe, max. Geschwindigkeit, Durchschnittstrittfrequenz, max. Trittfrequenz, Entfaltung (Optimierung des Gangwechsels), durchschnittliche Entfaltung, Höhenmeter bergauf und bergab, Strecke bergauf und bergab, Steigrate, aktuelle Leistung in Watt (berechnet), max. Leistung, % von der max. Herzfrequenz und die Uhrzeit. Zwei Favoriten (A und B) können mit bis zu zehn, frei wählbare Funktionen belegt werden. Wir hatten auf den vielen Kilometern, die wir mit dem ROX runtergespult haben, keinerlei Aussetzer oder gar unsinnige Angaben. Eine Beeinflussung durch Fremdeinwirkung (andere Bikecomputer oder Strommasten) konnten wir ebenfalls nicht feststellen.

Der Brustgurt für die Messung der Herzfrequenz ist aus Textil, welcher nicht nur angenehm zu tragen ist, sondern auch in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Regenfahrten können dem ROX nichts anhaben, auch hier konnten wir keine Aussetzer feststellen. Witzig ist der Rechtschreibfehler bei der Einblendung des Radgewichts, welches mit Redgewicht benannt ist. Im Gegensatz zum großen Bruder ROX 9.1 zeichnet der ROX 8.1 keine Logs auf. Ebenfalls verzichten muss man beim „kleinen“ ROX auf die Möglichkeit des Ghost-Race, wo man praktisch gegen sich selber fahren kann. Nachteilig finden wir, dass der ROX nur sieben Touren speichern kann. Die älteste Tour wird dann vom Computer überschrieben. Besonders bei langen mehrtägigen Touren oder bei Etappenfahrten kann das eng werden. Ansonsten gibt es beim Sigma ROX nichts zu kritisieren. Die Funktionen decken fast alles ab, was ein ambitionierter Biker benötigt – für etwas mehr muss man zum ROX 9.1 greifen. Die Verarbeitung ist ebenfalls top!

Optional ist für den ROX eine Docking-Station erhältlich, mit der man den Bikecomputer mit einem PC verbinden kann. Damit ist, neben der übermittlung der gespeicherten Daten vom ROX an den PC, auch die bequeme Einstellung des Bikecomputers vom PC aus möglich. Die Daten werden mit dem Programm Sigma Data Center verwaltet und ausgewertet. Als Betriebssysteme werden die gängigen Windows-Versionen als auch MAC OS unterstützt. Bei uns bereitete die Installation der Version 2.1 unter Windows 7.0 keinerlei Probleme, man sollte sich aber unbedingt an die aufgeführten Installationsschritte halten. Nach Eingabe des Lizense Keys kann das Programm für die unbeschränkte Benutzung aktiviert werden. Mit dem Programm können mehrere Geräte verwaltet werden. Die grafische Oberfläche ist sehr übersichtlich und leicht verständlich aufgebaut. Unterteilt wird zwischen Geräte-Gesamtwerte, Trainingsdaten, Statistik und Geräteeinstellung. Ein wirklich gelungenes Tool zur Optimierung des Trainings!

iXS Wendigo BC Elite Shorts – Die Freeride/DH-Shorts im Test

Die im Bereich Mountainbike tätigen Firmen neigen bei den Produktbezeichnungen zu einer gewissen Skurrilität. So benennt Kona ein Bike nach dem Hawaiianischen Staatsfisch und eine deutsche Firma tauft ihre Bikes mit Namen von Giften und Drogen. Der Bekleidungsspezialist iXS bietet mit der lässigen Wendigo BC Elite Shorts die passende Beinbekleidung für die nun bevorstehende wärmere Jahreszeit.

Die Zielgruppe ist von Haus aus klar definiert: Freerider und Downhiller. Wieso eine Firma eine Hose unter dem Namen eines menschenfressenden, unserem Werwolf ähnlichen übernatürlichen Wesen anbietet, wissen wir allerdings nicht. Ein Verwandlungskünstler ist die Shorts nicht – sie ist und bleibt eine Shorts, es handelt sich also nicht um eine Zip-Off Hose. Aber eines hat die Shorts mit dem blutrünstigen Wesen gemein: Sie ist robust und widerstandsfähig, hat aber den Vorteil, dass sie nicht nur nachtaktiv (Nightride) ist, sondern auch tagaktiv.

Die iXS Wendigo BC Elite Shorts besticht nicht nur durch die lässige Optik. Die sehr leichte Hose ist ziemlich durchdacht, was man auch an den schönen Detaillösungen sehen kann. Die Shorts besitzt neben zwei mit Reißverschluss verschließbare Einschubtaschen zwei Cargotaschen, die nicht nur praktisch sind, sondern der Hose auch eine fesche Optik verleihen. Zu der feschen Optik trägt auch das Muster des atmungsaktiven und sehr weichen Nylon-Stoffs bei.

Die Hose ist zwar zum größten Teil unifarben, wirkt aber dennoch weder langweilig noch altbacken. Farblich leicht abgesetzt ist der Bereich Oberschenkel-Innenseite und der untere Rückenbereich. Bunt wird es beim Blick in die Einschubtaschen und beim Öffnen der beiden Ventilationsbelüftungen. Die Belüftung kann mit einem Reißverschluss je nach Bedarf geschlossen bzw. geöffnet werden – für eine frische Brise in der Buxe! Alle Reißverschlüsse sind einfach zu bedienen, auch mit Handschuhen!

In der linken Cargotasche findet sich dann noch die eine oder andere Überraschung! Speziell für Bikepark-Besucher ist hier eine Einschubtasche für die Tages-Karte untergebracht. Ebenfalls sehr originell: Das mit einer Kordel gesicherte Brillenputztuch. Durch den lässigen Schnitt der Hose gibt es weder Probleme beim Tragen von Protektoren noch behindert die Shorts den Bewegungsablauf. Das Innenfutter der Hose aus Mesh ist sehr anschmiegsam und fühlt sich sehr angenehm an.

Der Bund der Hose ist zweiseitig per Klett anpassbar. Der Hosenbund ist recht hoch geschnitten, für uns Biker absolut top! Die Verarbeitung der Hose einschließlich der Nähte überzeugt. Die iXS Wendigo BC Elite Shorts ist in den Größen S bis XXL sowie in den Farben braun und schwarz erhältlich. Die Hose ist auch für Allmountain Biker und Enduristen sehr empfehlenswert, allerdings sollte man bei längeren Touren unten drunter nicht auf eine Radlerhose mit Sitzpolster verzichten!

Preis: 99,95 Euro
Größen: S bis XXL
Erhältliche Farben: Braun, schwarz

O’Neal Shore Rain Jacket und Pants – Regenjacke und Regenhose – Test

Wer kennt es nicht?! Immerhin leben wir ja in Deutschland und der letzte Sommer hat uns mal wieder gezeigt: Richtig gutes Wetter haben wir dann wohl doch eher selten! Allerdings müssen wir über den Sommer nicht weiter philosophieren, nahtlos reiht sich jetzt der Herbst in das ohnehin herbstliche Wetter ein. Wer es nicht bereits vorher schon getan hat, sollte spätestens jetzt an gute Regenbekleidung denken. Was aber tun, wenn man vor lauter Protektoren scheinbar keine passende Regenbekleidung findet?!

Diese muss gut über die Protektoren passen und genug Bewegungsfreiheit bieten, ohne allerdings wie ein Flattersack zu sitzen – weshalb Regenbekleidung zwei Nummern größer immer grenzwertig ist! Zudem muss die Regenbekleidung sehr robust und dazu auch noch atmungsaktiv sein! Wir haben uns mit und ohne Protektoren in die Regenkombo Shore Rain Jacket und Shore Rain Pants von O’Neal geworfen! Beim Überstreifen der Regenbekleidung über enganliegende Kleidung wie Spandex o.ä. fällt direkt auf: Die Jacke als auch die Hose fallen relativ groß aus. Ein bisschen fühlt man sich, als wenn man die Sachen vom großen Bruder auftragen müsste. Besonders die Hosenbeine sind im unteren Bereich sehr breit geschnitten. Auch die Regenjacke zeigt sich etwas big… Anders sieht die Sache aus, wenn man zur Schutzausrüstung greift. Besonders im Bereich der Schultern und der Knie zeigt sich das Plus an Material als sehr sinnig!

Auffallend ist das sehr robuste Material der Regenjacke und Regenhose, das Maxtura-Gewebe. Es ist schon erstaunlich, was dieses Gewebe so alles aushält! Das Material ist relativ dick und schwer, beansprucht also relativ viel Stauraum im Rucksack. Auch das Gewicht ist nicht ohne. Die Hose und die Jacke bringen zusammen knapp 980 Gramm auf die Waage – in der Größe M. Das Mehrgewicht lohnt, wir sind bei unserem Frankencross stundenlang durch den Regen gefahren ohne nass zu werden. Das Thema Atmungsaktivität ist immer ein heikles Thema. Auch bei der Regenkombo überzeugt die Atmungsaktivität, allerdings schwitzt man auch hier. Auf nackter Haut fühlt sich die Regenhose kalt an, da hier im Gegensatz zur Jacke kein Innenfutter vorhanden ist. Die Verarbeitung der Hose als auch der Jacke ist sehr gut. Der Blick in die Kleidung zeigt die doppelt verschweißten und versiegelten Nähte – wie gesagt, selbst nach stundenlangem Fahren im Regen kann einem dieser nichts anhaben.

Der Hosenbund als auch die Hosenbeine weisen als Abschluss ein Gummiband auf. Der Abschluss der Hosenbeine besitzt zusätzlich einen Reißverschluss, um einen besseres und bequemeres Anziehen zu ermöglichen. Schön sind die beiden seitlichen dicken Reflektorstreifen in diesem Bereich, welche als Überlappung den Reißverschluss schützen. Taschen besitzt die Hose leider nicht. Optisch zeigt sich die Hose – abgesehen von den O’Neal Aufdrucken – recht unspektakulär. Die Jacke hat optisch durch das aufgedruckte coole Muster mehr zu bieten. Die Ärmel der Jacke weisen als Abschluss ebenfalls ein Gummiband auf. Der Reißverschluss der Jacke ist versiegelt und am Rücken findet sich ein Reflektorstreifen. Die Jacke bietet zwei seitliche Taschen, die ebenfalls mit einem versiegelten Reißverschluss versehen sind. Die Jacke lässt sich im Hüftbereich durch eine Kordel in der Weite anpassen. Der Kragen ist durch den weichen Stoffbesatz sehr angenehm. Nur zwei Dinge vermissen wir an der Jacke: Eine Kapuze und eine Lasche zum Aufhängen.

Qualitativ hochwertige Regenbekleidung, die wir aufgrund des Schnittes vor allem beim Tragen von Protektoren empfehlen würden. Das Material ist sehr robust und die Verarbeitung kann überzeugen.

Größen: S, M, L, XL, XXL
Preis: Shore Rain Jacket 59,90 Euro, Shore Rain Pant 39,90 Euro

Vertrieb: www.2wheel-distribution.com

VANS Cult Brasco – Vorstellung der Schuhe für BMX/MTB und Street

Sie begleiten uns quasi schon unser ganzes Leben und sind aus dem Bereich BMX und Skate nicht mehr wegzudenken: VANS Shoes. Auch wenn die Konkurrenz nicht schläft, stellen VANS immer noch das Nonplusultra in diesem Bereich dar. Immer trendy und vor allem mit dem super Grip auf den Pedalen sind VANS für uns immer noch die erste Wahl. Das ändert sich auch nicht mit dem VANS Cult Brasco!

Zu den Sohlen der Cult Brasco muss man keine Worte mehr verlieren – es sind halt VANS. Die vulkanisierte Sohle mit dem Waffelmuster ist altbewährt und klebt geradezu auf den Pedalen. Ein Abrutschen ist fast unmöglich, das weiche Gummi beißt sich regelrecht fest. Neben der Griffigkeit auf den Pedalen vermitteln die Sohlen ein gutes Gefühl für das Bike, ohne unbequem zu wirken. Nicht umsonst tragen wir mit Vorliebe Schuhe dieser Marke!

In Zusammenarbeit mit der BMX Cult Crew entstand der Cult Brasco. Das Obermaterial besteht zum größten Teil aus schwarzem Leder, weist aber auch Bereiche aus schwarzem Textil auf. Der Schuh wirkt schmal und edel. Die Passform und Passgenauigkeit ist – mal wieder – sehr gut. Der Cult Brasco ist im Innenbereich orange abgesetzt und mit den orangefarbenen Schnürsenkeln ein absoluter Eye Catcher. Wer es weniger auffällig mag, kann natürlich auch die ebenfalls mitgelieferten schwarzen Schnürsenkel verwenden.

Wer den Schuh höher geschnitten bevorzugt, kann zum Cult Atwood Mid aus der gleichen Produktlinie greifen. Die Schuhe gehen immer – im wahrsten Sinne des Wortes: Auf dem Bike, neben dem Bike, unter dem Bike, in der Schule, im Büro… Mit dem Cult Brasco überzeugt VANS mal wieder mit der Qualität, der Optik und der Funktion – was will man mehr? Vielleicht ein zweites Paar von den Schuhen 😉

Größen: Von 6.5 bis 13
Preis: 69,95 Euro (Cult Brasco)

Procraft Anatomic Sattel (Men) – Der Trekking Sattel im Test

Nicht jeder Biker kommt mit den sportlichen und harten Sitzschalen klar, die meist bei Mountainbikes verbaut werden. Schmerzhafte Druckstellen sind noch das kleinste Übel, welches dem geschundenen Biker widerfahren kann. Guter Rat ist teuer, wenn man mit Problemen in diesem Bereich konfrontiert wird. Eine allgemeine Lösung können auch wir nicht anbieten, aber mit dem Test des Procraft Anatomic Sattels einen Lösungsansatz offerieren.

Den richtigen und passenden Sattel zu finden ist eine Wissenschaft für sich. Jeder Mensch ist ein Individuum und viele Faktoren beeinflussen somit die Wahl des Sattels. Ein ganz wichtiger Faktor ist der Abstand der Sitzknochen – hier finden sich im Internet zum Teil ziemlich abenteuerliche Methoden zur Ermittlung des Abstands. Einige Hersteller bieten diesbezüglich Sättel mit verschiedenen Sitzbreiten an. Doch nicht immer entspricht die Theorie der Praxis – da hilft dann leider doch nur der Test in der Praxis. Procraft bietet mit dem Anatomic Sattel einen Sattel für den Bereich Trekking an. Der Sattel ist in zwei Ausführungen erhältlich: Men und Lady. Der Sattel wirkt trotz der angenehmen Polsterung nicht klobig und passt somit auch optisch gut zum MTB. Der Procraft Anatomic Sattel Men wiegt knapp 460 Gramm und baut etwa 6,5 Zentimeter hoch. An der breitesten Stelle ist der Sattel etwa 16 Zentimeter breit, die Länge des Procraft Anatomic beträgt etwa 27 Zentimeter. Die Oberfläche besteht aus Skai, einem Kunstleder. Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick hochwertig. Wir haben den anatomisch geformten Sattel auf einer harten und langen Tour mit mächtig Höhenmetern im deutschen Mittelgebirge getestet – auf ruppigen Wanderwegen als auch auf Straße.

Der Procraft Anatomic hat sich für uns als gute Wahl herausgestellt. Der Aufbau des Sattels verhindert ein Taubheitsgefühl, die Druckstellen wurden auf jeden Fall minimiert – trotz des Tragens eines schweren Rucksacks. Die Verarbeitung kann ebenfalls überzeugen. Keine Naht löste sich und der Sattel wies nach dem Test weder Verschleißspuren noch Beschädigungen auf. Auch nach stundenlangem Sitzen zeigte der Sattel keine Verformungen oder gar eine Faltenbildung. Die Bewegungsfreiheit ist voll gegeben und man kann auf dem Bike, wie gewohnt, agieren. Die Wahl des Sattels ist, wie schon beschrieben, eine sehr individuelle Sache! Der Procraft Anatomic Sattel (Men als auch Lady) ist für günstige 23,90 Euro erhältlich – also einen Versuch wert! Ein Trekking Sattel, der uns als MTB Tourensattel überzeugen konnte!

Farbe: Schwarz
Preis: 23,90 Euro

iXS DH-X1.1 Gloves – Ein Kunstwerk für die Hände – Test Handschuhe

Wir wissen nicht, was den Leutchen von iXS bei der Planung des DH-X1.1 Downhill und Freeride Handschuhs durch den Kopf gegangen ist, aber das Ergebnis kann sich wirklich – im wahrsten Sinne des Wortes – sehen lassen. Der Handschuh wirkt fast wie ein kleines Kunstwerk und bei so viel kreativem Schaffen kommen uns natürlich Zweifel, ob das Ganze nicht zu Lasten der Funktionalität und Haltbarkeit geht. Wir haben deshalb die Lage mal für euch „abgecheckt“!

Wir hatten im Test die iXS DH-X1.1 Gloves in der Ausführung schwarz. Die Einstufung in Schwarz lässt sicherlich kaum Spielraum, aber der Blick auf die Handschuhe zeigt uns ein farbenfrohes Szenario. Neben schwarz sehen wir die Farben türkis bzw. ein helles blau, lila und mint – Farbexperten mögen uns die grobe Einteilung verzeihen. Der farbliche Aufbau ist definitiv sehr geglückt und wirkt nicht wie ein Sammelsurium. Der größte Teil des Handschuhs ist in der Tat schwarz, die Zwischenräume der Finger sind lila, das Bündchen ist mint, der Handrücken weist einen Teil in türkis auf und die aufgebrachten Gummiapplikationen weisen alle drei genannten Farben auf – mit einem Hauch grau.

Soviel zur Optik – mal abgesehen von den Beschichtungen für einen besseren Halt auf den Griffen und den Brems- und Schaltfingern. Hier sind auch nochmal die Farben lila und mint vertreten – in Form von Punkten, Sternen, Balken und Klecksen. Damit haben wir auch schon den Brückenschlag zu der Funktionalität des Handschuhs. Das Bündchen lässt sich per Klett einstellen und zeigt sich außerordentlich geschmeidig. Der Handschuh ist MX typisch tief geschnitten für eine bessere Bewegungsfreiheit. Der stark beanspruchte Daumenbereich ist doppelt ausgeführt und verspricht ein langes Handschuhleben.

Das auf der Innenhand angebrachte Polster sorgt für Schutz und entspanntes Fahren. Die Gummiapplikationen und die verschiedenen Materialien des Handschuhs sind sinnig angebracht. Der Handschuh sitzt wirklich perfekt und man hat einen sicheren Grip. Die Bewegungsfreiheit ist voll gegeben und man hat ein gutes Lenk- und Bremsgefühl. Der Handschuh scheuert und kratzt nicht und ist sogar dabei noch atmungsaktiv. Die Verarbeitung gibt keinen Grund zum Meckern und der Handschuh zeigte keine Ausfallerscheinungen – und das, wo wir neben dem Fahren nebenbei, den Handschuh tragend, noch einen Spot umgeschaufelt haben. Erhältlich ist der schlanke Handschuh für schlanke 29,95 Euro.

Preis: 29,95 Euro
Größen: S bis XXL
Erhältliche Farben: Schwarz, weiß

Centurion Trailbanger Ultimate 3 – Ein Name, ein Bike, ein Wort! Test

Die Marke Centurion begleitet uns schon seit den 80er Jahren! Auch wenn wir persönlich damals beim BMX klar auf die amerikanischen Bikes gesetzt haben, die deutsche Marke war immer präsent! Der Blick in die Historie von Centurion lässt längst Vergessenes wieder aufleben. Viele große Unternehmen versäumen es leider, neue Wege zu beschreiten – Centurion wagte es immer, einen Schritt forscher an die Sache zu gehen. So löste sich Centurion teilweise auch vom altbewährten LRS System. Viel Zeit zur Trauer blieb allerdings nicht, da bereits das Centurion Trailbanger Ultimate 3 auf seinen Einsatz bei uns wartete.

Der Rahmen ist sehr ansprechend und macht einen durchdachten Eindruck. Die verbauten Komponenten wirken auf den ersten Blick sehr stimmig und eines wird direkt klar: Das Bike ist exklusiv – so wie der Preis auch! Knapp 4000 Euro muss der Käufer für das Centurion Trailbanger Ultimate 3 auf den Tisch legen. Etwas preisgünstiger zeigt sich das Ultimate 1 mit weniger kostspieligen Komponenten. Dafür spart man über 1400 Euro gegenüber dem Ultimate 3. Doch nicht das Centurion Trailbanger Ultimate 1, sondern das Ultimate 3 wollte und sollte uns überzeugen. Beim Trailbanger setzt Centurion auf das VPP System. Das System mit dem virtuellen Drehpunkt hat sich bereits bei vielen Marken und Bikern durchgesetzt.

Das Gewicht des Centurion Trailbanger Ultimate 3 beträgt schlanke 14,6 Kilogramm – und das mit den von uns verbauten Plattformpedalen! Für gute Rolleigenschaften und somit effektives Vorankommen sorgen die Nobby Nic von Schwalbe. Centurion spendiert dem Trailbanger diesen Reifen in 2.4 und stellt für den herkömmlichen Einsatz sicherlich eine gute Wahl dar, beim Shreddern durch die Kurven kommt man allerdings schnell an die Grenzen des Reifens. Wir haben uns im weiteren Verlauf des Tests für den Schwalbe Muddy Mary Freeride entschieden, der zwar nicht so gut rollt wie der Nobby Nic, aber bedeutend mehr Spaß und letztendlich auch Sicherheit bietet.

Auffallend ist beim Hinterbau nicht nur das VPP System. Der Hinterbau arbeitet sehr gut, vermittelt aber kein zu softes Feeling. Trotz aller Schluckfreudigkeit zeigt sich der Hinterbau straff und gibt dem Fahrer immer ein direktes Feedback, egal ob man über Wurzeln fliegt oder Steinteppiche ebnet. Die 16 Zentimeter am Heck bieten ebenso viel Reserven wie die 16 Zentimeter der Fox 160 Talas R. Der Hinterbau wirkt, von oben auf das Bike blickend, sehr großzügig gestaltet. Bei der Montage des Hinterradreifens wird man eines Besseren belehrt. Der Abstand des Reifens ist zur unteren kettenzugewandten Strebe sehr knapp bemessen.

Im Klartext bedeutete das für uns, dass wir den Muddy Mary Freeride in 2.5 nicht montieren konnten und uns somit für die Muddy Mary Kombination 2.5 vorne und 2.35 hinten entschieden haben. Ebenfalls auffallend war, dass mit dieser Bestückung die Kette bei „Kette links“ leicht an den Stollen rieb. Das Steckachsensystem ist natürlich nicht nur praktisch, sondern bringt auch Steifheit – wobei das hintere Laufrad leicht friemelig eingesetzt werden muss. Das Trailbanger wird mit drei Kettenblättern ausgeliefert, womit der Einsatzbereich sehr breit gefächert wird.

Oftmals wird bei VPP Systemen der Pedalrückschlag bemängelt, der mal mehr oder mal weniger „schlimm“ ausfällt. Beim Trailbanger ist auf dem kleinsten Kettenblatt pedalierend nur ein ganz minimaler unrunder Tritt bemerkbar und ist somit eigentlich nicht der Rede wert. Dafür bekommt man mit dem VPP des Trailbanger ein System, welches wie gesagt im Centurion zwar straff, aber dennoch sauber agiert. Der Hinterbau arbeitet leicht beim Uphill, kann aber mit den zur Verfügung stehenden Dämpfereinstellungen des Fox Dämpfers minimiert werden. Bei steileren Uphills lohnt der Griff zur Gabel, um diese von 160mm auf 130 mm oder besser noch 100 mm abzusenken, weil sonst die Nase leicht wird.

Die Wahl der Komponenten ist gut, besonders die Kind Shock i-950 Vario-Sattelstütze verdient hier Lob! Ein Griff unter den Sattel und man kann den Sattel stufenlos absenken oder wieder nach oben bewegen. Die Shimano XT Schaltung als auch die Formula RX Bremsen versehen zuverlässig ihren Dienst. Die Bremsen machen sich bei Nässe akustisch stark bemerkbar, was aber nichts an der Bremsleistung ändert. Die Reifen sollte man seinen Bedürfnissen entsprechend wählen. Nicht verständlich ist für uns die Wahl der Lenkergriffe, die wir direkt gegen die UMF Jelly Schraubgriffe – quasi aus dem gleichen Haus – getauscht haben. Der Sattel von Fizik war für uns sehr angenehm, sogar beim Touren.

Die Stärke des Trailbanger ist das spielerisch gute Handling. Jede Lenkbewegung wird sofort – wie gewünscht – in Richtungsänderung umgesetzt. Das Trailbanger macht seinem Namen alle Ehre: Die Spielwiese des Centurion ist der Trail! Das Bike verhält sich auf dem Trail sehr agil, in der Luft dagegen etwas träge und bedarf etwas Kraft. Wer einen schmalen Trail befahren will – gerne mit Anliegern gespickt oder dort, wo im Laufe der Zeit Anlieger entstanden sind – darf sich eines Bikes erfreuen, mit dem man richtig Gas geben kann. Das Bike lässt sich um die Ecke peitschen und hinterlässt auf dem Gesicht des Fahrers ein häßliches Grinsen.

Wir hatten anfangs Probleme mit dem Abspringen der Kette – ein Problem, welches wir durch Kürzung der Kette eliminieren konnten. Das Trailbanger erwies sich bei uns im Test als tolles Enduro für den Trail – egal ob durch den Wald oder die Hatz auf anspruchsvollen Pisten. Das Centurion scheut sich auch nicht davor, eine weite Tour oder eine ruppige Abfahrt anzugehen. Bergauf als auch bergab macht das ausgewogene Bike eine gute Figur, setzt aber seinen Glanzpunkt als Trailbanger. In diesem Fall kann man wirklich mal behaupten: Hier passt der Name wie die Faust auf’s Auge. Leider reißt der Anschaffungspreis aber auch ein faustgroßes Loch in die Haushaltskasse.

Preis: 3999 Euro
Farbe: weiß
Größen: 41, 46, 51, 56 cm