Kona Supreme Gloves und JC Gloves – Handschuhe im Test

Rechtzeitig zur neuen Saison hatte Kona sechs neue Handschuhe vorgestellt, die für die verschiedenen Bereiche des Radfahrens entwickelt wurden. Vom Straßensport bis zum Downhill wurden die speziellen Anforderungen bezüglich des Materials und des Aufbaus der Handschuhe berücksichtigt. Mit den Supreme Gloves und den JC Gloves stehen Handschuhe bereit, die extra für Biker wie unsereins entwickelt wurden. Wir hatten die Gelegenheit, diese Handschuhe ausgiebig zu testen.

Kona Supreme Gloves

Supreme – das sorgt bei vielen von uns für glänzende Augen. Kein Wunder, tragen doch die Topprodukte von Kona diese Bezeichnung. Mit dem Supreme Glove bietet Kona einen Handschuh für den extremeren Geländeeinsatz wie zum Beispiel beim Downhill an. Wie schon die Bikes zeigt sich auch der Handschuh voll durchdacht. Das erste Augenmerk gilt dabei den Fingern, die nicht nur griffsichere Fingerspitzen im Bereich des Zeige- und Mittelfingers aufweisen, sondern auch im Bereich der Gelenke eine durchdachte Lösung zur Vermeidung von Spannung aufweisen.

Der Handschuh sitzt perfekt wie ein Maßanzug und vermittelt ein sehr gutes Gefühl. Die Belüftung des Handschuhs kann sich ebenso sehen lassen wie die Verarbeitung – der Supreme Glove zeigte sich im Test äußerst robust und hart im Nehmen. Ebenfalls durchdacht ist der Aufbau der Innenhand in Verbindung mit der Kevlar Rutschplatte. Der Handrücken könnte etwas besser geschützt sein. Das Aussehen ist top! Die Optik wirkt bei der Ausführung in weiß/schwarz geradezu edel. Der Frottee-Besatz am Daumen und der Klettverschluss am Handgelenk runden das sehr gute Bild dieses Handschuhs ab. Der Handschuh trägt die Bezeichnung Supreme zu recht und verdient daher ein sehr gut!

Kona JC Gloves

Speziell für Parks und natürlich auch Gelände wurde der JC Glove entwickelt, dessen Bezeichnung von niemand geringerem als von CLUMP Fahrer John Cowan stammt. Damit weiß man schon ungefähr, welche Zielgruppe mit diesem Handschuh angesprochen werden soll. Sehr auffallend ist beim JC die einschichtige und geprägte Innenhand des Handschuhs. Der erste Griff am Lenker begeistert direkt durch den enormen Grip der Handschuhe – ein Abrutschen vom Lenker ist geradezu unmöglich. Der Handschuh weiß allerdings nicht nur durch den Antirutscheffekt zu überzeugen. Der Handschuh vermittelt ebenfalls ein sehr gutes Lenkgefühl und die Passform ist hervorragend.

Da es sich nicht um einen Downhillhandschuh handelt, ist der Schutz der Oberhand nicht ganz so ausgeprägt wie bei herkömmlichen Downhill-Handschuhen. Die Belüftung zeigt sich auch beim JC Glove gut gelöst und die Verarbeitung gibt keinen Grund zum Nörgeln. Natürlich fehlt auch beim JC Glove weder der Frottee-Besatz am Daumen noch der Klettverschluss am Handgelenk. Optisch? Ziemlich chick und trendy – lobenswert kommt hinzu, dass die aufgedruckten Tribals selbst nach vielen Maschinenwäschen und vielen Einsätzen nicht gelitten haben. Kurzum: Ebenfalls sehr empfehlenswert!

Beide Handschuhe sind in verschiedenen Größen und unterschiedlichen Farbausführungen erhältlich. Der Preis bewegt sich bei etwa 35 Euro. Mehr Infos findet ihr unter www.konaworld.com

FOX Racing 180 Pant, Dirtpaw Gloves und HC Jersey – Test

Als Geoff Fox 1974 die Fox Racing Inc. gegründet hat, hätte er sich wohl kaum träumen lassen, dass eines Tages seine Marke nicht mehr aus den Bereichen MX, BMX und MTB wegzudenken ist. Seien wir ehrlich, nicht nur dass jeder FOX kennt, sondern die meisten von uns haben diverse Trikots, Hosen oder Handschuhe mit dem Fuchskopf im Schrank liegen. Wir haben den preiswerteren FOX-Produkten, die für viele auch den Einstieg in die FOX-Welt darstellen, unsere Aufmerksamkeit geschenkt.

Weshalb sich die Bekleidung von FOX so großer Beliebtheit erfreut, lässt sich schon fast mit dem ersten Blick auf das Sortiment beantworten. Die FOX Produkte sind ziemlich stylisch und trendy, optisch bietet FOX hier großes Kino. Das zeigt sich nicht nur bei den Artikeln rund um den Bereich Motocross, sondern auch bei der Streetware. Selbst Nicht-Biker setzen mittlerweile auf das Fuchsköpfchen. Doch wie sieht es mit der Qualität der Produkte aus? Bekanntlich wird man von einem schönen Teller alleine nicht satt.

FOX 180 Pant

Bei den Hosen buhlt neben der 360 und der Blitz die preiswertere 180 um die Gunst der Käufer. Optisch zeigt sich die 180 zwar etwas schlichter als die beiden anderen Modelle, verstecken muss sich diese Hose dennoch nicht. Erfreulich ist das große Angebot für Kids und auch eine Girls-Version kann die 180 Pant vorweisen. Die ersten positiven Punkte kann die Hose direkt beim Anziehen sammeln. Das Innenfutter reicht bis zu den Knie und Angst vor Hochwasser muss niemand haben, weil die Hosenbeine lang genug sind – ein Punkt der für MX-Hosen nicht unbedingt selbstverständlich ist. Das Tragen von Schienbeinprotektoren ist also ohne Probleme möglich. Auch wenn die Hosenbeine im unteren Bereich luftdurchlässig gestaltet sind, wird es in der Hose muckelig warm. Kein Wunder, das Material ist sehr robust und strapazierfähig, die Knie sind sogar leicht gepolstert. Der Hitzeschutz im Innenkniebereich ist für uns Mountainbiker natürlich weniger interessant. Die Pants sitzen gut und engen durch die Verwendung von mehreren Stretcheinsätzen die Bewegungsfreiheit nicht ein. Über die Verarbeitung der 180 Pants kann man nicht klagen – die Nähte der Hose sind doppelt, im Schritt sogar dreifach ausgeführt, das spricht für ein langes Leben der Hose. Durch das Innenfutter scheuert nichts und die Hose lässt sich auch über Stunden bequem tragen! Eine kleine Tasche oder dergleichen sucht man leider vergeblich. Zum Lieferumfang gehören Hüftpolster, die sich per Klett befestigen lassen. Erhältlich ist die 180 Pant ab 119,95 Euro.

FOX HC Jersey

Farblich passend findet sich bei FOX zu den Hosen natürlich auch das dazugehörige Jersey. Die Jerseys der Serie HC zeigen sich äquivalent zu den Preisen der FOX 180 Pant und sind somit ebenfalls im unteren Preissegment bei FOX zu finden. Wie schon bei den Hosen gibt es auch hier spezielle Jerseys für Kids und eine Ausführung für Girls. Natürlich gefällt, wie schon bei der 180 Pant, die Optik des Jerseys. Ein spezieller Farbdruck, der ein Ausbleichen verhindert, sorgt dafür, dass das auch lange so bleibt. Das Jersey ist MotoX-typisch geschnitten, bietet einen V-Ausschnitt und kann natürlich perfekt über Protektoren getragen werden. Die Armbündchen sind schmal, allerdings handelt es sich nicht um Gummibündchen. Obwohl das HC Jersey von der Verarbeitung einen guten Eindruck macht, quittierte das Jersey ausgerechnet bei uns den ersten Abflug direkt mit einer aufgerissenenen Naht im Bereich des Ellbogens. Da das FOX HC Jersey im weiteren Verlauf des Tests allerdings keinen Grund mehr zur Kritik gab und auch die Überprüfung der anderen Nähte keine weiteren Schwachstellen zeigte, gehen wir davon aus, dass die äußeren Umstände etwas „unglücklich“ waren. Das FOX HC Jersey ist für 34,95 Euro erhältlich.

FOX Dirtpaw Gloves

Um komplett durchgestylt zu sein, dürfen natürlich nicht die richtigen Handschuhe fehlen. Wie sollte es anders sein, auch hier gibt es bei FOX Abhilfe. Die Dirtpaw Gloves glänzen nicht nur durch den Preis und die Optik, sondern auch durch die sehr gute Passform. Die Handschuhe sind im Handflächenbereich schlicht gestaltet, weisen aber dennoch eine leichte Polsterung der Handfläche und Silikon-Anti-Rutsch-Noppen auf den Bremsfingern auf. Die Oberseite des Handschuhs zeigt sich wesentlich großzügiger ausgestattet. So finden sich Gummiprotektoren und Neopren-Schutzpolster, welche die Hand schützen und zudem stylisch aussehen lassen. Was dem Handschuh komplett fehlt ist leider ein Frotteebesatz am Daumen. Am Handgelenk bietet der Dirtpaw einen Klettverschluss. Ebenfalls gut ist die Ventilation des Handschuhs. Der Handschuh ließ sich während des Test absolut stressfrei tragen, allerdings machten sich leider die Anti-Rutsch-Noppen der Bremsfinger relativ schnell auf und davon. Ein sehr feiner und empfehlenswerter Handschuh für relativ wenig Geld! Die Dirtpaw Gloves wandern für 28,95 Euro über die Ladentheke.

Vertrieb in Deutschland und Österreich:
YOKO Sportartikel GmbH
Am Hirtengarten 30
57290 Neunkirchen

Mehr Infos unter www.foxracing.de

Giant STP 0 – Das Urban Freeride Hardtail im Test

Urban Freeride bezeichnet nicht nur eine Disziplin beim Mountainbiken, sondern steht vor allem für Lifestyle und Unabhängigkeit. Unter die Räder kommt alles, was auch nur irgendwie mit dem Bike gefahren, gesprungen oder gesurft werden kann. Unter der Rubrik „Urban Freeride“ findet sich bei Giant die STP-Serie. Mit diesen Bikes will Giant die Biker ansprechen, die ihren Freiheitsdrang unabhängig vom Spot ausleben wollen. Ein Bike dieser Serie ist das Giant STP 0 bzw. Zero.

Die STP-Serie umfasst vier verschiedene Modelle, die sich durch markante Merkmale unterscheiden. Neben der Single Speed Ausführung „Giant STP Single Speed“ findet sich zum Beispiel auch ein STP mit einer Cro-Mo Gabel – BMX lässt grüßen! Wir beschäftigten uns allerdings mit dem Giant STP 0, welches neben der verbauten mechanischen Scheibenbremse Hayes MX4 mit einer Marzocchi Dirt Jumper 1 mit 100mm Federweg und Steckachse auftrumpft.

Giant verzichtet bei dem Alu-Rahmen auf unnötige Schnörkeleien und verpasst dem STP dort Verstärkungen, wo diese auch gebraucht werden. Trotz der schnörkellosen Optik sticht das Giant durch die gelb-schwarze Lackierung direkt ins Auge. Erhältlich ist das STP 0 lediglich in der Größe L, bezeichnend für 15 Zoll. Die Oberrohrlänge beträgt 585mm, die Kettenstrebenlänge 401mm und der Lenkwinkel 69 Grad – kurz gesagt relativ gebräuchliche Werte für ein Bike dieser Klasse.

Nicht nur optisch passt die Marzocchi Dirt Jumper 1 hervorragend zum STP. Die phatten Decals der Gabel sorgen mit der auffallenden Lackierung des Rahmens für Hingucker. Die Dirt Jumper 1 lässt sich durch die externe Einstellung der Zugstufe als auch durch die Luftunterstützung perfekt an den Spot bzw. die Bedürfnisse des Fahrers anpassen. Von der Funktion gibt es an der Marzocchi nichts zu meckern und die Steckachse sorgt für eine hohe Steifheit der Gabel.

Erstaunlich ist die Bremskraft und der gute Druckpunkt der mechanischen Hayes MX4, die trotz der nur 160mm „großen“ Bremsscheiben vorne und hinten recht gute Verzögerungsdienste leistet. Der Einsatzbereich bezieht sich hierbei natürlich auf den Bereich Urban, Dirt und Dual. Ebenfalls Sinn und Verstand macht die verbaute Truvativ Kettenführung, welche die Kette sicher im Zaum hält. Acht Gänge (SRAM) bietet das STP, das ist völlig ausreichend, für den passenden Gang ist also stets gesorgt.

Auf die Waage bringt das STP knapp 15,2 Kilogramm. Beim Sprint wirkt das Bike erstaunlicherweise leicht träge. Das Handling des Bikes ist gut, könnte aber etwas agiler sein. Auf dem Trail liegt das STP 0 hervorragend. Man kann dem STP sogar eine leichte Tourentauglichkeit zusprechen, dank des durchgehenden Sattelrohrs lässt sich das STP gut pedalieren und man haut sich nicht mit dem Knie direkt das Kinn auf. Nur bergauf sollte es nicht gehen…und wenn dann nur auf den Starthügel 😉

Höchstpunktzahl erntet das STP Zero in der Luft, souverän beansprucht das Giant den Luftraum für sich und lässt sich erstklassig manövrieren. Auch in schnellen Kurven kann das Bike dank des steifen Rahmens absolut begeistern – das Giant STP bietet genug Reserven und lässt sich im Drift wunderbar kontrollieren. Das Bike rollt auf Kendas K-Rad in der Größe 26×2.3, für den gedachten Einsatzzweck auf festem Untergrund ebenfalls eine gute Wahl. Ein Bike mit Spaßgarantie!

Fazit:
Das Giant STP ist eine robuste Spaßmaschine, die nicht nur beim Urbanriding, sondern auch auf dem Trail richtig Fun bereitet. Der steife Rahmen macht einen sehr guten Eindruck und bietet viel Reserven. Das sinnvoll zusammengestellte Gesamtpaket rundet das gute Bild des STP 0 ab.

Größen: L (15″)
Farbe: gelb-schwarz
Gewicht: 15,2 Kilogramm
Preis: 800 Euro

Mehr Infos unter www.giant-bicycles.com

Yeti 575 Carbon im Test – Über Mythen und Legenden…

Test: Um das Yeti ranken sich Mythen und Legenden. Nicht greifbar und fernab der Zivilisation lebt es in entfernten Gegenden und nur wenige Menschen können behaupten, jemals dieses seltene Geschöpf gesehen zu haben – wenn überhaupt! Nicht viel anders verhält es sich mit den Bikes der Kultschmiede Yeti. Mit dem Yeti 575 Carbon hatten wir solch ein edles Bike im Test, mit einem für uns überraschenden Ergebnis! Ein Bericht über Mythen und Legenden…

Bereits optisch liegt das Yeti auf einem sehr hohen Level. Für Innovationen und ausgefeilte Technik war die Schmiede Yeti schon immer sehr bekannt – man denke hier an das Lawwill und das 303. Auch das Yeti 575 Carbon zeigt sich ansprechend und interessant zugleich. Dafür sorgt nicht nur das „Hydroforming“ Oberrohr und das markant wirkende Unterrohr, sondern auch der Hinterbau…und auf diesen sollte man mal ein genaues Auge werfen!

Sehr interessant ist bei dem abgestützten Eingelenker die „Alternativlösung“ der normalerweise verbauten Lager oberhalb der Hinterradachse. Anstatt der Lager besitzt das Yeti 575 Carbon an dieser Stelle „nur“ eine flexende Verbindung! Der Vorteil dieser Lösung: Leichter und wartungsärmer als herkömmliche Lager! Auch wenn man am Anfang dieser Lösung etwas skeptisch gegenübersteht, so viel können wir verraten, es funktioniert… und hält!

Der Modellname „575“ kommt nicht von ungefähr, sondern bezeichnet den Federweg am Heck mit 5,75 Zoll, also 146 mm. Auch die Bezeichnung „Carbon“ hat natürlich ihren Sinn, da der Hinterbau des Yeti 575 Carbon aus Carbon besteht. Mit dem satten Federweg ist das Yeti 575 für Long-Travel Federgabeln von 140mm bis 160mm Federweg vorgesehen. Das im Bereich All-Mountain anzusiedelnde 575 basiert auf Yeti’s XC-Racer AS-R, allerdings mit kräftigem Federwegzuwachs.

„AS“ steht bei Yeti für Active Suspension. Yeti verspricht sich durch das am Anfang des Federwegs straffere Ansprechverhalten eine bessere Dämpferperformance. Auch wenn es von Yeti so gewollt ist, wir konnten uns mit dem degressiven Fahrwerk nicht so recht anfreunden. Kleine Unebenheiten werden vom Fahrwerk kaum geschluckt und direkt an den Fahrer weitergegeben. Erst bei weiterer Beanspruchung des Federwegs wird der Hinterbau softer, ohne aber spürbar progressiv gegenzusteuern.

Die Sitzposition auf dem Yeti 575 ist leicht nach hinten verlagert. Das Yeti lässt sich hervorragend pedalieren, bietet guten Vortrieb und eignet sich hervorragend für ausgedehnte Touren mit viel Höhenmetern. Ein sehr großer Vorteil ist hier die voll versenkbare Sattelstütze. Auch bergab gefällt die Fahrerposition auf dem Bike. Das Yeti liegt sehr gut in der Hand. Der Lenkwinkel ist mit der verbauten Gabel für ein All-Mountain erstaunlich flach. Auf Trails entwickelt sich das Yeti durch das agile Handling zur Spaßmaschine.

Im Grenzbereich regiert das 575 leicht untersteuernd. Die Front unterstützend haben wir vorne einen breiteren Reifen als hinten montiert. Unser Bike rollte somit vorne mit einer 2.5er Walze, während hinten ein 2.25er Reifen seinen Dienst versah. Auffallend ist, dass der Carbon-Hinterbau des Yeti sehr schmal ausfällt. Wer hinten eine dickere „Pelle“ fahren möchte, wird enttäuscht sein. Viel mehr als den verbauten Reifen kann der Hinterbau leider nicht aufnehmen.

Ein weiterer Grund zur Kritik ist für uns der flexende Hinterbau des Yeti 575 Carbon. Hier würden wir uns mehr Seitensteifheit wünschen. Absolut top ist die Verarbeitung des Rahmens. Kein Makel stört das Auge! Erstklassig! Erhältlich ist das Yeti 575 Carbon als Rahmen mit dem FOX RP23 Dämpfer für etwa 1700 Euro. Komplettbikes variieren von der Austattung je nach Händler. Wir wollen dennoch kurz auf die verbauten Komponenten dieses Bikes, besonders auf die Marzocchi Gabel, eingehen.

Als große Enttäuschung erwies sich für uns die verbaute Marzocchi 55 ETA mit den stattlichen 160mm Federweg. Das sonst von Marzocchi-Gabeln gewohnte erstklassige Ansprechverhalten vermissten wir bei dieser Gabel allerdings komplett. Nur widerwillig gab die Marzocchi 55 ETA ihren Federweg frei und sorgte so für unseren Unmut. Eine Gabel mit Federwegsminimierung macht an dem Yeti 575 aber auf jeden Fall Sinn. Bei vollem Federweg einer Gabel des Kalibers wie der Marzocchi 55 wird die Nase des Yeti 575 bei steilen Rampen etwas leicht und fängt an zu steigen. Durch die Aktivierung des ETA der Marzocchi 55 ETA wurde die Klettereigenschaft erheblich verbessert. An den verbauten DT Swiss-Laufräder und der standfesten Magura Louise gibt es nichts auszusetzen und kann für den Einsatz am Yeti absolut empfohlen werden.

Fazit:
Mythen und Legenden…wenn man eine trifft, ist man ein wenig enttäuscht. Das Yeti macht durch das agile Handling Spaß und begeistert durch eine erstklassige Verarbeitung, das degressive Fahrwerk und der flexende Hinterbau stoßen aber, zumindest bei uns, auf wenig Gegenliebe.

Größen: S, M, L, XL
Farbe: schwarz, orange, grau, türkis
Gewicht des Rahmens: 2850 Gramm (Werksangabe)
Preis: etwa 1700 Euro

Mehr Infos unter www.yeticycles.ch

Schwalbe Mow Joe und Mad Mike – BMX Tires im Test

Alteingesessenen Unternehmen sagt man nach, dass diese zu starr und zu unflexibel in ihrer Denkweise und ihrem Handeln seien. Oft wird dem Blick zurück in die Vergangenheit mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem Blick nach vorne. Innovation fehl am Platz! Mit ihrer 100-jährigen Firmengeschichte blickt die Familie Bohle auf eine lange Firmengeschichte zurück. Auch im Bereich BMX ist Schwalbe schon seit langer Zeit eine feste Größe. Der „Mow Joe“ und der „Mad Mike“ mussten sich für uns, stellvertretend für den Innovationsstand bei Schwalbe, in diverse Böden krallen.

Schwalbe Mow Joe

Beim Mow Joe handelt es sich um einen reinrassigen Reifen für BMX-Race. Erstes Augenmerk: Das Gewicht! Natürlich ein ganz wichtiger Faktor beim Race! Schwere Reifen bremsen vehement den Vorwärtsdrang und kosten wertvolle Zeit. Doch nicht nur das Gewicht ist entscheidend, sondern auch der Grip in den Kurven und die Traktion beim Beschleunigen. Mit etwa 330 Gramm ist der Mow Joe ein absolutes Fliegengewicht. Das macht sich dann auch direkt beim Sprint bemerkbar. Doch nicht nur das Gewicht, sondern auch der Grip des Faltreifens kann begeistern. Trotz des guten Grips und des guten Beschleunigungsverhaltens rollt der Mow Joe sehr leichtfüßig über die Bahn. Nein, nicht ein, sondern der perfekte Reifen für schnelle Runden! Der Schwalbe Mow Joe wandert für 33,90 Euro über die Ladentheke. Kein Pappenstiel, aber jeden Cent wert. Erhältlich ist der Schwalbe Mow Joe in den Größen 20 x 1.85, 20 x 2.00 und speziell für die Cruiser-Klasse in der Größe 24 x 1.85. Für Racer ein absolut empfehlenswerter Reifen!

Schwalbe Mad Mike

Natürlich bietet Schwalbe nicht nur den Mow Joe an, sondern auch Reifen für andere Bereiche des BMX. Neben dem „Table Top“ Timo Pritzel Series, der in Zusammenarbeit mit Timo Pritzel entstanden ist, dem „Crazy Bob“ für Tricks und Rampen und dem „Jumpin Jack“ für Dirt, um nur einige zu nennen, bietet Schwalbe mit dem Mad Mike einen sehr preiswerten Allrounder an. Der Blick auf das Profil des Mad Mike kommt einer Zeitreise gleich. Es handelt es sich um das für die achtziger Jahre typische Profil, welches sich im Laufe der vielen Jahre bewährt hat. Erhältlich ist der Mad Mike in verschiedenen Größen und Breiten. Der 20-Zöller wiegt je nach Ausführung bis zu 760 Gramm, was natürlich nicht unbedingt ein Leichtgewicht darstellt. Der Grip des Reifens ist auf der Bahn und auf Lehm gut, allerdings zeigen sich Schwächen auf rutschigem Untergrund und Nässe. Natürlich wirkt sich das relativ hohe Gewicht des Reifens auf das Beschleunigungsverhalten aus, aber wer nicht um jede Sekunde kämpft, wird das bei dem Preis gerne in Kauf nahmen. Der Preis für den Mad Mike bewegt sich bei 10,90 Euro! Mit dem Mad Mike erhält der Käufer einen guten Allrounder, der ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

Fazit Schwalbe BMX Tires

Den Mow Joe und den Mad Mike kann man natürlich nicht miteinander vergleichen, das wäre so, als wenn man Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Der Mow Joe ist ein reinrassiger Racereifen, der derzeit sicherlich den Höchststand der Entwicklung für Race-BMX darstellt. Dementsprechend teuer ist der Mow Jow natürlich auch. Der Mad Mike ist ein Allrounder, der für sein Geld eine sehr gute Leistung bietet, aber für Race (mittlerweile) etwas zu schwer ist und vom Grip etwas zu wenig Reserven bietet. Trotz der langen Firmengeschichte gibt es bei Schwalbe keine Verschnaufspausen und der Blick geht nach vorne. Bestes Beispiel dafür ist der Mow Jow für den absoluten Racer und der Mad Mike, mit dem der breite Markt im unteren Preissegment bestens abgedeckt wird!

Mehr Infos unter www.schwalbe.com

X4U Admiral – Das Einsteiger-Race-BMX im Test

Mit dem Admiral erweitert die Hermann Hartje KG ihre „BMX 4-U“ Palette um ein Race-BMX in der Einsteigerklasse. Damit befindet sich das Admiral mit dem zugesprochenen hohen militärischen Dienstgrad in guter Gesellschaft, darf es sich zum elitären Kreis des Colonel, Major, Commander und einigen weiteren hochrangigen Offizieren bei X4U zählen. Doch wie verhält sich das Admiral, wenn es zur Schlacht auf die Bahn geht?

Optisch macht das Admiral einen vielversprechenden Eindruck! Das phatte Unterrohr, die dreiteilige Kurbel und die auffallend blaue Lackierung sorgen für die ersten Hingucker. Auf dem Steuerrohr lächelt einem der Aufkleber „Made in Germany“ entgegen. Das BMX sieht sehr kompakt aus, die Oberrohrlänge mit knapp 520 mm entspricht den gebräuchlichen Maßen der Pro-Modelle anderer Hersteller, die Kettenstrebenlänge fällt mit etwa 370 mm dagegen etwas kürzer gegenüber anderen Pro-Modellen aus.

Ausgestattet ist das Admiral mit Plattformpedalen, einem großen BMX Lager (US BB), Tektro Bremsen vorne und hinten, Anbauteilen wie die dreiteilige Kurbel von Prism, einem 670mm breiten Lenker und Schwalbe Mad Mike Bereifung mit vorne und hinten 20×1.75. Keine High-End-Teile, aber insgesamt machen die verbauten Komponenten einen befriedigenden und ausreichenden Eindruck. Der besorgte Blick geht dann eher in Richtung der Waage: 11,6 Kilogramm sind schon recht üppig für ein Race BMX.

Das Gewicht macht sich dann auch auf der Bahn bemerkbar. Das Bike wirkt beim Beschleunigen etwas träge und kommt nicht so fix wie gewollt vom Startgatter weg. Auch das Beschleunigen aus den Kurven wirkt etwas zäh. Die Geschwindigkeiten auf der BMX Bahn bringen das Admiral dann an seine Grenzen. Das Admiral verhält sich bei hohen Geschwindigkeiten nervös. Diese Nervosität zeigt das Cross4You auch bei schnellen Jumps und beim Pushen. Auch in schnellen Anliegern ist das Admiral nicht so souverän, wie wir es von einem Racer gewohnt sind.

Schnelle BMX-Bahnen sind nicht die Stärke des Admiral, selbst wenn auf dem Rahmen der Aufdruck „Race“ verewigt wurde. Doch wenn nicht Race, wo dann liegen die Stärken des Admiral? Die Antwort fanden wir schnell…jeder kennt sie, heimlich angelegte kleine Bahnen…auch bei uns findet sich solch eine kleine Bahn, enge Kurven, enge Anlieger, eine Strecke die eher im mittleren Geschwindigkeitsbereich anzusiedeln ist…und siehe da, auf der engen Strecke lässt sich das Admiral mit Leichtigkeit durch die Kurven zirkeln und in die engen Anlieger drücken. Selbst die Jumps passten jetzt.

Durch die relativ kurze Kettenstreben und dem schmalen Lenker ist das X4U sehr handlich. Auf den kleinen und engen Trails macht das Setup mehr Sinn als auf der Racepiste. Für die Traktion wäre es allerdings wünschenswert, wenn die Bereifung vorne etwas voluminöser ausfallen würde. Die Verarbeitung des Rahmens gibt keinen Grund zur Kritik, die Qualität der Lackierung ist ebenfalls gut. Die sehr schlecht verzögernde vordere Bremse, die man eigentlich zum Race nicht braucht (aber wenn schon mal eine dran ist, sollte diese auch bremsen), und die Pedalen, die nach dem Test sehr rau liefen, geben Grund zur Kritik.

Fazit X4U Admiral

Von einem Race-BMX, egal ob Einstiegsklasse oder nicht, erwarten wir etwas mehr „Race“. Das fängt beim Gewicht an und spiegelt sich in der Auswahl der Komponenten wider. Die Fahrleistung des X4U Admiral auf der BMX-Bahn lässt Wünsche offen, abseits der Bahn zeigt das Admiral dann seine Stärken. Das Einsatzgebiet sehen wir deshalb nicht in der Race-Einstiegsklasse, sondern in der allgemeinen Einstiegsklasse.

Gewicht: 11,6 Kilogramm
Preis: 379 Euro

Redline Flight Pro XXL im Test – Bubba Harris Signature Series

Race-BMX…Oldschool-BMXer denken da gerne an die guten alten Zeiten zurück, in denen sich Marken wie Hutch oder CW Racing erbitterte Kämpfe auf den Racepisten lieferten. Bereits damals war Redline eine der angesagtesten Marken auf dem BMX-Markt und Fahrer wie Stu Thomsen sorgten für unzählige Siege. Während viele Marken mittlerweile nur noch Geschichte sind, setzt Redline nach wie vor Maßstäbe. Allen voran fährt Bubba Harris für Redline die Siege ein, dem mit der eigenen Signature Serie gehuldigt wird. Stellvertretend für die „Flight Series“ hatten wir das Flight Pro XXL im Test!

Bereits optisch hebt sich das Redline von der Masse ab. Die Machart und die Lackierung des Rahmens, als auch das Gesamtbild des in poliert, rot und schwarz gehaltenem Flight Pro sind echte Hingucker. Der genau Blick auf das Bike zeigt die Erfahrung von Redline beim BMX. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Und man widmet sich, wohl auch ein wenig Stolz aufgrund der Geschichte und des Erfolgs des Unternehmens, ausgiebig dem Markenhype um Redline. Die phatte dreiteilige Kurbel, der Vorbau, die Gabel…alles trägt den Namen Redline. Auch der Lenker, die Pedalen, die Naben mit den aus Cromoly bestehenden Hohlachsen, das Kettenblatt, der Sattel und sogar die Kettenspanner tragen das Zeichen der BMX-Schmiede mit dem Sitz im Bundesstaat Washington.

Als Felgen wurden geöste rote Sun Rhyno Lite XL Rims verbaut mit Tioga Competition III Bereifung, vorne mit 20×2.125 und hinten mit 20×1.75. Die Tektro-Bremse mit erstaunlich fühlbarem Druckpunkt sorgt für die Verzögerung des Bikes. Übersetzt ist das Flight Pro mit 44/16, obwohl man sich bei der Übersetzung keine Sorgen machen muss, da noch fünf weitere Ritzel (13, 14, 15, 17 und 18 Zähne) mitgeliefert werden! Der Rahmen besteht aus U-6 Alu, welches mehr Stabilität bei weniger Gewicht gegenüber dem herkömmlichen 7005 und 6061 Alu bieten soll, während die Gabel aus Cromoly gefertigt wurde. Die Oberrohrlänge des Flight Pro XXL beträgt 21,7″, die Kettenstrebe 15,3″ und der Lenkwinkel 74 Grad, auf die Waage bringt das Redline 10,5 Kilogramm.

So viel zur Theorie, doch wie macht sich das Redline auf der Bahn? Vorweg gesagt…unglaublich! Bereits die ersten Meter zeigen die enorme Laufruhe des Bikes. Das Flight Pro XXL liegt unglaublich gut auf der Bahn und lässt sich hervorragend beschleunigen. Das Bike ist supersteif! Die erste Welle, Speedwheelie…wow, das geht richtig sauber und gut von der Hand. Das Verhältnis zwischen Front und Heck ist sehr ausgeglichen. Auch in der Luft macht das Flight Pro einen unglaublich souveränen Eindruck und lässt sich sauber in die Landung drücken. Anlieger rein, raus…auch hier zeigt das Redline keinerlei Anzeichen von Nervosität. Sollte dennoch mal das Vorderrad anfangen zu rutschen, lässt sich das Flight Pro hervorragend korrigieren. Definitiv ein Bike, dass nicht nur für die Racestrecke gebaut wurde, sondern auch dafür, Bestzeiten zu fahren.

Beeindruckend ist übrigens auch der Lieferumfang des Bikes! Neben dem schlanken Padset zum Aufkleben auf Oberrohr, Vorbau und Lenker findet sich ein Numberplate, um direkt an den Start gehen zu können. Redline scheint wirklich an alles gedacht zu haben, wie bereits das oben erwähnte Plus an Ritzel belegt. Selbst ein kleines „Make-Up-Set“ in Form von zwei kleinen Farbtöpfchen mit roter und schwarzer Farbe zum Ausbessern von Macken wird mitgeliefert. Für den Fall der Fälle 😉

Fazit Redline Flight Pro XXL

Beeindruckend! Optisch und fahrtechnisch ein absolutes Traumbike! Ein Bike, das von vorne bis hinten durchdacht ist! Kaufen und sofort damit auf die Bahn, dass ist das Motto des Redline Flight Pro. Trotz aller Ausgereiftheit hat das Redline nichts von dem Kult der 80er Jahren verloren!

Gewicht: 10,5 Kilogramm
Preis: 799 Euro

Mehr Infos unter www.redlinebicycles.com

Shock Therapy – DH Black – ST Hardride Series – Test

Die Anforderung war schnell gestellt: Ein Bike mit dem Schwerpunkt beim Downhill – allerdings mit einem gewissen und erträglichem Maß an Uphilltauglichkeit. Irgendwie müssen wir ja die Berge raufkommen. Ein Enduro schied wegen der eingeschränkten Downhilltauglichkeit also aus, ein reiner Downhiller wegen des meist unzumutbaren Verhaltens beim Hochfahren auch. Was blieb war ein DH Black aus der ST Hardride Series.

Angeboten wird das DH Black bzw. das DH Red von Shock Therapy für den Bereich Downhill und Freeride. Ermöglicht wird dieser breite Spielraum durch verschiedene Dämpferanlenkungen, die sich auf Geometrie und Federweg auswirken. Nicht abstreiten lässt sich beim Rahmen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Specialized Big Hit…und auch bei dem ST-DH handelt es sich um einen Viergelenker. Der Preis des nackten Rahmens (ohne Dämpfer) liegt bei 990 Euro.

Um einen guten Kompromiss zu schaffen, verbaute Shock Therapy die Rock Shox Totem Solo Air mit 180 mm Federweg, die neben einer sehr guten Einstellbarkeit ein ebenso gutes Fahrverhalten bietet. Natürlich ließ es sich Shock Therapy nicht nehmen, viele der verbauten Komponenten aus eigenem Hause zu verwenden. Darunter zählten neben der Sattelstütze und dem Vorbau vor allem die Kurbeln und die Laufräder aus dem Hause Shock Therapy.

Wie schon bei unserem Test des Prototypen der Shock Therapy Missile Laufräder konnte uns auch das Serienmodell der Missile absolut überzeugen. Im Gegensatz zum Prototypen weist die ST-DH 21 Felge von der italienischen Firma DRC jetzt 32-Loch auf. Auch an den verbauten ST Naben gibt es nichts zu makeln. Ein besonders sinnvolles Schmankerl ist die Schraubachse der hinteren Nabe, das verspricht zusätzliche Steifheit. Ebenfalls ein Schmankerl sind die phatten STeel Boone Kurbel aus Cro-Mo.

Gewöhnungsbedürftig ist das relativ lange Steuerrohr mit einer Länge von 145 mm, welches das Bike vorne sehr hoch bauen lässt. Nach anfänglichen Problemen während der ersten Ausfahrten haben wir den Vorbau statt der üblichen positiven Montage einfach negativ montiert, um mehr Druck auf die Front zu bekommen. Ein kleiner Eingriff mit einer großen Wirkung, im positiven Sinne. Das ST-DH zeigte sich jetzt bedeutend besser kontrollierbar und handlicher.

Der Viergelenker spricht sehr gut an. Durch die vielen Anlenkmöglichkeiten des Dämpfers lässt sich das Bike perfekt an die jeweiligen Streckenansprüche anpassen. Somit wird aus dem gut schluckenden Downhiller mit wenigen Handgriffen ein relativ alltagstauglicher Freerider, mit dem sich sogar noch erträglich bergauf fahren lässt. Obwohl nur ein 36er-Kettenblatt verbaut war, konnten moderate Steigungen ohne große Probleme überwunden werden.

Das Fahrverhalten des ST-DH zeigt sich im allgemeinen recht ausgewogen und neutral, allerdings auch etwas undefiniert – den Grund sehen wir beim Hinterbau, der seitensteifer sein könnte. Auf schnellen ruppigen Trails läuft das Bike etwas nervös – ein Tribut an den steilen Lenkwinkel. Wir hatten für den Test auf den steinigen Pisten auf La Palma den Schwalbe Muddy Mary in 26×2.5 aufgezogen, womit wir den Spielraum der Reifenfreiheit auf das Äußerste ausgereizt haben. Obwohl der Viergelenker gut arbeitet, müssen wir doch die zwei Kritikpunkte am Hinterbau festhalten: Die Seitensteifigkeit und die Reifenfreiheit.

Fazit:

Durch die vielen Anlenkmöglichkeiten des Dämpfers lässt sich das ST-DH perfekt an die jeweiligen Streckenansprüche anpassen. Der Viergelenker spricht gut an und das Fahrverhalten erweist sich im allgemeinen, bis auf kleine Schwächen, als ausgewogen und neutral. Kritikpunkte sind für uns die Seitensteifigkeit und die Reifenfreiheit des Hinterbaus.

Datenblatt:

Gewicht: 18,3 Kilogramm (Bike aufgebaut wie oben beschrieben)
Dämpfereinbaulänge: max. 200mm/57er Hub
Lenkwinkel bei 570mm Einbauhöhe: 69 Grad
Sitzwinkel: 65 Grad
Dämpfereinbaubreite: v/24 – h/54
Federweg: 190-220mm
Steuerrohr: 1 1/8 Zoll
Empf. Einbaulänge der Gabel: 570 mm
Größen: 16,5″ und 18″
Farbe: rot & matt schwarz
Preis des Rahmens: 990 Euro

Mehr Infos unter www.shock-therapy.de