iXS X-Fly-by BC Shorts – Die Hose für DEIN Lebensgefühl? Test

Backcountry steht für das Hinterland, die Freiheit und das Lebensgefühl, welches das Biken uns vermittelt. Biken ist mehr als nur ein Hobby, Biken ist Lebensinhalt und Lebensauffassung. Mehr als nur im Kopf und beim Bike zeigt sich das auch zusehends bei der Auswahl der Bekleidung. Hersteller wie iXS unterstützen den Biker und dessen Lebensgefühl und bieten direkt ein ganzes Sortiment an – fernab von Race und Stress. Mit der iXS X-Fly-by BC Shorts haben wir uns einen Vertreter dieser Reihe geschnappt!

Ein Hauch von Nichts vermittelt die iXS X-Fly-by BC Shorts beim Tragen. Die Hose ist nicht nur super leicht, sondern auch sehr weich und anschmiegsam. Die luftige Shorts zeigt also nicht das für MX-Shorts typische steife Verhalten. Der Stretch im Bereich des Gesäßes sorgt für eine sehr gute Passform. Die Bewegungsfreiheit ist voll gegeben und somit steht auch dem Tricksen nichts im Wege. Die Passform der Hose kann absolut überzeugen und die Bundregulierung verdient ein Lob. Damit die Hose aber nicht nur legere aussieht, sondern auch sinnvoll beim Biken getragen werden kann, zeichnet sich die Hose durch einen weiteren Vorteil gegenüber herkömmlichen MX-Shorts aus: Der recht strapazierfähige Stoff, aus dem die Fly-by Shorts besteht, ist atmungsaktiv und sorgt somit dafür, dass man auch bei kräftezerrenden Aktionen nicht im Schweiß badet.

Die Verarbeitung der iXS X-Fly-by BC Shorts ist sehr gut und gibt uns keinen Grund zur Kritik. Stoff und Nähte scheuern nicht und reizen somit auch nicht die Haut. Die Hose besitzt neben den zwei Eingrifftaschen zusätzlich zwei Cargotaschen, die sich optisch sehr gut ins Gesamtbild einfügen. Die Hose ist in beige und in schwarz erhältlich. Wir hatten, wie auf den Bildern ersichtlich, die Ausführung in beige. Unser Farbgefühl würde die iXS X-Fly-by allerdings eher im Bereich der Farbe Ocker ansiedeln. Die aufgedruckten Decals und die Absetzung in braun sehen schon ziemlich lässig und trendy aus. Das Tragen von Schienbein- und Knieprotektoren bereitet keine Probleme, lediglich der Klettaufsatz von diversen Schonern kann den Rand der Hosenbeine fusselig werden lassen. Die Hose ist in den Größen S bis XXL erhältlich und kostet knapp 70 Euro. Für eine kurze Hose nicht wenig Geld, aber dennoch sinnvoll angelegt, zumal die iXS X-Fly-by BC Shorts auch ohne Bike lässig zu tragen ist!

Preis: Etwa 70 Euro
Größen: S bis XXL
Erhältliche Farben: Schwarz, beige

Kona Cadabra 2011 – Sorgloser Grenzgänger? – Test

Ein Test wie der des Kona Cadabra ist für uns nicht unbedingt eine leichte Aufgabe, scheint das Bike vom Datenblatt zwischen den Bereichen XC, Tour und Enduro zu liegen. Um wirklich sicher zu gehen, wo das Bike seine Stärken und seine Schwächen hat, haben wir das Bike sehr lange gequält. Neben den Spots im Bergischen und bei uns vor der Tür haben wir auch Trails in Südfrankreich unter die Stollen genommen. Dabei haben wir sehr viel über das Kona Cadabra erfahren…und waren so manches Mal sehr überrascht!

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht so ausführlich auf das Magic Link eingehen. Bereits bei unseren Tests des Kona CoilAir haben wir das Magic Link kennen und lieben gelernt. Das System hat uns von Anfang an begeistert, weil es – schlicht und einfach gesagt – genau eines macht: Funktionieren! Je nach Kettenzug und Körperhaltung wandert der Dämpfer auf dem Schlitten des Magic Link und verändert somit nicht nur den Federweg, sondern auch die Geometrie. Da immer wieder Anfragen zu dem System kommen, sei erwähnt, dass es kein 0 oder 1 bzw. Ein oder Aus System ist. Der Übergang ist fließend und das Magic Link kann zusätzlich den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Eine Tatsache, die sich auch beim Kona Cadabra nicht anders zeigt. Je nach Beanspruchung des Bikes werden dem Fahrer zwischen 10 und 16 Zentimeter Federweg geboten. Auch hier funktioniert das System einwandfrei!

Ein breite Spanne, die im Minimalzustand den Federweg eines XC-Racers bietet und im Maximalzustand den Federweg eines Enduros. Wenn das mal keine Ansage ist! Die Waage katapultiert das Bike eindeutig in die Enduro Ecke: Mit 13,3 Kilogramm in der Größe 16 Zoll zeigt sich das Bike nicht gerade als Leichtgewicht. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass hier noch das Gewicht der Pedalen addiert werden muss. Die verbauten Komponenten drängen das Bike dann allerdings wieder in etwas softere Gefilde: FOX 32 Talas RL Federgabel, Mavic Crossride Disc Laufräder und die Avid Elixir 5 Bremsen mit einer 160 mm Bremsscheibe hinten und einer 185 mm Bremsscheibe vorne. Die Einstufung als All Mountain Bike scheint an dieser Stelle gerechtfertigt. Auch die anderen verbauten Komponenten tendieren eher im Bereich unterhalb der aggressiveren Enduro Klasse. Von der Güte der verbauten Komponenten gibt es sicherlich nicht viel zu kritisieren.

Auffallend ist die große Bodenfreiheit des Bikes. Auch bei Nutzung des Maximalfederwegs zeigt sich das Bike recht hoch. Das hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Der Nachteil ist auf der Abfahrt zu suchen. Hier würde man sich einen tieferen Schwerpunkt wünschen, um mehr in den Trail einzutauchen und dadurch etwas aggressiver auf dem Trail wirken zu können. Der Vorteil liegt beim Pedalieren – selbst auf Wurzelteppichen kann man meist unbesorgt weiterkurbeln. Diesen Vorteil nutzt das Cadabra besonders bei seiner Paradedisziplin aus, welche sich für uns völlig überraschend zeigte: Der technische Uphill auf verblockten Wegen! Es ist fast unglaublich, wie dieses Bike zu klettern vermag! Die Betonung liegt allerdings wirklich auf dem technischen Uphill, bei Fahrten bergauf auf Straßen kann das Bike den XC-Feilen kein Paroli bieten – aber welches XC-Bike bietet so massigen Federweg und soviel Reserven im Falle eines Falles?

Doch widmen wir uns noch mal kurz der Abfahrt. Das Fahrwerk arbeitet exzellent, da gibt es nichts zu meckern. Das Bike bietet auch bei Kanten genug Reserven und schluckte während des Tests einige fiese Dinger weg. Der Hinterbau harmoniert sehr gut mit der FOX 32 Talas – eine gute Kombi! Die verbauten Avid Elixir 5 verzögern das Bike recht gut, für ein aggressiveres Reinbremsen in Kurven wünschen wir uns etwas mehr Bremspower – leicht erreichbar durch größere Bremsscheiben. Hier müssen wir natürlich anmerken, dass unser krankes Hirn bergab einfach in den Modus Downhill schaltet. Der Bremspunkt und die Dosierbarkeit der Bremse ist gut und stellt auch Fahranfänger nicht vor eine unlösbare Aufgabe. Die Schaltung ist ein Misch aus den Shimano Gruppen SLX / XT und zeigte sich im Test unauffällig.

Die Sitzposition auf dem Bike ist zentral und sehr tourenfreundlich. Weite und ausgedehnte Touren stellen mit dem Kona Cadabra kein Problem dar – bis auf den verbauten Sattel, der uns mit Wonne quälte. Auch beim Uphill kann die Sitzposition überzeugen. Bergauf gilt das ungeschriebene Gesetz: Sitzen bleiben um die beste Performance aus dem Bike zu holen! Bei sehr steilen Rampen lässt sich die Gabel schnell und unkompliziert absenken. Der Wiegetritt ist durch das ständig arbeitende System nicht die ganz große Stärke des Bikes. Was wir bei dem Kona Cadabra während des Tests bitterlich vermisst haben war eine Vario-Sattelstütze. Die Maxxis Reifen gehen für den Einsatzbereich AM völlig in Ordnung und zeigten sich als gute Allrounder. Ein bisschen Probleme bereitete uns anfänglich die Centerlock Adapterlösung Avid G3 Clean Sweep / Mavic. Diese sollte der Händler auf jeden Fall auf festen Sitz kontrollieren.

Nach einigen Wochen intensiven Fahrens mit dem Kona Cadabra bleibt festzustellen: Eigentlich kann man mit dem Bike alles fahren, von der ruppigen Abfahrt bis zum technisch hoch anspruchsvollen Uphill. Das Cadabra zeigte sich während des gesamten Tests immer als guter Griff für den jeweiligen Bereich, egal ob es die verwinkelten Trails in heimischen Gefiilden waren oder die ruppigen Passagen mit den Kindskopf großen Steinen. Die Hatz durch anliegerbehaftete Strecken ist mit dem agilen Cadabra ebenso möglich wie kleinere Sprungeinlagen am Spot. Auch Teile unseres neuen Werkes MTB Haldencross – Die Tour über die Halden des Ruhrpotts (ISBN 978-3-8423-5960-4) haben wir mit dem Cadabra absolviert.

Mit dem Kona muss man sich nicht lange mit dem Thema beschäftigen, welches Bike man denn nun für welche Tour braucht – das Cadabra passt fast immer! Wer ein Bike mit exzellenten Klettereigenschaften sein Eigen nennen möchte, gerne weite und ausgedehnte Touren fährt und auch auf Abfahrten nicht verzichten möchte, sollte das Kona Cadabra in die engere Wahl ziehen. Eng wird es allerdings auch für das Budget – knapp 3000 Euro muss man für das Kona auf die Ladentheke legen.

Preis: 2999 Euro
Farbe: Blue/Black/Brushed Silver
Größen: 14.4, 16, 17, 18, 19, 20 und 22 Zoll

Niederrhein Haldenrunde #7: Von der Halde Pattberg bis zur Halde Rheinpreußen (12 km / 45 hm)

Die letzte Etappe unserer Niederrhein Haldenrunde bringt uns zurück zum Startpunkt an der Halde Rheinpreußen in Moers. Drei Halden haben wir absolviert, dabei über 40 Kilometer zurückgelegt und den Niederrhein von einer seiner schönsten Seiten kennengelernt.

Skizze Tourenverlauf Halde Pattberg – Halde Rheinpreußen

Mit äußerster Vorsicht überqueren wir die Straße und gelangen durch den kurzen Verbindungsweg gegenüber zum Weg „Im Hochfeld“. Wir folgen jetzt wieder der NiederRheinroute, die uns fast autofrei über asphaltierte Feldwege leitet. Links sehen wir bereits eine spätere Fortsetzung unseres Haldenabenteuers, eine neue Aufschüttung. Da diese aber noch nicht freigegeben ist, merken wir uns diese neue Halde erstmal nur vor. Die NiederRheinroute führt uns ein kleines Stück über die L10, die Landstraße „Hoher Weg“. Zum Glück sind es nur wenige Meter, bevor uns die NiederRheinroute wieder auf eine weitgehend autofreie Straße führt. Wir durchqueren mit der Rheinkamper Straße eine kleine Siedlung und gelangen zur ehemaligen Bundesstraße B57, der jetzigen L137. Wir biegen dem Radweg Richtung Rheinberg folgend links ab.

Nur wenige hundert Meter bleiben wir an dieser sehr stark befahrenen Straße, bevor wir diese überqueren müssen und in die gegenüberliegende Frietstraße fahren. Dort überqueren wir dann die Bahnschienen. Vorsicht, hier fahren tatsächlich Züge, es ist die Zugverbindung zwischen Duisburg und Xanten! Wir erreichen die Straße „Im Krähenfeld“ und biegen rechts ab. Wir bewegen uns hier wieder auf asphaltierten Feldwegen mit nur wenigen Autos. Parallel zu den Schienen nähern wir uns dem Reitweg, der L10. Wir folgen am Reitweg jetzt wieder der Route „Landschaftspark NiederRhein Projekt: Baumkreis“ und biegen rechts in die Baggerstraße ab. Einige Zeit bewegen wir uns jetzt in einem Gebiet mit sehr vielen Baggerseen. Diese Baggerseen sind aber gesperrt. Eine Ausnahme bildet hier der Lohheider See, welcher direkt an Duisburg-Baerl angrenzt. Bei schönem Wetter kann der Lohheider See für eine willkommene nasse Abkühlung sorgen und wird deswegen stark von Badegästen frequentiert. Da der Weg am See dann nur in Slalom-Manier gemeistert werden kann, haben wir den Badesee nicht in die Runde einbezogen.

Wir folgen der kleinen Straße bis unmittelbar vor der Eisenbahnbrücke und wählen dann den Weg links in den Wald hinein, entlang der ehemaligen Bahngleise. Wir fahren jetzt ohne eine Kennzeichnung der Waldwege, sollten uns aber immer rechts halten, um in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Bahnschienen zu bleiben.

Somit erreichen wir nach einiger Zeit den Hauptwanderweg A7, dem wir nach rechts folgen. Mit viel Vorsicht überqueren wir jetzt die Verbandsstraße L287, welche Duisburg-Baerl und Kamp-Lintfort verbindet. Die Überquerung der Autobahn ist sicherer: Hierfür haben wir eine Brücke zur Verfügung. Wir folgen dem Wanderweg A7 bis zu dem Punkt, wo der Asphalt beginnt. An dieser Waldkreuzung könnte man rechts abbiegen – dort sind wir zu Beginn unserer Niederrhein Haldenrunde gefahren, wir wählen daher den Weg nach links in Richtung des Waldsees. Wir halten uns links und umfahren den Waldsee auf dem Wanderweg A9. Am Ende des Waldsees treffen wir wieder auf den Wanderweg A7/A9. Hier gibt es wiederum eine Besonderheit! Wir treffen auf die Route unseres Haldencrosses von der Halde Rheinpreußen zum Alsumer Berg. Würden wir den Haldencross an dieser Stelle fortsetzen wollen, könnte man an dieser Stelle jetzt auch nach links abbiegen und der Kennzeichnung des Wanderweges A7/A9 folgen.

Wir wollen jedoch zum Ausgangspunkt der Niederrhein Haldenrunde zurückkehren und folgen der A7/A9 nach rechts. Wir erreichen die Verlängerung der kleinen Anliegerstraße „Im Rehwinkel“, wenn rechts der See einer kleinen Anhöhe weicht. An diesem Punkt biegen wir links ab und sind wieder am Startpunkt unserer Niederrhein Haldenrunde.

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Niederrhein Haldenrunde #6: Die Halde Pattberg in Kamp-Lintfort (2,5 km / 62 hm)

Über 20 Jahre wurde diese Halde aufgeschüttet! Von den Dimensionen ist die Halde Pattberg zwar kleiner als die Halde Norddeutschland, aber nicht weniger interessant. Der Baumbestand ist relativ alt und in früheren Jahren wurde hier alljährlich das Drachenfest veranstaltet. Im Gegensatz zu den beiden anderen Halden der Niederrhein Haldenrunde findet sich auf der Halde Pattberg kein architektonisches Kunstwerk, sondern ein Gipfelkreuz. Interessant an der Halde Pattberg ist auch, dass hier mal Wein angebaut wurde. Leider ist hiervon aber nichts mehr zu sehen.

Skizze Halde Pattberg

Doch wir wollen nicht trinken, sondern fahren – zumindest in diesem Augenblick. Wir wählen vom Parkplatz aus den direkten Weg nach oben. Der breite feste Weg bereitet keinerlei Probleme und lässt sich gut fahren. Über die tiefen Querrillen brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, da wir bergab eine andere Strecke fahren werden. Nach 62 Höhenmetern erreichen wir das Gipfelkreuz. Auch wenn der Ausblick bei schönstem Wetter lohnt, bei diesigen Bedingungen aber wirken die anderen Halden wie majestätische Berge. Alles wirkt dann so greifbar nah und doch so unerreichbar. Wir wählen für die Abfahrt den Weg direkt unterhalb des Gipfelkreuzes. Erst links haltend und dann weiter in rechts-links Manier werden die Serpentinen der Halde Pattberg herunter geglitten. Im unteren Bereich wählen wir die äußere Rechtskurve, um zur Straße zu gelangen. Vorsicht! Hier herrscht starker LKW-Verkehr!

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Niederrhein Haldenrunde #5: Von der Halde Norddeutschland zur Halde Pattberg (7 km / 30 hm)

Das Ziel dieser Etappe ist die Halde Pattberg mit ihrem Gipfelkreuz. Durch den Bau der B258 wurde der ursprüngliche Weg einfach gekappt, weshalb wir an dieser Stelle etwas improvisieren müssen. Wir passieren eine kleine Siedlung mit verbarrikadierten Häusern und im weiteren Verlauf Schrebergärten.

Skizze Tourenverlauf Halde Norddeutschland – Halde Pattberg

Wir folgen ab der Halde Norddeutschland der NiederRheinroute Richtung Alpen bzw. Kamp-Lintfort und gelangen auf den Vinnmannsweg. Es ist jetzt auch der Wanderweg K, den wir befahren. Nach dem Überfahren einer Brücke führt der Wanderweg K geradeaus weiter, wir biegen aber rechts ab, um nicht zur Rayer Straße zu gelangen. So gelangen wir direkt zur Norddeutschlandstraße, der wir nach rechts folgen. Nach dem Unterqueren der B528, die erst seit wenigen Jahren besteht, biegen wir rechts in den kleinen – für Autos gesperrten – Weg „Zum Landwehrgraben“ ab. Wir können in einiger Entfernung eine Moschee erkennen und die Halde Pattberg.

Der Weg scheint ins Nichts zu führen und endet scheinbar direkt an einem Bach. Der Weg geht allerdings auf der anderen Bachseite weiter. Oberhalb des Durchflusses hat sich ein kleiner Trampelpfad gebildet. Auf der anderen Bachseite angekommen setzen wir unsere Reise fort. Wir gelangen wieder auf den Vinnemannsweg! Durch den Bau der B258 wurde der Weg einfach gekappt, weshalb wir an dieser Stelle etwas improvisieren müssen! Wir passieren einige verbarrikadierte Häuser, bei denen wir nicht nur Nachts Angst bekommen! Nach dem Überqueren der Schienen folgen wir dem unscheinbar wirkenden Wanderweg K. Dieser führt an einer Schule (Diesterweg Hauptschule) vorbei und wir gelangen wieder, an Schrebergärten vorbei, auf einen matschigen Weg – endlich wieder Dreck für die Stollen und uns!

Wir folgen dem Wanderweg K immer geradeaus und gelangen zur Nordtangente, eine sehr stark befahrene Straße und gleichzeitig die Autobahn Auf- und Abfahrt. Wir folgen dem Radweg nach rechts, unterqueren die Autobahn A57 und biegen links in die Pattbergstraße ab. Wer zu früh links abgebogen ist, sollte richtig Kette geben – er ist nämlich dann auf dem besten Weg auf die Autobahn hinauf. Wir wünschen jetzt schon viel Spaß! Also bitte nicht zu früh links abbiegen, sondern erst mit der Pattbergstraße!

Der Straßenname besagt es und der Blick zeigt es: Wir sind an der Halde Pattberg angekommen. Wir folgen dem Radweg weiter und gelangen so zum Parkplatz Halde Pattberg, gleichzeitig unser Aufstiegspunkt zur Halde.

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Niederrhein Haldenrunde #4: Die Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn (4 km / 82 hm)

Verantwortlich für die Aufschüttung der Halde Norddeutschland ist das Bergwerk Niederberg in Neukirchen-Vluyn. Die Aufschüttung wurde im Jahre 2001 beendet. Mit einer Fläche von 81 Hektar ist diese Halde schon eine gewaltige Erscheinung und bietet Freizeitsportlern ein Fülle von Möglichkeiten, ihr Hobby auszuleben.

Blick von der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn

Neben Wanderern und Nordic Walkern fallen vor allem die Paraglider und die Drachenflieger auf. Musikliebhabern ist die Halde durch das Dong-Open-Air Festival ebenfalls ein Begriff. Am Fuße der Halde angekommen nehmen wir den Weg rechts, der uns alsbald nach oben führen wird. Die Orientierung und die Wahl des Weges ist denkbar einfach: Immer den Weg nehmen, der nach oben führt! Orientierungspunkt ist das Hausgerippe aus Stahl auf der Halde, das sogenannte Hallenhaus – es ist wirklich unübersehbar! Welchen Weg man auch immer nach oben wählt, am Ende hat man etwa 70 Höhenmeter absolviert. Uns bietet sich ein fantastischer Blick über den Niederrhein und die in der Ferne sichtbare Halde Rheinpreußen und die Halde Pattberg – unser nächstes Ziel. Auf der Halde tummeln sich viele Paraglider, somit ist immer für etwas Spektakel gesorgt. Die Himmelstreppe mit 52 Höhenmeter lassen wir auf dieser Tour außen vor. Vom Hallenhaus können wir erkennen, dass wir noch nicht am höchsten Punkt der Halde sind. Dort müssen wir hin. Mit der Stadt Neukirchen-Vluyn im Rücken steuern wir der Erhebung entgegen. Vom höchsten Punkt aus sehen wir direkt vor uns die Halde Pattberg und links von uns erkennen wir am Haldenfuß einen typischen Förderturm der Bergbaus. Vor uns liegt Kamp-Lintfort mit der Zeche Friedrich-Heinrich.

Skizze Halde Norddeutschland

Wir wählen direkt den Weg, der vor uns nach unten führt. Wir halten uns links und steuern quasi auf den Förderturm zu (Rundweg D). Wir erreichen eine Abzweigung, wo der rechte Kiesweg weiter nach unten führt und wählen diesen. Leider gibt es hier keine markanten Wanderwegbezeichnungen, um die Orientierung etwas zu vereinfachen. Wir gelangen auf die nächste Ebene und am nächsten Wegstein (Rundweg C) nehmen wir rechts den ausgeschriebenen Geh- und Radweg, der uns bis nach unten führt. Für welche Abfahrt man sich auch immer entscheidet, wichtig ist, dass wir uns an der Straßenecke „Donger Schulweg/Anrathsweg“ einfinden! Somit befinden wir uns wieder auf der NiederRheinroute und auch der Untergrund wechselt wieder: Wir kommen von Kies auf Asphalt.

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Niederrhein Haldenrunde #3: Von der Halde Rheinpreußen bis zur Halde Norddeutschland (14 km / 40 hm)

Diese Etappe führt uns von der Halde Rheinpreußen zur Halde Norddeutschland. Dabei kommen wir sogar an einem „Meer“ vorbei. Der Niederhein hält so einige Überraschungen bereit, so zum Beispiel auch eine Ruine. Eine schöne Tour mit einem hohen Anteil an Wegen über Felder.

Haus Tervoort in Moers

Wir folgen der Verlängerung der kleinen Anliegerstraße „Im Rehwinkel“ in Richtung des Waldsees, der nach wenigen Metern erreicht ist. Wir kommen so direkt auf den Wanderweg A7/A9 und folgen dem Waldweg nach links. Wir passieren zwei am See liegende Clubhäuser, während sich auf unserer linken Seite die Halde Rheinpreußen befindet. Wir gelangen auf den asphaltierten Teil des Weges und sobald diese kleine Straße eine Linkskurve beschreibt, biegen wir stark rechts ab in einen ungekennzeichneten schmalen Wanderweg. Zur Orientierung: An diesem Punkt führt der Wanderweg A7/A9, der hier ebenfalls die Straße verlässt, geradeaus weiter, wir halten uns aber rechts! Wir folgen dem ungekennzeichneten Wanderweg bis zu den Schienen, die wir (zu Fuß) überqueren müssen. Nach dem Überqueren der Schienen gelangt man auf den Wanderweg X12. Links führt der Wanderweg zu einem Waldparkplatz und letztendlich zur Römerstraße – wir folgen dem Wanderweg allerdings nach rechts.

Die nächste Möglichkeit biegen wir links ab in den Wanderweg mit der Kennzeichnung A7, der uns kurz zur Römerstraße, dann aber auch wieder von der Römerstraße wegführt. Nach wenigen hundert Metern folgen wir dem ungekennzeichneten Wanderweg nach links, bleiben also parallel zur Römerstraße (L237). Im weiteren Verlauf halten wir uns am nächsten Wandweg wieder links und kommen jetzt letztendlich zur Römerstraße, um diese an dieser Stelle zu Überqueren. Durch den gegenüberliegenden breiten, aber kurzen Verbindungsweg gelangen wir zur Lessingstraße. Wir befahren jetzt die Route „Landschaftspark NiederRhein Projekt: Baumkreis“. Der Name soll jetzt aber nicht irre führen, wir sind jetzt erstmal auf Asphalt durch den Moerser Stadtteil Eick-Ost unterwegs! Wir folgen der Schillerstraße nach links und gelangen zur Hebbelstraße, der wir nach rechts folgen. Nach dem Unterqueren der Bahnschienen überqueren wir an einer Ampelkreuzung die ehemalige Bundesstraße B57, die jetzige L137. Somit gelangt man von dem Moerser Stadtteil Eick-Ost in den Moerser Stadtteil Eick-West. So schnell und einfach kann Ost-West-Verkehr sein!

Einige Meter sind wir jetzt auf der Oderstraße unterwegs. Wir biegen nach rechts in die kleine Straße „Im Binnefeld“ ab. Die Straße ist auch als Wanderweg X/NW gekennzeichnet, dem wir jetzt erstmal folgen werden. Das ist auch gut so, weil wir so wieder relativ schnell Dreck unter die Stollen bekommen! Der Wanderweg führt uns vom Asphalt weg, lässt uns mit einer kleinen Brücke den Moersbach überqueren und wird zu einem schmalen Singletrail. So gefällt uns das, aber leider bleibt das nicht lange so. Kurze Zeit später kommen wir wieder auf Asphalt, allerdings fast frei von Autos. Während der Blick nach links die zum Teil hohen Wohnhäuser Eicker-Wiesens zeigt, gleitet der Blick nach rechts über freies Feld. Mit dem Überqueren der Rathausallee gelangt man in die Anliegerstraße „An der Schneckull“, an deren Ende die Lintforter Straße überquert werden muss. Die Orientierung ist einfach, da wir uns immer noch auf dem Wanderweg X befinden.

Skizze Tourenverlauf Halde Rheinpreußen – Halde Norddeutschland

Wir folgen dem Wanderweg X weiterhin und gelangen über die Birnenstraße zum Jungbornpark. Der Wanderweg führt uns fernab von Autos am Moersbach entlang durch den alten Park. Hier zeigt sich der Moersbach sehr breit und wird deshalb auch gerne „Repelener Meer“ genannt. Wir überqueren die Straße „Im Meerfeld“ und bleiben weiterhin dem Moersbach treu. Vor einigen Jahren war der Weg, der bis nach Moers führt, ein schmaler matschiger Singletrail. Jetzt befahren wir einen breiten und gut ausgebauten Rad- und Wanderweg. Links in der Ferne erkennen wir die Umrisse der Halde Rheinpreußen, bevor uns der Moerser Stadtteil Utfort die Sicht auf die Halde nimmt. Den Fahrspaß beeinträchtigt das aber nicht, weil wir uns immer noch in der Natur wägen. Nach dem Unterqueren der Kampstraße erblicken wir das Zeichen der Muschel – den Pilgerweg. Der Weg, nach wie vor mit der Kennzeichnung X, wird schmaler und matschiger und zeigt sogar Wurzeln – so gefällt uns das! Im weiteren Verlauf wird der Wanderweg über eine Brücke nach links auf die andere Seite des Moersbachs wechseln, wir fahren hier nach rechts den Forstweg entlang am Rande des kleinen Tervoorter Waldes. Ein Blick lohnt auf die Ruine des Hauses Tervoort, welche bereits im Jahre 1443 erwähnt worden sein soll. Um das verfallene Gebäude ranken sich viele gruselige Geschichten und mit Gänsehaut übersät fahren wir weiter zur stark befahrenen Repelener Straße (L399), welcher wir auf dem Radweg nach rechts folgen bis zur Kampstraße. Wir überqueren die Repelener Straße, die hier zur Kamper Straße wird und folgen der kleinen Straße „Beckerathsweg“ am Bauernhof vorbei. Den Lärm der Hauptstraße lassen wir hinter uns und genießen die kleine asphaltierte Straße durch die Felder. Weit in der Ferne erkennen wir rechts die Umrisse der Halde Norddeutschland, die unser nächstes Ziel darstellt. An der Abzweigung „Beckerathsweg/Zum Peschkensgraben“ halten wir uns links auf dem Beckerathsweg, der im späteren Verlauf rechts abbiegt.

Vor uns sehen wir jetzt deutlich die Halde Norddeutschland, die immer näher rückt. Auf der Sandforter Straße biegen wir nach rechts ab und verlassen diese schnell wieder nach links mit der Straße „In Sandfort“, die auch zur Tierpension führt. Wir befahren jetzt wieder die Route „Landschaftspark NiederRhein Projekt: Baumkreis“ und werden dieser Route einer längeren Zeit treu bleiben. So gelangen wir – auf Asphalt kurbelnd – sehr komfortabel und mit wenig Kontakt zu Autos über die Autobahn A57 hinweg bis zur Halde Norddeutschland. Sehr gegensätzlich sind die beiden Seiten jenseits der Autobahn. Vor der Autobahn A57 streifen wir das Gewerbegebiet Genend, auf der anderen Seite der Autobahn schmeicheln Felder und Natur unsere optische Wahrnehmung – wir sind jetzt in der Dong. Kurz vor Erreichen der Geldernsche Straße, der L474, bietet sich uns die Möglichkeit, die Halde endlich erkunden zu können. Wir passieren rechts eine kleine Schranke und stehen somit direkt am Fuße der Halde Norddeutschland.

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Niederrhein Haldenrunde #2: Die Halde Rheinpreußen in Moers (3 km / 74 hm)

Die Halde Rheinpreußen kennen wir bereits vom MTB Haldencross. Bei der Niederrhein Haldenrunde dient die Halde, die idyllisch direkt neben dem Waldsee am Rande des Baerler Buschs liegt, als Start und Ziel der Tour.

Skizze Halde Rheinpreußen

Wir folgen dem kleinen Wanderweg bergan, gelangen auf den ersten Querweg und halten uns rechts. Kurze Zeit später folgt links die Fortsetzung des Weges nach oben, um etwa 180 Grad versetzt. Nach einer Rechtskurve gelangen wir auf einen weiteren Querweg. Hier halten wir uns links und befahren am Rande der Halde den breiten Weg – mit dem Blick rechts nach oben zum Geleucht. Wir folgen den nächsten Weg, der nach oben führt und gelangen auf den breiten Hauptweg. Dem Hauptweg folgend gelangen wir direkt zum Geleucht. Der Blick von der Halde ist fantastisch und lockt viele Menschen nach oben. Hier bietet sich auch eine gute Möglichkeit für eine Rast – einen Biergarten oder Kiosk gibt es wie gesagt nicht.

Wir halten uns weiter am obersten Rand der Halde und folgen dem Weg bis zur Abzweigung. Nur wenige Meter trennen uns vom höchsten Punkt der Halde Rheinpreußen, eine kleine Lichtung auf dem Plateau. Wir werden dieses Plateau in unseren Haldencross allerdings nicht mit einbeziehen und wählen an der Abzweigung direkt den linken Weg, der mit einer weiteren Linkskehre nach unten abzweigt. Wir fahren die Serpentinen bis zu dem Hauptweg und überqueren den Hauptweg. An diesem Punkt waren wir schon bei der Auffahrt zu unserem Haldencross und fahren die Halde Rheinpreußen weiter so hinunter, wie wir diese beim Haldencross hochgefahren sind. Somit gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt und zur Schnittstelle des Haldencrosses „Im Rehwinkel“.

Weiterlesen Von der Halde Rheinpreußen bis zur Halde Norddeutschland

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