Swiss Eye Gardosa – Ein vermeintlicher Schweizer im Test

Dieses Jahr steht bei uns ganz im Zeichen des Auges! Das Team der Fraktur wird dieses Jahr mächtig ein Auge werfen – und zwar auf Rad- und Sportbrillen! Doch nicht ist immer alles so, wie es auf dem ersten Blick scheint. Das trifft auch auf die Firma Swiss Eye zu. Swiss Eye ist entgegen aller Vermutungen kein Unternehmen aus der Schweiz, sondern aus Deutschland. Die erste Brille des Unternehmens wurde in der Schweiz produziert und aufgrund dessen wurde der Firmenname gewählt. Swiss Eye bietet mittlerweile eine Unmenge von Brillen an, wir haben uns für das Modell Gardosa entschieden. Ein vermeintlicher Schweizer im Test!

Ja, die Schweiz und die Schweizer! Bekannt für ihre Klappmesser, als Paradies für Steuerflüchtlinge, für leckere Schoki und natürlich für ihre Liebe zur Präzision. Natürlich lässt jede Firma gerne ihre Produkte mit dem letzten Punkt assoziieren. Bei Swiss Eye trägt der Name sicherlich nicht unerheblich dazu bei, auch wenn die Brillen nicht mehr in der Schweiz produziert werden. Kann die Gardosa wirklich halten, was man sich von der Brille, dem Namen und dem Preis von knapp 90 Euro verspricht? Sicherlich keine leichte Aufgabe! Die Gardosa hat eigentlich die schlechtesten Vorraussetzungen vorgefunden, die eine Brille nur haben kann. Schnee, Kälte und Salz vom Streudienst können einer Brille schon mächtig zu schaffen machen, das haben wir bei einer anderen Brille im Rahmen unserer kleinen Testreihe selber erlebt. Ein sehr wichtiges Kriterium war die Antifog Eigenschaft der Brille. Ausgangsposition war, dass wir bei langsamen Fahrten mit erhöhter Atmung durch starke Belastung oft genug blind durch die Gegend geirrt sind – wenig prickelnd, wenn dies kurz vor Kurven oder Hindernissen passiert. Bei der Gardosa erhofften wir uns Besserung. Doch erstmal durchatmen und ganz langsam der Reihe nach!

Bei der Gardosa erhält man die Brille nicht nur in einem Säckchen, sondern zudem in einem schönen Etui, welches neben der Brille noch die Wechselgläser enthält, welche allesamt wieder einzeln in kleinen Täschchen verpackt sind, um diese zu schonen. Das gefällt natürlich schon sehr gut. So kann man seine Brille auch mal in einer viel zu vollgestopften Reistasche oder in einem überquellenden Koffer verstauen, ohne die Brille ungewollt direkt in alle Einzelteile zu zerlegen. Zum Lieferumfang gehören neben dem Brillenrahmen die Gläser in klar, gelb und getönt. Die Gläser sind Antifog beschichtet und erwiesen sich im Test als recht unempfindlich. Auch hier ein Plus von unserer Seite. Bei den Gläsern handelt es sich um Einzelgläser, also nicht um ein durchgehendes Brillenglas. Die Montage und Demontage der Brillengläser ist unkompliziert, allerdings darf man auch nicht zu zimperlich sein. Die entstehenden Fettfinger auf den Gläsern sind zwar ärgerlich, aber lassen sich durch das mitgelieferte Brillensäckchen aus Mikrofaser schnell entfernen. Die Antifog Beschichtung kann begeistern, im normalen Betrieb funktioniert das System sehr gut. Lediglich bei Unterbrechung oder Einschränkung der Luftzirkulation, wie zum Beispiel beim Tragen der Brille in Verbindung mit einem Fullface Helm oder, noch schlimmer, beim Tragen einer Goretex Maske, beschlägt auch die Gardosa unter widrigen Umständen.

Die Passform der Gardosa ist sehr gut. Die aerodynamische Form, das geringe Gewicht und die gummierten Bügel verleihen der Brille ein angenehmes Tragegefühl, nichts drückt, auch nicht beim Tragen eines Fullface Helmes. Wichtig ist, dass diese Brille von Anfang an sitzt, da es keinerlei Verstellmöglichkeiten und auch keine weiteren Größen gibt. Das Sichtfeld ist ausgezeichnet, keine Verzerrungen stören den Blick. Die Augen werden nicht nur gut vorm Fahrtwind geschützt, sondern dank des 100% igen UVA- UVB- und UVC-Schutzes auch langfristig geschützt. Besonders angetan hat es uns die Ausführung der Gardosa in white/red, es gibt aber auch noch die Brille in black, in grey und in blue sky/white…auch sehr fein 🙂 Trotz aller Strapazen hat sich die Gardosa im Test sehr gut geschlagen. Lediglich die Schräubchen der Brillenbügel haben sich gelöst und mussten nachgezogen werden. Natürlich könnte man jetzt noch anführen, dass ein Klicksystem zur Bügelhalterung, ein austauschbarer Nasenbügel und eine Vorrichtung für Korrekturgläser schön wären, aber für Brillen, welche diese Kriterien erfüllen, muss man deutlich mehr auf die Ladentheke legen als die knappen 90 Euro für die Gardosa.

Die gute Passform, das phatte Erscheinungsbild, die gute Verarbeitung, die sehr guten Gläser und nicht zuletzt unsere positiven Erfahrungen lassen nur ein Fazit zu: Empfehlenswert!

Preis: 89,90 Euro

Mehr Infos unter www.swisseye.com

Uvex Downhill Jet Fighter – Born to fly – Helmtest

Ende 2005 hatten wir den UVEX Downhill Helm im Test. Seit über vier Jahren versieht der Helm nun bei uns schon seinen Dienst und noch immer sind wir von diesem Helm sehr angetan. Die Zeit und diverse Bodenproben haben allerdings deutliche Spuren hinterlassen – Zeit also für einen neuen Helm! Wie gerufen scheint der UVEX Jet Fighter jetzt in die Fußstapfen seines Vorgängers treten zu wollen. Neu heißt aber nicht immer gleichzeitig besser! Wir waren sehr gespannt auf den „Neuen“!

Der Uvex Jet Fighter wurde gründlich überarbeitet. Nicht nur die Lackierung zeigt sich in einem völlig neuen Gewand, sondern auch die Schale aus Polycarbon und das Innenfutter. Der Helm zeigt sich deutlich runder und kompakter, wirkt aber immer noch sehr markant. Erstaunlich ist die Kinnpartie, obwohl diese beim Vorgänger deutlich ausgeprägter zu sein scheint, bietet der neue Helm mehr Platz im Kinnbereich. Die Lüftungslöcher des UVEX wurden überarbeitet und sind bei dem neuen Helm etwas kleiner, dafür aber mit einem Metallgitter abgedeckt und wirken mehr in den Helm integriert, was der Optik sehr gut tut! Beim Thema Belüftung kann aber auch der Nachfolger, wie schon der Uvex Downhill, nicht viele Punkte holen – diese fehlenden Punkte holt sich der Jet Fighter in anderen Bereichen. Erstaunlich ist das Gewicht des Jet Fighter. Mit einem Gewicht von knapp 910 Gramm bei der Größe M bleibt dieser sogar noch um einiges unter dem Gewicht des alten Helms, welcher ja auch schon beeindruckend leicht war. Trotz aller Änderungen bietet der „Neue“ einige nette Details des „Alten“.

So ist der Hinterkopfbereich des Helms im Bereich des Brillenbandes wieder etwas abgesetzt, um ein Verrutschen der MX-Brille zu verhindern. Optisch gefällt uns auch diese Lösung bei dem Jet Fighter deutlich besser als beim Vorgänger. Das Sichtfeld ist top, weder der Kinnbereich noch der höhenverstellbare Helmschirm stören. Die MX-Brillen passen hervorragend. Ebenfalls überarbeitet ist das Innenfutter, wobei wir auch bei dem alten Innenfutter nichts auszusetzen hatten. Das Innenfutter ist antibakteriell, hautfreundlich, lässt sich entnehmen und waschen – Punkte, die wir auch schon beim Vorgänger sehr lobenswert fanden. Der Verschluss wurde komplett überarbeitet und statt dem ansehnlichen Gurt-Verschluss-System versieht jetzt ein Plastikklickverschluss seinen Dienst. Funktioniert tadellos und ist leicht zu bedienen. Ein Plus dieses Systems ist sicherlich das Gewicht, aber ob dieser ebenfalls so viel aushält wie der alte Verschluss wird sich in den nächsten Jahren herausstellen 😉 Derzeit gibt es für uns aber keinen Grund zum Nörgeln.

Der Kinnriemen ist gepolstert und lässt sich schnell und einfach anpassen. Die matte Lackierung des Jet Fighter ist der absolute Hammer! Noch nie wurde unsereins so oft auf einen Helm angesprochen wie es bei dem Jet Fighter der Fall ist. Da haben die Designer von Uvex genau den richtigen Riecher gehabt! Der Helm sitzt also nicht nur gut, man sieht auch noch gut darin bzw. damit aus – und der Helm vermittelt ein gutes und sicheres Gefühl! Eigentlich bräuchte man es bei Uvex nicht erwähnen, aber wir tun es trotzdem: Der Helm erfüllt natürlich die gängigen Sicherheitsnormen wie die EN 1078. Übrigens: Der Helm ist neben dem Jet Fighter auch als coole Skull Version erhältlich. Unbedingt mal anschauen! Mit dem Jet Fighter beweist UVEX, dass man gute Produkte immer noch verbessern kann! Knappe 130 Euro, die mit Sicherheit (für die Sicherheit) sehr gut angelegt sind!

Preis: 129,95 Euro
Größen: XS bis XL

Geax Datura – High Performance Reifen für kleines Geld? Test

Produkttests sind ja immer so eine Sache! Besonders wenn das Wetter und die Trails hohe Ansprüche stellen, greift man gerne auf altbewährtes Material zurück. Wer will schon gerne einen sicheren Run gegen Ungewissheit eintauschen? Wir haben keine große Wahl gehabt, der GEAX Datura wartete auf seinen Einsatz – und so zogen wir aus, um bei Regen, Schnee und Matsche dem Datura auf den Zahn zu fühlen!

Der Datura besticht durch eine sehr markante Optik! Optisch unterstreicht der Datura nachdrücklich das vom Hersteller gedachte Einsatzgebiet: Nasser, feuchter, matschiger und loser Untergrund. Der erste optische Eindruck: Die groben und mittelhohen Stollen könnten in der Tat das halten, was der Hersteller verspricht. Auf einen Mittelstollen hat GEAX beim Datura verzichtet, dafür sind die Stollen versetzt angeordnet und nicht wie beispielsweise beim Schwalbe Dirty Dan als Pärchen nebeneinander. Allerdings machte sich bei uns direkt die Sorge breit, wie sehr der Vortrieb bei dem Profil zu leiden hätte. Angeboten wird der Reifen in der Breite 2.0 und 2.2 in mehreren Ausführungen, wir hatten im Test die breitere Version mit der Sticky Soft Gummimischung. Das Gewicht des Datura in dieser Ausführung liegt bei etwa 1050 Gramm. Wie gesagt, in diesem Winter boten sich alle Wetterbedingungen, die wir auch gnadenlos ausgenutzt haben. Wir hatten zwischenzeitlich dann auch noch mehr als genug Schnee, pausieren gab und gibt es nicht für uns! Richtige Biker zieht es bei jedem Wetter aufs Bike, schließlich sind wir keine Miezekätzchen! Eines haben wir bei diesem Test gelernt: Den GEAX Datura zu lieben! Das Profil sieht nicht nur zornig aus, sondern zeigt sich ebenso griffig. Alleine schon die Fahrten bei Schnee, wo viele Reifen einfach nur noch unkontrolliert hin und her glitschen, waren die reinste Freude. Mit dem Datura konnte man unbeirrt seine Bahnen ziehen, Grip und Traktion waren, den Umständen entsprechend, beeindruckend. Auf weichen feuchten Böden geht der Datura fantastisch, allerdings war hier etwas weniger Luft in den Reifen angesagt, um den maximalen Grip zu erreichen. Der Datura gräbt sich förmlich in die Strecke und vermittelt ein sehr gutes und kontrollierbares Gefühl, auch beim leicht einsetzenden Drift. Selbst in „seifigen“ vollständig durchgefrorenen Anliegern, wo bei kurzem Tauwetter nur die oberste Schicht aufweicht und diese dadurch extrem rutschig werden, überzeugt der Datura durch seinen Biss. Diese Pluspunkte gelten auch beim Beschleunigen aus dem Anlieger oder Kurven heraus. Hartes Anbremsen, auch hier keine Probleme!

Sollte der Boden abtrocknen braucht man sich weiterhin keine Sorgen zu machen, solange sich die Stollen irgendwo und irgendwie reingraben oder verkeilen können, so wie es bei Steinen und Wurzeln der Fall ist. Die Anpassung des Luftdrucks an die verschiedenen Anforderungen macht sich beim Datura bezahlt und man sollte sich auch die Zeit dafür nehmen – der Reifen dankt es mit einer super Performance. Weicher Waldboden ist ebenfalls ein willkommener Untergrund für den Datura, auch wenn die Strecke nach mehreren Runs aussieht, als wenn da ein MX-Hobel sein Unwesen getrieben hätte. Das würde alles natürlich nur schlecht funktionieren, wenn GEAX beim Thema Selbstreinigung geschluddert hätte…aber auch hier, ein großes Lob von unserer Seite! Erstaunt darf man über den Vortrieb sein, der Reifen schluckt weniger Energie als befürchtet. Das Einsatzgebiet des Datura liegt auf der schnellen Abfahrt als auch der Hatz über Trails, findet also am Downhillbike ebenso seinen Platz wie am Enduro. Der Verschleiß hält sich in Grenzen, wenn man die Gummimischung und den Einsatzbereich bedenkt, gibt es auch da nichts zu meckern. Der GEAX Datura – wir sind (zugegeben) mit viel Skepsis in diesen Test eingestiegen, aber vom Reifen mehr als positiv überrascht worden! Kauftipp!

Preis: etwa 25 Euro

O’Neal Blur B1 Goggle – Von wegen Unschärfe!

Blur – Das heißt eigentlich Unschärfe! Nach dem Test der Blur B1 dürfen wir behaupten, dass weder die Sicht durch die Brille noch das Erscheinungsbild diesem Namen gerecht werden. Neben den unifarbenen Rahmen gesellen sich so geil designte Rahmen, dass man nur zu einem Schluss kommen kann: Extrem scharf! Und fast zu Schade für den Einsatz bei Matsch und Modder. Doch es hilft ja alles nichts! Wir haben uns mit dem Modell „Hurricane“ dann doch ins matschige Elend gestürzt.

Eigentlich schade, dass man, sobald man sich die Brille überstreift, die geile Optik der B1 den Außenstehenden überlässt. Damit man selber dennoch auch in vollen Zügen von dieser Brille profitiert, bietet die Blur B1 Goggle dem Träger so einige nette Dinge. Darunter zählt erstmal die gute Passform und das angenehme Tragegefühl. Der Rahmen der B1 ist ergonomisch geformt, sehr leicht und natürlich belüftet. Der Schaum ist angenehm auf der Haut zu tragen und saugt den Schweiß auf. Die Sicht durch die Brille zeigt weder Verzerrungen noch Unschärfe.

Das Brillenglas ist Antibeschlag beschichtet, was auch sehr gut funktioniert. Lediglich in langsamen Passagen kann bei erhöhter Anstrengung das Brillenglas leicht beschlagen, wenn es draußen nasskalt ist. Durch die Beschichtung des Glases wird die Sicht allerdings sehr schnell wieder freigegeben. Das Brillenglas außen ist kratzfest, auch da gibt es nichts zu meckern, nur auf der Innenseite ist etwas mehr Vorsicht geboten. Für uns allerdings kein Kritikpunkt, da einem der Dreck ja immer von außen auf das Glas geworfen wird. Nach dem Abstreifen der Brille sollte zur Aufbewahrung sowieso der mitgelieferte Mikrofaserbeutel verwendet werden, welcher auch gleichzeitig als Putztuch fungiert. Wer gerne mit Abreißfolie fährt, kein Problem, die Pins für Abreißfolien sind vorhanden.

Das Brillenband ist innen mit einem breitem Silikonstreifen beschichtet, welches ein Abrutschen des Bandes vom Helm zuverlässig verhindert. Die Blur B1 ist neben den Standardfarben auch noch in den Modellen Hustler, Kariert und Klar erhältlich. Der Preis für die unifarbene B1 beträgt 39,90 Euro, der Preis für die designte B1 beträgt 49,90 Euro. Die Gläser sind in weiteren Tönungsfarben verfügbar, der Preis liegt so um die 8 Euro.

Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Kuwahara KZ – Unter japanischer Flagge – Langzeittest – Eine Zeitreise…

Ein BMX Testbericht, wie er vor 25 Jahren hätte erscheinen können oder sollen: Der Langzeittest des Kuwahara KZ. Drehen wir die Zeit um ein Vierteljahrhundert zurück und tauchen nochmal ein in die Zeit, als BMX in den USA ganz groß war und in Deutschland bei den „Großen“ nur auf Unverständnis stieß. Eine Zeit, in der die Musik neue Formen annahm und geniale Bands wie Depeche Mode oder FGTH (Frankie goes to Hollywood) hervorbrachte – allerdings auch so etwas wie Modern Talking. Wir schreiben das Jahr…

…1984!

Nach fast zwei Jahren Einsatz meines Kuwa’s werde ich euch meine Erkenntnisse über dieses BMX mitteilen. Fast zwei Jahre, da ist einiges passiert. Angefangen hat alles mit einem sehr abenteuerlichen Kauf des Rahmens. Ganze 309 DM kostet der Rahmen, ohne Gabel. Wenn man bedenkt, daß die Konkurrenz aus den USA mit den schillernden Namen wie Pro-Neck oder GT direkt mit 379 DM zu Buche schlagen, ist das Kuwa geradezu preiswert – und nicht nur beim Preis den Amis ein Dorn im Auge!

BMX, das ist USA! Man lebt USA, man liebt die USA, in der hiesigen Pommesbude heißt der Hamburger nicht einfach nur Hamburger, sondern ausgesprochen Hämbörger, schön laaaaaang gezogen! Natürlich mit einigem Unmut der Verkäuferinnen. Wie können die Verkäuferinnen in der Pommesbude sich so der Zeit verschließen? Doch ich will nicht abschweifen, es ist halt alles USA, zumindest für uns – und dann kommt eine kleine Firma aus Japan und dringt in den von den USA dominierten BMX Markt ein. Dabei hat das Kuwa alles, was ein BMX in der heutigen Zeit zu einem richtig guten BMX werden lässt.

Die Rohre sind aus feinstem 4130 CroMoly, die Rohre wirken im Vergleich zu dem GT etwas dünner und zierlicher, dafür erstrecken sich zwischen Ober-, Steuer- und Unterrohr zwei Verstärkungsbleche. Der Rahmen ist, wie sollte es anders sein, verchromt. Die Schweißnähte sind sehr fein und beweisen, dass man auch in Osaka fähig ist, vernünftig zu schweißen. Natürlich gibt es auch farbige Varianten, sogar in Moers gibt es ein weißes Kuwahara. Das Kuwa gibt es auch als Komplettrad, je nach Baujahr und Ausstattung handelt es sich um das KZ1 oder das KZ2. Was das Komplettrad kostet, kann ich aber leider nicht sagen. Es hat auch, egal ob das KZ1 oder das KZ2, eine komplett andere Ausstattung als mein Kuwa, aber dazu später mehr.

Wie gesagt, 309 DM, das ist eigentlich sehr preiswert – aber erzählt das mal meinen Eltern und Großeltern. Ich habe also heimlich gespart und meinen Kumpel Jogi losgeschickt, damit er für mich das Kuwa im Laden kauft. Wieso? Die Verkäufer rufen die Eltern an, und beim Jogi ist das egal, der kauft dauernd neue Teile. Nachdem ich das Kuwa mit zittrigen und verschwitzten Händen vor dem Laden dann endlich entgegennehmen durfte, war großes Umbauen angesagt. Am Anfang fehlte mir natürlich das Geld für vernünftige Parts, so musste ich halt viele Teile meines alten Shogun verbauen.

Also alles, was noch irgendwie brauchbar war oder sowieso vorab schon durch andere Teile ersetzt worden war – der zweite Punkt überwiegt. Natürlich haben sich meine Großeltern später irgendwie gewundert, wieso das Fahrrad auf einmal nicht mehr schwarz, sondern verchromt war. So richtig nachgefragt haben sie bis jetzt aber nicht. Ich hatte nur noch Geld für eine Gabel, da musste eine Tange ARX her, die durch ihre schlanke aerodynamische Bauform optisch gut an das Kuwa mit den dezenten Rohren passt. Kostenpunkt 79 DM. Später folgte der Redline Vorbau und dann als Weihnachtsgeschenk die lang ersehnten schwarzen Skyway Tuff Wheels II. Yeah!!!

Damit wird klar, daß mein Kuwa sich enorm vom Original Aufbau des Kuwas KZ1/KZ2 unterscheidet. Anstelle des Seriensattels Elina habe ich einen Kashimax Aero, einfach genial, wenn er nicht die Hose am Hintern immer auffressen würde. Anstatt der Suntour Pedalen habe ich Shimano DX Pedalen verbaut. Der größte Unterschied liegt wohl bei den Felgen, wobei sich hier auch das KZ1 und das KZ2 enorm unterscheiden. Beim KZ1 sind ACS Z-Rims und ACS Naben verbaut, beim KZ2 dagegen UKAI Felgen mit Suntour Naben.

Bei den Griffen hat man von A’me zu OKG Kuwahara Griffen gewechselt, ich bevorzuge ganz klar Oakley. Die halten zwar nicht wirklich lange, aber fühlen sich dafür richtig gut an (irgendwie ein bisschen wie ein Radiergummi) und man rutscht nicht ab. Das Problem ist die vordere Bremse, die man für Tricks ja braucht. Ich habe eine Dia-Compe MX mit dem Weinmann Adjuster verbaut, die mit dem Adjuster vor das Unterrohr stößt – das Problem haben aber auch andere BMX Räder. Dann habe ich noch eine einteilige Takagi-Kurbel, die man wohl als Standard bezeichnen dürfte. Die hält zwar nicht ewig, aber doch recht lange.

Gefahren bin ich eigentlich alles, was die kleinste Großstadt Deutschlands, also Moers, zu bieten hat. Lustig ist, dass die Postleitzahl von Moers der Kennzeichnung von CroMo entspricht: 4130. Mangels Halfpipe bzw. eines Skateparks, wie er in den USA normal zu sein scheint, zumindest erweckt die BMX Action den Eindruck, haben wir uns aus Holz selber eine Quarterpipe gebaut. Was soll ich sagen, die stand natürlich bei dem besagten Jogi. Die einzige Vorraussetzung war, die Jogis Vater an uns stellte, das Tragen eines Helms. Na toll, aber was soll’s, bei Rennen ist die Murmel auf dem Kopp ja auch Pflicht!

So bin ich nicht nur in der Quarterpipe gefahren, sondern auch diverse Rennen, zu denen uns die Händler brachten, von denen wir immer die Teile kauften. Gleichzeitig haben wir uns am GSV Moers noch ein paar nette Jumps gebaut, die freundlicherweise von den Stadtgärtnern immer wieder abgerissen werden – zum Glück gibt es aber noch einen abgelegenen kleinen Wald mit einem Bombenloch. Aber egal was ich mit dem Kuwa anstellte, es hielt. Springen ist mit dem Rad genial, meine Stärke ist der Tabletop, den bis jetzt nicht viele aus Moers so hinbekommen. Dann dürfte ich wohl in Moers noch den Rekord im Bunnyhop aufgestellt haben mit 85 cm, gefolgt von Jogi auf seinem Redline mit 82 cm.

Das Kuwahara lässt sich spielerisch fahren, ziehen und in der Luft dirigieren. Auf BMX-Strecken bei Rennen lässt es sich sehr gut beschleunigen und über die Sprünge drücken. Richtig Spaß machen natürlich auch Powerslides und alles, was gerade an Tricks angesagt ist wie zum Beispiel Kickturn, Cowboy, Curb Endo, Back- und Frontwheel-Hop, Wheelie oder einfach nur Treppen runterspringen. Auf der BMX-Bahn fühlt sich das Kuwahara sauwohl, und so erreichte ich beim De Beukelaer Pokal in Kempen im September ’83 bei meinem ersten Rennen direkt den dritten Platz. In der ganzen Zeit erwies sich mein Kuwahara als das perfekte BMX für mich, während viele Anbauteile leider den Dienst quittierten. Mehrere Shimano DX Pedalen sind mir abgebrochen, diverse Lenker gebrochen oder verbogen, diverse Vorbauten wie der Sugino haben ebenfalls den Geist aufgegeben (bis auf den Redline).

Die Tange ARX musste leider auch einer anderen Gabel weichen, die dann sehr monströs ausfiel. Bei Rabbit oder Hajos habe ich die Robinson Gabel entdeckt und geordert – wow, was für ein dickes und leider etwas schweres Gerät. Aber sie hält! Ob die Tuff’s wirklich im Eisfach eine Acht verlieren, weiß ich nicht – unser Eisfach zu Hause ist nicht groß genug. Nur einmal hatte ich abends eine Acht im Hinterrad, aber nach einer Nacht in der kalten Garage war morgens nichts mehr davon zu sehen.

…25 Jahre später

Eines ist sicher, ich werde wohl immer ein Fan von Kuwahara bleiben – nicht umsonst hat sich E.T. für seinen Flug auch ein Kuwahara ausgesucht – zusammen mit dem Bob Haro Team – und schon wieder ein Seitenhieb gegen die US Amerikanischen Firmen. Das E.T. Kuwahara dürft ihr allerdings nicht mit dem KZ1/KZ2 verwechseln, der Rahmen ist nicht komplett CroMo, der Hinterbau ist nur HiTen, und es ist wohl etwas kürzer. Übrigens fährt auch Skateparklegende Eddie Fiola mit einem Kuwahara, und so wie zu lesen war, ist das Kuwa das einzige Rad, was er noch nicht geschrottet hat! Muß ich noch mehr sagen? BMX, das ist Kuwahara, das ist Made in Osaka – und das liegt in Japan!

O’Neal Revolution Glove 2010 – It’s time for a revolution!

Wir haben mal wieder etwas sehr feines bei O’Neal entdeckt: Die Revolution Glove 2010. Erhältlich ist der Revolution in den Farben rot, schwarz und weiß. Dabei bezieht sich die Farbe auf das Material des Handrückens, der Bereich der Handfläche ist stylesicher in braun gehalten, was summasumarum einen geilen Kontrast ergibt. Wir hatten das rote Exemplar des Revolution Glove im Test, und holla die Waldfee, das rot nennen wir mal richtig rot. Die Handschuhe leuchten geradezu, aber konnte das postive Erscheinungsbild bis zum Testende anhalten?

Wie testet man einen Handschuh? Da wir nicht eines der sündhaft teuren Printmagazine sind und uns somit Labortests nicht zur Verfügung stehen, bleibt uns nur eines: Der Test in der Praxis, der sich über viele Wochen hinwegstreckt. Nur so kann man die Handschuhe genug belasten, sei es bei der eigentlichen Aufgabe selbst, dem Biken, als auch beim Stürzen…autsch…was tun wir nicht alles für euch! Dazu kommen noch einige Einsätze beim Schaufeln, bei der notdürftigen Reparatur des Bikes unterwegs und den vielen Wäschen in der Waschmaschine. Kurz gesagt, alles was die Handschuhe auch bei Euch ertragen müssen.

Doch kommen wir zuerst zum Tragekomfort und hier weiß der Revolution bereits gekonnt Pluspunkte zu sammeln. Der Handschuh sitzt wie angegossen, durch die verfügbaren Größen von S bis XXL sollte auch für jeden die passende Größe vorhanden sein. Der Handschuh bietet ein sehr gutes Griffgefühl beim Anpacken des Lenkers und die schicke Gummierung an den Fingerspitzen sorgt für ein sicheres Betätigen der Bremse – schön, dass nicht einfach nur aufgesetzte gummierte Punkte zum Einsatz kommen!

Obwohl optisch sehr gelungen, ist der Handschuh eigentlich erstaunlich schlicht gehalten. Die aufgesetzten Protektoren wurden weitgehendst in der Farbe des Handrückens gehalten. Die Belüftung entspricht dem normalen Standard eines Handschuhs in dieser Klasse, erreicht wird das auch durch die verwendetete Textilie in den Fingerzwischenräumen. Der Revolution lässt sich dank des verlängerten Handflächeninnenbereichs hervorragend anziehen. Da diese aus „einem Guss“ besteht, also nicht extra eine Zunge angenäht wurde, bleibt der Revolution auch nach x-maligen Anziehen ohne Schaden.

Hier hat man bei anderen Handschuhen oft das Problem, dass sich eine angenähte Zunge mit der Zeit allmählich verabschiedet. Ebenfalls überzeugend ist die Stabilität des Handschuhs, keine Nähte lösten sich und die aufgesetzten Protektoren als auch die Gummierungen an den Fingerspitzen hielten. Ein Handschuh, der nicht nur durch die Passform, die Optik und die Verarbeitung überzeugen kann, sondern auch mit dem Preis: 26,90 Euro halten wir für sehr fair! Top!

 

Focus Project 2.0 – Mit dem Herz eines Kämpfers – Test

Mit dem Project hat Focus ein Bike auf den Markt geworfen, welches das Kämpferherz eines Enduros mit der Ausdauer eines Allmountain Bikes haben soll. Ein Longtravel Bike von Focus, das ist für uns eine komplett neue Erfahrung. Bisher kannten wir Focus Bikes mehr aus dem XC Bereich, so wie beispielsweise das Black Forest, welches wir für die mtb-extreme.com getestet haben. Dort konnte die XC-Feile überzeugen, wie verhält es sich allerdings mit einem AM bzw. Enduro des Unternehmens, welches lobenswerterweise für „Made in Germany“ steht?

Die Eckdaten des Focus Project 2.0 hören sich gut an: 16 cm Federweg an der Front und 15 cm Federweg am Heck, dazu gesellen sich einige Parts, die für sich alleine schon das Bike in die Enduro-Ecke manövrieren. Der aufmerksame Leser wird jetzt allerdings den Finger heben, denn eigentlich bietet das Project 2.0 vorne „nur“ 15 cm Federweg! Im Gegensatz zum Serienmodell mit der Fox Talas Fit RL war bei uns die Fox Talas RC2 verbaut. Ebenfalls anders als in der Serie war bei uns die Avid Code Bremse montiert, am Serienmodell sorgt die Avid Elixir R für die Verzögerungsarbeit. Auf die Waage bringt das Focus in dieser Ausführung einschließlich Plattformpedalen etwa 14,7 Kilogramm.

Focus hat sich aber nicht nur bei der Wahl der Komponenten große Mühe gegeben, sondern auch dem Herzstück des Bikes, dem Rahmen, ordentlich Dampf unter die Haube gehaucht. Die Rahmenform wirkt auf den ersten Blick zwar nicht sonderlich spektakulär, dennoch wurde hier ordentliche Entwicklungsarbeit geleistet. Der Rahmen ist sehr seitensteif, welches durch die Knuckle Box Technologie erreicht wurde. Die Anlenkung des Eingelenkers ist recht aufwendig und durch das konische Steuerrohr konnten das Oberrohr und das Unterrohr, den Belastungen entsprechend, voluminös dimensioniert werden, was zusätzliche Lenksteifheit bringt.

Der Rahmen und die Schwinge wirken robust, so wie es sich für ein Enduro gehört. Komponenten wie die Fox Talas und die SRAM X.0 Schaltung mit den SRAM X.9 Triggern zeigen die preisliche Richtung, denn mit 3299 Euro ist das Project 2.0 nicht gerade kompatibel mit schmalen Geldbeuteln. Fairerweise müssen wir hier noch anmerken, dass es für 2399 Euro das Project 3.0 gibt, welches natürlich andere Parts verbaut hat. Wer eine Hammerschmidt und die Fox Talas Fit RC2 sein Eigen nennen möchte, kann beim Project 1.0 zuschlagen – Kostenpunkt: 5999 Euro. Natürlich lassen sich auch die beiden anderen Project mit der Hammerschmidt nachrüsten.

Jetzt schieben wir allerdings die Finanzen und technischen Eckdaten zur Seite und widmen uns dem eigentlichen Zweck dieser Zeilen, dem Test in der Praxis. Uns stand das Bike mit einem 43 cm Sitzrohr zur Verfügung, welches der Größe M entspricht. Und hier gibt es einige Überraschungen. Zielgruppe Enduro – Das erste Aufsitzen auf dem Bike vermittelt ein anderes Gefühl, es fühlt sich eher an wie ein Allmountaintourer. Die Sitzhaltung ist leicht gestreckt, der Lenker wirkt trotz der normal hochbauenden Front zu tief. Die geringe Steigung des Lenkers unterstützt diesen Eindruck. Die Wahl des Lenkers finden wir weniger prickelnd, der kurze Vorbau gefällt uns allerdings sehr gut.

Auf dem Trail begeistert das Project durch sehr guten Vortrieb. Der gut arbeitende Hinterbau sorgt dafür, dass auch bei technisch schweren Uphills die Energie ohne lästiges Wippen in Vorwärtsdrang umgesetzt wird. Das Focus lässt sich sehr gut beschleunigen, Sprints gehen richtig gut. Der Hinterbau ist zwar sportlich straff, arbeitet aber effektiv. Hier können wir ein großes Lob verteilen. Allerdings will durch die Haltung auf dem Bike keine Spielfreude aufkommen. Auf der Abfahrt wirkte das Focus auf uns nervös und frontlastig. Trotz des wirklich gut arbeitenden Fahrwerks zeigte das Project hier Schwächen und trübte unseren Fahrspaß.

Das Sattelrohr ist im unteren Bereich leicht gebogen, dadurch hat man leider nicht die komplette Sattelrohrlänge für die Sattelstütze zur Verfügung. Das Bike ist hochwertig aufgebaut, seien es die Mavic Crossmax ST Laufräder oder die Truvativ Komponenten. Zwei Kettenblätter mit Rockring – auch das gefällt uns natürlich außerordentlich gut. Bei unserem Test waren wir unter anderem in Südfrankreich unterwegs, doch auch dort konnten die ruppigen Pisten das Focus nicht zu Ausfallzeiten zwingen und unterstrichen die Robustheit des Project.

Wir wollen an dieser Stelle das Focus nicht kritisieren, sondern für uns zeigen sich die Stärken des Project bei Allmountaintouren, bei denen es auch mal richtig kernig bergauf gehen kann oder sogar soll, aber weniger als Bike für den Bikeparkbesuch. Das Fahrwerk ist durchdacht und bietet genug Reserven, das zeigt sich auch bei Kanten, die sich in den Weg stellen. Bei Jumps verhält sich das Bike etwas unhandlich, auch das würden wir uns von einem Enduro anders wünschen. Wir denken, dass ein kürzeres Oberrohr beim Project Wunder wirken würde und unserem Fahrverhalten mehr Rechnung tragen würde.

Fazit:

Das Focus Project 2.0 stellt sich für uns als ein zuverlässiges und robustes Allmountain dar, welches besonders den anspruchsvollen Tourer ansprechen dürfte. Der Hinterbau arbeitet ausgezeichnet und der Rahmen begeistert durch seine Steifheit und dem sehr guten Vortrieb. Über die Wahl der Komponenten kann man auch nicht meckern – mal abgesehen vom zu flachen Lenker. Ein Kämpferherz hat das Project allemal, für uns allerdings nicht in Form eines Enduros.

Preis: 3299 Euro

Mehr Infos unter www.focus-bikes.de

UMF Pedal FR Pro Plattformpedale im Test

Messer, Gabel, Schere, Licht – sind für kleine Kinder nicht! Diesem bekannten Spruch, der Kinder vor Gefahren warnen soll, können wir noch eines hinzufügen: Die UMF Pedale FR Pro! Schon in der Anleitung der Pedalen wird vor den scharfen Kanten und den Schraubpins gewarnt. Das hört sich ja ganz hervorragend an! Scharfkantig und daher verletzungsgefährlich – was bei anderen Parts für hochstehende Nackenhaare sorgt, lässt bei Pedalen hoffen. Wir haben uns für euch die UMF Pedal FR Pro ans Bike geschraubt!

Wer sich ein wenig mit der Marke UMF auseinandersetzt, wird schnell merken, dass hier nicht nur feine Bikes vom Band rollen – wir hatten ja bereits einige Bikes im Test. Wir waren natürlich sehr gespannt auf die Pedalen, die in den Farben schwarz und weiß erhältlich sind. Optisch machen die Pedale, die für einen Preis von knapp 70 Euro erhältlich sind, einen guten Eindruck. Lediglich der eine oder andere bei der Herstellung entstandene Grat trübt leider ein wenig das Bild. Der CNC gefräste Pedalkörper besteht aus 6061er Alu und besticht durch seine sehr schlanke Bauform mit einer Höhe von etwa 18 mm. Verbaut sind Industrielager, bewährt und zuverlässig. Den Nachteil von Nadellagern mit dem bauartbedingten axialen Spiel ist UMF damit geschickt umgangen und bietet trotzdem diese flache Bauform.

Die Auflagefläche ist groß genug dimensioniert und die großzügigen Aussparungen sorgen, neben einem guten Matschdurchlass, für ein sehr geringes Gewicht. Das Pedalpaar bringt nur knappe 420 Gramm auf die Waage, ein sehr guter Wert für Plattformpedale. Pro Pedal und Seite sorgen zehn auswechselbare Pins für Standfestigkeit. Die Pins der Pedale verbeißen sich regelrecht in der Schuhsohle, egal ob es draußen pulvertrocken oder klatschnass war, der Grip auf den Pedalen war bombastisch. So soll es natürlich auch sein und weniger haben wir auch gar nicht erwartet! Für knappe 70 Euro bekommt man gute Pedale, die sich durch ihre flache Bauform auszeichnen und mächtig Grip bieten.

Preis: 69,90 Euro

Mehr Infos unter www.umf-bikes.com