Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro im Test: Bezaubernde Mary

Im vergangenen Winter stand bei uns der Test von Mountainbike-Reifen im Fokus. Nasskalte Witterungsbedingungen und die damit verbundenen schwierigen Streckenverhältnisse stellten in Kombination mit wechselnden Untergründen höchste Anforderungen an die Reifen – perfekte Bedingungen also für einen Praxischeck. Einer dieser Reifen war der speziell für den Gravity-Bereich entwickelte Schwalbe Magic Mary Radial Gravity.

Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro im Test: Bezaubernde Mary

Mit den Radialreifen hat Schwalbe für mächtig Wirbel im Fahrradbereich gesorgt. Das grundlegende Merkmal der neuen Reifen ist die komplett neu gedachte Konstruktion der Karkasse. Die Karkassenfäden, die bei herkömmlichen Fahrradreifen diagonal im 45°-Winkel über den Reifen laufen, sind bei den Radialreifen in einem deutlich stumpferen Winkel angeordnet. Hierdurch wird das Karkassenmaterial kürzer, was wiederum dafür sorgt, dass sich die Karkassenfäden mit weniger Spannung überlappen. Der Reifen verformt sich punktueller und reagiert bei Unebenheiten deutlich flexibler und anpassungsfähiger. Laut Schwalbe bieten die Radialreifen bei gleichem Luftdruck etwa 30 % mehr Auflagefläche als ein vergleichbarer herkömmlicher Reifen. So viel zur Theorie.

Im Test: Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro mit Addix Soft Compound

Für unseren Reifentest auf der Fraktur hatten wir uns für den Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro mit Addix Soft Compound entschieden. Bei Addix Soft handelt es sich um eine Gummimischung, die eine Brücke über viele Bereiche schlägt und sich somit für Enduro und Downhill ebenso eignet wie für All Mountain oder Trail. Wegen der optimierten Kälteeigenschaften ermöglicht Addix Soft zudem einen ganzjährigen Einsatz, also auch im Winter. Weitere Merkmale des Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro im Test sind 67 EPI und TLR. In der von uns getesteten Reifengröße 27.5 x 2.5 bringt der Reifen 1258 Gramm auf die Waage – pro Stück natürlich. Der Preis für den einzelnen Reifen beträgt 79,90 Euro.

Neue Innenkonstruktion, bewährtes Profil-Design

Obwohl die Karkasse des Magic Mary völlig neu konstruiert ist, präsentiert sich das Profil im alt-bekannten Look. Die abgeschrägten Flach-Stollen im Laufflächenzentrum für ein besseres Rollverhalten haben sich ebenso bewährt wie das offene Profildesign und die bissigen Schulterstollen. Anders sieht es bei dem im Fahrrad-Bereich revolutionären Aufbau der Karkasse aus. Tatsächlich macht sich die neue Innenkonstruktion bereits bei der Montage positiv bemerkbar. Die geschmeidige Karkasse ermöglicht ein sehr unkompliziertes Aufziehen des Reifens. Rider, die noch mit Schlauch unterwegs sind und auf einer Enduro-Tour einen Platten bekommen, werden dies besonders zu schätzen wissen.

Getestet haben wir den Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro primär in seinem natürlichen Habitat, und das besonders der Schwerkraft folgend – sprich bergab. Die geschmeidige Reifenkarkasse passt sich Unebenheiten wie Steinen oder Wurzeln perfekt an, wodurch der Reifen enormen Grip aufbaut. Man hat geradezu das Gefühl, dass der Reifen sich förmlich in den Trail beißt. Die im Vergleich zu herkömmlichen Reifen höhere Auflagefläche trägt ihren Teil dazu bei, dass der Reifen gefühlt mit dem Trail verschmilzt. Ob es am Ende wirklich etwa 30 % mehr Auflagefläche ist wie von Schwalbe angegeben, können wir – zumindest was die Bezifferung angeht – nicht beurteilen.

Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro im Test: Bezaubernde Mary

Auf dem Trail: Bremse auf!

Neben dem fantastischen Grip bietet der Schwalbe Radialreifen durch die geschmeidigere Karkasse eine hohe Dämpfung. Egal ob Steinfelder oder Wurzelteppiche, anvisieren und Bremse auf heißt die Devise. Das bewährte Profil und die weiche Gummimischung erledigen ihren Teil für noch mehr Speed – beim Ballern geradeaus ebenso wie in Kurven. Die spürbare flexiblere Verformbarkeit der Karkasse spricht vor allem Rider an, die bei ihren Rides einen niedrigeren Luftdruck bevorzugen. Natürlich kann der subjektiven Instabilität mit höherem Luftdruck entgegengewirkt werden, allerdings büßt der Reifen dann von seinen Vorteilen ein. Der Schwalbe bietet dann zwar immer noch guten Grip, aber die Fahrcharakteristik gleicht sich der eines herkömmlichen Diagonalreifens an.

Das Rollverhalten des Reifens ist dank der flacheren Mittelsollen für einen Reifen in dieser Klasse recht gut – mit etwas mehr Luftdruck sind sogar weitere Touren kein Problem. Die Begrifflichkeit des „Anker Werfens“ nimmt beim Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro hingegen eine neue Dimension an. Mit unfassbarer Brutalität bringt der Reifen die Bremskräfte auf den Boden. Selbst auf losen Böden beißt sich der Schwalbe Magic Mary Gravity Pro beim Bremsen regelrecht im Untergrund fest und ermöglicht so ein punktgenaues Verzögern in der sprichwörtlich letzten Sekunde. Das offene Profil sorgt zudem für eine gute Selbstreinigung, wodurch der Reifen auch bei matschigen Böden das Brems-Niveau auf Dauer hochhalten kann.

Fazit

Wollen wir nicht lange rumschwafeln: mit dem Magic Mary Radial Gravity Pro ist Schwalbe echt ein großer Wurf gelungen. Der Reifen bietet bei entsprechend geringem Luftdruck einen unfassbaren Grip und erlaubt extrem hohe Kurvengeschwindigkeiten. Die Bremskraft ist geradezu brutal. Mit höherem Luftdruck büßt der Reifen zwar seine Charakteristik etwas ein, bleibt aber auch hier ganzjährig eine gute Wahl für schnelle Abfahrten.

Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro mit Addix Soft Compound: Details

  • Ausführung: HS447, Evo, TLR, 67EPI Radial B
  • Compound: Addix Soft
  • Gewicht: 1258 gr. / Stck. (27.5 x 2.5)
  • Preis: 79,90 Euro

Hersteller: www.schwalbe.com

Tatze Sport Grip Lenkergriffe im Test: Die besten MTB Griffe überhaupt?

Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe im Test

Die besten MTB Griffe überhaupt: das behauptet zumindest der in Tirol ansässige Komponentenhersteller Tatze über seine Sport Grip MTB Griffe. Der in drei Griff-Zonen aufgeteilte Lenkergriff soll dem Rider maximale Dämpfung mit minimalem Kraftaufwand gewährleisten. Wir sind mit dem Design & Innovation Award 2024 prämierten MTB Lenkergriff auf Tuchfühlung gegangen.

Trotz der vielen emotionalen Berührungspunkte hält sich die Anzahl der physischen Verbindungen zu unserem Bike tatsächlich stark in Grenzen. Pedale, Sattel und Lenker bzw. Lenkergriffe – das war es auch schon. Umso wichtiger ist es natürlich, diese wenigen Kontaktpunkte für ein optimales Fahrerlebnis ideal abzustimmen. Wieso aber lange nach dem perfekten Lenkergriff suchen, wenn der Komponentenhersteller Tatze mit dem Sport Grip Lenkergriffen nach eigenen Angaben die besten MTB Griffe überhaupt anbietet? Selbstbewusst sind die Tiroler jedenfalls.

Aufbau der Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe

Aufgeteilt ist der Tatze Sport Grip Lenkergriff in drei unterschiedliche Zonen. Die abgeflachte, mit Lamellen besetzte obere Druckzone soll Kraftspitzen und Vibrationen abbauen. Der nach außen hin zunehmende Flügel vergrößert die Druckzone, wodurch der Effekt weiter verstärkt werden soll. Die vorne befindliche Henkelzone ist ebenfalls leicht ergonomisch geformt und verfügt über spezielle Einkerbungen für die mittleren Fingerglieder. Die Klemmzone an der Unterseite des Griffes soll den Fingerspitzen einen sehr guten Halt sowie eine effektive Umschließung des Griffs gewährleisten.

Die Kontaktfläche des Griffs weist eine Breite von etwa 133 Millimetern auf, der Durchmesser liegt im Bereich zwischen 32 und 34 Millimetern. Für eine sichere Fixierung der Griffe sorgt die vom Lenkerende abgewandte Klemmung. Das Gewicht des Pärchens beziffert unsere Waage mit 110 Gramm. Angeboten werden die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe zum Preis von 29,50 Euro als Pärchen in den Farben Schwarz, Blau, Rot oder Orange sowie als Bi-Color-Set mit unterschiedlichen Farben für den rechten und linken Griff.

Getestet haben wir die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe in den Bereichen Trail und Tour. Da es sich um eine sehr individuelle Komponente handelt, darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Lenkergriffe mit relativ großen Händen (Handschuhgröße 9) getestet wurden. Bei kleineren Händen kann sich eventuell ein anderes Fahrgefühl einstellen. Letztendlich kann mit den Tatze Lenkergriffen kein Fehler gemacht werden: sollte der Griff nicht überzeugen, kann dieser im Rahmen der erweiterten Garantie selbst mit geringen Gebrauchsspuren zurückgeschickt werden.

Die Lenkergriffe von Tatze im Test

Die Montage der Griffe ist dank der Klemmung mit wenigen Handgriffen erledigt. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Griffe seitenspezifisch sind. Aufgrund des ergonomischen Designs müssen die Griffe zudem individuell ausgerichtet werden. Das war es dann aber schon. Eine Lenkerendkappe wird nicht benötigt, da der Griff an der Außenseite des Lenkers geschlossen ist. Die Klemmung mit 3 Nm gewährleistet einen sicheren Sitz der Griffe – unabhängig von der Krafteinwirkung und den Witterungsverhältnissen

Der Griff liegt gut in der Hand und die Finger finden sich sofort in den Fingermulden ein. Aufgrund der Lamellen ist das Griffvolumen etwas höher als bei herkömmlichen Lenkergriffen, was wir aber weder auf dem Trail noch auf Touren als negativ empfanden. Im Gegenteil: die Dämpfung sorgt für ein sehr angenehmes Fahren, ohne dass sich hierbei ein schwammiges Gefühl bemerkbar macht. Das Lenkfeeling ist also immer noch on point, aber mit etwas mehr Komfort als bei herkömmlichen Griffen.

Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe im Test

Unterstützend wirkt hier besonders auf Touren der Flügel zur Abstützung der Handfläche und Entlastung des Handgelenks. Rider mit Handgelenksproblemen könnten hier eine Lösung für ihr Problem finden. Wichtig ist auf jeden Fall die optimale Ausrichtung der Griffe. Das angenehme Griffgefühl setzt sich auch mit Blick auf die Gummimischung fort. Die Griffe bieten enormen Grip egal ob mit oder ohne Handschuhen. In Kombination mit der Belüftung des Griffs wird selbst bei schwitzigen Händen optimaler Halt gewährleistet.

Fazit

Wer die Vorteile eines ergonomischen Griffs sucht, aber gleichzeitig auf eine dezente Formgebung wert legt, sollte die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe genauer ins Visier nehmen. Das Griffgefühl ist trotz des etwas dickeren Umfangs sehr gut. Wer auf dünne Griffe steht, könnte mit den Tatze Lenkergriffen allerdings Probleme bekommen – gleiches gilt für Rider mit kleineren Händen. Leider wird der Griff nur in einer Größe angeboten. Da Tatze allerdings eine erweiterte Garantie auf das Produkt gibt, kann beim Kauf eigentlich nichts falsch gemacht werden.  

Details Tatze Sport Grip Lenkergriffe

  • Verfügbare Farben: Vier Farboptionen sowie sechs Bi-Color-Varianten
  • Durchmesser: 32 – 34 mm
  • Kontaktflächenbreite: 133 mm
  • Gewicht: 110 Gramm
  • Preis: 29,50 Euro (30 Tage erweitertes Rückgaberecht)

Web: www.tatze-bike.com

Rockbros Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern im Test: Klare Sicht für kleines Geld?

Zum Preis von knapp 30 Euro bietet Rockbros eine Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern für unterschiedliche Sichtbedingungen an. Das Set enthält unter anderem ein grau-getöntes, polarisiertes TAC-Glas sowie einen Einsatz für Korrekturgläser. Was darf von einer Fahrradbrille mit solch einem Funktionsumfang zu dem Preis überhaupt erwartet werden?

 Rockbros Fahrradbrille

Eine Fahrradbrille zum Preis von 29,99 Euro ist sicherlich noch nicht besonders redenswert. Wenn diese Brille aber mit vier Wechselgläsern, einem Mikrofaserbeutel, einem zusätzlichen Wechselnasenpad, einer EVA Box sowie einem Korrektureinsatz ausgeliefert wird, lässt das schon aufhorchen. Spätestens mit der Anmerkung, dass es sich bei einem der vier Wechselgläser um ein grau-getöntes, polarisiertes TAC-Glas handelt, dürfte das Interesse geweckt sein. Abgerundet mit einem 100% UV-Schutz vor UVA-, UVB- und UVC-Strahlung, leichtem TR-Rahmen und verstellbaren Nasenpads bleiben zumindest theoretisch keine Wünsche offen.

Rockbros Fahrradbrille: Halfrim Sportbrille mit unten offenem Rahmen

Bei der Rockbros Fahrradbrille handelt es sich um eine Halfrim Sportbrille mit unten offenem Rahmen. Die gewünschte, den jeweiligen Anforderungen entsprechende Scheibe wird einfach in den Rahmen gedrückt und ist somit sicher fixiert. Zur Auswahl stehen vier verschiedene Linsen von transparent bis polarisiert. Die Befestigung des Nasenbügels geht ebenfalls fix von der Hand. Mit dem mitgelieferten Reinigungstuch lassen sich danach die bei der Montage des Glases hinterlassenen Fingerabdrücke wegwischen. Damit die Brille gut und angenehm sitzt, muss anschließend noch der Nasenbügel angepasst werden.

Die Rockbros Fahrradbrille vermittelt ein gutes Tragegefühl, sitzt allerdings nicht ganz so satt und bequem wie wir es von anderen Sportbrillen kennen. Die gesamte Struktur der Brille spiegelt den Preis wider, was sich auch durch ein Knarzen der Brille bei Verwringung äußert. Die aus einem Stück bestehenden Brillenbügel sind schlicht gestaltet, die Verjüngung am Ende sorgt für ausreichend Flexibilität. Gummierte Bügelenden würden nicht nur den Komfort erhöhen, sondern den Sitz der Brille bei schweißtreibenden Aktionen steigern. Natürlich darf hierbei nicht der Preis der Brille außer Acht gelassen werden: kein Meisterwerk, aber solide und funktionell.

Vier Linsen für unterschiedliche Bedingungen

Positiv überrascht waren wir von den vier Wechselgläsern. Sowohl das polarisierte TAC-Glas als auch die Polycarbonat-Linsen überzeugen durch eine verzerrungsfreie Sicht ohne unangenehme Reflektionen. Abhängig von den Sichtverhältnissen und den individuellen Anforderungen kann dank der vier Auswählmöglichkeiten das entsprechende Glas gewählt werden. So empfiehlt sich die gelbe Linse aufgrund der Kontraststeigerung besonders bei Bewölkung oder Fahrten im dunklen Wald. Die großzügig dimensionierten Gläser der Rockbros Fahrradbrille schützen die Augen zudem zuverlässig vor Wind, Staub, Nässe und Insekten.

Einem Beschlagen der Scheibe begegnet die Fahrradbrille mit einer guten Hinterlüftung. Unterstützt wird diese durch die Belüftungslöcher am oberen Rand der Scheibe. Das funktioniert wirklich gut. Minimaler Fahrtwind reicht aus, um die Sicht frei zu halten bzw. ein aufkommendes Beschlagen bei kräftezerrenden Uphills in Schach zu halten. Sagen wir wie es ist: teurere Brillen können das nicht unbedingt besser. Was die Kratzfestigkeit der Linsen angeht, bewegen sich diese im Mittelfeld. Für den Transport der Fahrradbrille bietet sich daher unbedingt die Unterbringung in der mitgelieferten EVA Box an. Dank des Karabinerhakens lässt sich die Box auch außen am Rucksack befestigen.

Fazit

Für knapp 30 Euro bietet die Rockbros Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern ein extrem faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Die vier verzerrungsfreien Scheiben ermöglichen eine den jeweiligen Anforderungen entsprechend ideale Sicht. Ebenfalls überzeugend ist die Anti-Beschlag-Funktion der Brille. Lediglich der Rahmen spiegelt den Preis wider, was aber nicht zu Lasten der Stabilität und Funktionalität geht.

Details Rockbros Fahrradbrille

  • Verfügbare Rahmenfarben: Vier Farboptionen / im Test: schwarz
  • Anzahl der mitgelieferten Linsen: 4 Stck.
  • Gewicht: 25 Gramm
  • Mitgeliefertes Zubehör: Mikrofaserbeutel, Wechselnasenpad, EVA Box, Korrektureinsatz
  • Preis: 29,99 Euro

Web: www.rockbrosbike.de

Uvex Athletic CV Bike: Leichte Downhill-Goggle mit großem Sichtfeld im Test

Die Marke Uvex prägt seit sehr vielen Jahren mit ihren Goggles den Downhill- und MX-Sport. Für die Fraktur ist das Fürther Unternehmen somit natürlich keine unbekannte Größe. Den ersten Test auf der Fraktur musste bereits vor 20 Jahren die Uvex F 501 Supercross MX-Brille über sich ergehen lassen. Weitere Modelle folgten und mit der Uvex Athletic CV Bike hatten wir in den letzten Wochen die aktuelle Downhill-Goggle von Uvex Sports im Test.

Entwickelt wurde die Uvex Athletic CV Bike für fette Downhillaction. Dementsprechend verfügt die Goggle über Features, die eine hohe Reaktionsschnelligkeit und somit einen sicheren Ride gewährleisten sollen. So kommt der robuste, aber dennoch anschmiegsame Rahmen für eine bessere Passform mit Outriggers. Wir haben die Athletic CV Bike in Kombination mit zwei unterschiedlichen Downhill-Helmen getestet – und bei beiden Modellen saß die Brille sehr gut. Das weiche und fein strukturierte Polster sorgt seinerseits für ein äußerst angenehmes Tragegefühl. Die Brille vermittelt das Gefühl, als würde die Augenumgebung mitsamt Nasenrücken sanft auf ein Kissen gedrückt werden.

DH-Goggle mit Supravision Anti-Fog-Beschichtung und Colorvision Technologie

Die verspiegelte zylindrische Single-Lens ist sowohl mit Supravision Anti-Fog-Beschichtung als auch kontrastverstärkender Colorvision Technologie ausgestattet. Das Wetter während des Testzeitraums hat es der Brille definitiv nicht leicht gemacht. Nass-kalte Bedingungen und schlechte Sichtverhältnisse lassen Schwächen schnell erkennen. Ein großes Thema ist bei diesen Bedingungen immer ein schnelles Beschlagen der Scheibe. Nicht so bei der Uvex. Die Supravision Anti-Fog-Beschichtung funktioniert in Kombination mit der Gestaltung des Rahmens hervorragend. Ein unter sehr schlechten Bedingungen seitliches leichtes Beschlagen löst sich bei Fahrtwind schnell wieder auf. Wir hatten bei allen Abfahrten somit immer freie Sicht.

Uvex Athlectic CV Bike Google im Test

Ebenfalls überzeugend präsentiert sich die Colorvision Technologie. Die Kontrastwahrnehmung lässt keine Wünsche offen und die gelbe Tönung des Testmodells unterstützt das Kontrastsehen zusätzlich. Auch oder besonders in dunkleren Waldpassagen kann diese Kombi ihre Stärken voll ausspielen. Hindernisse und tiefhängende Äste lassen sich schnell erkennen, wodurch jeder Run sicherer wird. Sicherheit, die sich natürlich bei Bedarf in schnellere Zeiten umwandeln lässt. Nicht unerwähnt soll und darf in diesem Zusammenhang das große und verzerrungsfreie Sichtfeld bleiben. Ebenso wie der Schutz vor schädlichen UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Aber das setzen wir bei Uvex Produkten sowieso voraus.

Ist die Uvex Athletic CV Bike Goggle Korrekturbrillen-tauglich?

Laut Uvex kann die Athletic CV Bike aufgrund ihrer Form auch über eine Korrekturbrille getragen werden. So pauschal würden wir das allerdings nicht unterschreiben. Es kommt natürlich ganz stark auf die Größe und Form der Korrekturbrille an. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass das Carrera-Modell 8862 passt. Die Carrera-Korrekturbrille hat eine Breite von 132 mm und eine Höhe von 45 mm. Clever: für die Brillenbügel weist der Rahmen der Athletic CV Bike auf der Innenseite eine spezielle Aussparung auf. Wer wirklich sicher sein möchte, sollte vorab testen, ob seine Korrekturbrille zur oder genauer gesagt in die Goggle passt.

Uvex Athlectic CV Bike Google im Test

Die Verarbeitung der gesamten Goggle ist auf sehr hohem Niveau. Die Kanten sind alle leicht abgerundet und der Schaumstoff schmiegt sich angenehm der Haut an. Das einstellbare und flexible Band weist auf der Innenseite zwei Silikonstreifen auf, wodurch die Brille auch bei ruppigen Aktionen immer gut fixiert ist. Die Scheibe ist relativ kratzfest und verspricht somit selbst über einen längeren Zeitraum eine einwandfreie Sicht. Punkten kann die Athletic CV Bike ebenso mit ihrem Gewicht. Unsere Waage verharrte bei leichten 119 Gramm. Das ist sogar weniger als vom Hersteller angegeben, der das Gewicht der Brille mit 130 Gramm beziffert.

Fazit

Für 99,50 Euro erhält der Käufer eine hochwertig verarbeitete Downhill-Goggle, die nicht mit Features geizt. Ausgestattet mit einem durchdachten Rahmen, Outriggers und einer verspiegelten Scheibe mit Supravision Anti-Fog-Beschichtung sowie kontrastverstärkender Colorvision Technologie kann die Uvex auch mit wesentlich teureren Goggles mithalten. Das niedrige Gewicht und der hohe Tragekomfort sprechen ebenso für sich.

Uvex Athletic CV Bike Details

  • Rahmenfarbe (im Test): black matt
  • Scheibe (im Test): mirror gold S1 / Basis: colorvision yellow (single lens cyl.)
  • Gewicht: 119 Gramm
  • Preis: 99,50 Euro (UVP)

Web: www.uvex.de

VEE Tire Crown GEM Reifen für XC und Trail: Die schnelle Pelle im Test

VEE Tire Crown GEM Reifen für XC und Trail: Die schnelle Pelle im Test

Nach dem VEE Tire Flow Snap hatten wir mit dem VEE Tire Crown GEM einen weiteren MTB Reifen des taiwanischen Herstellers im Test. Empfohlen wird der Reifen für Tour und All Mountain, knifflige Cross-Country Strecken, technische Enduro-Trails sowie Down-Country. Fast schon zu schön und vielseitig, um wahr zu sein. Kurze Rede, langer Sinn: wir haben den Reifen aufgezogen und in unterschiedlichsten Bereichen getestet.

Vor wenigen Wochen hatten wir mit dem VEE Tire Flow Snap bereits einen Reifen des aus Taiwan stammenden Herstellers im Test. Die Allroundeigenschaften des Reifens konnten uns im Bereich All Mountain und Enduro absolut überzeugen, und das sogar bei matschigen Bodenverhältnissen. Dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen an den Crown GEM Reifen, der laut VEE Tire in jeder Situation funktioniert – egal bei welchem Wetter, egal in welchem Gelände. Das breite Einsatzspektrum von Tour und All Mountain über für knifflige Cross-Country Strecken bis hin zu technischen Enduro-Trails lässt aufhorchen.

Flaches Profil mit eng angeordneten kleinen Stollen

Angeboten wird der VEE Tire Crown GEM in unterschiedlichsten Größen, Breiten und Ausführungen. Das Spektrum reicht von 26“ bis 29“ – und wird durch Plus-Reifen und E-Bike Ready Versionen ergänzt. Die Auswahl ist also groß und spricht somit eine große Nutzerschicht an. Wir hatten im Test den Reifen in den Größen 29×2.30 und 27.5×2.35 mit Dual Control Compound und Skinwall Synthesis. Das Gewicht der 90 TPI Reifen liegt bei 851 Gramm (27.5“) bzw. 973 Gramm (29“). Beide Reifen sind natürlich Tubeless-Ready und kosten in der uns vorliegenden Version jeweils 24,95 Euro.

Wie der VEE Tire Flow Snap baut auch der VEE Tire Crown GEM relativ breit und wirkt somit im Vergleich zu Reifen anderer Hersteller mit gleichen Maßen sehr voluminös. Das flache Profil mit den eng angeordneten kleinen Stollen sorgt nicht nur für ein niedriges Gewicht, sondern verspricht zudem wenig Rollwiderstand. Die Reifen lassen sich mit wenig Kraftaufwand montieren und sitzen sofort ohne Unwucht passgenau auf der Felge. Um die Pannenanfälligkeit des Reifens zu testen, sind wir den Crown GEM mit Schläuchen gefahren. Getestet haben wir den Reifen auf verschiedenen Untergründen wie Asphalt, Waldboden und Schotter bei Regen sowie im Trockenen.

Dual Control Compound aus zwei Arten von Materialien

Neben dem Profil spielt natürlich die Gummimischung eine entscheidende Rolle bezüglich des Grips, der Traktion, des Rollwiderstandes und der Haltbarkeit. Für Geschwindigkeit und Kontrolle besteht Dual Control Compound aus zwei Arten von Materialien. Mit einer Härte von 56a in der Mitte und einer weicheren 48a an den Seiten soll der Crown GEM Mountainbike-Reifen wenig Rollwiderstand mit ausgezeichneten Kurveneigenschaften kombinieren. Damit unterscheidet sich das von uns getestete DCC Modell deutlich von dem ebenfalls mit Tackee Compound erhältlichen Reifen. TC weist eine Härte von 48a sowohl in der Mitte als auch an den Seiten auf.

VEE Tire Crown GEM Reifen für XC und Trail: Die schnelle Pelle im Test

Die flache Profilgestaltung mit den eng angeordneten kleinen Stollen ermöglicht in Verbindung mit der festeren Gummimischung in der Mitte der Lauffläche auf harten und trockenen Trails ein sehr effizientes Vorankommen. Dank des geringen Rollwiderstandes lässt sich das Bike nicht nur schnell beschleunigen, sondern ebenso mit maximaler Warp-Geschwindigkeit die Berge hochtreten. Das gilt für Asphalt ebenso wie für harte Waldböden und Feldwege. Die weicheren Stollen am Rand sorgen für ausreichend Grip in den Kurven. Bezüglich des Bremsverhaltens weiß der VEE Tire Crown GEM ebenso zu begeistern.

Anders sieht es hingegen bei Nässe und vor allem auf losen oder matschigen Untergründen auf. Hier reißt der Grip ohne Vorwarnung abrupt ab und lässt den Reifen unter diesen Gegebenheiten unberechenbar werden. Bei diesen Bedingungen zeigen sich die Nachteile des Reifen-Designs – was im Trockenen zu begeistern vermag, kehrt sich bei Nässe ins Gegenteil um. Auf schlammigen Trails, wo der VEE Tire Flow Snap in einem vorherigen Test der Fraktur unfassbar gut war, waren wir mit dem VEE Tire Crown GEM selbst nach mehrmaligem Absenken des Reifenluftdrucks teilweise lost. Zum Abschluss des Tests dann aber noch zwei sehr positive Eigenschaften: der Verschleiß des Reifens ist absolut vernachlässigbar und auch die Pannensicherheit ist top.

Fazit

Auf trockenen und harten Böden kann der VEE Tire Crown GEM seine Stärken voll ausspielen: der Reifen eignet sich perfekt für XC- und Trail-Runden, wo es auf schnelle Zeiten und hohe Effizienz ankommt. Allerdings konnte uns der Crown GEM mit DCC bei nassen und matschigen Verhältnissen nicht überzeugen. Auch auf losen Schotterwegen ist der Reifen weit weg von einem souveränen Fahrverhalten. Unserer Meinung nach handelt es sich somit nicht um einen Allrounder, sondern um einen Spezialisten für trockene, harte Untergründe – und hier schlägt sich die schnelle Pelle von VEE Tire hervorragend. Sehr großes Potential sehen wir dank der Verfügbarkeit in 26″ ebenfalls im Bereich Pumptrack und 4X.

VEE Tire Crown GEM: Details

  • Gummimischung: Dual Control Compound
  • Karkasse: Skinwall Synthesis
  • Eigenschaften: TLR, 90 TPI
  • Gewicht: 851 Gramm (27.5 x 2.35), 973 Gramm (29 x 2.30)
  • Preis: 24,95 Euro

Webwww.veetireco.de

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer im Test

Mit dem D3O Ghost Reactive Protective Baselayer hat die Multisportmarke Decathlon ihr Sortiment um einen universellen Rückenprotektor für Snowboarder, Skifahrer und Mountainbiker erweitert. Durch Weiterentwicklung des schockabsorbierenden D3O Ausgangsmaterials soll der Protective Baselayer eine bisher unerreichte Flexibilität bieten, die nur durch die Formbarkeit des Stoffes beschränkt wird. Wie sich der Red Dot Award prämierte Protektor-Baselayer beim Trail-Riden macht zeigt unser Test.

Anfang Oktober hat Decathlon einen universellen Protektor für Snowboarder, Skifahrer und Mountainbiker vorgestellt, der mit der innovativen D3O Technologie ausgestattet ist. In Zusammenarbeit mit dem Protektorenspezialisten D3O wurde deren schockabsorbierendes Ausgangsmaterial zu einem Elastomer weiterentwickelt, das sich ohne Kleber oder Nähte auf Gewebe und andere Materialien auftragen lässt und somit maximale Bewegungsfreiheit verspricht. Unverändert ist die Fähigkeit, bei einem Crash zu verhärten und so die Aufprallenergie zu absorbieren, während es im normalen Zustand extrem flexibel ist.

Ausgeliefert wird der Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer in einer ansprechenden Verkaufskartonage ohne zusätzliche Kunststoffhülle. Auffallend ist nach dem Auspacken das smarte Design des Protektors. Im Gegensatz zu vielen anderen Protektoren trägt dieser nicht dick auf. Dennoch muss auf einen zertifizierten Schutz nicht verzichtet werden. Der zweilagige und extrem flexible Rückenschutz entspricht der Norm EN1621-2 Level 1 für Rückenprotektoren. Wie wichtig ein Rückenprotektor ist, zeigt sich bei den zu schützenden Bereichen. Neben dem Rücken werden auch innere Organe wie die Nieren geschützt.

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer im Test

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer: wie eine zweite Haut

Der Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer weist zudem Protektoren im Bereich der Schultern, des Steißbeins sowie des Beckens auf. Vom Schnitt ist der kurzärmelige Baselayer wie ein T-Shirt, weshalb die Ellbogen und Unterarme nicht abgedeckt werden. Wie es die Bezeichnung schon vermuten lässt, wird das Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer als unterste Schicht direkt auf der Haut getragen. Hierdurch wird auch sichergestellt, dass die Protektoren im Falle eines Sturzes nicht verrutschen. Der vordere Reißverschluss ermöglicht ein unkompliziertes Anziehen ohne Verrenkungen.

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer im Test

Dank der schlanken Gestaltung lässt sich der Baselayer unsichtbar unter der Bike-Wear tragen, egal ob Trikot oder Jacke. Er schmiegt sich dem Körper regelrecht wie eine zweite Haut an. Hierfür sorgen auch spezielle Einkerbungen, die eine noch höhere Flexibilität gewährleisten. Beim Riden hinterlässt der Baselayer keinen Eindruck. Das ist absolut positiv gemeint und soll heißen: man vergisst, dass man einen Schutz trägt. Weder bei der Bewegungsfreiheit noch vom Tragegefühl drängt sich der Protection-Baselayer auf. Das offene Design der Protektoren stellt in Kombination mit dem atmungsaktiven Trägermaterial zudem eine gute Belüftung sicher.

Kritikpunkte an dem gut durchdachten Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer zu finden ist schwer. Der Preis von 149,99 Euro erscheint auf den ersten Blick hoch, dafür erhält der Käufer allerdings ein qualitativ hochwertiges und innovatives Produkt. Schön wär sicherlich eine Lasche zum Aufhängen des Protektors. Konstruktionsbedingt – aber das ist ja wiederum der Kern des Baselayers – lassen sich die Protektoren nicht entfernen. Daher darf der Baselayer nur mit Handwäsche bei max. 40 Grad gewaschen werden. Aber das wird sowieso bei den meisten Protektorenjacken empfohlen.

Fazit

Wer einen guten und nahezu unauffälligen Rückenschutz mit maximaler Bewegungsfreiheit sucht, findet mit dem Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer das ideale Produkt. Der Protektoren-Baselayer besticht durch hohen Tragekomfort, innovative D30 Protektoren und eine gute Verarbeitung. Perfekt für lässiges Trail-Riden und lange Enduro-Touren. Selbst das Tragen eines Rucksacks ist problemlos möglich.

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer Details

Verfügbare Größen: S bis 2XL
Farbe: Rauchschwarz
Preis: 149,99 Euro

Web: www.decathlon.de

Swisseye Outbreak Brille im Test: Mit gelben Scheiben gegen das graue Allerlei

Gelben Scheiben in Brillen wird allgemein eine Kontraststeigerung nachgesagt. Insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten und wechselnden Lichtverhältnissen kann ein verbessertes Kontrastsehen die Sicherheit enorm erhöhen. Mit der Swisseye Outbreak hält der deutsche Hersteller von Sport-, Freizeit-, Schutz- und Spezialbrillen ein Modell bereit, welches in unterschiedlichen Ausführungen – darunter auch mit gelber Linse – erhältlich ist. Wir haben die preisgünstige Brille auf MTB-Touren sowie bei der Hatz über Trails getestet.

Swisseye Outbreak Brille im Test: Mit gelben Scheiben gegen das graue Allerlei

Mit der Outbreak bietet Swisseye eine rahmenlose Sportbrille an, die für unterschiedliche Aktivitäten wie Radfahren, Laufen oder Skifahren konzipiert ist. Auffallend ist neben dem aerodynamischen Design die robust wirkende Polycarbonat-Konstruktion aus Rahmen, Scheibe und Nasenbügel. Für einen rutschsicheren Halt und einen angenehmen Tragekomfort verfügt die Brille über gummierte und dementsprechend flexible Bügel. Mit ihrem 100% UVA-, UVB- und UVC-Schutz entspricht das nur 25 Gramm wiegende Modell zudem der strengen Sicherheitsnorm EN 12312-1.

Die Swisseye Outbreak Brille überzeugt durch einen sehr angenehmen Tragekomfort und drückt weder im Bereich der Nase noch an den Ohren. Für schmalere Gesichtsformen ist das Modell auch als Gr. S Variante verfügbar. Das aerodynamische Design führt die Brille weit um das Gesicht herum, wodurch die Augen zuverlässig vor Fahrtwind, Staub, Regen und Insekten geschützt werden. Das Sichtfeld ist ausgezeichnet, selbst im seitlichen Bereich. Hochauflösend und verzerrungsfrei gewährleisten die Gläser eine optimale Sicht.

Swisseye Outbreak: Gelbe Gläser für ein besseres Sehen bei dunkleren Lichtverhältnissen

Bei schlechten Sichtverhältnissen wie Regen, Dämmerung oder schweren Wolken tauchen Trails im Wald in ein unangenehmes Dunkel. Besonders jetzt in der nasskalten und dunklen Jahreszeit eine Herausforderung. Die gelben Gläser der Swisseye Outbreak bieten tatsächlich eine bessere Kontrastwahrnehmung – das Umfeld wirkt zudem heller und freundlicher. Erreicht wird dies durch das Herausfiltern des im Licht befindlichen Blauanteils. Das sorgt wiederum für ein besseres Sehen bei dunkleren Lichtverhältnissen.

Die Gläser der Swisseye Outbreak Brille sind zudem mit einer Antifog- und Antiscratsch-Beschichtung versehen. Die Antifog-Eigenschaft konnte uns im Test allerdings nicht ganz überzeugen. Bei niedrigen Temperaturen neigen die Gläser zum Beschlagen, was besonders in sehr kraftraubenden und langsamen Uphill-Passagen auftritt. Hier hilft es dann nur noch die Brille während der Fahrt abzunehmen – nicht wirklich optimal. Bei ausreichend bzw. zunehmendem Fahrtwind sorgt die Antifog-Beschichtung zumindest schnell wieder für klare Sicht.

Swisseye Outbreak Brille im Test: Mit gelben Scheiben gegen das graue Allerlei

Fazit

Die leichtgewichtige Swisseye Outbreak besticht durch ein cooles Design, eine gute Verarbeitung und ein sehr angenehmes Tragegefühl. Ebenfalls top sind das weite Sichtfeld und die verzerrungsfreie Sicht. Die gelben Gläser sorgen zudem für ein kontrastreicheres Sehen bei schlechten Sichtverhältnissen. Lediglich die Antifog-Eigenschaft kann uns nicht ganz überzeugen.

Details Swisseye Outbreak (mit gelben Scheiben)

  • Verfügbare Ausführungen: Fünf Varianten / im Test: gelbe Linse, schwarze Bügel
  • Größen: Auch in der Gr. S erhältlich
  • Material: Bruchsicheres PC, Polycarbonat-Linse
  • Gewicht: 25 Gramm
  • Mitgeliefertes Zubehör: Mikrofaserbeutel
  • Preis: 39,95 Euro

Web: www.swisseye.com

VEE Tire Flow Snap Reifen im Test: Der perfekte Allrounder?

Wer alle möglichen Streckeneigenschaften in kompakter Form auf einem einzigen Trail vorfinden möchte, der ist in den deutschen Mittelgebirgen wie der Eifel goldrichtig. Schlammige Passagen wechseln sich mit trockenen ab, Laub- und Mischwälder gehen harmonisch ineinander über und der Boden geizt nicht mit Wurzeln und Steinen. Keine Frage, hier braucht es den perfekten Allrounder. Kann der VEE Tire Flow Snap Reifen die hohen Anforderungen erfüllen?

VEE Tire Flow Snap Reifen im Test: Der perfekte Allrounder?

Für klar definierte Anforderungen bieten sich Spezialisten an, die einen ganz bestimmten Bereich perfekt abdecken. Bei der Entwicklung neuer Reifen-Modelle können die Ingenieure auf feste Parameter zurückgreifen und dementsprechend agieren. Nicht so bei Allroundern. Diese müssen unterschiedlichste Anforderungen erfüllen – und das so gut wie möglich. Das gelingt den Reifen-Herstellern mal mehr, aber auch mal weniger gut. Auf der Suche nach dem perfekten Allrounder sind wir auf den VEE Tire Flow Snap Reifen gestoßen. Auf der Internetseite bezeichnet der aus Taiwan stammende Hersteller den Reifen als Enduro-König. Das lässt aufhorchen.

Reifen mit Tackee Compound und Enduro Core Karkasse

Angeboten wird der Flow Snap in unterschiedlichen Ausführungen und Größen als universeller Gravityreifen von Schlamm über trockenes bis hin zu losem Gelände. Der Reifen ist sogar als 26″ Variante verfügbar. Im Rahmen des Tests haben wir uns für den Reifen mit Tackee Compound und Enduro Core Karkasse in Skinwall-Ausführung entschieden. Enduro Core ist laut VEE Tire die richtige Wahl, um Abfahrten standzuhalten und gleichzeitig die Klettereigenschaften zu erhalten. Die 1-lagige Ummantelung in Verbindung mit der reduzierten Apex-Festigkeit soll der perfekte Gewichtskompromiss für die Anforderungen im Bereich Enduro und Super Trail sein.

Die Montage des VEE Tire Flow Snap geht sehr fix von der Hand. Ohne großen Kraftakt lässt sich der Reifen unkompliziert auf die Felge hieven. Hilfe in Form eines Reifenmontagemittels wird nicht benötigt. Der Reifen sitzt sofort passgenau ohne Unwucht in der Felge. Montiert haben wir den Reifen in zwei Ausführungen: vorne den Flow Snap in der Dimension 29 x 2.35, hinten in 27,5 x 2.35. Weitere Eigenschaften sind TLR und 72 TPI, das von uns gemessene Gewicht liegt bei 1079 Gramm (27,5 x 2.35) bzw. 1280 Gramm (29 x 2.35). Montiert baut der Reifen recht breit und steht 2.4er Modellen anderer Hersteller (auf der gleichen Felge) in nichts nach.

VEE Tire Flow Snap: Besonders souverän auf Waldböden

Auf dem Trail wurden wir von den Fahreigenschaften des VEE Tire Flow Snap regelrecht geflasht. Mit der weichen Tackee Compound Gummimischung verspricht der taiwanische Hersteller nicht zu viel. Die markanten Mittelstollen und die äußeren, seitlich versetzten Stollen, die nicht weniger markant designt sind, beißen sich regelrecht im Trail fest. Selbst bei Nässe überzeugt der Reifen durch eine überdurchschnittlich gute Fahrperformance. Spurtreu lässt sich der VEE Tire Flow Snap über den Trail lenken. Im Grenzbereich verliert der Reifen kurzzeitig den Grip, packt dann aber sofort wieder und ermöglicht so das Beibehalten der Linie.

Sein Potential musste der Flow Snap auf unterschiedlichsten Untergründen und Witterungsverhältnissen unter Beweis stellen. Besonders souverän verhält sich der Reifen auf Waldböden – egal ob trocken, halbtrocken oder nass. Das offene Profil gewährleistet bei schlammigen Böden zudem eine gute Selbstreinigung und trägt somit zum Grip und zur Traktion bei. Ebenfalls überzeugend sind die vorbildlichen Eigenschaften beim Bremsen. Selbst bei harten Bremsmanövern weiß der Reifen durch Spurtreue zu überzeugen. Auf Schotterpisten schwimmt der Reifen allerdings etwas auf, bleibt dabei aber dennoch gut beherrschbar.

Begeistert hat uns der hohe Durchschlagsschutz, dem sogar kernige Wurzelpassagen nichts anhaben können. Plattenanfälligkeit ist für den VEE Tire Flow Snap ein Fremdwort. Doch nicht nur bergab, sondern auch bergauf kann der Reifen punkten. Auf Enduro-Touren gewährleistet der Flow Snap bei Uphills in schwierigen Passagen eine gute Traktion. Trotz der weichen Gummimischung lässt sich der Reifen gut bergauf treten, wobei natürlich nicht die Leichtfüßigkeit einer XC-Rennpelle erwartet werden darf. Dann wäre natürlich noch der Punkt Verschleiß. Weiche Gummimischungen neigen zum hohen Abrieb, aber selbst hier überrascht der VEE Tire Flow Snap. Der Verschleiß hält sich absolut in Grenzen und rundet den sehr guten Eindruck des Reifens ab.

Fazit

Der perfekte Allrounder? Nach dem Test können wir sagen: verdammt nah dran! Der VEE Tire Flow Snap bietet auf nahezu allen Böden unglaublichen Grip. Egal ob trocken, halbtrocken oder nass, auf den Reifen ist Verlass. Ganz leichte Schwächen leistet sich der Reifen lediglich auf Schotterpisten, bleibt aber dennoch immer kontrollierbar. Der Rollwiderstand ist angesichts des enormen Grips erstaunlich gut und ermöglicht so auch anspruchsvollere Enduro-Touren. Mit seinem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis ist der VEE Tire Flow Snap die ideale Wahl für alle Rider, die einen zuverlässigen Reifen mit Top-Performance suchen.

VEE Tire Flow Snap: Details

  • Gummimischung: TC – Tackee Compound
  • Karkasse: Enduro Core (Skinwall),
  • Eigenschaften: TLR, 72 TPI
  • Gewicht: 1079 Gramm (27.5 x 2.35), 1280 Gramm (29 x 2.35)
  • Preis: 49,95 Euro

Web: www.veetireco.de