Ariete Glamour Goggle – Test MX Brille

Seit Ende letzten Jahres fungiert Mefo Sport als Importeur für die italienische Marke Ariete. Bei uns Mountainbikern ist Ariete bis jetzt allerdings eher weniger bekannt – dabei kann Ariete sogar mehrere Weltmeister aufweisen, von MX1 bis zu Enduro. Wir haben uns gedacht, was für einen Weltmeister in Ordnung geht, könnte vielleicht auch uns beglücken! Gesagt, getan und so ging es ab auf den Trail!

Machen wir uns nichts vor, das Auge fährt ja bekanntlich mit. Eine MX-Brille muss neben einer guten Funktion auch optisch ansprechend wirken. Wer will schon das hässliche schnelle Entlein auf dem MTB sein? Das Datenblatt der Ariete Glamour kann sich jedenfalls sehen lassen: Beschusssicheres kratzfestes Anti-Fog-Lexanglas mit Tear-Off-Pins und UV-Schutz sowie ein ausgeklügeltes Belüftungssystem. Was bei der Ariete Glamour auffällt, hier wurde nicht nur der Rahmen farblich schön gestaltet, sondern man hat sich auch beim Rahmendesign seine Gedanken gemacht. Mit den beiden Zacken im Bereich des Nasenrückens wirkt die Brille schon fast zornig, dazu kommen die dominanten Luftkanäle, welche das Strömungsverhalten des Fahrtwindes beeinflussen und so eine bessere Belüftung der Brille bewirken.

Das erste Überstreifen der Brille über den Helm lässt allerdings Skepsis aufkommen. Die Befestigung der Tear-Off Pins ist überdimensional groß und stört somit empfindlich den Seitenblick. Erstaunlich ist allerdings die Tatsache, dass auf der Abfahrt dann doch keine wesentliche Beeinträchtigung des Sichtfeldes bemerkbar war – wir Downhiller haben anscheinend doch einen starren Blick auf und für das Wesentliche! Wem das doch ein Dorn im Auge sein sollte, der kann die Pins mit ein wenig Fingerakrobatik entfernen – die Pins sind nur mit einer Drehung aufgesetzt und gesichert – ebenso lassen sich die Pins wieder einsetzen. Beim Entfernen der Pins bleiben jedoch je Pin drei kleine Löcher zurück, das ist natürlich nicht ganz optimal. Das Brillenglas lässt sich ohne Probleme dem Rahmen entnehmen und so gegen andere Gläser austauschen. Wer schon mal vergeblich ein Ersatzglas für seine MX-Goggle gesucht hat, wird die Ariete zu schätzen wissen. Der Handel bietet genug Ersatzgläser an und es passen auch die Gläser der anderen Ariete MX-Brillen.

Was sehr gut gefällt und absolut Sinn macht sind die Einkerbungen des Innenrahmens im Bereich der Nase. Der Rahmen passt sich sehr gut der Gesichts- und Nasenform an. Der Brillenrahmen ist dank der großen Belüftungslöcher und des Designs gut belüftet. Die ergonomische Form und der weiche Schaumstoff sorgen ihrerseits ebenfalls für einen hohen Tragekomfort. Das Gummiband besitzt natürlich einen Silikonstreifen, um ein Abrutschen vom Helm zu verhindern. Das Einstellen des Gummibandes bereitet ebenfalls keine Probleme, aber das setzen wir auch voraus.

Fazit:

Die Ariete Glamour vereint ein durchdachtes Design mit Tragekomfort und Funktionalität. Schöne Detaillösungen wie die Einkerbungen im Bereich der Nase werden sicherlich Nachahmer finden.

Preis: Knapp 57 Euro

Vertrieb: Mefo Sport – www.mefo.de

Uvex Back Pack – Der Protektorenrucksack im Test

Uvex steht für Sicherheit! Nicht umsonst hatten wir für euch schon diverse Helme und Brillen der deutschen Traditionsfirma im Test – bei uns als auch bei unserem Partnermagazin www.mtb-extreme.com – und bis jetzt immer mit einem abschließenden positiven Fazit. Wieso beim Thema Rucksack sich nicht gleichzeitig auch der Sicherheit des Rückens widmen? Uvex hat das getan – mit dem Uvex Back Pack Protektorenrucksack. Ein Rucksack der schützt, aber auch überzeugen kann?

Beim Uvex Back Pack handelt es sich eigentlich nicht um einen Rucksack ausschließlich für Biker, sondern eher um einen Rucksack für Snowboarder und Skifahrer. Ähnliches hatten wir bereits mit dem Rucksack Ortovox 26, der sich bei uns im Test gut geschlagen hatte. Das hat uns natürlich beflügelt, den Uvex Back Pack einem Test zu unterziehen. Ein Kritikpunkt war beim Ortovox die Rückenbelüftung, wobei anzumerken ist, dass auch Protektorenjacken im Bereich des Rückens nicht wirklich eine perfekte Luftzirkulation bieten. Das darf man dementsprechend auch beim Uvex nicht erwarten. Im Gegensatz zum Ortovox kann der Uvex direkt bei den angebotenen Größen kräftig Punkte sammeln, da der Uvex der Körpergröße entsprechend in drei verschiedenen Größen und somit Volumen erhältlich ist. Unterschieden wird bis zu einer Körpergröße von 175 cm mit einem Volumen von 16 Litern in der Version XS-M, bei einer Körpergröße zwischen 175 cm und 195 cm mit 20 Litern Volumen in der Version M-XL und als Version L-XXL mit 24 Litern Volumen bei einer Körpergröße von 188 cm bis 2,02 m.

Auffallend ist das relativ hohe Gewicht des Rucksacks. Auf die Waage bringt der Uvex Back Pack in der uns vorliegenden mittleren Ausführung knapp 1700 Gramm, dafür ist das durchdachte Rückenteil extrem dick aufgebaut. Die Rückenpolster sind sehr großzügig und voluminös bemessen, damit die empfindlichen Rückenbereiche größtmöglichen Schutz genießen. Hauptaugenmerk ist natürlich die Sicherheit, weshalb wir das Gewicht nicht überbewerten würden. Das Rückensystem ist TÜV geprüft und CE zertifiziert. Sicherheit bringt natürlich nichts, wenn man sich den Rucksack nie umschnallen würde, weil dieser zu unbequem sitzt oder er sich nicht vernünftig einstellen lassen würde. Bei beiden Anforderungen kann der Uvex Back Pack voll punkten, der Rucksack lässt sich schnell und einfach anpassen und sitzt sehr gut. Die Bewegungsfreiheit ist sehr gut, auch dann noch, wenn der Rucksack voll beladen ist. Die breiten gut gepolsterten Trägergurte als auch der Hüftgurt sorgen für einen sicheren, aber auch bequemen Halt.

Eine weitere Verstaumöglichkeit in Form einer Reißverschluss-Tasche findet sich am Hüftgurt. Die eigentlich für Snowboard und Ski angebrachten externen Gurte und Laschen können wir hervorragend für Schienbeinprotektoren verwenden, der Helm lässt sich mit der abnehmbaren Helmhalterung befestigen. Es sind immer die kleinen durchdachten Details, die einem große Freude bereiten. Das von außen erreichbare Innenfach, verschließbar mit Reißverschluss, wurde für die Aufnahme einer Skibrille weich gefüttert. Das können wir natürlich auch gebrauchen, ansonsten freut sich der MP3-Player und das Handy über diese saubequeme Unterkunft. Im Innern findet sich eine weitere Tasche, ebenfalls mit Reißverschluss verschließbar, sowie ein Haken für den Schlüssel – nichts ist nerviger, als den Schlüssel irgendwo auf dem Boden des Rucksacks zu suchen. Wer dabei länger braucht als seine Freundin mit ihrer Handtasche, sollte sich Gedanken machen – beim Uvex hat man diese Sorgen nicht. Uvex überlässt beim Thema Sicherheit nichts dem Zufall, so sind im Innern auf einem SOS-Label die Notrufsignal abgedruckt.

Was wir vermissen ist eine Signalpfeife, die man zum Beispiel schön im Verschluss des Brustgurtes hätte unterbringen können – ein kleiner Minuspunkt, den wir hier leider verteilen müssen. Der Rucksack ist weitgehend schmutz- und wasserabweisend, allerdings wäre für lange Regenfahrten ein Regenüberzug nicht übel. Die Beschriftung des Uvex Back Pack ist reflektierend, damit man auch bei Dunkelheit von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Trinkblase? Kein Problem, eine Durchführung für den Schlauch ist vorhanden. Der genaue Betrachter wird es sicherlich schon bemerkt haben: Die Ähnlichkeit mit dem Deuter Edge ist nicht ganz zufällig. Der Rucksack wird im Auftrag von Uvex von Deuter hergestellt. Uns freut es natürlich, wenn deutsche qualitätsbewusste Traditionsunternehmen zusammen kooperieren und sich freundschaftlich gegenüberstehen – und als Ergebnis ein Produkt wie der Uvex Back Pack Protektorenrucksack entsteht.

Fazit Uvex Back Pack Protektorenrucksack

Know-How aus Deutschland, sehr durchdacht, bietet neben viel Stauraum hohe Sicherheit für den Rücken und ist qualitativ ohne Mängel. Wer einen Rucksack mit Protektor sucht, kann beim Uvex Back Pack ohne Bedenken zugreifen. Preisvergleich lohnt!

Farbe: Schwarz
Preis: Je nach Größe zwischen 129,95 Euro und 149,95 Euro

ABUS Salisbury und Xtreme easybag – Zwei Lenkertaschen im Test

Wer kennt es nicht? Bei langen Touren, besonders wenn sich diese über mehrere Tage erstrecken, ist das Packen des Reisegepäcks ein langwieriger und zeitraubender Aufwand. Man packt ein, stellt fest es ist zu viel, packt wieder aus, sortiert aus und packt wieder ein. Diese Prozedur wiederholt sich dann noch einige Male. Wenn man fertig ist stellt man fest, dass der Rucksack immer noch zu schwer ist. Eine Lösung wäre es, einen Teil des Gepäcks auszulagern und auf dem Bike, anstatt auf dem Rücken, zu transportieren. Wir haben deshalb für euch von ABUS die Lenkertasche ST 3350 KF Salisbury und von Xtreme die easybag Lenkertasche ans Bike geschraubt!

ABUS Lenkertasche ST 3350 KF Salisbury

Die Lenkertasche ST 3350 KF Salisbury bietet neben der Aufnahme des Gepäcks (immerhin 5,5 Liter Fassungsvermögen) den Vorteil, dass die Tourenkarte im handelsüblichen Querformat sichtbar im Blickfeld des Fahrers auf dem Deckel der Tasche in einer transparenten Hülle untergebracht werden kann. Besonders die sichtbare Aussparung für das GPS bzw. das Handy zeigt, dass man sich bei ABUS wirklich Gedanken bei dieser Lenkertasche gemacht hat. Die Hülle lässt sich natürlich komplett per Klett von der Tasche lösen. Doch bevor man mit der Tasche auf Reise gehen kann, muss die Tasche am Lenker befestigt werden. Das KLICKfix System ist ein einfach zu bedienendes Befestigungssystem mittels eines Adapters, bei dem die Tasche problemlos am Lenker befestigt und genauso unproblematisch wieder gelöst werden kann – und das ohne Werkzeug. Die notwendige Trägerplatte wird mit zwei Schraubklemmen am Lenker besfestigt und mit einem Seilzug gehalten. Der Seilzug wirkt den hohen Kräften entgegen, die durch die Last in der Tasche und den permanenten Erschütterungen durch das Fahren entstehen. Das System klappt ausgezeichnet, allerdings muss man auf den Durchmesser des Lenkers achten, da die Schellen nur für einen Lenkerdurchmesser von 22 bis 26 mm mitgeliefert werden. Im Zubehör sind allerdings KLICKfix-Schellen für Oversized-Lenker mit einem Durchmesser von 31,8 mm erhältlich – wenn nötig, dann also direkt mitbestellen! Sollte kurzfristig kein Adapter verfügbar sein, kann man sich notfalls mit Kabelbindern weiterbehelfen. Die Tasche ist gut gepolstert und bietet neben einem Tragegurt einen Regenschutz. Die Reflektorstreifen und die verschiedenenen Staufächer (die äußeren Fächer sind natürlich verschließbar) gefallen uns sehr gut und verdienen Lob. Der Lenkeradapter ist laut Hersteller bis zu 7 Kilogramm belastbar, allerdings würden wir empfehlen, aus Sicherheitsgründen wegen des hohen Schwerpunktes deutlich unter dieser Belastung zu bleiben. Der Preis von knapp 60 Euro ist bei der hohen Qualität und den durchdachten Detailslösungen absolut gerechtfertigt.

Xtreme Lenkertasche easybag L-T-S 3 WP

Deutlich günstiger in der Anschaffung ist die sytlische Xtreme Lenkertasche easybag L-T-S 3 WP. Diese kostet mit 33,90 Euro auf den ersten Blick fast nur die Hälfte der ABUS Lenkertasche. Doch der Eindruck täuscht! Wie die ABUS wird auch die Xtreme Lenkertasche mit dem KLICKfix System am Lenker befestigt. Da der Lenkeradapter nicht zum Lieferumfang gehört, muss der Adapter separat mitbestellt werden. Somit summieren sich zu dem Preis der Lenkertasche die Anschaffungskosten des Adapters – immerhin 15,90 Euro! Somit schrumpft der Preisvorteil der Xtreme Lenkertasche deutlich! Die Lenkertasche bietet ein Fassungsvermögen von 6 Litern und bietet im Frontbereich ein Netzfach für diverse Dinge. Die für die Tour nötige Karte kann in der transparenten Hülle auf dem Deckel im Sichtfeld des Fahrers untergebracht werden. Leider müssen wir hier eine große Kritik aussprechen! Handelsübliche Tourenkarten im Querformat passen nur nach großem Kampf in die Hülle. Nach mehreren Tagen ergab sich die Hülle als Fetzen, was uns bei der Tour schon sehr verärgert hat. Natürlich lässt sich auch bei der Xtreme easybag die Hülle per Klett von der Lenkertasche lösen und so auch gegen eine neue Hülle austauschen. Optisch kann die Tasche sehr punkten, da sie sich durch die runde Bauweise deutlich von den üblichen Lenkertaschen abhebt. Mit dem Schultergurt ausgestattet kann man diese auch schön als normale Alltagstasche, z. B. für die Kamera, durch die Stadt tragen. Ernüchternd ist der Blick in den Innenraum der Tasche. Die Lenkertasche ist mehr wie ein Hardcase aufgebaut und nicht gepolstert. Ebenfalls vermissen wir verschiedene Verstaumöglichkeiten. So kann es schon mal passieren, dass der Schlüssel auf einer Tour mächtig durch Klappern auf dem Taschenboden nervt. Dafür lässt sich der vernähte Nyloninnensack mit einer Kordel verschließen und durch die Bauweise benötigt die easybag Lenkertasche keinen Regenschutz – sie ist von Haus aus regendicht! Der Deckel der Tasche wird mit einem Klettverschluss verschlossen, wir waren zwar erst skeptisch, aber der Verschluss hält. Für uns eine schöne und praktische Lenkertasche für den täglichen Einsatz in der City, unserer Meinung nach für die Tour aber nur bedingt empfehlenswert.

KLICKfix System

Das KLICKfix System ist wirklich eine feine Sache. Die Montage des Adapters ist unkompliziert und sollte für jeden geübten Schrauber kein Problem darstellen. Die Taschen werden oben eingehakt und mit einem Klick eingerastet. Das Lösen der Tasche vom Adapter geschieht ebenfalls sekundenschnell. Somit ist die Lenkertasche mobil und kann beim Verlassen des Fahrrades mitgenommen werden, ohne Werkzeug und ohne Stress. Der Adapter darf laut Angaben bis maximal 7 Kilogramm belastet werden, wir empfehlen aber wegen der Lenksicherheit deutlich unter dieser Grenze zu bleiben. Wir hatten auf unserer Tour die Lenkertaschen mit knapp 4 Kilogramm beschwert, was wir als guten Kompromiss empfanden. Man gewöhnt sich aber schnell an das Gewicht und die merkbar trägeren Lenkbewegungen. Für die Tour absolut top und empfehlenswert!

ABUS Satteltasche – Wenn einer eine Reise tut – Test

Ein Outsourcen des Gepäcks wäre, neben einer Lenkertasche, durch den Einsatz einer Satteltasche möglich. Doch nicht nur auf einer Tour macht eine Satteltasche Sinn, sondern auch für den täglichen Weg zur Arbeit. Wenn man die Luftpumpe am Rahmen befestigt, kann man so das Werkzeug und das Flickzeug bequem ohne Rucksack transportieren. Mit der ABUS Satteltasche ST 3085 KF Canson haben wir uns einen vielversprechenden Vertreter seiner Art unter den Sattel geschnallt!

1 Dose Bier, eine handelsübliche Menge Buttermilch oder eine kleine Flasche Öl – Die ABUS Satteltasche ST 3085 KF Canson bietet immerhin 0,5 Liter Stauraum. Natürlich sollte man nach Möglichkeit diese Flüssigkeiten nicht in die Satteltasche einfüllen, aber rein theoretisch könnte man es! Der Stauraum reicht, um das Werkzeug, das Flickzeug sowie einen dünnen Reserveschlauch zu verstauen! Damit das ganze Gedöns in der Satteltasche nicht nass wird, liefert ABUS direkt die passende Regenhülle mit – separat in einem kleinen Innenfach. Auch bei der Satteltasche findet sich zur Befestigung ein KLICKfix System. Die Trägerplatte wird direkt an die Sitzstreben des Sattels festgeschraubt. Eine Tätigkeit, die selbst unerfahrene Schrauber meistern können.

Die Satteltasche wird dann wie ein Schlitten auf die montierte Trägerplatte geschoben – klick. Das wackelt nicht, verrutscht nicht und sitzt bombenfest. Viele Satteltaschen anderer Hersteller werden nur durch Klemmung am Sattel gehalten und machen sich so, früher oder später, oft selbständig. Egal ob in der Stadt, Treppen runter oder auf dem ruppigen Trail – keine Frisur sitzt so gut und fest wie diese Satteltasche. Das KLICKfix System kann begeistern, zumal die Tasche ohne Aufwand wieder von der Trägerplatte gelöst werden kann – sekundenschnell und ohne Werkzeug. Wer einen Rückstrahler verwenden will, dem hat ABUS eine kleine Befestigungsschlaufe am Deckel spendiert. Der angebrachte Reflektorstreifen sorgt für ein Plus an Verkehrssicherheit. Knappe 18 Euro, die gut angelegt sind.

Mehr Infos unter www.abus.de

O’Neal Rampage Shoe Volt – Test Dirt-Schuh

O’Neal Rampage Shoe Volt – Dirt-Shoe im Skate Look: Das ist die Ansage auf der Webseite von 2Wheel-Distribution. Eigentlich sind wir ja schon wieder ein bisschen knatschig – wieso dürfen sich Dirter mit diesem Schuh schmücken und wir Downhiller und Freerider gehen mal wieder leer aus? Mal abgesehen von den BMXern, die nicht nur auf Dirt sind! Doch schieben wir das Schubladendenken einfach zur Seite und widmen uns diesem doch sehr stylischen Schuh.

Was schon mal sehr sympatisch ist: Der Schuh ist nicht für eine Aufnahme von Cleats vorgesehen. Als überzeugter Plattformpedalenfahrer kann ich den ganzen Hype um Klickpedalen sowieso kaum nachvollziehen, und zugegeben, viele Freerider, Downhiller und BMX-Racer sind mit Klickpedalen unterwegs. Dirter sind hier komplett außen vor, was die Kennzeichnung des Schuhs als Dirt Schuh an dieser Stelle erstmal rechtfertigt. Egal ob Dirt, DH oder sonstige Aktivitäten mit dem Bike, egal ob 20″, 24″ oder 26″ – wir brauchen Grip auf den Pedalen! Die Sohle des O’Neal Rampage Shoe Volt ist nicht nur genoppt, sondern die Noppenreihen sind von der Höhe auch noch unterschiedlich angeordnet.

In Verbindung mit dem weichen Material ergibt sich ein super Grip auf den Pedalen bei gleichzeitig gutem Feeling zum Bike. Das bringt nicht nur Fun, sondern auch Sicherheit! Wenn man für sich die richtige Schuhgröße ermittelt hat, sitzt der Schuh wie angegossen. Bequem ist die Devise, nichts drückt und scheuert. Das Auge fährt bekanntlich mit, und so spendierte O’Neal dem Schuh auch noch eine phatte Optik. Das seitliche Logo, die gepolsterte Zunge und der Print des Schuhs – hier passt neben der Funktionalität des Schuhs auch die Optik. Wer also keinen Bock auf Biken hat (gibt’s so etwas überhaupt?), kann den Schuh auch so tragen! Da wäre noch die Kennzeichnung auf der Webseite von 2Wheel-Distribution – wir drücken ein Auge zu, wir fliegen ja auch gerne durch die Lüfte 😉

Fazit O’Neal Rampage Shoe Volt

Super Grip, bequem, trendig, cool!

O’Neal Rampage Shoe Volt Produkt-Details

Obermaterial: 100 % Leder
Sohle: 100 % Gummi
Preis: 59,90 Euro

Acerbis Wave Cross Handschuh – Test

Hände haben es gut – im Gegensatz zu Nasen! Nasen werden konfrontiert und bombardiert mit Pollen aller Art und sind diesen erbarmunglos ausgesetzt. Jede heuschnupfentriefende Nase würde sich jetzt wünschen, mit Händen tauschen zu können, die ihrerseits wohlbehütet in schönen Gloves stecken. Zumindest manchmal. Die Acerbis Wave Cross Handschuhe machten im Vorfeld einen sehr guten Eindruck, doch manchmal täuscht sogar uns der erste Eindruck!

Mit dem Test des Wave Cross Handschuhs hatte bei uns ein Produkt der italienischen Firma Acerbis Premiere. Beim Motocross gehört Acerbis nicht nur zu den großen Marken im Bekleidungsbereich, sondern stellt auch viele Anbauteile aus Kunststoff für Motorräder her. Der Umfang der Produktpalette auf der Acerbis-Internetseite ist schon beeindruckend. Ebenso beeindruckend war für uns der erste Blick auf die Acerbis Wave Cross Handschuhe. Der Materialmix als auch die Verarbeitung gehen konform mit der guten Optik des Handschuhs. Der Handschuh sitzt wie angegossen und bietet einen hohen Tragekomfort – nicht zuletzt wegen des vorgeformten Schnittes. Der Bund ist kurz und lässt sich mittels eines Klettverschlusses anpassen als auch verschließen. Ebenfalls positiv ist die Belüftung des Handschuhs. Die verwendeten Materialen sind pflegeleicht und der Beanspruchung entsprechend sinnvoll eingesetzt. Auf dem Handrücken fügen sich die aufgesetzten Protektoren gut in das Gesamtbild des Handschuhs ein.

Die Bremsfinger als auch die Handinnenseite weisen Silikonapplikationen auf, die für einen besseren Grip sorgen. Oft verabschieden sich diese relativ schnell, bei dem Acerbis zeigen sich diese aber enorm abriebfest – das gefällt natürlich. Erst bei BMX-Oldschool-Tricks wie dem Cowbow in Verbindung mit dem Greifen des hartkantigen Kashimax Sattels verabschieden sich die Silikonapplikationen langsam aber sicher – aber welcher Mountainbiker macht schon solche Tricks? Die Nähte der Acerbis Wave Cross trotzten ebenfalls der Beanspruchung, auch im Zwischenbereich der Finger. Eine weitere Sache in Punkto Haltbarkeit macht sich bei dem Acerbis Wave Cross sehr bezahlt: Der aufgesetzte und verstärkte Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger. Hier gibt es bei dem Handschuh ebenfalls null Probleme. Eine Schonung gab es für den Handschuh nicht! Er wurde beim BMX getragen, auf Touren, beim DH und auch beim Schaufeln – und wusste zu überzeugen. Eine Premiere, wie sie bei uns wohl kaum besser laufen konnte! Für knapp 50 Euro bekommt man einen sehr guten Handschuh, der sein Geld wirklich wert ist! Ach… ginge es mit dem Schutz der Nase mal so gut wie mit den Händen…

Fazit:

Der erste Eindruck täuschte also nicht! Der Acerbis Wave Cross Handschuh sitzt perfekt, bietet einen sehr hohen Tragekomfort und überzeugt in Punkto Stabilität!

Erhältliche Farben: Black, Orange, Blue, Yellow, Black Red
Preis: Etwa 50 Euro

Vertrieb: Mefo Sport – www.mefo.de

Uvex FP 501 Supercross Goggle – Die MX-Brille im Test

Welcher Brillenträger nutzt zum Putzen der Brille nicht bewusst die Kondensation? Die Brille wird angehaucht und dann mit einem feinen Tuch nachgeputzt. Genau dieser „erwünschte“ Effekt des Kondensierens sorgt bei unserem Sport für die größten Probleme – bis hin zur Gefahr eines Sturzes. Eine beschlagene Scheibe, ein absoluter Graus! Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir euch schon vor einer langen Zeit ein wirksames Mittel gegen diese Gefahr vorgestellt, in diesem Winter hatten wir das Vergnügen mit der Uvex FP 501 Supercross.

Werbewirksam werden Schokoriegel umbenannt, Packungsinhalte werden bei gleicher Verpackungsgröße minimiert und auch sonst unternehmen die Werbestrategen alles, um die Kunden zu locken, manchmal auch ein klitzekleines bisschen zu täuschen und letztendlich das Geld aus den Taschen zu ziehen. Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir vor einer langen Zeit eine MX-Brille im Test, die sehr überzeugen konnte – vom Tragegefühl über die Optik bis zur Funktion. Eigentlich sollte man vermuten, die neue FP 501 Supercross müsste eine furiose Namensänderung genießen, aber dem ist nicht so. Schnell merkt man, dass dieses auch gar nicht nötig ist! Die neue Goggle kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen – auch ohne werbewirksame Wortklaubereien! Die Firma Uvex entwickelt schon seit Ewigkeiten Brillen im Bereich Ski und MX und hat somit Erfahrungen gesammelt, von denen wir als Endverbraucher letztendlich profitieren. Vorweg sei schon angemerkt, dass es bei der FP 501 Supercross nichts zu meckern gibt. Vielleicht nur die Tatsache, dass die gewünschte oben beschriebene Putzaktion nicht durchführbar ist – die Brille will einfach nicht beschlagen!

Damit ist für uns einer der wichtigsten Kriterien bereits vollstens erfüllt. In ungünstigen Situationen bei Eiseskälte, nach einem Run schwer atmend, zeigt auch die Uvex FP 501 Supercross den Anflug eines Beschlagens, welcher aber sofort wieder verfliegt. Wir wissen nicht mit was die Scheiben bei der Produktion benetzt wurden, aber es funktioniert ganz hervorragend. Der Aufdruck „super antifog“ ist also nicht übertrieben. Die Scheibe ist natürlich ein ganz elementarer Bestandteil einer MX-Goggle, neben dem Rahmen natürlich. Und genau dieser Scheibe hat sich Uvex sehr angenommen. Die bereits beschriebene Antifog Beschichtung ist excellent, aber auch die anderen Eigenschaften der Scheibe sind überzeugend. Die Sicht ist erstklassig, über das gesamte Sichtfeld sind keine Verzerrungen sichtbar. Auffallend ist auch, dass die Brille nur sehr wenig Licht schluckt. Gerade bei widrigsten Bedingungen, wie zum Beispiel bei wolkenverhangenem Himmel in Waldpassagen, ist das sehr wichtig. Uvex hat dem Kind bzw. der Scheibe dementsprechend auch einen Namen gegeben: uvex supravision triflex.

Das Sichtfeld der Uvex FP 501 ist sehr gut, die Brille passt hervorragend zu herkömmlichen Fullfacehelmen, womit wir schon beim Thema Rahmen wären. Der Rahmen unterstützt mit seiner guten Belüftung die Antifog Funktion der Scheibe. Die Belüftung ist natürlich immer eine Gratwanderung zwischen dem Hitzetod in der Brille, dem Anlaufen der Scheibe und entgegengesetzt der Zugluft. Ein schmaler Grat, auf dem die Uvex gekonnt langtänzelt, daneben hat man der FP 501 Supercross eine schöne, aber nicht zu schrille Optik verpasst! Die Goggle sitzt sehr angenehm, der für die Gesichtsauflage verwendete profilierte Schaumstoff bietet einen hohen Komfort. Das Brillenband besitzt drei Silikonstreifen, die ein Abrutschen der Brille vom Helm verhindern. Das Brillenband lässt sich natürlich an den Umfang des Helmes anpassen, aber das sollte nicht weiter erwähnenswert sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Das „Grundmodell“ der Uvex FP 501 gibt es in zig verschiedenen Ausführungen, die Supercross gibt es alleine schon in mehreren Varianten. Eine Sache noch, die man nicht unerwähnt lassen sollte: Die Brille ist „Made in Germany“. Auch dafür den Daumen nach oben!

Fazit:

Ein Qualitätsprodukt „Made in Germany“! Sehr empfehlenswert!

Preis: 49,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de

Uvex Maxx – Test Sportbrille – Wer wird denn aus dem Rahmen fallen?

Abseits der festgetretenen und etablierten Pfade im Bereich der Sportbrillen schreitet Uvex mit der Sportbrille Maxx. Wo andere Hersteller mit Wechselgläsern, Wechselnasenbügeln und Wechsel-wer-weiß-was dicke Geschütze auffahren, präsentiert sich die Uvex Maxx sehr schlicht – man könnte schon sagen puristisch! Nach dem Motto „weniger ist manchmal mehr“ zeigt sich die Uvex Maxx selbstsicher und chic – und das Ganze zu einem Preis von knapp 30 Euro. Der Preis ist heiß, aber kann die preiswerte Uvex auch noch mit anderen Eigenschaften punkten?

Der Preis ist natürlich heiß, ebenso wie die Optik der Maxx. So puristisch diese Brille auch sein mag, beim Style hat Uvex nicht gespart. Die Maxx ist anders, sie besitzt keinen Rahmen und keine (einzelnen) Gläser, sie ist rahmenlos oder besser gesagt, der Rahmen und die Gläser bilden eine Einheit. Durch diese Form bietet sich natürlich eine ganz besondere Optik – mit allen dazugehörigen Vor- und Nachteilen. Somit ist schon klar, dass man bei verschiedenen Lichtbedingungen mit einer Brille nicht auskommt. Das sollte kein Problem sein, die Uvex Maxx gibt es in folgenden Ausführungen: Black, brown, orange und clear. Diesbezüglich bleiben schon mal keine Wünsche offen – auch wenn man so mit einer einzigen Brille wohl nicht auskommen wird. Die Uvex Maxx sitzt angenehm und verrutscht nicht, sofern sie von Anfang an passt. Leider bietet Uvex die Maxx nur in einer Größe an, zudem lässt sich die Brille nicht weiter einstellen. Die Brillenbügel passen sich optisch hervorragend in das Gesamtbild der stylischen Brille ein, auf der Nase sitzend wirkt die ganze Brille wie aus einem Guss. Punkten kann die Brille neben dem Gewicht auch mit den soften Bügelenden – nichts drückt oder verrutscht. Weshalb Uvex den Nasenbügel nicht ebenso gummiert hat, steht für uns allerdings in den Sternen.

Das Sichtfeld ist ausgezeichnet und verdient höchstes Lob. Trotz der starken Krümmung der Linse(n) bzw. der Brille bleibt die Sicht absolut verzerrungsfrei. Uvex wirbt nicht nur mit dem Motto „Uvex – Protecting people“, sondern sorgt auch bei der Maxx mit 100% UV-Schutz für den Schutz der Augen – mal ganz abgesehen vom Schutz vor Zugluft. Diesbezüglich gibt es von unserer Seite volle Punktzahl. Doch ein sehr wichtiges Kriterium war für uns auch die Beschlagfreiheit der Maxx. Im Winter musste sich die Uvex den harten Bedingungen stellen. Zum Testende hatten wir ein lachendes und ein weinendes Auge. Lachend deshalb, weil die Beschlagfreiheit der Maxx wirklich ganz hervorragend ist. Selbst unter widrigsten Bedingungen, mit erhöhter Atmung bei Tiefstwerten weit unter Null Grad und gleichzeitiger Beeinträchtigung der Luftzirkulation durch eine Gesichtsmaske, kann die Antifog Beschichtung wirklich überzeugen. Da haben die Ingenieure sehr gute Arbeit geleistet! Kommen wir aber noch zum weinenden Auge! Leider scheint die Uvex Maxx das Streusalz von den Streudiensten im Winter nicht zu verkraften, die Beschichtung warf Blasen und löste sich. Das sollte und darf natürlich nicht sein. In so einem Fall würde man dann natürlich gerne die Gläser wechseln…

Fazit

Die Uvex Maxx sieht chick aus, ist preisgünstig, bietet 100% UV-Schutz und ist zudem mit einem Preis von knapp 30 Euro wirklich preiswert. Durch unsere Erfahrungen im Winter können wir der Brille aber leider nur eine bedingte Empfehlung aussprechen!

Preis: 29,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de