VAUDE Hyper Vent 14+3 Rucksack – Hightech im Packformat – Test

Wenn ein Wandersmann früher in die weite Welt hinauszog, verstaute er seine Habseligkeiten in einem gebündelten Stofftuch. An einen Stock gebunden und geschultert, stellte dies in der damaligen Zeit die perfekte Lösung für den Transport von Reisegepäck dar. Da diese Lösung natürlich auf Dauer keinen Bestand haben konnte, wurden im Laufe der Evolution Träger an den Beutel angenäht, um einen komfortableren Transport des Gepäcks auf dem Rücken zu ermöglichen. Auf eine körpergerechte Haltung oder eine Luftzirkulation im Rückenbereich wurde damals noch nicht geachtet. Was man heutzutage von VAUDE, dem Spezialisten für Outdoorartikel, an Rucksäcken bekommt, wäre den Menschen damals vorgekommen wie der Warp-Antrieb der Enterprise den heutigen Menschen.

Der Hyper Vent 14+3 deckt mit seinen raffinierten Detaillösungen die Bedürfnisse des modernen Bikers ab. Alleine schon die Produktbezeichnung lässt aufhorchen. Der Hyper Vent 14+3 bietet neben den eigentlichen 14 Liter Stauraum zusätzlich drei Liter Stauraum. Durch einen raffinierten Reißverschluss, gibt eine verborgene Stofffalte bei Bedarf zusätzlich diese drei Liter Stauraum frei. Der Vaude Hyper Vent besteht aus wasserabweisendem Material. Sollte es unterwegs arg nass werden, bietet der Hyper Vent für Regenfahrten eine im Rucksack integrierte Regenhülle. Zur Unterbringung von Kleinmaterial, wie zum Beispiel Handy oder sonstigem, weist der Hyper Vent 14+3 zwei mit Reißverschluss verschließbare Taschen auf.

Der Hyper Vent lässt sich, mit wenigen Handgriffen, schnell und unkompliziert auf den Biker einstellen. Der Clou sind hierbei die längenverstellbaren Schulterträger. Für sehr große Biker können diese Träger zusätzlich im Innenbereich des Rucksackes angepasst werden. Kaum erwähnenswert ist die Tatsache, dass der Hyper Vent einen vom übrigen Gepäck getrennten Stauraum für den Trinkbeutel und einen Trinkschlauchausgang vorweist. Der Vaude Rucksack bietet, durch die breiten Schulterträger und das durchdachte Rückensystem, einen außergewöhnlichen Tragekomfort und schränkt die Bewegungsfreiheit in keinster Weise ein. Auch die Luftzirkulation im Rückenbereich kann überzeugen. Wir hatten den Hyper Vent mehrere Monate im täglichen Einsatz, sei es auf Touren oder auch nur auf dem Weg zur Arbeit. Selbst nach dieser Zeit zeigt der Hyper Vent keine Ermüdungserscheinungen. Qualität, die das Team der Fraktur überzeugt!

Preis: 54,95 Euro
Farben: d’grey/l’grey, iceblue/anthracite, red/anthracite, royal/grey

Mehr Infos unter: www.vaude.de

VAUDE – Ramp 16 – Der Rucksack für Freerider im Test

Freeride ist die Faszination des Mountainbikens pur. Mit eigener Muskelkraft werden Berggipfel erzwungen, um danach lässig auf Singletrails bergab ins Tal zu fegen. Dabei ist jede Serpentinenkurve, Wurzelpassage oder Kante eine willkommene Herausforderung. Kein ernsthafter Freerider wird hier ohne Schutzkleidung fahren. Das Tragen eines Helmes, egal ob Fullface oder Nussschälchen, sollte selbstverständlich sein. Schienbeinprotektoren, je nach Anforderung sogar Rückenprotektoren, gehören mittlerweile zur Standardausrüstung eines jeden Freeriders. Bei einer langen Tour darf natürlich auch nicht die Trinkflüssigkeit fehlen. Wer so bepackt in die Berge zieht, wird nicht an einem guten Rucksack vorbeikommen.

Rucksack ist nicht gleich Rucksack. Oft sieht man die verschiedensten Biker mit geradezu abenteuerlich bepackten Rucksäcken. Die Schienbeinprotektoren baumeln hier, der Fullfacehelm baumelt dort. Oft endet dieses Szenario mit einem ungewollten Zwischenstopp, wenn sich einer der baumelnden Protektoren in den Speichen verfangen hat. Zähneknirschen muss nicht sein, wenn man bereits bei der Wahl des Rucksackes auf die Anforderungen achtet. Bergauf sollte der Rucksack, neben der Trinkflüssigkeit, die Schienbeinprotektoren und den Helm aufnehmen. Diese sollten selbst im Wiegetritt nicht sinnlos rumbaumeln und somit den Biker unnötig belasten. Bergab darf der Rucksack die Bewegungsfreiheit nicht einschränken und muss zudem perfekt wackelfrei sitzen.

Eine sehr gute Lösung ist der Vaude Ramp 16 Rucksack. Mit einem Fassungsvermögen von 16 Litern bietet dieser speziell für Freerider entwickelte Rucksack genug Stauraum für eine ausgedehnte Freeridetour. Mit zwei versteckten Trinksystemausgängen und einem vom übrigen Stauraum getrennten Fach für den Trinkbeutel, ist die Versorgung mit dem wertvollen Nass unkompliziert gewährleistet. Nicht nur der Trinkbeutel, sondern auch Müsliriegel und Schienbeinprotektoren finden genug Platz im Ramp 16. Ein kleines, mit einem Reißverschluss verschließbares Innenfach, bietet Stauraum für Kleingeld oder das Handy. Die Scheinbeinprotektoren können wahlweise auch in der großen Netzaußentasche untergebracht werden, die sogar bequem einen Crosscountryhelm aufnehmen kann. Die große breite Helmhalterung sorgt selbst bei Fullfacehelmen für eine perfekte und wackelfreie Befestigung. Ein Manko bei den meisten Rucksäcken!

Ein besonderer Zungenschnalzer, dieses robusten und etwas spartanisch anmutenden Rucksackes, ist das Trägersystem: Die extrem breiten Schulterträger und der phatte, mit Klettverschluss versehene Hüftgurt. Die breiten Schulterträger bieten neben zwei zusätzlichen kleinen Aufbewahrungsfächern eine Signalpfeife, bei der uns prompt drei Einsatzgebiete einfallen: Unbequeme Zeitgenossen bei der Abfahrt aus dem Weg pfeifen (sollte man allerdings nicht machen!), netten Girls hinterherpfeifen (darf man machen) und bei einem Abflug um Hilfe pfeifen (sollte man machen!). Die schönsten Freeridegebiete finden sich natürlich im sonnigen Süden. Da wir allerdings auch in unseren verregneten Breitengraden freeriden, vermissen wir eine integrierte Regenhülle beim Ramp 16. Zur provisorischen Abhilfe findet sich bei VAUDE eine Rucksack-Regenhülle (15,30 Euro). Leider gehört ein Trinkbeutel nicht zur Standardausrüstung des Ramp 16.

Erhältliche Farben: Anthracite/black, anthrazite/red
Volumen: 16 Liter
Preis: 59,95 Euro

Mehr Infos unter: www.vaude.de

Race Face Rally Freeride Armor Protektoren im Test

Kanada, das zweitgrößte Land der Erde, ist mehr als nur ein Land voller Menschen vom Schlage eines „Grizzly Adams“. Auch wenn die Fernsehserie „der Mann in den Bergen“ in den USA spielte, assoziiert man diese Serie, mit den gezeigten weiten Wäldern und der unberührten Natur, gerne mit Kanada. Fast die Hälfte der kanadischen Landmasse ist mit Wäldern bedeckt. Das sind immerhin 417 Millionen Hektar. Kanada ist aber weit mehr als nur ein Land mit riesigen Wäldern. Kanada bietet modernste Städte und ist zudem ein starker Industriestandort. Die kanadische Autoindustrie, zum Beispiel, ist die viertgrößte der Welt! Diese Bündelung der vermeintlichen Gegensätze, der Industrie und der Natur, macht Kanada zu dem, was wir als Biker lieben: Zu einem Freerideparadies.

Nicht nur feinste Bikes und Zubehör, sondern auch Spitzenfahrer, wie zum Beispiel Wade Simmons oder Richie Schley, kommen aus Kanada. Die Erfahrungen, die solche Fahrer sammeln, sind unbezahlbar. So verwundert es nicht, dass die Traditionsmarke Race Face, zusammen mit Profi-Freerider Wade Simmons, die Protektorenserie Rally Freeride Armor entwickelt hat. Den Rally Freeride Armor gibt es als Ellbogenschoner und als Knie-/Schienbeinschoner. Letzteren haben wir uns umgeschnallt und für euch getestet.

Auffallend ist der extrem tiefgezogene Schienbeinschutz. Den bei vielen anderen Schienbeinschonern zu bemängelnden unzureichenden Schutz des unteren Schienbeinbereichs hat Race Face meisterlich gelöst. Die harte Plastikschale reicht seitlich weit um das Schienbein rum und lässt nur den hinteren Bereich der Wade ungeschützt. Das Knie findet in einer separaten Plastikschale ebenfalls einen sehr guten Schutz. Auch hier reicht die Plastikschale seitlich weit um das Knie rum. Befestigt werden die Protektoren über Riemen mit Klettverschluss. Ein Überstreifen über den Fuß entfällt. Der Rally Freeride Armor lässt sich somit schnell und unkompliziert anziehen.

Kleine Probleme bereiteten die unteren Riemen des Schienbeinschoners. Da diese viel zu kurz waren oder unsere Beine zu dick, fanden die Riemen bei uns im Test keine Verwendung. Aber auch ohne die unteren Riemen hatten wir mit dem Sitz und dem Halt der Protektoren keinerlei Probleme. Die Knieschale wird durch zwei gekreuzte Riemen gehalten. Ein kleiner Kritikpunkt an den Protektoren, da diese gerne mal in der Kniekehle kneifen. Die Protektoren sitzen ansonsten perfekt und lassen dem Biker völlige Bewegungsfreiheit.

Selbst bei einem Sturz verrutschen die Race Face Protektoren nicht. Eine feine Sache, die man zu schätzen weiss, wenn man schon mal Schienbeinprotektoren getragen hat, die nach einem Sturz über dem Schuh hingen. Der spürbar dicke Schaumstoff sorgt für eine optimale Stoßabsorption. Natürlich schwitzt man auch in den Rally Freeride Armor, trotz durchlöchertem Schaumstoff und Luftschlitzen in den Plastikschalen. Dank der guten Qualität der Schoner ist aber auch das kein Problem. Selbst mehrmaliges Waschen in der Waschmaschine konnte den Rally Freeride Armor nichts anhaben.

Fazit:

Absolut empfehlenswert! Die Race Face Rally Freeride Armor Protektoren sitzen und passen perfekt, bieten einen sehr guten Schutz und lassen sich schnell und unkompliziert anziehen.

Farbe: light grey / black
Größen: S, M, L, XL
Preis: 99,90 Euro

Vertrieb:
bike action
Breitefeld 4
64839 Münster

Mehr Infos unter www.bikeaction.de

Adidas Response Windpro Jacket – Des Bikers edler Zwirn

Es ist mal wieder soweit…nicht nur Matsch und Schnee, sondern vor allem die früh hereinbrechende Nacht sorgen für das alljährliche Trainingsdefizit im Winter. Wer rastet der rostet, und so sollte trotz Eiseskälte und Dunkelheit das Bike nicht in der Ecke verstauben. Wer jedoch kältegeplagt mit seinen Zähnen lauter klappert als die Naben von Hügi klackern, wird nicht viel Spaß beim winterlichen Ausflug in den Wald haben. Die oft gepredigte Weisheit der Motorradfahrer „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, hat nichts von seiner Aktualität verloren. Adidas hat sich das Leiden der Biker zu Herzen genommen und bietet die, speziell für Mountainbiker entwickelte, „Response Windpro Jacket“ an.

Atmungsaktives und windabweisendes Material mit verlängertem Rückenteil und aufgebrachten Rückentaschen bilden die Basis für diese Jacke. Die elastischen Einsätze an der Seite und den Ärmeln sorgen für optimale Bewegungsfreiheit und gute Passform. Bei unseren Einsätzen um den Gefrierpunkt konnte die Jacke mit dem „climawarm“ Thermofutter absolut überzeugen. Frieren gehört dank „climawarm“ der Vergangenheit an. Durch das atmungsaktive Material und dem guten Schnitt der Jacke fühlt man sich selbst bei übelsten Tretpassagen noch wohl. Damit man auf dem Heimweg nicht noch vom Auto überfahren wird, was ja dann doch sehr ärgerlich wäre, sorgen die vielen aufgedruckten Reflektoren für gute Sichtbarkeit im Dunkeln. Vom Scheinwerfer angestrahlt erleuchtet man, passend zur Jahreszeit, wie ein Weihnachtsbaum. Den Pflegehinweisen von Adidas sollte man allerdings Beachtung schenken. Die Reflektoren leiden etwas unter der Wäsche mit der Waschmaschine. Die gute Verarbeitung und die Funktionalität wissen zu begeistern. Soviel Zufriedenheit und Qualität lässt sich Adidas aber auch bezahlen: Knapp 140 Euro für das „Response Windpro Jacket“ sind kein Pappenstiel!

Fazit:

Die ideale Jacke für die Übergangszeit. Qualität und Funktion die begeistern, aber das Portemonnaie auch enorm erleichtern!

Erhältliche Farben: poppy/schwarz, lagoon/schwarz, sun/schwarz
Material: 50% Polyester, 34% Plyamid, 16% Polyurethan
Preis: etwa 139 Euro

Mehr Infos unter: www.adidas-cycling.de

Uvex Downhill Helm im Test

1926 gründtete Philipp M. Winter in Fürth-Poppenreuth die „Optische-Industrie-Anstalt Philipp M. Winter“, welche im Jahre 1938 mit der industriellen Produktion von Brillen begann. Rainer Winter, Sohn des Unternehmensgründers, dessen erste Aufgabe als Geschäftsführer die Leitung des Bereichs Sonnenbrille war, entwickelte 1960 für das bis dahin namenlose Vertriebsprogramm eine neue Marke. UVEX war geboren.

Der Name UVEX entstammte dem Qualitätsmerkmal „UltraVioletEXcluded“. Seit dieser Zeit entwickelt und erforscht das Unternehmen immer neuere Technologien zum Schutze des Menschen mit dem Leitspruch „Protecting People“. Tradition, die verpflichtet! Verantwortlich für den Bereich Sport- und Freizeit ist in der UVEX-Gruppe „UVEX Sports“. Hier findet sich auch die Sparte Radhelme. Einem Helm aus dieser Sparte haben wir besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt: Dem UVEX Downhill.

Die Optik des UVEX Downhill ist schon sehr markant. Der ausgeprägte Kinnschutz und die Form des Helmes zogen direkt unsere Blicke auf sich. Auch wenn die Farbe unseres Helmes in mattem olivgrün (offizielle Bezeichnung: nato olive-uni) unsere Lieblingsfarbe knapp, aber sicher verfehlt, kann der Helm optisch alleine durch die Helmform punkten. Allerdings blieb auch hier UVEX nicht rastlos. Neben dem doch recht schlichten Helm in nato-olive uni, ist ebenfalls ein in schwarz-rot gehaltenener und mit einem überlackierten und ansprechenden Dekor versehener Helm erhältlich. Nicht nur das Gewicht von etwas unter 1000 Gramm überzeugt. Für einen Fullfacehelm ein durchaus akzeptables Gewicht. Der UVEX Downhill wartet mit einem sehr guten Tragekomfort und vielen durchdachten Detaillösungen auf. Detaillösungen, wie man sie bei Helmen anderer Hersteller vergeblich sucht.

Dazu gehören unter anderem die Führungsnut und die seitlich angebrachten Gumminoppen zum Fixieren des Gummibandes der MX-Brille. Ein Verrutschen oder gar Abrutschen der Motocrossbrille ist damit quasi unmöglich. Ein schleichender Erstickungstod ist mit dem UVEX Downhill ebenfalls nicht zu befürchten. Der gepolsterte Kinnriemen sitzt gut und die Frischluftzufuhr für die Atmung ist sehr gut. Für jähzornige Mitmenschen ist der Helm ebenfalls bestens geeignet, da der Verschluß mittels eines Klickmechanismus spielerisch einfach zu bedienen ist. Somit ist auch mit Handschuhen, ohne nervige Fummelei, ein schnelles Anziehen des Helmes garantiert. Das Helmvisier ist groß und einstellbar, wenn auch nur begrenzt.

Der größte Teil der antiallergischen und absorptionsfähigen Innenpolsterung läßt sich bequem entfernen und kann somit separat gewaschen werden. Ein Plus an Hygiene. Die Kühlung des Schädels mit Frischluft kann der UVEX Downhill, dessen Außenschale aus dem Thermoplast Ectrolon besteht, allerdings nur bedingt befriedigen. Ein Manko, mit dem man allerdings gut leben kann. Sicherheitstechnische Aspekte werden mit Erfüllung der wichtigsten Prüfzeichen erfüllt. Der UVEX Downhill entspricht natürlich sämtlichen gängigen Sicherheitsstandards wie der CE EN 1078 und der U.S. CPSC.

Fazit:

Der UVEX Downhill bietet kaum Grund zum Nörgeln. Der gute Tragekomfort, der einfache Verschlußmechanismus, die abnehmbare Polsterung…die Liste ließe sich immer weiter führen. In unseren Augen ist der einzige Punkt zum Meckern die dürftige Kühlung des Schädels.

Größen: XXS-XL
Preis: 159,95 Euro

Mehr Infos unter: www.uvex-sports.de

Progrip MX-Brille 3400 Leopard Schwarz – Weck die Raubkatze in Dir! Test

Der Trend beim Mountainbiken geht immer mehr ins Extreme. Keine Frage. Immer extremer werdende Mountainbikevideos heizen dem Zuschauer zusätzlich ein. Doch nicht nur vom fahrtechnischen Anspruch, sondern auch in Bezug auf Kleidung geht der Trend zu dem, was extremer ist. Was bietet sich da mehr an, als sich beim MotoX-Shop um die Ecke mit Klamotten einzudecken?! Einer der ganz großen Hersteller im Bereich MotoX-Kleidung ist die italienische Firma Plastiche Cassano, bekannt durch das Markenzeichen Progrip. Die Palette reicht von Hosen und Jerseys bis zur kompletten Schutzausrüstung.

Besonders die MotoX-Brille 3400 in Leopard Schwarz fiel uns im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge. Neben der phatten Optik wirbt die Brille mit beschlagfreiem und lichtempfindlichem Glas. Der Vorteil eines „Light Sensitive“ Glases liegt auf der Hand. Durch Verwendung eines solchen, sich an das vorhandene Licht selbstständig anpassenden Glases, könnte man sich die Sammlung mehrerer Brillen mit verschieden getönten Gläsern ersparen. Auch das Horten mehrerer Ersatzgläser verschiedenster Tönungen könnte der Vergangenheit angehören. Das würde nicht nur Zeit und Nerven sparen, sondern auch Geld. Realität oder Wunschgedanke? Eine Antifogbeschichtung, also eine Beschichtung zur Vermeidung des Beschlagens der Brille, sollte zumindest für Downhiller selbstverständlich sein. Die FRAKTUR wollte wissen, ob man mit der Progrip 3400 nicht nur auf dem Trail gut aussieht, sondern auch jederzeit den Durchblick behält.

Die Progrip 3400 zeigt bereits beim Überstreifen über den Helm die Liebe zum Detail. Drei auf das Helmband aufgebrachte Silikonstreifen verhindern ein Verrutschen bzw. Abrutschen der Brille vom Helm. Die auf das Gesicht drückenden Schaumstoffeinlagen sind bequem und die Brille gefällt durch den guten Sitz. Das Sichtfeld ist gut und selbst Brillenträger können in den Genuß der Progrip 3400 kommen. Die Antifogbeschichtung funktioniert, aber nicht ganz so gut, wie wir es uns gewünscht hätten. Einmal beschlagen, dauert es zudem etwas zu lange, bis die Progrip wieder freie Sicht bietet. Grund dafür ist die schwache Belüftung der Brille, welche sicherlich aber auch auf die etwas geringeren Geschwindigkeiten gegenüber den motorangetriebenen Zweirädern zurückzuführen ist.

Die Tönung des Glases funktioniert par excellence. Innerhalb weniger Sekunden paßt sich die Tönung der Brille übergehend von dunkles in helles Terrain den veränderten Lichtverhältnissen an. Die Farbtreue kann man als recht gut bezeichnen. Auch die Stärke der Tönung für die jeweiligen Lichtverhältnisse kann überzeugen. Allerdings läßt die Enttönung der 3400 etwas auf sich warten. Ein Abtauchen von hell nach dunkel kann schon mal kurzzeitig für einen Blindflug sorgen. Allerdings war das hauptsächlich beim Downhill mit den vielen wechselnden Lichtverhältnissen der Fall. Auf BMX-Bahnen und BikerX-/Dualpisten gab es keinerlei Probleme diesbezüglich. Die Fertigungsqualität der Progrip 3400 kann voll punkten. Nach vielen Einsätzen ist der Leoparden Look auch dann noch ein Augenschmaus, wenn bei vielen Brillen anderer Hersteller schon der blanke Kunststoff zum Vorschein kommt. Auch die Unempfindlichkeit gegenüber Kratzer macht diese Brille zu einem Tip! Wem dies nicht reicht, kann die Progrip auch noch mit einem Roll Off System, ebenfalls von Progrip, nachrüsten.

Gibt es unter anderem auch in Leopard Blau, Leopard Gelb, Leopard Orange und Leopard Rot.

Fazit:

Bei nicht wechselnden Lichtverhältnissen allererste Wahl, und das bei einer Optik, welche sprichwörtlich die Raubkatze in einem weckt. Für den Einsatz bei oft wechselnden Lichtverhältnisse ist die Progrip 3400 mit dem Light Sensitive Glas aber weniger empfehlenswert.

Preis: etwa 44,90 Euro (mit Aufbewahrungsbeutel)

Generalimporteur für Deutschland:
Mefo-Sport GmbH
Mühläckerstraße 1
97520 Röthlein

Mehr Infos unter:
www.mefo.de
www.progrip.com

AXO Basic Protectoren Weste im Test

Es ist nicht von der Hand zu weisen. Der Frühling ist da. Gerne erinnert man sich an die letzte Saison zurück. Vor dem geistigen Auge spiegeln sich rasante Abfahrten und unendlich schöne Trails wieder. Aber wer erinnert sich nicht auch an die Stürze. Stürze, die oft nicht zu verhindern sind. Stürze gehören zum Mountainbiken wie das Salz in die Suppe. Umso wichtiger ist daher ein guter Schutz vor Verletzungen. Der Helm gehört zum Glück mittlerweile zur Standardausrüstung, genauso wie Handschuhe. Aber dennoch reichen diese Schützer manchmal nicht aus. Besonders übel sind Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule.

Jeder Biker sollte, den Gegebenheiten und dem Risiko entsprechend, die für ihn sinnvolle Schutzkleidung tragen. Downhiller haben es da relativ einfach. Eine Protektorenjacke ist ein unverzichtbares Muss! Aber wie verhält es sich zum Beispiel auf einer Freeridetour? Nicht jeder Biker hat die Muße, ein komplettes Downhillprotektorenset mit sich rumzuschleppen, die spätestens beim Bergauffahren, nicht nur bei sommerlichen Temperaturen, zur Qual werden. Es muss ein Schutz her, der wenig wiegt und dennoch weitreichend Schutz bietet. Er sollte gut und bequem zu tragen sein, auch unter normalen Shirts jenseits der Größe XXL. AXO hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet in seinem Sortiment eine Protektorenweste an. Genau rechtzeitig zum Beginn des Frühlings und den Start in die neue Saison 🙂

Die Protektorenweste AXO Basic Protector Weste dürfte besonders für Freerider in Frage kommen, oder alle, die einfach ihren Rücken und ihren Brustkorb schützen wollen. Die Hartschalen an Rücken und Brustkorb schützen vor stumpfen und spitzen Aufschlägen. Die ineinander geschachtelten Kunststofflamellen des Rückenprotektors passen sich perfekt der Krümmung des Rückens an, egal ob man sich aufrecht stehend im Wiegetritt den Berg raufquält, oder aber geduckt wie eine Raubkatze eine Abfahrt runtershreddert. Fixiert wird die Weste durch einen Nierengurt. Die Weste könnte unseres Erachtens etwas enger und straffer am Körper anliegen. Somit könnte noch besser ein Verrutschen der Protektoren, bei leicht seitlichen Aufschägen, verhindert werden.

Das direkt auf dem Körper liegende Innenteil des Rückenschutzes kann durch Klettverschluss vom Rückenprotektor entfernt werden, und lässt sich somit hervorragend reinigen. Zimperlich, wie wir nicht sind, haben wir die komplette Weste, und nicht nur das Innenteil, einer Waschmaschinenattacke unterworfen. Auch wenn man dies im Normalfall nicht tun sollte, überstand die Weste unseren Waschmaschinentest ohne Probleme. Sollten sich die Nieten der Kunststoffkappen des Rückenprotektors lösen, liefert AXO, im Gegensatz zu anderen Herstellern von Protektorenjacken, Ersatznieten mit.

Primär wird durch die Weste die Brustwirbelsäule, die Lendenwirbelsäule und der Brustkorb geschützt. Die meisten Stürze sollten so mit der AXO Basic Protector Weste glimpflich verlaufen. Zu einem Preis von unter 110 Euro bekommt man einen guten Kompromiss aus Tragekomfort und Sicherheit. Für radikale Abfahrten und Hardcoreeinsätze empfehlen wir allerdings eine radikalere Jacke mit Ellbogen- und Schulterprotektoren.

Fazit:

Die Weste lässt sich sehr unauffällig tragen und schränkt den Fahrer in keinster Weise ein. Durch die Verwendung von Lycra als Trägermaterial passt sich die Weste allen nur erdenklichen Körperstellungen an. Empfehlenswert vor allem für leichte Downhillabfahrten und Freeridetouren.

Preis: 109,90 Euro
Größen : S, M, L, XL

Mehr Infos unter: www.axosport.de

Kaufberatung MTB Helme

Schon die alten Römer waren sich der positiven Eigenschaft bewußt, die das Tragen eines Helmes mit sich brachte. Den einst gefürchteten Gegner, den gemeinen Gallier, müssen die Römer heutzutage nicht mehr fürchten. Aber in weiser Voraussicht, welche Gefahren in der Zukunft auf die Menschen lauern werden, trugen die damals geprägten Menschen ihr Wissen von Generation zu Generation weiter. Die Helme wurden verfeinert, und so kommen wir heute beim Biken in den Genuss eines guten Kopfschutzes. Worauf sollte der Mountainbiker beim Kauf eines Nußschälchens, der liebevollen Bezeichnung für einen Crosscountryhelm, allerdings achten? Die Fraktur führt euch durch den Helmdschungel.

Selbstverständlich sollte beim Kauf eines Helms sein, daß dieser Helm gewisse Normen erfüllt, die dementsprechend ausgewiesen sind. Allen voran ist natürlich die Norm CE EN 1078 zu nennen, der DIN von Helmen für Radfahrer und Benutzer von Skateboards und Rollschuhen, welche sich unter anderem mit der Konstruktion des Helmes, dem Kinnriemen und der stoßdämpfenden Eigenschaft befaßt. Ein Helm, der nicht diese Mindestanforderung erfüllt, darf zwar getrost als Blumentopf verwendet werden, nur auf dem Kopf hat solch ein Helm nichts verloren! Also Finger weg von Helmen ohne Prüfzeichen! Dieses Prüfzeichen und ein korrekter Sitz des Helmes sind schon das A und O für den Kauf eines Helmes!

Ein guter Helm nützt natürlich nichts, wenn er im Falle eines Sturzes verrutscht. Prinzipiell ist nichts gegen preiswerte Helme einzuwenden, sofern diese das CE Prüfzeichen vorweisen und perfekt auf dem Haupt sitzen. Doch was heißt perfekter Sitz? Damit ist sicherlich nicht die oft zu beobachtende Trageweise des Helms am Lenker zu verstehen. Ein Mitführen des Helms jenseits des Kopfes ist sicherlich nett, aber wenig sinnvoll. Der Helm sollte schon auf dem Kopf Platz finden, auch wenn man sich dabei die Frisur ruiniert. Auch die weit in den Nacken gezogene Trageweise des Helms mit der daraus resultierenden freien Stirn, oft bei Kids zu beobachten, ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders. Es ist zwar lobenswert, daß die Eltern dieser Kinder darauf achten, daß die Schützlinge einen Helm auf dem Schädel haben, aber so nützt der Helm nicht wirklich viel! Ferner sollte die Längenverstellung des Kinnriemens einfach an den jeweiligen Kopf anzupassen sein, und es sollte darauf geachtet werden, daß die Kinnriemen weder die Ohren abschneiden, abquetschen, verdecken, noch andere Dinge mit den Ohren machen, die uns nicht gefallen. Sollte dies alles gegeben sein, ist man helmtechnisch schon auf der sicheren Seite.

Dennoch sind einige Feinheiten nicht zu unterschätzen. Frei nach dem Motto „alles kann, nichts muß“ sollte man diese Punkte abwägen. Ein Schlagwort der Industrie ist In-Molding. In-Molding bezeichnet das Verfahren, bei dem die Schale und der Hartschaum miteinander verpresst werden. Im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ Helmen, wo der Hartschaum mit der Helmschale nur punktweise verklebt wird, ist das Resultat des In-Molding Verfahrens eine vollständige(!) Verbindung und bietet daher eine superstabile Helmkonstruktion bei einem geringen Gewicht. Ein wichtiges Kriterium, welches ein Mehrgewinnn an Sicherheit gegenüber den Billighelmen bietet. Eine Sekundenschnelle und vor allem unkomplizierte Anpassung an die Kopfgröße ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Wie komfortabel dies geschieht, ist von den Firmen und deren jeweiligen Philosophie abhängig. Uvex zum Beispiel nennt sein System IAS, „individual adapting system“, bei Alpina kommt das „Run System“ zum Einsatz, ein leicht und schnell zu bedienendes System.

Die Kühlung des Kopfes ist gerade im Sommer ein wichtiger Aspekt. Großvolumige Belüftungslöcher sorgen für frischen Wind und ausreichend Kühlung. Wer im Sommer durch Mückenschwärme gleitet, wird die Insektengitter in den Belüftungslöchern zu schätzen lernen. Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit der Entfernung der Pads zum Reinigen. Dies erreichen die Hersteller durch Klettsysteme. Relativ wichtig sind auch unkomplizierte Verschlüsse. Wer erst stundenlang an seinem Helm rumhantieren muß, bis dieser auf dem Kopf fixiert ist, dem kann schon mal die Lust auf das Tragen eines Helmes vergehen. Dies trifft besonders auf Kids zu. Firmen wie zum Beispiel Specialized setzen, ähnlich wie beim Sicherheitsgurt im Auto, auf einen Schnappverschluß. Alpina setzt dagegen auf ein Ratschensystem mit dem schönen Namen „CHIN STRAP RATCHET“. Beide Verschlußsysteme funktionieren einwandfrei und können uneingeschränkt empfohlen werden.

Das Gewicht des Helms spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Lange Touren werden zur Tortour, wenn der Nacken anfängt zu schmerzen. Ein Helm sollte deshalb im Idealfall ein Gewicht von 300 Gramm nicht überschreiten. Dies gilt natürlich nur für die sogenannten Nußschälchen. Fullfacehelme oder Helme mit Kinnschutz wiegen produktionstechnisch mehr. Wenn einem die Sonne den Blick raubt, und man geblendet einen 300 Meter Absatz runterfällt, wird einem wahrscheinlich noch nicht einmal das Tragen eines MTB Helms vor Kopfschmerzen bewahren können. Hier könnte ein Helmschild Abhilfe schaffen. Am Besten eignet sich ein Helmschild, der per Klick angebracht werden kann. Im Falle eines Falles läßt sich dieser bequem gegen einen neuen austauschen. In Punkto passive Sicherheit wären reflektierende Aufkleber ein nicht zu unterschätzender Punkt. Nachträglich aufgebrachte reflektierende Aufkleber wären eine Alternative zu den Werksaufklebern. Es ist aber in diesem Fall Vorsicht geboten! Viele Helme vertragen nicht die Lösungsmittel von Aufklebern! Last but not least: Hersteller, die etwas auf sich halten, bieten eine oder sogar mehrere Produktlinien speziell für Kids an.