HAI Dirt – Vorsicht Bissig! Test

Nicht erst seit Disneys „Findet Nemo“ oder Steven Spielbergs „Der weisse Hai“ ist das leicht bissige Verhalten dieser possierlichen Raubfische bekannt. Wie jeder weiss, besitzt der Hai mehrere, hintereinanderliegende Zahnreihen, um bei Bedarf, wenn ein Zahn abgebrochen ist, einfach den Zahn der hinteren Reihe nach vorne zu schieben…somit hat der Hai immer, in jeder Situation, den richtigen Biss…der Natur sei Dank.

Doch soll diese kleine Exkursion ins Tierreich nicht die Leser zum kleinen Tierfreund ausbilden, sondern über höchst bemerkenswerte Gemeinsamkeiten zwischen Natur und Technik zeigen. Schon alleine vom Namen her bietet sich hier das HAI Dirt an. Sogar die Farbe des HAI Dirt weist enorme Ähnlichkeiten mit dem gefürchteten Fisch auf. Schauen wir uns die Kettenblätter des HAI Dirt an, so erspähen wir auch dort mehrere Zahnreihen, genauer gesagt drei. Diese sorgen in Verbindung mit der XT-Schaltung für genialen und immer passenden Vortrieb, sei es bergauf oder bergab. Die Gänge sitzen, wie von XT gewohnt, perfekt. Durch das breite Schaltungsspektrum von 27 Gängen wird das Einsatzgebiet sehr weit gestreut.

Auch wenn die Bezeichnung auf den Spaß in der Luft hinweist, macht das HAI Dirt als Kletterziege eine ganz ordentliche Figur. So lässt man sich mit dem Bike auch schon mal zu einer CrossCountry-Tour hinreissen. Hier scheint auch das ideale Einsatzgebiet der Suntour XC Pro-D (SF-XC-PRO-NS-TD) mit 10 cm Federweg zu liegen. Zu Beginn des Tests konnte die Federgabel in keinster Weise überzeugen. Sie federte nicht wirklich soverän und sensibel Schläge weg. Die Federung war defentiv zu hart und die Zugstufe überdämpft. Downhillpassagen wurden mit der Suntour zur Mutprobe. Allerdings verbesserte die Suntour ihre Fahreigenschaften im Laufe des Tests. Durch das offene Ölbad könnte ein Befüllen der Gabel mit einem Öl niedrigerer Viskosität der Suntour von Anfang an ein besseres Ansprechverhalten geben. Die bordeigenen Mittel zum Einstellen der Gabel beschränken sich ausschliesslich auf die Federvorspannung mittels Plastikdrehknopf. Die Stabilität der Gabel mit den CroMo-Standrohren konnte uns voll überzeugen.

Enttäuscht haben uns in Punkto Stabilität die Rodi Excalibur Freeride Felgen. In Zeiten, wo die Anforderung an das Material der Freerider immer höher wird, enttäuscht uns hier das Label Freeride. Nachdem wir uns dreimal hintereinander eine ergonomisch gestylte Acht in das Hinterrad gefahren haben, können wir bei den Rodi Excalibur Freeride Felgen nur achselzuckend resignieren. Dafür enttäuschte das auf der Felge angebrachte Label „Antisnakebite“ nicht. Die Kurbeln und Lager von Truvativ überzeugten auf der ganzen Linie, ebenso die XLC Freeride Pedalen, welche wir Anfangs zugegebenerweise sehr argwöhnisch betrachtet haben. Selbst nach zahllosen Schlamm- und Regenschlachten liefen die Pedalen wie geschmiert. Kein Knacken, kein Knarzen. Von der Firma XLC stammen auch der Lenker und der Vorbau. Witzig ist hier, das auf dem Vorbau vor Downhilleinsätzen, Stunts und extremen Offroadeinsätzen gewarnt wird. Die Klemmung mit drei Schrauben erscheint wirklich nicht sehr vertrauenserweckend, hielt im Test aber ohne Probleme.

Auch wenn Downhillpassagen in der hier getesteten Version des Komplettbikes nicht zur Stärke des HAI Dirt gehören, überzeugt das HAI Dirt durch agiles Handling, vorausgesetzt, der Vorbau wird so tief wie möglich montiert. Ein Vorbau mit weniger Steigung würde dem Bike sehr gut stehen. Durch das gute Handling macht das Bike auf Dualpisten richtig Spaß. Die Michelin Hot Wildgripper haften genial und lassen eine gute Verzögerung der beschleunigten Masse zu. Die Magura Julie sind für den Einsatz im Dual und beim Dirten mehr als ausreichend.

Das Herz des Bikes, der Rahmen, ist vom Feinsten. Nicht nur optisch ansprechend, sondern auch sehr gut verarbeitet. Der von Hand geschweißte Rahmen aus 7005er Aluminium verleiht dem Bike Exklusivität. Im Steuerrohrbereich sorgt neben einem Gusset mit dem HAI-Schriftzug ein Tiger Teeth Gusset für extreme Verstärkung. Der Hinterbau ist nach BMX Vorbild gebaut. Die Lackierung des HAI Dirt sieht nicht nur gut aus, sie ist es auch. Die Lackierung ist ziemlich schlag- und scheuerfest. Das der Rahmen Disc als auch V-Brake kompatibel ist und ein austauschbares Schaltauge besitzt, muss wohl kaum erwähnt werden.

Fazit:

Das HAI Dirt trägt den Namen zurecht, wenngleich in der angebotenen Version des Komplettbikes leichte Abstriche gemacht werden müssen. Stabilere Felgen und ein ansprechenderes Verhalten der Gabel würden dem wirklich guten Rahmen sehr gut stehen. Für 999,00 Euro ist das HAI Dirt absolut empfehlenswert. Da das HAI allerdings auch als Rahmenkit erhältlich ist, hat jeder die Möglichkeit, sein Traumbike selber zusammenzustellen. So gewappnet kann man mit dem HAI Dirt unbesorgt auf den heimischen Dirts und Dualpisten erscheinen und mächtig abrocken. Somit wäre auch das Verhalten zum gleichnamigen Raubfisch geklärt 🙂

Preis: 999 Euro

Mehr Infos unter: www.haibike.de

oder direkt bei:
Winora-Staiger GmbH
Postfach 1422
97404 Schweinfurt

Univega RAM DS942 – ride it your way – Test

Mit dem Ziel Bikes zu fertigen, die jedem das geben, was er sich wünscht, hat sich Univega eine schwer lösbare Aufgabe gestellt. 1970 hat der Amerikaner Ben Lawee, Gründer von Univega, mit Auslagerung der Bikeproduktion nach Asien eine neue Ära eingeläutet. Seit dieser Zeit hat sich einiges getan. Produktentwicklung und Management ist mittlerweile „made in Switzerland“ mit Distributoren in 12 Ländern. Seit 1990 wird der Vertrieb in Deutschland aufgebaut. Das Ziel ist aber in diesen Jahren immer das gleiche geblieben: Bikes zu bauen die innovativ und ästhetisch sind, die Fahrvergnügen garantieren, die Abenteuerlust stillen, die Nerven kitzeln, die Sicherheit und Komfort bieten.

Das Theorie und Praxis bisweilen weit voneinander entfernt sein können, mußten wir in unserem Leben schon oft erfahren. Milli Vanilli sang nicht selber und ob die Mondlandung wirklich stattgefunden hat, darüber streiten sich ja mittlerweile die Gelehrten. Auch wenn wir von der FRAKTUR nicht in der Lage sind, den aktuellen Status der Mondlandung zu belegen oder zu widersprechen, so können wir aber das, was uns am Herzen liegt, nämlich das Biken, umso exzessiver auskosten und ausleben. Und so mußte das Univega RAM DS942 zeigen, ob Univega getreu nach dem Motto „ride it your way“ des Firmengründers Ben Lawee handelt.

Das RAM DS942 ist das Flagschiff in der Staffel der Dualbikes bei Univega. Und optisch weiß das DS942 bereits im Stand zu überzeugen. Der Blick über das Univega bereitet großes Vergnügen. Der sauber geschweißte schwarz-silberne Rahmen mit den Gussets und den vertikalen Ausfallenden gefällt sehr gut, die Rahmengeometrie ist eindeutig auf Dual und Dirt ausgelegt. Das wuchtige OnePointFive Steuerrohr mit der Manitou Sherman Breakout sprechen eindeutig eine Sprache…dieses Bike ist für den Hardcoreeinsatz ausgelegt. Auch die Saint-Gruppe, sprich Bremsen, Schaltung und Kurbeln sprechen diese Sprache. Und dann der Blick auf die Pedalen…kreisch…was ist das? Mit der Bezeichnung VP-585 „ziert“ eine Kunststoffpedale dieses Bike. Etwas skeptisch wandert der Blick auf die Felgen. Hier wurden Mavic X-223 verbaut, die eigentlich eher an einem CC-Bike Verwendung finden. Aber wir werden sehen…

Haupteinsatzgebiet ist, wie schon an der Bezeichnung des RAM DS942 erkennbar, das shreddern auf BMX-Tracks und Dualstrecken. So sind wir direkt nach Dortmund zur EDG-Halde um das DS942 auf dem BikerX zu testen. Das Bike liegt sehr geil auf dem Kurs, das Fahrverhalten ist sehr ausgeglichen. Das Bike driftet kontrolliert über beide Räder und die Tioga Factory DH verrichten gut und unauffällig ihre Arbeit. Das Bike lässt sich blitzschnell über den Kurs bewegen, und die Sprünge sind je nach belieben und Fahrweise gut zu schlucken, oder aber auch phatt abzujumpen. Das Bike macht einfach Spaß. Nur das Knacken und Knarzen, welches von den Pedalen kommt, sowie das Quitschen der oberen Truvativ Hussefelt Kettenführung nerven etwas. Ein bisschen Öl auf die Rolle der oberen Kettenführung und das Quitschen ist weg. Die Kettenführung funktioniert ansonsten einwandfrei.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die inverse Schaltung der Saint und der etwas schmale Lenker, wenn man sonst mit einem Downhill-Lenker unterwegs ist. Beim Dirten und Abjumpen merkt man das spielerische Verhalten des Univegas. Es fliegt super kontrolliert durch die Luft und macht einfach Spaß. Abgesehen von der Beschleunigungsphase. Die Pedalen knarzen vor sich hin und trüben somit den Beschleunigungsspaß. Sehr zufriedenstellend ist auch die Funktion der Manitou Sherman Breakout. Mit der Standardeinstellung von 112mm besitzt das RAM942DS ein optimales Handling. Auf schnellen ruppigen Passagen haben wir den Federweg der Sherman von 112mm auf 152mm eingestellt. Das bringt Laufruhe. Auch hier macht das Bike richtig Spaß.

Als wir uns dann bei den Pedalen auch noch ein paar Stifte rausgebrochen haben, und aufgrund nasser Witterungsverhältnisse darüber hinaus auch noch ein paar mal von den Pedalen abgerutscht sind, haben wir diese direkt verbannt und gegen DMR ausgetauscht…und siehe da…Silenzio…und als positiven Nebeneffekt hat man auch bei Nässe wieder Grip auf den Pedalen. Die hintere Felge hat uns aber den Ausritt auf dem Downhill etwas übelgenommen. Sie musste nachzentriert werden. Sehr genial funktionierten auch die Teile der Shimano Saint Gruppe. Die Bremsen haben den richtigen Biss kombiniert mit einer sehr guten Dosierbarkeit und der Schaltung konnten auch Schlammfahrten nichts anhaben. Der Gang sitzt, dank Saint.

Bis auf die Felgen und die Pedalen ist dieses Bike der absolute Hammer. Mit einem Preis von 2499 Euro nicht ganz billig, aber mit einem sehr geilen Rahmen und sehr geilen Parts lässt es das Herz eines jeden Bikers höher schlagen. Wir würden uns wünschen, das andere Felgen und andere Pedalen zum Einsatz kommen. Im verbauten Steuersatz verrichten herkömmlich Kugellager ihren Dienst. Hier bedarf es etwas Pflege. Auch sollte unbedingt abundzu der Hinterradbremssattel auf festen Sitz geprüft werden. Aber ansonsten bleibt zum RAM DS942 nur zu sagen: …erste Sahne…

Fazit:

Es stimmt also doch: … Bikes, die jedem das geben, was er sich wünscht – oder mit den Worten von Ben Lawee ausgedrückt: „Ride it your way“

Mehr Infos unter: www.univega.com

Poison Taxin im Test – Schwer verdaulich oder süchtig machend?

Was haben die Eibe und Poison gemeinsam? Um die Frage noch etwas schwieriger zu gestalten, sollte bedacht werden, daß es sich bei der Eibe um einen in Europa vorkommenden Baum und bei Poison um die Firma Poison Bikes handelt. Das Zauberwort heißt Taxin. Taxin ist ein Alkaloid-Gemisch, und den meisten Alkaloiden wird ja bekanntlich Drogencharakter zugesprochen. Ob das Taxin der Firma Poison abhängig machen kann oder doch eher schwer im Magen liegt oder gar unverdaulich ist, galt rauszufinden.

Das Poison Taxin ist eine Mixtur aus allerlei Leckereien und liest sich wie ein Gourmet-Rezept aus einem Schlemmeratlas. Als Basis für dieses Mahl dient ein Double Butted Rahmen aus 7005er Alu mit verstärkten Steuerrohrbereich und Vierkanthinterbau. Als Prise Salz kommen Canti-Sockel für 24″ und 26″ Zoll Felgen zum Einsatz, so das sich eine spätere Geschmacksänderung nicht auf die Mixtur auswirken muss. Als Geschmacksverstärker dient eine Marzocchi DirtJumper3. Für den runden Geschmack sorgen Sun Double Track Felgen in 26″ Zoll. Damit das Taxin nicht schwer im Magen liegt, wird als Aperitif eine Magura Julie gereicht.

Die weiteren Zutaten sind allesamt sehr lecker und verführerisch. Und das ganze Menü ist für den unglaublichen Preis von 849 Euro erhältlich. Wir wiesen den Gaston an, uns ein Menü zu reichen, um vom Taxin zu kosten. Das Besteck müssen wir allerdings selber wählen, soll heißen, das Taxin wird ohne Pedalen ausgeliefert. Wir besannen uns der DMR und montierten die V8. Nach Anschrauben der Pedalen konnte es dann auch direkt losgehen. Das Poison Taxin ist sofort einsatzbereit. Sogar eine Kettenführung ist beim Taxin Standard. Auch wenn das Einsatzgebiet des Taxin für BikerX, Dual und Dirt angegeben wird, musste es bei uns dann doch noch einiges mehr ertragen.

Und wir waren erstaunt, wie gutmütig sich das Taxin bewegen lässt. Das Bike liegt supergut in der Luft, lässt sich hervorragend beschleunigen und driftet im Grenzbereich kontrolliert über beide Laufräder. Ein bisschen ärgerlich sind die Griffe von Amoeba. Diese sind nur für kleine Hände geeignet, ausserdem flutschen sie schon beim Erwähnen eines Wortes wie „Nässe“, „Feuchtigkeit“ oder „Regen“ vom Lenker. Ärgerlich, wenn man gerade kurz vor einer Action steht. Also haben wir andere Griffe montiert. So machte sich unter dem Helm wieder ein Grinsen breit. Die Continental Vertical 26 x 2.3 Reifen sind aufgrund ihres geringen Gewichts gut zu beschleunigen und bieten für den spezifizierten Einsatzbereich des Taxin genügend Reserven.

Wer allerdings das Taxin missbrauchen möchte, sollte Reifen und Schläuche mit mehr Pannensicherheit wählen. Es lohnt sich, weil das Taxin auch auf ruppigen Downhillpassagen und beim Freeriden eine sehr gute Figur macht. Dank des geringen Gewichts von etwa 14 kg und der ausgewogenen Rahmengeometrie lassen sich sogar Touren mit dem Taxin bewältigen. Das Taxin vermittelt dem Fahrer ein gutes und sicheres Handling. Die Magura Julie verzögert zwar nicht bissig, aber kontrolliert. Auch die Marzocchi DirtJumper3 ließ, wie nicht anders von einer Marzocchi Gabel erwartet, keine Wünsche übrig.

Egal ob Dirt, Freeride oder Downhill, die Marzocchi lässt sich so schnell nicht aus der Reserve locken. Fast alle am Taxin verbauten Anbauteile machten während des Tests eine gute bis sehr gute Figur. Wer es auf der Abfahrt sehr ruppig mag, wird sich früher oder später mit Sicherheit aber für eine andere Kettenführung entscheiden. Die Shimano Deore Schaltung reagiert leider etwas schmutz- oder, genauer gesagt, schlammempfindlich. Aber man darf natürlich auch nie den Preis aus den Augen verlieren und es ist unglaublich, wie viel Bike man für so wenig Euros bekommt. Wer meint, er wäre selber Küchenchef genug um sich selber ein leckeres Mahl zuzubereiten, der kann als Rohstoff den Taxin Rahmen für 199 Euro auch einzeln erwerben.

Rahmengrößen: 35cm, 40cm, 45cm, 50cm
Rahmenfarbe: schwarz-matt, moosgrün matt, grau matt, kaminrot matt, weiß matt, beige-matt, Tarnfarbe matt 50,- € Aufpreis
Preis: Komplettbike ohne Pedalen 849 Euro (Rahmen einzeln 199 Euro)

Mehr Infos unter: www.poison-bikes.de

VANS Shoes – Rowley & TNT im Test – An American Dream

Was geschah nicht alles in den sechziger Jahren. Da wurden die ersten Menschen auf den Mond geschossen, die Menschen tanzten des Friedens und der Liebe wegen mit Blumen in den Haaren, großartige Musikbands wie die Beatles und die Stones malträtierten Millionen Gehörgänge mit ihrer Musik, und inmitten dieser Zeit, genau am 15. März 1966, eröffnete der erste VANS Shoe Store in Anaheim, Kalifornien. Es gab genau drei verschiedene Paar Schuhe!

Die Preise bewegten sich von 2,49 USD bis 4,99 USD. Die ausgestellten Schuhe waren aber lediglich Muster. Die Regale waren nur mit leeren Schuhkartons aufgefüllt, damit der Shoe Store auch wirklich nach einem Shoe Store aussah. Am Morgen der Eröffnung bestellten zwölf Kunden ihre Schuhe. Bereits am Nachmittag waren die georderten Schuhe der Kunden fertig. Angesichts der Aufregung wegen der Eröffnung hatte niemand im Shoe Store an Wechselgeld gedacht. Die Schuhe wurden den Kunden ohne Bezahlung ausgehändigt, mit der Bitte, diese am nächsten Tag zu bezahlen. Und Tatsache bezahlten alle zwölf Kunden ihre Schuhe am nächsten Tag!

1976 begann der Einzug von VANS in den illustren Kreis der Skateboarder. Der von den Skateboardern eingesetzte Schuh wurde von den zwei Profiskatern Tony Alva und Stacy Peralta designt. Die anfängliche Farbpalette von rot und blau wurde in den folgenden Jahren stak erweitert. Ab 1980 fanden VANS ihren Weg in alle erdenklichen Sportarten. Besonders aber im BMX setzten Vans Schuhe neue Maßstäbe. Jeder, der etwas auf sich hielt und irgendwie in der Lage war, leistete sich diese Schuhe. Damals nicht ganz so einfach wie heute. So imitierten viele Privatleute VANS Schuhe, indem sie die Turnschuhe der Marken mit den drei Streifen oder der Raubkatze liebevoll mit dem berühmt-berüchtigten Schachbrettmuster angemalt haben. Sehr zur Freude der Eltern, auch meiner… Heutzutage ist das nicht mehr nötig. Jeder gutsortierte Schuhladen führt VANS oder man bedient sich der vielen Online Shops im Internet. Ach, hätten wir das damals so leicht gehabt 😉 Ob VANS ihren guten Ruf immer noch verdient haben, wollten wir in einem Test feststellen.

Der erste Schuh in unserem Test war der TNT, das neue Modell von Tony Trujillo, der nicht nur Pro-Skater ist, sondern auch noch in einer Punk Rock Band spielt. Als Pedalen setzten wir die DMR V12 ein, die wir bereits ausführlich in einem früheren Test auf Herz und Nieren getestet hatten. Die Sohle des TNT ist wie gewohnt bei VANS als Schachbrettmuster angeordnet. Ideale Voraussetzungen für den Einsatz auf Plattformpedalen. Der Schuh fühlt sich gut an, haftet unglaublich auf den Pedalen und vermittelt immer einen guten Kontakt zur Pedale. Die Optik des Schuhs ist sehr ansprechend und nicht respektlos aggresiv. Zumindest nicht in der von uns gewählten Farbkombination. Der TNT ist allerdings auch in extremeren Farbkombinationen erhältlich, die den Bezug zu Tony Trujillos Punk Rock wiederspiegeln. Mit Sicherheit ein Schuh, der nicht nur beim Biken gut ankommt, sondern auch beim Gang durch die Stadt.
Material: Synthetic/Nubuk/Mesh
Fazit: Absolut empfehlenswert!

Der zweite Schuh im Test war der Rowley. Seinen Namen verdankt der Schuh Geoff Rowley, Skater of the Year 2000! Auch die Sohle des Rowley ist wie gewohnt als Schachbrettmuster angeordnet. Somit verwundert es nicht, das auch hier auf den Plattformpedalen ein Grip erreicht wird, der Maßstäbe setzt. Der Schuh sitzt, passt und vermittelt ein sehr gutes Gefühl, der aber für meinen Geschmack und meiner Empfindung nach von den TNT sogar noch etwas überboten werden kann. Der Rowley wird in verschiedenen Ausführungen angeboten. Auch hier sind unglaublich viele Farbkombinationen erhältlich. Ein Schuh den man sein Eigen nennen muss!
Material: Synthetic/Nubuk/Mesh
Fazit: Absolut empfehlenswert!

Die Produktpalette von VANS ist mittlerweile so gross, das man für jeden Einsatzzweck und in jeder gewünschten Farbe etwas findet. Die beiden getesten VANS sind mehr als nur empfehlenswert, und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt bei diesen Schuhen auch. Kein unnützes Geschnörkel, keine Sohlen die man nur für einen Mondbesuch braucht. Was überzeugt ist der geniale Grip auf den Pedalen gepaart mit einer geilen Optik. Wie schon in der Überschrift zu lesen war: Einfach ein Traum!

Weitere Infos bekommt ihr direkt bei VANS unter www.vansshoes.de

Uvex F 501 supercross MX-Brille im Test

Eine scheinbar aussichtslose Situation. Man verharrt, hält den Atem an, doch es scheint sinnlos zu sein. Langsam, aber unaufhaltbar, scheint es dann doch zu passieren. Der Blick wandert unruhig von links nach rechts. Alle Bemühungen scheinen vergebens. Spätestens jetzt wird einem klar das man es nicht verhindern kann. Nur noch ein Gedanke brennt im Hirn: Das kann es doch jetzt nicht gewesen sein?! … Mit einem wütenden Griff reißt man sich die Motocrossbrille vom Helm und das begleitende Fluchen lässt nie geahnte Worte zu Tage treten.

Schon wieder ist die Brille beschlagen! Am Start einer Abfahrt, in Tretpassagen, eigentlich immer wenn man es nicht gebrauchen kann! Jetzt bleibt nur noch die Wahl zwischen einem hastigen Putzen der Brille, die im neudeutschen auch Goggle genannt wird, und einer Abfahrt ohne Brille. Da eine Abfahrt nicht nur Dreck in die Augen schleudern kann, sondern auch den einen oder anderen Ast oder Stein, würden wir eher zur ersten Alternative neigen. Aber wie das immer so ist, hat man sich meist in der vorangegangenen Abfahrt lang gemacht und sich dementsprechend eingesaut. Somit scheidet ein sauberputzen der Brille mit den eingesauten Klamotten völlig aus. Doch Grund zum Verzweifeln gibt es nicht. Der Mensch vermag nicht nur Raumsonden zum Mars zu schießen, die dann zugegebener Weise auch mal verloren gehen, sondern die Industrie lockt auch mit Motocrossbrillen mit beschlagfreien Gläsern, die eine ungetrübte Sicht garantieren sollen. Wir wollten wissen ob dem wirklich so ist.

Es gibt nicht nur Motocrossbrillen bzw. Gläser die freie Sicht versprechen, sondern die Industrie wartet auch mit dem einen oder anderen chemischen Mittelchen auf, um mit „normalen“ Gläsern freie Sicht zu gewährleisten. Mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Sinnvoller ist hier der Griff zu Brillen mit beschlagfreien Gläsern. Die Philosophie der Firmen unterscheidet sich aber stark. Scott bietet zum Beispiel ein Glas mit Doppelglas an, welches vom Prinzip her wie die Isolierverglasung beim Fenster funktioniert. Andere Firmen, wie zum Beispiel UVEX, setzen ein Glas mit einer speziellen Beschichtung ein, welches auch bei der „F 501 supercross“ Verwendung findet. Da uns letztere Alternative besonders durch die Optik auf Anhieb gefallen hat, haben wir uns die „F 501 supercross“ von UVEX mal genauer angeschaut. Nach einigen Fahrten wussten wir mehr. Die Brille sieht nicht nur genial aus, sie funktioniert auch genial. Der Blick durch die Brille lässt einen nicht den Durchblick verlieren. Keine Verzerrungen, keine Schlieren.

Ein Alptraum jedes Brillenträgers ist jenes ungemütliche, nasskalte Wetter, wie es in Deutschland fast normal ist. Selbst bei schauderlichen Bedingungen funktioniert die Brille hervorragend. Doch selbst diese Brille kann nicht zaubern. Ein aufkommendes Beschlagen der Brille verschwindet aber sofort wieder. Selbst in Tretpassagen behielten wir immer den Durchblick. Dies wird aber nicht nur durch das Glas erreicht, sondern auch durch eine spezielle Rahmenbelüftung. Die Fotos zeigen im Vergleich eine herkömmliche Motocrossbrille und die „F 501 supercross“ unter gleichen Bedingungen. Wie zu sehen ist, hat der Kontrahent ohne eine spezielle Vorkehrung ein Beschlagen des Glases nichts entgegenzusetzen. Anders die F 501. Überhaupt überzeugt die gute Verarbeitung der UVEX. Das Kopfband ist für diese Preisklasse üblich Silikonbeschichtet, um ein Abrutschen vom Helm zu verhindern. Farbentechnisch ist alles erhältlich, besonders hervorzuheben sind aber die Rahmenfarben chrome silver/orange und chrome silver/smoke. Optional sind für diese Brille noch erhältlich: Abrissscheibenset, roll-off system, nose protection

Fazit:

Mit Goggles wie der F 501 verliert jeder Fog seinen Grauen, und John Carpenter seinen Job 😉

Preis: etwa 49,95 Euro
Mehr Informationen unter www.uvex-sports.de

Übrigens sollte die Bezeichnung Glas nicht wörtlich genommen werden. Natürlich finden nur Gläser aus Kunststoff Verwendung in Motocross-Brillen

KHE Identiti Pro 24″ Cruiser im Test

Wer kennt es nicht, das Gefühl, etwas zu sehen und einfach haben zu müssen. Ähnlich erging es mir beim neuen KHE Cruiser Identiti. Es war irgendwie so anders. Die sauber verschweißten CroMo Rohre, wie sie sonst üblicherweise im BMX-Rahmenbau verwendet werden, die 24 Zoll Felgen und die 1.95 Bereifung, die es irgendwie süß aussehen lassen. Doch der Schein trügt. Das Identiti ist hart im nehmen und leidenschaftlich zugleich. Ob aus dem Flirt aber auch eine große Liebe entstehen kann? Wir wollten es nicht nur wissen, wir mussten es wissen!

Zugegebener Weise verliefen die ersten Meter auf dem KHE Cruiser Identiti ziemlich unsicher. War es Nervosität, Anspannung oder Vorfreude? So lässt man es sich nicht nehmen direkt mit dem Identiti loszusprinten. Singlespeed und die dadurch fehlende Schaltung und das Einsparen einer kräfteraubenden Kettenführung lassen das Bike beeindruckend die Kraft in Beschleunigung umsetzen. An den kurzen Abstand zwischen Knie und Lenker gewöhnt man sich schnell. Die fehlende Federung vorne lässt die Arme schneller als gewohnt schlapp werden.

Die Lenkung ist viel direkter und aggressiver als beim herkömmlichen Mountainbike. Doch je länger man auf dem KHE unterwegs ist, umso wohler fühlt man sich. Geradezu spielerisch lässt sich das KHE zum Jumpen animieren. Das Identiti fühlt sich in der Luft pudelwohl und lässt sich genial in der Luft dirigieren. Doch Vorsicht ist geboten. Unsaubere Landungen verzeiht das KHE nicht. Allerdings verzeiht der superphatte Sattel einige Fehler. Gewöhnungsbedürftig ist auch der kleine Abstand von den Pedalen zum Vorderrad, wodurch man abundzu sein Vorderrad unfreiwillig mit dem Schuh reinigt.

Wir empfehlen auf jeden Fall die Standardfelgen mit 48 Speichen gegen die als Zubehör bei KHE erhältlichen HALO Felgen, ebenfalls mit 48 Speichen, auszutauschen. Richtig gelesen: 48 Speichen! Die Standardfelgen sind für das gemütliche cruisen in der Stadt okay, aber für eine ambitionierte Fahrweise absolut unterdimensioniert. Eine Mehrausgabe die sich auf jeden Fall lohnt. Die HALO Felgen sehen nicht nur superphatt aus, sondern stecken auch einiges weg. Auch Achsentechnisch geht man hier auf Nummer sicher. Mit einem Durchmesser von 14 mm kann man sich ohne Bedenken auf den Pegs austoben. Richtig gelesen: 14 mm! Was natürlich auch heißt das man hier zu Recht auf Schnellspanner verzichtet hat.

Etwas unglücklich dürfte der gemeine Mountainbiker über die Hinterradbremse sein. Dafür wird man allerdings mit einem Rotor entschädigt, wodurch man wiederum sehr geil Flat fahren kann. Dadurch sind zum Beispiel Barspins und Tailwhips möglich. Die Vorderradbremse ist im Gegensatz zur Hinterradbremse sehr giftig. Pegs sind beim Identiti Standard, sowie der halbe Rockring, um das Kettenblatt zu schonen. Da man zum Dirten und zum Street fahren, aber auch auf der BMX-Bahn, keine Schaltung benötigt, wurde sie kurzerhand einfach weggelassen. Was nicht da ist kann auch nicht kaputtgehen.

 

Die Parallelen zum BMX sind unverkennbar. Dafür spricht auch das BMX-Tretlager mitsamt der 3 teiligen Kurbel von Prowheel. Das Tretlager sitzt sehr tief und verlangt etwas feingefühl beim Beschleunigen in Kurven. Die Pedalen sind, wie nicht anders zu erwarten, Plattformpedalen. Sie sind zwar einfacher Ausführung, aber vermitteln immer einen guten Grip. Vorbau und Lenker haben mir auch auf Anhieb gut gefallen. Mit einer Lenkerbreite von 69cm lässt sich das Identiti sehr gut bewegen und folgt prompt einer Lenkbewegung.

Sehr gut für Street und Rampe ist die Bereifung. Allerdings war auf unseren heimischen Jumps im Wald unter schlüpfrigen Bedingungen mit den IRC 24×1.95 mit Straßenprofil keine Traktion aufzubauen und die Bezeichnung Dirt gewann neue Dimensionen. So erinnerte mich das Beschleunigen auf nassen Waldtrails mit dem durchdrehenden Hinterrad mehr an die Beschleunigungsorgien beim Motocross. Aber eigentlich geht ja auch bei Regen nicht wirklich jemand gerne jumpen.

Das KHE Cruiser Identiti schließt die Lücke vom Mountainbike zum BMX. Viele Mountainbiker würden gerne BMX fahren, scheuen aber die kleinen 20 Zoll Räder. Tricks die auf dem MTB nicht oder nur schwer realisierbar sind, lassen sich auf dem Identiti in die Tat umsetzen. Und die direkte Fahrweise schult das weiche und vorausschauende fahren. Es ist wie bei einer heißen Liebe. Sie verzeiht keine Fehler, aber wer möchte die schon machen.

Wer das KHE einmal besitzt und sich an dessen Charakter gewöhnt hat, möchte es nicht mehr hergeben. Ein zu diesem Preis nur schwer zu toppendes Bike, welches ungemein viel Spaß bereitet. Gewichtstechnisch liegt das Identiti auf normalem Level. Mit den HALO Felgen und ohne Pegs bringt es knapp 16 kg auf die Waage. Wer die Pegs anschraubt muss noch mal knapp 1,3 kg zurechnen. Der Preis für das KHE beträgt mit den Originalfelgen etwa 350 Euro, sollen die HALO Felgen zum Einsatz kommen, welche wir auf jeden Fall empfehlen, ergibt sich ein Preis von etwa 600 Euro. Ein immer noch schwer zu toppender Preis für ein Bike dieser Klasse.

Fazit:
Das KHE Identiti ist nicht nur für einen heißen Flirt zu haben, sondern hat auch das Potential für eine leidenschaftliche Liebe. Und wer einfach nur einen Seitensprung sucht, der wird mit dem Identiti sicherlich auch auf seine Kosten kommen.

Mehr Infos unter: www.khe-bmx.de

Alpina Gladiator – Immer einen kühlen Kopf bewahren: Helm im Härtetest!

Soweit ich mich erinnern kann, war der Alpina mein erster Downhill-Helm. Zu einem unschlagbar günstigen Preis bekam man damals einen aus zwei relativ weichen Kunststoffteilen zusammengepressten Helm. Sah zwar spektakulär aus, konnte aber in keinster Weise, bis auf die Optik, an die weitaus teureren Helme ranreichen. Seitdem sind einige Jahre ins Land gezogen. Getreu nach dem Motto „die Zeiten ändern sich“ wurde aus dem damaligen „Downhill-Helmchen“ ein solider, hochfester Fiberglas-Helm. Der momentane Preis befindet sich immer noch weit unter der Preisregion anderer Downhill-Helme. Ob der Käufer hier nicht am falschen Ende spart, galt rauszufinden.

Da wir nicht nur über das Material schreiben, sondern als ärmste Mountainbikeseite der Welt uns wirklich selber maulen müssen, bin ich beim Test unsanft auf dem Boden aufgeschlagen … worden. Nicht absichtlich, aber im Rahmen des Tests ganz nützlich und aussagekräftig. Ursache war ein gecrashtes Vorderrad, welches mich dann unkontrolliert über den Lenker absteigen ließ und mich ebenso unkontrolliert mit voller Wucht ungespitzt in den Boden gerammt hat. Mit dem Face voran. Ohne Fullface-Helm nicht auszudenken was hätte passieren können. Der Gladiator leistete volle Arbeit. Ich hatte im Stirnbereich ein kleines Hörnchen durch den Aufprall, leichte Rötung des Stirn- und Nasenbreichs.

Weder Nase noch Kiefer hatten irgendwelche schwerwiegenden Blessuren erlitten. Das Einzige was blieb waren zwei Tage Kopfschmerzen und ein Snakebite auf der Nase. Lobenswert finde ich die Beschaffenheit des Visiers aus biegbarem Kunststoff. Ich kenne Helme zu sündhaft teuren Preisen mit Visieren aus Hartkunststoff, die in so einer Situation weggebrochen wären. Da lobe ich mir den Alpina Gladiator. Allerdings sollte man bedenken, das dieser sich bei einem Sturz in den Gesichtsbereich verschieben kann. In meinem Fall erlitt ich dadurch diesen leichten Snakebite auf dem Nasenrücken. Aber das ist immer noch besser als ein abgebrochenes Stück Hartplastik im Auge oder sonst wo.

Manchmal dauert es wirklich lange bis so ein Plastikteil aus dem Auge rausgeeitert ist. Der Gladiator sitzt gut, könnte aber im Wangenknochenbereich noch etwas mehr Führung gebrauchen. Die riesigen Lüftungsschlitze sorgen für genug Frischluftzufuhr, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Das Verschlußsystem funktioniert auch tadellos. Der Helm ist durch die integrierte Höröffnungen sehr hellhörig. Etwas mehr Dämpfung durch etwas mehr Polsterung im Falle eines Sturzes wäre fein, aber zu diesem Preis, vermute ich, nicht machbar. Leider ist eine Entnahme des Polsters zu Reinigungszwecken nicht möglich. Lange (Ab-) Fahrten sind mit dem Gladiator kein Problem, ein Ermüden der Nackenmuskeln ist aufgrund des geringen Gewichts nicht zu befürchten.

Sehr nützlich ist auch die auf der Helmrückseite angebrachte Befestigungsmöglichkeit für Motocrossbrillen. Somit gehört das Ärgern über verlorengegangene Brillen der Vergangenheit an. Der Helm wird in vier Größen ausgeliefert, somit sollte für jeden Schädel was dabei sein. Der Helm hat den Sturz übrigens gut weggesteckt. Lediglich ein paar Macken am Kinnschutz zeugen von meinem unsanften Abstieg. Bekannt dürfte sein, das nach einem heftigen Sturz der Helm ausgetauscht werden muss!

Preis: 179 Euro

Mehr Infos: http://www.alpina-eyewear.de

Brave Killah Plattformpedale im Test: Vorsicht bissig!

Man nehme edles 4130 CroMo, fertige daraus eine Achse, ferner nehme man feinstes Aluminium, fräse es CNC gesteuert zu einem Alublock mit 33 zornigen Zähnen je Seite, und baue daraus unter Verwendung von hochwertigen Industrielagern eine Plattformpedale, die den Namen trägt, den sie auch verdient: KILLAH.

Alleine das blosse Handauflegen auf die Pedale dürfte jeden Fakir entzücken. Da wir nicht nur über die Produkte schreiben, sondern diese auch testen, haben wir die Killah flux ans Bike geschraubt. Mit der DMR Plattformpedale aus dem letzten Test wurde die Messlatte sehr hoch gesteckt. Kann die Killah der DMR Paroli bieten? Wir werden sehen…

Unter die Sohle genommen machen die Pedalen eine sehr gute Figur. Auch hier haben wir wieder unter Verwendung von abgewetzten VANS den Biss der Pedale getestet. Der Grip ist sehr gut, aber nicht ganz so brutal wie die Optik vermuten lässt. Im Gegensatz zu anderen Plattformpedalen lassen sich die Pins nicht austauschen, da keine Pins die Pedale zieren, sondern die etwas mehr an die Bärentatzen angelehnten gefrästen Zähne. Da derer aber 33 je Seite vorhanden sind, ist dieser Punkt absolut kein Manko.

Bei Nässe haben die Killah bauartbedingt das Nachsehen gegenüber der DMR. Durch die grosse Auflagefläche ohne Zwischenräume setzen sich die Killah relativ schnell zu, besonders bei pappigem Boden. Die Pedale eignet sich somit besonders gut für Dirt und Slalom, wird aber auch von einigen Fahrern beim Downhill eingesetzt. Somit gilt die DMR nachwievor als das Nonplusultra was Plattformpedalen angeht, als Pedale, die es zu schlagen gilt.

Und wer nach einem anstrengenden Tag ausspannen möchte, für den hält die KILLAH noch eine Überraschung bereit: den integrierten Flaschenöffner. Nicht nur Werbegag, es funktioniert tatsächlich 🙂 Und da man ja bekanntlich immer zwei Pedalen am Bike hat, braucht man auch nicht alleine zu trinken.

Die BRAVE KILLAH Pedale ist erhältlich für MTB, als auch für BMX. Der Preis liegt so um die 129 Euro.

Auch hier gilt wie immer: Tragt Protection, Eure Schienbeine werden es Euch danken.

Vertrieb: Cosmic Sports GmbH, Ipsheimer Str. 15-17, D-90431 Nürnberg

Mehr Informationen unter www.cosmicsports.de