iXS MX-Helm HX 167 im Test

Nein, keine Sorge…wir fangen nicht wieder davon an, wie sinnvoll es ist, manchmal doch einen Fullfacehelm zu tragen! Nein, es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er „obercool“ sein Gesicht mit einem Spachtel von einem Steinfeld oder der Rampe kratzen will oder ob er die nächsten Wochen seine Nahrung per Strohhalm schlürfen möchte – lecker Grillteller aus dem Mixer! Für alle anderen haben wir hier einen echt heißen Tipp: Den iXS HX 167!

Der iXS HX 167 verspricht schon mal eines ganz sicher: Safety First! Kein Wunder, bei dem Helm handelt es sich nicht „nur“ um einen Fahrradhelm, sondern um einen MX-Helm, der natürlich die ECE-R 22/05 Norm erfüllt. Der Crosshelm aus Carbon/Kevlar Fiberglas Verbund, der etwa um die 1280 Gramm auf die Waage bringt, schützt die Murmel aber nicht nur extrem vor Verletzungen, sondern sieht zudem echt zornig aus! Das Design ist richtig phatt und durch die verschiedenen erhältlichen Farben kann man den Helm entsprechend seinem Outfit auswählen.

Auffallend ist neben dem markant wirkenden Kinn und dem großen Helmschild auch der Nasenschutz. Sollte irgendjemand dieser Nasenschutz stören, kein Problem, der kann natürlich auch problemlos entfernt werden. Verschlossen wird der HX 167 mit dem üblichen Doppel-D-Ring Verschluss, ein Garant dafür, dass der Helm dort bleibt, wo er hingehört – auf dem Kopf! Der Helm sitzt ausgezeichnet – Voraussetzung ist natürlich, dass man den Helm auch in der richtigen Größe erwirbt, was bei den verfügbaren Größen von XS bis 2XL kein Problem darstellen sollte.

Die Belüftung ist dank der Stirn- und Kinnbelüftung für einen MotoX Helm vorbildlich, auch wenn die wahrzunehmende Geräuschkulisse und die Belüftung in der geschlossenen Helmschale des HX 167 natürlich weniger ausgeprägt ist als bei den leichteren „reinen“ Fahrradhelmen mit den Lüftungslöchern. Angesichts des enormen Sicherheitsaspektes nehmen wir das aber gerne in Kauf! Das Innenfutter aus Coolmax ist angenehm zu tragen und lässt sich zu Reinigungszwecken entnehmen und per Klick schnell und einfach wieder einsetzen.

Fazit

Sicherheit kann so schön sein! Super Optik, hervorragende Verarbeitung und perfekter Tragekomfort – das nennen wir cool!!!

Größen: XS bis 2XL
Preis: 249 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-fashion.com

Rockrider FR 9 – Das Decathlon Bike im Test

In der Preisklasse um die 1300 Euro bietet der Markt unzählig viele Bikes im Bereich All-Mountain an. Das französische Sportkaufhaus Decathlon bietet zu diesem Preis, unter dem eigenen Label Rockrider, das FR 9 für Freeride und Downhill-Racing an. Das lässt uns natürlich aufhorchen! Was kann ein Bike in dieser Preisklasse dem ambitionierten Freerider bzw. Downhiller bieten? Eine Frage, der wir ausgiebig auf den Grund gegangen sind.

Standard ist nicht gefragt bei Decathlon. Auffallend ist das Hinterbausystem des Rockrider, kurz N.E.U.F. genannt. Damit bietet das Rockrider am Heck 150 mm Federweg. Für einen Downhiller oder Freerider ist das auf dem Papier eindeutig zu wenig, aber eine andere französische Firma, nämlich Sunn Bicycles, hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass weniger Federweg manchmal mehr ist – wenn das System perfekt funktioniert! Man denke hier an die Erfolge von Nicolas Vouilloz!

Beim N.E.U.F. Federungssystem dreht sich die Schwinge auf einer Führungsbahn in einem exzentrischen Winkel. An dieser Stelle können wir bereits verraten, dass dieses System einwandfrei funktioniert! Der Hinterbau arbeitet, ohne Einflüsse auf die Bremsen und auf die Kraftübertragung haben. Hier müssen wir den Entwicklern des Systems unser Lob aussprechen, doch leider ist das nur die halbe Miete, wie wir noch feststellen mussten.

Aufgebaut ist das FR 9 mit einer Rock Shox Domain 302 mit 180 mm Federweg, die leider kaum Einstellmöglichkeiten zulässt. Bei den Bremsen vertrauen die Franzosen auf die bewährte Hayes Nine und spendierten dem Bike direkt die 203 mm großen Scheiben. Eine gute Wahl…damit verzögert das Bike zuverlässig und sehr gut dosierbar. Viele der verbauten Komponenten stammen aus dem eigenen Hause, auch hier gibt es nichts zu meckern.

Den ersten Kritikpunkt müsste sich das Rockrider eigentlich beim Gewicht gefallen lassen…etwa 18,9 Kilogramm bringt das Rockrider FR 9 auf die Waage. Für einen Freerider wäre dieser Wert allerdings okay, weshalb wir das Gewicht erstmal unberücksichtigt lassen. Da wir mit der Theorie anscheinend etwas Probleme haben, gibt es nur eine Lösung: Ab auf den Trail, hier kann das Rockrider FR 9 zeigen, was in ihm steckt, ungeachtet der Theorie!

Das Bike zeigt sich vom Beschleunigungsverhalten ziemlich schwerfällig, bergauf oder Touren sind zwar möglich, kostet aber richtig Körner. Die verbauten Michelin saugen einem regelrecht die Kraft aus den Beinen. Sei es drum, irgendwann geht es bergab und dann wird gerockt! Vom Werk aus ist das FR 9 mit einer 450er Feder versehen. Bei einem Fahrergewicht von knapp über 70 Kilogramm zeigt sich der Hinterbau aber viel zu straff und unsensibel.

Trotz des sehr straffen Hinterbaus schlägt der Hinterbau bei Kompressionen und Kanten durch. Das Ansprechverhalten des Hinterbaus ist sehr linear. Eventuell könnte hier der Einbau eines anderen, progressiveren Dämpfers Abhilfe schaffen. Weshalb die Entwickler bei Decathlon das vielversprechende System mit dem X-Fusion Vector RPV Dämpfer so schlecht abgestimmt haben, bleibt uns ein Rätsel! Hier wäre sicherlich mehr drin gewesen!

Das FR 9 agiert leider nervös und unsensibel, radikalere Linien über Wurzeln und Steine werden zu abenteuerlichen Fahrmanövern – schnelle Zeiten sind so nicht möglich. Das Bike ist zu unharmonisch und fährt sich leicht stelzig. Die Rock Shox Domain spricht im Gegensatz zum Hinterbau sehr gut an. Bei Nässe zeigen zudem die Michelin Reifen Schwächen. Obwohl das FR 9 sehr handlich ist, leidet der Fahrspaß durch die genannten Schwächen – egal ob bergab oder bergauf.

Fazit:
Weshalb Decathlon das Rockrider FR 9 so schlecht abgestimmt hat, bleibt ein Rätsel. Für uns ist die Einstufung Downhill-Racing und Freeride definitiv zu hoch gegriffen, für ein Enduro ist das FR 9 allerdings zu schwer – abgesehen von den Schwachpunkten. Ein Blick lohnt auf die verbauten Rockrider-Komponenten, wie zum Beispiel die Pedalen…echt zornig 🙂

Gewicht: etwa 18,9 Kilogramm
Größen: M und L
Preis: 1299,90 Euro

Mehr Infos unter www.decathlon.de

Tatonka Power Jacket und Northway Pants 2 – Test Regenbekleidung

Endlich ist er da – der von den Meteorologen viel versprochene „Jahrhundertsommer“. Noch viel besser, noch viel heißer und noch viel trockener als die vorangegangenen Jahrhundertsommer! So wird es uns zumindest von Jahr zu Jahr versprochen :-/ Klug ist der, der den Weisheiten der Meteorologen nicht zu sehr vertraut und sein Geld nicht in diverse Badebekleidung investiert, sondern in vernünftiger Regenbekleidung! Der nächste Regen lässt nämlich nicht lange auf sich warten! Wir haben uns mit dem Tatonka Power Jacket und den Tatonka Northway Pants 2 den Wassermassen gestellt!

Tatonka bietet dem naturliebenden Outdoorsportler eine umfangreiche Bekleidungspalette an. Mit dem Power Jacket findet sich hier eine robuste multifunktionale Regenjacke, die wir ausgiebig testen konnten – dem Wetter der letzten Wochen sei Dank! Die atmungsaktive Regenjacke bietet versiegelte Nähte und erwies uns auch bei den Regenmassen der letzten Wochen exzellente Dienste. Selbst bei ausgiebigen Touren im Regen konnte das Power Jacket zuverlässig das Regenwasser vom Körper fernhalten. Die Jacke bietet zwei mit einem Reißverschluss versehene Eingriffstaschen und eine Kapuze. Im Innern der Jacke finden sich zusätzlich zwei Taschen für schnellen Zugriff auf Dinge wie zum Beispiel Kartenmaterial. Für Belüftung sorgen Reißverschlüsse im Bereich der Achseln, die für Frischluft sorgen können, aber natürlich nicht müssen. Bemerkenswert finden wir vor allem die Robustheit der Jacke. Durch die Atmungsaktivität kann man die Jacke auch gut mal als Windbreaker verwenden. Nachteil des Power Jacket ist das recht große Packmaß im zusammengefalteten Zustand. Das Power Jacket ist in den Größen S bis XXL und in den Farben schwarz, rot und blau erhältlich und kostet 100 Euro.

Natürlich sollten auch die Beine zuverlässig vor der Nässe geschützt werden. Zeitgleich mit dem Power Jacket haben wir die Northway Pants 2, ebenfalls von Tatonka, getestet. Bei der Northway Pants 2 handelt es sich um eine atmungsaktive Regenhose mit lässigem Schnitt. Wie bei der Regenjacke sind auch bei der Regenhose die Nähte versiegelt. Zuverlässig hält die Hose den Regen und das Spritzwasser vom Körper fern, das atmungsaktive Material sorgt dafür, dass man in der Hose nicht durch den eigenen Schweiß „wegschwimmt“. Die Hose bietet im Innern ein kleines mit Klett verschließbares Fach für Kleingeld oder ähnliches. Der Clou bei den Northway Pants 2 sind die durchgehenden seitlichen Reißverschlüsse, die ein schnelles und unkompliziertes Aus- und Anziehen der Hose ermöglichen. Die Northway Pants 2 hat ein sehr kleines Packmaß und wird mit einem kleinen Beutel, zum Verstauen der Hose, ausgeliefert. Die Northway Pants 2 ist in den Größen 48 bis 56 in schwarz erhältlich und kostet 95 Euro.

Fazit:

Eine gute und sinnige Investition! Die Qualität der Tatonka Regenbekleidung spricht für sich! Der nächste Regen kommt bestimmt und der Herbst lässt sowieso nicht mehr lange auf sich warten!

Mehr Infos unter www.tatonka.com

Tatonka Patience 12+ Rucksack im Test

Ein guter Rucksack ist unerlässlich – selbst bei einer Tagestour müssen einige Dinge mitgeführt werden. Der Rucksack sollte nicht zu groß, allerdings auch nicht zu klein ausfallen! Das Volumen des Tatonka Patience 12+ beträgt 12 Liter, genug Stauraum für das Gepäck einer Tagestour. Getränke, Futter, Werkzeug und Regenbekleidung finden ebenso Platz wie ein kleines Erste-Hilfe-Set. Sollte der Platz im Innern des Tatonka nicht ausreichen, kann das Volumen bequem per Reißverschluss um drei weitere Liter erweitert werden.

Ausgestattet ist der Tatonka Patience 12+ mit dem „Padded Back-System“, einer speziellen Polsterung, die ein bequemes und softes Tragen des Rucksacks ermöglicht. Der Nachteil des Rückensystems ist allerdings, dass der Rucksack keine Belüftung des Rückens zulässt. Der Patience 12+ sitzt hervorragend und lässt sich gut am Körper fixieren. Die Halteriemen lassen sich unkompliziert und schnell anpassen. Als Clou ist eine Signalpfeife im Verschluss des Brustgurts integriert – für den Fall der Fälle.

Das Trägersystem ist sehr durchdacht. Der Rucksack schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein und stört daher auch nicht. Eine Trinkblase gehört zwar nicht zum Lieferumfang des Tatonka Patience 12+, für den Einsatz einer Trinkblase ist der Rucksack allerdings vorbereitet. Im Frontbereich des Rucksacks bietet der Patience 12+ ein Fach, welches durch einen Reißverschluss gesichert ist. Die Reißverschlüsse des Patience 12+ sind gut zu greifen und zu betätigen, auch mit Handschuhen.

Ebenfalls lobenswert sind die im Hüftgurt intgrierten Taschen. Schön wäre es allerdings, wenn sich wenigstens eine der beiden Taschen mit einem Reißverschluss verschließen lassen würde. Natürlich bietet der Patience 12+ auch die üblichen Netztaschen an den Seiten des Rucksacks – selbstverständlich! Die Verarbeitung des Tatonka Patience 12+ ist top! Die Nähte des Rucksacks halten, selbst unter extremen Belastungen.

Auch wenn das verwendete Material des Tatonka Patience 12+ wasserabweisend ist, wäre die Erweiterung des Lieferumfangs um einen Regenüberzug wünschenswert – bei den Regenergüssen der letzten Monate kann kein Rucksack auf Dauer den Wassermassen standhalten. Der Rucksack ist in zwei Ausführungen, d.grey/red und d.grey/black, zum Preis von 70 Euro erhältlich.

Mehr Infos unter www.tatonka.com

Skechers Dinghy Sneakers – …the „S“ im Test

Es ist ein schmerzvoller Abschied, doch irgendwann ist es so weit! Nach unzähligen Einsätzen und Schlammschlachten sind neue Schuhe angesagt – die „Alten“ haben es definitiv hinter sich! Die Sohle sieht aus wie vom Frettchen angefressen, in den Seiten raffen tiefe Löcher und jede Pfütze muss jetzt liebevoll umkurvt werden, um nicht direkt auf den ersten Metern nasse Füße zu bekommen. Neue Sneakers müssen her! Wir haben uns die Skechers Dinghy unter die Füße geschnallt und unserem Bike damit ordentlich die Sporen gegeben!

Obwohl das Unternehmen erst im Jahre 1992 in den USA gegründet wurde und somit eigentlich noch recht jung ist, zählt Skechers zu den ganz heißen Nummern bei trendigen Schuhen. Kein Wunder, handelt es sich beim Firmengründer um Robert Greenberg, seines Zeichens L.A. Gear Gründer. Zusammen mit seinem Sohn Michael stampfte er mit Skechers ein Unternehmen aus dem Boden, welches sich vor der Konkurrenz nicht zu scheuen braucht… zum Beispiel mit dem Skechers Dinghy. Mit dem Dinghy bietet Skechers einen Schuh an, der vom Tragekomfort und Sohlenprofil bestens für uns Biker geeignet ist.

Der klassisch schlichte Dinghy wirkt sehr hip – das Obermaterial besteht aus Leder und weist keine Lüftungslöcher oder unnötigen Nähte auf. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, der Schuh bietet einen sehr guten Schutz vor Nässe! Weitere Pluspunkte kann der Dinghy mit der Sohle einsammeln. Der Grip auf Plattformpedalen ist durch das Muster der Sohle sehr gut und weiß, selbst bei Nässe, zu begeistern. Die Sohle ist weder zu hart noch zu weich und vermittelt somit ein gutes und sicheres Fahrgefühl. Der Schuh sitzt wie angegossen und ist zudem äußerst bequem. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, die Qualität kann ebenfalls absolut überzeugen. Ausziehen möchte man die Schuhe kaum noch und der Abschied vom alten zu Grabe getragenen Schuh ist somit bereits Geschichte 🙂

Tipp: Beim Kauf darauf achten, dass der Schuh recht groß ausfällt!

Fazit:

Mit der griffigen Sohle, dem Tragekomfort, dem guten Wetterschutz und der guten Verarbeitung kann der Skechers Dinghy voll punkten!

Größen: 6,5 bis 14
Preis: um die 60 Euro

Mehr Infos unter www.skechers.com

Alpina Spice L.E. – Der Radsporthelm im Test

Schon des Öfteren haben wir Helme des Sportartikelherstellers Alpina getestet und euch vorgestellt. Der sehr gute Tragekomfort, das unproblematische individuelle Anpassen der Helme und die gute Verarbeitung konnten bei uns im Test immer für volle Punktzahl sorgen. Der neue Alpina Spice L.E. setzt hier allerdings noch einen drauf! Optisch unterscheidet sich der Spice L.E. durch ein kleines, aber sehr markantes Detail von den „handelsüblichen“ Helmen.

Schon der erste Anblick versetzt einen geradezu in Entzücken! Der Alpina Spice L.E. zeigt nicht das typische glänzende Erscheinungsbild der „normalen“ Helme, sondern besticht durch seine matte Lackierung, welche den Helm sehr edel wirken lässt. Beim Befühlen des Helmes fällt die stumpfe Oberfläche auf – unsere Sorge, der Helm könnte nach wenigen Schmutzfahrten für sein Leben gezeichnet sein, bestätigte sich zum Glück nicht. Die Oberfläche des Alpina Spice L.E. zeigt sich sehr widerstandsfähig und lässt sich zudem gut reinigen.

Natürlich muss der Träger dieses Helmes nicht auf die sonst von Alpina Helmen gewohnten Vorzüge verzichten. So bietet der Alpina Spice L.E., der natürlich mit dem Inmolding-Verfahren hergestellt wird, auch die Highlights der anderen Top-Modelle von Alpina. Die Belüftung ist durch die großzügig dimensionierten und zahlreichen Belüftungslöcher erstklassig. Die Anpassung des Helmes an den Kopf geschieht kinderleicht mit dem „Run System“, dem bewährten Drehknopf-System von Alpina.

Die Helmbänder lassen sich ebenfalls sehr gut und schnell einstellen. Der Klickverschluss zum Verschließen des Helms ist leicht zu bedienen, sogar mit Handschuhen. Ein sehr großer Pluspunkt ist das Netzgewebe „Fly Net“ in den Frontöffnungen des Helms, welches den Kopf vor fliegendem Viehzeug bewahrt, ohne aber die Frischluftzufuhr zu kappen. Das Gewicht des Helms liegt bei tragefreundlichen ungefähren 260 Gramm. Wie alle Alpina Helme erfüllt auch der Spice L.E. natürlich die Norm CE EN 1078.

Fazit:

Absolut top! Der Alpina Spice L.E. vereint sehr guten Tragekomfort, vorbildliche Einstellmöglichkeiten, Topverarbeitung und geniale Optik!

Größen: 53-57cm, 58-63cm
Farbe: weiß-silber matt, schwarz-silber matt
Preis: etwa 55 Euro

Mehr Infos unter www.alpina-eyewear.de

Simplon Elvox EN-3 – Das Enduro für Individualisten im Test

Es ist diese schnelle und verdammt enge erste Passage unseres Hometrails! Durch die Geschwindigkeit scheinen die Bäume zu einem Lattenzaun zu werden und der Trail spuckt einen von Kurve zu Kurve. Bereits hier offenbaren sich die ersten Schwächen eines Bikes…oder des Fahrers! Den Fahrer des Bikes in Creme/Olive, der mit einem phatten Grinsen im Gesicht diesen Trail, scheinbar wie auf Schienen, gerade hinter sich gelassen hat, scheint das nicht zu stören. Das Simplon Elvox zeigt eindrucksvoll, wie ein Enduro zu funktionieren hat!

Die Macher von Simplon Bikes sind stolz auf ihre Produkte und präsentieren sich dementsprechend selbstbewusst mit dem Slogan „Individual Bikes – Handmade with Pride“. Doch wir wollen jedoch erstmal nicht auf die umfangreiche Produktpalette oder die verschiedenen Ausstattungspakete eingehen, sondern auf die verschiedenen Hinterbautechniken bei Simplon. Während Simplon bei den Bikes wie dem Stomp (Bereich Cross-Country/Marathon) oder dem Lexx (Bereich All-Mountain) einen Viergelenker verbaut, setzt die Schmiede aus Österreich beim Enduro Elvox auf das VDP-Plus System.

Die Entwickler von Simplon haben ihre Hausaufgaben gemacht! Der Hinterbau mit dem virtuellen Drehpunkt funktioniert erstklassig, das macht sich nicht nur bergauf und bergab, sondern auch beim Bremsen bemerkbar. Auch in der Bremse stehend arbeitet das Fahrwerk unbeirrt weiter. Der Fox Float RP-23 XV Dämpfer fügt sich perfekt in das Gesamtgebilde ein. Pedalrückschlag ist beim Elvox kein Thema, selbst auf dem kleinen Kettenblatt kann der antriebsneutrale Hinterbau volle Punktzahl einfahren. Das Simplon Elvox bietet zwei verschiedene Befestigungspositionen mit 150mm bzw. 160mm Federweg. Massig Federweg, der sich beim Uphill jedoch nicht negativ bemerkbar macht, bergab aber mächtig rocken lässt!

Das Bike wirkt kurz und kompakt, ist sehr handlich und wendig, also perfekt um enge Spitzkehren zu meistern. Das Bike klettert hervorragend, wenn es sehr steil wird muss man jedoch die Front absenken, was mit der FOX 36 Talas RC2 kein Problem darstellt. Die Gabel lässt sich schnell und einfach per Hebel auf die Federwege 100, 130 und 160 mm einstellen. Nachteilig finden wir das nicht durchgehende Sattelrohr – hier wäre eine Telekopsattelstütze sicherlich von Vorteil. Trotz aller Handlichkeit und Wendigkeit des Elvox stellt sich auf schnellen Abfahrten keine Nervosität ein. Steine, Wurzeln, Kanten – we don’t care! Der Hinterbau spricht exzellent an und fühlt sich insgesamt nach mehr an. Durchschläge? Keine Spur!

Auch das Beschleunigungsverhalten kann sich, trotz des massigen Federwegs, sehen lassen. Tretstücke zwischen Kurven machen mit dem Simplon Elvox richtig Spaß, das Bike lässt sich schön in die Kurven drücken und gut wieder rausbeschleunigen. Das Fahrwerk zeigt auch hierbei keinerlei Anzeichen eines schwammigen Fahrverhaltens. Lediglich bei Nässe werden Grenzen gesetzt – das liegt aber nicht am Elvox selbst, sondern viel mehr an den Schwalbe Fat Albert, die sonst bei Trockenheit auf festem Untergrund keine Schwächen zeigen.

Man kann schon verstehen, dass die Macher stolz auf ihre Bikes sind…und auf die Handwerkskunst…die Verarbeitung ist ebenfalls einen Zungenschnalzer wert! Das nennt man mal Schweißnähte! Das Gesamtpaket im Test mit der FOX 36 Talas RC2 mit der Steckachsen-Schnellverschluss-Kombination und der Federwegsanpassung von 100mm bis 160mm, den XTR-Kurbeln, der X.0 Schaltgruppe von SRAM und den durchgehenden Schaltzügen lässt keine Wünsche offen…bis auf schraubbare Lenkergriffe! Ebenfalls exquisit: Die verbaute Magura Louise BAT mit den 203mm Bremsscheiben!

Bei Simplon legt man offensichtlich aber nicht nur großen Wert auf das perfekte Bike, sondern auch auf den Rundum-Service. Auf dem Rahmen gewährt der Hersteller 5 Jahre Garantie, die Lieferung eines bestellten Bikes soll ganzjährig innerhalb einer Woche nach Bestelleingang stattfinden. Das nennt man mal eine Ansage! Es sind drei verschiedene Grundmodelle des Simplon Elvox erhältlich: Das Elvox EN-1 ab 2699 Euro, das Elvox EN-2 ab 2999 Euro und das bei uns im Test vorgestellte Elvox EN-3 ab 4399 Euro.

Fazit:
Respekt!!! Ein Enduro der absoluten Spitzenklasse, welches keine Wünsche offen lässt. Bergauf als auch bergab kann das Fahrwerk absolut überzeugen. Die Verarbeitung ist ebenfalls absolut top! Ein rundum gelungenes Enduro!

Gewicht: etwa 14,1 Kilogramm (Aufbau wie im Test beschrieben / ohne Pedalen)
Farbe: Creme/Oliv
Größen: 44cm, 49cm und 53cm

Mehr Infos unter www.simplon.com

Kona Dawg Supreme im Test – Was kann man einem All-Mountain-Bike zumuten?

Muten wir in unseren Tests den All-Mountain-Bikes und den Enduro-Bikes zu viel zu? Schlagen wir über die Stränge? Bei einem unserer letzten Tests zeigten sich bei einem All-Mountain-Bike Schwächen, deren Offenbarung in einem US-amerikanischen Forum für helle Empörung sorgte. Jetzt stand wieder ein Test eines All-Mountain-Bikes an, des Kona Dawg Supreme. Sollten wir diesmal einen Gang zurückschalten? Nein, natürlich nicht!! So musste das Kona, wie die Bikes vorher auch, allerlei über sich ergehen lassen! Wie es abgeschnitten hat, lest ihr hier!

Das Kona Dawg Supreme gehört zu der begehrten Klasse der All-Mountain-Bikes. Und ehrlich gesagt – All-Mountain-Bikes sind etwas wunderbares! Leichtfüßig wie eine Elfe bergauf, dabei keine noch so weite Tour verabscheuend und bergab mit genug Potential, um es auch mal krachen zu lassen. Über Trails muss das Bike geradezu fliegen und Kanten, die in der Natur immer vorkommen, dürfen das Bike ebensowenig beeindrucken wie Jumps und Anlieger…All-Mountain eben!! Soweit die Theorie! Das Kona Dawg Supreme hat sich dieser Aufgabe gestellt!

Da steht es nun, das Kona Dawg Supreme! Wenn dieses Bike nur für die Optik bewertet werden würde, dann könnte das Dawg Supreme bereits jetzt mit voller Punktzahl auftrumpfen! Was für eine geile Lackierung! Das dunkle Rot-Metallic springt dem Betrachter geradezu entgegen und dürfte selbst Rot-Hasser gefallen. Auffallend ist das tiefe Oberrohr des Dawg, das dadurch sehr gestreckt, fast wie eine Raubkatze wirkt. Der zweite Blick gleitet über die verbauten Komponenten…ja, das sieht sehr gut aus…da wurde nicht gespart, aber kein Wunder, handelt es sich doch um das Topmodell Supreme für schlanke 4000 Euronen.

Beim Hinterbau setzt Kona auf bewährte Technik – der für Kona typische Eingelenker funktioniert auch beim Dawg erstklassig. Das Ansprechverhalten zeigt sich sportlich leicht straff, aber sensibel genug, um bockige Pisten glattzubügeln. Der von vielen Kritikern genannte Punkt des versteifenden Hinterbaus bei den Eingelenkern kann das Dawg gelassen kontern: Finger von der Bremse! Das Kona liegt sehr satt auf dem Trail, da kommt richtig Freude auf. Auf Trails und ruppigen Pisten vermittelt das Dawg hohe Sicherheit und bietet genug Reserven, um das Bike mal ruhig „laufen“ zu lassen!

Der wichtige und nicht zu unterschätzende Partner des Hinterbaus ist der verbaute FOX Float RP23 Dämpfer, der im Dawg hervorragende Dienste leistet. Das Dawg bietet 5″ Federweg, das sind nicht ganz 130mm, die mit den 140mm Federweg der verbauten FOX Float RLC Gabel hervorragend harmonieren. Die Gabel als auch der Luftdämper lassen sich sehr gut an den Fahrer anpassen – Kona beweist hier ein gutes Händchen bei der Wahl der Komponenten. Das Dawg lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, egal ob man über Wurzelteppiche fliegt oder über Kanten hämmert.

Das Dawg ist mit drei Kettenbättern ausgestattet und klettert erstaunlich gut. Der schluckfreudige Hinterbau geht also nicht zu Lasten der Uphilltauglichkeit, im Gegenteil. Der Hinterbau wippt nicht unnötig und verschwendet somit nicht wertvolle Energie, sorgt aber durch sein gutes Ansprechverhalten für viel Traktion auf losem Untergrund. Steile Rampen quittiert das Dawg nicht direkt mit einer steigenden Front und verdient sich damit einen weiteren Pluspunkt. Selbst mit einem kürzeren Vorbau, den wir während des Tests montiert haben, hebt das Kona nicht ungewollt die Nase.

Das Kona ist unglaublich handlich und agil. Jede Lenkbewegung wird sofort umgesetzt und der seitensteife Rahmen folgt brav dem gewünschten Fahrmanöver. Ein flexender Hinterbau muss auch bei einem All-Mountain-Bike nicht sein! Erstklassig! Sei es in engen Anliegern oder bei Jumps, das Kona zeigt sich selbst hier souverän. Die Fahrposition ist perfekt, als Fahrer bildet man eine Einheit mit dem Bike, sei es bergab in geduckter stehender Haltung oder sitzend beim Touren. Der WTB Laser V Race Sattel zeigte sich allerdings etwas „unkompatibel“ – auf langen Touren holt man sich schon mal ein wundes Hinterteil…aua…

Damit die Fahrfreude komplettiert wird, verbaut Kona am Supreme alles, was gut und teuer ist. So rollt das Dawg auf Mavic CrossMax ST Laufrädern, Lenker, Vorbau und Sattelstütze stammen aus Racesface’s Deus XC Gruppe, Shimano Shadow XTR Schaltwerk, Shimano XT Shifter, Umwerfer und Bremsen…da muss man eigentlich keine Worte mehr darüber verlieren. Das durchgehende Sattelrohr lässt jederzeit die schnelle Anpassung der Sattelhöhe zu…ein Ansatz für eine Kritik ist beim Kona Dawg Supreme wirklich schwer zu finden. Doch geben wir uns mal Mühe…

Vielleicht ist das jetzt der richtige Zeitpunkt, ein wenig auf die Bremse einzugehen. Ein bisschen unverständlich finden wir die Wahl der Bremsscheiben! Zu Gunsten der Bremspower, besonders bei Nässe, würden wir gerne auf größere Bremsscheiben statt der montierten 160er zurückgreifen! Den unbequemen Sattel hatten wir bereits weiter oben erwähnt. Sehr schön wäre die Verwendung von schraubbaren Griffen, allerdings ist dies kein „must-have“. Die Verwendung eines kürzeren Vorbaus und die Wahl anderer Reifen hängt vom Fahrer und vom Einsatzgebiet ab.

Fazit:

Was kann man einem All-Mountain-Bike also zumuten? Einem guten All-Mountain-Bike alles, wenn man die Grenzen beachtet – so wie wir es in unseren Tests zu tun pflegen! Das robuste Dawg zeigt sich hier als das fast perfekte Bike! Von Touren bis zu rasanten ruppigen Abfahrten…selbst Jumps machen richtig Laune! Das Dawg spricht insgesamt mehr den spielfreudigen Funbiker als den nach Bestzeiten hechelnden XC-Fahrer an. Überzeugend sind das sehr gute Handling, das gute Fahrwerk, das breite Einsatzgebiet, die Robustheit und die Zuverlässigkeit des Bikes! Top!

Gewicht: etwa 13,1 Kilogramm (ohne Pedalen)
Farbe: Red
Größen: S(15″), M(17″), L(18″), XL(19″), XXL(20″), XXXL(22″)
Preis: 3999 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com