Sigma BC 14.12 Alti – Test – Der hat was auf dem Kasten!

Er ist smart, sieht ziemlich chick aus und hat zudem mächtig was auf bzw. im Kasten. Nein, wir reden hier nicht von einem Frauenschwarm,sondern dem neuen Sigma BC 14.12 Alti. Was den preisgünstigen kabelgebundenen Bikecomputer so besonders macht, ist alleine schon an der Zusatzbezeichnung „Alti“ erkennbar. Die Messung und Angabe der Höhenmeter war bislang nur wesentlich teureren Bikecomputern vorbehalten.

Für knapp 50 Euro darf man sich beim Sigma BC 14.12 Alti direkt an fünf Höhenmess-Funktionen erfreuen. Die aktuelle Höhe gehört neben der Starthöhe ebenso zum Funktionsumfang wie die bergauf erkämpften Höhenmeter, die maximale Tageshöhe als auch die Gesamthöhenmeter bergauf. In dem chicken Gehäuse stecken aber noch viel mehr nützliche Funktionen, die Auskunft über die wichtigsten Eckdaten der Tour liefern. Die üblichen Funktionen bezüglich der Geschwindigkeiten (aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Maximalgeschwindigkeit etc.) kommen ebensowenig zu kurz wie die Fahrzeit, die Gesamtfahrzeit als auch die Uhrzeit. Die Gesamtfahrzeit wird wie die Gesamtkilometer und die Gesamthöhe während der Fahrt ausgeblendet. Lobenswert finden wir auch die Temperaturanzeige und die Hintergrundbeleuchtung, beides keine Selbstverständlichkeit in dieser Preisklasse. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist die Möglichkeit, den Bikecomputer am PC einstellen zu können.

Der Lieferumfang umfasst natürlich den Bikecomputer, den Sockel mit dem kabelgebundenen Sender sowie den Magneten samt Halterung. Die Länge des Kabels reicht auch für die Montage an einem phatten Enduro/Freerider. Die zwei mitgelieferten Gummiringe dienen der Befestigung des Senders und des Sockels. Die Bedienungsanleitung ist in mehreren Sprachen verfasst und leicht verständlich formuliert. Der Bikecomputer wird im sogenannten Tiefschlafmodus ausgeliefert, mit dem fünfsekündigen Drücken der beiden unteren Tasten (Mode 1 und SET) wird der BC 14.12 Alti aus dem Tiefschlaf gerissen. Jetzt kann die Einstellung des Bikecomputers erfolgen, die schnell und einfach von der Hand geht. Dazu zählt neben der Einheit (km/h oder mp/h) und der Uhrzeit unter anderem natürlich auch die Angabe des Radumfangs – nur so ist gewährleistet, dass der Bikecomputer uns die richtigen Werte anzeigt. Die Kalibrierung der aktuelle Höhe lässt sich dank der guten Beschreibung ohne Probleme durchführen.

Die Handhabe des kleinen Sigma Bikecomputers ist sehr einfach und intuitiv, auch während der Fahrt lassen sich die verschiedenen Funktionen aufrufen, ohne dass dieses zu einer halsbrecherischen Aktion wird. Die vielen Funktionen verbergen sich hinter den in grau gehaltenen vier Funktionstasten, die selbst mit Handschuhen oder verschwitzten Händen noch gut bedienbar sind. Das Gehäuse ist in weiß/grau gehalten – schlicht, aber dennoch chick. Die Ablesbarkeit der großen Ziffern verdient ebenfalls ein großes Lob, die Sprachauswahl – in unserem Fall Deutsch – lässt keine Fragen offen, um welchen Wert es sich hierbei genau handelt. Fehlfunktionen oder falsch angezeigte Werte konnten wir während des Tests nicht feststellen, wobei Störeinflüsse bei kabelgebundenen Bikecomputern auch nicht zu erwarten sind. Die vielen nützlichen Funktionen, die einfache Montage, die gute Bedienbarkeit, die gute Ablesbarkeit und letztendlich der faire Preis verdienen die Einstufung als Kaufempfehlung!

Preis: 49,95 Euro

iXS Cleaver – Der Knie-Schienbeinschoner für die harte Gangart

Wer keine Kompromisse bei der Abfahrt eingehen möchte, wer keine Gnade beim Jagen von der (persönlichen) Bestzeit kennt, kommt nicht ohne sehr gute Protektoren aus. Egal ob es sich nun um den Profi oder um den gestressten Büroangestellten handelt, der sich am Wochenende den Kopf frei fährt, als Racer benötigt man ein Maximum an Schutz. Mit dem Cleaver bietet iXS einen Knie-Schienbeinschoner speziell für den Bereich Downhill und Gravity Extremsport an. Direkt vor dem ersten Anziehen wird klar, dass iXS mit dem Cleaver Knie-Schienbeinschoner keine Kompromisse eingeht. Sogar der Klett unterscheidet sich vom herkömmlichen Klett, er ist feiner, flexibler und verdammt festsitzend.

Fixiert wird der Schoner mit drei Klettstreifen, wobei die oberen beiden direkt am Knie (jeweils oberhalb und unterhalb des Knies) sitzen. Der obere Teil des Schoners, also der Kniebereich, ist als Strumpf ausgeführt, was zwar das schnelle Anziehen des Schoners erschwert, aber dennoch zwei wichtige Vorteile mit sich bringt: Zusätzlich zu den Klettstreifen eine erhöhte Fixierung des Schoners, was wiederum ein Verrutschen nahezu ausschließt, zum anderen bietet der Strumpf Schutz vor Scheuerstellen durch die Klettstreifen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, werden die Klettstreifen zusätzlich durch Laschen gehalten. Top! Da iXS anscheinend alle Eventualitäten ausschließen will, ist oberhalb des Knies auf der Innenseite des Strumpfes ein Silikonstreifen angebracht. Selbst bei einem Sturz sitzen die Cleaver Knie-Schienbeinschoner bombenfest.

Man ist schon fast geneigt zu sagen, dass bevor der Schoner verrutscht, man sich wohl eher das Bein herausreißen wird. Für eine optimale Passform und angenehmen Tragekomfort sorgt das stretchige Material des Strumpfes. Lobenswert finden wir auch die Länge der Klettstreifen. Bei anderen Schonern mal zu lang, mal zu kurz, ist bei den iXS Cleaver endlich mal die Länge optimal! Auch was den direkten Schutz betrifft, egal ob beim Sturz, beim Abrutschen von der Pedale oder durch hochfliegende Steine bzw. Äste, gibt sich iXS beim Cleaver nicht die Blöße. Die Aufprallenergie wird von dem Materialmix hervorragend absorbiert. Die Hartschalen sind von der Größe als auch der Anordnung sinnig aufgebracht, Luftschlitze sorgen für Luftzirkulation. Das Trägermaterial ist atmungsaktiv.

Zwischen der Hartschale des Knies und des Schienbeins befindet sich ein flexibler Gummipuffer. Neben der Schutzfunktion sorgt dieser für Stabilität. Der Schutz des Trägermaterials reicht weit über das Knie hinaus, auch seitlich des Knies kann die Protektion überzeugen. Der weit nach unten reichende Schutz des Schienbeins lässt nahezu keine Angriffsfläche. Trotz des weitreichenden Schutzes kann der iXS Cleaver durch Tragekomfort – auch in Bezug auf Atmungsaktivität – überzeugen, wobei wir uns aber immer wieder vor Augen halten sollten, dass dieser Schoner für den Einsatz beim DH und Extrembiken gedacht ist. Wer maximalen Schutz gepaart mit gutem Tragekomfort für kompromisslose Einsätze sucht, wird den Griff zum iXS Cleaver Knie-Schienbeinschoner mit Sicherheit (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht bereuen. Nicht billig, aber jeden Cent wert!

Farben: Schwarz, grün und weiß
Erhältliche Größen: S, M, L, XL
Preis: 99,95 Euro

Vaude Craggy Softshell Pants – Die Hose für Mountainbiker im Test

Mit der Craggy Softshell Pants buhlt der Outdoor-Bekleidungsspezialist Vaude um die Gunst der Mountainbiker. Die Hose ist für mittlere bis kältere Temperaturen ausgelegt – traurig genug, dass zu dieser Jahreszeit aufgrund des vorherrschenden Wetters der Test von Übergangskleidung zur Tagesordnung gehört und somit aktueller ist denn je. Die Vaude Craggy Pants zeigt sich optisch zwar recht schlicht, doch auch bei dieser Hose darf man sich an einer perfekten Funktion erfreuen. Wovon wir weniger begeistert waren, wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten. Erhältlich ist die Hose in schwarz und grün (meadow) in verschiedenen Größen und ist dazu noch geschlechterspezifisch verfügbar. Regulär kostet die Craggy Softshell Pants 130 Euro, aber auch hier lohnt der Preisvergleich im Internet und beim Shop des Vertrauens.

Die Softshellhose besteht aus atmungsaktivem sowie winddichtem Material und hält auch einem kurzen Regenschauer stand. Die reflektierenden Elemente dienen der Sicherheit und sind optisch sinnig angeordnet, sodass diese nicht störend wirken. Das Innenfutter fühlt sich angenehm auf der Haut an und störende oder scheuernde Nähte konnten wir nicht feststellen. Ein optisches Highlight ist die Craggy in unseren Augen zwar nicht, aber die Funktion und das angenehme Tragen der Hose entschädigt für den etwas unspektakulären Look. Der Schnitt der Hose ist legere, die Bewegungsfreiheit wird absolut nicht beeinträchtigt. Durch die hoch reichenden seitlichen Reißverschlüsse am Beinabschluss ist ein bequemes An- und Ausziehen gewährleistet. Der Beinabschluss ist bei geschlossenem Reißverschluss eng anliegend.

Verstaumöglichkeiten bietet die Hose in Form von fünf Taschen: Eine Tasche findet sich seitlich am rechten Oberschenkel, dazu gesellen sich zwei Gesäßtaschen als auch zwei Eingrifftaschen. Geschützt werden die Taschen und deren Inhalt, mit Ausnahme der Eingrifftaschen, mittels eines Flaps, der mit Klett gesichert ist. Wichtige Dinge wie Schlüssel oder dergleichen würden wir dennoch eher an einem sichereren, zum Beispiel durch einen mit einem Reißverschluss gesicherten Ort verwahren. Die Verarbeitung ist top, auch nach dem langen Test, welcher logischerweise auch mehrmaliges Waschen in der Waschmaschine beinhaltete, konnten wir keine Schwachstellen feststellen, weder an den Nähten noch an den Reißverschlüssen. Die Hose zeigt sich sehr robust, für uns natürlich ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt.

Zwei Kritikpunkte muss sich die Hose allerdings im Bereich des Bundes gefallen lassen. Im Gegensatz zur Gravit Softshell Pants aus dem gleichen Hause ist der Bund der Craggy Pants leider nicht verstellbar. Hier bleibt nur der Griff zu einem Gürtel aus dem Zubehör. Gut, dass die Hose wenigstens Gürtelschlaufen aufweist. Ehrlich gesagt würden wir uns aber eher die Lösung wie bei der Gravit Softshell Pants wünschen. Der zweite Kritikpunkt ist die Weite des Bundes. Die Hose sitzt ansonsten gut, weshalb Vaude ausgerechnet den Bund unverhältnismäßig weit gestaltet hat, bleibt für uns ein Rätsel. Für uns ist die Ausführung des Bundes die Schwachstelle der Hose, die ansonsten von der Qualität, der Stabilität und der Funktion voll punkten kann.

Größen: Verschiedene Größen erhältlich, unterteilt in Men und Women
Erhältliche Farben: Schwarz/anthrazit, meadow
Preis: 130 Euro (Preisvergleich lohnt!)

Webseite des Herstellers: www.vaude.com

Hutchinson Squale – Test – Allround-Reifen mit speziellem Einsatzgebiet

Einen weiteren Allrounder verspricht Hutchinson mit dem Squale. Bei dem von uns getesteten Reifen handelt es sich um die 2.5er Pelle. Der Squale ist ein reinrassiger DH Reifen, was natürlich heißt, dass der Reifen eine Fahrtrichtung klar bevorzugt: Bergab! Uns soll’s recht sein!

Auffallend ist die sehr steife und feste Karkasse des Reifens. Die macht schon vor der Montage des Reifens mächtig Eindruck! Der Reifen, der auch tubeless gefahren werden kann, macht auch bei Fahrten mit wenig Druck in den Reifen nicht schlapp. Der Squale ist als Vorderrad- und Hinterradreifen ausgelegt, man muss bei der Montage lediglich auf die Laufrichtung achten, die auf der Karkasse angegeben ist. Das in Frankreich hergestellte Stück Gummi wiegt um die 1300 Gramm (bei uns schwankte das Gewicht zwischen 1290 Gramm und 1305 Gramm) – pro Reifen!

Das Rollverhalten des Hutchinson Squale ist eher schwerfällig und erfordert beim Pedallieren einen erhöhten Kraftaufwand. Besonders auf wechselhaftem Untergrund spielt der Hutchinson Squale seine Stärken aus. Trockene schnelle Pisten mit Steinen, Wurzeln und Dreck liegen dem Squale ebenso wie feuchte Strecken bzw. Streckenabschnitte, wo der Reifen immer noch mit mächtig Grip überzeugen kann. Selbst auf feuchten Wurzeln geht der Reifen noch ziemlich gut und man kann somit weiterhin an schnellen Turns basteln.

Bei den von uns gefahrenen Reifen der Firma Hutchinson zeigt sich bis jetzt eine Gemeinsamkeit: Die Gutmütigkeit der Reifen und somit auch das sichere Fahrgefühl. Die Reifen brechen nicht unvorhersehbar aus, vielmehr ist der Übergang fließend und weich. Diese Gutmütigkeit weist auch der Squale auf. Dieses gutmütige Verhalten kann man als schneller Fahrer natürlich hervorragend auskosten und ausnutzen. Probleme hatten wir bei längerem Regen und den damit verbundenen matschigen Verhältnissen, hier bietet uns der Reifen definitiv nicht genug Grip.

Ein Problem sehen wir auch bei der Selbstreinigung. Für die widrigen Verhältnisse gibt es aus dem gleichen Hause allerdings den DZO. Wer den Hutchinson Squale bei trockenen bis nassen Bedingungen einsetzt, wird die größte Freude mit dem Squale haben. Die Gutmütigkeit des Reifens gepaart mit dem Biss lässt mächtig Spaß aufkommen. Das Lenkverhalten des Vorradreifens gibt keinen Grund zum Meckern und auch das Bremsverhalten ist zufriedenstellend, selbst beim Anbremsen in Kurven. Eben ein Allround-Reifen mit speziellem Einsatzgebiet.

Preis: Etwa 50 Euro

Webseite des Herstellers: www.hutchinsontires.com

Vaude Tonale AM – Der Schuh für den Tourer und Alpinisten – Test

Eine wichtige Voraussetzung für Tourenspaß sind vernünftige Schuhe. Nicht nur eine gute Passform und Wetterfestigkeit spielen eine große Rolle, sondern auch die „Alltagstauglichkeit“. Wer eine lange Tour wie beispielsweise den Alpencross bestreitet, verzichtet oftmals auf ein zweites Paar Schuhe. Wir brauchen also, je nach Betrachtungsweise, die eierlegende Wollmilchsau oder die wollmichlegende Eiersau. Wie auch immer, wir haben uns die Vaude Tonale AM unter die Hufen geschnallt.

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, wollen wir uns diesmal nicht auf die Gruppe der Freestyler oder Dirter konzentrieren, sondern uns dem Großteil der Mountainbiker zuwenden. Dazu gehören die Alltagsradler, die jeden Tag bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit fahren, die All-Mountain Biker und natürlich die Tourenfahrer, die auch einige Tage ohne Schuhwechsel auskommen müssen. Laut Vaude wäre hierfür der Tonale AM die richtige Kaufentscheidung. Knapp vier Monate hatten wir den Schuh jetzt im Test, was heißt, dass der arme Schuh den Winter hindurch getragen wurde – und davon hatten wir bekanntlich genug.

Aus dem Karton entnommen zeigt sich der Vaude Tonale AM in einem perfekten Zustand. Jaja, werdet ihr jetzt denken, das sind neue Schuhe doch immer! Jein…der genaue Blick auf die Schuhe zeigt eine penibelst saubere Verarbeitung, keine Klebereste, wie man sie oft an anderen Schuhen erblicken kann. Das ist schon ein feiner Unterschied. Die Nähte sind ebenfalls sehr sauber ausgeführt – ob dies so bleiben würde, sollte sich nach dem Test herausstellen. Auffallend ist das hohe Gewicht der Schuhe. Das Profil der Sohle macht einen sehr guten Eindruck und natürlich ist der Tonale AM geeignet für SPD- und entsprechende Systeme.

Der Vaude Tonale AM ist sehr robust aufgebaut, was man auch am Tragekomfort bemerkt. Der Schuh sitzt den Anforderungen entsprechend angenehm, aber keinesfalls leichtfüßig. Die Schnürung verschwindet weitgehendst hinter dem Klettverschluss und baumelt so weder unkontrolliert in der Gegend herum noch löst sie sich unabsichtlich. Reflektorstreifen sind vorne als auch hinten an der Ferse angebracht – sehr lobenswert. Beeindruckt sind wir von der Wetterfestigkeit des Schuhs. Wir sind im Regen sowie bei Schnee unterwegs gewesen, nasse Füsse sind mit dem Tonale AM ein Fremdwort. Das Zauberwort auch hier: Ceplex!

Der Aufbau des Schuhs in Verbindung mit dem atmungsaktiven Ceplex-Material ist Vaude in Bezug auf die Beanspruchung absolut gelungen. Der Schuh bietet auch im Winter einen sehr guten Kälteschutz, bei wärmeren Bedingungen wird es aber muckelig warm. Ebenfalls ein Traum ist die stark profilierte Sohle. Die Trittsicherheit ist fantastisch, was sich besonders bei Tragepassagen auf schlüpfrigen Boden auszahlt. Wir haben den Schuh sogar zum Wandern eingesetzt, also wahrlich ein Allrounder. Der hohe Abschluss des Schuhs bietet einen sehr guten Schutz des Knöchels. Der Bereich des Knöchels ist sehr gut gepolstert.

Beim Freeriden störte uns allerdings der etwas hohe steife Abschluss des Schuhs, der die Bewegungsfreiheit leicht behindert, aber zumindest nicht einschränkt. Auch nach vielen Wochen im Einsatz zeigt sich der Vaude Tonale AM immer noch in einem sehr guten Zustand. Die Nähte sehen noch aus wie neu, nichts ist ausgefranst oder abgerissen. Der gute Eindruck bestätigt sich somit auch nach dem Test. Ein richtig guter Tourenschuh, der unseres Erachtens vom Gewicht (unsere Messung ergab 1280 Gramm bei der Größe 43) allerdings etwas zu schwer geraten ist.

Preis: 150 Euro
Größen: 38 bis 48

Wieso nicht mal… Rennrad fahren – Unterwegs mit dem Rose Xeon DX

Nichts scheint gegensätzlicher zu sein als das Mountainbiken und das Rennrad fahren. Während der Biker Dreck liebt und es möglichst ruppig zur Sache gehen soll, bevorzugt der Rennradfahrer aalglatte Straßen. Optisch unterscheiden sich nicht nur die Fahrräder, sondern teilweise auch die Kleidungsstücke der Fahrer. Der Trend beim Biken geht, dank des Freeride Gedankens, zu lockeren und cooleren Klamotten, beim Rennrad scheint das, bis auf wenige Ausnahmen, nahezu undenkbar. Und wenn wir ehrlich sind, so richtig Grüne sind sich beide Parteien nicht. Und trotz der „Hürden“ kann der Griff des Mountainbikers zum Rennrad nicht nur Sinn machen, sondern letztendlich auch viel Spaß bereiten. Doch worauf ist beim Kauf eines Rennrades zu achten und was erwartet den Biker letztendlich?

Als Mountainbiker kennt man sich aus: SRAM X0 Schaltung, 2.5 er Bereifung, Matschreifen, SAG und so weiter und so fort. Schauen wir uns Rennräder an, merken wir schnell, dass wir umdenken müssen. Andere Bezeichnungen, andere Größen, andere Schaltgruppen etc. zeigen, dass wir es hier mit einer ganz anderen Materie zu tun haben. Dennoch gibt es auch viele Parallelen – zum Glück! Wie beim Mountainbike muss die Rahmengröße passen. Entweder berät der Händler vor Ort oder aber der Hersteller/Versender hat auf seiner Webseite eine Größentabelle abgebildet, die Auskunft über die richtige Rahmengröße gibt. Im Gegensatz zum MTB tendieren wir von der Fraktur beim Rennrad, sollte man sich genau zwischen zwei Rahmengrößen befinden, zum größeren Rahmen.

Die guten Erfahrungen mit den Mountainbikes des Versenders Rose haben uns dazu bewegt, im Rose Online Shop ein Rennrad zu bestellen. Die einfache Konfiguration und Zusammenstellung des Fahrrades geht schnell von der Hand und Randnotizen geben dem Besteller immer wieder gute Tipps zur Hand, wie zum Beispiel bei der Wahl der Übersetzung. Wir haben uns für den Langstreckenracer Rose Xeon DX-4400 entschieden. Das Rose Xeon DX ist speziell für lange Strecken ausgelegt und kommt somit unserem Ziel, Tagestouren um die 200 Kilometer zurückzulegen, sehr entgegen. Der Unterschied zum „normalen“ Racer ist vor allem in der etwas komfortableren Geometrie zu finden. Das Gewicht (Größe M) liegt mit den von uns verbauten Pedale und Bikecomputer bei 8,9 Kilogramm.

Selbst als eingefleischte Mountainbiker müssen wir dem Rose Versand Respekt zollen, da der Versender definitiv Mut zur Lücke beweist, nämlich dem Einsatz von Scheibenbremsen am Rennrad. Für uns Mountainbiker eine Normalität, ist die Akzeptanz der Roadracer den Scheibenbremsen gegenüber im Moment noch eher etwas zurückhaltend. Widmen wir uns nun dem Bestellvorgang. Vorab sollte man wissen, auf welchen Hersteller man bei der Schaltgruppe und bei den Bremsen setzt. Während das Rose Xeon DX-3000 mit Shimanos Ultegra Gruppe bestückt ist und auch Shimano Scheibenbremsen verbaut hat, setzt das Rose Xeon DX-4400 auf SRAM Force und Avid Bremsen. Bei den Scheibenbremsen beider Hersteller handelt es sich um mechanische Bremsen.

Nun steht der Konfiguration des Rädchens nichts mehr im Wege. Die Online-Konfiguration ist denkbar einfach, wobei man aber einige Punkte beachten sollte. Ein besonderes Augenmerk sollte man, mal abgesehen von der Farbe des Rahmens und der Gabel, der Kassettenabstufung schenken. Die eingeblendete Infobox informiert darüber, ob man zu einer Profiübersetzung oder doch lieber zu einer Bergübersetzung greifen sollte. Das Xeon DX kann, nicht nur bei der Übersetzung, perfekt an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Wem beispielsweise die standardmäßig verbauten Reifen zu breit sind, wählt halt schmalere. Man wünscht sich einen anderen Sattel oder Lenker? Kein Problem! Ein eventueller Aufpreis wird direkt angezeigt.

Wir beließen es bei unserem Rad bei der vorkonfigurierten Ausstattung. Da wir ja nicht aus unserer Haut können, haben wir die leichten Spank Spike Plattformpedale verbaut. Um direkt die Frage vorweg zu beantworten: Ja, die MTB Pedale passen! Die meisten werden sicherlich Klickpedale montieren, aber das soll jeder für sich entscheiden. Die Lieferung verlief optimal, aber anders kennen wir es vom Rose Versand auch nicht. Das Bike ist nahezu fertig montiert, nur wenige Handgriffe muss man selbst erledigen. Darunter zählt unter anderem das Ausrichten des Lenkers und die Montage der Pedale. Natürlich sollte man die Schrauben überprüfen, aber auch hier konnten wir keinen Ausreißer entdecken. Jetzt konnte es los gehen…

Das Rose Xeon DX sieht nicht nur schnell aus, es ist es auch. Unglaublich, wie der steife Alu-Rahmen die eingesetzte Kraft in Vorwärtsenergie umwandelt. Es ist schon fast beängstigend, wie schnell man mit dem Rennrad auf Geschwindigkeit kommt und – besser noch – das hohe Tempo auch halten kann. Das Xeon fliegt geradezu über den Asphalt und wer hätte gedacht, dass man auf dem Untergrund Spaß haben kann. Die Reifen surren leise und man merkt, dass das Rad für genau diese Aufgabe geschaffen wurde. Es ist wirklich wahr: Im Vergleich zum Rennrad ist das MTB ein Trekker, da kann man das MTB pimpen wie man will. Allerdings wird auch etwas anderes klar: Um wirklich Freude mit einem Rennrad zu haben, braucht man eine gute Asphaltdecke.

Nicht immer sind die Straßen perfekt. Bei schnellen Straßen bergab sind Schlaglöcher alles andere als witzig. Wo man mit dem MTB einfach „drüberbrät“, ist beim Rennrad schon hartes zupacken angesagt. Wir sind mit dem Xeon DX am Niederrhein als auch in der Eifel unterwegs gewesen. Während viele Fahrradfahrer den flachen Niederrhein wegen des stetigen und gleichmäßigen Vorankommens schätzen, lieben wir die Eifel. Es ist ein Traum, mit dem Xeon DX die schmalen und wenig befahrenen Kommunalstraßen hoch zu peitschen, um dann wieder ins nächste Tal kurvig bergab zu schießen. Das Xeon DX offenbart hier erstaunliche Stärken. Das Xeon liegt wie ein Brett. Der steife Rahmen sorgt für hohe Kurven- und Bremsstabilität.

Die verbaute Avid BB 7 ROAD Bremse mit den 160 mm Bremsscheiben verzögert zuverlässig und ist sehr gut dosierbar, womit auch (Scheibenbrems-)Anfänger nicht vor einer unlösbaren Aufgabe stehen. Selbst lange Abfahrten und heftiges Bremsen bringen die Bremsen nicht ans Limit. Im Vergleich zum MTB ist die am DX-4400 verbaute Bremse weitaus weniger bissig, was angesichts der schmalen Reifen und dem „schlanken“ Profil sicherlich Sinn macht. Wo wir schon bei den Reifen sind: Die Continental Grand Prix 4000 S (bei uns verbaut waren 700x25C) bieten sogar bei Nässe noch ordentlich Grip. Ein „Ausflug“ auf einen matschigen Wanderweg haben uns die Reifen aber nicht verziehen – null Grip, aber wer startet schon solche Aktionen?!

Die SRAM FORCE Schaltung bietet knackige Gangwechsel, die auf Anhieb sitzen. Gewöhnungsbedürftig ist der Schaltvorgang an sich, der Schalthebel befindet sich auf der Innenseite des Bremshebels. Ein Vorgang, an den man sich allerdings schnell gewöhnt. Skepsis hatten wir anfänglich wegen des fi’zi:k Arione CX MG Sattels. Nach etlichen Kilometern im Sattel können wir aber sagen: Top das Teil! Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist die sehr nach vorne gebeugte Sitzhaltung. Die ersten Ausfahrten machten sich am Ende des Tages nicht im Rücken oder in den Beinen, sondern in den Oberarmen bemerkbar. Vorteilhaft an einem Rennradlenker sind die verschiedenen Griffpositionen, um die Handgelenke ein wenig zu entlasten.

Manchmal steckt der Teufel im Detail. Unser MTB Helm mit einem etwas längeren Schirm beeinträchtigt auf dem Rennrad etwas die Sicht. Eine andere Sache verwundert aber noch mehr: Der Spaß mit dem Xeon! Früher undenkbar, jetzt aber „leider“ Realität. Oft ertappt man sich, dass man das MTB stehen lässt und dann zum Rennrad greift. Wobei wir aber noch eine Sache dringend ansprechen wollen: Ob man mit dem Rennrad Spaß hat, hängt nicht nur von der Straße/Strecke ab, sondern auch vom Verkehr und der Toleranz der Autofahrer gegenüber Radfahrern bzw. Rennradfahrern. Im Gegensatz zum MTB können wir mit dem Rennrad den Verkehr (abgesehen von gesperrten Straßen und Radwegen) nicht einfach mal „aussperren“.

Wir werden sicherlich nicht zu Rennradfahrern mutieren, aber wir haben das Rennrad und in diesem Fall das Rose Xeon DX-4400 schätzen und lieben gelernt. Das Rennrad ist für uns keine Alternative zum MTB, dafür ist der Einsatzbereich zu unterschiedlich. Für uns ist das Rennrad ein Zugewinn an Spaß auf zwei Rädern, natürlich ist auch der (wirtschaftliche) Nutzen des Rennrades nicht außer Acht zu lassen. Wieso die 80 Kilometer zu Tante Trude nicht mit dem Rad zurücklegen und dafür das Auto stehen lassen?! Sicherlich lassen sich auch mit dem MTB diese Strecken zurücklegen, allerdings mit mehr Kraftaufwand, dazu noch langsamer und daraus resultierend mit weniger Fahrspaß. Ob Rennrad fahren cool ist? Das liegt an uns, und wir sind Biker 😉

Erhältliche Farben: lava-red/matt-black, sugar-white/matt-black sowie iron-grey/matt-black
Größen: XXS, XS, S, M, L, XL und XXL
Preis: 1945,00 Euro

Rose Uncle Jimbo 4 – Ein Enduro für (fast) alle Fälle

Unverkennbare Familienzugehörigkeit! Was bei Automarken, wie beispielsweise bei einem großen Münchner Autokonzern, gang und gäbe ist, zieht sich auch bei Rose wie ein roter Faden durch die Produktlinie. Die Ähnlichkeit der Rose Bikes untereinander ist unbestreitbar. Doch nicht nur die Optik, sondern auch die technische Umsetzung ist – grob gesehen – identisch.

Der Unterschied liegt im Detail, beispielsweise in der Geometrie, einer etwas versetzten Anlenkung, Rohrdimensionen etc.. Diese Details bewirken enorme Änderungen und machen das Rose Uncle Jimbo, ausgestattet mit den passenden Komponenten, zu dem was es wirklich ist: Ein waschechtes Enduro. Wir haben das aktuelle Rose Uncle Jimbo 4 für euch durch die Eifel gejagt!

Schon vor dem eigentlichen Test erfreut die Handhabe der unkomplizierten Bestellung. Leicht verständlich und übersichtlich lässt sich das Bike online konfigurieren und zusammenstellen. Wer in der Nähe von Bocholt wohnt, dem empfehlen wir natürlich einen Besuch im Rose Biketown.

Der Versand verlief wieder absolut reibungslos und die Vormontage des Bikes ist perfekt. Kurz das Bike ausgerichtet, die Schrauben überprüft, Pedale montiert, die ersten groben Fahrwerkseinstellungen vorgenommen und das Bike ist für den ersten Ausritt bereit. Wobei wir hier allerdings direkt einräumen müssen, dass die perfekte Einstellung des Fahrwerks, durch die vielfältigen Einstellmöglichkeiten, etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Bereits bei der ersten Bike Serie von Rose ist uns das Wohlfühl-Feeling aufgefallen. Man setzt sich auf das Bike und weiß: Jepp, das ist mein Ding! Über die vielen Jahre hat sich das bei Rose (zum Glück) nicht geändert und somit vermittelt auch das neue Uncle Jimbo dieses gute Gefühl. Ein gutes Gefühl, welches sich auf dem Trail bestätigt.

Das Rose Uncle Jimbo verinnerlicht die Tugenden, die man von einem guten Enduro erwartet. So ist das Uncle Jimbo auf Forstwegen ebenso überzeugend wie auf Singletrails, auf ins Tal schießende Serpentinenstraßen ebenso tadellos wie auf ruppigen Abfahrten. Selbst Ziehstücke, die uns oft für die Verbindung von Trail zu Trail erwarten, lassen sich mit dem Rose Uncle Jimbo 4 recht angenehm runterspulen.

Das Uncle Jimbo lässt sich (sitzend) gut bergauf treten, ohne allerdings Geschwindigkeitsrekorde aufstellen zu wollen – oder zu können. Im Wiegetritt muss man dem Wippen des Fahrwerks mit einem Griff zum Dämpfer entgegenwirken. Bei sehr steilen Uphills hilft die Absenkung der Front, da sonst die Nase leicht wird. Antriebseinflüsse sind dem Rose Uncle Jimbo ebenso fremd wie ein nervöses Fahrwerk.

Der Rahmen begeistert: Die Geometrie ist perfekt für ein Enduro, dazu seitensteif, stabil, bietet ein gut ansprechendes progressives Fahrwerk mit viel Reserven und ist dazu optisch aufgeräumt. Das Jimbo liegt satt auf der Piste: Auf dem Trail und in Wurzelpassagen ebenso wie auf bergabschießenden Wegen mit Geschwindigkeiten jenseits von gut und böse.

Bei dem Tempo, welches man mit dem Uncle Jimbo zu Tage legt, braucht man zuverlässige Bremsen. Die Avid Elixir 7 Bremse, vorne mit einer 200 mm Bremsscheibe und hinten mit einer 180 mm Bremsscheibe ausgestattet, erledigt ihre Arbeit perfekt. Sehr gute Bremsleistung mit guter Dosierbarkeit zeigen die Qualitäten dieser Bremse.

Auf wechselhaftem Terrain überzeugen die Schwalbe Fat Albert 2.4 mit gutem Grip, rollen aber dennoch auch auf Asphalt recht anständig. Ebenfalls eine gute Wahl ist der 780 mm breite Crank Brother Sage 2 Lenker in Verbindung mit dem kurzen Crank Brohters Vorbau. Das Uncle Jimbo lässt sich gut um die Ecken drücken und auch bei hohem Tempo hat man das Spaßgerät jederzeit im Griff.

Mit einem Zungenschnalzer ist die FOX 36 Talas RC2 Federgabel zu erwähnen. Die Kashima beschichtete Gabel bietet 160 mm Federweg und lässt von der Funktion als auch von den Einstellmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Hi- und Lowspeed Druckstufe, keine Wünsche offen. Beim Uncle Jimbo 4 setzt Rose auf den Monarch RT3 Dämpfer von Rock Shox, um die 160 mm Federweg am Heck im Zaum zu halten.

Der Aus- und Einbau der DT Swiss E 2000 Laufräder geschieht dank der Steckachsen werkzeugfrei. Lediglich der hintere Spanner störte uns bisweilen beim Schieben bergauf, da wir das eine oder andere Mal mit unserer Freeride-Hose hängengeblieben sind. Eine leichte Innenneigung des Spanners würde uns schon reichen…

Die Schaltkombi SRAM X0/X9 beschert uns zwanzig Gänge mit knackigem Schaltpunkt. Lediglich bei hohem Tempo stößt man an die Grenze der Übersetzung – ab 45 km/h pedaliert man sich einen Wolf – ein Zugeständnis an die zwei Kettenblätter. Wem das nicht reicht und noch schneller pedaliert, dem werden wohl die Beine wegfliegen.

Dafür haben wir allerdings eine Kettenführung, die auch in ruppigen Passagen die Kette auf dem Kettenblatt hält. Natürlich sind wir euch hier noch die Antwort auf die Frage des Gewichts schuldig. Das Uncle Jimbo in der Größe S bringt bei uns ohne Pedale 14,5 Kilogramm auf die Waage. Ein richtig gutes Enduro mit richtig guten Parts. Wer mit dem Rose Uncle Jimbo keinen Spaß hat, dem ist wohl wirklich nicht mehr zu helfen…

Zwei Dinge müssen wir hier allerdings noch ansprechen: Der Vorbau ist leider mit Torx-Schrauben versehen. Wir wollen hier nicht die Vorteile von Torx in Frage stellen, aber in der Praxis finden wir den Einsatz am Vorbau eher ungünstig. Die meisten Multitools besitzen keinen Torx-Schlüssel und nach einem Sturz kann die erneute Ausrichtung des Vorbaus erforderlich werden. Und wenn man dann in der Pampa ohne Werkzeug sitzt…

Der zweite Punkt betrifft die Sattelstütze. Diese lässt sich zwar dank des durchgehenden Sattelrohrs schön versenken, allerdings würden wir uns an einem vielseitigen Enduro wie dem Rose Uncle Jimbo (besonders in der Preisklasse) direkt eine Vario-Sattelstütze wünschen.

Erhältliche Farben: dark-gold/matt-black sowie anodized black
Größen: S, M, L und XL
Preis: 2799 Euro

Vaude Escape Jacket III – Die Mehr-als-eine-Regenjacke im Test

Die Funktion des atmungsaktiven und wasser-/winddichten CEPLEX Materials begeistert uns jedes Mal aufs Neue. Aus diesem erstklassigen Stoff fertigt Vaude so allerlei nützliche Kleidungsstücke. Eines davon ist das Escape Bike Jacket III. Wir hatten die Allzweck-Jacke durch den Winter hinweg bis jetzt im Test. Wer sich diese leichte Jacke anschaut, wird sich direkt wundern: Winter??? Des Rätsels Lösung ist, dass wir das Escape Bike Jacket III als Windblocker genutzt haben und darunter eine (ebenfalls atmungsaktive) Softshell Jacke trugen. So ließen sich auch Temperaturen unter Null Grad meistern, ohne das unser Gebiss vor Kälte anfing zu klappern.

Die ideale Jahreszeit für die Jacke würden wir in der Übergangszeit sehen und im Sommer – während und nach einem kühlenden Regen. Die bereits erwähnte Funktionalität der Jacke ist top und macht diese wettertechnisch universell einsetzbar. Das Material alleine ist natürlich nur die halbe Miete. Der Schnitt des Escape Bike Jacket III ist zwar recht legere, aber nicht flatterig. Die Jacke ist somit nicht nur angenehm zu tragen, sondern verleiht dem Träger zusätzlich einen coolen Look. Ein weiterer Vorteil des lockeren Schnitts ist, dass man unter der Jacke nach Belieben seine Shirts und Trikots variieren kann. Ein nicht zu unterschätzendes Plus bei längeren Touren, zumal abseits des Radfahrens das Vaude Escape Bike Jacket III auch nicht unbedingt nach einer Bikejacke aussieht.

Dennoch wurde das Thema Radfahren konsequent umgesetzt. Der Abschluss der Ärmel als auch der Saum lassen sich einstellen – der Ärmabschluss mit einem Klett, der Saum mit einer Kordel. Lobenswert ist bei dem Escape Jacket ebenfalls die ausreichende Verwendung von Reflektionsstreifen. Das zweigeteilte Innenfutter ist angenehm auf der Haut zu tragen, wobei sich allerdings bei uns im Verlauf des Tests die Naht des Innenfutters im linken Ärmel gelöst hat. Unter den Achseln findet sich je eine Ventilationsöffnung, die mit einem Reißverschluss geöffnet bzw. geschlossen werden kann. Verstaumöglichkeiten bietet die Jacke in Form zweier Fronttaschen und einer Rücktasche. Diese Taschen sind alle mit einem Reißverschluss und einfachem Flap versehen. Pfiffig, wenn auch nicht neu, ist die Unterbringung der zusammengerollten Kapuze im Kragen. Somit entfällt der Kritikpunkt, dass sich die Kapuze nicht entfernen lässt.

Eine sehr gute Jacke, die auch von der Verarbeitung nahezu komplett begeistern kann. Abgesehen von der einen Naht im Ärmel zeigten die Nähte als auch die Reißverschlüsse nach dem Test keinen einzigen Makel.

Erhältliche Farben: Black, red, blue, tarn, marine, meadow, apple green
Größen (geschlechterspezifisch erhältlich):
Women: 36 bis 48
Men: S bis XXXL
Preis: 120 Euro (Preisvergleich lohnt!)

Hersteller: www.vaude.com