O’Neal Blur B1 Goggle – Von wegen Unschärfe!

Blur – Das heißt eigentlich Unschärfe! Nach dem Test der Blur B1 dürfen wir behaupten, dass weder die Sicht durch die Brille noch das Erscheinungsbild diesem Namen gerecht werden. Neben den unifarbenen Rahmen gesellen sich so geil designte Rahmen, dass man nur zu einem Schluss kommen kann: Extrem scharf! Und fast zu Schade für den Einsatz bei Matsch und Modder. Doch es hilft ja alles nichts! Wir haben uns mit dem Modell „Hurricane“ dann doch ins matschige Elend gestürzt.

Eigentlich schade, dass man, sobald man sich die Brille überstreift, die geile Optik der B1 den Außenstehenden überlässt. Damit man selber dennoch auch in vollen Zügen von dieser Brille profitiert, bietet die Blur B1 Goggle dem Träger so einige nette Dinge. Darunter zählt erstmal die gute Passform und das angenehme Tragegefühl. Der Rahmen der B1 ist ergonomisch geformt, sehr leicht und natürlich belüftet. Der Schaum ist angenehm auf der Haut zu tragen und saugt den Schweiß auf. Die Sicht durch die Brille zeigt weder Verzerrungen noch Unschärfe.

Das Brillenglas ist Antibeschlag beschichtet, was auch sehr gut funktioniert. Lediglich in langsamen Passagen kann bei erhöhter Anstrengung das Brillenglas leicht beschlagen, wenn es draußen nasskalt ist. Durch die Beschichtung des Glases wird die Sicht allerdings sehr schnell wieder freigegeben. Das Brillenglas außen ist kratzfest, auch da gibt es nichts zu meckern, nur auf der Innenseite ist etwas mehr Vorsicht geboten. Für uns allerdings kein Kritikpunkt, da einem der Dreck ja immer von außen auf das Glas geworfen wird. Nach dem Abstreifen der Brille sollte zur Aufbewahrung sowieso der mitgelieferte Mikrofaserbeutel verwendet werden, welcher auch gleichzeitig als Putztuch fungiert. Wer gerne mit Abreißfolie fährt, kein Problem, die Pins für Abreißfolien sind vorhanden.

Das Brillenband ist innen mit einem breitem Silikonstreifen beschichtet, welches ein Abrutschen des Bandes vom Helm zuverlässig verhindert. Die Blur B1 ist neben den Standardfarben auch noch in den Modellen Hustler, Kariert und Klar erhältlich. Der Preis für die unifarbene B1 beträgt 39,90 Euro, der Preis für die designte B1 beträgt 49,90 Euro. Die Gläser sind in weiteren Tönungsfarben verfügbar, der Preis liegt so um die 8 Euro.

Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Craft Flex Hood – Ein Kapuzenpulli nicht nur für Rocky!

Wer kennt ihn nicht? Rocky! Eine ganze Generation ist mit Sly aufgewachsen, hat bei Rocky mitgefiebert und bei seinem Training mitgeschwitzt – womit wir schon beim Thema wären. Der Kapuzenpulli, auch Hoody genannt, war damals schon trendy. Weniger trendy waren damals allerdings auch schon die Schweißflecken. Gefühlte 28 Rocky-Filme später gibt es jetzt die perfekte Lösung für dieses alte Problem, den Craft Flex Hood!

Als notorischer Autoverweigerer versucht man natürlich alles mit dem Bike zu erledigen, sei es die Fahrt zur Arbeit oder der Besuch bei Kollegen oder Verwandten. Irgendwann fängt natürlich das körpereigene Kühlsystem an zu arbeiten, sprich man schwitzt. Schnell kommen einem wieder die Bilder von Sly in den Sinn. Angesichts der meist mehr oder weniger coolen Optik der Bikebekleidung greift man dann doch immer wieder zu einem Hoody…aus bester Baumwolle natürlich. Mit fatalen Folgen, angefangen von den Schweißflecken und den dann daraus resultierenden Düften. Craft hat endlich die Lösung parat und wir sind sehr angetan! Die Optik ist sehr gelungen, sei es der Schnitt, der Schriftzug auf der Brust oder die verfügbaren Farben. Der Craft Flex Hood bringt natürlich alles mit, was man sich von einem Kapuzenpulli wünscht, das ist neben der Kapuze (logo!) auch die vorne angebrachte Tasche. Das leicht windabweisende technische Fleece-Material sieht dem Original Baumwolle verblüffend ähnlich, weiß aber durch Atmungsaktivität und Wärmeisolation zu begeistern. Da klebt nichts mehr auf der Haut – gut für die Optik, die Gesundheit und die Nase. Erstaunlich ist der Tragekomfort auf der Haut, der Hoody fühlt sich kuschelig weich und angenehm an. Erreicht wird das durch die gebürstete Innenseite. Ebenfalls gut gelöst ist der Kordelzug der Kapuze, der nicht wie bei anderen Kapuzenpullis wild in der Gegend oder dem Mittagessen rumbaumelt. Der Hoody ist in verschiedenen Größen erhältlich, es gibt sogar ein spezielles Kindermodell. Der Preis für die „Großen“ beträgt 69,95 Euro, der Junior ist mit 49,95 Euro dabei. Fazit? Top! Einziger Vorwurf: Wieso gibt es diesen Hoody denn erst so spät? Auch Sly hätte seine Freude gehabt!

Mehr Infos unter www.craft.se

O’Neal Revolution Glove 2010 – It’s time for a revolution!

Wir haben mal wieder etwas sehr feines bei O’Neal entdeckt: Die Revolution Glove 2010. Erhältlich ist der Revolution in den Farben rot, schwarz und weiß. Dabei bezieht sich die Farbe auf das Material des Handrückens, der Bereich der Handfläche ist stylesicher in braun gehalten, was summasumarum einen geilen Kontrast ergibt. Wir hatten das rote Exemplar des Revolution Glove im Test, und holla die Waldfee, das rot nennen wir mal richtig rot. Die Handschuhe leuchten geradezu, aber konnte das postive Erscheinungsbild bis zum Testende anhalten?

Wie testet man einen Handschuh? Da wir nicht eines der sündhaft teuren Printmagazine sind und uns somit Labortests nicht zur Verfügung stehen, bleibt uns nur eines: Der Test in der Praxis, der sich über viele Wochen hinwegstreckt. Nur so kann man die Handschuhe genug belasten, sei es bei der eigentlichen Aufgabe selbst, dem Biken, als auch beim Stürzen…autsch…was tun wir nicht alles für euch! Dazu kommen noch einige Einsätze beim Schaufeln, bei der notdürftigen Reparatur des Bikes unterwegs und den vielen Wäschen in der Waschmaschine. Kurz gesagt, alles was die Handschuhe auch bei Euch ertragen müssen.

Doch kommen wir zuerst zum Tragekomfort und hier weiß der Revolution bereits gekonnt Pluspunkte zu sammeln. Der Handschuh sitzt wie angegossen, durch die verfügbaren Größen von S bis XXL sollte auch für jeden die passende Größe vorhanden sein. Der Handschuh bietet ein sehr gutes Griffgefühl beim Anpacken des Lenkers und die schicke Gummierung an den Fingerspitzen sorgt für ein sicheres Betätigen der Bremse – schön, dass nicht einfach nur aufgesetzte gummierte Punkte zum Einsatz kommen!

Obwohl optisch sehr gelungen, ist der Handschuh eigentlich erstaunlich schlicht gehalten. Die aufgesetzten Protektoren wurden weitgehendst in der Farbe des Handrückens gehalten. Die Belüftung entspricht dem normalen Standard eines Handschuhs in dieser Klasse, erreicht wird das auch durch die verwendetete Textilie in den Fingerzwischenräumen. Der Revolution lässt sich dank des verlängerten Handflächeninnenbereichs hervorragend anziehen. Da diese aus „einem Guss“ besteht, also nicht extra eine Zunge angenäht wurde, bleibt der Revolution auch nach x-maligen Anziehen ohne Schaden.

Hier hat man bei anderen Handschuhen oft das Problem, dass sich eine angenähte Zunge mit der Zeit allmählich verabschiedet. Ebenfalls überzeugend ist die Stabilität des Handschuhs, keine Nähte lösten sich und die aufgesetzten Protektoren als auch die Gummierungen an den Fingerspitzen hielten. Ein Handschuh, der nicht nur durch die Passform, die Optik und die Verarbeitung überzeugen kann, sondern auch mit dem Preis: 26,90 Euro halten wir für sehr fair! Top!

 

Adidas Agilis (a163) – Test Multisportbrille – Wir werden sehen!

Ich gebe es zu! Ich war ein bekennender Anhänger der Billigst-Sportbrillen-Fraktion vom Discounter nebenan! Jahrelang war ich glücklich und bescheiden zugleich, für läppische 1 bis 3 Euro (das war schon das Deluxe-Modell mit den auswechselbaren Gläsern) schlug ich bei jeder Sonderaktion sofort zu. Die Grundfunktionen werden bei diesen Brillen auch erfüllt – was spricht dann also für eine Brille wie die Adidas Agilis, die direkt mit 145 Euro zu Buche schlägt? So viel sei gesagt…eigentlich alles!

Es ist wie mit dem Fahrrad. Sicherlich kann man auch mit dem Drahtesel vom Supermarkt diverse Dinge wie Einkäufe oder ähnliches erledigen. Wenn man es dabei belässt, ist es auch mehr als in Ordnung. Aber seien wir ehrlich, wer von uns würde damit im Bikepark abrocken wollen? Das ist aber okay, dafür wurde es ja auch nicht gebaut! Doch kommen wir zurück zur Brille und der Agilis, der neuen Multisportbrille von Adidas, quasi das Bigbike unter den Brillen. Genauso souverän verhält sich die Brille auch. Der Sitz der Brille ist gut, die weiche druckfreie Nasenauflage passt sich gut dem Nasenrücken an und lässt sich zusätzlich noch verstellen. Zusammen mit den rutschfesten Bügeln kann auch ruppiges Gelände die Brille nicht erschüttern. Um eine optimale Passform zu ermöglichen, kann der Winkel bzw. der Einfallwinkel der Sonne dreistufig angepasst werden. Auffallend sind die sehr flexiblen Bügel, die bei uns einiges erleiden mussten. Damit bei zu hoher Belastung nicht doch noch die Brille zu Schaden kommt, bietet die Adidas Agilis einen Auslösemechanismus der Scharniere – das kennen wir auch schon von der Adidas Evil Eye. Keine Sorge, die Bügel lassen sich schnell und einfach wieder einsetzen. Bereits bei diesen Punkten muss die Billigstbrille vom Discounter natürlich passen.

Weiter geht es mit den Gläsern, welche bei der Adidas aus bruchfestem Polycarbonat mit 100% UV-Schutz bestehen. Da man leider nicht immer die größte Sorgfalt walten lassen kann, wenn man mit dem Bike unterwegs ist, zeigen sich schnell Spuren am Glas. Hier kann die Agilis ebenfalls begeistern, die nicht jede Fremdberührung und unsachgemäße Behandlung direkt mit einem Kratzer quittiert. Die Adidas ist in verschiedenen Ausführungen und Farben erhältlich, ebenso verhält es sich mit den Gläsern, die sich schnell und einfach wechseln lassen. Auch wenn Adidas mit einer Beschreibung bezüglich des Glaswechsels sehr sparsam ist, können wir hier sagen: Ein Kinderspiel! Die Gläser werden einfach aus dem Rahmen herausgedrückt, das Einsetzen der neuen Gläser erfolgt dementsprechend durch Hereindrücken. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Übung schafft man es, zumindest beim Einsetzen nur den Rand der Gläser zu berühren. Wichtig sind natürlich für uns die Eindrücke beim Fahren! Wie bereits erwähnt ist die Agilis rutschfest, harte Trails oder Jumps können also bedenkenlos angegangen werden. Die Brille ist stark gewölbt, bietet somit ein weites Blickfeld und hält alles vom Auge fern, was da nicht hingehört. Die Belüftung funktioniert, ohne das Zug auf die Augen kommt und diese dann tränen.

Der Blick durch die Brille stellt sich verzerrungsfrei dar und was vor allem bei widrigen Verhältnissen stark auffällt ist die Kontraststärke. Während viele andere Brillen mit getönten Gläsern das Umfeld einfach nur in eine dunkle undefinierbare Pampe tauchen, war bei der Adidas alles eindeutig zuzuordnen: Blätter, Äste, Steine, selbst die Farben kommen fantastisch rüber. Brillenträger mit einer Sehschwäche werden bei der Adidas ebenfalls fündig, als Ergänzung gibt es spezielle Korrekturgläser. Doch auch bei der Agilis finden sich Schwächen. Die Evil Eye weist einen Schweißblocker auf, den wir bei der Agilis schmerzlich vermissen. Gerade bei unseren Tests im Süden Frankreichs wäre das eine große Hilfe gewesen und hätte den Tragekomfort noch erhöht. Wir haben die Brille natürlich nicht mit Samthandschuhen angepackt, dennoch zeigte sich die Agilis sehr hart im Nehmen. Lediglich an einer kleinen Stelle löste sich durch den permanenten Glaswechsel etwas die Farbe des Rahmens. Zweifelsohne eine Brille, die ihr Geld wert ist und zudem auch noch sehr chic aussieht!

Mehr Infos unter www.adidas.com/eyewear

EVS RC Evolution Race Collar – Ein Er“FAHR“ungs-Bericht

Im Profibereich setzt sich der Gebrauch eines Nackenschutzes immer mehr durch, langsam aber stetig. Selbst Kuwahara-BMX-Pro-Racer Matt Pohlkamp vertraut auf einen Nackenschutz, und das nicht ohne Grund. Wirbelsäulenverletzungen sind äußerst gefährlich und können übelst enden! 2-Wheel-Distribution bietet mit dem EVS RC Evolution Race Collar einen Nackenschutz zu einem Preis von 199,90 Euro an.

Wie bei allen Protektoren kommt es natürlich auf den optimalen Sitz an, weshalb EVS direkt vier verschiedene Größen anbietet. Eine Anpassung beim Fachhändler wird von EVS empfohlen, diesem Punkt können wir uns nach unseren Erfahrungen jetzt nur anschließen! Der EVS RC Evolution Race Collar besteht aus 4 Teilen, also dem Neck Collar (die Nackenrolle aus Biofoam, mit TPR Verschluss), dem Chassis (das Gestell aus Kunststoff), dem Liner (Polster unter dem Gestell) und dem Gurtsystem. Die Erklärung, was wie wo funzt und wofür es überhaupt da ist, überlassen wir Marketingleiterin Ulrike von 2-Wheel-Distribution:

„Die Nackenrolle (Neck Collar) dient als Kompressionszone, um die Energie abzubauen. Sie besteht aus verschiedenen Shims (Schaumstoff-Schichten aus Biofoam), die man herausnehmen und jedem individuell anpassen kann, um damit u.a. die Bewegung nach hinten zu justieren. Diese Nackenrolle soll so nah wie möglich am Helm sitzen und EVS empfiehlt natürlich: Je mehr Schichten um so mehr Sicherheit, aber man muss sich natürlich auch noch bewegen können. Im MTB-Bereich bzw. auf dem DH-Bike bewegt man ja den Kopf viel mehr als auf einem MX-Bike, wo man eher aufrecht sitzt. Da darf die Nackenrolle auch mal mit einem scharfen Teppichmesser bearbeitet werden, um beste Bewegungsmöglichkeiten zu bekommen. Die Rolle ist außen mit weichem Fleece besetzt, für angenehmen Sitz am Hals, ist abziehbar und waschbar. Ideal: der Verschluss (aus TPR) ist vorne und lässt somit ein leichtes An- und Ausziehen zu.

Das Chassis liegt breit und satt auf den Schultern, nimmt die Schlagkraft auf und leitet sie weiter auf Brust und Schulter anstatt auf Hals und Nacken. Dabei spielt das Material des Chassis eine wichtige Rolle. Auch wenn es die Kraft von Kopf und Nacken weiterleitet, wird die Energie nicht auf andere Körperteile ungehindert eintreffen, der RC Evo dämpft und verteilt die Kräfte. Das Chassis besteht aus glasfaserverstärktem thermoplastischen Polyurethan (GFK). Bei zum Beipiel dem roten RC Evo sieht man die verschiedenen Materialzusammensetzungen sehr gut. Die ‚Ränder‘ sind aus einem weicheren, elastischeren Kunststoff (thermoplastisch). Dies soll verhindern, dass sich harte Teile in die Haut bohren oder zum Beispiel das Schlüsselbein brechen. Der schwarze GFK-Teil hält somit dem Schlag stand und gibt die Stabilität. Durch die nach vorne offene Bauweise, kommt man mit dem Kinn trotzdem noch fast bis auf die Brust und lässt so ein natürliches Abrollen im Falle eines Sturzes zu. Außerdem hat das komplette Gestell keine Schnallen oder Schrauben, an denen man sich evtl. verletzen könnte.

Das Liner ist die Polsterung unter dem Chassis. Da der RC Evo meist direkt auf dem Körper aufliegt, trägt sich das Polster angenehmen auf der Haut, ist atmungsaktiv, saugt den Schweiß auf, ist abnehmbar und waschbar. Der RC Evo ist mit jedem Brustpanzer oder Protektorenjacke kompatibel. Trägt man den RC Evo über dem Trikot (nur mit einem Neckbrace-kompatiblen Oberkörper-Protektor zu empfehlen), macht das Gurtsystem Sinn. Beim Downhillen ist man ja auch viel mehr in Bewegung bei Sprüngen etc. und dann sitzt das Gestell einfach fest am Körper.“

Das hört sich ja vielversprechend an, um so gespannter waren wir natürlich auf den Einsatz in der Praxis. Und womit beginnt man? Richtig, wie schon angedeutet mit dem Anprobieren… zu Hause vor dem Spiegel! Natürlich haben wir uns, besserwisserisch und ungeduldig wie wir nun mal sind, einem Anpassen beim Händler widersetzt. Wieso auch…das Anlegen des Nackenschutzes ist schließlich so einfach wie das Überstülpen einer Jacke, naja, zumindest fast…wenn man denn weiß, wie man den Nackenprotektor am Besten trägt. Das Problem fängt eigentlich mit der Protektorenjacke an – nämlich dann, wenn es sich um eine Protektorenjacke handelt, die nicht Neckbrace-tauglich ist, so wie das hier auf den Bildern zu sehende „ältere“ Modell von iXS! Verflucht, wie genau sollte der Nackenprotektor denn nun in diesem Fall getragen werden… und wie weit muss die Nackenrolle angepasst werden? Im ersten Versuch haben wir es kurz und schmerzlos gemacht, wir haben den RC Evo so verwendet, wie er ausgeliefert wird, ohne die Nackenrolle anzupassen. Nach mehreren „Trockenversuchen“ haben wir uns für die dargestellte Trageweise der Kombination von Protektorenjacke und RC Evo entschieden. Der RC Evo wurde also auf der Protektorenjacke getragen, nur der hintere Bereich des Chassis verschwand unter die Jacke. Der Nachteil ist, dass der Nackenschutz weit nach vorne gedrückt wird und recht hoch sitzt…aber naja, wird schon gehen…

…geht mal gar nicht! Auf dem Weg zur Strecke wäre ich beim Überqueren der Straße dann erstmal fast von einem Auto überfahren worden, weil der Seitenblick doch sehr eingeschränkt ausfiel. Am Spot dann endlich den MX-Helm auf, dann die MX-Brille drüber..auch nicht so einfach, da die Arme nicht so weit über den Kopf gestreckt werden konnten wie gewohnt. Die Abfahrten verliefen dann auch nicht wirklich besser! Aaaarrrggghhhh…ich hatte das Gefühl, mein Kopf würde in einem Schraubstock klemmen! Kurioserweise fiel die eingeschränkte seitliche Bewegungsfreiheit beim Fahren selber gar nicht so negativ auf wie befürchtet, aber die Nackenfreiheit…oje…für mich persönlich so zumindest absolut unfahrbar. Okay, muss der RC Evo, wie von Ulrike bereits vorgeschlagen, wohl doch angepasst werden. Wer dieses nicht beim Händler vornehmen lässt, sollte sich zu Hause genug Zeit dafür nehmen. Auch die Trageweise der Kombination Protektorenjacke und RC Evo wurde nochmal überdacht. Die Kompatibilität stellt wirklich ein Problem dar – wer sich noch eine Protektorenjacke zulegen muss, sollte diese mit dem Blick auf eine Kombination mit einem Nackenschutz auswählen. Viele passen ihre Protektorenjacke hinsichtlich des Nackenschutzes an, indem sie zum Beispiel die oberste Platte des Rückenschutzes entfernen. Andere fahren komplett ohne Protektorenjacke, wobei wir hier aber der Sache etwas mit Skepsis entgegenstehen.

Die Anpassung des RC Evo geschieht eigentlich recht unkompliziert mit einem Eingriff bei der Nackenrolle. In der Umhüllung der Nackenrolle befinden sich, geschützt durch einen Reißverschluss, die drei Schaumstoffschichten aus Biofoam. Wir haben nachfolgend erst das gelbe Shim, dann das orangefarbene Shim entfernt. Die Bewegungsfreiheit ist individuell anzupassen, da hier jeder seine eigenen Vorlieben hat. Einige Fahrer fahren auch mit der unbearbeiteten Nackenrolle! Man muss also wirklich schauen, wie hier die Wahrnehmung beim Fahren ist! Natürlich ist es am Besten, so wenig wie nur möglich von den Shims zu entfernen, um eine Überstreckung im Falle eines Sturzes zu vermeiden. Hier noch mal der Verweis, dass eine Anpassung beim Fachhändler empfohlen wird, dem wir uns nur anschließen können! In meinem Fall haben wir dann sogar noch das weiche rote Schaumstoffpolster mit einem Messer bearbeitet. Das sieht zwar nicht schön aus und die Umhüllung wirft natürlich Falten, erfreut aber durch die von mir benötigte Bewegungsfreiheit. Das Ganze sieht, zumindest im „Trockenversuch“ und ohne Protektorenjacke, schon sehr zuversichtlich aus. Also wieder ab auf die Piste! Für die zweite Testphase habe ich die Protektorenjacke nicht getragen…wie gesagt, in unseren Augen nicht Sinn der Sache! Doch jetzt ging es nur um die reine Wahrnehmung des EVS RC Evolution Race Collar, ohne jegliche Störfaktoren wie eine „unkompatible“ Protektorenjacke!

Die Anpassung des Nackenschutzes durch die Nackenrolle wurde deshalb auch ohne Rücksicht auf die Protektorenjacke vorgenommen, auch in diesem Fall sollte man sich mit dem Fachhändler absprechen! Wie auf den Bildern unten ersichtlich, ist die Nackenfreiheit enorm gesteigert worden. Das beruht hier natürlich nicht nur auf die Anpassung der Nackenrolle, sondern auch dem Weglassen der Protektorenjacke, die für einen Nackenschutz einfach nicht vorgesehen ist. Unerlässlich ist in diesem Fall das Gurtsystem, welches einfach einzustellen und zu befestigen ist. Zum Vergleich zeigen die Bilder auch noch mal das Tragen der „abgespeckten“ Version in Verbindung mit bzw. auf der Protektorenjacke – unter der verwendeten Protektorenjacke lässt sich der Nackenschutz so ohne weiteres leider nicht tragen. Doch jetzt wieder zum bevorstehenden erneuten Test… Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, man bemerkt den RC Evo nicht. Doch die „Trockenübung“ sah sehr vielversprechend aus – das müsste jetzt doch eigentlich von der Bewegungsfreiheit reichen! Die Theorie alleine nützt natürlich nichts, also wieder auf die Piste und die Fahreindrücke bewerten. Vorweg gesagt…der Seitenblick ist viel besser, zumindest wurde ich nicht fast vom Auto überfahren. Beim Cruisen zur Strecke machte sich das Plus an Bewegungsfreiheit also schon sehr positiv bemerkbar 😉 Auch die MX-Brille ließ sich jetzt ohne Probleme über den Helm ziehen.

Arme kreisen lassen, Kopf links, Kopf rechts, Kopf nach hinten wippend – passt doch! Und jetzt mit dem Bike abwärts! Und?! Besser, auf jeden Fall, aber irgendwie kam das Gefühl auf, dass ich vor dem Spiegel bedeutend mehr Bewegungsfreiheit hatte. Kein Irrtum wie sich herausstellte. Der Grund ist trivial. Bei gebückter Haltung auf dem Bike ziehe ich die Schultern höher als im Ruhezustand und dadurch wird das Chassis natürlich nach oben geschoben, was die Bewegungsfreiheit im Vergleich zur „Trockenübung“ vor dem Spiegel natürlich wieder eingeschränkt. Zumindest kann man sich jetzt mit dieser Einschränkung arrangieren – oder man muss – eine weitere Anpassung des Nackenschutzes ist nicht möglich. Mit jeder gefahrenen Abfahrt gewöhnt man sich aber immer mehr an den Nackenschutz – wenn man dazu bereit ist. Da jeder Fahrer eine andere Körperhaltung auf dem Bike hat, muss diese Erfahrung noch lange nicht auf jeden zutreffen! Für uns hat der Test des Nackenschutzes vor allem gezeigt, dass für einen optimalen Sitz des Nackenschutzes viele Faktoren wichtig sind. Eine wichtige Rolle spielen die Körperhaltung, die verwendete Protektorenjacke, der Helm, die vernünftige Anpassung der Nackenrolle und nicht zuletzt das persönliche Empfinden!

Tests mit Dummies haben bewiesen, dass der Nackenschutz Schlimmeres verhindern kann. Die Verarbeitung des EVS RC Evolution Race Collar gibt keinen Grund zum Meckern und auch der Preis ist völlig okay. Unser Tipp an dieser Stelle: Vor dem Kauf beim Händler anprobieren, die richtige Größe ermitteln und Probefahren! Erhältlich ist der RC Evolution Race Collar in den Farben schwarz, rot, blau und weiß. Die Nackenrolle, das Polster und das Gurtsystem gibt es zusätzlich auch noch als Ersatzteile. Viele Infos findet ihr auf der amerikanischen Website unter www.evs-sports.com und auf der deutschen Seite unter www.evs-europe.com. Eine Anleitung als PDF gibt es bei 2WD unter www.2wheel-distribution.com

OHNE Bearbeitung der Nackenrolle und MIT Protektorenjacke:

NACH Bearbeitung der Nackenrolle und OHNE Protektorenjacke:

NACH Bearbeitung der Nackenrolle und MIT Protektorenjacke:

O’Neal Apocalypse Pant 09 – Freeride Hose Test

Du willst eine lange und robuste MX-Hose? Oder nein, bei dem schönen Wetter derzeit dann doch lieber eine Short – mit genügend Stauraum natürlich – und stabil sollte sie auch noch sein?! Aber was ist abseits der Spots? Dann doch lieber eine legere und coole Baggy Pant? Das sind drei Wünsche (mindestens) auf einmal – da diese zusammen in kein Ü-Ei der Welt passen, solltet ihr mal die O’Neal Apocalypse Pant abchecken – so, wie wir es getan haben!

Es ist schon erstaunlich, welche Fähigkeiten die O’Neal Apocalypse Pant 09 in sich vereint – und sich als wahrer Verwandlungskünstler zeigt. So ist, für den „normalen“ Einsatz beim MTB, die Hose auf allen Spots der Welt zu Hause. Damit die Hose im Baggy Look keine verhängnisvolle Bekanntschaft mit dem Kettenblatt oder ähnlichem eingeht, kann man die Hosenbeine bequem und sehr schnell per Klett enger stellen. Mit dem Schnitt, der Farbgebung und den Decals ist die Freeride Hose nicht nur extrem lässig, sondern bietet auch noch genug Platz zum Tragen von Schonern – ein ganz wichtiger Aspekt!

Sollten die Temperaturen auf Höchstwerte klettern, kann man schnell und einfach oberhalb der Knie die Hosenbeine per Reißverschluss abtrennen. Das Ganze hat noch einen weiteren Vorteil – sollten irgendwann mal die Hosenbeine zu sehr mitgenommen sein, dann weg mit den Teilen und man hat immer noch eine coole Short! Der Reißverschluss ist von außen durch die darüberliegende Stofflippe nicht sichtbar. Die Short bietet zwei „normale“ Hosentaschen und seitlich des Oberschenkels zwei verschließbare Taschen – die Taschen sind allerdings nicht aufgesetzt. Der Hosenbund lässt sich per Klett stufenlos anpassen. Die Hose sitzt einer MX-Hose entsprechend gut, diverse Stretcheinsätze sorgen für ein angenehmes Tragen der O’Neal Apocalypse Pant.

Die zum Tretlager zugewandten Seiten der Unterschenkel sind mit einem sehr strapazierfähigem Stoff versehen – eigentlich eine Hitzeschutz für den MX-Bereich. Die Qualität der Hose gibt keinen Grund zum Meckern, an den markanten Stellen sorgen zwei- und dreifach Nähte für ein langes Hosenleben. Die Hose ist robust und macht dennoch einen sehr legeren Eindruck, somit kann man die Apocalypse auch mal zur Arbeit oder in der Schule tragen…oder einfach abends nach dem Biken beim Chillen! Der Tragekomfort der Hose ist gut, der Reißverschluss zum Abtrennen der Hosenbeine stört erfreulicherweise nicht, da hier ebenfalls eine Stofflippe das Bein vor dem Reißverschluss schützt – der Reißverschluss wird also nicht zum Reizverschluss! Eine sehr durchdachte Hose, für die der Preis von knapp 100 Euro absolut gerechtfertigt ist.

Größen: 28, 30, 32, 34, 36, 42, 48, 50
Farbe: Schwarz
Preis: 99,90 Euro

Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Vaude Men’s Lake Jacket – Gelassen dem Wetter trotzen!

Ehrlich! Wir sind für das Wetter nicht verantwortlich! Zugegeben, das Wetter der letzten Wochen war für den Test des Vaude Men’s Lake Jacket natürlich wie geschaffen: Regen, eiskalter Wind, meistens direkt beides zusammen! Dass wir trotzdem noch gesund sind und über diese Jacke berichten können, spricht wohl eindeutig für das Lake Jacket. Weshalb, wieso und warum genau erfahrt ihr jetzt!

Selbst den hartgesottensten harten unverwüstlichsten Hardcorebiker rafft dieses Wetter irgendwann dahin – wenn er denn nicht vernünftige und den Umständen entsprechende passende Kleidung trägt. Die Umstände sind klar definiert: Nässe, Kälte, Wind! Für diese harte Zeit hatten wir das Vaude Men’s Lake Jacket im Einsatz, welches bei uns wochenlang Regen, Sturm, Matsche und diversen Baumberührungen standhalten musste. Die Jacke wurde in der Waschmaschine gewaschen, gefalten, gerollt und gequetscht – eigentlich alles, was so eine Jacke im Laufe ihre Lebens ertragen muss.

Das erste große Plus dieser Jacke ist der lockere Schnitt mit dem leicht tiefer geschnittenen Rücken. Hochspritzendes Wasser stellt somit kein Problem dar und auch die Nieren bleiben geschützt. Ein weiteres Plus ist der mit Klett verstellbare Armabschluss und die Möglichkeit, das Lake Jacke mit einer Kapuze zu versehen – diese befindet sich geschützt im Innenteil der Jacke und kann bei Bedarf per Druckknöpfen am Kragen befestigt werden – Top! Der hochstehende Kragen schützt den Hals vor Kälte und Nässe. Das Hauptaugenmerk des Lake Jacket ist aber sicherlich das atmunsgaktive Ceplex, welches für einen sehr angenehmen Tragekomfort sorgt.

Die Jacke vereint alle Vorzüge, die man an eine Regenjacke als auch einen Windbreaker stellt, ohne dass man das Gefühl hat in einem Plastiksack zu stecken – das fühlt man nicht nur, das sieht man auch, da die Jacke sehr „textil“ wirkt! Natürlich fehlt es dem Lake Jacket weder an Reflektor-Streifen noch an verschließbaren Belüftungsschlitzen im Achselbereich. Das Einzige was wir vermissen ist eine Innentasche (abgesehen von der Kapuzentasche). Eine hochwertige Top-Jacke, die mit einem Anschaffungspreis von 140 Euro den Geldbeutel allerdings nicht unbedingt schont. Die Gesundheit sollte es einem aber wert sein! Für die Damen der Schöpfung gibt es übrigens das Women’s Lake Jacket.

Größen: Von S bis XXL
Farben: red, black, steelblue und blue

Mehr Infos findet ihr unter www.vaude.de

Vaude Bikepark 16 – Ein Rucksack im Trend der Zeit – Test

Woran erkennt man einen treuen Begleiter? Er steckt viel weg, hält einem den Rücken frei und lässt einen noch gut aussehen! Besonders in unserem Wirkungsbereich benötigen wir einen Rucksack, der etwas mehr als der gewöhnliche Rucksack wegstecken können muss. Touren ja, aber meist nur als Mittel zum Zweck – Schienbeinprotektoren und Fullfacehelm sind also sehr oft unsere Begleiter. Dinge, die der Vaude Bikepark 16 locker wegsteckt!

Der Vaude Bikepark wird in zwei verschiedenen Größen angeboten. Somit kann sich der Biker zwischen einem Volumen von 16 Litern oder 24 Litern entscheiden – wir hatten uns den Bikepark 16 umgeschnallt. Beide Ausführungen sind in der Farbe Schwarz und in der Farbe Bronze erhältlich. Der Bikepark 16 schlägt mit 70 Euro zu Buche, für den größeren Bikepark 24 muss man 10 Euro mehr investieren. Optisch macht der Rucksack bereits einiges her. Ebenfalls begeistern kann der Rucksack durch den guten Tragekomfort. Nachdem der Rucksack eingestellt ist, was schnell und einfach von der Hand geht, sitzt der Vaude Bikepark bombenfest und dennoch bequem – den gepolsterten Gurten und dem seitlich gepolsterten Hüftgurt sei Dank.

Der Vaude Bikepark passt sich sehr gut dem Rücken an, das Vent-Tex Tragesystem sollte man in Bezug auf die Rückenbelüftung allerdings nicht überbewerten. Der Rucksack bietet übrigens, trotz der Bezeichnung Bikepark, keinen integrierten Rückenprotektor. Doch darum geht es hier auch nicht, sondern um einen kompakten und sehr gut sitzenden Rucksack, der durch sinnvoll angebrachte Riemen und voluminösen Netz-Seitentaschen das Verstauen unserer Schutzausrüstung ermöglicht. Das gelingt dem Vaude auch sehr gut, allerdings würden wir uns im oberen Bereich des Vaude Bikepark einen zusätzlichen Halteriemen wünschen, um das Potenzial auch komplett ausnutzen zu können. Oftmals wird bei Freeride-Rucksäcken eine Signalpfeife für den Fall der Fälle integriert, hier vermissen wir leider eine.

Die Verarbeitung des Vaude Bikepark ist sehr gut und der Rucksack zeigte sich im Test sehr robust. Im Trend der Zeit zeigt sich der Vaude Bikepark allerdings nicht nur bei der Optik, sondern auch mit der Verstaumöglichkeit für einen MP3-Player. Der Hüftgurt bietet zusätzliche verschließbare Taschen, ein Punkt, den wir hier auf jeden Fall lobend erwähnen wollen. Reflektierende Elemente und die verstaute Regenhülle runden das gute Gesamtbild des Vaude Bikepark ab.

Mehr Infos findet ihr unter www.vaude.de