EVS RC Evolution Race Collar – Ein Er“FAHR“ungs-Bericht

Im Profibereich setzt sich der Gebrauch eines Nackenschutzes immer mehr durch, langsam aber stetig. Selbst Kuwahara-BMX-Pro-Racer Matt Pohlkamp vertraut auf einen Nackenschutz, und das nicht ohne Grund. Wirbelsäulenverletzungen sind äußerst gefährlich und können übelst enden! 2-Wheel-Distribution bietet mit dem EVS RC Evolution Race Collar einen Nackenschutz zu einem Preis von 199,90 Euro an.

Wie bei allen Protektoren kommt es natürlich auf den optimalen Sitz an, weshalb EVS direkt vier verschiedene Größen anbietet. Eine Anpassung beim Fachhändler wird von EVS empfohlen, diesem Punkt können wir uns nach unseren Erfahrungen jetzt nur anschließen! Der EVS RC Evolution Race Collar besteht aus 4 Teilen, also dem Neck Collar (die Nackenrolle aus Biofoam, mit TPR Verschluss), dem Chassis (das Gestell aus Kunststoff), dem Liner (Polster unter dem Gestell) und dem Gurtsystem. Die Erklärung, was wie wo funzt und wofür es überhaupt da ist, überlassen wir Marketingleiterin Ulrike von 2-Wheel-Distribution:

„Die Nackenrolle (Neck Collar) dient als Kompressionszone, um die Energie abzubauen. Sie besteht aus verschiedenen Shims (Schaumstoff-Schichten aus Biofoam), die man herausnehmen und jedem individuell anpassen kann, um damit u.a. die Bewegung nach hinten zu justieren. Diese Nackenrolle soll so nah wie möglich am Helm sitzen und EVS empfiehlt natürlich: Je mehr Schichten um so mehr Sicherheit, aber man muss sich natürlich auch noch bewegen können. Im MTB-Bereich bzw. auf dem DH-Bike bewegt man ja den Kopf viel mehr als auf einem MX-Bike, wo man eher aufrecht sitzt. Da darf die Nackenrolle auch mal mit einem scharfen Teppichmesser bearbeitet werden, um beste Bewegungsmöglichkeiten zu bekommen. Die Rolle ist außen mit weichem Fleece besetzt, für angenehmen Sitz am Hals, ist abziehbar und waschbar. Ideal: der Verschluss (aus TPR) ist vorne und lässt somit ein leichtes An- und Ausziehen zu.

Das Chassis liegt breit und satt auf den Schultern, nimmt die Schlagkraft auf und leitet sie weiter auf Brust und Schulter anstatt auf Hals und Nacken. Dabei spielt das Material des Chassis eine wichtige Rolle. Auch wenn es die Kraft von Kopf und Nacken weiterleitet, wird die Energie nicht auf andere Körperteile ungehindert eintreffen, der RC Evo dämpft und verteilt die Kräfte. Das Chassis besteht aus glasfaserverstärktem thermoplastischen Polyurethan (GFK). Bei zum Beipiel dem roten RC Evo sieht man die verschiedenen Materialzusammensetzungen sehr gut. Die ‚Ränder‘ sind aus einem weicheren, elastischeren Kunststoff (thermoplastisch). Dies soll verhindern, dass sich harte Teile in die Haut bohren oder zum Beispiel das Schlüsselbein brechen. Der schwarze GFK-Teil hält somit dem Schlag stand und gibt die Stabilität. Durch die nach vorne offene Bauweise, kommt man mit dem Kinn trotzdem noch fast bis auf die Brust und lässt so ein natürliches Abrollen im Falle eines Sturzes zu. Außerdem hat das komplette Gestell keine Schnallen oder Schrauben, an denen man sich evtl. verletzen könnte.

Das Liner ist die Polsterung unter dem Chassis. Da der RC Evo meist direkt auf dem Körper aufliegt, trägt sich das Polster angenehmen auf der Haut, ist atmungsaktiv, saugt den Schweiß auf, ist abnehmbar und waschbar. Der RC Evo ist mit jedem Brustpanzer oder Protektorenjacke kompatibel. Trägt man den RC Evo über dem Trikot (nur mit einem Neckbrace-kompatiblen Oberkörper-Protektor zu empfehlen), macht das Gurtsystem Sinn. Beim Downhillen ist man ja auch viel mehr in Bewegung bei Sprüngen etc. und dann sitzt das Gestell einfach fest am Körper.“

Das hört sich ja vielversprechend an, um so gespannter waren wir natürlich auf den Einsatz in der Praxis. Und womit beginnt man? Richtig, wie schon angedeutet mit dem Anprobieren… zu Hause vor dem Spiegel! Natürlich haben wir uns, besserwisserisch und ungeduldig wie wir nun mal sind, einem Anpassen beim Händler widersetzt. Wieso auch…das Anlegen des Nackenschutzes ist schließlich so einfach wie das Überstülpen einer Jacke, naja, zumindest fast…wenn man denn weiß, wie man den Nackenprotektor am Besten trägt. Das Problem fängt eigentlich mit der Protektorenjacke an – nämlich dann, wenn es sich um eine Protektorenjacke handelt, die nicht Neckbrace-tauglich ist, so wie das hier auf den Bildern zu sehende „ältere“ Modell von iXS! Verflucht, wie genau sollte der Nackenprotektor denn nun in diesem Fall getragen werden… und wie weit muss die Nackenrolle angepasst werden? Im ersten Versuch haben wir es kurz und schmerzlos gemacht, wir haben den RC Evo so verwendet, wie er ausgeliefert wird, ohne die Nackenrolle anzupassen. Nach mehreren „Trockenversuchen“ haben wir uns für die dargestellte Trageweise der Kombination von Protektorenjacke und RC Evo entschieden. Der RC Evo wurde also auf der Protektorenjacke getragen, nur der hintere Bereich des Chassis verschwand unter die Jacke. Der Nachteil ist, dass der Nackenschutz weit nach vorne gedrückt wird und recht hoch sitzt…aber naja, wird schon gehen…

…geht mal gar nicht! Auf dem Weg zur Strecke wäre ich beim Überqueren der Straße dann erstmal fast von einem Auto überfahren worden, weil der Seitenblick doch sehr eingeschränkt ausfiel. Am Spot dann endlich den MX-Helm auf, dann die MX-Brille drüber..auch nicht so einfach, da die Arme nicht so weit über den Kopf gestreckt werden konnten wie gewohnt. Die Abfahrten verliefen dann auch nicht wirklich besser! Aaaarrrggghhhh…ich hatte das Gefühl, mein Kopf würde in einem Schraubstock klemmen! Kurioserweise fiel die eingeschränkte seitliche Bewegungsfreiheit beim Fahren selber gar nicht so negativ auf wie befürchtet, aber die Nackenfreiheit…oje…für mich persönlich so zumindest absolut unfahrbar. Okay, muss der RC Evo, wie von Ulrike bereits vorgeschlagen, wohl doch angepasst werden. Wer dieses nicht beim Händler vornehmen lässt, sollte sich zu Hause genug Zeit dafür nehmen. Auch die Trageweise der Kombination Protektorenjacke und RC Evo wurde nochmal überdacht. Die Kompatibilität stellt wirklich ein Problem dar – wer sich noch eine Protektorenjacke zulegen muss, sollte diese mit dem Blick auf eine Kombination mit einem Nackenschutz auswählen. Viele passen ihre Protektorenjacke hinsichtlich des Nackenschutzes an, indem sie zum Beispiel die oberste Platte des Rückenschutzes entfernen. Andere fahren komplett ohne Protektorenjacke, wobei wir hier aber der Sache etwas mit Skepsis entgegenstehen.

Die Anpassung des RC Evo geschieht eigentlich recht unkompliziert mit einem Eingriff bei der Nackenrolle. In der Umhüllung der Nackenrolle befinden sich, geschützt durch einen Reißverschluss, die drei Schaumstoffschichten aus Biofoam. Wir haben nachfolgend erst das gelbe Shim, dann das orangefarbene Shim entfernt. Die Bewegungsfreiheit ist individuell anzupassen, da hier jeder seine eigenen Vorlieben hat. Einige Fahrer fahren auch mit der unbearbeiteten Nackenrolle! Man muss also wirklich schauen, wie hier die Wahrnehmung beim Fahren ist! Natürlich ist es am Besten, so wenig wie nur möglich von den Shims zu entfernen, um eine Überstreckung im Falle eines Sturzes zu vermeiden. Hier noch mal der Verweis, dass eine Anpassung beim Fachhändler empfohlen wird, dem wir uns nur anschließen können! In meinem Fall haben wir dann sogar noch das weiche rote Schaumstoffpolster mit einem Messer bearbeitet. Das sieht zwar nicht schön aus und die Umhüllung wirft natürlich Falten, erfreut aber durch die von mir benötigte Bewegungsfreiheit. Das Ganze sieht, zumindest im „Trockenversuch“ und ohne Protektorenjacke, schon sehr zuversichtlich aus. Also wieder ab auf die Piste! Für die zweite Testphase habe ich die Protektorenjacke nicht getragen…wie gesagt, in unseren Augen nicht Sinn der Sache! Doch jetzt ging es nur um die reine Wahrnehmung des EVS RC Evolution Race Collar, ohne jegliche Störfaktoren wie eine „unkompatible“ Protektorenjacke!

Die Anpassung des Nackenschutzes durch die Nackenrolle wurde deshalb auch ohne Rücksicht auf die Protektorenjacke vorgenommen, auch in diesem Fall sollte man sich mit dem Fachhändler absprechen! Wie auf den Bildern unten ersichtlich, ist die Nackenfreiheit enorm gesteigert worden. Das beruht hier natürlich nicht nur auf die Anpassung der Nackenrolle, sondern auch dem Weglassen der Protektorenjacke, die für einen Nackenschutz einfach nicht vorgesehen ist. Unerlässlich ist in diesem Fall das Gurtsystem, welches einfach einzustellen und zu befestigen ist. Zum Vergleich zeigen die Bilder auch noch mal das Tragen der „abgespeckten“ Version in Verbindung mit bzw. auf der Protektorenjacke – unter der verwendeten Protektorenjacke lässt sich der Nackenschutz so ohne weiteres leider nicht tragen. Doch jetzt wieder zum bevorstehenden erneuten Test… Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, man bemerkt den RC Evo nicht. Doch die „Trockenübung“ sah sehr vielversprechend aus – das müsste jetzt doch eigentlich von der Bewegungsfreiheit reichen! Die Theorie alleine nützt natürlich nichts, also wieder auf die Piste und die Fahreindrücke bewerten. Vorweg gesagt…der Seitenblick ist viel besser, zumindest wurde ich nicht fast vom Auto überfahren. Beim Cruisen zur Strecke machte sich das Plus an Bewegungsfreiheit also schon sehr positiv bemerkbar 😉 Auch die MX-Brille ließ sich jetzt ohne Probleme über den Helm ziehen.

Arme kreisen lassen, Kopf links, Kopf rechts, Kopf nach hinten wippend – passt doch! Und jetzt mit dem Bike abwärts! Und?! Besser, auf jeden Fall, aber irgendwie kam das Gefühl auf, dass ich vor dem Spiegel bedeutend mehr Bewegungsfreiheit hatte. Kein Irrtum wie sich herausstellte. Der Grund ist trivial. Bei gebückter Haltung auf dem Bike ziehe ich die Schultern höher als im Ruhezustand und dadurch wird das Chassis natürlich nach oben geschoben, was die Bewegungsfreiheit im Vergleich zur „Trockenübung“ vor dem Spiegel natürlich wieder eingeschränkt. Zumindest kann man sich jetzt mit dieser Einschränkung arrangieren – oder man muss – eine weitere Anpassung des Nackenschutzes ist nicht möglich. Mit jeder gefahrenen Abfahrt gewöhnt man sich aber immer mehr an den Nackenschutz – wenn man dazu bereit ist. Da jeder Fahrer eine andere Körperhaltung auf dem Bike hat, muss diese Erfahrung noch lange nicht auf jeden zutreffen! Für uns hat der Test des Nackenschutzes vor allem gezeigt, dass für einen optimalen Sitz des Nackenschutzes viele Faktoren wichtig sind. Eine wichtige Rolle spielen die Körperhaltung, die verwendete Protektorenjacke, der Helm, die vernünftige Anpassung der Nackenrolle und nicht zuletzt das persönliche Empfinden!

Tests mit Dummies haben bewiesen, dass der Nackenschutz Schlimmeres verhindern kann. Die Verarbeitung des EVS RC Evolution Race Collar gibt keinen Grund zum Meckern und auch der Preis ist völlig okay. Unser Tipp an dieser Stelle: Vor dem Kauf beim Händler anprobieren, die richtige Größe ermitteln und Probefahren! Erhältlich ist der RC Evolution Race Collar in den Farben schwarz, rot, blau und weiß. Die Nackenrolle, das Polster und das Gurtsystem gibt es zusätzlich auch noch als Ersatzteile. Viele Infos findet ihr auf der amerikanischen Website unter www.evs-sports.com und auf der deutschen Seite unter www.evs-europe.com. Eine Anleitung als PDF gibt es bei 2WD unter www.2wheel-distribution.com

OHNE Bearbeitung der Nackenrolle und MIT Protektorenjacke:

NACH Bearbeitung der Nackenrolle und OHNE Protektorenjacke:

NACH Bearbeitung der Nackenrolle und MIT Protektorenjacke:

O’Neal Apocalypse Pant 09 – Freeride Hose Test

Du willst eine lange und robuste MX-Hose? Oder nein, bei dem schönen Wetter derzeit dann doch lieber eine Short – mit genügend Stauraum natürlich – und stabil sollte sie auch noch sein?! Aber was ist abseits der Spots? Dann doch lieber eine legere und coole Baggy Pant? Das sind drei Wünsche (mindestens) auf einmal – da diese zusammen in kein Ü-Ei der Welt passen, solltet ihr mal die O’Neal Apocalypse Pant abchecken – so, wie wir es getan haben!

Es ist schon erstaunlich, welche Fähigkeiten die O’Neal Apocalypse Pant 09 in sich vereint – und sich als wahrer Verwandlungskünstler zeigt. So ist, für den „normalen“ Einsatz beim MTB, die Hose auf allen Spots der Welt zu Hause. Damit die Hose im Baggy Look keine verhängnisvolle Bekanntschaft mit dem Kettenblatt oder ähnlichem eingeht, kann man die Hosenbeine bequem und sehr schnell per Klett enger stellen. Mit dem Schnitt, der Farbgebung und den Decals ist die Freeride Hose nicht nur extrem lässig, sondern bietet auch noch genug Platz zum Tragen von Schonern – ein ganz wichtiger Aspekt!

Sollten die Temperaturen auf Höchstwerte klettern, kann man schnell und einfach oberhalb der Knie die Hosenbeine per Reißverschluss abtrennen. Das Ganze hat noch einen weiteren Vorteil – sollten irgendwann mal die Hosenbeine zu sehr mitgenommen sein, dann weg mit den Teilen und man hat immer noch eine coole Short! Der Reißverschluss ist von außen durch die darüberliegende Stofflippe nicht sichtbar. Die Short bietet zwei „normale“ Hosentaschen und seitlich des Oberschenkels zwei verschließbare Taschen – die Taschen sind allerdings nicht aufgesetzt. Der Hosenbund lässt sich per Klett stufenlos anpassen. Die Hose sitzt einer MX-Hose entsprechend gut, diverse Stretcheinsätze sorgen für ein angenehmes Tragen der O’Neal Apocalypse Pant.

Die zum Tretlager zugewandten Seiten der Unterschenkel sind mit einem sehr strapazierfähigem Stoff versehen – eigentlich eine Hitzeschutz für den MX-Bereich. Die Qualität der Hose gibt keinen Grund zum Meckern, an den markanten Stellen sorgen zwei- und dreifach Nähte für ein langes Hosenleben. Die Hose ist robust und macht dennoch einen sehr legeren Eindruck, somit kann man die Apocalypse auch mal zur Arbeit oder in der Schule tragen…oder einfach abends nach dem Biken beim Chillen! Der Tragekomfort der Hose ist gut, der Reißverschluss zum Abtrennen der Hosenbeine stört erfreulicherweise nicht, da hier ebenfalls eine Stofflippe das Bein vor dem Reißverschluss schützt – der Reißverschluss wird also nicht zum Reizverschluss! Eine sehr durchdachte Hose, für die der Preis von knapp 100 Euro absolut gerechtfertigt ist.

Größen: 28, 30, 32, 34, 36, 42, 48, 50
Farbe: Schwarz
Preis: 99,90 Euro

Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Vaude Men’s Lake Jacket – Gelassen dem Wetter trotzen!

Ehrlich! Wir sind für das Wetter nicht verantwortlich! Zugegeben, das Wetter der letzten Wochen war für den Test des Vaude Men’s Lake Jacket natürlich wie geschaffen: Regen, eiskalter Wind, meistens direkt beides zusammen! Dass wir trotzdem noch gesund sind und über diese Jacke berichten können, spricht wohl eindeutig für das Lake Jacket. Weshalb, wieso und warum genau erfahrt ihr jetzt!

Selbst den hartgesottensten harten unverwüstlichsten Hardcorebiker rafft dieses Wetter irgendwann dahin – wenn er denn nicht vernünftige und den Umständen entsprechende passende Kleidung trägt. Die Umstände sind klar definiert: Nässe, Kälte, Wind! Für diese harte Zeit hatten wir das Vaude Men’s Lake Jacket im Einsatz, welches bei uns wochenlang Regen, Sturm, Matsche und diversen Baumberührungen standhalten musste. Die Jacke wurde in der Waschmaschine gewaschen, gefalten, gerollt und gequetscht – eigentlich alles, was so eine Jacke im Laufe ihre Lebens ertragen muss.

Das erste große Plus dieser Jacke ist der lockere Schnitt mit dem leicht tiefer geschnittenen Rücken. Hochspritzendes Wasser stellt somit kein Problem dar und auch die Nieren bleiben geschützt. Ein weiteres Plus ist der mit Klett verstellbare Armabschluss und die Möglichkeit, das Lake Jacke mit einer Kapuze zu versehen – diese befindet sich geschützt im Innenteil der Jacke und kann bei Bedarf per Druckknöpfen am Kragen befestigt werden – Top! Der hochstehende Kragen schützt den Hals vor Kälte und Nässe. Das Hauptaugenmerk des Lake Jacket ist aber sicherlich das atmunsgaktive Ceplex, welches für einen sehr angenehmen Tragekomfort sorgt.

Die Jacke vereint alle Vorzüge, die man an eine Regenjacke als auch einen Windbreaker stellt, ohne dass man das Gefühl hat in einem Plastiksack zu stecken – das fühlt man nicht nur, das sieht man auch, da die Jacke sehr „textil“ wirkt! Natürlich fehlt es dem Lake Jacket weder an Reflektor-Streifen noch an verschließbaren Belüftungsschlitzen im Achselbereich. Das Einzige was wir vermissen ist eine Innentasche (abgesehen von der Kapuzentasche). Eine hochwertige Top-Jacke, die mit einem Anschaffungspreis von 140 Euro den Geldbeutel allerdings nicht unbedingt schont. Die Gesundheit sollte es einem aber wert sein! Für die Damen der Schöpfung gibt es übrigens das Women’s Lake Jacket.

Größen: Von S bis XXL
Farben: red, black, steelblue und blue

Mehr Infos findet ihr unter www.vaude.de

Vaude Bikepark 16 – Ein Rucksack im Trend der Zeit – Test

Woran erkennt man einen treuen Begleiter? Er steckt viel weg, hält einem den Rücken frei und lässt einen noch gut aussehen! Besonders in unserem Wirkungsbereich benötigen wir einen Rucksack, der etwas mehr als der gewöhnliche Rucksack wegstecken können muss. Touren ja, aber meist nur als Mittel zum Zweck – Schienbeinprotektoren und Fullfacehelm sind also sehr oft unsere Begleiter. Dinge, die der Vaude Bikepark 16 locker wegsteckt!

Der Vaude Bikepark wird in zwei verschiedenen Größen angeboten. Somit kann sich der Biker zwischen einem Volumen von 16 Litern oder 24 Litern entscheiden – wir hatten uns den Bikepark 16 umgeschnallt. Beide Ausführungen sind in der Farbe Schwarz und in der Farbe Bronze erhältlich. Der Bikepark 16 schlägt mit 70 Euro zu Buche, für den größeren Bikepark 24 muss man 10 Euro mehr investieren. Optisch macht der Rucksack bereits einiges her. Ebenfalls begeistern kann der Rucksack durch den guten Tragekomfort. Nachdem der Rucksack eingestellt ist, was schnell und einfach von der Hand geht, sitzt der Vaude Bikepark bombenfest und dennoch bequem – den gepolsterten Gurten und dem seitlich gepolsterten Hüftgurt sei Dank.

Der Vaude Bikepark passt sich sehr gut dem Rücken an, das Vent-Tex Tragesystem sollte man in Bezug auf die Rückenbelüftung allerdings nicht überbewerten. Der Rucksack bietet übrigens, trotz der Bezeichnung Bikepark, keinen integrierten Rückenprotektor. Doch darum geht es hier auch nicht, sondern um einen kompakten und sehr gut sitzenden Rucksack, der durch sinnvoll angebrachte Riemen und voluminösen Netz-Seitentaschen das Verstauen unserer Schutzausrüstung ermöglicht. Das gelingt dem Vaude auch sehr gut, allerdings würden wir uns im oberen Bereich des Vaude Bikepark einen zusätzlichen Halteriemen wünschen, um das Potenzial auch komplett ausnutzen zu können. Oftmals wird bei Freeride-Rucksäcken eine Signalpfeife für den Fall der Fälle integriert, hier vermissen wir leider eine.

Die Verarbeitung des Vaude Bikepark ist sehr gut und der Rucksack zeigte sich im Test sehr robust. Im Trend der Zeit zeigt sich der Vaude Bikepark allerdings nicht nur bei der Optik, sondern auch mit der Verstaumöglichkeit für einen MP3-Player. Der Hüftgurt bietet zusätzliche verschließbare Taschen, ein Punkt, den wir hier auf jeden Fall lobend erwähnen wollen. Reflektierende Elemente und die verstaute Regenhülle runden das gute Gesamtbild des Vaude Bikepark ab.

Mehr Infos findet ihr unter www.vaude.de

iXS MX-Helm HX 167 im Test

Nein, keine Sorge…wir fangen nicht wieder davon an, wie sinnvoll es ist, manchmal doch einen Fullfacehelm zu tragen! Nein, es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er „obercool“ sein Gesicht mit einem Spachtel von einem Steinfeld oder der Rampe kratzen will oder ob er die nächsten Wochen seine Nahrung per Strohhalm schlürfen möchte – lecker Grillteller aus dem Mixer! Für alle anderen haben wir hier einen echt heißen Tipp: Den iXS HX 167!

Der iXS HX 167 verspricht schon mal eines ganz sicher: Safety First! Kein Wunder, bei dem Helm handelt es sich nicht „nur“ um einen Fahrradhelm, sondern um einen MX-Helm, der natürlich die ECE-R 22/05 Norm erfüllt. Der Crosshelm aus Carbon/Kevlar Fiberglas Verbund, der etwa um die 1280 Gramm auf die Waage bringt, schützt die Murmel aber nicht nur extrem vor Verletzungen, sondern sieht zudem echt zornig aus! Das Design ist richtig phatt und durch die verschiedenen erhältlichen Farben kann man den Helm entsprechend seinem Outfit auswählen.

Auffallend ist neben dem markant wirkenden Kinn und dem großen Helmschild auch der Nasenschutz. Sollte irgendjemand dieser Nasenschutz stören, kein Problem, der kann natürlich auch problemlos entfernt werden. Verschlossen wird der HX 167 mit dem üblichen Doppel-D-Ring Verschluss, ein Garant dafür, dass der Helm dort bleibt, wo er hingehört – auf dem Kopf! Der Helm sitzt ausgezeichnet – Voraussetzung ist natürlich, dass man den Helm auch in der richtigen Größe erwirbt, was bei den verfügbaren Größen von XS bis 2XL kein Problem darstellen sollte.

Die Belüftung ist dank der Stirn- und Kinnbelüftung für einen MotoX Helm vorbildlich, auch wenn die wahrzunehmende Geräuschkulisse und die Belüftung in der geschlossenen Helmschale des HX 167 natürlich weniger ausgeprägt ist als bei den leichteren „reinen“ Fahrradhelmen mit den Lüftungslöchern. Angesichts des enormen Sicherheitsaspektes nehmen wir das aber gerne in Kauf! Das Innenfutter aus Coolmax ist angenehm zu tragen und lässt sich zu Reinigungszwecken entnehmen und per Klick schnell und einfach wieder einsetzen.

Fazit

Sicherheit kann so schön sein! Super Optik, hervorragende Verarbeitung und perfekter Tragekomfort – das nennen wir cool!!!

Größen: XS bis 2XL
Preis: 249 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-fashion.com

Tatonka Power Jacket und Northway Pants 2 – Test Regenbekleidung

Endlich ist er da – der von den Meteorologen viel versprochene „Jahrhundertsommer“. Noch viel besser, noch viel heißer und noch viel trockener als die vorangegangenen Jahrhundertsommer! So wird es uns zumindest von Jahr zu Jahr versprochen :-/ Klug ist der, der den Weisheiten der Meteorologen nicht zu sehr vertraut und sein Geld nicht in diverse Badebekleidung investiert, sondern in vernünftiger Regenbekleidung! Der nächste Regen lässt nämlich nicht lange auf sich warten! Wir haben uns mit dem Tatonka Power Jacket und den Tatonka Northway Pants 2 den Wassermassen gestellt!

Tatonka bietet dem naturliebenden Outdoorsportler eine umfangreiche Bekleidungspalette an. Mit dem Power Jacket findet sich hier eine robuste multifunktionale Regenjacke, die wir ausgiebig testen konnten – dem Wetter der letzten Wochen sei Dank! Die atmungsaktive Regenjacke bietet versiegelte Nähte und erwies uns auch bei den Regenmassen der letzten Wochen exzellente Dienste. Selbst bei ausgiebigen Touren im Regen konnte das Power Jacket zuverlässig das Regenwasser vom Körper fernhalten. Die Jacke bietet zwei mit einem Reißverschluss versehene Eingriffstaschen und eine Kapuze. Im Innern der Jacke finden sich zusätzlich zwei Taschen für schnellen Zugriff auf Dinge wie zum Beispiel Kartenmaterial. Für Belüftung sorgen Reißverschlüsse im Bereich der Achseln, die für Frischluft sorgen können, aber natürlich nicht müssen. Bemerkenswert finden wir vor allem die Robustheit der Jacke. Durch die Atmungsaktivität kann man die Jacke auch gut mal als Windbreaker verwenden. Nachteil des Power Jacket ist das recht große Packmaß im zusammengefalteten Zustand. Das Power Jacket ist in den Größen S bis XXL und in den Farben schwarz, rot und blau erhältlich und kostet 100 Euro.

Natürlich sollten auch die Beine zuverlässig vor der Nässe geschützt werden. Zeitgleich mit dem Power Jacket haben wir die Northway Pants 2, ebenfalls von Tatonka, getestet. Bei der Northway Pants 2 handelt es sich um eine atmungsaktive Regenhose mit lässigem Schnitt. Wie bei der Regenjacke sind auch bei der Regenhose die Nähte versiegelt. Zuverlässig hält die Hose den Regen und das Spritzwasser vom Körper fern, das atmungsaktive Material sorgt dafür, dass man in der Hose nicht durch den eigenen Schweiß „wegschwimmt“. Die Hose bietet im Innern ein kleines mit Klett verschließbares Fach für Kleingeld oder ähnliches. Der Clou bei den Northway Pants 2 sind die durchgehenden seitlichen Reißverschlüsse, die ein schnelles und unkompliziertes Aus- und Anziehen der Hose ermöglichen. Die Northway Pants 2 hat ein sehr kleines Packmaß und wird mit einem kleinen Beutel, zum Verstauen der Hose, ausgeliefert. Die Northway Pants 2 ist in den Größen 48 bis 56 in schwarz erhältlich und kostet 95 Euro.

Fazit:

Eine gute und sinnige Investition! Die Qualität der Tatonka Regenbekleidung spricht für sich! Der nächste Regen kommt bestimmt und der Herbst lässt sowieso nicht mehr lange auf sich warten!

Mehr Infos unter www.tatonka.com

Tatonka Patience 12+ Rucksack im Test

Ein guter Rucksack ist unerlässlich – selbst bei einer Tagestour müssen einige Dinge mitgeführt werden. Der Rucksack sollte nicht zu groß, allerdings auch nicht zu klein ausfallen! Das Volumen des Tatonka Patience 12+ beträgt 12 Liter, genug Stauraum für das Gepäck einer Tagestour. Getränke, Futter, Werkzeug und Regenbekleidung finden ebenso Platz wie ein kleines Erste-Hilfe-Set. Sollte der Platz im Innern des Tatonka nicht ausreichen, kann das Volumen bequem per Reißverschluss um drei weitere Liter erweitert werden.

Ausgestattet ist der Tatonka Patience 12+ mit dem „Padded Back-System“, einer speziellen Polsterung, die ein bequemes und softes Tragen des Rucksacks ermöglicht. Der Nachteil des Rückensystems ist allerdings, dass der Rucksack keine Belüftung des Rückens zulässt. Der Patience 12+ sitzt hervorragend und lässt sich gut am Körper fixieren. Die Halteriemen lassen sich unkompliziert und schnell anpassen. Als Clou ist eine Signalpfeife im Verschluss des Brustgurts integriert – für den Fall der Fälle.

Das Trägersystem ist sehr durchdacht. Der Rucksack schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein und stört daher auch nicht. Eine Trinkblase gehört zwar nicht zum Lieferumfang des Tatonka Patience 12+, für den Einsatz einer Trinkblase ist der Rucksack allerdings vorbereitet. Im Frontbereich des Rucksacks bietet der Patience 12+ ein Fach, welches durch einen Reißverschluss gesichert ist. Die Reißverschlüsse des Patience 12+ sind gut zu greifen und zu betätigen, auch mit Handschuhen.

Ebenfalls lobenswert sind die im Hüftgurt intgrierten Taschen. Schön wäre es allerdings, wenn sich wenigstens eine der beiden Taschen mit einem Reißverschluss verschließen lassen würde. Natürlich bietet der Patience 12+ auch die üblichen Netztaschen an den Seiten des Rucksacks – selbstverständlich! Die Verarbeitung des Tatonka Patience 12+ ist top! Die Nähte des Rucksacks halten, selbst unter extremen Belastungen.

Auch wenn das verwendete Material des Tatonka Patience 12+ wasserabweisend ist, wäre die Erweiterung des Lieferumfangs um einen Regenüberzug wünschenswert – bei den Regenergüssen der letzten Monate kann kein Rucksack auf Dauer den Wassermassen standhalten. Der Rucksack ist in zwei Ausführungen, d.grey/red und d.grey/black, zum Preis von 70 Euro erhältlich.

Mehr Infos unter www.tatonka.com

Skechers Dinghy Sneakers – …the „S“ im Test

Es ist ein schmerzvoller Abschied, doch irgendwann ist es so weit! Nach unzähligen Einsätzen und Schlammschlachten sind neue Schuhe angesagt – die „Alten“ haben es definitiv hinter sich! Die Sohle sieht aus wie vom Frettchen angefressen, in den Seiten raffen tiefe Löcher und jede Pfütze muss jetzt liebevoll umkurvt werden, um nicht direkt auf den ersten Metern nasse Füße zu bekommen. Neue Sneakers müssen her! Wir haben uns die Skechers Dinghy unter die Füße geschnallt und unserem Bike damit ordentlich die Sporen gegeben!

Obwohl das Unternehmen erst im Jahre 1992 in den USA gegründet wurde und somit eigentlich noch recht jung ist, zählt Skechers zu den ganz heißen Nummern bei trendigen Schuhen. Kein Wunder, handelt es sich beim Firmengründer um Robert Greenberg, seines Zeichens L.A. Gear Gründer. Zusammen mit seinem Sohn Michael stampfte er mit Skechers ein Unternehmen aus dem Boden, welches sich vor der Konkurrenz nicht zu scheuen braucht… zum Beispiel mit dem Skechers Dinghy. Mit dem Dinghy bietet Skechers einen Schuh an, der vom Tragekomfort und Sohlenprofil bestens für uns Biker geeignet ist.

Der klassisch schlichte Dinghy wirkt sehr hip – das Obermaterial besteht aus Leder und weist keine Lüftungslöcher oder unnötigen Nähte auf. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, der Schuh bietet einen sehr guten Schutz vor Nässe! Weitere Pluspunkte kann der Dinghy mit der Sohle einsammeln. Der Grip auf Plattformpedalen ist durch das Muster der Sohle sehr gut und weiß, selbst bei Nässe, zu begeistern. Die Sohle ist weder zu hart noch zu weich und vermittelt somit ein gutes und sicheres Fahrgefühl. Der Schuh sitzt wie angegossen und ist zudem äußerst bequem. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, die Qualität kann ebenfalls absolut überzeugen. Ausziehen möchte man die Schuhe kaum noch und der Abschied vom alten zu Grabe getragenen Schuh ist somit bereits Geschichte 🙂

Tipp: Beim Kauf darauf achten, dass der Schuh recht groß ausfällt!

Fazit:

Mit der griffigen Sohle, dem Tragekomfort, dem guten Wetterschutz und der guten Verarbeitung kann der Skechers Dinghy voll punkten!

Größen: 6,5 bis 14
Preis: um die 60 Euro

Mehr Infos unter www.skechers.com