Uvex FP 501 Supercross Goggle – Die MX-Brille im Test

Welcher Brillenträger nutzt zum Putzen der Brille nicht bewusst die Kondensation? Die Brille wird angehaucht und dann mit einem feinen Tuch nachgeputzt. Genau dieser „erwünschte“ Effekt des Kondensierens sorgt bei unserem Sport für die größten Probleme – bis hin zur Gefahr eines Sturzes. Eine beschlagene Scheibe, ein absoluter Graus! Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir euch schon vor einer langen Zeit ein wirksames Mittel gegen diese Gefahr vorgestellt, in diesem Winter hatten wir das Vergnügen mit der Uvex FP 501 Supercross.

Werbewirksam werden Schokoriegel umbenannt, Packungsinhalte werden bei gleicher Verpackungsgröße minimiert und auch sonst unternehmen die Werbestrategen alles, um die Kunden zu locken, manchmal auch ein klitzekleines bisschen zu täuschen und letztendlich das Geld aus den Taschen zu ziehen. Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir vor einer langen Zeit eine MX-Brille im Test, die sehr überzeugen konnte – vom Tragegefühl über die Optik bis zur Funktion. Eigentlich sollte man vermuten, die neue FP 501 Supercross müsste eine furiose Namensänderung genießen, aber dem ist nicht so. Schnell merkt man, dass dieses auch gar nicht nötig ist! Die neue Goggle kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen – auch ohne werbewirksame Wortklaubereien! Die Firma Uvex entwickelt schon seit Ewigkeiten Brillen im Bereich Ski und MX und hat somit Erfahrungen gesammelt, von denen wir als Endverbraucher letztendlich profitieren. Vorweg sei schon angemerkt, dass es bei der FP 501 Supercross nichts zu meckern gibt. Vielleicht nur die Tatsache, dass die gewünschte oben beschriebene Putzaktion nicht durchführbar ist – die Brille will einfach nicht beschlagen!

Damit ist für uns einer der wichtigsten Kriterien bereits vollstens erfüllt. In ungünstigen Situationen bei Eiseskälte, nach einem Run schwer atmend, zeigt auch die Uvex FP 501 Supercross den Anflug eines Beschlagens, welcher aber sofort wieder verfliegt. Wir wissen nicht mit was die Scheiben bei der Produktion benetzt wurden, aber es funktioniert ganz hervorragend. Der Aufdruck „super antifog“ ist also nicht übertrieben. Die Scheibe ist natürlich ein ganz elementarer Bestandteil einer MX-Goggle, neben dem Rahmen natürlich. Und genau dieser Scheibe hat sich Uvex sehr angenommen. Die bereits beschriebene Antifog Beschichtung ist excellent, aber auch die anderen Eigenschaften der Scheibe sind überzeugend. Die Sicht ist erstklassig, über das gesamte Sichtfeld sind keine Verzerrungen sichtbar. Auffallend ist auch, dass die Brille nur sehr wenig Licht schluckt. Gerade bei widrigsten Bedingungen, wie zum Beispiel bei wolkenverhangenem Himmel in Waldpassagen, ist das sehr wichtig. Uvex hat dem Kind bzw. der Scheibe dementsprechend auch einen Namen gegeben: uvex supravision triflex.

Das Sichtfeld der Uvex FP 501 ist sehr gut, die Brille passt hervorragend zu herkömmlichen Fullfacehelmen, womit wir schon beim Thema Rahmen wären. Der Rahmen unterstützt mit seiner guten Belüftung die Antifog Funktion der Scheibe. Die Belüftung ist natürlich immer eine Gratwanderung zwischen dem Hitzetod in der Brille, dem Anlaufen der Scheibe und entgegengesetzt der Zugluft. Ein schmaler Grat, auf dem die Uvex gekonnt langtänzelt, daneben hat man der FP 501 Supercross eine schöne, aber nicht zu schrille Optik verpasst! Die Goggle sitzt sehr angenehm, der für die Gesichtsauflage verwendete profilierte Schaumstoff bietet einen hohen Komfort. Das Brillenband besitzt drei Silikonstreifen, die ein Abrutschen der Brille vom Helm verhindern. Das Brillenband lässt sich natürlich an den Umfang des Helmes anpassen, aber das sollte nicht weiter erwähnenswert sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Das „Grundmodell“ der Uvex FP 501 gibt es in zig verschiedenen Ausführungen, die Supercross gibt es alleine schon in mehreren Varianten. Eine Sache noch, die man nicht unerwähnt lassen sollte: Die Brille ist „Made in Germany“. Auch dafür den Daumen nach oben!

Fazit:

Ein Qualitätsprodukt „Made in Germany“! Sehr empfehlenswert!

Preis: 49,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de

Uvex Maxx – Test Sportbrille – Wer wird denn aus dem Rahmen fallen?

Abseits der festgetretenen und etablierten Pfade im Bereich der Sportbrillen schreitet Uvex mit der Sportbrille Maxx. Wo andere Hersteller mit Wechselgläsern, Wechselnasenbügeln und Wechsel-wer-weiß-was dicke Geschütze auffahren, präsentiert sich die Uvex Maxx sehr schlicht – man könnte schon sagen puristisch! Nach dem Motto „weniger ist manchmal mehr“ zeigt sich die Uvex Maxx selbstsicher und chic – und das Ganze zu einem Preis von knapp 30 Euro. Der Preis ist heiß, aber kann die preiswerte Uvex auch noch mit anderen Eigenschaften punkten?

Der Preis ist natürlich heiß, ebenso wie die Optik der Maxx. So puristisch diese Brille auch sein mag, beim Style hat Uvex nicht gespart. Die Maxx ist anders, sie besitzt keinen Rahmen und keine (einzelnen) Gläser, sie ist rahmenlos oder besser gesagt, der Rahmen und die Gläser bilden eine Einheit. Durch diese Form bietet sich natürlich eine ganz besondere Optik – mit allen dazugehörigen Vor- und Nachteilen. Somit ist schon klar, dass man bei verschiedenen Lichtbedingungen mit einer Brille nicht auskommt. Das sollte kein Problem sein, die Uvex Maxx gibt es in folgenden Ausführungen: Black, brown, orange und clear. Diesbezüglich bleiben schon mal keine Wünsche offen – auch wenn man so mit einer einzigen Brille wohl nicht auskommen wird. Die Uvex Maxx sitzt angenehm und verrutscht nicht, sofern sie von Anfang an passt. Leider bietet Uvex die Maxx nur in einer Größe an, zudem lässt sich die Brille nicht weiter einstellen. Die Brillenbügel passen sich optisch hervorragend in das Gesamtbild der stylischen Brille ein, auf der Nase sitzend wirkt die ganze Brille wie aus einem Guss. Punkten kann die Brille neben dem Gewicht auch mit den soften Bügelenden – nichts drückt oder verrutscht. Weshalb Uvex den Nasenbügel nicht ebenso gummiert hat, steht für uns allerdings in den Sternen.

Das Sichtfeld ist ausgezeichnet und verdient höchstes Lob. Trotz der starken Krümmung der Linse(n) bzw. der Brille bleibt die Sicht absolut verzerrungsfrei. Uvex wirbt nicht nur mit dem Motto „Uvex – Protecting people“, sondern sorgt auch bei der Maxx mit 100% UV-Schutz für den Schutz der Augen – mal ganz abgesehen vom Schutz vor Zugluft. Diesbezüglich gibt es von unserer Seite volle Punktzahl. Doch ein sehr wichtiges Kriterium war für uns auch die Beschlagfreiheit der Maxx. Im Winter musste sich die Uvex den harten Bedingungen stellen. Zum Testende hatten wir ein lachendes und ein weinendes Auge. Lachend deshalb, weil die Beschlagfreiheit der Maxx wirklich ganz hervorragend ist. Selbst unter widrigsten Bedingungen, mit erhöhter Atmung bei Tiefstwerten weit unter Null Grad und gleichzeitiger Beeinträchtigung der Luftzirkulation durch eine Gesichtsmaske, kann die Antifog Beschichtung wirklich überzeugen. Da haben die Ingenieure sehr gute Arbeit geleistet! Kommen wir aber noch zum weinenden Auge! Leider scheint die Uvex Maxx das Streusalz von den Streudiensten im Winter nicht zu verkraften, die Beschichtung warf Blasen und löste sich. Das sollte und darf natürlich nicht sein. In so einem Fall würde man dann natürlich gerne die Gläser wechseln…

Fazit

Die Uvex Maxx sieht chick aus, ist preisgünstig, bietet 100% UV-Schutz und ist zudem mit einem Preis von knapp 30 Euro wirklich preiswert. Durch unsere Erfahrungen im Winter können wir der Brille aber leider nur eine bedingte Empfehlung aussprechen!

Preis: 29,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de

Swiss Eye Gardosa – Ein vermeintlicher Schweizer im Test

Dieses Jahr steht bei uns ganz im Zeichen des Auges! Das Team der Fraktur wird dieses Jahr mächtig ein Auge werfen – und zwar auf Rad- und Sportbrillen! Doch nicht ist immer alles so, wie es auf dem ersten Blick scheint. Das trifft auch auf die Firma Swiss Eye zu. Swiss Eye ist entgegen aller Vermutungen kein Unternehmen aus der Schweiz, sondern aus Deutschland. Die erste Brille des Unternehmens wurde in der Schweiz produziert und aufgrund dessen wurde der Firmenname gewählt. Swiss Eye bietet mittlerweile eine Unmenge von Brillen an, wir haben uns für das Modell Gardosa entschieden. Ein vermeintlicher Schweizer im Test!

Ja, die Schweiz und die Schweizer! Bekannt für ihre Klappmesser, als Paradies für Steuerflüchtlinge, für leckere Schoki und natürlich für ihre Liebe zur Präzision. Natürlich lässt jede Firma gerne ihre Produkte mit dem letzten Punkt assoziieren. Bei Swiss Eye trägt der Name sicherlich nicht unerheblich dazu bei, auch wenn die Brillen nicht mehr in der Schweiz produziert werden. Kann die Gardosa wirklich halten, was man sich von der Brille, dem Namen und dem Preis von knapp 90 Euro verspricht? Sicherlich keine leichte Aufgabe! Die Gardosa hat eigentlich die schlechtesten Vorraussetzungen vorgefunden, die eine Brille nur haben kann. Schnee, Kälte und Salz vom Streudienst können einer Brille schon mächtig zu schaffen machen, das haben wir bei einer anderen Brille im Rahmen unserer kleinen Testreihe selber erlebt. Ein sehr wichtiges Kriterium war die Antifog Eigenschaft der Brille. Ausgangsposition war, dass wir bei langsamen Fahrten mit erhöhter Atmung durch starke Belastung oft genug blind durch die Gegend geirrt sind – wenig prickelnd, wenn dies kurz vor Kurven oder Hindernissen passiert. Bei der Gardosa erhofften wir uns Besserung. Doch erstmal durchatmen und ganz langsam der Reihe nach!

Bei der Gardosa erhält man die Brille nicht nur in einem Säckchen, sondern zudem in einem schönen Etui, welches neben der Brille noch die Wechselgläser enthält, welche allesamt wieder einzeln in kleinen Täschchen verpackt sind, um diese zu schonen. Das gefällt natürlich schon sehr gut. So kann man seine Brille auch mal in einer viel zu vollgestopften Reistasche oder in einem überquellenden Koffer verstauen, ohne die Brille ungewollt direkt in alle Einzelteile zu zerlegen. Zum Lieferumfang gehören neben dem Brillenrahmen die Gläser in klar, gelb und getönt. Die Gläser sind Antifog beschichtet und erwiesen sich im Test als recht unempfindlich. Auch hier ein Plus von unserer Seite. Bei den Gläsern handelt es sich um Einzelgläser, also nicht um ein durchgehendes Brillenglas. Die Montage und Demontage der Brillengläser ist unkompliziert, allerdings darf man auch nicht zu zimperlich sein. Die entstehenden Fettfinger auf den Gläsern sind zwar ärgerlich, aber lassen sich durch das mitgelieferte Brillensäckchen aus Mikrofaser schnell entfernen. Die Antifog Beschichtung kann begeistern, im normalen Betrieb funktioniert das System sehr gut. Lediglich bei Unterbrechung oder Einschränkung der Luftzirkulation, wie zum Beispiel beim Tragen der Brille in Verbindung mit einem Fullface Helm oder, noch schlimmer, beim Tragen einer Goretex Maske, beschlägt auch die Gardosa unter widrigen Umständen.

Die Passform der Gardosa ist sehr gut. Die aerodynamische Form, das geringe Gewicht und die gummierten Bügel verleihen der Brille ein angenehmes Tragegefühl, nichts drückt, auch nicht beim Tragen eines Fullface Helmes. Wichtig ist, dass diese Brille von Anfang an sitzt, da es keinerlei Verstellmöglichkeiten und auch keine weiteren Größen gibt. Das Sichtfeld ist ausgezeichnet, keine Verzerrungen stören den Blick. Die Augen werden nicht nur gut vorm Fahrtwind geschützt, sondern dank des 100% igen UVA- UVB- und UVC-Schutzes auch langfristig geschützt. Besonders angetan hat es uns die Ausführung der Gardosa in white/red, es gibt aber auch noch die Brille in black, in grey und in blue sky/white…auch sehr fein 🙂 Trotz aller Strapazen hat sich die Gardosa im Test sehr gut geschlagen. Lediglich die Schräubchen der Brillenbügel haben sich gelöst und mussten nachgezogen werden. Natürlich könnte man jetzt noch anführen, dass ein Klicksystem zur Bügelhalterung, ein austauschbarer Nasenbügel und eine Vorrichtung für Korrekturgläser schön wären, aber für Brillen, welche diese Kriterien erfüllen, muss man deutlich mehr auf die Ladentheke legen als die knappen 90 Euro für die Gardosa.

Die gute Passform, das phatte Erscheinungsbild, die gute Verarbeitung, die sehr guten Gläser und nicht zuletzt unsere positiven Erfahrungen lassen nur ein Fazit zu: Empfehlenswert!

Preis: 89,90 Euro

Mehr Infos unter www.swisseye.com

Uvex Downhill Jet Fighter – Born to fly – Helmtest

Ende 2005 hatten wir den UVEX Downhill Helm im Test. Seit über vier Jahren versieht der Helm nun bei uns schon seinen Dienst und noch immer sind wir von diesem Helm sehr angetan. Die Zeit und diverse Bodenproben haben allerdings deutliche Spuren hinterlassen – Zeit also für einen neuen Helm! Wie gerufen scheint der UVEX Jet Fighter jetzt in die Fußstapfen seines Vorgängers treten zu wollen. Neu heißt aber nicht immer gleichzeitig besser! Wir waren sehr gespannt auf den „Neuen“!

Der Uvex Jet Fighter wurde gründlich überarbeitet. Nicht nur die Lackierung zeigt sich in einem völlig neuen Gewand, sondern auch die Schale aus Polycarbon und das Innenfutter. Der Helm zeigt sich deutlich runder und kompakter, wirkt aber immer noch sehr markant. Erstaunlich ist die Kinnpartie, obwohl diese beim Vorgänger deutlich ausgeprägter zu sein scheint, bietet der neue Helm mehr Platz im Kinnbereich. Die Lüftungslöcher des UVEX wurden überarbeitet und sind bei dem neuen Helm etwas kleiner, dafür aber mit einem Metallgitter abgedeckt und wirken mehr in den Helm integriert, was der Optik sehr gut tut! Beim Thema Belüftung kann aber auch der Nachfolger, wie schon der Uvex Downhill, nicht viele Punkte holen – diese fehlenden Punkte holt sich der Jet Fighter in anderen Bereichen. Erstaunlich ist das Gewicht des Jet Fighter. Mit einem Gewicht von knapp 910 Gramm bei der Größe M bleibt dieser sogar noch um einiges unter dem Gewicht des alten Helms, welcher ja auch schon beeindruckend leicht war. Trotz aller Änderungen bietet der „Neue“ einige nette Details des „Alten“.

So ist der Hinterkopfbereich des Helms im Bereich des Brillenbandes wieder etwas abgesetzt, um ein Verrutschen der MX-Brille zu verhindern. Optisch gefällt uns auch diese Lösung bei dem Jet Fighter deutlich besser als beim Vorgänger. Das Sichtfeld ist top, weder der Kinnbereich noch der höhenverstellbare Helmschirm stören. Die MX-Brillen passen hervorragend. Ebenfalls überarbeitet ist das Innenfutter, wobei wir auch bei dem alten Innenfutter nichts auszusetzen hatten. Das Innenfutter ist antibakteriell, hautfreundlich, lässt sich entnehmen und waschen – Punkte, die wir auch schon beim Vorgänger sehr lobenswert fanden. Der Verschluss wurde komplett überarbeitet und statt dem ansehnlichen Gurt-Verschluss-System versieht jetzt ein Plastikklickverschluss seinen Dienst. Funktioniert tadellos und ist leicht zu bedienen. Ein Plus dieses Systems ist sicherlich das Gewicht, aber ob dieser ebenfalls so viel aushält wie der alte Verschluss wird sich in den nächsten Jahren herausstellen 😉 Derzeit gibt es für uns aber keinen Grund zum Nörgeln.

Der Kinnriemen ist gepolstert und lässt sich schnell und einfach anpassen. Die matte Lackierung des Jet Fighter ist der absolute Hammer! Noch nie wurde unsereins so oft auf einen Helm angesprochen wie es bei dem Jet Fighter der Fall ist. Da haben die Designer von Uvex genau den richtigen Riecher gehabt! Der Helm sitzt also nicht nur gut, man sieht auch noch gut darin bzw. damit aus – und der Helm vermittelt ein gutes und sicheres Gefühl! Eigentlich bräuchte man es bei Uvex nicht erwähnen, aber wir tun es trotzdem: Der Helm erfüllt natürlich die gängigen Sicherheitsnormen wie die EN 1078. Übrigens: Der Helm ist neben dem Jet Fighter auch als coole Skull Version erhältlich. Unbedingt mal anschauen! Mit dem Jet Fighter beweist UVEX, dass man gute Produkte immer noch verbessern kann! Knappe 130 Euro, die mit Sicherheit (für die Sicherheit) sehr gut angelegt sind!

Preis: 129,95 Euro
Größen: XS bis XL

O’Neal Blur B1 Goggle – Von wegen Unschärfe!

Blur – Das heißt eigentlich Unschärfe! Nach dem Test der Blur B1 dürfen wir behaupten, dass weder die Sicht durch die Brille noch das Erscheinungsbild diesem Namen gerecht werden. Neben den unifarbenen Rahmen gesellen sich so geil designte Rahmen, dass man nur zu einem Schluss kommen kann: Extrem scharf! Und fast zu Schade für den Einsatz bei Matsch und Modder. Doch es hilft ja alles nichts! Wir haben uns mit dem Modell „Hurricane“ dann doch ins matschige Elend gestürzt.

Eigentlich schade, dass man, sobald man sich die Brille überstreift, die geile Optik der B1 den Außenstehenden überlässt. Damit man selber dennoch auch in vollen Zügen von dieser Brille profitiert, bietet die Blur B1 Goggle dem Träger so einige nette Dinge. Darunter zählt erstmal die gute Passform und das angenehme Tragegefühl. Der Rahmen der B1 ist ergonomisch geformt, sehr leicht und natürlich belüftet. Der Schaum ist angenehm auf der Haut zu tragen und saugt den Schweiß auf. Die Sicht durch die Brille zeigt weder Verzerrungen noch Unschärfe.

Das Brillenglas ist Antibeschlag beschichtet, was auch sehr gut funktioniert. Lediglich in langsamen Passagen kann bei erhöhter Anstrengung das Brillenglas leicht beschlagen, wenn es draußen nasskalt ist. Durch die Beschichtung des Glases wird die Sicht allerdings sehr schnell wieder freigegeben. Das Brillenglas außen ist kratzfest, auch da gibt es nichts zu meckern, nur auf der Innenseite ist etwas mehr Vorsicht geboten. Für uns allerdings kein Kritikpunkt, da einem der Dreck ja immer von außen auf das Glas geworfen wird. Nach dem Abstreifen der Brille sollte zur Aufbewahrung sowieso der mitgelieferte Mikrofaserbeutel verwendet werden, welcher auch gleichzeitig als Putztuch fungiert. Wer gerne mit Abreißfolie fährt, kein Problem, die Pins für Abreißfolien sind vorhanden.

Das Brillenband ist innen mit einem breitem Silikonstreifen beschichtet, welches ein Abrutschen des Bandes vom Helm zuverlässig verhindert. Die Blur B1 ist neben den Standardfarben auch noch in den Modellen Hustler, Kariert und Klar erhältlich. Der Preis für die unifarbene B1 beträgt 39,90 Euro, der Preis für die designte B1 beträgt 49,90 Euro. Die Gläser sind in weiteren Tönungsfarben verfügbar, der Preis liegt so um die 8 Euro.

Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Craft Flex Hood – Ein Kapuzenpulli nicht nur für Rocky!

Wer kennt ihn nicht? Rocky! Eine ganze Generation ist mit Sly aufgewachsen, hat bei Rocky mitgefiebert und bei seinem Training mitgeschwitzt – womit wir schon beim Thema wären. Der Kapuzenpulli, auch Hoody genannt, war damals schon trendy. Weniger trendy waren damals allerdings auch schon die Schweißflecken. Gefühlte 28 Rocky-Filme später gibt es jetzt die perfekte Lösung für dieses alte Problem, den Craft Flex Hood!

Als notorischer Autoverweigerer versucht man natürlich alles mit dem Bike zu erledigen, sei es die Fahrt zur Arbeit oder der Besuch bei Kollegen oder Verwandten. Irgendwann fängt natürlich das körpereigene Kühlsystem an zu arbeiten, sprich man schwitzt. Schnell kommen einem wieder die Bilder von Sly in den Sinn. Angesichts der meist mehr oder weniger coolen Optik der Bikebekleidung greift man dann doch immer wieder zu einem Hoody…aus bester Baumwolle natürlich. Mit fatalen Folgen, angefangen von den Schweißflecken und den dann daraus resultierenden Düften. Craft hat endlich die Lösung parat und wir sind sehr angetan! Die Optik ist sehr gelungen, sei es der Schnitt, der Schriftzug auf der Brust oder die verfügbaren Farben. Der Craft Flex Hood bringt natürlich alles mit, was man sich von einem Kapuzenpulli wünscht, das ist neben der Kapuze (logo!) auch die vorne angebrachte Tasche. Das leicht windabweisende technische Fleece-Material sieht dem Original Baumwolle verblüffend ähnlich, weiß aber durch Atmungsaktivität und Wärmeisolation zu begeistern. Da klebt nichts mehr auf der Haut – gut für die Optik, die Gesundheit und die Nase. Erstaunlich ist der Tragekomfort auf der Haut, der Hoody fühlt sich kuschelig weich und angenehm an. Erreicht wird das durch die gebürstete Innenseite. Ebenfalls gut gelöst ist der Kordelzug der Kapuze, der nicht wie bei anderen Kapuzenpullis wild in der Gegend oder dem Mittagessen rumbaumelt. Der Hoody ist in verschiedenen Größen erhältlich, es gibt sogar ein spezielles Kindermodell. Der Preis für die „Großen“ beträgt 69,95 Euro, der Junior ist mit 49,95 Euro dabei. Fazit? Top! Einziger Vorwurf: Wieso gibt es diesen Hoody denn erst so spät? Auch Sly hätte seine Freude gehabt!

Mehr Infos unter www.craft.se

O’Neal Revolution Glove 2010 – It’s time for a revolution!

Wir haben mal wieder etwas sehr feines bei O’Neal entdeckt: Die Revolution Glove 2010. Erhältlich ist der Revolution in den Farben rot, schwarz und weiß. Dabei bezieht sich die Farbe auf das Material des Handrückens, der Bereich der Handfläche ist stylesicher in braun gehalten, was summasumarum einen geilen Kontrast ergibt. Wir hatten das rote Exemplar des Revolution Glove im Test, und holla die Waldfee, das rot nennen wir mal richtig rot. Die Handschuhe leuchten geradezu, aber konnte das postive Erscheinungsbild bis zum Testende anhalten?

Wie testet man einen Handschuh? Da wir nicht eines der sündhaft teuren Printmagazine sind und uns somit Labortests nicht zur Verfügung stehen, bleibt uns nur eines: Der Test in der Praxis, der sich über viele Wochen hinwegstreckt. Nur so kann man die Handschuhe genug belasten, sei es bei der eigentlichen Aufgabe selbst, dem Biken, als auch beim Stürzen…autsch…was tun wir nicht alles für euch! Dazu kommen noch einige Einsätze beim Schaufeln, bei der notdürftigen Reparatur des Bikes unterwegs und den vielen Wäschen in der Waschmaschine. Kurz gesagt, alles was die Handschuhe auch bei Euch ertragen müssen.

Doch kommen wir zuerst zum Tragekomfort und hier weiß der Revolution bereits gekonnt Pluspunkte zu sammeln. Der Handschuh sitzt wie angegossen, durch die verfügbaren Größen von S bis XXL sollte auch für jeden die passende Größe vorhanden sein. Der Handschuh bietet ein sehr gutes Griffgefühl beim Anpacken des Lenkers und die schicke Gummierung an den Fingerspitzen sorgt für ein sicheres Betätigen der Bremse – schön, dass nicht einfach nur aufgesetzte gummierte Punkte zum Einsatz kommen!

Obwohl optisch sehr gelungen, ist der Handschuh eigentlich erstaunlich schlicht gehalten. Die aufgesetzten Protektoren wurden weitgehendst in der Farbe des Handrückens gehalten. Die Belüftung entspricht dem normalen Standard eines Handschuhs in dieser Klasse, erreicht wird das auch durch die verwendetete Textilie in den Fingerzwischenräumen. Der Revolution lässt sich dank des verlängerten Handflächeninnenbereichs hervorragend anziehen. Da diese aus „einem Guss“ besteht, also nicht extra eine Zunge angenäht wurde, bleibt der Revolution auch nach x-maligen Anziehen ohne Schaden.

Hier hat man bei anderen Handschuhen oft das Problem, dass sich eine angenähte Zunge mit der Zeit allmählich verabschiedet. Ebenfalls überzeugend ist die Stabilität des Handschuhs, keine Nähte lösten sich und die aufgesetzten Protektoren als auch die Gummierungen an den Fingerspitzen hielten. Ein Handschuh, der nicht nur durch die Passform, die Optik und die Verarbeitung überzeugen kann, sondern auch mit dem Preis: 26,90 Euro halten wir für sehr fair! Top!

 

Adidas Agilis (a163) – Test Multisportbrille – Wir werden sehen!

Ich gebe es zu! Ich war ein bekennender Anhänger der Billigst-Sportbrillen-Fraktion vom Discounter nebenan! Jahrelang war ich glücklich und bescheiden zugleich, für läppische 1 bis 3 Euro (das war schon das Deluxe-Modell mit den auswechselbaren Gläsern) schlug ich bei jeder Sonderaktion sofort zu. Die Grundfunktionen werden bei diesen Brillen auch erfüllt – was spricht dann also für eine Brille wie die Adidas Agilis, die direkt mit 145 Euro zu Buche schlägt? So viel sei gesagt…eigentlich alles!

Es ist wie mit dem Fahrrad. Sicherlich kann man auch mit dem Drahtesel vom Supermarkt diverse Dinge wie Einkäufe oder ähnliches erledigen. Wenn man es dabei belässt, ist es auch mehr als in Ordnung. Aber seien wir ehrlich, wer von uns würde damit im Bikepark abrocken wollen? Das ist aber okay, dafür wurde es ja auch nicht gebaut! Doch kommen wir zurück zur Brille und der Agilis, der neuen Multisportbrille von Adidas, quasi das Bigbike unter den Brillen. Genauso souverän verhält sich die Brille auch. Der Sitz der Brille ist gut, die weiche druckfreie Nasenauflage passt sich gut dem Nasenrücken an und lässt sich zusätzlich noch verstellen. Zusammen mit den rutschfesten Bügeln kann auch ruppiges Gelände die Brille nicht erschüttern. Um eine optimale Passform zu ermöglichen, kann der Winkel bzw. der Einfallwinkel der Sonne dreistufig angepasst werden. Auffallend sind die sehr flexiblen Bügel, die bei uns einiges erleiden mussten. Damit bei zu hoher Belastung nicht doch noch die Brille zu Schaden kommt, bietet die Adidas Agilis einen Auslösemechanismus der Scharniere – das kennen wir auch schon von der Adidas Evil Eye. Keine Sorge, die Bügel lassen sich schnell und einfach wieder einsetzen. Bereits bei diesen Punkten muss die Billigstbrille vom Discounter natürlich passen.

Weiter geht es mit den Gläsern, welche bei der Adidas aus bruchfestem Polycarbonat mit 100% UV-Schutz bestehen. Da man leider nicht immer die größte Sorgfalt walten lassen kann, wenn man mit dem Bike unterwegs ist, zeigen sich schnell Spuren am Glas. Hier kann die Agilis ebenfalls begeistern, die nicht jede Fremdberührung und unsachgemäße Behandlung direkt mit einem Kratzer quittiert. Die Adidas ist in verschiedenen Ausführungen und Farben erhältlich, ebenso verhält es sich mit den Gläsern, die sich schnell und einfach wechseln lassen. Auch wenn Adidas mit einer Beschreibung bezüglich des Glaswechsels sehr sparsam ist, können wir hier sagen: Ein Kinderspiel! Die Gläser werden einfach aus dem Rahmen herausgedrückt, das Einsetzen der neuen Gläser erfolgt dementsprechend durch Hereindrücken. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Übung schafft man es, zumindest beim Einsetzen nur den Rand der Gläser zu berühren. Wichtig sind natürlich für uns die Eindrücke beim Fahren! Wie bereits erwähnt ist die Agilis rutschfest, harte Trails oder Jumps können also bedenkenlos angegangen werden. Die Brille ist stark gewölbt, bietet somit ein weites Blickfeld und hält alles vom Auge fern, was da nicht hingehört. Die Belüftung funktioniert, ohne das Zug auf die Augen kommt und diese dann tränen.

Der Blick durch die Brille stellt sich verzerrungsfrei dar und was vor allem bei widrigen Verhältnissen stark auffällt ist die Kontraststärke. Während viele andere Brillen mit getönten Gläsern das Umfeld einfach nur in eine dunkle undefinierbare Pampe tauchen, war bei der Adidas alles eindeutig zuzuordnen: Blätter, Äste, Steine, selbst die Farben kommen fantastisch rüber. Brillenträger mit einer Sehschwäche werden bei der Adidas ebenfalls fündig, als Ergänzung gibt es spezielle Korrekturgläser. Doch auch bei der Agilis finden sich Schwächen. Die Evil Eye weist einen Schweißblocker auf, den wir bei der Agilis schmerzlich vermissen. Gerade bei unseren Tests im Süden Frankreichs wäre das eine große Hilfe gewesen und hätte den Tragekomfort noch erhöht. Wir haben die Brille natürlich nicht mit Samthandschuhen angepackt, dennoch zeigte sich die Agilis sehr hart im Nehmen. Lediglich an einer kleinen Stelle löste sich durch den permanenten Glaswechsel etwas die Farbe des Rahmens. Zweifelsohne eine Brille, die ihr Geld wert ist und zudem auch noch sehr chic aussieht!

Mehr Infos unter www.adidas.com/eyewear