XLC Arenal II (BH-F01) – Der MTB-Enduro-/Freeride-Helm im Test

Einen preisgünstigen MTB-Enduro-/Freeride-Helm bietet XLC mit dem Arenal II (BH-F01). Dieser bietet neben der Helmschale im Dirt Style einen Kinnschutz, der je nach Bedarf montiert bzw. demontiert werden kann. Wenn es auf dem Trail also hart auf hart kommt, kann man sich mit einem Fullfacehelm den Herausforderungen stellen. Mit einem Preis von unter 50 Euro ist der Helm sicherlich auch eine giftige Kampfansage an die anderen Hersteller!

In dieser Preisklasse finden sich im Normalfall eigentlich nur normale XC-Helme. Mit dem Kauf des XLC Arenal II erwirbt man einen Helm mit zwei verschiedenen Anforderungsprofilen. Die lockere Feierabendtour um den See ist genauso der Einsatzbereich des Helmes wie der verblockte Wanderweg im Mittelgebirge – wo man bestenfalls das Bike selber hochtreten muss! Grenzen gibt es also kaum, wenn es denn nicht der harte Downhill ist – doch dazu später mehr. Die Helmschale bringt 460 Gramm auf die Waage, mit dem Kinnschutz summieren sich nochmal 190 Gramm, was als Fullfacehelm summa summarum 650 Gramm ergibt. Ein ziemlich guter Wert für einen Fullfacehelm. Doch gerade beim Schutz des Kopfes sollte man nicht auf das Geld achten, wenn der Preisvorteil durch mangelnde Sicherheit erworben wird.

Doch bereits hier kann man mit der Erfüllung der europäischen Norm CE EN 1078 grünes Licht geben. Tatsächlich macht die Helmschale einen soliden Eindruck. Die Helmschale des XLC Arenal II ist nicht nur optisch an die bekannten Dirtschalen angelegt, sondern auch was die Stabilität und die Innenausstattung angeht. Die sehr feste Helmschale vermittelt ein sicheres Gefühl und auch vom Tragegefühl gefällt der Arenal II – billig wirkt der Helm nicht. Wie bei Dirthelmen ist das Kopfband nicht einstellbar, das heißt der Helm muss von Anfang an passen. Leider befinden sich im Lieferumfang keine Wechselpads, mit denen man den Helm notfalls anpassen könnte – ein Punkt, den wir leider kritisieren müssen.

Die weitere Anpassung des Helmes geschieht wie gewohnt über das Kinnband sowie die Gurtbänder und gestaltet sich ohne Probleme. Wenn der Helm passt, dann sitzt er ausgezeichnet und bietet einen guten Tragekomfort. Die Belüftung bei Enduro-/Freeride-Helmen ist immer ein Thema für sich. Auch beim Arenal II bekommt man in schweißtreibenden Passagen schnell ein hitziges Köpfilein – daran ändern auch die großen Belüftungslöcher nichts. Bei den jetzt immer tiefer werdenen Tagestemperaturen vielleicht ein kleiner Pluspunkt – im Sommer eher weniger 😉 Der XLC Arenal II besticht zwar nicht durch extravagante Decals, dafür lässt er aber viel Spielraum für die eigene Kreativität – der Aufkleber von XLC lässt sich rückstandsfrei entfernen.

Der Klickverschluss zum Verschließen des Helmes ist auch mit Handschuhen einfach zu bedienen. Das Tragen einer Brille bereitet ebenfalls keine Probleme. Etwas nervig ist die Friemelarbeit bei der Montage bzw. Demontage des Kinnschutzes. Der Kinnschutz wird in die Helmschale geschoben und mit vier kleinen Schrauben fixiert. Eine Friemelsarbeit, für die man einen Schraubendreher bzw. ein Multitool benötigt. Der Kinnschutz ist etwas flexibler als bei herkömmlichen Downhillhelmen, weshalb wir den Einsatzbereich des XLC Arenal II auf der anspruchsvollen Tour, aber nicht unbedingt im Bikepark sehen – dafür bietet XLC den Pinatubo an. Leider lösten sich im Test zwei der vier Schraubeinsätze am Kinnschutz. Das ist zwar reparabel, aber dennoch ärgerlich.

Fazit:
Der Preis ist natürlich heiß! Aber nicht nur vom Preis weiß der XLC Arenal II zu begeistern. Der Helm sieht gut aus, vermittelt ein gutes Tragegefühl und der Einsatzbereicht bewegt sich von der entspannten Tour im Flachland bis zum anspruchsvollen Trail im Gebirge. Die Belüftung, die friemelige Montage bzw. Demontage des Kinnschutzs und die Schraubeinsätze, die sich gelöst haben, verdienen aber ein wenig Kritik.

Preis: 49,95 Euro
Farbe: Schwarz matt
Größen: 54-58 cm, 58-62 cm

Vertrieb: E. Wiener Bike Parts GmbH

Mehr Infos unter www.xlc-parts.com

Cratoni Ramp – Helm für Enduro und Freeride – Test

Eine faszinierende Landschaft! Unendlich erscheinende Wälder und Bergketten erstrecken sich vor den zwei Enduropiloten und ziehen die Blicke dieser beiden Biker auf sich. Nach der mühsamen Auffahrt und der Hatz über verschlungene Singletrails stehen die beiden Biker jetzt etwas zögernd vor der nun kommenden Abfahrt. Ein mit Wurzeln und Steinen übersäter Wanderweg führt tief runter in das dunkle Herz dieses Berges. Nicht erkennbar, was auf die beiden Biker wartet – nur unendlich viele Steine und Wurzeln. Hier einen Abflug machen? Bloß nicht! Das kann man sich aber leider nie aussuchen, wohl aber den richtigen Helm! Anspruchsvolle Enduro- und Freeridetouren benötigen einen Helm, der einen Kompromiss aus einem XC-Helm und einem DH-Helm darstellt. Aber wie soll das gehen?

Enduro- und Freeridetouren im anspruchsvollen Gelände bringen ein großes Problem mit sich. Meist entscheidet man sich wegen des Tragekomforts für einen XC-Helm, welcher den größten Teil der Anforderungen meist auch völlig entspricht – gäbe es da nicht die verblockten Abfahrten oder die Schussfahrt ins Tal, die einem nicht nur das Adrenalin aus den Ohren spritzen lässt, sondern auch für das eine oder andere „Ahhhhhh“ oder „Urgghh“ sorgt. Schließlich sind wir auf einer Endurotour, mit XC hat das wirklich nichts mehr zu tun. Die Gefahr über den Lenker zu gehen ist allgegenwärtig. Hier ist ein Fullfacehelm angesagt! Aber mal ehrlich, wer mag direkt zwei Helme mit sich rumschleppen? Die Lösung des Problems könnte ein Helm wie der Cratoni Ramp sein – haben wir uns gedacht.

Der Cratoni Ramp besteht primär aus den zwei Hauptteilen Helmschale und Kinnschutz. Der Kinnschutz wird bei Bedarf mit vier Schrauben an der Helmschale fixiert. Der Cratoni ist in den Größen S/M (54-58 cm) und M/L (58-61 cm) erhältlich. Das von uns ermittelte Gewicht des Helms variiert leicht von der Werksangabe – nach oben. So bringt die Helmschale in der Größe S/M etwa 540 Gramm auf die Waage, dazu summiert sich der Kinnschutz mit etwa 190 Gramm. Auch wenn die Helmschale vergleichsweise schwer erscheint, ist das Gesamtgewicht für einen Fullfacehelm sehr niedrig. Die Helmschale strotz vor Stabilität und erinnert optisch stark an die bekannten Dirtschalen. Wie diese besitzt der Ramp kein einstellbares Kopfband, dafür werden aber wechselbare Pads mitgeliefert, damit der Helm angepasst werden kann.

Das Kinnband und die Gurtbänder lassen sich schnell und einfach anpassen. Der Klickverschluss lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Die Passform und der Tragekomfort entsprechen ebenfalls denen eines Dirthelms, das gilt auch für die Belüftung. Trotz der Ventilationsöffnungen läuft einem auf schweißtreibenden Trails die Suppe regelrecht aus dem Helm. Zum Ausgleich dafür bietet der Helm einen sehr guten Schutz. Der Helm ist im Nackenbereich tief geschnitten und bietet, abgesehen von der Belüftung, einen guten Tragekomfort. Optisch finden wir den Helm um Klassen besser als die normalen Dirtschalen, dafür sorgt neben dem Dekor vor allem die Form der Helmschale. Bevor es in den verblockten Trail mit Abfluggefahr geht, ist ein bisschen Schrauberei angesagt. Der Kinnschutz wird aufgesteckt und, wie bereits beschrieben, mit vier Schrauben fixiert.

Auf der Tour gestaltet sich diese Schrauberei wegen der relativ kleinen Schrauben als etwas umständlich, außerdem benötigt man einen Schraubendreher bzw. ein Multitool. Die Verwandlung des Helmes ist beeindruckend, der Helm wirkt jetzt optisch wie ein normaler Fullfacehelm. Der Kinnschutz ist weicher als bei einem herkömmlichen Downhillhelm, dafür lässt sich der Kinnschutz im Rucksack transportieren und platzsparend leicht zusammendrücken, ohne dass er sofort bricht. Das Gesichtsfeld ist sehr groß und das Tragen einer MX-Brille bereitet ebenfalls keinerlei Probleme – sofern die Brille ein silikonbeschichtetes Brillenband hat. Durch den weit vorstehenden Kinnschutz wird die Atmung in keinster Weise beeinträchtigt – wenn es dann doch mal wieder anstrengend wird 😉

Fazit:

Ein toller Endurohelm mit kleinen Schwächen wie zum Beispiel die Fixierung des Kinnschutzes mit den kleinen Schrauben und die Belüftung. Die Stabilität eines Downhillhelmes bietet der Ramp zwar nicht, dafür übertrumpft er aber in diesem Punkt jeden XC-Helm. Der Cratoni Ramp bietet einen guten Kompromiss und bietet sich sehr als Helm für die nächste Enduro- und Freeridetour an! Wer sich nur im Bikepark rumtummelt, sollte dann aber doch eher zum Cratoni Interceptor greifen!

Preis: Knapp 90 Euro

Mehr Infos unter www.cratoni.de

O’Neal Element Glove – Der preiswerte Handschuh im Test

Eigentlich kann man es ja nicht mehr hören! Uns werden von der Obrigkeit (mal wieder) drastische Sparkurse angedroht, die Arbeitgeber machen was sie wollen und wringen die Arbeitnehmer aus wie einen nassen Waschlappen. Das Geld wird knapper und die einzigen die anscheinend sparen können (und müssen) sind natürlich wieder wir! Mit dem Element Glove bietet O’Neal einen sehr preiswerten Handschuh für unter 20 Euro an – doch taugt der Handschuh was?

Ein bekannter Spruch, der da lautet „Was nix kostet, taugt nix!“, lässt angesichts des sehr niederigen Preises dann doch erstmal Skepsis aufkommen. Kein Wunder, stimmt der Spruch leider viel zu oft, aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Ist der O’Neal Element Glove einer dieser wenigen Ausnahmen? Optisch kann der Element Glove auf jeden Fall punkten, der Handschuh sieht verdammt chick aus und muss sich nicht hinter den teureren Modellen verstecken. In der uns vorliegenden weißen Version sieht der Handschuh ziemlich edel aus und passt optisch hervorragend zu den O’Neal Trail FR Knee Guard Schienbeinschonern, die wir letztens bereits im Test hatten. Was optisch direkt auffällt ist der fehlende Silikonbesatz an den Bremsfingern, womit man aber ehrlich gesagt ganz gut leben kann. Wir hatten jetzt im Test nicht das Gefühl, als wenn uns dadurch etwas lebenswichtiges fehlen würde.

Der Handschuh sitzt sehr gut und vermittelt ein gutes Gefühl. Der belüftete Handrücken mit den sich optisch gut ins Gesamtbild einfügenden Protektorenaufsätzen und die Stretcheinsätze zwischen den Fingern sind alles andere als Low-Budget. Der Handschuh schnürt nichts ab, kratzt nicht und flattert nicht wie eine leere Hose im Wind – auch hier müssen wir sagen: Top! Die Handinnenfläche ist aus Clarino und leicht anatomisch vorgeformt. Das größte Problem ist bei Handschuhen immer die Haltbarkeit, durch die hohe Beanspruchung lösen sich diese schon mal gerne in Wohlgefallen auf. Beim Element Glove waren auf den ersten Blick Zweifel wegen der Haltbarkeit aufgekommen. Die Nähte im Bereich zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger schienen eine gute Angriffsfläche zu bilden.

Doch wieder wusste der Element Glove zu überraschen. Die Nähte zeigten keinen wunden Punkt, der Stoffbesatz hielt und zeigte nach vielen Einsätzen lediglich eine leichte Verfilzung. Was nicht da ist, kann sich auch nicht von dannen machen: Das kann man wohl so für den fehlenden Silikonbesatz der Bremsfinger übernehmen. Wie schon angemerkt sehr gut verschmerzbar. Selbst nach vielen Einsätzen und Maschinenwäschen zeigte sich der O’Neal Element Glove immer noch von seiner besten Seite. Top! Übrigens: Es gibt den Handschuh übrigens auch in einer speziellen Version für Kinder und für Girls!

Fazit:

So macht sparen Spaß! Top Qualität, super Griffgefühl und hohe Stabilität zum Sparkurs! Kaufempfehlung! So sparen wir gerne! Hellas! Und auf die nächste Diätenerhöhung!

Farben: Blau, Rot, Schwarz, Weiß
Größen: S bis XXL
Preis: 19,90 Euro
Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

O’Neal Trail FR Knee Guard – Schienbeinschoner im Test

Knie und Schienbein müssen geschützt werden! Da wird wohl keiner widersprechen wollen, die Frage ist nur auf welche Art und Weise. Auf schönen Enduro- und Freeridetouren oder am heimischen BMX-Spot ist das Tragen von dicken DH-Schonern aber eher lästig. Diese sind zu klobig und oft auch umständlich beim Anziehen. Die Lösung sind leichtere und etwas smartere Schoner wie der O’Neal Trail FR Knee Guard, den wir für Euch getestet haben.

Wir hatten es mit der Bemerkung mit dem Anziehen bereits angemerkt. Beim Downhill und im Bikepark geht es in Ordnung, wenn das Anziehen eines Schoners etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Selbst wenn dieser wie ein Strumpf übergestülpt werden muss, geht das in Ordnung, da man den Schoner den ganzen Tag meist sowieso nicht mehr auszieht. Aber auf einer Tour, egal ob in den Alpen oder im deutschen Mittelgebirge, kommt dieser Umstand auf gar keinen Fall in Frage. Spätestens bei der dritten Abfahrt wird man diese Schoner völligst genervt in die nächste Schlucht werfen – bedingt auch durch die mittlerweile dünnen Nerven der Mitfahrer, die dauernd warten müssen! Wohl dem, der den Mitstreitern entkommen kann oder sich zumindest von den Schonern lösen kann, bevor diese in den Abgrund geworfen werden.

Der O’Neal Trail FR Knee Guard (samt Fahrer) hat hier nichts zu befürchten. Gehalten wird der Schoner durch drei Klettstreifen, wobei der oberste oberhalb der Kniekehle besonders breit ausgefallen ist – das verspricht auf den ersten Blick einen hohen Tragekomfort. Der mittlere Halteriemen oderhalb der Wade und der untere Halteriemen unterhalb der Wade entsprechen herkömmlichen Halteriemen, wie man sie auch von anderen Schonern diverser Hersteller kennt. An dem oberen als auch dem unteren Schonerrand wurde auf der Innenseite je ein Silikonstreifen aufgebracht, welcher ein Verrutschen der Schoner verhindert. Eine feine Detaillösung, die erstklassig funktioniert! Der stoßabsorbierende Schaumstoff weist Lüftungslöcher auf, die das Tragen des Schoners angenehmer gestalten.

Der O’Neal Trail FR Knee Guard macht optisch einen sehr guten und vielversprechenden Eindruck. Jeder von uns kennt seine bevorzugte Größe, was beim O’Neal auffällt: Die Protektoren sitzen, aber die Halteriemen sind zu kurz. Eine Nummer größer passt besser, aber der oberste Halteriemen macht beim Tragen stress. Dieser scheuert und kratzt, selbst nach unzähligen Versuchen eine optimale Position zu finden. Der Grund ist die sehr voluminöse Klettseite mit den Widerhaken, hier hat O’Neal definitiv nicht an Material gespart. Wir würden uns hier auf jeden Fall einen schmaleren Klett wünschen, welcher mehr weiches Material am Rand stehen lassen würde, damit der Klettverschluss nicht die empfindliche Haut reizt. Vielleicht würde es auch reichen, die Klettbänder Widerhaken/Schlaufen zu tauschen, aber diese Überlegung überlassen wir lieber dem Hersteller.

Auch wenn der Protektorenbereich des Schoners hervorragend passt, durch den kratzenden obersten Halteriemen tendiert der Tragekomfort leider in Richtung null. Ein wenig enttäuschend, da wir bis jetzt mit den Produkten von O’Neal sehr gut gefahren sind. Sehr gut gefällt uns dagegen der Protektor und der Schutz als solches. Das Knie und das Schienbein werden gut geschützt und bieten auch einen relativ guten Seitenschutz. Die Bewegungsfreiheit wird trotz des guten Schutzes nicht beeinträchtigt. Ein Minuspunkt kommt leider selten alleine, so riss nach einer Weile der vernähte mit dem Logo sichtbare Stoffbesatz im unteren Bereich des Schoners aus 🙁

Fazit:

Obwohl der Protektor als solches in Punkto Schutz, Handhabung und Bewegungsfreiheit überzeugen kann, sorgen der Tragekomfort und die Verarbeitung für mächtig Minuspunkte!

Farben: Schwarz und weiß
Preis: 39,90 Euro
Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Nachtrag: Schnelle Reaktion von O’Neal auf die Kritikpunkte (01.06.2010)

„Wir nehmen Reklamationen sehr ernst und sind dankbar über Feedback von unseren Kunden und Fachredaktionen. Wenn es um Herstellerfehler geht, erstatten wir problemlos Ersatz. Beim Trail Knee Guard haben wir aktuell eine Reklamationsrate von 0,2 %. Das Problem mit der Naht wurde bisher erst bei 4 Trail-Guards reklamiert. Trotzdem haben wir eine kleine konstruktive Änderung vorgenommen, welche für die nächste Produktion geändert wurde. Das Problem mit dem Klettverschluss war uns bisher nicht bekannt, aber wir werden eine Änderung vornehmen, damit der Tragekomfort jederzeit garantiert ist. Kurzfristige Abhilfe: Mit der Nagelschere die scharfen Kanten des Klettverschlusses rundschneiden.“

Ariete Glamour Goggle – Test MX Brille

Seit Ende letzten Jahres fungiert Mefo Sport als Importeur für die italienische Marke Ariete. Bei uns Mountainbikern ist Ariete bis jetzt allerdings eher weniger bekannt – dabei kann Ariete sogar mehrere Weltmeister aufweisen, von MX1 bis zu Enduro. Wir haben uns gedacht, was für einen Weltmeister in Ordnung geht, könnte vielleicht auch uns beglücken! Gesagt, getan und so ging es ab auf den Trail!

Machen wir uns nichts vor, das Auge fährt ja bekanntlich mit. Eine MX-Brille muss neben einer guten Funktion auch optisch ansprechend wirken. Wer will schon das hässliche schnelle Entlein auf dem MTB sein? Das Datenblatt der Ariete Glamour kann sich jedenfalls sehen lassen: Beschusssicheres kratzfestes Anti-Fog-Lexanglas mit Tear-Off-Pins und UV-Schutz sowie ein ausgeklügeltes Belüftungssystem. Was bei der Ariete Glamour auffällt, hier wurde nicht nur der Rahmen farblich schön gestaltet, sondern man hat sich auch beim Rahmendesign seine Gedanken gemacht. Mit den beiden Zacken im Bereich des Nasenrückens wirkt die Brille schon fast zornig, dazu kommen die dominanten Luftkanäle, welche das Strömungsverhalten des Fahrtwindes beeinflussen und so eine bessere Belüftung der Brille bewirken.

Das erste Überstreifen der Brille über den Helm lässt allerdings Skepsis aufkommen. Die Befestigung der Tear-Off Pins ist überdimensional groß und stört somit empfindlich den Seitenblick. Erstaunlich ist allerdings die Tatsache, dass auf der Abfahrt dann doch keine wesentliche Beeinträchtigung des Sichtfeldes bemerkbar war – wir Downhiller haben anscheinend doch einen starren Blick auf und für das Wesentliche! Wem das doch ein Dorn im Auge sein sollte, der kann die Pins mit ein wenig Fingerakrobatik entfernen – die Pins sind nur mit einer Drehung aufgesetzt und gesichert – ebenso lassen sich die Pins wieder einsetzen. Beim Entfernen der Pins bleiben jedoch je Pin drei kleine Löcher zurück, das ist natürlich nicht ganz optimal. Das Brillenglas lässt sich ohne Probleme dem Rahmen entnehmen und so gegen andere Gläser austauschen. Wer schon mal vergeblich ein Ersatzglas für seine MX-Goggle gesucht hat, wird die Ariete zu schätzen wissen. Der Handel bietet genug Ersatzgläser an und es passen auch die Gläser der anderen Ariete MX-Brillen.

Was sehr gut gefällt und absolut Sinn macht sind die Einkerbungen des Innenrahmens im Bereich der Nase. Der Rahmen passt sich sehr gut der Gesichts- und Nasenform an. Der Brillenrahmen ist dank der großen Belüftungslöcher und des Designs gut belüftet. Die ergonomische Form und der weiche Schaumstoff sorgen ihrerseits ebenfalls für einen hohen Tragekomfort. Das Gummiband besitzt natürlich einen Silikonstreifen, um ein Abrutschen vom Helm zu verhindern. Das Einstellen des Gummibandes bereitet ebenfalls keine Probleme, aber das setzen wir auch voraus.

Fazit:

Die Ariete Glamour vereint ein durchdachtes Design mit Tragekomfort und Funktionalität. Schöne Detaillösungen wie die Einkerbungen im Bereich der Nase werden sicherlich Nachahmer finden.

Preis: Knapp 57 Euro

Vertrieb: Mefo Sport – www.mefo.de

Uvex Back Pack – Der Protektorenrucksack im Test

Uvex steht für Sicherheit! Nicht umsonst hatten wir für euch schon diverse Helme und Brillen der deutschen Traditionsfirma im Test – bei uns als auch bei unserem Partnermagazin www.mtb-extreme.com – und bis jetzt immer mit einem abschließenden positiven Fazit. Wieso beim Thema Rucksack sich nicht gleichzeitig auch der Sicherheit des Rückens widmen? Uvex hat das getan – mit dem Uvex Back Pack Protektorenrucksack. Ein Rucksack der schützt, aber auch überzeugen kann?

Beim Uvex Back Pack handelt es sich eigentlich nicht um einen Rucksack ausschließlich für Biker, sondern eher um einen Rucksack für Snowboarder und Skifahrer. Ähnliches hatten wir bereits mit dem Rucksack Ortovox 26, der sich bei uns im Test gut geschlagen hatte. Das hat uns natürlich beflügelt, den Uvex Back Pack einem Test zu unterziehen. Ein Kritikpunkt war beim Ortovox die Rückenbelüftung, wobei anzumerken ist, dass auch Protektorenjacken im Bereich des Rückens nicht wirklich eine perfekte Luftzirkulation bieten. Das darf man dementsprechend auch beim Uvex nicht erwarten. Im Gegensatz zum Ortovox kann der Uvex direkt bei den angebotenen Größen kräftig Punkte sammeln, da der Uvex der Körpergröße entsprechend in drei verschiedenen Größen und somit Volumen erhältlich ist. Unterschieden wird bis zu einer Körpergröße von 175 cm mit einem Volumen von 16 Litern in der Version XS-M, bei einer Körpergröße zwischen 175 cm und 195 cm mit 20 Litern Volumen in der Version M-XL und als Version L-XXL mit 24 Litern Volumen bei einer Körpergröße von 188 cm bis 2,02 m.

Auffallend ist das relativ hohe Gewicht des Rucksacks. Auf die Waage bringt der Uvex Back Pack in der uns vorliegenden mittleren Ausführung knapp 1700 Gramm, dafür ist das durchdachte Rückenteil extrem dick aufgebaut. Die Rückenpolster sind sehr großzügig und voluminös bemessen, damit die empfindlichen Rückenbereiche größtmöglichen Schutz genießen. Hauptaugenmerk ist natürlich die Sicherheit, weshalb wir das Gewicht nicht überbewerten würden. Das Rückensystem ist TÜV geprüft und CE zertifiziert. Sicherheit bringt natürlich nichts, wenn man sich den Rucksack nie umschnallen würde, weil dieser zu unbequem sitzt oder er sich nicht vernünftig einstellen lassen würde. Bei beiden Anforderungen kann der Uvex Back Pack voll punkten, der Rucksack lässt sich schnell und einfach anpassen und sitzt sehr gut. Die Bewegungsfreiheit ist sehr gut, auch dann noch, wenn der Rucksack voll beladen ist. Die breiten gut gepolsterten Trägergurte als auch der Hüftgurt sorgen für einen sicheren, aber auch bequemen Halt.

Eine weitere Verstaumöglichkeit in Form einer Reißverschluss-Tasche findet sich am Hüftgurt. Die eigentlich für Snowboard und Ski angebrachten externen Gurte und Laschen können wir hervorragend für Schienbeinprotektoren verwenden, der Helm lässt sich mit der abnehmbaren Helmhalterung befestigen. Es sind immer die kleinen durchdachten Details, die einem große Freude bereiten. Das von außen erreichbare Innenfach, verschließbar mit Reißverschluss, wurde für die Aufnahme einer Skibrille weich gefüttert. Das können wir natürlich auch gebrauchen, ansonsten freut sich der MP3-Player und das Handy über diese saubequeme Unterkunft. Im Innern findet sich eine weitere Tasche, ebenfalls mit Reißverschluss verschließbar, sowie ein Haken für den Schlüssel – nichts ist nerviger, als den Schlüssel irgendwo auf dem Boden des Rucksacks zu suchen. Wer dabei länger braucht als seine Freundin mit ihrer Handtasche, sollte sich Gedanken machen – beim Uvex hat man diese Sorgen nicht. Uvex überlässt beim Thema Sicherheit nichts dem Zufall, so sind im Innern auf einem SOS-Label die Notrufsignal abgedruckt.

Was wir vermissen ist eine Signalpfeife, die man zum Beispiel schön im Verschluss des Brustgurtes hätte unterbringen können – ein kleiner Minuspunkt, den wir hier leider verteilen müssen. Der Rucksack ist weitgehend schmutz- und wasserabweisend, allerdings wäre für lange Regenfahrten ein Regenüberzug nicht übel. Die Beschriftung des Uvex Back Pack ist reflektierend, damit man auch bei Dunkelheit von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Trinkblase? Kein Problem, eine Durchführung für den Schlauch ist vorhanden. Der genaue Betrachter wird es sicherlich schon bemerkt haben: Die Ähnlichkeit mit dem Deuter Edge ist nicht ganz zufällig. Der Rucksack wird im Auftrag von Uvex von Deuter hergestellt. Uns freut es natürlich, wenn deutsche qualitätsbewusste Traditionsunternehmen zusammen kooperieren und sich freundschaftlich gegenüberstehen – und als Ergebnis ein Produkt wie der Uvex Back Pack Protektorenrucksack entsteht.

Fazit Uvex Back Pack Protektorenrucksack

Know-How aus Deutschland, sehr durchdacht, bietet neben viel Stauraum hohe Sicherheit für den Rücken und ist qualitativ ohne Mängel. Wer einen Rucksack mit Protektor sucht, kann beim Uvex Back Pack ohne Bedenken zugreifen. Preisvergleich lohnt!

Farbe: Schwarz
Preis: Je nach Größe zwischen 129,95 Euro und 149,95 Euro

O’Neal Rampage Shoe Volt – Test Dirt-Schuh

O’Neal Rampage Shoe Volt – Dirt-Shoe im Skate Look: Das ist die Ansage auf der Webseite von 2Wheel-Distribution. Eigentlich sind wir ja schon wieder ein bisschen knatschig – wieso dürfen sich Dirter mit diesem Schuh schmücken und wir Downhiller und Freerider gehen mal wieder leer aus? Mal abgesehen von den BMXern, die nicht nur auf Dirt sind! Doch schieben wir das Schubladendenken einfach zur Seite und widmen uns diesem doch sehr stylischen Schuh.

Was schon mal sehr sympatisch ist: Der Schuh ist nicht für eine Aufnahme von Cleats vorgesehen. Als überzeugter Plattformpedalenfahrer kann ich den ganzen Hype um Klickpedalen sowieso kaum nachvollziehen, und zugegeben, viele Freerider, Downhiller und BMX-Racer sind mit Klickpedalen unterwegs. Dirter sind hier komplett außen vor, was die Kennzeichnung des Schuhs als Dirt Schuh an dieser Stelle erstmal rechtfertigt. Egal ob Dirt, DH oder sonstige Aktivitäten mit dem Bike, egal ob 20″, 24″ oder 26″ – wir brauchen Grip auf den Pedalen! Die Sohle des O’Neal Rampage Shoe Volt ist nicht nur genoppt, sondern die Noppenreihen sind von der Höhe auch noch unterschiedlich angeordnet.

In Verbindung mit dem weichen Material ergibt sich ein super Grip auf den Pedalen bei gleichzeitig gutem Feeling zum Bike. Das bringt nicht nur Fun, sondern auch Sicherheit! Wenn man für sich die richtige Schuhgröße ermittelt hat, sitzt der Schuh wie angegossen. Bequem ist die Devise, nichts drückt und scheuert. Das Auge fährt bekanntlich mit, und so spendierte O’Neal dem Schuh auch noch eine phatte Optik. Das seitliche Logo, die gepolsterte Zunge und der Print des Schuhs – hier passt neben der Funktionalität des Schuhs auch die Optik. Wer also keinen Bock auf Biken hat (gibt’s so etwas überhaupt?), kann den Schuh auch so tragen! Da wäre noch die Kennzeichnung auf der Webseite von 2Wheel-Distribution – wir drücken ein Auge zu, wir fliegen ja auch gerne durch die Lüfte 😉

Fazit O’Neal Rampage Shoe Volt

Super Grip, bequem, trendig, cool!

O’Neal Rampage Shoe Volt Produkt-Details

Obermaterial: 100 % Leder
Sohle: 100 % Gummi
Preis: 59,90 Euro

Acerbis Wave Cross Handschuh – Test

Hände haben es gut – im Gegensatz zu Nasen! Nasen werden konfrontiert und bombardiert mit Pollen aller Art und sind diesen erbarmunglos ausgesetzt. Jede heuschnupfentriefende Nase würde sich jetzt wünschen, mit Händen tauschen zu können, die ihrerseits wohlbehütet in schönen Gloves stecken. Zumindest manchmal. Die Acerbis Wave Cross Handschuhe machten im Vorfeld einen sehr guten Eindruck, doch manchmal täuscht sogar uns der erste Eindruck!

Mit dem Test des Wave Cross Handschuhs hatte bei uns ein Produkt der italienischen Firma Acerbis Premiere. Beim Motocross gehört Acerbis nicht nur zu den großen Marken im Bekleidungsbereich, sondern stellt auch viele Anbauteile aus Kunststoff für Motorräder her. Der Umfang der Produktpalette auf der Acerbis-Internetseite ist schon beeindruckend. Ebenso beeindruckend war für uns der erste Blick auf die Acerbis Wave Cross Handschuhe. Der Materialmix als auch die Verarbeitung gehen konform mit der guten Optik des Handschuhs. Der Handschuh sitzt wie angegossen und bietet einen hohen Tragekomfort – nicht zuletzt wegen des vorgeformten Schnittes. Der Bund ist kurz und lässt sich mittels eines Klettverschlusses anpassen als auch verschließen. Ebenfalls positiv ist die Belüftung des Handschuhs. Die verwendeten Materialen sind pflegeleicht und der Beanspruchung entsprechend sinnvoll eingesetzt. Auf dem Handrücken fügen sich die aufgesetzten Protektoren gut in das Gesamtbild des Handschuhs ein.

Die Bremsfinger als auch die Handinnenseite weisen Silikonapplikationen auf, die für einen besseren Grip sorgen. Oft verabschieden sich diese relativ schnell, bei dem Acerbis zeigen sich diese aber enorm abriebfest – das gefällt natürlich. Erst bei BMX-Oldschool-Tricks wie dem Cowbow in Verbindung mit dem Greifen des hartkantigen Kashimax Sattels verabschieden sich die Silikonapplikationen langsam aber sicher – aber welcher Mountainbiker macht schon solche Tricks? Die Nähte der Acerbis Wave Cross trotzten ebenfalls der Beanspruchung, auch im Zwischenbereich der Finger. Eine weitere Sache in Punkto Haltbarkeit macht sich bei dem Acerbis Wave Cross sehr bezahlt: Der aufgesetzte und verstärkte Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger. Hier gibt es bei dem Handschuh ebenfalls null Probleme. Eine Schonung gab es für den Handschuh nicht! Er wurde beim BMX getragen, auf Touren, beim DH und auch beim Schaufeln – und wusste zu überzeugen. Eine Premiere, wie sie bei uns wohl kaum besser laufen konnte! Für knapp 50 Euro bekommt man einen sehr guten Handschuh, der sein Geld wirklich wert ist! Ach… ginge es mit dem Schutz der Nase mal so gut wie mit den Händen…

Fazit:

Der erste Eindruck täuschte also nicht! Der Acerbis Wave Cross Handschuh sitzt perfekt, bietet einen sehr hohen Tragekomfort und überzeugt in Punkto Stabilität!

Erhältliche Farben: Black, Orange, Blue, Yellow, Black Red
Preis: Etwa 50 Euro

Vertrieb: Mefo Sport – www.mefo.de