O’Neal Hardwear Jersey – BLENDER electric blue/gold – Produktcheck

Ihr werdet euch sicherlich erinnern… Im November letzten Jahres hatten wir euch die O’Neal Hardwear Pants in einem Test vorgestellt. Die Hose musste eine Menge über sich ergehen lassen und wusste zu begeistern. Zu der sehr stylischen Hose gibt es natürlich auch das passende Jersey! Da das Jersey zum Zeitpunkt des Tests der Hose nicht verfügbar war, mussten wir ein wenig warten… und dann kam der Winter…

Kurze Rede, langer Sinn… als wir das Jersey vorliegen hatten, war es bitterkalt. Wir wollen jetzt nicht zu Miezekätzchen mutieren, aber für den Test eines luftigen Jerseys war es uns einfach zu frisch! Da wir in der Praxis testen und nicht im wohl temperierten Labor, reichen wir jetzt den Test nach! Man möge es uns verzeihen. Optisch ist das Jersey natürlich einfach Porno! Wir wissen zwar nicht, wer bei O’Neal verantwortlich für das Design ist, aber dieser Mensch versteht definitiv sein Handwerk. Das Jersey kann natürlich sehr gut zu der passenden Hose getragen werden, lässt sich aber auch mit anderen Pants hervorragend in Szene setzen. In Szene setzen ist wohl der richtige Ausdruck: Wer so am Spot auftaucht oder durch die Gegend düst, sollte sich den neidischen Blicken der anderen Biker, egal ob MTB oder Moped, bewusst sein!

Speziell die uns vorliegende Ausführung BLENDER electric blue/gold ist der Hammer! Das Jersey ist sehr luftig und lässt gut den Fahrtwind passieren, was besonders bei schweißtreibenden Aktionen sehr willkommen ist. Allerdings weiß nicht nur die Optik zu begeistern, sondern auch der Tragekomfort. Das Jersey ist schweißabsorbierend und antibakteriell. Durch den langen Schnitt kann das Jersey bequem in die MX-Hose gesteckt werden. Die Verarbeitung des Jerseys gibt keinen Grund zur Kritik und auch den Preis von 50 Euro halten wir für sehr fair. Wir haben das Jersey neben dem Einsatz beim Biken auch mehrmals durch die Waschmaschine gejagt, was weder der Passform noch den Prints etwas anhaben konnte. Erhältlich ist das Jersey in den Größen S bis XXL. Wie besang es damals schon IDEAL: Haben, Haben, Haben….

Vertrieb: www.2wheel-distribution.com

O’Neal Talent FR Knee/Shin Guard – Knie-/Schienbeinschoner – Test

Mit dem Talent FR Knee/Shin Guard hat O’Neal einen komplett neuen Schienbeinschoner entwickelt, wobei unsere Bezeichnung Schienbeinschoner nur zu einem Teil der Wirklichkeit entspricht. Genau genommen handelt es sich beim Talent um einen kombinierten Knieschoner und Schienbeinprotektor. Der Knieschoner ist ein Neopren-Kniestrumpf, der die Grundlage zur Fixierung des Schienbeinschoners bildet und auch alleine getragen werden kann – Dirter und BMXer wird es freuen.

Der Schienbeinschoner ist wie gewohnt mit einem stoßabsorbierenden gelochten Schaumstoff, mit je einem weit reichenden Kunststoffaufsatz für das Schienbein als auch für das Knie, versehen. Die Verbindung des Schienbeinschoners mit dem Kniestrumpf geschieht durch Klettverschlüsse – ein System, welches bombenfest hält! Der untere Bereich des O’Neal Talent FR Knee/Shin Guard wird durch zwei Halteriemen fixiert.

Beim O’Neal Talent FR Knee/Shin Guard überzeugt nicht nur die Idee, sondern auch die Umsetzung. Weder im Bereich der Kniekehle noch im Bereich der Wade stören oder kratzen die Halteriemen. O’Neal hat sich bei dem Schienbeinschoner offensichtlich sehr viel Gedanken gemacht und vor allem der Wohlfühlfaktor kann beim Talent voll und ganz überzeugen. Der Talent sitzt sehr gut und verrutscht auch beim Sturz nicht – ein sehr wichtiger Faktor! Das System kann voll überzeugen, auch wenn die Knie immer recht warm sind.

Die Schoner lassen sich bequem den ganzen Tag tragen, sie stören und behindern nicht. Die Bewegungsfreiheit ist ebenfalls voll gegeben. In den Kniestrumpf muss man natürlich hinein schlüpfen, aber angesichts des Tragekomforts für uns nicht wirklich ein Grund zur Kritik. Ebenfalls überzeugend ist die Qualität des Schoners, Auffälligkeiten konnten wir nicht verbuchen. Ein durchdachter und gut umgesetzter Knie-/Scheinbeinschoner für den harten Einsatz!

Größen: S/M, M/L
Erhältliche Farben: Schwarz, weiß
Preis: 59,90 Euro

O’Neal Apocalypse Pant 2011 – Pa(i)nt (it) black – Test

Da war er wieder, einer dieser grauenvollen frühen Morgen im Büro! Telefone klingeln, Hektik und Aufregung – und schon war es passiert: Was in die Tasse sollte, nämlich die Milch, verzierte just in diesem Moment die nigelnagelneue schicke O’Neal Apocalypse Pant. Ein Wisch und die Hose zeigte sich aber wieder von ihrer besten Seite. Bereits dieser kleinen Einleitung lassen sich zwei Dinge entnehmen: Die O’Neal Apocalypse ist nicht nur stylisch und daher auch im Büro zu tragen, sondern auch resistent gegenüber Flüssigkeiten! Eigentlich sollte alles beim Biken beginnen…

…sicherlich! Wir kombinieren natürlich das Angenehme mit dem Nützlichen und in Bezug auf die Arbeit kombiniert unsereins den lästigen Weg zur Arbeitsstelle (für andere vielleicht auch der Weg zu irgendeiner Lehr-/Lernanstalt) mit dem Training davor und danach. Das Einsatzgebiet der O’Neal Apocalypse sehen wir überall dort, wo man auf zwei Rädern lässig aussehen will, ohne dabei auf einen strapazierfähigen und wasserabweisenden Stoff verzichten zu wollen. Sei es auf dem MTB, dem Moped oder dem Roller.

Die Hose weist auf der Wadeninnenseite eine Verstärkung als Hitzeschild auf, wir sehen aber die Stärken der Hose eher beim MTB, weil die sturzgefährdeten Bereiche beim Mopedfahren keine Materialverdopplungen oder abriebfesten Lederbesätze aufweisen. Im Bereich MTB kann die O’Neal Apocalypse ihren Stärken voll ausspielen. Die Hose ist ziemlich hart im Nehmen, lässt sich durch die Klettverstellung im Hüftbereich sehr gut anpassen und der Abschluss der Hosenbeine kann, ebenfalls per Klett, verengt werden.

Die auf den Oberschenkeln angebrachten Taschen, je Seite findet sich eine integrierte Tasche, lassen Platz für diverse Dinge wie zum Beispiel ein Handy. Damit die in den Taschen verstauten Dinge nicht flöten gehen, können die beiden Taschen mit einem Reißverschluss verschlossen werden. Zwei weitere Taschen finden sich im Bereich der Lenden – so wie sie eigentlich jede Hose hat. Für eine gute Passform sorgen die Stretchbereiche. Der Bereich der Knie ist auch für Knie- und Schienbeinschoner ausreichend dimensioniert.

Die Hose ist in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich, wir hatten das Modell in schwarz im Test. Die Pant in black ist komplett in schwarz gehalten, die Stretchbereiche, die Taschen und sogar die aufgebrachten Logo-Applikationen gehen Hand in Hand. Das sieht mal richtig Porno aus, zumal der wasserabweisende Stoff ziemlich fetzig aussieht. Verwechseln sollte man in diesem Zusammenhang nicht wasserabweisend und wasserdicht! Die Hose sitzt sehr angenehm und Scheuerstellen können wir nicht ausmachen. Der eigentlich Clou an der Hose sind aber die unterhalb des Knies abnehmbaren Hosenbeine! Per Reißverschluss lässt sich aus der langen Pant im Handumdrehen eine coole Short zaubern.

Die O’Neal Apocalypse ist für uns übrigens nicht unbedingt ein neuer Bekannter. Wir hatten bereits die O’Neal Apocalypse Pant des Jahres 2009 im Test. Die „alte“ Apocalypse ist übrigens immer noch im Einsatz – natürlich mittlerweile mit derben Gebrauchsspuren. Ein Fakt, der sehr für die Hose spricht. Wir machen uns aufgrund der Qualität der O’Neal Apocalypse keine Sorgen darüber, wohl in zwei Jahren über die O’Neal Apocalypse 2013 zu berichten – dann wird vermutlich die jetzt aktuelle Pant erwähnt werden. Wir sind da auf jeden Fall guter Dinge…

Größen: 28 bis 50
Farben: Schwarz (es ist auch eine Version in weiß erhältlich)
Preis: 109,90 Euro

O’Neal Winter Glove 2011 – Winter und Lenker fest im Griff?! Test Handschuhe

Sieben Grad Minus! Dass trotz dieser Temperaturen unmittelbar nach einer Ausfahrt die Finger immer noch flink über die Tastatur tanzen und diesen Text verfassen können, ist nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Es ist kalt, es ist Winter, letzteres genauer gesagt seit heute – zumindest für die Meteorologen, gefühlt aber auch für uns! In den letzten Wochen waren wir auf unseren Ausfahrten und auch auf dem Weg zur Arbeit mit dem O’Neal Winter Glove unterwegs. Hat man mit diesem Handschuh den Winter als auch den Lenker fest im Griff?

Nichts ist nerviger und frustrierender als durchgefrorene Finger – vielleicht noch die Streichung des Weihnachtsgeldes, damit der dicke Chef seiner Freundin ein Auto schenken kann!? Bei dem letzten Punkt sind wir leider machtlos, aber bei dem ersten Punkt können wir euch weiterhelfen! Der O’Neal Winter Glove ist ein Winterhandschuh (wer hätte das gedacht?!) mit Anleihen an die Optik eines MX-Handschuhs. Normale MX-Handschuhe sind bei der Witterung für die meisten sterblichen Biker allerdings ein „No Go“! Für knapp 35 Euro ist der Winter Glove in schwarz, abgesetzt mit weiß und grau, erhältlich. Die Handinnenfläche wird durch ein synthetisches Leder geschützt, während auf der Oberhand Neopren und Elasthan Verwendung finden. Im Innern des Handschuhs ist eine muckelige und kuschelige Dämmung aus Fleece eingearbeitet. Die Oberhand ist wasser- und windabweisend, weshalb man den Handschuh allgemein als wasserabweisend bezeichnen darf, aber nicht als wasserdicht – der Winter Glove ist ja auch kein Regenhandschuh.

Wir haben den Handschuh auf dem Bike und bei Fahrten mit dem Scooter getragen. Dabei konnte uns weder Nieselregen noch Kälte den Spaß am Fahren vermiesen. Der Handschuh bietet ein sehr gutes Griffgefühl und durch die warmen Finger gehen auch Schalt- und Bremsvorgänge wie gewohnt locker von der Hand – im wahrsten Sinne des Wortes. Sehr positiv zu bemerken sind die aufgesetzten Fingerkuppen im Bereich der Fingernägel. Das Ärmelbündchen ist länger als bei herkömmlichen MX-Handschuhen, ist aber ebenso eng anliegend und lässt sich auch wie bei MX-Handschuhen typisch per Klett verschließen. Nachteil des eng anliegenden Ärmelbündchens ist natürlich, dass der Handschuh nicht über die Ärmel der Jacke reicht und dadurch eine Angriffsfläche für Wind und Wasser geboten wird. Aufgesetzte Protektoren besitzt der O’Neal Winter Glove 2011 nicht. Die Bremsfinger weisen einen Dehnbereich und einen Silikonbesatz für eine bessere Griffigkeit der Bremshebel auf. Die Freude über den Silikonbesatz ist allerdings nur von kurzer Dauer, während wir beim Handschuh an sich keinerlei Ausfälle zu verzeichnen hatten.

Fazit O’Neal Winter Glove 2011

Die Verarbeitung ist top, der Handschuh bietet ein sehr gutes Griffgefühl und einen sehr hohen Tragekomfort. Der Handschuh strotzt der Kälte und lässt die winterliche Ausfahrt zu einer Genusstour werden!

Größen: S bis XXL
Preis: 34,90 Euro

Vaude Tura Gloves – Für eine Handbreit Wasser unterm Bike

Handschuhe wollen artgerecht gehalten werden. Je nach Gattung brauchen sie entweder Wärme oder mögen es dann doch lieber nasskalt. Logischerweise widmen wir uns im Moment eher der Gattung „Land unter“ und „Eisbrecher“. Mit den Vaude Tura Gloves haben wir uns bei sintflutartigen Regenergüssen ebenso auf das Bike geschwungen wie bei einsetzendem Frost. Verhältnisse, die normalerweise nicht wirklich zum Biken einladen, es sei denn, man ist mit der richtigen Kleidung unterwegs. Als bekennende Vierrad-Verweigerer nützt ja alles nix – wir müssen raus in den Lebensraum der Vaude Tura Gloves!

Bei aller Liebe zum Bike – und bei aller Skepsis Autos gegenüber – nicht immer hat man wirklich Lust, auf das Bike zu steigen. Spätestens früh morgens vor der Arbeit, wenn der Blick aus dem Fenster schweift und das Nass der Straße das Licht der Straßenlaternen widerspiegeln, kommt dann doch ein wenig Lustlosigkeit auf. Alleine schon der Gedanke an nasse und kalte Hände lässt einen schnell die Lust auf das Biken verlieren. Was bringt einem nach Feierabend oder am Wochenende der schönste Trail, wenn man durch Kälte schmerzende Finger und Hände kaum noch den Lenker halten kann – geschweige denn schalten oder bremsen kann? Ein Dauerthema ist bei uns auf der Fraktur immer die Wahl der Handschuhe – gerade bei den jetzt einsetzenden winterlichen Bedingungen.

Die Auswahl an Handschuhen ist riesig, alleine Vaude hat einige dieser Bekleidungsstücke im Sortiment – für jeden Lebensraum findet man dort das passende Exemplar. Auf der Suche nach warmen und vor allem wasserabweisenden Handschuhen sind wir auf die Vaude Tura Gloves aufmerksam geworden. Der aus CEPLEX hergestellte Handschuh bietet dem Regen die Stirn bei gleichzeitiger Atmungsaktivität. Wir sind mit dem Handschuh morgens zur Arbeit, abends im Dunkeln durch den Wald und am Wochenende dann noch unsere Lieblingstrails gefahren. Bei warmen Handschuhen hatten wir oft das Problem, dass das Griffgefühl mit steigender Isolation dementsprechend abnahm. Das war die erste Überraschung bei den Vaude Tura Gloves – das für diese Klasse sehr gute Griffgefühl. Ein Vorteil, der auch beim Schalten und Bremsen voll zum Tragen kommt. Neben dem guten Griffgefühl gefällt uns auch der Tragekomfort – die perfekte warme kuschelige Garage für unsere Hände.

Für uns erwies sich die ideale Außentemperatur für den Handschuh um den Gefrierpunkt. Bei Temperaturen um die 8 Grad war es in den Tura Gloves definitiv viel zu warm, bei 3 Grad minus und weniger war es für uns dann allerdings wieder zu kalt – zumindest mit jedem zunehmenden Kilometer. Ein ganz großer Pluspunkt waren die Fahrten im Regen. Keine nassen Hände und dadurch kühlten diese auch nicht aus – selbst lange Regenfahrten machten so richtig Spaß. Die Stulpe des Handschuhs ist weit und reicht über den Ärmelabschluss – zum Anpassen findet sich ein Kordelzug. Wasser und Kälte haben so keine Chance, in den Ärmel zu kriechen. Innerhalb der Stulpe ist ein eng anliegendes Srickbündchen eingenäht, welches zusätzlich für einen Kältestopp sorgt. Die Verarbeitung des Handschuhs kann ebenfalls überzeugen. Probleme mit den Nähten konnten wir auch nach dem Test nicht feststellen, selbst die Silikonprints an den Fingerspitzen und auf der Handfläche zeigten sich enorm hartnäckig. Erhältlich ist der Handschuh in der Farbe schwarz zu einem Preis von 58 Euro.

Fazit:

Neben dem guten Griffgefühl gefallen die Vaude Tura Gloves durch den sehr guten und angenehmen Tragekomfort sowie durch die sehr gute Verarbeitung. Ein Top-Handschuh für die nasskalten Tage um den Gefrierpunkt!

Preis: 58,00 Euro
Erhältliche Größe: 6 – 11

Mehr Infos unter www.vaude.com

Cratoni Interceptor – Der legendäre Fullfacehelm im Test

Den Cratoni Interceptor gibt es schon eine Ewigkeit – zumindest gefühlt. Ständige Weiterentwicklung in Bezug auf Materialien, Passform, Sicherheit, Komfort und Gewicht haben zu dem geführt, was uns jetzt zum Test zur Verfügung stand. Neben dem bei uns im Test befindlichen Helm in mattem White-Black ist der Interceptor auch noch invertiert in mattem Black-White erhältlich. Die Helmform knüpft mit dem kantigen Erscheinungsbild an alte Traditionen an.

Wie immer gefällt der Interceptor durch sein zeitloses Design! Um diesen Helm sein Eigen nennen zu dürfen muss man 150 Euro berappen – dafür bekommt man den Helm, einen sehr edlen silbernen Helmsack, Ersatzpads zur Größenregulierung und 5 Cent zurück. Einige Leser werden jetzt sicherlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen, aber man muss sich schon vor Augen halten, was man dafür bekommt. Beim Interceptor handelt es sich nicht um einen Helm mit einer stinknormalen Kunststoffschale, sondern um einen Helm aus handlaminiertem Carbon-Glasfaser!

Der Blick auf die Waage zeigt bei uns ziemlich genau 990 Gramm. Das ist zwar etwas mehr Gewicht als Cratoni selber angibt, aber bei einem Gewicht von unter einem Kilogramm darf sich der Helm im Bereich DH Fullface dennoch als Leichtgewicht bezeichnen. Der Vorteil gegenüber einem schwereren Helm liegt klar auf der Hand: Weniger Kräfte die auf Nacken und Hals wirken – nicht nur zum entspannteren Fahren wichtig, sondern auch im Falle eines Sturzes ein nicht unwesentlicher Vorteil!

Wir sind den Helm beim Downhill und BMX gefahren. Das Einsatzgebiet des Interceptor lässt sich einfach bestimmen: Alles was mit dem Mountainbike bzw. BMX zu tun hat und wobei man sich erbärmlich verletzen kann. Neben der Sicherheit bietet der Interceptor einen ausgezeichneten Tragekomfort. Das Innenfutter ist angenehm zur Haut, auch bei schweißtreibenden Aktionen. Der Helm sitzt wie angegossen, egal wie ruppig es auf dem Trail ist. Das Sichtfeld ist ebenfalls ausgezeichnet und das Tragen von Brillen, sei es MX-Brille oder normale Brille, bereitete uns keinerlei Probleme.

Für Frischluft sorgen zehn Belüftungslöcher, vier davon sind alleine schon im Kinnschutz untergebracht. Die im Kinnschutz integrierte Belüftung ist erstklassig, die Frischluftzufuhr im Bereich des Deckhaares erwartungsgemäß eher „knapp“ bemessen. Cratoni hat alle Belüftungslöcher, auch die im Bereich des Hinterkopfes, mit Metallgittern versehen. Diese sorgen dafür, dass der Fahrer sorgfältig gesiebte Luft zugeführt bekommt. So kommt Luft rein, unerwünschte Haustiere bleiben aber draußen!

Die Geräuschkulisse ist gut, dafür sorgt die Aussparung des Innenfutters im Bereich der Ohren. Das Helmschild ist mit vier Schrauben fixiert und lässt sich stufenlos verstellen. Mit dem Verschlusssystem können wir uns dagegen nicht wirklich anfreunden. Auch wenn das System gut funktioniert, sehr solide und sicher ist, aber die Handhabe mit dickeren Fingern oder mit Handschuhen ist eher etwas grenzwertig. Eine Sache sehen wir am Interceptor allerdings gar nicht gerne: Die sehr spitzen Enden des Helmschilds – auch wenn diese nach hinten zeigen.

Fazit Cratoni Interceptor

Kurz nach der Jahrtausendwende schon eine Hausnummer und dank der permanenten Weiterentwicklung immer noch absolut top! Der Cratoni Interceptor vereint alle positiven Eigenschaften, die man von einem modernen DH und BMX Helm erwartet! Die Sicherheit, der gute Tragekomfort, die tolle Optik und die sehr gute Verarbeitung – nimmt man jetzt noch das Material Carbon-Glasfaser hinzu, ist der Preis wirklich gerechtfertigt. Einzig das Verschlusssystem ist nicht so ganz unser Ding!

Preis: 149,95 Euro

Pro-Tec Pinner LT Knee/Shin Guard – Test Knie-/Schienbeinschoner

Was soll daran so schwer sein? Ein Knie-/Schienbeinschoner muss doch nur gut sitzen, bequem sein und schützen! Ach so, natürlich darf er nicht so dick auftragen, damit er auch noch unter Racing-Pants getragen werden kann. Richtig, der Knie-/Schienbeinschoner sollte auch stoßabsorbierend sein – schließlich sind die Zeiten des wabbeligen weichen Schaumstoffes als „Schutz“ vorbei – zum Glück. Achso, und da wäre noch…

…dass er auch noch gut verschlossen werden kann. Die Halteriemen dürfen sich nicht selbständig öffnen, weder irgendwo hängenbleiben noch verrutschen. Die Bewegungsfreiheit darf natürlich auch nicht eingeschränkt werden. Und natürlich muss der Schoner noch mit Kunststoffschalen versehen sein. Dann wäre noch der Punkt Belüftung. Naja, irgendwie doch ganz schön viele Punkte! Ufff…zum Glück gibt es Hersteller, die so etwas für einen übernehmen und sich damit rumplagen! Es ist ja wirklich so…eigentlich stellt man sich einen Knie- und Schienbeinschoner ziemlich simpel im Aufbau vor. Wenn man sich seine Ansprüche anschaut, stellt man fest, dass diese dann doch sehr klar definiert und umfangreich sind. In den vielen Jahren, die wir schon auf dem Bike sitzen, haben wir viele Protektoren kommen – und wieder gehen sehen. Mit dem Pro-tec Pinner LT Knee/Shin Guard hatten wir mal wieder einen Knie-/Schienbeinschoner im Test, der sich genau diesen Anforderungen stellen musste.

Wir lassen jetzt mal bewusst den Punkt Optik außen vor. Natürlich ist es schön, wenn man bei kurzen Pants einen optisch ansprechenden Schoner trägt, aber spätestens beim Tragen von langen Racing-Pants ist dieser Punkt nur noch zweitrangig. Womit wir schon beim ersten wichtigen Punkt wären, dass die Schoner nicht zu dick auftragen. Ein Pluspunkt, den der Pinner klar für sich verbuchen kann. Natürlich müssen die Pants Spielraum und Flexibilität im Bereich der Knie aufweisen, aber ansonsten steht dem Einsatz nichts im Wege. Der Tragekomfort der Pinner ist gut, sie sitzen angenehm bei gleichzeitig guter Bewegungsfreiheit. Der Bereich Knie und Schienbein ist großflächig abgedeckt. Das Trägermaterial besteht aus stoßabsorbierendem EVA Schaum, auf dem Kunststoffschalen aufgenäht sind. Die beiden Kunststoffschalen bieten löblicherweise keine Angriffsfläche zwischen Schienbein und Knie. Das Trägermaterial sorgt dank der vielen Belüftungslöcher für Frischluft, nur im Bereich der aufgenähten Kunststoffschalen ist bauartbedingt natürlich die Frischluftzufuhr eingeschränkt

Ein Punkt zur Kritik ist vielleicht das Anziehen der Schoner. Da der Pinner im Kniebereich einen „Strumpf“ hat, muss man beim Anziehen vorher die Schuhe ausziehen. Auf einer Tour kann das schon ein wenig abnerven, wenn man mal „eben“ den Schoner überstreifen möchte. Vorteil der Geschichte ist aber, dass der Schoner gut fixiert wird – abgesehen von den drei Halteriemen mit Klettbesatz am Ende. Ein weiterer Vorteil ist, dass hier nichts scheuert – das haben wir bei anderen Schonern schon ganz anders erlebt! Die Halteriemen sind im Bereich oberhalb des Knie, unterhalb des Knie bzw. oberhalb der Wade und unterhalb der Wade angebracht. Verrutschen? Unmöglich! Was die Halteriemen angeht…der Pinner wird in zwei Größen ausgeliefert: S/M und L/XL. Bei 175 cm Körpergröße greift man natürlich wie gewohnt zur Größe M, in diesem Fall S/M. Der Schoner passt wie angegossen, aber die Halteriemen…meine Herren! Wieso sind diese so kurz? Ein bisschen längere Halteriemen würden wir uns schon wünschen. Ein Kritikpunkt ist auch der Klettverschluss oberhalb des Knie. Auf dem Protektor ist die Widerhakenseite angebracht.

Wenn der obere Halteriemen nicht bis ans Ende gezurrt wird, bleiben die Widerhaken unbedeckt und verhaken sich dann gerne in der Hose. Vielleicht sollte der Hersteller diesen Punkt überdenken. Abgesehen hiervon ist der Pro-tec Pinner LT Knee/Shin Guard ein sehr durchdachter und sehr guter Knie-/Schienbeinprotektor. Mit etwas „smarteren“ Beinen stellt sich natürlich auch nicht das Problem mit der Länge der Halteriemen und des Klettverschlusses.

Fazit:

Sehr durchdachter und gut schützender Knie-/Schienbeinschoner! Nichts scheuert oder sorgt für wunde Stellen. Einzig der Punkt mit den ziemlich kurzen Halteriemen trübt ein wenig den Gesamteindruck. Vielleicht sollte der Hersteller den Schoner nicht nur in zwei, sondern in drei oder vier Größen anbieten.

Preis: Etwa 55 Euro

Pro-Tec IPS Back Pad – Der Rückenprotektor im Test

Pro-tec bietet mit dem IPS Back Pad einen Rückenschutz speziell für die Bereiche Snow und Bike – sprich MTB und BMX – an. Beim Pro-tec IPS Back Pad handelt es sich um einen „reinen“ Rückenschutz, er ist also nicht Bestandteil einer Weste oder einer Jacke. Da man allerdings nicht immer mit einer Protektorenjacke unterwegs sein möchte, sei es aus Gründen der Außentemperatur oder einfach nur aus Gründen der Bequemlichkeit, haben wir uns das kleine Schwarze mal zur Brust genommen!

Das kleine Schwarze besteht genauer gesagt aus schwarzen Kunststoffschuppen, welche mittels Kunststoffschrauben auf einer schlagabsorbierendem Trägerfläche aus Ethylene Vinyl Acetate befestigt sind – besser bekannt als EVA Foam. Der zu schützende Bereich ist großflächig dimensioniert, in der Tat wird der größte Teil des Rückens bedeckt. Damit sich der Schwitzfaktor in Grenzen hält, sind einige Bereiche des Trägermaterials ausgespart und nur durch einen dünnen roten Stoff bedeckt.

Der Tragekomfort des IPS Back Pad ist außerordentlich gut – es fühlt sich fast an wie ein Hauch von Nichts. Die Schulterriemen sind relativ schmal, weich und anschmiegsam. Die Schulterriemen lassen sich natürlich in der Länge verstellen und können so der eigenen Anatomie angepasst werden. Die Einstellung der Schultergurte ist denkbar einfach, der Hüftgurt wird mittels Klettverschluss verschlossen. Angeboten wird das Pro-tec IPS Back Pad in vier Größen – welche Größe man für sich benötigt kann man dem Webauftritt von Pro-tec entnehmen.

Der Protektor ist anatomisch geformt und passt sich sehr gut der Körperhaltung an, das bedeutet Beweglichkeit pur. Durch den fehlenden Brustgurt ist die Fixierung des Pro-tec IPS Back Pad oberhalb der Kleidung allerdings nur bedingt zufriedenstellend. Unter einem Trikot oder einer Jacke ist der Protektor am Besten aufgehoben. Den festen Sitz einer Protektorenjacke erreicht das IPS Back Pad allerdings auch dann nicht. Bei uns wanderte der Protektor beim Radfahren leicht nach oben, allerdings in einem akzeptablen Bereich.

Das Pro-tec IPS Back Pad ist atmungsaktiv und durch die Aussparungen wird dem Hitzestau zusätzlich entgegengewirkt, aber wie bei allen Protektoren ist bei schweißtreibenden Aktionen die Belüftung dennoch nur bedingt ausreichend. Allerdings kein besonderer Grund zur Kritik, weil wir es von anderen Protektoren auch nicht anders kennen. Geliefert wird das IPS Back Pad in einem Netz. Zum Lieferumfang gehören vier Ersatzkunststoffschrauben zur Befestigung der Kunststoffschuppen.

Fazit Pro-tec IPS Back Pad

Vor allem die sehr unkomplizierte Handhabe des Pro-tec IPS Back Pad gefällt uns sehr gut. Der Protektor ist sehr leicht und bietet Beweglichkeit pur! Den festen Sitz einer Protektorenjacke bietet das IPS Back Pad zwar nicht, ist aber dennoch ein sehr nützlicher und wirksamer Rückenschutz.

Preis: Etwa 55 Euro