Der neue Bikepark Naboba in Idar-Oberstein: Hier geht was ab!

Bereits kurz vor der feierlichen Eröffnung am 26. August 2016 konnten wir uns auf dem neuen Bikepark Naboba in Idar-Oberstein austoben. Unser Fazit des sehr kurzweiligen Tages: Ein äußerst gelungener Parcours, den wir uns so – auch wegen seiner Unkompliziertheit – in vielen anderen Städten wünschen würden!

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Genau genommen handelt es sich bei dem Bikepark Naboba (Nahbollenbach) in Idar-Oberstein um eine Mischung aus Dirt-Spot, Biker-X und Pumptrack. Obwohl hier keine Obstacles und Nortshore-Elemente verbaut sind, vermittelt der Parcours Fahrspaß pur. Die sinnvoll angeordneten Jumps und Anlieger lassen sich flowig und geschmeidig abrocken, der Starthügel sorgt für den nötigen Schwung. Dank der unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und Linien ist der Kurs, der durchgehend geöffnet ist und sich natürlich kostenfrei nutzen lässt, für jedes Fahrlevel geeignet.

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Insgesamt stehen den Ridern zwei Jumplines, ein Pumptrack und ein Geschicklichkeitsparcours zur Verfügung. Bei unserem Besuch war der Bikepark gerade fertiggestellt und daher noch recht rutschig, erfahrungsgemäß nimmt der Grip aber im Laufe der Zeit zu. Die Benutzung des Bikeparks Naboba geschieht natürlich auf eigene Gefahr, das Tragen eines Helms ist zwingend vorgeschrieben. Bei der Eröffnungsfeier am 26. August 2016 waren mehr als 500 Besucher vor Ort. Ein tolles Projekt, das viele Nachahmer finden sollte!

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Der Bikepark Naboba in Idar-Oberstein befindet sich im Gewerbepark Nahetal an der John-F.-Kennedy Straße, etwa 400 Meter hinter der Messe direkt am Radweg zwischen Oberstein und Nahbollenbach.

Die besten Bikeparks: Hier geht’s rund!

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Geschmeidige Freeride Trails, knüppelharte Downhill Pisten, spektakuläre North-Shores oder auch leichte Beginnerstrecken – die Auswahl an passenden Bikeparks in Deutschland und Europa ist immens. Doch wohin genau soll der nächste Trip gehen? Mit detaillierten Hintergrundinformationen gestaltet sich die Suche nach dem perfekten Bikepark natürlich viel entspannter. Mit etwas Hilfe kommt jeder Biker garantiert auf seine Kosten!

An Streckenbeschreibungen und Auflistungen von Bikeparks mangelt es im Internet sicherlich nicht. Eine besonders übersichtliche und detaillierte Beschreibung der besten Bikeparks in Deutschland und Europa findet sich auf der Webseite von Bikeunit, dem Onlineshop für Freerider, Downhiller und Dirt Biker. Für einen ersten Überblick bietet sich die interaktive Karte an, die alle auf www.bikeunit.de/info/bikeparks/ vorgestellten Bikeparks beinhaltet. Die Karte zeigt allerdings nicht nur die Lage der Bikeparks an, sondern gibt bei einem Mausklick auch die ersten, wichtigen Infos zu den Strecken preis.

Die detaillierten Streckenbeschreibungen werden allerdings über die Bikepark Liste aufgerufen. Unterteilt ist die Streckenliste nach den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz/Italien. Der Bikepark Lenzerheide in der Schweiz fehlt hier natürlich ebenso wenig wie der Bikepark Leogang in Österreich oder der Bikepark Winterberg im Sauerland. An Infos zu den Bikeparks wird unter www.bikeunit.de definitiv nicht gespart. Neben den Strecken wird auch auf das Service-Angebot des Bikeparks eingegangen. So kann direkt in den eigenen vier Wänden abgecheckt werden, ob Lift, Bikeausrüstungs-Verleih oder Fahrradwerkstatt vorhanden sind.

Beantwortet werden auch die Fragen zu Angeboten wie Gastronomie oder Fahrtechnikseminaren. Auch nicht unwichtig: Gibt es vor Ort einen Bike-Wash? Bringt natürlich alles nichts, wenn der Biker vor verschlossenen Toren stehen würde! Doch auch hier sorgt Bikeunit mit Einblendung der genauen Öffnungszeiten vor. Als weiterer Service sind zudem die Preise für die Tages-/Halbtageskarten abgebildet. Nach den Fakten zum jeweiligen Bikepark folgt die detaillierte Beschreibung des Parks. Den Abschluss bildet jeweils die Anfahrt mit Kontaktadresse. Wir können nur sagen: Top!

Web

www.bikeunit.de/info/bikeparks/

 

La Buisse BMX-Spot – Frankreich – Klein aber fein!

Wer in Frankreich auf dem Weg nach Grenoble ist, sollte dem direkt an der D121 liegenden kleinen BMX-Spot einen Besuch abstatten. Klein aber fein ist hier die Devise. Keine Big Jumps oder Mega Dirts erwarten den Biker, sondern eine Strecke, die eine Mischung aus BMX Race und Pump Track darstellt. Gestartet wird vom Startberg, wo uns dann nach wenigen Metern Tables erwarten. Die Sprünge sind zwar nicht groß, aber das Allerlei ist Spaß pur.

Tables, Doubles und Anlieger mit unglaublich vielen Kombinationsmöglichkeiten sorgen für Kurzweile. Die Strecke ist in einem sehr guten Zustand und der Untergrund besteht aus Brechsand. Die Sprünge sind sehr gut geshaped und sinnvoll angeordnet. So muss es sein! Die Strecke ist auch für Anfänger geeignet, da alles fahrbar ist! Empfehlenswert zum ordentlichen Abrocken ist ein BMX, Hardtail oder ein smartes Fully.

Der frei zugängliche Spot liegt direkt an der Hauptstraße „Chemin de Pré Chapelle“ und kann bequem über die Straße „Rue Des Écoles“ erreicht werden. Neben Parkplätzen findet sich hier direkt noch ein kleiner Skatepark. Der kleine aber feine BMX-Spot ist auf jeden Fall einen Abstecher wert – und das Ganze mit einer traumhaften Kulisse zwanzig Kilometer vor Grenoble!

Lac Blanc Bikepark – Der neue Bikepark in den Vogesen – Spotcheck

Parallel zum Schwarzwald verlaufen, getrennt durch die Rheinebene, in Frankreich die Vogesen. Vor wenigen Wochen erst hat unweit von Colmar, etwa 50 Kilometer von Freiburg entfernt, der „Lac Blanc“ Bikepark seine Pforten eröffnet. Die Nähe zur deutschen Grenze dürfte in Zukunft nicht nur viele deutsche, sondern auch Schweizer Biker in die Vogesen locken. Und das nicht ohne Grund! Wir haben für euch den Bikepark abgecheckt und wurden mehr als positiv überrascht!

Der erste Blick auf den neuen Bikepark zeigt direkt, dass hier Nägel mit Köpfen gemacht wurde. Ein nagelneuer Sechserlift, Einkehrmöglichkeit, Bikeshop mit Verleih und vier Strecken mit unterschiedlichem Anforderungsprofil lassen uns bereits vor der ersten Fahrt anerkennend nicken. Die Streckentafeln zeigen die verschiedenen Pisten an: Die Anfänger- bzw. Familienpiste (Familiale) „La Soft“ mit 1990 m Länge, den Downhill (Descente) „La Flow“ mit 1550 m Länge, den Freeride „La Cool“ mit 2090 m Länge und den Freeride „La Fat“ mit 1950 m Länge.

Unbedacht wie wir sind, haben wir uns zum „Warmfahren“ für den Freeride „La Cool“ entschieden 😉 Dieser Freeride stellt sicherlich so manchen deutschen Downhill in den Schatten. Steine, Wurzeln, kleinere Kanten und kleinere Northshoreelemente sorgen für mächtig Abfahrtsspaß. Die Strecke bietet eine sehr schöne Streckenführung mit schönen technischen Passagen. Die Linienwahl und die Kombinationsmöglichkeiten scheinen endlos zu sein, nicht zuletzt wegen der Möglichkeit zwei verschiedene Streckenverläufe (blau und rot) zu folgen. Genial! Mit etwa 2090 Meter ist „La Cool“ auch die längste Strecke des Parks.

Ebenfalls genial ist der Downhill (franz. „Descente“) „La Flow“. Dieser gestaltet sich technisch etwas weniger anspruchsvoll als „La Cool“, lädt aber richtig zum Gasgeben ein. Der Anfang besteht aus einem Singletrail mit schönen Anliegern, wobei sich der Streckencharakter nach der Einfahrt in den Wald komplett ändert. Auch hier gefällt die schöne ruppige Streckenführung gepaart mit vielen Wurzeln. Große Kanten und Gaps bietet „La Flow“ nicht, dafür aber unglaublich viel Fahrspaß! Wie die „La Cool“ bietet auch dieser Trail zum Teil zwei verschiedene Streckenverläufe, nur nicht ganz so ausgeprägt.

Dem Anschein nach beschäftigen sich die meisten Leute mit der „La Fat“. Der Name ist Programm! Schon zu Beginn zeigt der Trail, wo es lang geht: Über Northshorerampen. Bei der „La Fat“ handelt es sich um einen Freeride mit einer Aneinanderreihung von Slopstyleelementen. Gaps, Northshorerampen, Wallrides und diverse Northshoreelemente sorgen für ein großes Spielzimmer für Biker. Die Northshoreelemente sind übrigens erstklassig und sehr sicher gebaut. Wer die Kanten nicht springen will muss es nicht, da überall Wege vorbei führen. Auch hier bleibt nur zu sagen, eine ziemlich geile Angelegenheit!

Natürlich mussten wir auch der Familienpiste einen Blick gewähren. Nicht ganz freiwillig haben wir uns zum Start der Familienpiste begeben. Wir stellten uns vor, wie kleine Mädchen mit flatterndem Haar auf einem Puky-Rad vor uns herfahren, mit Mama und Papa im Anschlag. Etwas widerwillig starten wir in die Familienpiste und …wurden überrascht. Ein herrlich geschwungener Singletrail führt direkt in den Wald. Dort erwarten einen dann Wurzeln, zwar nicht ganz so ruppig, aber mit sehr viel flow fahrbar. Hier schicken die Franzosen also ihre Kinder runter?! Jetzt brauchen wir uns auch nicht mehr zu wundern, dass Frankreich solche Talente hervorbringt 😉 Zugegebenerweise richtig spaßig!

Im unteren Bereich findet sich ein BikerX, der 2008 noch ausgebaut werden soll. Ebenfalls 2008 wird ein zweiter Downhill, im Rahmen der französischen Meisterschaft, angelegt. Dieser soll vom Style etwas in die Richtung der ehemaligen Worldcupstrecke in Willingen gehen, also phatte weite Sprünge bieten. Auch ein Slopestyle-/Dirtpark ist für 2008 geplant. Und da die „Anfängerstrecke“ den Franzosen anscheinend immer noch zu einfach ist, wird diese nächstes Jahr ebenfalls kleine Kanten und Northshoreelemente spendiert bekommen.

Der Sessellift bietet Platz für 6 Personen und die Aufhängung der Bikes ist vorbildlich. Das Liften der etwa 300 Höhenmeter geht schnell und unkompliziert. Besonders hervorheben müssen wir die freundliche Atmosphäre in dem Bikepark. Die Locals als auch die Bikeparkmitarbeiter sind super freundlich und hilfsbereit. Der Bikepark ist jetzt schon absolut empfehlenswert, auch ohne die Neuerungen für 2008. Die Ganztageskarte kostet faire 20 Euro, im Preis inbegriffen ist eine Waschmarke zum einmaligen Waschen des Bikes.

Zu erreichen ist der „Lac Blanc“ Bikepark von Freiburg aus kommend über Colmar und im weiteren Verlauf nach Kaysersberg orientierend. Von da an den Hinweisschildern in Richtung „Lac Blanc“ folgen. Das Parken ist im unteren Bereich als auch im oberen Bereich des Bikeparks, beides in unmittelbarer Nähe des Sessellifts, möglich.

Fazit:

Geil! Geil! Geil! Da muss man hin!

Mehr Infos unter www.lacblanc-bikepark.com

Freeriden in Freiburg – Der Rosskopf-Trail – Spotcheck

Biken in Baden-Württemberg kann so schön sein…man denke da besonders an die Bikeparks in Todtnau und Bad Wildbad. Angesichts der etwas „bescheidenen“ 2 Meter Regel ist der DH- und Freeridespaß aber leider auch nur auf die Bikeparks und wenige Ausnahmen wie dem Schauinsland-Rollertrail beschränkt, wenn man denn nicht mit erhobenem Zeigefinger auf öffentlichen Wanderwegen erwischt werden will. Freiburg bietet seit kurzem mit dem Rosskopf-Trail einen legalen Freeride ungeachtet der 2 Meter Regel! Wir haben für euch den Rosskopf-Trail abgecheckt!

So mancher Wanderer wird sicherlich „schmal“ schauen, wenn, für ihn völlig ungewohnt, Mountainbiker aus dem Freiburger Unterholz auftauchen. Durch die 2 Meter Regelung war bis jetzt der Fahrspaß auf schmaleren Wegen untersagt. Diese Regelung bleibt zu unserem Bedauern natürlich weiterhin bestehen, aber die Stadt Freiburg und das Forstamt hat mit den Locals eine bemerkenswerte Aktion gestartet. Mit dem Rosskopf-Trail bietet Freiburg den Mountainbikern endlich einen Trail, der sich nicht an die 2 Meter Regel hält und es deshalb besonders verdient hat, hier vorgestellt zu werden. Der Trail beginnt am Rosskopf, zweigt vom Hauptweg links ab durch den Wald, führt an der St.-Wendelinskapelle vorbei und endet an der Jugendherberge an dem Fluss Dreisam. Somit bietet der Trail über 3 Kilometer Abfahrtsspaß mit über 300 Höhenmetern. Gekennzeichnet ist der Trail durch kleine gelbe Schilder. Muskelkraft ist gefragt, wenn man den Start des Trails erreichen will. Von da an geht es, abgesehen von einem kurzen Tretstück in der Mitte der Strecke, mächtig bergab. Dabei zeigt sich der Trail ziemlich vielseitig.

Das erste Stück des Rosskopf-Trails ist relativ steil und bietet auf Geröll genug Adrenalin. Der weitere Verlauf der Strecke führt über Lichtungen und durch den Wald. Ab und zu quert man einen Hauptwanderweg, wobei hier natürlich besondere Vorsicht geboten ist! Der mittlere Teil führt über einen wunderbaren schmalen Singletrail, der einen schon fast an so manches Freeride-Video erinnert. Große Sprünge, Kanten oder gar Gaps dürfen auf dem Rosskopf-Trail nicht erwartet werden, da diese nicht nicht erlaubt sind. Der Bau des Trails beschränkte sich auf das Freischneiden des Weges und dem Bau von Anliegern, welche besonders im unteren Bereich für mächtig Speed und Spaß sorgen. Alles in allem eine spaßige Angelegenheit, die auch von nicht so versierten Fahrern zu bewältigen ist. Da die Jungs vor Ort immer noch am Bauen sind, darf man natürlich weiterhin gespannt sein 🙂

Wir bitten im Interesse aller(!) Biker, sich an die Wegmarkierungen zu halten, nicht selber Hand an die Trails zu legen und Wanderern gegenüber immer freundlich zu sein und diesen, falls nötig, den Vortritt zu lassen. Fair fährt besser und diese Aktion darf Hoffnung machen auf mehr legale Trails in Deutschland!

Fazit:

Bemerkenswerte Aktion der Stadt Freiburg, des Forstamtes und der Locals, die Hoffnung macht auf mehr legale Trails in Deutschland! Alles in allem zeigt sich der Rosskopf-Trail als spaßige Angelegenheit, die auch von nicht so versierten Fahrern zu bewältigen ist.

Anmerkung zur 2 Meter Regel in Baden-Württemberg:

Die 2 Meter Regel gilt für das Betreten des Waldes. Genau definiert wird diese Regel im Waldgesetz (LWaldG) für Baden-Württemberg Paragraph 37. Dort heißt es unter anderem „Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr“ und „Nicht gestattet sind das Reiten auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3 Meter Breite und auf Fußwegen, das Radfahren auf Wegen unter 2 Meter Breite sowie das Reiten und Radfahren auf Sport- und Lehrpfaden; die Forstbehörde kann Ausnahmen zulassen“.

Northwave Bikepark Bad Wildbad – Spotcheck

Erinnerungen werden wach! Bereits im Jahre 2001 durfte der Schreiber dieser Zeilen Bekanntschaft mit dem Downhill in Bad Wildbad machen. Damals wurde der erste Lauf zur Bundesliga 2001, noch unter Leitung der SOG, vom Schnee überrascht und vorzeitig abgebrochen. Der Bikepark ist in den folgenden Jahren stark erweitert worden und die Leitung des Bikeparks hat die Radsportakademie übernommen. Wir haben dem Sommerberg einen Besuch abgestattet.

Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Downhill, wo die Deutsche Meisterschaft stattfindet. Die Strecke, liebevoll Downhill 1 genannt, hat passend zur DM 2006 ein Facelifting erhalten. Die von vielen kritisierte verblockte Abfahrt wurde an einigen Stellen geglättet. Mit den Anliegern ergibt sich eine recht flowige Abfahrt, die einige Highlights zu bieten hat. Vor allem der Solid Drop, eine etwa 2 Meter hohe Kante mit 3 bis 4 Meter freier Fall und der Donnerbalken, eine Sektion mit drei aufeinander folgenden Kanten, lassen das Adrenalin aus den Ohren spritzen. Eine Autobahn ist die Abfahrt dennoch weiterhin nicht. Steine und Wurzeln gehören in Bad Wildbad zum guten Ton. Ferner gibt es auf dem Downhill 1 noch Kanten, Sprünge und Doublejumps. Die Strecke mit etwa 1,7 Kilometer Länge und 220 Höhenmetern hat in all den Jahren nichts von ihrem Charme eingebüßt und ist definitiv immer einen Besuch wert. Wenn es einen Downhill 1 gibt, dann gibt es natürlich auch einen Downhill 2!

Der Downhill 2 ist vom Charakter komplett anders als der Downhill 1 und dürfte besonders bei Old-School-Downhillern und Liebhabern von technischen Passagen für höchstes Entzücken sorgen. Die Abfahrt ist übersät mit dicken phatten Steinen. Schnell ist man meistens nicht wirklich, denn nur wenige Passagen erlauben Speed. Ansonsten gibt es nur den Biker, das Bike, die Wurzeln und die Steine. Ursprung des Downhill 2 ist eigentlich eine Serpentinenabfahrt, die aber im Laufe der Zeit um einige neue Variationen gewachsen ist. Der Bikepark Bad Wildbad bietet allerdings noch mehr als diese beiden Abfahrten. Wie es sich für einen Bikepark gehört, hat Bad Wildbad natürlich auch Northshores samt Wippe zu bieten, den Magura Northshore Trial. Die Hühnerleitern sind relativ breit und bieten genug Möglichkeiten, das Holzgerüst vorzeitig zu verlassen. Somit können sich auch Anfänger an die Hühnerleitern wagen. Für unseren Geschmack könnten die Northshores allerdings etwas spielfreudiger und länger ausfallen.

Direkt in unmittelbarer Nähe der Northshores befindet sich ein Dualslalom, ein BikerX und ein Übungsparcours mit Sprüngen und Anliegern. Am Ende des etwa 700 Meter langen BikerX findet sich der Start zu einem der beiden Freerides. Dieser Freeride war für uns allerdings eine große Enttäuschung. Über Wiesen und durch den Wald führt ohne jegliche Highlights ein Singletrail, der keine Freude aufkommen lässt. Lediglich eine kurze steile mit Steinen bestückte Abfahrt bringt Abwechslung, die Anfänger sicherlich erschrecken wird, hehehe. Der zweite Freeride bringt da schon etwas mehr Fun. Der Kärcher Freeride startet direkt am Parkplatz an der Bikestation. Der Freeride bietet zwar wenig Kurven, dafür aber Steine und kleine gebaute Kanten. Hier kann man das Bike schön laufen lassen und sich auch richtig schön einsauen! Auch wenn die anderen Strecken staubtrocken sind, ist das kein Garant, dass dies auch auf den Kärcher Freeride zutrifft. Aha, wir verstehen…

Die Bergbahn bringt die Biker halbstündlich zurück auf den Sommerberg. Die Bikestation bietet Leihbikes, Schutzausrüstung zum Kaufen oder Leihen und zudem freundliches fachkundiges Personal. Auch in Bad Wildbad muss man dem Personal höchstes Lob zusprechen. Bemängeln würden wir am Bikepark Bad Wildbad lediglich die unzureichende Beschilderung.

Fazit:

Sehr abwechslungsreicher Bikepark mit Spaß-Garantie! Auf jeden Fall immer einen Besuch wert!

Mehr Infos unter www.bikepark-bad-wildbad.de

Spot-Check Willingen – Zwischen Himmel und Hölle

Willingen engagiert sich schon seit langer Zeit für die Mountainbiker. Bereits vor vielen Jahren lockte die damalige Freeridestrecke, welche früher sehr schöne Wurzelpassagen aufwies, die Biker in die Nähe des Sauerlandsterns. Der Sessellift befördert seit je her die Biker zuverlässig auf den Ettelsberg, und im Gegenzug die fußlahmen Partypeople runter zur Talstation. Die blöden Sprüche, der zum Teil leicht aggressiven Artgenossen, haben sich übrigens in den letzten Jahren nicht geändert. Diese darf man denn auf der etwas längeren Auffahrt, der Lift benögt etwa 15 Minuten, in aller Ruhe genießen.

Ende 2007 wird alles anders. Dann soll eine Gondel die Menschen in nur fünf Minuten nach oben schaffen. Netter Nebeneffekt: Das Gegröle würde man sich zumindest während der Auffahrt ersparen. Die Preise für den Sessellift halten wir für fair. Eine Zehnerkarte kostet zur Zeit 25 Euro, eine Tageskarte 19,50 Euro. Da man allerdings recht lange mit dem Sessellift unterwegs ist, lohnt sich unseres Erachtens eher die Zehnerkarte. Der Sessellift hat während der Bikesaison täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Doch kommen wir zum eigentlichen Punkt, den Strecken. Hier bieten sich ein Freeride, der Übungsparcours an der Eishalle, der Worldcup-BikerX und der Worldcup-Downhill an. Der Übungsparcours lockt mit kleineren Sprüngen und Anliegern. Der Parcours ist durch den Brechsand recht rutschig und kostet jede Menge Körner. Phatte Sprünge gibt es dagegen auf dem BikerX. Hier finden sich sogar drei Linien: Männer, Damen und Downhill. Die Worldcupfahrer zeigten, wie man schnell und spektakulär diesen Kurs rockt. Leider sah die Strecke, als wir da waren, sehr mitgenommen aus.

Der „neue“ Freeride besteht seit wenigen Jahren und hat die damalige Freeridestrecke abgelöst. Mit Anliegern und weichen Sprüngen kann man sich hier in BikerX-Manier den Berg runterschießen. Gut gefallen uns die Northshores, die man mit der Strecke kombinieren kann. Es sind zwar nicht besonders viele Northshores vorhanden und diese weisen zudem nicht sonderlich einfallsreiche Bauformen auf, aber immerhin. Wir würden uns hier mehr Hühnerleitern wünschen. Dass die Northshores älteren Baujahres sind, sieht man am zum Teil schlechten Zustand. Hier sollte vom Verantwortlichen Abhilfe geschaffen werden!

Der Zustand des Freerides, der sich ausschließlich durch den Wald schlängelt, ist im oberen Bereich akzeptabel, im unteren Bereich durch Bodenerosion und Bremslöcher ziemlich ruppig. Hardtailfahrer werden hier mächtig durchgeschüttelt. Als Downhiller gefällt uns natürlich, entgegen der Ansicht der meisten Besucher des Freerides, der untere Teil deshalb besonders gut. Die Wurzelpassagen längst vergangener Tage sind auf dem Freeride leider Geschichte. Das Ziel des Freerides ist recht weit von der Talsstation des Sesselliftes entfernt. Schön wäre es, die letzten Höhenmeter sinnvoller zu Tal zu bringen als über Straße.

Die zweite Strecke ist nicht EIN Downhill, sondern DER Downhill. Bereits der Startberg zeigt, dass es auf der folgenden Strecke richtig abgehen wird. Es folgt ein höllenschneller Kurs, zumindest für die Cracks. Diese haben beim Worldcup gezeigt, wie man in Willingen den Downhill abrocken muss. Besonders im oberen Teil befinden sich phatte und weite Sprünge über dicke Steine und Kanten. Wer hier fahren will, sollte sich unbedingt die Strecke vorher anschauen! Zu oft erwarten einen nach den Sprüngen und Kanten Überraschungen.

Im unteren Bereich des Waldes folgt ein Gap, bevor es dann letztendlich über bzw. neben dem BikerX des Worldcups geht. Der Downhill in Willingen ist nicht sonderlich lang, aber ziemlich heftig! Vor allem die dicken Steine und die phatten Jumps dominieren auf dieser Abfahrt. Wer hier schnell runterkommt, dem gebührt definitiv einiges an Respekt! Nicht umsonst ein Worldcup-Kurs vom Streckenbauer Didi Schneider himself. Die Abfahrt ist übrigens fahrbar und nicht abgesperrt. Leider ist auch hier das Ziel der Abfahrt recht weit vom Sessellift entfernt.

Da lediglich an den Samstagen und wenigen Feiertagen auf dem Ettelsberg Volksfest herrscht, ist es ratsamer, an anderen Tagen die Strecken in Willingen zu besuchen. An den anderen Tagen fallen die hier mitunter langen Wartezeiten und „Begegnungen der anderen Art“ weg und jeder Biker hat mehr von seinem Tag und seinem Ticket. Übrigens: Zur Zeit wird ein Konzept zur effektiven Streckenpflege und kontinuierlichen Streckenverbesserung erarbeitet. Wenn alles gut läuft, kann auch Willingen bald mit einem dauerhaft besseren Streckenniveau aufwarten!

Fazit:

Leider lässt der Zustand der einen oder anderen Strecke zu wünschen übrig. Fun ist allerdings garantiert und eine Herausforderung ist mit dem Worldcup-Downhill auch gegeben! Sollte das geplante Konzept aufgehen, dann darf man sicherlich sehr gespannt sein.

Mehr Infos unter www.ettelsberg-seilbahn.de

Bikepark Winterberg – Spot-Check

Eine unglaubliche Auswahl an Möglichkeiten zum Austoben auf und mit dem Bike bietet der Bikepark Winterberg. Neben einem Downhill finden sich hier ein Six-Cross, ein Free-Cross, der Evil Eye, ein Funride und ein Slopestyleparcours. Nicht zu vergessen der Übungsparcours mit kleineren Northshores und Jumps direkt an der Bikestation. Mit dem Slopestyle und den vielen Northshoreelementen, die einen fast den Überblick verlieren lassen, zeigt sich der Bikepark Winterberg zudem voll trendy.

Der erste Besuch des Bikeparks Winterberg wird viele verwundernd die Augen reiben lassen. Es finden sich Wippen, Gaps in allen(!) erdenklichen Höhen und jede Menge Wallrides. Die Auswahl an Strecken ist erstaunlich. Sehr positiv in Winterberg ist die Tatsache, dass die verschiedenen Strecken fast alle nahezu am gleichen Punkt starten und das Ziel der meisten Strecken auch die Talstation des Sesselliftes ist. Dieser befördert den Biker dann in knapp 5 Minuten wieder nach oben.

Es fällt uns schon fast schwer es zu sagen, aber der Downhill rückt bei der unglaublichen Auswahl an Strecken und Möglichkeiten fast in den Hintergrund. Der Downhill, seit Jahren unverändert, bereitet nach wie vor viel Spaß. Mit sehr viel Flow kann man über die Kanten pfeffern und die vielen Bremslöcher lassen am Abend, nach dem Besuch des Bikeparks, an den schweren Armen erkennen, wie schwer man anscheinend doch arbeiten musste. Großartige Wurzelpassagen oder Steinfelder wird man auf der Abfahrt jedoch leider nicht finden. Eine kleine nette Wurzelpassage bietet sich allerdings auf einem Chickenway, an einer Kante vorbei, an. Der Abfahrtsspaß ist allerdings schnell zu Ende. Die etwa 900 Meter lange Strecke, die fast ausschließlich durch den Wald führt, hat man schnell hinter sich gelassen. Wir hatten das Glück, den Downhill im Regen zu erleben. Dann wird es sehr, sehr spaßig 🙂

Auch der benachbarte Evil Eye ist schon älteren Semesters. Auf etwa 750 Meter Länge bieten sich eine unglaubliche Ansammlung von unterschiedlichsten Northshoreelementen. Hier gibt es neben den normalen Hühnerleitern noch jede Menge Wippen, Steilkurven, Drops, Sprünge und ein Rondell. Die Northshores finden sich in allen erdenklichen Höhen und Breiten. Anfänger sollten diesen Bereich jedoch meiden! Doch die Northshores sind nicht nur auf den Evil Eye beschränkt. Überall finden sich auf dem Gebiet des Bikeparks Northshores. Der gute Zustand der Hühnerleitern kann sogar uns begeistern.

 

Der Slopestyleparcours bietet nicht nur jede Menge Herausforderungen, sondern ist zudem auch noch Zuschauermagnet. Mittelpunkt ist sicherlich die Funbox. Die Möglichkeiten an Variationen mit den Wallrides, den Gaps und den Sprüngen lassen nicht nur die Zuschauer staunen. Besonders die jüngeren Biker zeigen sich von dem Parcours sehr angetan.Der Free-Cross als auch der Six-Cross haben eine Eigenschaft gemeinsam: Es ist wie Karussellfahren, beim Free-Cross allerdings noch etwas ausgeprägter. Der Free-Cross bietet 1300 Meter Abfahrtsspaß bis zur Talstation des Sesselliftes. Der Six-Cross beschränkt sich auf den oberen Teil des Berges, in dessen Anschluss der Slopestyleparcours beginnt.

Der Sessellift bringt den müden Biker entspannt und in kurzer Zeit wieder nach oben. Wer lange Warteschlangen vermeiden möchte, dem empfehlen wir einen Besuch des Bikeparks Winterberg in der Woche. Am Wochenende kann man sich unter Umständen auf längere Wartezeiten einrichten. Die Liftpreise halten wir auch für fair. Diese sind sogar nach Uhrzeiten gestaffelt und betragen zur Zeit für eine Tageskarte maximal 23 Euro. Natürlich können auch Mehrtageskarten oder Einzelfahrten erworben werden. Als zusätzlicher Anreiz für die Girls ist Montags bis Dienstags „Ladys Day“, außer an Feiertagen und in den Ferien. Was wäre dieses perfekte Paket nicht noch ohne eine Möglichkeit zur Bikewäsche?! Genauso stellten wir uns einen Bikepark vor! Und es wird gebaut und gebaut 🙂

Fazit:

Winterberg zeigt, wie ein perfekter Bikepark auszusehen hat! Das ganze Komplettpaket könnte nicht besser dastehen. Lediglich beim Downhill würden wir ein kleines Minus setzen. Langeweile ist im Bikepark Winterberg ausgeschlossen!

Mehr Infos unter www.bikepark-winterberg.de