Special Frankencross: Etappe 1 – Von Blankenstein nach Kronach

Die erste Etappe mit etwa 70 Kilometern und 1950 Höhenmetern zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil an Wald- und Forstwegen aus. Landschaftlich führt uns die Tour durch Wald sowie über Wiesen und Felder vorbei an kleinen idyllischen Dörfern. Fahrtechnisch bereitet der Trail vom Hirschsprung hinab größte Freude, optisch wird man vom Höllental verwöhnt. 

Der Frankenweg und der Rennsteig: Die beiden großen Wanderwege

Blankenstein bildet den Anfang des Frankenweges. Doch nicht nur der Frankenweg beginnt hier, sondern auch der berühmte Rennsteig. Die Anreise kann und sollte bequem mit der Bahn erfolgen. Wie bei allen Touren, wo der Start nicht dem Ziel entspricht, bietet sich die Anreise mit der Bahn an. Der Bahnhof Blankenstein kann über Thüringen oder über Bayern angesteuert werden. Für welche Route man sich entscheidet hängt letztendlich vom Heimatbahnhof ab. Vom Ruhrgebiet bieten sich beide Alternativen an. Gewählt wurde die Bahnfahrt über die Städte Hannover und Leipzig wegen der etwas großzügigeren Umsteigezeiten.

Die erste Verwirrung ereilt einen direkt nach der Ankunft am Bahnhof in Blankenstein. Kein Wegweiser führt in die Richtung des Frankenweges. Da der Startpunkt des Frankenweges dem Startpunkt des Rennsteigs entspricht, orientiert man sich am Besten einfach bergab an den Wegweisern „Rennsteig Beginn“. Wir gelangen somit zum Start des Frankenweges und überqueren erstmals die Selbitz.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt ein Weg rechts steil bergan am Waldesrand entlang. Ab hier ist die Beschilderung des Frankenweges vorbildlich. Die Forst- und Waldwege führen in Richtung des aus Natursteinen errichteten Wiedeturms. Die ersten Meter unserer Tour sind sehr steil und anstrengend. Nur zwei Mal wird der stollengerechte Untergrund kurz durch Asphalt unterbrochen. Wir bekommen bereits jetzt einen Vorgeschmack auf die Schönheit des Fränkischen Waldes, in den wir jetzt eintauchen.

Nach dem Gasthaus Hirschsprung gilt erhöhte Aufmerksamkeit, weil der Frankenweg nach wenigen hundert Metern links vom Hauptweg abzweigt. Es folgt ein kurzes, technisch anspruchsvolles Stück bergauf. Es wird steinig. Das ändert sich auch nicht bei dem Singletrail, der uns jetzt bergab erwartet. Mit Wurzeln und Steinen bespickt schlängelt sich der schmale Weg in Richtung des Örtchens Blechschmidtenhammer abwärts – ein Genuss! Wir wechseln wieder auf die andere Seite der Selbitz. Dem Frankenweg folgend bieten sich einem am Anfang des Höllentals direkt zwei Möglichkeiten, dem Frankenweg zu folgen. Wir entscheiden uns für den linken Weg, der unmittelbar rechts neben der Selbitz verläuft. Der andere Frankenweg führt bergan und erfordert im weiteren Verlauf Trittsicherheit.

Ein Tipp zur Einkehr ist unweit dieser Verzweigung das Gasthaus „Friedrich-Wilhelm-Stollen“. Hier findet man neben leckeren regionalen Speisen auch die Möglichkeit einer Übernachtung. Das Gasthaus befindet sich direkt neben dem Besucherbergwerk „Friedrich-Wilhelm-Stollen“. 200 Meter sind für die Besucher des Stollens zugänglich. Mehr Informationen hierzu findet man auf der Internetseite des Bergwerkes unter www.friedrich-wilhelm-stollen.de

Der breite und mit Schotter versetzte Rad- und Wanderweg leitet uns stromaufwärts durch das romantisch wilde Höllental. Wir passieren den Blick Hirschsprung und ein Wasserwerk. Nach etwa drei Kilometern und etwa sechzig Höhenmetern gelangt man wieder auf Asphalt. Erst jetzt im Ort Hölle wechseln wir wieder auf die andere Seite der Selbitz. Der Frankenweg führt uns weiter an dem Fluss entlang. Wir gelangen wieder auf einen Waldweg, der im weiteren Verlauf zu einem schmalen Trail wird. Ein Feld überquerend gelangt man auf Feldwegen über weite Felder nach Marxgrün. Den Ort durchquerend müssen wir ein wenig Asphalt in Kauf nehmen.

Schnell führt uns der Frankenweg wieder von der Straße weg. Über weite Wiesen mit Blick auf die sanften Hügel leitet uns der Frankenweg wieder in den Wald. Der Boden ist mit Nadeln übersät und es rollt sich daher sehr schwer. Der Weg führt nun sehr, sehr steil bergan. Wir befahren jetzt gleichzeitig auch den Ozünderweg, ein Rundwanderweg, der seinen Namen dem früher oft brennenden Naila und dessen Einwohnern – den Anzündern – verdankt.

Der Forstweg wird im weiteren Verlauf besser fahrbar und wir passieren ein kleines Dorf. Auf Forstwegen gelangen wir bergan wieder in den Wald. Nach dem Passieren einer Lichtung führt der Frankenweg links ab und wir fahren an einem Teich und an einem Wildgehege vorbei. Nach dem Wildgehege verläuft der Frankenweg parallel zu einer kleinen asphaltierten Waldstraße. In diesem Bereich zeigt sich der Frankenweg etwas wüst. Viele Bäume liegen quer und zwingen zum Absteigen. Wer sich das ersparen möchte, kann die wenigen hundert Meter auch auf der kleinen und im Normalfall autofreien Straße zurücklegen. Der Frankenweg leitet uns auf einen breiten Forstweg und wir gelangen schnell und flüssig nach Naila, ohne allerdings in den Ort eintauchen zu können. Kaum den Ort erreicht, fahren wir direkt zum Ortsausgangsschild.

Bis nach Nestelreuth gelangen wir anfänglich über Wiesenwege, später über Forstwege. Wir genießen den Blick über das weite Land, bevor uns der Wald wieder verschlingt. Wald- und Forstwege bleiben vorerst unsere Begleiter. Die Landschaft ist geprägt von der Land- und Forstwirtschaft. In Kleindöbra sollte man beim Überqueren der Landstraße sehr vorsichtig sein – die Autos geben hier mächtig Gummi! Der Frankenweg führt auf der gegenüberliegenden Seite der Straße weiter, allerdings auf einem Privatweg. Dieser Weg ist ausschließlich für Fußgänger freigegeben! Somit sollte es selbstverständlich sein, dass wir hier absteigen und schieben! Die Wiese bergauf schiebend gelangen wir wieder in den Wald und auf einen Forstweg.

Der Anfang – oder das Ende

Der Forstweg bergan zum Prinz Luitpold Turm ist sehr steil und mühsam. Die Steigung fordert ihren Tribut und zwingt uns letztendlich zum Absteigen. Die Sitzgelegenheiten und der Unterstand unterhalb des Aussichtsturms bieten sich als wunderbarer Platz für eine Rast und Verschnaufpause an.

Auf der Spitze des Döbrabergs, der höchsten Erhöhung im Frankenwald, steht der Prinz Luitpold Turm. Der Turm weist eine Höhe von 18 Metern auf und wurde 1902 vom Frankenwaldverein gebaut. Der eiserne Turm, auch Döbrabergturm genannt, ist frei zugänglich und ein beliebtes Ziel vieler Wandergruppen.

Auf Forstwegen geht es weiter Rodeck entgegen. Der Frankenweg verläuft jetzt auf Asphalt mit kaum nennenswerten Autoverkehr. Der Asphalt bleibt uns leider erstmal erhalten. Eine kleine asphaltierte Straße, die sich in den Wald hinein frisst, führt mächtig bergab. Mit dem Erreichen des Burgstalls Radeck (Rodeck) endet die Straße und für uns erstmal der Asphalt. Der Frankenweg zweigt nach links auf eine sehr steile, schmale und wilde Treppe ab. Man kann hier jedem Biker wirklich nur ans Herz legen, diese Treppe bitte nicht zu befahren! Unten angekommen folgt ein kurzer, aber feiner Singletrail zur Bischofsmühle. Der Frankenweg zeigt sich jetzt für die nächsten Kilometer als breiter Forstweg.

Schnell wird das Holzwerk passiert und der Weg bergab summiert zusehends die gefahrenen Kilometer. Auffallend sind in diesem Bereich die vielen offiziellen MTB-Strecken. Neben uns in der Tiefe vernehmen wir das Rauschen des Bachs und auf der anderen Seite erkennen wir die Straße, die wir nachher überqueren werden. Mit dem Überqueren der Straße verschlägt es uns in Richtung Wustuben. Erst ab Wustuben erwartet uns im weiteren Verlauf wieder eine asphaltierte Straße – oder nennen wir es doch eher Sträßchen! Die kleinen Dörfer, die wir passieren, versprühen natürlich einen unglaublichen Charme. Angrenzende Biergärten laden zum Verweilen ein und man sollte die Gunst der Stunde nutzen, hier zu entspannen und dem Alltag zu Hause wenigstens jetzt zu entfliehen.

Von Elbersreuth gelangen wir schnell wieder auf einen Feldweg, der uns wiederum auf einen Forstweg führt. Der Forstweg spuckt uns auf einen mit Wurzeln gespickten Trail, welcher uns herrlich bergab führt. Dieser schöne Trail ist sogar Bestandteil einer offiziellen MTB-Route. Klasse! Der Weg wird im weiteren Verlauf zwar breiter, aber dafür steiniger. Dieser komplette, sehr abwechslungsreiche Bereich ist Mountainbiken pur! So macht Biken wirklich Spaß! Es geht jetzt schnell bergab! So schön schnell das letzte Stück war, so schrecklich gestaltet sich der direkt folgende Uphill in Richtung Köstenhof. Zur Belohnung führt der Frankenweg als schöner und mit Wurzeln versehener Singletrail dann aber wieder bergab. Der Weg spuckt uns auf die Straße Richtung Kronach und Reichenbach.

An der Gaststätte Köstenbachtal leitet uns der Frankenweg von der Straße weg und zwingt uns zum Schultern und Schieben des Bikes. Wenige Meter müssen wir so auf dem kleinen schmalen Weg bergauf zurücklegen, bevor wir auf einen breiten Forstweg gelangen. Es geht weiter bergauf und langsam schwinden die Körner – sprich Energie! Über ein weites Feld gelangen wir nach Reichenbach. Wir müssen jetzt wieder ein wenig auf Asphalt kurbeln. Kurz vor Haid führt der Frankenweg als staubiger Feldweg links weg. Im Wechsel mit Forstwegen gelangt man nach Mittelberg.

Auf keinen Fall sollte man die Abzweigung des Frankenweges vor der Radspitzalm bzw. der Mittelberger Radspitzeinkehr zur Radspitze verpassen. Natürlich spricht nichts dagegen, hier einzukehren. Bei gutem Wetter lockt der Biergarten, bei schlechtem Wetter kann man sich im Innenraum aufwärmen und sich stärken. Der steile Forstweg bringt uns direkt bis zum Radspitzturm bzw. dem Gipfelkreuz.

Der Radspitzturm befindet sich am höchsten Punkt der Radspitze, welche immerhin die zweithöchste Erhebung im Frankenwald darstellt. Der erste Turm wurde hier bereits 1886 errichtet, aber die hölzerne Konstruktion hielt nur wenige Jahre. Der jetzige Turm mit einer Höhe von zwanzig Metern stammt aus dem Jahre 1955. Der Turm ist frei zugänglich.

Weiter geht es auf dem Forstweg, der uns erstmal erhalten bleibt. Mit dem Erreichen der Markgräfliche Höhe ändert sich der Charakter des Weges allerdings. Der Weg wird wilder, zugewachsener und entpuppt sich teilweise als schöner Singletrail. Die letzten Meter nach Zeyern legen wir auf einem schotterigen Forstweg zurück. Die schöne Stadt empfängt uns mit einer schönen Dorfkirche und – mittlerweile absolut in Vergessenheit geraten – starkem Autoverkehr. Wir überqueren die Hauptstraße und verlassen Zeyern wieder. Jetzt heißt es kräftig in die Pedale treten. Der Frankenweg leitet uns abermals in den Wald. Unübersehbar ist, dass der Untergrund steiniger wird. Auf einer kleinen Straße geht es steil bergab nach Unterrodach. Mit dem Frankenweg gelangen wir im Ort direkt zur Hauptstraße und der angrenzenden Kirche.

Nur noch knapp sieben Kilometer und etwa 170 Höhenmeter fehlen uns bis zum Ziel der ersten Etappe. Der Frankenweg treibt uns nach rechts wieder den Berg hinauf und lässt uns dabei eine Neubausiedlung durchqueren. Von der Neubausiedlung führt ein Wiesenweg bergab, wobei man im unteren Bereich wegen einer Treppe vorsichtig sein sollte. Danach führt der Wiesenweg wieder hinauf. Wir erreichen einen Querweg und fahren jetzt eine längere Zeit entlang des seichten Hanges auf einem schmalen und zugewachsenen Trail. Im weiteren Verlauf führt uns ein Forstweg, der uns oftmals mit einem schönen Blick über das weite Land und den sanften Hügeln verwöhnt, nach Dörfles.

Der Weg nach Kronach verläuft meistens durch den Wald. Erfreulicherweise befahren wir dabei sehr oft schmalere Wege. Der Frankenweg führt uns direkt zur mächtigen Festung Rosenberg oberhalb der Stadt Kronach. Da der Frankenweg von der Festung hinunter zur Stadt viele Treppen beinhaltet, sollte man die letzten Meter lieber auf der Straße zurücklegen.

Für die Kreisstadt Kronach, die am Fuße des Frankenwaldes liegt, sollte man ein wenig Zeit mitbringen. In dieser Stadt gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Direkt drei Flüsse laufen hier zusammen: Die Kronach, die Haßlach und die Rodach. Die historische Altstadt ist unglaublich schön und lädt zum Verweilen ein. Die Altstadt ist fast komplett erhalten und bietet viele Fachwerkhäuser, Tore und Türme. Grund genug, diese Stadt zum 1000-jährigen Bestehen im Jahre 2003 mit einer Briefmarke zu würdigen. Kronach ist auch die Geburtsstätte des berühmten Renaissancemalers Lucas Cranach der Ältere, der um 1475 geboren wurde.

Oberhalb der Stadt Kronach thront die Festung Rosenberg. Die barocke Festungsanlage stammt aus dem 12. Jahrhundert und überwältigt einen beim Anblick. Die Festung wurde noch nie gewaltsam erobert, was einen beim Anblick der gigantischen Mauern nicht wirklich verwundert. Heute findet sich innerhalb der Mauern die Fränkische Galerie des Bayerischen Nationalmuseums. Jährlich finden auf dem Gelände der Festung Rosenberg die Faust-Festspiele statt. Natürlich werden auch täglich Führungen angeboten.

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Special: Frankencross – Mit dem Mountainbike auf dem Frankenweg unterwegs

Vom Rennsteig bis zur Schwäbischen Alb – von Blankenstein bis Harburg – die Tour durch Franken…. Egal wie man den Frankenweg nun beschreiben möchte, dieser Wanderweg ist etwas ganz Besonderes. Über 520 Kilometer und über 11500 Höhenmeter mit dem Mountainbike, die nicht nur jeder Franke, sondern jeder Mountainbiker erlebt haben sollte.

Pottenstein in der Fränkischen Schweiz

Den Start des Frankenweges markiert Blankenstein in Thüringen bzw. Untereichenstein direkt an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen. Das Ende des Frankenweges bildet Harburg in Schwaben. Wir sind mit dem Mountainbike diesen wunderbaren Wanderweg abgefahren, welcher durch den Fränkischen Wald, die Fränkische Schweiz, die Fränkische Alb, das Altmühltal und das Fränkische Seenland verläuft. Der Frankenweg führt durch eine unglaublich vielseitige und abwechslungsreiche Landschaft, zeigt uns eine intakte Natur, bizarre Felsformationen und lässt uns in die Geschichte der Franken eintauchen.

Über 520 Kilometer verläuft der Frankenweg durch Franken. Das ständige Auf und Ab summiert die zu machenden Höhenmeter auf über 11500! Das kommt schon so manchem Alpencross gleich! Bis auf wenige Ausnahmen und Teilen der Fränkischen Schweiz haben wir es allerdings nicht mit schroffen Felsen zu tun. Der Frankenweg gestaltet sich eher hügelig, wobei man die Steilheit der Wege allerdings nicht unterschätzen sollte – oft genug muss das Bike auch geschoben werden! Die Wege, die wir befahren, sind meistens breitere Forst- und Wirtschaftswege. Oftmals führt der Weg auch über Wiesen – mal mehr, mal weniger gut fahrbar. Nur wenige Teilstücke sind so zugewachsen, dass sie den Namen „Weg“ eigentlich nicht verdient hätten. Doch immer wieder locken uns auch herrliche Singletrails, die unser Herz lachen lassen. Der Frankenweg bietet alle Arten des Untergrundes: Asphalt, Waldboden, Wurzelteppiche, Felsen, Wiesen und Schotter.

Die Kennzeichnung des Frankenweges ist ein roter Querbalken auf weisem Hintergrund und der Aufschrift Frankenweg – wir werden es oft genug sehen! Die Beschilderung ist meistens gut, teilweise sehr gut, leider aber auch an einigen Stellen schlecht – sei es durch zu wenig bzw. gar keine Kennzeichnung oder eine etwas irreführende Ausschilderung. Einige Schilder sind auch sehr verblichen – es lohnt sich also Wanderkarten im Gepäck zu haben, auch wenn man meistens ohne Kartenmaterial auskommen würde.

Der im September 2004 eröffnete Frankenweg ist ein noch sehr junger Wanderweg, dennoch handelt es sich um einen zertifizierten Fernwanderweg. Als erster Fernwanderweg hat der Frankenweg das Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ erhalten. Betreut wird der Frankenweg durch den Tourismusverband Franken, dem Frankenwaldverein, dem Fränkische-Schweiz-Verein und dem Fränkischen Albverein.

Auf unserer Tour treffen wir auch auf Wanderwege, die als Gehwege gekennzeichnet sind. Die rechtliche Lage ist eindeutig: Gehwege dürfen, wenn nicht explizit das Fahrrad erlaubt wird, nicht mit dem Fahrrad befahren werden. Man sollte sich vor Augen halten, dass eine Zuwiderhandlung nicht nur eine Strafe, sondern auch im Falle eines Unfalls höchst unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen kann. In diesen Bereichen also bitte das Bike schieben oder das Gebiet umfahren!

Blick auf die Kirche St. Lorenz in Berching

Die Region Franken und die Franken

Die meisten Bundesbürger ordnen Franken dem Bundesland Bayern zu, was zum größten Teil auch stimmt. Genauer gesagt handelt es eigentlich sich um eine Region im Süden Deutschlands, die sich über den Norden Bayerns erstreckt, aber auch über einen Teil Baden-Württembergs und Thüringens. Das Frankenland weist eine lebhafte und turbulente Geschichte auf, ein Zeugnis dessen sind auch die vielen Burgen auf unserer Tour. Die Franken sind stolz auf ihr Land und wehe dem, der Franken als Bayern bezeichnet. Franken unterscheidet sich tatsächlich in vielen Punkten von Bayern, darunter zählen neben dem Dialekt auch die Küche und sogar die Bauweise der Kirchen. Es gibt überdies eine inoffizielle Nationalhymne (das Frankenlied) und im Jahre 2006 beschloss der Bayerische Landtag einen Tag der Franken.

Die mit Abstand größte Stadt Frankens ist Nürnberg. Franken teilt sich in drei Regierungsbezirke auf: Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken. Franken begeistert aber nicht nur durch die intakte Natur und die vielen alten gut erhaltenen Städte, sondern auch mit kulinarischen Köstlichkeiten. Im Großen und Ganzen kann man die Küche als deftig und herzhaft bezeichnen. Überall bemerkt man die lange Brautradition und den Stolz der Franken auf ihr Bier: Oberfranken besitzt Deutschlands höchste Brauereidichte!

Erholungssuchende als auch Aktiv-Urlauber finden mit dem Frankenland ein geeignetes Urlaubsziel vor. So bietet Franken den Wanderern ein ausgezeichnetes und gut ausgeschildertes Wanderwegnetz. Die Frankenjura ist eines der bekanntesten Klettergebiete Deutschlands und die vielen verwinkelten Straßen sind ein Paradies für Motorradfahrer. Der künstlich geschaffene Brombachsee ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für den Nürnberger Raum und lockt viele Badegäste. Die Preise in Franken kann man als familienfreundlich bezeichnen.

Der Tourenverlauf im Überblick

Gesamtübersicht über die Tour

Von Blankenstein nach Kronach
Etwa 70 km / 1950 Hm
↓
Von Kronach nach Weismain
Etwa 52 km / 990 Hm
↓
Von Weismain nach Heiligenstadt
Etwa 63 km / 1450 Hm
↓
Von Heilgenstadt nach Obertrubach
Etwa 59 km / 1240 Hm
↓
Von Obertrubach nach Altdorf
Etwa 71 km / 1710 Hm
↓
Von Altdorf nach Thalmässing
Etwa 83 km / 1660 Hm
↓
Von Thalmässing nach Wettelsheim
Etwa 49 km / 910 Hm
↓
Von Wettelsheim nach Harburg
Etwa 74 km / 1620 Hm

Gesamt: 521 km / 11530 Hm

Anmerkung

Die Angaben in den einzelnen Artikeln erfolgen ohne Garantie, ohne Anrecht auf Vollständigkeit und Aktualität sowie ohne jegliche Verpflichtungen seitens des Autors. Der Autor weist darauf hin, dass das Befahren der Wege nach der Beschreibung eigenverantwortlich geschieht! Die Qualität der Wege und die Fahrbarkeit, auch in Bezug auf die Gesetzeslage, ist vom Reisenden selbst zu prüfen und seinem persönlichen Können anzupassen!

Das Recht der Nutzung von Wegen und Passagen kann sich jederzeit ändern! Straßen und insbesondere Wanderwege unterliegen oftmals Änderungen in Bezug auf Streckenführung, Kennzeichnung, Beschaffenheit und Verkehrsauflagen. Die Beschreibungen der Touren befreien nicht von gesetzlichen Auflagen! Den gesetzlichen Auflagen ist unbedingt Folge zu leisten! Gesperrte Wege und Privatwege, die offensichtlich der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, dürfen nicht befahren/betreten werden! Sollte dieses Werk in einer Beschreibung einen dieser Punkte verletzt haben, bittet der Autor um sofortige Mitteilung, um die entsprechende Passage im Artikel zu aktualisieren.

MTB Frankencross – Mit dem Mountainbike auf dem Frankenweg unterwegs von Andreas Waldera erschien als gedruckte Buch-Version im Jahr 2011 bei der Books on Demand GmbH, Norderstedt (ISBN 978-3-8423-8107-0).

Überblick

Etappe 1: Von Blankenstein nach Kronach

Etappe 2: Von Kronach nach Weismain

Etappe 3: Von Weismain nach Heiligenstadt

Etappe 4: Von Heilgenstadt nach Obertrubach

Etappe 5: Von Obertrubach nach Altdorf

Etappe 6: Von Altdorf nach Thalmässing

Etappe 7: Von Thalmässing nach Wettelsheim

Etappe 8: Von Wettelsheim nach Harburg

Niederrhein Haldenrunde #7: Von der Halde Pattberg bis zur Halde Rheinpreußen (12 km / 45 hm)

Die letzte Etappe unserer Niederrhein Haldenrunde bringt uns zurück zum Startpunkt an der Halde Rheinpreußen in Moers. Drei Halden haben wir absolviert, dabei über 40 Kilometer zurückgelegt und den Niederrhein von einer seiner schönsten Seiten kennengelernt.

Skizze Tourenverlauf Halde Pattberg – Halde Rheinpreußen

Mit äußerster Vorsicht überqueren wir die Straße und gelangen durch den kurzen Verbindungsweg gegenüber zum Weg „Im Hochfeld“. Wir folgen jetzt wieder der NiederRheinroute, die uns fast autofrei über asphaltierte Feldwege leitet. Links sehen wir bereits eine spätere Fortsetzung unseres Haldenabenteuers, eine neue Aufschüttung. Da diese aber noch nicht freigegeben ist, merken wir uns diese neue Halde erstmal nur vor. Die NiederRheinroute führt uns ein kleines Stück über die L10, die Landstraße „Hoher Weg“. Zum Glück sind es nur wenige Meter, bevor uns die NiederRheinroute wieder auf eine weitgehend autofreie Straße führt. Wir durchqueren mit der Rheinkamper Straße eine kleine Siedlung und gelangen zur ehemaligen Bundesstraße B57, der jetzigen L137. Wir biegen dem Radweg Richtung Rheinberg folgend links ab.

Nur wenige hundert Meter bleiben wir an dieser sehr stark befahrenen Straße, bevor wir diese überqueren müssen und in die gegenüberliegende Frietstraße fahren. Dort überqueren wir dann die Bahnschienen. Vorsicht, hier fahren tatsächlich Züge, es ist die Zugverbindung zwischen Duisburg und Xanten! Wir erreichen die Straße „Im Krähenfeld“ und biegen rechts ab. Wir bewegen uns hier wieder auf asphaltierten Feldwegen mit nur wenigen Autos. Parallel zu den Schienen nähern wir uns dem Reitweg, der L10. Wir folgen am Reitweg jetzt wieder der Route „Landschaftspark NiederRhein Projekt: Baumkreis“ und biegen rechts in die Baggerstraße ab. Einige Zeit bewegen wir uns jetzt in einem Gebiet mit sehr vielen Baggerseen. Diese Baggerseen sind aber gesperrt. Eine Ausnahme bildet hier der Lohheider See, welcher direkt an Duisburg-Baerl angrenzt. Bei schönem Wetter kann der Lohheider See für eine willkommene nasse Abkühlung sorgen und wird deswegen stark von Badegästen frequentiert. Da der Weg am See dann nur in Slalom-Manier gemeistert werden kann, haben wir den Badesee nicht in die Runde einbezogen.

Wir folgen der kleinen Straße bis unmittelbar vor der Eisenbahnbrücke und wählen dann den Weg links in den Wald hinein, entlang der ehemaligen Bahngleise. Wir fahren jetzt ohne eine Kennzeichnung der Waldwege, sollten uns aber immer rechts halten, um in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Bahnschienen zu bleiben.

Somit erreichen wir nach einiger Zeit den Hauptwanderweg A7, dem wir nach rechts folgen. Mit viel Vorsicht überqueren wir jetzt die Verbandsstraße L287, welche Duisburg-Baerl und Kamp-Lintfort verbindet. Die Überquerung der Autobahn ist sicherer: Hierfür haben wir eine Brücke zur Verfügung. Wir folgen dem Wanderweg A7 bis zu dem Punkt, wo der Asphalt beginnt. An dieser Waldkreuzung könnte man rechts abbiegen – dort sind wir zu Beginn unserer Niederrhein Haldenrunde gefahren, wir wählen daher den Weg nach links in Richtung des Waldsees. Wir halten uns links und umfahren den Waldsee auf dem Wanderweg A9. Am Ende des Waldsees treffen wir wieder auf den Wanderweg A7/A9. Hier gibt es wiederum eine Besonderheit! Wir treffen auf die Route unseres Haldencrosses von der Halde Rheinpreußen zum Alsumer Berg. Würden wir den Haldencross an dieser Stelle fortsetzen wollen, könnte man an dieser Stelle jetzt auch nach links abbiegen und der Kennzeichnung des Wanderweges A7/A9 folgen.

Wir wollen jedoch zum Ausgangspunkt der Niederrhein Haldenrunde zurückkehren und folgen der A7/A9 nach rechts. Wir erreichen die Verlängerung der kleinen Anliegerstraße „Im Rehwinkel“, wenn rechts der See einer kleinen Anhöhe weicht. An diesem Punkt biegen wir links ab und sind wieder am Startpunkt unserer Niederrhein Haldenrunde.

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Niederrhein Haldenrunde #6: Die Halde Pattberg in Kamp-Lintfort (2,5 km / 62 hm)

Über 20 Jahre wurde diese Halde aufgeschüttet! Von den Dimensionen ist die Halde Pattberg zwar kleiner als die Halde Norddeutschland, aber nicht weniger interessant. Der Baumbestand ist relativ alt und in früheren Jahren wurde hier alljährlich das Drachenfest veranstaltet. Im Gegensatz zu den beiden anderen Halden der Niederrhein Haldenrunde findet sich auf der Halde Pattberg kein architektonisches Kunstwerk, sondern ein Gipfelkreuz. Interessant an der Halde Pattberg ist auch, dass hier mal Wein angebaut wurde. Leider ist hiervon aber nichts mehr zu sehen.

Skizze Halde Pattberg

Doch wir wollen nicht trinken, sondern fahren – zumindest in diesem Augenblick. Wir wählen vom Parkplatz aus den direkten Weg nach oben. Der breite feste Weg bereitet keinerlei Probleme und lässt sich gut fahren. Über die tiefen Querrillen brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, da wir bergab eine andere Strecke fahren werden. Nach 62 Höhenmetern erreichen wir das Gipfelkreuz. Auch wenn der Ausblick bei schönstem Wetter lohnt, bei diesigen Bedingungen aber wirken die anderen Halden wie majestätische Berge. Alles wirkt dann so greifbar nah und doch so unerreichbar. Wir wählen für die Abfahrt den Weg direkt unterhalb des Gipfelkreuzes. Erst links haltend und dann weiter in rechts-links Manier werden die Serpentinen der Halde Pattberg herunter geglitten. Im unteren Bereich wählen wir die äußere Rechtskurve, um zur Straße zu gelangen. Vorsicht! Hier herrscht starker LKW-Verkehr!

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Niederrhein Haldenrunde #5: Von der Halde Norddeutschland zur Halde Pattberg (7 km / 30 hm)

Das Ziel dieser Etappe ist die Halde Pattberg mit ihrem Gipfelkreuz. Durch den Bau der B258 wurde der ursprüngliche Weg einfach gekappt, weshalb wir an dieser Stelle etwas improvisieren müssen. Wir passieren eine kleine Siedlung mit verbarrikadierten Häusern und im weiteren Verlauf Schrebergärten.

Skizze Tourenverlauf Halde Norddeutschland – Halde Pattberg

Wir folgen ab der Halde Norddeutschland der NiederRheinroute Richtung Alpen bzw. Kamp-Lintfort und gelangen auf den Vinnmannsweg. Es ist jetzt auch der Wanderweg K, den wir befahren. Nach dem Überfahren einer Brücke führt der Wanderweg K geradeaus weiter, wir biegen aber rechts ab, um nicht zur Rayer Straße zu gelangen. So gelangen wir direkt zur Norddeutschlandstraße, der wir nach rechts folgen. Nach dem Unterqueren der B528, die erst seit wenigen Jahren besteht, biegen wir rechts in den kleinen – für Autos gesperrten – Weg „Zum Landwehrgraben“ ab. Wir können in einiger Entfernung eine Moschee erkennen und die Halde Pattberg.

Der Weg scheint ins Nichts zu führen und endet scheinbar direkt an einem Bach. Der Weg geht allerdings auf der anderen Bachseite weiter. Oberhalb des Durchflusses hat sich ein kleiner Trampelpfad gebildet. Auf der anderen Bachseite angekommen setzen wir unsere Reise fort. Wir gelangen wieder auf den Vinnemannsweg! Durch den Bau der B258 wurde der Weg einfach gekappt, weshalb wir an dieser Stelle etwas improvisieren müssen! Wir passieren einige verbarrikadierte Häuser, bei denen wir nicht nur Nachts Angst bekommen! Nach dem Überqueren der Schienen folgen wir dem unscheinbar wirkenden Wanderweg K. Dieser führt an einer Schule (Diesterweg Hauptschule) vorbei und wir gelangen wieder, an Schrebergärten vorbei, auf einen matschigen Weg – endlich wieder Dreck für die Stollen und uns!

Wir folgen dem Wanderweg K immer geradeaus und gelangen zur Nordtangente, eine sehr stark befahrene Straße und gleichzeitig die Autobahn Auf- und Abfahrt. Wir folgen dem Radweg nach rechts, unterqueren die Autobahn A57 und biegen links in die Pattbergstraße ab. Wer zu früh links abgebogen ist, sollte richtig Kette geben – er ist nämlich dann auf dem besten Weg auf die Autobahn hinauf. Wir wünschen jetzt schon viel Spaß! Also bitte nicht zu früh links abbiegen, sondern erst mit der Pattbergstraße!

Der Straßenname besagt es und der Blick zeigt es: Wir sind an der Halde Pattberg angekommen. Wir folgen dem Radweg weiter und gelangen so zum Parkplatz Halde Pattberg, gleichzeitig unser Aufstiegspunkt zur Halde.

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Niederrhein Haldenrunde #4: Die Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn (4 km / 82 hm)

Verantwortlich für die Aufschüttung der Halde Norddeutschland ist das Bergwerk Niederberg in Neukirchen-Vluyn. Die Aufschüttung wurde im Jahre 2001 beendet. Mit einer Fläche von 81 Hektar ist diese Halde schon eine gewaltige Erscheinung und bietet Freizeitsportlern ein Fülle von Möglichkeiten, ihr Hobby auszuleben.

Blick von der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn

Neben Wanderern und Nordic Walkern fallen vor allem die Paraglider und die Drachenflieger auf. Musikliebhabern ist die Halde durch das Dong-Open-Air Festival ebenfalls ein Begriff. Am Fuße der Halde angekommen nehmen wir den Weg rechts, der uns alsbald nach oben führen wird. Die Orientierung und die Wahl des Weges ist denkbar einfach: Immer den Weg nehmen, der nach oben führt! Orientierungspunkt ist das Hausgerippe aus Stahl auf der Halde, das sogenannte Hallenhaus – es ist wirklich unübersehbar! Welchen Weg man auch immer nach oben wählt, am Ende hat man etwa 70 Höhenmeter absolviert. Uns bietet sich ein fantastischer Blick über den Niederrhein und die in der Ferne sichtbare Halde Rheinpreußen und die Halde Pattberg – unser nächstes Ziel. Auf der Halde tummeln sich viele Paraglider, somit ist immer für etwas Spektakel gesorgt. Die Himmelstreppe mit 52 Höhenmeter lassen wir auf dieser Tour außen vor. Vom Hallenhaus können wir erkennen, dass wir noch nicht am höchsten Punkt der Halde sind. Dort müssen wir hin. Mit der Stadt Neukirchen-Vluyn im Rücken steuern wir der Erhebung entgegen. Vom höchsten Punkt aus sehen wir direkt vor uns die Halde Pattberg und links von uns erkennen wir am Haldenfuß einen typischen Förderturm der Bergbaus. Vor uns liegt Kamp-Lintfort mit der Zeche Friedrich-Heinrich.

Skizze Halde Norddeutschland

Wir wählen direkt den Weg, der vor uns nach unten führt. Wir halten uns links und steuern quasi auf den Förderturm zu (Rundweg D). Wir erreichen eine Abzweigung, wo der rechte Kiesweg weiter nach unten führt und wählen diesen. Leider gibt es hier keine markanten Wanderwegbezeichnungen, um die Orientierung etwas zu vereinfachen. Wir gelangen auf die nächste Ebene und am nächsten Wegstein (Rundweg C) nehmen wir rechts den ausgeschriebenen Geh- und Radweg, der uns bis nach unten führt. Für welche Abfahrt man sich auch immer entscheidet, wichtig ist, dass wir uns an der Straßenecke „Donger Schulweg/Anrathsweg“ einfinden! Somit befinden wir uns wieder auf der NiederRheinroute und auch der Untergrund wechselt wieder: Wir kommen von Kies auf Asphalt.

Weiterlesen Von der Halde Norddeutschland zur Halde Pattberg

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Niederrhein Haldenrunde #3: Von der Halde Rheinpreußen bis zur Halde Norddeutschland (14 km / 40 hm)

Diese Etappe führt uns von der Halde Rheinpreußen zur Halde Norddeutschland. Dabei kommen wir sogar an einem „Meer“ vorbei. Der Niederhein hält so einige Überraschungen bereit, so zum Beispiel auch eine Ruine. Eine schöne Tour mit einem hohen Anteil an Wegen über Felder.

Haus Tervoort in Moers

Wir folgen der Verlängerung der kleinen Anliegerstraße „Im Rehwinkel“ in Richtung des Waldsees, der nach wenigen Metern erreicht ist. Wir kommen so direkt auf den Wanderweg A7/A9 und folgen dem Waldweg nach links. Wir passieren zwei am See liegende Clubhäuser, während sich auf unserer linken Seite die Halde Rheinpreußen befindet. Wir gelangen auf den asphaltierten Teil des Weges und sobald diese kleine Straße eine Linkskurve beschreibt, biegen wir stark rechts ab in einen ungekennzeichneten schmalen Wanderweg. Zur Orientierung: An diesem Punkt führt der Wanderweg A7/A9, der hier ebenfalls die Straße verlässt, geradeaus weiter, wir halten uns aber rechts! Wir folgen dem ungekennzeichneten Wanderweg bis zu den Schienen, die wir (zu Fuß) überqueren müssen. Nach dem Überqueren der Schienen gelangt man auf den Wanderweg X12. Links führt der Wanderweg zu einem Waldparkplatz und letztendlich zur Römerstraße – wir folgen dem Wanderweg allerdings nach rechts.

Die nächste Möglichkeit biegen wir links ab in den Wanderweg mit der Kennzeichnung A7, der uns kurz zur Römerstraße, dann aber auch wieder von der Römerstraße wegführt. Nach wenigen hundert Metern folgen wir dem ungekennzeichneten Wanderweg nach links, bleiben also parallel zur Römerstraße (L237). Im weiteren Verlauf halten wir uns am nächsten Wandweg wieder links und kommen jetzt letztendlich zur Römerstraße, um diese an dieser Stelle zu Überqueren. Durch den gegenüberliegenden breiten, aber kurzen Verbindungsweg gelangen wir zur Lessingstraße. Wir befahren jetzt die Route „Landschaftspark NiederRhein Projekt: Baumkreis“. Der Name soll jetzt aber nicht irre führen, wir sind jetzt erstmal auf Asphalt durch den Moerser Stadtteil Eick-Ost unterwegs! Wir folgen der Schillerstraße nach links und gelangen zur Hebbelstraße, der wir nach rechts folgen. Nach dem Unterqueren der Bahnschienen überqueren wir an einer Ampelkreuzung die ehemalige Bundesstraße B57, die jetzige L137. Somit gelangt man von dem Moerser Stadtteil Eick-Ost in den Moerser Stadtteil Eick-West. So schnell und einfach kann Ost-West-Verkehr sein!

Einige Meter sind wir jetzt auf der Oderstraße unterwegs. Wir biegen nach rechts in die kleine Straße „Im Binnefeld“ ab. Die Straße ist auch als Wanderweg X/NW gekennzeichnet, dem wir jetzt erstmal folgen werden. Das ist auch gut so, weil wir so wieder relativ schnell Dreck unter die Stollen bekommen! Der Wanderweg führt uns vom Asphalt weg, lässt uns mit einer kleinen Brücke den Moersbach überqueren und wird zu einem schmalen Singletrail. So gefällt uns das, aber leider bleibt das nicht lange so. Kurze Zeit später kommen wir wieder auf Asphalt, allerdings fast frei von Autos. Während der Blick nach links die zum Teil hohen Wohnhäuser Eicker-Wiesens zeigt, gleitet der Blick nach rechts über freies Feld. Mit dem Überqueren der Rathausallee gelangt man in die Anliegerstraße „An der Schneckull“, an deren Ende die Lintforter Straße überquert werden muss. Die Orientierung ist einfach, da wir uns immer noch auf dem Wanderweg X befinden.

Skizze Tourenverlauf Halde Rheinpreußen – Halde Norddeutschland

Wir folgen dem Wanderweg X weiterhin und gelangen über die Birnenstraße zum Jungbornpark. Der Wanderweg führt uns fernab von Autos am Moersbach entlang durch den alten Park. Hier zeigt sich der Moersbach sehr breit und wird deshalb auch gerne „Repelener Meer“ genannt. Wir überqueren die Straße „Im Meerfeld“ und bleiben weiterhin dem Moersbach treu. Vor einigen Jahren war der Weg, der bis nach Moers führt, ein schmaler matschiger Singletrail. Jetzt befahren wir einen breiten und gut ausgebauten Rad- und Wanderweg. Links in der Ferne erkennen wir die Umrisse der Halde Rheinpreußen, bevor uns der Moerser Stadtteil Utfort die Sicht auf die Halde nimmt. Den Fahrspaß beeinträchtigt das aber nicht, weil wir uns immer noch in der Natur wägen. Nach dem Unterqueren der Kampstraße erblicken wir das Zeichen der Muschel – den Pilgerweg. Der Weg, nach wie vor mit der Kennzeichnung X, wird schmaler und matschiger und zeigt sogar Wurzeln – so gefällt uns das! Im weiteren Verlauf wird der Wanderweg über eine Brücke nach links auf die andere Seite des Moersbachs wechseln, wir fahren hier nach rechts den Forstweg entlang am Rande des kleinen Tervoorter Waldes. Ein Blick lohnt auf die Ruine des Hauses Tervoort, welche bereits im Jahre 1443 erwähnt worden sein soll. Um das verfallene Gebäude ranken sich viele gruselige Geschichten und mit Gänsehaut übersät fahren wir weiter zur stark befahrenen Repelener Straße (L399), welcher wir auf dem Radweg nach rechts folgen bis zur Kampstraße. Wir überqueren die Repelener Straße, die hier zur Kamper Straße wird und folgen der kleinen Straße „Beckerathsweg“ am Bauernhof vorbei. Den Lärm der Hauptstraße lassen wir hinter uns und genießen die kleine asphaltierte Straße durch die Felder. Weit in der Ferne erkennen wir rechts die Umrisse der Halde Norddeutschland, die unser nächstes Ziel darstellt. An der Abzweigung „Beckerathsweg/Zum Peschkensgraben“ halten wir uns links auf dem Beckerathsweg, der im späteren Verlauf rechts abbiegt.

Vor uns sehen wir jetzt deutlich die Halde Norddeutschland, die immer näher rückt. Auf der Sandforter Straße biegen wir nach rechts ab und verlassen diese schnell wieder nach links mit der Straße „In Sandfort“, die auch zur Tierpension führt. Wir befahren jetzt wieder die Route „Landschaftspark NiederRhein Projekt: Baumkreis“ und werden dieser Route einer längeren Zeit treu bleiben. So gelangen wir – auf Asphalt kurbelnd – sehr komfortabel und mit wenig Kontakt zu Autos über die Autobahn A57 hinweg bis zur Halde Norddeutschland. Sehr gegensätzlich sind die beiden Seiten jenseits der Autobahn. Vor der Autobahn A57 streifen wir das Gewerbegebiet Genend, auf der anderen Seite der Autobahn schmeicheln Felder und Natur unsere optische Wahrnehmung – wir sind jetzt in der Dong. Kurz vor Erreichen der Geldernsche Straße, der L474, bietet sich uns die Möglichkeit, die Halde endlich erkunden zu können. Wir passieren rechts eine kleine Schranke und stehen somit direkt am Fuße der Halde Norddeutschland.

Weiterlesen Die Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn

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Niederrhein Haldenrunde #2: Die Halde Rheinpreußen in Moers (3 km / 74 hm)

Die Halde Rheinpreußen kennen wir bereits vom MTB Haldencross. Bei der Niederrhein Haldenrunde dient die Halde, die idyllisch direkt neben dem Waldsee am Rande des Baerler Buschs liegt, als Start und Ziel der Tour.

Skizze Halde Rheinpreußen

Wir folgen dem kleinen Wanderweg bergan, gelangen auf den ersten Querweg und halten uns rechts. Kurze Zeit später folgt links die Fortsetzung des Weges nach oben, um etwa 180 Grad versetzt. Nach einer Rechtskurve gelangen wir auf einen weiteren Querweg. Hier halten wir uns links und befahren am Rande der Halde den breiten Weg – mit dem Blick rechts nach oben zum Geleucht. Wir folgen den nächsten Weg, der nach oben führt und gelangen auf den breiten Hauptweg. Dem Hauptweg folgend gelangen wir direkt zum Geleucht. Der Blick von der Halde ist fantastisch und lockt viele Menschen nach oben. Hier bietet sich auch eine gute Möglichkeit für eine Rast – einen Biergarten oder Kiosk gibt es wie gesagt nicht.

Wir halten uns weiter am obersten Rand der Halde und folgen dem Weg bis zur Abzweigung. Nur wenige Meter trennen uns vom höchsten Punkt der Halde Rheinpreußen, eine kleine Lichtung auf dem Plateau. Wir werden dieses Plateau in unseren Haldencross allerdings nicht mit einbeziehen und wählen an der Abzweigung direkt den linken Weg, der mit einer weiteren Linkskehre nach unten abzweigt. Wir fahren die Serpentinen bis zu dem Hauptweg und überqueren den Hauptweg. An diesem Punkt waren wir schon bei der Auffahrt zu unserem Haldencross und fahren die Halde Rheinpreußen weiter so hinunter, wie wir diese beim Haldencross hochgefahren sind. Somit gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt und zur Schnittstelle des Haldencrosses „Im Rehwinkel“.

Weiterlesen Von der Halde Rheinpreußen bis zur Halde Norddeutschland

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