XLC Satteltasche BA-S59 für das Plus an Stauraum

Produktcheck: Wohin nur mit dem ganzen Plunder? Der Blick auf Multitool, Ersatzschlauch und Flickzeug macht klar: Das Zeugs muss mit! Selbst auf kleineren Touren ist der Griff zum Rucksack zwar durchaus sinnvoll, aber oftmals wenig erquickend. Schnelle Abhilfe schaffen Satteltaschen, die Platz für Werkzeug, Handy und Kleingeld bieten, aber dem Fahrer dennoch den Rücken freihalten. Wir haben uns mit der XLC Satteltasche BA-S59 das Plus an Stauraum unter den Sattel geschnallt.

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Befestigt wird die Satteltasche, die lediglich 83 Gramm wiegt, mittels dreier Klettbänder am Sattelgestell sowie am Sattelrohr. Die Befestigung ist nicht nur sehr universell, sondern bietet auch hohen Schutz vor dem unbeabsichtigten Lösen der Satteltasche. Wir haben die XLC Satteltasche BA-S59 aus robustem 600D Polyester sowohl am Rennrad als auch am Mountainbike eingesetzt, in beiden Fällen überzeugte der zuverlässige Halt. Dank der schmalen Gestaltung stört die Satteltasche nicht den Bewegungsablauf und zeigt sich somit – nicht nur optisch – sehr unauffällig.

Der Zugang zum Innern der Satteltasche erfolgt wie üblich von hinten über einen Reißverschluss. Im Verschlussdeckel ist ein kleines Netzfach für kleinere Gegenstände wie Kleingeld oder Flickzeug vorhanden. Ein am Deckel befestigter Schlüsselkarabiner gewährleistet, dass der Schlüssel nicht abhanden kommt. Im Fach selber befinden sich keine weiteren Unterteilungen. Für ein besseres Erkennen von innen befindlichen Gegenständen wurde der Innenraum knallig gelb gestaltet.

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Die Maße der XLC Satteltasche BA-S59 im Test beträgt 15 x 7,5 x 9 Zentimeter, das ergibt einen Stauraum von ungefähr 0,45 Litern. Neben diesem Modell ist auch eine größere Variante mit 0,8 Litern Stauraum erhältlich. Der Platz der kleineren Version reicht bereits für Multitool, Reifenheber, Flickzeug, Kleingeld, Einweg-Regenjacke sowie Rennradschlauch. Bei Mitnahme eines MTB Schlauchs muss dementsprechend Platz eingespart werden, beispielsweise durch Weglassen der Einweg-Regenjacke.

Lange Regenfahrten sollten der XLC Satteltasche BA-S59 bzw. den innen befindlichen Gegenständen erspart bleiben – oder es muss für Regenschutz gesorgt werden. Hier fehlt leider ein Regencover. Für Regen- und Nachtfahrten sorgt der Reflektorstreifen an der Außenseite des Deckels für eine Wahrnehmung durch andere, von hinten herannahende Verkehrsteilnehmer. Eine Extra-Lasche ermöglicht die Befestigung eines LED Rücklichts.

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Fazit XLC Satteltasche BA-S59

Kleine Satteltasche mit mächtig Stauraum! Die XLC Satteltasche BA-S59 lässt sich schnell befestigen, die Klettstreifen ermöglichen einen universellen Einsatz. Der Halt ist bombastisch, beim Fahren begeistert die Unauffälligkeit. Wir vermissen lediglich ein Regencover!

Produktdetails XLC Satteltasche BA-S59

  • Preis 15,95 Euro
  • Gewicht: 83 Gramm
  • Stauraum: 0,45 Liter
  • ISBN: 4055149048013
  • www.xlc-parts.com

XLC Multitool TO-M07: Multifunktions-Werkzeug Test

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Produktcheck: Für kleinere Reparaturen unterwegs bieten sich die sogenannten Multifunktionswerkzeuge an, die eine Vielzahl an Werkzeugen in einem einzigen Tool vereinen. Das 15-teilige XLC Multitool TO-M07 ist solch ein Werkzeugkasten im Kleinstformat.

Geradezu edel präsentiert sich der smarte Alleskönner mit einem schicken Alurahmen und einer hochwertigen Verarbeitung. Trotz seiner geringen Außenmaße von etwa 80 x 47 x 17 mm hält das XLC Multitool TO-M07 die wichtigsten Werkzeuge für eine Fahrradreparatur bereit. Dazu zählt neben einem Schlitz-Schraubendreher, einem Kreuz-Schraubendreher, sieben Innensechskant-Schlüsseln von 2 bis 8 mm sowie einem Torx T 25 Schlüssel auch ein Kettennietentferner. Letzterer dient zugleich als Nippelspanner in vier Größen. Trotz der geballten Ladung an Werkzeugen bleibt das Gewicht des Multitools unter 200 Gramm.

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Das XLC Multitool TO-M07 liegt gut in der Hand und bietet einen schnellen Zugriff auf die einzelnen Werkzeuge. Diese sind anfänglich recht straff im Rahmen montiert, werden aber nach kurzem Gebrauch leichtgängiger. Der straffe Sitz der Werkzeuge lässt sich unkompliziert durch die Verschraubung des Rahmens schnell wieder herstellen. Somit ist sichergestellt, dass auch nach vielen Einsätzen das Multitool nicht klappert und rappelt. Die Qualität der einzelnen Werkzeuge ist gut, selbst nach oftmaligem Gebrauch bleiben diese voll funktionsfähig.

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Die Ausstattung des XLC Multitool TO-M07 lässt in der Praxis nahezu keine Wünsche offen. So wäre ein längerer Hebel am Kettennieter für eine leichtere Handhabung sicherlich besser, aber hier müssen aufgrund der Größe und des Gewichts Kompromisse eingegangen werden. Größer und schwerer geht natürlich immer, ist bei Multifunktionswerkzeugen aber definitiv nicht erwünscht. XLC hat diesbezüglich den perfekten Mittelweg gewählt. Erhältlich ist der Werkzeugkasten im Kleinstformat zu einem Preis von 19,95 Euro.

Fazit

Klein, leicht, handlich und zudem gut ausgestattet! Das XLC Multitool TO-M07 verfügt über die wichtigsten Werkzeuge für eine schnelle Reparatur unterwegs und lässt dabei weder einen Torx T 25 Schlüssel noch einen Kettennieter vermissen.

Produktdetails

VDO GP7 – Bike GPS Navigation im Test

Wer kennt es nicht? Da steht man mitten im Nirgendwo, und selbst wenn eine Karte vorliegt, hat man längst die Orientierung verloren. Probleme, die nicht nur in tiefsten Wäldern auftreten, sondern auch auf weiten Feldern und im Großstadtdschungel. In solch einem Fall ist eine GPS Navigation natürlich Gold wert. Auch wer mit dem Rad weite Strecken zurücklegt, kann mit dem Navi viel Zeit und Nerven sparen. Der andauernde Blick in das Papierkartenwerk ist auf Dauer in der Tat anstrengend und nervend. Ein Navi ist hier schon eine feine Geschichte, zumindest in der Theorie. Wie verlässlich zeigt sich der VDO GP7?

Zum Lieferumfang gehört neben dem VDO GP7 eine Micro-SD-Karte samt Adapter, das Befestigungsmaterial für die Lenkermontage, ein USB-Kabel, eine DVD (enthält die Software Map Manager, die Recovery Software und Manuals), das Ladekabel und ziemlich kurz gefasste Manuals, darunter die Schnellstartanleitung. Die Schnellstartanleitung beinhaltet wichtige Infos zur Inbetriebnahme des Gerätes und die Handhabe der wichtigsten Funktionen. Die Halterung für den Lenker ist mit den beiliegenden Kabelbindern in Sekundenschnelle befestigt. Die Kerben in der Halterung lassen eine Montage am Lenker als auch am Vorbau zu. Neben der Lenkerhalterung gehört noch eine Universalbefestigung (flacher Untergrund) zum Lieferumfang. Ein Geschwindigkeits-Sender lag unserem Gerät nicht bei, ist aber optional erhältlich. Abgesehen vom Geschwindigkeits-Sender ist natürlich noch weiteres Zubehör wie beispielsweise ein Trittfrequenz-Sender oder Puls-Sender optional erhältlich.

Bevor wir starten können muss erstmal die im Lieferumfang enthaltene Micro-SD-Karte, auf der sich die Karten befinden, in das Gerät eingesetzt werden. Diese Karten sind bereits freigeschaltet und können somit sofort genutzt werden. Nach dem Entfernen des Deckels auf der Rückseite des VDO GP7 (dank der handlichen Drehschraube ohne Werkzeug, Geldmünzen und Fingernägel möglich) und Entnahme des Akkus kann die Micro-SD-Karte unproblematisch eingesetzt werden. Das Hauptmenü begrüßt uns mit sechs Auswahlpunkten: Karte, Suche, Routenplanung, Einstellungen, Profile und „My Menu“. Die Bedienung geschieht natürlich per Touch auf dem Display. Aufgeladen wird der VDO GP7 mit dem mitgelieferten Netzkabel. Leider weist weder das Netzkabel noch der VDO GP7 (wenn er ausgeschaltet ist) einen Ladezustand auf. Man kann also nur vermuten, wann der Akku des VDO GP7 voll geladen ist.

Zum Lieferumfang gehört eine Software, die zur Routenplanung auf dem heimischen PC installiert werden kann. Das Programm trägt den hübschen Namen MyNav Map Manager. Wir haben die Software auf einem PC mit Windows 7 installiert. Die Installation der DVD ist selbsterklärend und auch für Computer Laien durchführbar. Nach dem ersten Start des installierten Programms muss im UnlockManager der Schlüssel eingegeben werden. Die Aktivierung ist zwar recht unkompliziert, allerdings sind wir keine Freunde solcher „Schutzmaßnahmen“. Die Lizenzbegrenzung halten wir nicht gerade für Anwenderfreundlich und bei erneuten Installationen ist Mehraufwand in Form von weiteren Freischaltungen nötig. Optisch zeigt sich die Software wie das Bild auf dem Navi – was für das Navi völlig in Ordnung geht, versprüht auf dem PC dann doch einen leicht angestaubten Charakter.

Wie bereits beschrieben wird der VDO GP7 mittels der Lenkerbefestigung am Lenker gehalten. Leider muss man recht viel Kraft aufwenden, um den VDO GP7 in den Führungsschlitten der Halterung zu pressen. Nicht ganz unproblematisch war auch das Entfernen des Navis aus der Halterung. Ob es nun an unseren Wurstfingern lag oder an unserer unbändigen Kraft, nach wenigen Einsätzen hatten wir die Lenkerbefestigung schon in Mitleidenschaft gezogen. Sicher ist aber, dass der Navi bombenfest am Lenker sitzt! Selbst im ruppigsten Gelände bleibt der VDO GP7 sicher am Lenker platziert. Entwarnung können wir auch für Regenfahrten geben! Der VDO GP7 ist ziemlich gut vor Nässe geschützt. Angst vor Regen muss man also nicht haben, auch nach stundenlangen Regenfahrten in der Eifel versah das Gerät ohne Probleme seinen Dienst.

Auf der Oberseite des Gerätes finden sich drei Tasten, von denen die mittlere Taste zum Ein- und Ausschalten des Gerätes dient. Lobenswert ist, dass die Tasten auch mit Handschuhen bedienbar sind. Die „eigentliche“ Bedienung des Navis wie die Standortbestimmung oder die Routenplanung erfolgt über das Touchscreen. Dies geschieht mit erhöhtem Fingerdruck, was aber eigentlich völlig in Ordnung geht, da ein zu druckempfindliches Gerät zu schnell ungewollt reagiert. Andererseits nervt die Bedienung dann doch, da man sich so nicht schnell durch die Menüs bzw. die Bedienoberfläche hangeln kann. Die Bedienung des Touchscreens während der Fahrt bereitete uns Probleme, zumal die Buttons unseres Erachtens zu klein abgebildet sind. Probleme hatten wir auch beim Verschieben der Karte während der Fahrt, hier gelangten wir recht oft ins Untermenü. Probleme, die nicht nur beim Einsatz mit dem MTB im Gelände auftraten, sondern leider auch auf der Straße mit dem Rennrad.

Die Größe des Displays ist für die Montage am Bike gut gewählt. Das Display ist entspiegelt und lässt sich somit in Verbindung mit der starken Hintergrundbeleuchtung recht gut ablesen, sofern es nicht direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Bei direkter Sonnenstrahlung ist leider Schluss mit der guten Ablesbarkeit. Gut, dass der VDO GP7 rechtzeitig akustisch per Stimme auf Fahrtrichtungsänderungen hinweist. Als sehr gut darf man den GPS Empfang bezeichnen. Der Standort wird schnell ermittelt und auch die Berechnung von längeren Routen erfolgte überraschend schnell. Kursänderungen hat der VDO GP7 schnell umgesetzt. Der Aufbau der Karten könnte allerdings etwas schneller erfolgen. Das Navi bietet mehrere Arten der Fortbewegung an, darunter auch Rennrad und MTB. Die groben Einstellungen lassen sich mittels virtueller Schieberegler zusätzlich den verschiedenen persönlichen Anforderungen anpassen. So lässt sich beispielsweise der Anteil von Straßen oder Wanderwegen erhöhen oder absenken. Wir haben bei unseren Touren die voreingestellten Werte übernommen.

Die wenigen Handgriffe zur Planung einer Route sind schnell verinnerlicht. Beim Mountainbike sind wir allerdings nicht ganz auf unsere Kosten gekommen, da man leider auf die großen Wanderwege beschränkt ist – vielleicht erwarten wir hier aber auch einfach nur zu viel. Bei den Touren für das Rennrad sah es schon bedeutend besser aus, wobei wir doch einige Überraschungen erleben mussten. Die Planung der Touren entsprach zum größten Teil dem, wie wir unsere Touren planen würden – allerdings aber auch nur zum größten Teil! Leider kam es teilweise zu merkwürdigen Vorschlägen. So wurden wir in der Eifel ein kurzes Stück an der Bundesstraße B51 entlang geführt – für Radfahrer ein absoluter Graus und auf gar keinen Fall empfehlenswert! Auf einer Landstraße wurden wir in entgegengesetzter Richtung über einen Parkplatz geschickt. Leider kein Einzelfall war, dass teilweise die Radwege nicht in die Routenplanung einbezogen wurden, selbst wenn diese oftmals parallel zur Straße verliefen. Letztendlich führte uns der VDO GP7 aber immer bis zum Ziel.

Neben dem mitgelieferten Kartenmaterial kann man den VDO GP7 natürlich mit „fremden“ Kartenmaterial füttern. Damit ist man mit dem VDO GP7 recht flexibel, was das Kartenmaterial angeht. Die Anbindung an den PC mit dem Betriebssystem Windows 7 bereitete keinerlei Probleme. Neben der Tourenplanung am PC und der Übermittlung der Daten zum Navi ist somit auch das Auslesen des Navis und der gefahrenen Touren möglich. Die Laufzeit des Navis kann sich durchaus sehen lassen. Von der Laufzeit sind Tagestouren mit dem VDO GP7 kein Problem. Wir hatten das Gerät bei unseren Touren mehrmals über sechs Stunden im Betrieb. Der VDO GP7 ist in mehreren Ausführungen erhältlich, was letztendlich auch den Preis beeinflusst. Wahlweise wird der VDO GP7 mit Karten von Österreich, der Schweiz und Deutschland ausgeliefert. Die verschiedenen Länder-Versionen unterscheiden sich dann nochmal mit verschiedenen Ausstattungsvarianten. Unser Fazit nach dem Test? Ein robustes und gutes Navi, wobei der Hersteller in unseren Augen allerdings auch noch Spielraum nach oben hat, um das Gerät und die Software zu verbessern.

Preis: Abhängig von der Ausführung

Sigma BC 14.12 Alti – Test – Der hat was auf dem Kasten!

Er ist smart, sieht ziemlich chick aus und hat zudem mächtig was auf bzw. im Kasten. Nein, wir reden hier nicht von einem Frauenschwarm,sondern dem neuen Sigma BC 14.12 Alti. Was den preisgünstigen kabelgebundenen Bikecomputer so besonders macht, ist alleine schon an der Zusatzbezeichnung „Alti“ erkennbar. Die Messung und Angabe der Höhenmeter war bislang nur wesentlich teureren Bikecomputern vorbehalten.

Für knapp 50 Euro darf man sich beim Sigma BC 14.12 Alti direkt an fünf Höhenmess-Funktionen erfreuen. Die aktuelle Höhe gehört neben der Starthöhe ebenso zum Funktionsumfang wie die bergauf erkämpften Höhenmeter, die maximale Tageshöhe als auch die Gesamthöhenmeter bergauf. In dem chicken Gehäuse stecken aber noch viel mehr nützliche Funktionen, die Auskunft über die wichtigsten Eckdaten der Tour liefern. Die üblichen Funktionen bezüglich der Geschwindigkeiten (aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Maximalgeschwindigkeit etc.) kommen ebensowenig zu kurz wie die Fahrzeit, die Gesamtfahrzeit als auch die Uhrzeit. Die Gesamtfahrzeit wird wie die Gesamtkilometer und die Gesamthöhe während der Fahrt ausgeblendet. Lobenswert finden wir auch die Temperaturanzeige und die Hintergrundbeleuchtung, beides keine Selbstverständlichkeit in dieser Preisklasse. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist die Möglichkeit, den Bikecomputer am PC einstellen zu können.

Der Lieferumfang umfasst natürlich den Bikecomputer, den Sockel mit dem kabelgebundenen Sender sowie den Magneten samt Halterung. Die Länge des Kabels reicht auch für die Montage an einem phatten Enduro/Freerider. Die zwei mitgelieferten Gummiringe dienen der Befestigung des Senders und des Sockels. Die Bedienungsanleitung ist in mehreren Sprachen verfasst und leicht verständlich formuliert. Der Bikecomputer wird im sogenannten Tiefschlafmodus ausgeliefert, mit dem fünfsekündigen Drücken der beiden unteren Tasten (Mode 1 und SET) wird der BC 14.12 Alti aus dem Tiefschlaf gerissen. Jetzt kann die Einstellung des Bikecomputers erfolgen, die schnell und einfach von der Hand geht. Dazu zählt neben der Einheit (km/h oder mp/h) und der Uhrzeit unter anderem natürlich auch die Angabe des Radumfangs – nur so ist gewährleistet, dass der Bikecomputer uns die richtigen Werte anzeigt. Die Kalibrierung der aktuelle Höhe lässt sich dank der guten Beschreibung ohne Probleme durchführen.

Die Handhabe des kleinen Sigma Bikecomputers ist sehr einfach und intuitiv, auch während der Fahrt lassen sich die verschiedenen Funktionen aufrufen, ohne dass dieses zu einer halsbrecherischen Aktion wird. Die vielen Funktionen verbergen sich hinter den in grau gehaltenen vier Funktionstasten, die selbst mit Handschuhen oder verschwitzten Händen noch gut bedienbar sind. Das Gehäuse ist in weiß/grau gehalten – schlicht, aber dennoch chick. Die Ablesbarkeit der großen Ziffern verdient ebenfalls ein großes Lob, die Sprachauswahl – in unserem Fall Deutsch – lässt keine Fragen offen, um welchen Wert es sich hierbei genau handelt. Fehlfunktionen oder falsch angezeigte Werte konnten wir während des Tests nicht feststellen, wobei Störeinflüsse bei kabelgebundenen Bikecomputern auch nicht zu erwarten sind. Die vielen nützlichen Funktionen, die einfache Montage, die gute Bedienbarkeit, die gute Ablesbarkeit und letztendlich der faire Preis verdienen die Einstufung als Kaufempfehlung!

Preis: 49,95 Euro

Sigma ROX 8.1 Bikecomputer Test – Kleines Hochleistungspaket im Dauerstress

Speziell an ambitionierte Radsportler richtet sich der Bikecomputer Sigma ROX 8.1. Der kleine Bruder des ROX 9.1 besticht durch allerlei Funktionen, die ein effizienteres Training ermöglichen sollen. Verpackt ist das kleine Hochleistungspaket in ein sehr ansprechendes weißes Gehäuse. Über mehrere Wochen hinweg begleitete uns der ROX 8.1 auf unseren Touren. Was kann das kleine Funktionswunder und wo liegen seine Schwächen?

Zum Lieferumfang des Sigma ROX 8.1 Multifunktionsbikecomputers gehört neben dem eigentlichen Bikecomputer (dem Computerkopf) natürlich die passende Halterung, der Geschwindigkeitssensor und das Befestigungsmaterial. Zusätzlich finden wir einen Trittfrequenzsender, einen Brustgurt sowie den dazu gehörenden R1 Sender. Zum Befestigungsmaterial gehören neben Gummiringen auch Kabelbinder. Selbstverständlich ist, dass die Magnete für die Sender ebenfalls mitgeliefert werden – ohne würde das Ganze ja nicht funktionieren! Die Funktionstasten des ROX 8.1 Bikecomputers sind gut angeordnet, machen einen hochwertigen Eindruck und sind einfach zu bedienen. Lobenswert ist, dass die Funktionstasten eine etwas rauere Oberfläche aufweisen. Die Menüsteuerung ist logisch aufgebaut, aufgrund der vielfältigen Einstellmöglichkeiten und Funktionen sollte man aber nicht den Blick ins Handbuch scheuen.

In dem Manual ist die Funktionsweise und die Einstellung des ROX 8.1 sehr gut beschrieben. Neben einer deutschen Beschreibung findet sich hier auch die Ausführung in englischer, französischer, italienischer und spanischer Sprache. Die Montage des Sigma ROX 8.1 ist denkbar einfach und geht schnell von der Hand – großartige handwerkliche Geschicklichkeit wird nicht verlangt. Die Synchronisierung des/der Sender mit dem Bikecomputer geschieht automatisch und muss nicht extra angestoßen werden. Nach nur wenigen Augenblicken ist der Computer bereits betriebsbereit. Das Display lässt sich sehr gut ablesen, selbst mit der vom Werk aus aufgebrachten Schutzfolie – diese lässt sich natürlich ohne Rückstände entfernen. Die erstmalige Einstellung und Anpassung des Bikecomputers bereitet ebenfalls keine Probleme, wobei ein Blick ins Handbuch sicherlich sehr zu empfehlen ist.

Das Display ist in drei Bereiche unterteilt, die je nach Anforderung die gewünschten Informationen bereit halten. An Informationen fehlt es dem ambitionierten Biker beim Einsatz des Sigma ROX 8.1 sicherlich nicht. So gibt der Bikecomputer Auskunft über die Strecke, Fahrzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, max. Höhe, max. Geschwindigkeit, Durchschnittstrittfrequenz, max. Trittfrequenz, Entfaltung (Optimierung des Gangwechsels), durchschnittliche Entfaltung, Höhenmeter bergauf und bergab, Strecke bergauf und bergab, Steigrate, aktuelle Leistung in Watt (berechnet), max. Leistung, % von der max. Herzfrequenz und die Uhrzeit. Zwei Favoriten (A und B) können mit bis zu zehn, frei wählbare Funktionen belegt werden. Wir hatten auf den vielen Kilometern, die wir mit dem ROX runtergespult haben, keinerlei Aussetzer oder gar unsinnige Angaben. Eine Beeinflussung durch Fremdeinwirkung (andere Bikecomputer oder Strommasten) konnten wir ebenfalls nicht feststellen.

Der Brustgurt für die Messung der Herzfrequenz ist aus Textil, welcher nicht nur angenehm zu tragen ist, sondern auch in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Regenfahrten können dem ROX nichts anhaben, auch hier konnten wir keine Aussetzer feststellen. Witzig ist der Rechtschreibfehler bei der Einblendung des Radgewichts, welches mit Redgewicht benannt ist. Im Gegensatz zum großen Bruder ROX 9.1 zeichnet der ROX 8.1 keine Logs auf. Ebenfalls verzichten muss man beim „kleinen“ ROX auf die Möglichkeit des Ghost-Race, wo man praktisch gegen sich selber fahren kann. Nachteilig finden wir, dass der ROX nur sieben Touren speichern kann. Die älteste Tour wird dann vom Computer überschrieben. Besonders bei langen mehrtägigen Touren oder bei Etappenfahrten kann das eng werden. Ansonsten gibt es beim Sigma ROX nichts zu kritisieren. Die Funktionen decken fast alles ab, was ein ambitionierter Biker benötigt – für etwas mehr muss man zum ROX 9.1 greifen. Die Verarbeitung ist ebenfalls top!

Optional ist für den ROX eine Docking-Station erhältlich, mit der man den Bikecomputer mit einem PC verbinden kann. Damit ist, neben der übermittlung der gespeicherten Daten vom ROX an den PC, auch die bequeme Einstellung des Bikecomputers vom PC aus möglich. Die Daten werden mit dem Programm Sigma Data Center verwaltet und ausgewertet. Als Betriebssysteme werden die gängigen Windows-Versionen als auch MAC OS unterstützt. Bei uns bereitete die Installation der Version 2.1 unter Windows 7.0 keinerlei Probleme, man sollte sich aber unbedingt an die aufgeführten Installationsschritte halten. Nach Eingabe des Lizense Keys kann das Programm für die unbeschränkte Benutzung aktiviert werden. Mit dem Programm können mehrere Geräte verwaltet werden. Die grafische Oberfläche ist sehr übersichtlich und leicht verständlich aufgebaut. Unterteilt wird zwischen Geräte-Gesamtwerte, Trainingsdaten, Statistik und Geräteeinstellung. Ein wirklich gelungenes Tool zur Optimierung des Trainings!

Sigma BC 2209 Targa – Computerliebe – Test Bikecomputer

Für den Test des Sigma BC 2209 Targa braucht man vor allem eines: Viel Zeit! Das kleine Dingen ist voll gepumpt mit Funktionen und lässt, von der technischen Seite gesehen, jeden Steinzeithobel zu einem Space-Shuttle werden. Wir hatten den Minicomputer über mehrere Monate im Einsatz, haben etliche Kilometer runtergespult und einige Höhenmeter gemacht. Auch die Eckdaten unseres neuesten Werkes, welches wir Euch in diesem Monat noch vorstellen werden, entstammen dem kleinen faszinierenden Kasten.

Unsere größte Befürchtung war, dass die Batterien nicht lange genug durchhalten würden. Besonders der harte Winter war eine große Belastung für die Energiezellen – in Form einer CR 2450 für den Computer selber und einer CR 2032 für den Sender. So viel kann jetzt schon gesagt werden, auch just in diesem Moment erfreut sich der Sigma BC 2209 immer noch bester Gesundheit und strotzt vor Kraft – mit den Originalbatterien! Der Sigma bietet eigentlich alles, was man auf einer Tour im Allgemeinen an Fahrinformationen benötigt. Mit Informationen geizt der kleine Computer wirklich nicht.

Neben den selbstverständlichen Funktionen wie zum Beispiel die Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit, der Durchschnittsgeschwindigkeit oder der Tageskilometer, begeistert natürlich vor allem der erweiterte Funktionsumfang, der den Targa von einem herkömmlichen Bikecomputer weit abheben lässt. Wer hat bei einem „normalen“ Bikecomputer nicht schon die Anzeige der hart erkämpften Höhenmeter vermisst? Nicht nur hierzu gibt der Sigma BC 2209 Auskunft. Die Höhenmess-Funktionen vermögen ebenso zu begeistern wie die Anzeige der aktuellen Temperatur oder die Herz-Frequenz-Funktionen.

Wer hat im Dunkeln nicht schon seinen Compi verflucht, weil auf dem Display nichts mehr zu erkennen war? Voila, der BC 2209 bietet eine gut zu bedienende Hintergrundbeleuchtung – selbst mit Handschuhen. Doch nicht nur die vielen Funktionen begeistern, sondern auch die Umsetzung. Ausgeliefert wird der Sigma BC 2209 Targa mit allem, was man für den Betrieb benötigt, einschließlich des Brustgurts. Nicht mitgeliefert werden beim Targa die Module für die Trittfrequenz. Der kabellose Computer ist ohne große Friemelei und langwierige Abgleicharbeiten in Kürze einsatzbereit.

Die Bedienung des Sigma BC 2209 Targa ist selbst für Anti-Nerds kinderleicht. Die Ablesbarkeit ist hervorragend und verdient ein großes Lob. Witzig und sinnig ist die seitliche Erhöhung des Gehäuses, um das Display zu schonen und zu schützen. Beim Verlassen des Bikes kann der Compi schnell von der Halterung gelöst werden. Wer zusätzlich Infos zur Trittfrequenz braucht, kann optional den Targa nachrüsten oder zum funktionsgleichen BC 2209 MHR greifen. Während des Tests überzeugte uns der kleine silber-grau-schwarze Kasten durch seine Zuverlässigkeit und die unkomplizierte Bedienbarkeit – auch mit Handschuhen.

Wir konnten weder Störeinflüsse noch Ausfälle verbuchen, selbst die Ablesbarkeit des Displays gibt uns auch keinen Grund zum Meckern. Wer den Compi zum Wandern mitnehmen möchte, wird sich am mitgelieferten Armband erfreuen. Sigma Sport legt mit dem BC 2209 die Messlatte ganz hoch – und das zu einem sehr fairen Preis! Nur zu einer Sache können wir an dieser Stelle nichts sagen: Die Auswertung der Daten mittels des Sigma Data Centers. Wie war das noch mal mit dem Anti-Nerd?

Preis: 109,95 Euro (BC 2209 MHR 124,95 Euro)

Lezyne Caddy – Das Extra an Stauraum – Test

Wer kennt ihn nicht, den guten alten VW Caddy?! Emsig wie eine Biene versieht dieses Nutzfahrzeug seinen Dienst, doch die Lorbeeren und die gierigen Blicke der Vierradfanatiker ernten die anderen Autos. Ähnlich ergeht es den Satteltaschen am Bike. Diese sehr nützlichen Helferlein erweisen sich als treue und zuverlässige Begleiter, Beachtung finden sie dennoch kaum. Wir wollen hier eine Lanze brechen für diese kleinen Raumwunder und stellen Euch zwei Caddys von Lezyne vor!

Da haben wir es wieder! Lezyne kennt jeder! Lezyne produziert diese stylischen Hand- und Fußpumpen, die man der Optik wegen im Wohnzimmer sogar an die Wand hängen könnte. Man denke auch an die Multi-Tools und an die Rucksäcke. Egal was man sich bei Lezyne anschaut, alles erscheint sehr stylisch und durchdacht – fast schon zu schade für den täglichen Gebrauch. Aber wer weiß schon, dass eine kleine Gattung Caddys bei Lezyne um die Gunst der Käufer kämpft? Drei Caddys bietet Lezyne für den Einsatz unterm Sattel an! Das Leben eines Caddys ist wahrlich nicht schön! Erst keine Beachtung finden, und dann fast nicht wahrnehmbar unter dem Sattel festgeschnallt. Als wenn das nicht reichen würde, wird man als Caddy auch noch mit Dreck – im besten Fall – beworfen. Damit diese kleinen Helferlein dennoch zur vollsten Zufriedenheit ihren Dienst versehen, müssen die Hersteller sich einiges einfallen lassen. Das fängt bei der Befestigung an und hört beim Verschluss auf. Bei der Befestigung geht jeder Hersteller seinen eigenen Weg – oder bedient sich bestehender Klick-Systeme. Bei Lezyne geht man einen anderen Weg. Hier wird die Satteltasche durch drei Klettstreifen gesichert Zwei Klettstreifen werden für die Sattelstreben verwendet, der dritte Klettstreifen dient zur Fixierung an der Sattelstütze. Die Erstmontage geschieht deutlich schneller als bei den Systemen mit Adapter, da diese montiert werden müssen, das entfällt bei Lezyne – und zu dem komplett werkzeugfrei. Sobald das Klicksystem montiert ist, wandelt sich der Vorteil – jetzt haben die Klicksysteme die Nase vorne, beim Lösen als auch beim Befestigen. Natürlich lässt sich die Lezyne Satteltasche auch relativ unkompliziert wieder vom Bike lösen, bedarf aber etwas mehr Zeit. Der Vorteil liegt bei der von Lezyne verwendeten Befestigungsart in der Flexibilität. So kann man die Satteltasche auch an anderen Bikes verwenden, ohne jedesmal den Adapter zu montieren bzw. zu demontieren – oder sich gar kostspielig einen Zweitadapter zulegen zu müssen.

Sehr gut gefällt uns bei den Lezyne Caddys die Verstaumöglichkeiten mit den integrierten und angebrachten Fächern. Nur das Genie beherrscht das Chaos- alle anderen Menschen brauchen Ordnung! Mit den Lezyne Caddys kein Problem, so finden sich hier Verstaumöglichkeiten für das Minitool, Kleingeld, Ersatzschlauch und Flickzeug. Je nach Ausführung des Caddy darf es auch mal etwas mehr sein, wie zum Beispiel die Notbeleuchtung oder ein Energieriegel für den Fall der Fälle. Auch wenn man das Lezyne Caddy bis zum Bersten füllt, das Befestigungssystem mit den Klettstreifen scheint die Gedanken von Lezyne zu bestätigen. Die Satteltasche bleibt dort, wo sie hingehört. Nichts wackelt oder verrutscht, selbst das beim Einfedern an der Satteltasche nagende Hinterrad konnte im Test dem Caddy nichts anhaben. Bei sehr dünnen Sattelstützen, wie zum Beispiel bei Teleskopsattelstützen, würden wir uns einen Klett wünschen, der diese dünnen Rohrdurchmesser etwas mehr berücksichtigt. Schlimm wird es für eine Satteltasche bei Regenfahrten, das hochspritzende Wasser und der Dreck setzen der Satteltasche unentwegt zu. Um diesen Bedingungen standzuhalten, hat Lezyne den Satteltaschen einen wasserabweisenden Reißverschluss spendiert. Um es vorweg zu nehmen, das Caddy ist wasserabweisend, aber nicht wasserdicht. Irgendwann macht sich auch hier die Nässe im Innern des Caddy breit. Für lange Regenfahrten würden wir uns dann doch einen Regenüberzieher wünschen.

Fazit Lezyne Caddy

Kleine Tasche mit sehr viel Platz und für sehr viel Ordnung! Die Montage ist denkbar einfach und komplett werkzeugfrei! Da wackelt und löst sich nichts! Lediglich bei längeren Regenfahrten wünschen wir uns einen Regenüberzieher.

ABUS Salisbury und Xtreme easybag – Zwei Lenkertaschen im Test

Wer kennt es nicht? Bei langen Touren, besonders wenn sich diese über mehrere Tage erstrecken, ist das Packen des Reisegepäcks ein langwieriger und zeitraubender Aufwand. Man packt ein, stellt fest es ist zu viel, packt wieder aus, sortiert aus und packt wieder ein. Diese Prozedur wiederholt sich dann noch einige Male. Wenn man fertig ist stellt man fest, dass der Rucksack immer noch zu schwer ist. Eine Lösung wäre es, einen Teil des Gepäcks auszulagern und auf dem Bike, anstatt auf dem Rücken, zu transportieren. Wir haben deshalb für euch von ABUS die Lenkertasche ST 3350 KF Salisbury und von Xtreme die easybag Lenkertasche ans Bike geschraubt!

ABUS Lenkertasche ST 3350 KF Salisbury

Die Lenkertasche ST 3350 KF Salisbury bietet neben der Aufnahme des Gepäcks (immerhin 5,5 Liter Fassungsvermögen) den Vorteil, dass die Tourenkarte im handelsüblichen Querformat sichtbar im Blickfeld des Fahrers auf dem Deckel der Tasche in einer transparenten Hülle untergebracht werden kann. Besonders die sichtbare Aussparung für das GPS bzw. das Handy zeigt, dass man sich bei ABUS wirklich Gedanken bei dieser Lenkertasche gemacht hat. Die Hülle lässt sich natürlich komplett per Klett von der Tasche lösen. Doch bevor man mit der Tasche auf Reise gehen kann, muss die Tasche am Lenker befestigt werden. Das KLICKfix System ist ein einfach zu bedienendes Befestigungssystem mittels eines Adapters, bei dem die Tasche problemlos am Lenker befestigt und genauso unproblematisch wieder gelöst werden kann – und das ohne Werkzeug. Die notwendige Trägerplatte wird mit zwei Schraubklemmen am Lenker besfestigt und mit einem Seilzug gehalten. Der Seilzug wirkt den hohen Kräften entgegen, die durch die Last in der Tasche und den permanenten Erschütterungen durch das Fahren entstehen. Das System klappt ausgezeichnet, allerdings muss man auf den Durchmesser des Lenkers achten, da die Schellen nur für einen Lenkerdurchmesser von 22 bis 26 mm mitgeliefert werden. Im Zubehör sind allerdings KLICKfix-Schellen für Oversized-Lenker mit einem Durchmesser von 31,8 mm erhältlich – wenn nötig, dann also direkt mitbestellen! Sollte kurzfristig kein Adapter verfügbar sein, kann man sich notfalls mit Kabelbindern weiterbehelfen. Die Tasche ist gut gepolstert und bietet neben einem Tragegurt einen Regenschutz. Die Reflektorstreifen und die verschiedenenen Staufächer (die äußeren Fächer sind natürlich verschließbar) gefallen uns sehr gut und verdienen Lob. Der Lenkeradapter ist laut Hersteller bis zu 7 Kilogramm belastbar, allerdings würden wir empfehlen, aus Sicherheitsgründen wegen des hohen Schwerpunktes deutlich unter dieser Belastung zu bleiben. Der Preis von knapp 60 Euro ist bei der hohen Qualität und den durchdachten Detailslösungen absolut gerechtfertigt.

Xtreme Lenkertasche easybag L-T-S 3 WP

Deutlich günstiger in der Anschaffung ist die sytlische Xtreme Lenkertasche easybag L-T-S 3 WP. Diese kostet mit 33,90 Euro auf den ersten Blick fast nur die Hälfte der ABUS Lenkertasche. Doch der Eindruck täuscht! Wie die ABUS wird auch die Xtreme Lenkertasche mit dem KLICKfix System am Lenker befestigt. Da der Lenkeradapter nicht zum Lieferumfang gehört, muss der Adapter separat mitbestellt werden. Somit summieren sich zu dem Preis der Lenkertasche die Anschaffungskosten des Adapters – immerhin 15,90 Euro! Somit schrumpft der Preisvorteil der Xtreme Lenkertasche deutlich! Die Lenkertasche bietet ein Fassungsvermögen von 6 Litern und bietet im Frontbereich ein Netzfach für diverse Dinge. Die für die Tour nötige Karte kann in der transparenten Hülle auf dem Deckel im Sichtfeld des Fahrers untergebracht werden. Leider müssen wir hier eine große Kritik aussprechen! Handelsübliche Tourenkarten im Querformat passen nur nach großem Kampf in die Hülle. Nach mehreren Tagen ergab sich die Hülle als Fetzen, was uns bei der Tour schon sehr verärgert hat. Natürlich lässt sich auch bei der Xtreme easybag die Hülle per Klett von der Lenkertasche lösen und so auch gegen eine neue Hülle austauschen. Optisch kann die Tasche sehr punkten, da sie sich durch die runde Bauweise deutlich von den üblichen Lenkertaschen abhebt. Mit dem Schultergurt ausgestattet kann man diese auch schön als normale Alltagstasche, z. B. für die Kamera, durch die Stadt tragen. Ernüchternd ist der Blick in den Innenraum der Tasche. Die Lenkertasche ist mehr wie ein Hardcase aufgebaut und nicht gepolstert. Ebenfalls vermissen wir verschiedene Verstaumöglichkeiten. So kann es schon mal passieren, dass der Schlüssel auf einer Tour mächtig durch Klappern auf dem Taschenboden nervt. Dafür lässt sich der vernähte Nyloninnensack mit einer Kordel verschließen und durch die Bauweise benötigt die easybag Lenkertasche keinen Regenschutz – sie ist von Haus aus regendicht! Der Deckel der Tasche wird mit einem Klettverschluss verschlossen, wir waren zwar erst skeptisch, aber der Verschluss hält. Für uns eine schöne und praktische Lenkertasche für den täglichen Einsatz in der City, unserer Meinung nach für die Tour aber nur bedingt empfehlenswert.

KLICKfix System

Das KLICKfix System ist wirklich eine feine Sache. Die Montage des Adapters ist unkompliziert und sollte für jeden geübten Schrauber kein Problem darstellen. Die Taschen werden oben eingehakt und mit einem Klick eingerastet. Das Lösen der Tasche vom Adapter geschieht ebenfalls sekundenschnell. Somit ist die Lenkertasche mobil und kann beim Verlassen des Fahrrades mitgenommen werden, ohne Werkzeug und ohne Stress. Der Adapter darf laut Angaben bis maximal 7 Kilogramm belastet werden, wir empfehlen aber wegen der Lenksicherheit deutlich unter dieser Grenze zu bleiben. Wir hatten auf unserer Tour die Lenkertaschen mit knapp 4 Kilogramm beschwert, was wir als guten Kompromiss empfanden. Man gewöhnt sich aber schnell an das Gewicht und die merkbar trägeren Lenkbewegungen. Für die Tour absolut top und empfehlenswert!