Sigma iD.FREE: Die Multisportuhr mit Navigation, Crash Alert und Herzfrequenzmessung im Test

Sigma iD.FREE: Die Multisportuhr mit Navigation, Crash-Alert und Herzfrequenzmessung im Test

Die Sigma iD.FREE Multisportuhr besticht durch eine Vielzahl an Funktionen. Auf dem smarten Alleskönner sind nicht weniger als sechs Sportprofile wie Radfahren und Laufen installiert. Sinnvolle Features wie Höhenmessung, Wettertrend und Kompass sollen Outdoor-Enthusiasten bei ihren Aktivitäten unterstützen. Selbst ein Crash Alert ist mit an Bord. Und das Ganze gibt es für knapp 170 Euro. Kann die Multisportuhr allerdings wirklich überzeugen?

Mit Blick auf die vielen Funktionen der Sigma iD.FREE Multisportuhr ist der Preis von knapp 170 Euro schon sehr klein. Sportuhren anderer Hersteller mit vergleichbaren Funktionen kosten deutlich mehr und machen dieses Modell nicht nur für Sparfüchse interessant. Wir konzentrieren uns in diesem Test auf die für das Biken wichtigen Ausstattungsmerkmale. Dazu gehören unter anderem GPS Empfang, Navigation, Bedienbarkeit und Ablesbarkeit. Zum Lieferumfang gehört eine SnapOn Bike Mount Befestigung, die eine schnelle und einfache Platzierung der Multisportuhr am Lenker ermöglicht. Natürlich kann die Uhr alternativ auch am Handgelenk getragen werden, aber wie gesagt: Bei uns dreht sich alles ums Biken.

Bis ins kleinste Detail nachvollziehbare Touren

Gesteuert wird die Multisportuhr über vier Tasten. Nach kurzer Eingewöhnung lässt sich schnell durch die Menüs blättern und Einfluss auf individuelle Daten nehmen. Mit einem Anzeigefeld von 24 x 21 mm ist die 42 Gramm leichte Smartwatch wirklich smart. Die Ablesbarkeit ist dank der hochauflösenden und kontrastreichen Darstellung dennoch sehr gut. Besonders bei der Navigation ein Muss, da die am Lenker befestigte Uhr recht weit von den Augen entfernt ist. Lediglich die etwas kleiner und nicht fett abgebildeten Ziffern lassen sich schlecht ablesen. Im Dunkeln lässt sich mittels der beiden unteren Tasten die Hintergrundbeleuchtung anschalten. Diese erlischt nach wenigen Sekunden automatisch. Für die Navigation im Dunkeln eher suboptimal.

Sigma iD.FREE: Die Multisportuhr mit Navigation, Crash-Alert und Herzfrequenzmessung im Test

Um die Sigma iD.FREE Multisportuhr optimal nutzen zu können, empfiehlt sich auf jeden Fall die Anbindung an das Smartphone und/oder den heimischen PC. Sigma stellt diesbezüglich zwei kostenfreie Anwendungen zur Verfügung: Das Sigma Data Center für den PC und die Sigma Link App. Die App zeigt eine Übersicht aller Daten, das Data Center bietet viele zusätzliche Funktionen. So ist hier nicht nur eine detaillierte Analyse der Daten möglich, sondern auch der Datenaustausch. Geplante und gefahrene Touren lassen sich bis ins Detail nachvollziehen und die Kartenansicht lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Wer die Sigma iD.FREE Multisportuhr nutzt, sollte sich also unbedingt die PC Software installieren. Die Anbindung an die Sigma Cloud ist möglich, aber kein Muss.

Doch zurück zur Uhr. Ein zuverlässiger GPS-Empfang ist für uns unabdingbar. Nicht nur für die Navigation durch fremde Gefilde, sondern auch im Falle eines Crashs. Diesbezüglich können wir bei der Sigma iD.FREE grünes Licht geben. Die Verbindung ist stabil und selbst in den tiefsten Wäldern der Eifel konnten wir zu keiner Zeit ein Problem mit dem Empfang feststellen. Lediglich der erstmalige Aufruf zu Beginn einer Tour lässt dann das eine oder andere Mal etwas auf sich warten. Das geht bei den Sigma Bike-Computern der ROX Modellreihe wesentlich schneller. Sobald die Verbindung steht, überzeugt diese allerdings durch Zuverlässigkeit. Ein sicheres Navigieren ist mit der Uhr also kein Problem.

Sigma iD.FREE Multisportuhr mit Navigation und barometrischer Höhenmessung

Da es sich um ein Monochrome-Display handelt, geschieht die Navigation lediglich per Richtungsanzeige. Für eine bessere Orientierung zeigt eine feine Linie den weiteren Verlauf der Strecke an. Beim Verlassen des Tracks wird eine Warnmeldung eingeblendet. Übertragen wird die geplante Tour vorab über das Sigma Data Center oder die Sigma Link App. Eine weitere Möglichkeit bietet die Anbindung des Smartphones in Verbindung mit der Komoot App. Die Abbiegehinweise werden dann direkt auf der Sigma iD.FREE angezeigt und optisch durch das Smart Light unterstützt. Ein weiteres Feature bei der Navigation ist die Möglichkeit des Setzens individueller POIs auf dem Track. Bei Erreichen der jeweiligen Position erscheint auf dem Display eine Notiz.

Die genaue Angabe erkämpfter Höhenmeter steht und fällt bei vielen Apps durch die Messung per GPS. Wer genaue Angaben möchte, sollte auf eine barometrische Höhenmessung zurückgreifen. Auch in diesem Punkt weiß die Sigma iD.FREE Multisportuhr durch die integrierte Funktion zu überzeugen. Ebenfalls positiv fallen die konfigurierbaren Sportprofile auf. Fünf Datenseiten mit bis zu drei Datenfeldern ermöglichen einen schnellen Blick auf die gewünschten Anzeigedaten. Mehr als drei Datenfelder machen angesichts des recht kleinen Displays auch keinen Sinn. Die Auswahl der möglichen Datenfelder ist sehr umfangreich und beinhaltet unter anderem ein Höhenprofil und einen Wettertrend.

An feinen Detaillösungen spart die Uhr trotz des überschaubaren Preises nicht. So reduziert der leicht erhöhte Rand die Gefahr von Kratzern im Display. Auch optisch lässt sich mit wenig Aufwand ein großer Effekt erzielen. Dank der Schnellverschlüsse lassen sich die Silikonarmbänder schnell austauschen. Sigma bietet diesbezüglich optional passende Armbänder in weiteren Farben an. Ein zusätzliches Feature ist der Crash Alert, den wir glücklicherweise nicht in der Praxis testen konnten bzw. mussten. Funktionieren soll das Ganze so: Sobald die iD.FREE einen Sturz erkannt hat, kann der Nutzer innerhalb von 30 Sekunden dem System eine Rückmeldung geben. Geschieht dies nicht, werden die als Notfallkontakte hinterlegten Nummern per SMS benachrichtigt.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten

Als Multisportuhr geizt die bis 50 Meter wasserdichte Sigma iD.FREE nicht mit einem vielfältigen Funktionsumfang. Die Herzfrequenzmessung per PPG-Sensor am Handgelenk ermöglicht ein effizientes Training und mit Hilfe ausgewählter Trainingsprogramme können bestimmte Ziele leichter erreicht werden. Im Alltag bietet das Activity Tracking einen Blick auf die zurückgelegten Schritte und die dabei verbrauchten Kalorien. Sogar eine Überwachung der Schlafphasen ist möglich. Der Einsatzbereich der Uhr ist so immens breit, dass eine komplette Beschreibung den Umfang dieses Tests weit überschreiten würde. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten.

So gefällt uns nicht, dass sich die Sigma iD.FREE nicht ausschalten lässt. Da die Akkulaufzeit ziemlich knapp bemessen ist, muss die Uhr selbst bei Nichtgebrauch vor der nächsten Tour unbedingt geladen werden. Mit GPS und Pulsmessung lässt sich die Uhr knapp 8 Stunden im Dauerbetrieb nutzen. Smart Notifications sind natürlich eine tolle Sache, doch die dem smarten Display geschuldeten kleinen Schriftzeichen erschweren das Lesen der eingehenden Nachrichten. Verbesserungswürdig ist auch die Synchronisation mit dem Smartphone, die klappt leider nicht immer auf Anhieb und muss dann wiederholt werden.

Fazit

Trotz des niedrigen Preises kann die Sigma iD.FREE in vielen Belangen mit teureren Modellen mithalten. Positiv hervorzuheben sind das schlanke Erscheinungsbild, die gute Verarbeitung und die vielen Funktionen. Besonders die Navigation und der Crash Alert bieten beim Biken einen absoluten Mehrwert. Der SnapOn Bike Mount Sockel ermöglicht zudem eine schnelle und unkomplizierte Befestigung am Lenker. Die Akkulaufzeit geht angesichts des Preises in Ordnung, etwas mehr würde der Multisportuhr aber gut zu Gesicht stehen.

Produktdetails Sigma iD.FREE

  • Gewicht: 42 Gramm
  • Größe: Etwa 52 x 35 x 13 mm (inklusive Bedienknöpfe und Befestigungssockel Armband)
  • Anzeigefeld: 24 x 21 mm
  • Material Display: Mineralglas
  • Material Arband: Silikon
  • Wasserdicht: Bis 5 ATM (50 Meter)
  • Verfügbare Farben: Plum (im Test), Gray, Green, Blue
  • Lieferumfang: SnapOn Bike Mount, Ladekabel
  • Preis: 169,95 Euro

Web: https://www.sigmasport.com

SIGMA Buster 2000 HL im Test – Bring on the night!

Endlich ist es soweit – die Bike Saison 2022 hat begonnen, und auch in diesem Jahr stehen spannende Night Rides und 24h Rennen auf dem Programm. Da darf gutes Equipment nicht fehlen! Die Helmleuchte SIGMA Buster 2000 HL verspricht mit satten 2000 Lumen und einer Brenndauer von bis zu 20 Stunden ein guter Begleiter für jeden Night Ride zu sein. Wir haben das gute Stück getestet.

Technik, die begeistert.

Im Lieferumfang der SIGMA Buster 2000 HL sind neben der Helmleuchte selbst viele gutdurchdachte Einzelteile enthalten. So findet sich in der schicken Umverpackung unter anderem ein leistungsstarkes Battery Pack, das mittels vierstufigem Indikator seinen Ladezustand anzeigt. Mit Hilfe zweier Silikon Straps lässt sich die ca. 330 Gramm leichte Batterie sicher und kratzfrei am Rahmen befestigen. Bei Verwendung als Helmlampe, dafür ist die SIGMA Buster 2000 HL ja gedacht, ziehen wir aus Sicherheitsgründen jedoch die Verwahrung des Battery Packs mittels des mitgelieferten Verlängerungskabel im Rucksack vor.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist eine kleine, kabellose Remote Control, die sich mit einem O-Ring einfach am Lenker anbringen lässt und die Bedienung der SIGMA Buster 2000 HL durch fluoreszierender Tasten auch im Dunkeln ermöglicht. Zur Fixierung der Helmleuchte finden sich drei verschiedene Halterungen: Ein universeller Silikon-Strap, ein Helmhalter mit Klettverschluss sowie ein GoPro Adapter. Eine Lenkerhalterung gehört leider nicht zum Lieferumfang. Doch das nicht ohne Grund, wie wir von SIGMA erfuhren.

„Die Lenkerhalterungen werden in Deutschland nicht mitgeliefert, da die BUSTER-Leuchten Serie wegen der StVZO vom Gesetzgeber her nicht am Lenker angebracht werden dürfen. Im Ausland sind die Busters als Helm- und Lenkerleuchten erhältlich.“ – SIGMA-ELEKTRO GmbH

Die SIGMA Buster 2000 HL selbst wirkt durch ihr schlichtes Design und die eloxierte Aluminiumoberfläche mega edel! Sie drückt mit nur 112 Gramm auf unsere Waage und verfügt über insgesamt 7 Leuchtmodi, mit 2000 Lumen im High Power Modus. Leuchtmittel ist das sogenannte Cree LED, das sich durch geringen Stromverbrauch und eine lange Lebensdauer auszeichnet.

Einfache Montage.

Auch wenn die Vielzahl des Zubehör anfangs fast etwas unübersichtlich wirkt, ist die Montage der SIGMA Buster 2000 HL dann doch denkbar einfach und unkompliziert. Die Lampe wird auf der Führungsschiene der Helmhalterung fixiert und diese mittels Klettband an den Belüftungslöchern des Helms befestigt. Das klappt einwandfrei und hält erstaunlich zuverlässig. Die Kabel der Helmleuchte und des Battery Packs werden per praktischem Stecksystem verbunden. Sowohl Batterie als auch Lampe sind übrigens spritzschutzgeschützt nach IP44.

Ja, das zusätzliche Gewicht auf dem Kopf wirkt anfangs etwas ungewohnt, vergisst man aber doch recht schnell.

Starke Leistung.

SIGMA verspricht nach einer Ladezeit des Battery Packs von 5h eine maximale Leuchtdauer von unglaublichen 20h im Eco Modus und 2,5h im High Power Modus. Weitere 5 Leuchtmodi stehen dem Rider zur Verfügung, die mittels Klick auf der Fernbedienung oder an der Lampe selbst gewechselt werden können. Die vom Hersteller angegeben Zeiten konnten wir im Versuch (bei Raumtemperatur) nachvollziehen. Die Lampe erhitzte sich dabei zwar recht stark, die Wärmeentwicklung war im „echten“ Einsatz dank Kühlrippen und Fahrtwind allerdings kein Thema mehr.

Fazit

Robustes und kompaktes Powerpaket, tolle Ausstattung, praktische und durchdachte Features wie USB Port am Battery Pack und Fernbedienung. Dazu eine satte, homogene Ausleuchtung und ein leistungsstarker 6400 mAh Akku mit langem Atem. Hoher Tragekomfort. Perfekt für die abendliche Gravel Runde, und in Kombination mit der SIGMA Buster 700 HL am Lenker überzeugend für anspruchsvolle, trail-lastige Rides! Einziges klitzekleines Manko: die Schaltlogik. Man muss nacheinander sich durch alle 7 Leuchtmodi durchklicken, was mitunter etwas nervt. Weniger wäre hier vielleicht tatsächlich mehr. Tolles Feature des Battery Packs: ein USB Port ermöglicht das Laden anderer Geräte.

Korrektes Preis Leistungsverhältnis. Daumen hoch – night rides, wir kommen!

Produktdetails SIGMA Buster 2000 HL:

  • 7 Lichtmodi
    • High Power (2000 Lumen, 2,5h)
    • Power (1300 Lumen, 5h)
    • Standard (600 Lumen, 10h)
    • Eco (300 Lumen, 20h)
    • Blinkmodi: Flash (9h), Pulse (11h), SOS (10h)
  • Leuchtweite: 200 Meter
  • Gewicht: 105 Gramm
  • Spritzwassergeschützt IP44
  • Ladezeit 5h
  • Akku Kapazität: 6400 mAh
  • Lieferumfang
    • Lampe
    • Battery Pack
    • Ladegerät
    • Remote Control
    • Verlängerungskabel
    • Helmhalterung
    • Actioncam-Halterung

https://www.sigmasport.com/de/startseite

MTB 24-Stunden-Rennen: Die Termine 2022

24h Mountainbike-Rennen am Alfsee

  • Austragungsort: Rieste / Alfsee
  • Termin: 20.05. – 22.05.2022
  • Web: 24h-alfsee.de

24h MTB Race München

Bulls Night on Bike

  • Austragungsort: Radevormwald / Bergisches Land
  • Termin: 17.06. – 19.06.2022
  • Web: www.night-on-bike.de

Heavy24

Stöffel Race

2much4you

Driedorfer 24 Stunden Mountainbike Rennen

Rose 24 Stunden von Duisburg

SIGMA Buster 700 HL Helmleuchte im Test- wenn die Nacht zum Tag werden muss

Sigma Buster 700 HL

Als Frischluftfanatikerin hat man‘s im Winter nicht gerade leicht. Nass- bis eisigkaltes Wetter, in der Eifel gern von Oktober bis März, ist an sich schon schlimm genug. Das kurze Zeitfenster, an dem so etwas ähnliches wie Tageslich durch das Fenster dämmert, gibt dem inneren Schweinehund den Rest. Rolle fahren oder Indoor Cycling sind maximal second best, eigentlich aber keine Option. Was also tun, um nach Feierabend doch noch eine Runde drehen zu können? Licht muss her – und um mir meine Angst vor Schatten und Dunkelheit zu nehmen sogar eine ganze Menge. Die Sigma Buster 700 HL verspricht viel Licht für wenig Geld – also ab auf den Helm oder an den Lenker und los gehts!

Die Sigma Buster 700 HL ist ein kleines, 145 Gramm leichtes  Powerpaket, das bis zu 700 Lumen und 100 Meter Leuchtweite schafft. Der integrierte Li-Ionen Akku ist nach 4,5 Stunden mit Standard-Micro-USB Kabel aufgeladen, die Brenndauer langt je nach Leuchtmodus von 2 Stunden (Power – 700 Lumen) über 8 Stunden (Eco – 170 Lumen) bis hin zu 18 Stunden (Flashmodus – wofür braucht man den eigentlich?). Der Einschaltknopf dient gleichzeitig auch als Ladeindikator – das integrierte LED leuchtet unterhalb von 71% Akku-Kapazität grün, bei weniger als 30% rot. Im Lieferumfang enthalten ist eine Universal-Helmhalterung, die eine horizontale Verstellung am Helm ermöglicht.

Hochwertig verarbeitet, einfache Montage!

Die Sigma Buster 700 HL wirkt sehr hochwertig und gut verarbeitet. Die Helm- oder auch Lenker-Montage ist schnell erledigt – sie lässt sich ohne große Friemelei denkbar einfach und ohne zusätzliches Werkzeug bewerkstelligen; dank des Klettbandes hält die Lampe sicher und bombenfest – sogar stundenlang (wir waren hier zunächst etwas skeptisch). Die Bedienung überzeugt, das Ein- und Ausschalten sowie der Lichtmodus-Wechsel ist simpel und intuitiv über einen einzigen Knopf möglich und funktioniert auch einwandfrei mit Handschuhen. Soweit, so gut.

Sigma Buster 700 HL

Und wie sieht es mit der Leuchtkraft aus?

700 Lumen sind schon eine ganze Menge Licht, und speziell für meine Bedürfnisse bei der dunklen Feierabendrunde über den Fahrradweg mehr als ausreichend. Der Lichtkegel genügt, um entfernte Hindernisse rechtzeitig gut wahrnehmen können, seien es größere Beschilderungen oder auch Zweige auf dem Schotterboden. An das zusätzliche Gewicht auf dem Kopf gewöhne ich mich schnell, und ich fühle mich ausreichend sicher auf meiner Hausrunde. Die vom Hersteller angegebene Brenndauer passt und reicht gut aus. Auf Waldwege und Trails traue ich mich damit allerdings noch nicht. Hier müsste vielleicht noch eine zweite Lichtquelle für mehr Ausleuchtung sorgen.

Fazit Sigma Buster 700 HL

Man kann mit dem handlichen Powerpaket einfach nichts falsch machen. Für die geringe Größe und das kleine Gewicht leistet die Sigma Buster 700 HL erstaunlich viel Licht, und das zum kleinen Preis. Die Helmlampe ist für den nächtlichen Einsatz auf Straßen oder Feldwegen völlig ausreichend. Geht‘s beim Nightride eher traillastig zu, braucht es aber doch ein paar mehr Lumen am Helm. Die Sigma Buster 700 ist dann eine top Ergänzung für den Lenker. Klare Kaufempfehlung!

Produktdetails Sigma Buster 700 HL

  • 4 Lichtmodi: Power (700 Lumen), Standard (350 Lumen), Eco (170 Lumen), Flash (700 Lumen)
  • Leuchtweite 100 Meter
  • Gewicht 145 Gramm
  • Spitzwassergeschützt IPX4
  • Ladezeit 4,5h
  • Max. Brenndauer: 2h (Powermodus) – 18h (Flashmodus)
  • https://www.sigmasport.com

Baiki – hält dein Zeug an deinem Fahrrad – oder? Test

Keine Feierabendrunde ohne Gretchenfrage: Riskier‘ ich’s ohne, oder muss der Rucksack mit? Aus der Not entstand die Idee des Start-Up Gründers Mathias Kimmling: Baiki, ein universelles Silikonband in Bikeform, praktisch, stylisch und erschwinglich, das Ersatzschlauch und Regenjacke sicher am Bike befestigen soll.

baiki

Baiki ist ein elastisches Silikonband, das dank seiner besonderen Form unzählige Befestigungsmöglichkeiten am Fahrrad bieten soll – seien es Teile der Ausrüstung wie Luftpumpe, Schlauch oder Handy, seien es Fixierungen von Lampe oder Helm als provisorische Reparatur unterwegs. Mit gerade mal 10 Gramm Eigengewicht soll das Allroundtalent bis 800 Gramm belastbar und bis zu 250% seiner Größe dehnbar sein.

baiki

Baiki ist definitiv ein echter Hingucker. Im Test hatten wir das Baiki Farbset zum Preis von 22,99 Euro mit vier Baikis, umweltschonend verpackt und mit kurzer Anleitung, in den Farben pink, blau, weiß und schwarz. Die Montage scheint denkbar einfach: Teile des flexiblen Materials werden am Rahmen des Bikes befestigt, zusätzliches Werkzeug wird dazu nicht benötigt; aus den Rädern entstehen so Schlaufen von ca. 5 cm Durchmesser, die Gegenstände sicher fixieren sollen.

baiki

In der Praxis mussten wir zunächst schon ein bisschen friemeln, und die Montage am Rahmen unseres Mountainbikes funktionierte aufgrund des größeren Durchmessers nicht auf Anhieb. Mit ein bisschen Übung ließen sich Regenjacke und Fahrradschlauch aber schließlich problemlos fixieren – und blieben auch bei längeren Singletrails über Stock und Stein an Ort und Stelle. Baiki hielt auch der Belastungsprobe durch die Wasserflasche stand, überzeugte uns hier aber nicht zu 100%: Zum einen mussten wir auf einen schnellen Zugriff während der Fahrt verzichten, den ein Flaschenhalter ermöglicht. Zum anderen schaukelte die Flasche bei stärkeren Unebenheiten und klapperte am Rahmen.

Nach jedem Einsatz zog sich Baiki übrigens wieder einwandfrei zu seiner Ausgangsgröße und -form zurück.

Fazit Baiki

Mega Idee – stylisch, praktisch, strapazierfähig und vielfältig einsetzbar. Sehen wir in erster Linie für den urbanen (Rennrad-) Einsatz und zum Transport leichter Gegenstände wie Regenjacke oder Schlauch. Bei ruppigeren MTB-Touren oder schweren Gegenständen greifen wir zwar immer noch lieber zum Rucksack, haben Baiki für ‚Notfälle‘ aber von nun an immer dabei. Faires Preis-Leistungsverhältnis!

Produktdetails Baiki

  • Erhältlich in pink, blau, weiß und schwarz
  • Gewicht: etwa 10 Gramm
  • Einzelpreis: 7,49 Euro bzw. 7,99 Euro im Geschenkumschlag
  • www.baiki.eu

Tacx Cycletrainer Blue Matic im Test

Wir haben 3 klassische Rollentrainer im unteren Preissegment getestet und möchten Sie Euch vorstellen. Nummer 3 in unserer Testreihe ist der Cycletrainer BLUE MATIC des niederländischen Unternehmens Tacx, das sich auf die Entwicklung von Trainingsgeräten für Radsportler spezialisiert hat. Der Basic-Trainer Tacx BLUE MATIC ist für 26 – 29 Zoll Laufräder geeignet und verfügt über einen maximalen Widerstand von 700 Watt.

Tacx Cycletrainer Blue Matic – Technische Daten

Bezeichnung Tacx Cycletrainer Blue Matic
Preis 159,00 Euro
Bremssystem Magnetwiderstand
Bremswiderstände 10 Stufen
Max. Bremsleistung 700 Watt*
Lenkerbedienung Lenker Kabelsteuerung
Max. Belastbarkeit k. A.
Mögliche Rad-Durchmesser 26 bis 29 Zoll (Laufrad-Außendurchmesser 600 bis 710 mm)
Einspannung Fahrrad Schnellspann-Mechanismus
Zusammenklappbar ja

*Herstellerangaben

Montage

Der Aufbau des Tacx Cycletrainer BLUE MATIC gestaltet sich kinderleicht: Der Rahmen wird aufgeklappt und Gummifüsse aufgesteckt. Im zweiten Schritt wird die Bremseinheit in einer von zwei möglichen Positionen, abhängig vom Raddurchmesser, montiert. Anschließend wird am Hinterrad der Schnellspanner eingebaut. Großer Vorteil des Tacx Systems: Neben dem im Lieferumfang enthaltene Standard-Schnellspanner sind auch diverse andere Achsen bestellbar, wie zum Beispiel eine Steckachse 10mm für E-Thru Gewinde. Das Bike kann nun im Rollentrainer fixiert und eine Feinjustierung des Bremszylinders vorgenommen werden. Zu guter letzt muss nur noch der Schalter zur Leistungseinstellung am Lenker angebracht werden. Mitgelieferte Klemmgummis helfen bei der Anpassung an den Lenkerdurchmesser. Und schon kann‘s los gehen!

Im Einsatz

Der Tacx Cycletrainer BLUE MATIC macht rein optisch dank sehr hochwertiger, solider  Verarbeitung einiges her. Die Hebel zur Fixierung des Bikes im Spannmechanismus bzw. zur Anpressung des Bremszylinders liegen gut in der Hand und sind schön leichtgängig. Das Rad lässt sich einfach einspannen und sitzt optimal stabilisiert im Rollentrainer. Nicht ganz so optimal: der Schalter zur Widerstandseinstellung am Lenker ist eher schwergängig, die Anzeige kontrastarm und nur bei guter Ausleuchtung ablesbar. Beeindruckend hingegen die 700 Watt Power des Rollentrainers: 10 Bremswiderstände stehen prinzipiell zur Verfügung und decken einen großen Widerstandsbereich ab. Die höheren Stufen sind mit größerer Übersetzung bei mittleren bis guten Konditionslevel kaum noch fahrbar und repräsentieren durchaus anspruchsvolle Anstiege. Mehr braucht es für ein ambitioniertes Training in den eigenen 4 Wänden nicht. Der Rollentrainer fährt sich insgesamt sehr rund und angenehm, die Geräuschkulisse ist für uns im Rennradsattel mit profilfreien Reifen absolut akzeptabel – in unserer Testreihe war der Tacx Cycletrainer BLUE MATIC tatsächlich der leiseste Vertreter. Beim Training machten sich zwar leichte Vibrationen bemerkbar, die unseren „Fahrspaß“ allerdings in keiner Weise trübten.

Fazit Tacx Cycletrainer Blue Matic Rollentrainer

Gutes Handling, hohe Standfestigkeit, top Verarbeitung und eine ordentliche Portion Power – der Tacx BLUE MATIC überzeugt mit gutem Preis-Leistungsverhältnis und ist Spitzenreiter unserer kleinen Testreihe. 159 Euro sind hier sicherlich gut angelegt für ein hochwertiges Produkt, das beim Wintertraining oder bei Aufwärmphasen vor Wettbewerben wertvolle Dienste leistet. Der niederländische Trainingsspezialist bietet zudem ein reichhaltiges Zubehör-Programm an.

Optional erhältliche Trainer-Achsen für Tacx Blue Matic Rollentrainer

  • Trainer-Achse für E-Thru 10 mm (T1706)
  • Trainer-Achse für E-Thru 12 mm (T1707)
  • Trainerachse M12 x 1,75 für E-Thru (T1708)
  • Trainer-Adapter für Achse X-12 (T1709)
  • Trainer-Achse M12 x 1,5 für E-Thru (T1710)
  • Trainer-Achse M12 x 1 für E-Thru (T1711)

Web

www.tacxgermany.de

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B’TWIN IN’RIDE 100 Rollentrainer im Test

Wir haben 3 klassische Rollentrainer im unteren Preissegment getestet und möchten Sie Euch vorstellen. Nummer 2 in unserer Testreihe ist der B‘TWIN IN‘RIDE 100 Rollentrainer des französischen Sportartikel-Riesen Decathlon. Das für Rennräder, MTB und Trekkingbikes mit einem Felgendurchmesser zwischen 660 und 710 mm geeignete Einsteigermodell bietet für knapp 100 Euro 7 Widerstandsstufen, eine Lenkerfernbedienung – und immerhin Power von 550 Watt.

B’TWIN IN’RIDE 100 Rollentrainer – Technische Daten

Bezeichnung B’TWIN IN’RIDE 100
Preis 99,99 Euro
Bremssystem Magnetwiderstand
Bremswiderstände 7 Stufen
Max. Bremsleistung 550 Watt* (bei 50 km/h in Widerstandsstufe 7)
Lenkerbedienung Lenker Kabelsteuerung
Max. Belastbarkeit k. A.
Mögliche Rad-Durchmesser 26 bis 28 Zoll
Einspannung Fahrrad Schnellspann-Mechanismus
Zusammenklappbar ja

*Herstellerangaben

Montage

Ebenso wie das Modell von Klarfit wird der B‘TWIN IN‘RIDE 100 Rollentrainer nahezu vollständig zusammengebaut geliefert. Nur wenige Handgriffe sind bis zum ersten Einsatz erforderlich: Eine Flügelmutter zur Justierung des Motors muss installiert werden, der dazu benötigte Inbus Schlüssel ist im Lieferumfang enthalten. Am Hinterrad wird außerdem der beiliegende Schnellspanner eingebaut und die Position des Magnetwiderstandes entsprechend der Radgröße eingestellt. Einmalig werden dann nur noch die Spannringe für das Hinterrad ausgerichtet – und schon kann die Achse des Bikes mittels Schnellspanner und Flügelmutter fixiert werden.

Mittels Einstellhebel wird der zuvor grob eingestelle Abstand der Rolle nachjustiert, um optimalen Reifenkontakt sicherzustellen. Last but not least wird der Schalter zur Leistungseinstellung mit der Klemmschelle am Lenker angebracht. Verschiedene Justierringe zur Anpassung an den jeweiligen Lenkerdurchmesser liegen bei. Fertig!

Im Einsatz

Der B‘TWIN IN‘RIDE 100 Rollentrainer macht einen hochwertigen Eindruck mit sehr solider Verarbeitung und toller Optik. Das Bike sitzt zudem bombenfest in der Spannvorrichtung – top! Nicht ganz überzeugt uns der Speed Controller am Lenker: Die Einstellung der Widerstände ist teilweise etwas schwergängig und optisch nur bei guter Ausleuchtung ablesbar (schwarze Markierung auf schwarzem Grund). 7 Rollwiderstände stehen prinzipiell zur Verfügung, die Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen fallen allerdings eher gering aus. Prima hingegen die Geräuschkulisse – auf dem Rennradsattel mit profilfreien Reifen gibt es nichts zu meckern. Der Rollentrainer fährt sich insgesamt sehr rund und vibrationsfrei. Genau wie das Klarfit Modell lässt sich der B‘TWIN Trainer nach dem Einsatz platzsparend zusammenklappen. Erwähnenswert ist sicher das breite Zubehör-Spektrum von Decathlon. So lässt sich der B‘TWIN IN‘RIDER 100 mit Hilfe eines Verbindungssets mit Smartphone & Co vernetzen und so zum Beispiel spezielle Trainings-Apps nutzen. Bodenmatte und Vorderradstütze können ebenfalls dazu erstanden werden.

Fazit B’TWIN IN’RIDE 100 Rollentrainer

Der B‘TWIN IN‘RIDE Rollentrainer von Decathlon macht eine gute Figur. Für kleines Geld gibt‘s nicht nur eine tolle Verarbeitung und eine einfache, schnelle Montage sondern auch ein vibrations- und geräuscharmes Training. Punktabzug gibt’s für die recht unübersichtliche Bedienungsanleitung und die geringen Rollwiderstands-Unterschiede. Überzeugend hingegen das breite Zubehör-Angebot wie zum Beispiel Konnektivität zu Smartphone oder Tablet.

Web

www.decathlon.de

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Klarfit Tourek Rollentrainer im Test

Wir haben 3 klassische Rollentrainer im unteren Preissegment getestet und möchten Sie Euch vorstellen. Ein sehr preisgünstiges Modell stellt der von www.electronik-star.de vertriebene Klarfit Tourek Rollentrainer dar. Für knapp 80 Euro gibt’s 6 Widerstandsstufen, Lenkerfernbedienung und sogar einen Führungsklotz für’s Vorderrad.

Klarfit Tourek Rollentrainer – Technische Daten

Bezeichnung Klarfit Tourek
Preis 79,99 Euro (schwarz) bzw. 89,99 Euro (silber)
Bremssystem Magnetwiderstand
Bremswiderstände 6 Stufen
Max. Bremsleistung keine Angabe
Lenkerbedienung Lenker Kabelsteuerung
Max. Belastbarkeit 100 kg lt. Website / 120 kg lt. Manual
Mögliche Rad-Durchmesser 26 bis 28 Zoll
Einspannung Fahrrad Klemmnabe
Zusammenklappbar ja

Montage

Der Klarfit Tourek Rollentrainer wird nahezu vollständig zusammengebaut geliefert. Lediglich die Abstützschraube zur Bremsmotor-Justierung muss montiert werden. Obligatorisch muss zudem natürlich der im Lieferumfang enthaltene Schnellspanner am Bike ausgetauscht werden (Trainerachsen für andere Achsen-Typen stehen über den Vertrieb leider nicht zur Verfügung). Nun kann das Bike schon in den Klarfit Tourek Rollentrainer eingespannt werden: Im ersten Schritt wird die Hinterrad-Achse in der Klemmnabe mittels Flügelmutter fixiert – also mit der einen Hand das Bike zwischen den Kupplungen ausgerichtet, mit der anderen die Flügelschraube angezogen. Das ist zwar ein wenig umständlich, funktioniert aber dennoch denkbar schnell und einfach. Anschließend wird der Magnetwiderstand mittels Feststellschraube sowohl zur Anpassung an die Laufradgröße als auch einen schlupffreien, sicheren Reifenkontakt eingestellt. Zuletzt muss nur noch der Speed Controller am Lenker angebracht werden – verschiedene Klemmringe sorgen hierbei für Kompatibilität zu diversen Lenkerdurchmessern – und schon kann’s losgehen.

Im Einsatz

Der Klarfit Tourek Rollentrainer hat einen durchweg stabilen, sicheren Stand, auch dank der gummierten Füße. Das Bike ist optimal fixiert. Praktisch: der im Lieferumfang enthaltene Führungsklotz für das Vorderrad. Der Speed Controller hat eine super Haptik, die Einstellung des Rollwiderstands erfolgt mühelos und ist optisch gut ablesbar durch die kontraststarke Darstellung. Ein wenig irritiert hat uns zwar, dass anstatt der angekündigten 7 lediglich 6 Stufen zur Verfügung stehen, diese reichen am Ende aber für unsere Zwecke vollends aus. Der Rollwiderstand steigt merklich und stetig bei Schaltung in die nächst höhere Stufe. Im Rennradsattel mit profilfreien Reifen ist die Geräuschkulisse des Klarfit Tourek für uns absolut akzeptabel. Als etwas störend empfanden wir allerdings die leichten Vibrationen, die sich bei allen Widerstandsstufen und geringen wie höheren Geschwindigkeiten bemerkbar machten – trotz dämpfender Gummimatte. Nach Gebrauch lässt sich der Rollentrainer übrigens platzsparend zusammenklappen. Leichte Abstriche gibt’s für die Verarbeitung – keine höhere Handwerkskunst, aber zweckdienlich.

Fazit Klarfit Tourek Rollentrainer

Der Klarfit Tourek Rollentrainer hat eine breite Widerstandsspanne, die ein solides Training zum kleinen Preis ermöglicht. Die schnelle Montage sowie die einfache Bedienbarkeit machen die feste Rolle zu einem guten Trainingspartner. Punktabzug gibt’s lediglich für die leichten Vibrationen.

Web

www.electronik-star.de

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Preiswerte Rollentrainer im Test: Fit für die neue Saison?

Test: Langsam aber sicher werden die Tage wieder länger, und mit jedem Plus an Tageslicht steigt die Vorfreude auf die Bikesaison 2018. Während wir uns schon wie die Wutz auf lange, sonnig-warme Touren in Shorts und Trikot freuen, meldet das schlechte Gewissen nicht ganz unberechtigt ein paar Bedenken an. Schließlich fordern Gänsebraten, Weihnachtskekse und Co. ihren Tribut, und das schmuddelig kalte und nasse Winterwetter macht es dem inneren Schweinehund recht leicht. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen und sich indoor auf die neue Saison vorbereiten und wieder in Form bringen? Wir haben 3 klassische Rollentrainer im unteren Preissegment getestet und möchten Sie Euch vorstellen.

Rollentrainer im Überblick

Na klar, die Nachteile des Rollentrainings liegen auf der Hand: Kein frischer Fahrtwind um die Nase, kein bisschen Natur vor Augen, eine mehr oder weniger laute Geräuschkulisse und Du bewegst Dich nicht vom Fleck. Andererseits bietet das Rollentraining ein völlig witterungsunabhängiges Training auf dem eigenen Bike, das sich individuell gestalten lässt und außer dem Rollentrainer kein zusätzliches Equipment braucht.  Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Varianten: Bei der sogenannten „freien Rolle“ bewegt sich das Bike auf Walzen, die durch einen Treibriemen miteinander verbunden sind. Da hier nichts eingespannt oder fixiert wird, braucht man schon ein bisschen Übung und hohe Konzentration, um das Gleichgewicht zu halten. Andererseits punktet die freie Rolle mit einem realistischen Fahrgefühl bei geringem Gewicht und kleinem Packmaß. Bei den „Wheel-off-Trainern“ wird das Laufrad des Bikes ausgebaut und der Hinterbau direkt eingespannt. Neben sehr geringer Geräuschentwicklung gibt‘s hier natürlich keinerlei Reifenverschleiß. Die Wheel-off-Trainer sind allerdings recht kostspielig. In unserem Test haben wir uns auf die dritte Variante fokussiert, die „feste Rolle“, bei der das Hinterrad eingespannt und das Bike somit an der Hinterachse fixiert wird. Vorteil: Du kannst abschalten, nach Feierabend einfach mal locker vor Dich hin pedalieren und musst dazu nicht unbedingt allzu tief in die Geldbörse greifen.

Die Rollentrainer im Einzel-Test

Gesamtfazit

Wetterunabhängiges Rollentraining in den eigenen vier Wänden und auf dem eigenen Bike ist mit leichten Abstrichen schon für unter 100 Euro möglich. Allen drei getesteten Basic-Rollentrainern ist eine einfache Montage mit gutem Handling gemein. Auch Geräuschkulisse und Vibrationen hielten sich mehr oder weniger in akzeptablen Grenzen. Schwachstelle bei allen Testmodellen war die eher schwergängige und schlecht ablesbare Lenker-Fernbedienung. Der größte Unterschied zeigte sich in der subjektiv wahrgenommenen Bremsleistung: Diesbezüglich konnte uns der Tacx BLUE MATIC mit Abstand am meisten überzeugen, der selbst ambitionierten Bikern auf Dauer genug Bremsleistung entgegensetzt.

Die Details im Überblick

Bezeichnung Klarfit Tourek B’Twin In’Ride 100 Tacx Blue Matic
Preis 79,99 Euro (schwarz) bzw. 89,99 Euro (silber) 99,99 Euro 159,00 Euro
Bremssystem Magnetwiderstand Magnetwiderstand Magnetwiderstand
Bremswiderstände 6 Stufen 7 Stufen 10 Stufen
Max. Bremsleistung keine Angabe 550 Watt 700 Watt
Lenkerbedienung Lenker Kabelsteuerung Lenker Kabelsteuerung Lenker Kabelsteuerung
Max. Belastbarkeit 100 kg (Website)120 kg (Manual) keine Angabe keine Angabe
Mögliche Rad-Durchmesser 26 – 28 Zoll 26 – 28 Zoll 26 – 29 Zoll (Laufrad-Außendurchmesser 600-710mm)
Einspannung Fahrrad Klemmnabe Schnellspann-Mechanismus Schnellspann-Mechanismus
Vibration ●● ● ●
Verarbeitung ● ● ●●
Faltbar ja ja ja
Zubehör + + ++
Hinweis Führungsklotz für Vorderrad im Lieferumfang enthalten
Trainerachsen für andere Achsen-Typen stehen über den Vertrieb nicht zur Verfügung
Rollwiderstand steigt merklich und stetig bei Schaltung in die nächst höhere Stufe Einstellung der Widerstände etwas schwergängig, Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen fallen eher gering aus Einstellung der Widerstände etwas schwergängig, Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen signifikant

Tipps

Die Hersteller bieten ein mehr oder weniger breites Zubehörspektrum für ein angenehmeres Training an. Aufgrund von hohem Materialverschleiß definitiv empfehlenswert ist die Verwendung spezieller Rollentrainer-Reifen. Grundsätzlich gilt: keine Reifen mit grobem Profil! Auch Trainingsmatten sind eine sinnvolle Anschaffung, möchte man die Geräuschkulisse dämpfen und den Flokatiteppich vor heruntertropfendem Schweiß schützen. Alternativ bieten sich Schweißfänger an, die zusätzlich auch das Bike schützen. Um den Niveau Unterschied auszugleichen, der durch die erhöhte Fixierung des Hinterrads zustande kommt, und gleichzeitig die Front zu stabilisieren, sind Vorderradstützen sehr praktisch. Nach Feierabend zur Abwechslung mal eine kleine Runde durch spanische Gefilde radeln? Auf diversen Video-Plattformen gibt‘s schöne Trainings-Mitschnitte, mit denen sich der innere Schweinehund leichter austricksen und die eigene Motivation steigern lässt. Eine feine Sache, wenn man nicht so tief in die Tasche greifen und sich keinen interaktiven Trainer zulegen möchte.