B‘TWIN Fahrrad-Regenjacke 500 Damen im Test

B‘TWIN, die Fahrradmarke des französischen Sportartikelherstellers Decathlon, bietet mit der B‘TWIN Fahrrad-Regenjacke 500 Damen eine leichte, preisgünstige Regenjacke an, welche die Bikerin bei Regenschauern von bis zu 2 Stunden zuverlässig trocken halten soll. Wir haben die Regenjacke in fröhlichem Pink getestet.

Die B‘TWIN Fahrrad-Regenjacke 500 Damen macht nicht nur auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Das Material ist angenehm weich und griffig, die Nähte zum Schutz vor eindringender Nässe allesamt verschweisst. Der Reißverschluss ist leichtgängig, Belüftungsöffnungen auf Vorder- und Rückseite sowie im Seitenbereich wurden harmonisch integriert. Das fröhliche Neon Pink ist für regengraue Touren genau richtig und sorgt zusammen mit den Reflektoren an Rücken, Armen und Taille für die nötige Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer.

Die wasserdichte Reißverschlusstasche am Rücken bietet genug Platz für Handy und Schlüssel. Auch die Passform überzeugt: Die B‘TWIN Fahrrad-Regenjacke 500 Damen trägt sich sehr angenehm. Die farblich abgesetzten Gummibündchen an Ärmeln und Taille sitzen nicht zu spack. und die für Biker wichtige Rückenpartie ist ausreichend lang geschnitten, um vor Spritzern zu schützen. Insgesamt scheint die Jacke ein bisserl klein auszufallen, schränkt die Bewegungsfreiheit aber überhaupt nicht ein. Ein weiterer Vorteil: die Regenjacke lässt sich prima kompakt zusammenrollen, nimmt im Rucksack nicht nur äußerst wenig Platz ein, sondern fällt mit gerade mal 220 Gramm auch kaum ins Gewicht.

Und im Einsatz? Laut Angaben von Decathlon hält das Hauptmaterial (100% Polyester) dem Druck einer Wassersäule von 2000 mm stand, was einem Regenschauer von 2 Stunden entspricht. Die B‘TWIN Fahrrad-Regenjacke 500 Damen musste im Praxischeck nasse Touren unterschiedlicher Dauer über sich ergehen lassen – und hat uns dabei buchstäblich nicht im Regen stehen lassen, auch bei Überschreitung der versprochenen 2 Stunden. Ebenso punkten konnte die Reißverschlusstasche im Rückenbereich, die ihren Inhalt zuverlässig vor Nässe schützen konnte. Einziges Manko: Bei langem, schweißtreibendem Einsatz war der Feuchtigkeitsabtransport von der Innenseite durch die Belüftungslöcher und Mikroperforation nicht mehr ausreichend. Erhältlich ist die B’TWIN Fahrrad-Regenjacke 500 in neonpink in den DE-Größen 34 – 42 für faire 39.99€. 

Fazit B‘TWIN Fahrrad-Regenjacke 500 Damen

Gesucht und gefunden – die leichte B‘TWIN Fahrrad-Regenjacke 500 Damen ist gut verarbeitet und bietet hohen Tragekomfort bei gleichzeitig zuverlässigem Schutz vor Nässe. Sie lässt sich prima verstauen und wird ab sofort zu unserem ständigen Begleiter für alle (Regen-) Fälle. Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis!

Web

www.decathlon.de

XLC Montageständer TO-S83 im Produktcheck

Produktcheck: Herbst- und Winterzeit ist Schrauberzeit! Die frühe Dunkelheit und das nass-kalte Klima laden regelrecht zu ausgiebigen Werkstatt-Sessions ein. Egal ob Wartung, Reparatur oder der Aufbau des Retro-Klassikers – alles, was bei schönem Wetter liegengeblieben ist, lässt sich jetzt wunderbar nachholen. Mit Hilfe eines Montageständers können diese Arbeiten bedeutend leichter und rückenfreundlicher ausgeführt werden. Kann der XLC Montageständer TO-S83 die Erwartungen erfüllen?

Für Arbeiten am Fahrrad wird qualitativ hochwertiges Werkzeug benötigt. Keine Binsenweisheit, sondern bittere Realität. Billiges Werkzeug erschwert nicht nur das Arbeiten, sondern vermurkst auch Schrauben und Material. Von Billigangeboten können wir daher nur abraten. Neben gutem Werkzeug lohnt auch die Anschaffung eines Montageständers. Das praktische Arbeitsgerät ermöglicht nicht nur die ordentliche Fixierung des Bikes, sondern bietet auch eine angenehme, ergonomische Arbeitshöhe. Sicherlich kann auch auf den Knie rutschend gearbeitet werden, aber das ist weder komfortabel noch gesundheitsfördernd. Ein Vertreter in diesem Bereich ist der zweibeinige XLC Montageständer TO-S83 für knapp 90,00 Euro.

Wir hatten den XLC Montageständer TO-S83 bereits den Sommer über im Einsatz und konnten das Produkt daher ausgiebig testen. Ausgelegt ist der Montageständer für Fahrräder bis maximal 20 Kilogramm. Für unsere Bikes und Rennräder mehr als ausreichend, knapp wird es hingegen bei E-Bikes. Das Aufstellen des XLC Montageständers geht denkbar einfach und schnell von der Hand. Die beiden Standbeine werden zuverlässig durch einen Schnellspanner fixiert. Die Standfläche beträgt etwa 80×85 cm, womit die Verwendung auch in engen Räumen möglich ist. Kunststoffkappen am Hauptträger und an den Beinenden verhindern ein Wegrutschen.

Die Teleskop-Funktion erlaubt eine Arbeitshöhe von 105 bis 150 cm. Das Einstellen der Höhe geschieht hier ebenfalls unkompliziert via Schnellspanner. Natürlich ist vor dem Arbeiten auf die ordnungsgemäße Fixierung zu achten. Der Klemmarm ist horizontal wie vertikal rotierbar – das erlaubt eine ideale Positionierung des Bikes. Die Ausladung beträgt 25 cm. Gehalten wird der Rahmen von einer Klemmvorrichtung mit einem Klemmmaß von bis zu 55 mm. Die Halteklaue verfügt nicht nur über einen lackschonenden Einsatz, sondern auch Aussparungen für Leitungen. Dem Abquetschen von Bremsleitungen kann somit effektiv vorgebeugt werden.

Als weiteres Feature besitzt der XLC Montageständer TO-S83 eine Werkzeugablage mit Unterteilungen. Werkzeug, Schrauben und Pflegemittel finden so griffbereit Platz. Dank der geringen Packmaße und des schnellen Aufbaus bietet sich der Montageständer auch für mobile Einsätze an – zum Beispiel bei Wettbewerben oder am heimischen Spot. Überzeugt haben uns zudem der gute und sichere Stand sowie die zuverlässige Fixierung des Bikes. So machen die Arbeiten am Bike Spaß – und das ganze ohne Rückenschmerzen oder wunde Knie.

Fazit XLC Montageständer TO-S83

Große Hilfe zum (recht) kleinen Preis. Die zweibeinige Ausführung spart Platz, bietet aber dennoch einen guten und sicheren Stand. Zusammengeklappt findet der XLC Montageständer TO-S83 in jeder Zimmerecke Platz. Der schnelle Aufbau, die soliden Schraubverbindungen und die unkomplizierte, zuverlässige Fixierung können punkten. Nachteil ist einzig die maximale Belastbarkeit von 20 Kilogramm.

Produktdetails XLC Montageständer TO-S83

  • Maximale Belastbarkeit: 20 Kilogramm
  • Standfläche: 80×85 cm
  • Arbeitshöhe: 105 bis 150 cm
  • Preis: 89,95 Euro
  • www.xlc-parts.com

Sigma ROX 7.0 GPS: Fahrradcomputer mit GPS Navigation im Test

Test: Leistungsorientierten Radfahrern bietet Sigma Sport mit der ROX GPS Serie direkt drei professionelle Fahrradcomputer für Training und Wettkampf an. Letztes Jahr hat das Unternehmen die Nachfolger des Top-Modells ROX 10.0 in den Handel gebracht. Der Sigma ROX 7.0 GPS, den wir über mehrere Wochen ausgiebig testen konnten, richtet sich in erster Linie an Biker, die sich zwar alle wichtigen Fahrrad-Funktionen und GPS-Navigation wünschen, aber auf Analysen und Leistungsauswertungen verzichten können bzw. wollen.

Vor etwa einem Jahr präsentierte Sigma Sport der Öffentlichkeit die neuen ROX Modelle 7.0 GPS und 11.0 GPS. Obwohl die beiden Fahrradcomputer als Nachfolger des Top-Modells ROX 10.0 ins Rennen geschickt wurden, ist der ROX 10.0 nach wie vor erhältlich. Die neue Generation besticht vor allem durch ihr markantes Design und dem Vier-Tasten-Bedienkonzept. Optimiert wurden von dem Pfälzer Unternehmen unter anderem die Screens und die Darstellung einzelner Werte. Ebenfalls geändert wurde auch die Lenkerhaltung, die jetzt um 20% kleiner ausfällt.

Obwohl sich der Sigma ROX 7.0 GPS und der Sigma ROX 11.0 GPS ähneln wie eineiige Zwillinge, unterscheidet sich der Leistungsumfang enorm. Das 7.0er ROX Modell kommt im Gegensatz zum teureren ROX 11.0 komplett ohne Herzfrequenz-, Leistungs- und Trittfrequenz-Funktionen daher. Bezüglich der Fahrrad-Funktionen gibt es bis auf die HF-basierte Kalorienauswertung keinerlei Einschränkungen. Auch bei den Höhen-Funktionen mit barometrischer Höhenmessung begegnen sich die beiden neuen Modelle auf Augenhöhe.

Leichte Unterschiede gibt es bei den Runden- und automatischen Runden-Funktionen – hier hat das kleinere Modell teilweise sogar die Nase vorne. Ein Vergleich der Funktionen lohnt sich also genauso wie der Vergleich der Preise. Welche Funktionen benötige ich wirklich – und was ist mir das Plus an Funktionen wert? Wie das Vorgänger-Modell bieten die beiden neuen ROX Modelle GPS Navigations-Funktionen im Bereich Trackansicht, Tracknavigation und Rückführung auf gleicher Strecke.

Ausgeliefert wird das Sigma ROX 7.0 GPS mit zwei Lenkerhaltern zzgl. Kabelbindern, einem USB-Verbindungskabel sowie einer mehrsprachigen Kurzanleitung. Erhältlich ist der smarte Bike-Computer zu einem Preis von 134,95 Euro in schwarz oder weiß. Der ROX 7.0 GPS wiegt 65 Gramm, hinzu kommen 6 Gramm für die neue Lenkerbefestigung. Ein zusätzlicher Sensor für die Geschwindigkeit und gefahrenen Kilometer ist dank GPS nicht nötig. Praktisch: Sigma Sport liefert direkt zwei Halter mit, womit der Sigma ROX ohne Aufwand an zwei Rädern genutzt werden kann.

Im Lieferumfang des ROX 7.0 GPS enthalten ist zudem der Zugangscode zum Sigma Data Center. Unter www.sigma-download.com lässt sich das Sigma Data Center für Windows, Mac OS, Android und iOS herunterladen. Wir haben die Windows-Version heruntergeladen und installiert. Nach dem Aufruf des Programms wurde mittels eines Updates direkt auf die aktuellste Version upgegraded. Für die Darstellung im Data Center greift Sigma auf das Openstreetmap Kartenmaterial zurück, wodurch keine Karten gekauft bzw. kostenpflichtige Nutzungslizenzen erworben werden müssen.

Der Sigma ROX 7.0 GPS lässt sich auch ohne Sigma Data Center nutzen, allerdings ist dies kaum zu empfehlen. Für eine volle Nutzung des smarten Fahrradcomputers ist die Installation des Programms notwendig. Neben einer detaillierten Auswertung der getrackten Werte lassen sich mittels des Programms auch Strecken anlegen und auf das Gerät übertragen. Zusätzlich lassen sich individuelle Wegpunkte mit Notizen einbinden. Über die Bedienerfreundlichkeit des Programms lässt sich streiten – unseres Erachtens dürfte die Handhabung gerne etwas intuitiver und unkomplizierter sein.

Das Laden des Bike-Computers geschieht mittels des mitgelieferten USB-Verbindungskabels, Ladevorgang und Status werden auf dem Display angezeigt. Eine Gummiklappe schützt den USB-Port vor Schmutz und Wasser. Nach dem allerersten Einschalten des Sigma ROX 7.0 GPS Fahrradcomputers sind die üblichen Einstellungen wie Sprache oder Datum vorzunehmen. Unter einer Gummihaut stecken auch die vier Tasten, mit denen sich der ROX bedienen lässt. Die Tasten sind ausreichend dimensioniert, um auch mit Handschuhen bedient werden zu können.

Durch seine Größe von knapp 74 mm x 50 mm ermöglichte der Sigma ROX 7.0 GPS den Entwicklern die Realisierung eines 1,7 Zoll Full-Dot-Matrix-LCD Displays mit einer Auflösung von 160×128 Pixeln. Dank der wählbaren Kachelgrößen lassen sich die Werte je nach Einstellung ideal ablesen. Überzeugend ist auch die Darstellung bei direkter Sonneneinstrahlung. Für Fahrten im Dunkeln bietet der Fahrradcomputer eine Hintergrundbeleuchtung.

Der Empfang des GPS-Signals geht zügig und vor allem zuverlässig über die Bühne. Sobald das GPS Signal verfügbar ist, kann mit der Messung begonnen werden – hierzu muss der Start per Knopfdruck bestätigt werden. Selbst im Mittelgebirge war der Empfang des GPS Signals vorbildlich und ermöglichte somit eine lückenlose Aufzeichnung der gefahrenen Touren. Bei Stillstand stoppt das Gerät automatisch, womit sich auch realistische Trainingszeiten ergeben. Statusänderungen meldet der ROX durch ein Piepsen, welches sich allerdings lautlos stellen lässt.

Am Gerät selbst lassen sich alle Daten der Trainingseinheiten ablesen – das betrifft die aktuellen Werte ebenso wie vergangene. Für eine genaue Betrachtung der gefahrenen Tracks und Werte ist allerdings das Einlesen ins Sigma Data Center erforderlich. Dieses geschieht wie das Laden per USB-Verbindungskabel. Sowohl die textliche als auch die grafische Darstellung überzeugt. Auf ein Höhenprofil muss hierbei ebenso wenig verzichtet werden wie auf eine Kartenansicht. Vorbereite Tracks lassen sich per Data Center auf den Fahrradcomputer übertragen, womit auch eine spätere GPS Navigation möglich wird.

Die GPS Navigation ist erstaunlich genau und die Ablesbarkeit auch im Gelände gut. Zu bedenken ist hierbei allerdings, dass der Wegverlauf ausschließlich per Linie ohne Hintergrundgrafik dargestellt wird. Der Sigma ROX 7.0 GPS bildet im Gegensatz zum Data Center keine Karten ab. Lediglich bei Wegkreuzungen mit mehreren, naheliegenden Abzweigungen kann der weitere Wegverlauf etwas unklar werden. Allerdings meldet sich die Navigation nach mehreren Metern mit der Meldung, dass der Track verlassen wurde. Zu den weiteren Navigations-Funktionen zählen auch die zu erwartende Ankunftszeit und die Entfernung bis zum Ziel.

Die Bedienung des Sigma ROX 7.0 GPS erscheint anfangs etwas umständlich. Obwohl das Gerät nur vier Tasten besitzt, hangelten wir uns anfänglich etwas unbeholfen durch die Menüführung. Hier gilt: Übung macht den Meister! Nach einer „Einarbeitungsphase“ stellt die Bedienung keine Probleme mehr dar. Laut Sigma Sport soll der Akku 13 Stunden Betrieb ermöglichen, in unserem Test hielt der Akku zwischen 10 und 11 Stunden – für ausgiebige Tagestouren reicht das allerdings allemal. Das Aufladen geschieht sehr zügig, bei Mehrtages- Touren sollte unbedingt entweder ein USB-Netzteil oder eine USB-Powerbank mitgeführt werden.

Fazit Sigma ROX 7.0 GPS

Erstklassige Verarbeitung, Zuverlässigkeit und ein wirklich gelungenes Design kombiniert mit tollen Fahrradcomputer-Funktionen, GPS Navigation und STRAVA Anbindung: Der Sigma ROX 7.0 GPS ist sein Geld definitiv wert!

Produktdetails Sigma ROX 7.0 GPS

XLC Pedal PD-M12 Colour Edition: Das preisgünstige Flatpedal im Test

Test: Im hart umkämpften Segment preisgünstiger Flatpedals sticht das XLC Pedal PD-M12 alleine schon aufgrund der ansprechenden Optik heraus. Das zur Colour Edition Serie gehörende Produkt ist in sechs attraktiven Farben erhältlich und weiß trotz eines Preises von unter 50 Euro mit einer hochwertigen Verarbeitung zu überzeugen. Wir haben uns für einen Test das XLC Pedal PD-M12 an die Bikes geschraubt.

Getreu nach der Aussage des US-amerikanischen Autopioniers Henry Ford „Sie können einen Ford in jeder Farbe haben, solange es schwarz ist“ agieren anscheinend auch viele Hersteller von Bike-Parts. Besonders im preisgünstigen Segment ist die Auswahl an guten Parts, die auch noch optisch etwas zu bieten haben, eher dürftig. Mit der Colour Edition Serie kontert XLC diesen Bereich konsequent mit einer breiten Produktpalette. Eines dieser Produkte ist das XLC Pedal PD-M12, welches wir für einen ausgiebigen Test an unsere Bikes geschraubt haben.

Der fließgepresste und CNC-bearbeitete Aluminiumkörper des XLC PD-M12 Pedals hat eine Auflagefläche von etwa 99 mm x 83 mm. Die Höhe des nicht-konkaven Pedals beträgt 13 mm, wobei der Bereich der Achse minimal höher ausfällt. Der sauber verarbeitete Käfig rotiert um eine CNC-gefertigte und gedichtete Achse aus CroMo. Für ein geschmeidiges Drehen sind Cartridge Lager verantwortlich. Montiert sind pro Seite und Pedal 13 auswechselbare Pins. Das Gewicht des Pärchens liegt bei 358 Gramm.

Obwohl die Pins nur 3 mm in die Höhe ragen, vermittelt das Pedal eine hohe Trittsicherheit. In ruppigen Passagen kann sich der Rider ebenso auf den guten Grip verlassen wie bei Nässe. Weder die nicht-konkave Bauform noch der leicht erhöhte Achsenbereich machen sich beim Fahren negativ bemerkbar – im Gegenteil, das Trittgefühl überzeugt. Beim Aufsetzen des XLC PD-M12 Pedals reduzieren die abgeschrägten Stirnflächen die Gefahr eines Hängenbleibens an Steinen oder Wurzeln.

Dank der offenen Gestaltung des Pedalkörpers bleibt der Grip auch bei Schlammschlachten erhalten. Druck und Power lassen sich selbst bei widrigen Bedingungen gut auf das Pedal transferieren. Natürlich zählen auch die inneren Werte: Abdichtung und Lager zeigen selbst nach einigen Wochen harten Einsatzes keine Verschleißerscheinungen. Die von Werk aus mit Schraubensicherung versehenen Pins waren zum Abschluss des Flatpedal-Tests vollständig vorhanden.

Fazit XLC Pedal PD-M12

Machen wir es kurz: Tolle Optik, sehr gute Funktion, überzeugender Grip, hochwertige Verarbeitung, ordentliches Gewicht – und das alles bei einem Preis von unter 50 Euro.

Produktdetails XLC Pedal PD-M12

  • Erhältlich in sechs unterschiedlichen Farben.
  • Gewicht Paar: 358 Gramm
  • Preis: 49,95 Euro
  • www.xlc-parts.com

PRISM Bremsschuhe im Test: Wie drückt der Schuh?

Mit der Untermarke PRISM bietet die Karlsruher BMX-Schmiede KHE unterschiedlichste Fahrradkomponenten im mittleren Preissegment an. Im Sortiment finden sich unter anderem Bremsschuhe mit verschiedenen Gummimischungen und somit auch Bremscharakteristiken. Für unseren Test haben wir uns die PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70 und die PRISM Bremsschuhe lila /Y25 ans BMX geschraubt.

Auf der Suche nach PRISM Produkten führt bis auf wenige Ausnahmen nahezu kein Weg an dem Onlineshop von KHE Bikes vorbei. Die weltweit geschützte Untermarke von KHE gibt es bereits seit über 15 Jahren und richtet sich an BMX Rider, aber auch an MTB Dirt Jumper und Fixie Fahrer. Während für KHE Produkte eigentlich immer eigene Entwicklungen genommen werden, greift die Kultschmiede bei PRISM Komponenten auf vorhandene Werkzeuge zurück. Das Ziel der Karlsruher ist es, gute Produkte im mittleren Preissegment anbieten zu können.

Da die Bremsleistung von Bremsschuhen natürlich von diversen Faktoren abhängig ist, wollen wir Euch diese nicht vorenthalten. Getestet haben wir die Bremsschuhe bei trockenen Bedingungen im Bereich Old School BMX Freestyle. Bei der Bremse handelte es sich um eine Promax U-Brake aus Aluminium, gebremst wurde auf einer verchromten Felgenflanke. Besonders dem letzten Punkt muss besondere Beachtung geschenkt werden. Andere Konstellationen können ein völlig anderes Ergebnis bezüglich der Bremsperformance liefern!

PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70

Die PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70 werden von KHE Bikes als durchsichtige Bremsschuhe mit maximaler Bremswirkung angeboten. Der Bremsschuh kommt ohne Abdeckung und weist nur eine geringe Krümmung auf – auffallend ist die obere, etwas bauchige Kantenführung. Die Bremsfläche beträgt etwa 58 mm x 12 mm. Das Pärchen kostet 6,95 Euro und kommt mit speziellen Unterlegscheiben, die eine optimale Einstellung des Bremswinkels ermöglichen. Rollrichtung und Laufseite müssen bei der Montage nicht beachtet werden – die bauchige Seite sollte natürlich zum äußeren Felgenrand zeigen.

Mit der von KHE Bikes angegebenen „maximalen Bremsleistung“ hat die badische BMX Schmiede definitiv nicht übertrieben. Die transparenten Gummis packen selbst bei wenig Handkraft beherzt zu, bleiben dabei aber über den kompletten Bremsbereich sehr gut dosierbar. Kickturns oder Wheelies gehen richtig gut von der Hand, bei Front und Back Wheel Hops überzeugt der zuverlässige Grip. Kritik müssen sich die PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70 allerdings bei der Geräuschkulisse gefallen lassen – die lautstarken Bremsgeräusche sind auf Dauer etwas nervig.

PRISM Bremsschuhe lila /Y25

Mit einem komplett anderem Erscheinungsbild präsentieren sich die PRISM Bremsschuhe lila /Y25 zum Preis von 4,95 Euro. Nicht nur farblich unterscheidet sich dieses Modell vom PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70, sondern auch vom Gesamtaufbau. Das schwarze Bremsgummi steckt in einer lila-farbigen Abdeckung und ist leicht gekrümmt. Auffallend ist die etwas längere, schlankere Ausführung. Bei der Montage muss die Rollrichtung und Laufseite beachtet werden – dank Aufdruck besteht keine Verwechslungsgefahr. Spezielle Unterlegscheiben gewährleisten auch bei diesem Bremsschuh eine ideale Bremswinkeleinstellung.

So unterschiedlich der Aufbau und die Optik, so verschieden auch die Bremseigenschaften. Bremsmanöver erfordern bedeutend mehr Handkraft – bezüglich der Bremsperformance können die PRISM Bremsschuhe lila /Y25 den PRISM Bremsschuhen transparent / P2 70 nicht das Wasser reichen. Dennoch gelingt das Tricksen mit dem farbigen Modell recht gut. Auf schnellen Tracks würden wir uns definitiv mehr Power wünschen. Was bei dieser Bremse heraussticht: Silence! Die Bremsschuhe geben auf der verchromten Felgenflanke keinen Laut von sich!

Fazit PRISM Bremsschuhe

Den Problemfall verchromte Felgenflanke meistern beide getesteten PRISM Bremsschuhe recht ordentlich. Die PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70 bremsen stark wie ein Bär, äußern sich aber auch bezüglich der Lautstärke wie dieser. Das Modell Y25 hat weniger Biss, versieht dafür aber lautlos seinen Dienst. Unser Wunsch an KHE Bikes: Die Bremsleistung der P2 70 mit dem Flüsterton der Y25!

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www.khebikes.com

Bergamont Kiez Flow 2017: Das Dirtbike für Allrounder im Test

Test: Die Kiez Modelle der Hamburger Bikeschmiede Bergamont sprechen speziell Dirtbiker an. Charakteristisch für die Serie sind stabile Alu-Rahmen mit dirtspezifischer kompakter Geometrie sowie die Ausstattung mit praxisorientierten Parts. Das mit Schaltung ausgestattete Bergamont Kiez Flow, das wir im Test hatten, soll sowohl mit einem breiteren Einsatzbereich als auch einem niedrigen Preis punkten. Das perfekte Bike für Allrounder und Einsteiger also?

Das Bergamont Kiez Flow ist auf jeden Fall ein Hingucker! Der äußerst robust wirkende Rahmen kommt mit einer unübersehbaren neongelben Lackierung, die verbauten Parts fügen sich stimmig in das Gesamtbild ein. Bereits optisch lässt der Rahmen des Kiez Flow keine Zweifel an der Familienzugehörigkeit aufkommen. Die kompakte Geometrie mit den kurzen Kettenstreben und dem steilen Lenkwinkel verspricht auf den ersten Blick ein agiles Handling.

Tatsächlich orientiert sich die Geometrie des Kiez Flow an den anderen Kiez Modellen. Der Lenkwinkel von 69° und der Sitzwinkel von 73,5° bei Größe M sind nahezu identisch mit den Werten der Modelle Pro, 040 und Dirt. Unterschiede zeigen sich bei der Kettenstrebe, dem Radstand und dem Sitzrohr, die beim Flow – auch optisch – etwas länger ausfallen. Angeboten wird das Kiez Flow in fünf Rahmengrößen von S bis XXL.

Der zweifach konifizierte, T4/T6 wärmebehandelte Aluminiumrahmen vermittelt einen sehr souveränen Eindruck. Kompromisse müssen bei der Leitungsverlegung gemacht werden: Sämtlich Züge und Leitungen sind außen verlegt. Sollte bei einem Sturz das Schaltauge zu Schaden kommen, lässt sich dieses unkompliziert austauschen. Über Steckachsen verfügt das Kiez Flow nicht – hier finden herkömmliche Schnellspanner Verwendung.

Interessant ist natürlich auch der Blick auf die verbauten Parts – was erwartet den Käufer bei einem Preis von etwa 600 Euro? Ausgeliefert wird das Bergamont Kiez Flow mit einer Suntour XCM 26“ Federgabel mit 100 mm Federweg, Stahlfeder und einstellbarer Federvorspannung. Ebenfalls von Suntour stammt die XCT Kurbel mit drei Kettenblättern. In Verbindung mit der Shimano Acera Schaltung stehen dem Rider 24 Gänge zur Verfügung.

Auf eine hydraulische Scheibenbremse muss der Rider trotz des günstigen Preises nicht verzichten. Verbaut ist am Kiez Flow des Modelljahres 2017 laut Liste die Tektro Draco 2 mit 160 mm Bremsscheiben – unser Testbike kam allerdings mit der Tektro Auriga. Eindeutig in Richtung Urban und Dirt geht die Bereifung Maxxis DTH, die auf Laufräder aus eigenem Hause aufgezogen sind. Komplettiert wird das Bergamont Kiez Flow durch viele Bauteile der Hamburger Bikeschmiede.

Besonders mit Blick auf Federgabel und Schaltung sicherlich keine High-End Ausstattung, was zu diesem Preis allerdings auch utopisch wäre. Die Ausstattung drückt den Preis ganz klar nach unten, leider aber auch das Gewicht nach oben: Mit den von uns gemessenen 15,1 Kilogramm ohne Pedale ist das Bergamont Kiez Flow sicherlich kein Leichtgewicht! Umso gespannter waren wir auf den praktischen Teil des Tests.

Kompakte Geometrie, kurze Kettenstrebe und 26 Zoll Laufräder – was sich in der Theorie nach Spaß anhört, bewahrheitet sich auch beim Riden. Das Bergamont Kiez Flow ist unglaublich handlich und agil, schon auf den ersten Metern auf Asphalt verleitet das Bike zum Spielen und zu Tricks. Da lässt der nächste Pumptrack nicht lange auf sich warten. Das Kiez Flow liegt richtig gut in der Hand und der schmale Lenker unterstützt das Tricksen zusätzlich.

Wir mussten gar nicht erst auf den nächsten Singletrail abbiegen, um die größte Schwäche des preisgünstigen Dirt-Bikes auszumachen: Die Federgabel. Sicherlich tut sie das, was eine Federgabel tun sollte: Federn. Abträglich für den vollkommenen Fahrspaß ist allerdings das ungestüme Ausfedern. Nicht nur auf dem Trail, sondern auch beim Pushen auf dem BMX Track sorgt das Ausfederverhalten der Suntour Federgabel für lange Gesichter.

Die recht gut rollenden und zum Einsatzgebiet passenden Maxxis Reifen haben wir im Verlauf des Tests gegen All Mountain Reifen ausgetauscht. Gründe hierfür waren unsere recht raue BMX Piste und die Frage, ob das Kiez Flow auf dem Trail überzeugen kann. Das agile Handling sorgt auch abseits von Spots für mächtig Fahrspaß, wobei das Bike allerdings Fehler nur wenig verzeihen mag. Ruppige, schnelle Abfahrten erfordern ein kräftiges Händchen, um das unruhige Fahrverhalten im Zaum zu halten.

Nicht förderlich zeigt sich auch hier die Suntour Federgabel, die den Fahrer nur mäßig unterstützt. Die preisgünstige Shimano Acera Schaltung funktionierte recht zufriedenstellend und ohne größere Probleme. Überrascht waren wir tatsächlich von den Tektro Bremsen, die einen richtig guten Job machten – wie gesagt, man beachte die Preisklasse, in der sich das Bergamont Kiez Flow bewegt. Touren sind bedingt möglich, aber die Geometrie ist eindeutig für den Spaß auf Spots ausgelegt, weniger auf ausgiebige Ausfahrten.

Trotz des Gewichts von über 15 Kilogramm animiert das Bergamont Kiez Flow zum Jumpen – und das erstaunlich leichtfüßig. Das Bike „segelt“ richtig gut, lässt sich schön in der Luft manövrieren und in die Landung pressen. Wer nach dem Spaß auf dem Spot noch nach Hause radeln muss, ist für die Schaltung auf jeden Fall sehr dankbar. Wer tatsächlich weitere Touren mit dem preisgünstigen Dirtbike anstrebt, sollte zumindest über einen anderen Sattel nachdenken.

Fazit Bergamont Kiez Flow

Der Preis ist heiß – und erfordert Kompromissbereitschaft. Das Herzstück des Bergamont Kiez Flow Hardtails ist der Rahmen, der eine sehr gute Basis zum Aufrüsten bietet. Die Ausstattung erlaubt mehr oder weniger ein Abschweifen in andere Bereiche, jedoch mit Einschränkungen. Die größte Schwäche am Bergamont Kiez Flow sehen wir bei der verbauten Gabel. Das Bike eignet sich unserer Auffassung nach für Einsteiger, die zum Spot eine gewisse Strecke per Rad zurücklegen müssen oder sich noch nicht ganz sicher sind, wohin die Reise beim Biken gehen soll.

Produktdetails Bergamont Kiez Flow

Erhältlich in den Größen S bis XXL
Gewicht ohne Pedale: 15,1 Kilogramm
Preis: 629,00 Euro
http://www.bergamont.com/global_de/

Datenblatt / Rahmengeometrie Bergamont Kiez Flow*

S M L XL XXL
Seat tube length 330 mm 380 mm 420 mm 470 mm 510 mm
Top tube parallel 538 mm 550 mm 560 mm 573 mm 590 mm
Top tube horizontal 545 mm 560 mm 575 mm 590 mm 610 mm
Chainstay 425 mm 425 mm 425 mm 425 mm 425 mm
Headtube length 105 mm 110 mm 115 mm 125 mm 145 mm
Head angle 68,5° 69° 69° 69° 69,5°
Seat angle 73,5° 73,5° 73,5° 73,5° 73,5°
BB orientation -40 -40 -40 -40 -40
Wheelbase 1051 mm 1061 mm 1076 mm 1092 mm 1108 mm
Standover height 691 mm 707 mm 720 mm 732 mm 759 mm
Stack 570 mm 576 mm 581 mm 590 mm 611 mm
Reach 376 mm 389 mm 403 mm 415 mm 429 mm

*Herstellerangaben

Kenda Classic BMX Reifen mit Gumwall: Darf es etwas Retro sein?

Produktcheck: Kein anderer BMX Reifen steht so für die 1980er Jahre wie der legendäre Comp III. Das außergewöhnliche Profil des Tioga/Mitsuboshi Reifens schrieb Geschichte – und gilt bis heute als das i-Tüpfelchen beim Aufbau eines Retro-BMX. Die Original-Pelle aus den 80er Jahren ist nicht nur rar und teuer, sondern eignet sich aufgrund ihres Alters leider auch nur noch bedingt zum Fahren. Wer seinem Retro-BMX oder Retro-BMX-Cruiser dennoch das perfekte Outfit verleihen möchte, dem stehen mit den Kenda Classic BMX Reifen sehr gute Alternativen zur Verfügung.

Bei unserer Suche nach einem adäquaten Reifen für Oldschool BMX Räder sind wir auf den Webshop von Sella-Berolinum (www.sella-berolinum.de) gestoßen. Das Portfolio des Versenders reicht von A wie Antrieb bis Z wie Zahnkränze. Besonders Liebhaber von Retro-Bikes sollten mal ein Blick in den Shop werfen – hier werden teilweise Produkte angeboten, die bei vielen großen Shops vergeblich gesucht werden. In unserem Fall handelte es sich um den Kenda Classic BMX Reifen mit Gumwall.

Im Sella-Berolinum Online-Shop ist der Kenda Classic BMX Reifen sowohl in 20“ als auch 24“ erhältlich – somit kommen auch Retro-Cruiser in den Genuss eines authentischen Reifens. Zur Auswahl steht beim 24er Reifen die Reifenbreite 1.75 (47-406) und 2.125 (57-507), 20 Zoll Fans müssen sich mit der Breite 1.75 (47-406) begnügen. Die Preise liegen bei geschmeidigen 10,00 bzw. 10,50 Euro für die 24“ Reifen und bei 11,50 Euro für den 20“ Schlappen. Das Gewicht der 24″x 2,125 Ausführung liegt bei etwa 805 Gramm.

Im Gegensatz zu den Originalen aus den 1980er Jahren verfügt der Reifen über Gumwall – und nicht über Skinwall. BMX Reifen mit Skinwall sind im Netz zwar nach wie vor erhältlich, aber wesentlich teurer. Wir haben den Kenda Reifen sowohl vorne als auch hinten in der Dimension 24″x 2,125 geordert. Die Verarbeitungsqualität des sehr preisgünstigen Reifens kann absolut überzeugen – und die Optik begeistert sowieso. Der Kenda Classic BMX Reifen lässt sich gut aufziehen und rotiert sauber.

Bei der Montage des Reifens im Comp III Design muss keine Laufrichtung beachtet werden, da das Profil keine bestimmte Ausrichtung erfordert. Ebenfalls nicht unterschieden wird zwischen Vorder- und Hinterrad. Beim 24“ BMX Old School Cruiser bietet sich die Möglichkeit, wie in den 1980er Jahren üblich vorne einen breiteren und hinten einen schmaleren Reifen zu fahren. Das sorgt für ein Plus an Grip vorne und weniger rotierende Masse am Hinterrad für eine bessere Beschleunigung.

Der Classic Reifen von Kenda vermittelt ein sehr gutes Fahrgefühl und Sicherheit. Die Reifen im Comp III Design sind zwar nicht außerordentlich leicht, bieten aber eine gelungene Kombination aus Haftung, Bremsleistung und Rollverhalten.  Nicht nur auf Asphalt, sondern auch auf staubigen Pisten und Rampen überzeugt der Reifen mit einem guten Grip – schnelle Runden auf dem BMX Race Track machen mit der Pelle ebenso Laune wie Old School Trick-Sessions im Skatepark. Wir würden sagen: Läuft!

Fazit Kenda Classic BMX Reifen

Die Kenda Classic BMX Reifen mit Gumwall versprühen den Charme der 1980er Jahre und sind beim Aufbau eines Retro-BMX das Tüpfelchen auf dem i. Dank des kleinen Preises dürften die Reifen der kleinste Kostenpunkt beim Aufbau des Traumbikes sein. Wer nicht unbedingt Wert auf einen Skinwall Reifen legt, ist mit dem Kenda Classic sehr gut bedient.

B’TWIN Fahrradhelm MTB 900: Der All Mountain Helm im Test

Test: Wer sich einen neuen All Mountain oder Enduro Helm zulegen möchte, dem stehen eine Vielzahl an attraktiven Modellen verschiedener Hersteller zur Auswahl. Die Decathlon Eigenmarke B’TWIN bietet mit dem Fahrradhelm MTB 900 ein Modell an, das sich nicht nur preislich, sondern auch mit interessanten Detaillösungen von der Konkurrenz abgrenzt. Wir hatten den preiswerten All Mountain / Enduro Helm über einen Zeitraum von mehreren Wochen im Test.

Der Aufbau eines Mountainbike Helmes lässt sich im Normalfall wie folgt beschreiben: Als äußerer Schutz kommt eine stabile, einteilige Helmschale zum Einsatz, darunter findet sich zur Stoßabsorption die innere Schale aus EPS. Für einen sicheren und guten Sitz sorgt ein Einstellsystem, das je nach Ausführung mehr oder weniger aufwändig vom Hersteller umgesetzt wird. Gehalten und fixiert wird der Helm durch die Kinnriemen und den Verschluss. Die unterschiedlichen Lösungsansätze zeigen sich in den verschiedensten Technologien. Herausheben könnte man an dieser Stelle sicherlich den unkomplizierten Fidlock-Magnetverschluss oder die MIPS-Technologie, die auch Rotationskräfte abfängt. Helme, die mit diesen Features ausgestattet sind, gehen allerdings schnell in den dreistelligen Preisbereich.

Mit einem Preis von knapp unter 40 Euro bewegt sich der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 natürlich in einer komplett anderen Preisklasse. Trotz des außerordentlich günstigen Preises weiß dieser MTB Helm absolut zu begeistern. Bereits bei dem oben beschriebenen Aufbau geht der MTB 900 seinen eigenen Weg. Im Gegensatz zu anderen Helmen ist die äußere Helmschale dreigeteilt – offensichtlich erkennbar an den Unterbrechungen. Der größte Teil ist oberhalb der Schädeldecke platziert, die beiden links und rechts befindlichen Teile decken in erster Linie den hinteren, unteren Bereich des Kopfes ab. Typisch für einen All Mountain bzw. Enduro Helm ist die tief geschnittene Helmschale für ein Plus an Schutz.

Ungeachtet der Dreiteilung der Polycarbonat Helmschale wird der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 im Inmolding Verfahren hergestellt, was nicht nur die Steifigkeit des Helms erhöht, sondern gleichzeitig auch ein niedriges Gewicht ermöglicht. Die bei einem Sturz auf den Kopf wirkende Aufschlagenergie wird durch den EPS Schaumstoff absorbiert. Natürlich entspricht der Helm der Norm CE EN1078 für Fahrrad-, Roller- und Skaterhelme. Der Helmschale sollte allerdings weitere Aufmerksamkeit geschenkt werden. So haben die Designer des B’TWIN Helms selbst an einen Kantenschutz gedacht, der das EPS zusätzlich schützt. In dieser Preisklasse sicherlich keine Selbstverständlichkeit!

Überhaupt lässt die Verarbeitung keine Wünsche offen. Wir konnten weder raue Kanten noch Produktionsrückstände ausfindig machen. Was wir an einem All Mountain oder Enduro Helm auf jeden Fall sehen wollen ist ein Kamera-Port für Helm-Cam – und diesen finden wir auch am B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 vor. Top! Der Blick in das Helminnere ist ebenfalls sehr sehenswert, geht B’TWIN hier einen doch recht ungewöhnlich, aber ziemlich simplen Weg. Nicht das vermutete Einstellsystem sorgt hier für einen optimalen Sitz des Helms, sondern ein im hinteren Kopfbereich angebrachtes Gummiband. Um den Tragekomfort zu erhöhen ist das Gummiband mit Polster umhüllt.

Das Innenpolster des Helms ist wie bei einem BMX oder Skate-Helm per Klett direkt an der EPS Innenschale befestigt. Leider lässt sich das Innenpolster trotz Klett nicht komplett entfernen. Grund ist die Naht für den Halt im Bereich des Gummibandes. Hier würden wir uns ebenfalls Klett wünschen. Für den Blendschutz verfügt der Helm über ein nicht verstellbares Helmschild. Eine Einstellmöglichkeit wäre natürlich schön, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Der Klickverschluss aus Kunststoff lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen und fixiert den Helm zuverlässig. Der Blick auf die Waage zeigt beim Modell in der Größe M (56-59) 353 Gramm – das ist etwas schwerer als vom Hersteller angegeben.

In der Praxis präsentiert sich der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 äußerst unkompliziert. Ein Eindruck, der bereits vor der ersten Ausfahrt Gestalt annimmt: Es müssen lediglich die Kinnriemen angepasst werden. Erstaunlich ist, dass trotz fehlendem Einstellsystem der Helm außerordentlich gut sitzt. Egal ob ruppige Wurzelpassagen beim Enduro Riden oder auf der Rampe mit dem BMX, da wackelt und verrutscht nichts! Wichtig ist natürlich, dass der Helm perfekt passt – wir würden diesbezüglich ein Anprobieren in einem Decathlon Shop empfehlen. Der Tragekomfort des MTB 900 Helms überzeugt, auch noch nach Stunden.

Für die Belüftung des Kopfes weist der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 sieben Belüftungsöffnungen auf. Bei sommerlichen Temperaturen kann die Kühlung nicht ganz überzeugen und ist in diesem Punkt eher mit einem BMX Helm vergleichbar. Hier kommt es auf das individuelle Empfinden an, uns hat es zumindest nicht gestört. Das Tragen einer Brille bereitet keinerlei Probleme, ebenfalls unproblematisch zeigt sich der MTB 900 Fahrradhelm in Verbindung mit einer Goggle. Kurz: Ein Helm, der beim Aufbau in einigen Punkten seinen eigenen Weg geht, aber als Gesamtkonzept absolut überzeugen kann.

Fazit B’TWIN Fahrradhelm MTB 900

Leichter, sehr gut verarbeiteter All Mountain und Enduro Helm, der mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis punktet. Der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 verfügt über Features wesentlich teurerer Helme. Optimiert werden könnte vom Hersteller die Belüftung – schön wäre zudem ein herausnehmbares Innenpolster.

Produktdetails B’TWIN Fahrradhelm MTB 900

  • Drei Größen verfügbar: 53-56, 56-59 und 59-61
  • Erhältlich in den Farben rot oder schwarz
  • Preis: 39,99 Euro
  • www.btwin.com/de/home