Bikepark Pronsfeld: In der Eifel entsteht neuer Spot für MTB Rider jeden Alters

News: Mit einem für den Eifelkreis Bitburg-Prüm einmaligen Projekt startet die Gemeinde Pronsfeld in die Bike-Saison 2019. Angrenzend am viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg entsteht im Frühjahr nächsten Jahres ein neuer Bikepark. Wir haben uns mit Ortsbürgermeister Harald Urfels an der kommenden Location für Biker jeden Alters getroffen.

So viel Fahrspaß könnte ab Frühjahr 2019 auch in der Eifelgemeinde Pronsfeld auf dem Programm stehen

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm tut sich was – und endlich auch für Mountainbiker jeden Alters, die nicht nur auf Waldwegen ihren Spaß suchen. Der neue Bikepark Pronsfeld soll jedoch mehr werden als nur ein Trainingsgelände, er soll auch Treffpunkt für Gleichgesinnte jeden Alters darstellen. Dabei trifft es sich natürlich hervorragend, dass die Location direkt an dem viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg angrenzt, der den Nürburgring in der Vulkaneifel mit dem belgischen St. Vith verbindet. Durch die 900 Einwohner zählende Gemeinde Pronsfeld führt außerdem der Prümtal-Radweg, auch hier bietet sich eine perfekte Verbindung zum neuen Bikepark.

Wir haben uns vor Ort mit dem Ortsbürgermeister Harald Urfels, selbst begeisterter Mountainbiker, zu einer Vorstellung des neuen Bikeparks getroffen. Das mit knapp über 27.000 Euro bezifferte Projekt, zu einem Großteil aus Fördergeldern finanziert, wurde nach etwa 2-jähriger Vorlaufzeit im August bewilligt. Jetzt steht der Realisierung durch das aus Warstein stammende Unternehmen turbomatik bikeparks nichts mehr im Wege. Die Arbeiten starten im Frühjahr 2019, der genaue Zeitpunkt der Eröffnung ist allerdings noch nicht genau bekannt. Neben den Erdbauarbeiten steht auch der Punkt Bepflanzung oben auf der Agenda.

„In Pronsfeld sind wir bereits jetzt ein Fahrradknotenpunkt. Den Bikepark Pronsfeld möchten wir vielfältig nutzen um das Angebot für Einheimische, die Jugend und unsere Gäste zu erweitern. Der Park wird so angelegt, dass jeder ihn nutzen kann der Spaß am Fahrrad fahren hat.“ – Harald Urfels, Ortsbürgermeister der Gemeinde Pronsfeld

Den Startpunkt des neuen Bikeparks in Pronsfeld markiert ein etwa vier Meter hoher Startberg. Von hier aus geht es auf eine gerade verlaufende Flowline mit mehreren aufeinanderfolgenden Tables, die je nach Fahrlevel entweder gepusht, überfahren oder gesprungen werden können. Parallel zur Flowline entsteht zudem ein Übungsline mit diversen Northshore-Elementen wie beispielsweise einer Wippe. Den Abschluss des Parcours bildet ein ovaler Pumptrack mit zwei Berms (Anliegern), Rollers (Wellen) und Cross-Over für die Änderung der Fahrtrichtung. Alle Elemente des Bikeparks sind so konzipiert, dass sie von Bikern jeden Alters und jeder Könnensstufe gemeistert werden können.

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www.pronsfeld-eifel.de

Cratoni Agravic: Der Allround MTB Helm im Test

Test: Einen wahren Allrounder für jeden Einsatzzweck verspricht Cratoni mit dem Modell Agravic. Der preisgünstigste MTB Helm des deutschen Helm- und Sportbrillenherstellers kommt mit einigen Features der teureren Modelle. Wir haben über einen Zeitraum von mehreren Wochen dem Cratoni Agravic ordentlich auf den Zahn gefühlt. Kann der Helm trotz des relativ niedrigen Preises wirklich überzeugen?

Die Einstufung eines Produktes in eine Preisgruppe ist natürlich immer relativ. Wenn wir den Cratoni Agravic MTB Helm als relativ preiswert bezeichnen, bedeutet das in diesem Fall exakt 79,95 Euro. Sicherlich gibt es beim Discounter um die Ecke billigere Fahrrad-Helme, qualitativ vergleichbare Produkte anderer Markenhersteller sind oftmals hingegen wiederum teurer. Für die knapp 80 Euro erhält der Käufer einen optisch äußerst ansprechenden und sehr gut verarbeiteten Helm. Herstellungsmakel sind ebenso wenig ersichtlich wie unsaubere Ecken oder scharfe Kanten. Neben der schicken Schale lohnt allerdings auch ein Blick auf die vielen feinen Detaillösungen.

Hierzu zählt unter anderem das Light Fit System (LFS), welches eine schnelle und unproblematische Anpassung des Helms an individuelle Anforderungen ermöglicht. Ein besonderer Clou ist in diesem Zusammenhang sicherlich die dreifache Höhenverstellung, die sich etwas versteckt unterm Polster befindet. Das Innenpolster aus antibakteriellem CleanTex lässt sich herausnehmen und bei Bedarf reinigen. Sehr gut gefällt uns auch das Insektengitter, das unangenehme Gäste vom Kopf fernhält. Gefertigt wird der Helm mit der sogenannten Inmold Technologie, bei der die Außenschale des Helms mit der EPS-Innenschale verpresst wird.

Das Gewicht des Agravic MTB Helms gibt Cratoni mit 230 Gramm an, bei uns auf der Waage blieb die Anzeige bei genau 232 Gramm stehen. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann! Beim Riden fällt der Cratoni Helm in keinster Weise auf – genau so sollte es auch sein! Einmal perfekt angepasst sitzt der Agravic nicht nur sehr bequem auf dem Kopf, sondern auch absolut wackelfrei. Ebenfalls überzeugend ist der Ratschenverschluss, der sich auch mit Handschuhen bedienen lässt. Dank einer speziell angebrachten Lasche kann der Verschluss mit einer einzigen Handbewegung sofort gelöst werden. Für ein Plus an Komfort spendierten die Designer dem Helm zudem einen über den Verschluss ragenden Polsterstreifen.

Die zwanzig großzügig bemessenen Ventilationsöffnungen gewährleisten selbst bei der derzeit herrschenden Hitze eine gute Kühlung des Kopfes. Auch nach stundenlangem Tragen des Helms überzeugt der erstklassige Tragekomfort. Weder Druck- noch Scheuerstellen trüben den Fahrspaß. Unproblematisch zeigt sich ebenfalls das Tragen des Helms in Verbindung mit einer Brille. Nach mehreren Wochen Einsatz auf dem Trail und auf der Straße weist der Cratoni Agravic bis auf die üblichen Gebrauchsspuren keinerlei Mängel auf.

Fazit Cratoni Agravic

Erstklassiger Tragekomfort, sehr hochwertige Verarbeitung, pfiffige Detaillösungen und ein cooles Design: Der Cratoni Agravic MTB Helm weiß in allen Belangen zu überzeugen – und das zu einem extrem fairen Preis.

Cratoni Agravic Produktdetails

  • Verfügbare Größen: S-M (54-58 cm), L-XL (58-62 cm)
  • Farben: Mehrere Farbkombinationen erhältlich
  • Gewicht (Gr. S-M): 232 Gramm
  • Preis: 79,95 Euro
  • Hersteller: www.cratoni.com

iXS XACT Helm: Der Full Face Helm für Enduro- und Bikepark-Rider im Praxistest

Test: Für anspruchsvolle Enduro Stages und herausfordernde Sessions im Bikepark empfiehlt sich das Tragen eines Full Face Helms. Auf dem Markt sind viele Modelle in den unterschiedlichsten Preisklassen erhältlich. Alleine im Sortiment von iXS finden sich mit dem XACT und dem XULT gleich zwei Full Face Helme für kernige MTB Einsätze. Der preisgünstige iXS XACT basiert auf den Technologien des weitaus teureren XULT, was den Helm nicht nur für Einsteiger interessant macht. Wir konnten den iXS XACT Full Face Helm in den letzten Wochen ausgiebig testen.

Der iXS XACT Full Face Helm ist der beste Beweis dafür, dass ein Plus an Schutz bezahlbar ist. Erhältlich ist der Enduro Helm in vier Größen und fünf Farbvarianten zu einem Preis von 169,00 Euro. Im Vergleich hierzu muss beim Top-Modell iXS XULT mit der Faser-verstärkten Polymer Schale (FRP) wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Abgesehen von der ABS Helmschale weist der iXS XACT erstaunlich viele Features des Top-Modells auf. Gemeinsamkeiten finden sich beim VORTEX Belüftungssystem und dem EPR Emergency Padding Release System. Letzteres ermöglicht im Falle eines Sturzes ein schnelles und unkompliziertes Ausziehen des Helms.

Beim Kauf eines Mountainbike Helmes sollte immer auf die entsprechende Zertifizierung des Produkts geachtet werden. Der iXS XACT erfüllt diesbezüglich direkt mehrere Normen. Neben der EN1078 Norm entspricht der Enduro Helm dem amerikanischen CPSC Sicherheitsstandard sowie dem ASTM Downhill Mountainbike Standard für Race-Helme. Für eine sichere und stufenlose Fixierung sorgt der Doppel-D Sicherheitsverschluss, der sich dank einer angebrachten Lasche selbst mit Handschuhen schnell wieder lösen lässt. Beim Einfädeln des Kinnriemens in den Verschluss ist allerdings etwas Fingerfertigkeit angesagt.

In der Größe M/L drückt der iXS XACT mit einem Gewicht von 1017 Gramm auf unsere Waage. Ein sehr guter Wert, vor allem mit Blick auf die Ausstattung und Verarbeitung des äußerst robust wirkenden Helms. Beim Riden präsentiert sich der Helm extrem unauffällig. Der Tragekomfort und die Passform überzeugen auf ganzer Linie. Die ergonomischen Backenpolster gefallen diesbezüglich ebenso wie das restliche Helmfutter. Bei Bedarf lässt sich die Polsterung herausnehmen und waschen. Die Kinnriemen sind ebenfalls gepolstert und sorgen ihrerseits für Komfort.

Auffallend ist die aufwändig gestaltete Belüftung des Helms. Hier hat iXS offensichtlich viel Energie in die Entwicklung einer optimalen Luftstromverteilung investiert. Besonders der Blick in das Innere des Helms zeigt das System im Detail. Die durch die Lüftungsöffnungen einströmende Luft wird durch verschiedene Kanäle geleitet und sorgt so für eine ausreichende Kühlung, weitere Luftkanäle sind für die Ableitung warmer Luft verantwortlich. iXS nennt dieses System VORTEX, wir sagen dazu: Wirklich Gelungen!

Die markante Form des iXS XACT Full Face Helms geht Hand in Hand mit der lässigen Farbgestaltung. Perfekt in das Erscheinungsbild integriert ist das höhenverstellbare Kurzvisier. Wir haben im Test mehrere Goggles ausprobiert, alle Brillen passten hervorragend in den geräumigen Gesichtsausschnitt. Durch die horizontale Mulde am Hinterkopf wird zudem das Brillenband sicher am Platz gehalten. Last but not least weiß auch die saubere Verarbeitung des XACT zu begeistern. Schwachstellen und Verarbeitungsmängel waren selbst nach dem Test nicht auszumachen.

Fazit iXS XACT Helm

Toller Tragekomfort, hervorragende Belüftung und hochwertige Verarbeitung: Der iXS XACT Helm präsentiert sich mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Klarer Tipp für alle Enduro- und Bikepark-Rider, die einen guten Full Face Helm zu einem sehr fairen Preis erwerben wollen.

Produktdetails iXS XACT Helm

  • Erhältliche Größen: XS, S/M, M/L und L/XL
  • Verfügbar in fünf Farbkombinationen
  • Gewicht: 1017 Gramm (Gr. M/L)
  • Preis: 169,00 Euro

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iXS Mallet: Der Knie-Schienbeinschoner für Rennsport und Bikepark im Test

Test: Der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner wurde speziell für den Rennsport und das Shredden im Bikepark entwickelt. Ausgestattet mit einigen Schlüssel-Features soll der Schoner optimalen Schutz mit hervorragendem Tragekomfort kombinieren. Wir haben uns den iXS Mallet umgeschnallt und diverse Pisten abgerockt. Kann der Protektor in der Praxis halten, was der Hersteller verspricht?

Entgegen dem allgemeinen Trend zu Knieschonern setzen wir nach wie vor bevorzugt auf Knie-Schienbeinschoner. Steine und Pedale sind die Dinge, die wir sicher nicht am Schienbein haben wollen. Auch beim Sturz kann das Plus an Schoner nicht verkehrt sein. Einer dieser Kandidaten ist der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner für Rennsport und das Shredden im Bikepark. Von der Ausführungslänge liegt der Mallet grob zwischen dem Dagger Knieschoner und dem Cleaver Knie-Schienbeinschoner aus gleichem Hause. Auffällig ist im Vergleich zum Cleaver der verkürzte Schienbeinbereich. Der untere Bereich des Schienbeins liegt beim Mallet komplett frei. Das gewährleistet einerseits maximale Bewegungsfreiheit selbst bei höher geschnittenen Schuhen, andererseits aber auch Kompatibilität zu langen Race-Pants.

Angeboten wird der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner in vier Größen zum Preis von 99,90 Euro. Das Gewicht eines einzelnen Schoners in der Größe M liegt bei 252 Gramm. Die ArmadilloDuo Kompressions-/Hartschalen am Knie und Schienbein werden aus zwei Komponenten gefertigt. Das bewegliche Gelenksystem Squeezebox fungiert als Verbindung zwischen den beiden Hartschalen und sorgt zudem für Schutz. Als Trägermaterial findet atmungsaktives, antibakterielles und feuchtigkeitstransportierendes 3D AeroMesh Verwendung. Besondere Beachtung verdient auch die O-förmige, innenliegende Polsterung. Das sogenannte Knee Gusset umfasst die Kniescheibe und soll somit den Schoner optimal positionieren. Bei einem Sturz ist das Knee Gusset zudem für Absorption und Verteilung der Energie zuständig.

Das Anlegen der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner gestaltet sich dank der offenen Gestaltung denkbar unkompliziert. Ein nerviges über den Fuß bzw. Schuh Gefriemel entfällt also! Fixiert wird der Schoner durch vier Klettverschlüsse, die oberen beiden sind – bedingt durch das Mesh – besonders soft ausgeführt und verhindern somit zuverlässig das berühmt-berüchtigte Zwicken in der Kniekehle. So stellen wir uns das vor! Allerdings könnten die Klettverschlüsse unseres Erachtens etwas länger ausfallen. Der Schoner trägt sich sehr angenehm, selbst nach stundenlangem Tragen zeigen sich keine geröteten oder gar wunde Stellen. Die Fixierung ist in Kombination mit den Silikonabschlüssen top, Verrutschen ist für die iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner ein Fremdwort.

Das verwendete Aeromesh trägt seinen Teil zum Tragekomfort bei. Atmungsaktiv und antibakteriell wird nicht nur Feuchtigkeit abgeleitet, sondern auch die Geruchsbildung reduziert – das alles hat aber natürlich auch seine Grenzen. Die Dämpfung bei Fremdkontakt begeistert, von amtlicher Seite wird der Schutz durch den europäischen Sicherheitsstandard EN1621-1 resp. EN1621-2 bescheinigt. Der Kniebereich ist gut geschützt, die kurze Ausführung im Bereich des Schienbeins lässt allerdings etwas Platz für unangenehme Bekanntschaften. Beim Fahren macht der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner genau das, was er unbedingt tun sollte: Nicht auffallen! Die Bewegungsfreiheit ist voll gegeben und lässt keine Wünsche offen. Die Verarbeitung des Schoners überzeugt auch noch nach dem Test. Weder Risse noch hässliche Ausfransungen trüben die Optik.

Fazit iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner

Schutz und Tragekomfort gehen beim iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner Hand in Hand. Beim Kauf sollte bedacht werden, dass der Schienbeinschutz kürzer ausfällt als beim iXS Cleaver.

Produktdetails iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner

  • Erhältliche Größen: S, M, L und XL
  • Gewicht: 252 Gramm (Stck./Gr. M)
  • Preis: 99,90 Euro

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Rose Pro Cross Force: Das Multifunktionstool für Waldarbeiter im Test

Test: Jedes Jahr aufs Neue läutet die nasskalte Jahreszeit die Cyclocross-Saison ein. Waren die Rennräder für das Grobe früher eher nur bei eingefleischten Querfeldeinfahrern angesagt, nutzen immer mehr Radfahrer die Vorzüge dieser besonderen Fahrradspezies. Das Bocholter Unternehmen Rose Bikes agiert bereits seit vielen Jahren sehr aktiv im Cyclocross-Bereich. Mit der Rose Pro Cross Serie wird die ohnehin schon breit ausgelegte Palette um einen weiteren Spezialisten für Schlamm, Dreck und Schotter erweitert. Wir hatten das Top-Modell der Serie, das Rose Pro Cross Force, bei uns in der Eifel im Test.

Was macht einen Cyclocrosser aus? Ein Motto vereint auf jeden Fall alle Cyclocross-Bikes: Mit Vollgas über Stock und Stein, egal bei welchem Wetter. Dass die nasskalte Jahreszeit als Hauptsaison gilt, mag angesichts der Bedingungen zwar einleuchtend sein, aber wir sehen das Cyclocross-Bike unbedingt als Ganzjahres-Bike. Auch der Einsatzbereich ist gar nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Tatsächlich stammt das Cyclocross-Bike aus dem Rennsport, doch immer mehr Fahrer verlangen einen Allrounder. Eine Gratwanderung für Hersteller, die natürlich alle Lager bedienen wollen. Wir gehören zu der Gattung Radfahrer, die einen Allrounder für das ganze Jahr bevorzugen, weniger ein kompromissloses, reinrassiges Race-Bike ausschließlich für Querfeldein-Rennen. Wir haben das Rose Pro Cross Force in der Eifel getestet, einer Region mit vielen Facetten. Somit musste das Bike nicht nur Feld- und Forstwege über sich ergehen lassen, sondern auch mit Wurzeln gespickte Singletrails.

Das Rose Pro Cross Force ist das Top-Modell der Pro Cross Reihe, die im Bereich Cyclocross alleine schon bei Rose mit den Serien Gravel, Pro DX Cross, Team DX Cross und Xeon Cross konkurriert. Die Bocholter Bikeschmiede bietet die Pro Cross Serie unter dem Leitsatz „Des Waldarbeiters Multifunktionstool“ an – ein Motto, das auf uns kaum passender zutreffen könnte. Der Einsatzbereich des Allrounders ist mit Schotter, Dreck und Asphalt angegeben – auch das passt für uns perfekt! Es wurde also höchste Zeit für einen Test. Die Ausstattung des Top-Modells kann sich wahrlich sehen lassen. Der Rahmen aus 6061 T6 Ultralight Aluminium wird durch eine Vollcarbon-Gabel, DT Swiss P1750 Spline Disc Laufräder, Schwalbe X-ONE Reifen und einen Ergon SMC-40 Sport Gel Sattel komplettiert. Der Bezeichnung entsprechend finden SRAM Force Schaltungskomponenten sowie Kurbel und Bremsen aus gleicher Serie Verwendung.

Eine Feinabstimmung des gewünschten Bikes ermöglicht der Rose Online-Konfigurator. Hier lässt sich beispielsweise dem bevorzugten Einsatzbereich entsprechend die Übersetzung anpassen. Zu einem Grundpreis von 1.999,00 Euro bekommt der Käufer ein schön geschnürtes Gesamtpaket, das auch optisch überzeugen kann. Der mit nur etwa 1390 Gramm Gewicht bezifferte Rahmen besticht durch eine makellose Optik. Alleine schon die nahtlosen Übergänge zeugen von der Detailverliebtheit der Rose Rahmendesigner. Der Freiraum der Reifen ist großzügig dimensioniert – laut Hersteller sollen so Reifenbreiten bis 42 mm möglich sein. Die innen verlegte Zugführung sorgt für eine aufgeräumte, cleane Optik. Die Vollcarbon-Gabel kommt selbstverständlich mit 15 mm Steckachse, hinten versieht ein Schnellspanner seinen Dienst. Für Alltagsradler dürften sicherlich die Anschraubpunkte für Gepäckträger, Schutzbleche und Ständer interessant sein.

Beim Fahren punktet das Rose Pro Cross Force mit einem enorm starken Vortrieb. Der steife Rahmen sorgt in Verbindung mit der SRAM Force Kurbel für eine optimale Umsetzung der Kraft. Die sportlich-komfortable Sitzposition erlaubt ein effizientes Pedalieren, bei steilen Anstiegen im Wiegetritt und im Sprint kann die Seitensteifigkeit ebenfalls ihre Stärken voll ausspielen. Auffallend ist aber nicht nur der Vortrieb, sondern auch die enorme Laufruhe, mit der die Rose Ingenieure das Rose Pro Cross bedacht haben. Auf ruppigen Waldwegen zieht der Cyclocrosser ebenso sauber seine Linie wie bei Full-Speed auf Asphalt bergab. In schnellen Serpentinenkehren lässt sich das Rose Pro Cross schnell und souverän um die Ecken manövrieren. Das agile Handling gefällt, zeigt sich aber nicht ganz so verspielt wie bei anderen Cyclocrossern aus gleichem Hause. Der recht lange Radstand spielt hierbei ebenso eine Rolle wie der lange Reach. Die Ergonomie der Lenkzentrale lässt keine Wünsche offen: Angefangen von der Haltung bis zum angenehmen Griffgefühl des Lenkerbandes.

Mit dieser Vielzahl an Merkmalen bevorzugt das Rose Pro Cross vor allem weite und schnelle Touren im wechselhaften Terrain. Flotte Singletrails kommen dem Bike ebenfalls entgegen, sehr enge Kehren bedürfen allerdings etwas Nachdruck. Die 33 mm breite Schwalbe Bereifung X-ONE EVO BITE vorne und X-ONE EVO ALLROUND hinten krallt sich unbarmherzig in weiche Böden und sorgt so für schnelle Runden selbst bei matschigen Verhältnissen oder auf Schotter. Ein absoluter Traum ist die hydraulische SRAM Force Scheibenbremse mit 160 mm großen Bremsscheiben. Egal bei welchem Tempo und Wetter, das Rose Pro Cross Force lässt sich jederzeit punktgenau verzögern. Ebenfalls ein Traum sind die knackigen und präzisen Schaltvorgänge der SRAM Force Schaltung. Mehrere Wochen Einsatz bei wechselhaften Bedingungen zeigten keinerlei Einbuße bezüglich der Performance oder Zuverlässigkeit.

Fazit Rose Pro Cross Force

Ein sehr zuverlässiges Multifunktionstool, nicht nur für Waldarbeiter! Wie am ersten Tag lässt sich das Rose Pro Cross Force unbarmherzig durch die Eifel jagen. Toller Fahrkomfort geht hier Hand in Hand mit einer tadellosen Funktion und Zuverlässigkeit. Zweifellos eine sehr gute Antwort auf Sauwetter – aber nicht nur: Auch bei feinem Wetter bereitet der Rose Cyclocrosser richtig Spaß!

Produktdetails Rose Pro Cross Force

  • Verfügbare Größen: 49, 52, 54, 56, 58, 60, 62 und 64 cm
  • Farben: Matt-Black/Shiny-Black/Grey oder Poppy-Orange/Iron-Grey/Black
  • Gewicht ohne Pedale: Etwa 8,4 Kilogramm (Gr. 54 cm)
  • Preis: 1.999,00 Euro
  • Web: www.rosebikes.de

Datenblatt / Rahmengeometrie Rose Pro Cross Force*

Rahmengröße 49cm 52cm 54cm 56cm 58cm 60cm 62cm 64cm
Sattelstützdurchmesser 27,2 27,2 27,2 27,2 27,2 27,2 27,2 27,2
Empfohlene Schrittlänge (in cm) 70-75 76-79 80-83 84-86 87-89 90-92 92-95 96-99
Sitzrohrlänge 482 512 532 552 572 592 612 632
Oberrohrlänge 512 522 534 542 550 560 575 590
Steuerrohrwinkel 70° 70,3° 70,5° 70,8° 71° 71,5° 71,5° 72°
Sitzrohrwinkel 75,5° 75° 74,5° 74,3° 74° 74° 73,5° 73,5°
Radstand 1022 1025 1031 1035 1038 1044 1054 1064
Vorderbau 602,5 605 611 615 619 624 634 644
Kettenstrebenlänge 427 427 427 427 427 427 427 427
Steuerrohrlänge 125 133 147 163 180 190 210 230
Stack 532,5 541 555 571 588 600 619 640
Reach 374 376 380 381 381 388 391,5 400

*Herstellerangaben

B’TWIN Trinkrucksack 900: 10 Liter Bike-Rucksack mit Trinkblase im Test

Test: Für eine bequeme und unkomplizierte Flüssigkeitsversorgung auf MTB Touren bietet sich ein Trinkrucksack an. Die auf Fahrräder und Radsport-Ausrüstung spezialisierte Decathlon Eigenmarke B’TWIN verfügt in ihrem Sortiment über mehrere Modelle, darunter auch den B’TWIN Trinkrucksack 900 mit einem Volumen von 10 Litern. Wir haben den preisgünstigen Trinkrucksack auf Touren und bei Enduro Rides getestet.

Mit einem Nutzvolumen von 10 Litern eignet sich der B’TWIN Trinkrucksack 900 ideal für Tagestouren. Vom Hersteller angegeben ist der Einsatzbereich Cross-Country-Marathon, aber auch oder gerade beim Enduro Riden kann das B’TWIN Produkt seine Stärken voll ausspielen. Auffallend ist in diesem Zusammenhang die sehr schlanke Form. Auf einer Länge von etwa 50 cm weist der Trinkrucksack lediglich eine Breite von ungefähr 22,5 cm auf. Besonders auf kurvigen Singletrails und in technischen Abfahrtspassagen gewährleistet der schmale Aufbau ein Plus an Bewegungsfreiheit.

Die anatomischen und schnell einstellbaren Träger sorgen in Kombination mit dem Bauchgurt und dem verstellbaren Brustgurt für eine sichere Fixierung des Trinkrucksacks. Selbst in ruppigen Passagen sitzt der B’TWIN Trinkrucksack 900 wie festgenagelt auf dem Rücken. Trotz des überzeugenden Halts wird weder die Bewegungsfreiheit eingeschränkt noch der Tragekomfort minimiert. Im Bereich des Rückens und der Hüften sorgen 3D-Pads für erhöhten Komfort und eine bessere Belüftung. Aussparungen im Rückenteil des Trinkrucksacks begünstigen zusätzlich die Luftzirkulation.

Wie es sich für einen Trinkrucksack gehört, ist im Lieferumfang eine Trinkblase inbegriffen. Diese bietet ein Volumen von zwei Litern und lässt sich dank der großen Öffnung sehr gut reinigen. Platz findet die Trinkblase in einem separaten Fach im Hauptfach. Die mittige Schlauchdurchführung erlaubt die Flüssigkeitszufuhr links oder rechts – ganz so wie es der Rider wünscht. Diesbezüglich sind an beiden Tragegurten jeweils eine Halteschlaufe für den Schlauch angebracht. Der Zugang zum Hauptfach ist durch einen weit zu öffnenden Zwei-Wege-Reißverschluss möglich.

Design-technisch geht der B’TWIN Trinkrucksack 900 seinen eigenen Weg. Der Stauraum für den Helm befindet sich nicht wie üblich außen in Form eines Netzfaches, sondern zwischen dem Hauptfach und dem Außenfach. Eine ungewöhnliche Lösung, die nur einen Nachteil mit sich bringt: Je mehr Haupt- und Außenfach beladen sind, desto kleiner wird das dazwischenliegende Helmfach. Andererseits lässt sich eine Regenjacke schnell und unkompliziert verstauen, ohne dass diese direkt dem hochspritzenden Regenwasser ausgesetzt ist.

Stauraum bietet der B’TWIN Trinkrucksack 900 auf verschiedenste Art und Weise – und das mehr als ausreichend. Bestes Beispiel hierfür ist das Außenfach. Die vielen kleinen innenliegenden Fächer und Taschen erlauben eine optimale Ordnung, was einen schnellen Zugriff ermöglicht. Das Außenfach lässt sich nahezu komplett aufklappen, hier würden wir uns allerdings anstatt des einfachen Reißverschlusses ebenfalls einen Zwei-Wege-Reißverschluss wünschen. Außen ist ein zusätzliche Einschubtasche angebracht, die sich mit einem versiegelten Reißverschluss verschließen lässt.

Weiterer Stauraum findet sich am Hüftgurt. Rechts und links lassen sich Energieriegel, Smartphone oder ähnliches unterbringen. Vor dem Herausfallen schützt jeweils ein Reißverschluss. Am Rucksackboden ist eine weitere Tasche platziert, in der die Regenhülle untergebracht ist. Eine spezielle Befestigungslasche an der Außenseite erlaubt die Montage eines Rücklichts, wie zum Beispiel die hauseigene Zusatzbeleuchtung VIOO Clip. Nicht nur vom Design und der Funktion weiß der B’TWIN Trinkrucksack 900 zu begeistern, sondern auch durch die Verarbeitungsqualität.

Der stabile Tragegriff ermöglicht ein bequemes Tragen des Rucksacks abseits des Bikens. Für eine Komplettreinigung des Rucksacks lässt sich die innenliegende Rückenplatte entfernen. Allerdings vermissen wir an dem B’TWIN Trinkrucksack 900 zwei Dinge: Eine Signalpfeife am Brustgurt sollte an einem Bike-Rucksack ebenso vorhanden sein wie zusätzlich aufgebrachte Reflektionsstreifen.

Fazit B’TWIN Trinkrucksack 900

Schlanke Form, schlanker Preis, großer Nutzen: Der B’TWIN Trinkrucksack 900 überzeugt von der Funktion und vom Tragekomfort her ebenso wie von der Qualität. Kleine Detailschwächen wie die fehlenden Reflektionsstreifen oder das kleine Helmfach lassen sich bei dem Preis von knapp 40 Euro durchaus verschmerzen.

Produktdetails B’TWIN Trinkrucksack 900

Fuji Cross 1.7 im Test: Das preisgünstige Cyclocross-Bike für Race und Allwettertraining

Test: Für den Bereich Cyclocross bietet die US-amerikanische Kultschmiede Fuji Bikes zwei unterschiedliche Modellreihen an. Während die Altamira CX Serie über ein Rahmenset aus Carbon verfügt, kommen die Cross Modelle mit einem Aluminiumrahmen und Carbongabel daher. Nach unserem Test des Fuji Altamira CX musste das Fuji Cross in den letzten Wochen in der Eifel und Pfalz beweisen, ob es den Namen zurecht trägt.

Der Herbst kommt – und somit für viele Biker die CX Saison. Eine saisonale Festlegung, die sich auch mit Blick auf den CX Rennkalender bestätigt. Ungeachtet dessen schätzen wir hingegen die Vorteile eines CX Bikes über das ganze Jahr hinweg. In diesem Sommer nutzten wir für etliche Einsätze das Fuji Cross 1.7 Modelljahr 2017. Unsere Eindrücke von dem Bike wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten, auch wenn Fuji Bikes bereits die 2018er Modelle im Programm hat. Ein kleiner Blick zurück sozusagen, wobei wir allerdings auch einen Blick auf die neuen Cross Modelle von Fuji wagen.

Die US-amerikanische Bikeschmiede bedient den Cyclocross Bereich mit zwei Modellreihen: Altamira CX und Cross. Das Fuji Cross 1.7 mit Alu-Rahmen, das wir in den Größen 49 und 54 cm im Test hatten, markierte bis zum Modelljahr 2017 den Einstieg in die Welt des Querfeldeinsports. Als einziges Bike der Cross-Serie kam das Modell 1.7 mit zwei Kettenblättern, die anderen Bikes waren bereits mit Einfach-Kettenblatt ausgestattet. Das aktuelle Cross 1.7 Modell 2018 kommt jetzt ebenfalls mit nur einem Kettenblatt – zudem erweiterte Fuji die Serie mit dem Cross 2.1 nach unten. Ebenfalls neu ist ab 2018 das Cross Women, eine spezielle und in Europa leider nicht erhältliche Damen-Version des Fuji Cross.

Die beiden Fuji Cross 1.7 Bikes begleiteten uns den ganzen Sommer hindurch. Auf dem Plan standen sowohl ausgedehnte Touren als auch kernige Einsätze im anspruchsvollen Terrain. Haupteinsatzgebiet bildeten die Trails der Eifel, aber auch in der Pfalz musste das Cross seine Stärken unter Beweis stellen. Aufgrund der heimischen Uphills haben wir uns bei beiden Bikes für eine kürzere Übersetzung entschieden. Diesbezüglich haben wir sowohl das kleine Kettenblatt als auch die Kassette ausgetauscht. Das originale 36er Kettenblatt musste einem 34er weichen, anstatt der Kassette 11-28T gingen wir mit 11-32T auf Trailjagd.

Im Bereich CX und Gravel gibt es zwei Arten von Herstellern – Fuji Bikes gehört zu der Gruppe, die strikt zwischen den beiden Bereichen unterscheiden. Die Rahmengeometrien unterscheiden sich grundlegend, womit die Bikes komplett unterschiedliche Charakteristiken aufweisen. Wird beispielsweise das Gravel-Bike Fuji Jari mit dem Fuji Cross verglichen, fallen bei der Größe M (54 cm) vor allem die kürzeren Kettenstreben und der kürzere Radstand des Cyclocrossers auf. Bei anderen Parametern zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Die theoretischen Werte bescheinigen dem Cross ein wendigeres und quirligeres Fahrverhalten – aber das sollte sich im Test noch zeigen.

Der Rahmen aus A6-SL Aluminium kommt mit innenverlegten Zügen und flach ausgeformten Oberrohr. Ein Feature des Rahmens sind die geschmiedeten variablen Ausfallenden und die 12mm Steckachse für mehr Steifigkeit. Die Ausstattung des preisgünstigen Fuji Cross 1.7 kann sich ebenfalls sehen lassen. Die FC-440 Cross Carbon-Gabel kommt auch beim wesentlich teureren Modell 1.1 zum Einsatz. Auch hier findet sich eine 12mm Steckachse. Bei der Schaltung versieht die bewährte Shimano 105 2×11 ihren Dienst, die mechanischen Scheibenbremsen Spyre-C twin-piston stammen aus dem Hause TRP. Die Abstände der Bremsbeläge zur Scheibe lassen sich separat per Feinjustierung einstellen.

Viele der verbauten Komponenten wie beispielsweise Lenker oder Sattel stammen von Oval Concepts. Für Grip in jeglichem Terrain spendierten die Verantwortlichen bei Fuji dem Cross 1.7 die 32 mm breiten Challenge Grifo Reifen. Im Gegensatz zu Gravel-Reifen wirken die Cross-Reifen mit ihren Stollen nahezu wie ein schmaler Mountainbike-Reifen. Das Thema Laufräder werden wir aufgrund der Komplexität später genauer beleuchten. Die solide Ausstattung des Fuji Cross 1.7 geht einher mit einer dezenten und gradlinigen, aber dennoch nicht langweiligen Optik. Auch bei der Verarbeitung zeigt sich das CX Bike der US-amerikanischen Kultschmiede solide. Ein schön geschnürtes Gesamtpaket, das Lust auf den Test machte.

Unser erster Eindruck: Das Fuji Cross 1.7 rockt die Trails! Das Fahrverhalten zeigt sich so, wie wir es vom Datenblatt her schon vermutet hatten. Agil und wendig lässt sich das Cross antriebsstark durch das Gelände bewegen. Der steife Rahmen begeistert mit Effizienz, jeder Druck auf das Pedal wird in Vortrieb umgewandelt. Die Kletterfähigkeiten überzeugen, wobei natürlich auch unsere Modifikation bei der Übersetzung positiv dazu beisteuert. Selbst die steilen Rampen in der Eifel konnten so ohne Probleme bewältigt werden. Die Shimano 105 Schaltung funktioniert zuverlässig und reibungslos wie ein Schweizer Uhrwerk. Die TPR Bremse funktioniert gut, könnte für unseren Geschmack allerdings etwas mehr Biss haben.

Dank des ausgeformten Oberrohrs lässt sich das Fuji Cross 1.7 bei Bedarf gut und schmerzfrei schultern. Besonders bei Querfeldein-Rennen ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Die Challenge Grifo Reifen packen mit ihrem Stollenprofil im Gelände beherzt zu, lassen aber auch auf Asphalt erstaunliche Kurvengeschwindigkeiten zu. Trockene Untergründe meistert der Reifen ebenso souverän wie nasse und matschige Böden. Die Selbstreinigung des offenen Profils ist top. Auf schnellen Abfahrten macht sich der kurze Hauptrahmen bemerkbar. Hohe Geschwindigkeiten sind möglich, aber die Souveränität des Fuji Jari kann dem Fuji Cross in diesem Bereich nicht ganz zugesprochen werden. Die Stärken liegen hier eindeutig im anspruchsvollen Gelände – so wie es die Bezeichnung des Bikes auch zutreffend signalisiert.

Viele Wochen und etliche Kilometer liegen hinter uns und den beiden Fuji Cross 1.7 des Modelljahres 2017. Die beiden Bikes funktionierten wunderbar und ohne Zwischenfälle – bis auf eine Ausnahme: Die Laufräder. Bei beiden Bikes wiesen die Naben der Vera Corsa Laufräder nach einiger Zeit ein Lagerspiel auf. Kein großer Umstand, der mit Konusschlüsseln schnell behoben werden kann. Wie auf den Bildern ersichtlich sind wir im Verlaufe des Tests bei einem Bike auf Oval Concepts Laufräder umgestiegen. Grundsätzlich würden wir wartungsarme Laufräder mit Industrielager bevorzugen.

Fazit Fuji Cross 1.7

Das für den Rennsport konzipierte Fuji Cross 1.7 macht auch bei Touren im Mittelgebirge mächtig Spaß. Das Handling ist top, das Fahrverhalten erlaubt einen breiten Einsatzbereich. Solide Komponenten komplettieren das Spaßpaket. Lediglich für die Naben müssen wir nach unseren Erfahrungen einen Punkt abziehen – hier würden wir uns von Werk aus Naben mit Industrielagern wünschen.

Produktdetails Fuji Cross 1.7

  • Verfügbare Größen: XXS bis XXL
  • Gewicht ohne Pedale: Etwa 9,5 Kilogramm
  • Preis: 1.399,00 Euro
  • Web: www.fujibikes.com

Datenblatt / Geometrie Fuji Cross 1.7*

Size XXS

(46cm)

XS

(49cm)

S

(52cm)

M

(54cm)

L

(56cm)

XL

(58cm)

XXL

(61cm)

Seat Tube Center To Top 460 490 520 540 560 580 610
Seat Tube Effective 460 490 520 540 560 580 610
Top Tube Effective 505 520 535 545 560 575 590
Head Tube Length 100 110 130 140 160 180 200
Seat Tube Angle 75.5° 75° 74° 73.5° 73° 73° 73°
Headtube Angle 70 71 71.5 72 72 72 72
Chainstay Length 425 425 425 425 425 425 425
Wheelbase 1007 1009 1011 1006 1021 1037 1058
Bottom Bracket Drop 66 66 64 64 64 62 62
Fork Offset 48 48 48 48 48 48 48
Trail 74.5 68 64.8 61.6 61.6 61.6 61.6
Stack 522 535 554 566 580 602 621
Reach 370 377 376 378 383 391 405
Standover 746 766 794 807 825 844 868
Stem 80 90 90 100 100 120 120
Handlebar Width 380 400 400 420 420 440 440
Crank 165 170 170 172.5 172.5 175 175
Wheel Size 700 700 700 700 700 700 700
Seat Post Diameter 27.2 27.2 27.2 27.2 27.2 27.2 27.2

*Herstellerangaben

Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel: Die Gravel-Rakete im Test

Test: Die Gravel-Bewegung bringt mächtig Schwung in die Fahrradlandschaft! Nahezu jeder Bike-Hersteller führt in seinem Sortiment mindestens ein Gravel-Bike Modell – einige Hersteller wie Rose Bikes aus Bocholt halten sogar mehrere Modelle für den Crossover Spaß bereit. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen durften wir das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel über die Straßen, Forstwege und Trails der Eifel peitschen.

Gravel ist hip – zweifellos aber auch eine Bewegung, die von vielen hartgesottenen Rennradfahrern mit Skepsis betrachtet wird. Klar ist, dass das Gravel-Bike den Spagat zwischen Straße und Gelände bewerkstelligen muss. Die Aberkennung des sportlichen Aspekts durch „ernsthafte“ Racer ist bei näherer Betrachtung absolut unhaltbar. Wieso mit einem Bereich Vorlieb nehmen, wenn einem eine ganze Reihe an Einsatzgebieten offen steht? Zumindest dann, wenn einem ein Rädchen wie das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel zur Verfügung steht!

Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel ist das Pendant zum Rose Cyclocrosser XEON CDX Cross-3000. Beide Bikes verfügen über den gleichen High Modulus Aerospace Carbon Fibre Rahmen und die gleiche High Performance Disc Vollcarbon Gabel. Ebenfalls identisch zeigen sich die beiden Fahrräder im Bereich der Shimano Ultegra Schaltung und der Shimano BRRS-805 Scheibenbremse mit 160/140er Bremsscheiben. Unterschiede finden sich in erster Linie bei den verbauten Laufrädern, der Bereifung und dem Sattel.

So verfügt das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel über Disc-Laufräder aus eigenem Haus, breite Schwalbe G-One EVO 38c Schlappen und Selle Italia SLR Lite Flow Sattel. Standardmäßig ist die Gravel-Version länger übersetzt als der Cyclocrosser – wer in den Bergen beheimatet ist, sollte also eine kürzere Übersetzung wählen. Dank des sehr einfach zu bedienenden Rose Bike-Konfigurators stellt das kein Problem dar. Auch bei den anderen Komponenten bietet Rose attraktive Alternativen an. Mit nur wenigen Mausklicks lässt sich so das Custom-Made Traumbike zusammenstellen.

Die Verarbeitung des Carbon-Rahmens und der Carbon-Gabel ist absolut top. Beim Outfit hatten die Designer aus Bocholt bis jetzt immer ein feines Händchen, und auch das XEON CDX Cross-3000 Gravel wirkt wie aus einem Guss. Fast zu schön um das Gravel-Bike richtig einzusauen! Auf solche Sentimentalitäten und Schwärmereien konnten wir im Test natürlich keine Rücksicht nehmen. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen haben wir das XEON CDX Cross-3000 Gravel über die Straßen, Forstwege und Trails der Eifel gepeitscht.

Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel gehört zu der Kategorie Bikes, auf der man sich vom ersten Meter an wohlfühlt. Der steife Rahmen bietet enormen Vortrieb und Spurstabilität selbst bei hohen Geschwindigkeiten. Sogar bei knapp 80 km/h bergab vermittelt das XEON Gravel unglaubliche Sicherheit – von Unruhe oder Nervosität keine Spur! Souveränität, die sich auch beim Anbremsen und in Kurven bestätigt. Hier darf wirklich behauptet werden, dass das Rose Gravel-Bike liegt wie ein Brett.

Auf Asphalt gleitet das XEON regelrecht dahin, die Umsetzung der Muskelkraft in Vortrieb ist fantastisch. Ein Lob gebührt sicherlich auch den Schwalbe G-One EVO 38c Reifen, die ein gutes Rollverhalten mit Grip und Traktion kombinieren. Nicht nur auf Asphalt, sondern auch abseits des Teerbandes kommt mit dem Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel richtig Spaß auf. Jeden Ausflug auf unbefestigte Wege belohnt das Gravel mit einem Plus an Fahrfreude. Wir konnten es uns somit nicht nehmen lassen, auch MTB Trails unter die Räder zu nehmen.

Lenkkontrolle und Agilität wissen in jedem Terrain absolut zu überzeugen. Die sportlich-orientierte Sitzposition erlaubt trotz des sportiven Charakters weite und ausgedehnte Touren. Der Ritchey WCS Evomax Lenker liegt im wahrsten Sinne des Wortes richtig gut in der Hand. Großes Lob auch an die Scheibenbremsen, die bei bei jedem Tempo punktgenau und perfekt dosierbar ihre Arbeit verrichten. Mit der von uns kürzer gewählten Übersetzung lässt sich das XEON die Berge hoch knüppeln als gäbe es kein morgen.

Unterstützend agiert die verbaute Shimano Ultegra Schaltung. Die Gänge sitzen auf Anhieb, selbst viele Einsätze bei Schmuddelwetter konnten die Schaltperformance nicht schmälern. Erstaunlich ist auch die Performance der Schwalbe Bereifung – selbst auf matschigem Waldboden bauen die Reifen trotz des optisch harmlos wirkenden Profils unglaublichen Grip und mächtig Traktion auf. Im Kurvengrenzbereich verhält sich das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel sehr gutmütig. Einsetzende Drifts kündigen sich dezent an, wodurch der Rider entsprechend reagieren kann.

Fazit Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel

Für nahezu jeden Spaß zu haben: Wieso also nur mit einem Einsatzbereich Vorlieb nehmen? Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel garantiert Fahrspaß auf höchstem Level, egal ob Asphalt, Schotter oder Waldwege. Hochwertige Verarbeitung, toll konstruierter Rahnen und erstklassige Komponenten begeistern ebenso wie die Fahrperformance auf ganzer Ebene. Was für ein geiler Hobel!

Produktdetails Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel

  • Verfügbare Größen: 51, 54, 57, 59 und 62 cm
  • Gewicht ohne Pedale: Etwa 8,6 Kilogramm (Gr. 54)
  • Preis: 2.499,00 Euro
  • Web: www.rosebikes.de

Datenblatt / Rahmengeometrie Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel*

Rahmengröße

51cm 54cm 57cm 59cm 62cm

Sattelstützdurchmesser

27,2

27,2

27,2

27,2

27,2

empfohlene Schrittlänge (in cm)

73-78

79-83

84-88

89-93

94-98

A – Sitzrohrlänge

483

513

543

563

593

B – Oberrohrlänge (horiz.)

525

540

555

568

582

C – Steuerrohrwinkel

71,0°

71,5°

72,0°

72,0°

72,0°

D – Sitzrohrwinkel

74,0°

73,75°

73,5°

73,25°

73,0°

E – Radstand

1009

1017

1025

1035

1047

F – Vorderbau

591

600

607

618

629

G – Kettenstrebenlänge

425

425

425

425

425

H – Steuerrohrlänge

130

147

164

174

188

M – Stack

541

559

577

587

599

N – Reach

370

377

384

391

398

*Herstellerangaben