Gründer und Urgestein des Online-Magazins Fraktur. Andreas leitet nicht nur das Magazin, sondern verfasst auch viele der dort veröffentlichten Berichte. Darüber hinaus fungiert er mit seiner langjährigen Erfahrung als Testfahrer.
Unermüdlich gräbt sich die Schaufel des Baggers in die weiche Erde. Mit gezielten Schaufelbewegungen nehmen die vielen Erdhaufen langsam erkennbare Formen an. Aus einem brachliegenden Gelände entsteht in der Eifelgemeinde Pronsfeld ein neuer MTB Spot mit Startberg, Tables, Anliegern und Wellen. Wir hatten das große Vergnügen, den Gestaltern von Turbomatik Bikeparks bei der Arbeit über die Baggerschaufel zu schauen.
Ein Pumptrack entsteht
Radfahren steht im Eifelkreis Bitburg-Prüm hoch im Kurs. Viele gut ausgebaute Radwege ziehen sich durch das gesamte Kreisgebiet, begleiten idyllische Flüsschen oder verlaufen auf ehemaligen Bahntrassen. Mountainbiker mit dicken Waden erfreuen sich an den unzähligen Forstwegen, die fernab von Städten und Menschen bis nach Luxemburg, Belgien oder an die Mosel führen. Eine große Lücke klaffte hingegen bei den Spots, egal ob Dirt, Flowtrail oder Pumptrack. Für spaß-orientiertes Biken mussten die Rider im Eifelkreis Bitburg-Prüm bisher die Fahrt zu dem Trail-Technik-Parcours Koulshore bei Daun oder dem Bikepark in St. Vith in Kauf nehmen. Die unweit von Prüm gelegene Gemeinde Pronsfeld hat jetzt allerdings mit einem für den Kreis einmaligen Projekt ordentlich nachgelegt. Nach etwa drei Jahren Vorlaufzeit und Planung begannen im Juni 2019 die finalen Arbeiten für den Bikepark Pronsfeld. Verantwortlich für die Gestaltung und Umsetzung des Bikeparks war Günter von Turbomatik Bikeparks.
Der Chef des sauerländischen Unternehmens ist allerdings nicht nur der kreative Kopf, sondern sitzt zudem selbst im Bagger. So wie auch an dem Tag, als wir uns mit ihm in Pronsfeld auf dem neuen Spot trafen. Wir wollten wissen, wie genau ein Bikepark dieser Größe entsteht. Erstaunt waren wir von dem Fingerspitzengefühl beim Führen des doch recht imposanten Baggers. Mit gezielten Schaufelbewegungen nahmen die Erdhaufen, die vorab von einem Radlader an die vorgesehenen Stellen aufgeschüttet wurden, bekannte Formen an – Wellen, Anlieger und Tables. Auch der Starthügel musste geformt werden. Für die Arbeiten mit dem Bagger werden definitiv ein gutes Auge, ein ruhiges Händchen und vertrauen in die Gravitation benötigt. Letzteres bereitete uns beim Zuschauen ein doch etwas mulmiges Gefühl: Öfters stand der Bagger so schief, dass das Schild zur Stabilisation ausgefahren werden musste. Der Kerl im Bagger hat echt Nerven wie Drahtseile! Die Frage, ob er schon mal mit einem Bagger umgekippt wäre, beneinte Günter lächelnd.
Ortsbürgermeister Harald Urfels, Günter Bracht von Turbomatik Bikeparks und Trail-Dog Spliff
Nach der schweißtreibenden Arbeit des Gestaltens kam uns eine große Ehre zu: Wir durften die Strecke erstmals abrollen. Obwohl die Strecke mitsamt der Jumps und Wellen noch komprimiert werden musste, rollte es sich schon verdammt geschmeidig. Die Erfahrung von Turbomatik Bikeparks zeigt sich im Detail. Alles passt, die einzelnen Elemente sind perfekt angeordnet. Die Wellen und Landungen sowie die Abstände ermöglichen ein ideales Pushen und somit auch mächtig Flow. Wir hatten Spaß, doch Günter musste nochmal ran! Der letzte Schritt war das Komprimieren der Strecke mit einer Rüttelplatte. Ganz fertig war der Bikepark Pronsfeld dann noch immer nicht. Die Balken für die Wippe und die North Shore Elemente lagen schon bereit. Innerhalb eines Tages standen auch diese. Feierabend und Abschluss des Projektes. Für uns begann jetzt der Spaß, Günter machte sich indes auf den Weg nach Hause ins Sauerland. Dort ist er aufgrund seiner Tätigkeit von Frühjahr bis Herbst nur noch selten. Das nächste Projekt wartet schon.
Wegen des hochsommerlichen Wetters mit knackigen Temperaturen und ausbleibendem Regen musste die Strecke allerdings erst mal gesperrt werden. Um die unerträgliche Wartezeit für die Biker zu verkürzen, setzte sich Ortsbürgermeister Harald Urfeld mit der ortsansässigen Feuerwehr in Verbindung. Im Rahmen einer Feuerwehrübung rückte wenige Tage später die Feuerwehr Pronsfeld mit der Jugendfeuerwehr an. Mit gezielten Anweisungen wurde die Wasserentnahme aus dem benachbarten Bach geübt, Schläuche verbunden und der Track ausgiebig gewässert. Natürlich durfte auch das Kommando „Wasser marsch“ nicht fehlen. Der Ortsbürgermeister, selbst begeisterter Mountainbiker, machte sich vor Ort höchstpersönlich ein Bild vom Schaffen der Jugend. Auch für uns interessant, so etwas mal live zu sehen. Noch weitere Tage vergingen, am 23. Juli war es dann aber endlich so weit: Nach dem Aufstellen der Schilder wurde die Absperrung entfernt. Der Bikepark Pronsfeld ist jetzt für alle Biker frei zugänglich.
Test: Die Decathlon Eigenmarke Rockrider bietet mit dem MTB ST 100 einen Schnürschuh speziell für Mountainbiker an. Der SPD-kompatible Fahrradschuh lässt sich laut Angaben des Herstellers sowohl mit als auch ohne Klickpedale nutzen. Vielversprechend zeigt sich ebenfalls der Aufbau des preiswerten MTB-Schuhs. Wir wollten wissen, ob der Rockrider Fahrradschuh MTB ST 100 sein Geld wert ist.
Das Qualität nicht unbedingt teuer sein muss hat Decathlon schon bei diversen Tests bewiesen. Durch die vielen Eigenmarken wird meist erst auf dem zweiten Blick klar, dass es sich im Grunde um Decathlon Produkte handelt. Eine dieser Marken ist Rockrider, die sich auf den MTB Bereich spezialisiert hat. Im Sortiment von Rockrider finden sich neben Mountainbikes auch viele Bekleidungsartikel, darunter der Fahrradschuh MTB ST 100. Angeboten wird der MTB-Schuh zum Preis von 39,99 Euro.
Der Schnürschuh richtet sich laut Hersteller an alle Biker, die auf ihren Touren nicht nur fahren, sondern auch gehen. Konzipiert ist der Fahrradschuh MTB ST 100 für die Verwendung mit dem Kombi-Pedal Shimano SPD M324 und dem Klick-Pedal Shimano SPD M520. Der Schuh ist allerdings weder mit den aktuellen SPD-Pedalen und Cleats von B’TWIN noch mit den Enduro-/Freeride Klick-Pedalen Shimano SPD M424 kompatibel. Das Gewicht des Pärchens in der Größe 44 liegt bei etwa 726 Gramm.
Dank der versenkt montierten Platten lässt sich mit den Schuhen tatsächlich vernünftig laufen. Die Sohle ist zwar recht steif, ermöglicht aber dennoch ein natürliches Abrollen des Fußes. Beim Druck auf das Pedal wird die Kraft gut übertragen, ein unangenehmes Druckgefühl kommt nicht auf. In Verbindung mit Flatpedals ist unser Eindruck leicht zwiespältig. Die genoppte Sohle bietet auch bei Nässe einen recht guten Grip, allerdings fehlt uns ein wenig das Gefühl zur Pedale. Bei Touren geht das noch völlig in Ordnung, in ruppigen Passagen oder beim Jumpen würden wir uns dann doch eine etwas flexiblere Sohle wünschen.
Der obere Aufbau des Schuhs mit 3D-Meshgewebe weiß zu überzeugen. Der Schuh kühlt spürbar und leitet den Fahrtwind effizient zum Fuß weiter. Sehr überrascht – und das positiv – waren wir von der wasserabweisenden Eigenschaft des Schuhs. Selbst bei längeren Regenfahrten behielten wir trockene Füße. Nach dem Waschen der Schuhe überzeugte zudem die schnelle Trocknungszeit. Für Tourenfahrer echt top! Eine pfiffige Lösung gefällt uns ebenfalls: Die Schnürsenkel lassen sich in eine kleine Tasche oben an der Zunge schieben und sind somit aus dem Weg.
Über die Passform eines Schuhs lässt sich sicherlich immer streiten. Bei uns passte der Schuh wie angegossen, da gibt es zumindest von unserer Seite nichts zu meckern. Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass der Rockrider Fahrradschuh MTB ST 100 recht schmal ausfällt. Trotz des relativ günstigen Preises bleibt die Qualität nicht auf der Strecke: Auch nach längerem Einsatz sehen die Schuhe immer noch gut aus, Schwachstellen können wir nicht ausmachen. Die Sohle selbst zeigt ebenfalls nur wenig Verschleiß.
Fazit Rockrider Fahrradschuh MTB ST 100
Sehr guter Allround-Schuh für Tourenfahrer zum fairen Preis.
Test: Einem Paukenschlag gleich kündigte der US-amerikanische Reifengigant Goodyear vor einem Jahr den Wiedereinstieg in den Fahrrad-Sektor an. Nach vier Jahrzehnten Abstinenz wurde direkt ein komplettes Lineup von Road bis Mountain auf die Räder gestellt: Darunter auch der Goodyear Newton ST EN Ultimate, ein Enduro Reifen für aggressives Heizen über Trails. Wir hatten die neue Pelle über mehrere Wochen im Test.
Der für Rennen entwickelte Goodyear Newton ST EN Ultimate Reifen weist Mehrfachlamellen, gedämpfte Stollen in der Mitte der Lauffläche sowie gewölbte Seitenstollen auf. Im Test hatten wir die Ausführung 27.5×2.6, die mit 1154 Gramm pro Reifen sicherlich nicht zu den Leichtgewichten zählt. Der Reifen ist außerdem in den Ausführungen 27.5×2.4 sowie 29×2.4/ 29×2.6 erhältlich. Für Downhill-Racer gibt es den Goodyear Newton ST zudem in einer speziellen DH Version. Unterschieden werden muss zusätzlich zwischen den angebotenen Karkassen.
Die Ultimate Variante weist gegenüber der Premium Ausführung eine leichtere Karkasse auf. Realisiert wurde dies durch Verwendung eines feineren Garns und weniger Gummis. Natürlich spielt auch die Gummimischung eine entscheidende Rolle. Goodyear vertraut beim Newton ST EN Ultimate auf die speziell entwickelte Dynamic:R/T Mischung. Diese soll sowohl Grip als auch Effizienz gewährleisten, und das mit einem geringen Verschleiß. Das gekreuzte Nylongewebe der M-Wall Seitenwand soll ihrerseits für Pannensicherheit sorgen.
Obwohl der Reifen über eine Tubeless-Complete Konstruktion verfügt, sind wir den Reifen konventionell mit Schlauch gefahren. Das Aufziehen des Goodyear Newton ST EN Ultimate auf die Felge bedarf allerdings vorab eines kräftigen Frühstücks: Wir brauchten einiges an Körner, um den Reifen mit Schmackes ins Felgenbett zu befördern. Vorne als auch hinten kommt der gleiche Reifen zum Einsatz, lediglich auf die Laufrichtung muss geachtet werden. Getestet haben wir den Reifen über mehrere Wochen auf den abwechslungsreichen Trails der Eifel.
Vor der Abfahrt kommt bekanntlich immer der Aufstieg, und somit auch die erste Bewährungsprobe für den Goodyear Newton ST EN Ultimate. Überraschend geschmeidig lässt sich das Bike zum Startpunkt des Trails pedalieren. Trotz der aggressiven Optik rollt der Reifen recht leichtfüßig, was unter anderem sicherlich auch an den „nur“ mittelgroßen Mittelstollen liegt. Ein geringeres Gewicht wäre sicherlich ein weiterer Pluspunkt, aber die Performance bergauf oder im Flachland weiß auch so zu begeistern.
Auf den Abfahrten kommt richtig Spaß auf. Auffallend war hierbei die Steigerung des Grips nach einigen Einsätzen, soll heißen der Reifen muss scheinbar erst eingefahren werden. Das Design des Profils und die Gummimischung sind den Ingenieuren definitiv gelungen. Der Newton ST EN Ultimate vermittelt auf allen Untergründen ein sehr berechenbares Verhalten, auf grobem Schotter ebenso wie auf Waldboden oder bei Nässe. Das Bremsverhalten weiß ebenfalls zu überzeugen, kontrolliertes Anbremsen auf der letzten Rille bedeutet am Ende bei Wettbewerben ja auch immer ein Plus gegenüber der Konkurrenz.
Fazit Goodyear Newton ST EN Ultimate
Mit dem Newton ST EN Ultimate ist Goodyear ein sehr erfolgreiches Debüt gelungen. Der Reifen für ambitionierte Enduro Biker vermittelt ein sehr kontrolliertes Fahrgefühl, ohne dass dies zu Lasten des Rollwiderstandes oder der Langlebigkeit geht. Zweifelsohne ein Reifen, der bei der Konkurrenz für nervöses Augenzucken sorgen dürfte.
Das Team von Turbomatik aus dem sauerländischen Warstein macht genau das, wovon viele Biker träumen: Professionell Bikeparks planen und bauen. Die Streckenbau-Profis decken mit ihrem Angebot die gesamte Bandbreite des Radsports ab, vom Flowtrail über Dirt und BMX bis zum Downhill. Aber ist dieser Beruf wirklich ein Traumberuf oder am Ende doch nur harte Arbeit? Wir hatten den Günter von Turbomatik Bikeparks im Interview – und haben einiges über den Bau von professionellen Anlagen erfahren.
Foto: Turbomatik
Ihr seid ja schwer aktiv im Bau von Bikeparks. Seit wann baut Ihr professionelle Anlagen und wie kam es zu der Idee?
Inspiriert von Events wie dem „Münster Monster Mastership“- Skatecontest und den BMX- Contests im Kölner Jugendpark haben wir uns bereits 1988 eine eigene Quarter Pipe und verschiedene Streetramps für Skateboard & BMX gebaut. 1992 stand unser erster, kleiner BMX- Dirtspot. 1995 habe ich mir vom Azubi-Gehalt ein GT Mountainbike gekauft, und war dann schnell vom MTB Fieber infiziert. Da es zu der Zeit nur wenige Angebote in Sachen Trails, Skate- & Bikeparks gab, haben wir einfach selbst zu Werkzeug und Schaufel gegriffen.
Skate- & BMX Parks bauen wir professionell seit 2002 – Am Parkbau der BMX Worlds Köln, COS Cup Splash Festival, Skate & BMX Park Zeche Amalie Essen etc. waren wir beteiligt, Skate & BMX Park Wermelskirchen und Warstein waren beispielsweise eigene Projekte.
Outdoor- Bikeparks, Dirtparks, Tracks und Trails bauen wir seit 2008, da fiel der Startschuss für unseren eigenen Bikepark mit Lift – der „Warsteiner Bikepark“. Diesen haben wir dann ca. zwei Jahre lang selbst betrieben und dann an die jetzigen Betreiber weitergegeben.
Beim Bau unseres Parks sind glücklicherweise dann auch noch viele nette Leute aus der Szene zu uns gestoßen, unter anderem auch Felix Rosendahl und Mike Born. Vor allem Mike – er hat die längste Erfahrung im Bau von großen Slopestyle- Elementen und dicken Kickern – konnte dem ganzen Team gute Tipps beim Trailbau vermitteln.
Parallel zu den Bauprojekten haben wir auch viele „DIY“ Events und Contests organisiert und waren auch beispielsweise beim Dirtmasters Festival in Winterberg ab 2007 von Anfang an aktiv dabei.
Durch die gute Resonanz des Warsteiner Bikeparks kamen die ersten Aufträge dann quasi automatisch – wir wurden von verschiedenen Vereinen, Kommunen und Mountainbiker_innen angesprochen, ob wir auch woanders Parks & Pumptracks bauen würden.
Foto: Turbomatik
Ein Traumberuf – oder doch einfach nur verdammt harte Arbeit und viel Stress?
Definitiv ein Traumberuf, aber nichts für Träumer. Es steckt schon ein bisschen Organisation und Verantwortung dahinter.
Da wir häufig öffentliche Parks bauen, müssen natürlich alle Regularien beachtet werden. Zudem ist unser Ziel, möglichst viele Biker_innen glücklich zu machen, und dabei ist die Schwierigkeit,dass die kleinen Obstacles auch den Geübten noch Spaß machen sollen und die großen Kicker nicht gleich den Tod für die Anfänger und Normalos bedeuten. 🙂
Welches Projekt war für Euch die größte Herausforderung – und warum?
Auha – schwierig zu beantworten – vielleicht war es unser eigener Park (Warsteiner Bikepark), da der Bau relativ umfangreich war – mit Strecken für fast alle „Gravity- Disziplinen“. Zudem wurde das komplette Genehmigungsverfahren mit allen behördlichen Belangen und der gesamte Betrieb inkl. Lift, Hüttengastronomie etc. von uns abgewickelt.
Eigentlich liegt die größte Herausforderung jedoch darin, dass jeder einzelne Park richtig gut wird – auch der kleinste Spielplatz- Pumptrack. Auch wenn die Gegebenheiten mal nicht so optimal sind, z.B.: schwierige Gelände- und Bodenverhältnisse, Sauwetter, Termindruck etc., muss man die Gelassenheit bewahren und solange baggern, schaufeln und festklopfen, bis der Flow passt. Wenn das aktuelle Projekt genau so gut oder auch ein klitzekleines bisschen besser wird als das vorherige, haben wir unser Ziel erreicht! 😉
Im Frühjahr 2019 werdet Ihr in der Eifel-Gemeinde Pronsfeld einen neuen Bikepark aus dem Boden stampfen. Was macht das Projekt dort für Euch interessant?
Die Planungsphase für Pronsfeld ist quasi durch, allerdings sind noch einige behördliche Schritte abzuwarten. Der Park wird ein kleiner Übungsparcours mit Dirtline, Techniktrail & Pumptrack.
Wegen Naturschutzvorgaben ist nicht das komplette Gelände freigegeben, was jedoch in diesem Fall kein Nachteil ist.
Das Schöne am Park in Pronsfeld ist das leicht abschüssige Gelände für die Dirtjumps und den Trail und die relativ flache Ebene am Ende der Lines für den Pumptrack. Damit lässt sich die ganze Geschichte optimal kombinieren. Dadurch das der Techniktrail auch als Backtrack zum Starthügel genutzt werden kann, ist die ganze Zeit Bike-Action ohne Leerlauf angesagt.
Foto: Turbomatik
Viele Biker versuchen sich ja selbst im Bau von Pumptracks, Dirts und Flowlines. Was unterscheidet einen professionell gebauten Bikepark von einem mit Spaten und Schaufel selbst angelegten Home-Spot?
Privater Homespot, Bikeparks & Kicker für Events, Contests und Shows und die öffentliche Anlage als Trailpark oder Dirtspot sind mitunter komplett unterschiedliche Kisten mit teilweise komplett unterschiedlichen Vorgaben und Zielen.
Ein geil gebauter Homespot, der über Jahre mit viel Schaufelpower & Herzblut gewachsen ist, kann man nur schwer mit einem Spot vergleichen, welcher in 2-3 Wochen mit Bagger & Rüttelplatte entsteht.
Einer der besten „handshaped“ Dirtspots steht in der Nähe von Augsburg. Hier sind unsere Freunde vom Leafcycles Team seit nun fast 20 Jahren aktiv am buddeln. Da ist jeder Millimeter perfekt ausgenutzt – die perfekte Dirtjump-Pumptrack-Achterbahn.
Für einen handgebauten Homespot müssen ein paar glückliche Gegebenheiten passen, z.B.: die richtige Crew, das passende Gelände, guter Boden, der sich per Hand shapen lässt etc.Mit Maschinen kann man auch mit steinigem Material gute Ergebnisse erzielen, mit der Hand wird es da schwierig.
Ein weiterer grundlegender Unterschied ist die Sicherheit. Beim privaten Hometrail entstehen die Obstacles intuitiv, da kennen alle Ihren eigenen Spot, da darf und soll es komplett verspielt sein und zickzackmäßig abgehen – gerne mit technisch höherem Anspruch und vielen Kreuzungen, kleinen und großen Doubles, Drops, tricky North Shore Kram etc.
Beim öffentlichen, professionell gebauten Park achten wir z.B. sehr auf die Übersichtlichkeit. Beispielsweise keine Doubles in der Table Line oder umgekehrt. Auch technisch anspruchsvollere Klamotten findest Du bei uns nicht direkt nach Anliegern oder an unübersichtlichen Stellen.
Wie läuft ein Bikepark-Projekt eigentlich im Allgemeinen ab – von der ersten Idee über die Planung bis zur „Schlüsselübergabe“?
Meistens melden sich die interessierten Biker_innen bei uns, häufig auch Leute vom Jugendzentrum, Vereinen oder Verwaltung. Erste Ideen und Skizzen werden dann direkt per mail und Telefon hin- und hergeschickt.
Der nächste Schritt ist dann der Planungsworkshop vor Ort mit allen Interessierten und Beteiligten. Bei größeren Projekten auch mit mehreren Terminen. Hier greifen wir die Ideen der Locals auf und erarbeiten gemeinsam die ersten Entwurfskizzen für das Projekt.
Auf dieser Basis zeichnen wir dann die nötigen Bau- und Streckenpläne und erstellen für jedes Projekt ein passendes Konzept, sprich ein mehrseitigen Infoflyer mit Bildern und Beschreibungstexten, damit auch die beteiligten Fußgänger_innen verstehen, was wir da fahrradmäßig vorhaben.
Wenn nötig, holen wir noch Fachleute mit ins Boot – Stichworte Naturschutz, Lärmschutz, Baurecht etc.
Wenn dann die Pläne von den Biker_innen und allen Beteiligten abgesegnet wurden, setzen wir uns hin und machen die Kostenaufstellung und schauen, was die Leute vor Ort ggf. selbst vorbereiten können.
Sofern dann alles gut läuft, müssen sich dann alle noch etwas gedulden bis alle Angebotsverfahren, Genehmigungen und Vorbereitungen durch sind, was leider auch mitunter noch viele Monate dauern kann.
Sobald dann Bautermin und Wetter passt, stellen wir das passende Team zusammen und legen los.
Gibt es seitens der Auftraggeber manchmal auch Ideen oder Vorgaben, die so nicht realisierbar sind?
Fast immer, aber oft sind es nur Details, die wir dann gemeinsam beim Workshop passend machen.
Wenn ihr die freie Wahl hättet: In welchen Regionen oder Ländern würdet ihr gerne unbedingt mal einen Spot aufziehen?
Jamaika & die Karibik wäre evtl. ganz nett, hahaha … Vielleicht klappt`s ja mal.
Wir haben in diesem Jahr 2 Planungen für Parks in Rumänien gemacht. Leider ist noch nicht klar, ob die Projekte realisiert werden.
Wir haben aber schon öfter die Erfahrung gemacht, dass die Leute in Gegenden, wo es noch nicht so viele Skatehallen, Betonparks oder Bikeparks gibt etwas engagierter sind und richtig Bock haben, hier etwas entstehen zu lassen. Solche Projekte sind natürlich für uns dann auch immer etwas Besonderes.
Was macht ihr eigentlich im Winter? Outdoor ist ja zumindest in Deutschland wahrscheinlich nicht viel machbar, oder?
Enduro fahren, Bier trinken und ausschlafen!
Aber leider nur manchmal, denn wir haben auch noch einen kleinen Bikeshop und der Winter ist natürlich die beste Zeit für die Bikepark-Planungen! 🙂
Vielen Dank für das Interview!
Danke Dir und der Fraktur Crew! Rock’n’Roll!
Mehr Infos zu den Bikepark Bau Profis von Turbomatik und deren Projekte findet ihr unter www.bikepark-bau.de
News: Mit einem für den Eifelkreis Bitburg-Prüm einmaligen Projekt startet die Gemeinde Pronsfeld in die Bike-Saison 2019. Angrenzend am viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg entsteht im Frühjahr nächsten Jahres ein neuer Bikepark. Wir haben uns mit Ortsbürgermeister Harald Urfels an der kommenden Location für Biker jeden Alters getroffen.
So viel Fahrspaß könnte ab Frühjahr 2019 auch in der Eifelgemeinde Pronsfeld auf dem Programm stehen
Im Eifelkreis Bitburg-Prüm tut sich was – und endlich auch für Mountainbiker jeden Alters, die nicht nur auf Waldwegen ihren Spaß suchen. Der neue Bikepark Pronsfeld soll jedoch mehr werden als nur ein Trainingsgelände, er soll auch Treffpunkt für Gleichgesinnte jeden Alters darstellen. Dabei trifft es sich natürlich hervorragend, dass die Location direkt an dem viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg angrenzt, der den Nürburgring in der Vulkaneifel mit dem belgischen St. Vith verbindet. Durch die 900 Einwohner zählende Gemeinde Pronsfeld führt außerdem der Prümtal-Radweg, auch hier bietet sich eine perfekte Verbindung zum neuen Bikepark.
Wir haben uns vor Ort mit dem Ortsbürgermeister Harald Urfels, selbst begeisterter Mountainbiker, zu einer Vorstellung des neuen Bikeparks getroffen. Das mit knapp über 27.000 Euro bezifferte Projekt, zu einem Großteil aus Fördergeldern finanziert, wurde nach etwa 2-jähriger Vorlaufzeit im August bewilligt. Jetzt steht der Realisierung durch das aus Warstein stammende Unternehmen turbomatik bikeparks nichts mehr im Wege. Die Arbeiten starten im Frühjahr 2019, der genaue Zeitpunkt der Eröffnung ist allerdings noch nicht genau bekannt. Neben den Erdbauarbeiten steht auch der Punkt Bepflanzung oben auf der Agenda.
„In Pronsfeld sind wir bereits jetzt ein Fahrradknotenpunkt. Den Bikepark Pronsfeld möchten wir vielfältig nutzen um das Angebot für Einheimische, die Jugend und unsere Gäste zu erweitern. Der Park wird so angelegt, dass jeder ihn nutzen kann der Spaß am Fahrrad fahren hat.“ – Harald Urfels, Ortsbürgermeister der Gemeinde Pronsfeld
Den Startpunkt des neuen Bikeparks in Pronsfeld markiert ein etwa vier Meter hoher Startberg. Von hier aus geht es auf eine gerade verlaufende Flowline mit mehreren aufeinanderfolgenden Tables, die je nach Fahrlevel entweder gepusht, überfahren oder gesprungen werden können. Parallel zur Flowline entsteht zudem ein Übungsline mit diversen Northshore-Elementen wie beispielsweise einer Wippe. Den Abschluss des Parcours bildet ein ovaler Pumptrack mit zwei Berms (Anliegern), Rollers (Wellen) und Cross-Over für die Änderung der Fahrtrichtung. Alle Elemente des Bikeparks sind so konzipiert, dass sie von Bikern jeden Alters und jeder Könnensstufe gemeistert werden können.
Test: Einen wahren Allrounder für jeden Einsatzzweck verspricht Cratoni mit dem Modell Agravic. Der preisgünstigste MTB Helm des deutschen Helm- und Sportbrillenherstellers kommt mit einigen Features der teureren Modelle. Wir haben über einen Zeitraum von mehreren Wochen dem Cratoni Agravic ordentlich auf den Zahn gefühlt. Kann der Helm trotz des relativ niedrigen Preises wirklich überzeugen?
Die Einstufung eines Produktes in eine Preisgruppe ist natürlich immer relativ. Wenn wir den Cratoni Agravic MTB Helm als relativ preiswert bezeichnen, bedeutet das in diesem Fall exakt 79,95 Euro. Sicherlich gibt es beim Discounter um die Ecke billigere Fahrrad-Helme, qualitativ vergleichbare Produkte anderer Markenhersteller sind oftmals hingegen wiederum teurer. Für die knapp 80 Euro erhält der Käufer einen optisch äußerst ansprechenden und sehr gut verarbeiteten Helm. Herstellungsmakel sind ebenso wenig ersichtlich wie unsaubere Ecken oder scharfe Kanten. Neben der schicken Schale lohnt allerdings auch ein Blick auf die vielen feinen Detaillösungen.
Hierzu zählt unter anderem das Light Fit System (LFS), welches eine schnelle und unproblematische Anpassung des Helms an individuelle Anforderungen ermöglicht. Ein besonderer Clou ist in diesem Zusammenhang sicherlich die dreifache Höhenverstellung, die sich etwas versteckt unterm Polster befindet. Das Innenpolster aus antibakteriellem CleanTex lässt sich herausnehmen und bei Bedarf reinigen. Sehr gut gefällt uns auch das Insektengitter, das unangenehme Gäste vom Kopf fernhält. Gefertigt wird der Helm mit der sogenannten Inmold Technologie, bei der die Außenschale des Helms mit der EPS-Innenschale verpresst wird.
Das Gewicht des Agravic MTB Helms gibt Cratoni mit 230 Gramm an, bei uns auf der Waage blieb die Anzeige bei genau 232 Gramm stehen. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann! Beim Riden fällt der Cratoni Helm in keinster Weise auf – genau so sollte es auch sein! Einmal perfekt angepasst sitzt der Agravic nicht nur sehr bequem auf dem Kopf, sondern auch absolut wackelfrei. Ebenfalls überzeugend ist der Ratschenverschluss, der sich auch mit Handschuhen bedienen lässt. Dank einer speziell angebrachten Lasche kann der Verschluss mit einer einzigen Handbewegung sofort gelöst werden. Für ein Plus an Komfort spendierten die Designer dem Helm zudem einen über den Verschluss ragenden Polsterstreifen.
Die zwanzig großzügig bemessenen Ventilationsöffnungen gewährleisten selbst bei der derzeit herrschenden Hitze eine gute Kühlung des Kopfes. Auch nach stundenlangem Tragen des Helms überzeugt der erstklassige Tragekomfort. Weder Druck- noch Scheuerstellen trüben den Fahrspaß. Unproblematisch zeigt sich ebenfalls das Tragen des Helms in Verbindung mit einer Brille. Nach mehreren Wochen Einsatz auf dem Trail und auf der Straße weist der Cratoni Agravic bis auf die üblichen Gebrauchsspuren keinerlei Mängel auf.
Fazit Cratoni Agravic
Erstklassiger Tragekomfort, sehr hochwertige Verarbeitung, pfiffige Detaillösungen und ein cooles Design: Der Cratoni Agravic MTB Helm weiß in allen Belangen zu überzeugen – und das zu einem extrem fairen Preis.
Test: Für anspruchsvolle Enduro Stages und herausfordernde Sessions im Bikepark empfiehlt sich das Tragen eines Full Face Helms. Auf dem Markt sind viele Modelle in den unterschiedlichsten Preisklassen erhältlich. Alleine im Sortiment von iXS finden sich mit dem XACT und dem XULT gleich zwei Full Face Helme für kernige MTB Einsätze. Der preisgünstige iXS XACT basiert auf den Technologien des weitaus teureren XULT, was den Helm nicht nur für Einsteiger interessant macht. Wir konnten den iXS XACT Full Face Helm in den letzten Wochen ausgiebig testen.
Der iXS XACT Full Face Helm ist der beste Beweis dafür, dass ein Plus an Schutz bezahlbar ist. Erhältlich ist der Enduro Helm in vier Größen und fünf Farbvarianten zu einem Preis von 169,00 Euro. Im Vergleich hierzu muss beim Top-Modell iXS XULT mit der Faser-verstärkten Polymer Schale (FRP) wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Abgesehen von der ABS Helmschale weist der iXS XACT erstaunlich viele Features des Top-Modells auf. Gemeinsamkeiten finden sich beim VORTEX Belüftungssystem und dem EPR Emergency Padding Release System. Letzteres ermöglicht im Falle eines Sturzes ein schnelles und unkompliziertes Ausziehen des Helms.
Beim Kauf eines Mountainbike Helmes sollte immer auf die entsprechende Zertifizierung des Produkts geachtet werden. Der iXS XACT erfüllt diesbezüglich direkt mehrere Normen. Neben der EN1078 Norm entspricht der Enduro Helm dem amerikanischen CPSC Sicherheitsstandard sowie dem ASTM Downhill Mountainbike Standard für Race-Helme. Für eine sichere und stufenlose Fixierung sorgt der Doppel-D Sicherheitsverschluss, der sich dank einer angebrachten Lasche selbst mit Handschuhen schnell wieder lösen lässt. Beim Einfädeln des Kinnriemens in den Verschluss ist allerdings etwas Fingerfertigkeit angesagt.
In der Größe M/L drückt der iXS XACT mit einem Gewicht von 1017 Gramm auf unsere Waage. Ein sehr guter Wert, vor allem mit Blick auf die Ausstattung und Verarbeitung des äußerst robust wirkenden Helms. Beim Riden präsentiert sich der Helm extrem unauffällig. Der Tragekomfort und die Passform überzeugen auf ganzer Linie. Die ergonomischen Backenpolster gefallen diesbezüglich ebenso wie das restliche Helmfutter. Bei Bedarf lässt sich die Polsterung herausnehmen und waschen. Die Kinnriemen sind ebenfalls gepolstert und sorgen ihrerseits für Komfort.
Auffallend ist die aufwändig gestaltete Belüftung des Helms. Hier hat iXS offensichtlich viel Energie in die Entwicklung einer optimalen Luftstromverteilung investiert. Besonders der Blick in das Innere des Helms zeigt das System im Detail. Die durch die Lüftungsöffnungen einströmende Luft wird durch verschiedene Kanäle geleitet und sorgt so für eine ausreichende Kühlung, weitere Luftkanäle sind für die Ableitung warmer Luft verantwortlich. iXS nennt dieses System VORTEX, wir sagen dazu: Wirklich Gelungen!
Die markante Form des iXS XACT Full Face Helms geht Hand in Hand mit der lässigen Farbgestaltung. Perfekt in das Erscheinungsbild integriert ist das höhenverstellbare Kurzvisier. Wir haben im Test mehrere Goggles ausprobiert, alle Brillen passten hervorragend in den geräumigen Gesichtsausschnitt. Durch die horizontale Mulde am Hinterkopf wird zudem das Brillenband sicher am Platz gehalten. Last but not least weiß auch die saubere Verarbeitung des XACT zu begeistern. Schwachstellen und Verarbeitungsmängel waren selbst nach dem Test nicht auszumachen.
Fazit iXS XACT Helm
Toller Tragekomfort, hervorragende Belüftung und hochwertige Verarbeitung: Der iXS XACT Helm präsentiert sich mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Klarer Tipp für alle Enduro- und Bikepark-Rider, die einen guten Full Face Helm zu einem sehr fairen Preis erwerben wollen.
Test: Der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner wurde speziell für den Rennsport und das Shredden im Bikepark entwickelt. Ausgestattet mit einigen Schlüssel-Features soll der Schoner optimalen Schutz mit hervorragendem Tragekomfort kombinieren. Wir haben uns den iXS Mallet umgeschnallt und diverse Pisten abgerockt. Kann der Protektor in der Praxis halten, was der Hersteller verspricht?
Entgegen dem allgemeinen Trend zu Knieschonern setzen wir nach wie vor bevorzugt auf Knie-Schienbeinschoner. Steine und Pedale sind die Dinge, die wir sicher nicht am Schienbein haben wollen. Auch beim Sturz kann das Plus an Schoner nicht verkehrt sein. Einer dieser Kandidaten ist der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner für Rennsport und das Shredden im Bikepark. Von der Ausführungslänge liegt der Mallet grob zwischen dem Dagger Knieschoner und dem Cleaver Knie-Schienbeinschoner aus gleichem Hause. Auffällig ist im Vergleich zum Cleaver der verkürzte Schienbeinbereich. Der untere Bereich des Schienbeins liegt beim Mallet komplett frei. Das gewährleistet einerseits maximale Bewegungsfreiheit selbst bei höher geschnittenen Schuhen, andererseits aber auch Kompatibilität zu langen Race-Pants.
Angeboten wird der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner in vier Größen zum Preis von 99,90 Euro. Das Gewicht eines einzelnen Schoners in der Größe M liegt bei 252 Gramm. Die ArmadilloDuo Kompressions-/Hartschalen am Knie und Schienbein werden aus zwei Komponenten gefertigt. Das bewegliche Gelenksystem Squeezebox fungiert als Verbindung zwischen den beiden Hartschalen und sorgt zudem für Schutz. Als Trägermaterial findet atmungsaktives, antibakterielles und feuchtigkeitstransportierendes 3D AeroMesh Verwendung. Besondere Beachtung verdient auch die O-förmige, innenliegende Polsterung. Das sogenannte Knee Gusset umfasst die Kniescheibe und soll somit den Schoner optimal positionieren. Bei einem Sturz ist das Knee Gusset zudem für Absorption und Verteilung der Energie zuständig.
Das Anlegen der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner gestaltet sich dank der offenen Gestaltung denkbar unkompliziert. Ein nerviges über den Fuß bzw. Schuh Gefriemel entfällt also! Fixiert wird der Schoner durch vier Klettverschlüsse, die oberen beiden sind – bedingt durch das Mesh – besonders soft ausgeführt und verhindern somit zuverlässig das berühmt-berüchtigte Zwicken in der Kniekehle. So stellen wir uns das vor! Allerdings könnten die Klettverschlüsse unseres Erachtens etwas länger ausfallen. Der Schoner trägt sich sehr angenehm, selbst nach stundenlangem Tragen zeigen sich keine geröteten oder gar wunde Stellen. Die Fixierung ist in Kombination mit den Silikonabschlüssen top, Verrutschen ist für die iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner ein Fremdwort.
Das verwendete Aeromesh trägt seinen Teil zum Tragekomfort bei. Atmungsaktiv und antibakteriell wird nicht nur Feuchtigkeit abgeleitet, sondern auch die Geruchsbildung reduziert – das alles hat aber natürlich auch seine Grenzen. Die Dämpfung bei Fremdkontakt begeistert, von amtlicher Seite wird der Schutz durch den europäischen Sicherheitsstandard EN1621-1 resp. EN1621-2 bescheinigt. Der Kniebereich ist gut geschützt, die kurze Ausführung im Bereich des Schienbeins lässt allerdings etwas Platz für unangenehme Bekanntschaften. Beim Fahren macht der iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner genau das, was er unbedingt tun sollte: Nicht auffallen! Die Bewegungsfreiheit ist voll gegeben und lässt keine Wünsche offen. Die Verarbeitung des Schoners überzeugt auch noch nach dem Test. Weder Risse noch hässliche Ausfransungen trüben die Optik.
Fazit iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner
Schutz und Tragekomfort gehen beim iXS Mallet Knie-Schienbeinschoner Hand in Hand. Beim Kauf sollte bedacht werden, dass der Schienbeinschutz kürzer ausfällt als beim iXS Cleaver.