Gründer und Urgestein des Online-Magazins Fraktur. Andreas leitet nicht nur das Magazin, sondern verfasst auch viele der dort veröffentlichten Berichte. Darüber hinaus fungiert er mit seiner langjährigen Erfahrung als Testfahrer.
Erst vor wenigen Tagen hatten wir das Rockrider Langarm-Trikot MTB ST 100 im Test. Nicht nur der Preis war heiß, sondern auch das Produkt. Zeitgleich musste aber noch ein weiterer Artikel des französischen Sportartikel-Giganten Decathlon seine Stärken unter Beweis stellen. Beim Rockrider All Mountain Langarm-Trikot handelt es sich ebenfalls um ein luftiges Shirt für den Sommer. Konnten wir mit diesem Trikot ähnlich gute Erfahrungen sammeln oder mussten wir diesmal die Reißleine ziehen?
Entwickelt wurde das Rockrider All Mountain Langarm-Trikot laut Hersteller speziell für All Mountain Touren. Für uns heißt das also, dass dieses Shirt ein paar wichtige Funktionen erfüllen muss. Hierzu zählt natürlich ein über Stunden hinweg angenehmes Tragegefühl, hohe Bewegungsfreiheit, ein verlängertes Rückenteil und Robustheit – schließlich kann ja dann doch beim Fahren der eine oder andere Strauch im Weg sein. Schön wäre noch eine mit einem Reißverschluss verschließbare Tasche sowie ein lässiger Look. Dann schauen wir mal…
Leicht, atmungsaktiv und hoher Tragekomfort
Auffallend ist alleine schon das leichtgewichtige Auftreten des Shirts. Das aus 82% Polyester (PES) und 18% Elasthan bestehende Hauptmaterial lässt die Gewichtsanzeige der Waage bei läppischen 155 Gramm verharren. Ebenso leichtgewichtig präsentiert sich das Rockrider All Mountain Langarm-Trikot dann auch beim Tragen selbst. Das Shirt macht genau das, was es tun soll: Es ist nicht wahrnehmbar. In Kombination mit dem körpernahen, dennoch lässigen Schnitt und der hohen Dehnungsfähigkeit schränkt das Trikot die Bewegungsfreiheit beim Fahren in keiner Weise ein. Die sehr hohe Atmungsaktivität und die gute Feuchtigkeitsableitung sorgen dafür, dass Rides bei Sommerhitze absolut erträglich bleiben.
Optisch langweilig und billig ist auf jeden Fall anders
Ebenso wie die Funktion weiß auch die Gestaltung zu begeistern. Der obere Bereich des Rückens und der Brust sowie die Ärmel verfügen über ein gepixeltes Camouflage-Muster, zusätzlich aufgepeppt wird die Trennung zum unteren unifarbenen Bereich durch eine schräge Schnittführung. Die farblich auffällige Beschriftung und der V-Ausschnitt sorgen für zusätzlichen Pepp. Die Designer haben auf jeden Fall ihre Hausaufgaben gemacht, selbst an ein verlängertes Rückenteil wurde gedacht. Und auch qualitativ müssen keine faulen Kompromisse eingegangen werden. Verarbeitung und Nähte können sogar nach etlichen Einsätzen und Maschinenwäschen überzeugen.
Fazit
Das Rockrider All Mountain Langarm-Trikot weiß sowohl vom Tragekomfort als auch vom Material und der Verarbeitung zu überzeugen. Ein tolles Design gibt es noch obendrein. Eigentlich unglaublich, dass dieses Trikot für unter 20 Euro zu haben ist. Über eine Tasche verfügt das Trikot leider nicht, allerdings wird bei AM Touren sowieso meist ein Rucksack getragen. Für alle Rider, die lieber ein Kurzarm-Trikot tragen, hält Decathlon eine dementsprechende Variante des Shirts bereit.
Rockrider All Mountain Langarm-Trikot: Details
Verfügbare Farbvarianten: Schwarz/ schwarz oder navyblau/ walblau
Seit einem halben Jahrhundert fokussiert sich die Tiroler Marke ZANIER auf die Hände von Sportlern. Neben Wanderhandschuhen und Sporthandschuhen finden sich in der Sommer-Kollektion auch spezielle Exemplare für uns Biker. Insbesondere die beiden Modelle Shredder und MTB Pro fielen uns sofort ins Auge – nicht nur aufgrund der coolen Optik, sondern auch wegen des unterschiedlichen Aufbaus. Ein Test, dem wir zugebenerweise extrem entgegenfieberten. Weshalb, wieso und warum unsere Erwartungen so riesig waren, wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.
Rückblick ZANIER Downhill Gloves
Vor ziemlich genau fünf Jahren hatten wir bereits ein Handschuh-Modell der österreichischen Marke im Test. Der ZANIER Downhill Glove konnte hierbei auf ganzer Linie überzeugen. Der Halt am Lenker wusste ebenso zu begeistern wie das Griffgefühl. Die Verarbeitung des Handschuhs war erstklassig und selbst zum Abschluss des Tests zeigten sich die Nähte unbeeindruckt von den hinter ihnen liegenden Strapazen. Nach dem intensiven Test nutzten wir die ZANIER Downhill Gloves natürlich weiter – und das ganze zwei Jahre! Wir hatten noch nie einen Handschuh, der selbst bei intensivem Gebrauch dermaßen lange gehalten hat. Absolut top! Das ist einer der Gründe, weshalb unsere Erwartungen an die beiden neuen Modelle Shredder und MTB Pro so hoch waren.
Entwickelt wurde der ZANIER Shredder in Zusammenarbeit mit dem Bike-Youngstar Gabriel Wibmer. Das Einsatzgebiet ist klar definiert: Trails, enge Kurven und hohe Jumps. Die Innenhand des Handschuhs besteht aus speziell-perforiertem Amara. Der stark strapazierte Bereich zwischen Zeige-/Bremsfinger und Daumen ist verstärkt, ebenso wie die Daumenspitze selbst. Die farblich-abgesetzten Silikon-Prints der Ausführung Camo-Rot unterstützen den Grip und Halt, sowohl am Lenker als auch bei der Bedienung von Schaltung und Bremsen. Der ZANIER Shredder schließt direkt unterhalb des Handgelenks ab, ein Gummibund sorgt für optimalen Sitz und gewährleistet zudem ein schnelles An- und Ausziehen. Auf einen Klettverschluss wurde bei diesem Modell also bewusst verzichtet.
Der Handschuh passt sich wie eine zweite Haut der Hand an und vermittelt ein sehr gutes Griffgefühl. Komfort und Belüftung lassen keinerlei Wünsche offen. Die Touch Funktion am Daumen sowie Zeigefinger erlaubt eine unkomplizierte Handhabung des Smartphones. Auch wenn der Hersteller davon abrät, musste der ZANIER Shredder bei uns natürlich einige Waschmaschinen-Runden über sich ergehen lassen. Trotz der vielen Strapazen präsentiert sich der Handschuh nach dem Test in einem super Zustand. Absolut überzeugend! Erhältlich ist das Modell Shredder in den Größen 6,5 bis 11 in unterschiedlichen Farbvarianten, der Preis liegt bei 39,99 Euro.
ZANIER MTB Pro: Leichter Handschuh mit ordentlich Grip für warme Sommertage
Die Oberhand des MTB Pro besteht komplett aus leichtem Mesh und eignet sich somit perfekt für anspruchsvolle Trail-Touren im Sommer. Besonders an den heißen, hinter uns liegenden Tagen haben wir den angenehmen Tragekomfort des leichten Handschuhs sehr schätzen gelernt. Das 4-Wege-Stretch passt sich optimal der Hand an und folgt jeder noch so kleinen Bewegung. Die Handinnenseite aus Amara ist vollständig mit kleinen Silikonprints in Hexagon-Form versehen. Das gewährleistet einen Hammer-Grip am Lenker, egal wie ruppig es wird. Auch beim Schalten und Bremsen sitzen die Finger wie angenagelt. Unsere Befürchtungen, dass sich diese kleinen Silikonprints durch die mechanische Belastung beim Riden schnell verabschieden könnten, bewahrheiteten sich zum Glück nicht.
Der ZANIER MTB Pro schließt ebenfalls direkt unterhalb des Handgelenks ab und sorgt somit für maximale Bewegungsfreiheit. Eine individuelle Anpassung des Handschuhs ermöglicht der Klettverschluss. Im Gegensatz zum ZANIER Shredder bietet der Trail-Handschuh keine Touch Funktion, das heißt zum Bedienen des Smartphones muss der MTB Pro tatsächlich ausgezogen werden. Wie nicht anders erwartet weiß auch dieser Handschuh durch eine tolle Verarbeitung zu überzeugen. Neben der uns vorliegenden Ausführung in schlichtem schwarz-weiß ist der MTB Pro auch in knalligen Farbvarianten verfügbar. Der Preis liegt unabhängig hiervon bei 34,99 Euro, verfügbar sind die Größen 6,5 bis 11.
Fazit
Zwei komplett verschiedene Handschuhe, sowohl vom Aufbau als auch den angedachten Einsatzbereichen. Was beide Modelle verbindet sind der hohe Tragekomfort, die tolle Verarbeitung und die durchdachten Detaillösungen. Absolut top – und das gilt für beide Handschuhe. Jetzt sind wir gespannt auf die nächsten zwei Jahre 😉
Mit dem iXS Trigger AM hatten wir über mehrere Monate einen Open-Face Helm im Test, der speziell für den Trail/All-Mountain Bereich konzipiert ist. Zu den besonderen Merkmalen dieses Helms zählen unter anderem das Ergo-Fit Ultra System, die 3-stufige vertikale Anpassung sowie der Magnetverschluss. Wir wollten wissen, ob der Trigger AM auf dem Trail ebenso überzeugen kann wie auf dem Papier.
Papier ist bekanntlich geduldig, um so gespannter waren wir auf unser erstes Zusammentreffen mit dem iXS Trigger AM. Bereits nach dem Auspacken des Produktes kommt erste Freude auf. Der im Inmould-Verfahren gefertigte Trail/All-Mountain Helm weiß durch eine sehr hochwertige Verarbeitung zu überzeugen. Das absorbierende EPS-Material schließt äußerst sauber mit der Helmschale ab. Ebenfalls begeistert sind wir von dem umlaufenden Kantenschutz, der den empfindlichen Schaum vor Beschädigungen bewahrt. Ein einfaches Platzieren der Goggle ermöglicht das dreistufig verstellbare Visier.
Für die Anpassung des Helms steht dem Träger ein duales System zur Verfügung. Das Ergo-Fit Ultra System ermöglicht per Verstellrad mit Präzisionsverzahnung ein perfektes Anpassen an den Kopfumfang. Die im Helm befindlichen Fixierungspunkte gestatten zudem ein dreistufiges, vertikales Einstellen. Nach dem Anpassen sitzt der etwa 371 Gramm wiegende Trigger AM (Größe SM) wie angegossen. Verschlossen wird der Helm denkbar unkompliziert mittels eines Magnetverschlusses. Zeiten, in denen friemelig der Helm verschlossen werden musste, sind nunmehr vorbei. Der ausgeklügelte Verschluss verhindert zudem ein versehentliches Öffnen.
So komfortabel ausgestattet lassen sich auch lange Tage im Sattel sehr gut aushalten. Bei sommerlichen Temperaturen sorgen die vielen Lüftungsöffnungen für eine gute Kühlung des Kopfes. Die integrierten Kanäle gewährleisten hierbei eine hohe Luftzirkulation. Der Helm weiß in allen Fahrsituationen durch hohen Tragekomfort zu überzeugen. Einmal sorgfältig eingestellt sitzt der iXS Trigger AM selbst auf ruppigsten Trails wie eine perfekt drapierte Frisur. Ebenfalls problemlos gestaltet sich das Tragen einer Radbrille. Nach mehreren Monaten Einsatz sind wir immer noch von dem Helm begeistert. Selbst die Optik hat nach den vielen Einsätzen nicht gelitten.
Angeboten wird der von uns getestete iXS Trigger AM in zwei Größen und mehreren Farben zum Preis von 129,00 Euro. Seit Mitte Januar ist der Helm zusätzlich als MIPS-Variante verfügbar. Die im iXS Trigger AM MIPS integrierte MIPS-Polsterung reduziert Rotationskräfte auf das Gehirn, die durch schräg einwirkende Stöße auf den Kopf verursacht werden und zu Hirnverletzungen führen können. Die MIPS-Einlage verfügt hierfür über ein Zweifachsystem aus atmungsaktiver Komfortschicht und einer speziellen Beschichtung, die eine Rotation in alle Richtungen ermöglicht. Verfügbar ist der neue iXS Trigger AM MIPS zum Preis von 169,00 Euro.
Fazit iXS Trigger AM
Einer der besten Open-Face Helme, den wir je im Test hatten. Der iXS Trigger AM weiß durch eine Vielzahl an Detaillösungen und durch eine sehr hochwertige Verarbeitung zu überzeugen. Als zusätzliche Option ist der Trigger AM seit Mitte Januar auch als MIPS-Variante erhältlich.
Produktdetails
Verfügbar in zwei Größen (SM 54-58 cm/ ML 58-62 cm)
Farben: Rot, Blau, Lime, Schwarz, Ocean oder Grau
Auch als MIPS-Variante erhältlich
Gewicht: 371 Gramm (Größe SM)
EN1078 / CPSC Certified
Ergo-Fit Ultra System (Kopfumfang), 3-stufige vertikale Anpassung
Für den Gravity-Bereich hält XLC zwei MTB-Shorts bereit, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während sich die XLC Flowby Short Enduro der Artikelbezeichnung entsprechend an den Enduro-Rider richtet, stellt die XLC DH-Short die Alternative für Downhiller dar. Wir hatten beide Shorts im Test und können Euch somit nicht nur die Schwächen und Stärken aufzählen, sondern auch die expliziten Unterschiede zwischen den beiden Modellen.
XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24: Leichte MTB-Short für Gravity-Rider
Bei der XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24 handelt es sich um eine leichte und bequeme Radhose für Enduro-Fahrer. Der Preis von 90,00 Euro scheint auf den ersten Blick ein wenig hoch angesetzt zu sein, allerdings sollte hierbei beachtet werden, dass eine herausnehmbare Polster-Innenhose zum Lieferumfang gehört. Diese lässt sich mit zwei kleinen Schlaufen schnell und unkompliziert in der Radhose fixieren bzw. wieder entnehmen. Damit eignet sich die Flowby Short Enduro Men sowohl für Action im Bikepark als auch lange Touren im Sattel.
Die Enduro-Radhose fällt durch ihren lässigen Schnitt und den soften Stoff auf, der nicht nur für eine coole Optik sorgt, sondern auch entscheidend zum hohen Tragekomfort beiträgt. Zwischen den Beinen und am Gesäß ist zudem elastischer Stoff eingearbeitet. Die Bewegungsfreiheit wird somit weder auf der Abfahrt noch bei schweißtreibenden Uphills eingeschränkt. Selbst beim Tragen von Knieschonern bleibt der Bewegungsablauf unbeeinträchtigt. Wer weitere Touren einplant, findet mit der mitgelieferten Innenhose ein ebenfalls hochwertiges Produkt. Die 3D bi-elastische Polsterung ist den Anforderungen entsprechend in verschiedene Bereiche unterteilt und nimmt langen Strecken den Schrecken. Silikonstraps an den Beinen verhindern ein Verrutschen der Innenhose.
Überhaupt punktet die XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24 durch eine gute Verarbeitung und viele Detaillösungen. An Gürtelschlaufen wurde ebenso gedacht wie an eine zusätzliche Schlaufe im Rückenbereich zum Aufhängen der Hose. Eine individuelle Anpassung erlauben zwei seitlich innen im Bund angebrachte Klettstreifen. Verschlossen wird die Shorts mittels eines Reißverschlusses mit abschließendem Klett. Zwei zusätzliche Knöpfe gewährleisten auch bei ruppigen Aktionen einen sicheren Sitz. Ferner finden sich noch zwei seitliche Einschubtaschen und eine mit einem Reißverschluss verschließbare Tasche am linken Oberschenkel. Feine Prints, denen auch mehrmalige Waschgänge nichts anhaben konnten, sorgen für den optischen Feinschliff.
Produktdetails XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24
Farben: Schwarz/grau
Erhältliche Größen: M bis XXL
Preis: 90,00 Euro
Ebenfalls verfügbar als Damen-Version (Flowby Short Enduro Women TR-S26 – Preis: 85,00 Euro)
XLC DH-Short: Die Alternative für grobe Action
Für grobe Action bietet sich die XLC Downhill Short TR-S23 zum Preis von 60,00 Euro an. Der im Vergleich zur Flowby Short Enduro Men TR-S24 viel dickere Stoff ist nicht nur extrem robust, sondern auch wasserabweisend. Obwohl die Hose innen über atmungsaktiven Netzstoff verfügt, können wir nur sagen: Im Sommer wird es verdammt muckelig warm. Trotz der sehr robusten Ausführung bietet die XLC DH-Short ungeachtet dessen überraschend hohen Komfort. Damit die Hose optimal sitzt, kommt auf der Rückseite ein elastischer Webstoffstreifen zum Einsatz. Zwei verstellbare Hüftgurte mit Klettverschluss erlauben eine individuelle Anpassung. Das Tragen von Knieschonern bereitet auch bei diesem Modell natürlich keine Schwierigkeiten.
Verschließbaren Stauraum bietet die XLC Downhill Short TR-S23 direkt in dreifacher Form: Zwei Fronthosentaschen und eine Hosentasche auf der Rückseite bieten Platz für das Smartphone, die Liftkarte, den Autoschlüssel etc. Verschlossen wird die Shorts mittels eines Reißverschlusses und zwei zusätzlichen Knöpfen mit Gummiüberzug. Auf optischen Schnickschnack wurde bei der ausschließlich in grau erhältlichen Downhill-Hose komplett verzichtet. Für ein lockereres Erscheinungsbild sorgen die Marken-Prints außen an den Oberschenkeln und zwei vertikale Print-Streifen. Diese zeigten nach längerem Gebrauch der Shorts allerdings Abnutzungsspuren.
Produktdetails XLC Downhill Short TR-S23
Farben: Grau
Erhältliche Größen: M bis XXXL
Preis: 60,00 Euro
Fazit XLC Shorts für Gravity-Rider
Vergleichen lassen sich die beiden XLC Shorts für Gravity-Rider nicht wirklich. Die leichte XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24 besticht durch eine coole Optik, hohen Tragekomfort und viele Detaillösungen. Das Modell XLC DH-Short TR-S23 ist für das Grobe gedacht – und präsentiert sich dementsprechend robust. Wenn wir uns festlegen müssten, dann wäre unser Favorit ganz klar die XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24.
Mit dem XLC Langfingerhandschuh MTB findet unsere kleine Test-Trilogie ihr Ende. Neben dem XLC Langfingerhandschuh Enduro (CG-L13) und dem XLC Kurzfingerhandschuh (CG-S10) haben wir in den letzten Wochen auch dem XLC Langfingerhandschuh MTB ordentlich auf die Finger geschaut. Was kann der Handschuh, der sprichwörtlich wie eine zweite Haut sitzt?
Der mit 25,00 Euro preislich sehr attraktive XLC Langfingerhandschuh MTB CG-L14 präsentiert sich in einer gefälligen Optik. Die Komponenten-Marke bietet diesen Handschuh direkt in vier verschiedenen Designs an, womit nahezu jeder Biker das optisch zu ihm passende Modell finden sollte. Auffallend ist die sehr luftige Konstruktion aus atmungsaktivem Netzstoff an der Oberhand. Die Innenhand besteht aus robustem Synthetik Leder und verfügt über Silikoneinsätze für mehr Grip. Der Daumenbereich ist zusätzlich verstärkt und gefällt uns ebenso gut wie die Verarbeitung des kompletten Handschuhs.
Auf einen mit Klettverschluss verschließbaren Abschluss haben die Designer bei XLC verzichtet. Zum Einsatz kommt ein mehr oder weniger flexibles Bündchen mit Ausziehhilfe. Dieser Bereich des Handschuhs konnte uns im Test leider nicht ganz überzeugen. Das Bündchen ist sehr eng und leider nicht so flexibel wie gewünscht. Das An- und Ausziehen wurde trotz Ausziehhilfe zum Geduldsspiel. Erstaunlich ist, dass der Handschuh trotz des kräftigen Ziehens keine Schäden davongetragen hat. Das spricht auf jeden Fall für die Qualität des Materials und der Verarbeitung. Uns gegenüber hat XLC angegeben, dass bei kommenden Produktionen das Bündchen weiter ausfallen wird.
Volle Punktzahl fährt der XLC Langfingerhandschuh MTB CG-L14 beim Tragekomfort an. Der Handschuh sitzt wie eine zweite Haut und vermittelt ein sehr gutes Griffgefühl. Beim Schalten und Bremsen gewährleisten die aufgebrachten Silikonprints hohe Bediensicherheit. Das flexible Netzgewebe schmiegt sich nicht nur smart an die Hand an, sondern begeistert auch durch eine sehr gute Luftdurchlässigkeit und sorgt somit für eine angenehme Kühlung. Natürlich haben wir während des Tests den Handschuh auch einige Runden in der Waschmaschine kreisen lassen, doch auch hier keinen Grund zur Beanstandung.
Fazit XLC Langfingerhandschuh MTB CG-L14
Der XLC Langfingerhandschuh MTB CG-L14 bietet ein äußerst faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Tragekomfort und Verarbeitung können absolut begeistern, das flexible Netzmaterial an der Oberhand sorgt für ausreichend Kühlung. Das enge Bündchen unseres Testmodells stößt bei uns allerdings auf Kritik – XLC hat uns gegenüber aber versichert, dass hier Abhilfe geschaffen wird.
Ein im wahrsten Sinne des Wortes feines Fingerspitzengefühl beweist die Komponenten-Marke XLC Parts mit ihrem breit aufgestellten Portfolio an MTB Handschuhen. Vom Kurzhandschuh für Kids bis zum Modell für ambitionierte Enduro Rider findet sich nahezu für jeden Bereich des gepflegten Geländeradsports das passende Exemplar. In diesem Sommer hatten wir direkt drei Handschuh-Modelle im Test, den Anfang markiert hierbei der XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13.
MTB Handschuhe für den Enduro Bereich müssen wie die Sportart selbst vielseitige Ansprüche erfüllen. Neben hohem Schutz bei einem Abflug stehen Robustheit und ein komfortables Tragegefühl mit guter Kühlung und Fingerspitzengefühl an oberster Stelle – also quasi eine Mischung aus „normalem“ MTB Touren-Handschuh und Downhill Glove. Um diesen Spagat realisieren zu können, kommen beim XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13 unterschiedlichste Materialien zum Einsatz. Die Innenhand besteht aus robustem Synthetik Leder, die Serino Gel Polsterung sorgt für zusätzlichen Komfort, ohne dass hierbei das Griffgefühl beeinträchtigt wird. Die Oberhand aus Nylon Lycra passt sich perfekt dem Handrücken an und gewährleistet selbst bei sommerlichen Temperaturen eine gute Ableitung der Wärme. Im Gegensatz zu vielen Downhill Gloves, die über speziell angebrachte Schutzelemente am Handrücken verfügen, zeigt sich der XLC Enduro Langfingerhandschuh „nackt“, wovon natürlich die Kühlung profitiert.
Das Tragegefühl des in drei Ausführungen erhältlichen Enduro Handschuhs lässt keine Wünsche offen, der CG-L13 sitzt wie ein Maßanzug und glänzt mit hoher Bewegungsfreiheit. Großflächig aufgebrachte Silikonprints an den Bremsfingern garantieren zuverlässigen Grip beim Bremsen und Schalten. Dank des Klettverschlusses am Bündchen gestaltet sich das An- und Ausziehen des Handschuhs sehr unkompliziert. Der sensitive Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger wird durch zusätzliche Materialaufbringung geschützt und sorgt so für eine längere Lebensdauer. Zum Abwischen des Schweißes kommt Frottee am Daumen zum Einsatz. Selbst nach vielen Einsätzen und Maschinenwäschen präsentiert sich der XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13 in einem sehr guten Zustand. Eine sehr gute Investition, zumal der Preis von 30,00 Euro äußerst Budget-freundlich ist.
Fazit XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13
Der XLC Enduro CG-L13 sitzt wie ein Maßanzug und bietet dem Rider eine hohe Bewegungsfreiheit. Durchdachte Detaillösungen gewährleisten optimale Trageeigenschaften. Die stabile Ausführung sorgt zudem für eine lange Lebensdauer des Handschuhs.
Plagende Rückenschmerzen, ein steifer Nacken oder ein schmerzendes Gesäß können selbst bei epischsten Ausfahrten das Fahrvergnügen ordentlich ausbremsen. Um langfristig mit dem Gravel- oder CX-Bike Spaß zu haben, sollte daher der Komfort nicht zu kurz kommen. Mit dem Lenker, dem Sattel und den Pedalen hat der Biker lediglich drei Kontaktpunkte zum Fahrrad. Wir wollen uns die „Problemstellen“ genauer anschauen und zeigen, wie Ihr an Eurem Gravel- und CX-Bike die Ergonomie für ein Plus an Fahrkomfort verbessern könnt.
Viele Radfahrer plagt das Problem, dass auf längeren Touren irgendwann das Gesäß bzw. der Genitalbereich taub wird oder gar schmerzt. Abhilfe schafft hier oftmals ein ergonomisch angepasster Sattel. Wichtig sind grundsätzlich – und das gilt für alle Fahrrad-Sättel – der angedachte Einsatzbereich und die optimale Größe. Die benötigte Sattelbreite ist wiederum abhängig von den Sitzknochen. Anhand der Körperstatur lässt sich die ideale Breite des Sattels allerdings nicht festlegen. Für Online-Shopper besteht bei den Versendern meist die Möglichkeit, Sattelbreite und Modell aufgrund der Körpermaße und des Fahrstils unkompliziert berechnen zu lassen. Eine noch komfortablere Bestimmung des Sitzknochenabstandes bietet der Sattelspezialist Ergon an: Im Laden können Kunden hierfür auf die Messung mit einem digitalen Messgerät zurückgreifen. Fachhändler vor Ort sind ebenfalls eine sehr gute Anlaufstelle für den Kauf eines Sattels – inklusive einer ordentlichen Beratung. Ist der Abstand bekannt, kann basierend darauf schnell der individuell passende Sattel ermittelt werden. Bei der nachfolgenden Montage des neuen Sattels ist unbedingt auf die richtige Einstellung zu achten.
Ergonomischer Rennradsattel der Marke Ergon
Faustregel:Je aufrechter die Sitzhaltung, desto stärker liegen die Probleme im Sitzbereich. Je geneigter die Sitzposition, desto mehr verlagern sich die Schmerzen nach vorne in Richtung Genitalbereich. Rennradsättel sind aufgrund der geneigteren Sitzhaltung schmaler ausgeführt, der Sattel am Touren-MTB muss wegen der aufrechteren Sitzposition mehr Körpergewicht tragen und deshalb mehr Fläche bieten.
Der Lenker
Einschlafende Hände oder kribbelnde Finger sind ebenfalls häufig beklagte Probleme. Der Lenker und sogar das Lenkerband haben einen entscheidenden Einfluss auf den Fahrkomfort. Bei körperlichen Problemen gilt es daher, die Handgelenke und Karpaltunnel zu entlasten. Wenn das Handgelenk abknickt, steigt das Risiko für einschlafende Hände. Die richtige Sitz- und Griffposition entlastet Arme, Nacken und Schulterbereich gleichermaßen. Die meisten Gravel-Bikes kommen bereits serienmäßig mit einem sogenannten Gravel Lenker. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Rennradlenker verfügen Gravel Lenker über einen ausgestellten Unterlenker. Diese Ausstellung wird im Fachjargon „Flare“ genannt und fällt je nach Modell und Hersteller mehr oder weniger ausgeprägt aus. Lenker mit Flare bieten eine weitaus angenehmere Griffhaltung und entlasten die Handgelenke. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Lenker neben dem Plus an Komfort auch wesentlich mehr Kontrolle auf ruppigeren Wegstrecken bieten.
Der „nackte“ Rose Race Attack Gravel-R Lenker mit großer Auflagefläche am Oberlenker (noch) ohne Lenkerband
Wie unterschiedlich die Gravel Lenker ausfallen können, zeigt ein Blick auf drei Modelle – im Handel sind natürlich viele weitere Modelle und Ausführungen verfügbar. Einen besonders preiswerten Gravel Lenker bietet die Decathlon Eigenmarke B’Twin an. Der Flare des 440 mm breiten Lenkers beträgt 16°, weitere Ausstattungsmerkmale sind 70 mm Reach und 130 mm Drop. Der kurze Reach sorgt für eine aufrechtere Sitzposition, Drop gibt den Abstand zwischen Oberlenker und Unterlenker an. Extrem breit aufgestellt ist der Acros Gravel Lenker mit 25° Flare. Am Oberlenker misst der Lenker ebenfalls 440 mm, der Reach fällt mit 55 mm noch kürzer aus. Der Abstand zwischen Ober- und Unterlenker beträgt 129 mm. Die goldene Mitte zwischen den beiden genannten Modellen – auch preislich – trifft der Rose Race Attack Gravel-R Lenker. Die technischen Daten des Lenkers lassen sich wie folgt zusammenfassen: 440 mm Breite, 21° Flare, 138 mm Drop und 87 mm Reach. Der Lenker verfügt zudem über eine große Auflagefläche am Oberlenker, eine 10° Kröpfung nach vorne (Frontsweep) sowie eine 5° Kröpfung nach unten (Downsweep) – wertvolle Eigenschaften, die den Griffkomfort zusätzlich steigern.
Lenker mit ergonomischer Handauflage, das Gel-Komfort-Lenkerband minimiert Vibrationen
Faustregel: Je kürzer der Reach, desto aufrechter die Sitzposition.
Der Vorbau
Zu den elementaren Bestandteilen der Lenkzentrale gehört natürlich auch der Vorbau. Bedarf der Umbau eines Lenkers noch ein wenig Zeit und Hingabe, kann der Austausch des Vorbaus mit nur wenigen Handgriffen erfolgen. Im Handel finden sich eine Vielzahl an unterschiedlichsten Modellen und Ausführungen. Wer lediglich die Höhe des Lenkers ändern möchte, kann dies eventuell sogar mit dem am Fahrrad verbauten Spacern (die „Platzhalter“ unter und/oder über dem Vorbau). Sollte dies nicht möglich sein oder weiterreichende Eingriffe bezüglich der Sitzposition gewünscht werden, kommt nur ein anderer Vorbau in Frage. Doch auch hier kann eventuell die bereits verbaute Komponente verwendet werden. Sollte es sich nicht um eine 0° Ausführung handeln und der Vorbau zudem negativ montiert sein (also nach unten zeigen), kann dieser natürlich umgedreht montiert werden. Beachtet werden sollte unbedingt, dass jegliche Änderungen an der Lenkzentrale auch Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben.
Kürzerer und steilerer Vorbau mit unten liegenden Spacern
Faustregel: Ein kürzerer und/oder höherer Vorbau sorgt für eine aufrechtere Sitzhaltung.
Lenkerband und Reifen
Es hört sich fast marginal an, doch auch mit dem Lenkerband könnt Ihr Einfluss auf den Fahrkomfort nehmen. Gel-Komfort-Lenkerbänder reduzieren die auf Finger und Handgelenk wirkenden Vibrationen und dämpfen leichte Stöße. Nebenbei bieten Lenkerbänder aufgrund der vielen erhältlichen Farbvariationen und Designs eine preisgünstige Möglichkeit der optischen Individualisierung des Bikes. Ein Blick lohnt auch auf die Reifen. Die am Gravel-Bike verbauten breiteren Reifen gewährleisten nicht nur mehr Grip und Traktion, sondern auch eine verbesserte Dämpfung gegenüber herkömmlichen Rennrad- und CX-Reifen. Wer auf einen breiteren Reifen umsteigen möchte, sollte natürlich nicht die Reifenfreiheit des Rahmens aus den Augen verlieren. Während Gravel-Bikes von Haus aus bereits für breitere Reifen ausgelegt sind, kommen CX-Bikes oftmals noch mit schmalem Hinterbau. Bei den Gabeln gibt es meist weniger Probleme.
Breitere Gravel Reifen wie hier der Maxxis Ravager (700x40c) sorgen für ein Plus an Dämpfung
Faustregel: Eine voluminöse Bereifung bietet mehr Komfort, allerdings müssen die Gabel bzw. der Rahmen für die Verwendung eines breiteren Reifens vorgesehen sein.
Alle Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!
Vor etwa einem Jahr launchte das französische Unternehmen Decathlon die neue Rennradmarke Triban. Im Sortiment für komfort-orientierte Fahrer findet sich auch das Triban RC 520 Gravel, das erste Gravel-Bike der Marke. Mit einem Preis von 999,99 Euro setzt Decathlon den Preis erneut sensationell niedrig an. Kann das Triban RC 520 Gravel aber in der Praxis überzeugen?
Mit der Schaffung vieler kleiner Eigenmarken hat Decathlon die ideale Basis geschaffen, noch individueller auf die unterschiedlichen Anforderungen verschiedenster Sportarten einzugehen. Vor etwa einem Jahr holte das französische Unternehmen erneut zum Schlag aus und launchte direkt zwei neue Rennradmarken. Unter dem Markennamen Triban finden sich Rennräder, bei denen Komfort auch auf längeren Strecken im Vordergrund steht. Ambitionierte Sportlerbedürfnisse bis hin zum Wettkampf deckt hingegen die Marke Van|Rysel ab.
Die neuen Triban RC Road-Cycling Modelle sollen sowohl Einsteiger als auch Allrounder ansprechen. Mit Preisen ab 259,99 Euro setzt die französische Marke die Mitbewerber natürlich mächtig unter Druck. Auch beim Triban RC 520 Gravel, dem einzigen Gravel-Bike im Sortiment, setzt Decathlon mit 999,99 Euro den Preis sensationell niedrig an. Für das Geld bekommt der Käufer ein optisch sehr ansprechendes und durchdacht designtes Rennrad, selbst der Blick auf die verbauten Parts weiß zu begeistern.
Herzstück des Triban RC 520 Gravel ist der Triban-Evo-Rahmen aus 6061 T6 Aluminium. Hierbei handelt es sich um den gleichen Rahmen wie bei den Rennrädern RC 500/520. Das Gravel-Bike profitiert somit von einer dem gewünschten Einsatzbereich nicht unbedingt abträglichen Touren-freundlichen Geometrie mit vergleichsweise kurzem Oberrohr und höherem Stack. Die verbaute Triban-Evo-Gabel verfügt über Carbon-Holme und einen Alu-Schaft. Komplettiert wird der positive Eindruck durch die Möglichkeit des Anbringens von Schutzblechen und Gepäckträgern.
Ausgelegt ist der Triban-Evo-Rahmen für Reifen bis 36 Millimeter, das ist schon recht knapp bemessen und schränkt letztendlich die Auswahl an möglichen Gravel-Reifen enorm ein. Von Werk aus rollt das Decathlon Gravel-Bike auf Hutchinson Override 35 Reifen. Obwohl die Pneus samt den Triban Laufrädern Tubeless Ready sind, kommt das RC 520 Gravel serienmäßig mit Schläuchen. Ein Umbausatz mit Tubeless-Ventilen, Felgenbändern und Pannenschutzflüssigkeit ist auf Wunsch allerdings optional erhältlich.
Beim Schalten kann sich der Fahrer auf die Zuverlässigkeit der bewährten Shimano 105 R7000 Gruppe verlassen. Aus dieser stammen Schalthebel, Umwerfer und Schaltwerk. Ausgestattet mit zwei Kettenblättern (50/34) und 11/32 Kassette stehen 22 Gänge mit einem recht breiten Übersetzungsbereich zur Verfügung. Selbst steilere Anstiege im Mittelgebirge lassen sich so noch bewältigen. Über die präzisen Schaltvorgänge müssen angesichts der verbauten Komponenten keine Worte verloren werden – die Schaltung funktioniert einfach!
Ebenso souverän wie die Schaltung präsentieren sich auch die Bremsen. Im Gegensatz zu den rein mechanischen Scheibenbremsen, die normalerweise in dieser Preisklasse (mit Tendenz nach oben) verbaut werden, setzt Decathlon hier auf die TRP HY/RD mit hydraulischen Kolben. Die Ansteuerung der semi-hydraulischen Bremse erfolgt wie gewohnt per mechanischem Bremszug. Bremsverhalten, Dosierbarkeit und Biss wissen zu überzeugen, selbst bei längeren Abfahrten konnten wir keine nachlassende Bremsleistung oder ein Fading feststellen.
Ausgerüstet mit diesem soliden Ausstattungspaket können mit dem RC 520 Gravel jegliche Ziele anvisiert werden – und bekanntlich ist der Weg das Ziel! Angesichts der Tatsache, dass der Rahmen von den Rennrad-Modellen RC 500/520 stammt, verwundern auch nicht die Fahreigenschaften. Das Fahrverhalten erinnert tatsächlich sehr an das von Endurance-Rennrädern. Das Triban liegt stabil in der Spur und lässt auch bei höheren Geschwindigkeiten keine Nervosität aufkommen. Die vom Fahrer eingesetzte Energie wird bemerkenswert energisch in Vorwärtsdrang umgewandelt.
Der steile Lenkwinkel und die kurzen Kettenstreben sorgen indes für Agilität: Das Triban RC 520 Gravel lässt sich recht geschmeidig um Ecken lenken. Der Triban-Gravel-Lenker gewährleistet mit 16° Flare eine gute Haptik, ausreichend Griffkontrolle und hohen Komfort. Selbst längere Strecken ließen sich dank der Komfort-Geometrie des Rahmens und der verbauten Lenkzentrale entspannt zurücklegen. Sowohl auf Asphalt als auch auf Schotterpisten begeistern die Laufruhe und die gute Beherrschbarkeit des Gravel-Bikes.
Wer einen Abstecher durch den Wald machen möchte, sollte dies nicht unbedingt nach ausgedehnten Regenphasen einplanen. Auf schlüpfrigem Untergrund kommen die Hutchinson Override 35 Reifen leider sehr schnell an ihre Grenzen, bei der Traktion ebenso wie beim Grip. Mehr Volumen, ein Plus an Breite und eine stärkere Profilierung würde ambitionierten Gravel-Bikern entgegenkommen. Stark sind die Pneus allerdings auf Asphalt, von der Haftung als auch vom Rollverhalten.
Fazit Triban RC 520 Gravel
Das Triban RC 520 Gravel ist ein absoluter Preisknaller! Das erste Gravel-Bike von Decathlon bereitet mächtig Fahrspaß und stellt dank der sehr soliden Ausstattung auch auf längere Sicht eine gute Investition dar. Wir würden uns im Bereich Gravel allerdings etwas mehr Reifenfreiheit für voluminösere Reifen wünschen. Steckachsen wären zwar zeitgemäß und sinnvoll, sind aber angesichts des Preises sicherlich nicht zwingend erforderlich. Vorbildlich: Decathlon gewährt auf Rahmen, Vorbau und Lenker eine lebenslange Garantie.
Produktdetails Triban RC 520 Gravel
Verfügbare Größen: XS bis XL
Gewicht: Etwa 10,5 Kilogramm (Größe M ohne Pedale)