Centurion: Das No Pogo 800.27 im Test

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Test: Immer mehr Hersteller setzen bei ihren Enduros und All Mountain Bikes auf die laufruhigen 650B Laufräder. Seit der Modellsaison 2014 rollt auch das Centurion No Pogo auf dem neuen Laufradmaß 27,5 Zoll.

Die Geschichte des No Pogo begann bereits im Jahre 1996. Die permanente Weiterentwicklung des Bikes in den vielen Jahren machte auch vor der neuen Laufradgröße nicht Halt. 145 mm Federweg am Heck und die SR Suntour Epicon Federgabel mit 150 mm Federweg sollen beim Modell 2014 für maximalen Fahrspaß und Fahreffizienz sorgen. In der Rahmengröße 41 drückt das Bike mit 13,9 Kilogramm auf die Waage – ohne Pedale. Erhältlich ist das Centurion No Pogo 800.27 in vier Größen (41, 46, 51 und 56 cm) zu einem Preis von 2149 Euro.

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In unserem Test präsentiert sich das farblich stimmige Centurion als sehr agiles und handliches Bike. Willig folgt das All Mountain Bike jeder Lenkbewegung. In engen Kehren überzeugt das Handling ebenso wie bei schnellen Lastwechseln. Das No Pogo 800.27 zeigt sich sehr spurstabil und punktet auch bei hohem Tempo mit Laufruhe. Der antriebsneutrale Hinterbau sorgt für ein gutes und schnelles Vorankommen sowohl am Berg, als auch beim Beschleunigen aus Kurven.

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Die drei montierten Kettenblätter bieten dem Rider einen sehr breiten Übersetzungsbereich. Steile Uphills stellen somit genauso wenig ein Problem dar wie schnelle abschüssige Strecken. Das unkomplizierte Fahrverhalten des Bikes bestätigt sich auch auf der Abfahrt. Die Fahrwerksabstimmung mit den Komponenten verschiedener Hersteller ist den Entwicklern gelungen, lediglich auf schnellen ruppigen Abfahrten könnte das Gesamtpaket für unseren Geschmack noch einen Tick feinfühliger agieren.

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Auf dem Spot zeigt sich das Centurion beim Jumpen etwas kopflastig, lässt sich ansonsten aber wunderbar in der Luft dirigieren. Mit seinem Fahrverhalten deckt das Centurion einen vielseitigen und anspruchsvollen Einsatzbereich ab. Die Sitzposition ist sportlich komfortabel und erlaubt auch weite Touren. Dank der Vario-Sattelstütze mit einem Verstellbereich von 125 mm ist die optimale Sattelhöhe schnell und unkompliziert eingestellt. Um dabei nicht die Hand vom Lenker nehmen zu müssen, würden wir uns allerdings einen Remote-Hebel wünschen.

Fazit

Das Centurion No Pogo 800.27 überzeugt mit einem äußerst unkomplizierten Fahrverhalten und deckt zugleich einen sehr vielseitigen Einsatzbereich ab. Ein All Mountain Bike für die Tour in den Alpen als auch für die schnelle Feierabendrunde.

Produktdetails

B’Twin Fahrrad-Shorts 700 XC: Man(n) zeigt Bein!

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Test: Angesichts des herannahenden Winters ist sicherlich die Frage berechtigt, wann die Saison für kurze Hosen für beendet erklärt werden muss. Nach dem Test der B’Twin Fahrrad-Shorts 700 XC können wir nur sagen: Zumindest jetzt noch nicht!

Die B’Twin Fahrrad-Shorts 700 XC richtet sich in erster Linie an Biker, denen Tight Hosen zu eng und MX-Shorts zu schwer oder zu unluftig sind. Aus atmungsaktivem und schnelltrocknendem Material gefertigt, weiß die Hose von B’Twin mit einer sehr guten Passform und vielen durchdachten Detaillösungen zu begeistern. So lässt sie sich beispielsweise für eine perfekte Anpassung rechts und links per Klett in der Taille verstellen. Durch das leicht elastische Material und den bequemen Schnitt wird die Bewegungsfreiheit in keinster Weise eingeschränkt.

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Im Gegensatz zu vielen anderen Fahrrad-Shorts wird die Hose ohne Sitzpolster ausgeliefert, doch auch hier steckt die Lösung im Detail: Für knöpfbare Undershorts sind innen am Bund spezielle Schlaufen angebracht. Die beidseitig vorhandenen, innenliegenden Taschen sorgen für Stauraum. Verschließen lassen sich diese Taschen mit flachen Reißverschlüssen, deren Nähte zudem verschweißt sind. Erhältlich ist die B’Twin Fahrrad-Shorts 700 XC in mehreren Größen für 39,90 Euro bei Decathlon.

Tipp: Für eine Verlängerung der Shorts-Saison bieten sich Knie- und Beinlinge an!

Fazit 

Die B’Twin Fahrrad-Shorts 700 XC zeichnet sich durch einen hohen Tragekomfort und eine gute Qualität aus. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Produktdetails

 

COBOC eCycle – Das Pedelec der Superlative im Test

Es gibt viele Bikes die begeistern, aber nur wenige Fahrräder vermögen wirklich zu faszinieren! Das COBOC eCycle gehört zu der Sorte Fahrräder, die den Betrachter schon beim Anblick in den Bann ziehen. Das puristisch wirkende Bike besticht mit Eleganz und Dominanz gleichzeitig. Ohne Zweifel, das COBOC sieht schon im Stand schnell aus!

Der schöne und sauber verarbeitete Rahmen in lackschwarz beherbergt ein kleines Geheimnis: Im Unterrohr verbirgt sich ein Akku, der dem COBOC bzw. dem Fahrer mächtig Power verleiht! Keine hässliche Halterung, die sich optisch aufzwängt oder gar durch Klappern für Missmut sorgt! Ebenso unauffällig zeigt sich der starke Hinterradnabenmotor. Die sehr einfach zu bedienende Steuerzentrale des Systems ist im Oberrohr untergebracht, gut sichtbar für den Fahrer, aber kaum wahrnehmbar für Außenstehende! Es bedarf schon eines genauen zweiten Blickes, um das COBOC als Pedelec zu enttarnen!

Nicht nur optisch ist das COBOC ein Pedelec der Superlative! Auf die Waage verfrachtet, bleibt die Anzeige unterhalb der 14 Kilogramm Marke! Wahnsinn! Ein Eindruck, der sich beim Fahren bestätigt! Die über 500 Watt des Motors peitschen das leichte Gefährt mit unglaublichem Schub nach vorne. Sicherlich kann das COBOC eCycle gesetzestreu auch mit 25 km/h gefahren werden, aber wir konnten nicht anders, nein, wir wollten nicht anders! Im unbegrenzten Modus erreichten wir mit dem eCycle im Flachland eine Geschwindigkeit von knapp 42 km/h! Da das COBOC auf eine Schaltung verzichtet, muss die Übersetzung natürlich einen breiten Bereich abdecken. Das ist den Entwicklern bei unserem Bike im Test sehr gut gelungen. Die optimale Trittfrequenz hatten wir um die 20 – 25 km/h. Übrigens eine Geschwindigkeit, die mit dem eCycle auch ohne Motorunterstützung gut zu halten ist.

Vorbildlich zeigt sich der sparsame Motor auch bei der Leistungsentfaltung und Umsetzung! Der Motor spricht direkt und ohne Verzögerung auf die eingesetzte Muskelkraft an. Dadurch trübt sich im Laufe der Zeit die Wahrnehmung der eigenen Muskelkraft etwas – um wieder auf den Boden der Tatsachen zu gelangen, sollte der Fahrer auch mal ohne Motorunterstützung fahren 😉 Beim Ausbleiben der Muskelkraft, zum Beispiel beim Bremsen oder beim Rollen, riegelt die Elektronik den Vorwärtsschub des Motors sofort ab. Eine perfekte Steuerung, die somit höchste Sicherheit bietet! Obwohl das COBOC eCycle sehr leicht ist, überzeugt die Steifheit des Bikes. Das COBOC ist extrem agil und reagiert sofort auf jede Lenkbewegung. Das Bike besticht auch bei hohem Tempo mit höchster Laufruhe und Souveränität.

Der puristische Aufbau des eCycle zeigt sich alleine schon bei den fehlenden Schnellspannern, allerdings führen die meisten Biker sowieso ein Multi-Tool mit sich herum! Die Ladestation ist sehr voluminös und füllt einen kleinen Tagesrucksack zur Hälfte aus, andererseits handelt es sich um ein Schnellladegerät, welches den Akku innerhalb von 2 Stunden komplett lädt. Mit einer Akkuladung sind Touren von 60 Kilometern realistisch – ein Wert, der natürlich von vielen äußeren Faktoren abhängig ist und somit extrem schwanken kann. Der Akku mit über 300 Wattstunden lässt sich im Vergleich zu anderen Pedelecs nicht auf einer Tour „mal eben“ wechseln, aber dafür steckt der Akku komplett unsichtbar im Rahmen – und er kann nicht rappeln. Ein bis ins kleinste Detail durchdachtes Objekt der Begierde, welches mit seinem Preis von knapp 5000 Euro allerdings einer exklusiven Bikerschicht vorbehalten ist.

Mehr Infos zum COBOC eCycle unter www.coboc.biz

Cratoni Rocket – Helm für anspruchsvolle CC-Biker und AM-Biker

Im umfangreichen Sortiment von Cratoni findet sich für jeden Bereich des Radfahrens der passende Helm. Auf Asphalt kratzende Rennradfahrer werden von Cratoni ebenso bedient wie die nach Adrenalin süchtigen Downhiller. Mit dem Cratoni Rocket spricht das deutsche Unternehmen vor allem All-Mountainbiker und anspruchsvolle CC-Fahrer an. Wir haben das gute Stück in den letzten Wochen bei unseren Ausfahrten ausreichend kennenlernen dürfen.

Ganz dem Trend folgend zeigt sich der Cratoni mit einer matten und leicht gummierten Oberfläche. Der nur etwa 230 Gramm schwere Helm ist im In-Mold-Verfahren hergestellt und erfüllt natürlich die Norm CE EN 1078. Durch den tiefen Schnitt vermittelt der Cratoni Rocket ein sehr sicheres, aber auch sehr angenehmes Tragegefühl. Der kurze Helmschirm behindert nicht die Sicht und ist zudem entfernbar. Eine Vielzahl an großflächigen Lüftungslöchern sorgen für eine angenehme Luftzirkulation, womit der Kopf auch im Sommer ausreichend gekühlt wird.

Der Cratoni Rocket lässt sich schnell und einfach individuell an den Biker anpassen. Das Anatomic Fit System von Cratoni, kurz AFS genannt, ermöglicht eine kinderleichte Anpassung mittels des Drehknopfes. Der Drehknopf im Bereich des Hinterkopfes ist gut erreichbar und auch mit Handschuhen bedienbar. Die Helmgurte lassen sich ebenfalls individuell anpassen und dank des unkomplizierten Klicksystems einfach fixieren. Beim Helmverschluss handelt es sich um ein Klickverschluss und lässt sich selbst mit Handschuhen schnell schließen und öffnen.

Bei den reflektierenden Elementen war Cratoni etwas sparsam. Diese sind zwar vorhanden, allerdings würden wir uns eine etwas weniger sparsame Verwendung wünschen. Witzig finden wir die Idee mit dem Aufbewahrungsbeutel für den Helm, der als kleiner Rucksack getragen werden kann. Ebenfalls zum Lieferumfang gehört ein Insektengitter, welches dank der Klettpunkte schnell eingesetzt werden kann. Lästiges Viehzeugs bleibt somit außen vor! Durch die Verwendung von Klettpunkten ist auch eine unkomplizierte Reinigung der Pads möglich.

Die Verarbeitung des Helms gibt ebenfalls keinen Anlass für Kritik. Der Helm ist in vier Ausführungen erhältlich, von schlicht und edel (Black-anthracite rubber) bis poppig (Blue-yellow rubber). Der Cratoni Rocket überzeugte uns im Test durch die gute und unkomplizierte Anpassbarkeit sowie das sehr gute Tragegefühl. Der Helm sitzt wackelfrei auf dem Kopf, drückt nicht und verrutscht auf bei wildesten Rides über Wurzeln nicht. Entwarnung auch für Brillenträger, das Tragen einer Brille wird nicht eingeschränkt. Unser Fazit: Sehr empfehlenswert!

Größen: S/M (53-56 cm), M/L (56-59 cm) und L/XL (58-62 cm)
Verschiedene Ausführungen erhältlich
Preis: Um die 80 Euro (Preisvergleich lohnt!)

iXS Cleaver – Der Knie-Schienbeinschoner für die harte Gangart

Wer keine Kompromisse bei der Abfahrt eingehen möchte, wer keine Gnade beim Jagen von der (persönlichen) Bestzeit kennt, kommt nicht ohne sehr gute Protektoren aus. Egal ob es sich nun um den Profi oder um den gestressten Büroangestellten handelt, der sich am Wochenende den Kopf frei fährt, als Racer benötigt man ein Maximum an Schutz. Mit dem Cleaver bietet iXS einen Knie-Schienbeinschoner speziell für den Bereich Downhill und Gravity Extremsport an. Direkt vor dem ersten Anziehen wird klar, dass iXS mit dem Cleaver Knie-Schienbeinschoner keine Kompromisse eingeht. Sogar der Klett unterscheidet sich vom herkömmlichen Klett, er ist feiner, flexibler und verdammt festsitzend.

Fixiert wird der Schoner mit drei Klettstreifen, wobei die oberen beiden direkt am Knie (jeweils oberhalb und unterhalb des Knies) sitzen. Der obere Teil des Schoners, also der Kniebereich, ist als Strumpf ausgeführt, was zwar das schnelle Anziehen des Schoners erschwert, aber dennoch zwei wichtige Vorteile mit sich bringt: Zusätzlich zu den Klettstreifen eine erhöhte Fixierung des Schoners, was wiederum ein Verrutschen nahezu ausschließt, zum anderen bietet der Strumpf Schutz vor Scheuerstellen durch die Klettstreifen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, werden die Klettstreifen zusätzlich durch Laschen gehalten. Top! Da iXS anscheinend alle Eventualitäten ausschließen will, ist oberhalb des Knies auf der Innenseite des Strumpfes ein Silikonstreifen angebracht. Selbst bei einem Sturz sitzen die Cleaver Knie-Schienbeinschoner bombenfest.

Man ist schon fast geneigt zu sagen, dass bevor der Schoner verrutscht, man sich wohl eher das Bein herausreißen wird. Für eine optimale Passform und angenehmen Tragekomfort sorgt das stretchige Material des Strumpfes. Lobenswert finden wir auch die Länge der Klettstreifen. Bei anderen Schonern mal zu lang, mal zu kurz, ist bei den iXS Cleaver endlich mal die Länge optimal! Auch was den direkten Schutz betrifft, egal ob beim Sturz, beim Abrutschen von der Pedale oder durch hochfliegende Steine bzw. Äste, gibt sich iXS beim Cleaver nicht die Blöße. Die Aufprallenergie wird von dem Materialmix hervorragend absorbiert. Die Hartschalen sind von der Größe als auch der Anordnung sinnig aufgebracht, Luftschlitze sorgen für Luftzirkulation. Das Trägermaterial ist atmungsaktiv.

Zwischen der Hartschale des Knies und des Schienbeins befindet sich ein flexibler Gummipuffer. Neben der Schutzfunktion sorgt dieser für Stabilität. Der Schutz des Trägermaterials reicht weit über das Knie hinaus, auch seitlich des Knies kann die Protektion überzeugen. Der weit nach unten reichende Schutz des Schienbeins lässt nahezu keine Angriffsfläche. Trotz des weitreichenden Schutzes kann der iXS Cleaver durch Tragekomfort – auch in Bezug auf Atmungsaktivität – überzeugen, wobei wir uns aber immer wieder vor Augen halten sollten, dass dieser Schoner für den Einsatz beim DH und Extrembiken gedacht ist. Wer maximalen Schutz gepaart mit gutem Tragekomfort für kompromisslose Einsätze sucht, wird den Griff zum iXS Cleaver Knie-Schienbeinschoner mit Sicherheit (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht bereuen. Nicht billig, aber jeden Cent wert!

Farben: Schwarz, grün und weiß
Erhältliche Größen: S, M, L, XL
Preis: 99,95 Euro

Vaude Tonale AM – Der Schuh für den Tourer und Alpinisten – Test

Eine wichtige Voraussetzung für Tourenspaß sind vernünftige Schuhe. Nicht nur eine gute Passform und Wetterfestigkeit spielen eine große Rolle, sondern auch die „Alltagstauglichkeit“. Wer eine lange Tour wie beispielsweise den Alpencross bestreitet, verzichtet oftmals auf ein zweites Paar Schuhe. Wir brauchen also, je nach Betrachtungsweise, die eierlegende Wollmilchsau oder die wollmichlegende Eiersau. Wie auch immer, wir haben uns die Vaude Tonale AM unter die Hufen geschnallt.

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, wollen wir uns diesmal nicht auf die Gruppe der Freestyler oder Dirter konzentrieren, sondern uns dem Großteil der Mountainbiker zuwenden. Dazu gehören die Alltagsradler, die jeden Tag bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit fahren, die All-Mountain Biker und natürlich die Tourenfahrer, die auch einige Tage ohne Schuhwechsel auskommen müssen. Laut Vaude wäre hierfür der Tonale AM die richtige Kaufentscheidung. Knapp vier Monate hatten wir den Schuh jetzt im Test, was heißt, dass der arme Schuh den Winter hindurch getragen wurde – und davon hatten wir bekanntlich genug.

Aus dem Karton entnommen zeigt sich der Vaude Tonale AM in einem perfekten Zustand. Jaja, werdet ihr jetzt denken, das sind neue Schuhe doch immer! Jein…der genaue Blick auf die Schuhe zeigt eine penibelst saubere Verarbeitung, keine Klebereste, wie man sie oft an anderen Schuhen erblicken kann. Das ist schon ein feiner Unterschied. Die Nähte sind ebenfalls sehr sauber ausgeführt – ob dies so bleiben würde, sollte sich nach dem Test herausstellen. Auffallend ist das hohe Gewicht der Schuhe. Das Profil der Sohle macht einen sehr guten Eindruck und natürlich ist der Tonale AM geeignet für SPD- und entsprechende Systeme.

Der Vaude Tonale AM ist sehr robust aufgebaut, was man auch am Tragekomfort bemerkt. Der Schuh sitzt den Anforderungen entsprechend angenehm, aber keinesfalls leichtfüßig. Die Schnürung verschwindet weitgehendst hinter dem Klettverschluss und baumelt so weder unkontrolliert in der Gegend herum noch löst sie sich unabsichtlich. Reflektorstreifen sind vorne als auch hinten an der Ferse angebracht – sehr lobenswert. Beeindruckt sind wir von der Wetterfestigkeit des Schuhs. Wir sind im Regen sowie bei Schnee unterwegs gewesen, nasse Füsse sind mit dem Tonale AM ein Fremdwort. Das Zauberwort auch hier: Ceplex!

Der Aufbau des Schuhs in Verbindung mit dem atmungsaktiven Ceplex-Material ist Vaude in Bezug auf die Beanspruchung absolut gelungen. Der Schuh bietet auch im Winter einen sehr guten Kälteschutz, bei wärmeren Bedingungen wird es aber muckelig warm. Ebenfalls ein Traum ist die stark profilierte Sohle. Die Trittsicherheit ist fantastisch, was sich besonders bei Tragepassagen auf schlüpfrigen Boden auszahlt. Wir haben den Schuh sogar zum Wandern eingesetzt, also wahrlich ein Allrounder. Der hohe Abschluss des Schuhs bietet einen sehr guten Schutz des Knöchels. Der Bereich des Knöchels ist sehr gut gepolstert.

Beim Freeriden störte uns allerdings der etwas hohe steife Abschluss des Schuhs, der die Bewegungsfreiheit leicht behindert, aber zumindest nicht einschränkt. Auch nach vielen Wochen im Einsatz zeigt sich der Vaude Tonale AM immer noch in einem sehr guten Zustand. Die Nähte sehen noch aus wie neu, nichts ist ausgefranst oder abgerissen. Der gute Eindruck bestätigt sich somit auch nach dem Test. Ein richtig guter Tourenschuh, der unseres Erachtens vom Gewicht (unsere Messung ergab 1280 Gramm bei der Größe 43) allerdings etwas zu schwer geraten ist.

Preis: 150 Euro
Größen: 38 bis 48

Rose Uncle Jimbo 4 – Ein Enduro für (fast) alle Fälle

Unverkennbare Familienzugehörigkeit! Was bei Automarken, wie beispielsweise bei einem großen Münchner Autokonzern, gang und gäbe ist, zieht sich auch bei Rose wie ein roter Faden durch die Produktlinie. Die Ähnlichkeit der Rose Bikes untereinander ist unbestreitbar. Doch nicht nur die Optik, sondern auch die technische Umsetzung ist – grob gesehen – identisch.

Der Unterschied liegt im Detail, beispielsweise in der Geometrie, einer etwas versetzten Anlenkung, Rohrdimensionen etc.. Diese Details bewirken enorme Änderungen und machen das Rose Uncle Jimbo, ausgestattet mit den passenden Komponenten, zu dem was es wirklich ist: Ein waschechtes Enduro. Wir haben das aktuelle Rose Uncle Jimbo 4 für euch durch die Eifel gejagt!

Schon vor dem eigentlichen Test erfreut die Handhabe der unkomplizierten Bestellung. Leicht verständlich und übersichtlich lässt sich das Bike online konfigurieren und zusammenstellen. Wer in der Nähe von Bocholt wohnt, dem empfehlen wir natürlich einen Besuch im Rose Biketown.

Der Versand verlief wieder absolut reibungslos und die Vormontage des Bikes ist perfekt. Kurz das Bike ausgerichtet, die Schrauben überprüft, Pedale montiert, die ersten groben Fahrwerkseinstellungen vorgenommen und das Bike ist für den ersten Ausritt bereit. Wobei wir hier allerdings direkt einräumen müssen, dass die perfekte Einstellung des Fahrwerks, durch die vielfältigen Einstellmöglichkeiten, etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Bereits bei der ersten Bike Serie von Rose ist uns das Wohlfühl-Feeling aufgefallen. Man setzt sich auf das Bike und weiß: Jepp, das ist mein Ding! Über die vielen Jahre hat sich das bei Rose (zum Glück) nicht geändert und somit vermittelt auch das neue Uncle Jimbo dieses gute Gefühl. Ein gutes Gefühl, welches sich auf dem Trail bestätigt.

Das Rose Uncle Jimbo verinnerlicht die Tugenden, die man von einem guten Enduro erwartet. So ist das Uncle Jimbo auf Forstwegen ebenso überzeugend wie auf Singletrails, auf ins Tal schießende Serpentinenstraßen ebenso tadellos wie auf ruppigen Abfahrten. Selbst Ziehstücke, die uns oft für die Verbindung von Trail zu Trail erwarten, lassen sich mit dem Rose Uncle Jimbo 4 recht angenehm runterspulen.

Das Uncle Jimbo lässt sich (sitzend) gut bergauf treten, ohne allerdings Geschwindigkeitsrekorde aufstellen zu wollen – oder zu können. Im Wiegetritt muss man dem Wippen des Fahrwerks mit einem Griff zum Dämpfer entgegenwirken. Bei sehr steilen Uphills hilft die Absenkung der Front, da sonst die Nase leicht wird. Antriebseinflüsse sind dem Rose Uncle Jimbo ebenso fremd wie ein nervöses Fahrwerk.

Der Rahmen begeistert: Die Geometrie ist perfekt für ein Enduro, dazu seitensteif, stabil, bietet ein gut ansprechendes progressives Fahrwerk mit viel Reserven und ist dazu optisch aufgeräumt. Das Jimbo liegt satt auf der Piste: Auf dem Trail und in Wurzelpassagen ebenso wie auf bergabschießenden Wegen mit Geschwindigkeiten jenseits von gut und böse.

Bei dem Tempo, welches man mit dem Uncle Jimbo zu Tage legt, braucht man zuverlässige Bremsen. Die Avid Elixir 7 Bremse, vorne mit einer 200 mm Bremsscheibe und hinten mit einer 180 mm Bremsscheibe ausgestattet, erledigt ihre Arbeit perfekt. Sehr gute Bremsleistung mit guter Dosierbarkeit zeigen die Qualitäten dieser Bremse.

Auf wechselhaftem Terrain überzeugen die Schwalbe Fat Albert 2.4 mit gutem Grip, rollen aber dennoch auch auf Asphalt recht anständig. Ebenfalls eine gute Wahl ist der 780 mm breite Crank Brother Sage 2 Lenker in Verbindung mit dem kurzen Crank Brohters Vorbau. Das Uncle Jimbo lässt sich gut um die Ecken drücken und auch bei hohem Tempo hat man das Spaßgerät jederzeit im Griff.

Mit einem Zungenschnalzer ist die FOX 36 Talas RC2 Federgabel zu erwähnen. Die Kashima beschichtete Gabel bietet 160 mm Federweg und lässt von der Funktion als auch von den Einstellmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Hi- und Lowspeed Druckstufe, keine Wünsche offen. Beim Uncle Jimbo 4 setzt Rose auf den Monarch RT3 Dämpfer von Rock Shox, um die 160 mm Federweg am Heck im Zaum zu halten.

Der Aus- und Einbau der DT Swiss E 2000 Laufräder geschieht dank der Steckachsen werkzeugfrei. Lediglich der hintere Spanner störte uns bisweilen beim Schieben bergauf, da wir das eine oder andere Mal mit unserer Freeride-Hose hängengeblieben sind. Eine leichte Innenneigung des Spanners würde uns schon reichen…

Die Schaltkombi SRAM X0/X9 beschert uns zwanzig Gänge mit knackigem Schaltpunkt. Lediglich bei hohem Tempo stößt man an die Grenze der Übersetzung – ab 45 km/h pedaliert man sich einen Wolf – ein Zugeständnis an die zwei Kettenblätter. Wem das nicht reicht und noch schneller pedaliert, dem werden wohl die Beine wegfliegen.

Dafür haben wir allerdings eine Kettenführung, die auch in ruppigen Passagen die Kette auf dem Kettenblatt hält. Natürlich sind wir euch hier noch die Antwort auf die Frage des Gewichts schuldig. Das Uncle Jimbo in der Größe S bringt bei uns ohne Pedale 14,5 Kilogramm auf die Waage. Ein richtig gutes Enduro mit richtig guten Parts. Wer mit dem Rose Uncle Jimbo keinen Spaß hat, dem ist wohl wirklich nicht mehr zu helfen…

Zwei Dinge müssen wir hier allerdings noch ansprechen: Der Vorbau ist leider mit Torx-Schrauben versehen. Wir wollen hier nicht die Vorteile von Torx in Frage stellen, aber in der Praxis finden wir den Einsatz am Vorbau eher ungünstig. Die meisten Multitools besitzen keinen Torx-Schlüssel und nach einem Sturz kann die erneute Ausrichtung des Vorbaus erforderlich werden. Und wenn man dann in der Pampa ohne Werkzeug sitzt…

Der zweite Punkt betrifft die Sattelstütze. Diese lässt sich zwar dank des durchgehenden Sattelrohrs schön versenken, allerdings würden wir uns an einem vielseitigen Enduro wie dem Rose Uncle Jimbo (besonders in der Preisklasse) direkt eine Vario-Sattelstütze wünschen.

Erhältliche Farben: dark-gold/matt-black sowie anodized black
Größen: S, M, L und XL
Preis: 2799 Euro

Vaude Gravit 20+5 – Test Bike-Rucksack – Ich gehe auf Reise und nehme mit…

… einen Reserveschlauch, Flickzeug, eine Regenjacke, Werkzeug, mehrere Energieriegel, Kartenmaterial… Wer kennt es nicht, das allseits beliebte Spiel mit den vielen Worten? Doch eines wird nicht geklärt: Wohin mit dem ganzen Plunder? Vaude bietet mit der Serie Gravit direkt mehrere Bike-Rucksäcke an, die von einem kurzen Trip bis zur mehrtägigen Reise alles abdecken. Wir haben uns für euch den Gravit 20+5, den zweitgrößten Rucksack der Serie, auf den Buckel geschnallt.

Damit wird natürlich die Frage laut, welche Ausführungen die Gravit Serie dem Biker noch zur Verfügung stellt. Das Sortiment erstreckt sich vom Gravit 10+3 und dem Gravit 15+3 über den bereits angesprochenen Gravit 20+5 bis zum Gravit 25+5. Die Preisspanne reicht hierbei von 75 Euro für die kleinste Ausführung bis 110 Euro für den Mehrtagesrucksack Gravit 25+5. Unser im Test befindliches Modell ist für 100 Euro erhältlich, wobei aber auch hier ein Preisvergleich im Internet das eine oder andere Schnäppchen hervorzaubern kann. Die Produktbezeichnung lässt bereits auf das Packvolumen + Erweiterungsvolumen schließen. Neben der Farbe Schwarz ist der Vaude Gravit Rucksack in den trendigen Farben Blau und Meadow, also Grün (um jetzt nicht zu sehr in die Farben- und Begriffslehre abzudriften), erhältlich. Die farblichen Absetzungen und die Form des Rucksacks können optisch bereits vor der ersten Ausfahrt punkten.

Für einen optimalen Sitz des Rucksacks darf man sich der Längenverstellung bedienen. Damit lässt sich der Gravit Rucksack wunderbar an die Körpergröße anpassen. Dies geschieht denkbar einfach durch Entriegeln der Träger mittels der roten Schlaufen. Der Rucksack ist somit von S bis XL einstellbar – ein wirklich klasse System! Easy ist ebenfalls die Einstellung des Brustgurtes als auch des Hüftgurtes. Einfache Handhabung ist somit das weitere Thema. Mittels eines Reißverschlusses lässt sich das Volumen, in diesem Fall 20 Liter, um weitere 5 Liter aufstocken. Sämtliche Reißverschlüsse sind auch mit Handschuhen gut zu öffnen bzw. zu schließen. Der Rucksack sitzt sehr gut auf dem Rücken und mit den Gurten fixiert steht auch ruppigen Abfahrten und diversen Jumps nichts im Wege. Der Rucksack behindert die Bewegungsfreiheit in keinster Weise und auch im Nackenbereich schränkt der Vaude nicht die Kopffreiheit ein. Der Hüftgurt ist gepolstert und sitzt bequem, gleiches gilt für die Träger.

Der Rücken wird durch Aussparungen belüftet, wobei hier natürlich immer nur bedingt eine ausreichende Belüftung erreicht werden kann – irgendwo muss der Rucksack ja aufliegen. In diesem Fall dienen mehrere Kontaktstellen für einen besseren Sitz des Rucksacks. Eine Durchführung für den Wasserschlauch ist ebenso vorhanden wie die zwei seitlichen Netztaschen. Das Haltenetz für den Helm lässt sich bei Bedarf anbringen und an eine Befestigung für ein Rücklicht wurde ebenfalls gedacht. Von außen sind drei Staufächer erreichbar, ein zusätzliches befindet sich unterhalb des Rucksacks und beinhaltet das zum Lieferumfang gehörende Regencover. Die drei Staufächer teilen sich in das Hauptfach, ein Vorfach und ein kleines Fach für Utensilien wie beispielsweise ein Multitool und Flickzeug auf. Das Vorfach ist unterteilt und lässt selbst einen Schlüsselaufhänger nicht vermissen. Die Verarbeitung des robusten Rucksacks gibt, wie von Vaude gewohnt, keinen Anlass zur Kritik. Unser Fazit: Top, der ideale Begleiter für ausgedehnte Tagestouren.

Farben: Schwarz, blau und meadow
Preis: 100 Euro