Cratoni Rocket – Helm für anspruchsvolle CC-Biker und AM-Biker

Im umfangreichen Sortiment von Cratoni findet sich für jeden Bereich des Radfahrens der passende Helm. Auf Asphalt kratzende Rennradfahrer werden von Cratoni ebenso bedient wie die nach Adrenalin süchtigen Downhiller. Mit dem Cratoni Rocket spricht das deutsche Unternehmen vor allem All-Mountainbiker und anspruchsvolle CC-Fahrer an. Wir haben das gute Stück in den letzten Wochen bei unseren Ausfahrten ausreichend kennenlernen dürfen.

Ganz dem Trend folgend zeigt sich der Cratoni mit einer matten und leicht gummierten Oberfläche. Der nur etwa 230 Gramm schwere Helm ist im In-Mold-Verfahren hergestellt und erfüllt natürlich die Norm CE EN 1078. Durch den tiefen Schnitt vermittelt der Cratoni Rocket ein sehr sicheres, aber auch sehr angenehmes Tragegefühl. Der kurze Helmschirm behindert nicht die Sicht und ist zudem entfernbar. Eine Vielzahl an großflächigen Lüftungslöchern sorgen für eine angenehme Luftzirkulation, womit der Kopf auch im Sommer ausreichend gekühlt wird.

Der Cratoni Rocket lässt sich schnell und einfach individuell an den Biker anpassen. Das Anatomic Fit System von Cratoni, kurz AFS genannt, ermöglicht eine kinderleichte Anpassung mittels des Drehknopfes. Der Drehknopf im Bereich des Hinterkopfes ist gut erreichbar und auch mit Handschuhen bedienbar. Die Helmgurte lassen sich ebenfalls individuell anpassen und dank des unkomplizierten Klicksystems einfach fixieren. Beim Helmverschluss handelt es sich um ein Klickverschluss und lässt sich selbst mit Handschuhen schnell schließen und öffnen.

Bei den reflektierenden Elementen war Cratoni etwas sparsam. Diese sind zwar vorhanden, allerdings würden wir uns eine etwas weniger sparsame Verwendung wünschen. Witzig finden wir die Idee mit dem Aufbewahrungsbeutel für den Helm, der als kleiner Rucksack getragen werden kann. Ebenfalls zum Lieferumfang gehört ein Insektengitter, welches dank der Klettpunkte schnell eingesetzt werden kann. Lästiges Viehzeugs bleibt somit außen vor! Durch die Verwendung von Klettpunkten ist auch eine unkomplizierte Reinigung der Pads möglich.

Die Verarbeitung des Helms gibt ebenfalls keinen Anlass für Kritik. Der Helm ist in vier Ausführungen erhältlich, von schlicht und edel (Black-anthracite rubber) bis poppig (Blue-yellow rubber). Der Cratoni Rocket überzeugte uns im Test durch die gute und unkomplizierte Anpassbarkeit sowie das sehr gute Tragegefühl. Der Helm sitzt wackelfrei auf dem Kopf, drückt nicht und verrutscht auf bei wildesten Rides über Wurzeln nicht. Entwarnung auch für Brillenträger, das Tragen einer Brille wird nicht eingeschränkt. Unser Fazit: Sehr empfehlenswert!

Größen: S/M (53-56 cm), M/L (56-59 cm) und L/XL (58-62 cm)
Verschiedene Ausführungen erhältlich
Preis: Um die 80 Euro (Preisvergleich lohnt!)

iXS Cleaver – Der Knie-Schienbeinschoner für die harte Gangart

Wer keine Kompromisse bei der Abfahrt eingehen möchte, wer keine Gnade beim Jagen von der (persönlichen) Bestzeit kennt, kommt nicht ohne sehr gute Protektoren aus. Egal ob es sich nun um den Profi oder um den gestressten Büroangestellten handelt, der sich am Wochenende den Kopf frei fährt, als Racer benötigt man ein Maximum an Schutz. Mit dem Cleaver bietet iXS einen Knie-Schienbeinschoner speziell für den Bereich Downhill und Gravity Extremsport an. Direkt vor dem ersten Anziehen wird klar, dass iXS mit dem Cleaver Knie-Schienbeinschoner keine Kompromisse eingeht. Sogar der Klett unterscheidet sich vom herkömmlichen Klett, er ist feiner, flexibler und verdammt festsitzend.

Fixiert wird der Schoner mit drei Klettstreifen, wobei die oberen beiden direkt am Knie (jeweils oberhalb und unterhalb des Knies) sitzen. Der obere Teil des Schoners, also der Kniebereich, ist als Strumpf ausgeführt, was zwar das schnelle Anziehen des Schoners erschwert, aber dennoch zwei wichtige Vorteile mit sich bringt: Zusätzlich zu den Klettstreifen eine erhöhte Fixierung des Schoners, was wiederum ein Verrutschen nahezu ausschließt, zum anderen bietet der Strumpf Schutz vor Scheuerstellen durch die Klettstreifen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, werden die Klettstreifen zusätzlich durch Laschen gehalten. Top! Da iXS anscheinend alle Eventualitäten ausschließen will, ist oberhalb des Knies auf der Innenseite des Strumpfes ein Silikonstreifen angebracht. Selbst bei einem Sturz sitzen die Cleaver Knie-Schienbeinschoner bombenfest.

Man ist schon fast geneigt zu sagen, dass bevor der Schoner verrutscht, man sich wohl eher das Bein herausreißen wird. Für eine optimale Passform und angenehmen Tragekomfort sorgt das stretchige Material des Strumpfes. Lobenswert finden wir auch die Länge der Klettstreifen. Bei anderen Schonern mal zu lang, mal zu kurz, ist bei den iXS Cleaver endlich mal die Länge optimal! Auch was den direkten Schutz betrifft, egal ob beim Sturz, beim Abrutschen von der Pedale oder durch hochfliegende Steine bzw. Äste, gibt sich iXS beim Cleaver nicht die Blöße. Die Aufprallenergie wird von dem Materialmix hervorragend absorbiert. Die Hartschalen sind von der Größe als auch der Anordnung sinnig aufgebracht, Luftschlitze sorgen für Luftzirkulation. Das Trägermaterial ist atmungsaktiv.

Zwischen der Hartschale des Knies und des Schienbeins befindet sich ein flexibler Gummipuffer. Neben der Schutzfunktion sorgt dieser für Stabilität. Der Schutz des Trägermaterials reicht weit über das Knie hinaus, auch seitlich des Knies kann die Protektion überzeugen. Der weit nach unten reichende Schutz des Schienbeins lässt nahezu keine Angriffsfläche. Trotz des weitreichenden Schutzes kann der iXS Cleaver durch Tragekomfort – auch in Bezug auf Atmungsaktivität – überzeugen, wobei wir uns aber immer wieder vor Augen halten sollten, dass dieser Schoner für den Einsatz beim DH und Extrembiken gedacht ist. Wer maximalen Schutz gepaart mit gutem Tragekomfort für kompromisslose Einsätze sucht, wird den Griff zum iXS Cleaver Knie-Schienbeinschoner mit Sicherheit (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht bereuen. Nicht billig, aber jeden Cent wert!

Farben: Schwarz, grün und weiß
Erhältliche Größen: S, M, L, XL
Preis: 99,95 Euro

Vaude Tonale AM – Der Schuh für den Tourer und Alpinisten – Test

Eine wichtige Voraussetzung für Tourenspaß sind vernünftige Schuhe. Nicht nur eine gute Passform und Wetterfestigkeit spielen eine große Rolle, sondern auch die „Alltagstauglichkeit“. Wer eine lange Tour wie beispielsweise den Alpencross bestreitet, verzichtet oftmals auf ein zweites Paar Schuhe. Wir brauchen also, je nach Betrachtungsweise, die eierlegende Wollmilchsau oder die wollmichlegende Eiersau. Wie auch immer, wir haben uns die Vaude Tonale AM unter die Hufen geschnallt.

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, wollen wir uns diesmal nicht auf die Gruppe der Freestyler oder Dirter konzentrieren, sondern uns dem Großteil der Mountainbiker zuwenden. Dazu gehören die Alltagsradler, die jeden Tag bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit fahren, die All-Mountain Biker und natürlich die Tourenfahrer, die auch einige Tage ohne Schuhwechsel auskommen müssen. Laut Vaude wäre hierfür der Tonale AM die richtige Kaufentscheidung. Knapp vier Monate hatten wir den Schuh jetzt im Test, was heißt, dass der arme Schuh den Winter hindurch getragen wurde – und davon hatten wir bekanntlich genug.

Aus dem Karton entnommen zeigt sich der Vaude Tonale AM in einem perfekten Zustand. Jaja, werdet ihr jetzt denken, das sind neue Schuhe doch immer! Jein…der genaue Blick auf die Schuhe zeigt eine penibelst saubere Verarbeitung, keine Klebereste, wie man sie oft an anderen Schuhen erblicken kann. Das ist schon ein feiner Unterschied. Die Nähte sind ebenfalls sehr sauber ausgeführt – ob dies so bleiben würde, sollte sich nach dem Test herausstellen. Auffallend ist das hohe Gewicht der Schuhe. Das Profil der Sohle macht einen sehr guten Eindruck und natürlich ist der Tonale AM geeignet für SPD- und entsprechende Systeme.

Der Vaude Tonale AM ist sehr robust aufgebaut, was man auch am Tragekomfort bemerkt. Der Schuh sitzt den Anforderungen entsprechend angenehm, aber keinesfalls leichtfüßig. Die Schnürung verschwindet weitgehendst hinter dem Klettverschluss und baumelt so weder unkontrolliert in der Gegend herum noch löst sie sich unabsichtlich. Reflektorstreifen sind vorne als auch hinten an der Ferse angebracht – sehr lobenswert. Beeindruckt sind wir von der Wetterfestigkeit des Schuhs. Wir sind im Regen sowie bei Schnee unterwegs gewesen, nasse Füsse sind mit dem Tonale AM ein Fremdwort. Das Zauberwort auch hier: Ceplex!

Der Aufbau des Schuhs in Verbindung mit dem atmungsaktiven Ceplex-Material ist Vaude in Bezug auf die Beanspruchung absolut gelungen. Der Schuh bietet auch im Winter einen sehr guten Kälteschutz, bei wärmeren Bedingungen wird es aber muckelig warm. Ebenfalls ein Traum ist die stark profilierte Sohle. Die Trittsicherheit ist fantastisch, was sich besonders bei Tragepassagen auf schlüpfrigen Boden auszahlt. Wir haben den Schuh sogar zum Wandern eingesetzt, also wahrlich ein Allrounder. Der hohe Abschluss des Schuhs bietet einen sehr guten Schutz des Knöchels. Der Bereich des Knöchels ist sehr gut gepolstert.

Beim Freeriden störte uns allerdings der etwas hohe steife Abschluss des Schuhs, der die Bewegungsfreiheit leicht behindert, aber zumindest nicht einschränkt. Auch nach vielen Wochen im Einsatz zeigt sich der Vaude Tonale AM immer noch in einem sehr guten Zustand. Die Nähte sehen noch aus wie neu, nichts ist ausgefranst oder abgerissen. Der gute Eindruck bestätigt sich somit auch nach dem Test. Ein richtig guter Tourenschuh, der unseres Erachtens vom Gewicht (unsere Messung ergab 1280 Gramm bei der Größe 43) allerdings etwas zu schwer geraten ist.

Preis: 150 Euro
Größen: 38 bis 48

Rose Uncle Jimbo 4 – Ein Enduro für (fast) alle Fälle

Unverkennbare Familienzugehörigkeit! Was bei Automarken, wie beispielsweise bei einem großen Münchner Autokonzern, gang und gäbe ist, zieht sich auch bei Rose wie ein roter Faden durch die Produktlinie. Die Ähnlichkeit der Rose Bikes untereinander ist unbestreitbar. Doch nicht nur die Optik, sondern auch die technische Umsetzung ist – grob gesehen – identisch.

Der Unterschied liegt im Detail, beispielsweise in der Geometrie, einer etwas versetzten Anlenkung, Rohrdimensionen etc.. Diese Details bewirken enorme Änderungen und machen das Rose Uncle Jimbo, ausgestattet mit den passenden Komponenten, zu dem was es wirklich ist: Ein waschechtes Enduro. Wir haben das aktuelle Rose Uncle Jimbo 4 für euch durch die Eifel gejagt!

Schon vor dem eigentlichen Test erfreut die Handhabe der unkomplizierten Bestellung. Leicht verständlich und übersichtlich lässt sich das Bike online konfigurieren und zusammenstellen. Wer in der Nähe von Bocholt wohnt, dem empfehlen wir natürlich einen Besuch im Rose Biketown.

Der Versand verlief wieder absolut reibungslos und die Vormontage des Bikes ist perfekt. Kurz das Bike ausgerichtet, die Schrauben überprüft, Pedale montiert, die ersten groben Fahrwerkseinstellungen vorgenommen und das Bike ist für den ersten Ausritt bereit. Wobei wir hier allerdings direkt einräumen müssen, dass die perfekte Einstellung des Fahrwerks, durch die vielfältigen Einstellmöglichkeiten, etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Bereits bei der ersten Bike Serie von Rose ist uns das Wohlfühl-Feeling aufgefallen. Man setzt sich auf das Bike und weiß: Jepp, das ist mein Ding! Über die vielen Jahre hat sich das bei Rose (zum Glück) nicht geändert und somit vermittelt auch das neue Uncle Jimbo dieses gute Gefühl. Ein gutes Gefühl, welches sich auf dem Trail bestätigt.

Das Rose Uncle Jimbo verinnerlicht die Tugenden, die man von einem guten Enduro erwartet. So ist das Uncle Jimbo auf Forstwegen ebenso überzeugend wie auf Singletrails, auf ins Tal schießende Serpentinenstraßen ebenso tadellos wie auf ruppigen Abfahrten. Selbst Ziehstücke, die uns oft für die Verbindung von Trail zu Trail erwarten, lassen sich mit dem Rose Uncle Jimbo 4 recht angenehm runterspulen.

Das Uncle Jimbo lässt sich (sitzend) gut bergauf treten, ohne allerdings Geschwindigkeitsrekorde aufstellen zu wollen – oder zu können. Im Wiegetritt muss man dem Wippen des Fahrwerks mit einem Griff zum Dämpfer entgegenwirken. Bei sehr steilen Uphills hilft die Absenkung der Front, da sonst die Nase leicht wird. Antriebseinflüsse sind dem Rose Uncle Jimbo ebenso fremd wie ein nervöses Fahrwerk.

Der Rahmen begeistert: Die Geometrie ist perfekt für ein Enduro, dazu seitensteif, stabil, bietet ein gut ansprechendes progressives Fahrwerk mit viel Reserven und ist dazu optisch aufgeräumt. Das Jimbo liegt satt auf der Piste: Auf dem Trail und in Wurzelpassagen ebenso wie auf bergabschießenden Wegen mit Geschwindigkeiten jenseits von gut und böse.

Bei dem Tempo, welches man mit dem Uncle Jimbo zu Tage legt, braucht man zuverlässige Bremsen. Die Avid Elixir 7 Bremse, vorne mit einer 200 mm Bremsscheibe und hinten mit einer 180 mm Bremsscheibe ausgestattet, erledigt ihre Arbeit perfekt. Sehr gute Bremsleistung mit guter Dosierbarkeit zeigen die Qualitäten dieser Bremse.

Auf wechselhaftem Terrain überzeugen die Schwalbe Fat Albert 2.4 mit gutem Grip, rollen aber dennoch auch auf Asphalt recht anständig. Ebenfalls eine gute Wahl ist der 780 mm breite Crank Brother Sage 2 Lenker in Verbindung mit dem kurzen Crank Brohters Vorbau. Das Uncle Jimbo lässt sich gut um die Ecken drücken und auch bei hohem Tempo hat man das Spaßgerät jederzeit im Griff.

Mit einem Zungenschnalzer ist die FOX 36 Talas RC2 Federgabel zu erwähnen. Die Kashima beschichtete Gabel bietet 160 mm Federweg und lässt von der Funktion als auch von den Einstellmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Hi- und Lowspeed Druckstufe, keine Wünsche offen. Beim Uncle Jimbo 4 setzt Rose auf den Monarch RT3 Dämpfer von Rock Shox, um die 160 mm Federweg am Heck im Zaum zu halten.

Der Aus- und Einbau der DT Swiss E 2000 Laufräder geschieht dank der Steckachsen werkzeugfrei. Lediglich der hintere Spanner störte uns bisweilen beim Schieben bergauf, da wir das eine oder andere Mal mit unserer Freeride-Hose hängengeblieben sind. Eine leichte Innenneigung des Spanners würde uns schon reichen…

Die Schaltkombi SRAM X0/X9 beschert uns zwanzig Gänge mit knackigem Schaltpunkt. Lediglich bei hohem Tempo stößt man an die Grenze der Übersetzung – ab 45 km/h pedaliert man sich einen Wolf – ein Zugeständnis an die zwei Kettenblätter. Wem das nicht reicht und noch schneller pedaliert, dem werden wohl die Beine wegfliegen.

Dafür haben wir allerdings eine Kettenführung, die auch in ruppigen Passagen die Kette auf dem Kettenblatt hält. Natürlich sind wir euch hier noch die Antwort auf die Frage des Gewichts schuldig. Das Uncle Jimbo in der Größe S bringt bei uns ohne Pedale 14,5 Kilogramm auf die Waage. Ein richtig gutes Enduro mit richtig guten Parts. Wer mit dem Rose Uncle Jimbo keinen Spaß hat, dem ist wohl wirklich nicht mehr zu helfen…

Zwei Dinge müssen wir hier allerdings noch ansprechen: Der Vorbau ist leider mit Torx-Schrauben versehen. Wir wollen hier nicht die Vorteile von Torx in Frage stellen, aber in der Praxis finden wir den Einsatz am Vorbau eher ungünstig. Die meisten Multitools besitzen keinen Torx-Schlüssel und nach einem Sturz kann die erneute Ausrichtung des Vorbaus erforderlich werden. Und wenn man dann in der Pampa ohne Werkzeug sitzt…

Der zweite Punkt betrifft die Sattelstütze. Diese lässt sich zwar dank des durchgehenden Sattelrohrs schön versenken, allerdings würden wir uns an einem vielseitigen Enduro wie dem Rose Uncle Jimbo (besonders in der Preisklasse) direkt eine Vario-Sattelstütze wünschen.

Erhältliche Farben: dark-gold/matt-black sowie anodized black
Größen: S, M, L und XL
Preis: 2799 Euro

Vaude Gravit 20+5 – Test Bike-Rucksack – Ich gehe auf Reise und nehme mit…

… einen Reserveschlauch, Flickzeug, eine Regenjacke, Werkzeug, mehrere Energieriegel, Kartenmaterial… Wer kennt es nicht, das allseits beliebte Spiel mit den vielen Worten? Doch eines wird nicht geklärt: Wohin mit dem ganzen Plunder? Vaude bietet mit der Serie Gravit direkt mehrere Bike-Rucksäcke an, die von einem kurzen Trip bis zur mehrtägigen Reise alles abdecken. Wir haben uns für euch den Gravit 20+5, den zweitgrößten Rucksack der Serie, auf den Buckel geschnallt.

Damit wird natürlich die Frage laut, welche Ausführungen die Gravit Serie dem Biker noch zur Verfügung stellt. Das Sortiment erstreckt sich vom Gravit 10+3 und dem Gravit 15+3 über den bereits angesprochenen Gravit 20+5 bis zum Gravit 25+5. Die Preisspanne reicht hierbei von 75 Euro für die kleinste Ausführung bis 110 Euro für den Mehrtagesrucksack Gravit 25+5. Unser im Test befindliches Modell ist für 100 Euro erhältlich, wobei aber auch hier ein Preisvergleich im Internet das eine oder andere Schnäppchen hervorzaubern kann. Die Produktbezeichnung lässt bereits auf das Packvolumen + Erweiterungsvolumen schließen. Neben der Farbe Schwarz ist der Vaude Gravit Rucksack in den trendigen Farben Blau und Meadow, also Grün (um jetzt nicht zu sehr in die Farben- und Begriffslehre abzudriften), erhältlich. Die farblichen Absetzungen und die Form des Rucksacks können optisch bereits vor der ersten Ausfahrt punkten.

Für einen optimalen Sitz des Rucksacks darf man sich der Längenverstellung bedienen. Damit lässt sich der Gravit Rucksack wunderbar an die Körpergröße anpassen. Dies geschieht denkbar einfach durch Entriegeln der Träger mittels der roten Schlaufen. Der Rucksack ist somit von S bis XL einstellbar – ein wirklich klasse System! Easy ist ebenfalls die Einstellung des Brustgurtes als auch des Hüftgurtes. Einfache Handhabung ist somit das weitere Thema. Mittels eines Reißverschlusses lässt sich das Volumen, in diesem Fall 20 Liter, um weitere 5 Liter aufstocken. Sämtliche Reißverschlüsse sind auch mit Handschuhen gut zu öffnen bzw. zu schließen. Der Rucksack sitzt sehr gut auf dem Rücken und mit den Gurten fixiert steht auch ruppigen Abfahrten und diversen Jumps nichts im Wege. Der Rucksack behindert die Bewegungsfreiheit in keinster Weise und auch im Nackenbereich schränkt der Vaude nicht die Kopffreiheit ein. Der Hüftgurt ist gepolstert und sitzt bequem, gleiches gilt für die Träger.

Der Rücken wird durch Aussparungen belüftet, wobei hier natürlich immer nur bedingt eine ausreichende Belüftung erreicht werden kann – irgendwo muss der Rucksack ja aufliegen. In diesem Fall dienen mehrere Kontaktstellen für einen besseren Sitz des Rucksacks. Eine Durchführung für den Wasserschlauch ist ebenso vorhanden wie die zwei seitlichen Netztaschen. Das Haltenetz für den Helm lässt sich bei Bedarf anbringen und an eine Befestigung für ein Rücklicht wurde ebenfalls gedacht. Von außen sind drei Staufächer erreichbar, ein zusätzliches befindet sich unterhalb des Rucksacks und beinhaltet das zum Lieferumfang gehörende Regencover. Die drei Staufächer teilen sich in das Hauptfach, ein Vorfach und ein kleines Fach für Utensilien wie beispielsweise ein Multitool und Flickzeug auf. Das Vorfach ist unterteilt und lässt selbst einen Schlüsselaufhänger nicht vermissen. Die Verarbeitung des robusten Rucksacks gibt, wie von Vaude gewohnt, keinen Anlass zur Kritik. Unser Fazit: Top, der ideale Begleiter für ausgedehnte Tagestouren.

Farben: Schwarz, blau und meadow
Preis: 100 Euro

Vaude Kuro Gloves – Test Handschuhe

Irgendwann reicht es wirklich mal… wer hat langsam nicht genug vom Winter?! Allerdings hat der lange, nie enden wollende Winter einen Vorteil: Ein extrem langer Test der Vaude Kuro Gloves. Wir haben uns, ausgestattet mit dem dünnen Softshell-Handschuh, mit beiden Fäusten durch den Winter geschlagen. Laut Vaude handelt es sich bei dem Kuro um einen Kälte-Profi. Nachdem der Handschuh bei uns in der Redaktion eingetroffen war, waren wir allerdings sehr überrascht. Dieser dünne und leichte Softshell-Handschuh soll unsere zarten Griffels vor der erbarmungslosen Kälte schützen?

100 Prozent winddichte Membrane hin oder her, wir waren mehr als skeptisch. Der erste Blick zeigt einen durchdachten Handschuh mit vielen Detaillösungen, die sich auch im Test behaupten konnten. Dazu zählen die Dämpfungselemente in den Handinnenflächen samt der Silikonprints für einen sicheren Griff. Erstaunlicherweise zeigten weder die Dämpfungselemente noch die Silikonprints nach dem Test Verschleißerscheinungen. Die Silikonprints sind nicht nur in den Handinnenflächen aufgebracht, sondern auch am Daumen und an den Brems- bzw. Schaltfingern. Dieser Bereich ist zusätzlich verstärkt ausgeführt.

Der Frotteebesatz am Daumen darf sicherlich als Standard angesehen werden. Auch der Bereich des Daumens ist verstärkt ausgeführt. Selbst hier konnten wir keinen Makel nach dem Test feststellen. Die Reflektorstreifen sorgen für ein Plus an Sicherheit im Dunkeln. Der Handschuh schließt hoch ab, womit wirksam ein Eindringen von Fahrtwind vermieden wird. Ein Einstellen des Bündchens ist nicht möglich, lediglich ein Gummiband sorgt für die Anpassung. Durch die sehr gute Passform des Handschuhs allerdings kein Grund zur Kritik. Der Handschuh sitzt wie angegossen, von den Fingerspitzen bis zum Bündchen.

Der Handschuh fühlt sich angenehm auf der Haut an und vermittelt ein gutes Fingerspitzengefühl. Erstaunlich ist, wie gut der Kuro die Hände vor dem Auskühlen schützt. Trotz des dünnen Materials konnten wir auch lange Touren bestreiten, ohne an den Händen bzw. den Fingern zu frieren – und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt! Selbst bei einsetzendem Regen oder Schnee braucht man sich keine Gedanken um den Handschuh bzw. trockene Hände zu machen. Natürlich ist hier irgendwann Schluss im Gelände, da es sich nicht um einen Regenhandschuh handelt, wobei man aber sagen muss, dass es eine Weile dauert bis die Nässe die Haut erreicht. Für uns sind die Vaude Kuro Gloves eine Überraschung – und das im positiven Sinn!

Preis: Etwa 50 Euro
Größen: 5 bis 12
Farben: Schwarz, schwarz-gelb

Merida One-Sixty 3000 – Geiz war gestern! – Das Enduro im Test

Manche Dinge können so schön selbsterklärend sein. Das beweist beispielsweise Merida mit dem Enduro One-Sixty. Hier ist der Name „One-Sixty“ wirklich Programm und bedeutet 160 mm Federweg an der Front als auch am Heck. Merida bietet in Deutschland das Enduro in drei verschiedenen Ausführungen an. Sicherlich nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch des Geldbeutels. Unterhalb des mittleren Preissegments wird man allerdings nicht fündig, das One-Sixty ist erst ab der mittleren Preisklasse erhältlich und startet hier mit dem One-Sixty 1000 (2649 Euro). Das One-Sixty 1800 liegt bereits bei über 4100 Euro, das von uns getestete Merida One-Sixty 3000 schmälert mit seinen fast 5000 Euro auch üppigst gefüllte Kassen. Der Unterschied bei den Bikes liegt bei den verbauten Parts, nicht beim Rahmen – mal abgesehen von der Farbe.

Vorweg müssen wir an dieser Stelle erwähnen, dass es sich bei unserem Testbike zwar um das 3000er Modell handelt, die verbauten Komponenten allerdings nicht immer der Serie entsprechen. Wir werden auf diese „Unstimmigkeiten“ entsprechend hinweisen. Bevor auch nur ein Krümel Dreck unter die Stollen gekommen ist, musste das Merida erstmal auf die Waage. Mit den von uns montierten Plattformpedalen wiegt das Bike etwa 14,7 Kilogramm – ein Wert, der sich sehen lassen kann. Farblich ist das Bike perfekt abgestimmt. Das Merida ist optisch recht schlicht gehalten und wirkt, vielleicht auch gerade deswegen, ziemlich fesch. Manchmal ist weniger doch mehr und das wurde beim One-Sixty konsequent umgesetzt. Nicht gespart wurde an den verbauten Parts und bei der Entwicklung des Hinterbaus, dem VPK A-Link, einem VPP basierenden System.

So ein Bike darf natürlich nicht ungenutzt in der Ecke stehen. Kaum bei uns in der Redaktion angekommen, war das Peitschen über Trails angesagt. Direkt auffallend ist das sehr tief positionierte Tretlager. Was auf der einen Seite einen optimalen Druck auf den Trail bietet, birgt andererseits natürlich auch Nachteile. So ist beim Pedalieren am Hang etwas Vorsicht geboten, damit man sich nicht aushebelt. Gleiches gilt natürlich auch beim Pedalieren über Wurzeln und Steine. Man sollte das allerdings nicht als Kritik verstehen – auf der anderen Seite bietet das Merida ein sehr sattes Fahrgefühl, man taucht regelrecht in den Trail ein. Der VPK A-Link Hinterbau arbeitet sehr sauber und definiert. Der durchdachte Hinterbau ist eine Freude. Weder Antriebseinflüsse noch ein schwammiges Ansprechverhalten sorgen für Unmut.

Wurzelteppiche in Kurven beeindrucken das Fahrwerk des One-Sixty in keinster Weise. Einen wichtigen Teil tragen natürlich auch die Gabel und der Dämpfer bei. Im Gegensatz zur Serie glättete bei uns eine Fox 36 Float Fit RLC Gabel und ein Fox Float RP23 Dämpfer die Trails – beide natürlich Kashima beschichtet. Der progressiv arbeitende Hinterbau bietet genug Reserven, da kann es auf dem Trail gerne zorniger zugehen. Die Anpassbarkeit an die Gegebenheiten ist ein Traum, besonders die Einstellungen an der Gabel sind immens. In der Serie wird das Bike mit einer absenkbaren Fox 34 Talas 26 CTD Fit Gabel und einem Fox Float-A Dämpfer bestückt. Besonders die absenkbare Gabel ist ein wichtiger Pluspunkt, da an steilen Rampen die Nase leicht wird.

In Kurven gilt es etwas die Front zu belasten, um den Anpressdruck zu erhöhen, sonst schiebt das One-Sixty leicht über das Vorderrad. Die Eingewöhnungszeit ist Dank des gutmütigen Fahrverhaltens allerdings nicht der Rede wert. Mit Leichtigkeit segelt das One-Sixty über die Jumps. Ebenso leicht, wie das Enduro durch die Luft gleitet, lässt es sich in der Luft manövrieren. Die Landung gestaltet sich so sanft, dass man rohe Eier mit sich führen könnte. Die Beschleunigung lässt keine Wünsche offen. Bergan lässt sich das Merida gut treten, obwohl die Vorlieben des Bikes bei abschüssigen und ebenen Trails zu finden sind. Die Fahrhaltung auf dem Merida ist, den jeweiligen Anforderungen entsprechend, sehr gut. Das gilt beim entspannten Sitzen, welches zu langen Touren einlädt, als auch bei stehender Fahrweise.

In keiner Fahrsituation wirkt das Bike gedrungen oder gar unpassend. Weshalb unser Testbike mit DH Reifen bestückt war, wissen wir nicht. Wir haben die leicht rollenden Hutchinson Cougar Enduro Reifen aufgezogen, in der Serie rollt das One-Sixty 3000 auf Schwalbe Fat Albert. Der Hinterbau bietet auch breiten Reifen genug Freiraum. Ebenfalls nicht der Serie entsprechend waren die verbauten Laufräder. So hatten wir DT Swiss Tricon Laufräder anstatt der Mavic CrossMax SX. Bremse und Schaltung entsprachen auch nicht der Serie, welche normalerweise eine komplette Shimano XT Ausstattung aufweist. Sei es nun eine SRAM X0 oder Shimano XT Schaltung, beide Schaltgruppen überzeugen durch ihre Funktion. Das Gleiche gilt auch für die Shimano XT-Bremse des Serienbikes. Wichtig ist, dass der Umwerfer perfekt ausgerichtet ist, sonst schabt dieser beim Einfedern am Hinterbau.

Natürlich wurde auch an eine Vario-Sattelstütze gedacht, in diesem Fall die Rock Shox Reverb mit Fernbedienung. Ebenfalls nicht gespart wurde an der Verarbeitung. Die schöne Wippe ist ein Zeugnis dessen. Die Leitungen bzw. Züge, abgesehen von der Leitung für die Hinterradbremse, verlaufen durch das Unterrohr und sorgen so für eine aufgeräumte Optik. Sogar die Leitung für die Reverb Sattelstütze verläuft durch das Unterrohr! Eine saubere Sache…so präsentiert sich das Merida One-Sixty nicht nur optisch. Das durchdachte Bike gefällt von der Funktion, sei es die gute Umsetzung des Hinterbaus als auch die verbauten Komponenten, die sehr gut auf das One-Sixty abgestimmt sind. Das Merida One-Sixty 3000 bedeutet mächtig Fahrspaß, allerdings darf man das bei dem Anschaffungspreis sicherlich auch erwarten.

Größen: 15, 17, 19 und 21 Zoll
Farbe: seidenmatt-schwarz / weiß (grün)
Preis: 4999 Euro

Winora S2 Sport Line – Das Touren Pedelec im Test

Mit dem entsprechenden Material und in der passenden Umgebung kann Tourenfahren richtig Spaß machen. Das Winora S2 Sport Line Pedelec scheint hierfür der richtige Untersatz zu sein. Aufgebaut ist das S2 mit allem, was das Touren so sicher und bequem wie nur möglich macht. So zählt die gute Beleuchtung ebenso zur Standardausstattung wie die Schutzbleche, die verbaute Scheibenbremse und der Gepäckträger. Gute Voraussetzungen für lange und anspruchsvolle Touren, zumal der Fahrer durch den verbauten Hinterradnabenmotor Schub erwarten darf.

Das Pedelec von Winora ist kein Leichtgewicht. Komplett aufgebaut und fahrfertig, also mit Akku und montierten Pedale, drückt das Winora S2 mit 26,5 Kilogramm auf die Waage. Wer sein Fahrrad im Keller deponiert hat, darf sich also zu Beginn und/oder am Ende seiner Fahrtätigkeit körperlich ertüchtigen. Alleine der Lithium Ionen Akku (900 mAh) belastet die Waage schon mit etwa 3,2 Kilogramm. Die Verteilung des Gewichts des Winora S2 Sport Line ist wegen des Hinterradnabenmotors natürlich stark hecklastig.

Die Sitzposition auf dem Winora S2 ist optimal auf Touren ausgelegt. Der Selle Royal Sattel ist zwar sportlich hart, lässt aber dennoch gutes und bequemes Touren zu. Der montierte stabile und fest zupackende Racktime Gepäckträger macht das Winora zu einem Lastenesel. Die Suntour NCX-D LO Federgabel filtert mit ihren 63 mm Federweg die gröbsten Unebenheiten weg und lässt sich zudem nicht nur mittels Vorspannung an den Fahrer anpassen, sondern bietet auch eine Lockout Funktion. Die SKS Schutzbleche schützen vor Dreck und hochspritzendem Wasser.

Für den Schub sorgt bei dem Winora S2 der Mionic XP Hinterradnabenmotor (36 Volt / 250 Watt) von TransX. Das Bedienelement zur Steuerung des Systems ist in der Nähe des Lenkergriffs angebracht, dennoch muss man die Hand für die Bedienung etwas vom Lenker nehmen, was übrigens auch für die Klingel gilt. Die Bedienung ist einfach zu durchschauen und stellt auch Anfänger nicht vor Probleme. Das Display ist sehr gut ablesbar, die Beleuchtung lässt sich auf Wunsch hinzuschalten bzw. geschieht dies automatisch bei fehlendem Tageslicht.

Drei Leistungsstufen bietet uns das Winora S2 an, zu der jeweils der S-Modus per Turbobutton hinzugeschaltet werden kann. Von den drei bzw. sechs Unterstützungsstufen kann uns allerdings nur die höchste Unterstützung wirklich ein Lächeln abgewinnen, bei den anderen Stufen gestaltet sich für uns das Vorankommen mit dem Winora S2 zu zäh. In der stärksten Unterstützungsstufe bietet der Motor genug Schub, um flott Kilometer zu machen. Der Schub setzt leicht versetzt ein und schiebt, außer bei Betätigung der Hinterradbremse, etwas nach.

Die Leistungsentfaltung ist gutmütig und stellt auch ungeübte Fahrer nicht vor Probleme. Auffallend ist der Leistungseinbruch bei stärkeren Steigungen, hier mussten wir mächtig in die Pedale treten, um nicht an Fahrt zu verlieren. Das Fahrverhalten leidet nicht durch das schwere Heck. Das Tourenfahrrad lässt sich souverän über die Straßen bewegen. Das Winora vermittelt eine gute Lenkkontrolle und bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten spurstabil, sei es auf Asphalt oder auf Schotter. Fahrwerksunruhen sind für das S2 ein Fremdwort.

Der Motor verrichtet recht geräuscharm seinen Dienst. Ohne die Hilfe des Motors verlangt das Winora S2, durch das hohe Gewicht, einige Körner vom Fahrer ab. Die Ladezeit des Akkus beträgt etwa 6,5 Stunden, was auch nicht gerade kurz ist. Die Ausdauer des Akkus ist allerdings nicht übel! Bei höchster Unterstützung haben wir auf einer anspruchsvollen Tour 35 Kilometer mit über 1000 Höhenmeter zurückgelegt. In den schwächeren Modis lässt sich dementsprechend länger Touren, was natürlich auch immer von den Gegebenheiten abhängig ist.

Der Akku kann vom Fahrrad losgelöst als auch am Rad geladen werden. Gesichert wird der Stromspeicher mit einem Schloss. Der wackelfreie Sitz des Akkus begeistert, so muss es sein! Das Unterrohr ist U-förmig ausgeführt und der Akku reicht somit in den Rahmen hinein. Die Entnahme des Akkus ist etwas friemelig. Die Form des Akkus (Länge 52 cm!) und die schlechten Transporteigenschaften stoßen bei uns auf wenig Gegenliebe. Die Gummistöpsel zum Schutz der Ladebuchse und des Schlosses empfinden wir von der Handhabe als nicht als optimal.

Die Schaltung stammt von Shimano und besteht aus Acera Komponenten und einem Deore Schaltwerk. Die 27 Gänge lassen sich, trotz der preiswerten Komponenten, gut schalten. Das S2 rollt auf 28 Zoll Laufräder und die Schwalbe Energizer Plus Tour Reifen geben keinen Anlass zur Kritik. Die mitgelieferten Pedale würden wir gegen andere, eventuell gummibeschichtete Pedale, austauschen. Die Tektro Draco Scheibenbremse ist gut dosierbar und verzögert das Bike zufriedenstellend, Schwächen zeigt die Bremse allerdings bei Nässe.

Für uns präsentiert sich das Winora S2 Pedelec als zuverlässiger Tourer, der auch im Alltag souverän seinen Dienst versieht. Die Leitungen und Kabel unterhalb des Unterrohrs verlaufen „unsichtbar“ hinter einer Kunststoffabdeckung. Die Verarbeitung des Winoras ist gut und auch der Lack überzeugt. Die auffallend blauen Farbakzente lockern das Bild auf und gefallen uns gut. Der in unseren Augen bei Steigungen etwas zu schwache Motor und das hohe Gewicht sind für uns die Kritikpunkte beim Winora S2 Sport Line.

Größen:
Herren: 50 cm, 55 cm und 60 cm
Damen: 45 cm, 50 cm und 55 cm

Preis: Etwa 2865 Euro