Rose Bosch Xeon EL III Hybrid Fitness Herren – Das Naked Bike unter den Fahrrädern

Naked Bikes erfreuen sich in der Motorradszene einer sehr großen Beliebtheit. Die Kombination von nackter Schönheit mit unbändiger Kraft zieht viele Motorradfahrer in ihren Bann. Ähnlich verhält es sich mit dem Rose Bosch Xeon EL III Hybrid Fitness. Im schnörkellosen Rahmen mit der fetten Gabel ist ein Bosch Mittelmotor verbaut, der dem Pedelec mächtig Power verleiht. Wir haben uns das urbane Kraftpaket genauer angeschaut und dabei etliche Kilometer runtergespult.

Der Aufbau des Rose Bosch Xeon EL III Hybrid Fitness des Modelljahres 2013 ist überschaubar und sehr zweckgebunden. Am Bike ist eigentlich nichts verbaut, worauf man verzichten könnte, mal abgesehen vom Seitenständer. Nach der Demontage des Seitenständers haben wir das Bike auf die Waage gestellt. Fahrfertig wiegt das Bike in der Größe M 19,6 Kilogramm. Rose hat den Akku hinter das Sattelrohr verfrachtet und somit fast mittig über dem Motor platziert.

Der Akku wiegt etwa 2,6 Kilogramm. Bei dem Akku handelt es sich bereits um das neue PowerPack 400. Der 36 Volt Akku mit 400 Wh hat eine Kapazität von 11 Ah, eine beachtliche Steigerung gegenüber dem PowerPack 300. Ebenfalls neu ist auch der Boardcomputer namens Intuvia. Dieser bietet gegenüber dem Vorgängermodell einige Neuerungen und Verbesserungen. Optisch finden wir den Boardcomputer allerdings nicht ganz passend zum Bike.

Die Ablesbarkeit und die Funktionen sind allerdings top. Das riesige Display überzeugt durch eine sehr gute Lesbarkeit. Der Hintergrund ist beleuchtet, wobei zwei Helligkeitsstufen angeboten werden. Die Bedienung ist denkbar einfach. Mit der zusätzlich in der Nähe des Lenkergriffs angebrachten Fernbedienung kann bequem und sicher, ohne die Hand vom Lenker zu nehmen, der Fahrmodus gewählt bzw. die gewünschte Information abgerufen werden.

Die angezeigten Informationen reichen von den relevanten Daten der Tour (Fahrzeit, Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit etc.) bis zu der noch möglichen restlichen Reichweite. Da der letzte Punkt berechnet wird und von vielen Faktoren abhängig ist, sollte man sich hier allerdings immer etwas „Reserve“ lassen. Lobenswert ist, dass Bosch auch auf das Thema Uhrzeit eingegangen ist und diese nun endlich auch angezeigt werden kann.

Abgesehen vom Modus Off bietet das Bosch System vier verschiedene Fahrmodis (Unterstützungen): Eco (30 %), Tour (100 %), Sport (180 %) und Turbo (250 %). Im Gegensatz zum letztjährigen System bieten diese Fahrmodis keine weiteren Unterteilungen. Während der Fahrmodus Eco nur eine leichte Unterstützung bietet und das Fahren mit „leichtem Rückenwind“ simuliert, heißt Turbo wirklich Turbo: Mit dem Schalten kommt man kaum noch nach!

Klack, klack, klack, klack…Das Losfahren an der Ampel wird im Fahrmodus Turbo geradezu zu einer Beschleunigungsorgie. Unglaublich, wieviel Power der Bosch Mittelmotor hier an den Tag legt. Wenn der Motor so herzhaft an Antriebsteilen wie Kette und Schaltung zwackt, zahlt sich die Investition in gute Parts aus. Da lässt sich Rose nichts zu Schulde kommen, die Shimano XT Schaltung mit zehn Gängen zeigt sich der Power gewachsen und die Gangwechsel sitzen perfekt.

Im Flachland sind im Fahrmodus Tour über 60 Kilometer mit einer Akkuladung möglich. Im Fahrmodus Eco kann die Reichweite noch deutlich nach oben geschraubt werden. Der Fahrmodus Turbo saugt mächtig am Akku, allerdings sind hier beeindruckende Fahrleistungen möglich. So konnten wir bei widrigen Bedingungen im Dauerregen und mächtig Wind auf einer 30 Kilometer Tour 700 Höhenmeter zurücklegen – mit einem Schnitt von 24,5 km/h!

Das Bike zeigt sich jederzeit, egal bei welchem Tempo, souverän. Hohes Kurventempo liegt dem Rose ebenso wie enge Kehren. Das Xeon ist extrem wendig und erinnert vom Handling mehr an ein MTB als an ein Trekkingrad. Kein Wunder, das Rose rollt auf 26″ Laufräder. Im Gegensatz zum Testbike werden in der Serie Mavic Crossride verbaut. Die Schwalbe Marathon Supreme Reifen kombinieren gutes Rollverhalten mit mächtig Grip. Die Sitzposition ist sportlich leicht gestreckt.

Durch die starre Gabel und dem sehr steifen Rahmen fährt sich das Bike sehr direkt, Energie wird konsequent in Vorwärtsdrang umgesetzt. Das zeigt sich natürlich auch beim Fahren, jeder Stein und jede Unebenheit wird an den Fahrer weitergereicht. Die Suntour NCX Federsattelstütze filtert zumindest, dem Rücken zu Liebe, die gröbsten Unebenheiten weg. Positiv ist zu erwähnen, dass sich die Vorspannung der Federsattelstütze einstellen und somit an den Fahrer anpassen lässt.

Der Fizik Rondin Life Sattel bereitet auch bei längeren Touren keine Qualen. Die Shimano XT Bremsen sind absolut top und auch die montierten ergonomischen Lenkergriffe gefallen uns gut. Durch die Gummibeschichtung auf den Pedalen hat man auch mit Straßenschuhen einen guten Halt. Das Rose Bosch Xeon EL III Hybrid Fitness Herren: Ein Bike mit Charakter, stimmigen Parts und guter Verarbeitung – da gibt es eigentlich nichts zu meckern… eigentlich…

Allerdings sollte uns eine völlig neue Erfahrung mit einem Bosch Triebwerk bevorstehen. Der Bosch Motor machte im weiteren Verlauf des Tests mit einem periodischen Klacken auf sich aufmerksam. Aus dem Klacken wurde zeitweise ein Doppelklacken oder sogar mehrfaches Klacken. Das Klacken zeigte sich bei Belastung, jedoch nicht beim „leeren“ Pedalieren. Die unangenehme Geräuschkulisse hatte allerdings keinen Einfluss auf die Arbeit des Motors.

Kleine Ursache, lautstarke Wirkung. Der Rose Versand bestätigte nach Rücksendung unsere Kritik und hat den Antrieb, wie von Bosch in der Händleranleitung beschrieben, gefettet. Damit soll das Klacken der Vergangenheit angehören. Dieses Problem der Klackgeräusche soll allerdings nur bei 2012er Motoren und bei Mustern für das Jahr 2013 auftreten. Die neuen 2013er Motoren sollen direkt von Bosch stärker gefettet ausgeliefert werden.

Rahmengrößen: S, M, L und XL
Farbe: Anadized-black
Preis: 2849 Euro

SOLID Blade AM ST – Das günstige All Mountain im Test

Die aktiv am Rennsport teilnehmende Bikeschmiede Solid ist sicherlich, nicht nur wegen der zahlreichen Podestplätze, vielen unserer Lesern ein Begriff. Im Sortiment der aus Freudenstadt stammenden Firma findet sich auch das All Mountainbike Blade AM. Solid bietet das Blade AM in drei verschiedenen Ausführungen an. Speziell an Einsteiger richtet sich das preiswerte Solid Blade AM ST. Für 1499 Euro darf sich der Besitzer des Bikes an 140 mm Federweg am Heck und 150 mm Federweg an der Front erfreuen. Der Mehrgelenker ist mit sinnigen Parts bestückt und weiß auch optisch zu gefallen.

Das ST in der Bezeichnung des Blade AM steht für Singletrail, womit wir diesen Test auch direkt mit dem Einsatz in der Praxis beginnen wollen. Wir müssen vorab kurz festhalten, dass uns es ziemlich „Schnurz“ ist, ob sich das Bike an Einsteiger richtet oder nicht: Wir wollen Bikes, die rocken! Dementsprechend haben wir das Solid Blade AM ST mit allem gequält, was uns(!) am meisten Spaß macht. Dazu zählen neben kurvenreichen Trails auch ruppige Abfahrten und der eine oder andere Jump. Ein All Mountainbike muss natürlich zwei weitere Disziplinen beherrschen: Touren und zähe Uphills!

Als Erstes stand bei uns das Heizen über Singletrails auf dem Programm, also die Hatz über schmale kurvige Trails. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die ein gutes Bike beherzigen sollte, unter anderem die Beschleunigung, das Handling und das Bremsverhalten. Das Blade AM ST spielt hierbei schon eine seiner Stärken aus: Das Gewicht. In der Größe 16″ belastet das Blade ohne Pedalen die Waage mir etwa 14,0 Kilogramm. Das Solid lässt sich gut beschleunigen und agiert auf dem Trail sehr agil. Die Lenkung ist direkt und punktgenau. Der breite Lenker und der kurze Vorbau ermöglichen ein schönes Arbeiten mit und auf dem Bike.

Das Bike lässt sich ebenso um enge Kehren peitschen wie um weite schnelle Kurven. Die Schwalbe Nobby Nic Reifen in 26×2.25 rollen gut und bieten ausreichend Grip. Eine weitere Stärke des Bikes ist das harmonisch arbeitende Fahrwerk. An der Front versieht eine Rock Shox Sektor RL Solo Air Federgabel ihren Dienst. Die Gabel lässt sich Dank der Luftunterstützung schnell und einfach an den Fahrer bzw. die zu erwartenden Gegebenheiten anpassen. Die Zugstufe lässt sich bequem extern per Drehknopf einstellen. Die Lock-Out Funktion kann per Schalter vom Lenker aus aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Ebensowenig wie die Gabel gibt der Hinterbau Grund zur Kritik. Das Bike inhaliert geradezu den Trail und das Tempo, welches mit dem Blade AM möglich ist, dürfte so manchen Anfänger sicherlich überfordern. Sorge muss man sich allerdings nicht machen, da das Bike auch in Grenzsituationen gut kontrollierbar bleibt. Der Hinterbau arbeitet sehr gut, bleibt aber stets definiert, das Blade AM vermittelt also nicht das Gefühl einer Sänfte, obwohl es gekonnt die Unebenheiten schluckt. Reserven bietet der progressiv arbeitende Hinterbau genug. Der Rock Shox Monarch RL Dämpfer zeigt sich in dem Gesamtpaket als gute Wahl.

Im Wiegetritt hilft der Griff zum Dämpfer, um mit dem Aktivieren der Lock-Out Funktion dem Wippen entgegenzuwirken. Die zentrale Sitzposition ist angenehm und erlaubt sportliches Fahren ebenso wie gemütliches Touren. Das Bike lässt sich entspannt bergauf treten und bietet einen guten Vortrieb. Bei sehr steilen Auffahrten wird die Front des Bikes merklich leicht. Eine Absenkung bietet die Rock Shox Sektor RL Solo Air Federgabel leider nicht, doch auf diesen Punkt werden wir später noch zurückkommen. Drei Kettenblätter sind in der Kategorie All Mountain selbstverständlich und auch beim Solid müssen wir nicht darauf verzichten.

Ebenfalls eine gute Wahl ist die verbaute Avid Elixir 1 Bremse, die nicht nur recht kraftvoll zupackt, sondern auch eine gute Dosierbarkeit besitzt. Kurz die Bremse betätigt und das Bike lässt sich souverän stoppen oder um die Hindernisse zirkeln. Montiert sind vorne als auch hinten 180 mm Bremsscheiben. Der Bremsvorgang ist zwar nicht immer geräuschlos, aber die Leistung der Bremse kann darüber hinweg trösten. Die SRAM X7 Schaltung arbeitet tadellos. Nahtlos in das stimmige Gesamtbild reihen sich die verbauten Truvativ und die Reverse Komponenten ein. Vorbildlich: Geschraubte Lenkergriffe. Qualität auch dort, wo es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist: Die Schläuche sind von Schwalbe, keine billigen No-Name.

Das Solid Blade AM ist sehr handlich und wendig, enge Serpentinenkurven sind geradezu für das Spaßbike gemacht. Den guten Eindruck setzt das Solid auch auf ruppigen Abfahrten fort. Das gute Handling und das gut arbeitende Fahrwerk weiß auch hier zu begeistern. Sprünge und Kanten nimmt das Blade AM gerne in Kauf, der Hinterbau bietet trotz der „nur“ 140 mm Federweg genug Reserven. Die gute Radkontrolle beweist das Bike auch in der Luft. Bei uns am heimischen Jump-Spot kam mit dem Solid Blade AM richtig Freude auf. Wir hatten manchmal das Gefühl, eher auf einem DS Bike als auf einem AM durch die Anlieger zu heizen und das Bike über die Jumps zu ziehen.

Natürlich müssen bei dem Preis auch Zugeständnisse gemacht werden. Da wäre zum Beispiel der Wunsch nach einer absenkbaren Gabel und Sattelstütze. Wer hierauf Wert legt, sollte einen Blick auf die beiden anderen Blade AM Bikes werfen. Der Rahmen ist der Gleiche, aber die Parts sind teilweise höherwertiger. Das Comp kostet zwar 500 Euro mehr, bietet unter anderem aber auch eine höhenverstellbare Kindshock E-Ten Sattelstütze. An der Spitze der Blade Hierarchie steht das Elite. SRAM X0, Rock Shox Reverb Sattelstütze und die Rock Shox Revelation (150 mm / 120 mm) sind natürlich der Hammer. Der Spaß kostet dann aber auch 2399 Euro.

Die Leitungen und Schaltzüge wären bei einer Verlegung im Unterrohr natürlich „vom Tisch“ – aber als Kritik oder gar Mangel würden wir das auf gar keinen Fall ansehen. Wenn wir schom beim Rahmen sind: Die Verarbeitung ist klasse! Auch die Lackierung lässt keinen Raum für Kritik. Wir konnten nach dem Test nur die üblichen Gebrauchskratzer feststellen. Im Rahmen des Tests haben wir natürlich mit diversen Fahrwerkseinstellungen gearbeitet. Beim Pedalieren bergauf haben wir auf rumpeligen Passagen mit der Einstellung von viel Sag einen ganz leichten Antriebseinfluss bemerkt. Allerdings so minimal, dass von einer negativen Beeinflussung nicht die Rede sein kann.

Nachdem wir jetzt das Bike ordentlich rangenommen haben, können wir nur zu einem Schluss kommen: Super Preis-/Leisungsverhältnis, viel Spaß für „relativ“ wenig Geld. Das Solid Blade AM gehört zu den All Mountainbikes, die nicht nur einen guten Tourer darstellen, sondern zudem sichtlich Spaß bereiten – auch uns! Übrigens: Wer die Möglichkeit hat, sollte das Solid Bikes Testcenter im Bike Park Bad Wildbad aufsuchen. Hier kann man sich selbst ein Bild vom Bike machen und es testen.

Farbe: Black
Preis: 1499,00 Euro

Centurion E-Fire 10 – Test – Das urbane Feuer entfacht

Urbanes Biken liegt voll im Trend und ist angesagter denn je. Auch wir als leidenschaftliche Offroader, mit der Vorliebe für grobstollige Reifen, schätzen das schnelle Vorankommen auf Asphalt, zumal die Industrie immer fetzigere und coolere Fahrräder auf den Markt bringt. Das Sahnehäubchen des urbanen Gleitens stellen moderne schnittige Pedelecs dar. Vorweg wollen wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass Pedelecs nicht einer Altersgruppe vorbehalten sind – entgegen aller Vorurteile! Das Centurion E-Fire 10 trägt das Feuer schon in seiner Bezeichnung, kann es aber auch bei uns das Feuer der Leidenschaft entfachen?

Optisch ist das Centurion E-Fire ein verdammt heißes Eisen! Das E-Fire gehört zu den Fahrrädern, die im Stand schon schnell aussehen. Schlank und schnittig, mit einem Hauch Eleganz, so könnte man das Centurion E-Fire 10 grob umschreiben. Auffallend ist der Doppelrohrrahmen des Centurion. Die Aero-Sitzstreben gehen in die beiden Oberrohre über und verlaufen so bis zum Steuerrohr. Den Platz zwischen den beiden Oberrohren hat Centurion mit einer Kunststoffplatte überbrückt, die aber entfernt werden kann. Auf dem Unterrohr sitzt der 36 Volt Bosch Lithium-Ionen-Akku mit 288 Wattstunden, der das Pedelec mit Energie versorgt.

Der 250 Watt Bosch Mittelmotor sorgt in Verbindung mit dem Aufbau des E-Fire – Centurion hat den Akku sehr tief auf dem Unterrohr platziert – für eine sehr gute Gewichtsverteilung. Die theoretische Verteilung des Gewichts liegt bei etwa 47 % vorne und 53 % hinten. Das Gewicht des E-Fire 10 beträgt bei der Rahmengröße 51 cm etwa 21,4 Kilogramm ohne Pedalen, man bleibt also auch mit montierten Pedalen unter der Marke von 22 Kilogramm. Durch den tief verbauten Mittelmotor liegt der Schwerpunkt des Centurion ebenfalls tief, was dem Handling sehr entgegenkommt. Ohne Nachdruck wird jede Lenkbewegung vom E-Fire sofort umgesetzt.

Allerdings ist durch den tief verbauten Mittelmotor auch das Tretlager sehr tief, weshalb man beim Pedalieren in Kurven sehr aufpassen muss, um nicht mit der Pedale aufzusetzen. Fahrtechnisch zeigt das E-Fire keine Schwächen, auch bei höherem Tempo kann man sauber seine Linie fahren. Das Centurion bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten kurvenstabil. Die SR Suntour NCX-E RL Lite Federgabel mit 63 mm Federweg sorgt für ein sicheres und entspanntes Fahren, auch wenn es mal etwas ruppiger wird. Mit einem Innensechskantschlüssel kann das Ansprechverhalten der Gabel an den Fahrer angepasst werden, ferner bietet die Gabel eine Lockout-Funktion.

Die an unserem E-Fire verbauten Tektra Scheibenbremsen sind auch für Anfänger gut geeignet, da diese zwar wirksam bremsen, aber nicht zu bissig sind. Ein wenig störend ist allerdings die Geräuschekulisse der Bremse beim Verrichten ihrer Arbeit. Da wir gerade bei den negativ aufgefallenen Punkten angelangt sind: Die ergonomisch geformten Giffe wären eigentlich sehr lobenswert, wenn sich diese nicht dauernd verdrehen würden! Weshalb man bei einem Fahrrad in dieser Preisklasse keine schraubbaren Griffe verbaut hat, bleibt uns ein Rätsel. Verwunderlich, da die anderen verbauten Parts durchaus überzeugen.

Das E-Fire 10 ist wahlweise mit einer Shimano 10-Gang XT-Schaltung oder einer Shimano Alfine 8-Gang Nabenschaltung erhältlich. An unserem Rädchen war letztere verbaut. Die Alfine Schaltung lässt sich gut bedienen, ganz so exakt wie eine XT-Schaltung arbeitet sie aber nicht. Dafür ist die Nabenschaltung, gegenüber einem normalen Schaltwerk, unanfälliger gegen Dreck und Beschädigungen und lässt sich auch unter Last sanft schalten. Während vorne ein Schnellspanner den schnellen Ein- und Ausbau des Vorderrades ermöglicht, muss man für die Montage/Demontage des Hinterrades zu einem 15er Schlüssel greifen.

Das E-Fire rollt auf 28″ Schwalbe Marathon Supreme, die sehr gut rollen und dem Einsatzgebiet entsprechend auf den meisten Untergründen einen guten Grip bieten. Die Bremskräfte werden gut übertragen und der auf der Reifenflanke angebrachte Reflektorstreifen sorgt für ein Plus an Sicherheit im Dunkeln. Der Procraft Lenker mit einer Breite von 640 mm trägt ebenso zum entspannten Radeln bei wie der Centurion Cross Comfort Sattel. Einen Blick sollte man unbedingt den Ausfallenden widmen: Die Ausfallenden lassen sich lösen und verschieben – eine sehr schöne und elegante Lösung zum Spannen der Kette!

Das E-Fire lässt sich sehr agil bewegen und der Schub des Bosch Mittelmotors bereitet wahre Freude und Entzücken. Das Bosch Antriebssystem bietet vier Fahrmodis (Eco, Tour, Sport und Speed) mit jeweils drei Unterstützungsstufen an. Die Bedieneinheit am Lenker ist leicht zu bedienen und gut ablesbar. Neben dem Batterie Ladezustand und der momentanen Geschwindigkeit sind die wichtigsten Eckdaten zur Tour ablesbar, wie beispielsweise die noch verbleibende Reichweite des Akkus. Das Einzige, was wir vermissen, ist eine Uhr.

Die Reichweite des Akkus hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Als grobe Orientierung sei angemerkt, dass bei gemäßigter Unterstützung Touren von 80 Kilometern im Flachland möglich sind. Der Bosch Antrieb zeigt sich ebenso zuverlässig wie der Rest des Bikes. Wir konnten beim Einsatz im Alltag keine nennenswerten Ausfallerscheinungen feststellen. Egal ob Regenfahrt oder die hastige Fahrt vom Bordstein runter, das E-Fire funktioniert tadellos. Für Tourenfahrer wichtig: Es lässt sich nachträglich noch ein Gepäckträger montieren. Das E-Fire 10 ist für den urbanen Einsatz auf jeden Fall eine gute Wahl, sei es die Fahrt zur Arbeit oder die lange Tour zur Nordsee.

Rahmengrößen: 46, 51, 56 und 61 cm
Farbe: weiß
Preis: 2449 Euro

Cratoni Shakedown – Der 2in1 Helm für Enduro-Rider

Bereits vor zwei Jahren hatten wir den 2in1 Helm Cratoni Ramp bei uns im Test. Der durch den abnehmbaren Kinnschutz wandelbare Helm eignete sich somit für die Tour als auch das härtere Gelände, wo man für jedes Plus an Sicherheit dankbar ist. Mit dem Modelljahr 2012 hat Cratoni den Shakedown als Nachfolger des Ramp ins Rennen geschickt.

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Wie schon beim Vorgänger besteht auch der Shakedown primär aus den zwei Hauptteilen Helmschale und Kinnschutz. Die optischen Veränderungen halten sich in Grenzen, womit die Verwandschaft des Shakedown zum Ramp nicht von der Hand zu weisen sind. Die optischen Veränderungen zeigen sich vor allem beim Kinnschutz und beim Helmschild, aber auch bei den Ventilationsöffnungen. Das Bruttogewicht des Helms hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert: 730 Gramm, ein nach wie vor sehr guter Wert für einen Fullfacehelm. Ohne Kinnschutz wiegt der Cratoni Shakedown 565 Gramm.

Auffallend ist das lange Helmschild, welches ohne Werkzeug stufenlos verstellbar ist. Natürlich kann das Helmschild bei Bedarf auch entfernt werden. Für Frischluft sorgen zwölf Ventilationsöffnungen in der Helmschale. Vier weitere Ventilationsöffnungen kommen mit dem Kinnschutz dazu. Die Ventilationsöffnungen des Kinnschutzes sind mit einem Metallgitter versehen. Montieren bzw. demontieren lässt sich der Kinnschutz mit vier Schrauben – hierfür benötigt man einen 4 mm Innensechskantschlüssel. Die großen Schrauben sind eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängerhelm mit den damals verwendeten unpraktischen kleinen Schrauben. Perfekt wäre natürlich eine werkzeugfreie Montage bzw. Demontage.

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Das Einsatzgebiet des Cratoni Shakedown mit dem tiefgezogenen Nackenbereich ist weit gesteckt, allerdings mit leichten Kompromissen behaftet. Ohne Kinnschutz und Helmschild lässt sich der Shakedown hervorragend als Dirthelm einsetzen. Wie diese auch bietet der Cratoni Shakedown kein Kopfband zum Anpassen. Für die Anpassung an den Kopf dienen lediglich die beigelegten Schaumstoffpads. Das Kinnband und die Gurtbänder lassen sich sehr gut einstellen. Der Klickverschluss ist einfach zu bedienen, sogar mit Handschuhen. Die Helmschale sitzt gut, perfekt fixiert wird der Helm allerdings erst durch den Kinnsschutz.

Wie schon beim Vorgängermodell kann uns auch beim Shakedown die Belüftung nicht ganz zufriedenstellen. Als „reiner“ Tourenhelm ist der Shakedown auf unserem Kopf dadurch nur bedingt tauglich, allerdings liegt der Schwerpunkt des Cratoni Shakedown bei Enduro- und Freeridetouren mit wechselndem Gelände – und hier zählt neben der Verwandlungsfähigkeit der Schutz. Als Fullfacehelm vermag uns der Cratoni Shakedown zu begeistern, wenngleich der Kinnschutz nicht die Steifheit des Kinnschutzes eines Cratoni Interceptors aufweisen kann. Wer nur im Bikepark unterwegs ist, sollte direkt zum letztgenannten Carbon-Glasfaserhelm greifen.

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Selbstverständlich finden sich am Helm keine scharfe Kanten und böse Ecken. Das Gesichtsfeld, auch beim Einsatz des Shakedown als Fullfacehelm, ist sehr groß und bietet freie Sicht. Das Tragen einer Brille oder einer Goggle bereitet keinerlei Probleme. Die Schaumstoffpads als auch der Wangenschutz sind entnehmbar und waschbar. Die Polsterung macht einen guten Eindruck, sogar an einen Nackenschutz wurde gedacht. Wer bevorzugt Touren in anspruchsvollem Gelände mit wechselhaften Gegebenheiten fährt, ist mit dem Cratoni Shakedown sicherlich sehr gut beraten. Leider löste sich bei uns im Test eine der vier Kontermuttern des Kinnschutzes.

Farben: Verschiedene Farben/Designs erhältlich
Preis: 99,95 Euro

Haibike eQ Xduro FS RX – Das Allmountain-Pedelec im Test

Optisch wirkt das Haibike eQ Xduro FS RX wie aus einem Guss. Das Bike macht einen sehr durchdachten und aufgeräumten Eindruck, farblich sind die Komponenten perfekt auf das Bike abgestimmt. Auf jeden Fall ist das All-Mountainbike optisch sehr ansprechend, aber nicht unbedingt außergewöhnlich. Der Blick über das Bike verharrt letztendlich im Bereich oberhalb des Tretlagers. Ein gedrehter Bosch Motor sorgt bei dem Pedelec für die Unterstützung. Diese Symbiose macht das Haibike eQ Xduro FS RX erst zu dem, was es wirklich ist: Ein Pedelec der Begierde – zumindest optisch! Was das Pedelec dann wirklich zu Leisten vermag, sollten wir während unseres Tests erfahren.

Das Gewicht des eQ Xduro FS RX in der Größe 40 cm beträgt einschließlich des Akkus und der von uns verbauten Plattformpedalen 21,4 kg. Die Achsverteilung des Gewichts liegt nahezu bei 50%. Für die E-Power sorgt ein Bosch Mittelmotor mit 36 Volt und 250 Watt. Gespeist wird der Antrieb von einem Lithium Ionen Akku (288 Wh). Am Lenker thront das gut ablesbare LCD Bedienelement von Bosch, womit man gleichzeitig auch alle wichtigen Infos im Blick hat. Der Viergelenker wird durch einen Fox RP 2 ProPedal Dämpfer im Zaum gehalten, die Front durch eine Fox 32 RL O/B Federgabel mit Remote Lockout. Gabel als auch Dämpfer lassen sich dank der Luftunterstützung schnell und einfach anpassen. 120 mm Federweg, die nicht nur auf dem Papier hinreichend Reserven bieten.

Das Haibike begeistert mit einem unglaublich guten Handling. Besonders auf verblockten Trails und in Spitzkehren schätzt man das punktgenaue Lenkverhalten des Bikes. Das Bike folgt ohne Umschweife jeder Lenkbewegung – trotz des Gewichts von Trägheit keine Spur. Der Schwerpunkt des Bikes ist spürbar tief. Das Bike liegt satt und sicher auf dem Trail und gleitet sanft über Wurzelpassagen. In der Luft profitiert man von der ausgeglichenen Gewichtsverteilung, was uns im Test volle Kontrolle beim Jumpen und an Kanten bescherte. Der Schub des Motors kann in der höchsten Stufe fast beängstigend wirken. Steile Rampen bergauf, selbst wenn diese verblockt sind, verlieren an Schrecken. Das Fahrwerk und der Motor bilden eine Einheit, das zeigt sich nicht nur optisch mit dem gedrehten Motor.

Wohl behütet ist der Bosch-Motor im Rahmen „integriert“ und bietet somit direkt noch den Vorteil, dass der Motor nicht wie ein Fremdkörper wirkt. Ein weiterer und nicht unerheblicher Vorteil ist, im Vergleich zu den „hängenden“ Motoren, die Bodenfreiheit. Lediglich der Akku wirkt ein wenig dominant, durch die Farbanpassung aber durchaus vertretbar. Die Charakteristik des Bosch Motors passt zum Fahrwerk des Haibike wie der bekannte Nagel zwischen die Augen. Im Wiegetritt gehend, hilft der Griff zum Dämpfer, um dem Wippen entgegenzuwirken. Homogen und tatkräftig unterstützend zeigt sich der Motor auch im Wiegetritt – keine Spur von Bockigkeit! Überhaupt begeistert der Motor in allen Belangen. Durch den direkt einsetzenden Schub kann man definiert aus Kurven und Anliegern herausbeschleunigen und starke Steigungen anvisieren.

Der Einsatzbereich des Haibike eQ Xduro FS RX reicht vom Touren bis zum anspruchsvollen Ride über verwinkelte und verblockte Trails. Die Sitzposition ist top. Das ausgeglichene Fahrwerk sorgt in Grenzsituationen für Souveränität und Fahrsicherheit. Ein vollwertiges All-Mountainbike – das Xduro erweitert den Fahrspaß allerdings noch um Weiten, da eigentlich alle Trails – dank der E-Power – scheinbar immer leicht bergab führen. Die Agilität des Bikes und das hervorragend arbeitende Fahrwerk gehen mit dem Motor Hand in Hand. Der Fahrer hat dabei die volle Kontrolle über den Motor. Die Unterstützung ist in vier Bereiche (Eco, Tour, Sport und Speed) unterteilt – und diese wiederum in drei Teilbereiche. Somit ist eine Unterstützung von 0% bis 250% möglich. Eine Rekuperation (Energierückgewinnung) und Schiebehilfe bietet das Bike nicht.

In der schwächsten Unterstützungsstufe (Eco – Stufe 1) reicht der Akku für über 1000 Höhenmeter bei 30 Kilometer – und es war noch genügend Akkulaufzeit vorhanden. Die Fahrt zum König des Bayerischen Waldes, dem Großen Arber, kann man so zum Beispiel ohne Bedenken antreten – so wie wir es getan haben. In der stärksten Unterstützungsstufe (Speed – Stufe 3) reicht der Akku immer noch für über 700 Höhenmeter bei 20 Kilometer. Im Flachland sind 60 bis 80 Kilometer realistisch, je nach eigener Power sind weitaus mehr Kilometer möglich. Thermische Probleme sind Fremdwörter für den Bosch Antrieb. Obwohl das Haibike recht gut rollt, ohne Unterstützung des Motors lässt sich das Xduro – wegen des Gesamtgewichts – natürlich mühsamer fortbewegen als ein herkömmliches Mountainbike in dieser Klasse.

Die Magura MT 4 Bremse, farblich perfekt zum Bike passend, sorgt mit ihrem Biss für eine ordentliche, aber gut dosierbare Verzögerung des Bikes. Die MT 4 ist standfest und zeigt auch bei längeren Abfahrten keinerlei Anzeichen eines Fadings. Die Bereifung Continental X-King 26×2.2 ist dem Einsatzbereich entsprechend gut gewählt, ebenso verhält es sich mit dem DT Swiss AM60 Laufradsatz und den anderen verbauten Komponenten. Der Sattel erlaubt auch längere Touren und die Verwendung von Schraubgriffen ist ebenso lobenswert. Leider gehört die bei unserem Testrad verbaute Vario-Sattelstütze nicht zur Serienausstattung. Die Funktion der Shimano XT-Schaltung mit 10 Gängen ist vorbildlich und lässt keinen Raum für Kritik.

Doch nicht alles ist am Haibike perfekt: Bei ruppigen Passagen fällt leider die Kette vom Kettenblatt. Wenn das Abfallen der Kette nicht rechtzeitig bemerkt wird, verklemmt sich diese zwischen Kettenblatt und Motor. In diesem Fall hilft nur noch grobes zupacken, um die Kette wieder aus ihrer Zwangslage zu befreien. Da nur 1 Kettenblatt (38 Zähne) verbaut ist, tritt man sich bergab ab etwa 45 km/h einen „Wolf“. Der Motor unterstützt gesetzestreu bis 25 km/h – NUR möchte man fast schon sagen, aber natürlich völlig richtig. Bei sehr steilen Rampen wird die Nase des Bikes leicht, nicht zuletzt auch wegen der Power des Bosch Motors. Die Fox 32 RL O/B Remote funktioniert tadellos, allerdings würden wir uns eine Gabel mit Absenkung wünschen – auf die Lockout-Funktion können wir dagegen sehr gerne verzichten.

Fazit Haibike eQ Xduro FS RX

Mit dem Haibike eQ Xduro FS RX gehen einem fast schon die Argumente aus, nicht auf ein All-Mountainbike mit Motorunterstützung zu setzen. Den sportlichen Aspekt trägt das Xduro immer noch Rechnung, erweitert aber den Bereich in einigen Punkten um den Spaß-Faktor, zum Beispiel bei Singletrails, die bergan führen. Der Preis von knapp 3400 Euro ist absolut gerechtfertigt, vor allem dann, wenn man den Preis mit dem eines Allmountain ohne Motor vergleicht. Die Verarbeitung ist wie die Funktion top, dazu gesellen sich hochwertige Parts! Einzig das Gewicht, welches beim Fahren nicht auffällt, könnte (beim Tragen) geringer ausfallen – denn eines ist klar, das Bike ist ein Objekt der Begierde und gehört sicher verwahrt – also in die Wohnung oder den sicheren Keller!

Farbe: Weiß/schwarz/blau
Erhältliche Größen in cm: 40, 44, 48, 52 und 56
Preis: 3399 Euro

Rose Beef Cake FR-8 – Der Bestseller im Test

Tests von Rose Bikes haben bei uns auf der Fraktur mittlerweile Tradition. Bereits mit der ersten Serie konnte uns der Versandhandel aus Bocholt mit seinen neu geschaffenen Bikes begeistern. Während in früheren Zeiten mit den Red Bull Mountainbikes nicht unbedingt die Spaßfraktion zu der anvisierten Käuferschicht gehörte, hat sich das mit den Rose Bikes deutlich geändert. Die Palette der Rose Bikes wurde in den Jahren enorm erweitert und auch die Bestseller werden permanent weiterentwickelt. Zu diesen Bestsellern gehört zweifellos das Rose Beef Cake, welches uns als FR-8 des Modelljahres 2012 zur Verfügung stand.

Die Komponentenliste liest sich wie der Wunschzettel zu Weihnachten für den Weihnachtsmann. Damit dieser auf dem ruppigen Weg zur Erde weder Steine noch Wurzeln zu befürchten hat, stammen der Dämpfer als auch die Gabel von Fox. Bei der Federgabel handelt es sich um eine Fox 36 Talas RC2, die definitiv unsere Augen vor Freude glänzen lässt. Den schluckfreudigen Viergelenker hält ein Fox DHX 5.0 Dämpfer im Zaum. Der Dämpfer als auch die Gabel sind auf den Laufflächen Kashima beschichtet. Das sieht nicht nur verdammt edel aus, sondern es „flutscht“ auch noch besser. Bei Bedarf lässt sich der Federweg des Bikes minimieren. Die Front lässt sich, bequem mit einem Drehknopf, von 180 mm auf 140 mm absenken. Die Reduzierung des Federwegs am Heck von 180 mm auf 165 mm geschieht, mit wenigen Handgriffen, durch eine alternative Dämpferanlenkung.

Zur erstklassig arbeitenden XT-Schaltung muss man wohl ebenfalls keine Worte verlieren, die Gänge sind perfekt abgestuft und lassen sich präzise schalten. Die verbaute FSA Gravity Light DH Kurbel bietet zwei Kettenblätter mit 36 Zähnen und 24 Zähnen. Damit die Kette auch bei harten Aktionen brav auf dem Kettenblatt bleibt, wurde dem Beef Cake FR-8 eine Rose Kettenführung spendiert. Der DT Swiss FR 2050 Laufradsatz rotiert um Steckachsen. Während vorne eine 20 mm Steckachse ihren Dienst versieht, ist am 142 mm breiten Hinterbau eine 12 mm Steckachse verbaut. Für eine erhöhte Steifigkeit ist also gesorgt. Ebenfalls dem Einsatzgebiet entsprechend zeigen sich die Gummis. Der Schwalbe Muddy Mary Freeride in 26×2.5 ist sicherlich nicht die schlechteste Wahl.

Nicht anders verhält sich die Wahl restlichen Komponenten. Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Die Formula The One Scheibenbremsen mit den 203 mm Bremsscheiben, vorne als auch hinten, sind einfach nur „wow“. Was für ein Druckpunkt, was für eine Bremsleistung! Der Blick auf die Waage zeigt 14,8 Kilogramm (Größe S), allerdings ohne Pedalen. Auch in diesem Jahr tendieren wir bei der Wahl der Größe wieder zum kleineren Rahmen. Wir würden tendenziell bei Rose die vorgeschlagene Rahmengröße immer ein wenig tiefer ansiedeln – aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Wenn der Weihnachtsmann das Bike nicht bei euch vorbei bringt, der Postbote kann es für euch auch bei Rose abholen. Schließlich ist bis Weihnachten ja noch etwas hin…

Optisch ist das Rose sehr gelungen. Es ist schwarz wie ein gutes Irish Stout, dazu noch edel in matt gehalten. Die Beschriftung ist ebenfalls schwarz, allerdings glänzend. Nach wie vor verschwinden die Züge und Leitungen im Rahmen, womit für eine aufgeräumte Optik gesorgt ist. Um dem Wandern der Züge entgegenzuwirken, wurden diese fixiert. Das Rose Beef Cake FR-8 wirkt sehr kompakt, diesen Eindruck vermittelt das Bike auch beim Fahren. Die Sitzposition ermöglicht durchaus noch ein anständiges Pedalieren. Das Bike liegt richtig gut in der Hand, womit der erste Ausflug direkt am heimischen Spot angesagt war. Das Beef Cake lässt sich wunderbar in der Luft dirigieren und vermittelt ein sehr sicheres Feeling. Durch das gerade Sattelrohr und dem Sattelschnellspanner lässt sich der Sattel wunderbar absenken und stört somit nicht beim Tricksen.

Auffallend ist der tiefe Schwerpunkt des Bikes. Das Beef Cake liegt unglaublich satt auf dem Trail, egal ob in der waagerechten oder bergab. Das Fahrwerk spricht sensibel an, übermittelt aber immer noch ein gutes Feedback vom Untergrund. Der Viergelenker ist recht progressiv und bietet genügend Reserven. Das ausgeglichene Fahrwerk zeigt auch noch in Grenzsituationen gut beherrschbar. Agil lässt sich der Freerider um Kurven peitschen und durch Anlieger dreschen. Trotz der Stärke auf dem Trail ist erstaunlich, wie gut sich das Bike beschleunigen und pedalierend bei Laune halten lässt. Auch wenn das Beef Cake sicherlich kein Tourenwunder ist, lässt es sich dennoch für Touren „missbrauchen“. Nachteilig ist das tiefe Tretlager allerdings beim Pedalieren auf schmalen Pfaden am Hang und in Kurven.

Das Gesamtkonzept ist einfach stimmig. Das Rose Beef Cake FR-8 ist ein Freerider mit einem enormen Spaßpotential, dafür sorgen neben dem guten Fahrwerk auch die verbauten Komponenten. Billig ist natürlich etwas anderes, immerhin muss man für das gute Stück knapp 2900 Euro auf den Tisch legen – bei den verbauten Komponenten allerdings kein Wunder. Die einzige Auffälligkeit, die uns im Test nicht gefallen hat, konnten wir nach einigen Schlammschlachten ausmachen: Ein Knarzen im Bereich der unteren Dämpferanlenkung. Nach ein wenig Pflege war das Problem allerdings auch schon wieder behoben.

Übrigens: Der Rose Versand bietet die Möglichkeit, dass ihr vor dem Kauf das Bike selber auf Herz und Nieren testet könnt – und das bei euch auf eurem eigenen Trail!

Farbe: Anodized black, pearl-orange/pearl-white
Preis: 2899 Euro

Flyer X-Serie MTB Deluxe – Der Traum vom Fliegen…

…doch wer fliegen will, muss erstmal laufen lernen. Auch die Geschichte des Flyer verlief nicht ganz ohne Schwierigkeiten. Bereits 1993 entstand das elektrifizierte Fahrrad „Roter Büffel“ der Firma BKTech. 1995 folgte das Flyer Classic und später auch das New Flyer. Die Bikes sorgten zwar für Aufsehen, konnten aber leider nicht die erforderlichen Stückzahlen erreichen, was letztendlich zum Ende der Firma BKTech führte. Durch die 2001 gegründete Biketec AG konnte das Flyer gerettet werden. Die Entwicklung des Flyer wird seitdem permanent vorangetrieben und im Jahre 2010 erblickte die X-Serie, ein vollgefedertes MTB mit E-Unterstützung, das Licht der Welt. Wir haben uns das Pedelec Flyer X-Serie MTB Deluxe 26″ zur Brust genommen.

Das Gewicht (ohne Pedalen) beträgt für das „nackte“ Flyer in der Größe S knapp über 23 Kilogramm. Inbegriffen sind das montierte ABUS Hinterradschloss und der Seitenständer. Beide Teile haben wir noch vor der ersten Testfahrt demontiert. Auch wenn diese beiden Komponenten sicherlich Vorteile mit sich bringen, wollen wir als Mountainbiker so etwas eigentlich nicht am Bike sehen. Das hat nicht nur optische Gründe. Das Schloss ist sehr schwer und drückt unnötig auf die Waage und der Seitenständer kann in machen Fahrsituationen störend sein. Das kurze Schutzblech haben wir zum Schutz des Akkus allerdings am Rad belassen – auch wenn es uns nicht wirklich gefällt.

Von Werk aus rollt das Bike auf Schwalbe Marathon Reifen. Eine Reifenwahl, die wir für den Einsatz des Mountainbikes im Gelände auch nicht ganz nachvollziehen können. Wir haben mit dem Maxxis Ardent in der Größe 26×2.25 einen guten Allrounder montiert. Der Rahmen ist für MTB Reifen ausreichend dimensioniert.Tourenfahrer werden die ergonomischen Lenkergriffe begrüßen, die ein langes Touren ohne einschlafende Hände ermöglichen. An der Front versieht eine Rock Shox Recon Gold ihren Dienst. Für die Verzögerung verbauen die Schweizer am Flyer die XT-Bremsen des japanischen Herstellers Shimano. Auch bei der Schaltung vertrauen die Schweizer der XT-Gruppe. Die zehn Gänge lassen sich knackig und präzise schalten.

Der Viergelenker bietet 100 mm Federweg und wird bei seiner Arbeit von einem Rock Shox Ario Dämpfer unterstützt. Die Gabel als auch der Dämpfer lassen sich hervorragend und einfach an den Fahrer bzw. die Gegebenheiten anpassen, eine Dämpferpumpe ist hier natürlich Voraussetzung. Hier gilt das Optimum zwischen einem sensibel ansprechenden Fahrwerk und einem Schutz vor dem Durchschlagen des Dämpfers zu ermitteln. Der Dämpfer als auch die Federgabel lassen sich blockieren, die Gabel sogar bequem vom Lenker aus. Wir haben im Laufe des Tests, wegen einer besseren Lenkkontrolle, den original verbauten Lenker gegen einen etwas breiteren Lenker ausgetauscht.

Das theoretische Achsgewicht verteilt sich netto, das heißt ohne Fahrer, etwa zu 56% auf das Hinterrad und zu 44% auf das Vorderrad. Der 36 Volt Akku mit einer Leistung von den üblichen 250 Watt sitzt zwischen dem Sattelrohr und dem Hinterrad. Die Positionierung des Akkus hat zur Folge, dass das Bike eine sehr langen Kettenstrebe, bei einem vergleichsweise steilen Lenkwinkel, aufweist. Die Sitzposition auf dem Flyer ermöglicht sportliches Fahren als auch langes Touren. Besonders auf langen Touren ist man für den bequemen Sattel sehr dankbar. Die mitgelieferten Pedale bieten einen guten Halt und sind auch als Klickpedale einsetzbar. Lobenswert ist die Verwendung einer Sattelklemme mit Schnellspanner.

Die Konsole ist leicht bedienbar und zeigt zuverlässig den Ladestand des Akkus an – Ausreißer konnten wir nicht feststellen. Neben den allgemeinen Tachofunktionen, wie beispielsweise die Anzeige der Tageskilometer und Gesamtkilometer, wird auf dem gut ablesbaren Display auch der aktuelle Energieverbrauch angezeigt. Was uns fehlt ist eine schnöde Uhr und die Anzeige der Kurbelumdrehungen. Die verschiedenen Unterstützungsstufen lassen sich unkompliziert mit den Up- und Down-Tasten aktivieren. Die Hand vom Lenkergriff zu nehmen ist hierfür nicht erforderlich. So muss es sein!

Das Flyer bietet drei Unterstützungsstufen: Eco mit 50%, Standard mit 120% und High mit 200%. Von Werk aus ist eine Schiebehilfe montiert. Leider bietet das Flyer keine Rekuperation, also das Aufladen des Akkus während des Fahrens, an. Die überflüssige Energie verpufft somit leider an der Bremse. Der Akku des Bikes ist nach knapp über drei Stunden komplett aufgeladen, was schon recht zügig ist. Nicht ganz überzeugend finden wir die Ausmaße der Ladestation. Der riesige Kasten ist für den mobilen Einsatz nicht unbedingt empfehlenswert. Schön wäre ein smartes Ladeteil wie beispielsweise beim Laptop.

Der Hinterbau arbeitet sehr sauber und sensibel, obwohl die optimale Einstellung des Dämpfers bei verschiedenen Gegebenheiten eine Gratwanderung ist. Um ein Durchschlagen des Dämpfers zu verhindern, wird man meistens etwas straffer unterwegs sein. Dennoch vermag der Hinterbau zu überzeugen und ruppige Wege werden weitgehendst glattgebügelt. Das Bike lässt sich gut handeln, wobei die Front etwas direkter zur Sache geht als der Hinterbau. Das Flyer agiert als Gesamtpaket, durch die lange Kettenstrebe und das Gewicht, etwas träger als ein herkömmliches MTB. Das leichte Surren des E-Motors ist zwar wahrnehmbar, aber keinesfalls aufdringlich. Selbst bei hohem Tempo vermittelt das Flyer ein sicheres und sattes Fahrgefühl.

Der Mittelmotor schiebt das Bike kräftig nach vorne, was besonders bei höherem Tempo auffällt. Schon der leichte Druck auf die Pedale im Stand weckt den Motor aus dem Schlaf – er will arbeiten! Die Beschleunigung am Start könnte unseres Erachtens, besonders mit der höchsten Unterstützungsstufe, allerdings etwas aggressiver sein. Sobald das Flyer Fahrt aufgenommen hat, gibt es kein Erbarmen mit den anderen Verkehrsteilnehmern. Bis in den 30er km/h Bereich schiebt der Panasonic Motor das Bike, als auch den Fahrer, vehement nach vorne. In der höchsten Unterstützung mit 200% und ein wenig Krafteinsatz sind auch Geschwindigkeiten um die 38 km/h möglich – und das ohne Probleme. Das reicht aus, um bei uns in der Stadt, im morgendlichen Berufsverkehr, gut mit den Autos Schritt halten zu können.

Der Schub bleibt über den gesamten Bereich gutmütig und stellt selbst unerfahrene Pedelecfahrer nicht vor Schwierigkeiten. Auch bei rasanten Fahrten können das Fahrwerk und die gut dosierbaren Bremsen überzeugen. Nicht nur in Kurven und bei hohem Tempo macht das Flyer eine sehr gute Figur, auch kleinere Kanten und Sprünge sind ohne Probleme möglich: Das Bike bleibt in der Luft ausgeglichen, wenngleich auch etwas träge. Sehr positiv wirkt sich der Mittelmotor, verglichen mit einem Hinterradnabenmotor, hier auf das Fahrwerk aus. Absolut überzeugend zeigt sich das Flyer auf schmalen Trails mit engen Kehren steil bergan. Unglaublich, wie sich das Bike auf und in den Trail fest beißt – der gutmütige Vortrieb sorgt mit dem Fahrwerk für erstklassige Klettereigenschaften.

Die Reichweite des Akkus reicht im Modus Standard, im Flachland ohne nennenswerte Steigungen, für knapp 50 Kilometer. Dazu kommt noch die Reserve von etwa 10% – was mit einem Blinken des letzten Balkens angezeigt wird. Mit der Unterstützungsstufe Eco sind über 70 Kilometer im Flachland möglich, ehe das System die Reserve anzeigt. Bei Fahrten mit Steigungen bzw. mit der höchsten Unterstützungsstufe minimieren sich natürlich die möglichen Kilometer. Dann heißt es entweder per Muskelkraft weiterfahren oder den Akku laden. Leider ist das Laden des Akkus nicht am Bike möglich. Schön gelöst ist dagegen der gemeinsame Schlüssel zur Akkuentnahme und dem verbauten Hinterradschloss, welches wir, wie bereits erwähnt, demontiert haben.

Die Verarbeitung des Bikes gibt keinen Grund zur Kritik. Die Bremsleitung für die Hinterradbremse, der Schaltzug als auch die Leitungen für die Elektronik laufen komplett durch das Unterrohr – eine sehr saubere und aufgeräumte Lösung. Die durch den Kettenschutz versteckte Kettenspannung funktioniert ohne Probleme. Wir hatten während des Fahrens keinen Kettenabwurf, auch nicht im ruppigen Gelände. Sollte beim Tragen des Bikes ohne verbautes Hinterrad – durch die fehlende Kettenspannung – dennoch die Kette neben das Kettenblatt fallen, lässt sich der Kettenschutz mit einer Schraube lösen. Anders kommt man in diesem Bereich nicht an die Kette. Das Gleiche gilt auch für die Reinigung der Kettenspannung.

Mit leichten Modifikationen ist das Flyer X-Serie MTB Deluxe im Bereich XC und AM ein absolute Spaßgranate! Durch die gleichmäßige Kraftentfaltung ist das Flyer auch für ungeübte Pedelecfahrer oder Anfänger sehr gut geeignet. Die mögliche Höchstgeschwindigkeit sollte aber – eigentlich selbstredend – dem persönlichen Können und den Gegebenheiten angepasst werden. Die verbauten Komponenten wurden, der Klasse des Bikes entsprechend, sinnvoll ausgewählt. Für den Kaufpreis von knapp 4400 Euro, der sicherlich zur Zeit gerechtfertigt ist, erhält man aber auch schon einen gebrauchten Kleinwagen.

Erhältliche Farbe: Silber (Alu gebürstet), schwarz und perlweiß
Erhältliche Größen: S (46,5 cm) ,M (50 cm) und L (55 cm)
Preis: 4390 Euro

McKinley Black Burn 35 – Der Alpin-Rucksack im Test

Den offiziellen Saisonbeginn haben wir auch dieses Jahr mit einer Mehrtages-Tour „eingeläutet“. Auch wenn wir immer predigen, niemals mit ungetestem Material eine lange Tour zu bestreiten, müssen wir (für euch) natürlich mal wieder gegen alle Gesetze der Vernunft verstoßen. Dazu kam, dass wir mit McKinley Produkten keinerlei Erfahrungen besaßen. Fast nebenbei sollte noch erwähnt werden, dass es sich beim Black Burn 35 nicht explizit um einen Fahrradrucksack handelt.

Auf unserer letztjährigen Fahrt ist uns, bei einem Wander-Rucksack einer anderen Firma, einer der Schultergurte abgerissen. Das permanente Auf- und Absetzen hat den damaligen Rucksack in das Reich seiner Rucksack-Ahnen befördert. Auf der Tour wahrlich ein äußerst schlechter Zeitpunkt! Auch diesmal hatten wir wieder 10 Kilogramm Gepäck verstaut. Mehr sollte man seinem Rücken auf Dauer nicht zumuten. Mit einem Volumen von 35 Litern ist der Stauraum des Black Burn nicht verschwenderisch, aber ausreichend.

Mit seinem schwarzen Outfit und den dezenten grünen (lime) Absetzungen zeigt sich der Rucksack optisch sehr ansprechend! Der McKinley Black Burn 35 bietet ein sehr großes Hauptfach, davor findet sich ein flacheres Fach. Im Hauptfach ist im Rückenbereich eine Unterteilung angebracht, die zum Beispiel eine Trinkblase aufnehmen kann. Seitlich der Unterteilung findet sich je eine nach unten offene Lasche, die für uns aber keine Bedeutung spielen. Eine Durchführung für den Trinkschlauch ist natürlich ebenfalls vorhanden.

Vom Hauptfach aus ist – per Reißverschluss – die Rückenstütze, eine vorgeformte flache Kunststoffplatte, zugänglich. Diese lässt sich bei Bedarf entfernen, um somit zum Beispiel ein Waschen des Rucksacks zu ermöglichen. Das Nebenfach ist unterteilt und bietet zusätzlich eine mit einem Reißverschluss verschließbare Tasche an. Hier findet sich auch ein Karabinerhaken aus Kunststoff für den Schlüssel, damit dieser nicht im Rucksack auf Wanderschaft geht.

Auffallend sind bei dem Haupt- als auch dem Nebenfach die weit nach unten reichenden Reißverschlüsse. Pro Reißverschluss finden sich zwei Schieber. Der Black Burn lässt sich so sehr weit öffnen und bietet somit einen guten Zugriff auf den Inhalt. Der Reißverschluss des Hauptfachs ist durch überlappenden Stoff geschützt, der Reißverschluss des Nebenfachs ist gummiert. Die Reißverschlüsse sind mit einer Schlaufe versehen und können bequem, auch mit Handschuhen, bedient werden.

Eine kleine und innenseitig mit einem weichen Stoff versehene Außentasche bietet einen kuscheligen Platz für kratzempfindliche Gegenstände wie beispielsweise ein Handy. Außen am Rucksack sind noch einige Gurte und Schlaufen angebracht, womit sich noch das eine oder andere Gepäckstück befestigen lässt. Die Fixierungen sind für die Bereiche Snowboard, Ski und Wandern ausgelegt – für uns also nur bedingt nutzbar. Uns fehlt dagegen eine Signalpfeife und ein Netz für die Unterbringung eines Fahrradhelms.

Die breiten weichen Schultergurte und der Hüftgurt lassen sich schnell und unkompliziert anpassen. Der Black Burn sitzt wie angegossen. Ein höhenverstellbarer Brustgurt fixiert den Rucksack zusätzlich. Der McKinley Black Burn 35 schränkt die Bewegungsfreiheit in keinster Weise ein – weder bei den Armen noch im Bereich des Nackens. Selbst auf Wurzelpassagen bereitete uns der vollbeladenen Rucksack keinerlei Probleme.

Der Rucksack bietet, dank des Ergofit-Rückensystems, einen sehr guten Tragekomfort. Für eine Luftzirkulation sorgen die Aussparungen, wobei aber auch hier die „belasteten“ Stellen nicht schwitzfrei bleiben. Wir hatten den Rucksack, zusätzlich zur Mehrtages-Tour, auch im Alltag im Einsatz. Trotz des Dauereinsatzes zeigte sich der Black Burn auch nach dem Test noch in einem guten Zustand. Besonderes Augenmerk galt natürlich den Nähten und hier besonders der Bereich der Schultergurte. Kein Grund zur Kritik!

Die Reißverschlüsse kamen uns vor dem Test etwas feinzahnig vor, was aber im Test keinerlei Probleme mit sich brachte. Leider wird der Black Burn ohne Regencover ausgeliefert. Für uns nicht ganz nachvollziehbar. Auch wenn die Reißverschlüsse laut Hersteller wasserabweisend sind, der Rucksack hält einem Regen nicht stand. Also unbedingt an ein Regencover denken! Der Black Burn Rucksack ist übrigens auch mit einem Volumen von 28 Litern als auch einer 25 Liter Version speziell für Frauen erhältlich.

Preis: 84,95 Euro