McKinley Black Burn 35 – Der Alpin-Rucksack im Test

Den offiziellen Saisonbeginn haben wir auch dieses Jahr mit einer Mehrtages-Tour „eingeläutet“. Auch wenn wir immer predigen, niemals mit ungetestem Material eine lange Tour zu bestreiten, müssen wir (für euch) natürlich mal wieder gegen alle Gesetze der Vernunft verstoßen. Dazu kam, dass wir mit McKinley Produkten keinerlei Erfahrungen besaßen. Fast nebenbei sollte noch erwähnt werden, dass es sich beim Black Burn 35 nicht explizit um einen Fahrradrucksack handelt.

Auf unserer letztjährigen Fahrt ist uns, bei einem Wander-Rucksack einer anderen Firma, einer der Schultergurte abgerissen. Das permanente Auf- und Absetzen hat den damaligen Rucksack in das Reich seiner Rucksack-Ahnen befördert. Auf der Tour wahrlich ein äußerst schlechter Zeitpunkt! Auch diesmal hatten wir wieder 10 Kilogramm Gepäck verstaut. Mehr sollte man seinem Rücken auf Dauer nicht zumuten. Mit einem Volumen von 35 Litern ist der Stauraum des Black Burn nicht verschwenderisch, aber ausreichend.

Mit seinem schwarzen Outfit und den dezenten grünen (lime) Absetzungen zeigt sich der Rucksack optisch sehr ansprechend! Der McKinley Black Burn 35 bietet ein sehr großes Hauptfach, davor findet sich ein flacheres Fach. Im Hauptfach ist im Rückenbereich eine Unterteilung angebracht, die zum Beispiel eine Trinkblase aufnehmen kann. Seitlich der Unterteilung findet sich je eine nach unten offene Lasche, die für uns aber keine Bedeutung spielen. Eine Durchführung für den Trinkschlauch ist natürlich ebenfalls vorhanden.

Vom Hauptfach aus ist – per Reißverschluss – die Rückenstütze, eine vorgeformte flache Kunststoffplatte, zugänglich. Diese lässt sich bei Bedarf entfernen, um somit zum Beispiel ein Waschen des Rucksacks zu ermöglichen. Das Nebenfach ist unterteilt und bietet zusätzlich eine mit einem Reißverschluss verschließbare Tasche an. Hier findet sich auch ein Karabinerhaken aus Kunststoff für den Schlüssel, damit dieser nicht im Rucksack auf Wanderschaft geht.

Auffallend sind bei dem Haupt- als auch dem Nebenfach die weit nach unten reichenden Reißverschlüsse. Pro Reißverschluss finden sich zwei Schieber. Der Black Burn lässt sich so sehr weit öffnen und bietet somit einen guten Zugriff auf den Inhalt. Der Reißverschluss des Hauptfachs ist durch überlappenden Stoff geschützt, der Reißverschluss des Nebenfachs ist gummiert. Die Reißverschlüsse sind mit einer Schlaufe versehen und können bequem, auch mit Handschuhen, bedient werden.

Eine kleine und innenseitig mit einem weichen Stoff versehene Außentasche bietet einen kuscheligen Platz für kratzempfindliche Gegenstände wie beispielsweise ein Handy. Außen am Rucksack sind noch einige Gurte und Schlaufen angebracht, womit sich noch das eine oder andere Gepäckstück befestigen lässt. Die Fixierungen sind für die Bereiche Snowboard, Ski und Wandern ausgelegt – für uns also nur bedingt nutzbar. Uns fehlt dagegen eine Signalpfeife und ein Netz für die Unterbringung eines Fahrradhelms.

Die breiten weichen Schultergurte und der Hüftgurt lassen sich schnell und unkompliziert anpassen. Der Black Burn sitzt wie angegossen. Ein höhenverstellbarer Brustgurt fixiert den Rucksack zusätzlich. Der McKinley Black Burn 35 schränkt die Bewegungsfreiheit in keinster Weise ein – weder bei den Armen noch im Bereich des Nackens. Selbst auf Wurzelpassagen bereitete uns der vollbeladenen Rucksack keinerlei Probleme.

Der Rucksack bietet, dank des Ergofit-Rückensystems, einen sehr guten Tragekomfort. Für eine Luftzirkulation sorgen die Aussparungen, wobei aber auch hier die „belasteten“ Stellen nicht schwitzfrei bleiben. Wir hatten den Rucksack, zusätzlich zur Mehrtages-Tour, auch im Alltag im Einsatz. Trotz des Dauereinsatzes zeigte sich der Black Burn auch nach dem Test noch in einem guten Zustand. Besonderes Augenmerk galt natürlich den Nähten und hier besonders der Bereich der Schultergurte. Kein Grund zur Kritik!

Die Reißverschlüsse kamen uns vor dem Test etwas feinzahnig vor, was aber im Test keinerlei Probleme mit sich brachte. Leider wird der Black Burn ohne Regencover ausgeliefert. Für uns nicht ganz nachvollziehbar. Auch wenn die Reißverschlüsse laut Hersteller wasserabweisend sind, der Rucksack hält einem Regen nicht stand. Also unbedingt an ein Regencover denken! Der Black Burn Rucksack ist übrigens auch mit einem Volumen von 28 Litern als auch einer 25 Liter Version speziell für Frauen erhältlich.

Preis: 84,95 Euro

Andreas Waldera

Andreas Waldera

Das Urgestein der Fraktur! Bereits im Jahre 1996 stößt Andreas als Team-Fahrer und Texter zur Fraktur, damals ein Fanzine ausschließlich für Downhill Biker. Nach vier Jahren ruft er das MTB/Lifestyle Onlinemagazin "Fraktur - Das Magazin" ins Leben – bis heute eine Herausforderung, die dem begeisterten Fahrradfahrer geradezu auf den Leib geschrieben ist.

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