UMF Brad Race BMX – Riders Ready? – Test

UMF, die Hardcore-Freeride-Auskopplung von Merida, bietet spaßorientierten Mountainbikern mit dem Freddie, dem Duncan und dem Hardy feine Bikes zum Ausloten ihrer Grenzen an. Doch auch die 20 Zoll Fraktion kommt bei UMF nicht zu kurz und so findet sich im Sortiment eine eigene BMX-Serie namens “Brad”. Während mit dem Brad 1 bis Brad 3 der Freestyler angesprochen wird, buhlt das Brad Race um die Gunst der rennorientierten BMXer.

Das UMF Brad Race zeigt sich bereits auf dem Datenblatt sehr äquivalent zu den Pro-Modellen anderer Hersteller. Das bezieht sich nicht nur auf die Ausstattung, sondern auch auf den Rahmen. 521 mm (20,5 Zoll) Oberrohrlänge, 381 mm Kettenstrebenlänge und der Lenkwinkel von 74 Grad entsprechen gebräuchlichen Werten, von denen auch das UMF nicht abweicht. Eine XL oder XXL Version des Brad Race bietet UMF leider nicht an, womit die Zielgruppe des Brad Race bei Personen bis zu etwa 175 cm Körpergröße anzusiedeln ist.

Ganz in Kampflaune zeigt sich das UMF beim Preis: Für schlappe 349 Euro geht das Brad Race über die Ladentheke. Die Wahl der Komponenten erweist sich dennoch als recht gelungen, was bei diesem Preis sicherlich nicht so einfach umzusetzen war. Als Felgen verbaut UMF am Brad Race Alexrims DV15, die mit Maxxis Hoodlum 20×2.1 vorne und 20×1.85 hinten bestückt sind. Wellgo Plattformpedalen und der 700 mm breite Lenker fungieren als Schnittstelle zwischen Bike und Fahrer. Übersetzt ist das Brad Race von Werk aus mit 44/16.

Natürlich dürfen zu diesem Preis bei den Komponenten keine High-End-Produkte erwartet werden. Wer hier andere Maßstäbe setzt und mehr erwartet, muss schon um einiges tiefer in die Tasche greifen. Wie gut die Wahl der Komponenten gelungen ist, zeigt sich auch beim Gewicht: Auf die Waage bringt das UMF Brad Race 10,3 Kilogramm, ein Wert der sich sehen lassen kann. Doch nicht nur auf der Waage, sondern auch auf der Bahn macht das Brad Race eine gute Figur.

Das geringe Gewicht macht sich direkt im Sprint bemerkbar. Die aufgebrachte Energie wird konsequent in Vorwärtsdrang umgewandelt. Das Bike geht vom Start weg gut ab und lässt sich gut über Speedjumps pushen. Am Handling des UMF gibt es nichts auszusetzen. Das Brad Race liegt gut in der Hand und zeigt sich bei Powerslights ebenso souverän wie beim Jumpen. Das UMF fühlt sich samt Fahrer auf der BMX-Bahn sauwohl! Ein Bike, welches nicht nur genug Potential auf der Bahn, sondern auch zum Tunen bietet.

Fazit UMF Brad Race BMX

Der Preis ist heiß! Besonders BMX-Race-Einsteiger dürfte das UMF Race Brad ansprechen, ohne direkt Omas Ersparnisse komplett auf den Kopf hauen zu müssen. Das Brad Race ist für den Race-Track geboren und kann im Laufe der Zeit durch andere Komponenten noch getunt werden.

Gewicht: 10,3 Kilogramm
Farbe: Plain White
Preis: 349 Euro

Mehr Infos unter www.umf-bikes.de

Andreas Waldera

Andreas Waldera

Das Urgestein der Fraktur! Bereits im Jahre 1996 stößt Andreas als Team-Fahrer und Texter zur Fraktur, damals ein Fanzine ausschließlich für Downhill Biker. Nach vier Jahren ruft er das MTB/Lifestyle Onlinemagazin “Fraktur – Das Magazin” ins Leben – bis heute eine Herausforderung, die dem begeisterten Fahrradfahrer geradezu auf den Leib geschrieben ist.

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