In diesem Sommer durften wir drei Handschuh-Modelle der Komponenten-Marke XLC Parts testen. Nach dem Langfingerhandschuh Enduro CG-L13 haben wir uns den XLC Kurzfingerhandschuh CG-S10 vorgeknöpft – ein besonders leichter und atmungsaktiver Sommerhandschuh für den Allround-Einsatz, der nicht nur durch seine Optik punktet.
Neben einem Fahrradhelm sollten sicherlich Fahrradhandschuhe zur Ausstattung eines jeden Bikers gehören und ebenso konsequent getragen werden. Sie sorgen für einen besseren Grip am Lenker und somit für Deine Sicherheit. Zudem schützen sie vor Blasenbildung und können Deine Hände auch bei einem Sturz vor fiesen Schürfwunden bewahren. Umso besser, wenn der Handschuh zudem nicht nur hohen Tragekomfort bietet sondern auch noch gut aussieht. Wir haben den XLC Kurzfingerhandschuh CG-S10 getestet.
Très chic – der XLC Kurzfingerhandschuh CG-S10 ist optisch ein echter Hingucker und macht sofort gute Laune. Die Oberhand des mega stylischen Damen-Handschuhs besteht aus leichtem Nylon Mesh Gewebe, in unserem Fall weiß mit roten Punkten und seitlich angebrachtem, blauem XLC Logo. In die hellgraue Innenhand aus Synthetik-Leder sind Gelpolster integriert. Schwarzes Frotteegewebe am Daumen, schwarzes Stretchmaterial sowie Ausziehhilfen zwischen den Fingern runden die Optik perfekt ab.
Auch in Sachen Tragekomfort punktet der der XLC Kurzfingerhandschuh CG-S10 auf ganzer Linie. Das An- und Ausziehen klappt einwandfrei – wir waren zunächst etwas skeptisch, ob ein einfacher Bundabschluss ohne Klettverschlüsse nicht doch etwas Handakrobatik erfordert und / oder das Material auf Dauer leidet. Die Handschuhe sitzen wie angegossen, ohne Bewegungsfreiheit oder gar den Blutkreislauf einzuschränken. Das leichte Mesh-Material der Oberseite sorgt für optimale Belüftung, das etwas robustere Synthetik-Leder für optimalen Grip am Lenker. Top – auch bei langen Touren bei hochsommerlichen Temperaturen. Praktisch: Der Frottee-Einsatz am Daumen zum Schweiß-Abwischen. Übrigens büßte der XLC Kurzfingerhandschuh CG-S10 auch nach mehreren Runden in der Waschmaschine weder seine Farbintensität noch Passform ein.
Fazit XLC Kurzfingerhandschuh CG-S10:
Der leichte XLC CG-S10 überzeugt nicht nur funktional auf ganzer Linie, sondern punktet auch durch sein Design und die gute Verarbeitung. Top – und dazu noch ein super Preis-Leistungsverhältnis.
Ein im wahrsten Sinne des Wortes feines Fingerspitzengefühl beweist die Komponenten-Marke XLC Parts mit ihrem breit aufgestellten Portfolio an MTB Handschuhen. Vom Kurzhandschuh für Kids bis zum Modell für ambitionierte Enduro Rider findet sich nahezu für jeden Bereich des gepflegten Geländeradsports das passende Exemplar. In diesem Sommer hatten wir direkt drei Handschuh-Modelle im Test, den Anfang markiert hierbei der XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13.
MTB Handschuhe für den Enduro Bereich müssen wie die Sportart selbst vielseitige Ansprüche erfüllen. Neben hohem Schutz bei einem Abflug stehen Robustheit und ein komfortables Tragegefühl mit guter Kühlung und Fingerspitzengefühl an oberster Stelle – also quasi eine Mischung aus „normalem“ MTB Touren-Handschuh und Downhill Glove. Um diesen Spagat realisieren zu können, kommen beim XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13 unterschiedlichste Materialien zum Einsatz. Die Innenhand besteht aus robustem Synthetik Leder, die Serino Gel Polsterung sorgt für zusätzlichen Komfort, ohne dass hierbei das Griffgefühl beeinträchtigt wird. Die Oberhand aus Nylon Lycra passt sich perfekt dem Handrücken an und gewährleistet selbst bei sommerlichen Temperaturen eine gute Ableitung der Wärme. Im Gegensatz zu vielen Downhill Gloves, die über speziell angebrachte Schutzelemente am Handrücken verfügen, zeigt sich der XLC Enduro Langfingerhandschuh „nackt“, wovon natürlich die Kühlung profitiert.
Das Tragegefühl des in drei Ausführungen erhältlichen Enduro Handschuhs lässt keine Wünsche offen, der CG-L13 sitzt wie ein Maßanzug und glänzt mit hoher Bewegungsfreiheit. Großflächig aufgebrachte Silikonprints an den Bremsfingern garantieren zuverlässigen Grip beim Bremsen und Schalten. Dank des Klettverschlusses am Bündchen gestaltet sich das An- und Ausziehen des Handschuhs sehr unkompliziert. Der sensitive Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger wird durch zusätzliche Materialaufbringung geschützt und sorgt so für eine längere Lebensdauer. Zum Abwischen des Schweißes kommt Frottee am Daumen zum Einsatz. Selbst nach vielen Einsätzen und Maschinenwäschen präsentiert sich der XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13 in einem sehr guten Zustand. Eine sehr gute Investition, zumal der Preis von 30,00 Euro äußerst Budget-freundlich ist.
Fazit XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13
Der XLC Enduro CG-L13 sitzt wie ein Maßanzug und bietet dem Rider eine hohe Bewegungsfreiheit. Durchdachte Detaillösungen gewährleisten optimale Trageeigenschaften. Die stabile Ausführung sorgt zudem für eine lange Lebensdauer des Handschuhs.
Keine Feierabendrunde ohne Gretchenfrage: Riskier‘ ich’s ohne, oder muss der Rucksack mit? Aus der Not entstand die Idee des Start-Up Gründers Mathias Kimmling: Baiki, ein universelles Silikonband in Bikeform, praktisch, stylisch und erschwinglich, das Ersatzschlauch und Regenjacke sicher am Bike befestigen soll.
Baiki ist ein elastisches Silikonband, das dank seiner besonderen Form unzählige Befestigungsmöglichkeiten am Fahrrad bieten soll – seien es Teile der Ausrüstung wie Luftpumpe, Schlauch oder Handy, seien es Fixierungen von Lampe oder Helm als provisorische Reparatur unterwegs. Mit gerade mal 10 Gramm Eigengewicht soll das Allroundtalent bis 800 Gramm belastbar und bis zu 250% seiner Größe dehnbar sein.
Baiki ist definitiv ein echter Hingucker. Im Test hatten wir das Baiki Farbset zum Preis von 22,99 Euro mit vier Baikis, umweltschonend verpackt und mit kurzer Anleitung, in den Farben pink, blau, weiß und schwarz. Die Montage scheint denkbar einfach: Teile des flexiblen Materials werden am Rahmen des Bikes befestigt, zusätzliches Werkzeug wird dazu nicht benötigt; aus den Rädern entstehen so Schlaufen von ca. 5 cm Durchmesser, die Gegenstände sicher fixieren sollen.
In der Praxis mussten wir zunächst schon ein bisschen friemeln, und die Montage am Rahmen unseres Mountainbikes funktionierte aufgrund des größeren Durchmessers nicht auf Anhieb. Mit ein bisschen Übung ließen sich Regenjacke und Fahrradschlauch aber schließlich problemlos fixieren – und blieben auch bei längeren Singletrails über Stock und Stein an Ort und Stelle. Baiki hielt auch der Belastungsprobe durch die Wasserflasche stand, überzeugte uns hier aber nicht zu 100%: Zum einen mussten wir auf einen schnellen Zugriff während der Fahrt verzichten, den ein Flaschenhalter ermöglicht. Zum anderen schaukelte die Flasche bei stärkeren Unebenheiten und klapperte am Rahmen.
Nach jedem Einsatz zog sich Baiki übrigens wieder einwandfrei zu seiner Ausgangsgröße und -form zurück.
Fazit Baiki
Mega Idee – stylisch, praktisch, strapazierfähig und vielfältig einsetzbar. Sehen wir in erster Linie für den urbanen (Rennrad-) Einsatz und zum Transport leichter Gegenstände wie Regenjacke oder Schlauch. Bei ruppigeren MTB-Touren oder schweren Gegenständen greifen wir zwar immer noch lieber zum Rucksack, haben Baiki für ‚Notfälle‘ aber von nun an immer dabei. Faires Preis-Leistungsverhältnis!
Produktdetails Baiki
Erhältlich in pink, blau, weiß und schwarz
Gewicht: etwa 10 Gramm
Einzelpreis: 7,49 Euro bzw. 7,99 Euro im Geschenkumschlag
Vor etwa einem Jahr launchte das französische Unternehmen Decathlon die neue Rennradmarke Triban. Im Sortiment für komfort-orientierte Fahrer findet sich auch das Triban RC 520 Gravel, das erste Gravel-Bike der Marke. Mit einem Preis von 999,99 Euro setzt Decathlon den Preis erneut sensationell niedrig an. Kann das Triban RC 520 Gravel aber in der Praxis überzeugen?
Mit der Schaffung vieler kleiner Eigenmarken hat Decathlon die ideale Basis geschaffen, noch individueller auf die unterschiedlichen Anforderungen verschiedenster Sportarten einzugehen. Vor etwa einem Jahr holte das französische Unternehmen erneut zum Schlag aus und launchte direkt zwei neue Rennradmarken. Unter dem Markennamen Triban finden sich Rennräder, bei denen Komfort auch auf längeren Strecken im Vordergrund steht. Ambitionierte Sportlerbedürfnisse bis hin zum Wettkampf deckt hingegen die Marke Van|Rysel ab.
Die neuen Triban RC Road-Cycling Modelle sollen sowohl Einsteiger als auch Allrounder ansprechen. Mit Preisen ab 259,99 Euro setzt die französische Marke die Mitbewerber natürlich mächtig unter Druck. Auch beim Triban RC 520 Gravel, dem einzigen Gravel-Bike im Sortiment, setzt Decathlon mit 999,99 Euro den Preis sensationell niedrig an. Für das Geld bekommt der Käufer ein optisch sehr ansprechendes und durchdacht designtes Rennrad, selbst der Blick auf die verbauten Parts weiß zu begeistern.
Herzstück des Triban RC 520 Gravel ist der Triban-Evo-Rahmen aus 6061 T6 Aluminium. Hierbei handelt es sich um den gleichen Rahmen wie bei den Rennrädern RC 500/520. Das Gravel-Bike profitiert somit von einer dem gewünschten Einsatzbereich nicht unbedingt abträglichen Touren-freundlichen Geometrie mit vergleichsweise kurzem Oberrohr und höherem Stack. Die verbaute Triban-Evo-Gabel verfügt über Carbon-Holme und einen Alu-Schaft. Komplettiert wird der positive Eindruck durch die Möglichkeit des Anbringens von Schutzblechen und Gepäckträgern.
Ausgelegt ist der Triban-Evo-Rahmen für Reifen bis 36 Millimeter, das ist schon recht knapp bemessen und schränkt letztendlich die Auswahl an möglichen Gravel-Reifen enorm ein. Von Werk aus rollt das Decathlon Gravel-Bike auf Hutchinson Override 35 Reifen. Obwohl die Pneus samt den Triban Laufrädern Tubeless Ready sind, kommt das RC 520 Gravel serienmäßig mit Schläuchen. Ein Umbausatz mit Tubeless-Ventilen, Felgenbändern und Pannenschutzflüssigkeit ist auf Wunsch allerdings optional erhältlich.
Beim Schalten kann sich der Fahrer auf die Zuverlässigkeit der bewährten Shimano 105 R7000 Gruppe verlassen. Aus dieser stammen Schalthebel, Umwerfer und Schaltwerk. Ausgestattet mit zwei Kettenblättern (50/34) und 11/32 Kassette stehen 22 Gänge mit einem recht breiten Übersetzungsbereich zur Verfügung. Selbst steilere Anstiege im Mittelgebirge lassen sich so noch bewältigen. Über die präzisen Schaltvorgänge müssen angesichts der verbauten Komponenten keine Worte verloren werden – die Schaltung funktioniert einfach!
Ebenso souverän wie die Schaltung präsentieren sich auch die Bremsen. Im Gegensatz zu den rein mechanischen Scheibenbremsen, die normalerweise in dieser Preisklasse (mit Tendenz nach oben) verbaut werden, setzt Decathlon hier auf die TRP HY/RD mit hydraulischen Kolben. Die Ansteuerung der semi-hydraulischen Bremse erfolgt wie gewohnt per mechanischem Bremszug. Bremsverhalten, Dosierbarkeit und Biss wissen zu überzeugen, selbst bei längeren Abfahrten konnten wir keine nachlassende Bremsleistung oder ein Fading feststellen.
Ausgerüstet mit diesem soliden Ausstattungspaket können mit dem RC 520 Gravel jegliche Ziele anvisiert werden – und bekanntlich ist der Weg das Ziel! Angesichts der Tatsache, dass der Rahmen von den Rennrad-Modellen RC 500/520 stammt, verwundern auch nicht die Fahreigenschaften. Das Fahrverhalten erinnert tatsächlich sehr an das von Endurance-Rennrädern. Das Triban liegt stabil in der Spur und lässt auch bei höheren Geschwindigkeiten keine Nervosität aufkommen. Die vom Fahrer eingesetzte Energie wird bemerkenswert energisch in Vorwärtsdrang umgewandelt.
Der steile Lenkwinkel und die kurzen Kettenstreben sorgen indes für Agilität: Das Triban RC 520 Gravel lässt sich recht geschmeidig um Ecken lenken. Der Triban-Gravel-Lenker gewährleistet mit 16° Flare eine gute Haptik, ausreichend Griffkontrolle und hohen Komfort. Selbst längere Strecken ließen sich dank der Komfort-Geometrie des Rahmens und der verbauten Lenkzentrale entspannt zurücklegen. Sowohl auf Asphalt als auch auf Schotterpisten begeistern die Laufruhe und die gute Beherrschbarkeit des Gravel-Bikes.
Wer einen Abstecher durch den Wald machen möchte, sollte dies nicht unbedingt nach ausgedehnten Regenphasen einplanen. Auf schlüpfrigem Untergrund kommen die Hutchinson Override 35 Reifen leider sehr schnell an ihre Grenzen, bei der Traktion ebenso wie beim Grip. Mehr Volumen, ein Plus an Breite und eine stärkere Profilierung würde ambitionierten Gravel-Bikern entgegenkommen. Stark sind die Pneus allerdings auf Asphalt, von der Haftung als auch vom Rollverhalten.
Fazit Triban RC 520 Gravel
Das Triban RC 520 Gravel ist ein absoluter Preisknaller! Das erste Gravel-Bike von Decathlon bereitet mächtig Fahrspaß und stellt dank der sehr soliden Ausstattung auch auf längere Sicht eine gute Investition dar. Wir würden uns im Bereich Gravel allerdings etwas mehr Reifenfreiheit für voluminösere Reifen wünschen. Steckachsen wären zwar zeitgemäß und sinnvoll, sind aber angesichts des Preises sicherlich nicht zwingend erforderlich. Vorbildlich: Decathlon gewährt auf Rahmen, Vorbau und Lenker eine lebenslange Garantie.
Produktdetails Triban RC 520 Gravel
Verfügbare Größen: XS bis XL
Gewicht: Etwa 10,5 Kilogramm (Größe M ohne Pedale)
Test: Die Decathlon Eigenmarke Rockrider bietet mit dem MTB ST 100 einen Schnürschuh speziell für Mountainbiker an. Der SPD-kompatible Fahrradschuh lässt sich laut Angaben des Herstellers sowohl mit als auch ohne Klickpedale nutzen. Vielversprechend zeigt sich ebenfalls der Aufbau des preiswerten MTB-Schuhs. Wir wollten wissen, ob der Rockrider Fahrradschuh MTB ST 100 sein Geld wert ist.
Das Qualität nicht unbedingt teuer sein muss hat Decathlon schon bei diversen Tests bewiesen. Durch die vielen Eigenmarken wird meist erst auf dem zweiten Blick klar, dass es sich im Grunde um Decathlon Produkte handelt. Eine dieser Marken ist Rockrider, die sich auf den MTB Bereich spezialisiert hat. Im Sortiment von Rockrider finden sich neben Mountainbikes auch viele Bekleidungsartikel, darunter der Fahrradschuh MTB ST 100. Angeboten wird der MTB-Schuh zum Preis von 39,99 Euro.
Der Schnürschuh richtet sich laut Hersteller an alle Biker, die auf ihren Touren nicht nur fahren, sondern auch gehen. Konzipiert ist der Fahrradschuh MTB ST 100 für die Verwendung mit dem Kombi-Pedal Shimano SPD M324 und dem Klick-Pedal Shimano SPD M520. Der Schuh ist allerdings weder mit den aktuellen SPD-Pedalen und Cleats von B’TWIN noch mit den Enduro-/Freeride Klick-Pedalen Shimano SPD M424 kompatibel. Das Gewicht des Pärchens in der Größe 44 liegt bei etwa 726 Gramm.
Dank der versenkt montierten Platten lässt sich mit den Schuhen tatsächlich vernünftig laufen. Die Sohle ist zwar recht steif, ermöglicht aber dennoch ein natürliches Abrollen des Fußes. Beim Druck auf das Pedal wird die Kraft gut übertragen, ein unangenehmes Druckgefühl kommt nicht auf. In Verbindung mit Flatpedals ist unser Eindruck leicht zwiespältig. Die genoppte Sohle bietet auch bei Nässe einen recht guten Grip, allerdings fehlt uns ein wenig das Gefühl zur Pedale. Bei Touren geht das noch völlig in Ordnung, in ruppigen Passagen oder beim Jumpen würden wir uns dann doch eine etwas flexiblere Sohle wünschen.
Der obere Aufbau des Schuhs mit 3D-Meshgewebe weiß zu überzeugen. Der Schuh kühlt spürbar und leitet den Fahrtwind effizient zum Fuß weiter. Sehr überrascht – und das positiv – waren wir von der wasserabweisenden Eigenschaft des Schuhs. Selbst bei längeren Regenfahrten behielten wir trockene Füße. Nach dem Waschen der Schuhe überzeugte zudem die schnelle Trocknungszeit. Für Tourenfahrer echt top! Eine pfiffige Lösung gefällt uns ebenfalls: Die Schnürsenkel lassen sich in eine kleine Tasche oben an der Zunge schieben und sind somit aus dem Weg.
Über die Passform eines Schuhs lässt sich sicherlich immer streiten. Bei uns passte der Schuh wie angegossen, da gibt es zumindest von unserer Seite nichts zu meckern. Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass der Rockrider Fahrradschuh MTB ST 100 recht schmal ausfällt. Trotz des relativ günstigen Preises bleibt die Qualität nicht auf der Strecke: Auch nach längerem Einsatz sehen die Schuhe immer noch gut aus, Schwachstellen können wir nicht ausmachen. Die Sohle selbst zeigt ebenfalls nur wenig Verschleiß.
Fazit Rockrider Fahrradschuh MTB ST 100
Sehr guter Allround-Schuh für Tourenfahrer zum fairen Preis.
Test: Einem Paukenschlag gleich kündigte der US-amerikanische Reifengigant Goodyear vor einem Jahr den Wiedereinstieg in den Fahrrad-Sektor an. Nach vier Jahrzehnten Abstinenz wurde direkt ein komplettes Lineup von Road bis Mountain auf die Räder gestellt: Darunter auch der Goodyear Newton ST EN Ultimate, ein Enduro Reifen für aggressives Heizen über Trails. Wir hatten die neue Pelle über mehrere Wochen im Test.
Der für Rennen entwickelte Goodyear Newton ST EN Ultimate Reifen weist Mehrfachlamellen, gedämpfte Stollen in der Mitte der Lauffläche sowie gewölbte Seitenstollen auf. Im Test hatten wir die Ausführung 27.5×2.6, die mit 1154 Gramm pro Reifen sicherlich nicht zu den Leichtgewichten zählt. Der Reifen ist außerdem in den Ausführungen 27.5×2.4 sowie 29×2.4/ 29×2.6 erhältlich. Für Downhill-Racer gibt es den Goodyear Newton ST zudem in einer speziellen DH Version. Unterschieden werden muss zusätzlich zwischen den angebotenen Karkassen.
Die Ultimate Variante weist gegenüber der Premium Ausführung eine leichtere Karkasse auf. Realisiert wurde dies durch Verwendung eines feineren Garns und weniger Gummis. Natürlich spielt auch die Gummimischung eine entscheidende Rolle. Goodyear vertraut beim Newton ST EN Ultimate auf die speziell entwickelte Dynamic:R/T Mischung. Diese soll sowohl Grip als auch Effizienz gewährleisten, und das mit einem geringen Verschleiß. Das gekreuzte Nylongewebe der M-Wall Seitenwand soll ihrerseits für Pannensicherheit sorgen.
Obwohl der Reifen über eine Tubeless-Complete Konstruktion verfügt, sind wir den Reifen konventionell mit Schlauch gefahren. Das Aufziehen des Goodyear Newton ST EN Ultimate auf die Felge bedarf allerdings vorab eines kräftigen Frühstücks: Wir brauchten einiges an Körner, um den Reifen mit Schmackes ins Felgenbett zu befördern. Vorne als auch hinten kommt der gleiche Reifen zum Einsatz, lediglich auf die Laufrichtung muss geachtet werden. Getestet haben wir den Reifen über mehrere Wochen auf den abwechslungsreichen Trails der Eifel.
Vor der Abfahrt kommt bekanntlich immer der Aufstieg, und somit auch die erste Bewährungsprobe für den Goodyear Newton ST EN Ultimate. Überraschend geschmeidig lässt sich das Bike zum Startpunkt des Trails pedalieren. Trotz der aggressiven Optik rollt der Reifen recht leichtfüßig, was unter anderem sicherlich auch an den „nur“ mittelgroßen Mittelstollen liegt. Ein geringeres Gewicht wäre sicherlich ein weiterer Pluspunkt, aber die Performance bergauf oder im Flachland weiß auch so zu begeistern.
Auf den Abfahrten kommt richtig Spaß auf. Auffallend war hierbei die Steigerung des Grips nach einigen Einsätzen, soll heißen der Reifen muss scheinbar erst eingefahren werden. Das Design des Profils und die Gummimischung sind den Ingenieuren definitiv gelungen. Der Newton ST EN Ultimate vermittelt auf allen Untergründen ein sehr berechenbares Verhalten, auf grobem Schotter ebenso wie auf Waldboden oder bei Nässe. Das Bremsverhalten weiß ebenfalls zu überzeugen, kontrolliertes Anbremsen auf der letzten Rille bedeutet am Ende bei Wettbewerben ja auch immer ein Plus gegenüber der Konkurrenz.
Fazit Goodyear Newton ST EN Ultimate
Mit dem Newton ST EN Ultimate ist Goodyear ein sehr erfolgreiches Debüt gelungen. Der Reifen für ambitionierte Enduro Biker vermittelt ein sehr kontrolliertes Fahrgefühl, ohne dass dies zu Lasten des Rollwiderstandes oder der Langlebigkeit geht. Zweifelsohne ein Reifen, der bei der Konkurrenz für nervöses Augenzucken sorgen dürfte.
Test: Einen wahren Allrounder für jeden Einsatzzweck verspricht Cratoni mit dem Modell Agravic. Der preisgünstigste MTB Helm des deutschen Helm- und Sportbrillenherstellers kommt mit einigen Features der teureren Modelle. Wir haben über einen Zeitraum von mehreren Wochen dem Cratoni Agravic ordentlich auf den Zahn gefühlt. Kann der Helm trotz des relativ niedrigen Preises wirklich überzeugen?
Die Einstufung eines Produktes in eine Preisgruppe ist natürlich immer relativ. Wenn wir den Cratoni Agravic MTB Helm als relativ preiswert bezeichnen, bedeutet das in diesem Fall exakt 79,95 Euro. Sicherlich gibt es beim Discounter um die Ecke billigere Fahrrad-Helme, qualitativ vergleichbare Produkte anderer Markenhersteller sind oftmals hingegen wiederum teurer. Für die knapp 80 Euro erhält der Käufer einen optisch äußerst ansprechenden und sehr gut verarbeiteten Helm. Herstellungsmakel sind ebenso wenig ersichtlich wie unsaubere Ecken oder scharfe Kanten. Neben der schicken Schale lohnt allerdings auch ein Blick auf die vielen feinen Detaillösungen.
Hierzu zählt unter anderem das Light Fit System (LFS), welches eine schnelle und unproblematische Anpassung des Helms an individuelle Anforderungen ermöglicht. Ein besonderer Clou ist in diesem Zusammenhang sicherlich die dreifache Höhenverstellung, die sich etwas versteckt unterm Polster befindet. Das Innenpolster aus antibakteriellem CleanTex lässt sich herausnehmen und bei Bedarf reinigen. Sehr gut gefällt uns auch das Insektengitter, das unangenehme Gäste vom Kopf fernhält. Gefertigt wird der Helm mit der sogenannten Inmold Technologie, bei der die Außenschale des Helms mit der EPS-Innenschale verpresst wird.
Das Gewicht des Agravic MTB Helms gibt Cratoni mit 230 Gramm an, bei uns auf der Waage blieb die Anzeige bei genau 232 Gramm stehen. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann! Beim Riden fällt der Cratoni Helm in keinster Weise auf – genau so sollte es auch sein! Einmal perfekt angepasst sitzt der Agravic nicht nur sehr bequem auf dem Kopf, sondern auch absolut wackelfrei. Ebenfalls überzeugend ist der Ratschenverschluss, der sich auch mit Handschuhen bedienen lässt. Dank einer speziell angebrachten Lasche kann der Verschluss mit einer einzigen Handbewegung sofort gelöst werden. Für ein Plus an Komfort spendierten die Designer dem Helm zudem einen über den Verschluss ragenden Polsterstreifen.
Die zwanzig großzügig bemessenen Ventilationsöffnungen gewährleisten selbst bei der derzeit herrschenden Hitze eine gute Kühlung des Kopfes. Auch nach stundenlangem Tragen des Helms überzeugt der erstklassige Tragekomfort. Weder Druck- noch Scheuerstellen trüben den Fahrspaß. Unproblematisch zeigt sich ebenfalls das Tragen des Helms in Verbindung mit einer Brille. Nach mehreren Wochen Einsatz auf dem Trail und auf der Straße weist der Cratoni Agravic bis auf die üblichen Gebrauchsspuren keinerlei Mängel auf.
Fazit Cratoni Agravic
Erstklassiger Tragekomfort, sehr hochwertige Verarbeitung, pfiffige Detaillösungen und ein cooles Design: Der Cratoni Agravic MTB Helm weiß in allen Belangen zu überzeugen – und das zu einem extrem fairen Preis.
Wir haben 3 klassische Rollentrainer im unteren Preissegment getestet und möchten Sie Euch vorstellen. Nummer 3 in unserer Testreihe ist der Cycletrainer BLUE MATIC des niederländischen Unternehmens Tacx, das sich auf die Entwicklung von Trainingsgeräten für Radsportler spezialisiert hat. Der Basic-Trainer Tacx BLUE MATIC ist für 26 – 29 Zoll Laufräder geeignet und verfügt über einen maximalen Widerstand von 700 Watt.
Tacx Cycletrainer Blue Matic – Technische Daten
Bezeichnung
Tacx Cycletrainer Blue Matic
Preis
159,00 Euro
Bremssystem
Magnetwiderstand
Bremswiderstände
10 Stufen
Max. Bremsleistung
700 Watt*
Lenkerbedienung
Lenker Kabelsteuerung
Max. Belastbarkeit
k. A.
Mögliche Rad-Durchmesser
26 bis 29 Zoll (Laufrad-Außendurchmesser 600 bis 710 mm)
Einspannung Fahrrad
Schnellspann-Mechanismus
Zusammenklappbar
ja
*Herstellerangaben
Montage
Der Aufbau des Tacx Cycletrainer BLUE MATIC gestaltet sich kinderleicht: Der Rahmen wird aufgeklappt und Gummifüsse aufgesteckt. Im zweiten Schritt wird die Bremseinheit in einer von zwei möglichen Positionen, abhängig vom Raddurchmesser, montiert. Anschließend wird am Hinterrad der Schnellspanner eingebaut. Großer Vorteil des Tacx Systems: Neben dem im Lieferumfang enthaltene Standard-Schnellspanner sind auch diverse andere Achsen bestellbar, wie zum Beispiel eine Steckachse 10mm für E-Thru Gewinde. Das Bike kann nun im Rollentrainer fixiert und eine Feinjustierung des Bremszylinders vorgenommen werden. Zu guter letzt muss nur noch der Schalter zur Leistungseinstellung am Lenker angebracht werden. Mitgelieferte Klemmgummis helfen bei der Anpassung an den Lenkerdurchmesser. Und schon kann‘s los gehen!
Im Einsatz
Der Tacx Cycletrainer BLUE MATIC macht rein optisch dank sehr hochwertiger, soliderVerarbeitung einiges her. Die Hebel zur Fixierung des Bikes im Spannmechanismus bzw. zur Anpressung des Bremszylinders liegen gut in der Hand und sind schön leichtgängig. Das Rad lässt sich einfach einspannen und sitzt optimal stabilisiert im Rollentrainer. Nicht ganz so optimal: der Schalter zur Widerstandseinstellung am Lenker ist eher schwergängig, die Anzeige kontrastarm und nur bei guter Ausleuchtung ablesbar. Beeindruckend hingegen die 700 Watt Power des Rollentrainers: 10 Bremswiderstände stehen prinzipiell zur Verfügung und decken einen großen Widerstandsbereich ab. Die höheren Stufen sind mit größerer Übersetzung bei mittleren bis guten Konditionslevel kaum noch fahrbar und repräsentieren durchaus anspruchsvolle Anstiege. Mehr braucht es für ein ambitioniertes Training in den eigenen 4 Wänden nicht. Der Rollentrainer fährt sich insgesamt sehr rund und angenehm, die Geräuschkulisse ist für uns im Rennradsattel mit profilfreien Reifen absolut akzeptabel – in unserer Testreihe war der Tacx Cycletrainer BLUE MATIC tatsächlich der leiseste Vertreter. Beim Training machten sich zwar leichte Vibrationen bemerkbar, die unseren „Fahrspaß“ allerdings in keiner Weise trübten.
Fazit Tacx Cycletrainer Blue Matic Rollentrainer
Gutes Handling, hohe Standfestigkeit, top Verarbeitung und eine ordentliche Portion Power – der Tacx BLUE MATIC überzeugt mit gutem Preis-Leistungsverhältnis und ist Spitzenreiter unserer kleinen Testreihe. 159 Euro sind hier sicherlich gut angelegt für ein hochwertiges Produkt, das beim Wintertraining oder bei Aufwärmphasen vor Wettbewerben wertvolle Dienste leistet. Der niederländische Trainingsspezialist bietet zudem ein reichhaltiges Zubehör-Programm an.
Optional erhältliche Trainer-Achsen für Tacx Blue Matic Rollentrainer