X4U Admiral – Das Einsteiger-Race-BMX im Test

Mit dem Admiral erweitert die Hermann Hartje KG ihre „BMX 4-U“ Palette um ein Race-BMX in der Einsteigerklasse. Damit befindet sich das Admiral mit dem zugesprochenen hohen militärischen Dienstgrad in guter Gesellschaft, darf es sich zum elitären Kreis des Colonel, Major, Commander und einigen weiteren hochrangigen Offizieren bei X4U zählen. Doch wie verhält sich das Admiral, wenn es zur Schlacht auf die Bahn geht?

Optisch macht das Admiral einen vielversprechenden Eindruck! Das phatte Unterrohr, die dreiteilige Kurbel und die auffallend blaue Lackierung sorgen für die ersten Hingucker. Auf dem Steuerrohr lächelt einem der Aufkleber „Made in Germany“ entgegen. Das BMX sieht sehr kompakt aus, die Oberrohrlänge mit knapp 520 mm entspricht den gebräuchlichen Maßen der Pro-Modelle anderer Hersteller, die Kettenstrebenlänge fällt mit etwa 370 mm dagegen etwas kürzer gegenüber anderen Pro-Modellen aus.

Ausgestattet ist das Admiral mit Plattformpedalen, einem großen BMX Lager (US BB), Tektro Bremsen vorne und hinten, Anbauteilen wie die dreiteilige Kurbel von Prism, einem 670mm breiten Lenker und Schwalbe Mad Mike Bereifung mit vorne und hinten 20×1.75. Keine High-End-Teile, aber insgesamt machen die verbauten Komponenten einen befriedigenden und ausreichenden Eindruck. Der besorgte Blick geht dann eher in Richtung der Waage: 11,6 Kilogramm sind schon recht üppig für ein Race BMX.

Das Gewicht macht sich dann auch auf der Bahn bemerkbar. Das Bike wirkt beim Beschleunigen etwas träge und kommt nicht so fix wie gewollt vom Startgatter weg. Auch das Beschleunigen aus den Kurven wirkt etwas zäh. Die Geschwindigkeiten auf der BMX Bahn bringen das Admiral dann an seine Grenzen. Das Admiral verhält sich bei hohen Geschwindigkeiten nervös. Diese Nervosität zeigt das Cross4You auch bei schnellen Jumps und beim Pushen. Auch in schnellen Anliegern ist das Admiral nicht so souverän, wie wir es von einem Racer gewohnt sind.

Schnelle BMX-Bahnen sind nicht die Stärke des Admiral, selbst wenn auf dem Rahmen der Aufdruck „Race“ verewigt wurde. Doch wenn nicht Race, wo dann liegen die Stärken des Admiral? Die Antwort fanden wir schnell…jeder kennt sie, heimlich angelegte kleine Bahnen…auch bei uns findet sich solch eine kleine Bahn, enge Kurven, enge Anlieger, eine Strecke die eher im mittleren Geschwindigkeitsbereich anzusiedeln ist…und siehe da, auf der engen Strecke lässt sich das Admiral mit Leichtigkeit durch die Kurven zirkeln und in die engen Anlieger drücken. Selbst die Jumps passten jetzt.

Durch die relativ kurze Kettenstreben und dem schmalen Lenker ist das X4U sehr handlich. Auf den kleinen und engen Trails macht das Setup mehr Sinn als auf der Racepiste. Für die Traktion wäre es allerdings wünschenswert, wenn die Bereifung vorne etwas voluminöser ausfallen würde. Die Verarbeitung des Rahmens gibt keinen Grund zur Kritik, die Qualität der Lackierung ist ebenfalls gut. Die sehr schlecht verzögernde vordere Bremse, die man eigentlich zum Race nicht braucht (aber wenn schon mal eine dran ist, sollte diese auch bremsen), und die Pedalen, die nach dem Test sehr rau liefen, geben Grund zur Kritik.

Fazit X4U Admiral

Von einem Race-BMX, egal ob Einstiegsklasse oder nicht, erwarten wir etwas mehr „Race“. Das fängt beim Gewicht an und spiegelt sich in der Auswahl der Komponenten wider. Die Fahrleistung des X4U Admiral auf der BMX-Bahn lässt Wünsche offen, abseits der Bahn zeigt das Admiral dann seine Stärken. Das Einsatzgebiet sehen wir deshalb nicht in der Race-Einstiegsklasse, sondern in der allgemeinen Einstiegsklasse.

Gewicht: 11,6 Kilogramm
Preis: 379 Euro

Kona Wah Wah Pedale – Test – Das Leben einer Plattformpedale

Pedalen führen wahrlich kein beneidenswertes Leben! Aufopferungsvoll versehen sie ihren Dienst, werden getreten, mit Steinen und Wurzeln malträtiert und dennoch finden sie kaum Beachtung! Wenn sie dann ins Alter kommen und ihre Zähne verlieren, ist für die meisten Vertreter die Zeit des Abschieds gekommen! Viele Pedalen trifft bereits sehr früh dieses Schicksal, die neue Kona Wah Wah Plattformpedale steht dem gelassen gegenüber.

Die Wah Wah macht bereits optisch einen sehr schlanken Fuß. Gerade mal 17mm dick bei einem Gewicht von etwa 480 Gramm für das Paar und die große Standfläche lassen die Pedale sehr schlank wirken. Der Pedalkörper aus 6061 Aluminium dreht sich laufruhig und leise um eine Cromolyachse. Wer einmal in die Wah Wah Pedale reingetreten hat, wird diese Pedale direkt zu schätzen wissen. Der Grip auf der Kona Wah Wah ist exzellent. Dass dies nicht nur bei trockenem, sondern auch bei widrigen Umständen so ist, dafür sorgen zehn zornige Pins pro Seite.

Selbst bei Matschwetter verliert man nicht den Grip auf den Plattformpedalen. Im Gegensatz zu vielen anderen Pedalen, bei denen die Montage der Pins von oben nur mit einem „winzigen“ Innensechskant-Schlüssel möglich ist, bietet die Wah Wah die entspannte Montage der Pins von der geschützten Unterseite aus an. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Pedalen hervorragend an die persönlichen Bedürfnisse anpassen lassen. Noch ein „kleiner“ Unterschied zu vielen anderen Pedalen: Montiert wird die Wah Wah Pedale nicht mit einem herkömmlichen Maulschlüssel, sondern ausschließlich mit einem Innensechskant-Schlüssel.

Fazit:
Hart im Nehmen, coole Optik, gute Verarbeitung und Grip ohne Ende!

Farben: Grau und weiß
Preis: 90 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com

Redline Flight Pro XXL im Test – Bubba Harris Signature Series

Race-BMX…Oldschool-BMXer denken da gerne an die guten alten Zeiten zurück, in denen sich Marken wie Hutch oder CW Racing erbitterte Kämpfe auf den Racepisten lieferten. Bereits damals war Redline eine der angesagtesten Marken auf dem BMX-Markt und Fahrer wie Stu Thomsen sorgten für unzählige Siege. Während viele Marken mittlerweile nur noch Geschichte sind, setzt Redline nach wie vor Maßstäbe. Allen voran fährt Bubba Harris für Redline die Siege ein, dem mit der eigenen Signature Serie gehuldigt wird. Stellvertretend für die „Flight Series“ hatten wir das Flight Pro XXL im Test!

Bereits optisch hebt sich das Redline von der Masse ab. Die Machart und die Lackierung des Rahmens, als auch das Gesamtbild des in poliert, rot und schwarz gehaltenem Flight Pro sind echte Hingucker. Der genau Blick auf das Bike zeigt die Erfahrung von Redline beim BMX. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Und man widmet sich, wohl auch ein wenig Stolz aufgrund der Geschichte und des Erfolgs des Unternehmens, ausgiebig dem Markenhype um Redline. Die phatte dreiteilige Kurbel, der Vorbau, die Gabel…alles trägt den Namen Redline. Auch der Lenker, die Pedalen, die Naben mit den aus Cromoly bestehenden Hohlachsen, das Kettenblatt, der Sattel und sogar die Kettenspanner tragen das Zeichen der BMX-Schmiede mit dem Sitz im Bundesstaat Washington.

Als Felgen wurden geöste rote Sun Rhyno Lite XL Rims verbaut mit Tioga Competition III Bereifung, vorne mit 20×2.125 und hinten mit 20×1.75. Die Tektro-Bremse mit erstaunlich fühlbarem Druckpunkt sorgt für die Verzögerung des Bikes. Übersetzt ist das Flight Pro mit 44/16, obwohl man sich bei der Übersetzung keine Sorgen machen muss, da noch fünf weitere Ritzel (13, 14, 15, 17 und 18 Zähne) mitgeliefert werden! Der Rahmen besteht aus U-6 Alu, welches mehr Stabilität bei weniger Gewicht gegenüber dem herkömmlichen 7005 und 6061 Alu bieten soll, während die Gabel aus Cromoly gefertigt wurde. Die Oberrohrlänge des Flight Pro XXL beträgt 21,7″, die Kettenstrebe 15,3″ und der Lenkwinkel 74 Grad, auf die Waage bringt das Redline 10,5 Kilogramm.

So viel zur Theorie, doch wie macht sich das Redline auf der Bahn? Vorweg gesagt…unglaublich! Bereits die ersten Meter zeigen die enorme Laufruhe des Bikes. Das Flight Pro XXL liegt unglaublich gut auf der Bahn und lässt sich hervorragend beschleunigen. Das Bike ist supersteif! Die erste Welle, Speedwheelie…wow, das geht richtig sauber und gut von der Hand. Das Verhältnis zwischen Front und Heck ist sehr ausgeglichen. Auch in der Luft macht das Flight Pro einen unglaublich souveränen Eindruck und lässt sich sauber in die Landung drücken. Anlieger rein, raus…auch hier zeigt das Redline keinerlei Anzeichen von Nervosität. Sollte dennoch mal das Vorderrad anfangen zu rutschen, lässt sich das Flight Pro hervorragend korrigieren. Definitiv ein Bike, dass nicht nur für die Racestrecke gebaut wurde, sondern auch dafür, Bestzeiten zu fahren.

Beeindruckend ist übrigens auch der Lieferumfang des Bikes! Neben dem schlanken Padset zum Aufkleben auf Oberrohr, Vorbau und Lenker findet sich ein Numberplate, um direkt an den Start gehen zu können. Redline scheint wirklich an alles gedacht zu haben, wie bereits das oben erwähnte Plus an Ritzel belegt. Selbst ein kleines „Make-Up-Set“ in Form von zwei kleinen Farbtöpfchen mit roter und schwarzer Farbe zum Ausbessern von Macken wird mitgeliefert. Für den Fall der Fälle 😉

Fazit Redline Flight Pro XXL

Beeindruckend! Optisch und fahrtechnisch ein absolutes Traumbike! Ein Bike, das von vorne bis hinten durchdacht ist! Kaufen und sofort damit auf die Bahn, dass ist das Motto des Redline Flight Pro. Trotz aller Ausgereiftheit hat das Redline nichts von dem Kult der 80er Jahren verloren!

Gewicht: 10,5 Kilogramm
Preis: 799 Euro

Mehr Infos unter www.redlinebicycles.com

Shock Therapy – DH Black – ST Hardride Series – Test

Die Anforderung war schnell gestellt: Ein Bike mit dem Schwerpunkt beim Downhill – allerdings mit einem gewissen und erträglichem Maß an Uphilltauglichkeit. Irgendwie müssen wir ja die Berge raufkommen. Ein Enduro schied wegen der eingeschränkten Downhilltauglichkeit also aus, ein reiner Downhiller wegen des meist unzumutbaren Verhaltens beim Hochfahren auch. Was blieb war ein DH Black aus der ST Hardride Series.

Angeboten wird das DH Black bzw. das DH Red von Shock Therapy für den Bereich Downhill und Freeride. Ermöglicht wird dieser breite Spielraum durch verschiedene Dämpferanlenkungen, die sich auf Geometrie und Federweg auswirken. Nicht abstreiten lässt sich beim Rahmen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Specialized Big Hit…und auch bei dem ST-DH handelt es sich um einen Viergelenker. Der Preis des nackten Rahmens (ohne Dämpfer) liegt bei 990 Euro.

Um einen guten Kompromiss zu schaffen, verbaute Shock Therapy die Rock Shox Totem Solo Air mit 180 mm Federweg, die neben einer sehr guten Einstellbarkeit ein ebenso gutes Fahrverhalten bietet. Natürlich ließ es sich Shock Therapy nicht nehmen, viele der verbauten Komponenten aus eigenem Hause zu verwenden. Darunter zählten neben der Sattelstütze und dem Vorbau vor allem die Kurbeln und die Laufräder aus dem Hause Shock Therapy.

Wie schon bei unserem Test des Prototypen der Shock Therapy Missile Laufräder konnte uns auch das Serienmodell der Missile absolut überzeugen. Im Gegensatz zum Prototypen weist die ST-DH 21 Felge von der italienischen Firma DRC jetzt 32-Loch auf. Auch an den verbauten ST Naben gibt es nichts zu makeln. Ein besonders sinnvolles Schmankerl ist die Schraubachse der hinteren Nabe, das verspricht zusätzliche Steifheit. Ebenfalls ein Schmankerl sind die phatten STeel Boone Kurbel aus Cro-Mo.

Gewöhnungsbedürftig ist das relativ lange Steuerrohr mit einer Länge von 145 mm, welches das Bike vorne sehr hoch bauen lässt. Nach anfänglichen Problemen während der ersten Ausfahrten haben wir den Vorbau statt der üblichen positiven Montage einfach negativ montiert, um mehr Druck auf die Front zu bekommen. Ein kleiner Eingriff mit einer großen Wirkung, im positiven Sinne. Das ST-DH zeigte sich jetzt bedeutend besser kontrollierbar und handlicher.

Der Viergelenker spricht sehr gut an. Durch die vielen Anlenkmöglichkeiten des Dämpfers lässt sich das Bike perfekt an die jeweiligen Streckenansprüche anpassen. Somit wird aus dem gut schluckenden Downhiller mit wenigen Handgriffen ein relativ alltagstauglicher Freerider, mit dem sich sogar noch erträglich bergauf fahren lässt. Obwohl nur ein 36er-Kettenblatt verbaut war, konnten moderate Steigungen ohne große Probleme überwunden werden.

Das Fahrverhalten des ST-DH zeigt sich im allgemeinen recht ausgewogen und neutral, allerdings auch etwas undefiniert – den Grund sehen wir beim Hinterbau, der seitensteifer sein könnte. Auf schnellen ruppigen Trails läuft das Bike etwas nervös – ein Tribut an den steilen Lenkwinkel. Wir hatten für den Test auf den steinigen Pisten auf La Palma den Schwalbe Muddy Mary in 26×2.5 aufgezogen, womit wir den Spielraum der Reifenfreiheit auf das Äußerste ausgereizt haben. Obwohl der Viergelenker gut arbeitet, müssen wir doch die zwei Kritikpunkte am Hinterbau festhalten: Die Seitensteifigkeit und die Reifenfreiheit.

Fazit:

Durch die vielen Anlenkmöglichkeiten des Dämpfers lässt sich das ST-DH perfekt an die jeweiligen Streckenansprüche anpassen. Der Viergelenker spricht gut an und das Fahrverhalten erweist sich im allgemeinen, bis auf kleine Schwächen, als ausgewogen und neutral. Kritikpunkte sind für uns die Seitensteifigkeit und die Reifenfreiheit des Hinterbaus.

Datenblatt:

Gewicht: 18,3 Kilogramm (Bike aufgebaut wie oben beschrieben)
Dämpfereinbaulänge: max. 200mm/57er Hub
Lenkwinkel bei 570mm Einbauhöhe: 69 Grad
Sitzwinkel: 65 Grad
Dämpfereinbaubreite: v/24 – h/54
Federweg: 190-220mm
Steuerrohr: 1 1/8 Zoll
Empf. Einbaulänge der Gabel: 570 mm
Größen: 16,5″ und 18″
Farbe: rot & matt schwarz
Preis des Rahmens: 990 Euro

Mehr Infos unter www.shock-therapy.de

UMF Brad Race BMX – Riders Ready? – Test

UMF, die Hardcore-Freeride-Auskopplung von Merida, bietet spaßorientierten Mountainbikern mit dem Freddie, dem Duncan und dem Hardy feine Bikes zum Ausloten ihrer Grenzen an. Doch auch die 20 Zoll Fraktion kommt bei UMF nicht zu kurz und so findet sich im Sortiment eine eigene BMX-Serie namens „Brad“. Während mit dem Brad 1 bis Brad 3 der Freestyler angesprochen wird, buhlt das Brad Race um die Gunst der rennorientierten BMXer.

Das UMF Brad Race zeigt sich bereits auf dem Datenblatt sehr äquivalent zu den Pro-Modellen anderer Hersteller. Das bezieht sich nicht nur auf die Ausstattung, sondern auch auf den Rahmen. 521 mm (20,5 Zoll) Oberrohrlänge, 381 mm Kettenstrebenlänge und der Lenkwinkel von 74 Grad entsprechen gebräuchlichen Werten, von denen auch das UMF nicht abweicht. Eine XL oder XXL Version des Brad Race bietet UMF leider nicht an, womit die Zielgruppe des Brad Race bei Personen bis zu etwa 175 cm Körpergröße anzusiedeln ist.

Ganz in Kampflaune zeigt sich das UMF beim Preis: Für schlappe 349 Euro geht das Brad Race über die Ladentheke. Die Wahl der Komponenten erweist sich dennoch als recht gelungen, was bei diesem Preis sicherlich nicht so einfach umzusetzen war. Als Felgen verbaut UMF am Brad Race Alexrims DV15, die mit Maxxis Hoodlum 20×2.1 vorne und 20×1.85 hinten bestückt sind. Wellgo Plattformpedalen und der 700 mm breite Lenker fungieren als Schnittstelle zwischen Bike und Fahrer. Übersetzt ist das Brad Race von Werk aus mit 44/16.

Natürlich dürfen zu diesem Preis bei den Komponenten keine High-End-Produkte erwartet werden. Wer hier andere Maßstäbe setzt und mehr erwartet, muss schon um einiges tiefer in die Tasche greifen. Wie gut die Wahl der Komponenten gelungen ist, zeigt sich auch beim Gewicht: Auf die Waage bringt das UMF Brad Race 10,3 Kilogramm, ein Wert der sich sehen lassen kann. Doch nicht nur auf der Waage, sondern auch auf der Bahn macht das Brad Race eine gute Figur.

Das geringe Gewicht macht sich direkt im Sprint bemerkbar. Die aufgebrachte Energie wird konsequent in Vorwärtsdrang umgewandelt. Das Bike geht vom Start weg gut ab und lässt sich gut über Speedjumps pushen. Am Handling des UMF gibt es nichts auszusetzen. Das Brad Race liegt gut in der Hand und zeigt sich bei Powerslights ebenso souverän wie beim Jumpen. Das UMF fühlt sich samt Fahrer auf der BMX-Bahn sauwohl! Ein Bike, welches nicht nur genug Potential auf der Bahn, sondern auch zum Tunen bietet.

Fazit UMF Brad Race BMX

Der Preis ist heiß! Besonders BMX-Race-Einsteiger dürfte das UMF Race Brad ansprechen, ohne direkt Omas Ersparnisse komplett auf den Kopf hauen zu müssen. Das Brad Race ist für den Race-Track geboren und kann im Laufe der Zeit durch andere Komponenten noch getunt werden.

Gewicht: 10,3 Kilogramm
Farbe: Plain White
Preis: 349 Euro

Mehr Infos unter www.umf-bikes.de

Sigma Powerled Black und Karma Pro im Test

Biken im Dunkeln übt auf viele Biker einen besonderen Reiz aus! Aus der Notlage heraus, dass man im Winter sonst überhaupt nicht auf dem Bike sitzen würde, entwickelt sich bei vielen Bikern eine Begeisterung für die Fahrt ins Schwarze. Grundvorausstzung für den Spaß im Dunkeln ist allerdings eine gute Beleuchtung, damit der Spaß nicht ein abruptes und schmerzhaftes Ende findet. Wir haben die Powerled Black und die Karma Pro aus Sigma’s Power Light Serie für euch abgecheckt. Eine wahre Erleuchtung?

Sigma Karma Pro

Bereits die Evo Pro zeigt, dass gute Beleuchtung am Bike zu einem erschwinglichen Preis kein Wunschdenken bleiben muss. Bei der Evo Pro setzte Sigma das Augenmerk allerdings nicht nur auf die Lichtausbeute, sondern auch auf das Gewicht und die Maße. Mit der neuen Karma Pro, erhältlich für knapp 130 Euro, setzt Sigma die Messlatte noch ein Stück höher, allerdings ist die Karma nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen.

Der Akku und das Lampengehäuse der Karma wirken geradezu winzig. Der Gehäusekörper der Leuchte besteht nicht aus billigem Kunststoff, sondern aus Aluminium. Sehr fein! Die Montage der Karma am Lenker geschieht mittels Klickhalter und absolut werkzeugfrei. Für die Energieversorgung ist der superleichte IION-Lithium-Ionen-Akku verantwortlich, der bei der Karma Pro natürlich mitgeliefert wird. Die Verwendung eines vielleicht schon im Besitz befindlichen Sigma Nipack-Akkus ist allerdings nicht möglich. Die Karma lässt sich mit dem Klickschalter in drei verschiedenen Modi betreiben.

Eine schöne Lösung ist der in den Schalter integrierte Batterieindikator. Trotz des sehr kleinen Maßes des Akkus stehen dem Fahrer mit der stärksten Beleuchtung immer noch etwas über drei Stunden Fahrspaß bevor. Im Energiemodus verdreifacht sich dieser Wert sogar. Im Test überzeugte uns vor allem die gute Ausleuchtung der Karma. Der Lichtkegel ist nicht nur sehr breit, sondern auch fließend, wodurch man nicht durch Lichtirritationen abgelenkt wird. Optional ist für die Karma eine Helmhalterung erhältlich. Durch das geringe Maß und das niedrige Gewicht eignet sich die Karma übrigens auch als perfekte Helmlampe!

Sigma Powerled Black

Ebenfalls in der Power Series findet sich die Powerled Black, die für knapp 90 Euro erhältlich ist. Wie die Karma besitzt auch die Powerled Black ein Gehäuse aus Aluminium und ist ebenfalls nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen. Das Gehäusemaß lässt sich nicht mit der Karma vergleichen, da diese Lampe zwei Gesichter aufweisen kann.

Standardmäßig wird die Powerled Black mit vier handelsüblichen AA-Batterien betrieben, dementsprechend größer fällt natürlich das Gehäuse aus. Die Powerled Black kann somit auch als „normale“ Taschenlampe benutzt werden. Eine sehr praktische Angelegenheit! Allerdings lässt sich die Lampe auch mit dem optional erhältlichen Sigma IION-Akku betreiben. Das Batteriefach kann zu diesem Zweck abgeschraubt werden, womit die Gesamtlänge des Gehäuses von 14 cm auf etwa 8,2 cm schrumpft. Die Verringerung des Gehäuses und somit der Masse hat natürlich den Vorteil, dass die Lampe mit dem Klickhalter besser am Lenker fixiert bleibt.

Bei Verwendung der Powerled Black mit den mitgelieferten Batterien empfehlen wir, bei der Montag am Lenker die mitgelieferte Schraubhalterung zu verwenden. Wie schon bei der Karma kann auch hier ein vielleicht schon im Besitz befindlicher Sigma Nipack-Akku nicht verwendet werden! Das Umschalten zwischen den drei verschiedenen Lichtmodi geschieht per Klickschalter. Das Licht der Powerled ist für diese Preisklasse unglaublich hell! Durch die Bündelung des Lichts leidet allerdings etwas die Ausleuchtung im Randbereich. Sigma bietet für etwa 160 Euro die Powerled Black auch als Pro-Set mit IION-Akku und Ladegerät an.

Vergleich der Beleuchtungsstärke in Lux (Werksangaben):
Sigma Evo Pro: Mehr als 20 Lux
Karma Pro: 35 – 40 Lux
Powerled Black: 90 Lux

Im Gegensatz zur Mirage Evo Pro sind die Karma Pro als auch die Powerled Black nicht im Geltungsbereich der StVZO zugelassen!

Fazit:

Sicherlich gibt es hellere und noch breiter ausleuchtende Beleuchtung fürs Bike, aber für solch eine High-End-Beleuchtung muss man mit mehreren hundert Euro allerdings auch sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Sigma’s Powerled Black und Karma Pro bieten ein unglaublich gutes und fast nicht schlagbares Preis-/Leistungsverhältnis und ermöglichen den Trail-Nacht-Fahrspaß zum erschwinglichen Preis!

Infos unter www.sigmasport.com

Vaude Syberia Gloves – Extreme Winterhandschuhe im Test

Jedes Kind kennt sie: Fäustlinge. Im Gegensatz zu den „normalen“ Handschuhen, wo jeder Finger sein eigenes Futeral besitzt, bieten die Fäustlinge im Allgemeinen einen weit höheren Schutz vor Kälte. Eine geringere Oberfläche und die Tatsache, dass sich die Finger gegenseitig wärmen, sprechen ganz klar für den Einsatz von Fäustlingen bei extremer Kälte. Aus Sicherheitsgründen muss man von Fäustlingen beim Biken jedoch abraten! Vaude hat den Vorteil der wärmenden Fäustlinge mit dem Vorteil der Beweglichkeit von „normalen“ Handschuhen kombiniert und bietet mit den Syberia Gloves eine geniale Lösung für die kalte Jahreszeit an!

Vaude hat die Fäustlinge quasi geteilt und fasst nicht vier, sondern jeweils zwei Finger in einem gut isolierten Futeral zusammen. Die beiden zusammengefassten Finger wärmen sich gegenseitig und dennoch bleibt genug Spielraum, um bremsen oder schalten zu können. Was sich in der Theorie gut anhört, funktioniert in der Praxis tadellos. Zwar waren wir nicht bei sibirischen Temperaturen unterwegs, aber bei Temperaturen im einstelligen Minusbereich verspürten wir auch auf langen Touren keinerlei Kälte an den Fingern. Bei Temperaturen über null Grad werden die Handschuhe auf jeden Fall zu warm! Trotz der Dicke des Materials vermitteln die Handschuhe noch ein gutes Lenkgefühl. Die Syberia Gloves sind gut verarbeitet, bieten ein hoch abschließendes Ärmelbündchen und lassen sich bequem in der Waschmaschine bei 30 Grad waschen. Definitiv die wärmsten Bike-Handschuhe, die wir bis jetzt erfahren durften! Einen Nachteil haben die Handschuhe dennoch: Die Vaude Syberia Gloves eignen sich „eigentlich“ nur für Zweifinger-Bremser.

Fazit:

Vaude hat den Vorteil der wärmenden Fäustlinge mit dem Vorteil der Beweglichkeit von „normalen“ Handschuhen kombiniert und bietet mit den Syberia Gloves eine geniale Lösung für die kalte Jahreszeit an! Ein tadellos funktionierendes System!

Größen: 7, 8, 9, 10, 11
Farbe: Schwarz
Preis: 35,00 Euro

Infos unter www.vaude.com

TSG Superlight Solid Color – Wie aus der Pistole geschossen! Test

Porno!!! Das war der erste Gedanke, der uns beim Anblick des neuen „Superlight Solid Color“ durch den Kopf geschossen ist. „Gun silver“ – Treffender hätte die Farbbenennung des Helms in Hochglanzsilber nicht ausfallen können. Der neue Dirthelm aus dem Hause TSG sieht aber nicht nur „wie aus der Pistole geschossen“ aus, sondern ist mit einem Gewicht von etwa 300 Gramm, das ist etwas mehr als ein Stück Butter, ein echtes Leichtgewicht! Wir haben uns den „TSG Superlight Solid Color“ mal „durch den Kopf“ gehen lassen!

Um es direkt am Anfang klarzustellen: Der Helm ist nicht nur in „gun silver“, sondern auch in „flat black“ erhältlich. Egal, für welche Variante man sich entscheidet, mit dem „TSG Superlight Solid Color“ erhält man einen Helm, der die Ansprüche an einen guten modernen Helm erfüllt. Dazu zählt vor allem das In-Molding Verfahren, bei dem die Schale und der Hartschaum miteinander verpresst werden. Im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ Helmen, wo der Hartschaum mit der Helmschale nur punktweise verklebt wird, ist das Resultat des In-Molding Verfahrens eine vollständige(!) Verbindung und bietet daher eine superstabile Helmkonstruktion bei einem geringen Gewicht.

Der Kinnriemen lässt sich gut anpassen und bietet einen bequemen Klickverschluss. Somit ist auch ein Anziehen des Helms mit Handschuhen, ohne nervige Friemelei, möglich. Der Helm wird in zwei Größen angeboten – die optimale Anpassung an den Schädel geschieht mit den beigelegten Pads. Der Tragekomfort des Helms ist klasse! Der Helm passt wie angegossen – rappelt, wackelt und drückt nicht. Die Lüftungslöcher sind groß genug gehalten, um auch in heißen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Bemerkenswert und vor allem spürbar, treffender müsste es hier wohl nicht spürbar heißen, ist das Gewicht des Helms! Natürlich geht die Minimierung des Gewichts nicht auf Kosten der Sicherheit! Selbstverständlich erfüllt der TSG die Norm CE EN 1078!

Neuigkeiten gibt es zum Vertrieb von TSG Produkten in Deutschland. Vertrieben werden die TSG Produkte seit Juli 2007 von dem Dämpferspezialisten Shock Therapy in Hünstetten (www.shock-therapy.com).

Fazit:

Wieder einmal legt TSG die Messlatte für Dirthelme ein Stückchen höher. Der Spezialist für Skate- und BMX-Schutzbekleidung hat mit dem „TSG Superlight Solid Color“ einen Helm auf den Markt gebracht, der nicht nur Porno aussieht, sondern auch ein echtes Leichtgewicht ist!

Größen: S/M, L/XL
Farben: „gun silver“, „flat black“
Preis: etwa 70,00 Euro

Mehr Infos unter www.ridetsg.com