Vaude Kuro Gloves – Test Handschuhe

Irgendwann reicht es wirklich mal… wer hat langsam nicht genug vom Winter?! Allerdings hat der lange, nie enden wollende Winter einen Vorteil: Ein extrem langer Test der Vaude Kuro Gloves. Wir haben uns, ausgestattet mit dem dünnen Softshell-Handschuh, mit beiden Fäusten durch den Winter geschlagen. Laut Vaude handelt es sich bei dem Kuro um einen Kälte-Profi. Nachdem der Handschuh bei uns in der Redaktion eingetroffen war, waren wir allerdings sehr überrascht. Dieser dünne und leichte Softshell-Handschuh soll unsere zarten Griffels vor der erbarmungslosen Kälte schützen?

100 Prozent winddichte Membrane hin oder her, wir waren mehr als skeptisch. Der erste Blick zeigt einen durchdachten Handschuh mit vielen Detaillösungen, die sich auch im Test behaupten konnten. Dazu zählen die Dämpfungselemente in den Handinnenflächen samt der Silikonprints für einen sicheren Griff. Erstaunlicherweise zeigten weder die Dämpfungselemente noch die Silikonprints nach dem Test Verschleißerscheinungen. Die Silikonprints sind nicht nur in den Handinnenflächen aufgebracht, sondern auch am Daumen und an den Brems- bzw. Schaltfingern. Dieser Bereich ist zusätzlich verstärkt ausgeführt.

Der Frotteebesatz am Daumen darf sicherlich als Standard angesehen werden. Auch der Bereich des Daumens ist verstärkt ausgeführt. Selbst hier konnten wir keinen Makel nach dem Test feststellen. Die Reflektorstreifen sorgen für ein Plus an Sicherheit im Dunkeln. Der Handschuh schließt hoch ab, womit wirksam ein Eindringen von Fahrtwind vermieden wird. Ein Einstellen des Bündchens ist nicht möglich, lediglich ein Gummiband sorgt für die Anpassung. Durch die sehr gute Passform des Handschuhs allerdings kein Grund zur Kritik. Der Handschuh sitzt wie angegossen, von den Fingerspitzen bis zum Bündchen.

Der Handschuh fühlt sich angenehm auf der Haut an und vermittelt ein gutes Fingerspitzengefühl. Erstaunlich ist, wie gut der Kuro die Hände vor dem Auskühlen schützt. Trotz des dünnen Materials konnten wir auch lange Touren bestreiten, ohne an den Händen bzw. den Fingern zu frieren – und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt! Selbst bei einsetzendem Regen oder Schnee braucht man sich keine Gedanken um den Handschuh bzw. trockene Hände zu machen. Natürlich ist hier irgendwann Schluss im Gelände, da es sich nicht um einen Regenhandschuh handelt, wobei man aber sagen muss, dass es eine Weile dauert bis die Nässe die Haut erreicht. Für uns sind die Vaude Kuro Gloves eine Überraschung – und das im positiven Sinn!

Preis: Etwa 50 Euro
Größen: 5 bis 12
Farben: Schwarz, schwarz-gelb

Cratoni Shakedown – Der 2in1 Helm für Enduro-Rider

Bereits vor zwei Jahren hatten wir den 2in1 Helm Cratoni Ramp bei uns im Test. Der durch den abnehmbaren Kinnschutz wandelbare Helm eignete sich somit für die Tour als auch das härtere Gelände, wo man für jedes Plus an Sicherheit dankbar ist. Mit dem Modelljahr 2012 hat Cratoni den Shakedown als Nachfolger des Ramp ins Rennen geschickt.

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Wie schon beim Vorgänger besteht auch der Shakedown primär aus den zwei Hauptteilen Helmschale und Kinnschutz. Die optischen Veränderungen halten sich in Grenzen, womit die Verwandschaft des Shakedown zum Ramp nicht von der Hand zu weisen sind. Die optischen Veränderungen zeigen sich vor allem beim Kinnschutz und beim Helmschild, aber auch bei den Ventilationsöffnungen. Das Bruttogewicht des Helms hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert: 730 Gramm, ein nach wie vor sehr guter Wert für einen Fullfacehelm. Ohne Kinnschutz wiegt der Cratoni Shakedown 565 Gramm.

Auffallend ist das lange Helmschild, welches ohne Werkzeug stufenlos verstellbar ist. Natürlich kann das Helmschild bei Bedarf auch entfernt werden. Für Frischluft sorgen zwölf Ventilationsöffnungen in der Helmschale. Vier weitere Ventilationsöffnungen kommen mit dem Kinnschutz dazu. Die Ventilationsöffnungen des Kinnschutzes sind mit einem Metallgitter versehen. Montieren bzw. demontieren lässt sich der Kinnschutz mit vier Schrauben – hierfür benötigt man einen 4 mm Innensechskantschlüssel. Die großen Schrauben sind eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängerhelm mit den damals verwendeten unpraktischen kleinen Schrauben. Perfekt wäre natürlich eine werkzeugfreie Montage bzw. Demontage.

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Das Einsatzgebiet des Cratoni Shakedown mit dem tiefgezogenen Nackenbereich ist weit gesteckt, allerdings mit leichten Kompromissen behaftet. Ohne Kinnschutz und Helmschild lässt sich der Shakedown hervorragend als Dirthelm einsetzen. Wie diese auch bietet der Cratoni Shakedown kein Kopfband zum Anpassen. Für die Anpassung an den Kopf dienen lediglich die beigelegten Schaumstoffpads. Das Kinnband und die Gurtbänder lassen sich sehr gut einstellen. Der Klickverschluss ist einfach zu bedienen, sogar mit Handschuhen. Die Helmschale sitzt gut, perfekt fixiert wird der Helm allerdings erst durch den Kinnsschutz.

Wie schon beim Vorgängermodell kann uns auch beim Shakedown die Belüftung nicht ganz zufriedenstellen. Als „reiner“ Tourenhelm ist der Shakedown auf unserem Kopf dadurch nur bedingt tauglich, allerdings liegt der Schwerpunkt des Cratoni Shakedown bei Enduro- und Freeridetouren mit wechselndem Gelände – und hier zählt neben der Verwandlungsfähigkeit der Schutz. Als Fullfacehelm vermag uns der Cratoni Shakedown zu begeistern, wenngleich der Kinnschutz nicht die Steifheit des Kinnschutzes eines Cratoni Interceptors aufweisen kann. Wer nur im Bikepark unterwegs ist, sollte direkt zum letztgenannten Carbon-Glasfaserhelm greifen.

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Selbstverständlich finden sich am Helm keine scharfe Kanten und böse Ecken. Das Gesichtsfeld, auch beim Einsatz des Shakedown als Fullfacehelm, ist sehr groß und bietet freie Sicht. Das Tragen einer Brille oder einer Goggle bereitet keinerlei Probleme. Die Schaumstoffpads als auch der Wangenschutz sind entnehmbar und waschbar. Die Polsterung macht einen guten Eindruck, sogar an einen Nackenschutz wurde gedacht. Wer bevorzugt Touren in anspruchsvollem Gelände mit wechselhaften Gegebenheiten fährt, ist mit dem Cratoni Shakedown sicherlich sehr gut beraten. Leider löste sich bei uns im Test eine der vier Kontermuttern des Kinnschutzes.

Farben: Verschiedene Farben/Designs erhältlich
Preis: 99,95 Euro

McKinley Black Burn 35 – Der Alpin-Rucksack im Test

Den offiziellen Saisonbeginn haben wir auch dieses Jahr mit einer Mehrtages-Tour „eingeläutet“. Auch wenn wir immer predigen, niemals mit ungetestem Material eine lange Tour zu bestreiten, müssen wir (für euch) natürlich mal wieder gegen alle Gesetze der Vernunft verstoßen. Dazu kam, dass wir mit McKinley Produkten keinerlei Erfahrungen besaßen. Fast nebenbei sollte noch erwähnt werden, dass es sich beim Black Burn 35 nicht explizit um einen Fahrradrucksack handelt.

Auf unserer letztjährigen Fahrt ist uns, bei einem Wander-Rucksack einer anderen Firma, einer der Schultergurte abgerissen. Das permanente Auf- und Absetzen hat den damaligen Rucksack in das Reich seiner Rucksack-Ahnen befördert. Auf der Tour wahrlich ein äußerst schlechter Zeitpunkt! Auch diesmal hatten wir wieder 10 Kilogramm Gepäck verstaut. Mehr sollte man seinem Rücken auf Dauer nicht zumuten. Mit einem Volumen von 35 Litern ist der Stauraum des Black Burn nicht verschwenderisch, aber ausreichend.

Mit seinem schwarzen Outfit und den dezenten grünen (lime) Absetzungen zeigt sich der Rucksack optisch sehr ansprechend! Der McKinley Black Burn 35 bietet ein sehr großes Hauptfach, davor findet sich ein flacheres Fach. Im Hauptfach ist im Rückenbereich eine Unterteilung angebracht, die zum Beispiel eine Trinkblase aufnehmen kann. Seitlich der Unterteilung findet sich je eine nach unten offene Lasche, die für uns aber keine Bedeutung spielen. Eine Durchführung für den Trinkschlauch ist natürlich ebenfalls vorhanden.

Vom Hauptfach aus ist – per Reißverschluss – die Rückenstütze, eine vorgeformte flache Kunststoffplatte, zugänglich. Diese lässt sich bei Bedarf entfernen, um somit zum Beispiel ein Waschen des Rucksacks zu ermöglichen. Das Nebenfach ist unterteilt und bietet zusätzlich eine mit einem Reißverschluss verschließbare Tasche an. Hier findet sich auch ein Karabinerhaken aus Kunststoff für den Schlüssel, damit dieser nicht im Rucksack auf Wanderschaft geht.

Auffallend sind bei dem Haupt- als auch dem Nebenfach die weit nach unten reichenden Reißverschlüsse. Pro Reißverschluss finden sich zwei Schieber. Der Black Burn lässt sich so sehr weit öffnen und bietet somit einen guten Zugriff auf den Inhalt. Der Reißverschluss des Hauptfachs ist durch überlappenden Stoff geschützt, der Reißverschluss des Nebenfachs ist gummiert. Die Reißverschlüsse sind mit einer Schlaufe versehen und können bequem, auch mit Handschuhen, bedient werden.

Eine kleine und innenseitig mit einem weichen Stoff versehene Außentasche bietet einen kuscheligen Platz für kratzempfindliche Gegenstände wie beispielsweise ein Handy. Außen am Rucksack sind noch einige Gurte und Schlaufen angebracht, womit sich noch das eine oder andere Gepäckstück befestigen lässt. Die Fixierungen sind für die Bereiche Snowboard, Ski und Wandern ausgelegt – für uns also nur bedingt nutzbar. Uns fehlt dagegen eine Signalpfeife und ein Netz für die Unterbringung eines Fahrradhelms.

Die breiten weichen Schultergurte und der Hüftgurt lassen sich schnell und unkompliziert anpassen. Der Black Burn sitzt wie angegossen. Ein höhenverstellbarer Brustgurt fixiert den Rucksack zusätzlich. Der McKinley Black Burn 35 schränkt die Bewegungsfreiheit in keinster Weise ein – weder bei den Armen noch im Bereich des Nackens. Selbst auf Wurzelpassagen bereitete uns der vollbeladenen Rucksack keinerlei Probleme.

Der Rucksack bietet, dank des Ergofit-Rückensystems, einen sehr guten Tragekomfort. Für eine Luftzirkulation sorgen die Aussparungen, wobei aber auch hier die „belasteten“ Stellen nicht schwitzfrei bleiben. Wir hatten den Rucksack, zusätzlich zur Mehrtages-Tour, auch im Alltag im Einsatz. Trotz des Dauereinsatzes zeigte sich der Black Burn auch nach dem Test noch in einem guten Zustand. Besonderes Augenmerk galt natürlich den Nähten und hier besonders der Bereich der Schultergurte. Kein Grund zur Kritik!

Die Reißverschlüsse kamen uns vor dem Test etwas feinzahnig vor, was aber im Test keinerlei Probleme mit sich brachte. Leider wird der Black Burn ohne Regencover ausgeliefert. Für uns nicht ganz nachvollziehbar. Auch wenn die Reißverschlüsse laut Hersteller wasserabweisend sind, der Rucksack hält einem Regen nicht stand. Also unbedingt an ein Regencover denken! Der Black Burn Rucksack ist übrigens auch mit einem Volumen von 28 Litern als auch einer 25 Liter Version speziell für Frauen erhältlich.

Preis: 84,95 Euro

iXS Assault Knee Guard – Test – Wenn das Frettchen kommt…

Es ist schon ein trauriger Anblick! Die Klettstreifen zum Fixieren der Schienbeinschoner sind verdreht und hängen mittlerweile am letzten Faden. Das einst so bissige Klett verbeißt sich nur noch widerwillig in sein Gegenüber und erinnert so an eine zahnlose Oma. Überhaupt sehen die in die Jahre gekommenen Schienbeinschoner so aus, als hätte ein Frettchen daran seinen Appetit gestillt. Es wird also höchste Zeit für neue Schienbeinschoner! Wer gerade auf der Suche ist, sollte vielleicht mal die aktuellen iXS Assault Kneeguard auf seinem Radar orten!

In der Assault Serie von iXS findet sich neben der Protektorenjacke und dem Ellbogenschoner auch der bereits genannten Knie-/Schienbeinschoner. Der Preis für das Pärchen liegt bei knapp 50 Euro. Erhältlich ist der Schoner in verschiedensten Größen, womit für jeden der passende Protektor verfügbar sein sollte. Auch farblich hat der Käufer die Wahl, so ist der Schoner in den Farben grün, braun, schwarz und weiß erhältlich. Der Schutz der iXS Assault Kneeguard wird zudem durch die Norm CE/EN 1621-2 bestätigt.

Auffallend ist die Squeezebox, ein spezielles Gelenk zwischen Knie und Schienbein. Das System soll, neben einer optimalen Anpassung des Schoners an Knie und Schienbein, ein Verrutschen des Schoners verhindern und gleichzeitig das Pedalieren nicht beeinträchtigen. Hört sich nicht nur gut an, sondern ist es auch. Die Schoner sitzen gut, verrutschen in der Tat nicht und stören die Bewegungsfreiheit in keinster Weise. Natürlich tragen auch die Silikonabschlüsse ihren Teil dazu bei, dass die Schoner schön fixiert bleiben.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Fixierung sind natürlich die Klettstreifen. Am Schienbein wird der Schoner oberhalb und unterhalb der Wade mit je einem Klettstreifen gehalten. Lobenswert ist hier die vernünftige Länge der Klettstreifen – weder zu kurz noch zu lang. Eine weitere Fixierung des Schoners ist oberhalb des Knies zu finden. Dieser Bereich ist einem Strumpf nachgebildet, allerdings offen und wird mit einem aufgebrachtem Klett verschlossen. Das Material ist in diesem Bereich sehr weich und angenehm zu Tragen. Auch hier kratzt der Klettverschluss nicht.

Die Atmungsaktivität ist gut, wobei man natürlich immer darauf hinweisen muss, dass man das nicht mit nackten Beinen vergleichen kann. Dafür bekommt man einen ausgezeichneten Schutz geboten. Die Kunststoffkappen am Knie und Schienbein erledigen die „grobe“ Arbeit, daneben sorgen die EVA-Schaumeinlagen für hohe Stoßabsorbation. Weder der seitliche Schutz noch die solide Verarbeitung geben uns Grund zum Nörgeln. Durch die unkomplizierte Handhabe und die guten Trageeigenschaften eignen sich die iXS Assault Kneeguard nicht nur für Downhiller und Freerider, sondern auch für Enduristen und All Mountainbiker, die es gerne mal krachen lassen!

Preis: 49,99 Euro
Größen: XS bis XL, zusätzlich noch KM und KL
Erhältliche Farben: Grün, braun, schwarz und weiß

iXS Wendigo BC Elite Shorts – Die Freeride/DH-Shorts im Test

Die im Bereich Mountainbike tätigen Firmen neigen bei den Produktbezeichnungen zu einer gewissen Skurrilität. So benennt Kona ein Bike nach dem Hawaiianischen Staatsfisch und eine deutsche Firma tauft ihre Bikes mit Namen von Giften und Drogen. Der Bekleidungsspezialist iXS bietet mit der lässigen Wendigo BC Elite Shorts die passende Beinbekleidung für die nun bevorstehende wärmere Jahreszeit.

Die Zielgruppe ist von Haus aus klar definiert: Freerider und Downhiller. Wieso eine Firma eine Hose unter dem Namen eines menschenfressenden, unserem Werwolf ähnlichen übernatürlichen Wesen anbietet, wissen wir allerdings nicht. Ein Verwandlungskünstler ist die Shorts nicht – sie ist und bleibt eine Shorts, es handelt sich also nicht um eine Zip-Off Hose. Aber eines hat die Shorts mit dem blutrünstigen Wesen gemein: Sie ist robust und widerstandsfähig, hat aber den Vorteil, dass sie nicht nur nachtaktiv (Nightride) ist, sondern auch tagaktiv.

Die iXS Wendigo BC Elite Shorts besticht nicht nur durch die lässige Optik. Die sehr leichte Hose ist ziemlich durchdacht, was man auch an den schönen Detaillösungen sehen kann. Die Shorts besitzt neben zwei mit Reißverschluss verschließbare Einschubtaschen zwei Cargotaschen, die nicht nur praktisch sind, sondern der Hose auch eine fesche Optik verleihen. Zu der feschen Optik trägt auch das Muster des atmungsaktiven und sehr weichen Nylon-Stoffs bei.

Die Hose ist zwar zum größten Teil unifarben, wirkt aber dennoch weder langweilig noch altbacken. Farblich leicht abgesetzt ist der Bereich Oberschenkel-Innenseite und der untere Rückenbereich. Bunt wird es beim Blick in die Einschubtaschen und beim Öffnen der beiden Ventilationsbelüftungen. Die Belüftung kann mit einem Reißverschluss je nach Bedarf geschlossen bzw. geöffnet werden – für eine frische Brise in der Buxe! Alle Reißverschlüsse sind einfach zu bedienen, auch mit Handschuhen!

In der linken Cargotasche findet sich dann noch die eine oder andere Überraschung! Speziell für Bikepark-Besucher ist hier eine Einschubtasche für die Tages-Karte untergebracht. Ebenfalls sehr originell: Das mit einer Kordel gesicherte Brillenputztuch. Durch den lässigen Schnitt der Hose gibt es weder Probleme beim Tragen von Protektoren noch behindert die Shorts den Bewegungsablauf. Das Innenfutter der Hose aus Mesh ist sehr anschmiegsam und fühlt sich sehr angenehm an.

Der Bund der Hose ist zweiseitig per Klett anpassbar. Der Hosenbund ist recht hoch geschnitten, für uns Biker absolut top! Die Verarbeitung der Hose einschließlich der Nähte überzeugt. Die iXS Wendigo BC Elite Shorts ist in den Größen S bis XXL sowie in den Farben braun und schwarz erhältlich. Die Hose ist auch für Allmountain Biker und Enduristen sehr empfehlenswert, allerdings sollte man bei längeren Touren unten drunter nicht auf eine Radlerhose mit Sitzpolster verzichten!

Preis: 99,95 Euro
Größen: S bis XXL
Erhältliche Farben: Braun, schwarz

Arnette Hazard – I wear my sunglasses at night

I wear my sunglasses at night: Ganz so weit wie Corey Hart mit seinem Megahit aus den 80er Jahren wollen wir dann nun doch nicht gehen! Fakt ist aber, dass die Sonnenstunden im Moment täglich anwachsen und wir wollen nicht nur den Überblick behalten, sondern gleichzeitig auch die Guckerchen vor den bösen UV-Strahlen schützen. Da scheint die Arnette Hazard ja wie gerufen – wir wollten wissen, wer mit der Sonnenbrille den coolen Blick behält!

Auffallend bei der Arnette Hazard Sonnenbrille ist der phatte und stylische Brillenrahmen aus Kunststoff. Die Hazard lebt nicht auf schlankem Fuß, was man dann allerdings auch am Gewicht merkt. Die Brille drückt immerhin mit knapp 40 Gramm auf die Waage bzw. die Nase. Die Passform der Sonnenbrille ist gut. Bei dem Glas gibt sich Arnette nicht die Blöße. Das stark getönte Glas zeigt keinerlei Verzerrungen und bietet natürlich UV-Schutz.

Das Sichtfeld ist gut, lediglich im unteren äußeren Bereich wird die Sicht durch den Brillenrahmen etwas beeinträchtigt. Die Verarbeitung kann überzeugen, weder scharfe Kanten noch ein Herstellungsgrat geben uns einen Grund zur Kritik. Verstellmöglichkeiten bietet die Arnette Hazard leider nicht. So lassen sich weder die Bügel einstellen noch die Nasenpads. Hier liegt der Nachteil der Arnette Hazard. Für den sportlichen Einsatz wären definitiv weiche Nasenpads, gummierte Bügel und ein leichteres Gewicht wünschenswert.

Mit der Arnette Hazard erhält der Käufer eine attraktive, stabile und ziemlich stylische Sonnenbrille. Den Einsatzbereich würden wir eher beim Bummeln mit der Freundin, beim Chillen im Cafe/Biergarten und bei gemütlichen Touren sehen. Passt also immer noch 😉 Übrigens…der Song „Sunglasses At Night“ von Corey Hart fetzt tatsächlich immer noch! Wer diesen Song nicht kennen sollte, muss unbedingt mal reinhören – 80er Jahre pur!

Farben: Verschiedene Farben/Designs erhältlich
Preis: 79,00 Euro

Arnette Series 3MX Goggle – Die MX-Brille im Test

Die Arnette Series 3MX Goggle ist in zwölf verschiedenen Rahmenfarben mit zum Teil recht abgefahrenen Designs erhältlich. Auffallend ist bei der Arnette Series 3MX Goggle der seitlich angebrachte Mechanismus. Dieser Mechanismus bewirkt, dass die Brille, trotz des Tragens eines Fullface-Helmes, leicht an das Gesicht gedrückt wird. Die Brille sitzt in der Tat sehr gut und angenehm. Die Passform verdient an dieser Stelle ein großes Lob. Das Sichtfeld ist gut und die Aufnahmen für die Abreißfolien beeinträchtigen die Sicht nicht. Verzerrungen sind ebenfalls nicht auszumachen.

Leichte Defizite zeigte die Arnette Series 3MX Goggle bei widrigen Bedingungen in langsamen Tretpassagen – die folgende Ausführung können Motobiker getrost überlesen. Ein wichtiger Punkt ist für uns die Beschlagfreiheit beim Downhill, vor allem dann, wenn das Wetter mal wieder nasskalt ist. Auch wenn die Brille, dank der Antifog-Beschichtung, im Normalfall beschlagfrei bleibt, unter gewissen (schlechten) Umständen zeigte die Brille ein leichtes Beschlagen im Bereich zwischen der Nase und der Stirn. Ein wenig Fahrtwind reicht allerdings, um schnell wieder beschlagfrei unterwegs zu sein.

Das Glas zeigt sich recht unempfindlich gegenüber Kratzern, wobei man natürlich diese Eigenschaft nicht bewusst überstrapazieren sollte. Die am Helmband aufgebrachte Silikonbeschichtung sorgt dafür, dass die Goggle nicht vom Helm rutscht. Das Helmband lässt sich schnell in der Weite einstellen und passt somit sicherlich auf/über jeden gängigen Helm. Getragen haben wir die Brille beim Motorradfahren als auch beim Mountainbike Downhill. Dementsprechend war natürlich auch die Wahl der Helme. Die Arnette Series 3MX Goggle ließ sich mit beiden Helmausführungen ohne Probleme tragen.

Die Rahmenkonstruktion ist durchdacht und lobenswerterweise wird die Nase nicht gequetscht. Der verwendete Schaum am Brillenrand zeigt sich angenehm der Haut gegenüber. Wie bereits erwähnt ist die Brille in zwölf verschiedenen Faben /Designs erhältlich. Hier lohnt sich auf jeden Fall der Besuch der Webseite europe.arnette.com, um sich einen genauen Überblick zu verschaffen. Wir hatten im Test übrigens die Ausführung „Poster Child Red/Yellow“ mit einem klaren Glas.

Fazit Arnette Series 3MX Goggle

Mit einem Preis von 45 Euro und dem wirklich sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis ist die Arnette Series 3MX Goggle eine absolute Kampfansage an die Konkurrenz.

Farben: Verschiedene Farben/Designs erhältlich
Preis: 45,00 Euro

Mematec Heat Vario Plus Bike Glove Alpe d’Huez – Test beheizbare Winterhandschuhe

Lange mussten wir auf einen ernsthaften Einsatz der Mematec Heat Vario Plus Bike Glove Alpe d’Huez warten. Hinter diesem langen Namen verbirgt sich schlicht und einfach ein beheizbarer Winterhandschuh für Radfahrer und Mountainbiker. Der Handschuh ist in vier verschiedenen Größen erhältlich, womit kleine als auch große Biker/innen in den Genuss einer schönen Wintertour kommen können. Bei den anfänglichen Temperaturen um den Gefrierpunkt konnten wir uns noch kein abschließendes Urteil über den Handschuh erlauben.

Schon vor Einbruch des „richtigen“ Winters waren wir mit dem Handschuh unterwegs. Mal waren es die Temperaturen um den Gefrierpunkt, mal stundenlanges Fahren bei Regen – und manchmal kam auch beides zusammen. Während dieser Zeit konnten wir bereits wertvolle Erkenntnisse sammeln. Begeistert waren wir direkt von dem hervorragenden Kälteschutz. Der Bike Glove Alpe d’Huez ist auch ohne aktivierte Heizung ein sehr guter Winterhandschuh. Es war für uns unmöglich, jetzt bereits die Heizelemente zu aktivieren – es war einfach noch „zu warm“!

Der Handschuh bietet einen erstklassigen Wind- und Regenschutz. Nach langen Fahrten trat lediglich etwas Feuchtigkeit im Bereich der Handflächen ein, also dort, wo massiv Druck durch das Halten des Lenkers ausgeübt wird. Die Atmungsaktivität kann ebenfalls als gut bewertet werden. Der Winterhandschuh bietet trotz der Dicke seines Aufbaus ein sehr gutes Griffgefühl. Schaltvorgänge und Bremsmanöver gehen leicht und kontrolliert von der Hand. Was wir uns wünschen würden, wäre ein Frotteebesatz am Daumen zum schnellen Abwischen der Brille.

Die Verarbeitung des Winterhandschuhs gibt keinen Grund zur Kritik. Das Innenfutter ist im Handschuh fixiert, weist aber ein leichtes „Spiel“ auf. Zur Sicherheit sind Reflektorstreifen auf dem Handschuhrücken aufgebracht. Die Handschuhe reichen weit über den Ärmel und lassen sich per Klett in der Weite verstellen. Die auf jedem Handschuh aufgesetzte Einschubtasche bietet Platz für den Akku. Verschlossen wird die Tasche per Klett. Durch das Sichtfenster kann man sich über den Status des Akkus erkundigen – und diesen per Touch bedienen!

Dann kam endlich die sibirische Kälte mit zweistelligen Minusgraden. Die Akkus wanderten in die Einschubtasche und los ging’s! Durch das geringe Gewicht der Akkus (knapp 80 Gramm je Akku) bemerkt man diese nicht. Der Platz wurde gut gewählt, da die Akkus nicht die Bewegungsfreiheit einschränken. Mittels eines Steckers wird der Akku mit dem Handschuh verbunden – das natürlich je Seite. Per Touch auf den Akku, auch in der Einschubtasche steckend, lässt sich die Heizung anschalten und in der Stärke einstellen. Drei Heizstärken stehen dem Biker zur Verfügung.

In der schwächsten Stufe ist vom Hersteller eine Heiztemperatur von 28 Grad angegeben, in der stärksten Stufe satte 38 Grad. Unser Temperaturcheck bestätigt die vom Hersteller angegebenen Werte, in der schwächsten Stufe konnten wir allerdings 30 Grad ermitteln. Angezeigt wird die Heizleistung durch die auf dem Akku befindliche LED und ist daher auch während der Fahrt gut ablesbar. Ein Erlischen der LED zeigt das Ende der Heizaktivität an – der Akku ist leer! Zum Laden der Akkus können diese bequem in der Einschubtasche verbleiben.

Die integrierten Heizspiralen verlaufen über die Außenhand und um die Fingerkuppen herum. Die Wirkung ist beeindruckend. Ein wohliges Gefühl umgibt die Hand. Welche Heizstufe man wählt bleibt den persönlichen Vorlieben vorbehalten. Die minimale Heizdauer hängt von der Heizleistung und von den Außentemperaturen ab! Der Hersteller gibt eine minimale Heizdauer von 3 Stunden an, wir hatten bei den eisigen Temperaturen Power für knapp über 1,5 Stunden. Allerdings gibt der Hersteller einen Anwendungsbereich von -8 Grad an. Bei uns war es kälter…

Das Laden der Lithium Polymer-Akkus nimmt leider allerdings einige Zeit in Anspruch. Wer klug ist lädt die Akkus über Nacht, damit diese wieder volle Leistung besitzen. Ein Überladen der Akkus ist dank der elektronischen Ladeüberwachung ausgeschlossen. Natürlich wäre es schöner, wenn die Akkus schneller geladen werden könnten. Wer nicht rechtzeitig die Akkus geladen hat muss ohne los! Einziges Manko des Handschuhs ist die lange Ladezeit, ansonsten verdient der beheizbare Handschuh volle Punktzahl – auch ohne aktivierte Heizung!

Erhältliche Größen: S/M/L/XL

Preise:
Bike Glove Alpe d’Huez: 86,00 Euro
Ladegerät + Akkus: 107,50 Euro