Cratoni Futuro Sunglasses – Die Radsportbrille im Test

Für viele Biker ist eine Brille einfach nur ein Gestell mit Gläsern, welche weitgehendst Dreck abhalten soll. So stellt sich zumindest die Mindestanforderung dar. Erhältlich ist so eine Minimalversion einer Brille beim Discounter nebenan für wenige Euro. Schauen wir uns das „Datenblatt“ der Cratoni Futuro Radsportbrille an, kommen noch einige Punkte hinzu. So erwarten uns Photochromic Scheiben, eine Anti Fog Beschichtung, 100% UV Schutz, die Schutzstufe S3, eine Lichtdurchlässigkeit von 8-18 % und noch einige Dinge mehr.

Die Cratoni Futuro bringt nur 26 Gramm auf die Waage. Somit wird die träge Masse reduziert und wirkt, zusätzlich zu dem guten Sitz der Brille, einem Verrutschen entgegen. Der Nasenbügel mit den gummierten Nasenbügelflügeln (ein grausames Wort, welches aber die Sache ziemlich genau trifft) und die gummierten Enden der Brillenbügel tragen ihr Übriges dazu bei, dass die Cratoni Futuro auch bei ruppigen Aktionen wie festgewachsen sitzt. Die Radsportbrille sitzt dabei sehr angenehm, Druckstellen konnten wir keine feststellen.

Das Blickfeld ist ausgezeichnet. Weder die Ränder des Brillenglases noch der obere Brillenrand beeinträchtigen die Sicht. Die Linse ist absolut frei von Verzerrungen und auch der Abstand der Linse zum Auge bzw. den Wimpern darf als angenehm bezeichnet werden. Ebenfalls sehr angenehm ist die Kontrastverstärkung des Brillenglases. Ein weiteres Highlight der Cratoni Futuro ist die Selbsttönung der Scheiben. Die Anpassung an die verschiedenen Lichtverhältnisse geschieht schnell und sorgt somit für eine sehr gute Sicht. Der Grad der Tönung passt perfekt.

Das Brillenglas ist recht unempfindlich, aber auch hier müssen wir darauf hinweisen, dass natürlich Grenzen gesetzt sind. Die Verarbeitung der Cratoni Futuro ist außerordentlich gut, aber dennoch mussten wir einen Makel feststellen: Die gummierten Nasenbügelflügel lösten sich im Laufe des Tests. Mit einem Tropfen Sekundenkleber ist das Problem zwar gelöst, aber eigentlich sollte das (vor allem bei dem Preis) nicht so sein! Abgesehen davon konnten wir keinen Makel feststellen. Keine scharfen Kanten, kein Lösen der Brillenbügel und kein Abblättern der Farbe.

Zum Lieferumfang gehört neben der Brille ein Mikrofaserbeutel, der nicht nur die Brille aufnehmen kann, sondern sich auch hervorragend als Brillenputztuch eignet. Wer mehr Schutz für die äußerst schicke Brille erwartet, wird sich am Hardcase erfreuen, welches ebenfalls zum Lieferumfang gehört. Für den Preis von etwa 130 Euro darf man sicherlich eine Radsportbrille höchster Güte erwarten. Die Cratoni Futuro kann die Erwartungen komplett erfüllen, wobei der Hersteller allerdings bei der Befestigung der gummierten Nasenbügelflügeln gefordert ist.

Farben: Weiß-Silber, Schwarz-Gelb, Schwarz
Preis: 133,99 Euro

iXS Cleaver – Der Knie-Schienbeinschoner für die harte Gangart

Wer keine Kompromisse bei der Abfahrt eingehen möchte, wer keine Gnade beim Jagen von der (persönlichen) Bestzeit kennt, kommt nicht ohne sehr gute Protektoren aus. Egal ob es sich nun um den Profi oder um den gestressten Büroangestellten handelt, der sich am Wochenende den Kopf frei fährt, als Racer benötigt man ein Maximum an Schutz. Mit dem Cleaver bietet iXS einen Knie-Schienbeinschoner speziell für den Bereich Downhill und Gravity Extremsport an. Direkt vor dem ersten Anziehen wird klar, dass iXS mit dem Cleaver Knie-Schienbeinschoner keine Kompromisse eingeht. Sogar der Klett unterscheidet sich vom herkömmlichen Klett, er ist feiner, flexibler und verdammt festsitzend.

Fixiert wird der Schoner mit drei Klettstreifen, wobei die oberen beiden direkt am Knie (jeweils oberhalb und unterhalb des Knies) sitzen. Der obere Teil des Schoners, also der Kniebereich, ist als Strumpf ausgeführt, was zwar das schnelle Anziehen des Schoners erschwert, aber dennoch zwei wichtige Vorteile mit sich bringt: Zusätzlich zu den Klettstreifen eine erhöhte Fixierung des Schoners, was wiederum ein Verrutschen nahezu ausschließt, zum anderen bietet der Strumpf Schutz vor Scheuerstellen durch die Klettstreifen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, werden die Klettstreifen zusätzlich durch Laschen gehalten. Top! Da iXS anscheinend alle Eventualitäten ausschließen will, ist oberhalb des Knies auf der Innenseite des Strumpfes ein Silikonstreifen angebracht. Selbst bei einem Sturz sitzen die Cleaver Knie-Schienbeinschoner bombenfest.

Man ist schon fast geneigt zu sagen, dass bevor der Schoner verrutscht, man sich wohl eher das Bein herausreißen wird. Für eine optimale Passform und angenehmen Tragekomfort sorgt das stretchige Material des Strumpfes. Lobenswert finden wir auch die Länge der Klettstreifen. Bei anderen Schonern mal zu lang, mal zu kurz, ist bei den iXS Cleaver endlich mal die Länge optimal! Auch was den direkten Schutz betrifft, egal ob beim Sturz, beim Abrutschen von der Pedale oder durch hochfliegende Steine bzw. Äste, gibt sich iXS beim Cleaver nicht die Blöße. Die Aufprallenergie wird von dem Materialmix hervorragend absorbiert. Die Hartschalen sind von der Größe als auch der Anordnung sinnig aufgebracht, Luftschlitze sorgen für Luftzirkulation. Das Trägermaterial ist atmungsaktiv.

Zwischen der Hartschale des Knies und des Schienbeins befindet sich ein flexibler Gummipuffer. Neben der Schutzfunktion sorgt dieser für Stabilität. Der Schutz des Trägermaterials reicht weit über das Knie hinaus, auch seitlich des Knies kann die Protektion überzeugen. Der weit nach unten reichende Schutz des Schienbeins lässt nahezu keine Angriffsfläche. Trotz des weitreichenden Schutzes kann der iXS Cleaver durch Tragekomfort – auch in Bezug auf Atmungsaktivität – überzeugen, wobei wir uns aber immer wieder vor Augen halten sollten, dass dieser Schoner für den Einsatz beim DH und Extrembiken gedacht ist. Wer maximalen Schutz gepaart mit gutem Tragekomfort für kompromisslose Einsätze sucht, wird den Griff zum iXS Cleaver Knie-Schienbeinschoner mit Sicherheit (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht bereuen. Nicht billig, aber jeden Cent wert!

Farben: Schwarz, grün und weiß
Erhältliche Größen: S, M, L, XL
Preis: 99,95 Euro

Vaude Craggy Softshell Pants – Die Hose für Mountainbiker im Test

Mit der Craggy Softshell Pants buhlt der Outdoor-Bekleidungsspezialist Vaude um die Gunst der Mountainbiker. Die Hose ist für mittlere bis kältere Temperaturen ausgelegt – traurig genug, dass zu dieser Jahreszeit aufgrund des vorherrschenden Wetters der Test von Übergangskleidung zur Tagesordnung gehört und somit aktueller ist denn je. Die Vaude Craggy Pants zeigt sich optisch zwar recht schlicht, doch auch bei dieser Hose darf man sich an einer perfekten Funktion erfreuen. Wovon wir weniger begeistert waren, wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten. Erhältlich ist die Hose in schwarz und grün (meadow) in verschiedenen Größen und ist dazu noch geschlechterspezifisch verfügbar. Regulär kostet die Craggy Softshell Pants 130 Euro, aber auch hier lohnt der Preisvergleich im Internet und beim Shop des Vertrauens.

Die Softshellhose besteht aus atmungsaktivem sowie winddichtem Material und hält auch einem kurzen Regenschauer stand. Die reflektierenden Elemente dienen der Sicherheit und sind optisch sinnig angeordnet, sodass diese nicht störend wirken. Das Innenfutter fühlt sich angenehm auf der Haut an und störende oder scheuernde Nähte konnten wir nicht feststellen. Ein optisches Highlight ist die Craggy in unseren Augen zwar nicht, aber die Funktion und das angenehme Tragen der Hose entschädigt für den etwas unspektakulären Look. Der Schnitt der Hose ist legere, die Bewegungsfreiheit wird absolut nicht beeinträchtigt. Durch die hoch reichenden seitlichen Reißverschlüsse am Beinabschluss ist ein bequemes An- und Ausziehen gewährleistet. Der Beinabschluss ist bei geschlossenem Reißverschluss eng anliegend.

Verstaumöglichkeiten bietet die Hose in Form von fünf Taschen: Eine Tasche findet sich seitlich am rechten Oberschenkel, dazu gesellen sich zwei Gesäßtaschen als auch zwei Eingrifftaschen. Geschützt werden die Taschen und deren Inhalt, mit Ausnahme der Eingrifftaschen, mittels eines Flaps, der mit Klett gesichert ist. Wichtige Dinge wie Schlüssel oder dergleichen würden wir dennoch eher an einem sichereren, zum Beispiel durch einen mit einem Reißverschluss gesicherten Ort verwahren. Die Verarbeitung ist top, auch nach dem langen Test, welcher logischerweise auch mehrmaliges Waschen in der Waschmaschine beinhaltete, konnten wir keine Schwachstellen feststellen, weder an den Nähten noch an den Reißverschlüssen. Die Hose zeigt sich sehr robust, für uns natürlich ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt.

Zwei Kritikpunkte muss sich die Hose allerdings im Bereich des Bundes gefallen lassen. Im Gegensatz zur Gravit Softshell Pants aus dem gleichen Hause ist der Bund der Craggy Pants leider nicht verstellbar. Hier bleibt nur der Griff zu einem Gürtel aus dem Zubehör. Gut, dass die Hose wenigstens Gürtelschlaufen aufweist. Ehrlich gesagt würden wir uns aber eher die Lösung wie bei der Gravit Softshell Pants wünschen. Der zweite Kritikpunkt ist die Weite des Bundes. Die Hose sitzt ansonsten gut, weshalb Vaude ausgerechnet den Bund unverhältnismäßig weit gestaltet hat, bleibt für uns ein Rätsel. Für uns ist die Ausführung des Bundes die Schwachstelle der Hose, die ansonsten von der Qualität, der Stabilität und der Funktion voll punkten kann.

Größen: Verschiedene Größen erhältlich, unterteilt in Men und Women
Erhältliche Farben: Schwarz/anthrazit, meadow
Preis: 130 Euro (Preisvergleich lohnt!)

Webseite des Herstellers: www.vaude.com

Vaude Tonale AM – Der Schuh für den Tourer und Alpinisten – Test

Eine wichtige Voraussetzung für Tourenspaß sind vernünftige Schuhe. Nicht nur eine gute Passform und Wetterfestigkeit spielen eine große Rolle, sondern auch die „Alltagstauglichkeit“. Wer eine lange Tour wie beispielsweise den Alpencross bestreitet, verzichtet oftmals auf ein zweites Paar Schuhe. Wir brauchen also, je nach Betrachtungsweise, die eierlegende Wollmilchsau oder die wollmichlegende Eiersau. Wie auch immer, wir haben uns die Vaude Tonale AM unter die Hufen geschnallt.

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, wollen wir uns diesmal nicht auf die Gruppe der Freestyler oder Dirter konzentrieren, sondern uns dem Großteil der Mountainbiker zuwenden. Dazu gehören die Alltagsradler, die jeden Tag bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit fahren, die All-Mountain Biker und natürlich die Tourenfahrer, die auch einige Tage ohne Schuhwechsel auskommen müssen. Laut Vaude wäre hierfür der Tonale AM die richtige Kaufentscheidung. Knapp vier Monate hatten wir den Schuh jetzt im Test, was heißt, dass der arme Schuh den Winter hindurch getragen wurde – und davon hatten wir bekanntlich genug.

Aus dem Karton entnommen zeigt sich der Vaude Tonale AM in einem perfekten Zustand. Jaja, werdet ihr jetzt denken, das sind neue Schuhe doch immer! Jein…der genaue Blick auf die Schuhe zeigt eine penibelst saubere Verarbeitung, keine Klebereste, wie man sie oft an anderen Schuhen erblicken kann. Das ist schon ein feiner Unterschied. Die Nähte sind ebenfalls sehr sauber ausgeführt – ob dies so bleiben würde, sollte sich nach dem Test herausstellen. Auffallend ist das hohe Gewicht der Schuhe. Das Profil der Sohle macht einen sehr guten Eindruck und natürlich ist der Tonale AM geeignet für SPD- und entsprechende Systeme.

Der Vaude Tonale AM ist sehr robust aufgebaut, was man auch am Tragekomfort bemerkt. Der Schuh sitzt den Anforderungen entsprechend angenehm, aber keinesfalls leichtfüßig. Die Schnürung verschwindet weitgehendst hinter dem Klettverschluss und baumelt so weder unkontrolliert in der Gegend herum noch löst sie sich unabsichtlich. Reflektorstreifen sind vorne als auch hinten an der Ferse angebracht – sehr lobenswert. Beeindruckt sind wir von der Wetterfestigkeit des Schuhs. Wir sind im Regen sowie bei Schnee unterwegs gewesen, nasse Füsse sind mit dem Tonale AM ein Fremdwort. Das Zauberwort auch hier: Ceplex!

Der Aufbau des Schuhs in Verbindung mit dem atmungsaktiven Ceplex-Material ist Vaude in Bezug auf die Beanspruchung absolut gelungen. Der Schuh bietet auch im Winter einen sehr guten Kälteschutz, bei wärmeren Bedingungen wird es aber muckelig warm. Ebenfalls ein Traum ist die stark profilierte Sohle. Die Trittsicherheit ist fantastisch, was sich besonders bei Tragepassagen auf schlüpfrigen Boden auszahlt. Wir haben den Schuh sogar zum Wandern eingesetzt, also wahrlich ein Allrounder. Der hohe Abschluss des Schuhs bietet einen sehr guten Schutz des Knöchels. Der Bereich des Knöchels ist sehr gut gepolstert.

Beim Freeriden störte uns allerdings der etwas hohe steife Abschluss des Schuhs, der die Bewegungsfreiheit leicht behindert, aber zumindest nicht einschränkt. Auch nach vielen Wochen im Einsatz zeigt sich der Vaude Tonale AM immer noch in einem sehr guten Zustand. Die Nähte sehen noch aus wie neu, nichts ist ausgefranst oder abgerissen. Der gute Eindruck bestätigt sich somit auch nach dem Test. Ein richtig guter Tourenschuh, der unseres Erachtens vom Gewicht (unsere Messung ergab 1280 Gramm bei der Größe 43) allerdings etwas zu schwer geraten ist.

Preis: 150 Euro
Größen: 38 bis 48

Cratoni Miuro – Ein Helm, der (Damen-)Herzen schneller schlagen lässt!

Produktvorstellung: Der Anblick des Cratoni Miuro lässt das Herz von Bikern und Bikerinnen schneller schlagen. Der Helm wird in zwei Ausführungen angeboten, wobei wir die Version für Ladies vorliegen hatten. Das schöne Erscheinungsbild des Miuro mit den dezenten Decals gefällt auf Anhieb, selbst das Helmschild bringt sich optisch ansprechend in das homogene Gesamtbild ein. Feine farbliche Nuancen sorgen zusätzlich für ein frisches und keckes Aussehen.

Der Cratoni Miuro bietet einige sehr schöne Detaillösungen, wobei das augenscheinlichste Feature des Helmes erstmal das Rücklicht ist. Drei Leuchtdioden am Hinterkopf sorgen für ein Plus an Sicherheit im Dunkeln oder bei schlechten Sichtverhältnissen. Das abnehmbare Rücklicht bietet drei verschiedene Betriebsmodi und ist dank einer Silikonhülle wassergeschützt. Sehr einfach und unkompliziert gestaltet sich das Anpassen des Helmes an die Fahrerin. Der Verstellknopf zum Anpassen des Kopfumfanges funktioniert hervorragend, könnte aber unseres Erachtens für eine bessere Handhabung etwas größer ausfallen.

Der Helm steht Bikerinnen in drei attraktiven Ausführungen zur Verfügung: Silver-white-lime glossy (im Test), black-anthracite-purple glossy und white-silver-purple glossy. Erhältlich ist der Helm in den Größen S/M (52-55 cm) und M/L (54-59 cm). Bei uns drückte der Miuro in der Größe S/M mit knapp 235 Gramm auf die Waage. Für einen hohen Tragekomfort sorgen neben dem herausnehmbaren Cleantex-Polster die 20 großen Ventilationsöffnungen in Verbindung mit den Luftkanälen. Selbst bei hitzigen Temperaturen wird somit für eine ausreichende Kühlung des Kopfes gesorgt.

Der Helm sitzt top und verrutscht auch bei ruppigen Trails nicht. Sehr gut gefällt uns auch das Fliegengitter, welches bei Bedarf in den Helm eingesetzt werden kann. Der Verschluss des Kinnriemens ist okay, könnte aber in unseren Augen hinsichtlich der Handhabung noch verbessert werden. Die sehr gute Verarbeitung des Helmes geht Hand in Hand mit der schönen Optik, da gibt es nichts zu kritisieren. Ein Helm, der auf der Straße als auch im Gelände eine sehr gute Vorstellung abgibt! Erhältlich ist der schicke Helm zu einem Preis von 79,95 Euro.

Vaude Escape Jacket III – Die Mehr-als-eine-Regenjacke im Test

Die Funktion des atmungsaktiven und wasser-/winddichten CEPLEX Materials begeistert uns jedes Mal aufs Neue. Aus diesem erstklassigen Stoff fertigt Vaude so allerlei nützliche Kleidungsstücke. Eines davon ist das Escape Bike Jacket III. Wir hatten die Allzweck-Jacke durch den Winter hinweg bis jetzt im Test. Wer sich diese leichte Jacke anschaut, wird sich direkt wundern: Winter??? Des Rätsels Lösung ist, dass wir das Escape Bike Jacket III als Windblocker genutzt haben und darunter eine (ebenfalls atmungsaktive) Softshell Jacke trugen. So ließen sich auch Temperaturen unter Null Grad meistern, ohne das unser Gebiss vor Kälte anfing zu klappern.

Die ideale Jahreszeit für die Jacke würden wir in der Übergangszeit sehen und im Sommer – während und nach einem kühlenden Regen. Die bereits erwähnte Funktionalität der Jacke ist top und macht diese wettertechnisch universell einsetzbar. Das Material alleine ist natürlich nur die halbe Miete. Der Schnitt des Escape Bike Jacket III ist zwar recht legere, aber nicht flatterig. Die Jacke ist somit nicht nur angenehm zu tragen, sondern verleiht dem Träger zusätzlich einen coolen Look. Ein weiterer Vorteil des lockeren Schnitts ist, dass man unter der Jacke nach Belieben seine Shirts und Trikots variieren kann. Ein nicht zu unterschätzendes Plus bei längeren Touren, zumal abseits des Radfahrens das Vaude Escape Bike Jacket III auch nicht unbedingt nach einer Bikejacke aussieht.

Dennoch wurde das Thema Radfahren konsequent umgesetzt. Der Abschluss der Ärmel als auch der Saum lassen sich einstellen – der Ärmabschluss mit einem Klett, der Saum mit einer Kordel. Lobenswert ist bei dem Escape Jacket ebenfalls die ausreichende Verwendung von Reflektionsstreifen. Das zweigeteilte Innenfutter ist angenehm auf der Haut zu tragen, wobei sich allerdings bei uns im Verlauf des Tests die Naht des Innenfutters im linken Ärmel gelöst hat. Unter den Achseln findet sich je eine Ventilationsöffnung, die mit einem Reißverschluss geöffnet bzw. geschlossen werden kann. Verstaumöglichkeiten bietet die Jacke in Form zweier Fronttaschen und einer Rücktasche. Diese Taschen sind alle mit einem Reißverschluss und einfachem Flap versehen. Pfiffig, wenn auch nicht neu, ist die Unterbringung der zusammengerollten Kapuze im Kragen. Somit entfällt der Kritikpunkt, dass sich die Kapuze nicht entfernen lässt.

Eine sehr gute Jacke, die auch von der Verarbeitung nahezu komplett begeistern kann. Abgesehen von der einen Naht im Ärmel zeigten die Nähte als auch die Reißverschlüsse nach dem Test keinen einzigen Makel.

Erhältliche Farben: Black, red, blue, tarn, marine, meadow, apple green
Größen (geschlechterspezifisch erhältlich):
Women: 36 bis 48
Men: S bis XXXL
Preis: 120 Euro (Preisvergleich lohnt!)

Hersteller: www.vaude.com

Vaude Gravit 20+5 – Test Bike-Rucksack – Ich gehe auf Reise und nehme mit…

… einen Reserveschlauch, Flickzeug, eine Regenjacke, Werkzeug, mehrere Energieriegel, Kartenmaterial… Wer kennt es nicht, das allseits beliebte Spiel mit den vielen Worten? Doch eines wird nicht geklärt: Wohin mit dem ganzen Plunder? Vaude bietet mit der Serie Gravit direkt mehrere Bike-Rucksäcke an, die von einem kurzen Trip bis zur mehrtägigen Reise alles abdecken. Wir haben uns für euch den Gravit 20+5, den zweitgrößten Rucksack der Serie, auf den Buckel geschnallt.

Damit wird natürlich die Frage laut, welche Ausführungen die Gravit Serie dem Biker noch zur Verfügung stellt. Das Sortiment erstreckt sich vom Gravit 10+3 und dem Gravit 15+3 über den bereits angesprochenen Gravit 20+5 bis zum Gravit 25+5. Die Preisspanne reicht hierbei von 75 Euro für die kleinste Ausführung bis 110 Euro für den Mehrtagesrucksack Gravit 25+5. Unser im Test befindliches Modell ist für 100 Euro erhältlich, wobei aber auch hier ein Preisvergleich im Internet das eine oder andere Schnäppchen hervorzaubern kann. Die Produktbezeichnung lässt bereits auf das Packvolumen + Erweiterungsvolumen schließen. Neben der Farbe Schwarz ist der Vaude Gravit Rucksack in den trendigen Farben Blau und Meadow, also Grün (um jetzt nicht zu sehr in die Farben- und Begriffslehre abzudriften), erhältlich. Die farblichen Absetzungen und die Form des Rucksacks können optisch bereits vor der ersten Ausfahrt punkten.

Für einen optimalen Sitz des Rucksacks darf man sich der Längenverstellung bedienen. Damit lässt sich der Gravit Rucksack wunderbar an die Körpergröße anpassen. Dies geschieht denkbar einfach durch Entriegeln der Träger mittels der roten Schlaufen. Der Rucksack ist somit von S bis XL einstellbar – ein wirklich klasse System! Easy ist ebenfalls die Einstellung des Brustgurtes als auch des Hüftgurtes. Einfache Handhabung ist somit das weitere Thema. Mittels eines Reißverschlusses lässt sich das Volumen, in diesem Fall 20 Liter, um weitere 5 Liter aufstocken. Sämtliche Reißverschlüsse sind auch mit Handschuhen gut zu öffnen bzw. zu schließen. Der Rucksack sitzt sehr gut auf dem Rücken und mit den Gurten fixiert steht auch ruppigen Abfahrten und diversen Jumps nichts im Wege. Der Rucksack behindert die Bewegungsfreiheit in keinster Weise und auch im Nackenbereich schränkt der Vaude nicht die Kopffreiheit ein. Der Hüftgurt ist gepolstert und sitzt bequem, gleiches gilt für die Träger.

Der Rücken wird durch Aussparungen belüftet, wobei hier natürlich immer nur bedingt eine ausreichende Belüftung erreicht werden kann – irgendwo muss der Rucksack ja aufliegen. In diesem Fall dienen mehrere Kontaktstellen für einen besseren Sitz des Rucksacks. Eine Durchführung für den Wasserschlauch ist ebenso vorhanden wie die zwei seitlichen Netztaschen. Das Haltenetz für den Helm lässt sich bei Bedarf anbringen und an eine Befestigung für ein Rücklicht wurde ebenfalls gedacht. Von außen sind drei Staufächer erreichbar, ein zusätzliches befindet sich unterhalb des Rucksacks und beinhaltet das zum Lieferumfang gehörende Regencover. Die drei Staufächer teilen sich in das Hauptfach, ein Vorfach und ein kleines Fach für Utensilien wie beispielsweise ein Multitool und Flickzeug auf. Das Vorfach ist unterteilt und lässt selbst einen Schlüsselaufhänger nicht vermissen. Die Verarbeitung des robusten Rucksacks gibt, wie von Vaude gewohnt, keinen Anlass zur Kritik. Unser Fazit: Top, der ideale Begleiter für ausgedehnte Tagestouren.

Farben: Schwarz, blau und meadow
Preis: 100 Euro

Vaude Horny Softshell Jacket – Die Jacke für den Radalltag im Test

Das haben wir nun von dem Klimawandel! Konnten wir noch vor einigen Jahren zu dieser Jahreszeit bereits Bikeshorts und die neue Sommerkollektion vorstellen, ist jetzt von der Übergangszeit die Rede. Auch wenn um die Mittagszeit die Sonne und die damit verbundene Wärme der durch den Winter gebeutelten Seele schmeichelt, morgens und abends ist es immer noch mächtig frisch. Wir haben über einige Wochen hinweg von Vaude die Softshell Jacke namens „Horny“ getragen. über einige Wochen hinweg heißt natürlich, dass wir auch einige Worte zur Wintertauglichkeit der Jacke verlieren können. Doch der Reihe nach…

Vaude Horny Softshell Jacket

Vaude preist in der Produktbeschreibung die Softshell Jacke für den Radalltag in der City an. Die Jacke zeigt sich optisch recht schlicht und für unseren Geschmack etwas farbarm, erhältlich ist das Jacket nur in den Farben schwarz und pebbles, was in die Richtung grün-grau bzw. olive geht. Da Vaude selbst den Begriff City in den Raum wirft, müssen wir direkt Kritik loswerden: Thema Reflektorstreifen! Die links und rechts am Saum angebrachten Reflektorstreifen (und auch nur, wenn dieser geöffnet wird) sind unserer Ansicht nach zu wenig. Abgesehen von den sparsam angebrachten Reflektoren und dem farbarmen Erscheinungsbild wird es mit der Kritik schon eng.

Vaude Horny Softshell Jacket

Die Verarbeitung der Jacke ist top und auch die vielen Detaillösungen gefallen uns gut. Dazu gehört unter anderem die in die Kapuze integrierte Gesichtsmaske. Diese kann bei Bedarf nach vorne gestülpt werden und schützt somit das Gesicht oder auch den Hals vor dem beißenden kalten Fahrtwind. Ebenfalls klasse sind die elastischen Stulpen am Armabschluss. Diese sehen nicht nur fesch aus, sondern verhindern auch das Eindringen von Fahrtwind. Die Stulpen weisen eine öffnung für den Daumen auf, womit die Stulpen automatisch fixiert werden. Der mit zwei Schiebern versehene grobzahnige Frontreißverschluss versteckt sich wind- und wassergeschützt hinter einer Stofflippe.

Verstaumöglichkeiten bietet die Jacke in Form von zwei seitlichen Einschubtaschen, die jeweils mit einem Reißverschluss versehen sind. Die Einschubtaschen sind im Innern der Jacke festgenäht (abgesehen vom oberen Bereich) und bieten innerhalb der Jacke somit zusätzlichen Stauraum – aber Vorsicht! Eine der beiden unteren Ecke ist nicht vernäht, womit kleinere Gegenstände, wie zum Beispiel ein Handy oder Müsliriegel, verloren gehen können! Der Saum der Jacke lässt sich leider nur bedingt anpassen. Die Kapuze ist fest mit der Jacke verbunden und lässt sich nicht abnehmen. Die Reißverschlüsse sind aus Kunststoff und lassen sich auch mit Handschuhen gut öffnen und schließen.

Vaude Horny Softshell Jacket

Der Tragekomfort ist klasse. Der Schnitt ist ziemlich legere und zeitlos. Die atmungsaktive Jacke ist dank des weichen Innenfutters angenehm auf der Haut zu tragen. Das Außenmaterial ist winddicht und auch einsetzender Regen stellt kein Problem dar. Natürlich müssen wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich bei dem Horny Softshell Jacket nicht explizit um eine Regenjacke handelt. Bei hartnäckigem Regen ist auch bei dieser Softshell Jacke irgendwann Schluss! Im Winter haben wir sehr gute Erfahrungen in Kombination mit einer Regenjacke, als zusätzliche Isolationsschicht, gemacht. Unser Fazit: Die Jacke ist nicht nur für die City empfehlenswert, sondern für den Radalltag schlechthin.

Details Vaude Horny Softshell Jacket

Erhältliche Farben: Schwarz und pebbles

Größen (geschlechterspezifisch erhältlich): Women: 34 bis 46 / Men: S bis XXL

Preis: 150 Euro (Preisvergleich lohnt!)

Web: www.vaude.com