TSG Evolution Helm – Jetzt gibt es was auf die Murmel! Test

Nicht nur Timo Pritzel vertraut den Kunststoffschalen der bereits 1988 gegründeten Kultschmiede TSG. Der eigentlich aus dem Skateboardbereich stammende TSG Evolution Helm erfreut sich unglaublicher Beliebtheit bei Skateboardern. Wir haben uns den TSG Evolution, das Non-Plus-Ultra der Skateboarder, der mittlerweile auch BMXer und Mountainbiker in seinen Bann zieht, genauer angeschaut. Auffallend ist der tiefe Schnitt des Evolution. Der Ausschnitt an den Ohren und im Nacken ist tiefer als bei anderen Helmen.

Bereits das Überstülpen der Murmel lässt Freude aufkommen. Der TSG Evolution sitzt wie angegossen. Die Pads des Helms lassen sich dank Klett herausnehmen. Dadurch kann der Helm optimal gereinigt werden. Allerdings wird es mollig warm unter dem Helm. Die 14 Belüftungslöcher bringen nicht wirklich viel Abkühlung für den Schädel. Das Gewicht von etwa 450 Gramm halten wir akzeptabel und sollte auf keinen Fall mit dem Gewicht eines normalen MTB-Helms verglichen werden. Zu unterschiedlich sind Bauform und Einsatzzweck. Für die Stoßdämpfung sorgt, im Falle eines Sturzes, eine dicke Styroporschicht. Die Außenschale des Evolution besteht aus einer dicken Polycarbonatschicht. Verschlossen wird der Helm mit einem praktischen Schnappverschluss. Nervige Fummelorgien beim Schließen des TSG sind damit, selbst mit Handschuhen, ausgeschlossen.

Der sehr robuste Helm bietet sehr viel Sicherheit…nur das Verweigern sämtlicher sportlichen Aktivitäten mit dem Bike würde die Sicherheit definitiv steigern. Für die Verweigerer dieser Helmform sei noch erwähnt, dass durch den tiefen Nackenschutz in diesem Bereich erheblich mehr Sicherheit geboten wird, als bei einem herkömmlicher MTB-Helm. Die umfangreiche Farbpalette dürfte für jeden Biker das passende Outfit bieten. Natürlich erfüllt der TSG Evolution die gängigen Sicherheitsstandards wie der CE EN 1078 und der U.S. CPSC.

Fazit:

Phatte Optik gepaart mit hohem Schutz und einer perfekten Passform. Nicht nur das Non-Plus-Ultra für Skateboarder, sondern auch für BMXer, Dirter und alle, die sich im Skatepark tummeln!

Gewicht: etwa 450 Gramm
Größen: S/M, L/XL
Preis: etwa 49,95 Euro

Vertrieb:
KHE Fahrradhandels GmbH
Gablonzer Straße 10
76185 Karlsruhe

Mehr Infos unter:
www.ridetsg.com
www.khe-bmx.de

Uvex Downhill Helm im Test

1926 gründtete Philipp M. Winter in Fürth-Poppenreuth die „Optische-Industrie-Anstalt Philipp M. Winter“, welche im Jahre 1938 mit der industriellen Produktion von Brillen begann. Rainer Winter, Sohn des Unternehmensgründers, dessen erste Aufgabe als Geschäftsführer die Leitung des Bereichs Sonnenbrille war, entwickelte 1960 für das bis dahin namenlose Vertriebsprogramm eine neue Marke. UVEX war geboren.

Der Name UVEX entstammte dem Qualitätsmerkmal „UltraVioletEXcluded“. Seit dieser Zeit entwickelt und erforscht das Unternehmen immer neuere Technologien zum Schutze des Menschen mit dem Leitspruch „Protecting People“. Tradition, die verpflichtet! Verantwortlich für den Bereich Sport- und Freizeit ist in der UVEX-Gruppe „UVEX Sports“. Hier findet sich auch die Sparte Radhelme. Einem Helm aus dieser Sparte haben wir besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt: Dem UVEX Downhill.

Die Optik des UVEX Downhill ist schon sehr markant. Der ausgeprägte Kinnschutz und die Form des Helmes zogen direkt unsere Blicke auf sich. Auch wenn die Farbe unseres Helmes in mattem olivgrün (offizielle Bezeichnung: nato olive-uni) unsere Lieblingsfarbe knapp, aber sicher verfehlt, kann der Helm optisch alleine durch die Helmform punkten. Allerdings blieb auch hier UVEX nicht rastlos. Neben dem doch recht schlichten Helm in nato-olive uni, ist ebenfalls ein in schwarz-rot gehaltenener und mit einem überlackierten und ansprechenden Dekor versehener Helm erhältlich. Nicht nur das Gewicht von etwas unter 1000 Gramm überzeugt. Für einen Fullfacehelm ein durchaus akzeptables Gewicht. Der UVEX Downhill wartet mit einem sehr guten Tragekomfort und vielen durchdachten Detaillösungen auf. Detaillösungen, wie man sie bei Helmen anderer Hersteller vergeblich sucht.

Dazu gehören unter anderem die Führungsnut und die seitlich angebrachten Gumminoppen zum Fixieren des Gummibandes der MX-Brille. Ein Verrutschen oder gar Abrutschen der Motocrossbrille ist damit quasi unmöglich. Ein schleichender Erstickungstod ist mit dem UVEX Downhill ebenfalls nicht zu befürchten. Der gepolsterte Kinnriemen sitzt gut und die Frischluftzufuhr für die Atmung ist sehr gut. Für jähzornige Mitmenschen ist der Helm ebenfalls bestens geeignet, da der Verschluß mittels eines Klickmechanismus spielerisch einfach zu bedienen ist. Somit ist auch mit Handschuhen, ohne nervige Fummelei, ein schnelles Anziehen des Helmes garantiert. Das Helmvisier ist groß und einstellbar, wenn auch nur begrenzt.

Der größte Teil der antiallergischen und absorptionsfähigen Innenpolsterung läßt sich bequem entfernen und kann somit separat gewaschen werden. Ein Plus an Hygiene. Die Kühlung des Schädels mit Frischluft kann der UVEX Downhill, dessen Außenschale aus dem Thermoplast Ectrolon besteht, allerdings nur bedingt befriedigen. Ein Manko, mit dem man allerdings gut leben kann. Sicherheitstechnische Aspekte werden mit Erfüllung der wichtigsten Prüfzeichen erfüllt. Der UVEX Downhill entspricht natürlich sämtlichen gängigen Sicherheitsstandards wie der CE EN 1078 und der U.S. CPSC.

Fazit:

Der UVEX Downhill bietet kaum Grund zum Nörgeln. Der gute Tragekomfort, der einfache Verschlußmechanismus, die abnehmbare Polsterung…die Liste ließe sich immer weiter führen. In unseren Augen ist der einzige Punkt zum Meckern die dürftige Kühlung des Schädels.

Größen: XXS-XL
Preis: 159,95 Euro

Mehr Infos unter: www.uvex-sports.de

Kaufberatung MTB Helme

Schon die alten Römer waren sich der positiven Eigenschaft bewußt, die das Tragen eines Helmes mit sich brachte. Den einst gefürchteten Gegner, den gemeinen Gallier, müssen die Römer heutzutage nicht mehr fürchten. Aber in weiser Voraussicht, welche Gefahren in der Zukunft auf die Menschen lauern werden, trugen die damals geprägten Menschen ihr Wissen von Generation zu Generation weiter. Die Helme wurden verfeinert, und so kommen wir heute beim Biken in den Genuss eines guten Kopfschutzes. Worauf sollte der Mountainbiker beim Kauf eines Nußschälchens, der liebevollen Bezeichnung für einen Crosscountryhelm, allerdings achten? Die Fraktur führt euch durch den Helmdschungel.

Selbstverständlich sollte beim Kauf eines Helms sein, daß dieser Helm gewisse Normen erfüllt, die dementsprechend ausgewiesen sind. Allen voran ist natürlich die Norm CE EN 1078 zu nennen, der DIN von Helmen für Radfahrer und Benutzer von Skateboards und Rollschuhen, welche sich unter anderem mit der Konstruktion des Helmes, dem Kinnriemen und der stoßdämpfenden Eigenschaft befaßt. Ein Helm, der nicht diese Mindestanforderung erfüllt, darf zwar getrost als Blumentopf verwendet werden, nur auf dem Kopf hat solch ein Helm nichts verloren! Also Finger weg von Helmen ohne Prüfzeichen! Dieses Prüfzeichen und ein korrekter Sitz des Helmes sind schon das A und O für den Kauf eines Helmes!

Ein guter Helm nützt natürlich nichts, wenn er im Falle eines Sturzes verrutscht. Prinzipiell ist nichts gegen preiswerte Helme einzuwenden, sofern diese das CE Prüfzeichen vorweisen und perfekt auf dem Haupt sitzen. Doch was heißt perfekter Sitz? Damit ist sicherlich nicht die oft zu beobachtende Trageweise des Helms am Lenker zu verstehen. Ein Mitführen des Helms jenseits des Kopfes ist sicherlich nett, aber wenig sinnvoll. Der Helm sollte schon auf dem Kopf Platz finden, auch wenn man sich dabei die Frisur ruiniert. Auch die weit in den Nacken gezogene Trageweise des Helms mit der daraus resultierenden freien Stirn, oft bei Kids zu beobachten, ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders. Es ist zwar lobenswert, daß die Eltern dieser Kinder darauf achten, daß die Schützlinge einen Helm auf dem Schädel haben, aber so nützt der Helm nicht wirklich viel! Ferner sollte die Längenverstellung des Kinnriemens einfach an den jeweiligen Kopf anzupassen sein, und es sollte darauf geachtet werden, daß die Kinnriemen weder die Ohren abschneiden, abquetschen, verdecken, noch andere Dinge mit den Ohren machen, die uns nicht gefallen. Sollte dies alles gegeben sein, ist man helmtechnisch schon auf der sicheren Seite.

Dennoch sind einige Feinheiten nicht zu unterschätzen. Frei nach dem Motto „alles kann, nichts muß“ sollte man diese Punkte abwägen. Ein Schlagwort der Industrie ist In-Molding. In-Molding bezeichnet das Verfahren, bei dem die Schale und der Hartschaum miteinander verpresst werden. Im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ Helmen, wo der Hartschaum mit der Helmschale nur punktweise verklebt wird, ist das Resultat des In-Molding Verfahrens eine vollständige(!) Verbindung und bietet daher eine superstabile Helmkonstruktion bei einem geringen Gewicht. Ein wichtiges Kriterium, welches ein Mehrgewinnn an Sicherheit gegenüber den Billighelmen bietet. Eine Sekundenschnelle und vor allem unkomplizierte Anpassung an die Kopfgröße ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Wie komfortabel dies geschieht, ist von den Firmen und deren jeweiligen Philosophie abhängig. Uvex zum Beispiel nennt sein System IAS, „individual adapting system“, bei Alpina kommt das „Run System“ zum Einsatz, ein leicht und schnell zu bedienendes System.

Die Kühlung des Kopfes ist gerade im Sommer ein wichtiger Aspekt. Großvolumige Belüftungslöcher sorgen für frischen Wind und ausreichend Kühlung. Wer im Sommer durch Mückenschwärme gleitet, wird die Insektengitter in den Belüftungslöchern zu schätzen lernen. Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit der Entfernung der Pads zum Reinigen. Dies erreichen die Hersteller durch Klettsysteme. Relativ wichtig sind auch unkomplizierte Verschlüsse. Wer erst stundenlang an seinem Helm rumhantieren muß, bis dieser auf dem Kopf fixiert ist, dem kann schon mal die Lust auf das Tragen eines Helmes vergehen. Dies trifft besonders auf Kids zu. Firmen wie zum Beispiel Specialized setzen, ähnlich wie beim Sicherheitsgurt im Auto, auf einen Schnappverschluß. Alpina setzt dagegen auf ein Ratschensystem mit dem schönen Namen „CHIN STRAP RATCHET“. Beide Verschlußsysteme funktionieren einwandfrei und können uneingeschränkt empfohlen werden.

Das Gewicht des Helms spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Lange Touren werden zur Tortour, wenn der Nacken anfängt zu schmerzen. Ein Helm sollte deshalb im Idealfall ein Gewicht von 300 Gramm nicht überschreiten. Dies gilt natürlich nur für die sogenannten Nußschälchen. Fullfacehelme oder Helme mit Kinnschutz wiegen produktionstechnisch mehr. Wenn einem die Sonne den Blick raubt, und man geblendet einen 300 Meter Absatz runterfällt, wird einem wahrscheinlich noch nicht einmal das Tragen eines MTB Helms vor Kopfschmerzen bewahren können. Hier könnte ein Helmschild Abhilfe schaffen. Am Besten eignet sich ein Helmschild, der per Klick angebracht werden kann. Im Falle eines Falles läßt sich dieser bequem gegen einen neuen austauschen. In Punkto passive Sicherheit wären reflektierende Aufkleber ein nicht zu unterschätzender Punkt. Nachträglich aufgebrachte reflektierende Aufkleber wären eine Alternative zu den Werksaufklebern. Es ist aber in diesem Fall Vorsicht geboten! Viele Helme vertragen nicht die Lösungsmittel von Aufklebern! Last but not least: Hersteller, die etwas auf sich halten, bieten eine oder sogar mehrere Produktlinien speziell für Kids an.

AXO G-Force Helmtest

Die stark im Mountainbikebereich tätige Firma AXO gibt auch im Jahr 2005 wieder mächtig Gas. Rechtzeitig zur Saison präsentiert sich AXO nicht nur als Hauptsponsor des AXO-Dual Cup 2005, sondern hat für all diejenigen, die ihr Leben und ihre Gesundheit auf dem Bike riskieren, einen Fullfacehelm zu einem unglaublichen Preis im Sortiment. Grund genug für das Team der FRAKTUR, sich den Kopfschützer mal genauer anzuschauen.

Fernab des allgemeinen Trends der Fiberglashelme handelt es sich bei dem AXO G-Force um einen Helm aus Thermoplast. Der G-Force hat im Gegensatz zu Fiberglashelmen den Nachteil, daß der Helm weder beklebt noch lackiert werden darf. Lösungsmittel sind für das bei dem AXO verwendete Thermoplast Gift. Allerdings würden wir das Design ohnehin als recht gelungen bewerten. Somit wäre eine Neulackierung auch nicht wirklich zwingend nötig. Optisch abgerundet wird der G-Force durch ein Chrome-Helmschild. Für den Fall der Fälle bietet sich hier immer noch Platz für Sponsoraufkleber. Ein Kompromiß, den man guten Gewissens eingehen kann.

Nicht nur optisch, sondern auch funktionell gefällt der G-Force. Der Helm sitzt hervorragend. Selbst nach einigen Stunden tragen auf dem Haupte zwickt und beißt der etwa 1100 Gramm schwere Helm nicht. Die Polsterung empfinden wir als sehr angenehm und die Ohren erfreuen sich über den ihnen zugedachten Freiraum. Das Gewicht des AXO Helms würden wir als akzeptabel bewerten, bewegt es sich gerade noch im Rahmen der für Downhiller angebotenen Helme der Konkurrenz. Sehr gut ist die Verwendung von Insektenschutzgittern bei den gut funktionierenden Belüftungslöchern, um lästiges Viehzeugs fernzuhalten.

Nicht nur der Blick auf den Helm, sondern auch der Blick aus dem Helm überzeugt. Das Gesichtsfeld ist sehr gut ausgeschnitten und läßt somit auch genug Platz für das Tragen einer Motocrossbrille. Nur die akustische Wahrnehmung ist durch das Fehlen von Hörschlitzen leider etwas gedämpft. Wer vorher einen Helm mit Schnappverschluß hatte, muß sich bei dem Doppel D-Verschluß etwas umgewöhnen. Die wenigen Handgriffe sitzen aber nach einer kurzen Zeit wie aus dem „effeff“. Nachteil des G-Force ist, daß sich das Polster zur Reinigung leider nicht entfernen läßt.

Vor dem Kauf des AXO sollte man sich Gedanken über seine Schädelgröße machen. Anders als bei so manch Konkurrenzprodukt wird der Helm nicht in einer Standardgröße, sondern in vier verschiedenen Größen angeboten. Laut AXO erfüllt der G-Force die Europäische Norm 89/686/EEC und DIN EN1078, der DIN von Helmen für Radfahrer und Benutzer von Skateboards und Rollschuhen, welche sich unter anderem mit der Konstruktion des Helmes, dem Kinnriemen und der stoßdämpfenden Eigenschaft befaßt. Somit steht auch dem sicherheitsspezifischen Aspekt nichts mehr im Wege.

Preis: 109,90 Euro
Größen : S, M, L, XL

Mehr Infos unter: www.axosport.de

Alpina Gladiator – Immer einen kühlen Kopf bewahren: Helm im Härtetest!

Soweit ich mich erinnern kann, war der Alpina mein erster Downhill-Helm. Zu einem unschlagbar günstigen Preis bekam man damals einen aus zwei relativ weichen Kunststoffteilen zusammengepressten Helm. Sah zwar spektakulär aus, konnte aber in keinster Weise, bis auf die Optik, an die weitaus teureren Helme ranreichen. Seitdem sind einige Jahre ins Land gezogen. Getreu nach dem Motto „die Zeiten ändern sich“ wurde aus dem damaligen „Downhill-Helmchen“ ein solider, hochfester Fiberglas-Helm. Der momentane Preis befindet sich immer noch weit unter der Preisregion anderer Downhill-Helme. Ob der Käufer hier nicht am falschen Ende spart, galt rauszufinden.

Da wir nicht nur über das Material schreiben, sondern als ärmste Mountainbikeseite der Welt uns wirklich selber maulen müssen, bin ich beim Test unsanft auf dem Boden aufgeschlagen … worden. Nicht absichtlich, aber im Rahmen des Tests ganz nützlich und aussagekräftig. Ursache war ein gecrashtes Vorderrad, welches mich dann unkontrolliert über den Lenker absteigen ließ und mich ebenso unkontrolliert mit voller Wucht ungespitzt in den Boden gerammt hat. Mit dem Face voran. Ohne Fullface-Helm nicht auszudenken was hätte passieren können. Der Gladiator leistete volle Arbeit. Ich hatte im Stirnbereich ein kleines Hörnchen durch den Aufprall, leichte Rötung des Stirn- und Nasenbreichs.

Weder Nase noch Kiefer hatten irgendwelche schwerwiegenden Blessuren erlitten. Das Einzige was blieb waren zwei Tage Kopfschmerzen und ein Snakebite auf der Nase. Lobenswert finde ich die Beschaffenheit des Visiers aus biegbarem Kunststoff. Ich kenne Helme zu sündhaft teuren Preisen mit Visieren aus Hartkunststoff, die in so einer Situation weggebrochen wären. Da lobe ich mir den Alpina Gladiator. Allerdings sollte man bedenken, das dieser sich bei einem Sturz in den Gesichtsbereich verschieben kann. In meinem Fall erlitt ich dadurch diesen leichten Snakebite auf dem Nasenrücken. Aber das ist immer noch besser als ein abgebrochenes Stück Hartplastik im Auge oder sonst wo.

Manchmal dauert es wirklich lange bis so ein Plastikteil aus dem Auge rausgeeitert ist. Der Gladiator sitzt gut, könnte aber im Wangenknochenbereich noch etwas mehr Führung gebrauchen. Die riesigen Lüftungsschlitze sorgen für genug Frischluftzufuhr, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Das Verschlußsystem funktioniert auch tadellos. Der Helm ist durch die integrierte Höröffnungen sehr hellhörig. Etwas mehr Dämpfung durch etwas mehr Polsterung im Falle eines Sturzes wäre fein, aber zu diesem Preis, vermute ich, nicht machbar. Leider ist eine Entnahme des Polsters zu Reinigungszwecken nicht möglich. Lange (Ab-) Fahrten sind mit dem Gladiator kein Problem, ein Ermüden der Nackenmuskeln ist aufgrund des geringen Gewichts nicht zu befürchten.

Sehr nützlich ist auch die auf der Helmrückseite angebrachte Befestigungsmöglichkeit für Motocrossbrillen. Somit gehört das Ärgern über verlorengegangene Brillen der Vergangenheit an. Der Helm wird in vier Größen ausgeliefert, somit sollte für jeden Schädel was dabei sein. Der Helm hat den Sturz übrigens gut weggesteckt. Lediglich ein paar Macken am Kinnschutz zeugen von meinem unsanften Abstieg. Bekannt dürfte sein, das nach einem heftigen Sturz der Helm ausgetauscht werden muss!

Preis: 179 Euro

Mehr Infos: http://www.alpina-eyewear.de