Cratoni Interceptor – Der legendäre Fullfacehelm im Test

Den Cratoni Interceptor gibt es schon eine Ewigkeit – zumindest gefühlt. Ständige Weiterentwicklung in Bezug auf Materialien, Passform, Sicherheit, Komfort und Gewicht haben zu dem geführt, was uns jetzt zum Test zur Verfügung stand. Neben dem bei uns im Test befindlichen Helm in mattem White-Black ist der Interceptor auch noch invertiert in mattem Black-White erhältlich. Die Helmform knüpft mit dem kantigen Erscheinungsbild an alte Traditionen an.

Wie immer gefällt der Interceptor durch sein zeitloses Design! Um diesen Helm sein Eigen nennen zu dürfen muss man 150 Euro berappen – dafür bekommt man den Helm, einen sehr edlen silbernen Helmsack, Ersatzpads zur Größenregulierung und 5 Cent zurück. Einige Leser werden jetzt sicherlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen, aber man muss sich schon vor Augen halten, was man dafür bekommt. Beim Interceptor handelt es sich nicht um einen Helm mit einer stinknormalen Kunststoffschale, sondern um einen Helm aus handlaminiertem Carbon-Glasfaser!

Der Blick auf die Waage zeigt bei uns ziemlich genau 990 Gramm. Das ist zwar etwas mehr Gewicht als Cratoni selber angibt, aber bei einem Gewicht von unter einem Kilogramm darf sich der Helm im Bereich DH Fullface dennoch als Leichtgewicht bezeichnen. Der Vorteil gegenüber einem schwereren Helm liegt klar auf der Hand: Weniger Kräfte die auf Nacken und Hals wirken – nicht nur zum entspannteren Fahren wichtig, sondern auch im Falle eines Sturzes ein nicht unwesentlicher Vorteil!

Wir sind den Helm beim Downhill und BMX gefahren. Das Einsatzgebiet des Interceptor lässt sich einfach bestimmen: Alles was mit dem Mountainbike bzw. BMX zu tun hat und wobei man sich erbärmlich verletzen kann. Neben der Sicherheit bietet der Interceptor einen ausgezeichneten Tragekomfort. Das Innenfutter ist angenehm zur Haut, auch bei schweißtreibenden Aktionen. Der Helm sitzt wie angegossen, egal wie ruppig es auf dem Trail ist. Das Sichtfeld ist ebenfalls ausgezeichnet und das Tragen von Brillen, sei es MX-Brille oder normale Brille, bereitete uns keinerlei Probleme.

Für Frischluft sorgen zehn Belüftungslöcher, vier davon sind alleine schon im Kinnschutz untergebracht. Die im Kinnschutz integrierte Belüftung ist erstklassig, die Frischluftzufuhr im Bereich des Deckhaares erwartungsgemäß eher „knapp“ bemessen. Cratoni hat alle Belüftungslöcher, auch die im Bereich des Hinterkopfes, mit Metallgittern versehen. Diese sorgen dafür, dass der Fahrer sorgfältig gesiebte Luft zugeführt bekommt. So kommt Luft rein, unerwünschte Haustiere bleiben aber draußen!

Die Geräuschkulisse ist gut, dafür sorgt die Aussparung des Innenfutters im Bereich der Ohren. Das Helmschild ist mit vier Schrauben fixiert und lässt sich stufenlos verstellen. Mit dem Verschlusssystem können wir uns dagegen nicht wirklich anfreunden. Auch wenn das System gut funktioniert, sehr solide und sicher ist, aber die Handhabe mit dickeren Fingern oder mit Handschuhen ist eher etwas grenzwertig. Eine Sache sehen wir am Interceptor allerdings gar nicht gerne: Die sehr spitzen Enden des Helmschilds – auch wenn diese nach hinten zeigen.

Fazit Cratoni Interceptor

Kurz nach der Jahrtausendwende schon eine Hausnummer und dank der permanenten Weiterentwicklung immer noch absolut top! Der Cratoni Interceptor vereint alle positiven Eigenschaften, die man von einem modernen DH und BMX Helm erwartet! Die Sicherheit, der gute Tragekomfort, die tolle Optik und die sehr gute Verarbeitung – nimmt man jetzt noch das Material Carbon-Glasfaser hinzu, ist der Preis wirklich gerechtfertigt. Einzig das Verschlusssystem ist nicht so ganz unser Ding!

Preis: 149,95 Euro

XLC Arenal II (BH-F01) – Der MTB-Enduro-/Freeride-Helm im Test

Einen preisgünstigen MTB-Enduro-/Freeride-Helm bietet XLC mit dem Arenal II (BH-F01). Dieser bietet neben der Helmschale im Dirt Style einen Kinnschutz, der je nach Bedarf montiert bzw. demontiert werden kann. Wenn es auf dem Trail also hart auf hart kommt, kann man sich mit einem Fullfacehelm den Herausforderungen stellen. Mit einem Preis von unter 50 Euro ist der Helm sicherlich auch eine giftige Kampfansage an die anderen Hersteller!

In dieser Preisklasse finden sich im Normalfall eigentlich nur normale XC-Helme. Mit dem Kauf des XLC Arenal II erwirbt man einen Helm mit zwei verschiedenen Anforderungsprofilen. Die lockere Feierabendtour um den See ist genauso der Einsatzbereich des Helmes wie der verblockte Wanderweg im Mittelgebirge – wo man bestenfalls das Bike selber hochtreten muss! Grenzen gibt es also kaum, wenn es denn nicht der harte Downhill ist – doch dazu später mehr. Die Helmschale bringt 460 Gramm auf die Waage, mit dem Kinnschutz summieren sich nochmal 190 Gramm, was als Fullfacehelm summa summarum 650 Gramm ergibt. Ein ziemlich guter Wert für einen Fullfacehelm. Doch gerade beim Schutz des Kopfes sollte man nicht auf das Geld achten, wenn der Preisvorteil durch mangelnde Sicherheit erworben wird.

Doch bereits hier kann man mit der Erfüllung der europäischen Norm CE EN 1078 grünes Licht geben. Tatsächlich macht die Helmschale einen soliden Eindruck. Die Helmschale des XLC Arenal II ist nicht nur optisch an die bekannten Dirtschalen angelegt, sondern auch was die Stabilität und die Innenausstattung angeht. Die sehr feste Helmschale vermittelt ein sicheres Gefühl und auch vom Tragegefühl gefällt der Arenal II – billig wirkt der Helm nicht. Wie bei Dirthelmen ist das Kopfband nicht einstellbar, das heißt der Helm muss von Anfang an passen. Leider befinden sich im Lieferumfang keine Wechselpads, mit denen man den Helm notfalls anpassen könnte – ein Punkt, den wir leider kritisieren müssen.

Die weitere Anpassung des Helmes geschieht wie gewohnt über das Kinnband sowie die Gurtbänder und gestaltet sich ohne Probleme. Wenn der Helm passt, dann sitzt er ausgezeichnet und bietet einen guten Tragekomfort. Die Belüftung bei Enduro-/Freeride-Helmen ist immer ein Thema für sich. Auch beim Arenal II bekommt man in schweißtreibenden Passagen schnell ein hitziges Köpfilein – daran ändern auch die großen Belüftungslöcher nichts. Bei den jetzt immer tiefer werdenen Tagestemperaturen vielleicht ein kleiner Pluspunkt – im Sommer eher weniger 😉 Der XLC Arenal II besticht zwar nicht durch extravagante Decals, dafür lässt er aber viel Spielraum für die eigene Kreativität – der Aufkleber von XLC lässt sich rückstandsfrei entfernen.

Der Klickverschluss zum Verschließen des Helmes ist auch mit Handschuhen einfach zu bedienen. Das Tragen einer Brille bereitet ebenfalls keine Probleme. Etwas nervig ist die Friemelarbeit bei der Montage bzw. Demontage des Kinnschutzes. Der Kinnschutz wird in die Helmschale geschoben und mit vier kleinen Schrauben fixiert. Eine Friemelsarbeit, für die man einen Schraubendreher bzw. ein Multitool benötigt. Der Kinnschutz ist etwas flexibler als bei herkömmlichen Downhillhelmen, weshalb wir den Einsatzbereich des XLC Arenal II auf der anspruchsvollen Tour, aber nicht unbedingt im Bikepark sehen – dafür bietet XLC den Pinatubo an. Leider lösten sich im Test zwei der vier Schraubeinsätze am Kinnschutz. Das ist zwar reparabel, aber dennoch ärgerlich.

Fazit:
Der Preis ist natürlich heiß! Aber nicht nur vom Preis weiß der XLC Arenal II zu begeistern. Der Helm sieht gut aus, vermittelt ein gutes Tragegefühl und der Einsatzbereicht bewegt sich von der entspannten Tour im Flachland bis zum anspruchsvollen Trail im Gebirge. Die Belüftung, die friemelige Montage bzw. Demontage des Kinnschutzs und die Schraubeinsätze, die sich gelöst haben, verdienen aber ein wenig Kritik.

Preis: 49,95 Euro
Farbe: Schwarz matt
Größen: 54-58 cm, 58-62 cm

Vertrieb: E. Wiener Bike Parts GmbH

Mehr Infos unter www.xlc-parts.com

Cratoni Ramp – Helm für Enduro und Freeride – Test

Eine faszinierende Landschaft! Unendlich erscheinende Wälder und Bergketten erstrecken sich vor den zwei Enduropiloten und ziehen die Blicke dieser beiden Biker auf sich. Nach der mühsamen Auffahrt und der Hatz über verschlungene Singletrails stehen die beiden Biker jetzt etwas zögernd vor der nun kommenden Abfahrt. Ein mit Wurzeln und Steinen übersäter Wanderweg führt tief runter in das dunkle Herz dieses Berges. Nicht erkennbar, was auf die beiden Biker wartet – nur unendlich viele Steine und Wurzeln. Hier einen Abflug machen? Bloß nicht! Das kann man sich aber leider nie aussuchen, wohl aber den richtigen Helm! Anspruchsvolle Enduro- und Freeridetouren benötigen einen Helm, der einen Kompromiss aus einem XC-Helm und einem DH-Helm darstellt. Aber wie soll das gehen?

Enduro- und Freeridetouren im anspruchsvollen Gelände bringen ein großes Problem mit sich. Meist entscheidet man sich wegen des Tragekomforts für einen XC-Helm, welcher den größten Teil der Anforderungen meist auch völlig entspricht – gäbe es da nicht die verblockten Abfahrten oder die Schussfahrt ins Tal, die einem nicht nur das Adrenalin aus den Ohren spritzen lässt, sondern auch für das eine oder andere „Ahhhhhh“ oder „Urgghh“ sorgt. Schließlich sind wir auf einer Endurotour, mit XC hat das wirklich nichts mehr zu tun. Die Gefahr über den Lenker zu gehen ist allgegenwärtig. Hier ist ein Fullfacehelm angesagt! Aber mal ehrlich, wer mag direkt zwei Helme mit sich rumschleppen? Die Lösung des Problems könnte ein Helm wie der Cratoni Ramp sein – haben wir uns gedacht.

Der Cratoni Ramp besteht primär aus den zwei Hauptteilen Helmschale und Kinnschutz. Der Kinnschutz wird bei Bedarf mit vier Schrauben an der Helmschale fixiert. Der Cratoni ist in den Größen S/M (54-58 cm) und M/L (58-61 cm) erhältlich. Das von uns ermittelte Gewicht des Helms variiert leicht von der Werksangabe – nach oben. So bringt die Helmschale in der Größe S/M etwa 540 Gramm auf die Waage, dazu summiert sich der Kinnschutz mit etwa 190 Gramm. Auch wenn die Helmschale vergleichsweise schwer erscheint, ist das Gesamtgewicht für einen Fullfacehelm sehr niedrig. Die Helmschale strotz vor Stabilität und erinnert optisch stark an die bekannten Dirtschalen. Wie diese besitzt der Ramp kein einstellbares Kopfband, dafür werden aber wechselbare Pads mitgeliefert, damit der Helm angepasst werden kann.

Das Kinnband und die Gurtbänder lassen sich schnell und einfach anpassen. Der Klickverschluss lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Die Passform und der Tragekomfort entsprechen ebenfalls denen eines Dirthelms, das gilt auch für die Belüftung. Trotz der Ventilationsöffnungen läuft einem auf schweißtreibenden Trails die Suppe regelrecht aus dem Helm. Zum Ausgleich dafür bietet der Helm einen sehr guten Schutz. Der Helm ist im Nackenbereich tief geschnitten und bietet, abgesehen von der Belüftung, einen guten Tragekomfort. Optisch finden wir den Helm um Klassen besser als die normalen Dirtschalen, dafür sorgt neben dem Dekor vor allem die Form der Helmschale. Bevor es in den verblockten Trail mit Abfluggefahr geht, ist ein bisschen Schrauberei angesagt. Der Kinnschutz wird aufgesteckt und, wie bereits beschrieben, mit vier Schrauben fixiert.

Auf der Tour gestaltet sich diese Schrauberei wegen der relativ kleinen Schrauben als etwas umständlich, außerdem benötigt man einen Schraubendreher bzw. ein Multitool. Die Verwandlung des Helmes ist beeindruckend, der Helm wirkt jetzt optisch wie ein normaler Fullfacehelm. Der Kinnschutz ist weicher als bei einem herkömmlichen Downhillhelm, dafür lässt sich der Kinnschutz im Rucksack transportieren und platzsparend leicht zusammendrücken, ohne dass er sofort bricht. Das Gesichtsfeld ist sehr groß und das Tragen einer MX-Brille bereitet ebenfalls keinerlei Probleme – sofern die Brille ein silikonbeschichtetes Brillenband hat. Durch den weit vorstehenden Kinnschutz wird die Atmung in keinster Weise beeinträchtigt – wenn es dann doch mal wieder anstrengend wird 😉

Fazit:

Ein toller Endurohelm mit kleinen Schwächen wie zum Beispiel die Fixierung des Kinnschutzes mit den kleinen Schrauben und die Belüftung. Die Stabilität eines Downhillhelmes bietet der Ramp zwar nicht, dafür übertrumpft er aber in diesem Punkt jeden XC-Helm. Der Cratoni Ramp bietet einen guten Kompromiss und bietet sich sehr als Helm für die nächste Enduro- und Freeridetour an! Wer sich nur im Bikepark rumtummelt, sollte dann aber doch eher zum Cratoni Interceptor greifen!

Preis: Knapp 90 Euro

Mehr Infos unter www.cratoni.de

Uvex Downhill Jet Fighter – Born to fly – Helmtest

Ende 2005 hatten wir den UVEX Downhill Helm im Test. Seit über vier Jahren versieht der Helm nun bei uns schon seinen Dienst und noch immer sind wir von diesem Helm sehr angetan. Die Zeit und diverse Bodenproben haben allerdings deutliche Spuren hinterlassen – Zeit also für einen neuen Helm! Wie gerufen scheint der UVEX Jet Fighter jetzt in die Fußstapfen seines Vorgängers treten zu wollen. Neu heißt aber nicht immer gleichzeitig besser! Wir waren sehr gespannt auf den „Neuen“!

Der Uvex Jet Fighter wurde gründlich überarbeitet. Nicht nur die Lackierung zeigt sich in einem völlig neuen Gewand, sondern auch die Schale aus Polycarbon und das Innenfutter. Der Helm zeigt sich deutlich runder und kompakter, wirkt aber immer noch sehr markant. Erstaunlich ist die Kinnpartie, obwohl diese beim Vorgänger deutlich ausgeprägter zu sein scheint, bietet der neue Helm mehr Platz im Kinnbereich. Die Lüftungslöcher des UVEX wurden überarbeitet und sind bei dem neuen Helm etwas kleiner, dafür aber mit einem Metallgitter abgedeckt und wirken mehr in den Helm integriert, was der Optik sehr gut tut! Beim Thema Belüftung kann aber auch der Nachfolger, wie schon der Uvex Downhill, nicht viele Punkte holen – diese fehlenden Punkte holt sich der Jet Fighter in anderen Bereichen. Erstaunlich ist das Gewicht des Jet Fighter. Mit einem Gewicht von knapp 910 Gramm bei der Größe M bleibt dieser sogar noch um einiges unter dem Gewicht des alten Helms, welcher ja auch schon beeindruckend leicht war. Trotz aller Änderungen bietet der „Neue“ einige nette Details des „Alten“.

So ist der Hinterkopfbereich des Helms im Bereich des Brillenbandes wieder etwas abgesetzt, um ein Verrutschen der MX-Brille zu verhindern. Optisch gefällt uns auch diese Lösung bei dem Jet Fighter deutlich besser als beim Vorgänger. Das Sichtfeld ist top, weder der Kinnbereich noch der höhenverstellbare Helmschirm stören. Die MX-Brillen passen hervorragend. Ebenfalls überarbeitet ist das Innenfutter, wobei wir auch bei dem alten Innenfutter nichts auszusetzen hatten. Das Innenfutter ist antibakteriell, hautfreundlich, lässt sich entnehmen und waschen – Punkte, die wir auch schon beim Vorgänger sehr lobenswert fanden. Der Verschluss wurde komplett überarbeitet und statt dem ansehnlichen Gurt-Verschluss-System versieht jetzt ein Plastikklickverschluss seinen Dienst. Funktioniert tadellos und ist leicht zu bedienen. Ein Plus dieses Systems ist sicherlich das Gewicht, aber ob dieser ebenfalls so viel aushält wie der alte Verschluss wird sich in den nächsten Jahren herausstellen 😉 Derzeit gibt es für uns aber keinen Grund zum Nörgeln.

Der Kinnriemen ist gepolstert und lässt sich schnell und einfach anpassen. Die matte Lackierung des Jet Fighter ist der absolute Hammer! Noch nie wurde unsereins so oft auf einen Helm angesprochen wie es bei dem Jet Fighter der Fall ist. Da haben die Designer von Uvex genau den richtigen Riecher gehabt! Der Helm sitzt also nicht nur gut, man sieht auch noch gut darin bzw. damit aus – und der Helm vermittelt ein gutes und sicheres Gefühl! Eigentlich bräuchte man es bei Uvex nicht erwähnen, aber wir tun es trotzdem: Der Helm erfüllt natürlich die gängigen Sicherheitsnormen wie die EN 1078. Übrigens: Der Helm ist neben dem Jet Fighter auch als coole Skull Version erhältlich. Unbedingt mal anschauen! Mit dem Jet Fighter beweist UVEX, dass man gute Produkte immer noch verbessern kann! Knappe 130 Euro, die mit Sicherheit (für die Sicherheit) sehr gut angelegt sind!

Preis: 129,95 Euro
Größen: XS bis XL

iXS MX-Helm HX 167 im Test

Nein, keine Sorge…wir fangen nicht wieder davon an, wie sinnvoll es ist, manchmal doch einen Fullfacehelm zu tragen! Nein, es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er „obercool“ sein Gesicht mit einem Spachtel von einem Steinfeld oder der Rampe kratzen will oder ob er die nächsten Wochen seine Nahrung per Strohhalm schlürfen möchte – lecker Grillteller aus dem Mixer! Für alle anderen haben wir hier einen echt heißen Tipp: Den iXS HX 167!

Der iXS HX 167 verspricht schon mal eines ganz sicher: Safety First! Kein Wunder, bei dem Helm handelt es sich nicht „nur“ um einen Fahrradhelm, sondern um einen MX-Helm, der natürlich die ECE-R 22/05 Norm erfüllt. Der Crosshelm aus Carbon/Kevlar Fiberglas Verbund, der etwa um die 1280 Gramm auf die Waage bringt, schützt die Murmel aber nicht nur extrem vor Verletzungen, sondern sieht zudem echt zornig aus! Das Design ist richtig phatt und durch die verschiedenen erhältlichen Farben kann man den Helm entsprechend seinem Outfit auswählen.

Auffallend ist neben dem markant wirkenden Kinn und dem großen Helmschild auch der Nasenschutz. Sollte irgendjemand dieser Nasenschutz stören, kein Problem, der kann natürlich auch problemlos entfernt werden. Verschlossen wird der HX 167 mit dem üblichen Doppel-D-Ring Verschluss, ein Garant dafür, dass der Helm dort bleibt, wo er hingehört – auf dem Kopf! Der Helm sitzt ausgezeichnet – Voraussetzung ist natürlich, dass man den Helm auch in der richtigen Größe erwirbt, was bei den verfügbaren Größen von XS bis 2XL kein Problem darstellen sollte.

Die Belüftung ist dank der Stirn- und Kinnbelüftung für einen MotoX Helm vorbildlich, auch wenn die wahrzunehmende Geräuschkulisse und die Belüftung in der geschlossenen Helmschale des HX 167 natürlich weniger ausgeprägt ist als bei den leichteren „reinen“ Fahrradhelmen mit den Lüftungslöchern. Angesichts des enormen Sicherheitsaspektes nehmen wir das aber gerne in Kauf! Das Innenfutter aus Coolmax ist angenehm zu tragen und lässt sich zu Reinigungszwecken entnehmen und per Klick schnell und einfach wieder einsetzen.

Fazit

Sicherheit kann so schön sein! Super Optik, hervorragende Verarbeitung und perfekter Tragekomfort – das nennen wir cool!!!

Größen: XS bis 2XL
Preis: 249 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-fashion.com

Alpina Spice L.E. – Der Radsporthelm im Test

Schon des Öfteren haben wir Helme des Sportartikelherstellers Alpina getestet und euch vorgestellt. Der sehr gute Tragekomfort, das unproblematische individuelle Anpassen der Helme und die gute Verarbeitung konnten bei uns im Test immer für volle Punktzahl sorgen. Der neue Alpina Spice L.E. setzt hier allerdings noch einen drauf! Optisch unterscheidet sich der Spice L.E. durch ein kleines, aber sehr markantes Detail von den „handelsüblichen“ Helmen.

Schon der erste Anblick versetzt einen geradezu in Entzücken! Der Alpina Spice L.E. zeigt nicht das typische glänzende Erscheinungsbild der „normalen“ Helme, sondern besticht durch seine matte Lackierung, welche den Helm sehr edel wirken lässt. Beim Befühlen des Helmes fällt die stumpfe Oberfläche auf – unsere Sorge, der Helm könnte nach wenigen Schmutzfahrten für sein Leben gezeichnet sein, bestätigte sich zum Glück nicht. Die Oberfläche des Alpina Spice L.E. zeigt sich sehr widerstandsfähig und lässt sich zudem gut reinigen.

Natürlich muss der Träger dieses Helmes nicht auf die sonst von Alpina Helmen gewohnten Vorzüge verzichten. So bietet der Alpina Spice L.E., der natürlich mit dem Inmolding-Verfahren hergestellt wird, auch die Highlights der anderen Top-Modelle von Alpina. Die Belüftung ist durch die großzügig dimensionierten und zahlreichen Belüftungslöcher erstklassig. Die Anpassung des Helmes an den Kopf geschieht kinderleicht mit dem „Run System“, dem bewährten Drehknopf-System von Alpina.

Die Helmbänder lassen sich ebenfalls sehr gut und schnell einstellen. Der Klickverschluss zum Verschließen des Helms ist leicht zu bedienen, sogar mit Handschuhen. Ein sehr großer Pluspunkt ist das Netzgewebe „Fly Net“ in den Frontöffnungen des Helms, welches den Kopf vor fliegendem Viehzeug bewahrt, ohne aber die Frischluftzufuhr zu kappen. Das Gewicht des Helms liegt bei tragefreundlichen ungefähren 260 Gramm. Wie alle Alpina Helme erfüllt auch der Spice L.E. natürlich die Norm CE EN 1078.

Fazit:

Absolut top! Der Alpina Spice L.E. vereint sehr guten Tragekomfort, vorbildliche Einstellmöglichkeiten, Topverarbeitung und geniale Optik!

Größen: 53-57cm, 58-63cm
Farbe: weiß-silber matt, schwarz-silber matt
Preis: etwa 55 Euro

Mehr Infos unter www.alpina-eyewear.de

TSG Superlight Solid Color – Wie aus der Pistole geschossen! Test

Porno!!! Das war der erste Gedanke, der uns beim Anblick des neuen „Superlight Solid Color“ durch den Kopf geschossen ist. „Gun silver“ – Treffender hätte die Farbbenennung des Helms in Hochglanzsilber nicht ausfallen können. Der neue Dirthelm aus dem Hause TSG sieht aber nicht nur „wie aus der Pistole geschossen“ aus, sondern ist mit einem Gewicht von etwa 300 Gramm, das ist etwas mehr als ein Stück Butter, ein echtes Leichtgewicht! Wir haben uns den „TSG Superlight Solid Color“ mal „durch den Kopf“ gehen lassen!

Um es direkt am Anfang klarzustellen: Der Helm ist nicht nur in „gun silver“, sondern auch in „flat black“ erhältlich. Egal, für welche Variante man sich entscheidet, mit dem „TSG Superlight Solid Color“ erhält man einen Helm, der die Ansprüche an einen guten modernen Helm erfüllt. Dazu zählt vor allem das In-Molding Verfahren, bei dem die Schale und der Hartschaum miteinander verpresst werden. Im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ Helmen, wo der Hartschaum mit der Helmschale nur punktweise verklebt wird, ist das Resultat des In-Molding Verfahrens eine vollständige(!) Verbindung und bietet daher eine superstabile Helmkonstruktion bei einem geringen Gewicht.

Der Kinnriemen lässt sich gut anpassen und bietet einen bequemen Klickverschluss. Somit ist auch ein Anziehen des Helms mit Handschuhen, ohne nervige Friemelei, möglich. Der Helm wird in zwei Größen angeboten – die optimale Anpassung an den Schädel geschieht mit den beigelegten Pads. Der Tragekomfort des Helms ist klasse! Der Helm passt wie angegossen – rappelt, wackelt und drückt nicht. Die Lüftungslöcher sind groß genug gehalten, um auch in heißen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Bemerkenswert und vor allem spürbar, treffender müsste es hier wohl nicht spürbar heißen, ist das Gewicht des Helms! Natürlich geht die Minimierung des Gewichts nicht auf Kosten der Sicherheit! Selbstverständlich erfüllt der TSG die Norm CE EN 1078!

Neuigkeiten gibt es zum Vertrieb von TSG Produkten in Deutschland. Vertrieben werden die TSG Produkte seit Juli 2007 von dem Dämpferspezialisten Shock Therapy in Hünstetten (www.shock-therapy.com).

Fazit:

Wieder einmal legt TSG die Messlatte für Dirthelme ein Stückchen höher. Der Spezialist für Skate- und BMX-Schutzbekleidung hat mit dem „TSG Superlight Solid Color“ einen Helm auf den Markt gebracht, der nicht nur Porno aussieht, sondern auch ein echtes Leichtgewicht ist!

Größen: S/M, L/XL
Farben: „gun silver“, „flat black“
Preis: etwa 70,00 Euro

Mehr Infos unter www.ridetsg.com

Takachi TK70 – Helmtest – Kopfschutz ist Chefsache!

Da besonders im Bereich des Kopfes viel kaputt gehen kann, muss dieser natürlich besonders geschützt werden. Einen sehr guten Schutz bieten Motorradhelme aus dem Motocross- und Offroadbereich. Ein großes Manko dieser Helme ist meist das sehr hohe Gewicht. Wir haben für euch mit dem Takachi TK70 einen leichten und preiswerten Offroad-Helm gefunden, den wir euch nicht vorenthalten wollen. Denn eine Sache ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Der nächste Sturz kommt bestimmt!

Mit etwa 1350 Gramm Gewicht ist der Takachi unter den MotoX-Helmen ein Leichtgewicht. Selbst bei einem Vergleich mit speziellen MTB-Downhillhelmen steht der Takachi vom Gewicht nicht schlecht da. Der Helm aus Thermoplast ist entweder einfarbig für knapp 100 Euro zu erwerben oder aber, mit einem sehr ansprechenden Dekor, für knapp 110 Euro. Nicht nur das Dekor gefällt, sondern auch die markante Helmform. Neben der Optik bietet der Takachi TK70 aber noch einige Schmankerl mehr. So lässt sich dem TK70 bequem das Innenpolster entnehmen und die Belüftungskanäle weisen Insektengitter auf.

Die Belüftung kann natürlich den herkömmlichen MTB-Fullfacehelmen kein Paroli bieten. Ein kleiner Nachteil, den man aber als Abfahrtsfahrer angesichts des sehr hohen Schutzes gerne in Kauf nimmt. Fixiert wird der sehr gut sitzende Helm mittels Doppel-D Verschluss. Ein weiterer Vorteil dieses Helms ist die enorme Bandbreite der verfügbaren Größen. Von XS bis XXL sollte für jeden Kopf der passende Helm zu finden sein. Natürlich erfüllt der Takachi TK 70 als Motorradhelm die ECE-Norm, eine Verordnung, nach deren Richtlinien Schutzhelme für motorisierte Zweiräder hergestellt werden müssen! Für ein Maximum an Sicherheit!

Fazit:

Optisch sehr ansprechender Rundumschutz für den Kopf mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis!

Farben: Unifarben bzw. verschiedenfarbige Dekore erhältlich
Größen: XS – XXL
Gewicht: etwa 1350 Gramm
Preis: 99,95 Euro (uni), 109,95 Euro (Dekor)

Vertrieb: CYPACC GmbH – Mausgeatt 8-12 – 44866 Bochum

Mehr Infos unter www.takachi.de