B’TWIN Fahrradhelm MTB 900: Der All Mountain Helm im Test

Test: Wer sich einen neuen All Mountain oder Enduro Helm zulegen möchte, dem stehen eine Vielzahl an attraktiven Modellen verschiedener Hersteller zur Auswahl. Die Decathlon Eigenmarke B’TWIN bietet mit dem Fahrradhelm MTB 900 ein Modell an, das sich nicht nur preislich, sondern auch mit interessanten Detaillösungen von der Konkurrenz abgrenzt. Wir hatten den preiswerten All Mountain / Enduro Helm über einen Zeitraum von mehreren Wochen im Test.

Der Aufbau eines Mountainbike Helmes lässt sich im Normalfall wie folgt beschreiben: Als äußerer Schutz kommt eine stabile, einteilige Helmschale zum Einsatz, darunter findet sich zur Stoßabsorption die innere Schale aus EPS. Für einen sicheren und guten Sitz sorgt ein Einstellsystem, das je nach Ausführung mehr oder weniger aufwändig vom Hersteller umgesetzt wird. Gehalten und fixiert wird der Helm durch die Kinnriemen und den Verschluss. Die unterschiedlichen Lösungsansätze zeigen sich in den verschiedensten Technologien. Herausheben könnte man an dieser Stelle sicherlich den unkomplizierten Fidlock-Magnetverschluss oder die MIPS-Technologie, die auch Rotationskräfte abfängt. Helme, die mit diesen Features ausgestattet sind, gehen allerdings schnell in den dreistelligen Preisbereich.

Mit einem Preis von knapp unter 40 Euro bewegt sich der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 natürlich in einer komplett anderen Preisklasse. Trotz des außerordentlich günstigen Preises weiß dieser MTB Helm absolut zu begeistern. Bereits bei dem oben beschriebenen Aufbau geht der MTB 900 seinen eigenen Weg. Im Gegensatz zu anderen Helmen ist die äußere Helmschale dreigeteilt – offensichtlich erkennbar an den Unterbrechungen. Der größte Teil ist oberhalb der Schädeldecke platziert, die beiden links und rechts befindlichen Teile decken in erster Linie den hinteren, unteren Bereich des Kopfes ab. Typisch für einen All Mountain bzw. Enduro Helm ist die tief geschnittene Helmschale für ein Plus an Schutz.

Ungeachtet der Dreiteilung der Polycarbonat Helmschale wird der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 im Inmolding Verfahren hergestellt, was nicht nur die Steifigkeit des Helms erhöht, sondern gleichzeitig auch ein niedriges Gewicht ermöglicht. Die bei einem Sturz auf den Kopf wirkende Aufschlagenergie wird durch den EPS Schaumstoff absorbiert. Natürlich entspricht der Helm der Norm CE EN1078 für Fahrrad-, Roller- und Skaterhelme. Der Helmschale sollte allerdings weitere Aufmerksamkeit geschenkt werden. So haben die Designer des B’TWIN Helms selbst an einen Kantenschutz gedacht, der das EPS zusätzlich schützt. In dieser Preisklasse sicherlich keine Selbstverständlichkeit!

Überhaupt lässt die Verarbeitung keine Wünsche offen. Wir konnten weder raue Kanten noch Produktionsrückstände ausfindig machen. Was wir an einem All Mountain oder Enduro Helm auf jeden Fall sehen wollen ist ein Kamera-Port für Helm-Cam – und diesen finden wir auch am B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 vor. Top! Der Blick in das Helminnere ist ebenfalls sehr sehenswert, geht B’TWIN hier einen doch recht ungewöhnlich, aber ziemlich simplen Weg. Nicht das vermutete Einstellsystem sorgt hier für einen optimalen Sitz des Helms, sondern ein im hinteren Kopfbereich angebrachtes Gummiband. Um den Tragekomfort zu erhöhen ist das Gummiband mit Polster umhüllt.

Das Innenpolster des Helms ist wie bei einem BMX oder Skate-Helm per Klett direkt an der EPS Innenschale befestigt. Leider lässt sich das Innenpolster trotz Klett nicht komplett entfernen. Grund ist die Naht für den Halt im Bereich des Gummibandes. Hier würden wir uns ebenfalls Klett wünschen. Für den Blendschutz verfügt der Helm über ein nicht verstellbares Helmschild. Eine Einstellmöglichkeit wäre natürlich schön, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Der Klickverschluss aus Kunststoff lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen und fixiert den Helm zuverlässig. Der Blick auf die Waage zeigt beim Modell in der Größe M (56-59) 353 Gramm – das ist etwas schwerer als vom Hersteller angegeben.

In der Praxis präsentiert sich der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 äußerst unkompliziert. Ein Eindruck, der bereits vor der ersten Ausfahrt Gestalt annimmt: Es müssen lediglich die Kinnriemen angepasst werden. Erstaunlich ist, dass trotz fehlendem Einstellsystem der Helm außerordentlich gut sitzt. Egal ob ruppige Wurzelpassagen beim Enduro Riden oder auf der Rampe mit dem BMX, da wackelt und verrutscht nichts! Wichtig ist natürlich, dass der Helm perfekt passt – wir würden diesbezüglich ein Anprobieren in einem Decathlon Shop empfehlen. Der Tragekomfort des MTB 900 Helms überzeugt, auch noch nach Stunden.

Für die Belüftung des Kopfes weist der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 sieben Belüftungsöffnungen auf. Bei sommerlichen Temperaturen kann die Kühlung nicht ganz überzeugen und ist in diesem Punkt eher mit einem BMX Helm vergleichbar. Hier kommt es auf das individuelle Empfinden an, uns hat es zumindest nicht gestört. Das Tragen einer Brille bereitet keinerlei Probleme, ebenfalls unproblematisch zeigt sich der MTB 900 Fahrradhelm in Verbindung mit einer Goggle. Kurz: Ein Helm, der beim Aufbau in einigen Punkten seinen eigenen Weg geht, aber als Gesamtkonzept absolut überzeugen kann.

Fazit B’TWIN Fahrradhelm MTB 900

Leichter, sehr gut verarbeiteter All Mountain und Enduro Helm, der mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis punktet. Der B’TWIN Fahrradhelm MTB 900 verfügt über Features wesentlich teurerer Helme. Optimiert werden könnte vom Hersteller die Belüftung – schön wäre zudem ein herausnehmbares Innenpolster.

Produktdetails B’TWIN Fahrradhelm MTB 900

  • Drei Größen verfügbar: 53-56, 56-59 und 59-61
  • Erhältlich in den Farben rot oder schwarz
  • Preis: 39,99 Euro
  • www.btwin.com/de/home

x-cellent bike components: Ungestörter Filmgenuss dank XLC Full Face Helm BH-F03

Produktcheck: Mit Helmen ist es ähnlich wie mit dem Popcorn futternden Sitznachbar im Kino: Stört auch nur irgendetwas, kann das durchaus den Genuss am ganzen Film bzw. Ride vermiesen und die Konzentration unweigerlich auf sich ziehen – bei ruppigen, anspruchsvollen Abfahrten eher kontraproduktiv. Neben Tragekomfort sind natürlich Sicherheit und nicht zuletzt auch das Design wichtig. Wir haben getestet, was der XLC Full-Face Helm BH-F03 zu bieten hat.

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Allgemeines zum XLC BH-F03

Die Komponentenmarke XLC wurde 2005 gegründet und gehört neben Haibike oder der eBike Marke Sinus zur Winora Group mit Hauptsitz im fränkischen Schweinfurt. Der mittelständische Fahrradhersteller hat sich die Verbindung innovativer Ideen mit selbstbewusstem Design auf die Fahne geschrieben und investiert laut eigenen Aussagen viel Zeit, Energie und Herzblut in die Gestaltung seiner Räder und Produkte. Kaum verwunderlich also, dass der XLC Full-Face Helm BH-F03 extrem stylisch daher kommt.

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Auf die inneren Werte kommt es an!

Der matt-schwarze 2-in-1 Helm besteht aus einer ABS-Helmschale (einem Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer, das sich u.a. durch hohe Schlagzähigkeit und Beständigkeit auszeichnet), einem abnehmbaren Helmschild sowie einem durch insgesamt 4 Innensechskantschrauben fixierten Kinnschutz. Montage/ Demontage des Kinnschutzes gestaltete sich in unserem Test als denkbar einfach und unkompliziert! Ein bisschen schade nur, dass etwas Farbe des Firmenlogo-Aufdrucks bei der Demontage des Kinnschutzes abgeplatzt ist. Der komplette Helm in Größe S/M drückt lediglich mit 719 Gramm auf unsere Waage, wovon die Helmschale nur knapp 550 Gramm ausmacht. Die Innenpolster inkl. Wangenschutz sind durch Klettverschlüsse schnell und einfach austauschbar. Fast überflüssig zu erwähnen, dass der Helm CE EN 1078 zertifiziert ist – eine Sicherheits-Prüfung, die Fahrradhelme in der EU und Schweiz bestehen müssen und bei der bestimmte Beschleunigungen bei Aufprall-Tests nicht überschritten werden dürfen.

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Passt perfekt – da gibt‘s nichts zu mäkeln!

Der Tragekomfort des XLC Full-Face Helms BH-F03 lässt in unserem Test keine Wünsche offen. Den Kinnriemen schnell eingestellt, und schon passt das Teil wie angegossen. Der Helm sitzt fest, verrutscht nicht und erzeugt trotzdem auch nach mehreren Stunden Einsatz auf knackigen Eifel-Abfahrten keinerlei Druckstellen. Auch die Wangenpolster schmiegen sich gut an, ohne dass wir mit Hamsterbacken unterwegs sind, nichts piekst oder stört. Das Gesichtsfeld wird nicht eingeschränkt, der Rider hat durchweg freie Sicht. Die Belüftung war bei unseren Testbedingungen absolut zufriedenstellend. Tip-top!!

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Fazit XLC Full-Face Helm BH-F03

Der XLC Full-Face Helm BH-F03 hat in unserem Test sehr gut abgeschnitten. Der Tragekomfort ist sowohl mit als auch ohne Kinnschutz überragend, die Belüftung – zumindest bei herbstlichen Temperaturen – gut. Praktisch: 2 herausnehmbare Polstersätze in 8mm bzw. 10mm Stärke. Auch optisch hat uns der Helm- übrigens nur in der Variante matt-schwarz erhältlich – voll überzeugt. Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Cratoni Shakedown ist unseres Erachtens nicht zu leugnen – zumal das Cratoni Label an verschiedenen Stellen des Helms auftaucht ;o). Ein tolles Preis-Leistungsverhältnis – und eine klare Kaufempfehlung für Allmountain oder Endurorider, die auch mal technisch anspruchsvoller unterwegs sind.

Produktdetails XLC Full-Face Helm BH-F03

Cratoni AllSet: All Mountain Helm Test

Produktcheck: Nach der gelungenen Vorstellung des All Mountain/Enduro-Helms AllTrack im letzten Jahr hat der deutsche Helmspezialist Cratoni sein Sortiment um den AllSet erweitert. Dieser bedient die gleiche Zielgruppe wie der AllTrack, ist aber eine ganze Ecke preisgünstiger. Wir wollten natürlich wissen, wie sich der brandneue Cratoni AllSet auf dem Trail macht!

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Erhältlich ist der Cratoni AllSet in zwei Größen zu einem Preis von 99,95 Euro – und damit genau 50,00 Euro preisgünstiger als der Cratoni AllTrack. Trotz des vergleichsweise günstigen Preises geizt der im Inmolding Verfahren hergestellte Helm nicht mit zahlreichen Features. So lässt sich beispielsweise das LFS Light Fit System für einen optimierten Sitz dreifach in der Höhe verstellen. Die spezielle Downshell schützt vor Beschädigungen und erhöht somit die Langlebigkeit des Cratoni AllSet All Mountain Helms. Lästige Insekten hält das eingeschäumte Schutznetz vom Kopf fern.

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Der Blick auf die Waage zeigt bei dem uns vorliegenden Modell in der Größe S/M genau 314 Gramm. Die Passform des Helms ist großartig. Dank des LFS Light Fit System gestaltet sich die Größenanpassung denkbar unkompliziert und schnell. Der Tragekomfort verdient ebenfalls unser größtes Lob. Die Gurte sitzen perfekt, der Verschluss mit Rasterung erlaubt ein angenehmes, passgenaues Verschließen des Helms. Mit einer lässigen Handbewegung lässt sich der Verschluss schnell und ohne großes Gefriemel wieder öffnen – auch mit Handschuhen.

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Der Helm sitzt nahezu unmerklich auf dem Kopf. Nicht weniger als 14 großflächige Ventilationsöffnungen sorgen für eine gute Kühlung und Belüftung des Schädels. Zum hohen Tragekomfort trägt auch das antibakterielle CleanTex Innenfutter bei, das zum Reinigen entnommen werden kann. Der Sitz des Helms lässt keine Wünsche offen – so wie es sich für einen Helm für den Bereich All Mountain/Enduro gehört! Egal wie ruppig und schnell die Pisten sind, der AllSet sitzt wie festgenagelt auf dem Kopf.

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Um den hohen Anforderungen moderner Enduro Ridern zu entsprechen, hat Cratoni zusätzlich feine Detaillösungen in den Helm einfließen lassen. Das zweistufig arretierbare Visier zählt hier ebenso dazu wie der Kamera-Port, auf dem ein Kameraadapter fest montiert werden kann. Die Verarbeitung des Cratoni AllSet All Mountain Helms ist ebenfalls großes Kino, auch nach dem Test können wir keine Makel oder Schwachstellen feststellen.

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Fazit Cratoni AllSet All Mountain Helm

Der Cratoni AllSet überzeugt in allen Belangen! Optik, Passform, Tragekomfort und Verarbeitung sind großartig, der Helm ist definitiv jeden Cent wert! Sehr empfehlenswert!

Produktdetails Cratoni AllSet

  • Erhältlich in zwei Größen: S/M (54-58 cm), M/L (58-61 cm)
  • Vier verschiedene Ausführungen verfügbar
  • Preis: 99,95 Euro
  • www.cratoni.com

iXS Trail RS – Test Enduro-Helm Schleyer Collection

Richie Schley hat wie kaum ein anderer Rider das Biken, so wie wir es heute lieben, maßgeblich mit beeinflusst. Die Legende des Freeridens, abgelichtet auf unzähligen Titelseiten von Fachzeitschriften, trägt auch heute noch entscheidend zur Entwicklung des Bikens bei. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bekleidungsspezialisten iXS wurde der iXS Trail RS Helm entwickelt, der sich an die breite Masse der Enduro-Rider richtet.

Die teilweise technisch sehr anspruchsvollen Trails erfordern einen erhöhten Schutz, dem der iXS Trail RS gerecht werden möchte. Besonders im hinteren Kopfbereich ist der Helm sehr tief geschnitten und bietet dadurch bedeutend mehr Schutz als ein herkömmlicher MTB Helm.

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Der optisch sehr ansprechende und im Inmolding-Verfahren hergestellte Helm begeistert mit seiner matten schnörkellosen Schlichtheit, die sehr dezente farbliche Absetzung des iXS Trail RS bietet einen feinen Kontrast! In der Größe M/L bringt der iXS Trail RS etwa 330 Gramm auf die Waage und bleibt damit sogar unter dem von iXS angegebenen Gewicht von 350 Gramm +-. Ein weiches Kinnpolster gehört ebenso zur Ausstattung des Helms wie der Reflektor am Hinterkopf. Das Helmschild ist mit Schrauben montiert, bei einem Sturz mit frontal auftretenden Kräften kann das Helmschild durch einen Schlitz an der mittleren Schraube nach hinten klappen. Das Innenpolster ist mit Klett befestigt und lässt sich zum Reinigen leicht entnehmen.

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Die individuelle Anpassung des Helmes ist großes Kino! Mit dem Ergo-Fit Ultra System lässt sich die Kopfhöhe in drei Schritten einstellen und dazu noch zusätzlich mit dem Verstellrad der Kopfumfang. Der Helm kann somit perfekt den persönlichen Anforderungen entsprechend angepasst werden. Besonders bei Brillenträgern wirkt sich dieses System mit den vielen Einstellmöglichkeiten sehr positiv aus. Der Helm sitzt nach dem Anpassen wackelfrei und satt auf dem Schädel – so muss es sein! Sehr lobenswert und clever ist der Kantenschutz des Styropors. Wo bei anderen Helmen das blanke Styropor an den Kanten hervorsticht, ist diese empfindliche Kante beim iXS Trail RS mit einem Kunststoff-Kantenschutz versehen. Klasse!

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Die 22 sehr großen und gut verteilten Ventilationsöffnungen sorgen in Verbindung mit den Lüftungskanälen für eine äußerst gute Belüftung des Kopfes. Selbst bei langen steilen Uphills in der prallen Sonne wird für eine ausreichende Kühlung des Kopfes gesorgt. Was wir am iXS Trail RS Helm vermissen ist ein Insektengitter an den vorderen Ventilationsöffnungen. Der fehlende Insektenschutz ist in unseren Augen allerdings auch der einzige Kritikpunkt an dem ansonsten sehr überzeugenden Helm.

Der iXS Trail RS ist in zwei Größen und verschiedenen Farben erhältlich. Der Preis liegt bei 99,95 Euro.

Cratoni Rocket – Helm für anspruchsvolle CC-Biker und AM-Biker

Im umfangreichen Sortiment von Cratoni findet sich für jeden Bereich des Radfahrens der passende Helm. Auf Asphalt kratzende Rennradfahrer werden von Cratoni ebenso bedient wie die nach Adrenalin süchtigen Downhiller. Mit dem Cratoni Rocket spricht das deutsche Unternehmen vor allem All-Mountainbiker und anspruchsvolle CC-Fahrer an. Wir haben das gute Stück in den letzten Wochen bei unseren Ausfahrten ausreichend kennenlernen dürfen.

Ganz dem Trend folgend zeigt sich der Cratoni mit einer matten und leicht gummierten Oberfläche. Der nur etwa 230 Gramm schwere Helm ist im In-Mold-Verfahren hergestellt und erfüllt natürlich die Norm CE EN 1078. Durch den tiefen Schnitt vermittelt der Cratoni Rocket ein sehr sicheres, aber auch sehr angenehmes Tragegefühl. Der kurze Helmschirm behindert nicht die Sicht und ist zudem entfernbar. Eine Vielzahl an großflächigen Lüftungslöchern sorgen für eine angenehme Luftzirkulation, womit der Kopf auch im Sommer ausreichend gekühlt wird.

Der Cratoni Rocket lässt sich schnell und einfach individuell an den Biker anpassen. Das Anatomic Fit System von Cratoni, kurz AFS genannt, ermöglicht eine kinderleichte Anpassung mittels des Drehknopfes. Der Drehknopf im Bereich des Hinterkopfes ist gut erreichbar und auch mit Handschuhen bedienbar. Die Helmgurte lassen sich ebenfalls individuell anpassen und dank des unkomplizierten Klicksystems einfach fixieren. Beim Helmverschluss handelt es sich um ein Klickverschluss und lässt sich selbst mit Handschuhen schnell schließen und öffnen.

Bei den reflektierenden Elementen war Cratoni etwas sparsam. Diese sind zwar vorhanden, allerdings würden wir uns eine etwas weniger sparsame Verwendung wünschen. Witzig finden wir die Idee mit dem Aufbewahrungsbeutel für den Helm, der als kleiner Rucksack getragen werden kann. Ebenfalls zum Lieferumfang gehört ein Insektengitter, welches dank der Klettpunkte schnell eingesetzt werden kann. Lästiges Viehzeugs bleibt somit außen vor! Durch die Verwendung von Klettpunkten ist auch eine unkomplizierte Reinigung der Pads möglich.

Die Verarbeitung des Helms gibt ebenfalls keinen Anlass für Kritik. Der Helm ist in vier Ausführungen erhältlich, von schlicht und edel (Black-anthracite rubber) bis poppig (Blue-yellow rubber). Der Cratoni Rocket überzeugte uns im Test durch die gute und unkomplizierte Anpassbarkeit sowie das sehr gute Tragegefühl. Der Helm sitzt wackelfrei auf dem Kopf, drückt nicht und verrutscht auf bei wildesten Rides über Wurzeln nicht. Entwarnung auch für Brillenträger, das Tragen einer Brille wird nicht eingeschränkt. Unser Fazit: Sehr empfehlenswert!

Größen: S/M (53-56 cm), M/L (56-59 cm) und L/XL (58-62 cm)
Verschiedene Ausführungen erhältlich
Preis: Um die 80 Euro (Preisvergleich lohnt!)

Cratoni Miuro – Ein Helm, der (Damen-)Herzen schneller schlagen lässt!

Produktvorstellung: Der Anblick des Cratoni Miuro lässt das Herz von Bikern und Bikerinnen schneller schlagen. Der Helm wird in zwei Ausführungen angeboten, wobei wir die Version für Ladies vorliegen hatten. Das schöne Erscheinungsbild des Miuro mit den dezenten Decals gefällt auf Anhieb, selbst das Helmschild bringt sich optisch ansprechend in das homogene Gesamtbild ein. Feine farbliche Nuancen sorgen zusätzlich für ein frisches und keckes Aussehen.

Der Cratoni Miuro bietet einige sehr schöne Detaillösungen, wobei das augenscheinlichste Feature des Helmes erstmal das Rücklicht ist. Drei Leuchtdioden am Hinterkopf sorgen für ein Plus an Sicherheit im Dunkeln oder bei schlechten Sichtverhältnissen. Das abnehmbare Rücklicht bietet drei verschiedene Betriebsmodi und ist dank einer Silikonhülle wassergeschützt. Sehr einfach und unkompliziert gestaltet sich das Anpassen des Helmes an die Fahrerin. Der Verstellknopf zum Anpassen des Kopfumfanges funktioniert hervorragend, könnte aber unseres Erachtens für eine bessere Handhabung etwas größer ausfallen.

Der Helm steht Bikerinnen in drei attraktiven Ausführungen zur Verfügung: Silver-white-lime glossy (im Test), black-anthracite-purple glossy und white-silver-purple glossy. Erhältlich ist der Helm in den Größen S/M (52-55 cm) und M/L (54-59 cm). Bei uns drückte der Miuro in der Größe S/M mit knapp 235 Gramm auf die Waage. Für einen hohen Tragekomfort sorgen neben dem herausnehmbaren Cleantex-Polster die 20 großen Ventilationsöffnungen in Verbindung mit den Luftkanälen. Selbst bei hitzigen Temperaturen wird somit für eine ausreichende Kühlung des Kopfes gesorgt.

Der Helm sitzt top und verrutscht auch bei ruppigen Trails nicht. Sehr gut gefällt uns auch das Fliegengitter, welches bei Bedarf in den Helm eingesetzt werden kann. Der Verschluss des Kinnriemens ist okay, könnte aber in unseren Augen hinsichtlich der Handhabung noch verbessert werden. Die sehr gute Verarbeitung des Helmes geht Hand in Hand mit der schönen Optik, da gibt es nichts zu kritisieren. Ein Helm, der auf der Straße als auch im Gelände eine sehr gute Vorstellung abgibt! Erhältlich ist der schicke Helm zu einem Preis von 79,95 Euro.

Cratoni Shakedown – Der 2in1 Helm für Enduro-Rider

Bereits vor zwei Jahren hatten wir den 2in1 Helm Cratoni Ramp bei uns im Test. Der durch den abnehmbaren Kinnschutz wandelbare Helm eignete sich somit für die Tour als auch das härtere Gelände, wo man für jedes Plus an Sicherheit dankbar ist. Mit dem Modelljahr 2012 hat Cratoni den Shakedown als Nachfolger des Ramp ins Rennen geschickt.

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Wie schon beim Vorgänger besteht auch der Shakedown primär aus den zwei Hauptteilen Helmschale und Kinnschutz. Die optischen Veränderungen halten sich in Grenzen, womit die Verwandschaft des Shakedown zum Ramp nicht von der Hand zu weisen sind. Die optischen Veränderungen zeigen sich vor allem beim Kinnschutz und beim Helmschild, aber auch bei den Ventilationsöffnungen. Das Bruttogewicht des Helms hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert: 730 Gramm, ein nach wie vor sehr guter Wert für einen Fullfacehelm. Ohne Kinnschutz wiegt der Cratoni Shakedown 565 Gramm.

Auffallend ist das lange Helmschild, welches ohne Werkzeug stufenlos verstellbar ist. Natürlich kann das Helmschild bei Bedarf auch entfernt werden. Für Frischluft sorgen zwölf Ventilationsöffnungen in der Helmschale. Vier weitere Ventilationsöffnungen kommen mit dem Kinnschutz dazu. Die Ventilationsöffnungen des Kinnschutzes sind mit einem Metallgitter versehen. Montieren bzw. demontieren lässt sich der Kinnschutz mit vier Schrauben – hierfür benötigt man einen 4 mm Innensechskantschlüssel. Die großen Schrauben sind eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängerhelm mit den damals verwendeten unpraktischen kleinen Schrauben. Perfekt wäre natürlich eine werkzeugfreie Montage bzw. Demontage.

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Das Einsatzgebiet des Cratoni Shakedown mit dem tiefgezogenen Nackenbereich ist weit gesteckt, allerdings mit leichten Kompromissen behaftet. Ohne Kinnschutz und Helmschild lässt sich der Shakedown hervorragend als Dirthelm einsetzen. Wie diese auch bietet der Cratoni Shakedown kein Kopfband zum Anpassen. Für die Anpassung an den Kopf dienen lediglich die beigelegten Schaumstoffpads. Das Kinnband und die Gurtbänder lassen sich sehr gut einstellen. Der Klickverschluss ist einfach zu bedienen, sogar mit Handschuhen. Die Helmschale sitzt gut, perfekt fixiert wird der Helm allerdings erst durch den Kinnsschutz.

Wie schon beim Vorgängermodell kann uns auch beim Shakedown die Belüftung nicht ganz zufriedenstellen. Als „reiner“ Tourenhelm ist der Shakedown auf unserem Kopf dadurch nur bedingt tauglich, allerdings liegt der Schwerpunkt des Cratoni Shakedown bei Enduro- und Freeridetouren mit wechselndem Gelände – und hier zählt neben der Verwandlungsfähigkeit der Schutz. Als Fullfacehelm vermag uns der Cratoni Shakedown zu begeistern, wenngleich der Kinnschutz nicht die Steifheit des Kinnschutzes eines Cratoni Interceptors aufweisen kann. Wer nur im Bikepark unterwegs ist, sollte direkt zum letztgenannten Carbon-Glasfaserhelm greifen.

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Selbstverständlich finden sich am Helm keine scharfe Kanten und böse Ecken. Das Gesichtsfeld, auch beim Einsatz des Shakedown als Fullfacehelm, ist sehr groß und bietet freie Sicht. Das Tragen einer Brille oder einer Goggle bereitet keinerlei Probleme. Die Schaumstoffpads als auch der Wangenschutz sind entnehmbar und waschbar. Die Polsterung macht einen guten Eindruck, sogar an einen Nackenschutz wurde gedacht. Wer bevorzugt Touren in anspruchsvollem Gelände mit wechselhaften Gegebenheiten fährt, ist mit dem Cratoni Shakedown sicherlich sehr gut beraten. Leider löste sich bei uns im Test eine der vier Kontermuttern des Kinnschutzes.

Farben: Verschiedene Farben/Designs erhältlich
Preis: 99,95 Euro

Uvex XP CC – Der „All Mountain“ unter den Radhelmen – Test

Die Entwicklung beim Mountainbike nimmt keine Ende – im Gegenteil! Die Ansprüche an die Bikes und die Fahrer wachsen im gleichen Verhältnis wie die entsprechenden Unterrubriken des Bikens. Die Downhiller finden ein ebenso reichhaltiges Angebot an Bekleidung vor wie die Freerider oder die Dirter. Stiefmütterlich wurde bisher immer das Thema All Mountain Zubehör behandelt, war doch der Biker zwischen den Kategorien XC und Enduro hin- und hergerissen. Uvex hat mit dem uvex xp cc Radhelm einen Helm auf den Markt geworfen, der unserer Ansicht nach perfekt zum All Mountain passt!

Der uvex xp cc ist direkt in drei Ausführungen erhältlich: Black mat, black-red mat/shiny und white-petrol/shine, welchen wir im Test hatten. Auffallend ist der weit nach unten gezogene Hinterkopfbereich – in dieser Form kannten wir es bis jetzt mehr von Enduro-Helmen. Das Problem war bisher meist die unzureichende Belüftung – ein großes Problem bei schweißtreibenden Aktionen, die im Bereich AM ja doch häufiger vorkommen! Beim uvex xp cc sorgen große und sinnig angeordnete Belüftungslöcher für ausreichend Kühlung – und das von allen Seiten! Wir waren während des Tests von der Belüftung sehr angetan – ebenso wie von der hervorragenden Passform. Der Verschluss lässt sich einfach und mit Handschuhen bedienen.

Der Helm sitzt wirklich überraschend gut, druck- und wackelfrei auf dem Kopf. Man hat geradezu das Gefühl im Helm zu versinken. Die Anpassung des uvex xp cc geschieht schnell und unkompliziert – schneller hatten wir noch nie einen Helm angepasst! Mit einem Gewicht von 254 Gramm bleibt der Helm sogar noch leicht unter der Gewichtsangabe von uvex (260 Gramm). Der Helm wird natürlich mit dem Inmould-Verfahren hergestellt und entspricht natürlich der CE EN 1078. Der Wohlfühl-Faktor wird durch Insektengitter in den vorderen Belüftungslöchern und der wechselbaren Innenausstattung erhöht. Das Ganze verpackt uvex in einer äußerst dekorativen matten Schale, denn auch ein All Mountainbiker möchte lässig aussehen!

Wir wollen den Einsatzbereich des uvex xp cc allerdings nicht nur auf den Bereich All Mountain festlegen. Auch der Endurist findet mit diesem Radhelm einen optimalen Helm für seine Ansprüche! Die sehr gute Passform, die überzeugende Verarbeitung und die herausragende Qualität des Helmes verdienen höchstes Lob! Für die etwas über 250 Gramm muss man allerdings knapp 90 Euro auf die Ladentheke legen – eine Investition, die sicherlich lohnt!

Größe: 55-60
Preis: 89,95 Euro