Schwalbe X-One Speed (HS 483) Dauertest: Eifel-Express im Schnäppchen-Check

Wer sein Gravelbike für die anspruchsvollen Wege der Eifel rüstet, muss nicht immer tief in die Tasche greifen und das neueste High-End-Material kaufen. Im Online-Handel und bei Restposten-Händlern taucht aktuell immer wieder ein alter Bekannter zu echten Kampfpreisen auf: der Schwalbe X-One Speed mit dem bewährten Profil HS 483. ​Wir haben den Reifen in unserem Archiv – gefahren von unserer unvergessenen Gravelspezialistin Andrea (Kimpi), hat dieses Modell nichts geschenkt bekommen.

Eifel-Express im Schnäppchen-Check: Dauertest Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Schwalbe X-One Speed: wenig Widerstand, überraschender Grip

​Schaut man sich das HS 483 Profil aus der Nähe an, fällt sofort die flache, runde Anordnung der Profilblöcke auf der Lauffläche auf. Schwalbe setzt hier auf flache Multi-Rip-Blöcke, die auf hartem Untergrund und trockenem Schotter für einen extrem geringen Rollwiderstand sorgen. Man fliegt förmlich über die Waldwege. ​Für die nötige Sicherheit in den Kurven sorgen die etwas ausgeprägteren Stollen an den Reifenflanken. Gerade auf losem Untergrund krallen sich diese Stollen in den Boden, sobald man das Bike in die Kurve legt. ​Dass es sich beim X-One Speed um einen reinrassigen Rennreifen handelt, spürt man, sobald sich das Wetter ändert. Solange es trocken ist, glänzt das feine Profil. Sobald aber Regen einsetzt und die tiefen Waldböden in matschige Rutschbahnen verwandelt, schwindet der Grip im Gelände spürbar. Die flach profilierte Lauffläche bietet dann kaum noch Führung.

Der Schlüssel zum Erfolg: der richtige Luftdruck

Als waschechter Cross-Reifen ist der X-One Speed traditionell in der schmalen Wettkampfbreite von 33 mm (33-622) erhältlich. Wer den Komfort eines fetten 45 mm Gravelreifens sucht, wird daher definitiv Dämpfung vermissen. Der Reifen will aktiv und präzise gefahren werden. ​Weil der Reifen recht schmal ausfällt, ist der richtige Luftdruck extrem wichtig. Schwalbe gibt hier einen Bereich von 2,8 bis 4,8 Bar an. Wer den Reifen mit Schlauch fährt, sollte sich eher im mittleren bis oberen Bereich bewegen, um Durchschläge (Snakebites) auf groben Wegstrecken zu vermeiden. ​Seine wahre Stärke spielt der Reifen aus, wenn er tubeless gefahren wird. In dem Fall kann der Druck im Gelände getrost bei 3 Bar oder sogar knapp darunter liegen. Das erhöht die Reifenauflagefläche massiv, bringt den nötigen Komfort zurück ins Cockpit und bietet auch auf feuchtem Untergrund mehr Grip.

​Schwalbe X-One RS Evolution Super Race: Der Nachfolger

​Auf der Waage kann der Pneu seine Herkunft aus dem Rennsport nicht verleugnen: In der klassischen Evolution-Variante wiegt der Reifen gerade einmal schlanke ca. 380 Gramm. Das ist im Vergleich zu typischen, schweren Gravel-Reifen (die oft bei 450 bis 550 Gramm liegen) eine echte Ansage und sorgt für eine spürbar agilere Beschleunigung am Berg. ​Wer den Reifen heute nicht mehr als Restposten ergattern kann, findet die moderne Weiterentwicklung dieses Konzepts unter neuem Namen im Laden: Schwalbe X-One RS Evolution Super Race. Er setzt auf eine nochmals überarbeitete, schuppenartige Lauffläche und die modernere Addix-Race-Gummimischung samt „Super Race“-Karkasse für ein noch geschmeidigeres Abrollverhalten. Das extrem niedrige Gewicht von rund 380 Gramm ist geblieben.

Fazit Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Wer den Schwalbe X-One Speed (HS 483) als günstiges Schnäppchen im Netz entdeckt, kann für die trockene Saison, das späte Frühjahr und den goldenen Herbst bedenkenlos zugreifen. Kein Reifen für den tiefen Wintermatsch, aber eine absolute Rakete für schnelle, sportliche Runden in Mittelgebirgen wie der Eifel – und der Beweis, dass man nicht immer das teuerste und neueste Modell braucht, um brutalen Vortrieb und ordentlich Grip zu haben.

Werkstatt: Ergonomie von Gravel- und CX-Bikes verbessern

Plagende Rückenschmerzen, ein steifer Nacken oder ein schmerzendes Gesäß können selbst bei epischsten Ausfahrten das Fahrvergnügen ordentlich ausbremsen. Um langfristig mit dem Gravel- oder CX-Bike Spaß zu haben, sollte daher der Komfort nicht zu kurz kommen. Mit dem Lenker, dem Sattel und den Pedalen hat der Biker lediglich drei Kontaktpunkte zum Fahrrad. Wir wollen uns die „Problemstellen“ genauer anschauen und zeigen, wie Ihr an Eurem Gravel- und CX-Bike die Ergonomie für ein Plus an Fahrkomfort verbessern könnt.

Unterschiedliche Lenkermodelle: Vorne Gravel Lenker, hinten herkömmlicher Rennradlenker

Der Fahrradsattel

Viele Radfahrer plagt das Problem, dass auf längeren Touren irgendwann das Gesäß bzw. der Genitalbereich taub wird oder gar schmerzt. Abhilfe schafft hier oftmals ein ergonomisch angepasster Sattel. Wichtig sind grundsätzlich – und das gilt für alle Fahrrad-Sättel – der angedachte Einsatzbereich und die optimale Größe. Die benötigte Sattelbreite ist wiederum abhängig von den Sitzknochen. Anhand der Körperstatur lässt sich die ideale Breite des Sattels allerdings nicht festlegen. Für Online-Shopper besteht bei den Versendern meist die Möglichkeit, Sattelbreite und Modell aufgrund der Körpermaße und des Fahrstils unkompliziert berechnen zu lassen. Eine noch komfortablere Bestimmung des Sitzknochenabstandes bietet der Sattelspezialist Ergon an: Im Laden können Kunden hierfür auf die Messung mit einem digitalen Messgerät zurückgreifen. Fachhändler vor Ort sind ebenfalls eine sehr gute Anlaufstelle für den Kauf eines Sattels – inklusive einer ordentlichen Beratung. Ist der Abstand bekannt, kann basierend darauf schnell der individuell passende Sattel ermittelt werden. Bei der nachfolgenden Montage des neuen Sattels ist unbedingt auf die richtige Einstellung zu achten.

Ergonomischer Rennradsattel der Marke Ergon

Faustregel: Je aufrechter die Sitzhaltung, desto stärker liegen die Probleme im Sitzbereich. Je geneigter die Sitzposition, desto mehr verlagern sich die Schmerzen nach vorne in Richtung Genitalbereich. Rennradsättel sind aufgrund der geneigteren Sitzhaltung schmaler ausgeführt, der Sattel am Touren-MTB muss wegen der aufrechteren Sitzposition mehr Körpergewicht tragen und deshalb mehr Fläche bieten.

Der Lenker

Einschlafende Hände oder kribbelnde Finger sind ebenfalls häufig beklagte Probleme. Der Lenker und sogar das Lenkerband haben einen entscheidenden Einfluss auf den Fahrkomfort. Bei körperlichen Problemen gilt es daher, die Handgelenke und Karpaltunnel zu entlasten. Wenn das Handgelenk abknickt, steigt das Risiko für einschlafende Hände. Die richtige Sitz- und Griffposition entlastet Arme, Nacken und Schulterbereich gleichermaßen. Die meisten Gravel-Bikes kommen bereits serienmäßig mit einem sogenannten Gravel Lenker. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Rennradlenker verfügen Gravel Lenker über einen ausgestellten Unterlenker. Diese Ausstellung wird im Fachjargon „Flare“ genannt und fällt je nach Modell und Hersteller mehr oder weniger ausgeprägt aus. Lenker mit Flare bieten eine weitaus angenehmere Griffhaltung und entlasten die Handgelenke. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Lenker neben dem Plus an Komfort auch wesentlich mehr Kontrolle auf ruppigeren Wegstrecken bieten.

Gravel Lenker von Rose
Der „nackte“ Rose Race Attack Gravel-R Lenker mit großer Auflagefläche am Oberlenker (noch) ohne Lenkerband

Wie unterschiedlich die Gravel Lenker ausfallen können, zeigt ein Blick auf drei Modelle – im Handel sind natürlich viele weitere Modelle und Ausführungen verfügbar. Einen besonders preiswerten Gravel Lenker bietet die Decathlon Eigenmarke B’Twin an. Der Flare des 440 mm breiten Lenkers beträgt 16°, weitere Ausstattungsmerkmale sind 70 mm Reach und 130 mm Drop. Der kurze Reach sorgt für eine aufrechtere Sitzposition, Drop gibt den Abstand zwischen Oberlenker und Unterlenker an. Extrem breit aufgestellt ist der Acros Gravel Lenker mit 25° Flare. Am Oberlenker misst der Lenker ebenfalls 440 mm, der Reach fällt mit 55 mm noch kürzer aus. Der Abstand zwischen Ober- und Unterlenker beträgt 129 mm. Die goldene Mitte zwischen den beiden genannten Modellen – auch preislich – trifft der Rose Race Attack Gravel-R Lenker. Die technischen Daten des Lenkers lassen sich wie folgt zusammenfassen: 440 mm Breite, 21° Flare, 138 mm Drop und 87 mm Reach. Der Lenker verfügt zudem über eine große Auflagefläche am Oberlenker, eine 10° Kröpfung nach vorne (Frontsweep) sowie eine 5° Kröpfung nach unten (Downsweep) – wertvolle Eigenschaften, die den Griffkomfort zusätzlich steigern.

Gravel Lenker mit ergonomischer Handauflage
Lenker mit ergonomischer Handauflage, das Gel-Komfort-Lenkerband minimiert Vibrationen

Faustregel: Je kürzer der Reach, desto aufrechter die Sitzposition.

Der Vorbau

Zu den elementaren Bestandteilen der Lenkzentrale gehört natürlich auch der Vorbau. Bedarf der Umbau eines Lenkers noch ein wenig Zeit und Hingabe, kann der Austausch des Vorbaus mit nur wenigen Handgriffen erfolgen. Im Handel finden sich eine Vielzahl an unterschiedlichsten Modellen und Ausführungen. Wer lediglich die Höhe des Lenkers ändern möchte, kann dies eventuell sogar mit dem am Fahrrad verbauten Spacern (die „Platzhalter“ unter und/oder über dem Vorbau). Sollte dies nicht möglich sein oder weiterreichende Eingriffe bezüglich der Sitzposition gewünscht werden, kommt nur ein anderer Vorbau in Frage. Doch auch hier kann eventuell die bereits verbaute Komponente verwendet werden. Sollte es sich nicht um eine 0° Ausführung handeln und der Vorbau zudem negativ montiert sein (also nach unten zeigen), kann dieser natürlich umgedreht montiert werden. Beachtet werden sollte unbedingt, dass jegliche Änderungen an der Lenkzentrale auch Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben.

Kürzerer und steilerer Vorbau mit unten liegenden Spacern

Faustregel: Ein kürzerer und/oder höherer Vorbau sorgt für eine aufrechtere Sitzhaltung.

Lenkerband und Reifen

Es hört sich fast marginal an, doch auch mit dem Lenkerband könnt Ihr Einfluss auf den Fahrkomfort nehmen. Gel-Komfort-Lenkerbänder reduzieren die auf Finger und Handgelenk wirkenden Vibrationen und dämpfen leichte Stöße. Nebenbei bieten Lenkerbänder aufgrund der vielen erhältlichen Farbvariationen und Designs eine preisgünstige Möglichkeit der optischen Individualisierung des Bikes. Ein Blick lohnt auch auf die Reifen. Die am Gravel-Bike verbauten breiteren Reifen gewährleisten nicht nur mehr Grip und Traktion, sondern auch eine verbesserte Dämpfung gegenüber herkömmlichen Rennrad- und CX-Reifen. Wer auf einen breiteren Reifen umsteigen möchte, sollte natürlich nicht die Reifenfreiheit des Rahmens aus den Augen verlieren. Während Gravel-Bikes von Haus aus bereits für breitere Reifen ausgelegt sind, kommen CX-Bikes oftmals noch mit schmalem Hinterbau. Bei den Gabeln gibt es meist weniger Probleme.

Gravel Reifen
Breitere Gravel Reifen wie hier der Maxxis Ravager (700x40c) sorgen für ein Plus an Dämpfung

Faustregel: Eine voluminöse Bereifung bietet mehr Komfort, allerdings müssen die Gabel bzw. der Rahmen für die Verwendung eines breiteren Reifens vorgesehen sein.

Alle Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!

Triban RC 520 Gravel: Das erste Gravel-Bike von Decathlon im Test

Vor etwa einem Jahr launchte das französische Unternehmen Decathlon die neue Rennradmarke Triban. Im Sortiment für komfort-orientierte Fahrer findet sich auch das Triban RC 520 Gravel, das erste Gravel-Bike der Marke. Mit einem Preis von 999,99 Euro setzt Decathlon den Preis erneut sensationell niedrig an. Kann das Triban RC 520 Gravel aber in der Praxis überzeugen?

Triban RC 520 Gravel

Mit der Schaffung vieler kleiner Eigenmarken hat Decathlon die ideale Basis geschaffen, noch individueller auf die unterschiedlichen Anforderungen verschiedenster Sportarten einzugehen. Vor etwa einem Jahr holte das französische Unternehmen erneut zum Schlag aus und launchte direkt zwei neue Rennradmarken. Unter dem Markennamen Triban finden sich Rennräder, bei denen Komfort auch auf längeren Strecken im Vordergrund steht. Ambitionierte Sportlerbedürfnisse bis hin zum Wettkampf deckt hingegen die Marke Van|Rysel ab.

Die neuen Triban RC Road-Cycling Modelle sollen sowohl Einsteiger als auch Allrounder ansprechen. Mit Preisen ab 259,99 Euro setzt die französische Marke die Mitbewerber natürlich mächtig unter Druck. Auch beim Triban RC 520 Gravel, dem einzigen Gravel-Bike im Sortiment, setzt Decathlon mit 999,99 Euro den Preis sensationell niedrig an. Für das Geld bekommt der Käufer ein optisch sehr ansprechendes und durchdacht designtes Rennrad, selbst der Blick auf die verbauten Parts weiß zu begeistern.

Triban RC 520 Gravel

Herzstück des Triban RC 520 Gravel ist der Triban-Evo-Rahmen aus 6061 T6 Aluminium. Hierbei handelt es sich um den gleichen Rahmen wie bei den Rennrädern RC 500/520. Das Gravel-Bike profitiert somit von einer dem gewünschten Einsatzbereich nicht unbedingt abträglichen Touren-freundlichen Geometrie mit vergleichsweise kurzem Oberrohr und höherem Stack. Die verbaute Triban-Evo-Gabel verfügt über Carbon-Holme und einen Alu-Schaft. Komplettiert wird der positive Eindruck durch die Möglichkeit des Anbringens von Schutzblechen und Gepäckträgern.

Ausgelegt ist der Triban-Evo-Rahmen für Reifen bis 36 Millimeter, das ist schon recht knapp bemessen und schränkt letztendlich die Auswahl an möglichen Gravel-Reifen enorm ein. Von Werk aus rollt das Decathlon Gravel-Bike auf Hutchinson Override 35 Reifen. Obwohl die Pneus samt den Triban Laufrädern Tubeless Ready sind, kommt das RC 520 Gravel serienmäßig mit Schläuchen. Ein Umbausatz mit Tubeless-Ventilen, Felgenbändern und Pannenschutzflüssigkeit ist auf Wunsch allerdings optional erhältlich.

Beim Schalten kann sich der Fahrer auf die Zuverlässigkeit der bewährten Shimano 105 R7000 Gruppe verlassen. Aus dieser stammen Schalthebel, Umwerfer und Schaltwerk. Ausgestattet mit zwei Kettenblättern (50/34) und 11/32 Kassette stehen 22 Gänge mit einem recht breiten Übersetzungsbereich zur Verfügung. Selbst steilere Anstiege im Mittelgebirge lassen sich so noch bewältigen. Über die präzisen Schaltvorgänge müssen angesichts der verbauten Komponenten keine Worte verloren werden – die Schaltung funktioniert einfach!

Triban RC 520 Gravel

Ebenso souverän wie die Schaltung präsentieren sich auch die Bremsen. Im Gegensatz zu den rein mechanischen Scheibenbremsen, die normalerweise in dieser Preisklasse (mit Tendenz nach oben) verbaut werden, setzt Decathlon hier auf die TRP HY/RD mit hydraulischen Kolben. Die Ansteuerung der semi-hydraulischen Bremse erfolgt wie gewohnt per mechanischem Bremszug. Bremsverhalten, Dosierbarkeit und Biss wissen zu überzeugen, selbst bei längeren Abfahrten konnten wir keine nachlassende Bremsleistung oder ein Fading feststellen.

Ausgerüstet mit diesem soliden Ausstattungspaket können mit dem RC 520 Gravel jegliche Ziele anvisiert werden – und bekanntlich ist der Weg das Ziel! Angesichts der Tatsache, dass der Rahmen von den Rennrad-Modellen RC 500/520 stammt, verwundern auch nicht die Fahreigenschaften. Das Fahrverhalten erinnert tatsächlich sehr an das von Endurance-Rennrädern. Das Triban liegt stabil in der Spur und lässt auch bei höheren Geschwindigkeiten keine Nervosität aufkommen. Die vom Fahrer eingesetzte Energie wird bemerkenswert energisch in Vorwärtsdrang umgewandelt.

Der steile Lenkwinkel und die kurzen Kettenstreben sorgen indes für Agilität: Das Triban RC 520 Gravel lässt sich recht geschmeidig um Ecken lenken. Der Triban-Gravel-Lenker gewährleistet mit 16° Flare eine gute Haptik, ausreichend Griffkontrolle und hohen Komfort. Selbst längere Strecken ließen sich dank der Komfort-Geometrie des Rahmens und der verbauten Lenkzentrale entspannt zurücklegen. Sowohl auf Asphalt als auch auf Schotterpisten begeistern die Laufruhe und die gute Beherrschbarkeit des Gravel-Bikes.

Triban RC 520 Gravel

Wer einen Abstecher durch den Wald machen möchte, sollte dies nicht unbedingt nach ausgedehnten Regenphasen einplanen. Auf schlüpfrigem Untergrund kommen die Hutchinson Override 35 Reifen leider sehr schnell an ihre Grenzen, bei der Traktion ebenso wie beim Grip. Mehr Volumen, ein Plus an Breite und eine stärkere Profilierung würde ambitionierten Gravel-Bikern entgegenkommen. Stark sind die Pneus allerdings auf Asphalt, von der Haftung als auch vom Rollverhalten.

Fazit Triban RC 520 Gravel

Das Triban RC 520 Gravel ist ein absoluter Preisknaller! Das erste Gravel-Bike von Decathlon bereitet mächtig Fahrspaß und stellt dank der sehr soliden Ausstattung auch auf längere Sicht eine gute Investition dar. Wir würden uns im Bereich Gravel allerdings etwas mehr Reifenfreiheit für voluminösere Reifen wünschen. Steckachsen wären zwar zeitgemäß und sinnvoll, sind aber angesichts des Preises sicherlich nicht zwingend erforderlich. Vorbildlich: Decathlon gewährt auf Rahmen, Vorbau und Lenker eine lebenslange Garantie.

Produktdetails Triban RC 520 Gravel

  • Verfügbare Größen: XS bis XL
  • Gewicht: Etwa 10,5 Kilogramm (Größe M ohne Pedale)
  • Preis: 999,99 Euro
  • Web: www.decathlon.de

Datenblatt / Geometrie Triban RC 520 Gravel*

GrößeXSSMLXL
Sitzrohr (mm)450480500520530
Oberrohr (mm)515530548564580
Steuerrohr (mm)115130155185215
Lenkwinkel69,8°70,8°71,5°73,0°73,0°
Sitzwinkel75,0°74,5°73,5°73,5°73,0°
Kettenstreben (mm)425425425425425
Radstand (mm)101010121014,510161026
Stack (mm)524542569603633
Reach (mm)375380379385386
Vorbau (mm)8080100110120
Kurbellänge (mm)170170172,5175175

*Herstellerangaben

Focus Mares Ultegra Cyclocross Bike im Test: Die Schlammschlacht möge beginnen!

Test: Kaum eine Fahrradmarke ist so sehr mit Cyclocross Tradition behaftet wie Focus. Mitgründer der Premiummarke war niemand Geringerer als Mike „The Bike“ Kluge, seines Zeichens mehrmaliger Deutscher Meister sowie Weltmeister 1992 im Querfeldein. Bereits von Anfang an flossen die wertvollen Erfahrungen des Cross-Spezialisten in die Produkte ein. Das aktuelle Focus Mares kann somit auf 25 Jahre Erfahrung im Bereich CX zurückgreifen. Unser Begleiter im herbst- und winterlichen Matsch war das Focus Mares Ultegra. Die Schlammschlacht konnte beginnen!

Die Premiummarke Focus gibt sich beim Mares ziemlich selbstsicher. Eingestuft als DIE Referenz im Cyclocross ist auch das Einsatzgebiet eindeutig definiert: Cyclocross Wettbewerbe. Entwickelt wurde das Focus Mares für Racer, die sich ein robustes und für extreme Anforderungen optimiertes CX Bike wünschen. Tatsächlich weist die Rennfeile sehr durchdachte Detaillösungen auf, die erst auf dem zweiten Blick auffallen. Die Mares Serie umfasst insgesamt acht Modelle, uns stand für den Test das Focus Mares Ultegra zur Verfügung. Mit einem Preis von 2.999,00 Euro immerhin das zweitteuerste Modell der Mares Reihe.

Das Focus Mares Ultegra baut auf einem leichten Carbon-Rahmen mit Vollcarbon-Gabel auf. Ausgestattet ist der Rennhobel der Bezeichnung entsprechend mit der Shimano 6800 Ultegra Schaltgruppe sowie Shimano Ultegra RS685 Scheibenbremsen. Bei der Lenkzentrale setzt Focus auf Aluminium: Verbaut sind BBB Deluxe Vorbau und Lenker. Die Carbon-Sattelstütze CPX Plus stammt ebenfalls aus dem Hause BBB. Auf die DT Swiss P1850 Spline Disc-Laufräder sind Continental Cyclo-X King 700x35C Faltreifen aufgezogen. Der Blick auf die Waage zeigt bei unserem Testbike in der Größe M ohne Pedale ein Gewicht von knapp 8,5 Kilogramm.

Die feine Optik geht einher mit einer exzellenten Verarbeitung des Rahmens und der Gabel. Bei genauerer Betrachtung fallen zudem zwei Detaillösungen auf: Die Focus R.A.T. Steckachsen und der Focus CX Chainguide. Der Hersteller verspricht mit der patentierten Steckachse einen Radwechsel in unter zehn Sekunden – und damit verspricht Focus in der Tat nicht zu viel! Schneller geht es auch nicht mit Schnellspannern! Ebenfalls top ist der eigens von Focus entwickelte CX Chainguard, der effektiv das Herunterfallen der Kette im rauen Gelände verhindert. Nicht zu verachtende Features, die im Wettkampf über Sieg oder Niederlage entscheiden können!

Die Steifigkeit und die aggressive Rahmengeometrie mit dem kurzen Oberrohr verleihen dem Focus Mares ein extrem agiles und präzises Handling. Unterstützt wird das direkte, willige Fahrverhalten durch eine extrem sportliche Sitzhaltung mit deutlicher Sattelüberhöhung. Pfeilschnell lässt sich das Mares durch enge Kehren jagen, Lastwechsel werden mit Bravour gemeistert. Die Verspieltheit des Bikes geht nicht zu Lasten eines souveränen Geradeauslaufs. Ebenfalls richtig Spaß bereitet der Vortrieb – das Mares hängt mächtig gut an der Kette. Jeden Druck auf das Pedal belohnt das CX Bike durch Schub. Die 2-fach Schaltung mit 46/36 Zähnen und 11 bzw. 22 Gänge (11/28) decken einen breiten Übersetzungsbereich ab, lediglich an sehr steilen Rampen könnte die Übersetzung etwas kürzer sein.

Das feine Handling geht Hand in Hand mit einer äußerst präzise arbeitenden Bremsanlage. Punktgenau lässt sich das Mares verzögern und in die Kurven drücken. Die grobstollige Continental Bereifung beißt sich regelrecht im Untergrund fest und gewährleistet maximalen Speed bei jeglichen Wetterbedingungen. Erstaunlich ist, dass die Bereifung vom Rollverhalten sogar auf Asphalt überzeugen kann. Hier konnten wir eine weitere Stärke des Focus Mares ausmachen: Touren! Obwohl das Bike für die Rennstrecke entwickelt wurde, lassen sich komfortabel Kilometer machen. Somit ist das Focus Mares Ultegra auch eine sehr gute Alternative für Rider, die auf der Suche nach einem sehr sportlichen Gravel-Bike sind. Für CX Racer ist dieses Bike ohnehin erste Wahl!

Fazit Focus Mares Ultegra

Das perfekte CX Bike für alle Rider, die keine Zeit verlieren wollen – egal ob beim Rennen oder Training! Doch trotz der ausgeprägten Race-Gene lassen sich mit dem Focus Mares Ultegra im Rahmen einer Gravel-Tour mächtig Kilometer klotzen. Chapeau!

Produktdetails Focus Mares Ultegra

  • Verfügbare Größen: XS, S, M, L, XL und XXL
  • Farbe: Carbon/White
  • Gewicht ohne Pedale: Etwa 8,5 Kilogramm (Gr. M)
  • Preis: 2.999,00 Euro
  • Web: www.focus-bikes.com

Datenblatt / Rahmengeometrie Focus Mares Ultegra*

  XS S M L XL XXL
Rahmenhöhe (mm) 480 510 540 560 580 600
Oberrohr (mm) 523 534 544 555 565 577
Lenkwinkel (°) 70 70 70,5 71 71 71,5
Sitzwinkel (°) 73,5 73,5 73,5 73,5 74,5 74,5
Kettenstrebenlänge (mm) 425 425 425 425 425 425
BB Drop (mm) 65 65 65 65 65 65
Steuerrohr (mm) 110 120 130 140 150 160
Gabeleinbaulänge (mm) 399 399 399 399 399 399
Gabelvorbiegung (mm) 45 45 45 45 45 45
Radstand (mm) 1003 1015 1020 1027 1037 1045
Stack (mm) 526 536 547 559 568 579
Reach (mm) 367 375 382 390 397 405

*Herstellerangaben

Rose Pro Cross Force: Das Multifunktionstool für Waldarbeiter im Test

Test: Jedes Jahr aufs Neue läutet die nasskalte Jahreszeit die Cyclocross-Saison ein. Waren die Rennräder für das Grobe früher eher nur bei eingefleischten Querfeldeinfahrern angesagt, nutzen immer mehr Radfahrer die Vorzüge dieser besonderen Fahrradspezies. Das Bocholter Unternehmen Rose Bikes agiert bereits seit vielen Jahren sehr aktiv im Cyclocross-Bereich. Mit der Rose Pro Cross Serie wird die ohnehin schon breit ausgelegte Palette um einen weiteren Spezialisten für Schlamm, Dreck und Schotter erweitert. Wir hatten das Top-Modell der Serie, das Rose Pro Cross Force, bei uns in der Eifel im Test.

Was macht einen Cyclocrosser aus? Ein Motto vereint auf jeden Fall alle Cyclocross-Bikes: Mit Vollgas über Stock und Stein, egal bei welchem Wetter. Dass die nasskalte Jahreszeit als Hauptsaison gilt, mag angesichts der Bedingungen zwar einleuchtend sein, aber wir sehen das Cyclocross-Bike unbedingt als Ganzjahres-Bike. Auch der Einsatzbereich ist gar nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Tatsächlich stammt das Cyclocross-Bike aus dem Rennsport, doch immer mehr Fahrer verlangen einen Allrounder. Eine Gratwanderung für Hersteller, die natürlich alle Lager bedienen wollen. Wir gehören zu der Gattung Radfahrer, die einen Allrounder für das ganze Jahr bevorzugen, weniger ein kompromissloses, reinrassiges Race-Bike ausschließlich für Querfeldein-Rennen. Wir haben das Rose Pro Cross Force in der Eifel getestet, einer Region mit vielen Facetten. Somit musste das Bike nicht nur Feld- und Forstwege über sich ergehen lassen, sondern auch mit Wurzeln gespickte Singletrails.

Das Rose Pro Cross Force ist das Top-Modell der Pro Cross Reihe, die im Bereich Cyclocross alleine schon bei Rose mit den Serien Gravel, Pro DX Cross, Team DX Cross und Xeon Cross konkurriert. Die Bocholter Bikeschmiede bietet die Pro Cross Serie unter dem Leitsatz „Des Waldarbeiters Multifunktionstool“ an – ein Motto, das auf uns kaum passender zutreffen könnte. Der Einsatzbereich des Allrounders ist mit Schotter, Dreck und Asphalt angegeben – auch das passt für uns perfekt! Es wurde also höchste Zeit für einen Test. Die Ausstattung des Top-Modells kann sich wahrlich sehen lassen. Der Rahmen aus 6061 T6 Ultralight Aluminium wird durch eine Vollcarbon-Gabel, DT Swiss P1750 Spline Disc Laufräder, Schwalbe X-ONE Reifen und einen Ergon SMC-40 Sport Gel Sattel komplettiert. Der Bezeichnung entsprechend finden SRAM Force Schaltungskomponenten sowie Kurbel und Bremsen aus gleicher Serie Verwendung.

Eine Feinabstimmung des gewünschten Bikes ermöglicht der Rose Online-Konfigurator. Hier lässt sich beispielsweise dem bevorzugten Einsatzbereich entsprechend die Übersetzung anpassen. Zu einem Grundpreis von 1.999,00 Euro bekommt der Käufer ein schön geschnürtes Gesamtpaket, das auch optisch überzeugen kann. Der mit nur etwa 1390 Gramm Gewicht bezifferte Rahmen besticht durch eine makellose Optik. Alleine schon die nahtlosen Übergänge zeugen von der Detailverliebtheit der Rose Rahmendesigner. Der Freiraum der Reifen ist großzügig dimensioniert – laut Hersteller sollen so Reifenbreiten bis 42 mm möglich sein. Die innen verlegte Zugführung sorgt für eine aufgeräumte, cleane Optik. Die Vollcarbon-Gabel kommt selbstverständlich mit 15 mm Steckachse, hinten versieht ein Schnellspanner seinen Dienst. Für Alltagsradler dürften sicherlich die Anschraubpunkte für Gepäckträger, Schutzbleche und Ständer interessant sein.

Beim Fahren punktet das Rose Pro Cross Force mit einem enorm starken Vortrieb. Der steife Rahmen sorgt in Verbindung mit der SRAM Force Kurbel für eine optimale Umsetzung der Kraft. Die sportlich-komfortable Sitzposition erlaubt ein effizientes Pedalieren, bei steilen Anstiegen im Wiegetritt und im Sprint kann die Seitensteifigkeit ebenfalls ihre Stärken voll ausspielen. Auffallend ist aber nicht nur der Vortrieb, sondern auch die enorme Laufruhe, mit der die Rose Ingenieure das Rose Pro Cross bedacht haben. Auf ruppigen Waldwegen zieht der Cyclocrosser ebenso sauber seine Linie wie bei Full-Speed auf Asphalt bergab. In schnellen Serpentinenkehren lässt sich das Rose Pro Cross schnell und souverän um die Ecken manövrieren. Das agile Handling gefällt, zeigt sich aber nicht ganz so verspielt wie bei anderen Cyclocrossern aus gleichem Hause. Der recht lange Radstand spielt hierbei ebenso eine Rolle wie der lange Reach. Die Ergonomie der Lenkzentrale lässt keine Wünsche offen: Angefangen von der Haltung bis zum angenehmen Griffgefühl des Lenkerbandes.

Mit dieser Vielzahl an Merkmalen bevorzugt das Rose Pro Cross vor allem weite und schnelle Touren im wechselhaften Terrain. Flotte Singletrails kommen dem Bike ebenfalls entgegen, sehr enge Kehren bedürfen allerdings etwas Nachdruck. Die 33 mm breite Schwalbe Bereifung X-ONE EVO BITE vorne und X-ONE EVO ALLROUND hinten krallt sich unbarmherzig in weiche Böden und sorgt so für schnelle Runden selbst bei matschigen Verhältnissen oder auf Schotter. Ein absoluter Traum ist die hydraulische SRAM Force Scheibenbremse mit 160 mm großen Bremsscheiben. Egal bei welchem Tempo und Wetter, das Rose Pro Cross Force lässt sich jederzeit punktgenau verzögern. Ebenfalls ein Traum sind die knackigen und präzisen Schaltvorgänge der SRAM Force Schaltung. Mehrere Wochen Einsatz bei wechselhaften Bedingungen zeigten keinerlei Einbuße bezüglich der Performance oder Zuverlässigkeit.

Fazit Rose Pro Cross Force

Ein sehr zuverlässiges Multifunktionstool, nicht nur für Waldarbeiter! Wie am ersten Tag lässt sich das Rose Pro Cross Force unbarmherzig durch die Eifel jagen. Toller Fahrkomfort geht hier Hand in Hand mit einer tadellosen Funktion und Zuverlässigkeit. Zweifellos eine sehr gute Antwort auf Sauwetter – aber nicht nur: Auch bei feinem Wetter bereitet der Rose Cyclocrosser richtig Spaß!

Produktdetails Rose Pro Cross Force

  • Verfügbare Größen: 49, 52, 54, 56, 58, 60, 62 und 64 cm
  • Farben: Matt-Black/Shiny-Black/Grey oder Poppy-Orange/Iron-Grey/Black
  • Gewicht ohne Pedale: Etwa 8,4 Kilogramm (Gr. 54 cm)
  • Preis: 1.999,00 Euro
  • Web: www.rosebikes.de

Datenblatt / Rahmengeometrie Rose Pro Cross Force*

Rahmengröße 49cm 52cm 54cm 56cm 58cm 60cm 62cm 64cm
Sattelstützdurchmesser 27,2 27,2 27,2 27,2 27,2 27,2 27,2 27,2
Empfohlene Schrittlänge (in cm) 70-75 76-79 80-83 84-86 87-89 90-92 92-95 96-99
Sitzrohrlänge 482 512 532 552 572 592 612 632
Oberrohrlänge 512 522 534 542 550 560 575 590
Steuerrohrwinkel 70° 70,3° 70,5° 70,8° 71° 71,5° 71,5° 72°
Sitzrohrwinkel 75,5° 75° 74,5° 74,3° 74° 74° 73,5° 73,5°
Radstand 1022 1025 1031 1035 1038 1044 1054 1064
Vorderbau 602,5 605 611 615 619 624 634 644
Kettenstrebenlänge 427 427 427 427 427 427 427 427
Steuerrohrlänge 125 133 147 163 180 190 210 230
Stack 532,5 541 555 571 588 600 619 640
Reach 374 376 380 381 381 388 391,5 400

*Herstellerangaben

Fuji Cross 1.7 im Test: Das preisgünstige Cyclocross-Bike für Race und Allwettertraining

Test: Für den Bereich Cyclocross bietet die US-amerikanische Kultschmiede Fuji Bikes zwei unterschiedliche Modellreihen an. Während die Altamira CX Serie über ein Rahmenset aus Carbon verfügt, kommen die Cross Modelle mit einem Aluminiumrahmen und Carbongabel daher. Nach unserem Test des Fuji Altamira CX musste das Fuji Cross in den letzten Wochen in der Eifel und Pfalz beweisen, ob es den Namen zurecht trägt.

Der Herbst kommt – und somit für viele Biker die CX Saison. Eine saisonale Festlegung, die sich auch mit Blick auf den CX Rennkalender bestätigt. Ungeachtet dessen schätzen wir hingegen die Vorteile eines CX Bikes über das ganze Jahr hinweg. In diesem Sommer nutzten wir für etliche Einsätze das Fuji Cross 1.7 Modelljahr 2017. Unsere Eindrücke von dem Bike wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten, auch wenn Fuji Bikes bereits die 2018er Modelle im Programm hat. Ein kleiner Blick zurück sozusagen, wobei wir allerdings auch einen Blick auf die neuen Cross Modelle von Fuji wagen.

Die US-amerikanische Bikeschmiede bedient den Cyclocross Bereich mit zwei Modellreihen: Altamira CX und Cross. Das Fuji Cross 1.7 mit Alu-Rahmen, das wir in den Größen 49 und 54 cm im Test hatten, markierte bis zum Modelljahr 2017 den Einstieg in die Welt des Querfeldeinsports. Als einziges Bike der Cross-Serie kam das Modell 1.7 mit zwei Kettenblättern, die anderen Bikes waren bereits mit Einfach-Kettenblatt ausgestattet. Das aktuelle Cross 1.7 Modell 2018 kommt jetzt ebenfalls mit nur einem Kettenblatt – zudem erweiterte Fuji die Serie mit dem Cross 2.1 nach unten. Ebenfalls neu ist ab 2018 das Cross Women, eine spezielle und in Europa leider nicht erhältliche Damen-Version des Fuji Cross.

Die beiden Fuji Cross 1.7 Bikes begleiteten uns den ganzen Sommer hindurch. Auf dem Plan standen sowohl ausgedehnte Touren als auch kernige Einsätze im anspruchsvollen Terrain. Haupteinsatzgebiet bildeten die Trails der Eifel, aber auch in der Pfalz musste das Cross seine Stärken unter Beweis stellen. Aufgrund der heimischen Uphills haben wir uns bei beiden Bikes für eine kürzere Übersetzung entschieden. Diesbezüglich haben wir sowohl das kleine Kettenblatt als auch die Kassette ausgetauscht. Das originale 36er Kettenblatt musste einem 34er weichen, anstatt der Kassette 11-28T gingen wir mit 11-32T auf Trailjagd.

Im Bereich CX und Gravel gibt es zwei Arten von Herstellern – Fuji Bikes gehört zu der Gruppe, die strikt zwischen den beiden Bereichen unterscheiden. Die Rahmengeometrien unterscheiden sich grundlegend, womit die Bikes komplett unterschiedliche Charakteristiken aufweisen. Wird beispielsweise das Gravel-Bike Fuji Jari mit dem Fuji Cross verglichen, fallen bei der Größe M (54 cm) vor allem die kürzeren Kettenstreben und der kürzere Radstand des Cyclocrossers auf. Bei anderen Parametern zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Die theoretischen Werte bescheinigen dem Cross ein wendigeres und quirligeres Fahrverhalten – aber das sollte sich im Test noch zeigen.

Der Rahmen aus A6-SL Aluminium kommt mit innenverlegten Zügen und flach ausgeformten Oberrohr. Ein Feature des Rahmens sind die geschmiedeten variablen Ausfallenden und die 12mm Steckachse für mehr Steifigkeit. Die Ausstattung des preisgünstigen Fuji Cross 1.7 kann sich ebenfalls sehen lassen. Die FC-440 Cross Carbon-Gabel kommt auch beim wesentlich teureren Modell 1.1 zum Einsatz. Auch hier findet sich eine 12mm Steckachse. Bei der Schaltung versieht die bewährte Shimano 105 2×11 ihren Dienst, die mechanischen Scheibenbremsen Spyre-C twin-piston stammen aus dem Hause TRP. Die Abstände der Bremsbeläge zur Scheibe lassen sich separat per Feinjustierung einstellen.

Viele der verbauten Komponenten wie beispielsweise Lenker oder Sattel stammen von Oval Concepts. Für Grip in jeglichem Terrain spendierten die Verantwortlichen bei Fuji dem Cross 1.7 die 32 mm breiten Challenge Grifo Reifen. Im Gegensatz zu Gravel-Reifen wirken die Cross-Reifen mit ihren Stollen nahezu wie ein schmaler Mountainbike-Reifen. Das Thema Laufräder werden wir aufgrund der Komplexität später genauer beleuchten. Die solide Ausstattung des Fuji Cross 1.7 geht einher mit einer dezenten und gradlinigen, aber dennoch nicht langweiligen Optik. Auch bei der Verarbeitung zeigt sich das CX Bike der US-amerikanischen Kultschmiede solide. Ein schön geschnürtes Gesamtpaket, das Lust auf den Test machte.

Unser erster Eindruck: Das Fuji Cross 1.7 rockt die Trails! Das Fahrverhalten zeigt sich so, wie wir es vom Datenblatt her schon vermutet hatten. Agil und wendig lässt sich das Cross antriebsstark durch das Gelände bewegen. Der steife Rahmen begeistert mit Effizienz, jeder Druck auf das Pedal wird in Vortrieb umgewandelt. Die Kletterfähigkeiten überzeugen, wobei natürlich auch unsere Modifikation bei der Übersetzung positiv dazu beisteuert. Selbst die steilen Rampen in der Eifel konnten so ohne Probleme bewältigt werden. Die Shimano 105 Schaltung funktioniert zuverlässig und reibungslos wie ein Schweizer Uhrwerk. Die TPR Bremse funktioniert gut, könnte für unseren Geschmack allerdings etwas mehr Biss haben.

Dank des ausgeformten Oberrohrs lässt sich das Fuji Cross 1.7 bei Bedarf gut und schmerzfrei schultern. Besonders bei Querfeldein-Rennen ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Die Challenge Grifo Reifen packen mit ihrem Stollenprofil im Gelände beherzt zu, lassen aber auch auf Asphalt erstaunliche Kurvengeschwindigkeiten zu. Trockene Untergründe meistert der Reifen ebenso souverän wie nasse und matschige Böden. Die Selbstreinigung des offenen Profils ist top. Auf schnellen Abfahrten macht sich der kurze Hauptrahmen bemerkbar. Hohe Geschwindigkeiten sind möglich, aber die Souveränität des Fuji Jari kann dem Fuji Cross in diesem Bereich nicht ganz zugesprochen werden. Die Stärken liegen hier eindeutig im anspruchsvollen Gelände – so wie es die Bezeichnung des Bikes auch zutreffend signalisiert.

Viele Wochen und etliche Kilometer liegen hinter uns und den beiden Fuji Cross 1.7 des Modelljahres 2017. Die beiden Bikes funktionierten wunderbar und ohne Zwischenfälle – bis auf eine Ausnahme: Die Laufräder. Bei beiden Bikes wiesen die Naben der Vera Corsa Laufräder nach einiger Zeit ein Lagerspiel auf. Kein großer Umstand, der mit Konusschlüsseln schnell behoben werden kann. Wie auf den Bildern ersichtlich sind wir im Verlaufe des Tests bei einem Bike auf Oval Concepts Laufräder umgestiegen. Grundsätzlich würden wir wartungsarme Laufräder mit Industrielager bevorzugen.

Fazit Fuji Cross 1.7

Das für den Rennsport konzipierte Fuji Cross 1.7 macht auch bei Touren im Mittelgebirge mächtig Spaß. Das Handling ist top, das Fahrverhalten erlaubt einen breiten Einsatzbereich. Solide Komponenten komplettieren das Spaßpaket. Lediglich für die Naben müssen wir nach unseren Erfahrungen einen Punkt abziehen – hier würden wir uns von Werk aus Naben mit Industrielagern wünschen.

Produktdetails Fuji Cross 1.7

  • Verfügbare Größen: XXS bis XXL
  • Gewicht ohne Pedale: Etwa 9,5 Kilogramm
  • Preis: 1.399,00 Euro
  • Web: www.fujibikes.com

Datenblatt / Geometrie Fuji Cross 1.7*

Size XXS

(46cm)

XS

(49cm)

S

(52cm)

M

(54cm)

L

(56cm)

XL

(58cm)

XXL

(61cm)

Seat Tube Center To Top 460 490 520 540 560 580 610
Seat Tube Effective 460 490 520 540 560 580 610
Top Tube Effective 505 520 535 545 560 575 590
Head Tube Length 100 110 130 140 160 180 200
Seat Tube Angle 75.5° 75° 74° 73.5° 73° 73° 73°
Headtube Angle 70 71 71.5 72 72 72 72
Chainstay Length 425 425 425 425 425 425 425
Wheelbase 1007 1009 1011 1006 1021 1037 1058
Bottom Bracket Drop 66 66 64 64 64 62 62
Fork Offset 48 48 48 48 48 48 48
Trail 74.5 68 64.8 61.6 61.6 61.6 61.6
Stack 522 535 554 566 580 602 621
Reach 370 377 376 378 383 391 405
Standover 746 766 794 807 825 844 868
Stem 80 90 90 100 100 120 120
Handlebar Width 380 400 400 420 420 440 440
Crank 165 170 170 172.5 172.5 175 175
Wheel Size 700 700 700 700 700 700 700
Seat Post Diameter 27.2 27.2 27.2 27.2 27.2 27.2 27.2

*Herstellerangaben

Fuji Altamira CX 1.3 Cyclocross im Test

Abseits von asphaltierten Strecken sind dem klassischen Rennrad schnell Grenzen gesetzt. Schon die Fahrt auf grobem Schotter wird zur Herausforderung für Fahrer und Material, das im Vergleich eher schwerfällige Mountainbike hingegen wird gnadenlos unterfordert. Welche Perspektiven bietet hier ein Cyclocrosser – und vor allem, wie hoch ist der Spaßfaktor? Wir haben das Fuji Altamira CX 1.3 getestet und über Stock und Stein der Eifel gejagt.

Cyclocross – Basics

Was macht eigentlich einen Cyclocrosser aus? Die Geometrie ist ähnlich der eines Rennrads, jedoch sind zum Beispiel die Reifen breiter und profilierter, der Rahmen wesentlich robuster und dennoch leicht. Das höhere Tretlager sorgt für mehr Bodenfreiheit, Scheibenbremsen für die nötige Bremskraft. Die Bikes sind, wie der Name sagt, für den Querfeldein-Einsatz abseits von befestigten Wegen ausgelegt – ermöglichen aber dank Anlehnung an die Rennrad-Geometrie auch auf Asphalt hohe Geschwindigkeiten. Ein Universal-Talent für alle Untergrund- und Wetterbedingungen also. Oder?

Cyclocross Fuji Altamira CX 1.3 – technische Daten

Das Fuji Altamira CX 1.3 wartet mit ultraleichtem C10 High Modulus Carbonrahmen auf, womit das Bike nur knapp über 8 Kilogramm auf die Waage bringt. Das abgeflachte Oberrohr soll das Schultern erleichtern. Die FC-330 Carbongabel ist vorne mit einer 12mm Steckachse versehen, hinten kommt ein Schnellspanner zum Einsatz. Die solide Sram Rival Schaltung (22 Gänge) und Sram Rival Scheibenbremsen versprechen zuverlässige Performance. Die Challenge Grifo 700 x 32c Bereifung auf Oval Concepts 723CX Laufrädern runden die attraktive Ausstattung ab.

Cyclocross Fuji Altamira CX 1.3 – Praxistest

Optisch kommt das Altamira CX 1.3 des US-amerikanischen Unternehmens mit japanischen Wurzeln, das nach dem höchsten japanischen Berg benannt wurde, eher unaufgeregt und schlicht daher. Außen verlaufende Bremsleitungen sind Geschmacksache, erleichtern aber immerhin die Wartung. Optische Überzeugungsarbeit ist aber bereits nach den ersten Touren nicht mehr notwendig. Das Rädchen bereitete uns absoluten Fahrspaß, und das auf fast jedem Untergrund. Leichtfüßig und wendig sowohl auf Asphalt als auch steinigen Waldpassagen, punktet das Bike mit extrem hoher Fahrstabilität, bestem Lenkverhalten und effizienter Kraftübertragung.

Die SRAM Bremsen lassen sich wie erwartet leicht und genau dosieren, packen ordentlich zu. Auch die Challenge Grifo Reifen wissen zu überzeugen und sorgen für ausreichend Grip bei gutem Rollverhalten – wir sind übrigens pannenfrei durch den gesamten Test gefahren! Insgesamt bietet die Geometrie hohen Fahrkomfort, selbst auf ausgedehnten Touren durch verschiedenste Gelände – wir haben uns im Sattel schon nach wenigen Tagen „wie zuhause“ gefühlt.

Für 2018 lautet das Motto übrigens „leichter, steifer, schneller“: Fuji spendiert dem Altamira CX in der kommenden Saison Flatmount Scheibenbremsen und eine 12mm Steckachse auch am hinteren Laufrad. Der Rahmen wurde um 200 Gramm erleichtert und wird nur noch bei 950 Gramm (raw) liegen, das höhere Tretlager sorgt für noch mehr Bodenfreiheit. 2 Varianten sollen zur Auswahl stehen, das Altamira CX 1.1 mit SRAM Force hydr. und das Altamira CX 1.3 mit SRAM Rival.

Fazit Fuji Altamira CX 1.3

Da passt einfach alles: Robustes, zuverlässiges Universaltalent mit solider Ausstattung, gutem Preis-Leistungsverhältnis – und nicht zuletzt ultrahohem Spaßfaktor.

Datenblatt / Rahmengeometrie Fuji Altamira CX 1.3*

Size S

(49cm)

S/M

(52cm)

M

(54cm)

M/L

(56cm)

L

(58cm)

XL

(60cm)

Seat Tube Center To Top 490 520 540 560 580 600
Seat Tube Effective 490 520 540 560 580 610
Top Tube Effective 520 535 545 560 575 590
Head Tube Length 110 130 140 160 180 200
Seat Tube Angle 75° 74.5° 73° 73° 73° 73°
Headtube Angle 71 71.5 72 72 72 72
Chainstay Length 425 425 425 425 425 425
Wheelbase 1005 1010 1001 1016 1032 1047
Bottom Bracket Drop 67 67 67 67 67 67
Fork Offset 48 48 48 48 48 48
Trail 67.7 64.5 61.3 61.3 61.3 61.3
Stack 531 552 563 582 601 620
Reach 378 382 373 382 391 401
Standover 760 784 798 815 837 856
Stem 90 90 100 100 120 120
Handlebar Width 400 400 420 420 440 440
Crank 170 170 172.5 172.5 175 175
Wheel Size 700 700 700 700 700 700
Seat Post Diameter 31.6 31.6 31.6 31.6 31.6 31.6

*Herstellerangaben

Web

http://www.fujibikes.com/usa/

 

Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel: Die Gravel-Rakete im Test

Test: Die Gravel-Bewegung bringt mächtig Schwung in die Fahrradlandschaft! Nahezu jeder Bike-Hersteller führt in seinem Sortiment mindestens ein Gravel-Bike Modell – einige Hersteller wie Rose Bikes aus Bocholt halten sogar mehrere Modelle für den Crossover Spaß bereit. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen durften wir das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel über die Straßen, Forstwege und Trails der Eifel peitschen.

Gravel ist hip – zweifellos aber auch eine Bewegung, die von vielen hartgesottenen Rennradfahrern mit Skepsis betrachtet wird. Klar ist, dass das Gravel-Bike den Spagat zwischen Straße und Gelände bewerkstelligen muss. Die Aberkennung des sportlichen Aspekts durch „ernsthafte“ Racer ist bei näherer Betrachtung absolut unhaltbar. Wieso mit einem Bereich Vorlieb nehmen, wenn einem eine ganze Reihe an Einsatzgebieten offen steht? Zumindest dann, wenn einem ein Rädchen wie das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel zur Verfügung steht!

Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel ist das Pendant zum Rose Cyclocrosser XEON CDX Cross-3000. Beide Bikes verfügen über den gleichen High Modulus Aerospace Carbon Fibre Rahmen und die gleiche High Performance Disc Vollcarbon Gabel. Ebenfalls identisch zeigen sich die beiden Fahrräder im Bereich der Shimano Ultegra Schaltung und der Shimano BRRS-805 Scheibenbremse mit 160/140er Bremsscheiben. Unterschiede finden sich in erster Linie bei den verbauten Laufrädern, der Bereifung und dem Sattel.

So verfügt das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel über Disc-Laufräder aus eigenem Haus, breite Schwalbe G-One EVO 38c Schlappen und Selle Italia SLR Lite Flow Sattel. Standardmäßig ist die Gravel-Version länger übersetzt als der Cyclocrosser – wer in den Bergen beheimatet ist, sollte also eine kürzere Übersetzung wählen. Dank des sehr einfach zu bedienenden Rose Bike-Konfigurators stellt das kein Problem dar. Auch bei den anderen Komponenten bietet Rose attraktive Alternativen an. Mit nur wenigen Mausklicks lässt sich so das Custom-Made Traumbike zusammenstellen.

Die Verarbeitung des Carbon-Rahmens und der Carbon-Gabel ist absolut top. Beim Outfit hatten die Designer aus Bocholt bis jetzt immer ein feines Händchen, und auch das XEON CDX Cross-3000 Gravel wirkt wie aus einem Guss. Fast zu schön um das Gravel-Bike richtig einzusauen! Auf solche Sentimentalitäten und Schwärmereien konnten wir im Test natürlich keine Rücksicht nehmen. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen haben wir das XEON CDX Cross-3000 Gravel über die Straßen, Forstwege und Trails der Eifel gepeitscht.

Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel gehört zu der Kategorie Bikes, auf der man sich vom ersten Meter an wohlfühlt. Der steife Rahmen bietet enormen Vortrieb und Spurstabilität selbst bei hohen Geschwindigkeiten. Sogar bei knapp 80 km/h bergab vermittelt das XEON Gravel unglaubliche Sicherheit – von Unruhe oder Nervosität keine Spur! Souveränität, die sich auch beim Anbremsen und in Kurven bestätigt. Hier darf wirklich behauptet werden, dass das Rose Gravel-Bike liegt wie ein Brett.

Auf Asphalt gleitet das XEON regelrecht dahin, die Umsetzung der Muskelkraft in Vortrieb ist fantastisch. Ein Lob gebührt sicherlich auch den Schwalbe G-One EVO 38c Reifen, die ein gutes Rollverhalten mit Grip und Traktion kombinieren. Nicht nur auf Asphalt, sondern auch abseits des Teerbandes kommt mit dem Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel richtig Spaß auf. Jeden Ausflug auf unbefestigte Wege belohnt das Gravel mit einem Plus an Fahrfreude. Wir konnten es uns somit nicht nehmen lassen, auch MTB Trails unter die Räder zu nehmen.

Lenkkontrolle und Agilität wissen in jedem Terrain absolut zu überzeugen. Die sportlich-orientierte Sitzposition erlaubt trotz des sportiven Charakters weite und ausgedehnte Touren. Der Ritchey WCS Evomax Lenker liegt im wahrsten Sinne des Wortes richtig gut in der Hand. Großes Lob auch an die Scheibenbremsen, die bei bei jedem Tempo punktgenau und perfekt dosierbar ihre Arbeit verrichten. Mit der von uns kürzer gewählten Übersetzung lässt sich das XEON die Berge hoch knüppeln als gäbe es kein morgen.

Unterstützend agiert die verbaute Shimano Ultegra Schaltung. Die Gänge sitzen auf Anhieb, selbst viele Einsätze bei Schmuddelwetter konnten die Schaltperformance nicht schmälern. Erstaunlich ist auch die Performance der Schwalbe Bereifung – selbst auf matschigem Waldboden bauen die Reifen trotz des optisch harmlos wirkenden Profils unglaublichen Grip und mächtig Traktion auf. Im Kurvengrenzbereich verhält sich das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel sehr gutmütig. Einsetzende Drifts kündigen sich dezent an, wodurch der Rider entsprechend reagieren kann.

Fazit Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel

Für nahezu jeden Spaß zu haben: Wieso also nur mit einem Einsatzbereich Vorlieb nehmen? Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel garantiert Fahrspaß auf höchstem Level, egal ob Asphalt, Schotter oder Waldwege. Hochwertige Verarbeitung, toll konstruierter Rahnen und erstklassige Komponenten begeistern ebenso wie die Fahrperformance auf ganzer Ebene. Was für ein geiler Hobel!

Produktdetails Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel

  • Verfügbare Größen: 51, 54, 57, 59 und 62 cm
  • Gewicht ohne Pedale: Etwa 8,6 Kilogramm (Gr. 54)
  • Preis: 2.499,00 Euro
  • Web: www.rosebikes.de

Datenblatt / Rahmengeometrie Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel*

Rahmengröße

51cm 54cm 57cm 59cm 62cm

Sattelstützdurchmesser

27,2

27,2

27,2

27,2

27,2

empfohlene Schrittlänge (in cm)

73-78

79-83

84-88

89-93

94-98

A – Sitzrohrlänge

483

513

543

563

593

B – Oberrohrlänge (horiz.)

525

540

555

568

582

C – Steuerrohrwinkel

71,0°

71,5°

72,0°

72,0°

72,0°

D – Sitzrohrwinkel

74,0°

73,75°

73,5°

73,25°

73,0°

E – Radstand

1009

1017

1025

1035

1047

F – Vorderbau

591

600

607

618

629

G – Kettenstrebenlänge

425

425

425

425

425

H – Steuerrohrlänge

130

147

164

174

188

M – Stack

541

559

577

587

599

N – Reach

370

377

384

391

398

*Herstellerangaben