Fuji Auric 1.5 Test: Eine Gratwanderung

Test: Mit dem Fuji Auric bietet der US-amerikanische Hersteller Fuji Advanced Sports bewusst ein Bike für die beiden Bereiche All Mountain und Enduro an. Auch wenn diese Bereiche sich teilweise stark überschneiden, ist dies auf den ersten Blick doch eine recht gewagte Gratwanderung. Kann das Fuji Auric 1.5 die Anforderungen sowohl von All Mountain Bikern als auch Enduro Ridern perfekt erfüllen?

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Der Test kann nicht ohne einen besonders aufmerksamen Blick auf das außergewöhnliche Hinterbau-System MLink erfolgen. Außergewöhnlich schon deshalb, weil die Fuji-Ingenieure den Umlenkhebel in der Mitte der Kettenstrebe platziert haben. Beim MLink Hinterbau handelt es sich um eine Mischung aus Viergelenker und VPP-System. Eine Konstruktion, die laut Fuji mit einer beeindruckenden – sprich nahezu wippfreien – Uphill-Performance bestechen soll. Auf jeden Fall macht das MLink Hinterbau-System neugierig. Als Dämpfer findet ein Rock Shox Monarch RT3 Debon Air Verwendung.

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Optisch macht das Fuji Auric 1.5 einiges her: Die farbliche Gestaltung mit Gloss Black, Silber und Blau wirkt edel und schlicht zugleich – geradezu ein wenig Understatement. Die Verarbeitung des Rahmens aus A6-SL Aluminium ist erstklassig, die Schweißnähte sauber ausgeführt. Intern verlegte Leitungen wurden ebenso berücksichtigt wie das Tapered Steuerrohr und ISCG 05 Aufnahme. Top-modern zeigt sich der Hinterbau mit dem neuen 148 Boost-Standard mit der 6 mm breiteren Nabe, das bringt auf jeden Fall mehr Steifigkeit.

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Obwohl der Hinterbau dem Reifen massig Platz gewährt, montiert der US-amerikanische Hersteller „lediglich“ Schwalbe Nobby Nic Pellen in der Ausführung 27.5″ x 2.35 – bereits das erste Zugeständnis an All Mountain Biker? Enduro-gerecht bietet das Fuji Auric hingegen 160 mm Federweg – sowohl am Heck als auch an der Front in Form einer Rock Shox Pike RC Solo Air 27.5 mit 15mm Steckachse. Die Schaltung entstammt ebenso wie die Bremse der XT Gruppe von Shimano. Verbaut sind vorne wie hinten Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 180 mm.

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Aus dem Hause Oval Concepts kommen Lenker, Vorbau, Sattel und Griffe. DT Swiss M1900 Spline Laufräder und die KS LEV Integra Vario-Sattelstütze mit einem Einstellbereich von 125 mm runden den guten Eindruck vom Fuji Auric 1.5 ab. Auch der Blick auf die Waage überzeugt: Das Gewicht in der Größe 17″ beträgt ohne Pedale 13,9 Kilogramm. Wollen wir noch kurz auf das Datenblatt schauen, da hier einige Werte besonders ins Auge stechen. Da ist einmal der recht steile Lenkwinkel mit 67 Grad, aber auch der lange Reach und das kurze Steuerrohr.

Doch genug der Theorie, es folgt die Praxis! Das breite Einsatzgebiet des Fuji Auric verlangte auch von uns ein hohes Maß an Flexibilität. In den vergangenen Wochen sind wir mit dem Fuji lange Touren gefahren, über Wald- und Forstwege geshreddert und auf Singletrail-Jagd gegangen. Was wir uns ebenfalls nicht nehmen lassen konnten: Der Besuch eines Bikeparks!

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Geradezu erstaunt waren wir von den Uphill-Qualitäten des Bikes. Die Sorge, dass die außergewöhnliche MLink Hinterbau-Konstruktion ein Wippen eher bevorzugen als entgegenwirken könnte bestätigte sich nicht. Nahezu wippfrei lässt sich das Fuji Auric die Berge hochpeitschen, die Seitensteifigkeit sorgt auch im Wiegetritt für beeindruckenden Vortrieb. Bei sehr steilen Auffahrten lässt sich die Nase des Bikes gut nach unten drücken. Die Sitzposition und Lenkhaltung erlauben auch nicht enden wollende Auffahrten. So fährt sich ein gutes All Mountain Bike!

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Auf Trails und bergab überzeugt das sehr agile Handling des Bikes, natürlich auch dem steilen Lenkwinkel geschuldet. Die lange Kettenstrebe sorgt ihrerseits dafür, dass das Bike selbst bei hohem Tempo ruhig und gelassen auf dem Trail liegt – hier macht sich der steile Lenkwinkel also nicht negativ bemerkbar. In schnellen Kurven bedarf es allerdings etwas Druck auf die Front, weil das Vorderrad sonst etwas zum Schwimmen neigt. Der MLink Hinterbau spricht sensibel an und eliminiert gelassen Wurzelteppiche und Steinfelder. Beschleunigungsorgien aus Kurven, kurze Antritte, mittelgroße Drops und spaßige Jumps gehen geschmeidig von der Hand. Genau so wollen wir das haben – Enduro par excellence!

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Beim Trail Riden und in Downhill Passagen würden wir uns allerdings eine andere Bereifung wünschen, weil der Nobby Nic zwar an seine Grenzen, nicht aber an die Grenzen des Bikes kommt. Wir würden vorne zudem eine weichere Gummimischung gegenüber hinten wählen. Die 180 mm Bremsscheibe vorne ist für uns etwas unterdimensioniert, beim Schwerpunkt ambitionierte Abfahrten würde sich der Griff zu einer 200er empfehlen. Während des Tests haben sich leider immer wieder die Plastikkappen an der Eintrittsöffnung für die interne Leitungsverlegung gelöst. Diese lassen sich aber schnell wieder rein drücken, also nicht wirklich ein Minuspunkt – eher ein Jammern auf sehr hohem Niveau 😉

Fazit Fuji Auric 1.5

Tolles Bike mit beeindruckenden Fahreigenschaften – und das in den beiden Bereich All Mountain und Enduro! Es geht also doch: Eine gelungene Gratwanderung  🙂

Produktdetails Fuji Auric 1.5

  • Erhältlich in den Größen 15″, 17″, 19″ und 21″
  • Gewicht ohne Pedale: 13,9 Kilogramm in der Größe 17″
  • Preis: 3.699,00 Euro
  • www.fujibikes.com

Datenblatt / Rahmengeometrie Fuji Auric 1.5*

Size (S)15″ (M)17″ (L)19″ (XL)21″
Seat Tube, center to top 381 431.8 482.6 533.4
Top Tube, effective (mm) 571.5 605 625 645
Top Tube, effective (Inch) 22.5″ 23.8″ 24.6″ 25.4″
Head Tube 105 105 115 125
Seat Tube Angle 73 73 73 73
Head Tube Angle 67 67 67 67
Chainstay 438.1 438.1 438.1 438.1
Wheelbase 1125.8 1159.2 1180.4 1201.5
Fork Offset 44 44 44 44
Bottom Bracket Drop 10 10 10 10
Stack 612.7 612.7 621.9 631.1
Reach 384.2 417.7 434.9 452.1
Standover 760 782.1 771.4 792.9
Stem 50 50 60 70
Handlebar Width 760 760 760 760
Crank 170 175 175 175
Wheel size 27.5″ 27.5″ 27.5″ 27.5″
Seat post diameter 30.9 30.9 30.9 30.9

*Herstellerangaben

Werkstatt: MTB Fahrradkette wechseln

Selbst bei guter Pflege muss die Fahrradkette nach einiger Laufzeit ersetzt werden, damit Kassette und Kettenblätter nicht zu sehr zu Schaden kommen. Grund hierfür ist das Längen der Kette, welches bei den kettenführenden Komponenten im Laufe der Zeit – im wahrsten Sinne des Wortes – eindrucksvolle Spuren hinterlässt. Ein rechtzeitiger Austausch der Kette schont also mächtig den Geldbeutel.

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Wann ist die MTB Kette verschlissen?

Die MTB Kette ist immensen Belastungen ausgesetzt. Neben der Kraftumsetzung spielen auch Faktoren wie häufige Gangwechsel und Verschmutzung eine große Rolle. Das Wechseln der Fahrradkette kann somit bereits nach 2000 oder 3000 gefahrenen Kilometern fällig werden. Als Faustregel gilt: Lässt sich die Kette am Kettenblatt wenige Millimeter anheben, sollte die Kette ausgetauscht werden. Eine andere Möglichkeit zur gezielten Überprüfung bieten spezielle Kettenlehren.

Welches Material wird benötigt?

Wir benötigen für unsere Einsatzzwecke auf jeden Fall eine neue hochwertige Kette, unsere Wahl fiel daher auf die 9-fach XLC Kette CC-C02 für 29,95 Euro, für 10-fach Schaltungen würde sich beispielsweise die XLC Kette CC-C03 für 35,95 Euro anbieten. Das bei den XLC Ketten mitgelieferte Kettenschloss erleichtert uns die Arbeit enorm. Die Wahl der Kette ist natürlich von den verbauten Komponenten abhängig. Für das spätere Kürzen der Kette wird ein Kettentrenner wie beispielsweise der XLC Kettennietentferner TO-S25 für 7,95 Euro benötigt, der eine sehr einfache Handhabung und zuverlässige Funktion bietet.

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Des Weiteren benötigen wir speziellen Kettenschmierstoff für Fahrradketten. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Kettenschmierstoffen von Liqui Moly gesammelt. Dazu zählen das Bike Liqui Moly Kettenöl Dry Lube (6051) für trockene und staubige Bedingungen sowie das Liqui Moly Kettenöl Wet Lube (6052) für feuchte und schmutzige Einsätze. Ebenfalls ausgezeichnet ist das universell anwendbare Bike Kettenspray (20604) von Liqui Moly. Das Fahrradsortiment von Liqui Moly umfasst aber nicht nur Schmierstoffe, sondern auch Pflegeprodukte wie der hochwirksame Liqui Moly Bikecleaner (6053). Das Bike sieht danach aus wie neu – ungelogen!

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MTB Kette ausbauen

Um die Spannung von der Kette zu nehmen empfiehlt es sich, vorne auf das kleine Kettenblatt und hinten auf das kleinste Ritzel zu schalten. Das Öffnen der Kette kann entweder – falls vorhanden – über das Kettenschloss geschehen oder mit Hilfe eines Kettennietentferners. Da wir für die verschlissene Kette keine Verwendung mehr finden, greifen wir beherzt zum Kettentrenner. Die spezielle Führung des XLC Kettennietenfernes fixiert die Kette und erlaubt uns somit ein unkompliziertes Herausdrücken der Kettenniete.

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Alte Fahrradkette ausfädeln

Nachdem die Fahrradkette getrennt wurde, muss diese natürlich herausgefädelt werden. Im Bereich der Kettenblätter gestaltet sich das sehr einfach durch Herausziehen, an der Kassette und dem Schaltwerk ist etwas Fingerfertigkeit gefragt. Einweghandschuhe schützen vor schmutzigen Fingern. Wurde die alte Kette entfernt, kommt die neue Kette zum Einsatz. Bevor diese jedoch eingefädelt wird, muss die Länge überprüft und angepasst werden.

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MTB Fahrradkette kürzen

Der nächste Arbeitsschritt ist das Kürzen der neuen Kette. Da wir lediglich eine vorhandene Kette ersetzen, kann die neue Kette mit der alten Kette abgeglichen werden. Wichtig ist, dass die Anzahl der Glieder übereinstimmen muss! Sollte wie in unserem Fall zum späteren Verschließen der Kette ein Kettenschloss Verwendung finden, muss ein weiteres Glied beim Kürzen eingerechnet werden. Zum Kürzen kommt wieder ein Kettennietentferner zum Einsatz.

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Neue Fahrradkette einfädeln

Beim Einfädeln darauf achten, dass die Kette beim Schaltwerk ordnungsgemäß aufgelegt wird – das gilt auch für die Schaltröllchen! Sollte eine Kettenführung montiert sein, diese beim Einfädeln nicht vergessen! Auch hier sollte die Kette für die weiteren Arbeitsschritte wieder auf dem kleinen Kettenblatt und dem kleinsten Ritzel liegen. Bevor der nächste Arbeitsschritt folgt unbedingt den korrekten Sitz der Kette kontrollieren!

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Verschließen der neuen Kette

Für das Verschließen der Kette kommt in unserem Fall das mitgelieferte Kettenschloss zum Einsatz. Der Vorteil gegenüber dem Kettennieten liegt klar auf der Hand: Es geht schneller, ist unkomplizierter und besticht durch Leichtgängigkeit. Genietete Glieder können anfänglich steifer sein, zudem sind bei neueren Ketten spezielle Nietstifte erforderlich. Das Kettenschloss besteht aus zwei Teilen, die jeweils gegenüberliegend in die beiden Kettenenden gesteckt werden. Jetzt müssen nur noch die beiden Teile ineinander gesteckt werden, ein kurzer Ruck und die Kette ist zuverlässig verschlossen.

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Die Nachbehandlung mit qualitativ hochwertigem Kettenöl schützt die Kette und mindert den Verschleiß. Selbst bei einer neuen Kette kann das Auftragen nicht schaden, nach der ersten Regenfahrt ist das Nachfetten ohnehin unumgänglich!

Die Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!

XLC Satteltasche BA-S59 für das Plus an Stauraum

Produktcheck: Wohin nur mit dem ganzen Plunder? Der Blick auf Multitool, Ersatzschlauch und Flickzeug macht klar: Das Zeugs muss mit! Selbst auf kleineren Touren ist der Griff zum Rucksack zwar durchaus sinnvoll, aber oftmals wenig erquickend. Schnelle Abhilfe schaffen Satteltaschen, die Platz für Werkzeug, Handy und Kleingeld bieten, aber dem Fahrer dennoch den Rücken freihalten. Wir haben uns mit der XLC Satteltasche BA-S59 das Plus an Stauraum unter den Sattel geschnallt.

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Befestigt wird die Satteltasche, die lediglich 83 Gramm wiegt, mittels dreier Klettbänder am Sattelgestell sowie am Sattelrohr. Die Befestigung ist nicht nur sehr universell, sondern bietet auch hohen Schutz vor dem unbeabsichtigten Lösen der Satteltasche. Wir haben die XLC Satteltasche BA-S59 aus robustem 600D Polyester sowohl am Rennrad als auch am Mountainbike eingesetzt, in beiden Fällen überzeugte der zuverlässige Halt. Dank der schmalen Gestaltung stört die Satteltasche nicht den Bewegungsablauf und zeigt sich somit – nicht nur optisch – sehr unauffällig.

Der Zugang zum Innern der Satteltasche erfolgt wie üblich von hinten über einen Reißverschluss. Im Verschlussdeckel ist ein kleines Netzfach für kleinere Gegenstände wie Kleingeld oder Flickzeug vorhanden. Ein am Deckel befestigter Schlüsselkarabiner gewährleistet, dass der Schlüssel nicht abhanden kommt. Im Fach selber befinden sich keine weiteren Unterteilungen. Für ein besseres Erkennen von innen befindlichen Gegenständen wurde der Innenraum knallig gelb gestaltet.

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Die Maße der XLC Satteltasche BA-S59 im Test beträgt 15 x 7,5 x 9 Zentimeter, das ergibt einen Stauraum von ungefähr 0,45 Litern. Neben diesem Modell ist auch eine größere Variante mit 0,8 Litern Stauraum erhältlich. Der Platz der kleineren Version reicht bereits für Multitool, Reifenheber, Flickzeug, Kleingeld, Einweg-Regenjacke sowie Rennradschlauch. Bei Mitnahme eines MTB Schlauchs muss dementsprechend Platz eingespart werden, beispielsweise durch Weglassen der Einweg-Regenjacke.

Lange Regenfahrten sollten der XLC Satteltasche BA-S59 bzw. den innen befindlichen Gegenständen erspart bleiben – oder es muss für Regenschutz gesorgt werden. Hier fehlt leider ein Regencover. Für Regen- und Nachtfahrten sorgt der Reflektorstreifen an der Außenseite des Deckels für eine Wahrnehmung durch andere, von hinten herannahende Verkehrsteilnehmer. Eine Extra-Lasche ermöglicht die Befestigung eines LED Rücklichts.

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Fazit XLC Satteltasche BA-S59

Kleine Satteltasche mit mächtig Stauraum! Die XLC Satteltasche BA-S59 lässt sich schnell befestigen, die Klettstreifen ermöglichen einen universellen Einsatz. Der Halt ist bombastisch, beim Fahren begeistert die Unauffälligkeit. Wir vermissen lediglich ein Regencover!

Produktdetails XLC Satteltasche BA-S59

  • Preis 15,95 Euro
  • Gewicht: 83 Gramm
  • Stauraum: 0,45 Liter
  • ISBN: 4055149048013
  • www.xlc-parts.com

XLC Plattformpedal Colour Edition PD-M14 – Test

Das XLC Plattformpedal Colour Edition PD-M14 macht seiner Bezeichnung alle Ehre! Es ist nicht nur eines der flachsten Flat-Pedals auf dem Markt, sondern trotzt auch mit aktuellen Trendfarben dem langweiligen Allerlei. Wir haben uns ein Pärchen des ultraflachen Plattformpedals geschnappt und ausgiebig für Euch getestet.

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Optisch ist das XLC Plattformpedal Colour Edition PD-M14 äußerst gelungen. Die flache Bauweise, die großflächigen Aussparungen und die feinen Querstreben lassen das Pedal geradezu filigran wirken. Ein Eindruck, der sich beim Blick auf die Waage bestätigt: Das Pärchen wiegt lediglich 330 Gramm. Die Trittfläche des Pedals ist mit einer Länge von etwa 94 Millimetern sowie einer Breite von ungefähr 90 Millimetern ausreichend dimensioniert. Wird noch die Breite der ansteigenden Verdickung zum Kurbelarm hin dazu gerechnet, ergeben sich sogar 110 Millimeter – wobei dieser Wert tatsächlich nur als relative Breite bezeichnet werden darf. Der Pedalkörper rotiert geschmeidig um eine gedichtete Achse aus CroMo. In Sachen Lagerung vertraut XLC beim PD-M14 Flat-Pedal auf Cartridge- und Gleitlager.

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Der geschmiedete und CNC-bearbeitete Pedalkörper aus Aluminium weist eine leicht konkave Form auf: An der niedrigsten Stelle im Achsbereich hat der Pedalkörper eine Höhe von nur neun Millimetern, zur dicksten Stelle am äußeren Ende wächst die Höhe auf 10 Millimeter an – wie gesagt: ultraflach! Die Aussparungen sind großzügig bemessen, zudem verfügt das XLC Plattformpedal Colour Edition PD-M14 über eine verkürzte Achsenkonstruktion. Pro Pedal und Seite sollen sechs Pins mit einer Höhe von vier Millimetern einen sicheren Stand gewährleisten. Die Pins sind von oben verschraubt und verjüngen sich. Montiert werden die Pedale mittels eines 6 mm Innensechskantschlüssels.

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Die Verarbeitung des Pedals weiß zu überzeugen, wobei das zu einem Preis von knapp 100 Euro sicherlich auch erwartet werden darf. Erhältlich ist das Flat-Pedal in sechs Farben: Titanfarben, schwarz, rot, blau, orange und – im Test – limegreen. Im Praxistest überzeugte uns das PD-M14 Plattformpedal mit einem vom Wetter und den Witterungsbedingungen unabhängigen, guten Grip. Die 4 mm hohen Pins beißen sich in der Sohle fest, die konkave Bauform sorgt zusätzlich für ein Plus an Halt. Dank der großflächigen Aussparungen bietet das Pedal bei matschigen Verhältnissen eine gute Selbstreinigung.

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Die verkürzte Achsenkonstruktion, die eine Trittposition unmittelbar auf Pedalachsenhöhe ermöglicht, bietet hohe Fahrsicherheit. Druck und Power lassen sich ideal auf das Pedal übertragen, das Bike lässt sich so perfekt pushen und in jede gewünschte Richtung manövrieren. Die optisch sehr auffallende Verdickung des Pedalkörpers zum Kurbelarm hin störte uns beim Fahren in keiner Weise. Die Strapazen des Tests hat das XLC Plattformpedal Colour Edition PD-M14 überraschend gut überstanden. Abgesehen von den üblichen Macken am Pedalkörper begeistert das Pedal immer noch mit einer tollen Optik und reibungslosen Funktion.

Fazit XLC Plattformpedal Colour Edition PD-M14

Das XLC Plattformpedal Colour Edition PD-M14 überzeugt mit einer soliden und sauberen Verarbeitung, einem guten Grip und Stabilität – eine tolle Optik gibt’s noch obendrein.

Produktdetails XLC Plattformpedal Colour Edition PD-M14

  • Geschmiedeter, CNC-bearbeiteter Aluminiumkörper
  • CroMo-Achse, gedichtet
  • Pins auswechselbar (Ersatzpins sind nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Gewicht Paar: 330 Gramm
  • Preis: 99,95 Euro
  • http://www.xlc-parts.com

Werkstatt: Federgabel und Dämpfer beim MTB einstellen

Ausgestattet mit Federgabel und Dämpfer meistern moderne Mountainbiker selbst die schwierigsten technischen Trails. Doch nur ein perfekt eingestelltes Fahrwerk kann sein volles Potenzial entfalten und dem Rider maximalen Fahrspaß bieten. Unsere Kollegen von pressedienst-fahrrad erklären anschaulich, wie jeder Biker sein passendes, individuelles Setup findet.

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1. Federgabel und Dämpfer Grundbegriffe/Glossar:

Warum Federung? Die Aufgabe jeder Federung ist es, das gefederte Rad bzw. die gefederten Räder am Boden zu halten. Nur am Boden kann ein Rad Seitenführungs-, Antriebs- und Bremsmomente übertragen.

Feder/Dämpfer: Jedes Federelement besitzt eine Federungs- und Dämpfungsfunktion. Moderne Federelemente setzen für die Federungsfunktion meist auf Luftkammern, seltener auf Spiralfedern aus Stahl oder Titan. Die Dämpfungsfunktion übernimmt bei allen meist Öl. Jede Ein- wie Ausfederbewegung wird gedämpft, sprich kontrolliert. Ein Ausfedervorgang ohne Dämpfung wie z. B. bei einer einfachen Spiralfeder würde das ausfedernde Rad nach dem Überfahren eines Hindernisses unkontrolliert springen lassen und so ein unruhiges Fahrverhalten zum Ergebnis haben.
Negativfederweg (engl. „sag“): Der Federweg, der allein durch das Aufsitzen genutzt wird, ohne dass das Rad in Bewegung ist oder Hindernisse überrollt. Der Negativfederweg dient dazu, dass das Federelement (Federgabel oder Dämpfer/Federbein) im Fahrbetrieb mit geringstem Losbrechmoment in beide Richtungen arbeiten kann, also sowohl ein- als auch ausfedern. Letzteres ist etwa beim Überfahren von Löchern wichtig – ohne Negativfederweg würde das gesamte Rad in das Loch „hineinfallen“, durch den Sag federt das entsprechende Federelement aus und stellt sofort Bodenkontakt her.
Federhärte: Beschreibt den Widerstand, den das Federelement dem Einfedervorgang entgegensetzt. Luftfederungen zeichnen sich durch eine extrem einfache Anpassbarkeit der Federhärte über den Luftdruck aus und lassen sich per Spezial-Luftpumpe z. B. für verschiedene Fahrergewichte einstellen. Stahl- oder Titanfedern müssen zur Veränderung der Federhärte gewechselt werden.
Zugstufendämpfung (engl. „rebound“): Beschreibt das Maß, in dem die Ausfederbewegung des Federelementes (Belastung auf Zug) gedämpft wird. Eine stärkere Dämpfung bewirkt eine verlangsamte Ausfederbewegung.
Druckstufendämpfung (engl. „compression“): Beschreibt das Maß, in dem die Einfederbewegung des Federelements (Belastung auf Druck) gedämpft wird. Eine stärkere Dämpfung bewirkt eine verlangsamte Einfederbewegung.
Klicks: Die Einstellrädchen für Zug- und Druckstufe der Federelemente sind gerastert. Eine Drehung des Einstellers zur nächsten Raststufe verursacht ein deutlich vernehmbares Klick-Geräusch. Deshalb hat sich eingebürgert, von einer Veränderung um eine Raststufe als „ein Klick“ zu sprechen.

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2. Mountainbike Fahrwerk richtig einstellen – aber wie?

Schritt 1: Regelkreisprinzip
Alle hier genannten Startwerte und Faustregeln sind der Versuch, etwas zu verallgemeinern, was eigentlich nicht verallgemeinerbar ist. Zu verschieden sind persönliche Vorlieben, Streckenbeschaffenheiten oder Kinematiken (konstruktive Gegebenheiten wie die Anlenkung der Federung in unterschiedlichen Rahmen), um das eine allein seligmachende Setup zu finden. Ziel ist lediglich ein Start-Setup, das gut genug funktioniert, um sich von dort aus ggf. an das je nach Bedingungen und Vorlieben optimale Setup heranzutasten. Zum Ausprobieren und Verbessern einer Ausgangseinstellung empfiehlt es sich, auf einem wohlbekannten Trail/Wegabschnitt eine Probefahrt zu machen. Dieser sollte den Fahrer technisch nicht überfordern, denn je mehr Konzentration für die schlichte Bewältigung der Fahrsituation aufgebracht werden muss, desto weniger Konzentration bleibt übrig, um die Funktion der Federelemente zu bewerten. Nimmt man Veränderungen an der Basiseinstellung vor, sollte man immer nur jeweils einen Parameter ändern, erklärt Vincent Stoyhe vom MTB-Experten Nicolai: „Ändert man mehrere Parameter gleichzeitig, kann man möglicherweise Ursache und Wirkung eines veränderten Fahrverhaltens keinem der Parameter eindeutig zuordnen.“ Zudem sollte man sich über kleinschrittige Veränderungen langsam an das gewünschte Ergebnis herantasten, etwa indem man die Zugstufendämpfung schrittweise um je zwei Klicks erhöht, bis sich das Fahrwerk zu „langsam“ anfühlt und dann ggf. in die Gegenrichtung feinjustiert.

Schritt 2: Federhärte und Negativfederweg einstellen
Zunächst wird die Federhärte auf das Fahrergewicht angepasst. Bei den seltenen Stahl- und Titanfedern in Gabel oder Dämpfer gibt es in der Regel verschiedene Federn als Zubehör, die jeweils bestimmte Gewichtsbereiche abdecken, z. B. von 70 bis 90 Kilogramm Fahrergewicht. Austausch oder Umbau sollte in diesem Fall der Fachhändler übernehmen. Wesentlich verbreiteter sind Luftfederelemente. Hier kann in einem weiten Bereich die Federhärte über den Luftdruck eingestellt werden. Dafür wird eine spezielle Dämpferpumpe benötigt, betont Carsten Wollenhaupt vom Komponentenhersteller Sram, dem der Federungsspezialist Rock Shox angehört: „Typische Standpumpen arbeiten in einem geringeren Druckbereich. Ihre Manometer sind außerdem zu ungenau und ihr Kammervolumen zu groß, um die benötigten kleinschrittigen Anpassungen vorzunehmen.“

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Der benötigte Luftdruck wird über den gewünschten Negativfederweg eingestellt. Als Faustregel sollte man zwischen 20 und 30 Prozent Negativfederweg wählen. Je mehr Federweg zur Verfügung steht und je mehr Komfort der Fahrer wünscht, desto größer der zu wählende Sag. Diese Faustregel gilt sowohl für Vorder- als auch für Hinterradfederung. Einige Hersteller geben auf ihren Federelementen Luftdruckempfehlungen gestaffelt nach Fahrergewicht an. Das erleichtert es immens, einen tauglichen Ausgangswert zu finden. Ist dies nicht der Fall, hilft der Blick in die Bedienungsanleitung. Dort sind Minimal- und Maximalwerte für den Luftdruck angegeben, an denen man sich grob orientieren kann.

Ist ein Ausgangswert für den Luftdruck eingestellt, schiebt man die O-Ringe auf den Standrohren bzw. dem Kolben auf den minimal möglichen Federweg und nimmt die Grundposition auf dem Rad ein (mit leicht gebeugten Armen und Beinen zentral über dem Tretlager stehend). Eine zweite Person, die das Rad dabei stabilisiert, ist hilfreich. Alternativ kann man sich leicht mit dem Ellenbogen etwa an einer Wand abstützen. Nun steigt man vorsichtig ab, ohne auf dem Rad zu wippen. Der O-Ring hat sich beim Einfedern so weit verschoben, wie der Federweg durch Aufsitzen ausgenutzt wurde. Dann misst man, wie viele Zentimeter Federweg in der Grundposition genutzt wurden und setzt das ins Verhältnis zum maximal zur Verfügung stehenden Federweg. Auf die Gleitflächen gedruckte Skalen erleichtern etwa bei Rock Shox das Bemessen des Negativfederwegs. Ansonsten hilft ein Zollstock. Stellt man eine Federgabel mit 120 Millimeter Federweg ein und will einen Sag von 25 Prozent erzielen, sollte sich der O-Ring am Standrohr durch die oben beschriebene Prozedur um 30 Millimeter verschoben haben.

„Bei der Einstellung einer Hinterbaufederung gilt es zu beachten, dass diese anders als eine Federgabel durch ihre Anlenkung übersetzt“, gibt Vincent Stoyhe zu bedenken. Ein Beispiel: Ein Hersteller gibt 120 Millimeter Federweg am Hinterbau an. Der Kolben (der bewegliche Teil) des Dämpfers/Federbeins führt dazu einen maximalen Hub von 57 Millimetern aus. Der Hinterbau ist in diesem Fall um den Faktor 2,1 übersetzt. Stellt man nun den Sag auf die oben beschriebene Weise ein, setzt man den durch die Verschiebung des O-Rings angezeigten genutzten Weg ins Verhältnis zum maximalen Kolbenhub des Dämpfers/Federbeins, nicht zum angegebenen Federweg des Hinterbaus. Den maximalen Kolbenhub findet man entweder aufgedruckt oder ermittelt ihn durch Messen der Kolbenlänge im unbelasteten Zustand. Will man im genannten Beispiel wiederum einen Sag von 25 Prozent einstellen, sollte sich durch die bekannte Prozedur der O-Ring am Dämpfer/Federbein also um ca. 14,5 Millimeter verschieben (25 Prozent von 57 Millimetern Dämpferhub).
Nutzt man in der beschriebenen Position jeweils weniger als den gewünschten Negativfederweg, reduziert man den Luftdruck im Federelement. Nutzt man umgekehrt mehr, erhöht man ihn.

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Schritt 3: Zugstufendämpfung
Stimmt der Negativfederweg, stellt man im zweiten Schritt die Zugstufendämpfung ein. Dazu dreht man das Einstellrad für Rebound/Zugstufe Klick für Klick in die gewünschte Richtung. Die Bedienungsanleitung des Federelements verrät, wo sich das Einstellrad am Federelement findet. Die Dämpfung wird von der offenen, sprich ungedämpften Position aus gemessen und eingestellt. Das Einstellrad ist mit „+“ und „-“ beschriftet, wobei „+“ mehr Dämpfung, also eine langsamere Ausfedergeschwindigkeit bezeichnet. Rock Shox ergänzt diese Angabe um zwei eindeutige Piktogramme. Der Hase steht für schnelles Ausfedern/weniger Dämpfung, die Schildkröte für langsames Ausfedern/mehr Dämpfung.

Bei einem vollgefederten MTB (Fully) beginnt man am besten mit der Einstellung der Federgabel. Bei einem ausschließlich frontgefederten MTB (Hardtail) erübrigt sich diese Wahl natürlich. Zunächst sollte man die Dämpfung ganz öffnen, indem man das Einstellrad vollständig zu „-“/Hase dreht. Nun federt man die Gabel ein, indem man sich neben den Lenker stellt und die Gabel durch Drücken mit dem gesamten Oberkörper so weit wie möglich komprimiert. „Es kann hilfreich sein, dazu die Bremsen zu ziehen, da einem das Rad dann nicht wegrollen kann“, erläutert Heiko Böhle vom Radhersteller Felt. Nun lässt man ruckartig den Lenker los und beugt sich zurück. Die Gabel federt schlagartig und ungedämpft aus, wobei das Vorderrad in der Regel den Bodenkontakt verliert. Diesem Effekt gilt es nun zu begegnen, indem man Schritt für Schritt die Dämpfung so weit erhöht (Dreh in Richtung „+“/Schildkröte), bis das Vorderrad gerade eben nicht mehr abhebt. Nun ist eine taugliche Basiseinstellung erreicht.

Die richtige Abstimmung des Hinterbaus ist komplizierter. Früher gab man gern die Empfehlung, die Dämpfung so einzustellen, dass nach dem Überfahren eines Bordsteins der Hinterbau nur einmal „nachwippt“. Das ist allerdings schwierig zu bemessen und eine sehr pauschale Einstellung. Besser kann es sein, wieder ausgehend von einer komplett offenen Dämpfung („-“/Hase) diese Klick für Klick so weit zu erhöhen („+“/Schildkröte), bis sich die Ausfederbewegung der des Vorderrads vergleichbar anfühlt. Als Basiseinstellung sollte man einen mittleren Zustand anstreben, in dem der Hinterbau weder ruckartig ausfedert noch die Ausfederbewegung des Dämpfers spürbar langsam und zäh ist. Dazu komprimiert man wieder das Federelement durch Druck auf den Sattel oder das Oberrohr und lässt dann ruckartig los.

Aufgrund des komplexen Wechselverhältnisses zwischen Hinterbaukinematik und Dämpfer ist eine Faustregel in Klicks schlicht nicht zu geben. Dämpfer X kann in einem bestimmten Hinterbau mit drei Klicks Dämpfung genauso schnell oder langsam ausfedern wie Dämpfer Y im selben Hinterbau mit 15 Klicks. Man sollte allerdings darauf achten, dass der Hinterbau nicht nennenswert schneller ausfedert als die Federgabel. Beim Überrollen von Hindernissen wie z. B. Stufen kann dies sonst ein sehr frontlastiges Fahrverhalten bis hin zu Überschlaggefühlen verursachen. „Um das zu erproben, rollt man idealerweise eine kleine Proberunde mit dem Rad und komprimiert und entlastet während der Fahrt ruckartig Gabel und Dämpfer, um die Ausfederbewegung zu beobachten“, rät Böhle.

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Schritt 4: Druckstufendämpfung
Hochwertige Federelemente besitzen neben den oben beschriebenen Optionen eine externe Einstellmöglichkeit der Druckstufendämpfung. Oft ist diese als sogenannte Plattformdämpfung in drei Stufen einstellbar. In diesem Falle ist die Druckstufendämpfung ein Parameter, den man durchaus während der Fahrt verändern kann: offen/aktiv für den technischen Trail, halboffen/leicht gedämpft für die Auffahrt auf Schotter, geschlossen/Lockout im Wiegetritt. Je stärker man die Druckstufendämpfung erhöht, desto langsamer federt das Federelement ein, sowohl bei Druck von oben (etwa im Wiegetritt), wie auch bei Schlägen vom Untergrund. „Deshalb sollte man eine eventuell geschlossene Druckstufe wieder öffnen, wenn man von Schotter oder Asphalt ins Gelände abbiegt“, mahnt Nicolai-Mann Stoyhe.
Ist die Druckstufe nicht dreistufig, sondern klassisch über viele Klicks verstellbar oder liegt eine Kombination beider Technologien vor, sucht man wie bei Zugstufe und Federhärte zunächst eine Basiseinstellung. Anders als die eben genannten, stellt die richtige Einstellung der Druckstufe aber bereits ein höheres Level dar und setzt eine gewisse Erfahrung dabei voraus, die Bewegungen der Federelemente während der Fahrt wahrzunehmen und auf die eigenen Vorlieben anzupassen.

Bevor man eine Grundeinstellung sucht, sollte man sich kurz überlegen, was man von der Federung möchte. Sucht man maximalen Komfort, sollte man den geschmeidigen Einfedervorgang z. B. nicht dadurch bremsen, dass man die Druckstufendämpfung erhöht. Ist man umgekehrt ein Fahrer, der aktiv mit dem Oberkörper oder aus den Beinen heraus fährt oder oft in den Wiegetritt geht, kann es sinnvoll sein, nicht die Federhärte, sondern die Druckstufendämpfung zu erhöhen. Das verhindert nämlich ein Wegtauchen der Gabel bei Krafteinwirkung durch den Fahrer, ohne die Funktion der Federung durch „totpumpen“, das heißt zu viel Druck, zu behindern. Ist Ersteres der Fall, kann man die Druckstufe getrost offen lassen und justiert erst dann nach, wenn man während der Fahrt den Eindruck hat, die Federung würde zu stark wippen oder zu sehr auf Fahrer-Input reagieren. Trifft das Zweite zu, sollte man als Ausgangseinstellung eine moderat geschlossene Druckstufe wählen, z. B. fünf von 15 Klicks. „Bei der Trockenübung im Stand sollte das Federelement immer noch geschmeidig einfedern“, so Christian Malik, Produktmanager bei Haibike.

Eine Besonderheit ist die Trennung der Druckstufendämpfung in High- und Low-Speed-Compression, wie sie bei Oberklasse-Federelementen vorkommt. Die Low-Speed-Dämpfung beeinflusst die Einfedergeschwindigkeit bei langsamer Krafteinwirkung wie etwa Druck vom Fahrer, während die High-Speed-Dämpfung die Einfedergeschwindigkeit bei schneller Krafteinwirkung wie etwa Bremswellen oder Wurzelteppichen reguliert. Diese letzte Einstellmöglichkeit verweigert sich jeder Faustregel und sollte individuell je nach Streckenbeschaffenheit und Bedürfnissen des Fahrers feinjustiert werden (s. FAQ).

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Schritt 5: Luftkammer-Spacer
Eine weitere Experteneinstellung besteht in der Verkleinerung des Luftvolumens in der Federseite des Federelements durch den Einbau sogenannter „Volume-Spacer“, wie etwa der „Bottomless Tokens“ für Rock-Shox-Gabeln. „Der Einbau ist mit wenigen Handgriffen in Federgabel oder Dämpfer zu erledigen“, weiß Malik.
Eine Verkleinerung des Luftvolumens im Federelement führt zu einer progressiveren Kennlinie. Das heißt, das Verhältnis von Krafteinwirkung zu freigegebenem Federweg steigt im Verlauf der Einfederbewegung nicht mehr linear, sondern progressiv an. Je mehr Federweg man also nutzt, desto größer wird der Widerstand dagegen, noch mehr Federweg zu nutzen. Das ist etwa als Durchschlagreserve bei großen Sprüngen sinnvoll. Die ersten 80 Prozent des Federwegs würden beispielsweise normal und leichtgängig nutzbar sein, während der Gegendruck aus der Federung für die letzten 20 Prozent enorm steigen würde – als Notfallreserve und Durchschlagschutz. Ein erhöhter Luftdruck und damit eine größere Federhärte hätten hier nicht denselben Effekt, da diese Maßnahme eine Verschlechterung des Einfederverhaltens auch auf den ersten 80 Prozent des Federwegs bedeuten würde. Auch die Veränderung der (Low-Speed-)Compression hätte nicht denselben Effekt, da diese die Kennlinie zu Beginn des Federwegs beeinflusst und nicht an dessen Ende.

Schritt 6: Aufschreiben
Hat man nun seine Basiseinstellung gefunden, ist es unbedingt ratsam, diese als Ausgangspunkt für weitere Experimente und zur Sicherheit gegen unbeabsichtigte Veränderungen zu notieren und aufzubewahren (etwa gemeinsam mit der Bedienungsanleitung).

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3. FAQ Federgabel und Dämpfer einstellen

Problem: Das Rad fühlt sich nervös an. Bei aufeinanderfolgenden Unebenheiten verstärkt sich der Effekt.
Lösungsansatz: Zugstufe/Rebound langsamer drehen (mehr Dämpfung).

Problem: Bei aufeinanderfolgenden Unebenheiten verhärtet das Fahrwerk oder stellt nicht den gleichen Federweg wie zu Beginn der Passage bereit.
Lösungsansatz: Zugstufe/Rebound schneller drehen (weniger Dämpfung).

Problem: Die Federgabel taucht beim Bremsen oder in Kurven stark weg bzw. nutzt sehr viel Federweg, ohne dass nennenswerte Hindernisse überrollt werden. Das Fahrwerk „wippt“ stark und fühlt sich sehr schwammig an.
Lösungsansatz: Negativfederweg kontrollieren. Ist dieser zu hoch (über 30 Prozent), muss der Luftdruck erhöht werden. Stimmt der Negativfederweg, (Low-Speed-)Compression erhöhen (mehr Dämpfung).

Problem: Das Fahrwerk ist unsensibel, nimmt Schläge nicht auf, leitet Vibrationen weiter.
Lösungsansatz: Negativfederweg kontrollieren. Ist dieser zu niedrig (unter 20 Prozent), Luftdruck vermindern. Stimmt der Negativfederweg, sollte die (Low-Speed-)Compression vermindert werden (weniger Dämpfung).

Problem: Beim Überfahren/-springen von Stufen lande ich immer zuerst auf dem Vorderrad.
Lösungsansatz: Zugstufe der Gabel überprüfen, ggf. schneller ausfedern lassen (weniger Dämpfung). Stimmt die Zugstufeneinstellung der Gabel, Zugstufendämpfung im Hinterbau erhöhen.

Text: pd-f/ab

Alle Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!

Werkstatt: MTB Scheibenbremsbeläge wechseln

Scheibenbremsen sind aus dem modernen Mountainbike Sport ebenso wenig wegzudenken wie Federgabeln, selbst bei Rennrädern kommen die Disc-Stopper immer mehr zum Einsatz. Die Scheibenbremsbeläge gehören zu den stark beanspruchten Verschleißteilen und müssen daher im Laufe der Zeit ersetzt werden.

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Welches Material wird benötigt?

Für das Wechseln der MTB Scheibenbremsbeläge werden abhängig vom Modell entweder Innensechskant- oder Torxschlüssel benötigt, desweiteren muss noch eine Spitzzange und ein Bremskolbenrücksteller vorhanden sein. Ein Montageständer ist Gold wert und erleichtert das Arbeiten immens. Zum Säubern und Pflegen kann ein weicher Lappen und vom Bremsen-Hersteller freigegebene Bremsflüssigkeit nicht schaden.

Preiswerte Alternative zum Original: XLC Scheibenbremsbeläge

Im Handel finden sich, neben den Bremsbelägen des Bremsenherstellers, eine Vielzahl an Alternativen zum Original. Machen wir uns nichts vor: Nicht immer ist der Griff zur preiswerteren Nachbildung die bessere Entscheidung! Die Scheibenbremsbeläge von XLC gehören zu denen, die allerdings bedenklos empfohlen werden können. Alle XLC Scheibenbremsbeläge sind selbstverständlich nach EN-Standard geprüft. Angeboten werden abhängig vom Bremsenmodell sowohl organische als auch gesinterte Bremsbeläge. Wir haben uns – bei XLC an der orange lackierten Bremsbelagrückseite erkennbar – für organische Bremsbeläge entschieden, die für alle Witterungsverhältnisse geeignet sind und sich durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen guter Bremsleistung und niedrigem Verschleiß auszeichnen. Neben den einzelnen Belägen sind von XLC auch Brakepads in einer 25er-Box erhältlich – ideal für Werkstätten, Teams oder Vereine. Mehr Infos hierzu unter www.bike-parts.de

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MTB Scheibenbremsbeläge wechseln: Die ersten Schritte

Am einfachsten und sichersten gestalten sich die Arbeiten an der Bremsanlage mit Hilfe eines Montageständers. Der Montageständer gewährleistet auch bei ruppigeren Arbeiten einen festen Stand des Fahrrades. Der Wechsel der Bremsbeläge kann nicht mit einem eingebauten Laufrad erfolgen, daher: Das Laufrad muss raus! Dank Schnellspanner bzw. Schraubachse zum Glück eine schnelle und unkomplizierte Geschichte.

Führungsbolzen bzw. Halterungsschraube entfernen

Gesichert und gehalten werden die Bremsbeläge von einem Führungsbolzen bzw. der Halterungsschraube. Auch wenn die Hersteller hierbei mit eigenen Lösungen aufwarten, das Prinzip bleibt immer das gleiche. Gesichert werden der Bolzen bzw. die Schraube durch einen Splint oder Sicherungsclip. Im Gegensatz zum Sicherungsclip müssen bei einem Splint zunächst die umgebogenen Enden gerade ausgerichtet werden. Jetzt mit einer Spitzzange den Splint herausziehen bzw. den Sicherungsclip entfernen. Erst dann kann der Führungsbolzen bzw. die Halterungsschraube mit einem Innensechskant- oder Torx-Schlüssel herausgedreht werden.

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MTB Scheibenbremsbeläge entnehmen

Die Scheibenbremsbeläge können nun zusammen mit der Spreizklammer aus dem Bremssattel herausgezogen werden. Ein Blick auf die Bremsbeläge gibt darüber Aufschluss, ob die Bremse ordnungsgemäß funktioniert oder ein Fehler vorliegt. Beide Bremsbeläge sollten gleich und plan abgenutzt sein. Einseitig abgenutzte Bremsbeläge können auf einen klemmenden Kolben hinweisen. Bei Unregelmäßigkeiten also ab in die Fachwerkstatt! Nach der Entnahme der MTB Scheibenbremsbeläge kann ein vorsichtiges Säubern der Bremskolben mit einem weichen Lappen nicht schaden. Zur Pflege der Dichtungen vorsichtig etwas (!) Bremsflüssigkeit auftragen, allerdings unbedingt darauf achten, nur vom Hersteller freigegebene Bremsflüssigkeit zu verwenden. Überschüssige Bremsflüssigkeit entfernen – logisch, sie darf später natürlich nicht auf die Bremsfläche der Beläge gelangen!

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Bremskolben zurückdrücken

Jetzt wird’s ein bisschen kniffelig: Bei hydraulischen Scheibenbremsen müssen die Bremskolben zurück gedrückt werden. Durch die automatische Belagnachstellung haben sich die Kolben im Laufe der Zeit immer weiter aufeinander zubewegt. Mit dem Zurückdrücken der Kolben schaffen wir Platz für die neuen, unverschlissenen Beläge. Im Handel gibt es für diese Arbeit, die bei unsachgemäßer Durchführung erhebliche Schäden an der Bremse verursachen kann, spezielles Werkzeug, den sogenannten Bremskolbenrücksteller. Zur Not kann aber auch mit einem Reifenheber aus stabilem Kunststoff gearbeitet werden, nur sollte keinesfalls ein Schraubendreher zum Einsatz kommen. Bremskolben so weit zurück drücken, bis diese mit dem Gehäuse abschließen.

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Einsetzen der neuen Mountainbike Bremsbeläge

Die neuen Bremsbeläge werden mitsamt der Spreizklammer in den Bremssattel eingesetzt. Achtung: Bei asymetrischen Belägen unbedingt darauf achten, dass diese richtig ausgerichtet sind! Sonst passen die Halteschenkel für den Führungsbolzen nicht zu den Bohrungen im Gehäuse. Sobald die Bremsbeläge ausgerichtet sind muss der Führungsbolzen bzw. die Halterungsschraube eingesetzt und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment verschraubt werden. Danach NICHT den Sicherungssplint bzw. den Sicherungsclip vergessen! Splint umbiegen und somit gegen herausrutschen sichern. Bei Verwendung eines Sicherungsclips daurauf achten, dass dieser sitzt! Danach Laufrad einbauen und Probe fahren! Nochmal Achtung: Neue Bremsbeläge müssen eingebremst werden!

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Die Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!

Canyon Dude CF 8.0 Fatbike Test

Mit dem Test des Canyon Dude CF 8.0 wollen wir auch direkt eine Lanze für das Fatbike brechen. Für viele Nicht-Fatbiker ist lediglich der Einsatz bei Schnee ein wirklich einleuchtendes Argument für die Anschaffung eines Fatbikes. Schwerfällig, lahm und kaum vom Fleck zu bewegen, mit diesen Vorurteilen muss sich das Fatbike seit seiner Markteinführung herumschlagen. Das Canyon Dude CF 8.0 ist der beste Beweis dafür, dass ein Fatbike auch ohne winterliche Bedingungen eine agile und vielseitige Trail-Rakete sein kann!

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Die Koblenzer Bikeschmiede führt in ihrem Sortiment unter dem Modellnamen Dude vier Fatbikes zu Preisen zwischen 2199 und 2899 Euro. Alle Canyon Fatbikes verfügen über den Dude Carbonrahmen, Unterschiede gibt es bei den verbauten Parts und bei der Gabel. Sowohl das Canyon Dude CF 8.0 als auch das Canyon Dude CF 9.0 Unlimited sind mit der starren Carbongabel Canyon Rude CF ausgestattet, die beiden anderen Modelle CF 9.0 und CF 9.0 SL kommen mit Rock Shox Bluto RL Federgabel. Uns stand für den Test das preisgünstigste Canyon Fatbike Dude CF 8.0 zur Verfügung.

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Erhältlich ist das Canyon Dude CF 8.0 in drei Rahmengrößen, unser Testbike hatte die Größe M. Die fette Optik des Bikes wird durch den sauber verarbeiteten Rahmen, die kantige Gabel und natürlich die dicken Pellen bestimmt. Komplettiert werden die DT Swiss BR 2250 Laufräder mit 4.0″ breiten Schwalbe Jumbo Jim Reifen. Die Reifen aus dem Hause Schwalbe sind uns natürlich bereits bestens bekannt, die Stärken sind der ordentliche Grip und die fette Traktion in Verbindung mit dem niedrigen Rollwiderstand. In dieser für Fatbikes „schlanken“ Breite unterstützen die Reifen eine aggressive und sportliche Fahrweise.

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Schaltungstechnisch kann sich der Rider beim Canyon Dude CF 8.0 auf einen zuverlässigen und harmonischen Mix aus Shimano XT Schaltwerk, Shimano XT Umwerfer und Shimano SLX Schaltgriffe verlassen. Zur Verfügung stehen 2×10 Gänge, was einen sehr breiten Übersetzungsbereich gewährleistet. Für die Verzögerung ist die Shimano BR-M506 Scheibenbremse verantwortlich, gekurbelt wird mit der e.thirteen trs Fatbike-Kurbel. Einige Parts wie der Lenker oder Vorbau stammen aus eigenem Hause. Die voluminöse Optik des Canyon Dude CF 8.0 zeigt sich allerdings nicht beim Blick auf die Waage: 12,2 Kilogramm ohne Pedale, das ist verdammt leicht!

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Ein auf dem Oberrohr mit zwei Hohlschrauben montierter Sockel (Impact Protection Unit) verhindert, dass bei einem Sturz das Oberrohr durch den Lenker beschädigt wird. Die Hohlschrauben sind für einen mittleren Einschlag ausgelegt, bei härteren Einschlägen wie zum Beispiel einem heftigen Sturz dienen die Schrauben als Sollbruchstelle. Die spezielle Rahmenführung im Bereich des Sitzknotens erlaubt das Montieren von Reifen bis 4.8″. Die variablen Ausfallenden bieten zwei Positionsmöglichkeiten, womit die Kettenstrebenlänge bzw. der Radstand um 16 mm verändert werden kann.

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Konzipiert wurde das Dude für den Spaß auf dem Trail, und da muss man den Hut vor den Entwicklern ziehen: Die Umsetzung der Vorgaben ist ihnen perfekt gelungen! Geschmeidig wie eine Raubkatze gleitet das Canyon Dude CF 8.0 über die Trails, der kernige Vortrieb und die Agilität des Fatbikes verdienen Bestnoten. Das direkte, aber dennoch gutmütige Lenkverhalten vermittelt dem Rider selbst in ruppigen Passagen absolute Kontrolle über das Geschehen. Die bemerkenswerte Laufruhe und beeindruckende Spurstabilität bei hohem Tempo geben dem Rider ein klares und eindeutiges Feedback: Bremse auf und weiter Kette geben!

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Die Schwalbe Reifen tragen ihren Teil dazu bei, dass das Canyon Dude CF 8.0 wie ein Brett auf dem Trail liegt. Traktion und Grip begeistern, auf Wurzeln und in Steinfeldern ebenso wie auf Waldboden, egal ob dieser nun trocken, matschig oder verschneit ist. Weite Touren lassen sich mit dem Canyon Fatbike dank des niedrigen Rollwiderstandes der Reifen und der angenehmen Sitzhaltung ebenfalls ohne Probleme unternehmen. Die Uphill-Eigenschaften sind gut, mit der kurzen Kettenstrebenlänge wird die Nase allerdings etwas leicht. Der Übersetzungsbereich der Schaltung lässt auch im Mittelgebirge keine Wünsche offen. Was wir an dem Canyon Dude CF 8.0 wirklich vermisst haben ist eine Vario-Sattelstütze. Somit noch eine gute Nachricht am Schluss: Der Rahmen ist für eine Sattelstütze mit interner Ansteuerung vorbereitet.

Fazit Canyon Dude CF 8.0 Fatbike

Canyon hat mit dem Dude CF 8.0 Fatbike alles richtig gemacht: Tolle Verarbeitung, klasse Fahreigenschaften und als Garant jede Menge Fahrspaß – und das ganzjährig auf den Trails vor der Haustür! Mit dem Canyon Dude CF 8.0 Fatbike reicht die Saison vom 1. Januar bis zum 31. Dezember bei jeglicher Witterung – nicht alle Mountainbikes können das wirklich von sich behaupten!

Produktdetails Canyon Dude CF 8.0 Fatbike

  • Erhältlich in den Größen S, M und L
  • Gewicht ohne Pedale: 12,2 Kilogramm in der Größe M
  • Preis: 2.199,00 Euro
  • www.canyon.com

Rahmengeometrie Canyon Dude CF 8.0 Fatbike*

Rahmengröße S M L
Sitzrohrlänge 390 445 490
Oberrohrlänge 569 605 642
Steuerrohr 95 120 145
Lenkwinkel 68,5°
Sitzrohrwinkel 74°
Kettenstreben 439/455
Radstand 1104/1120
Stack 605 628 652
Reach 395 425 455
Überstandhöhe 761 781 781
Tretlager-Offset 60
Spacer 25
Vorbaulänge 60
Lenkerbreite 760
Kurbellänge 170 175 175
Sattelstütze Ø 30,9
Sattelstützenlänge 410
Laufradradius inkl. Reifen 373
Laufradgröße 26″
Federweg vorne 100

*Herstellerangaben

Werkstatt: Rennrad Lenkerband wechseln

Die letzte Saison hat deutliche Spuren hinterlassen: Irgendwie sieht das Lenkerband aus, als hätte sich ein Frettchen über den Lenker hergemacht! Doch kein Problem, mit geringem Kostenaufwand und wenigen Handgriffen lässt sich das Übel schnell wieder beseitigen. Wir zeigen, worauf beim Wechseln des Lenkerbandes geachtet werden muss!

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Was wird an Material benötigt?

Erstaunlich wenig: An „Werkzeug“ wird lediglich eine Schere benötigt, von einem Messer raten wir unbedingt ab. Zum Reinigen des Lenkers empfiehlt sich Spiritus oder Waschbenzin. Ebenfalls am Start sollte grobes Gewebeband sein – weshalb erklären wir gleich noch. Last but not least muss natürlich ein neues Set Rennlenkerband vorliegen. Farbe und Ausführung hängt ganz von den individuellen Vorlieben das Fahrers ab.

XLC Lenkerband GR-T08 in schwarz

Wir haben uns für das XLC Lenkerband GR-T08 in schwarz entschieden. Argumente hierfür sind das ausgesprochen gute Preis-Leistungsverhältnis, die sehr gute Griffigkeit des Lenkerbandes und die stoßabsorbierende Gel-Polsterung. Besonders auf Langstrecken dürfen Fahrkomfort und handgelenkschonende Eigenschaften nicht zu kurz kommen – Gründe, weshalb das XLC Lenkerband GR-T08 für uns eine sehr gute Wahl darstellt. Preis: 15,95 Euro.

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Lenker vorbereiten: Die ersten Schritte

Als Erstes die Griffgummis nach vorne klappen und die beiden Lenkerendstopfen entfernen. Jetzt kann mit dem Abwickeln des Lenkerbandes begonnen werden. Keinesfalls ein Messer benutzen – bereits ein feiner Schnitt in das Carbon kann zu einem Bruch des Lenkers führen! Nach dem Abwickeln des Bandes den Lenker säubern und auf Beschädigung kontrollieren. Bei Beschädigung muss der Lenker ausgetauscht werden!

Rutschsichere Unterlage schaffen

Auch wenn das neue Lenkerband einen Klebestreifen hat, sollte eine rutsichere Unterlage geschaffen werden. Hierfür einfach ein Stück grobes Gewebeband im oberen Bereich längs über den Lenker kleben. Ein kleiner Trick, der im nachhinein vor viel Ärger bewahren kann.

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Befestigungsschelle abdecken

Der Bereich der Befestigungsschelle lässt sich beim Lenkerband-Wickeln nicht komplett abdecken, aber auch hier hilft ein kleiner Trick weiter! Einfach ein kurzes Stück vom neuen Lenkerband quer über die Schelle kleben.

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Rennradlenkerband wickeln – Der Anfang

Jetzt kann endlich mit dem Wickeln des Lenkerbandes begonnen werden! Wichtig: Unten am Lenker beginnen, nicht oben! Lenkerband am Lenkerende ansetzen und darauf achten, dass ungefähr die Hälfte des Bandes übersteht. Einmal komplett umwickeln bevor mit der schrägen Führung des Lenkerbandes begonnen wird. Als grobe Regel beim Wickeln gilt, dass der Klebestreifen des Lenkerbandes immer auf dem Lenker liegen sollte. Somit hat ungefähr 2/3 des Lenkerbandes Kontakt zum Lenker, das restliche 1/3 des Bandes sollte überlappen.

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Rennradlenkerband wickeln ohne Wellen oder Beulen

In der Lenkerbiegung wird die Überlappung größer, es sollten aber keineswegs Wellen oder Beulen entstehen. Notfalls wieder ein Stück abwickeln und nochmals beginnen. Eine kleine Herausforderung ist der Bereich der Befestigungsschelle, auch hier auf einen guten Sitz ohne große Wellenbildung achten. Das Lenkerband muss von Anfang bis Ende mit leichtem Zug gewickelt werden. Das XLC Lenkerband GR-T08 lässt sich diesbezüglich hervorragend wickeln und führen.

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Rennradlenkerband wickeln – Der Endspurt

Das Lenkerband solange wickeln bis der Griffbereich komplett abgedeckt ist. Sollte das Band zu kurz sein: Nochmal Abwickeln und von vorne beginnen! Am Ende das Lenkerband schräg auslaufen lassen, nicht rechtwinkelig! Mit der Schere das Rennradlenkerband rechtwinkelig zum Lenker abschneiden, es entsteht also ein Keil bzw. eine Spitze. Auch hier gilt: Finger weg vom Messer!

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Lenkerband sichern und Arbeit beenden

Mit dem mitgelieferten Klebeband oder Isolierband den soeben geschnittenen Lenkerbandabschluss sichern. Zwei oder drei Umwicklungen reichen völlig. Darauf achten, dass kein Grat und keine Angriffsfläche entsteht. Als Nächstes die Griffgummis wieder zurückklappen und das überstehende Lenkerband in die Lenkerenden stopfen. Der letzte Arbeitsschritt ist das Platzieren der Lenkerendstopfen – dem XLC Lenkerband GR-T08 liegen neue Stopfen bei.

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Wie immer gilt: Übung macht den Meister 🙂

Alle Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!