Werkstatt: MTB Scheibenbremsbeläge wechseln

Scheibenbremsen sind aus dem modernen Mountainbike Sport ebenso wenig wegzudenken wie Federgabeln, selbst bei Rennrädern kommen die Disc-Stopper immer mehr zum Einsatz. Die Scheibenbremsbeläge gehören zu den stark beanspruchten Verschleißteilen und müssen daher im Laufe der Zeit ersetzt werden.

mtb-bremsbelag-wechsel-02

Welches Material wird benötigt?

Für das Wechseln der MTB Scheibenbremsbeläge werden abhängig vom Modell entweder Innensechskant- oder Torxschlüssel benötigt, desweiteren muss noch eine Spitzzange und ein Bremskolbenrücksteller vorhanden sein. Ein Montageständer ist Gold wert und erleichtert das Arbeiten immens. Zum Säubern und Pflegen kann ein weicher Lappen und vom Bremsen-Hersteller freigegebene Bremsflüssigkeit nicht schaden.

Preiswerte Alternative zum Original: XLC Scheibenbremsbeläge

Im Handel finden sich, neben den Bremsbelägen des Bremsenherstellers, eine Vielzahl an Alternativen zum Original. Machen wir uns nichts vor: Nicht immer ist der Griff zur preiswerteren Nachbildung die bessere Entscheidung! Die Scheibenbremsbeläge von XLC gehören zu denen, die allerdings bedenklos empfohlen werden können. Alle XLC Scheibenbremsbeläge sind selbstverständlich nach EN-Standard geprüft. Angeboten werden abhängig vom Bremsenmodell sowohl organische als auch gesinterte Bremsbeläge. Wir haben uns – bei XLC an der orange lackierten Bremsbelagrückseite erkennbar – für organische Bremsbeläge entschieden, die für alle Witterungsverhältnisse geeignet sind und sich durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen guter Bremsleistung und niedrigem Verschleiß auszeichnen. Neben den einzelnen Belägen sind von XLC auch Brakepads in einer 25er-Box erhältlich – ideal für Werkstätten, Teams oder Vereine. Mehr Infos hierzu unter www.bike-parts.de

mtb-bremsbelag-wechsel-01

MTB Scheibenbremsbeläge wechseln: Die ersten Schritte

Am einfachsten und sichersten gestalten sich die Arbeiten an der Bremsanlage mit Hilfe eines Montageständers. Der Montageständer gewährleistet auch bei ruppigeren Arbeiten einen festen Stand des Fahrrades. Der Wechsel der Bremsbeläge kann nicht mit einem eingebauten Laufrad erfolgen, daher: Das Laufrad muss raus! Dank Schnellspanner bzw. Schraubachse zum Glück eine schnelle und unkomplizierte Geschichte.

Führungsbolzen bzw. Halterungsschraube entfernen

Gesichert und gehalten werden die Bremsbeläge von einem Führungsbolzen bzw. der Halterungsschraube. Auch wenn die Hersteller hierbei mit eigenen Lösungen aufwarten, das Prinzip bleibt immer das gleiche. Gesichert werden der Bolzen bzw. die Schraube durch einen Splint oder Sicherungsclip. Im Gegensatz zum Sicherungsclip müssen bei einem Splint zunächst die umgebogenen Enden gerade ausgerichtet werden. Jetzt mit einer Spitzzange den Splint herausziehen bzw. den Sicherungsclip entfernen. Erst dann kann der Führungsbolzen bzw. die Halterungsschraube mit einem Innensechskant- oder Torx-Schlüssel herausgedreht werden.

mtb-bremsbelag-wechsel-04

mtb-bremsbelag-wechsel-05

MTB Scheibenbremsbeläge entnehmen

Die Scheibenbremsbeläge können nun zusammen mit der Spreizklammer aus dem Bremssattel herausgezogen werden. Ein Blick auf die Bremsbeläge gibt darüber Aufschluss, ob die Bremse ordnungsgemäß funktioniert oder ein Fehler vorliegt. Beide Bremsbeläge sollten gleich und plan abgenutzt sein. Einseitig abgenutzte Bremsbeläge können auf einen klemmenden Kolben hinweisen. Bei Unregelmäßigkeiten also ab in die Fachwerkstatt! Nach der Entnahme der MTB Scheibenbremsbeläge kann ein vorsichtiges Säubern der Bremskolben mit einem weichen Lappen nicht schaden. Zur Pflege der Dichtungen vorsichtig etwas (!) Bremsflüssigkeit auftragen, allerdings unbedingt darauf achten, nur vom Hersteller freigegebene Bremsflüssigkeit zu verwenden. Überschüssige Bremsflüssigkeit entfernen – logisch, sie darf später natürlich nicht auf die Bremsfläche der Beläge gelangen!

mtb-bremsbelag-wechsel-06

Bremskolben zurückdrücken

Jetzt wird’s ein bisschen kniffelig: Bei hydraulischen Scheibenbremsen müssen die Bremskolben zurück gedrückt werden. Durch die automatische Belagnachstellung haben sich die Kolben im Laufe der Zeit immer weiter aufeinander zubewegt. Mit dem Zurückdrücken der Kolben schaffen wir Platz für die neuen, unverschlissenen Beläge. Im Handel gibt es für diese Arbeit, die bei unsachgemäßer Durchführung erhebliche Schäden an der Bremse verursachen kann, spezielles Werkzeug, den sogenannten Bremskolbenrücksteller. Zur Not kann aber auch mit einem Reifenheber aus stabilem Kunststoff gearbeitet werden, nur sollte keinesfalls ein Schraubendreher zum Einsatz kommen. Bremskolben so weit zurück drücken, bis diese mit dem Gehäuse abschließen.

mtb-bremsbelag-wechsel-07

Einsetzen der neuen Mountainbike Bremsbeläge

Die neuen Bremsbeläge werden mitsamt der Spreizklammer in den Bremssattel eingesetzt. Achtung: Bei asymetrischen Belägen unbedingt darauf achten, dass diese richtig ausgerichtet sind! Sonst passen die Halteschenkel für den Führungsbolzen nicht zu den Bohrungen im Gehäuse. Sobald die Bremsbeläge ausgerichtet sind muss der Führungsbolzen bzw. die Halterungsschraube eingesetzt und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment verschraubt werden. Danach NICHT den Sicherungssplint bzw. den Sicherungsclip vergessen! Splint umbiegen und somit gegen herausrutschen sichern. Bei Verwendung eines Sicherungsclips daurauf achten, dass dieser sitzt! Danach Laufrad einbauen und Probe fahren! Nochmal Achtung: Neue Bremsbeläge müssen eingebremst werden!

mtb-bremsbelag-wechsel-08

mtb-bremsbelag-wechsel-10

mtb-bremsbelag-wechsel-11

Die Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!

Werkstatt: Rennrad Lenkerband wechseln

Die letzte Saison hat deutliche Spuren hinterlassen: Irgendwie sieht das Lenkerband aus, als hätte sich ein Frettchen über den Lenker hergemacht! Doch kein Problem, mit geringem Kostenaufwand und wenigen Handgriffen lässt sich das Übel schnell wieder beseitigen. Wir zeigen, worauf beim Wechseln des Lenkerbandes geachtet werden muss!

lenkerband-wechseln-01-fraktur-magazin

Was wird an Material benötigt?

Erstaunlich wenig: An „Werkzeug“ wird lediglich eine Schere benötigt, von einem Messer raten wir unbedingt ab. Zum Reinigen des Lenkers empfiehlt sich Spiritus oder Waschbenzin. Ebenfalls am Start sollte grobes Gewebeband sein – weshalb erklären wir gleich noch. Last but not least muss natürlich ein neues Set Rennlenkerband vorliegen. Farbe und Ausführung hängt ganz von den individuellen Vorlieben das Fahrers ab.

XLC Lenkerband GR-T08 in schwarz

Wir haben uns für das XLC Lenkerband GR-T08 in schwarz entschieden. Argumente hierfür sind das ausgesprochen gute Preis-Leistungsverhältnis, die sehr gute Griffigkeit des Lenkerbandes und die stoßabsorbierende Gel-Polsterung. Besonders auf Langstrecken dürfen Fahrkomfort und handgelenkschonende Eigenschaften nicht zu kurz kommen – Gründe, weshalb das XLC Lenkerband GR-T08 für uns eine sehr gute Wahl darstellt. Preis: 15,95 Euro.

lenkerband-wechseln-12-fraktur-magazin

Lenker vorbereiten: Die ersten Schritte

Als Erstes die Griffgummis nach vorne klappen und die beiden Lenkerendstopfen entfernen. Jetzt kann mit dem Abwickeln des Lenkerbandes begonnen werden. Keinesfalls ein Messer benutzen – bereits ein feiner Schnitt in das Carbon kann zu einem Bruch des Lenkers führen! Nach dem Abwickeln des Bandes den Lenker säubern und auf Beschädigung kontrollieren. Bei Beschädigung muss der Lenker ausgetauscht werden!

Rutschsichere Unterlage schaffen

Auch wenn das neue Lenkerband einen Klebestreifen hat, sollte eine rutsichere Unterlage geschaffen werden. Hierfür einfach ein Stück grobes Gewebeband im oberen Bereich längs über den Lenker kleben. Ein kleiner Trick, der im nachhinein vor viel Ärger bewahren kann.

lenkerband-wechseln-05-fraktur-magazin

Befestigungsschelle abdecken

Der Bereich der Befestigungsschelle lässt sich beim Lenkerband-Wickeln nicht komplett abdecken, aber auch hier hilft ein kleiner Trick weiter! Einfach ein kurzes Stück vom neuen Lenkerband quer über die Schelle kleben.

lenkerband-wechseln-06-fraktur-magazin

Rennradlenkerband wickeln – Der Anfang

Jetzt kann endlich mit dem Wickeln des Lenkerbandes begonnen werden! Wichtig: Unten am Lenker beginnen, nicht oben! Lenkerband am Lenkerende ansetzen und darauf achten, dass ungefähr die Hälfte des Bandes übersteht. Einmal komplett umwickeln bevor mit der schrägen Führung des Lenkerbandes begonnen wird. Als grobe Regel beim Wickeln gilt, dass der Klebestreifen des Lenkerbandes immer auf dem Lenker liegen sollte. Somit hat ungefähr 2/3 des Lenkerbandes Kontakt zum Lenker, das restliche 1/3 des Bandes sollte überlappen.

lenkerband-wechseln-08-fraktur-magazin

Rennradlenkerband wickeln ohne Wellen oder Beulen

In der Lenkerbiegung wird die Überlappung größer, es sollten aber keineswegs Wellen oder Beulen entstehen. Notfalls wieder ein Stück abwickeln und nochmals beginnen. Eine kleine Herausforderung ist der Bereich der Befestigungsschelle, auch hier auf einen guten Sitz ohne große Wellenbildung achten. Das Lenkerband muss von Anfang bis Ende mit leichtem Zug gewickelt werden. Das XLC Lenkerband GR-T08 lässt sich diesbezüglich hervorragend wickeln und führen.

lenkerband-wechseln-09-fraktur-magazin

Rennradlenkerband wickeln – Der Endspurt

Das Lenkerband solange wickeln bis der Griffbereich komplett abgedeckt ist. Sollte das Band zu kurz sein: Nochmal Abwickeln und von vorne beginnen! Am Ende das Lenkerband schräg auslaufen lassen, nicht rechtwinkelig! Mit der Schere das Rennradlenkerband rechtwinkelig zum Lenker abschneiden, es entsteht also ein Keil bzw. eine Spitze. Auch hier gilt: Finger weg vom Messer!

lenkerband-wechseln-04-fraktur-magazin

Lenkerband sichern und Arbeit beenden

Mit dem mitgelieferten Klebeband oder Isolierband den soeben geschnittenen Lenkerbandabschluss sichern. Zwei oder drei Umwicklungen reichen völlig. Darauf achten, dass kein Grat und keine Angriffsfläche entsteht. Als Nächstes die Griffgummis wieder zurückklappen und das überstehende Lenkerband in die Lenkerenden stopfen. Der letzte Arbeitsschritt ist das Platzieren der Lenkerendstopfen – dem XLC Lenkerband GR-T08 liegen neue Stopfen bei.

lenkerband-wechseln-11-fraktur-magazin

Wie immer gilt: Übung macht den Meister 🙂

Alle Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!

XLC SP-T06 Vario-Sattelstütze mit Remote-Hebel Test

Produktcheck: Die XLC SP-T06 Vario-Sattelstütze ermöglicht dem Rider per Remote-Hebel am Lenker in allen Fahrsituationen eine komfortable Anpassung der Sattelhöhe. Auch bei diesem Produkt bietet die zur Winora Group gehörende Komponentenmarke dem Rider direkt mehrere Ausführungen an. Uns stand für den Test die Teleskopsattelstütze mit einer maximalen Höhenverstellung von 120 mm zur Verfügung.

xlc-sp-t06-02-fraktur-magazin

Erhältlich ist die XLC SP-T06 Vario-Sattelstütze mit drei maximal möglichen Höhenverstellungen. So sind neben dem uns vorliegenden Modell zwei weitere Modelle mit einer Höhenverstellung von 80 mm und 100 mm im Handel verfügbar. Dementsprechend unterschiedlich zeigen sich die Längen der Sattelstützen. Unser Modell mit einer Höhenverstellung von 120 mm weist eine Gesamtlänge von 425 mm auf, das mittlere Modell bringt es auf 400 mm, das kleinste Modell auf 350 mm.

Angeboten wird die SP-T06 Teleskop-Sattelstütze von XLC mit den Durchmessern 30,9 mm und 31,6 mm. Alle Stützen werden zudem in zwei Gewichtsklassen ausgeliefert: Als Standard-Modell für Fahrer von 80 bis 110 kg, die zweite Gewichtsklasse ist für leichte Fahrer von 55 bis 90 Kilogramm ausgelegt. Die Waage zeigt bei unserer Sattelstütze (Durchmesser 30,9 mm, maximales Fahrergewicht 90 kg) 674 Gramm an, hinzu kommen 90 Gramm für den Zug mit Auslösehebel.

xlc-sp-t06-03-fraktur-magazin

Zum Lieferumfang gehört neben der Sattelstütze selbstverständlich der Zug samt Auslösehebel – alles andere würde natürlich auch wenig Sinn machen. Die beiliegende Bedienungsanleitung in deutscher und englischer Sprache geht kurz und knapp auf die Funktionsweise und den Einbau der Sattelstütze ein. Kabelbinder oder Befestigungsmaterial für den Zug liegen nicht bei. Die Montage gestaltet sich denkbar einfach. Alte Sattelstütze raus, die XLC Vario-Sattelstütze rein.

Der Auslösehebel lässt sich dank Klappmechanismus ohne Demontage des Lenkergriffs und der Brems-/Schalteinheit am Lenker montieren. Danach nur noch den Auslösezug an der Sattelstütze einhängen und am Rahmen befestigen. Falls der Auslösezug zu lang sein sollte, kann dieser gekürzt werden. Mit einem 2 mm Inbus einfach die Stellschraube lösen, danach entsprechend Zug und Hülle mit einer Kabelschneidzange kürzen. Stellschraube wieder festziehen, fertig.

xlc-sp-t06-04-fraktur-magazin

xlc-sp-t06-01-fraktur-magazin

Wir haben die Gunst der Stunde genutzt, das Testbike mit wenig Aufwand und sehr geringen Kosten optisch ein wenig zu Pimpen. Hierfür haben wir den langweiligen Original-Sattelstütz-Klemmring gegen ein farbiges Modell von XLC ausgetauscht. Erhältlich ist der XLC Sattelstütz-Klemmring PC-L04 in unterschiedlichen Farben, in unserem Fall ist es limegreen. Die farbliche Auffrischung des Bikes schlägt lediglich mit 8,95 Euro zu Buche.

Von der angesprochenen Gesamtlänge des uns vorliegenden Modells XLC SP-T06 können maximal 235 mm im Sattelrohr versenkt werden. Konstruktionsbedingt wirft der Schaltzug durch die obenliegende Ansteuerung beim Absenken des Sattels eine Schlaufe. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sich die Schlaufe nicht an der Wippe, dem Hinterrad oder anderen bewegten Teilen aufhängt. Ein kluge Planung kann viel Ärger ersparen.

xlc-sp-t06-06-fraktur-magazin

xlc-sp-t06-05-fraktur-magazin

Der Auslösehebel lässt sich gut mit dem Daumen bedienen und ermöglicht somit eine sehr unkomplizierte Verstellung der Sattelhöhe. Auch in ruppigen Trailsektionen bereitet die Anpassung der Sattelhöhe keinerlei Probleme. Das Ausfahren der Sattelstütze ist gedämpft, ein unkontrolliertes Hochschnellen muss also nicht befürchtet werden. Die XLC SP-T06 Vario-Sattelstütze überzeugte im Test durch Zuverlässigkeit, ein Nachjustieren der eingstellten Sattelhöhe war zu keiner Zeit nötig.

Fazit XLC SP-T06 Vario-Sattelstütze mit Remote-Hebel

Die XLC SP-T06 Teleskop-Sattelstütze überzeugt durch unkomplizierte Montage, einfache Handhabung, Funktion und Zuverlässigkeit. Wer sich die Schlaufenbildung des Auslösezugs ersparen möchte, dem bietet XLC mit der SP-T07 eine Teleskop-Sattelstütze für die interne Zugverlegung an. Voraussetzung ist natürlich, dass der Rahmen für die interne Zugverlegung vorbereitet ist.

Produktdetails XLC SP-T06 Vario-Sattelstütze

  • Remote-Hebel
  • Pneumatisches System
  • Drei Verstellbereiche mit 80, 100 und 120 mm erhältlich
  • Preis: 179,00 Euro
  • EAN: 4055149034276
  • http://www.bike-parts.de

XLC Multitool TO-M07: Multifunktions-Werkzeug Test

DSCF3995

Produktcheck: Für kleinere Reparaturen unterwegs bieten sich die sogenannten Multifunktionswerkzeuge an, die eine Vielzahl an Werkzeugen in einem einzigen Tool vereinen. Das 15-teilige XLC Multitool TO-M07 ist solch ein Werkzeugkasten im Kleinstformat.

Geradezu edel präsentiert sich der smarte Alleskönner mit einem schicken Alurahmen und einer hochwertigen Verarbeitung. Trotz seiner geringen Außenmaße von etwa 80 x 47 x 17 mm hält das XLC Multitool TO-M07 die wichtigsten Werkzeuge für eine Fahrradreparatur bereit. Dazu zählt neben einem Schlitz-Schraubendreher, einem Kreuz-Schraubendreher, sieben Innensechskant-Schlüsseln von 2 bis 8 mm sowie einem Torx T 25 Schlüssel auch ein Kettennietentferner. Letzterer dient zugleich als Nippelspanner in vier Größen. Trotz der geballten Ladung an Werkzeugen bleibt das Gewicht des Multitools unter 200 Gramm.

DSCF3992

Das XLC Multitool TO-M07 liegt gut in der Hand und bietet einen schnellen Zugriff auf die einzelnen Werkzeuge. Diese sind anfänglich recht straff im Rahmen montiert, werden aber nach kurzem Gebrauch leichtgängiger. Der straffe Sitz der Werkzeuge lässt sich unkompliziert durch die Verschraubung des Rahmens schnell wieder herstellen. Somit ist sichergestellt, dass auch nach vielen Einsätzen das Multitool nicht klappert und rappelt. Die Qualität der einzelnen Werkzeuge ist gut, selbst nach oftmaligem Gebrauch bleiben diese voll funktionsfähig.

DSCF3994

Die Ausstattung des XLC Multitool TO-M07 lässt in der Praxis nahezu keine Wünsche offen. So wäre ein längerer Hebel am Kettennieter für eine leichtere Handhabung sicherlich besser, aber hier müssen aufgrund der Größe und des Gewichts Kompromisse eingegangen werden. Größer und schwerer geht natürlich immer, ist bei Multifunktionswerkzeugen aber definitiv nicht erwünscht. XLC hat diesbezüglich den perfekten Mittelweg gewählt. Erhältlich ist der Werkzeugkasten im Kleinstformat zu einem Preis von 19,95 Euro.

Fazit

Klein, leicht, handlich und zudem gut ausgestattet! Das XLC Multitool TO-M07 verfügt über die wichtigsten Werkzeuge für eine schnelle Reparatur unterwegs und lässt dabei weder einen Torx T 25 Schlüssel noch einen Kettennieter vermissen.

Produktdetails

Panaracer CG 4X AM 26×2.35: Reifen-Test

DSCF3803

Test: In Zusammenarbeit mit der französischen Mountainbikelegende Cedric Gracia hat Panaracer bereits vor geraumer Zeit den CG 4X AM Reifen herausgebracht. Fahrerisch macht Cedric Gracia keine halben Sachen, aber wie sieht es mit einem Produkt aus, das seinen Namen trägt? Wir wollten es wissen!

Der Panaracer CG 4X AM ist multidirektional einsetzbar, aus diesem Grund weist der Reifen keine Angabe über die Laufrichtung auf. Die gut gemeinte Wahlfreiheit bei der Montage kann beim Endkunden allerdings auch für Verwirrung sorgen. Wir haben den Reifen sowohl vorne als auch hinten mit der scharfen Ausrichtung der Bremsstollen in Laufrichtung montiert. Einfacher gesagt: Die flache Profilseite zeigt ebenfalls in Laufrichtung. Die Waage bescheinigt dem Faltreifen ein Gewicht von 776 Gramm – ein durchaus anständiger Wert.

DSCF3804

Die Montage des Reifens gestaltet sich einfach und wird mit einem perfekten Sitz des Panaracer CG 4X AM auf der Felge belohnt. Endlich konnte es mit den schwarzen Gummis auf die Piste gehen! Getestet haben wir den Reifen auf den abwechslungsreichen Trails in der Südeifel mit einem hohen Anteil an Steinen, Wurzeln und Waldboden. Top Testbedingungen bot auch das Wetter mit heißen, trockenen Phasen und heftigen Regenschauern – kurz gesagt: Volles Programm!

Sobald der Reifen in Rotation gebracht wurde überzeugt dieser mit einem sehr ansprechenden Rollwiderstand. Ebenfalls sehr ansprechend sind das Lenkverhalten und die Spurstabilität des Reifens. Der Reifen läuft auf trockenem Untergrund sehr gut. In Kurven beißen sich die Stollen im Waldboden fest und vermitteln dem Rider ein souveränes Fahrgefühl. Ebenfalls ordentlich Grip bietet der Panaracer CG 4X AM Reifen auf losem Untergrund. Beim Driften verhält sich der Reifen extrem dosier- und kontrollierbar. Auf BMX Bahnen mit leicht schotterigem Untergrund gibt sich der Reifen keine Blöße! Top!

DSCF3806

Selbst harte Bremsmanöver bringen den Panaracer nicht aus der Ruhe bzw. der Spur. Spannend sind natürlich immer Testfahrten bei Nässe. Erstaunlichen Grip zeigt der Panaracer CG 4X AM Reifen auf nassen Steinen. Hier bestätigt der Reifen seine Stärken als Reifen für steinige und felsige Untergründe. Im Gegenzug hierzu ist allerdings ebenso erstaunlich, dass der Reifen auf nassen Wurzeln leichte Schwächen zeigt. Der Panaracer CG 4X AM Reifen reagiert auf feuchtem Holz mit Nervosität und Unruhe.

Fazit

Für uns präsentiert sich der Panaracer CG 4X AM Reifen als guter Reifen für die Hatz über Trails – auf BMX Bahnen sowieso! Selbst bei Nässe vermag der Reifen zu begeistern, lediglich nasse Wurzeln quittiert der Panaracer CG 4X AM mit Nervosität.

Produktdetails

 

Schwalbe Nobby Nic 26×2.25 Evolution Line – Der Allround Reifen im Test

Test: Bei Produkten, die als Allrounder bezeichnet werden, schwingt oftmals ein leicht negativer Unterton mit. Ein Allrounder, so denken viele, deckt zwar einen breiten Einsatzbereich ab, bietet aber keinen nennenswerten Stärken. Mit dem seit Jahren beliebten Schwalbe Nobby Nic Evolution Line (HS411) haben wir uns bewusst für einen Reifen entschieden, der in unserem Test einen besonders breiten Bereich beim Mountainbiken abdecken sollte.

Der Reifen lag uns in der Ausführung SnakeSkin, TL-Ready und PSC (Pace Star Compound) mit der Dimension 26×2.25 vor. Vor der Montage führte der Weg des Reifens erstmal zur Waage. Das Gewicht des Faltreifens betrug bei unserer Messung etwa 596 Gramm und war somit nur unwesentlich schwerer als vom Werk angegeben. Bei der Montage muss lediglich auf die Laufrichtung geachtet werden, die Verwendung des Reifens ist unabhängig vom Einsatz als Vorderrad- bzw. Hinterradreifen. Die unkomplizierte Montage wird durch den guten Sitz des Schwalbe Reifens komplettiert.

Die ersten Eindrücke vom Nobby Nic haben wir auf Asphalt gesammelt. Der Reifen rollt ziemlich geräuscharm und leichtfüßig. Trotz des offenen Profils mit dem relativ großen Stollenabstand ribbelt der Reifen beim Fahren nicht. In den Kurven lässt sich das Bike sauber abkippen und am Kurvenausgang wieder aufrichten. Überzeugend ist auch der Grip in den Kurven, ein schwammiges Fahrgefühl kann dem Schwalbe definitiv nicht vorgeworfen werden! Eine überzeugende Vorstellung, die sich abseits der Straße fortsetzt.

Der Reifen bietet eine gute Dämpfung und überzeugt mit seinem Grip genauso wie mit seinem Bremsverhalten. Auf den gutmütig agierenden Reifen ist beim Downhill ebenso Verlass wie beim Uphill. Der Nobby Nic besticht mit einem guten Vortrieb selbst auf geröllartigem Untergrund. Erstaunlich ist, dass der Reifen sogar bei Nässe eine gute Performance bietet. Das offene Profil des Reifens sorgt für eine gute Selbstreinigung und die Stollen beißen sich energisch im Untergrund fest. Selbst nasse Wurzeln können geschmeidig gemeistert werden. Die Pannenanfälligkeit des Nobby Nic Reifens ist sehr gering, nur einmal mussten wir wegen eines Snakebites zum Flickzeug greifen. Ebenfalls überzeugend: Der geringe Verschleiß!

Fazit:

Der Allrounder macht an einem XC Bike ebenso eine gute Figur wie an einem AM Bike! Der Reifen ist zwar kein Spezialist in einem speziellen Bereich, überzeugt aber mit seiner starken Gesamtperformance! Ein sehr guter Allrounder, bei dem ein negativer Unterton fehl am Platz wäre! Ein Top Reifen für die Tour und den ambitionierten Einsatz im Gelände!

Rose Psycho Path 2 – Test – Grenzüberschreitung!

Die Bezeichnung ist natürlich großes Kino: Psycho Path! Obwohl die Wörter getrennt geschrieben werden, ist doch eine leichte (und wie wir vermuten gewollte) Zweideutigkeit nicht von der Hand zu weisen. Irritierend wie die Bezeichnung, gestaltet sich auch der Eindruck von dem Bike während des Tests. Dabei war vorab war doch eigentlich alles klar! In der Rubrik „Cross Country / Race“ geführt, werden durch die Einstufung ganz klare Grenzen aufgezeigt! Grenzen, die während des Tests allerdings immer mehr verschwammen!

Für den Test lag uns das aktuelle Rose Psycho Path 2 vor. Die Serie „Psycho Path“ umfasst drei Bikes, wobei das Psycho Path 2 in der goldenen Mitte angesiedelt ist. Das Bike ist für 1849 Euro in drei Größen erhältlich und drückt in der Größe S mit 9,8 Kilogramm auf die Waage – ohne Pedale! Die Standardausstattung des Bikes kann sich sehen lassen, eine individuellere Ausstattung ist bei Rose mit dem Bike Konfigurator ohne Probleme möglich. Wir haben angesichts der guten Standardausstattung jedoch auf Änderungen verzichtet.

Um den Carbon Rahmen tummeln sich hochwertige Komponenten, die zu Weihnachten auf so manchem Wunschzettel stehen: Rock Shox Reba RLT Solo Air Federgabel mit 100 mm Federweg, Formula RX Scheibenbremsen mit 180 mm Bremsscheibe vorne und 160 mm Bremsscheibe hinten, DT Swiss X 1600 Spline 26″ Laufräder, Shimano XT Schaltwerk und Umwerfer, Shimano XT Tretlager, Schwalbe Thunder Burt Evo 26×2.1 Bereifung sowie Easton Parts, um nur einen kleinen Überblick zu gewinnen!

Dem Namen entsprechend haben wir das Psycho Path über unsere Psycho Trails in der Eifel gejagt. Hier findet sich alles, was das Mountainbiken so liebenswert macht: Wurzeln, Steine, technische Trails, kernige Uphills und höllenschnelle Abfahrten. Desweiteren haben wir mit dem Rose Bike noch etliche Kilometer auf Asphalt zurückgelegt. So unterschiedlich auch die Gegebenheiten waren, wir müssen zugeben, dass wir mit dem Psycho Path in allen Bereichen einen Höllenspaß hatten!

Die entspannte Sitzposition ermöglicht nicht nur angenehmes Touren, sondern bietet auch ein gutes Fahrgefühl. Der breite Lenker und der kurze Vorbau sind eher untypisch für den Bereich XC, bescheren dem Bike aber eine unglaubliche Fahrkontrolle. Das Bike reagiert sehr direkt auf jede Lenkbewegung und lässt sich zielsicher wendig um die Ecken lenken. Die Spritzigkeit des Bikes zeigt sich auch beim Sprint. Ohne Übertreibung darf wirklich behauptet werden, dass das Rose „abgeht wie ein Zäpfchen“!

Die Schaltung arbeitet einwandfrei und trägt ihren Teil dazu bei, dass das Bike in allen Fahrsituationen perfekten Vortrieb bietet. Sehr angetan sind wir auch von den Abfahrtsqualitäten des Rose Bikes. Mit Höchsttempo ins Tal rasen bereitet mit dem sehr ruhig liegenden Bike höchsten Fahrspaß, selbst auf ruppigen Abfahrtspisten weiß das Psycho Path zu begeistern. Das Bike lässt sich schön in die Kurven dirigieren und fantastisch wieder heraus beschleunigen. Fast könnte man meinen, auf einem Dual Bike unterwegs zu sein!

Der Schwalbe Thunder Burt rollt zwar verdammt gut, aber im Fun Bereich und für mehr Reserven würden wir eher den Nobby aus gleichem Hause vorziehen. Wie bei allen Rose Bikes besticht auch das Psycho Path mit einer sehr guten Verarbeitung sowie innenverlegten Zügen. Unser Fazit: Das Rose Psycho Path 2 ist ein richtig geiles Bike, welches Agilität und Wendigkeit auf höchstem Niveau bietet. Das Bike von Rose begeistert mit mächtig viel Fahrspaß, definitiv weit über den Bereich XC hinaus! Grenzüberschreitung garantiert!

Mehr Infos unter www.roseversand.de

iXS Modest Denim Pants – Coole Five Pocket Jeans für Biker – Test

Nicht jedes Bekleidungsstück zum Biken kann für sich in Anspruch nehmen auch abseits des Bikens wirklich cool zu sein. Die iXS Modest Denim Pants macht nicht nur beim Biken eine gute Figur, sondern auch in der Schule oder abends im Pub. Die Hose wirkt auf den ersten Blick wie eine normale Jeans, nur viel cooler!

Die Jeans speziell für Biker weist eine exzellente Verarbeitung auf. Der hochwertige Jeansstoff besteht aus einem Materialmix aus 70% Baumwolle, 28% Polyester und 2% Elasthan. Diese feine Materialmischung bewirkt ein leichtes Stretchen der Hose. Die Hose ist nicht nur saubequem, sondern bietet auch eine perfekte Passform und viel Bewegungsfreiheit zum Abrocken – auf dem Bike wie auch auf einem Konzert! Für die nötige Sicherheit ist die Hose mehrfach vernäht. Neben der feinen Optik überzeugt die Jeans somit auch durch Stabilität.

Bei der iXS Modest Denim Pants handelt es sich vom Aufbau um eine typische Five Pocket Jeans. Platz für Kleinkram bieten somit zwei Eingrifftaschen, zwei Gesäßtaschen und die sogenannte Uhrentasche (Coin Pocket). Der gerade Schnitt der Hose (Modern Straight Leg Fit) sorgt dafür, dass sich die Hose nicht in der Kette oder sonst wo verheddert, wo sie nicht hingehört. Die Hose fällt von der Größe normal aus und wird in den üblichen Jeansgrößen angeboten. Die Nieten und die Knöpfe der Knopfleiste zeigen einen Teil des iXS Logos. Sehr gut gefällt uns auch der sehr dezente und kaum auffallende iXS Aufdruck oberhalb der rechten Gesäßtasche. Für das Tragen eines Gürtels bietet die Hose selbstverständlich Gurtschlaufen. Die Hose ist in schwarz und pornösem grau erhältlich! Der Preis deckt sich mit einer herkömmlichen Jeans, das gute Stück kostet 79,95 Euro und ist definitiv jeden Cent wert!