iXS Assault Jacket – Schutz aus einem „Guss“

Das Anziehen einer Protektorenjacke gleicht oft dem Anlegen einer Ritterrüstung. Bei einigen Herstellern entsteht der Eindruck, die Protektorenjacke wäre ein Sammelsurium von Schälchen und Polstern, mühevoll zusammengehalten durch diverse Riemchen und Reißverschlüsse. Viele Biker wünschen sich eine Protektorenjacke, die schnell und einfach wie eine herkömmliche Jacke angezogen werden kann und nicht erst großartig „konfiguriert“ werden muss. Für all diese „stressgeplagten“ Menschen gibt es von iXS das Assault Jacket.

Das iXS Assault Jacket bietet alles, damit der Schutz nicht auf der Strecke bleibt – im wahrsten Sinne des Wortes. Der gut sitzende Rückenprotektor zeichnet die Jacke ebenso aus wie die Schulter- und Ellbogenschoner. Im direkten Vergleich zum „Battle Jacket“ von iXS weist das Assault Jacket weniger Plastikbesatz auf (besonders im Bereich des Brustkorbs), die Schulterblätter sind nicht so großflächig geschützt und der Rückenprotektor ist im unteren Bereich nicht schwenkbar. Auf guten Schutz muss man dennoch nicht verzichten! Die Polsterung ist wohl dimensioniert und macht einen sehr guten Eindruck. Natürlich besitzt auch das Assault Jacket diverse verstellbare Riemen zum optimalen Anpassen der Jacke an den Körper.

Alle Schoner einschließlich des Rückenprotektors sind fest auf dem Trägermaterial vernäht. Die Jacke sitzt perfekt, nichts engt ein oder stört in der Bewegungsfreiheit. Der Nierengurt fixiert das recht atmungsaktive Assault Jacket fest am Körper. Selbst nach langem Tragen der Jacke stellte sich kein Unbehagen ein. Lobenswerte sind neben der guten Verarbeitung auch die verfügbaren Größen des Assault Jacket, welche von XS/S bis XL/XXL reichen. Das Haupteinsatzgebiet des Assault Jacket sehen wir besonders beim 4X, Dual und natürlich beim BMX. Aber auch für Freerider ist diese Jacke sehr gut geeignet, während wir für den Einsatz beim Downhill doch das iXS Battle Jacket, wegen des erhöhten Schutzes, vorziehen.

Fazit:

Das iXS Assault Jacket überzeugt durch die sehr gute Passform, die Verarbeitung und die wohl dimensionierten Polster. Auf guten Schutz muss also niemand mehr verzichten, zumal die Jacke von der Größe XS/S bis XL/XXL erhältlich ist. Top!

Farbe: schwarz
Größen: XS/S bis XL/XXL
Preis: 159,90 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-sportsdivision.com

iXS Hammer-Series knee guard – Der „schlanke“ Knie-/Schienbeinschoner

Speziell für Freeride, 4X und BMX bietet die iXS Sport-Division mit dem „Hammer-Series knee guard“ einen sehr schlanken Knie-/Schienbeinschoner an. Der super leichte Schoner macht vor allem beim BMX Sinn, wo klobige Downhillschoner mehr stören und beengen als nutzen. Auch die Freunde des Freeridens und von anspruchsvollen technischen Touren bekommen mit dem „Hammer-Series knee guard“ einen sehr gut sitzenden Schoner, der durch sein kleines Packmaß in allen Rucksäcken Platz finden dürfte. Ohne Schoner rauf, mit Schoner runter! Damit steht dem Abfahrtsspaß nichts mehr im Wege!

Fixiert wird der „Hammer-Series knee guard“ mit drei Klettstreifen. Vorteilhaft ist, dass der Schoner nicht mit einem „Strumpf“ ausgestattet ist und somit schnell und einfach angelegt werden kann. Der Schoner sitzt wie angegossen! Selbst nach langem Tragen scheuern, zwicken und stören die Schoner nicht. Lediglich der mittlere Klettstreifen ist für normal trainierte Waden ein bisschen zu lang ausgefallen und könnte etwas kürzer sein. Die zusätzlich auf dem stoßabsorbierenden Schaumstoff aufgebrachten Kunststoffschalen halten zuverlässig die „bösen“ Zähne und Pins der Pedalen vom Schienbein fern. Der „Hammer-Series knee guard“ bietet für seine „zarten“ Dimensionen einen sehr guten Schutz und passt hervorragend unter lange Race-Hosen. Beim Freeriden ist man für das kleine Packmaß ebenfalls sehr dankbar. Fanden die klobigen Downhillschoner im Rucksack kaum oder oft gar keinen Platz, dürfte sich dieses Problem des Platzmangels auch erledigt haben. Die Verarbeitung gibt keinen Grund zur Kritik und auch das Waschen in der Waschmaschine konnte den Schonern nichts anhaben.

Fazit:

Die super leichten „Hammer-Series knee guard“ sitzen wie angegossen und sind angenehm zu tragen. Durch das kleine Packmaß finden die Schoner zudem in fast jedem Rucksack Platz!

Farbe: schwarz
Größen: XS, S, M, L, XL
Preis: 39,95 Euro

Mehr Infos unter www.ixs-sportsdivision.com

Poison Strychnin Xn im Test – Der Stoff, aus dem die Träume sind…

4130…4 Zahlen, die für jeden BMXer das Non-Plus-Ultra des Rahmenbaus darstellen! 4130 steht für Chrom-Molybdän-Stahl und war bereits in den Achtiziger Jahren als Wunderstoff des Rahmen- und Komponentenbaus aus dem BMX-Sport nicht mehr wegzudenken. Bis heute hat Chrom-Molybdän-Stahl, kurz CroMo, nichts von seinem Flair eingebüßt. Poison hat mit dem Strychnin ein Bike auf die Beine gestellt, welches nicht nur wie ein großes BMX-Rad aussieht, sondern auch dessen Material verwendet.

Typisch für einen CroMo-Rahmen sind die dünnen Rohre. In Verbindung mit der Rahmengeometrie lässt sich die Ähnlichkeit mit einem BMX-Rad nicht verleugnen. Ebenfalls sehr typisch BMX ist der verbaute Amoeba Scud CroMo Lenker mit der Lenkerstrebe. Sehr gut gefallen uns auch die offenen Ausfallenden mit dem um einige Millimeter änderbaren Radstand. Zur Hinterraddemontage muss aber leider der Bremssattel gelöst werden. 26 Zoll Laufräder, Scheibenbremsen, Schaltung, Kettenführung und Federgabel sucht man an BMX-Rädern natürlich vergeblich, hier zeigt das Strychnin seine wahre Herkunft. Es ist also doch ein MTB!

Vorweg gesagt…wenn man einmal auf dem Sattel Platz genommen hat, mag man nicht mehr aufstehen wollen. Gegen den feudalen Sitzkomfort des Setlaz Sattels ist Opas Fernsehsessel geradezu eine Hämorrhidenschaukel. Doch viel Sitzen wird der Besitzer des Strychnin aber nicht, denn es will durch die Straßen und über Spots gejagt werden. Das Strychnin ist ziemlich handlich, nur der breite Lenker stört bei dem einen oder anderen Trick. Das Einsatzgebiet des kleinen Poison ist schnell ausgemacht: Auf dem Schulhof fühlt sich das Poison genauso wohl wie auf dem Dirt-Spot und im Skatepark.

Wenig entzücken konnte uns die Suntour Duro D. Die Federgabel sieht zwar ziemlich phatt aus, gibt ihre 100 mm Federweg aber nur sehr unwillig her. Die Zugstufe der Suntour bleibt, trotz Einstellmöglichkeit, überdämpft. Allerdings darf man das bevorzugte und gedachte Einsatzgebiet des Strychnin nicht vergessen: Street, Dirt und Skatepark. Hier kann das Poison Strychnin Xn seine Stärken voll ausspielen. Die genannten Schwächen offenbaren sich vor allem bei Einsätzen, für die das Strychnin nicht unbedingt gedacht ist.

Wer das Strychnin auf Cantis umrüsten will, dem bietet der Rahmen Cantisockel für 24 und 26 Zoll, womit auch das Spektrum der verwendbaren Felgen stark erweitert wird. Standardmäßig rollt das Poison auf 26 Zoll Sun Single Track Felgen mit Kenda K-Rad Bereifung. Geschaltet und gebremst wird mit Shimano Deore, als Schaltwerk wurde sogar ein XT verbaut. Das Innenlager und die Kurbel von CMP runden den guten Gesamteindruck ab. Der verbaute CMP Pro Vorbau zeigt sich wieder sehr BMX-typisch.

Fazit:

Sehr stylischer und robuster Rahmen im Retro-Style, der den BMXer im Mountainbiker weckt! Ein faszinierendes und preisgünstiges Spielgerät für Dirt und Street.

Preis: 699 Euro
Rahmengröße: 36
Gewicht: etwa 16,3 Kilogramm (ohne Pedalen)

Mehr Infos unter www.poison-bikes.de

Craft Rain Jacket und Pant – Regenbekleidung im Test

Bedingt durch die klimatischen und landschaftlichen Gegebenheiten setzten die Skandinavier schon oft Maßstäbe. Schwedische Autos galten bereits sehr früh als sehr sicher, ein finnisches Unternehmen ist der weltgrößte Mobiltelefonhersteller und beim Eishockey sind die Skandinavier sowieso Weltspitze. Doch auch Bekleidungstechnisch spielen die Skandinavier großes Kino, wie der Test der Regenbekleidung der schwedischen Firma Craft zeigt. Wir testeten für euch das „Bike Rain Jacket“ und die „Bike Rain Pant“.

Wer kennt es nicht? Spätestens beim Abrutschen von der Bärentatze ist es um viele Regenhosen geschehen. Schnell klafft ein großer Riss dort, wo eigentlich die Hose das Regen- und Spritzwasser vom Körper fernhalten sollte. Funktion ist eine Sache, Stabilität leider oft eine andere. Dass es auch anders geht, bewies uns der Test der „Bike Rain Jacket“ und der „Bike Rain Pant“ von Craft. Die Skandinavier legen hier weniger Wert auf Filigranität, sondern viel mehr auf gute Funktion bei einer sehr hohen Stabilität. Das merkt man bereits beim ersten Befühlen des Bekleidungsstoffes. Dieser fühlt sich relativ fest und dick an und vermittelt das Gefühl eines normalen Stoffes. Doch weit gefehlt! Bei dem Material handelt es sich um „vent air“, welches atmungsaktiv, wassendicht und winddicht ist. Der Schnitt der Hose und der Jacke sind sehr leger und stehen selbst Gegnern von Spandexklamotten gut zu Gesicht. Die Bündchen von Hose und Jacke sind eng anliegend. Ein Reißverschluss im Wadenbereich lässt ein schnelles und unkompliziertes Überstreifen der Hose zu und die angebrachten Klettverschlüsse sorgen für eine flatterfreie Fahrt. Die Verstärkung am Gesäß sorgt für ein langes Leben der „Bike Rain Pant“.

Die Jacke bietet für Achselschwitzer, ebenfalls durch einen Reißverschluss, spezielle Belüftungsschlitze an. Hose als auch Jacke weisen hinten eine kleine Extratasche auf und durch das Innenfutter ist die Craft Regenbekleidung angenehm zu tragen. Dass Trotz der Robustheit des Materials die Funktion nicht darunter leiden muss, zeigte der harte Test bei winterlichen als auch frühlingshaften Wetterbedingungen. Selbst bei Sturmwarnung waren wir mit der Jacke und der Hose unterwegs. Kein Vergnügen, aber die Craft Produkte zeigten sich von ihrer besten Seite und hielten den Unmengen von Regenwasser stand. Vorteil des legeren Schnittes ist, dass bei kühleren Temperaturen ohne Probleme etwas darunter getragen werden kann. Neben der Funktion begeistert vor allem die Stabilität. Trotz mehrfachen Hängenbleibens an den Pedalen und an unsinnigen Dornenbüschen zeigten sich Hose als auch Jacke nach dem Test in einem immer noch sehr guten Zustand.

Fazit:

Perfekt für alle, die einen hohen Anspruch an Funktion und Stabilität haben.

Bike Rain Jacket

  • Größen: S bis XXL
  • Farben: neongelb, rot, schwarz, silber
  • Preis: 99,95 Euro

Bike Rain Pant

  • Größen: S bis XXL
  • Farben: schwarz
  • Preis: 99,95 Euro

Mehr Infos unter www.craft.se

Princeton Tec Switchback 3 – 3×3 Watt Frontlampe im Test

Erwartungsvoll haben wir auf die neue Beleuchtungsserie „Switchback“ des Lampenspezialisten Princeton Tec aus den USA gewartet. Die aus Spritzgußaluminium bestehenden Lampenkorpusse und die verbauten 3-Watt Maxbright LED, je nach Modell in ein- bis dreifacher Ausführung, ließen uns vor dem Test ungeduldig mit den Hufen scharren. Umso freudiger war die Nachricht, die Switchback ist beim deutschen Vertrieb Fulmatech in Neubrunn verfügbar. Kann die Switchback 3 die hohen Erwartungen an eine knapp 500 Euro teure Beleuchtung erfüllen?

Die Switchback wird in drei Versionen angeboten. Diese reicht von der Switchback 1 mit einer 3-Watt Maxbright LED über die Switchback 2 mit zwei verbauten LED bis zur Switchback 3 mit drei LED. Die Preisspanne bewegt sich dabei zwischen 249 Euro und 489 Euro. Stolze Preise, die natürlich die Erwartungen nach oben schrauben. Wir haben uns für den Test direkt das Königsmodell, die Switchback 3, gekrallt. Was darf der Käufer für etwa 500 Euro erwarten? Ganz klar viel! Und dies kann die Switchback 3 bereits beim Auspacken erfüllen. Optisch ansprechend wird das Produkt nicht in einer billigen Plastikverpackung dargeboten, sondern ordentlich verpackt in einem Karton. Bereits das Auspacken des sehr sicher verpackten Produktes zeigt, dass es sich bei der Switchback 3 um etwas Besonderes handeln muss. Dieser Eindruck wird noch durch den Lieferumfang verstärkt. Der Lieferumfang besteht neben dem Lamperkorpus aus einem Lithium-Ionen-Akku, einem Ladegerät für 220 Volt, ein weiteres Ladegerät für einen 12 Volt Zigarettenanzünder, einer Lenkerbefestigung, einer Helmbefestigung, einem Verlängerungskabel, Klettbefestigungsbändern und einer deutschen Gebrauchsanleitung als PDF-Datei auf CD. Lediglich eine gedruckte Gebrauchsanleitung vermissen wir.

Der Ladezustand des Akkus wird über drei verschiedene LED angezeigt: Grün steht für vollständig geladen, gelb für einen mittleren Akkuzustand und rot signalisiert Lowlevel. Der Akku kann mittels Klettband am Rahmen befestigt werden. Dünne CroMo-Rahmen haben etwas das Nachsehen, da die Auflagefläge des Akkus für „normale“ MTB-Rahmen ausgelegt ist. Durch das Klettband und die Gummierung am Akku bleibt dieser selbst bei wüsten Fahrmanövern an seinem Platz. Natürlich kann der Akku auch im Rucksack transportiert werden, durch das beigelegte Verängerungskabel ist die Länge des Kabels ausreichend. Die Verbindungsstecker sind sehr solide, stabil und wasserdicht. Den Lampenkorpus hatten wir im Test auf dem Helm als auch am Lenker im Einsatz. Die Helmbefestigung lässt sich gut fixieren, an das Gewicht des Korpusses auf dem Kopf muss man sich allerdings etwas gewöhnen. Leicht ist der Lampenkorpus nicht. Belohnt wird man mit einer sehr guten Lichtausbeute und wüsten Beschimpfungen von entgegenkommenden Wanderern und Joggern. Sollte jemand erblindet sein, bitten wir um Entschuldigung 😉 Das trifft die Sache schon ziemlich auf den Punkt. Die Lichtausbeute kann begeistern. Durch die beeindruckende Lichtstärke können selbst schmale Trails im Winter befahren werden. Der Lichtkegel ist leicht fokussiert und die Übergange von dunkel nach hell sind fließend. Lediglich die Randausleuchtung könnte etwas besser sein.

Die Switchback 3 bietet per Knopfdruck drei verschiedene Lichtstärken an und kann so den Gegebenheiten angepasst werden. Ein weiterer Modi versetzt die Switchback 3 in ein Blinklicht. Ein permanenter Druck auf den Schalter schaltet die Lampe komplett aus. Durch eine spezielle Technologie bleibt das Licht über die gesamte Leuchtdauer gleich. Der Hersteller gibt bei der Switchback 3 eine Leuchtdauer von 6 Stunden im höchsten Modus an. Der Wechsel in den Lowbereich des Akkus wird durch ein kurzes Blinken des Frontlichts signalisiert und durch eine rote Kontroll-LED angezeigt. Bei uns im Test war dieser Zustand im höchsten Modus nach etwa 4 Stunden erreicht. Sollte während der Ausfahrt der Akkuzustand auf Lowlevel fallen, braucht trotzdem niemand in Panik zu verfallen. Sogar mit der höchsten Lichtstärke bietet die Switchback 3 dann noch etwa etwa 2 1/2 Stunden Licht für den sicheren Heimweg. Die vom Hersteller angegebenen 6 Stunden erreichten wir im Test somit allerdings nicht ganz. Sehr positiv bewerten wir das Schnell-Ladesystem des Akkus, welches ein Laden des Akkus in etwa 2 1/2 Stunden ermöglicht. Ebenfalls praktisch und gut ist der Schutz vor Überladung des Akkus. Übrigens: Die markanten Kühlrippen des Lampenkorpusses machen tatsächlich Sinn…bei kühlen Außentemperaturen fällt die Hitzeentwicklung der drei Power-LED nicht weiter auf, bei warmen Außentemperaturen wird das Lampengehäuse aber ziemlich hot.

Fazit:

Zugegeben, 489 Euro sind für eine Fahrradbeleuchtung nicht gerade ein Pappenstiel, aber dafür bekommt man ein sehr gute Beleuchtung in einer sehr guten Qualität. Absolut empfehlenswert!

Preis: 489 Euro

Vertrieb:
FULMATECH OHG
Mainzer Str. 3
97277 Neubrunn

Mehr Infos unter www.fulmatech.com

Vaude Suami Gloves – Winterhandschuhe im Test

Kinders, Kinders…kalt war es mal wieder! Auch wenn der Winter derzeit Achterbahn fährt, können wir doch sicher sein, dass es nochmal richtig kalt werden wird. Da wir selbst im tiefsten Winter nicht auf unsere Lieblingsbeschäftigung, dem Biken, verzichten wollen, ist gute Winterbekleidung absolut notwendig. Besonders bei den Händen setzt die eisige Kälte dem Biker stark zu. Bekleidungsspezialist Vaude bietet in seinem Sortiment das passende Kleidungsstück gegen steifgefrorene Finger. Wir haben uns mit dem Winterhandschuh Suami für euch in die Tiefen des Winters gestürzt.

Das erste Anprobieren und die erste Ausfahrt mit dem Handschuh ist gewöhnungsbedürftig. Durch die Dicke des Materials, der Handschuh soll schließlich wärmen, ist die Sensibilität natürlich nicht mit dünnen Sommerhandschuhen vergleichbar. Allerdings gewöhnt man sich schnell an die Handschuhe. Bei Temperaturen über 0 Grad wird es in den Suami Gloves mollig warm, die besten Tragebedingungen finden sich unter dem Gefrierpunkt bei etwa -5 Grad. Kälter geht, aber da macht sich nach einiger Zeit der Daumen bemerkbar. Die Ärmelbündchen reichen weit hoch und wärmen zusätzlich. Leider vermissen wir einen zusätzlichen Frotteebesatz am Daumen, welcher direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen würde: Reinigungsfunktion und zusätzlicher Kälteschutz. Die Verarbeitung der Handschuhe ist sehr gut, die Suami Gloves lassen sich zudem bei 30 Grad problemlos waschen. Nur das Vaude-Logo verabschiedete sich bei uns nach einigen Wäschen.

Als sehr nützlich haben sich auch die Armlinge III und Beinlinge III von Vaude erwiesen. Diese auf kleinstes Packmaß verstaubaren Helferlein sollten auf keiner größeren Tour fehlen. Für die Übergangszeit eignen sie sich als Erweiterung für kurze Pants, im Winter bieten die Arm- und Beinlinge in Kombination mit langer Wäsche einen zusätzlichen Kälteschutz. Der Preis für die Armlinge III beträgt 29 Euro und für die Beinlinge III 39 Euro.

Fazit:

Gute Passform, guter Kälteschutz und gute Qualität zu einem fairen Preis! Absolut empfehlenswert!

Preis: 34,95 Euro

Infos unter www.vaude.com

Univega RAM XF-932 – Der X-Fighter im Test

Zeitgemäß zeigt sich Univega mit den Bikes der X-Fighter Serie. Ohne viel Schnickschnack und unnötigen Ballast verspricht Univega mit der XF-Serie den Käufern ein Bike, welches jeder Offroad- und Stadt-Szene gewachsen sein soll. Optisch flößt das XF-932 schon mächtig Respekt ein. Der Preis unterhalb der 1000 Euro Grenze könnte ebenfalls für viele Anhänger sorgen. Wir haben den Kämpfer in den verschiedensten Disziplinen zum Duell aufgefordert.

 

Wie es sich für einen Kämpfer gehört, darf ein imposantes Auftreten nicht fehlen. Das vierkantige Unterrohr und die wuchtige Front des X-Fighter verfehlen beim Betrachter nicht ihre Wirkung. Mit fetten Lettern verewigt sich der Markenname Univega auf dem Unterrohr. Ein wahres Highlight sind die Ausfallenden des XF-932. Diese bestehen aus je einer Platte, welche über Langlöcher eine Änderung der Kettenstrebenlänge um etwa 14 mm erlauben.

Der Lenkwinkel des Univegas ist recht steil. Das Fahrverhalten ist zwar etwas nervös, dafür reagiert das X-Fighter ohne Verzögerung auf jede Lenkbewegung. An das leicht nervöse Fahrverhalten gewöhnt man sich allerdings sehr schnell und genau so schnell lernt man die Vorzüge dieses Bikes zu lieben. Das Univega lässt sich absolut genial beschleunigen und sorgt besonders auf BMX-Bahnen für Beschleunigungsorgien. Somit kann auch vor langgezogenen Jumps genug Geschwindigkeit aufgebaut werden.

Geradezu leichtfüßig lässt sich das Bike bewegen. Das Univega rollt richtig gut und lädt dazu ein, den Weg zum nächsten Spot auch mal mit dem Bike zurück zu legen und nicht unbedingt nur mit dem Auto. Bei soviel Sprintpotential und gutem Rollverhalten schockte der Blick auf die Waage. Das Gewicht des XF-932 beträgt stattliche 16,1 Kilogramm. Ein erstaunlich hoher Wert der verblüfft, wenn man die Leichtfüßigkeit des Univegas betrachtet.

Das XF-932 zeigt seine Stärken aber nicht nur erdgebunden, sondern auch, oder gerade, in der Luft. Das Univega lässt sich beim Jumpen hervorragend dirigieren und zeigt keinerlei Anzeichen von Nervosität. Doch nicht nur auf BMX-Tracks ist das XF zu Hause, sondern auch auf allen Straßen und Skateparks der Welt. Durch das gute Handling verführt das Univega zum Spielen. Auch beim Drift verhält sich das Univega souverän. Das Vorderrad fängt leicht an zu radieren, bevor sich sanft das Hinterrad anschließt. Das Bike bleibt dabei sehr gut kontrollierbar.

Das Einsatzgebiet des XF-932 ist in den Bereichen Street, Dirt und Dual zu suchen. Entsprechend zum Einsatzgebiet sind die verbauten Komponenten. Die Marzocchi Dirt Jumper 3 bietet mit 100mm Federweg ausreichend Reserven. Auch bei der Schaltung lässt Univega nichts „anbrennen“ und spendierte dem XF-932 Schaltwerk und Schalthebel der XT-Gruppe von Shimano. Für gute Dosierbarkeit und Bremspower sorgt Maguras Julie mit einer 160er Bremsscheibe hinten und einer 180er Bremsscheibe vorne.

Das Univega RAM XF-932 lässt kaum Wünsche offen. Ein Kämpfer der sympatischen Natur. Der breite Spielraum lässt viel Platz für Kreativität. Schwächen zeigt das Bike nur zweckentfremdet auf ruppigen schnellen Abfahrten. Hier macht sich das nervöse Fahrverhalten negativ bemerkbar. Bei Schlamm sind die Geax Lobo Loco Reifen etwas überfordert. Der unteren Rolle der Truvativ Kettenführung sollte man hin und wieder etwas Schmierstoff gönnen, da diese den ansonsten lautlosen Kämpfer in einen schreienden Krieger verwandelt.

Fazit:

Optisch und fahrtechnisch ein sehr geiles Bike mit einer gelungenen Ausstattung. Der Preis unterhalb der 1000 Euro Preisklasse dürfte für viele Anhänger sorgen. Da wünscht man sich nur noch eine BMX Bahn vor der Tür!

Preis: 999 Euro

Gewicht: etwa 16,1 Kilogramm

Mehr Infos unter www.univega.com

Univega RAM E-90 – Das Enduro im Test

Bereits im Frühjahr 2006 musste das FR-19, der „phatteste“ Freerider aus dem Hause Univega, in einem harten Test seine Qualitäten unter Beweis stellen. Das Bike für die Freunde der härteren Gangart konnte uns damals voll überzeugen. Doch nicht immer müssen „solche“ schweren Geschütze aufgefahren werden. Endurobikes versprechen bei einem sehr breiten Einsatzgebiet maximalen Spaß. Univega bietet mit dem RAM E-90 ein Enduro in der gehobenen Preisklasse an. Ob sich das E-90 die Einreihung in die RAM-Serie verdient hat und wirklich maximalen Spaß bietet, wollten wir in einem Test herausfinden.

Das E-90 baut auf der bewährten Deltabox II-Konstruktion auf. Der formschöne Rahmen bietet nicht nur eine ausgefallene Bauweise, sondern besticht vor allem durch Stabilität und Steifheit. Ein Leichtgewicht ist das E-90 allerdings nicht, etwa 15,6 Kilogramm bringt das Univega auf die Waage. Im Gegensatz zum Flaggschiff der RAM-Serie, dem FR-19, ist das E-90 kein Eingelenker, sondern ein Viergelenker. Der Viergelenker spricht über den gesamten Federweg sehr gut an und verträgt dennoch die eine oder andere Kante, die sich in den Weg stellt. Vor allem bergab zeigt das Univega Zähne und verleitet zu einer sehr forschen Fahrweise.

Das E-90 macht der Bezeichnung Enduro alle Ehre, zumindest bergab. Fast nichts hält den Biker davon ab, anspruchsvolle Trails in ausgedehnte Touren zu integrieren. Hier zeigt sich auch die Stärke des Manitou Dämpfers mit den guten Einstellmöglichkeiten. Der Manitou Swinger Air SPV 4-Way Dämpfer bietet die Einstellung der Zugstufe, des Luftdrucks, der SPV Plattform Druckstufe und des SPV Volumens…kurz gesagt, viele Möglichkeiten zum perfekten Einstellen an die persönlichen Bedürfnisse. Hier sollte man sich unbedingt Zeit nehmen, um das E-90 perfekt abzustimmen.

Passend zu den etwa 150 mm Federweg am Heck bietet die Manitou Nixon 145 mm Federweg. Die Manitou Nixon erweist sich als gute Wahl für das E-90. Die Gabel spricht gut an und bietet ein Absenken der Front bequem vom Lenker aus. Somit zeigt sich das E-90 auch als akzeptable Kletterziege, wobei man hier aber gerne auf das eine oder andere Gramm verzichten würde. Die Wiederherstellung des vollen Federwegs während der Fahrt erwies sich als etwas unpraktisch, da hier die Gabel entlastet werden muss. Je nach Einstellung der Zugstufe muss man über ein exquisites Beherrschen von Wheelies verfügen, wenn man nicht zum Stillstand kommen will.

Die Sitzposition ist relativ aufrecht und lädt auch zum Touren ein, ohne an Sportlichkeit einzubüßen. Das Univega liegt gut in der Hand. Die Lenkung reagiert leicht indirekt, von Nervosität ist weder bei ruppigen Passagen noch bei höheren Geschwindigkeiten etwas zu spüren. Ein großer Pluspunkt beim E-90 ist die voll versenkbare Sattelstütze. Nicht nachvollziehen können wir allerdings die Wahl der Sattelklemme. Mit einem lauten Knall begrenzt diese beim Einfedern den zur Verfügung stehenden Federweg. Wir haben daraufhin provisorisch die Sattelklemme mit dem Spanner nach vorne in Fahrtrichtung gedreht. Da wir schon mal am Meckern sind, müssen wir auch in Bezug auf die Bereifung ein ernstes Wörtchen verlieren.

Die Maxxis Lopes Bling Bling machen auf trockenem Untergrund zwar eine sehr gute Figur, sobald der Untergrund aber nass und schlammig wird, ist es mit der Haftung vorbei. Da der Einsatzbereich eines Enduros zweifelsohne im Wald und auf unbefestigten Wegen zu suchen ist, und das bei jeder Witterung(!), sollten unbedingt andere Reifen montiert werden. Viel breiter als die montierten Bling Bling in der Größe 2.35 dürfen die Reifen aufgrund des eng bemessenen Hinterbaus nicht ausfallen. Allerdings machen breitere Reifen an einem Enduro aber auch nicht unbedingt Sinn.

Abgesehen von der Bereifung und der verbauten Sattelklemme gibt es an dem E-90 nichts zu Makeln. Die Shimano Deore Schaltung mit dem XT Schaltwerk arbeitet ebenso zuverlässig wie die Hayes HFX Bremsen. Die Sun Ringle Naben, die Sun Singletrack Felgen, die Truvativ Hussefelt Plattformpedalen und die vielen verbauten FSA Komponenten sorgen für ein sehr gutes Gesamtbild. Geschmackssache ist sicherlich der Lenker, der in unseren Augen ruhig breiter ausfallen dürfte. Der seitensteife Rahmen ist sehr gut verarbeitet, erwies sich im Test als hart im Nehmen und auch die Lackierung kann völlig überzeugen.

Fazit:

Der seitensteife Rahmen ist sehr gut verarbeitet und lädt zu einer sehr forschen Fahrweise ein. Das Bike liegt gut auf dem Trail, zumindest solange es die Witterung und die Reifen zulassen. Das Univega E-90 ist kein Leichtgewicht, überzeugt aber durch ein sehr gut ansprechendes schluckfreudiges Fahrwerk und Zuverlässigkeit.

Preis: 2999 Euro

Größen: S, M und L
Farbe: blast grey/blast gold
Gewicht: etwa 15,6 Kilogramm

Mehr Infos unter www.univega.com